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Hurtigruten
Hurtigruten (norweg. [hʉrtirʉtən], übersetzt: "die Schnellverbindung") ist die Bezeichnung für die norwegische Postschiffslinie.
Heute fahren die kombinierten Fracht-, Passagier- und Kreuzfahrtschiffe die Küstenlinie Norwegens zwischen Bergen und Kirkenes in sechseinhalb Tagen ab und passieren dabei viele landschaftlich reizvolle Küstengebiete (im Sommer auch einige Fjorde). Die Hurtigruten-Strecke ist heute eine bekannte Touristenattraktion.
Geschichte
Touristenattraktion
Die Hurtigruten wurde von einer privaten Reederei gegründet und fuhr erstmalig 1893 zwischen Trondheim und Hammerfest. Die erste regelmäßige Postverbindung zwischen Süd- und Nordnorwegen war dem Einsatz des erfahrenen Kapitäns Richard With zu verdanken. Zusammen mit einigen Lotsen hatte er über Jahre hinweg akribisch über die Fahrten durch die Gewässer entlang der norwegischen Küste Buch geführt. Er traute sich als erster zu, die Strecke bis nach Hammerfest auch bei Nacht zu fahren - ein Geschwindigkeitsgewinn, der Voraussetzung für die staatlichen Subventionen war, ohne die sich eine Postschiffverbindung nicht hätte finanzieren lassen.
Am 2. Juli 1893 machte sich die "D/S Vesteraalen" unter Kapitän Richard With auf den Weg nach Hammerfest. Damit änderte sich das Leben für die Bewohner in der unwegsame Küstenregion Nordnorwegens gewaltig. Die Hurtigruten prägten und einten das Land. Der beschwerlichere Landweg konnte nun vermieden werden. Schon fünf Jahre später wurde die Strecke nach Süden bis Bergen verlängert, und 1911 wurde Kirkenes als nördlicher Endpunkt festgelegt. Auch heute noch trägt der Liniendienst die Ehrenbezeichnung "Reichsstraße Nr.1".
Kirkenes
Viele Jahrzehnte lang war die Hurtigruten vor allem im Winter für einige Ortschaften die einzige Versorgungsmöglichkeit und wurde deshalb staatlich subventioniert. Durch die Ausweitung des Straßennetzes und die bessere Erreichbarkeit durch Flugzeuge nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Hurtigruten allerdings ab, so dass heute der Tourismus die größere Rolle spielt. Da der norwegische Staat immer wieder die Subventionen in Frage stellt, versuchen die an den Hurtigruten beteiligten Reedereien durch den Einsatz moderner Kreuzfahrtschiffe den Ansprüchen einer größeren Zahl von Touristen gerecht zu werden, um so die Einnahmeausfälle durch zusätzliche Passagiere zu kompensieren. In der Winterzeit ist die Auslastung der Schiffe aber so gering, dass die Hurtigruten jedes Jahr Verluste verzeichnen. Nach wie vor transportieren die Hurtigrutenschiffe auch Fracht und Pendler von Hafen zu Hafen. Zuletzt wurden die Subventionen bis 2006 verlängert.
Linienweg
2006
2006
von Süd nach Nord werden folgende Häfen angelaufen:
1. Tag: Bergen (im Sommer um 20:00 Uhr, im Winter um 22:30 Uhr)
2. Tag: Florø - Måløy - Torvik - Ålesund - Geiranger (nur im Sommer) - Molde - Kristiansund
3. Tag:
Trondheim - Rørvik
4. Tag:
Brønnøysund - Sandnessjøen - Nesna - Ørnes - Bodø - Stamsund – Svolvær
5. Tag:
Stokmarknes - Sortland - Risøyhamn - Harstad - Finnsnes - Tromsø – Skjervøy
6. Tag:
Øksfjord - Hammerfest - Havøysund - Honningsvåg - Kjøllefjord - Mehamn – Gamvik (bis 2000) - Berlevåg
7. Tag:
Båtsfjord - Vardø - Vadsø - Kirkenes
In Kirkenes ist Wendepunkt der Hurtigruten-Schiffe. Ab hier geht es wieder südwärts:
7. Tag:
Kirkenes - Vardø - Båtsfjord - Berlevåg
8. Tag:
Mehamn - Kjøllefjord - Honningsvåg - Havøysund - Hammerfest - Øksfjord - Skjervøy – Tromsø
9. Tag:
Tromsø - Finnsnes - Harstad - Risøyhamn - Sortland - Stokmarknes - Svolvær - Stamsund
10. Tag:
Bodø - Ørnes - Nesna - Sandnessjøen - Brønnøysund - Rørvik
11. Tag
Trondheim - Kristiansund - Molde
12. Tag
Ålesund - Torvik - Måløy - Florø – Bergen
Ankunft: 14.30 Uhr in Bergen.
Der Fahrplan ist so eingerichtet, dass überwiegend an den Häfen, die auf der Fahrt nordwärts nachts angelaufen werden, auf der Fahrt gegen Süden tagsüber Halt gemacht wird und umgekehrt.
In den größeren bzw. (auch touristisch) wichtigeren Ortschaften (Bergen, Ålesund, Trondheim, Bodø, Tromsø, Hammerfest, Honningsvåg und Kirkenes) wird anderthalb bis 6 Stunden Halt gemacht, in den anderen Orten nur jeweils 15 bis 30 Minuten.
Reedereien der Hurtigruten
Seit der Gründung der Hurtigruten haben 8 Reederein die Hurtigruten betrieben. Zwei Reedereien sind übrig geblieben, die TFDS und die ODS/OVDS. Hier die Reedereien:
- TFDS - Troms Fylkes Dampskibsselskap A / S (von 1979 bis heute)
- ODS/OVDS - Ofotens og Vesteraalens Dampskibsselskap A / S (von 1936 bis heute)
- VDS - Vesteraalske Dampskibsselskab (von 1893 bis 1988, Fusion mit ODS)
- BDS - Bergenske Dampskibsselskab (1894 - 1979)
- NFDS - Nordenfjeldske Dampskibsselskab (1895 - 1989)
- DSDS - Det Stavangerske Dampskibsselskab (1919 - 1979)
- NDS - Nordlandske Dampskibsselskab (1945 - 1958)
- FFR - Finnmark Fylkesrederi og Ruteselskap A / S
Schiffe der Hurtigruten
Bergen
Bergen
Für eine Abfahrt jeden Tag werden 11 Schiffe benötigt. Im Einsatz sind zur Zeit 12 Schiffe; die MS Lofoten ersetzt im Winter die MS Nordnorge, die im Winter als Kreuzfahrschiff in den Gewässern der Antarktis und vor Chile fährt. Ab der Wintersaion 2005/2006 wird neben der MS Nordnorge auch die MS Nordkapp für Kreuzfahrten in dieser Region eingesetzt. Diese wird während dieser Zeit von der MS Nordstjernen ersetzt. In der Wintersaison 2005/2006 werden auch die MS Midnatsol und die MS Trollfjord für einige Zeit "Fremdgehen". Die beiden Schiffe werden in dieser Zeit durch die MS Lyngen ersetzt, die ehemalige MS Midnatsol (II).
