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| Hurrikan |
HurrikanAls Hurrikan wird ein tropischer Wirbelsturm bezeichnet, wenn er sich im Atlantik, in der Karibik, im Nordpazifik östlich der Datumsgrenze oder im Südpazifik östlich von 160° O entwickelt. Das Wort Hurrikan kommt ursprünglich aus dem Indianischen und bedeutet so viel wie „Gott des Windes“ (siehe auch Huracan).
Andere Namen für tropische Wirbelstürme sind Zyklon (Indien), Taifun (im westlichen Pazifik) oder tropical cyclone (Australien); der in deutscher Literatur gelegentlich anzutreffende Begriff Willy Willy bezeichnet eine Kleintrombe und keinen tropischen Wirbelsturm.
Ein tropischer Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn die Windgeschwindigkeit Orkanstärke erreicht (das entspricht mehr als 118 km/h oder Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala). Sie können sich im Durchmesser hunderte Kilometer ausdehnen, dabei wochenlang bestehen und Flächen von tausenden Quadratkilometern verwüsten. Hurrikane entstehen in der Zeit von Mai bis Dezember, die meisten zwischen Juli und September. Die offizielle Saison dauert vom 1. Juni bis zum 30. November.
Die hohen Windgeschwindigkeiten, Wellen und schwere Niederschläge stellen eine große Gefahr dar. Den höchsten materiellen Schaden richtete im August 2005 der Hurrikan Katrina mit etwa 125 Milliarden Dollar (100 Milliarden Euro) an, der mit Windgeschwindigkeiten von 250 bis 300 km/h über Florida, Louisiana (besonders der Großraum New Orleans), Mississippi, Alabama und Tennessee hinwegzog und über tausend Opfer forderte. Katrina tobte auf über 233.000 Quadratkilometern; dies entspricht fast der Fläche Großbritanniens. Rund 350.000 Häuser wurden zerstört. Die Schadenssumme ist größer als die der zwölf nächstschweren Hurrikane zusammen genommen und etwa fünfmal so groß wie der von Hurrikan Andrew 1992 angerichtete Schaden.
Der stärkste bis dato gemessene Hurrikan war Wilma, welcher als erster innerhalb weniger Stunden von einem Tropensturm (113 km/h, 18. Oktober 2005) zu einem Hurrikan der Kategorie 5 (282 km/h, 19. Oktober 2005) heraufgestuft wurde. Mit 882 Millibar herrschte im Zentrum Wilmas der niedrigste Luftdruck, der jemals auf dem Atlantik gemessen wurde.
Wenn Hurrikane die Frontalzone der mittleren Breiten erreichen, können sie sich in ein außertropisches Tiefdrucksystem umwandeln (extratropical transition) und dann sogar noch Europa schwere Regenfälle bringen.
Europa]
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Entstehungsweise und Lebenszyklus
Hurrikane entstehen grundsätzlich über dem Meer bei einer Wassertemperatur von über 26,5°C. Diese Temperatur muss auch noch in einer Tiefe von etwa 50 m vorhanden sein. Wenn ein gleichmäßiges Temperaturgefälle zu großen Höhen hin ein bestimmtes Maß übersteigt, kann sich ein tropischer Wirbelsturm ausbilden. Das Wasser verdunstet in großen Mengen und der spezifisch leichtere Wasserdampf steigt in große Höhen auf, wo sich durch Kondensation große Gewitterwolken ausbilden.
Durch die aufsteigenden Luftmassen entsteht über der warmen Meeresoberfläche ein Unterdruck, aus der Umgebung strömt Luft mit einem hohen Wasserdampf nach. Es bildet sich ein „Kamin“, in dem diese Luftmassen gesammelt nach oben steigen, während die hohen Wassertemperaturen ständig „Nahrung“ liefern. Die aufsteigenden Luftmassen werden durch die Corioliskraft in Rotation versetzt, ein großflächiger Wirbel entsteht.
Wichtige Voraussetzungen für die Sturmbildung sind:
:# Das Meer muss eine Oberflächentemperatur von mindestens 26 Grad und die Luft eine gleichmäßige Temperaturabnahme zu großen Höhen hin aufweisen (bei sehr starker Temperaturabnahme, die das Aufsteigen der feuchtwarmen Luft begünstigt, können niedrigere Wassertemperaturen ausreichen; siehe auch Hurrikan Vince).
:# Das betroffene Gebiet gleichmäßiger Bedingungen muss ausgedehnt sein, damit sich der bewegende Wirbelsturm über längere Zeit durch die Wasserdampfbildung aufbauen und genug Energie bis zur Stärke eines Hurrikans sammeln kann.
:# Der Abstand vom Äquator muss groß genug sein (mindestens 5 Breitengrade oder 550km), da nur dann die Corioliskraft ausgeprägt genug ist, um den aufsteigenden Luftmassen die typische Drehung zu geben.
:# Es darf keine große vertikale Windscherung auftreten, das heißt, dass zur Entstehung eines Hurrikans der Höhenwind mit ähnlicher Stärke und aus der gleichen Richtung wehen muss wie der Bodenwind. Ist dies nicht der Fall bekommen die aufsteigenden Winde eine Schräglage und der Mechanismus des Sturms kann nicht mehr funktionieren.
:# Der Sturm braucht einen Nucleus, aus dem er sich aufbauen kann, zum Beispiel ein außertropisches Tief.
Entstehungsorte
Hurrikane entstehen oft im Bereich des Karibischen Meeres, der Westindischen Inseln und des Golfes von Mexiko. Sie entstehen meist aus Störungen der Passatströmung, welche immer über warmen Meeresgebieten liegen.
Mit dem Hurrikan Vince bildete sich am 9.Oktober 2005 erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1851 ein Hurrikan im östlichen Atlantik vor den Küsten Südeuropas und Nordafrikas. Vince bildete sich zwischen den Azoren und den Kanaren, schwächte sich aber noch vor Erreichen des Festlandes auf ein Sturmtief ab..
Typische Merkmale
Typisch ist das sogenannte „Auge“; eine windfreie, niederschlagsfreie und wolkenarme Zone im Zentrum des Hurrikans. Der Durchzug des Auges wurde früher oft mit dem Ende des Sturms verwechselt; Menschen, die sich währenddessen ins Freie begaben, wurden vom erneut hereinbrechenden Sturm überrascht und fielen ihm zuweilen zum Opfer.
Windgeschwindigkeit
Kanaren
Gemäß der Definition nach der Saffir-Simpson-Skalaspricht man von einem Hurrikan, wenn die Windgeschwindigkeit 118 km/h übersteigt, d. h. Beaufort 12 erreicht:
Die Zerstörungskraft eines Hurrikans wächst etwa mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit.
Die resultierende Windgeschwindigkeit über Grund ergibt sich aus der Bewegung des Zentrums (Zuggeschwindigkeit, siehe unten) überlagert mit der umlaufenden Rotationsbewegung des Wirbels, die im Bereich der Eyewall rund um das fast windstille Auge am größten ist. Ein Hurrikan mit bis zu 100 km Durchmesser kann Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen; in den besonders gefährdeten Zonen rechts der Zugrichtung eines verheerenden Hurrikans der Kategorie 5 werden auch 300 km/h überschritten.
Verlauf und Verhalten
Von der Windgeschwindigkeit zu unterscheiden ist die Zuggeschwindigkeit des Hurrikans. Sie wird mit der Bewegung des Auges gegenüber Grund gemessen. Auch wenn sich atlantische Hurrikans kurz nach der Entstehung überwiegend nach Westen bis Nordwesten bewegen und oft zwischen dem 20. und 25. Breitengrad nach Norden bis Nordost abdrehen, so ist dieses typische Verhalten weder zwingend noch sicher zu erwarten.
Von quasi unbewegten Hurrikanen, die sich selber abschwächten indem sie kühleres Meereswasser an die Wasseroberfläche brachten, bis hin zu tänzelnden, schlingernden und schleifenförmigen Verläufen über Grund ist schon alles beobachtet worden. Auch nach Osten ziehende Wirbelstürme und unerwartete kurzfristige Richtungsänderungen wie plötzliches Abdrehen nach Südwesten sind nicht auszuschließen.
Hurrikane erhalten ihre Energie aus der Verdampfung des warmen Oberflächenwassers. Treffen sie während ihres Zugs auf Land - man spricht dann vom Landfall - so schwächt sich ihr Nachschub an Energie ab und sie verlieren an Stärke. Tiefer landeinwärts gelegene Regionen werden deshalb von der Windgeschwindigkeit weniger heftig getroffen. Da sich im Hurrikaneinzugsgebiet aber auch große Wassermassen in den Wolken befinden, kann das Abregnen dieser Wolken auch noch Hunderte von Kilometern von der Küste entfernt als Tropischer Wirbelsturm gigantische Niederschlagsmengen mit sich bringen.
Die Vorhersage der Zugrichtung und der Stärke von Hurrikanen ist wichtig, um die Bevölkerung in den betroffenden Regionen rechtzeitig zu warnen und gegebenenfalls zu evakuieren.
Gefahren
Hurrikane besitzen drei Zerstörungsursachen. Zum einen die Windgeschwindigkeit, zum zweiten die Niederschlagsmengen und zum dritten die durch sie im Randgebiet verursachten Ungleichgewichte in der Atmosphäre.
Die hohen Windgeschwindigkeiten können zunächst direkt durch den Impuls der Luftmassen Schäden z.B. an Gebäuden oder Bäumen verursachen. Auf Grund der hohen Geschwindigkeiten können auch schwere Gegenstände durch die Luft geschleudert werden, welche ihrerseits wieder Schäden verursachen könnnen.
Über dem Meer werden durch den starken Wind das Wasser hohen Wellen erzeugt. Daneben schiebt der Hurrikan einen Flutberg vor sich her. Da sich auf der Nordhalbkugel ein Hurrikan gegen den Uhrzeigersinn dreht, ist dieser Flutberg besonders in jenen Quadranten ausgeprägt, die sich rechts von seiner Laufrichtung befinden, denn dort addieren sich die Vektoren seiner Zugrichtung und der umlaufenden Winde. Bei Landfall ist daher in diesen Quadranten mit den schwersten Überflutungen zu rechnen. Bisweilen kann der Flutberg an Land bis auf 10 m über NN auflaufen (Hurrikan Katrina). Ausnahmen gelten für kleine Inseln, über die nur ein Teil des Hurrikans hinwegzieht, oder Buchten, in denen die Flut auch in dazu abweichenden Richtungen auflaufen kann.
Durch die kontinuierliche Verdampfung von warmen Oberflächenwasser und Kondensation an der oberen Schicht des Wolkensystems, befinden sich große Wassermengen im Sturmsystem, die zu extrem starken Niederschlägen führen können. Hierdurch können Überschwemmungen selbst in höher gelegenen Gebieten ausgelöst werden.
Im Auge des Hurrikans fallen von den Seiten kalte Luftmassen in das Zentrum. An der Grenze des Auges eines starken Hurrikans können sich deshalb kurzzeitig Tornados bilden. Deren Lebensdauer ist meist nur auf Sekunden oder Minuten beschränkt, ihr Zerstörungspotential ist dafür um so heftiger.
Steigendes Bedrohungspotential
Hurrikane beziehen ihre Energie aus dem warmen Oberflächenwasser. Bei der in den letzten Jahrzehnten beobachteten kontinuierlichen Erwärmung der Oberflächentemperatur steht deshalb mehr Energie zur Bildung von Hurrikanen zur Verfügung.
