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Huntington Beach

Huntington Beach

Huntington Beach ist eine Küstenstadt im südkalifornischen Orange County. Am 1. Juli 2004 hatte die Stadt nach Hochrechnungen des U.S. Census Bureau 195.305 Einwohner. Huntington Beach ist bekannt für seinen langen Pazifikstrand, der sehr gute Möglichkeiten zum Surfen bietet. Daher trägt die Stadt auch den inoffiziellen Beinamen Surf City. Neben dem Tourismus ist die Förderung von Erdöl ein wichtiger Wirtschaftszweig. Jürgen Klinsmann lebt zusammen mit seiner Frau Debbie und seinen zwei Kindern (Jonathan und Laila) in Huntington Beach. Kategorie:Ort in Kalifornien Bild:Hb1.JPG|Huntington State Beach Bild:Hb2.JPG|Huntington Beach Pier

Südkalifornien

Südkalifornien (engl. Southern California oder "SoCal") ist der südliche Teil des US-Bundesstaats Kalifornien. Geografisch ist die Grenze zwischen Nord- und Südkalifornien traditionell durch die Tehachapi-Berge markiert. Politisch ist Südkalifornien von den folgenden acht Bezirken definiert: Los Angeles, Orange, San Diego, San Bernardino, Riverside, Ventura, Santa Barbara und Imperial. Mehr als zwei Drittel der Einwohner Kaliforniens wohnen in Südkalifornien. In Südkalifornien liegen die großen Städte Los Angeles und San Diego. Südkalifornien ist ein großes Zentrum für Verschiffung und Flugreisen, ein populäres Reiseziel und das Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie (Hollywood).

Siehe auch


- Nordkalifornien Kategorie:Geographie (USA)

United States Census Bureau

Das United States Census Bureau, offiziell Bureau of the Census ist Teil des United States Department of Commerce (US-amerikanisches Handelsministerium). Hauptaufgabe ist die Volkszählung. Die Bevölkerung der USA ist mindestens einmal alle 10 Jahre statistisch zu erfassen, hiernach richtet sich z.B. die Verteilung der Abgeordneten im Repräsentantenhauses. Ebenfalls erstellt werden Statistiken über Geografie, die Bevölkerung (u.a. Alter, Einkommen) und Wirtschaft. Seit 1903 ist das Büro offizielles Organ für Statistiken in den USA. Das Büro hat 12 regionale Büros, die für die zehnjährigen Zählungen temporär aufgestockt werden. Der alleinige Zweck der Zählungen und der Statistik ist, allgemeine statistische Informationen zu erhalten. Antworten werden zwar einzeln (je Einwohner, Unternehmen) erfasst, erstellt und veröffentlicht werden aber nur konsolidierte, allgemeine Statistiken. Hierbei hat der Datenschutz oberste Priorität. Es dürfen per Gesetz keine Daten (weder durch das Amt, noch durch Mitarbeiter) veröffentlicht werden, die Rückschlüsse auf einzelne Personen, Haushalte oder Unternehmen zulassen. Das United States Census Bureau ist in vier Regionen aufgeteilt, diese gliedern sich wiederum in neun Unterbereiche auf:
- Northeast Region (Nordosten),
- Midwest Region (Mittlerer Westen),
- Southern Region (Südstaaten),
- Western Region (Westen) siehe auch: Statistisches Bundesamt, Politisches System der USA, US-Regierung

Weblinks


- [http://www.census.gov offizielle Webseite des Bureau of the Census] (englisch) Census Bureau ja:アメリカ合衆国統計局

Wellenreiten

Einleitung

Das Wellenreiten oder Surfen stammt von den Inseln Hawaiis. Nachdem es im 19. Jahrhundert von Missionaren fast ausgerottet wurde, erlebte das Surfen in den 50er Jahren, als viele US-Amerikaner diesen Sport für sich entdeckten, einen neuen Boom. Heutzutage werden Contests (Wettbewerbe) veranstaltet wo Surfer ihr Können beweisen. Wellenreiten kann man allerdings nicht nur in Hawaii, Kalifornien oder Australien, sondern auch in Europa gibt es unzählige gute Strände zum Surfen. Benötigt werden lediglich ein Surfbrett, ein Neoprenanzug, Surfwachs und eine Leash (in Australien als "Legrope" bezeichnet), eine ca. 2 m lange Schnur mit der das Brett am Fuss gesichert wird. Jede Person, die über eine gute Schwimmfähigkeit verfügt, kann das Wellenreiten erlernen. Um beim Umgang mit Wellen, Strömungen und Gezeiten kein unnötiges Risiko einzugehen, sollte dazu allerdings die Hilfe eines qualifizierten Wellenreitlehrers in Anspruch genommen werden. Surfen oder Wellenreiten ist in seiner Urform schon annähernd 4000 Jahre alt. Durch die epischen Reisen der Polynesier verbreitete sich auch dasSurfen in der Südsee. Zur wahren Blüte wurde Surfen auf den Inseln von Hawaii entwickelt wo es fester spiritueller und kultureller Bestandteil der Gesellschaft war. Durch die westlichen einflüsse wurden die Hawaiier nicht nur des Surfens beraubt, sondern ihrer ganzen Kultur. Die wahre Renaissance der fast nicht mehr existierenden Sportart wurde durch den größen Hawaiier Duke Paoa Kahanamoku geschafft. Als mehrfacher Olympiasieger im Schwimmen transportierte dieser Botschafter des Aloha den Sport zuerst über Australien, später mit weiteren Reisen in die Seelen der Menschen. In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts war es vor allem der Kalifornier Tom Blake der dem Surfen eine Neue Richtung gab. Neue Materialien und Inventionen brachten das Surfen jedes Jahr weiter. Von den alten Holzbrettern zu den modernen Foam Boards, vom Finnenlosen Surfbrett bis zu den verschiedensten Konstruktionen & Designs der Bretter, jedes Jahr machen sich Surfer Gedanken wie sie näher mit ihrem Element verschmelzen können. Surfen basiert auch auf einer der besonderen Eigenschaften der Polynesier, der Suche, der Neugier. Dem unendlichen Wissen über den Ozean, der Liebe zur Umwelt und dem Streben nach einer weiteren Welle, das alles sind alte und existierende Eigenschaften welche zum Surfen gehören wie ein Brett und das Meer.