Hier die Schiffe:
- MS Midnatsol (Baujahr: 2003, BRZ: 16.000, 1.000 Passagiere, Länge 135,75 m, Breite 21,5 m, 9 Decks)
- MS Trollfjord (Baujahr: 2002, BRZ: 16.000, 896 Passagiere, Länge 135,75 m, Breite 21,5 m, 9 Decks)
- MS Finnmarken (Baujahr: 2002, BRZ: 15.000, 1.000 Passagiere, Länge 138,5 m, Breite 21,5 m, 8 Decks)
- MS Polarlys (Baujahr: 1996, BRZ: 12.000, 737 Passagiere, Länge 123,0 m, Breite 19,5 m, 8 Decks)
- MS Nordkapp (Baujahr: 1996, BRZ: 11.386, 691 Passagiere, Länge 123,3 m, Breite 19,5 m, 7 Decks)
- MS Nordlys (Baujahr: 1994, BRZ: 11.200, 691 Passagiere, Länge 121,8 m, Breite 19,2 m, 7 Decks)
- MS Richard With (Baujahr: 1993, BRZ: 11.205, 691 Passagiere, Länge 121,8 m, Breite 19,2 m, 7 Decks)
- MS Kong Harald (Baujahr: 1993, BRZ: 11.200, 691 Passagiere, Länge 121,8 m, Breite 19,2 m, 7 Decks)
- MS Nordnorge (Baujahr: 1997, BRZ: 11.386, 691 Passagiere, Länge 123,3 m, Breite 19,5 m, 7 Decks)
- MS Vesterålen (Baujahr: 1983, BRZ: 6.261, 560 Passagiere, Länge 108,6 m, Breite 16,5 m, 7 Decks)
- MS Narvik (Baujahr: 1982, BRZ: 6.257, 580 Passagiere, Länge 108,6 m, Breite 16,5 m, 7 Decks)
- MS Lyngen (Baujahr: 1982, BRZ: 6.167, 505 Passagiere, Länge 108,6 m, Breite 16,5 m, 7 Decks)
- MS Lofoten (Baujahr: 1964, BRZ: 2.621, 399 Passagiere, Länge 87,4 m, Breite 13,5 m, 5 Decks)
- MS Nordstjernen (Baujahr: 1956, BRZ: 2.568, 410 Passagiere, Länge 87,4 m, Breite 13,2 m, 5 Decks)
Zudem hat die Reederei einen Neubau bei der italienischen Werft Fincantieri zur Ablieferung im Jahr 2007 bestellt:
- Neubau für OVDS (Baujahr 2007, 848 Passagiere, Länge 110 m, Breite 20 m, 8 Decks)
Literatur
- Hurtigruten, mit dem Postschiff entlang der norwegischen Küste, 2003, DuMONT Reiseverlag Köln, ISBN 3-7701-6301-X
- Hurtigruten, die schönste Seereise der Welt, 2002, Reiselivsutvikling Reklame AS, Bergen, ISBN 82-993154-3-3
- Hurtigruten, in der 1. Reihe entlang Norwegens Küste, 2004, DVD 90 Minuten, Komplett Media GmbH, Grünwald, ISBN 3-8312-6627-1
- Hurtigruten, Mit dem Postschiff durch Norwegen, 2003, Tecklenborg Verlag, ISBN 3-9240-4447-3
Weblinks
- [http://www.hurtigruten.com Offizielle Webseite in norwegisch und englisch]
- [http://www.hurtigruten.de Offizielle Webseite der Generalagentur für Deutschland und Österreich]
- [http://www.norwegische-postschiffe.de Ausführliche private Webseite über die Hurtigruten]
- [http://www.ovds.no Offizielle Webseite der Reederei OVDS]
- [http://www.tfds.no Offizielle Webseite der Reederei TFDS]
Kategorie:Norwegen
Kategorie:Schifffahrt
nb:Hurtigruten
PostschiffEin Postschiff ist ein Schiff, das Inseln mit Post und oft auch mit Dingen des täglichen Bedarfs wie beispielsweise Lebensmitteln versorgt und meist auch Passagiere befördert.
Für abgelegene Inseln ist das Postschiff manchmal die einzige Verbindung mit dem Rest der Welt. So wird beispielsweise die Insel Tristan da Cunha im Atlantik lediglich einmal im Jahr von einem Postschiff angesteuert.
Auch die Seebäderschiffe die täglich die Nordseeinsel Helgoland ansteuern, kann man als Postschiffe bezeichnen, da entsprechene Beförderungsverträge bestehen.
Die wohl bekannteste Postschifflinie ist die norwegische Hurtigruten.
Kategorie:Postwesen
Kategorie:Frachtschiffstyp
Küste
]
Mit Küste bezeichnet man die Zone, die sich see- und landwärts entlang der Berührungslinie (Küstenlinie) von Land und Wasser eines Meeres oder Ozeans erstreckt. Der landwärtige Teil der Küste heißt Ufer, ist er flach, spricht man von einem Strand. Bei Flüssen und Seen wird die Kontaktzone von Wasser und Land als Ufer bezeichnet.
Der Küstenverlauf ändert sich durch die Wirkung der Tide, globale (eustatische) Meeresspiegelschwankungen, Mündungsdeltas der Flüsse, durch die erosive Kraft der Meeresbrandung, der Gletscher und des Windes und nicht zuletzt durch tektonische Prozesse (Landhebung und -senkung).
Man unterscheidet die Küstenform an hervorstechenden Merkmalen, wie zum Beispiel Flach- und Steilküste (je nach Querprofil), Hebungs- und Senkungsküsten (je nach Schwankung des Meeresspiegels), Längs- und Querküsten (je nach geologischer Struktur) oder glatte und gebuchtete Küsten (je nach Verlauf). Die Entstehung des jeweiligen Landschaftsraumes führt zu spezifischen Küstentypen, die sich aus den genannten Hauptgruppen ableiten lassen: Ausgleichsküsten, Boddenküsten, Schärenküsten und Fjordküsten.
Die Küsten sind geologisch gesehen nur Momentaufnahmen. Durch die Schwankungen des Meeresspiegels sind sie ständig im Wandel. Küsten werden anthropogen beeinflusst durch Häfen, Seeverkehr sowie die wirtschaftliche Nutzung der Küsteregion für Fischfang und Fremdenverkehr.
Die Küste lässt sich entsprechend ihrer Nutzung in eine küstenferne und in eine küstennahe Zone sowie das küstenferne Festland gliedern. Entfernt von der Küste im Schelf findet Bergbau, Ölförderung, Fischfang, Sandgewinnung, Entsorgung von Abwasser statt, an Korallenriffen wird Kalk abgebaut, Fischfang betrieben und Tourismus findet statt. Zudem wird die küstenferne Zone durch Bebauung zum Schutz der Küste verwendet.
Die küstennahen Zonen, in denen Sand- oder Kiesstrände anzutreffen sind, werden zur Erholung, zum Sand- und Kiesabbau genutz, meist ist eine Infrastruktur für den Tourismus vorhanden, Strandsiedlugen und Küstenschutz. In Watt- und Marschgebieten sind Aquakulturen und Naturschutzgebiete zu finden. In den Dünen findet Erholung, Camping, Sport (Golfplätze) statt. Es sind Gebäude, Naturreservate, Manövergebiete und Anlagen zur Wassergewinnung vorhanden. Im küstenferneren Festland befinden sich Häfen, Industrieanlagen, Wohnsiedlungen, Tourismusgebiete, Agrarland.
Folgende verschiedene Küstentypen werden unterschieden:
- aus Sand, siehe: Strand
- aus Felsen, siehe: Klippe, Felsenküste
- aus Wiesen und flachen Landschaften, siehe: Küstenebene
Küstenformen der Ostsee
Die Küstenformen der Ostsee sind ein Resultat eiszeitlicher Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher Geländehebung im nördlichen und -absenkung im südlichen Bereich der Ostsee, die bis heute fortdauern. Des Weiteren werden die Küsten durch die Lage in der Westwindzone beeinflusst, wodurch von Westen her beständig Sedimente angeschwemmt werden. Folgende Erscheinungsformen werden unterschieden:
Fjordküste
Auch an der Ostsee finden sich Fjorde: Sie kommen vor allem an den Küsten des Kattegats, das heißt in Dänemark und Südwestschweden vor. Im Unterschied zu den norwegischen Fjorden sind sie weniger tief eingegraben, da die Eisdecke hier nicht so mächtig war.
Schärenküste
Die schwedische und finnische Küste in der zentralen, nördlichen und östlichen Ostsee ist fast ausschließlich eine Schärenküste; ab und zu findet man noch vereinzelte Fjorde (Fjord-Schären-Küste). Schären sind der Küste vorgelagerte, kleine und kleinste felsige Inseln, die durch den Abschleifeffekt der Gletscher eine charakteristische Kuppenform aufweisen. Da die Ostsee nur sehr geringe Gezeiten aufweist, sind sie über die letzten Jahrtausende praktisch unverändert geblieben. Das flach abfallende Gelände wurde beim Abschmelzen des Eispanzers überflutet und die Kuppen ragten fortan als Inseln heraus; durch die Geländehebung sind mit der Zeit weitere, vorgelagerte Schären entstanden.
Kliffküste
In einigen Fällen, zum Beispiel auf Gotland oder Bornholm, haben sich Kliffküsten gebildet. Diese ragen als Steilküsten schroff hervor und markieren Geländebrüche im geologischen Untergrund. Kliffkanten finden sich auch unterhalb des Meeresspiegels. Auch die Nordküste Estlands zum Finnischen Meerbusen hin ist durch solch eine Bruchlinie geprägt. Von West nach Ost rückt dieses Kliff immer näher an die aktuelle Küstenlinie heran und erreicht bei Sillamäe immerhin knapp 60 Meter.
