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Hyakutake

Hyakutake

Der Komet Hyakutake (offizieller Name: C/1996 B2) ist ein langperiodischer Komet, der im Jahr 1996 mit dem bloßen Auge beobachtet werden konnte. Er wurde auch als Der Große Komet von 1996 bezeichnet.

Entdeckung

Der Komet wurde am 30. Januar 1996 von Yuji Hyakutake entdeckt. Es war bereits der zweite unter diesem Namen bekannte Komet. Der erste, C/1995 Y1, wurde von Hyakutake nur wenige Wochen vorher entdeckt. Während er seinen ersten Kometen weiter beobachtete - dieser wurde nie freiäugig sichtbar - fand er zu seiner großen Überraschung diesen zweiten Kometen an fast der gleichen Position, wo er schon den ersten entdeckt hatte.

Umlaufbahn

Der Komet Hyakutake läuft auf einer extrem langgestreckten, elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. Der sonnennächste Punkt der Bahn (Perihel), den der Komet am 1. Mai 1996 durchlaufen hat, liegt mit 0,230 AE noch innerhalb der Bahn des Planeten Merkur, während der sonnenfernste Punkt (Aphel) mit ungefähr 4700 AE beinahe 1/10 Lichtjahr von der Sonne entfernt ist. Seine Bahn ist rund 55° gegen die Ekliptik geneigt. Da sich Hyakutake aber retrograd (rückläufig) um die Sonne bewegt, wird die Bahnneigung mit 125° angegeben. Der Komet hat das innere Sonnensystem bereits vor ungefähr 8.000 Jahren durchlaufen. Die Gravitationswirkungen der Gasriesen während seiner Passage 1996 haben seine Umlaufbahn so gestört, dass er erst in ungefähr 14.000 Jahren wieder zurückkehren wird.

Sichtbarkeit

Bereits die ersten Bahnbestimmungen zeigten, dass der Kometen sehr nahe an der Erde vorbeiziehen würde, in einer Entfernung von nur 0,109 Astronomischen Einheiten. Da der 1995 entdeckte Komet Hale-Bopp bereits als möglicher großer Komet angekündigt war, brauchte die Astronomen allerdings einige Zeit, um sich darüber klar zu werden, dass auch Hyakutake eine spektakuläre Erscheinung werden würde. Astronom Mitte März war der Komet noch ziemlich unauffällig. Er leuchtete mit der scheinbaren Helligkeit eines Sterns 4. Größe und sein Schweif hatte eine Länge von ungefähr 5°. Als er sich Sonne und Erde weiter näherte, wurde er schnell heller und sein Schweif wurde länger. Bei seiner größten Annäherung an die Erde am 24. März 1996 war er eines der hellsten Objekte am Nachthimmel und sein Schweif erstreckte sich mit einer beeindruckenden Länge von 75° über den Himmel. Die Koma zeigte eine deutlich sichtbare blau-grüne Färbung. Da Hyakutake nur wenige Tage in seiner größten Helligkeit sichtbar war, konnte er das öffentliche Interesse nicht so stark auf sich lenken wie der Komet Hale-Bopp im folgenden Jahr. Zudem konnten viele europäische Beobachter den Komet an seinen hellsten Tagen wegen ungünstiger Witterungsverhältnissen nicht beobachten. Viele Leute, die sowohl den Kometen Hyakutake als auch Hale-Bopp sahen, halten Hyakutake für die beeindruckendere Erscheinung. Die Ulysses-Raumsonde flog ungeplant und unerwartet im Mai 1996 durch den Schweif des Kometen. Basierend auf diesem Ereignis, wurde die Schweiflänge auf mindestens 500 Millionen Kilometer bestimmt. Beobachtungen von der Erde stellten die Existenz von Ethan und Methan im Kometen fest. Es war das erste Mal, dass diese beiden Gase in Kometen nachgeweisen wurden. Mit dem Röntgensatelliten ROSAT wurde auch festgestellt, dass Hyakutake Röntgenstrahlen aussendet, was ebenso bei noch keinem anderen Kometen beobachtet wurde. Radarmessungen des Goldstone-Observatoriums zeigten, dass der Kometenkern nur 2 km groß war. Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope ließen erkennen, dass sich kleine Fragmente vom Kometenkern lösten, die dann ihre eigenen, kurzen Schweife ausbildeten.