Dennoch ist es wissenschaftlich noch nicht sicher, ob künftig mit immer stärkeren und bedrohlicheren Hurrikanen zu rechnen ist. Manche Wissenschaftler sind der Ansicht, dass durch die globale Klimaveränderungen dazu führen müssen, konkret der Anstieg der Durchschnittstemperatur und somit der Oberflächentemperatur der Weltmeere. Eine Studie des MIT, in der die Hurrikan-Aktivität der letzten drei Jahrzehnte analysiert wird, bestätigt diese Tendenz. Andererseits deuten Meersand-Ablagerungen darauf hin, dass heutige Wirbelstürme weder stärker sind noch häufiger auftreten als zu Zeiten der Maya.
Nach Ansicht von Professor Stefan Rahmstorf, Institut für Klimaforschung in Potsdam, nimmt aufgrund der Erwärmung der tropischen Meere nicht die Anzahl der Wirbelstürme zu, sehr wohl aber deren Intensität (Interview in der Zeitschrift Stern, 36/2005, S. 28).
Namen von Hurrikanen
Ursprünglich erhielten nur besondere Hurricans einen Namen, etwa "New England Hurricane". 1950 begannen die Meteorologen mit der Benennung der Hurrikane. In jenem Jahr sowie im Folgejahr waren zunächst Namen im Gebrauch, die dem damaligen internationalen phonetischen Alphabet entsprachen – also Able, Baker, Charlie, usw. Englische Frauennamen wurden im Jahre 1953 eingeführt. Ab 1960 wurden vorher festgelegte Namenslisten mit je 21 Namen verwendet. Die Anzahl 21 wurde festgelegt nach der Saison 1933, die bis 2005 die aktivste war und 21 registrierte tropische Wirbelstürme hatte. Die Anzahl wurde erst 2005 überschritten. Im Jahre 1979 benutzte man zum ersten Mal abwechselnd männliche und weibliche Namen, außerdem ergänzte man die englischen um französische und spanische Namen. Es gibt derzeit sechs feste, von der World Metereological Organisation festgelegte Namenslisten, die immer turnusgemäß verwendet werden. So wird die Liste des Jahres 2005 im Jahre 2011 wieder verwendet.
Es kann allerdings auch passieren, dass Namen ganz von der Liste verschwinden: Wenn ein Hurrikan besonders schlimmen Schaden angerichtet hat, kann die WMO entscheiden, dass dessen Name nicht mehr wiederverwendet wird. So findet sich beispielsweise der Name „Ivan“ aus dem Jahre 2004 zusammen mit drei anderen Namen in der Liste für 2010 nicht mehr – stattdessen ist nun der Name „Igor“ verzeichnet. Es ist wahrscheinlich, dass aus der Namensliste der sehr aktiven Saison 2005, die 2011 wiederverwendet wird, erstmals mehr als vier Namen auf einmal gestrichen werden.
Während der erste Sturm jedes Jahres im Atlantik einen Namen bekommt, der mit einem A beginnt, wird im Zentralpazifik (beginnend bei 140° West) jeweils der nächste Name der Liste vergeben, unabhängig von Jahr oder Buchstaben.
Sollte dieser „Namensvorrat“ in einem Jahr nicht ausreichen werden die nachfolgenden Hurrikane nach dem Griechischen Alphabet benannt. Dies geschah erstmals in der Saison 2005, als der 22. Tropensturm der Saison Alpha, der 23. Beta und der 24. Gamma genannt wurden. Sollten sich weitere Tropenstürme oder Hurrikans in der Saison 2005 ereignen, würden als nächstes die Namen Delta und Epsilon verwendet werden. Sollte einer der Stürme, die nach dem griechischen Alphabet benannt werden, so schwer werden, dass der Name von der Liste gestrichen wird, so würde dieser griechische Buchstabe in einer neuen Saison, in der griechische Buchstaben erforderlich werden, übersprungen werden.
Nennenswerte Hurrikane
- Großer Hurrikan von 1780
- Galveston-Hurrikan (1900)
- Labor Day Hurrikan 1935, USA
- Hurrikan Camille 1969, USA
- Hurrikan Allen 1980, Karibik
- Hurrikan Gilbert 1988, Karibik
- Hurrikan Andrew 1992, USA
- Hurrikan Mitch 1998, Karibik
- Hurrikan Ivan 2004, Grenada, Jamaica, Kuba, USA
- Hurrikan Catarina 2004, Süd-Brasilien
- Hurrikan Dennis 2005, Kuba, USA
- Hurrikan Katrina 2005, USA
- Hurrikan Rita 2005, Kuba, USA
- Hurrikan Stan 2005, Mittelamerika
- Hurrikan Vince 2005, Azoren, Kanaren, Spanien
- Hurrikan Wilma 2005, Mexiko, USA
- Tropischer Sturm Gamma 2005, Mittelamerika
Weiterführende Informationen
- [http://www.wissenschaft.ag/Hurrikanforschung.php4 Pressespiegel und Newsletter zur Hurrikanforschung der Bremer AG Wissenschaft]
- [http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_notable_tropical_cyclones Liste tropischer Stürme (englisch)]
- [http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Atlantic_hurricane_seasons Verzeichnis der Hurrikan-Saisons (englisch)]
- [http://www.nhc.noaa.gov/pastint.shtml Liste der stärksten US-Hurrikane (englisch)]
- [http://www.nhc.noaa.gov/ Aktuelle Hurrikan-Informationen (englisch)]
- [http://web.mit.edu/newsoffice/2005/hurricanes.html Artikel des MIT über zunehmendes Bedrohungspotential (englisch)]
- [http://www.naturgewalten.de/hurr.htm Stets aktuelle Hurrikan-Seite auf naturgewalten.de]
- [http://www.zum.de/wiki/index.php/Hurrikan Ausführliche Hurrikan-Informationen des Zentrums für Unterrichtsmedien e.V.]
- [http://www.atmos.umd.edu/~stevenb/hurr/index.html Englischsprachiges, grafisches Landkartenarchiv von Steven Babin und Ray Sterner mit den Verlaufswegen amerikanischer Hurrikans.]
- [http://www.nhc.noaa.gov/aboutnames.shtml Ausführliche Liste der zu vergebenen Namen für tropische Zyklone weltweit (englisch)]
Kategorie:Wind
Kategorie:Meteorologie
ja:台風
ko:열대저기압
Tropischer WirbelsturmEin tropischer Wirbelsturm ist ein frontenloses Tiefdrucksystem mit organisierter Konvektion, schweren Gewittern und Zirkulation der zum Tiefdruckzentrum ziehenden Luftmassen.
Tropische Wirbelstürme rotieren zyklonal, also auf der Nordhalbkugel entgegen dem Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn. Diese Rotation verleiht dem Wirbelsturm seine typischen, spiralförmig angeordneten Wolkenbänder. Die Entwicklungsbedingungen werden meistens in den Tropen oder Subtropen erfüllt. Je nach Region der Entstehung tragen tropische Wirbelstürme unterschiedliche Zusatzbezeichnungen:
; Hurrikan : Als Hurrikane werden tropische Wirbelstürme im Nordatlantik, Nordpazifik östlich der Datumsgrenze und der Südpazifik östlich von 160° Ost bezeichnet.
; Zyklon : Ein Zyklon ist ein heftiger Wirbelsturm im Golf von Bengalen. Auch die im Indischen Ozean südlich des Äquators vorkommenden heftigen Wirbelstürme im Bereich von Mauritius, La Réunion, Madagascar und der afrikanischen Ostküste werden als Zyklone bezeichnet.
; Taifun : Als Taifun werden tropische Wirbelstürme im nordwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans bezeichnet.
Die Einstufung eines tropischen Wirbelsturms in verschiedene Stärken erfolgt über die Saffir-Simpson-Skala.
Entwicklungsbedingungen
; Reibung und Luftfeuchtigkeit : Tropische Wirbelstürme bilden sich nur über Wasseroberflächen, da hier die Reibung wesentlich niedriger ist als an Land und weil hier die Luft feucht genug ist, um ausreichend Konvektion zu verursachen. Die Luftfeuchtigkeit spielt eine wesentliche Rolle, da in ihr Energie (latente Wärme) enthalten ist. Diese Wärme wird dem Ozean beim Verdunsten langsam entzogen und bei der Kondensation schnell wieder abgegeben. Diese Kondensationswärme treibt einen tropischen Wirbelsturm hauptsächlich an.
; Meeresoberflächentemperatur : Die Oberflächentemperatur des Wassers muss mindestens 26,5°C bis zu einer Tiefe von 40m betragen.
; Wassertiefe : Das Wasser muss mindestens 60 m tief sein.
Entstehungsort
Die meisten tropischen Wirbelstürme entstehen wegen der günstigen Wassertemperaturen innerhalb einer Zone, die zwischen dem südlichen und dem nördlichen 25. Breitengrad liegt. Da die Corioliskraft, die ablenkende Kraft der Erdrotation, erst ab 5 Grad nördlicher und südlicher Breite stark genug ist, um eine Drehbewegung der Zyklone einzuleiten, ist das Äquatorgebiet grundsätzlich als Entstehungszone für tropische Wirbelstürme ausgeschlossen, was jedoch nicht heißen muss, dass diese dort nicht vorkommen.
Corioliskraft
In diesen Zonen wird das Entstehen eines tropischen Wirbelsturms noch durch die innertropische Konvergenzzone (ITC) zusätzlich unterstützt. Die ITC sorgt für aufsteigende Luftmassen und starke Konvektion, weil hier oberflächennah die beiden Passatwinde aufeinanderstoßen (Konvergenz). In ca. 12-15 km Höhe streben die Luftmassen nach dem Aufsteigen wieder auseinander (Höhendivergenz).
Im südatlantischen Ozean und im südöstlichen Pazifik gibt es sehr selten tropische Wirbelstürme, da hier die kalten Meeresströmungen Benguela- und Humboldtstrom die tropischen Ozeane deutlich abkühlen, sodass die erforderliche Wassertemperatur von mindestens 26,5°C selten erreicht wird. Am 26. März 2004 wurde der bislang einzige tropische Wirbelsturm im Südatlantik vor Brasilien beobachtet. Auf dem Mittelmeer werden manchmal Stürme beobachtet, die den tropischen Wirbelstürmen ähnlich sind.
Es ergeben sich 7 Entstehungsgebiete:
- Nordatlantik: Karibisches Meer, Golf von Mexiko, USA, Mexiko
- Nordostpazifik: Hawaii, Mexiko, USA
- Nordwestpazifik: Philippinen, Taiwan, Volksrepublik China, Japan
- Nordindischer Ozean: Golf von Bengalen, Arabisches Meer, Indien
- Südwestpazifik: Ostaustralien
- Südostindischer Ozean: Westaustralien
- Südwestindischer Ozean: Madagaskar, Ostafrika
Entwicklungsstadien
Ostafrika
; Störung : Wenn eine großflächige, konvektionsauslösende Störung, beispielsweise eine Easterly Wave oder ein außertropisches Tief über ausreichend warmem Wasser auf ausreichend feuchte Luftmassen und auf günstige Scherungsbedingungen trifft, kann ein selbsterhaltender Vorgang ausgelöst werden.