Fördenküste
In Schleswig-Holstein, etwa von Flensburg bis Lübeck, ist der Küstenabschnitt durch Förden gekennzeichnet.Förden sind die Flensburger Förde, die Schlei, die Eckernförder Bucht und die Kieler Förde. Diese sind bei der Entstehung der Ostsee durch den Anstieg des Meeresspiegels "vollgelaufene" ehemalige Gletschertäler. Der Unterschied zu Fjorden besteht darin, dass die Gletscher sich nicht vom Land zur See bewegten, sondern umgekehrt der Eispanzer über der heutigen Ostsee Gletscher vorantrieb, die nach dem Abschmelzen eine Rinne übrig ließen, die sich mit Seewasser füllte.Die Schleswig-Holsteinischen Förden werden von den Landschaften Angeln, Schwansen und Dänischer Wohld getrennt. Zwischen der Kieler Förde und der ihr vorgelagerten Kieler Bucht einerseits und der Lübecker Bucht als Teil der Mecklenburger Bucht andererseits liegt die Probstei und die Halbinsel Wagrien mit der Insel Fehmarn. Der Hemmelsdorfer See bei Timmendorfer Strand ist ebenfalls eine alte Förde. Er ist wesentlich tiefer als die durch eine eiszeitliche Landbarriere abgeschnittene, davorliegende "Lübecker Bucht".
Boddenküste
Die vorpommersche Küste ist durch Boddenlandschaften geprägt. Bodden sind dadurch entstanden, dass vormalige Inseln durch stetige Zuführung von Material, hauptsächlich Sand, durch schmale Brücken miteinander verbunden worden sind. Die rückwärtigen Gewässer, die Bodden, sind dadurch größtenteils von der Ostsee abgetrennt worden und mit ihr nur noch durch Rinnen verbunden.
Ausgleichsküste
Diese Küstenform bestimmt die Küstenlinie Polens von Stettin bis kurz vor Danzig und die lettische Küste. Hier sind die typischen reich gegliederten glazialen Küstenformen durch die Anströmung und den Sedimenttransport von Westen her ausgeglichen worden, so dass der Verlauf fast gerade ist. Dies ist möglich geworden, weil die von der Nordsee hereinströmenden Wassermassen auf eine Küstenlinie treffen, die von Südwest nach Nordost verläuft und dadurch alles Transportmaterial anlagert.
Haffküste
Die Haff- oder Nehrungsküste ist im Küstenabschnitt zwischen Danzig und Klaipėda entstanden. Außerdem wird das Stettiner Haff ebenfalls hinzu gezählt. Haffs entstehen vor Flussmündungen als Brackwasserreservoire, die durch schmale Landzungen, die Nehrungen, von der übrigen Ostsee größtenteils abgetrennt wurden. Durch die ständige Zufuhr von Flusswasser schließen sich die Nehrungen nicht, sondern bleiben als langgestreckte Halbinseln bestehen, die eine Rinne zum Meer offen lassen. Bekannteste Haffe sind das Kurische und das Frische Haff. Eine (unvollständige) Nehrung bildet auch der Haken von Hela bei Zoppot.
Vergleiche
- Küstengewässer
- Riviera
- Ostseeküste
- Nordseeküste
- Elfenbeinküste
Kategorie:Ökosystem
Kategorie:Geographischer Begriff
Kategorie:Geologie
Kategorie:Ozeanologie
ja:海岸
Bergen
Bergen [] ist die zweitgrößte Stadt Norwegens mit 239.209 Einwohnern und eine Kommune in der Fylke Hordaland. Bergen ist Ausgangspunkt der Bergenbahn und der Hurtigruten.
Die alte Stadt mit ihrer Geschichte als Hansekontor liegt am Inneren Byfjord an der Westküste Norwegens und ist Verwaltungssitz des Verwaltungsgebietes Hordaland.
In Bergen befindet sich ein Seehafen, Werftenindustrie und eine im Bereich der Meeresbiologie und Geologie bedeutende Universität. Darüber hinaus ist die renommierte Norwegische Handelshochschule (NHH) in Bergen zuhause. Im Kulturbereich gibt es das bekannte Theater Den nationale Scene sowie die Grieghallen und das Musikkonservatorium.
Zudem trägt Bergen den Titel Regenreichste Stadt Europas, mit ca. 2.200 mm Niederschlag an 235 Regentagen im Jahr. Deswegen heißt es auch im norwegischen Volksmund, dass Bergens Babys bereits im Regenmäntelchen zur Welt kommen …
Stadtbild
Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen Vågen verlaufende Bryggen oder früher Tyske Bryggen (norwegisch, Landungsbrücke/Kai/Anlegestelle bzw. der Deutsche Kai), wobei es sich um alte Handelseinrichtungen der Hanse handelt. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die Marienkirche und weitere Bauten. Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete.
Das Hafenviertel Bryggen, das bei den erwähnten Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, bildet die letzte Holzhauszeile im unmittelbaren Stadtgebiet. Nach jeder Zerstörung wurde es nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt und gilt als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen.
Wirtschaft
Wirtschaftlich gesehen wird Bergen stark durch die norwegische Erdölförderung beeinflusst. Durch die günstige geografische Lage auf Höhe der norwegischen Erdölfelder (Ekofisku.a.) befinden sich mehrere Versorgungseinrichtungen im Stadtbereich, zu diesen zählen u. a. Trainingszentren für Hubschrauberpiloten.
Der ausgedehnte Seehafen bildet, mit der damit verbundenen Werft- und Fischindustrie (Aquakulturen), einen weiteren Wirtschaftsfaktor. Andere Wirtschaftszweige sind Maschinenbau, Stahlerzeugung, Textil- und elektrotechnische Industrie.
Geschichte
Werft
Werft
- 1070 als Björgvin ("Bergwiese") von König Olav Kyrre den Sagen nach gegründet, was aber nicht mit dem archäologischen Befund übereinstimmt. Danach ist die erste Besiedlung zeitlich erst um und nach 1130 einzuordnen. Olav Kyrre war aber bereits 1093 gestorben.
- Seit dem 12. Jahrhundert norwegische Krönungsstadt.
- 1343 Eröffnung eines Hansekontors (Tyske Bryggen). Bergen wird oft als "Hansestadt" bezeichnet, hatte diesen Rang aber nicht, und hätte ihn auch nie erreichen können, da es Städten, in denen Hansekontore lagen, verboten war, Hansestadt zu werden.
- bis 1880 wichtigster Hafen und größte Stadt Norwegens.
- Bergen wurde im 2. Weltkrieg durch alliiertes Bombardement stark beschädigt, die deutsche Luftwaffe baute zum Schutz der Stadt und des wichtigen U-Boot-Hafens die nahe gelegene Insel Herdla als Stützpunkt aus.
Sehenswürdigkeiten
Herdla
- Hanseviertel Bryggen (früher Tyske Bryggen, zu deutsch: Deutscher Kai), Weltkulturerbe der UNESCO)
- Fischmarkt
- Marienkirche
- Dom
- Festung Bergenhus
- Håkonshalle
- Hausberg Floyen (erreichbar über eine Kabelbahn)
- Gammle Bergen (dt. "altes Bergen" — Freilichtmuseum)
- Kunstmuseum
- Griegvilla Troldhaugen
- Berggipfel des Ulriken erreichbar mit der Bergener Hochfjellseilbahn
Bergener Hochfjellseilbahn
Verkehr
Von der Hauptstadt Oslo ist Bergen über die fast fährfreie Reichsstraße 13 (E 16) oder mit der Bergenbahn, die als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Europas gilt, zu erreichen.
Bergen ist Ausgangspunkt der Hurtigrute nach Kirkenes (über Ålesund, Trondheim, Tromsø, Hammerfest).