Weblinks


- [http://www.eso.org/outreach/info-events/hyakutake/ ESO-Homepage zum Kometen Hyakutake] (Englisch)
- [http://lexikon.astronomie.info/komet/halebopp/BilderHyakutake.html Komet Hyakutake im Astrolexikon] Hyakutake ja:百武彗星

1996

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Habichtspilz (Sarcodon imbricatus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Politik


- 1. Januar: Jean-Pascal Delamuraz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Slowenien wird Mitglied in der CEFTA (Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen)
- 1. Januar: Türkei tritt der EU-Zollunion bei
- 18. Januar: Neue Verfassung in Kamerun
- 18. Januar: In Lübeck sterben bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft 10 Menschen
- 27. Januar: Republik Niger. Militärputsch des Generalstabschefs Oberst Baré
- 5. Februar: Andorra wird Mitglied in der Welttourismusorganisation (World Tourism Organisation)
- 5. Februar: Neue Gesetze zur Dezentralisierung in Senegal
- 7. Februar: Lesotho. Letsie III. wird als Staatspräsident vereidigt
- 7. Februar: Die gemischte Kulturkommission tritt in Luxemburg zusammen
- 22. Februar: Papst Johannes Paul II. gibt das Dekret Universi Dominici Gregis über die Papstwahl heraus
- 24. Februar: Abschuss von 2 kleinen Verkehrsflugzeugen über internationalen Gewässern durch Kuba
- 25. Februar: Äquatorialguinea, vorgezogene Präsidentschaftswahlen
- 28. Februar: Russland wird Mitglied im Europarat
- 9. März: Dr. Jorge Sampaio wird Staatspräsident in Portugal
- 11. März: John Howard wird Regierungschef in Australien
- 16. März: Komoren. Wahl von Staatspräsident Taki
- 18. März: In Benin wird Mathieu Kérékou Staatspräsident
- 19. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Bulgarien. In Kraft seit dem 13. August 1997
- 25. März: Jan Philipp Reemtsma wird für 32 Tage entführt
- 27. März: Die Europäische Union verhängt ein Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch
- 29. März: Dr. Ahmad Tejan Kabbah wird Staatspräsident in Sierra Leone
- 18. April: Durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird entschieden, dass die in den Jahren 1945 bis 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone durchgeführten Enteignungen von Grundbesitz im Sinne des Einigungsvertrages von 1990 nicht rückgängig zu machen sind
- 21. April: Armenien unterzeichnet das Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU in Luxemburg
- 22. April: Aserbaidschan unterzeichnet in Brüssel das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit der EU
- 22. April: Umsturzversuch in Paraguay durch General Lino Oviedo. Danach im Exil in Brasilien
- 24. April: Andorra wird Mitglied in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
- 5. Mai: Spanien. José María Aznar wird Ministerpräsident
- 25. Mai: Der ehemalige bulgarische Zar Simeon II. besucht Bulgarien
- 29. Mai: Mazedonien unterzeichnet die Helsinki Schlussakte
- 29. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Russland
- 12. Juni: Bangladesch. Freie Parlamentswahlen
- 20. Juni: Handels- und Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 22. Juni: Ägypten. Der Arabische Gipfel in Kairo bestätigt den arabischen Willen zum Frieden; erteilt Ägypten das Mandat, gegenüber Israel auf Fortsetzung des Friedensprozesses zu drängen
- 30. Juni: Parlamentswahlen in der Mongolei
- 3. Juli: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Sachsen
- 4. Juli: Kriegsgräber-Abkommen zwischen Deutschland und Litauen
- 7. Juli: Republik Niger. Präsidentschaftswahlen
- 25. Juli: Burundi. Militärputsch durch Major Pierre Buyoya
- 31. Juli: Wirtschaftssanktionen gegen Burundi als Folge des Militärputsches
- 16. August: Dominikanische Republik. Dr. Leonel Fernández Reyna wird Staatspräsident
- 4. September: Madagaskar. Per Gericht wird Präsident Albert Zafy die Amtsausübung untersagt
- 27. September: Der frühere afghanische Staatschef Mohammed Nadschibullah wird von Taliban-Kämpfern in Kabul hingerichtet
- 2. Oktober: Bulgarien. Ermordung des ehemaligen Ministerpräsidenten Andrej Lukanov
- 12. Oktober: Parlamentswahlen in Neuseeland
- 17. Oktober: Nauru wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Oktober: Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Sambia
- 27. Oktober: Bulgarien. Petar Stojanovs wird Präsident
- 6. November: Kroatien wird in den Europarat aufgenommen
- 12. November: Mena-Konferenz in Kairo, Ägypten
- 14. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Weißrussland
- 22. November: Polen tritt der OECD bei
- 24. November: Erste Regionalwahlen in Senegal
- 29. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Estland
- 1. Dezember: Bulgarien wird Mitglied in der Welthandelsorganisation WTO
- 1. Dezember: Komoren. Parlamentswahlen
- 2. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Lissabon, Portugal
- 21. Dezember: Bulgarien. Rücktritt des Ministerpräsidenten Shan Videnov
- 31. Dezember: Bayern. Das Sicherheitswachtgesetz tritt in Kraft