; Konvektion : Die durch das Auskondensieren frei werdende Wärme führt dazu, dass die aufsteigende Luft zusätzlich beschleunigt wird. Dadurch entsteht an der Wasseroberfläche ein Unterdruck, also ein Tief. Die von unten nachströmenden Luftmassen erfüllen dieselben Kriterien und werden ebenfalls beschleunigt. Dadurch wird der Kettenprozess aber alleine noch nicht ausgelöst. Sonst würden ja auch in unseren Gegenden aus großen Gewittern tropische Wirbelstürme entstehen.
; Rotation : Hinzu kommt jetzt noch, dass die von allen Seiten auf das durch Tiefdruck geprägte Konvektionsgebiet zuströmenden Luftmassen (Low Level Inflow) auf der relativ reibungsfreien Wasseroberfläche durch die Corioliskraft anfangen, um ein Rotationszentrum herum zu zirkulieren. Es entsteht ein LLCC (Low Level Circulation Centre). Diese Zirkulation organisiert und unterstützt die Konvektion nun zusätzlich. Durch die Rotation kann nun noch mehr Luft aufsteigen. Außerdem wird durch die Rotation verhindert, dass die nachströmenden Luftmassen den Unterdruck im Zentrum ausgleichen können. Die Rotation unterstützt dadurch die Selbsterhaltung des Tiefdrucks im Rotationszentrum. Je schneller sich der Wirbelsturm dreht, desto mehr warme, feuchte Luft wird zum Auskondensieren gebracht. Wenn die Luft genug Feuchtigkeit abgegeben hat steigt sie nicht weiter auf und bewegt sich in der Höhe seitwärts vom Rotationszentrum weg (High Level Outflow). Einen sehr guten Eindruck vermittelt dieses [http://www.comet.ucar.edu/nsflab/web/hurricane/324.htm Video] mit englischer Erklärung zum Thema Low Level Inflow und High Level Outflow.
; Intensivierung : Das entstandene System intensiviert sich nun immer weiter, solange die Bedingungen es zulassen. Sind die Entwicklungsbedingungen optimal erfolgt eine Intensivierung bis zu einer Obergrenze. Diese kann nicht überschritten werden, da die Oberflächenreibung und andere Gründe eine bremsende Wirkung hervorrufen. Den Rekord hält der Taifun Tip (Nordwestpazifik, 1979) mit 870 Hektopascal Kerndruck und 2200 km Durchmesser. Durchschnittlich erreichen tropische Wirbelstürme einen Durchmesser von 500 - 700 km. Damit sind sie deutlich kleiner als außertropische Tiefdrucksysteme.
Taifun Tip]]
; Auge : Dreht sich der tropische Wirbelsturm schnell genug, dann kann sich sogar ein Auge bilden. Das Auge ist ein relativ wolkenfreier, schwachwindiger Bereich um das Rotationszentrum in dem kalte trockene Luft von oben herabsinkt. Umgeben ist das Auge von hochreichenden Quellwolken, der Eyewall. Die höchsten Windgeschwindigkeiten erreicht der tropische Wirbelsturm im Bereich dieser Eyewall. Da der Sturm noch eine zusätzliche Eigenbewegung aufweist, die noch zur Rotationsgeschwindigkeit dazu addiert wird, liegt das Hauptwindfeld immer auf der Seite, wo die Rotation und die Eigenbewegung in die selbe Richtung zeigen. Beispiel: Zieht ein Zyklon mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 200 km/h auf der nördlichen Hemisphäre gegen den Uhrzeigersinn drehend mit einer Eigengeschwindigkeit von 30 km/h nach Norden so ergibt sich eine totale Geschwindigkeit an der östliche Eyewall von 230 km/h. Auf der westlichen Seite wird hingegen nur 170 km/h erreicht, da hier ja die Eigenbewegung entgegen der Rotationsbewegung wirkt.
; Abschwächung : Tropische Wirbelstürme bewegen sich unterschiedlich schnell fort: in niederen Breiten mit 8 bis 32 Kilometern pro Stunde, in höheren Breiten mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Auf beiden Erdhalbkugeln ziehen die Zyklone zuerst meist in westliche Richtung und kehren dann parabelförmig nach Osten um. Auf der Nordhalbkugel in der Regel folgendermaßen: W NW N NO. Dabei verlassen sie dann irgendwann den Bereich günstiger Bedingungen und schwächen sich ab, entweder durch Landkontakt (Landfall), zu kaltes Wasser, trockene Luftmassen oder wegen zu hoher Scherung. Den Rekord an Langlebigkeit hält der tropische Wirbelsturm John, der 1994 31 Tage lang über den Pazifik fegte. Wenn tropische Wirbelstürme die Frontalzone der mittleren Breiten erreichen, können sie sich in ein außertropisches Tiefdrucksystem umwandeln (Extratropical Transition).
Gefahren
Tropische Wirbelstürme zählen zu den Naturkatastrophen, da von ihnen mehrere Gefahren ausgehen, die Menschen, Natur und Sachwerte bedrohen. Die meisten Todesopfer forderte ein Zyklon 1970 in Bangladesch, damals starben rund 300 000 Menschen:
; Sturmflut : Fortwährende hohe Windgeschwindigkeiten, bis über 250 km/h, sind nahe des Auges möglich. Dadurch kann es zu auflaufender Flut von bis über 10m NN kommen. Dies kann zu weitläufigen Überflutungen führen, zusätzlich sind bei diesen Geschwindigkeiten auch bereits massiv gebaute Strukturen gefährdet.
; Wind : In Böen sind über 350 km/h möglich. Bei diesen Geschwindigkeiten sind auch massiv gebaute Strukturen gefährdet.
; Niederschlag : Innerhalb eines Tages können über 500 mm Niederschlag fallen. Diese enormen Regenmengen lösen an Land dann häufig verheerende Erdrutsche und Überschwemmungen aus.
; Wellen : Über 20 m hohe Wellen bedrohen die Schifffahrt sowie die Küsten und Inseln.
; Tornados : Diese kleinräumigen Luftwirbel sind eine häufige Begleiterscheinung von tropischen Wirbelstürmen. Sie bilden sich in den Gewittern, die den tropischen Wirbelsturm umkreisen. Meist handelt es sich dabei um Wasserhosen, beim Landfall treten aber auch Tornados über Land auf.
Weblinks
Weltweite Beobachtungsdienste:
- [http://www.nhc.noaa.gov/ National Hurricane Center / Tropical Prediction Center]
- [http://152.80.49.216/tc-bin/tc_home.cgi Satellite Data Tropical Cyclone Page - FNMOC]
- [http://www.ssd.noaa.gov/PS/TROP/ Tropical Products - SSD / NOAA]
- [http://forecast.mssl.ucl.ac.uk/shadow/tracker/dynamic/main.html Tropical Storm Risk - University College London]
- [http://cimss.ssec.wisc.edu/tropic/ Tropical Cyclones - CIMSS - UW-Madison / NASA / NOAA]
Interessante Links:
- [http://www.saevert.de/hurr.htm Hurrikan- und Taifun-Seite - Thomas Sävert - Naturgewalten] Eine aktuelle deutsche Seite mit vielen Infos zu allen Stürmen.
- [http://users.qldnet.com.au/%7ecarls/current.htm Current Tropical Cyclone Information von Carl Smith] Eine aktuelle Übersicht über viele Dienste, die gerade über tropische Wirbelstürme berichten.
Kategorie:Meteorologie
Kategorie:Naturkatastrophe
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KaribikDas bis 7.680 m tiefe Karibische Meer (kurz die Karibik) ist als südöstlicher Teil des Amerikanischen Mittelmeers durch die Westindische Inselkette, die sich in einem Bogen vom Golf von Mexiko bis fast nach Venezuela erstreckt, vom Atlantischen Ozean abgetrennt.
Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten.
Bevölkerung
Die Karibik ist ein buntes Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Mio.
Einwohnern. Neben den Spaniern leben auch Kreolen, Mulatten und Inder auf den verschiedenen Inseln der Karibik.
Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik. Daneben wird auf Haiti auch Französisch gesprochen, hinzu kommen verschiedene Kreol-Sprachen. Niederländisch wird ebenfalls gesprochen.
Geologie
Der größte Teil der Karibik, die im Kaimangraben bis 7.680 m tief ist, befindet sich auf der Karibischen Platte, nur ihr Nordwestteil, der jenseits dieses Tiefseegrabens liegt, liegt auf der Nordamerikanischen Platte.
Geschichte der Karibik
Nordamerikanischen Platte
Vor den Entdeckungen im 1. Jahrtausend v. Chr. setzten die Arawak-Indianer von Venezuela kommend auf die karibischen Inseln über. Von Trinidad kommend, breiteten sie sich nach Norden aus. Ihnen folgten rund 1500 Jahre später die kriegerischen Kariben, die die Arawaken langsam von den kleinen Antillen vertrieben. Zur Zeit der Entdeckungsreisen Christoph Kolumbus besiedelten die Arawaken Kuba, Hispaniola sowie die Bahamas, während die Kariben die kleinen Antillen bewohnten.
Entdecker und Siedler
Als Kolumbus im Auftrag der spanischen Krone 1492 auf San Salvador landete, war er vor allem auf der Suche nach Gold und anderen Reichtümern. Aber die Arawaken legten keinen Wert auf das, was Europäer als Reichtum ansahen. So wurde die Karibik zwar besiedelt, aber die Konquistadoren zog es alsbald auf den amerikanischen Kontinent. Nach und nach ließen sich auch Engländer, Niederländer und Franzosen nieder; sogar Dänemark und Kurland waren im Besitz einiger Kolonien.
Die Karibik war besonders im 16. Jahrhundert Schauplatz von Piraterie. Die kleinen Inseln boten den Seeräubern, die zum Teil als Freibeuter im Auftrag eines Königs unterwegs waren, zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten und die spanischen Schatzflotten ein gutes Angriffsziel. Port Royal auf Jamaika sowie die französische Siedlung auf Tortuga waren regelrechte Piratensiedlungen.
Unabhängigkeit
Die meisten Inseln wurden Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig.
US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika
- Nicaragua: 1833, 1854-57, 1896, 1909-10, 1912-25, 1926-33
- Mexiko: 1845-48, 1914, 1916-17
- Honduras: 1896, 1905, 1907, 1911, 1917, 1919, 1924-29
- Kuba: 1898, 1901-03, 1906-09, 1912, 1917-19, 1921-23, 1933, 1961
- Panama: 1903, 1908, 1912, 1917-18, 1921, 1989
- Dominikanische Republik: 1904, 1914, 1916-24, 1965-66
- Haiti: 1915-35, 1944, 1994
- Costa Rica: 1919
- Guatemala: 1920, 1954
- Grenada: 1983
An die Karibik grenzende Staaten
- Belize (da dieses Land englischsprachig ist, wird es in der Literatur teilweise mit zur Karibik gezählt)
- Costa Rica
- Guatemala
- Honduras
- Kolumbien
- Mexiko
- Nicaragua
- Panama
- USA
- Venezuela
Inselgruppen im Atlantik, die aber zur Karibik gezählt werden
- Bahamas
- Turks- und Caicosinseln
Inseln und Inselgruppen in der Karibik
Turks- und Caicosinseln
- Amerikanische Jungferninseln
- Anguilla
- Antigua und Barbuda
- Aruba
- Barbados
- Bonaire
- Britische Jungferninseln
- Corn Islands (Nicaragua)
- Curaçao
- Dominica
- Grenada
- Guadeloupe
- Hispaniola (mit den Staaten Haiti, Dominikanische Republik)
- Isla Margarita (Venezuela)
- Islas del Rosario (Kolumbien)
- Jamaika
- Kaimaninseln
- Kuba
- Martinique
- Montserrat
- Navassa
- Niederländische Antillen
- Puerto Rico
- Saint-Barthélemy (St. Barts)
- Saint Martin
- San Andrés y Providencia (Kolumbien)
- Sint Eustatius
- St. Kitts und Nevis
- St. Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago
Literatur
Eine geistreiche Beschreibung zur Geschichte, Situation und Bedeutung der Karibik zur Zeit der europäischen Kolonisation der Welt findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Tagebuch des Seemanns Heinrich Hasebeck: Gasparan oder die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996 ISBN 3-545-36531-X
Verwandte Themen
- Mittelamerika
- Westindische Inseln
- Inseln über dem Winde
- Inseln unter dem Winde
- Antillen
- ABC-Inseln
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Karibik)
Kategorie:Karibik
ja:カリブ海
ko:카리브 해
Pazifik
Der bis 11.034 m tiefe Pazifische Ozean bzw. Pazifik (auch Stiller Ozean, zu lat. pacificus = Frieden schließend, oder auch Großer Ozean genannt) ist mit 179,7 Mio km² Fläche der größte Ozean der Erde.