Außerdem verfügt die Stadt über den internationalen Flughafen Bergen-Flesland mit zahlreichen nationalen und internationalen Verbindungen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Ole Bull, norwegischer Violinist und Komponist
- Kristin Krohn Devold, norwegische konservative Politikerin
- Aud Egede Nissen, norwegische Schauspielerin
- Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker
- Edvard Grieg, norwegischer Komponist
- Carl Joachim Hambro, norwegischer konservativer Politiker und Journalist
- Gerhard Armauer Hansen, norwegischer Arzt
- Ludvig Holberg, dänisch-norwegischer Dichter
- Johan Ludwig Mowinckel, norwegischer Reeder und Politiker
- Kurt Nilsen, norwegischer Musiker
- Liv Grete Poirée, norwegische Biathletin
- Ann-Elen Skjelbreid, norwegische Biathletin
- Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- Gunnar Staalesen, norwegischer Schriftsteller
- Hans-Wilhelm Steinfeld, norwegischer Journalist und Historiker
- TeeBee, Produzent und DJ im Drum'n'Bass-Genre
- Geirr Tveitt, norwegischer Komponist und Pianist
- Varg Vikernes, Gründer des Black Metal-Projektes Burzum
Siehe auch
- Wikinger
- Hanse
Weblinks
- [http://www.bergen.kommune.no Offizielle Webseite Bergens]
- [http://www.uib.no/index-eng.html Website der Universität Bergen]
- [http://www.bergenartmuseum.no/ Kunstmuseum Bergen]
Kategorie:Kommune in Norwegen
Kategorie:Ort in Norwegen
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:ベルゲン
KirkenesKirkenes (norweg. [çɪrkənɛs]) ist eine Stadt in der Gemeinde Sør-Varanger, ganz im Osten der Provinz Finnmark in Nord-Norwegen.
Allgemeines
Die Stadt ist Verwaltungssitz der Gemeinde Sør-Varanger. Sie liegt am Varangerfjord und hat 4.900 Einwohner. Die geografische Lage ist: 30°19'29" o.B. und 69°38'56" n.L.. Ein großer Anteil der Einwohner kommen aus dem Ausland. Die Entfernung zur Grenze mit Russland beträgt ca. 10 km, die zu Finnland ca. 35 km.
Wirtschaft
Kirkenes entstand als ein Verschiffungshafen für Eisenerz. Bis zum Jahre 1996 lebten die meisten Einwohner vom Abbau des Eisenerzes. Heute ist der Haupterwerb der Einwohner von Kirkenes der Fischfang und der Dienstleistungssektor.
Verkehr
Seit 1908 ist die Stadt der Wendepunkt der Schiffe der Hurtigruten. Da der Hafen weit im Inneren des Varangerfjords liegt und nicht vom Golfstrom erreicht wird, muss der zugefrorene Fjord oft von Eisbrechern frei gemacht werden.
Den Flughafen in Høybuktmoen nutzen ca. 150.000 Passagiere pro Jahr.
Die Europastraße 6 und die Europastraße 105 enden (beziehungsweise beginnen) in Kirkenes.
Geschichte
Um 1900 war Kirkenes ein kleiner Ort mit einer Kirche (norweg. kirke) auf einer Landzunge (nes). Der Eisenerzabbau ließ die Stadt ab 1908 wachsen.
Kirkenes war im Zweiten Weltkrieg mit insgesamt 320 Luftangriffen eine der meist bombardierten Städte in Norwegen. Im Ort waren ca. 30.000 Soldaten stationiert. Wichtig war die Verteidigung der Erzgruben und der Zugang zum Hafen Murmansk, der einzige Hafen im europäischen Teil der damaligen Sowjetunion, der nicht von der Deutschen Wehrmacht kontrolliert wurde. In der Zeit des zweiten Weltkrieges wurde Kirkenes fast komplett zerstört, nur ca. 20 Häuser blieben stehen.
Grenze zu Russland
Bei Kirkenes befindet sich ein Grenzübergang nach Russland und Murmansk. Die etwa 80 km lange Grenze zwischen Norwegen und Russland endet im Norden bei der Ortschaft "Grense Jakobselv" ("Grenze Jakobsfluss"). Während des kalten Krieges war dies die einzige unmittelbare Landesgrenze zwischen der NATO und der damaligen Sowjetunion.
Bilder
Bild:Kirkenes Hauptstrasse 1975.jpg|Fußgängerzone in Kirkenes 1975
Bild:Kirkenes Fußgängerzone im Februar 2005.jpg|Fußgängerzone in Kirkenes Februar 2005
Bild:Kirkenes_Hafen.jpg|Der Hafen in Kirkenes im Februar 2005
Personen aus Kirkenes
Vegard Ulvang, der weltbekannte Winter-Olympionike für Skilanglauf, stammt aus Kirkenes.
Sehenswürdigkeiten
- Andersgrotte (alter Luftschutzraum, heute Museum)
- Grenzlandmuseum
- Savio-Museum (Museum des Künstlers Savio)
- Denkmal der Befreiung im Zweiten Weltkrieg (Russendenkmal)
Weblinks
[http://www.kirkenesinfo.no Seite von Kirkenes] (norwegisch, englisch und deutsch)
Kategorie:Ort in Norwegen
Fjord
Ein Fjord (skandinavisch: altnordisch fjorðr, englisch fiord) ist ein weit ins Festland hineinreichender Meeresarm, der durch seine Entstehungsgeschichte charakterisiert wird. Fjorde sollten nicht mit Förden oder Rias verwechselt werden.
Entstehung
Fjorde entstehen durch Talgletscher, die von ihrem Ursprungsgebiet, dem Kar durch bereits bestehende Flusstäler fließen. Die ursprüngliche Talform wird dabei vom Gletscher überprägt, indem das Eis verwittertes Gestein mitreißt (Detraktion) und dieses das anstehende Gestein weiter erodiert.
Das entstehende Tal hat eine typische U-Form mit sehr steilen Hängen und wird auch Trogtal genannt. Da die Gletscher zu Beginn der Warmzeit wieder abtauten und sich der Meeresspiegel erhöhte, wurden die küstennahen Trogtäler der letzten Eiszeit vom ansteigenden Wasser überflutet. Diese überfluteten, meist tiefen Trogtäler nennt man Fjorde.
Lokale Besonderheiten
In Norwegen kommt noch hinzu, dass sich das Land durch die Last des Eises während der sogennanten "Eiszeit" gesenkt hatte, so dass die Bodenflächen der Gletschertäler weit tiefer lagen als das Meer. Nach Abtauen des Eises hob sich das Land nur sehr langsam (noch heute hebt sich Norwegen um etwa 1 cm pro Jahr), und die Fjorde sind deshalb wesentlich tiefer als die umgebende Nordsee; so ist der "Sognefjord" mehr als 1300 Meter tief, die Nordsee aber im Schnitt nur etwa 94, und selbst an ihrer tiefsten Stelle nicht mehr als 775 Meter.
Vorkommen
Die Fjordküste mit ihren steilen Uferhängen ist nur schwer zu besiedeln, landschaftlich aber sehr reizvoll. Insbesondere Norwegen ist berühmt für seine attraktive Fjordküste im Westen des Landes, aber auch Neuseeland, Feuerland, Schottland, Alaska und Neufundland sind reich an Fjorden.
Norwegens Fjorde (Auswahl)
- Aurlandsfjord
- Eidfjord
- Geirangerfjord
- Hardangerfjord
- Lysefjord
- Nærøyfjord
- Oslofjord
- Sognefjord
- Trondheimfjord
- Trollfjord
Islands Fjorde (Auswahl)
- Borgarfjörður
- Borgarfjörður Eystri
- Breiðafjörður
- Breiðdalsvík
- Eskifjörður
- Eyjafjörður
- Faxaflói
- Fiskifjörður
- Gilsfjörður
- Héraðsflói
- Hvalfjörður
- Hvammsfjörður
- Hrútafjörður
- Húnaflói
- Ísafjarðardjúp
- Kollafjörður
- Mjóifjörður
- Öxarfjörður
- Reyðarfjörður
- Seyðisfjörður
- Skagafjörður
- Skjálfandi(bucht)
- Steingrímsfjörður
- Stöðvafjörður
- Vopnafjörður
siehe auch 'Isländische Westfjorde'
Färöer Fjorde (Auswahl)
- Skálafjørður
Grönlands Fjorde (Auswahl]
- Kaiser-Franz-Joseph-Fjord
- Scoresby Sund
Siehe auch
Ria, Förde, Sund, Fjordpferd
Kategorie:Geographischer Begriff
ja:フィヨルド
ReedereiReederei ist:
- eine Gesellschaftsform im Seerecht, siehe Reederei (Recht)
- ein Transportunternehmen im Bereich Schifffahrt, siehe Reederei (Unternehmen)
Trondheim
Die Stadt Trondheim (deutsch früher Drontheim) liegt im Bezirk Sør-Trøndelag in Norwegen und ist mit 154.351 Einwohnern (Stand 2004) die drittgrößte Stadt des Landes. Sie liegt an der Mündung des Flusses Nidelva in den Trondheimsfjord, ca. 70 km vom offenen Meer entfernt. Nach Reykjavik auf Island ist sie die zweitnördlichste Großstadt Westeuropas.