Wissenschaft und Technik


- 30. Januar: Komet Hyakutake entdeckt
- 9. Februar: Forscher der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt geben die Entdeckung des Ununbiums bekannt
- 10. Februar: Deep Blue besiegt erstmals Schachmeister Garry Kasparow
- 20. März: Britische Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen BSE und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
- 30. Juni: Der amerikanische Unterhaltungselektronik-Hersteller Atari fusioniert mit dem Festplatten-Hersteller JTS
- 5. Juli: Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier der Welt, wird geboren
- 22. September, der Fernsehsender h1 geht als Offener Kanal Hannover erstmals auf Sendung
- 19. Oktober: Greenpeace stellt das erste Dreiliterauto vor, einen umgebauten Serienwagen, den Twingo Smile

Kultur


- Eröffnung des Ciutat de les Arts i les Ciències in Valencia
- Erstmaliges stattfinden der Kunstaustellung Manifesta
- Schulen ans Netz
- Das nürnberger Kulturzentrum K4 wird eröffnet
- Gründung des Virginia Holocaust Museum

Katastrophen


- 8. Januar: Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Eine Antonow An-32 der African Air stürzte in ein Stadtzentrum. 237 Menschen starben
- 3. Februar: In Yunnan Sheng, nahe Lijiang, Volksrepublik China ereignet sich ein Erdbeben der Stärke 7,0, etwa 300 Tote
- 6. Februar: 189 Menschen starben beim Absturz einer Boeing 757 der türkischen Fluggesellschaft Birgenair kurz nach dem Start vom Flughafen der Küstenstadt Puerto Plata/Dominikanische Republik ins Meer. Das Flugzeug war von einem deutschen Reiseveranstalters gechartert worden und sollte Touristen aus Deutschland nach Frankfurt bringen. Ursache des Absturzes war technisches Versagen gefolgt von menschlichem Versagen
- 17. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 8,2 in der Region Irian Jaya, Indonesien. 166 Tote
- 29. Februar: Arequipa, Peru. Eine aus Lima kommende Boeing 737 der Faucett prallte beim Landeanflug gegen einen Berg, wobei alle 123 Personen umkamen
- 18. März: In Manila sterben bei einem Brand in einer Diskothek wegen verschlossener Notausgänge 150 Menschen
- 19. März: Ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China, 24 Tote
- 28. März: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in Ecuador. 27 Tote
- 11. April: Bei einem Brandunglück im Abfertigungsgebäude des Düsseldorfer Flughafens starben 17 Menschen. Die Terminals wurden weitgehend zerstört. Ursache waren unsachgemäß ausgeführte Schweißarbeiten
- 11. Mai: Everglades, Florida, USA: Nach einem Feuer im Frachtraum stürzt auf dem Flug von Miami nach Atlanta eine Douglas DC-9 der ValueJet Airlines ab. Alle 110 Insassen sterben
- 4. Juni: Absturz der Rakete Ariane 5 beim Start in Französisch-Guayana
- 15. Juli: Eindhoven, Niederlande. Eine Lockheed C-130 Hercules fängt bei einer Bruchlandung Feuer. 34 Menschen starben, 7 wurden gerettet
- 17. Juli: Kurz nach dem Start von New York City explodierte die Boeing 747–131 des TWA-Fluges 800 in gut 4 km Höhe. Alle 230 Menschen an Bord kommen ums Leben. Die Teile der Maschine können zu 95 % wiederaufgebaut und zusammengesetzt werden
- 29. August: Spitzbergen, Norwegen. Eine russische Tupolew Tu-154 prallte gegen einen Berg. Alle 141 Menschen an Bord starben
- 2. September: Bei Wartungsarbeiten stürzt auf dem Areal der Sendeanlage Langenberg ein 165 Meter hoher Sendemast um. Es gab keine Verletzten, es entstand aber ein Sachschaden von 5,3 Millionen DM
- 25. September: Waddenzee, Niederlande. Eine Douglas DC-3 stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 32 Menschen an Bord starben
- 30. September: Bei einem Auffahrunfall der Achterbahn Eurostar auf dem Münchner Oktoberfest werden 26 Menschen verletzt
- 2. Oktober: Lima, Peru. Eine Boeing 757 der Aero Peru stürzte kurz nach dem Start vom Lima International Airport ins Meer. Alle 70 Menschen an Bord starben
- 7. November: Lagos, Nigeria. Absturz einer Boeing 727. Alle 143 Menschen starben
- 12. November: Indien. Kollision in der Luft zwischen einer Boeing 747 der Saudi Arabian Airways und einer Iljuschin Il-76 der Kazak Airlines. Alle 349 Personen in beiden Flugzeugen starben
- 23. November: Komoren. Eine entführte Boeing 767 der Ethiopian Airlines zerbricht bei der Notwasserung und sinkt, 125 der 175 Insassen kamen dabei um
- 24. Dezember: Indien. Absturz einer Hindustan Aeronautics 748 der Indischen Luftwaffe. Alle 22 Menschen an Bord starben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 16. März: Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Frank Bruno im MGM Grand, Las Vegas, durch technischen K. o
- 15. Mai: FC Bayern München wird UEFA-Cup-Sieger
- 10. Juni: Uwe Krupp schießt die Colorado Avalanche zum ersten Stanley Cup-Sieg ihrer Geschichte
- 30. Juni: Deutschland wird Fußball-Europameister, mit dem ersten Golden Goal in der Geschichte durch Oliver Bierhoff
- 19. Juli bis 4. August: XXVI. Olympische Sommerspiele in Atlanta/USA
- 23. November: Henry Maske verliert im letzten Kampf seiner Profi-Karriere gegen Virgil Hill nach Punkten