Geografie
Der Pazifik, der sich auf der West- und Osthalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Nordamerika im Nordosten, Mittelamerika im Osten, Südamerika im Südosten, der Antarktis im Süden, Australien im Südwesten, Ozeanien im Westen und Asien im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.
Daten
Die Fläche des Pazifischen Ozeans beträgt 179,7 Mio. km², was rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche und die Hälfte der Meeresfläche der Erde ausmacht. Das Wasservolumen beträgt 723,7 Mio. km³. Während seine mittlere Tiefe 4.028 m (andere Angaben siehe hier) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 11.034 m unter NN (s.u.).
Tiefste Stelle des Weltmeeres
Im Pazifik liegt die tiefste Stelle des Weltmeeres, die sich im Marianengraben befindet; dies ist die 11.034 m unter NN liegende Witjastief 1.
Meeresboden
Innerhalb des Pazifiks bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich teils hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, viele niedrigere Schwellen, riesige Tiefseebecken, Tiefseerinnen, verschiedene Meerestiefs und der Pazifische Feuerring.
Pazifische Feuerring]
Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört insbesondere der Ostpazifische Rücken, der sich durch den Südosten des Stillen Ozeans zieht. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Marianengraben mit seiner 11.034 m unter NN liegenden Witjastief 1, welche die tiefste Stelle des Pazifiks darstellt. Zu den Tiefseebecken gehört das äußerst große Nordpazifische Becken, das den Großteil des nördlichen Pazifiks ausmacht, in Richtung Süden sogar über den Äquator hinaus reicht und nur wenig von Mittelozeanischer Rücken und Schwellen durchzogen ist.
Am Pazifischer Feuerring (Ring of Fire), ein weitausgedehnter bzw. um den Ozean verlaufender Ring von aktiven Vulkanen verbunden mit Tiefseerinnen (Grabenbruchzonen - siehe Plattentektonik), fanden bezeichnenderweise einige der gewaltigsten Erdbeben des 20. Jahrhunderts statt (z. B. in Chile 1960 und 1923 in der japanischen Stadt Kobe). Eine weitere Gefahr sind die Seebeben, die meterhohe Flutwellen mit vernichtender Wirkung auslösen können, die Tsunamis.
Inseln
Die zahllosen Inseln der Südsee werden mehr nach kulturellen als nach geographischen Gesichtspunkten in die Archipele Melanesien, Polynesien und Mikronesien unterteilt.
Nebenmeere
Die meisten Randmeere des Pazifiks liegen vor der asiatisch-australischen Seite und werden zum Ozean hin durch eine Kette von Inseln und Tiefseegräben getrennt.
Randmeere des Pazifik sind: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer/Ostmeer, Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer (ein Teil des Australasiatischen Mittelmeers), Tasmansee, Golf von Kalifornien, Golf von Alaska, Korallenmeer.
Küstenstaaten
Die am Pazifik und an seinen Randmeeren liegenden Küstenstaaten sind:
Russland, Japan, Nordkorea, Südkorea, Volksrepublik China, Taiwan, Philippinen, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Brunei, Indonesien, Palau, Mikronesien, Marshallinseln, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu, Nauru, Tuvalu, Kiribati, Fidschi, Tonga, Samoa, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Mexiko, USA, Kanada.
Siehe auch
- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Pazifischer Feuerring
- Plattentektonik
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser
Kategorie:Ozean
ja:太平洋
ko:태평양
simple:Pacific Ocean
th:มหาสมุทรแปซิฟิก
zh-min-nan:Thài-pêng-iûⁿ
HuracanHuracan ("Einbein") war in der Mythologie der Maya der Gott des Windes, des Sturmes und des Feuers. Er war einer von den Schöpfer-Gottheiten, der an allen drei Versuchen teilnahm, die Menschheit zu erschaffen. Nachdem die ersten Menschen die Götter verärgert hatten, verursachte er die Sintflut. Er lebte in den windigen Nebeln über den Wasserfluten und wiederholte das Wort "Erde" so lange, bis Land aus den Meeren aufstieg.
Vom Aussehen her hat er nur ein Bein (das andere ist in eine Schlange umgewandelt), eine tiergestaltige Schnauze oder ist langnasig, mit einem rauchenden Gegenstand wie eine Zigarre oder ein Fackelhalter oder dem Eisen einer Axt, das einen Spiegel auf seiner Stirn durchbohrt.
Sein Name ist Quelle der Wörter "Orkan" und "Hurrikan".
Alternative Namen: Hurakan, Hurrican, Gott K, Tohil, Bolon Tzacab und Kauil.
Den Maya vom Stamm der Quiche war Huracan als Tojil bekannt. Dieser Gott war auch der Patron der weltlichen Gott-Könige der Maya. In Bilderhandschriften und in Stein gehauenen Denkmalen ist Huracan als eine Art lebendes Zepter überliefert. Die in der Stirn steckende Axt wird von Forschern mit Gewittern assoziiert.
Ob das Wort Hurrikan tatsächlich auf diesen Gott zurückgeht, ist in Deutschland umstritten. Es ist aber indianischen Ursprungs.
Weblinks
- [http://homepages.compuserve.de/SH1371/Susis_Rumpelkiste/igeister/geisterh.htm Huracan]
Kategorie:Mythologie der Indianer
Kategorie:Maya
ja:ウラカン
Zyklon
Als Zyklon (Plural Zyklone) wird ein tropischer Wirbelsturm vor allem im Indischen Ozean bezeichnet. In anderen Weltengegenden nennt man dies Hurrikan oder Taifun. Er tritt als heftiger Wirbelsturm vor allem im Golf von Bengalen auf. Auch die im Indischen Ozean südlich des Äquators vorkommenden heftigen Wirbelstürme im Bereich von Mauritius, La Réunion, Madagaskar und der afrikanischen Ostküste nennt man Zyklone.
Zyklone sind wandernde Tiefdruckwirbel mit einer Warm- und Kaltfront. An seiner Vorseite (Warmfront) gleitet warme auf kalte Luft. Infolge der Abkühlung kommt es zu langanhaltenden Niederschlägen. Nach dem Warmsektor folgt die Kaltfront. Sie schiebt sich wie eine Schaufel unter die warme Luft, hebt diese nach oben und es kommt ebenfalls zu starken Niederschlägen bei gleichzeitiger Abkühlung.
Die Stürme brauen sich vor allem in den Herbstmonaten über dem Indischen Ozean nördlich des Äquators zusammen und driften dann nach Norden in Richtung Indien. Die Hauptgefahr geht in den Küstenregionen von den mitunter mehr als 10 Meter hohen Flutwellen aus, die heftige Taifune vor sich herschieben. Einer der schwersten Zyklone in den vergangenen Jahren war jener, der am 30./31. Oktober Ostindien heimsuchte. Mit Windgeschwindigkeiten über 260 km/h bracht der Sturm auf das Festland. Über 50 Schiffe sanken im Hafen von Paradip und über 10.000 Menschen starben.
Kategorie:Wind
Kategorie:Meteorologie
ja:サイクロン
Taifun
Taifun bezeichnet einen tropischen Wirbelsturm im nordwestlichen Teil des Pazifiks, in anderen Weltengegenden Hurrikan oder Zyklon genannt. Allgemeine Beschreibungen zu Charakter und Entstehung tropischer Wirbelstürme werden im dortigen Artikel gegeben.
Etymologie
Das moderne Wort Taifun (englisch typhoon) geht auf die Überschneidung von zumindest zwei unverwandten Wörtern ähnlicher Aussprache und Bedeutung zurück. Die Bezeichnung Tiphon für starke Stürme und Wirbelwinde lässt sich für das Jahr 1555 belegen und leitet sich vom griechischen Τυφών typhōn ab, das man mit „Wirbelwind“ übersetzen kann und in der griechischen Mythologie zudem der Name des Riesen Typhon ist. Dessen Rolle als Vater der Winde legt den Ursprung vom griechischen typhein („rauchen“) nahe. Für den modernen Begriff Taifun gibt es dabei verschiedene etymologische Erklärungsansätze.
Im frühen Mittelalter könnte der griechische Begriff in Form des ţūfān (طوفان) in das arabische und persische übernommen worden sein, wobei jedoch eine Ableitung als Substantiv des arabischen tafa „umdrehen“ ebenso als möglich erscheint. Dieses Wort hat unabhängig von seiner Herkunft eine weite Verbreitung erfahren und ist so auch Ursprung des portugiesischen tufão, das seinerseits einen Einfluss auf den modernen Begriff gehabt haben kann und auch heute noch einen Taifun bezeichnet. Im Zuge der Infiltration sowie späteren Eroberung des indischen Subkontinents durch die Araber im 11. und 12. Jahrhundert hat es sich zudem in den dort ansässigen Sprachen verbreitet, speziell dem Urdu. Die Bedeutung als schwerer Sturm vornehmlich im indischen Ozean tritt dann auch erstmals 1588 in der englischen Übersetzung eines italienischen Reiseberichts durch Thomas Hickocks auf. Grundlage des Berichts war die Reise des venezianischen Händlers Cesar Fedrici in den 1560er bis 1580er Jahren, wobei dieser sich vor allem in den Städten Bago (Pegu) und Martaban in Myanmar aufhielt und dort wohl auf Abkömmlinge des arabischen Begriffes traff. Als Folge der Übertragung in das Italienische und später Englische fanden Formen wie touffon und tufan im englischen Sprachraum Verbreitung.