Die höchste Erhebung ist Storheia mit 565 m. Die Synagoge von Trondheim ist die nördlichste der Welt.
Name
Im Mittelalter hieß die Stadt Nidaros (os "Mündung" des Flusses Nid, heute Nidelva). Im Spätmittelalter verbreitete sich der Name Kaupangen i Trondheimen ("Handelsplatz in Trondheim"), was in der offiziell gebräuchlichen dänischen Sprache zu Trondhjem verkürzt und danisiert wurde.
Seit Erlangung der vollständigen norwegischen Unabhängigkeit (1905) bemühten sich nationalistische Kreise überall im Land darum, dänische Namen durch die mittelalterlichen norwegischen Formen zu ersetzen (siehe: Oslo).
Auf Betreiben des Kulturvereins Noregs Ungdomslag ("Norwegische Jugendgruppe") verabschiedete das norwegische Parlament schließlich ein Gesetz, wonach der Stadtname auf den 1. Januar 1930 in Nidaros zurückbenannt wurde.
1930
19301930 1930
Diese ohne Anhörung der direkt Betroffenen vollzogene Umbenennung führte in Trondheim zu einem Proteststurm bei Bevölkerung und Stadtregierung. Daraufhin sah sich das Parlament gezwungen, seine ursprüngliche Entscheidung zu modifizieren, und stimmte einem Kompromissvorschlag des Trondheimer Kaufmanns Ivar Lykke zu, nämlich der norwegisierten Form Trondheim (mit dem für das Nynorsk typischen Diphthong -ei) anstelle des dänischen Trondhjem. Dieser Name gilt offiziell seit dem 6. März 1930, doch ist bis heute auch das ältere Trondhjem in Gebrauch.
Geschichte
Trondheim wurde im Jahre 997 vom Wikingerkönig Olav Tryggvason gegründet. Anschließend war die Stadt Sitz des Königs und somit Hauptstadt Norwegens. König Olav der Heilige starb 1030 in Trondheim. Um das Jahr 1000 lebte Leif Eriksson, einer der Entdecker Amerikas, für ein Jahr als Mitglied der Prätorianergarde König Olavs in Trondheim.
1152 sandte Papst Anastasius IV. den Kardinalbischof Nikolaus Breakspear als Bevollmächtigten nach Norwegen. Dort errichtete dieser in Nidaros eine norwegische Kirchenprovinz mit einem Erzbischof. Es ist anzunehmen, dass dafür ein längerer diplomatischer Vorlauf nötig war. Die Quellen berichten lediglich, dass sich König Sigurd Jorsalfari für die Schaffung eines Erzbistums in Norwegen eingesetzt habe. Norwegen war in 4 Bistümer aufgeteilt, hinzu kamen die Bistümer auf den Färöern und auf Grönland. Außerdem konnte sich die Kirche durch die Einführung des Kirchenzehnten auf eine stabile finanzielle Grundlage stützen. Unter Sigurd und seinen Brüdern war es zu einer religiösen Erneuerungsbewegung gekommen, während dieser viele Klöster gegründet wurden.
Diese wiederum brachten die Strömungen der kontinentaleuropäischen Reformbewegungen nach Norwegen. Nikolaus Breakspeare war selbst Augustiner. Der Bestätigungsbrief des Papstes stammt vom 30. November 1154, wann allerdings Nikolaus Breakspear das Erzbistum gründete, ist nicht genau zu ermitteln. Es war entweder im Herbst 1152 oder in der ersten Hälfte des Jahres 1153. Erster Erzbischof wurde Jon Birgersson. Zur Weihe des Erzbischofs kamen die drei Könige, die Bischöfe des Landes und die vornehmsten Vertreter aller Landesteile und Bistümer, so dass daraus auch eine Kirchen- und Reichsversammlung wurde, die als Muster für spätere Reichsversammlungen und -synoden diente.
Nach König Olavs Tod pilgerten viele zum Totenschrein des heiligen Königs. Die Stadt wuchs und wurde zur reichsten und größten Stadt des Landes. Durch die Reformation endeten die Pilgerzüge, der Schrein wurde vernichtet, und Kirche und Kloster wurden aufgehoben.
Mehrmals brannte die Stadt ab, im Jahre 1651 wurde so die gesamte Altstadt vernichtet. Christian V. ließ darauf eine neue Stadt anlegen. Als Vorbild galt Versailles, vom Markplatz gingen breite Straßen in alle Richtungen. Außerdem wurden Festungsanlagen gebaut. Die Altstadt Trondheims liegt auf einer Halbinsel, die auf drei Seiten vom Fluss und auf einer Seite vom Fjord begrenzt wird. Durch diese günstige, leicht zu verteidigende Lage und den natürlichen Hafen der Flussmündung konnte sich die Stadt zu einem blühenden Handelszentrum der Region entwickeln. Im 17. Jahrhundert wurde die Flussmündung durch einen Erdrutsch für die meisten Schiffe zu flach und ist heute nur noch im untersten Bereich befahrbar.
Ende des 18. Jahrhundert wuchs die Stadt weiter. Grund war der Anschluss an das norwegische Eisenbahnnetz (1877) und an das schwedische Eisenbahnnetz (1881).
Während des Zweiten Weltkriegs war Trondheim von April 1940 bis zum Ende im Mai 1945 von deutschen Truppen besetzt (Operation Weserübung).
Operation Weserübung
Sehenswertes
Zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Norwegens stehen in Trondheim. Der Nidarosdom und der Palast des Erzbischofs befinden sich direkt nebeneinander am Rande der Altstadt. Der Dom ist auch heute noch das geistliche Zentrum Norwegens und alle königlichen Krönungszeremonien finden dort statt.
Die NTNU (Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet) ist mit ca. 30.000 Studenten die wichtigste Universität des Landes und verleiht Trondheim durch den durch sie verursachten niedrigen Altersdurchschnitt der Bevölkerung ein besonderes Flair.
Weiterhin ist Trondheim die Heimat des sowohl national als auch international erfolgreichen Fußballvereins Rosenborg.
Die Lokalzeitung Adresseavisen ist die älteste Tageszeitung Norwegens (gegründet 1776).
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Fernsehturm Tyholttårnet.
Verkehr
Tyholttårnet
Der ÖPNV wird in Trondheim von der privaten Straßenbahn AS Gråkallbanen und dem städtischen Busunternehmen TT betrieben. Trondheim ist Anlegestelle der Schiffe der Hurtigruten. Der Flughafen Trondheim-Værnes zählt ca. 2.100.000 Fluggäste pro Jahr. Eine Katamaranfähre für den Personentransport bietet mehrmals täglich eine schnelle Verbindung nach Kristiansund. In Trondheim existiert ein Fahrradlift, der es erlaubt, Radfahrer einen Hügel hoch zuziehen. Der innerstädtische Verkehr wird zudem unterstützt durch eine Reihe Stationen für Stadtfahrräder (Bysykkel), ähnlich denen in Helsinki.
Söhne und Töchter der Stadt
Trondheim ist der Geburtsort des 6-fachen FIA Rallycross-Europameisters Martin Schanche (sprich: Skanke), der in Norwegen selbst (laut Zeitung VG) zu den 10 bekanntesten Personen des Landes zählt. Darüber hinaus ist Trondheim auch der Heimat- und Wohnort des 4-fachen FIA Rallycross-Europameisters Eivind Opland.
Weblinks
- [http://www.trondheim.kommune.no Webseite von Trondheim] (norwegisch)
- [http://www.trondheim.com Offizielle Webseite von Trondheim] (norwegisch, englisch)
- [http://www.ntnu.no Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet (NTNU)] (norwegisch, englisch)
- [http://www.virtualtrondheim.com Online Travel-Guide] (englisch, norwegisch)
- [http://www.sit.no Wohnheime und Mensen in Trondheim] [norwegisch, englisch]
Siehe auch
- Liste der Erzbischöfe von Nidaros
Kategorie:Ort in Norwegen
Richard WithRichard With ( - 18. September 1846 in Tromsø, Norwegen; † 9. Februar 1930 in Oslo) war Kapitän und der Gründer der norwegischen Hurtigruten Postschiff-Linie.
Er traute sich als erster zu, die Strecke von Bergen bis nach Hammerfest auch bei Nacht zu befahren.