Geschichte des Wellenreitens

Die Wurzeln des Wellenreitens verlieren sich ebenso im Dunkeln der Geschichte wie die der Polynesier, die als Erfinder des Wellenreitens bezeichnet werden können. Wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit (zw. 750 und 500 v. Chr.) brachen die Polynesier auf aus ihrer Urheimat Hawaiki, das irgendwo in Indonesien vermutet wird, um das heutige Polynesien zu besiedeln. Die Polynesier waren gastliche, fröhliche und offene Menschen des Meeres, die im Schwimmen, Tauchen und in der Seefahrt große Leistungen vollbrachten. Sie machten Expeditionen bis nach Südamerika und in die Antarktis. Sie führten ein sorglos anmutendes Leben in wunderschöner Landschaft, feierten viele Feste mit Musik, Tanz und Gesang und imponierten den europäischen Entdeckern durch ihre freien Liebessitten. Neben Klettern, Grasrodeln, diversen Kampf- und Laufspielen war vor allem Wassersport sehr beliebt. Schwimmen, Tauchen, Paddeln, Segeln, Wasserspiele und Klippenspringen waren sehr verbreitet. Die Entwicklung des Wellenreitens begann wahrscheinlich mit dem Body-Surfen. Dabei wurden die Wellen ohne Hilfsmittel nur mit dem Körper abgeglitten. Anschließend wurden Binsenbündel, kleinere Baumstämme, hölzerne Planken oder Kanuspitzen benutzt, um dem Körper mehr Auftrieb zu geben. Später wurde auf größeren Brettern liegend, sitzend oder auf den Knien gesurft. In dieser Form war Wellenreiten in ganz Polynesien (und darüber hinaus) verbreitet. Vor allem auf Tahiti hat es sich zum Surfen im Stehen weiterentwickelt. Frauen und Männer aller Klassen und Altersstufen gingen hier aufs Meer, um zu surfen. Im Zuge der Besiedlung Ost-Polynesiens von Tahiti aus kam Wellenreiten dann in dieser Form auf die Marquesas-Inseln, nach Neuseeland, Rapa, auf die Osterinsel und nach Hawaii. Auf Hawaii hat es sich schließlich am weitesten bis hin zur Schrägfahrt entwickelt. Die gesellschaftliche Bedeutung des Wellenreitens wurde u. a. daran deutlich, daß die Buchten mit den höchsten und besten Wellen für die Könige reserviert waren und für die restliche Bevölkerung mit einem Tabu belegt waren. Einmal im Jahr fand auf Hawaii das Makahiki-Fest statt. Die Arbeit wurde für 3 Monate unterbrochen, um Erholung, Sport, Tanz und Festmahle zu genießen. Eine besondere Bedeutung hatten dabei die Wellenreitwettkämpfe, zu denen Tausende von Zuschauern kamen. Wellenreiten war auf Hawaii Nationalsport. Da Wellenreiten bereits vor der Besiedlung Hawaiis (im 10. Jahrhundert n. Chr.) existierte, ist davon auszugehen, daß es mindestens 1000 Jahre alt ist. Jedoch gibt es Hinweise auf ein wesentlich höheres Alter dieser faszinierenden Sportart. Auch in Mikronesien (z. B. Fiji-Inseln, Neuguinea) und Melanesien (z. B. Marshall-Inseln, Karolinen) wurden Wellen abgeritten, allerdings nur dort, wo es auch gesellschaftlich und kulturell einen großen polynesischen Einfluß gab. Da aber der Aufenthalt der Polynesier in diesen Gebieten in der Zeit vor Christus vermutet wird, ist anzunehmen, dass das Wellenreiten bereits aus vorchristlicher Zeit stammt. Als Polynesien von den ersten Europäern entdeckt wurde, war die Geschichte des Wellenreitens schon längst geschrieben – oder vielmehr gesungen. Die Polynesier, die zwar keine Schrift hatten aber über ein ausgeprägtes Geschichtsbewußtsein verfügten, gaben ihre Geschichte in Form von Liedern und Legenden weiter. Sie sangen von den ruhmreichen Taten der besten SurferInnen und baten den Gott des Meeres, die kleinen Wellen zu behalten und doch lieber die großen zu schicken. Der Brite James Cook entdeckte im Jahr 1778 Hawaii, wo er Eingeborene beim Wellenreiten beobachtete. Seine Aufzeichnungen, die den ersten schriftlichen Bericht über Wellenreiten darstellen, lassen vermuten, daß Cook die Faszination dieser Sportart spürte. Seine ersten schriftlichen Aufzeichnungen machte er nach momentanem Stand des Wissens schon auf Tahiti, einige Jahre zuvor. Entdeckt haben die Insel von Hawaii Siedler von den Marquesas Inseln. Geführt wurden sie von Hawailoa, einem der größten Seefahrer Polynesiens. Um 400 n.C. Spätere Expeditionen waren nicht so human und feinfühlig wie jene zur Zeit Cooks. Neben Walfängern und Missionaren waren es vor allem Kriegsschiffe aus Europa, welche die Kolonisierung der paradiesischen Inseln betrieben. Krankheiten, Alkohol- und Gewinnsucht verbreiteten sich. Die Anzahl der Hawaiianer nahm rapide ab. Waren es 1778 noch 300.000, so zählte man im Jahr 1900 einschließlich aller Mischlinge weniger als 40.000. Als König Kamehameha I., dessen Surf-Leistungen noch lange nach seinem Tot besungen wurden, 1819 starb, wurden die bis dahin geltenden Tabu-Gesetze abgeschafft, wodurch der Boden für das Christentum bereitet und der Zusammenbruch der hawaiianischer Kultur eingeleitet war. In diesem Jahr fand auch das Makahiki-Fest zum letzten Mal statt. Die daraufhin eintreffenden Missionare ersetzten das heidnische Brauchtum durch strenge Kirchensitten. Auch das Surfen wurde als unnütze, heidnische und unsittliche (Männer und Frauen surften zusammen) Zeitverschwendung angesehen und 1823 kurzerhand verboten. Die wirtschaftliche Situation der Hawaiianer verschlechterte sich durch die Anbindung an den Welthandel. Die Einkünfte aus Walfang und Holzindustrie sanken und es waren hohe Steuern zu zahlen. Zum Surfen blieb keine Muße mehr. Die Könige, ehemals Trendleader, waren zu beschäftigt um zu surfen und die kulturelle Einbindung des Surfens ging verloren, so dass das Wellenreiten um 1829 von den meisten Plätzen Hawaiis und Polynesiens verschwand. Mit der Gründung der ersten hawaiianischen Surfclubs wurde 1908 eine bis heute nicht endende Ära eingeleitet, in der sich das Wellenreiten wieder aufwärts entwickelte und sich, zunächst unter dem Einfluß von Georg Freeth und Duke Kahanamoku, über die ganze Welt verbreitete. 1955 kam Peter Viertel, ein Drehbuchautor aus Hollywood, der mit der Filmschauspielerin Deborah Kerr verheiratet war, zu Dreharbeiten nach Biarritz. Er fand Gefallen an den Wellen, ließ sich ein Board aus Californien kommen und versuchte sich im Wellenreiten. Mit ihm begannen die Franzosen Michel Barland, Georges Henebutte (der Erfinder der Leash) und Joel de Rosnay, die bald den ersten Surf-Club Frankreichs gründeten. Auch die Geschichte des deutschen Wellenreitens begann Mitte der 50er Jahre. Damals bekamen die Sylter Rettungsschwimmer ihre ersten Rettungsbretter, die ziemlich ungeeignet zum Wellenreiten waren. Das konnte Uwe Draht jedoch nicht davon abhalten, seine ersten Surfversuche damit zu starten. Dieter Behrens, Walter Viereck u. a. schlossen sich seinem Tun an. In Biarritz kauften sie sich ihre ersten richtigen Wellenreitboards. Daß es ein spezielles Surf-Wax gab, welches das Abrutschen vom Board verhinderte, bekamen sie jedoch erst viel später mit. 1966 gründeten sie den „Surfing Club Sylt“. Erst 25 Jahre nach dem „Surfing Club Sylt“ wurden weitere deutsche Wellenreit-Vereine gegründet, die schließlich 1991 in Köln den Deutschen Wellenreitverband (DWV) gründeten. Noch im selben Jahr nahm der DWV seine Arbeit zur Entwicklung eines sportwissenschaftlich fundiertes Konzepts für die Ausbildung von Wellenreit-InstruktorInnen auf. Im Sommer 1992 startete die erste Ausbildung von DWV-Wellenreit-LehrerInnen. Auch wurde erstmals an internationalen Wettkämpfen teilgenommen und eigene Contests wurden veranstaltet. 1996 fand die erste Deutsche Meisterschaft in Frankreich statt.

Wo kann ich in Europa Wellenreiten?

Hervorragend zum Wellenreiten geeignet ist die gesamte nordspanische Atlantikküste. Bekannte Spots sind Liencres, Parque Natural de Oyambre, Rodiles und Doniños (El Ferrol). Und wenn die Wellen mal zu hoch oder vom Wind zerblasen sind, findet man hier immer eine geschützte Bucht mit sauberen Wellen. Vor allem im Winterhalbjahr gibt es sehr gute Wellen auf den kanarischen Inseln und manchmal auch an der Costa de la Luz. Auch an der französischen Atlantikküste gibt es viele gute Orte zum Wellenreiten. An der Côte d’Argent ist man aufgrund fehlender Ausweichspots allerdings auf die Gnade der Wellengötter angewiesen. Bekannte Breaks sind z.B. Guétary, La Fitania, Hossegor und Lacanau. In Portugal steigen die Wassertemperaturen selten über 16° C, sinken dafür im Winter auch nicht unter 12° C. Die Luft ist im Sommer sehr warm. Neben Peniche und Ericeira, die sehr überfüllt sein können, gibt es viele weitere gute Wellenreitspots. Gute Möglichkeiten zum Wellenreiten gibt es außerdem in Großbritannien, und zwar in Schottland (z.B. Thurso), Irland, Wales, North Devon und vor allem in Cornwall (z.B. Newquay, St. Ives Bay, Penzance) sowie auf den Channel Islands. Das Mittelmeer bietet etliche Surfspots, z. B. in Spanien (Katalonien), Frankreich (St. Mandrier, Brutal Beach), Italien (Varazze) und Israel. Allerdings sind die Mittelmeerwellen nicht so konstant wie Atlantikwellen. Auch in der Nordsee gibt es surfbare Wellen – jedoch sind sie weniger zuverlässig. Einen Versuch wert sind Sylt und Norderney, Scheveningen (Niederlande) und manchmal auch Dänemark (Nordseeküste, Römö, Blavand). In Norwegen ist das Wasser eher kühl, die Wellen sollen teilweise gut sein. Selbst in der Ostsee gibt es Secret-Spots die an einigen Tagen im Jahr Fun versprechen. Right Time – Right Place. Hier gilt diese Regel besonders. Die Wellen sind hier zwar nie so kraftvoll wie an der Nordsee, jedoch gibt es an der Ostsee viele Buchte und Haken, so kann man bei 7 Windstärken sogar Wellen mit leicht ablandigen Wind vorfinden. Das ist an der Nordsee äußerst selten der Fall.

Welche Ausrüstung benötige ich?

Einsteiger und leicht Fortgeschrittene sollten zum Malibu (Funboard) greifen, mit dem das Bekommen der Welle und das Halten des Gleichgewichts am leichtesten ist. Ein Malibu sollte so lange benutzt werden, bis die Schrägfahrt an der Wellenwand und einfache Turns kein Problem mehr bereiten. Man kann natürlich auch beim Longboard bleiben! Das Shortboard ist nur für Könner geeignet. Wer den Fehler macht, zu früh umzusteigen, bremst sich selbst aus – auch wenn ein Shortboard cool aussieht und sich leichter tragen läßt. Es gibt Shortboards mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Vor dem Kauf ist auf jeden Fall eine individuelle Beratung angesagt. Der Wellenreitanzug bietet Schutz vor Wärmeverlust. Ab 22° C Wassertemperatur reicht ein Shorty (kurze Ärmel und Beine) mit 2 mm im Rumpfbereich und 1 mm für Arme und Beine. Unterhalb von 14° C sollten es schon 4/3 mm sein. Dazwischen und für einen Allround-Anzug sind 3/2 mm zu empfehlen. Unter dem Neo trägt man üblicherweise ein Leicra-Shirt, es schützt die Achselhölen vor Hautabrieb zu dem der Surf-Suite führt. Außerdem brauchst du eine Leash (Fangleine) und Surfwachs, welches das Abrutschen vom Board verhindert... ...und ganz dringend eine Zink Hautcreme oder mindestens wasserfeste Sonnencreme, denn selbst südeuropäischen Surfern pellt sich der Zinken - die Nase, mindestens einmal pro Woche im Sommer.