Eine wichtige Bedeutung kommt dem kantonesischen tái fung (traditionell: 颱風; vereinfacht: 台风; Mandarin: tái fēng) zu, das die schweren Stürme im chinesischen Meer bezeichnet und dem arabischen Begriff recht ähnlich ist. Die moderne Schreibweisen Taifun und typhoon stellen in ihrem Ursprung wohl lediglich dessen Lateinisierung dar. Diese Verknüpfung ist jedoch auch heute noch umstritten und letztendlich nicht bewiesen. Seinerseits geht tái fēng auf eine Kombination aus 大 tu „groß“ und 風 feng „Wind“ hervor, weist jedoch auch Verbindungen zu 風篩 fēng shāi (Min-Dialekt) bzw. dem japanischen tai fū (台風) und indonesischen taufan auf, die alle mehr oder weniger „großer Wind“ bedeuten. Als englische Entsprechung tritt 1699 erstmals das Wort tuffoon in Erscheinung, das mit den verschiedenen anderen Formen wechselwirkte und schließlich in der heutigen Schreibweise typhoon mündete. Diese trat erstmals 1819 in "Shelley’s Prometheus Unbound" auf und fand im Verlauf des 19. Jahrhunderts eine weite Verbreitung. Die Bezeichnung „Taifun“ ist dabei eine Eindeutschung des englischen typhoon.
Auftreten
indonesischen
Taifune entstehen, meist zwischen Juli und November im Nordpazifik westlich der Datumsgrenze und nördlich des 5. nördlichen Breitengrades am Rand des Kalmengürtels und wandern dann meistens zuerst nach Nordwesten, Richtung Vietnam, Philippinen, Taiwan, Japan oder zum chinesischen Festland. Wenn sie das Festland nicht erreichen, drehen sie in nordöstliche Richtung und suchen Korea und Japan heim. Manchmal erreichen sie abgeschwächt Sachalin und die Kurilen.
Stärke
Taifune gehören zu den schwersten Naturkatastrophen der Region. Alljährlich richten sie starke Zerstörungen mit bis zu Hunderten Toten an. Schwere Schäden entstehen nicht nur durch die hohen Windstärken, sondern auch durch die häufig sehr starken Niederschläge in kürzester Zeit, die zu Überschwemmungen und Bergrutschen führen. So brachte der Taifun Nari am 17. und 18. September 2001 in Taiwan innerhalb eines Tages bis zu 800 mm Regen, was ungefähr dem Jahresdurchschnitt in Deutschland entspricht. Auf dem Festland bringen Taifune starke Windböen und Regenfälle, schwächen sich dann aber allmählich ab, je weiter sie ins Inland vordringen. Im globalen Vergleich mit Hurrikanen im Golf von Mexico und Zyklonen im indischen Ozean sind die tropischen Wirbelstürme im Nordwestpazifik am stärksten, zwar nicht unbedingt vom angerichteten Schaden her, jedoch in Bezug auf meteorologische Parameter wie Windstärke und Durchmesser.
Das Joint Typhoon Warning Center in Hawaii klassifiziert Taifune mit Windgeschwindigkeiten ab 241 km/h bzw. 67 m/s als Supertaifune, was in der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala einem Sturm der Kategorie 4 entspricht.
Bekannte Taifune
- Tip, Philippinen (1979)
- Nari, Taiwan (2001)
- Tokage, Japan (2004)
- Haitang, Taiwan (2005)
- Matsa, China (2005)
- Talim, China (2005)
- Nabi, Japan (2005)
- Khanun, China (2005)
- Damrey, China (2005)
- Longwang, China/Taiwan 2005
Weblinks
- [http://agora.ex.nii.ac.jp/digital-typhoon/ Aktuelle Taifun Informationen (englisch)]
- [http://www.npmoc.navy.mil/jtwc.html Joint Typhoon Warning Center (englisch)]
- [http://www.jma.go.jp/en/typh/ Japan Meteorological Agency (englisch)]
Literatur
Conrad, Joseph. Taifun. Reclam Universal-Bibliothek Nr.8701, 2003, ISBN 3-15-008701-5
Kategorie:Wind
Kategorie:Meteorologie
ja:台風
ko:열대저기압
zh-min-nan:Hong-thai
Kleintrombe
Eine Kleintrombe ist ein kleinräumiger Luftwirbel mit vertikaler Achse meist geringer Höhenerstreckung, der auf die atmosphärische Grenzschicht beschränkt ist. Im Unterschied zu Großtromben (Tornados) besteht kein direkter Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung.
Je nach ihrem Erscheinungsbild und dem aufgewirbelten Material sind verschiedene Bezeichnungen gebräuchlich: Heuteufel, Nebelteufel, Staubteufel, Staubtrombe, Sandtrombe, Staubhose und Sandhose. Die letzten beiden Begriff sind aber irreführend, da sie mit Wind- und Wasserhosen verwechselt werden kann, bei denen es sich aber um Großtromben handelt. Eine Sonderform der Kleintrombe ist der Böenfrontwirbel (engl. Gustnado).
Bedingung für die Entstehung von Kleintromben ist eine bodennahe Überhitzung der Atmosphäre. Bei dieser trockenlabilen Schichtung lösen sich Thermikblasen vom Boden ab, welche beim raschen Aufsteigen eine vorhandene schwache Rotation der Luft durch Streckung des Wirbels konzentrieren können. Aufgrund der Drehimpulserhaltung nimmt dabei die Windgeschwindigkeit rasch zu (Pirouetteneffekt) und kann in Extremfällen bis Orkanstärke erreichen. Die meisten Kleintromben sind aber recht schwach und richten nur selten Schäden an. Die Drehrichtung von Staubteufeln wird aufgrund der geringen räumlichen Ausdehnung des Windes nicht von der Corioliskraft beeinflusst, weshalb sie zufällig und unabhängig von der Erdhalbkugel ausfällt, auf der sie entstehen. Kleintromben treten dort am häufigsten auf, wo durch starke Sonneneinstrahlung trockenlabile Bedingungen erreicht werden, so vor allem in Wüstengebieten. In unseren Breiten sind sie am ehesten in der warmen Jahreszeit über offenen Landflächen (unbewachsene Äcker, abgemähte Wiesen, Sportplätze, Ödland) anzutreffen. Die Sonderform des Gustnados wird dynamisch an Böenfronten vor Schauern oder Gewittern ausgelöst. Eine seltene Variante bei niedrigen Lufttemperaturen ist über (relativ) warmen Wasseroberflächen als Nebelteufel zu beobachten.
Weblinks
- [http://media4.big-boys.com/content/asoccertornado.wmv WMV-Video eines Staubteufels]
- [http://www.naturgewalten.de/dustdevil.htm Alles über Staubteufel von Thomas Sävert]
- [http://www.extremwetter.de/Bilder_Archiv/Chasing_s/011003/011003.html Bilder eines Nebelteufels]
- [http://wetterchronik.de/unwerfwiho75db.htm Erlebnisbericht: Staubteufel in Düsseldorf-Benrath 1975]
Kategorie:Meteorologie
WindstärkeDie Windgeschwindigkeit ist der Weg, den Luft pro Zeiteinheit im Raum zurücklegt. Sie ist allgemein als Vektor mit sowohl horizontalen als auch vertikalen Komponenten definiert. Dieser wird jedoch in der Praxis meist auf seine horizontale Komponente beschränkt und durch bestimmte Geschwindigkeitsintervalle in eine Windstärke kategorisiert. Es wird dadurch möglich, den Geschwindigkeitsvektor anwendungsorientiert aufzubereiten, um die jeweils relevanten Elemente hiernach beispielsweise in Wetterkarten eintragen zu können. Für bestimmte Anwendungen wie die Luftfahrt ist jedoch auch die vertikale Komponente der Windgeschwindigkeit wichtig, beispielsweise um Aufwinde für Segelflieger oder Paragleiter abzuschätzen.
Messung
Die Windgeschwindigkeit kann mit einem Windsack oder phänomenologisch beispielsweise über die Beaufort-Skala abgeschätzt werden. Aufwinde lassen sich über Wolkenformationen abschätzen und auch für zahlreiche andere Spezialfälle sind solche mit wenig Aufwand verknüpfte Hinweise hilfreich. Genauer gemessen wird die Windgeschwindigkeit üblicherweise mit einem kleinen rotierenden Windmessgerät, dem Schalenkreuzanemometer. Es existieren inzwischen jedoch auch genauere Ultraschallanemometer und SODAR-Systeme, die die Ausbreitung von Schallwellen zur Erfassung der Windgeschwindigkeit nutzen und auf diese Weise oft auch in der Lage sind, vertikale Profile zu messen.
Einheiten
Die Windgeschwindigkeit wird oft in Meter pro Sekunde (m/s), Knoten (kn) = Seemeilen/Stunde (sm/h) und in den USA auch oft in Meilen pro Stunde (mph) ausgedrückt. Die verschiedenen Einheiten lassen sich wie folgt umrechnen:
- 1 kn = 1 nm/h = 0,514 m/s = 1,852 km/h (exakt)
- 1 m/s = 1,944 kn = 3,6 km/h (exakt) = 2,237 mph
- 1 km/h = 0,540 kn = 0,278 m/s = 0,621 mph
- 1 mph = 0,8690 kn = 0,447 m/s = 1,609344 km/h (exakt)
Klassifikation
Windgeschwindigkeiten werden heute in der Regel nach der Beaufortskala klassifiziert. Sie wurde 1806 von Sir Francis Beaufort entwickelt und ihre Einheit trägt daher auch dessen Namen. Es handelt sich um eine phänomenologische Skala, die entwickelt wurde indem die Auswirkungen des Windes auf Segel und Seegang studiert wurden. Einen Vorläufer bildete die Smeaton-Rouse-Skala von John Smeaton und Rouse, die 1759 das Verhalten von Windmühlenflügeln beschrieben hatten.
Andere Klassifikationssysteme bilden die Fujita-Tornado-Skala für Tornados und Downbursts sowie die Saffir-Simpson-Skala für tropische Wirbelsturme.
Variabilität und Extremwerte
tropische Wirbelsturme
Der Tagesgang der Windgeschwindigkeit, der im Sommer wesentlich ausgeprägter ist als im Winter, zeigt ein Minimum in den Nachtstunden und eine Auffrischung am Tag. Im Jahresgang, basierend auf entweder Tages- oder Monatsmitteln als langjährige Durchschnittswerte, zeigt ein Minimum im Sommer und zwei Maxima im Frühjahr und Winter.
Die höchste Windgeschwindigkeit, die in Deutschland bislang gemessen wurde, lag bei 335 km/h. Sie wurde am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze registriert. Sie entsprach rechnerisch dem Beaufort-Wert 23,1.
Die höchste Windgeschwindigkeit in der Schweiz wurde während des Orkans Wiebke auf dem Jungfraujoch mit 285 km/h (Nacht vom 26. auf den 27. Februar 1990) gemessen.
SeegangDer Ausdruck Seegang bezeichnet im allgemeinen einen verstärkten Wellengang. Es handelt sich um die vom Wind erzeugte unregelmäßige Bewegung der Wasseroberfläche.
Unter dem direkten Einfluss des erzeugenden Windfeldes stehend, wird der Seegang (die) Windsee, andernfalls Dünung genannt. Die Wellenhöhen können bis ca. 30 m, die Wellenlängen bis zu 1000 m erreichen.
In Entsprechung zur Windstärke nach Beaufort bezeichnet Seegang eine Einheit im maritimen Bereich.
Nach dem deutschen Kapitän Peter Petersen umfasst die Seegangsskala die Stärken von 0 bis 9. Sie wurde erst 1927 veröffentlicht, und ist seit 1939 international anerkannt und durch die World Meteorological Organization eingeführt.