With,Richard
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1893
Politik
- Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland. Neuseeland ist der erste neuzeitliche Staat, der Frauen dieses Bürgerrecht uneingeschränkt zugesteht. Gründung des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF) in Berlin (Selbstauflösung 1933)
- Gründung der Independant Labour Party
- 12. November: Teilung Afghanistans durch den damaligen Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung „Sir Henry M. Durand“ für 100 Jahre von 1893 bis 1993, das auch Durand-Linie genannt wird
- Erste Eingemeindung der damaligen Vororte der Stadt Zürich
Wissenschaft und Technik
- Anders Jonas Ångström misst die Gesamtintensität der Sonnenstrahlung (mit einem Kompensationspyrheliometer)
- Bohemia (Asteroid) wird entdeckt
- Erfindung des Reißverschlusses
- Charles C. Cretors erfindet die erste Popcornmaschine der Welt, so daß eine Popcorn-Produktion im grossen Maßstab nun möglich ist
- Fertigstellung des „Blauen Wunders“ (Brücke über die Elbe in Dresden)
Kultur
- 27. Januar: Uraufführung der Oper Debora von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 11. April: Uraufführung der Oper Magic Ring von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 27. April: Uraufführung der Oper Aljeko von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow im Bolschoi-Theater in Moskau
- 15. Juni: Uraufführung der Operette Poor Jonathan von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 23. Dezember: Uraufführung der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck am Hoftheater in Weimar
- Das Theaterstück „Anatol“ von Arthur Schnitzler wird uraufgeführt
- Erstmaliges stattfinden der Biennale di Venezia
Sport
- 16. Mai: Berliner Schlittschuh-Club e. V., Präsidentschaft von Hugo Ehrentraut
- 9. September: Gründung des VfB Stuttgart
- 15. November: Gründung des Fußballvereins FC Basel
- 1. Januar: Artur Wypochowicz, Antifaschist und Kommunalpolitiker († 1972)
- 5. Januar: Gerhard Lütkens, deutscher Politiker († 1955)
- 5. Januar: Paramahansa Yogananda, indischer Yogi und Guru († 1952)
- 5. Januar: Richard Schneider, katholischer Geistlicher und im KZ Dachau inhaftiert († 1987)
- 12. Januar: Alfred Rosenberg, Ideologe und Politiker des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Hermann Göring, führender Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Michail Iossifowitsch Gurewitsch, († 1976)
- 13. Januar: Sergej Wassiljewitsch Jewsejew, russischer Komponist († 1956)
- 13. Januar: Clark Ashton Smith, US-amerikanischer Dichter, Bildhauer, Maler und Autor († 1961)
- 17. Januar: Ernst Egli, österreichischer Architekt und Stadtplaner († 1974)
- 19. Januar: Johannes Dieckmann, deutscher Journalist und Politiker († 1969)
- 22. Januar: Conrad Veidt, deutscher Schauspieler († 1943)
- 23. Januar: Fritz Baade, deutscher Politiker und MdR († 1974)
- 26. Januar: Bessie Coleman, US-amerikanische Pilotin († 1926)
- 29. Januar: Marţian Negrea, rumänischer Komponist († 1973)
- 31. Januar: Freya Madeline Stark, englische Forschungsreisende und Reiseschriftstellerin
- 2. Februar: Omar Bradley, US-amerikanischer Fünf-Sterne-General († 1981)
- 3. Februar: Gaston Maurice Julia, französischer Mathematiker († 1978)
- 5. Februar: Roman Ingarden, polnischer Philosoph († 1970)
- 16. Februar: Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, Marschall der Roten Armee in der Sowjetunion († 1937)
- 22. Februar: Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer († 1980)
- 28. Februar: Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin, Filmemacher und Filmtheoretiker der Sowjetunion († 1953)
- 1. März: Edlef Köppen, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur († 1939)
- 1. März: Mercedes de Acosta, Schriftstellerin, Modedesignerin († 1968)
- 5. März: Guus de Serière, niederländischer Fußballspieler († 1980)
- 6. März: Molla Mallory, norwegische Tennisspielerin († 1959)
- 7. März: Siegfried Rädel, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer († 1943)
- 9. März: Roland Jacobi, ungarischer Tischtennisspieler († 1951)
- 11. März: Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe († 1986)
- 12. März: Erwin Planck, deutscher Politiker († 1945)
- 16. März: Friedrich von Basse Beteiligter am Hitlerattentat vom 20. Juli, Oberbürgermeister in Weißenfels und der Lutherstadt Wittenberg, Dozent an den Universitäten Leipzig und Halle
- 18. März: Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer († 1987)
- 19. März: José María Velasco Ibarra, Staatspräsident Ecuadors († 1979)
- 21. März: Bo Carter, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1964)
- 21. März: Hans Zulliger, Schweizer Volksschullehrer († 1965)
- 24. März: Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker († 1960)
- 27. März: Karl Mannheim, deutscher Philosoph und Soziologe († 1947)
- 31. März: Clemens Krauss, Dirigent († 1954)
- 31. März: Samuel Münchow, dänisch-deutscher Politiker († 1976)
- 3. April: Leslie Howard, britischer Schauspieler († 1943)
- 6. April: Robert Noorduyn, niederländischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur († 1959)
- 8. April: Mary Pickford, Schauspielerin der Stumm- und frühen Tonfilmzeit († 1979)
- 10. April: Heinrich Georg Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 10. April: Heinrich Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 11. April: Dean Gooderham Acheson, US-Außenminister von 1949 bis 1953 († 1971)
- 13. April: Willi Hammelrath, Gründer der Arbeiterhochschule Burg Vondern († 1966)
- 17. April: Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin († 1993)
- 20. April: Harold Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler († 1971)
- 20. April: Joan Miró, spanischer Maler († 1983)
- 21. April: Walter Bartram, deutscher Politiker († 1971)
- 21. April: Walter Christaller, deutscher Geograf († 1969)
- 23. April: Adolf Cillien, deutscher Politiker und MdB († 1960)
- 23. April: Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA († 1969)
- 23. April: Frank Borzage, US-amerikanischer Filmregisseur († 1962)
- 23. April: Willi Busch, deutscher Schauspieler († 1951)
- 29. April: Harold Clayton Urey, US-amerikanischer Chemiker († 1981)
- 29. April: Johann Reichhart, letzter Scharfrichter Deutschlands († 1972)
- 30. April: Joachim von Ribbentrop, Politiker in der Zeit des NS-Regimes und Außenminister († 1946)
- 30. April: Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop, deutscher Außenminister († 1946)
- 3. Mai: Konstantin Gamsachurdia, georgischer Schriftsteller († 1975)
- 5. Mai: Joseph Maria Lutz, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 6. Mai: Wilhelm Kohlhoff, deutscher Maler und Graphiker († 1971)
- 6. Mai: Hinrich Wilhelm Kopf, erster Ministerpräsident von Niedersachsen († 1961)
- 11. Mai: Martha Graham, US-amerikanische Tänzerin, Choreografin und Pädagogin († 1991)
- 18. Mai: Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker († 1964)
- 27. Mai: Hermann Dörnemann, der älteste Mann der Welt seiner Zeit
- 28. Mai: Mina Witkojc, niedersorbische Dichterin und Publizistin († 1975)
- 31. Mai: Jos van Son, niederländischer Fußballspieler († 1956)
- 6. Juni: Otto Pankok, deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer († 1966)
- 11. Juni: Karl Weissenberg, Physiker und einer der ersten Rheologen
- 13. Juni: Dorothy L. Sayers, englische Krimi-Schriftstellerin und Übersetzerin († 1957)