Geboren


- 14. Juni: Christian Maldini, italienischer Fußballer
- 5. Juli: Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier († 14. Februar 2003)
- 25. Juli: Prinzessin Maria-Olympia, Tochter von Kronprinz Pavlos von Griechenland, und Kronprinzessin Marie-Chantal von Griechenland
- 17. Oktober: Prinzessin Marie-Caroline, Tochter von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern

Gestorben


- 4. Januar: Bob Flanagan, US-amerikanischer Schriftsteller und Künstler (
- 1952)
- 5. Januar: Thomas Ruf, deutscher Politiker (
- 1911)
- 5. Januar: Fritz Huschke von Hanstein, deutscher Motorsportler (
- 1911)
- 6. Januar: Kurt Schmücker, deutscher Politiker (
- 1919)
- 6. Januar: Willy Czernik, deutscher Operetten- und Filmkomponist (
- 1901)
- 8. Januar: François Mitterrand, französischer Politiker, 1981–1995 Staatspräsident von Frankreich (
- 1916)
- 11. Januar: Walter M. Miller, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1923)
- 12. Januar: Bartel Leendert van der Waerden, niederländischer Mathematiker (
- 1903)
- 15. Januar: Moshoeshoe II., ehemaliger König von Lesotho (
- 1938)
- 19. Januar: Ulrich Hausmann, deutscher Archäologe (
- 1917)
- 21. Januar: Gerry Mulligan, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist (
- 1927)
- 25. Januar: Ruth Berghaus, deutsche Regisseurin des Musiktheaters (
- 1927)
- 25. Januar: Sigi Sommer, deutscher Chronist und Journalist (
- 1914)
- 28. Januar: Jerry Siegel, US-amerikanischer Autor und Mit-Erfinder des Comics Superman (
- 1914)
- 28. Januar: Joseph Brodsky, Russisch-US-amerikanischer Dichter und Literaturnobelpreisträger (
- 1940)
- 1. Februar: Willi Bäuerle, deutscher Politiker, MdB (
- 1926)
- 2. Februar: Gene Kelly, US-amerikanischer Schauspieler und Tänzer (
- 1912)
- 5. Februar: Ludwig Ratzel, Politiker (
- 1915)
- 7. Februar: Boris Alexandrowitsch Tschaikowski, russischer Komponist (
- 1925)
- 9. Februar: Adolf Galland, deutscher Luftwaffenoffizier und Jagdflieger (
- 1912)
- 9. Februar: August Kühn, deutscher Schriftsteller (
- 1936)
- 11. Februar: Pierre Verger, Fotograf (
- 1902)
- 13. Februar: Martin Balsam, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1914)
- 14. Februar: Cenek Kottnauer, tschechisch-britischer Schachspieler (
- 1910)
- 15. Februar: McLean Stevenson, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1928)
- 17. Februar: Michel Pablo, Trotzkist aus Griechenland (
- 1911)
- 17. Februar: Hervé Bazin, französischer Schriftsteller (
- 1911)
- 18. Februar: Josef Meinrad, österreichischer Kammerschauspieler (
- 1913)
- 20. Februar: Solomon Asch, polnisch-US-amerikanischer Gestaltpsychologe (
- 1907)
- 20. Februar: Toru Takemitsu, japanischer Komponist (
- 1930)
- 21. Februar: Morton Gould, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist (
- 1913)
- 21. Februar: Rudolf Braunburg, deutscher Schriftsteller (
- 1924)
- 23. Februar: Helmut Schön, deutscher Fußballtrainer und -spieler (