Siehe auch: Wasserwelle, Tsunami
Kategorie:Seeschifffahrt
Kategorie:Ozeanologie
Hurrikan Katrina
Hurrikan Katrina war ein tropischer Wirbelsturm, der im August 2005 in südöstlichen Teilen der USA enorme Schäden anrichtete. Der Hurrikan, der zeitweise die Stufe 5 erreichte, gilt als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Zu den betroffenen Bundesstaaten gehören Florida, Louisiana (besonders der Großraum New Orleans), Mississippi, Alabama und Georgia. Gebildet hatte sich der Orkan am 24. August über den Bahamas.
Katrina war der dritte große Hurrikan des Jahres 2005 im Atlantischen Ozean. Durch den Sturm und seine Folgen kamen nach Angaben von CNN insgesamt 1.239 Menschen ums Leben, nachdem zeitweise angeblich über 10.000 Opfer erwartet worden waren.
Nachdem zwei Deiche bei New Orleans gebrochen waren, standen bis zu 80 % des Stadtgebietes bis zu 7,60 Meter tief unter Wasser. Die Lage der Stadt New Orleans ist deshalb so fatal, weil sie sich zwischen dem Brackwassersee Lake Pontchartrain und dem Fluss Mississippi befindet; Dämme, welche nun gebrochen sind, schützten die Stadt – sie liegt unter dem Wasserspiegel des Flusses, des Meeres und jenem des Brackwassersees.
Sturmverlauf
Am 23. August bildete sich bei den östlichen Bahamas die 12. tropische Depression. Unter günstigen Vorraussetzungen konnte sich daraus schon am nächsten Tag der gewaltige Sturm Katrina.Am 25. August 2005, kurz nachdem Katrina als Hurrikan Stufe 1 klassifiziert wurde, zog er in der Nähe von Miami über die Südspitze Floridas. Neun Menschen kamen dabei ums Leben. Katrina schwächte sich dabei leicht ab und wurde für einige Stunden vom Hurrikan zum Tropensturm herunterklassifiziert.
Danach zog er wieder über den Golf von Mexiko; hohe Temperaturen und die ringförmige warme Meeresströmung im Golf führten dem Sturm, wie bei Hurrikans üblich, rasch neue Energie zu und ließen ihn schnell wieder zum Hurrikan erstarken. Am 28. August 2005 wurde er schließlich in Stufe 5 eingestuft. Am 29. August traf er mit voller Gewalt auf die US- Golfküste. Wenn man den Beginn der Wetteraufzeichnungen als Maßstab nimmt, war Katrina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h und Sturmböen von bis zu 344 km/h einer der schwersten Stürme im Golf von Mexiko, sollte aber nur wenige Wochen später von Hurrikan Rita übertroffen werden. Etwa 1,3 Millionen Menschen verließen nach entsprechenden Aufrufen der lokalen Behörden das Gebiet rund um New Orleans und flüchteten bis nach Texas. In den frühen Morgenstunden des 29. August 2005, kurz nachdem er auf die Stufe 4 zurückgestuft wurde, traf er auf die Südküste der USA. Beim Auftreffen auf das Festland hatte sich die Windgeschwindigkeit auf 200 km/h verringert.
Vorbereitungen auf den Sturm
Beim Auftreffen von Katrina auf Florida gab es nur ungenügende Vorwarnungen, da sich der Sturm schnell von einem harmlosen Unwetter in einen Hurrikan verwandelte.
Am 27. August wurde, bevor der Sturm wieder die Küste erreichte und mittlerweile auf Stufe 3 hochgestuft wurde, der Notstand für die drei Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama durch US-Präsident George W. Bush ausgerufen.
George W. Bush
Am 28. August sollten die Stadt New Orleans, Louisiana und die gefährdeten Bereiche Lousianas erstmals nach Plan zwangsevakuiert werden. New Orleans war von dem Hurrikan besonders gefährdet, da Teile der Stadt unter dem Meeresspiegel liegen. Stufe 3 hätte den Southeast Louisiana Hurricane Evacuation and Sheltering Plan vom Januar 2000 auslösen sollen. Danach waren klare Verantwortlichkeiten festgesetzt und die Evakuierung der autolosen Bevölkerung durch die dann ungenutzt versunkenen Schulbusse vorgesehen. [http://www.ohsep.louisiana.gov/plans/EOPSupplement1a.pdf]
Personen, die die Stadt nicht rechtzeitig verlassen konnten, sollten jetzt im Louisiana Superdome, dem Football-Stadion in New Orleans, Zuflucht finden. Die Zahl der Menschen, die in den Superdome flohen, lag zwischen 20.000 und 60.000. Auch der Superdome wurde während des Sturms schwer beschädigt und später von den Fluten eingeschlossen, so dass er ebenfalls evakuiert werden musste.
Auswirkungen
Bisher wurden 1.302 Tote offiziell bestätigt. Ray Nagin, der Bürgermeister von New Orleans, vermutete, dass bis zu 10.000 Menschen an Folgen des Sturms gestorben sind. Viele warteten auf ihren Häuserdächern auf Rettung. Trinkwasser in der Region wurde knapp, da das Leitungssystem durch den Bruch einer Versorgungsleitung mit Flutwasser kontaminiert wurde.
Katrina ist der kostspieligste Wirbelsturm, der die USA bisher heimsuchte. Experten schätzten anfangs die Schäden auf mehr als 26 Milliarden Euro. Mittlerweile wurde diese Zahl auf mindestens 125 Milliarden Euro herauf korrigiert. Mit dieser Schadensgröße übertrifft er Hurrikan Andrew, der 1992 den Süden Floridas verwüstete, die bis dahin größte Sturmkatastrophe seit Beginn der Aufzeichnung von Stürmen in den Vereinigten Staaten. Die Schadensgröße übertrifft ebenfalls die des Erdbebens im Indischen Ozean 2004. Der Hurrikan übertrifft auch die wirtschaftlichen Schäden der Anschläge vom 11. September 2001 bei weitem.
Anschläge vom 11. September 2001]]
Anschläge vom 11. September 2001
Experten gingen von einer Million obdachlos gewordenen Menschen aus. Etwa fünf Millionen hatten keinen Strom und Schätzungen gehen davon aus, dass es über zwei Monate dauern kann, bis dieser wieder flächendeckend verfügbar ist.
Aufgrund von Plünderungen wurde versucht, in den Staaten Louisiana und Mississippi den Kriegszustand auszurufen und das Kriegsrecht zu verhängen; dies lassen die Gesetze in den beiden Staaten eigentlich nicht zu, vielmehr bleibt das Ausrufen des Kriegszustandes dem tatsächlichen Kriegsfall vorbehalten. Dennoch wurde in der Stadt New Orleans am 1. September 2005 das Kriegsrecht verhängt, und die Gouverneurin von Louisiana hatte der Nationalgarde erlaubt, Plünderer zu erschießen.
Es wurden unter anderem auch Hilfskonvois geplündert. Daher wurden alle Polizisten aus New Orleans vom Rettungseinsatz abgezogen, um gegen die Banden vorzugehen. Da die Anzahl der Plünderer aber sehr groß war und Gefängnisse und Polizeistationen ebenfalls überflutet wurden, gab es kaum Möglichkeiten, Personen länger festzuhalten.
New Orleans
In New Orleans wurden zwei Deiche durch die aufgepeitschten Flutwellen auf einer Länge von 150 m durchbrochen. Es gelang nicht die gebrochenen Deiche mit Sandsäcken abzudichten. Es wurde sogar vorgeschlagen, das Loch mit einem Schiff zu stopfen. Seit diesem Zeitpunkt floss unkontrolliert Brackwasser aus dem See Pontchartrain in die tiefer gelegene Stadt. Wegen des Stromausfalls konnte das Wasser nicht mehr abgepumpt werden.
Pontchartrain
Pontchartrain
Pontchartrain
Zu den bereits bestehenden Bruchstellen wies der Deichverlauf weitere Stellen auf, an denen die Unterhöhlung begonnen hatte. Das ohne Unterbrechung in die Stadt eindringende Wasser führte mangels Abpumpungsmöglichkeit zu einer zwischenzeitlich über achtzigprozentigen Überflutung des Stadtgebiets, so dass die Stadt über die Zufahrtsstraßen nicht mehr zu erreichen oder zu verlassen war. Zudem hatte einer der beiden Flughäfen der Stadt seinen Betrieb einstellen müssen, da dieser komplett unter Wasser stand. Der zweite Flughafen wurde von Hurrikan „Katrina“ nicht total zerstört. Das Flughafengebäude und die Landepiste sind intakt geblieben. Lediglich auf Radar und Bodenbeleuchtung mussten die Piloten verzichten. Nach Angaben der Flughafenleitung ist der Airport in der Lage, rund 300 Flüge täglich abzuwickeln.
Selbst gegen die neu entstandenen Dammbrüche schienen die Krisenmanager der Region machtlos, da sowohl das notwendige Potential an Helfern, als auch das Material und die Gerätschaften fehlten, den Ursachen entgegenzuwirken.
Die Wetteraussichten verhießen nichts Gutes; für das Wochenende war eine schwere Wetterfront gemeldet, die die Hilfsarbeiten weiterhin erschwert hätten. Wären weitere Dammteile brüchig geworden, sodass Wasser von allen Seiten in die Stadt eingeflossenen wäre, oder zu neuen starken Niederschlag kommen, wäre nicht nur die vollständige Überflutung der Stadt die Folge; es gälte dann auch als Signal für eine Ausweitung der Katastrophe, dass auch das Hinterland mit schätzungsweise 20.000 dortigen Bewohnern bei einem Ansteigen des Hochwasserpegels betroffen wäre. Dies wäre auch organisatorisch für die Rettungsmannschaften ein schwerer Rückschlag, da aus dem Hinterland heraus die einzige Erreichbarkeit der Stadt mittels Hubschraubern dann nicht mehr reibungslos gesichert wäre.
Bei der Evakuierung des Superdome, der eine Notunterkunft für zahlreiche Menschen darstellte, wurde ein Hubschrauber beschossen, sodass die Evakuierung ausgesetzt wurde. Rund um den Superdome wurden Mülltonnen in Brand gesetzt. Auch die bereits angelaufene Evakuierung mit Bussen wurde ausgesetzt, nachdem bereits die ersten Busse im Astrodome in Houston angekommen waren. Der Astrodome soll als Ersatz für den Superdome herhalten und den evakuierten Menschen als Notunterkunft dienen. Doch bereits am 2. September war der Astrodome überfüllt und konnte keine weiteren Flüchtlinge mehr aufnehmen. Berichte über Schüsse auf Rettungshubschrauber wurden unterdessen von einer Federal Aviation Administration-Sprecherin dementiert.
Ein erneuter Versuch der Evakuierung des Superdomes am 3. September wurde abgebrochen, weil immer noch zu wenige Busse zur Verfügung standen. Die Evakuierung fand dann am 4. September statt.
In der Stadt schien Gesetzlosigkeit zu herrschen, und die Polizei und das Militär versuchten verzweifelt, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Zeitweise wurden alle Rettungseinsätze in der Stadt abgebrochen, da es wiederholt zu Angriffen auf die Rettungsmannschaften gekommen war. Nach Angaben von Zeugen wurden auch zwei Krankenhäuser von Plünderern besetzt. In das Convention Center waren ebenfalls 10.000 bis 20.000 Menschen geflüchtet, diese wurden aber in den ersten Tagen nach der Katastrophe vollkommen vernachlässigt. So ging es dort den Menschen schlechter als im Superdome, da sie komplett ohne Versorgung auskommen mussten. Es gibt Berichte, dass Banden in der Nacht Jugendliche im Convention Center vergewaltigten und töteten. Am 3. September wurde daher die Evakuierung des Superdome, in dem sich zu dem Zeitpunkt zwischen 2.000 und 5.000 Menschen befanden, ausgesetzt, um das Convention Center zu evakuieren.