Erste Schritte

Neben dem richtigen Board, ist vor allem die Wahl eines zum Lernen geeigneten Strandes von großer Bedeutung. Ein bewachter, flach abfallender Sandstrand ohne Steine oder Buhnen ist Voraussetzung. Bevor du Dich aufs Wasser wagst, solltest du dich ausgiebig mit den Sicherheits- und Vorfahrtsregeln vertraut machen. Verlass Dich nicht auf die Bewachung deines Strandes! Surfer gehen üblicherweise in das Wasser wenn gute Wellen sind, also haargenau zu dem Zeitpunkt an dem Schwimmer nicht mehr in die Brandung gehen. Daher hat der Surfer das Risiko selbst zu tragen. Sehr wichtig ist es auch wie bei jeder Natursportart, sich ganz genau die natürliche Umgebung anzusehen. Das allgemeine Wetter, die Strömungen, besondere Unterwasserereignisse, gefährliche Tiere, Riffe oder Felsen im Sand. Hier handelt es sich um Erfahrungswerte, um einen Strand wirklich beurteilen zu können müsste man ihn schon wenigsten in allen vier Jahreszeiten gesehen haben. Deswegen der dringende Tipp auch für diejenigen die meinen sie hätten es drauf: 1. Finde heraus, wie der Strand sich bei Ebbe und Flut verändert. Anfängern sei die totale Ebbe bei auflaufender Flut empfohlen, aber niemals die Brakes der vollen Flut, denn diese haben ein Vielfaches an Kraft. 2. Übernachte an dem Strand, den du Surfen willst. Nur so erreichst du eine Informationsdichte deiner Sinne, die langfristig wirkt. Außerdem ist der Wind am frühen Morgen immer off shore, also gegen die Welle gerichtet. So hält der shore die Welle bis zum letzten Moment auf und sie bricht um so schöner - tube - das Wasser ist dann spiegelglatt. 3. Man braucht Selbstvertrauen beim Surfen, denn man kann immer in kritische Situationen geraten - egal wie lange man schon surft. Das gehört dazu und es gibt nur einen Weg, dem entgegenzuwirken: Bereite dich optimal vor. Aufwärmen, Fangleine checken, alle Zipper und Schlaufen des Wetsiuts optimal anlegen und schließen, Lippen, Nase und Jochbein mit Zink eincremen. Spiele mit der Brandung, spring erstmal in ein paar fette Wellen zum Spass - ohne Board. Suche Dir einen Channel, einen Kanal in dem die Wellen nicht brechen, zum hinauspaddeln... Die ersten Versuche machst du im stehtiefen Wasser. Kurz bevor die Welle dich erreicht, drehst du dich zum Strand und hechtest dich so aufs Board, dass die Welle das Board erfasst und du im Liegen bis zum Strand gleitest. Im nächsten Schritt legst du dich schon aufs Board, bevor die Welle dich erreicht hat, und versuchst das Board durch Paddeln so zu beschleunigen, dass die Welle dich mitnimmt. Wenn du die Aufstehbewegung (von der Bauchlage in den Seitstand) bis dahin oft genug an Land geübt hast, kannst du schließlich versuchen, auf die Füße zu kommen, sobald das Board im Gleiten ist. Jetzt heißt es locker bleiben. Druck nach vorn macht dein Board schneller, eine Gewichtsverlagerung nach hinten verzögert die Fahrt. Bist du dabei nicht sanft genug, bleibt dein Board stehen und Du liegst im Wasser ... Viel Zeit, Frust und unnötiges Risiko kannst du dir in einem Wellenreitkurs ersparen. Unter Gleichgesinnten lernt es sich allemal leichter. Außerdem kannst du dir den Kauf einer Ausrüstung erst einmal sparen. Nach dem Kurs weißt du genau, ob das Deine Sportart ist und welches Board du brauchst. Aber diese Kurse haben auch Nachteile, nichts ist unangenehmer als das Board von einem Anfänger abzukriegen und nach wie vor spaltet sich die Szene in Soulsurfer - und die Pro Tour. Wer also den wahren Geist des Surfens sucht wird sich schnell abseits der vollbelegten Strände und MaxiMini Camps wiederfinden auf der Suche nach dem was jeder soulsurfer sucht die Freiheit, Weite und das chillige Gleiten eines fetten sunset mit der besten Freundin dem besten Freund.

Weitere Informationen

Weblinks


- [http://www.wellen.de/ Lexikon des Wellenreitens]
- [http://www.epicsurf.de/ Epicsurf - Spotreports, Tripberichte, Süsswassersurfen, News, Links]
- [http://www.soul-surfers.de/ www.soul-surfers.de - Seite für Wellenreiter, Fotos, Forum, Reiseberichte, Links und alles rund um's Wellenreiten]
- [http://jamlongboarding.com/forums// Longboard.net Forum]
- [http://www.swellfinder.com/waves/ Swellfinder.com] - Swell-, Wellen-, Wind- und & Wetterberichte, Vorhersagen, surfcams und Tidenkalender für Wellenreiter Kategorie:Wassersport Kategorie:Surfen ja:サーフィン

Fremdenverkehr

Die Gesamtheit des Fremdenverkehrs bezeichnet man auch als Tourismus. Der Begriff "Tourismus" steht zwar schon seit etwa 1810 in den deutschen Wörterbüchern, er wurde jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen.

Begriff

Die französischen Wörter tourisme und touriste wurden als offizielle Begriffe erstmals von der Société des Nations verwendet, um Reisende zu beschreiben, die länger als 24 Stunden im Ausland verbringen. Heute unterscheidet man wissenschaftlich in folgende Reiseformen:
- Tagesausflüge (maximal 24h ohne Übernachtung)
- Kurzreisen (Reise von 2 bis 4 Tagen Dauer)
- Urlaubsreisen (alle Reisen mit mehr als 4 Tagen Dauer)
- Langzeitreisen (alle Reisen mit mehr als 3 Monaten Dauer) Allerdings wird unter Tourismus mittlerweile auch das inländische Reisen subsumiert. In Deutschland beispielsweise verreisen mehr Menschen innerhalb des Landes als ins Ausland. Daneben müssen auch Geschäftsreisen zum Tourismus gezählt werden, so dass 24 Stunden nicht länger der Maßstab sind. Auch kürzere Aufenthalte zählen dazu.

Motivation

Unter der Bezeichnung Tourismus versteht man alle Reisen, kürzer als 12 Monate, aus den verschiedensten Motivationen heraus:
- Zum Einen reisen viele Menschen, um sich zu erholen und zu entspannen, also aus physischer Motivation.
- Zum Anderen gibt es solche, die zur Entlastung, Selbstfindung oder aus Abenteuerlust reisen. Dies bezeichnet man als psychische Motivation.
- Ein weiteres Motiv ist die interpersonelle Motivation, d.h. gesellige Menschen gehen auf Reisen, um Gruppenerfahrungen zu sammeln.
- Außerdem gibt es auch eine Menge von Menschen, die sich während ihres Reisens bilden und an dem Kennenlernen fremder Kulturen interessiert sind, also aus kultureller Motivation reisen (speziell: Studienreise).
- Ferner sind dort solche, die durch ein bestimmtes Reiseverhalten ihr Ansehen oder ihre Anerkennung steigern wollen. Dies wird als Status- oder Prestigemotivation bezeichnet. Schon 1873 übertrieb Theodor Fontane: "Zu den Eigentümlichkeiten unserer Zeit gehört das Massenreisen. Sonst reisten bevorzugte Individuen, jetzt reist jeder und jede."

Kritik

Zunehmende Mobilität, Kaufkraft und Freizeit in den Ländern der „Ersten Welt“ führen zu stetig steigender Reiseintensität und Reisehäufigkeit. Dieser Massentourismus hat in den bereisten Ländern und Regionen oft gravierende Folgen für Natur und Kultur. Für die Masse der Touristen muß die entsprechende Infrastruktur (Hotelanlagen, Straßen, Transportmöglichkeiten bis hin zu eigens errichteten Flughäfen) errichtet werden. Auf Natur, Kultur und traditionelle Strukturen wird dabei oft keine Rücksicht genommen. Je stärker die Anpassung an die Erfordernisse des Massentourismus ist, desto eher werden lokale kulturelle Traditionen nur noch als Show und Inszenierung für die Touristen weitergeführt. Der Tourismus wird so zur Monokultur, der sich ganze Landstriche aus Profitgründen unterordnen. Der Tourismus ist damit, wie auch die Unterhaltungsindustrie, Teil der ökonomischen Globalisierung, die in vielen Teilen der Welt zu einer „Verwestlichung“ führt. Touristen reisen in als solche beworbene und wahrgenommene „exotische (Urlaubs-)Paradiese“ und tragen gerade dadurch mit dazu bei, dass die kulturellen Eigenheiten dieser Länder zurückgedrängt werden. Das „Fremde“ wird den Wünschen und Vorstellungen der Gäste angepasst und damit zur Kulisse. Ein Beispiel aus dem Alpintourismus für Eingriffe in die Natur im Namen der Tourismusförderung ist die stetige Erweiterung und Neuanlage von Skipisten. Ganze Wälder werden gerodet und somit der natürliche Erosionsschutz zerstört. Demgegenüber entstand seit Beginn der 1980er Jahre eine Gegenbewegung, der so genannte „Sanfte Tourismus“. Dabei sollen Vorstellungen eines umwelt- und sozialverträglichen Reisens zu einer Lösung, zumindest aber Entschärfung, der mit dem Tourismus verbundenen Probleme beitragen. Er fördert die nachhaltige Nutzung touristischer Gegebenheiten, Respekt vor den kulturellen Traditionen der bereisten Länder und einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Während viele Kritiker vor allem die Folgen des Tourismus beschreiben, stellte der französische Filmemacher und Situationist Guy Debord (1931-1994) in „Die Gesellschaft des Spektakels“ den Tourismus selbst in Frage. Er beschrieb das „Wesen des Tourismus“ in folgender Weise: "Das Nebenprodukt der Warenzirkulation, die als Konsum betrachtete menschliche Zirkulation, d.h. der Tourismus, läßt sich im wesentlichen auf die Muße zurückführen, das zu besichtigen, was banal geworden ist. Die wirtschaftliche Erschließung des Besuchs verschiedener Orte ist bereits von selbst die Garantie ihrer Äquivalenz. Dieselbe Modernisierung, die der Reise die Zeit entzogen hat, hat ihr auch die Realität des Raums entzogen."