- 13. Juni: Reinhold Tiling, deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier († 1933)
- 17. Juni: Hermann Matern, SED-Funktionär der DDR († 1971)
- 20. Juni: Wilhelm Zaisser, Minister für Staatssicherheit in der DDR († 1958)
- 21. Juni: Alois Hába, tschechischer Komponist († 1973)
- 23. Juni: Ernst Theodor Eichelbaum, deutscher Politiker und MdB († 1991)
- 25. Juni: Otto Lasch, deutscher Offizier der Wehrmacht († 1971)
- 28. Juni: Florence Henri, US-amerikanische Malerin und Fotografin († 1982)
- 28. Juni: Hugo Scharnberg, deutscher Politiker († 1979)
- 30. Juni: Horst Wolfram Geißler, deutscher Schriftsteller († 1983)
- 30. Juni: Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR († 1973)
- 3. Juli: Mississippi John Hurt, US-amerikanischer Blues-Sänger und Gitarrist († 1966)
- 3. Juli: Sándor Bortnyik, ungarischer Maler († 1976)
- 8. Juli: Fritz Perls, deutsch-jüdischer Psychiater und Psychotherapeut († 1970)
- 10. Juli: Paul Ortwin Rave, deutscher Kunsthistoriker († 1962)
- 17. Juli: Boris Rajewsky, deutscher Biophysiker und Strahlenforscher († 1974)
- 17. Juli: Wilhelm Dieckmann, Widerstandskämpfer im Dritten Reich
- 19. Juli: Wladimir Majakowski, russischer Dichter, († 1930)
- 20. Juli: Alexandros I., König von Griechenland († 1920)
- 21. Juli: Eugen Schüfftan, deutscher Kameramann und Erfinder († 1977)
- 21. Juli: Hans Fallada, deutscher sozialkritischer Schriftsteller († 1947)
- 23. Juli: Heinrich Imig, deutscher Politiker († 1956)
- 25. Juli: Wilhelm Cleven, Weihbischof in Köln († 1983)
- 26. Juli: George Grosz, deutscher Maler und Grafiker († 1959)
- 28. Juli: Meinrad Inglin, Schweizer Schriftsteller († 1971)
- 28. Juli: Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist († 1952)
- 30. Juli: Hyazinth Graf Strachwitz, deutscher General und Panzerkommandeur in der Wehrmacht († 1968)
- 8. August: Ludwig Grote, deutscher Kunsthistoriker († 1974)
- 12. August: Willy Marschler, deutscher nationalsozialistischer Politiker († 1951)
- 16. August: Hans Koch, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 17. August: Walter Noddack, deutscher Chemiker († 1960)
- 19. August: Richard Reitzner, deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 22. August: Dorothy Parker, US-amerikanische Schriftstellerin († 1967)
- 22. August: Ernst Waldow, deutscher Schauspieler († 1964)
- 23. August: Georgi Wassiljewitsch Florowski, orthodoxer Theologe († 1979)
- 31. August: Lilly Laskine, französische Harfenistin († 1988)
- 8. September: Erik Reger, deutscher Schriftsteller († 1954)
- 10. September: Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher († 1945)
- 10. September: Johanna Bormann, Angehörige der SS und Wärterin in Konzentrationslagern († 1945)
- 16. September: Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker († 1986)
- 18. September: Arthur Benjamin, australischer Komponist († 1960)
- 20. September: Hans Scharoun, deutscher Architekt († 1972)
- 21. September: Erna Scheffler, deutsche Juristin († 1983)
- 22. September: Hans Leip, deutscher Dichter, Schriftsteller († 1983)
- 22. September: Linus Kather, deutscher Politiker MdB, MdL († 1983)
- 23. September: Cläre Lotto, deutsche Tänzerin und Schauspielerin († 1952)
- 26. September: Milos Crnjanski, ungarische Dichter, Erzähler, Reiseautor und Bühnendichter († 1977)
- 27. September: Birger Forell, Pfarrer, Flüchtlingshelfer († 1958)
- 30. September: Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe († 1950)
- 1. Oktober: Marianne Brandt, deutsche Malerin, Bildhauerin und Designerin († 1983)
- 6. Oktober: Ernst Gäumann, Schweizer Botaniker, Mykologe, Universitätsprofessor († 1963)
- 9. Oktober: Heinrich George, deutscher Schauspieler († 1946)
- 9. Oktober: Mário Raúl de Morais Andrade, brasilianischer Schriftsteller und Lyriker († 1945)
- 12. Oktober: Matthias Joseph Mehs, deutscher Politiker und Heimatschriftsteller († 1976)
- 13. Oktober: Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker († 1978)
- 14. Oktober: Lillian Gish, US-amerikanische Schauspielerin († 1993)
- 15. Oktober: Carol II., von 1930 bis 1940 König von Rumänien († 1953)
- 20. Oktober: Jomo Kenyatta, Ministerpräsident Kenias († 1978)
- 23. Oktober: Ernst Julius Öpik, estnischer Astronom († 1985)
- 24. Oktober: Kurt Huber, deutscher Professor, Volksliedforscher, Mitglied der Weißen Rose († 1943)
- 26. Oktober: Andreas Predöhl, deutscher Ökonom († 1974)
- 28. Oktober: Karl Farkas, österreichischer Schauspieler und Kabarettist († 1971)
- 30. Oktober: Roland Freisler, Richter und Präsident des Volksgerichtshofes († 1945)
- 1. November: A. Paul Weber, deutscher Zeichner († 1980)
- 1. November: Andreas Paul Weber, deutscher Lithograph, Zeichner und Maler († 1980)
- 6. November: Edsel Ford, Sohn von Henry Ford († 1943)
- 8. November: Rama VII., König von Siam († 1941)
- 13. November: Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker († 1986)
- 15. November: Carlo Emilio Gadda, italienischer Schriftsteller († 1973)
- 22. November: Raymond Collishaw, englischer Militärpilot und Befehlshaber († 1976)
- 27. November: Max Burghardt, deutscher Intendant, Vorsitzender des Kulturbundes der DDR († 1977)
- 1. Dezember: Ernst Toller, deutscher Politiker, Revolutionär und Schriftsteller († 1939)
- 9. Dezember: Dom Paul Benoît, luxemburger Komponist († 1979)
- 12. Dezember: Edward G. Robinson, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Dezember: Erwin Piscator, deutscher Regisseur und Theaterleiter († 1966)
- 21. Dezember: Anton Dietzenschmidt, deutscher Dramatiker († 1955)
- 24. Dezember: Wout Buitenweg, niederländischer Fußballspieler († 1976)
- 26. Dezember: Elisabet van Randenborgh, deutsche Schriftstellerin († 1983)
- 26. Dezember: Mao Zedong, chinesischer Politiker († 1976)
- 28. Dezember: Ernst Römer, österreichisch-mexikanischer Dirigent, Musikpädagoge und Komponist
- 7. Januar: Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker ( - 1835)
- 11. Januar: Benjamin Franklin Butler, US-amerikanischer General ( - 1818)
- 13. Januar: Melitta Otto-Alvsleben, deutsche Sängerin ( - 1842)
- 17. Januar: Rutherford B. Hayes, 19. Präsident der USA ( - 1822)
- 22. Januar: Vinzenz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent ( - 1811)
- 18. Februar: Gerson Bleichröder, deutscher Bankier ( - 1822)
- 20. Februar: Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten Staaten von Amerika ( - 1818)
- 22. April: Franziska Berg, deutsche Schauspielerin ( - 1813)
- 1. Mai: Alexander Kaufmann, deutscher Schriftsteller ( - 1817)
- 14. Mai: Ernst Eduard Kummer, deutscher Mathematiker ( - 1810)
- 23. Mai: Anton von Schmerling, österreichischer Politiker und Jurist ( - 1805)
- 5. Juni: Julio Popper, Kartograph von Havanna, Freimaurer ( - 1857)
- 7. Juni: Edwin Booth, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1833)
- 15. Juni: Ferenc Erkel, ungarischer Komponist ( - 1810)
- 26. Juni: Konstantin Karlowitsch Albrecht, russischer Komponist ( - 1836)
- 29. Juni: Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln ( - 1804)
- 6. Juli: Guy de Maupassant, französischer Schriftsteller und Dichter ( - 1850)
- 10. Juli: Henry Nettleship, englischer klassischer Philologe ( - 1839)
- 14. Juli: Karl Braun, deutscher Freihändler ( - 1822)
- 25. Juli: Paul d'Abrest, böhmischer Schriftsteller ( - 1850)
- 6. August: Jean-Jacques Challet-Venel, Schweizer Politiker ( - 1811)
- 7. August: Alfredo Catalani, italienischer Opern-Komponist ( - 1854)