Gesetzlosigkeit
Die Seuchengefahr durch das verschmutzte Wasser, in dem Leichen, Abfälle, Chemikalien und Kot treiben, stieg stündlich. Besonders bakterielle Darminfektionen und Hepatitis A wurden befürchtet. Inzwischen wurden einige Fälle von Ruhr gemeldet. Das Risiko eines Ausbruchs von Cholera und Typhus wird noch relativ gering eingestuft.
Am Ostufer der Stadt kam es am morgen des 2. September zu zwei Detonationen. Am 3. September berichtete CNN von zwei großen Bränden in der Industriegegend am Mississippi.
Nach Aussagen des Bürgermeisters Ray Nagin wird es zwischen drei und vier Monate dauern, bis die Menschen wieder in die Stadt zurückkehren können. Es wird allerdings auch erwogen, die Stadt ganz oder zumindest zum Teil aufzugeben. Ein republikanischer Kongressabgeordneter sagte, es sei sinnlos, in eine Stadt zu investieren, die unterhalb des Meeresspiegels liege.
Siehe auch
- Biloxi (Mississippi)
- Gulfport (Mississippi)
- Waveland (Mississippi)
Reaktion von Präsident Bush
Auf der Rückreise von seiner Ranch (wo er sich nach dem Abflauen des Hurrikans noch 3 Tage aufhielt) nach Washington überflog Bush in der Präsidentenmaschine Air Force One das überschwemmte New Orleans im Tiefflug. In einer Rede versprach Präsident Bush, dass alle nötige Hilfe geleistet werde und dass jedes Ausnutzen der Notsituation, sei es Treibstoffwucher oder Plünderungen, bestraft werde. Die New York Times kritisierte seine Reaktion in ungewohnt deutlichen Worten als verspätet und unangemessen. Bush hat inzwischen 10,5 Milliarden US Dollar Soforthilfe zur Verfügung gestellt.
Ray Nagin, Bürgermeister von New Orleans, übte ebenfalls heftige Kritik an Bush und der Regierung, dass die Hilfe von der Regierung zu zögerlich komme. Kathleen Blanco, Governeurin von Louisiana, schloss sich der Kritik mittlerweile an. Bush selbst äußerte daraufhin, dass die Hilfe unangemessen und inakzeptabel sei. Er will die betroffenen Gebiete nun besuchen.
Nach heftiger Kritik hat Bush am 9. September 2005 den Chef der Bundesbehörde für den Katastrophenschutz (FEMA), Michael Brown, von seiner vor-Ort-Koordinationsarbeit entbunden. Er bleibt aber der Chef dieser Behörde.
So überraschend, wie der Präsident sagte, war das Ausmaß der Katastrophe nicht. Bereits im Oktober 2001 brachte die Zeitschrift Scientific American einen Artikel, in welchem das Szenarium exakt beschrieben wurde (leider ist nur die Zusammenfassung frei verfügbar). Die deutsche Fassung findet sich bei Spektrum der Wissenschaft, Ausgabe Januar 2002.
Energiekrise
Spektrum der Wissenschaft
Im Golf von Mexiko befinden sich einige hundert Bohrtürme und
Bohrinseln. Über ein Viertel des amerikanischen Erdöls und
Erdgases wird in dieser Region gefördert. Die dortigen
Raffinerien stellen den Großteil der US-Kapazität dar. Große
Ölkonzerne mussten einige von Katrina gefährdete Förderanlagen
stilllegen. Acht Raffinerien bleiben weiterhin geschlossen und eine
weitere arbeitet nur mit geringer Kapazität. Viele Pipelines wurden
ebenfalls zerstört. Dies führte zu Steigerungen des Rohölpreises an der
New Yorker Börse auf historische Höchststände von über 70 Dollar pro
Barrel. Wegen der ausgefallenen Raffineriekapazitäten stiegen die
Treibstoffpreise weltweit stark an, da weltweit ein Erhöhen der Förderkapazität nicht mehr möglich ist (Vgl. Peak-Oil). In den USA kletterte der
Benzinpreis von gut $ 2/gal (ca. 0,43 €/l) auf rund $ 3/gal (ca. 0,65 €/l). An einigen Stellen stieg der Preis zeitweise auf bis zu $ 8/gal (1,72 €/l).
In Deutschland stieg das Benzin binnen Tagen um 18 Cent/l und erreichte somit am 3. September einen Höchststand von rund 1,45 € (2,21 Fr.) pro Liter Super. In der Schweiz stiegen die Bleifrei-95-Preise um rund 14 Rappen/l, was je nach Region und Marke Rekordhöhen zwischen 1,69 und 1,83 Fr. (1,10 € – 1,20 €) pro Liter ausmacht. Das V-Power von Shell
kratzt an einigen Orten gar an der 2-Franken-Grenze. In Österreich
kostet das Normalbenzin rund 1,20 € (1,83 Fr.). Zumindest in den USA besteht durch den Hurrikan eine Energiekrise. Zum Beispiel können 13 % des täglichen Kerosinbedarfs wegen des Sturms nicht mehr gedeckt werden.
Um die Energiekrise einzudämmen, hat die US-Regierung die Vorschriften
für die Sauberkeit von Benzin ausgesetzt, die den Schwefelgehalt im
Benzin regulieren, da die Reinigung des Benzins dessen nutzbare Menge
herabsetzt.
Die US-Regierung hat bei der Internationalen Energie Agentur (IEA) einen Antrag auf die
Freigabe von strategischen Ölreserven
gestellt. Zur Zeit dauern die Verhandlungen über die Menge an, es wird
aber auf eine Periode von 30 Tagen in der pro Tag 2 Millionen Barrel
auf den Markt gebracht werden sollen. Während die Schweiz bereits
300.000 Barrel liefern wird, hat der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigt, den Antrag bei der IEA zu unterstützen. Einige Bohrinseln wurden in der Region durch Katrina aus ihren Verankerungen gerissen. Eine von ihnen wurde auf Dauphin Island im Bundesstaat Alabama an Land gespült, und eine kollidierte mit einer Brücke. Es werden etwa 20 Bohrinseln vermisst. In den betroffenen Gebieten ist die Versorgung mit Treibstoff und Strom zusammengebrochen. Flughäfen in der Region mussten Flüge streichen, da kein Treibstoff mehr vorhanden ist.
Hilfeleistungen
Die Hilfe für die Zeit nach dem Sturm lief bereits vor dem Sturm an. Insbesondere die Federal Emergency Management Agency traf Vorbereitungen, die von der Einlagerung von Hilfsgütern bis hin zur Mobilisierung einer mobilen Leichenhalle auf Kühllastwagen reichten. Mehr als 20.000 Soldaten der Nationalgarde und 7.200 Soldaten im aktiven Dienst leisten derzeit im Katastrophengebiet Hilfe. 10.000 weitere Soldaten bereiten sich derzeit auf ihren Einsatz vor.
Auf Anfrage von US-Präsident Bush hat der Senat 10,5 Milliarden Dollar Soforthilfe bewilligt. Das Repäsentantenhaus wird in der Angelegenheit ohne jede Debatte am 2. September 2005 abstimmen.
In den Abendnachrichten teilt NBC News am 1. September 2005 mit, dass die Vereinigten Staaten die Hilfsangebote anderer Staaten abgelehnt haben.
Internationale Hilfeleistungen
Von zahlreichen Staaten wurde internationale Hilfe angeboten, darunter auch viele so genannte Entwicklungsländer oder Schwellenländer. Mittlerweile haben praktisch alle Nationen der Welt Hilfe angeboten. Darunter ärmste Staaten wie Bangladesh und Afghanistan oder auch die Erzrivalen der USA (Iran, Kuba, Venezuela). Nach anfänglichem Zögern sind die USA mittlerweilen bereit, ausländische Hilfe anzunehmen. Jedoch lagern die angebotenen Güter häufig noch auf den Flughäfen des anbietenden Staates oder der USA, da die Koordination der Hilfe mangelhaft verläuft.
Das Rote Kreuz und andere Organisationen rufen zu Spenden auf, die an amerikanische Partnerorganisationen weitergeleitet werden. Die Bundesrepublik Deutschland hat Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW oder Technisches Hilfswerk) nach New Orleans entsand, die seit dem 9. Septmeber 2005 mit 15 großen Pumpen Hilfe leisten. Angeblich wegen BSE-Gefahr hat das US-Agrarministerium am 10. September 2005 die Einfuhr von Notrationen der Bundeswehr verboten. Deutsche Hilfslieferungen dürfen damit nicht mehr verteilt werden.
Nationalgarde
Die erste Mobilisierung der Nationalgardisten wurde behindert, weil derzeit etwa ein Drittel der Nationalgarde Louisianas im Irak eingesetzt wird, darunter auch Ausrüstung wie hochwasserfeste Humvees, die in Überflutungsgebieten nützlich wären. Zum Ausgleich hat Louisiana schon in der Vorbereitungsphase zwischenstaatliche Hilfe in Form von Truppen und Gerät angefordert und erhalten. Seit Durchzug des Hurrikans wurden in Alabama, Mississippi, Florida und Louisiana mehr als 10.000 Gardesoldaten mobilisiert.
Küstenwache
Die United States Coast Guard hatte so viele Helikopter wie möglich im Katastrophengebiet zusammengezogen. 500 Reservisten wurden einberufen, und aus dem ganzen Land wurden kleinere Boote zur Hilfe geschickt.
Navy
Die United States Navy begann ebenfalls schnell mit der Hilfeleistung. Mehrere Schiffe machten sich auf den Weg, darunter der Flugzeugträger USS Harry S. Truman, der als Kommandoposten für die Marineoperationen im Katastrophengebiet dienen soll, und die amphibischen Angriffsschiffe USS Bataan und USS Iwo Jima mit ihren Unterstützungsgruppen. Diese Schiffe tragen Transporthelikopter der Typen CH-53 Sea Stallion und SH-60 Sea Hawk sowie Landungs- und Transportboote, welche an nahezu jedem Strand anlanden können und deshalb hervorragend für Hilfeleistungen zugunsten zerstörter Küstenabschnitte geeignet sind, was sie bereits im Januar 2005 nach dem Tsunami in Sri Lanka unter Beweis gestellt haben. Inzwischen liegt die USS Bataan vor der Küste Mississippis vor Anker und die USS Iwo Jima als schwimmende Kommandozentrale am Pier im Hafen von New Orleans.
Das mit 1.000 Betten ausgestattete Lazarattschiff USNS Comfort wurde in die Region beordert und liegt mittlerweile im Hafen von Pascagoula, Mississippi.
Das Kommando über alle militärischen Hilfsoperationen hat Lt. Gen. Russel L. Honoré von der United States Army in Camp Shelby, Mississippi.
Nicht-militärischer Einsatz
Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) schickte zehn Teams aus dem ganzen Land, die nach Überlebenden suchen sollen, sowie 23 medizinische Teams. Mit Hilfe des Transportministeriums wurden 1.700 Lastwagenladungen Wasser, Eis und Fertiggerichte herbeigeschafft. Weitere 390 LKW brachten Wasser, Zelte, Wohncontainer und Gabelstapler. Nach Durchzug von Katrina wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, den Louis Armstrong New Orleans International Airport für Hilfsflüge wieder öffnen zu können.