Wachstumsgründe

Die Reiselust in den letzten hundert Jahren ist grundsätzlich auf die technischen und sozialen Veränderungen der Gesellschaft zurückzuführen. Durch den technischen Fortschritt ist die Welt, im übertragenden Sinne, kleiner geworden.

Freizeitverhalten

Einer der wesentliche Gründe des steigenden Tourismus ist das veränderte Freizeitverhalten der Bevölkerung, der sogenannte sozialen Fortschritt der Verkürzung der Tages-, Wochen- und Lebensarbeitszeit, die mehr Freizeit mit sich zog und damit das Bedürfnis, diese zur Erholung zu nutzen. Dies kann man an folgendem Überblick der Entwicklung der gesetzlichen Wochenarbeitszeit in Deutschland erkennen:
- 1900 10-Stunden Arbeitstag/6-Tage Woche
- 1918/19 8-Stunden Arbeitstag gesetzlich eingeführt
- 1955/56 5-Tage Woche schrittweise eingeführt
- 1965 40-Stunden Woche eingeführt
- 1990 35-Stunden Woche schrittweise eingeführt Noch nie hatte eine Generation soviel Freizeit. In den letzten 40 Jahren steigerte sich die werktägliche Freizeit von 1,5 auf 4,1 Stunden, die Wochenendfreizeit steigerte sich von 1,5 auf 2 Tage und die Urlaubsdauer hat sich von 9 Tagen auf 31 Tage verdreifacht. Mit der Freizeitentwicklung ging eine rapide Motorisierung und steigender Wohlstand einher, die beide die Reiselust der Deutschen an die Weltspitze stellten. Dazu kommt der Trend immer häufiger und immer kürzer in den Urlaub zu fahren. Neben dem veränderten Freizeitverhalten haben Einkommensteigerungen, Wirtschaftswachstum, höhere Lebenserwartung und die zunehmende individuelle Mobilität zu einer explosionsartigen Zunahme des Reiseverkehrs geführt.

Industrialisierung

Die stützende Kraft des Tourismus war die Industrialisierung, die wiederum die technische Voraussetzungen wie Eisenbahn, Automobil, verstärkter Schiffs- und Flugverkehr und den Ausbau des Straßennetzes ermöglichte. Die niedrigen Preise und die hohe Effizienz der Verkehrsmittel ermöglichten eine Zunahme des Tourismus. Mit der infrastrukturellen Erschließung der Tourismusziele wird eine Region industrialisiert, und Bedürfnisse der Bewohner werden geweckt bzw. verstärkt. Zu dieser Erschließung gehört der Ausbau der Bettenkapazität, der Restauration, der verkehrstechnischen Voraussetzungen (Straßen, Schienen, Flughäfen, Häfen) und der entsprechenden Verkehrsmittel und Versorgungsstrukturen (Energie, Kanalisation, Fernmeldeeinrichtungen, Krankenversorgung, Ausbildungsstätten, Kultureinrichtungen etc. ). Damit verbunden sind ein intensiver Landschaftsverbrauch und eine Landschaftsbelastung bis hin zur Überlastung und den entsprechenden Umweltschäden. Der Ausbau der Infrastruktur ist damit Teil eines Teufelskreises: Weitere Erschließung der Urlaubsgebiete nach wirtschaftlichen und technischen Kriterien ziehen weitere Urlauber nach sich und diese rechtfertigen wiederum noch mehr infrastrukturelle Verbesserungen. Dazu zählt auch die Bebauung der Landschaft mit immer neuen Freizeit- und Sporteinrichtungen. Das Wirtschaftswachstum und der gestiegene Wohlstand verstärken die Bedürfnisse der Bevölkerung und den Zuzug von Arbeitsuchenden aus weniger entwickelten Regionen. Durch die Entwicklung zur einer modernen Industriegesellschaft und durch die Konfrontation von Einheimischen mit dem Lebensstil der Reisenden, verlieren schlimmsten Fall zu Folklore, die des abends in der Hotellounge den Chartertouristen vorgeführt wird.

Statistik

Zahlen der letzten 30 Jahre zeigen einen rapiden Anstieg der Reiseintensität und -häufigkeit, die mit zur Entstehung des Massentourismus in seiner heutigen Form beigetragen haben. So hat sich der Anteil der Reisenden an der Gesamtbevölkerung über 14 Jahre von 1954 bis 1989 von 24% auf 66,8% erhöht. Das entspricht einer Steigerung der Reisenden von 9,3 Mio auf 32,6 Mio jährlich. Dabei sind aus statistischen Gründen die Reisen der ostdeutschen Bürger nicht berücksichtigt. Jedoch zeigt hier die Entwicklung nochmal eine erhebliche Steigerung.

Bildungsreisen

Der ursprüngliche Anspruch an das Reisen war es, sich zu bilden (siehe z.B. GoethesItalienische Reise“). Bereits im 19. Jahrhundert kam der Aspekt der Erholung dazu. Mit dem Aufkommen des Massentourismus ab Mitte des 20. Jahrhunderts trat der Erholungsanspruch vollends in den Vordergrund, der im Allgemeinen wenig Interesse an einer bewussten Auseinandersetzung mit der Kultur des bereisten Landes zeigt. Zugleich gab es aber auch immer Reisende, für die eine Beschäftigung mit anderen Kulturen und Lebensweisen und der Natur des Gastlandes das wesentliche Element der Reise war. Auch Sprachreisen zählen zu den Bildungsreisen. In der Tourismuswirtschaft sind Studienreisen und der Kulturtourismus allerdings ein verhältnismäßg kleines Segment. In einer erweiterten Betrachtung können auch naturbezogene Erholungsaktivitäten im Urlaub zu den Bildungsreisen gezählt weren. Damit kann für viele das Verhältnis zur Umwelt und das Verständnis für Flora und Fauna wieder verbessert werden, auch umweltfreundliche Sportarten wie Wandern, Fahrradfahren, Segelsportarten und Schwimmen können dazu beitragen.

Wirtschaft

Die Fremdenverkehrswirtschaft (Tourismuswirtschaft, Tourismusindustrie, Reisebranche) zählt weltweit zu den größten Wirtschaftszweigen und ist für viele Regionen zur wichtigsten Beschäftigungsgrundlage geworden. Hinweise auf aktuelle Entwicklungen des Deutschen Outgoing-Tourismus finden sich unter Reiseveranstalter und Reisebüro. Zentrale Informationsstelle für Konsumenten und Tourismuswirtschaft ist in Deutschland die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT). Für Konsumenten und Tourismuswirtschaft in Österreich ist die Österreich Werbung zentrales Portal und Anlaufstelle. In der Schweiz gibt es zwei Dachverbände, welche die Interessenvertretung des Tourismus wahrnehmen. Schweiz Tourismus als Marketingorganisation. Auf politischer und wirtschaftlicher Ebene betreibt der Schweizer Tourismus-Verband (STV) das Lobbying. Tourismus kann in Deutschland meist als Schwerpunkt innerhalb der BWL, im Rahmen der Geographie oder als eigener Studiengang Tourismus/Touristik oder Tourismus-BWL studiert werden. An der Fachhochschule Eberswalde existiert ein Studiengang nachhaltiger Tourismus.

Wetterbedingungen

Für den Tourismus, insbesondere für Kurzaufenthalte oder Tagesreisen spielt die Wetterlage am Zielort eine wesentliche Entscheidungsgrösse. Es ist deshalb wichtig das Angebot der Touristiker für die Gäste entsprechend auszulegen. Steigende Unwetterzahlen schaden natürlich dem Tourismus in hohem Masse, jedoch muss gesagt werden, dass sich der Personenverkehr nach teilweise relativ kurzer Zeit wieder erholt.

Siehe auch


- Portal:Tourismus und Sehenswürdigkeiten
- Übersicht Tourismus
- Geschichte des Tourismus
- Verkehrswirtschaft
- Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List"
- Wikitravel

Weblinks


- [http://www.world-tourism.org World Tourism Organisation] Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen
- [http://www.tourism-watch.de www.tourism-watch.de] Informationsdienst Dritte-Welt-Tourismus Kategorie:Tourismus ja:旅行 ko:관광 ms:Pelancongan simple:Tourism th:การท่องเที่ยว

Erdöl

Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes, dickflüssiges, lipophiles Stoffgemisch. Es besitzt eine dunkle bis schwarze Farbe und hat einen charakteristischen Geruch. Manche Erdölsorten fluoreszieren bei der Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung des Erdöls.