- 11. August: Heinrich Schmieder, Theologe und Ehrenbürger Wittenbergs ( - 1794)
- 16. August: Jean-Martin Charcot, französischer Neurologe ( - 1825)
- 27. August: Peter Mitterhofer, Zimmermann und Erfinder (Schreibmaschine) ( - 1822)
- 5. September: Hermann Hunaeus, Architekt ( - 1812)
- 11. September: Adolphe Yvon, französischer Maler ( - 1817)
- 14. September: Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker ( - 1834)
- 25. September: Marie Louise von François, deutsche Schriftstellerin ( - 1817)
- 8. Oktober: Patrice de Mac-Mahon, Marschall von Frankreich und zweiter Präsident der Dritten Republik ( - 1808)
- 11. Oktober: Ford Madox Brown, britischer Maler ( - 1821)
- 18. Oktober: Charles Gounod, französischer Komponist ( - 1818)
- 27. Oktober: Friedrich Wilhelm Dörpfeld, deutscher Pädagoge ( - 1824)
- 30. Oktober: John Joseph Caldwell Abbott, der erste „einheimische“ kanadische Premierminister ( - 1821)
- 30. Oktober: Karl Bodmer, Schweizer Maler ( - 1809)
- 6. November: Pjotr Iljitsch Tschaikowski, russischer Komponist ( - 1840)
- 1. Dezember: Eduard Franck, deutscher Komponist ( - 1817)
- 4. Dezember: Heinrich Göbel, deutsch-amerikanischer Erfinder ( - 1818)
- 4. Dezember: John Tyndall, irischer Physiker ( - 1820)
- 27. Dezember: Charles Merivale, englischer Historiker und Dekan der Kathedrale von Ely ( - 1808)
- 30. Dezember: Samuel White Baker, englischer Afrikaforscher ( - 1821)
Staatsoberhäupter
Afrika
- Ägypten: Abbas II. Hilmi, Khedive (1892–1914)
- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (1889–1909)
Amerika
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
Asien
- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (1867–1912)
Europa
- Belgien (Sachsen-Coburg-Gotha/Wettiner): Leopold II., König der Belgier (1865–1909)
- Dänemark (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Christian IX., König (1863–1906)
- Deutsches Reich (Hohenzollern): Wilhelm II., Deutscher Kaiser (1888–1918)
- Frankreich Marie François Sadi Carnot, Präsident (1887–1894)
- Griechenland (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Georg I., König der Hellenen (1863–1913)
- Großbritannien und Irland: (Welf: Este) Victoria, Königin (1837–1901)
- Italien: Humbert I., König (1878–1900)
- Liechtenstein: Johann II., Fürst (1858–1929)
- Luxemburg (Haus Nassau): Adolf, Großherzog (1890–1905)
- Montenegro (Haus Petrowitsch Rjegosch): Nikita Petrović, Fürst (1878–1918)
- Niederlande (Haus Nassau)- Wilmelmina, Königin (1890–1948)
- Österreich-Ungarn (Habsburg): Franz Joseph I., Kaiser (1848–1916)
- Portugal (Sachsen-Coburg-Saalfeld/Wettiner): Karl I., König (1889–1908)
- Rumänien (Hohenzollern-Sigmaringen): Karl I., König (1878–1914)
- Russisches Reich (Romanow-Holstein-Gottorp/Oldenburger) Alexander III., (Kaiser/Zar) (1881–1894)
- Schweden (Haus Bernadotte): Oskar II., König (1872–1907)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident, (1894)
- Serbien: Aleksandar I. Karađorđević, König (1889–1903)
- Spanien: Alfons XIII., König (1886–1931)
- Türkisches Reich: Abdulhamid II., Großsultan (1876–1909)
ko:1893년
simple:1893
th:พ.ศ. 2436
HammerfestHammerfest ist eine Stadt im Norden Norwegens auf der Insel Kvaløy in der Provinz Finnmark %28Verwaltungsbezirk%29. Hammerfest war lange die nördlichste Stadt der Welt bis Honningsvåg in den 90er Jahren Stadt-Status bekam. Hammerfest hat 9.319 Einwohner (2005). Die Stadtgründung wurde 1789 gefeiert.
Wetter
Da die Stadt nördlich des Polarkreises liegt, geht zwischen Mitte Mai bis Ende Juli die Sonne nicht unter, im Winter dagegen monatelang nicht auf. Dafür erhellt dann der Mond die Stadt fast taghell. Nicht zuletzt wegen der langen Winternacht bekam die Stadt 1891 als erste in Europa eine elektrische Straßenbeleuchtung.
Wirtschaft
Wichtigster Produktionszweig ist die Fischerei, insbesondere der Walfang. Daneben eröffnet die Berufsfachschule in zahlreichen Ausbildungsberufen eine Perspektive für junge Menschen.
Verkehr
Hammerfest ist Anlegestelle der Hurtigrutenschiffe. Den Flugplatz nutzen ca. 80.000 Fluggäste im Jahr. Der Ort ist ca. 58 km von der E6 entfernt.
Sehenswürdigkeiten
- Eisbärenclub: dieser Club hat über 200.000 Mitglieder. Jeder Besucher der Ausstellung über die Geschichte der Stadt, über das Eismeer und Walfang kann mit einem einmaligem Beitrag Mitglied werden. (The Royal and Ancient Polar Bear Society). Der Eisbärenclub liegt am Hafen in der Nähe des Hurtigruten-Anlegers.
- Meridianstein in dem Vorort Fuglenes, der an ein großes Vermessungsprojekt (Struve-Bogen) von Schweden, Russland und Norwegen im 19. Jahrhundert erinnert.
- Aussichtspunkt Salen, 80 m über der Stadt hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt und die Umgebung.
- Das Wiederaufbaumuseum zeigt den Aufbau Hammerfests nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Truppen.
- Kirche von Hammerfest, das einzige Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat.
- Kirche St. Michael, erbaut von deutschen Freiwilligen. Das Mosaik in der Kirche besteht aus ca. 10.000 Teilen.
Bilder
Bild:From the north, Hammerfest, Norway.jpg|Hammerfest aus nördlicher Richtung, um 1900
Bild:Hammerfest Juni 2005.jpg|Hammerfest im Juni 2005
Bild:Hammerfest Meridiandenkmal 1975.jpg|Hammerfest, Meridianmonument
Bild:Hammerfest Kirche.jpg|Hammerfest von einem Schiff der Hurtigruten aus
Weblinks
- [http://www.hammerfest.kommune.no/ Seite der Kommune Hammerfest] (norwegisch)
Kategorie:Ort in Norwegen
KirkenesKirkenes (norweg. [çɪrkənɛs]) ist eine Stadt in der Gemeinde Sør-Varanger, ganz im Osten der Provinz Finnmark in Nord-Norwegen.
Allgemeines
Die Stadt ist Verwaltungssitz der Gemeinde Sør-Varanger. Sie liegt am Varangerfjord und hat 4.900 Einwohner. Die geografische Lage ist: 30°19'29" o.B. und 69°38'56" n.L.. Ein großer Anteil der Einwohner kommen aus dem Ausland. Die Entfernung zur Grenze mit Russland beträgt ca. 10 km, die zu Finnland ca. 35 km.
Wirtschaft
Kirkenes entstand als ein Verschiffungshafen für Eisenerz. Bis zum Jahre 1996 lebten die meisten Einwohner vom Abbau des Eisenerzes. Heute ist der Haupterwerb der Einwohner von Kirkenes der Fischfang und der Dienstleistungssektor.
Verkehr
Seit 1908 ist die Stadt der Wendepunkt der Schiffe der Hurtigruten. Da der Hafen weit im Inneren des Varangerfjords liegt und nicht vom Golfstrom erreicht wird, muss der zugefrorene Fjord oft von Eisbrechern frei gemacht werden.
Den Flughafen in Høybuktmoen nutzen ca. 150.000 Passagiere pro Jahr.
Die Europastraße 6 und die Europastraße 105 enden (beziehungsweise beginnen) in Kirkenes.
Geschichte
Um 1900 war Kirkenes ein kleiner Ort mit einer Kirche (norweg. kirke) auf einer Landzunge (nes). Der Eisenerzabbau ließ die Stadt ab 1908 wachsen.
Kirkenes war im Zweiten Weltkrieg mit insgesamt 320 Luftangriffen eine der meist bombardierten Städte in Norwegen. Im Ort waren ca. 30.000 Soldaten stationiert. Wichtig war die Verteidigung der Erzgruben und der Zugang zum Hafen Murmansk, der einzige Hafen im europäischen Teil der damaligen Sowjetunion, der nicht von der Deutschen Wehrmacht kontrolliert wurde. In der Zeit des zweiten Weltkrieges wurde Kirkenes fast komplett zerstört, nur ca. 20 Häuser blieben stehen.
Grenze zu Russland
Bei Kirkenes befindet sich ein Grenzübergang nach Russland und Murmansk. Die etwa 80 km lange Grenze zwischen Norwegen und Russland endet im Norden bei der Ortschaft "Grense Jakobselv" ("Grenze Jakobsfluss"). Während des kalten Krieges war dies die einzige unmittelbare Landesgrenze | | |