Ein Kreditkartenprogramm für Flutopfer – nämlich die Abgabe von Karten, welche zum Bezug von 2.000 US-Dollar pro Haushalt berechtigen – wurde gestoppt und wird nach anfänglichen Ankündigungen nur für die evakuierten Personen im Astrodome weitergeführt. Der Chef der FEMA, Michael Brown, hat als Hilfe-Koordinator im Katastrophengebiet unter anderem diese Idee verfügt. Vor kurzem wurde er – offensichtlich auf Grund seiner Inkompetenz – dieser Aufgabe enthoben. Navy-Admiral Thad Allen übernimmt jetzt diesen Job.
Die Funkamateure, die sich in dem Salvation Army Team Emergency Radio Network (SATERN) und im West Gulf ARES Emergency Net zusammen geschlossen haben, stellen mit ihren Amateurfunkstellen zusätzliche Kommunikationswege zur Verfügung um zügigen Informationsfluss zu ermöglichen. Lokalregierungen aus den ganzen USA schickten Hilfe in Form von Rettungswagen, Suchteams und Hilfsgütern. Bis hinauf nach Utah wurde Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen.
Kritik
Am dritten und vierten Tag der Katastrophe regte sich vermehrter Unmut an der Organisation der Hilfeleistung. Neben der Regierung wurde besonders die nationale Hilfe-Koordinationsstelle Federal Emergency Management Agency hart kritisiert, sie hatte z.B. laut Sprecher erst am 1. September erfahren, dass neben dem Superdome auch das Convention Center Ziel von ca. 15.000 Flüchtlingen gewesen war. Diese harrten dort tagelang ohne Unterstützung aus. Es kam zu Toten durch Gewalt, Wassermangel, medizinische Unterversorgung und gesundheitsgefährdende hygienische Zustände. Die kritisierte FEMA verwies auf die ungewöhnlich große Dimension der Katastrophe. Der Congressional Black Caucus, ein überparteilicher Ausschuss im US-Kongress zur Vertretung der Interessen der Schwarzen in den USA äusserte sich am 2. September 2005 betroffen über die mangelnde Hilfe, in Not seien offensichtlich vor allem Arme, Alte und Bürger schwarzer Hautfarbe. Es könne nicht sein, dass diese Faktoren über das Schicksal der Opfer entschieden. Auch New Orleans Bürgermeister Ray Nagin wandte sich in einer emotionalen Ansprache an die Presse und klagte die unzureichenden Maßnahmen der Regierung und der Hilfsorganisationen scharf an. Der Rapper Kanye West nutzte eine Spendensammlungs-Sendung auf NBC zu unabgesprochenen, scharfen Angriffen auf die US-Regierung. Er sah Rassismus in den Darstellungen der Medien, die auf Bildunterschriften zu Fotos von Plünderungen Weiße als „Personen, die sich mit dem Notwendigsten versorgen“, Schwarze dagegen als „Plünderer“ charakterisierten.
In Medien wurde diskutiert, ob es in den USA weiterhin eine verborgene Rassentrennung und eine ausgeprägte Klassentrennung gäbe. Während wohlhabende Menschen innerhalb kürzester Zeit aus dem Katastrophengebiet fliehen konnten, mussten die Mittellosen in der Stadt New Orleans verbleiben. Eine erneute Diskussion über solche ungleichen Zustände und die damit verbundenen Folgen bei Katastrophen wird inzwischen von vielen Repräsentanten auf der politischen Bühne der USA eingefordert.
In Washington wurden am 4. September die Flaggen auf Halbmast gesetzt, um den am 3. September an Krebs gestorbenen Vorsitzenden Richter des Supreme Court, William Rehnquist zu ehren. Die Todesopfer des Hurrikans wurden aber nicht offiziell gewürdigt.
Die Presse hat für die Versäumnisse der Regierung Bush den Begriff Katrinagate geprägt und sorgt damit für Druck auf den Präsidenten.
Die Überflutung von weiten Teilen New Orleans wird nicht nur als Naturereignis diskutiert, sondern auch als Resultat politischer Fehleinschätzungen durch die US-Regierungen. Das Magazin National Geographic warnte bereits im Herbst 2004 [http://www3.nationalgeographic.com/ngm/0410/feature5/ in einem Artikel (englisch)] vor einer Katastrophe.
Hurrikan Rita
Nur wenige Wochen nach dem Auftreten von Hurrikan Katrina war die Region an der Südküste der USA mit Hurrikan Rita erneut von einem starken Hurrikan betroffen. Durch diesen erneuten Hurrikan mußten viele, die vor Katrina nach Texas geflohen waren, erneut evakuiert werden, zudem verzögerte sich in New Orleans durch die erneuten Dammbrüche die Aufräumarbeiten.
Weblinks
- [http://www.nhc.noaa.gov/ National Hurricane Center]
- [http://www.naturgewalten.de/katrina.htm Informationen zum Hurrikan Katrina] bei Naturgewalten.de
- [http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/lexikon/Hurrikan_Katrina.htm Hurrikan Katrina: Hintergrund, Aktuelles, Statistiken/Infografiken, Unterrichtsmaterialien] „Agenda 21 Treffpunkt“ im Bildungsserver learn:line NRW
- [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/hurrikan Hurrikan Katrina und tropischer Wirbelstürme] Informationen aus der Forschung im ACCENT Schulmagazin
- [http://www.stern.de/politik/panorama/:Hurrikan-New-Orleans-Katrina/544872.html Stern-Dokumentation]
- [http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,378093,00.html Forschungsergebnisse über die Ursachen von Katrina und Rita]
- [http://www.boell.de/de/04_thema/3698.html „Zu viel Wasser, zu wenig Staat. Das menschengemachte Unglück von New Orleans“] von Sascha Müller-Kraenner
- Vergleich: Satellitenbilder von New Orleans [http://maps.google.com/maps?q=new+orleans&ll=29.983896,-90.081625&spn=0.026556,0.039669&t=k&hl=en vor] und [http://maps.google.com/maps?q=new+orleans&ll=29.983896,-90.081625&spn=0.026556,0.039669&t=e&hl=en nach] Katarina
- [http://www.atypical.net/mm/nagin.mp3 Radiointerview mit Bürgermeister Ray Nagin kurz nach dem Sturm (mp3, eng.)]
Katrina
Kategorie:Historische Flut
Kategorie:2005
Kategorie:New Orleans
Kategorie:Meteorologie
ja:ハリケーン・カトリーナ
ko:허리케인 카트리나
simple:Hurricane Katrina
th:พายุเฮอร์ริเคนแคทรีนา
Florida
Florida ist ein Staat im Südosten der USA. Er ist bekannt als der Sunshine State (dt. Sonnenschein-Staat). "Florida" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "voll von Blumen". Der Staat wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt. Ostern auf Spanisch heißt Pascua Florida. Die Abkürzung für Florida lautet FL.
Das Wappentier von Florida ist der Weißkopfseeadler. Die Hauptstadt des beliebten Ferienziels ist Tallahasse.
Florida hat eine Inselkette die "Keys"(dt. Schlüssel).Die letzte Insel ist Key West,von wo man nur 90 Meilen nach Kuba braucht. Es ist dort auch der südlichste Punkt der USA.
Geschichte
Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler, schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Spanier entdeckten Florida 1513 und nahmen es für die spanische Krone in Anspruch.
Teile von Florida wurden danach zwischenzeitlich von Spaniern, Briten und Amerikanern kontrolliert. 1763 musste Spanien nach Ende des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem Spanien auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte, gewann es 1781 die Kontrolle über West-Florida zurück, im Frieden von Paris 1783 wurde Spanien ganz Florida wieder zugesprochen.
1819 trat Spanien Florida an die Vereinigten Staaten ab. Es wird als Notverkauf anzusehen sein, denn im englisch-amerikanischen Krieg von 1812 - 1814 hatten amerikanische Truppen das Land besetzt und es nach Kriegsende nicht mehr verlassen. Am 3. März 1845 wurde Florida der 27. Bundesstaat der USA. Heute ist Florida einer der bekanntesten Staaten Amerikas.
nickname:ELSAK.
Geographie
Florida ist eine Halbinsel. An der Ostküste liegt der Atlantische Ozean, an der West- und an der Südküste der Golf von Mexiko. Im Norden liegen die US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Es liegt in der Nähe von Kuba, Haiti und anderen Ländern der Karibik.Nach Hawaii ist es der südlichste Staat der USA.
Bevölkerung
Florida hat 17.019.068 Einwohner (Stand: 2003), davon 65,4 % Weiße, 16,8 % Hispanics, 14,6 % Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 1,7 % Asiaten, 0,3 % Indianer.
Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 15.982.378 und nimmt seitdem stetig zu.
Es gibt 6.337.929 Haushalte und das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002 26.646 US-Dollar.
Politik
Florida hat ein Zwei-Kammern-System mit einem 40-köpfigen Senat und einem House mit 120 Mitgliedern. Der derzeitige (2003) Gouverneur von Florida ist der Republikaner Jeb Bush, Bruder des US-Präsidenten George W. Bush.
Obwohl Florida traditionell eher den Demokraten zugewandt war, kam es durch den Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre zu einem Umschwenken der politischen Meinung in Richtung der Republikaner.
Momentan ist das Verhältnis Republikaner zu Demokraten etwa 1:1. Deshalb und wegen seiner großen Einwohnerzahl und der damit verbundenen Wahlmänner-Stimmen, wird Florida von Wahlforschern als ein entscheidender Staat für die Wahl zum Amerikanischen Präsidenten angesehen.
In Miami konkurrieren die liberalen Demokraten mit den reichen Exil-Kubanern, die eher den Republikanern zugewandt sind. Tampa war früher das Zentrum der Demokratischen Partei, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem Pro-Republikaner-Zentrum entwickelt.
Wirtschaft
Floridas Klima und die vielen Strände machen es zu einem interessanten Freizeitort für Urlauber aus aller Welt.
Auch die diversen Vergnügungsparks wie Disneyland, Universal Studios/Island of Adventure und der Movie Park Movie Park in der Nähe von Orlando sind große Anziehungspunkte für Touristen. Daneben konzentriert sich die Wirtschaft auf den Anbau von Zitrusfrüchten (50% des Verbrauchs der USA) inkl. Saftproduktion, es gibt zahlreiche Banken und es wird Phosphat abgebaut.
Größte Städte
¹ Bildung der Stadt am 20. Februar 2003
Andere bekannte Orte
- Key West
- Panama City
- Everglades National Park
- Cap Canaveral
- Naples
Siehe auch
- Portal:Geographie
- Liste der Städte in Florida
- Liste der Kleinstädte und Dörfer in Florida
- Liste der Countys in Florida
- Liste der Gouverneure von Florida
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:フロリダ州
ko:플로리다 주
ms:Florida
simple:Florida
th:มลรัฐฟลอริดา
Hurrikan Katrina
Hurrikan Katrina war ein tropischer Wirbelsturm, der im August 2005 in südöstlichen Teilen der USA enorme Schäden anrichtete. Der Hurrikan, der zeitweise die Stufe 5 erreichte, gilt als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Zu den betroffenen Bundesstaaten gehören Florida, Louisiana (besonders der Großraum New Orleans), Mississippi, Alab | | |