Geschichte

Gefunden wurde Erdöl schon vor sehr langer Zeit aufgrund der Tatsache, dass Öl eine niedrigere Dichte als Salzwasser hat und deshalb in den Hohlräumen der Schieferton-, Sand- und Karbonatsedimente nach oben steigt und unter Umständen an der Erdoberfläche zutage tritt (in Deutschland zum Beispiel bei Hänigsen zwischen Hannover und Braunschweig). Wenn es an undurchlässigem Schieferton oder einer anderen dichten Gesteinsschicht nicht weiter aufsteigen kann und in nicht zu großer Tiefe stecken bleibt, ist es schon durch nicht sehr tiefe Bohrungen aufzufinden. Bis an die Erdoberfläche hervorquellendes Erdöl, welches durch die Aufnahme von Sauerstoff asphaltartige Stoffe bildete, wurde schon vor 6000 Jahren im vorderen Orient, vor allem in Mesopotamien, entdeckt. Die Menschen lernten die Eigenschaften dieses Naturprodukts zu nutzen: So erhielt man durch das Vermischen von Erdöl mit Sand, Schilf und anderen Materialien, ein Produkt zur Abdichtung von Schiffsplanken. Von den Babyloniern stammt das Wort "naptu" (von nabatu = leuchten) für Erdöl, welches in der Bezeichnung "Naphta" gegenwärtig noch Bestand hat. Dieser Ausdruck deutet darauf hin, dass schon früh das Erdöl zu Beleuchtungszwecken diente. Die Babylonier waren es auch, die wichtige Straßen und Zufahrten zu Kultstätten mit einer dünnen Asphaltschicht abdeckten. Die Verwendung von "Erdpech" war im babylonischen Reich so allgegenwärtig, dass Hammurabi dem Stoff einige Kapitel in seinem Gesetzeswerk 1875 v. Chr. einräumte - die nachweisbar erste staatliche Regulierung des Erdöls... Die für uns übliche Bezeichnung Petroleum ist römischen Ursprungs: "oelum petrae" was soviel bedeutet wie Stein- oder Felsöl. Dies geht auf Entdeckungen der Römer in Ägypten zurück, wo sie in einem Gebirgszug am Golf von Suez Erdöl aus dem Gebirge austreten sahen. Man vermutet, dass schon die römische Armee Öl als Schmiermittel für Achsen und Räder gebrauchte. Öl wurde lange Zeit auch für ein Heilmittel gehalten. Während der Ölboom-Jahre Nordamerikas in den 1860er Jahren gab es viele Quacksalber, welche das angebliche Wundermittel gegen allerlei Gebrechen verkauften. Es wurde früh schon als Kriegswaffe eingesetzt. Im antiken Griechenland wurden mit Erdöl recht modern anmutende Flammenwerfer gebaut, das sog. "griechische Feuer", eine fürchterliche Waffe besonders im Seekampf. Die eigentliche Ausbeutung des Rohöles begann aber erst im 19. Jahrhundert. Grund dafür war zunächst die Suche nach einem guten Lampenbrennstoff, denn Walöl war nur für die Reichen erschwinglich, Talgkerzen rochen unangenehm und Gasflammen gab es nur in wenigen, modernen Häusern. Verschiedene Wissenschaftler entwickelten daraufhin in der Mitte des 19. Jahrhunderts Verfahren zur kommerziellen Nutzung. Der kanadische Arzt und Geologe Abraham Gessner erwarb 1852 ein Patent auf die Herstellung eines relativ sauber brennenden, preisgünstigen Lampenbrennstoffes aus Rohöl: das Petroleum. 1855 schlug der amerikanische Chemiker Benjamin Silliman vor, Erdöl mit Hilfe von Schwefelsäure zu reinigen, um es als Brennstoff zu verwenden. Also begann man, größere Rohöllager zu suchen. Seit mehreren Jahren wusste man bereits, dass bei Bohrungen nach Wasser und Salz gelegentlich Erdöl in die Bohrlöcher einsickerte. Also hatte man die Idee, direkt nach Öl zu bohren. Die ersten Bohrungen wurden 1857 bis 1859 durchgeführt, vielleicht die weltweit erste bei Wietze in Niedersachsen, westlich Celle, abgeteuft. Weltberühmt wurde jedoch die Bohrung nach Öl, die Edwin L. Drake am 27. August 1859 am Oil Creek in Pennsylvania durchführte. Drake bohrte im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Bissell und stieß in nur 21,2 Meter Tiefe auf die erste größere Ölquelle. Die erste Erdölförderung im Untertagebau fand 1854 in Bóbrka bei Krosno (Polen) statt. Nach der Einführung elektrischen Lichts war Erdöl zunächst nicht mehr attraktiv, doch die Erfindung des Automobils ließ nicht lange auf sich warten.

Entstehung

Der biogenetischen Theorie zur Erdölentstehung gemäß ist Erdöl aus Meeresorganismen (Plankton) entstanden, die starben, absanken und auf dem Meeresboden von Sedimenten bedeckt wurden. Durch Absinken der Sedimente wurden diese organischen Materialien hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen wandelten sie sich in so genannte Kerogene um, organische Stoffe, die vorwiegend aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Im Verlauf der weiteren Diagenese können die Kerogene bituminös werden. Sedimentgesteine, die Kerogene enthalten, werden als Erdölmuttergestein bezeichnet. Ein Beispiel für ein Erdölmuttergestein mit fein verteilten bituminösen Kerogenen ist Ölschiefer aus dem Lias epsilon (unterer Jura). Die fein verteilten Kerogene können unter bestimmten Bedingungen, vor allem bei hohen Temperaturen, wandern, da sie leichter als Wasser sind und durch dieses verdrängt werden. Beim Wandern ("Migration" des Erdöls) vereinigen sich die Kerogene zu kompakteren Massen, zu Erdöl. Die Migration verläuft im Großen und Ganzen aufwärts. Gerät das Erdöl unter undurchlässige Erdschichten, die seine weitere Wanderung nach oben und nach den Seiten verhindern (Erdölfallen), reichert es sich dort an und es entsteht so eine Erdöllagerstätte. Eine Erdöllagerstätte besteht also aus einem Speichergestein, dem in seinen Poren befindlichen Erdöl und mehr oder weniger Lagerstättenwasser, das sich - sofern vorhanden - ebenfalls in den Poren des Speichergesteins befindet. Das Lagerstättenwasser enthält oft gelöste Salze. Teilweise entstand unter ähnlichen Bedingungen Erdgas. Oberhalb von Erdöllagerstätten kann sich deshalb eine Kappe aus Erdgas befinden. Oberflächennahe, erdölhaltige sandige Sedimente werden als Erdölsande bezeichnet. Erdöl ist weltweit nicht gleich zusammengesetzt. So sind zum Beispiel in einigen Gebieten mehr Alkane, in anderen mehr Alkene enthalten, auch das Verhältnis von aliphatischen zu aromatischen Kohlenwasserstoffen ist verschieden. Einer abiogenetischen Theorie nach, die weitaus weniger Vertreter als die biogenetische Theorie hat (siehe insbesondere Thomas Gold), existieren im Inneren der Erde von ihrer Entstehung an große Mengen Kohlenstoffverbindungen, darunter auch viele Kohlenwasserstoffe. Diese Kohlenstoffverbindungen werden wegen ihrer geringen Dichte in Richtung Erdoberfläche aufgepresst.

Gewinnung

Befindet sich die Erdöllagerstätte nahe der Erdoberfläche, so kann das Öl im Tagebau gewonnen werden, Beispiel: Athabasca-Erdölsande, Alberta, Kanada. Zu Beginn der Erdölnutzung wurde es an einigen Orten auch im Tiefbau gewonnen, zum Beispiel bei Wietze, westlich Celle (Niedersachsen, Deutschland). Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden. Es existieren auch Bohrinseln die ein Fördern mitten im Meer ermöglichen. Wobei zum Teil die Bohrplattformen durch Förderplattformen ersetzt werden. Bohrinseln Zum Bohren werden Hohlbohrer verwendet, damit das Bohrklein aus dem Bohrloch zutage transportiert werden kann. Das Bohrwerkzeug besteht aus Stahlrohren, die zu einem immer längeren Rohrgestänge, dem Bohrstrang, aneinandergeschraubt werden können. Am unteren Ende befindet sich das eigentliche Bohrwerkzeug, der so genannte Bohrmeißel. Meistens besitzt der Bohrmeißel drei gegeneinander winklig angeordnete, gezähnte Kegelrollen (Bild 1), die zum Bohren in hartem Gestein mit Diamanten besetzt sein können, aber auch andere Formen werden verwendet. Bohrinseln Meistens wird der gesamte Bohrstrang und damit auch der Bohrmeißel von einer motorgetriebenen Vorrichtung übertage (Drehtisch) gedreht (Rotary-Verfahren). Der Bohrmeißel hat einen größeren Durchmesser als das Rohrgestänge, so dass um das Gestänge herum ein Hohlraum entsteht (so genannter Ringraum), der zur Verhinderung seines Zusammenbrechens mit einem Stahlrohr ausgekleidet wird („Casing“) (Bild 2). Bohrinseln Um das Bohrklein herauszufördern, wird eine Bohrflüssigkeit durch das Bohrrohr eingepresst, die an der Bohrkrone austritt und im Ringraum zusammen mit dem Bohrklein wieder nach oben gedrückt wird. Die Bohrflüssigkeit muss ein hohes spezifisches Gewicht und eine hohe Viskosität aufweisen, damit sie durch das hohle Bohrgestänge eingepresst und durch den Ringraum wieder ausgepresst werden kann und damit das Bohrklein dabei mitgerissen wird (Wasser, das unter anderem gelöste Polymere und suspendiertes Baryt-Mehl enthält). Manchmal wird die Bohrspülung auch benutzt, um damit einen Motor direkt über dem Bohrmeißel anzutreiben, so dass nur der Bohrmeißel, nicht aber der gesamte Bohrstrang gedreht wird. Damit die einzelnen Rohre des Bohrgestänges gehandhabt werden können, wird über dem Bohrloch ein Bohrturm errichtet (Bild 3), in dem sich auch die Vorrichtung zum Drehen des Bohrgestänges mittels Motor befindet. Wenn die Gegebenheiten es erfordern, kann auch in weiten Bögen gebohrt werden, so dass eine Lagerstätte auch von der Seite aus erschlossen werden kann (siehe: Richtbohren), zum Beispiel bei Lagerstätten unter besiedeltem, schwierigem, zu schützendem oder militärisch genutztem Gelände. Richtbohren In größerer Tiefe steht das Erdöl unter dem Druck der auflastenden Erdschichten und gegebenenfalls des assoziierten Erdgases und wird nach Anbohren aus dem Bohrloch gepresst, da es leichter als Wasser und das umgebende Gestein ist. Beim ersten Anbohren der Lagerstätte muss deshalb das Austreten des unter Druck stehenden Öls mit einer speziellen Vorrichtung („Preventer“) verhindert werden, die sich am oberen Ende des Bohrgestänges befindet. In der ersten Zeit kann das Öl meistens ohne weitere Maßnahmen durch den Eigendruck in der Lagerstätte gefördert werden (Primärförderung). Lässt der Lagerstättendruck nach, muss das Öl mit Tiefpumpen zutage gefördert werden, die von übertage über ein Bohrgestänge angetrieben werden (Pferdekopf-Antrieb, Bild 4). Richtbohren Der Lagerstättendruck kann durch Einpressen von Wasser oder Erdgas mittels durch Bohrungen eingerichteter Einpresssonden erhöht werden (Sekundärförderung). Die Durchlässigkeit des Speichergesteins kann durch Einpressen von Säuren erhöht werden, wodurch Komponenten des Speichergesteins, zum Beispiel Karbonate, gelöst werden. Im Lauf der Lagerstättenausbeutung steigt der Wasser-Anteil im Fördergut, später wird in der Regel mehr Wasser als Öl gefördert, zum Teil mehr als 90 % Wasser. Durch primäre und sekundäre Förderverfahren können je nach Lagerstättenverhältnissen etwa 20 bis 50 % des Erdöls, das sich in der Lagerstätte befindet („oil in place“) gewonnen werden. Der Rest wird durch die beschriebenen Förderverfahren nicht von den Feststoffen des Speichergesteins abgelöst. Weiteres Öl kann aber durch spezielle Verfahren gewonnen werden (Tertiärförderung). Dazu gehören:
- Wärmeverfahren: Einpressen von Heißwasser oder Heißdampf („Dampffluten“) oder Verbrennen eines Teils des Erdöls in der Lagerstätte;
- Einpressen von Stickstoff;
- Einpressen von CO2, das den Lagerstättendruck erhöht und sich im Öl löst und dadurch dessen Viskosität vermindert („CO2-Fluten“);
- Einpressen von Leichtbenzin oder Flüssiggas, die ebenfalls die Viskosität des Öls erniedrigen.
- Einpressen von wässrigen Lösungen Viskosität erhöhender Stoffe (organische Polymere), wodurch das Öl besser von den Feststoffen abgelöst wird („Polymerfluten“);
- Einpressen von wässrigen Lösungen grenzflächenaktiver Stoffe, die sich an den Grenzflächen Öl/Feststoff und Öl/Wasser anreichern und so das Öl vom Feststoff lösen und im Wasser fein zerteilen, emulgieren („Tensidfluten“). Die Tertiärverfahren werden teilweise auch kombiniert. Ein beträchtlicher Rest des Erdöls kann aber bisher mit keinem Verfahren aus der Lagerstätte gewonnen werden. Besondere Schwierigkeiten bereitet die Erdölförderung aus Lagerstätten, die sich unter Gewässern befinden („Off-shore-Gewinnung“). Hier müssen zur Erschließung der Lagerstätte auf dem Gewässergrund stehende oder darüber schwimmende Bohrplattformen (Bild 5) eingerichtet werden, von denen aus gebohrt und später gefördert werden kann. Hierbei ist das Richtbohren vorteilhaft, weil dadurch von einer Bohrplattform ein größeres Areal erschlossen werden kann.

Bedeutung

Karbonat Erdöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe der modernen Industriegesellschaften. Es ist wichtig zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff fast aller Verkehrs- und Transportmittel. Daneben wird Erdöl in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen und anderer Chemieprodukte vielfach eingesetzt. Aus diesen Gründen wird es auch "Schwarzes Gold" genannt.

Chemische Produkte aus Erdöl

In der Erdölraffinerie wird das Erdöl in seine unterschiedlichen Bestandteile aufgespalten. Man unterscheidet Erdöl als Naturprodukt von Rohöl in der Industrie vor der Verarbeitung und von Mineralöl, wie Produkte nach der Verarbeitung (Benzin, Kerosin, Heizöl, Schmieröl) des Erdöls genannt werden. In der chemischen Industrie nimmt das Erdöl eine bedeutende Stellung ein. Die meisten chemischen Erzeugnisse lassen sich aus ca. 300 Grundchemikalien aufbauen. Diese Molekülverbindungen werden heute zu ca. 90% aus Erdöl und Erdgas gewonnen. Zu diesen gehören : Ethen, Propen, Butadien, Benzol, Toluol, o-Xylol, p-Xylol (diese stellen den größten Anteil dar). Aus der weltweiten Fördermenge des Erdöls werden ca. 6-7% für die chemischen Produktstammbäume verwendet, der weitaus größere Anteil wird einfach in Kraftwerken und Motoren verbrannt. Die Wichtigkeit dieser Erdölerzeugnisse liegt auf der Hand: Gibt es kein Erdöl mehr, müssen diese Grundchemikalien über komplizierte und kostenintensive Verfahren mit hohem Energieverbrach hergestellt werden. Der chemische Baukasten des Erdöls wird verwendet, um fast jedes chemische Erzeugnis zu produzieren. Dazu gehören Farben und Lacke, Arzneimittel, Wasch- und Reinigungsmittel, um nur einige zu nennen. Erdöl | (Erdölraffinerie) | +----------+--------+ --> steigender Siedepunkt --> -+-----------------+ | | | | | | Gase Benzin Kerosin Gasöl--+------Vakuumgasöl Rückstände \ / | | | | | | \ / Benzin Flugbenzin Diesel, | Schmieröle schweres Heizöl, Schweröl \ / leichtes | Tenside Bitumen \/ Heizöl | Koks, Ruß (Pyrolyse) | | | Olefine und Cracken Aromaten | | Benzin (Reaktionen) | Monomere | (Polymerisation) | Kunststoffe

Finanzwirtschaft

Als zentraler Rohstoff ist Erdöl auch Gegenstand der Spekulation. Öl wird selbst in Warentermingeschäften (Ölkontrakte) gehandelt; der Ölpreis beeinflusst auch die allgemeinen Börsenkurse, weil in vielen Branchen eine Abhängigkeit vom Ölpreis besteht oder gesehen wird. Zwei sehr wichtige Rohölsorten sind Brent und West Texas Intermediate.

Weltreserven und Bevorratung

West Texas Intermediate Für das Jahr 2004 wurden die bestätigten Weltreserven je nach Quelle auf 1260 Milliarden Barrel (171,7 Milliarden Tonnen nach Öldorado 2004 von ExxonMobil) bzw. auf 1148 Milliarden Barrel (156,6 Milliarden Tonnen nach BP Statistical Review 2004) berechnet. Die Reserven, die geortet sind und mit der heute zur Verfügung stehenden Technik wirtschaftlich gewonnen werden können, nahmen in den letzten Jahren trotz der jährlichen Fördermengen jeweils leicht zu und erreichten im Jahre 2004 den höchsten jemals berechneten Stand. Während die Reserven im Nahen Osten, Ostasien und Südamerika aufgrund der Erschöpfung von Lagerstätten und unzureichender Prospektionstätigkeit sanken, stiegen sie in Afrika und Europa leicht an. Es wird vorausgesagt, dass die Erdölreserven nur noch 50 Jahre den Weltverbrauch decken können. Die Tatsache, dass ähnliche, nicht eingetretene Vorhersagen bereits in der Vergangenheit getroffen wurden, hat den Begriff Erdölkonstante hervorgebracht. Im Jahre 2003 befanden sich die größten Erdölreserven in Saudi-Arabien (262,7 Milliarden Barrel), im Iran (130,7 Milliarden Barrel) und im Irak (115,0 Milliarden Barrel), darauf folgten die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Venezuela (siehe 1 für eine genaue Tabelle). Kritiker dieser Angaben weisen allerdings darauf hin, dass die Zahlen häufig aus politischen Gründen verfälscht wurden. Zudem melden viele Länder jährlich dieselben Zahlen, obwohl sie gleichzeitig große Mengen Erdöl fördern; die Zahlen werden also oft nicht angepasst. Darüber hinaus wird nach Schätzungen unabhängiger Experten im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die als Peak-Oil bekannte Spitze der Hubbert-Kurve erreicht werden. Das Erreichen dieser 'Ölspitze' ('peak') bedeutet, dass weltweit die Förderung bzw. Produktion von Erdöl nicht mehr erhöht werden kann. In der Folge von Peak-Oil wird der Ölpreis unwiderbringlich und in hohem Maße steigen, da bei stetig wachsendem Verbrauch das Angebot die Nachfrage nicht mehr bedienen kann. Die Länder der Europäischen Union sind verpflichtet, einen 90-Tage-Vorrat an Erdöl für Krisenzeiten zu unterhalten. Ein großer Teil der deutschen und ein kleinerer Teil der ausländischen Vorräte liegt in den unterirdischen Kavernenanlagen im Zechsteinsalz im Raum Wilhelmshaven, wohin auch das meiste Erdöl nach Deutschland eingeführt wird.

Weltförderung

Wilhelmshaven Bislang wurden in der Geschichte der Menschheit rund 900 Milliarden Barrel Erdöl gefördert. Die meisten Reserven wurden in den 1960er Jahren entdeckt. Ab Beginn der 1980er Jahre liegt die jährliche Förderung - diese liegt zurzeit bei 27 Milliarden Barrel - über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen. Deshalb wird von den meisten Experten mit einem Fördermaximum (→ Peak-Oil) zwischen 2010 und 2020 gerechnet. Einige gehen sogar davon aus, dass das Maximum noch vor 2010 eintreffen wird (Colin J. Campbell, Jean Laherrere). Ab diesem Zeitpunkt wird Erdöl immer knapper und teurer werden, weil dann der Erdölbedarf größer sein wird als die Erdölfördermenge. Unter derzeitigen Voraussetzungen (das heißt bei gleichem Verbrauch, statische Reichweite) reichen die Erdöl-Reserven noch 43 Jahre. Es ist allerdings höchst wahrscheinlich, dass man in der Zukunft -([http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/imp/i3_oel.htm auch dank höherer Erdölpreise]) - neue Reserven finden wird. Hauptförderer von Erdöl waren im Jahr 2003 Saudi-Arabien (496,800 Millionen Tonnen), Russland (420,000 Millionen Tonnen), USA (349,400 Millionen Tonnen), Mexiko (187,800 Millionen Tonnen) und Iran (181,700 Millionen Tonnen); die gesamte Weltförderung lag bei 3.608,600 Millionen Tonnen (siehe 1 für eine genaue Tabelle). Die Erdölförderung in Deutschland ist im internationalen Vergleich unbedeutend und findet fast ausschließlich in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen statt.

Weltverbrauch

Erdölförderung in Deutschland Der tägliche Verbrauch weltweit liegt bei etwa 84 Millionen Barrel. USA (20,1 Millionen Barrel), Volksrepublik China (6 Millionen Barrel), Japan (5,5 Millionen Barrel) und Deutschland (2,7 Millionen Barrel) waren im Jahr 2003 Hauptverbraucher des Erdöls (siehe 1 für eine genaue Tabelle). Der Weltverbrauch steigt derzeit um 2% pro Jahr an. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei den Industriestaaten deutlich höher als bei Entwicklungsländern. So lag der Verbrauch in den USA 2003 bei 26,0 Barrel pro Einwohner, in Deutschland bei 11,7, während in China statistisch auf jeden Einwohner 1,7 Barrel kamen, in Indien 0,8 und in Bangladesch nur 0,2 Barrel pro Kopf verbraucht wurden. Deutschland importierte im Jahr 2004 110.140.000 Tonnen Rohöl. Haupteinfuhrstaaten sind Russland, Norwegen, Großbritannien und der OPEC-Staat Libyen.

Verschiedenes

Aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung ist Erdöl auch Gegenstand politischer Auseinandersetzung. Der Gewinn aus der Ölförderung besteht in der Differenz des Förderpreises von ca. 5$ pro Barrel zum Weltpreis von ca. 60$ - insgesamt ein jährlicher Reingewinn von über 1300 Milliarden $. In der Ölkrise versuchte die OPEC, Einfluss auf den Nahostkonflikt zu nehmen. Auch die gegenwärtigen Kriege und Krisen um den Irak sind nach Meinung vieler Kritiker Auseinandersetzungen um den Zugang zum Erdöl. Da die Erdölvorkommen der Welt endlich sind, werden Wege gesucht, regenerative Energie wie beispielsweise Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme, Biodiesel, Pflanzenöl zu nutzen. Deutschland ist im Bereich Erdöl stark importabhängig. Daher ist seit 1978 der Erdölbevorratungsverband mit der Schaffung einer Erdölnotreserve beauftragt. Die Produkte des Erdöls (Benzin und Heizöl) stellen gleichzeitig ein kompaktes Medium dar, um Energie zu speichern oder zu transportieren. Als Alternative wird über den Gebrauch von Wasserstoff als Energiespeicher nachgedacht. Dazu muss er aber erst einmal unter sehr hohem Energieaufwand mittels Elektrolyse oder anderer Verfahren aus Wasser hergestellt werden. Dann muss er für den Transport z.B. verflüssigt werden. Dazu wird nochmals viel Energie verbraucht. Wasserstoff könnte direkt verbrannt (thermische Nutzung) oder mittels Brennstoffzellen in elektrische Energie umgewandelt werden und Motoren (beispielsweise im Elektrofahrzeug) antreiben. Die Dichte von Erdöl (besonders Rohöl) wird in API-Grad gemessen. Das Raummaß von Erdöl wird in Barrel gemessen. Die Verarbeitungsketten in der Ölindustrie werden durch die Begriffe Downstream und Upstream charakterisiert. Im Handel und an den Börsen wird unterschieden zwischen "saurem" (sour) und "süßem" (sweet) Rohöl (crude oil), wobei dann noch einmal differenziert wird zwischen schwerem (heavy) oder leichtem (light). Die Klassifikationen dienen zur Einordnung der Verwend- bzw. Raffinierbarkeit. "Sauer" bedeutet, dass das Rohöl einen höheren Schwefelgehalt hat. Aus diesem Grund ist die Raffinierung aufwendiger.

Transport

Trotz der Tatsache, dass Erdöl die Grundlagen für die wichtigsten Treibstoffe ist, wird das Erdöl oft in unökonomischer Weise quer über die Ozeane und über Land transportiert. Dies geschieht über Wasser mit riesigen Öltankern, über Land mit Tanklastwagen und Pipelines.

Folgen

Das Erdöl hat im Laufe der Zeit zu der jetzigen Situation mancher Entwicklungsländer beigetragen. Pipelines werden angezapft und ganze Tanker beispielsweise in Nigeria von bewaffneten Gruppen entführt, um das gewonnene Gut (ca. 2,25 Mio. Barrel am Tag) gegen Waffen bei Hehlern zu verkaufen, da viele bewaffnete Gruppen des Nigerdelta sich von dem Staat oft verraten und vor allem von den größeren Mineralölkonzernen bestohlen und ausgebeutet fühlen. Dies führte unter anderem zur blinden Gewalt von Seiten des Staates, wobei eine ganze Kleinstadt dem Erdboden gleichgemacht wurde. Shell sprach von 1000 Gewaltopfern jährlich, amnesty international dagegen von rund 500 Opfern allein in einer Woche. Oft gelangt Öl in das Grundwasser o.a. Ebenso entstehen immense Schäden für das Ökosystem, wenn größere Mengen von Öl entzündet werden, da beispielsweise eine brennende Ölquelle oder evtl. sogar ein Ölfeld schwer zu löschen ist. Auch sogenannte Tankerunfälle können für die Umwelt sehr schädlich sein und ganze Sandstrände mit Teerklumpen verschmutzen oder mit einem schwarzen Ölteppich überziehen. Viele Tiere, vorrangig Vögel, denen das Öl das Gefieder verklebt und deren Nahrung verdirbt, verenden elendig. Es kommt auch vor, dass Öltanker auf dem Meer ihre Tanks mit Meerwasser ausspülen, einerseits zur Reinigung, andererseits, weil sie bestimmte Mengen an Wasser aus Stabilitätsgründen als Ballast geladen haben müssen. Siehe auch: Exxon Valdez

News


- Wikinews:Themenportal Ölpreis

Literatur


- Richard Heinberg: "The Party's Over. Das Ende der Ölvorräte und die Zukunft der industrialisierten Welt". Riemann Verlag, München 2004 ISBN 3-570-50059-4
- Rudolf Rechsteiner: Grün gewinnt, 2003, ISBN 3280050545, oder als PDF-Datei http://www.rechsteiner-basel.ch/download.cfm?ID=117 (vom Autor genehmigt und selbst ins Netz gestellt)
- Colin J. Campbell: Ölwechsel!, 2002, ISBN 342324321X
- F. William Engdahl: Mit der Ölwaffe zur Weltmacht, 2002, ISBN 3980737829
- Daniel Yergin: Der Preis. Die Jagd nach Öl, Geld und Macht, Frankfurt 1991, ISBN 3100958047
- Thomas Gold: Biosphäre der heißen Tiefe. Wiesbaden 2000, ISBN 3980737802
- Autorenkollektiv: Zur politischen Ökonomie des Erdöls - Ein strategisches Gut und sein Preis, in: GegenStandpunkt 1-01,
- Autorenkollektiv: Das Öl, in: Imperialismus 3, S. 169-194, München 1981, ISBN 392293501X

Siehe auch


- Erdöl/Tabellen und Grafiken
- Mineralölunternehmen
  - Wintershall
- Ölressourcen
- Peak-Oil
- Eine interessante Alternative ist der Kraftstoff Pflanzenöl

Weblinks


- [http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2004/09/articles/interview.html Wann ist das Erdöl alle?, NZZ Folio]
- [http://www.oilcrisis.com/ The coming global oil crisis]
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Erd%F6l Erdöl im Mineralienatlas WiKi]
- [http://www.chemie.uni-marburg.de/~butenuth/648/erdoel.html Protokoll: Erdöl und Erdölprodukte]
- [http://www.gasresources.net/DisposalBioClaims.htm Dismissal of the Claims of a Biological Connection for Natural Petroleum]
- [http://www.deutsches-erdoelmuseum.de Homepage des Deutschen Erdölmuseums in Wietze]
- [http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/oel-gas.htm Erdöl/Erdgas: Daten,Statistiken, Infografiken] "Agenda 21 Treffpunkt" im Bildungsserver learn:line NRW
- [http://www.erdoel-erdgas-museum-twist.de/ Erdöl- und Erdgasmuseum in Twist]
- [http://www.peakofoil.de Peak of Oil Szenarien, Literatur, Links]
- [http://www.n-tv.de/572745.html?tpl=zwei&counter=1 n-tv: Immer neue Rekorde: Die Geschichte des Ölpreises]
- [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/imp/i3_oel.htm Das Öl - ein Geschäftsartikel erster Klasse] Kategorie:Bergbau ! ja:石油 ko:석유

Jürgen Klinsmann

Jürgen Klinsmann (
- 30. Juli 1964 in Göppingen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und seit Juli 2004 Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft. 1990 wurde er Fußballweltmeister und 1996 Fußballeuropameister.

Überblick

Fußballeuropameister Bevor Jürgen Klinsmann Berufsfußballer wurde, arbeitete er als Bäckergeselle in der Bäckerei seines Vaters in Stuttgart-Botnang. Die erste Station seiner Profilaufbahn waren die Stuttgarter Kickers. Seine Karriere als Spieler endete 1998 bei der Fußball-WM in Frankreich, als die DFB-Elf gegen Kroatien aus dem Turnier ausschied. Jürgen Klinsmann war 10 Jahre lang A-Nationalspieler und zuvor auch in U21- und U16-Begegnungen eingesetzt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul erkämpfte der Stürmer mit dem deutschen Team die Bronzemedaille. Jürgen Klinsmann bestritt insgesamt 221 Bundesliga-Spiele (110 Tore). In der Nationalmannschaft machte er 108 Spiele und schoss 47 Tore. 1995 war Klinsmann in England "Fußballer des Jahres". In Deutschland erhielt er diesen Titel in den Jahren 1988 und 1994. Unter dem Pseudonym Jay Goppingen gab Jürgen Klinsmann 2003 größtenteils unbemerkt sein Comeback für die Orange County Blue Stars in der amerikanischen Premier Development League. In acht Spielen erzielte der damals 39-Jährige fünf Treffer und verhalf seinem Team damit zum Einzug in die Playoffs. Das Pseudonym Jay Goppingen ist abgeleitet von Klinsmanns schwäbischem Geburtsort Göppingen. Seit dem 26. Juli 2004 ist Jürgen Klinsmann Fußballbundestrainer der DFB-Auswahl. Zusammen mit Team-Manager Oliver Bierhoff und Co-Trainer Joachim Löw hat er sich das Ziel gesetzt, die Deutsche Fußballnationalmannschaft zum Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu führen. Schon in seinem zweiten Länderspiel als Trainer verbuchte Klinsmann einen großen Erfolg mit einer relativ jungen Mannschaft und erreichte ein 1:1 gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien, nachdem er sein erstes Spiel gegen die Nationalmannschaft aus Österreich gewonnen hatte. Auf der Asientour Ende Dezember 2004 verlor Klinsmann mit seiner Mannschaft, die nicht perfekt eingestellt war, gegen Südkorea mit 1:3. Der bisher größte Erfolg war der dritte Platz beim Fifa Confederations Cup 2005 hinter Argentinien und dem erstplatzierten Brasilien nach einem 4:3 Sieg über Mexiko. Klinsmann lebt in Huntington Beach / Kalifornien (USA), ist mit der US-Amerikanerin Debbie verheiratet und hat zwei Kinder (Jonathan und Laila). Bis zum Antritt seines neuen Postens arbeitete er als Manager einer Sportmanagementfirma. Zuvor war er als Co-Trainer des Vereins Los Angeles Galaxy tätig. Auch setzte er sich viel für gemeinnützige Projekte ein. So startete er zusammen mit den Absolventen eines Trainer-Lehrgangs das Projekt "Fußball d21" zur Förderung junger Fußball-Talente, auch im Hinblick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Außerdem engagiert er sich für das von ihm gegründete Hilfswerk Agapedia zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder. Jürgen Klinsmann gehört dem Präsidium der [http://www.stiftung-jugendfussball.de Stiftung Jugendfußball]an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im jahr 2000 von Klinsmann und weiteren erfolgreichen Nationalspielern - WM Italia 90 und EM 1996 - und den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet. Die Stiftung fördert zwei große Projekte: fußballD21 - eine Initiative für den Jugendfußball und streetfootballworld - ein Forum für Straßenfußballprojekte, die den Fußball für soziale und gesellschaftliche Ziele einsetzen.

Seine Stationen

Während seiner Spielerkarriere lief Jürgen Klinsmann für folgende Vereine auf:
- 1972 - 1974 TB Gingen
- 1974 - 1978 SC Geislingen an der Steige
- 1978 - 1984 Stuttgarter Kickers
- 1984 - 1989 VfB Stuttgart
- 1989 - 1992 Inter Mailand
- 1992 - 1994 AS Monaco
- 1994 - 1995 Tottenham Hotspur
- 1995 - 1997 FC Bayern München
- 1997 - 1997 Sampdoria Genua
- 1998 - 1998 Tottenham Hotspur
- 2003 - 2003 Orange County Blue Stars

Seine größten Erfolge

Der größte Erfolg Klinsmanns war der Sieg mit der Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1990 in Italien.
- Weltmeister 1990
- Europameister 1996 (Mannschaftskapitän)
- UEFA-Pokalsieger 1992, 1996
- DFB-Ligapokalsieger 1997
- Deutscher Meister 1997
- Bundesliga-Torschützenkönig 1988
- UEFA-Cup-Torschützenkönig 1996 mit 16 Treffern - bis heute der absolute Rekordwert

Trivia

Klinsmann machte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 die Rückennummer "18" zu seinem Markenzeichen. Er war sieben Mal Torschütze des Monats (Rekord). Zu Beginn seiner Fußballkarriere machte er eine Ausbildung als Bäcker. Während seiner ersten Verpflichtung bei Tottenham Hotspur erhielt er von den englischen Fans den abfälligen Spitznamen Diver ("Taucher"), wegen seiner von ihnen als theatralisch empfundenen Art nach Fouls zu fallen. Kurze Zeit später erfand er den "Diver" als neue Art des Torjubels (der Spieler nimmt Anlauf und lässt sich flach auf den Bauch fallen um Kopf voraus über den Rasen zu gleiten). Während seiner Zeit bei Bayern München bekam er den zweifelhaften Spitznamen "Flipper", weil ihm bei der Ballannahme die Bälle des Öfteren unkontrolliert wegsprangen. In seiner Zeit beim FC Bayern München unter Giovanni Trapattoni sorgte Klinsmann 1997 für Schlagzeilen. Beim Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten SC Freiburg (0:0) wurde er nach einer Stunde ausgewechselt, beschimpfte Trapattoni lauthals mit "vai a cacare" (dt: "geh kacken") und trat wutentbrannt eine Werbetonne der Firma Sanyo ein. Diese Szene sorgte bundesweit für große Heiterkeit und für ungeahnte Aufmerksamkeit für Sanyo. Bei seinem Abschiedsspiel bewies Klinsmann Humor und parodierte diese Szene, indem er das Abschiedsfeuerwerk mit einem sanften Tritt gegen eine Sanyo-Tonne auslöste.

Statistik

Länderspieleinsätze

Jürgen Klinsmann bestritt als Spieler 108 Länderspiele, 29 davon als er bei Inter Mailand unter Vertrag stand, 24 für AS Monaco, 23 für den FC Bayern München, 17 während seiner Zeit bei Tottenham Hotspur, 12 für den VfB Stuttgart und drei für Sampdoria Genua.

Vereinsligaspiele

Bundesligatore


- 79 für den VfB Stuttgart
- 31 für den FC Bayern München

Weblinks


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- [http://www.klinsmann.us/ Offizielle Website von Jürgen Klinsmann] (deutsch/englisch)
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Kategorie:Ort in Kalifornien

Diese Kategorie enthält Orte des US-Bundesstaat Kalifornien. Eine Liste der Orte in den gesamten Vereinigten Staaten finden Sie in der Kategorie Ort in den USA Kalifornien Kategorie:Kalifornien he:קטגוריה:קליפורניה: ערים ja:Category:カリフォルニア州の都市

Madahora

Madahora (inaczej Madohora ) - Łamana Skała 929 m n.p.m. Drugi co do wysokości (po Czuplu) szczyt Beskidu Małego, najwyższy w Beskidzie Andrychowskim. W okolicy rozrzucone ostańce z piaskowca izdebiańskiego. Na stokach rośnie las bukowy, a w partii szczytowej - świerkowy. W 1961 r. utworzono tutaj Rezerwat Madohora. Kategoria:Beskid MałyKategoria:Gmina Andrychów

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Piré-sur-Seiche
Piré-sur-Seiche to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 1 730 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 48 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Piré-sur-Seiche plasuje się na 364. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 187.).

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Plabennec
Plabennec to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Finistère. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 6 600 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 131 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Plabennec plasuje się na 51. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 79.).

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- Źró
Pléchâtel
Pléchâtel to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwały 1 834 osoby, a gęstość zaludnienia wynosiła 50 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Pléchâtel plasuje się na 344. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 176.).

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Pleine-Fougères
Pleine-Fougères to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwały 1 802 osoby, a gęstość zaludnienia wynosiła 56 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Pleine-Fougères plasuje się na 350. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 237.).

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Plélan-le-Grand
Plélan-le-Grand to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 2 566 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 52 osoby/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Plélan-le-Grand plasuje się na 228. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 82.).

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Plerguer
Plerguer to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwały 1 853 osoby, a gęstość zaludnienia wynosiła 92 osoby/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Plerguer plasuje się na 340. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 497.).

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Plesder
Plesder to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 527 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 48 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Plesder plasuje się na 812. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 805.).

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- Źródło
Pleugueneuc
Pleugueneuc to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwały 1 132 osoby, a gęstość zaludnienia wynosiła 46 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Pleugueneuc plasuje się na 527. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 387.).

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Pleumeleuc
Pleumeleuc to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 1 929 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 99 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Pleumeleuc plasuje się na 327. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 513.).

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Pleurtuit
Pleurtuit to miejscowość i gmina we Francji, w regionie Bretania, w departamencie Ille-et-Vilaine. Według danych na rok 1990 gminę zamieszkiwało 4 428 osób, a gęstość zaludnienia wynosiła 149 osób/km² (wśród 1269 gmin Bretanii Pleurtuit plasuje się na 104. miejscu pod względem liczby ludności, natomiast pod względem powierzchni na miejscu 282.).

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