- 1915)
- 23. Februar: William Bonin, Serienmörder (
- 1947)
- 24. Februar: Akram al-Haurani, syrischer Politiker (
- 1915)
- 24. Februar: Wolfgang Schieren, deutscher Manager und Vorstandsvorsitzender der Allianz AG (
- 1927)
- 26. Februar: Mieczysław Weinberg, russischer Komponist polnischer Abstammung (
- 1919)
- 27. Februar: Sarah Palfrey Cooke, US-amerikanische Tennisspielerin (
- 1912)
- 3. März: John Joseph Krol, Erzbischof von Philadelphia und Kardinal (
- 1910)
- 3. März: Marguerite Duras, französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin (
- 1914)
- 4. März: Gerhard Schaffran, Bischof von Dresden-Meißen (
- 1912)
- 9. März: George Burns, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1896)
- 9. März: Alfredo Vicente Scherer, Erzbischof von Porto Alegre und Kardinal (
- 1903)
- 10. März: Joseph Braunstein, Musiker, Schriftsteller, Bergsteiger (
- 1892)
- 13. März: Lucio Fulci, italienischer Filmregisseur und Produzent (
- 1927)
- 13. März: Krzysztof Kieślowski, polnischer Filmregisseur und Drehbuchautor (
- 1941)
- 15. März: Wolfgang Koeppen, er bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit (
- 1906)
- 17. März: René Clément, französischer Filmregisseur (
- 1913)
- 18. März: Odysseas Elytis, Künstler (
- 1911)
- 18. März: Maxl Graf, deutscher Schauspieler und Sänger der volkstümlichen Musik (
- 1933)
- 19. März: Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie (
- 1918)
- 26. März: Käte Strobel, deutsche Politikerin (
- 1907)
- 26. März: David Packard, Mitbegründer des US-amerikanischen Technologiekonzern Hewlett-Packard (
- 1912)
- 27. März: Alfred Hirschmeier, deutscher Filmarchitekt (
- 1931)
- 28. März: Hans Blumenberg, deutscher Philosoph (
- 1920)
- 2. April: Josef Fuchs, Totengräber (
- 1906)
- 4. April: Barney Ewell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1918)
- 5. April: Monika Dannemann, deutsche Freundin des Musikers Jimi Hendrix (
- 1946)
- 6. April: Greer Garson, britische Filmschauspielerin (
- 1904)
- 7. April: Michael Holzinger, Schriftsteller in Banater Mundart (
- 1920)
- 16. April: Stavros Niarchos, griechischer Reeder (
- 1909)
- 17. April: Paul Bleiß, deutscher Politiker (
- 1904)
- 17. April: José Luis López-Aranguren, Philosoph und Essayist (
- 1909)
- 18. April: Piet Hein (Wissenschaftler), dänischer Wissenschaftler, Mathematiker, Erfinder und Literat (
- 1905)
- 22. April: Dschochar Mussajewitsch Dudajew, erster tschetschenische Präsident (
- 1944)
- 23. April: P. L. Travers, australische Schriftstellerin (Mary Poppins) (
- 1899)
- 29. April: Peter Griese, deutscher Science-Fiction-Autor (
- 1938)
- 1. Mai: Irene Koss, Schauspielerin und die erste deutsche Fernsehansagerin (
- 1928)
- 2. Mai: Christopher Bird, US-amerikanischer Botaniker und Schriftsteller (
- 1928)
- 3. Mai: Hermann Kesten, deutscher Schriftsteller (
- 1900)
- 6. Mai: Léon-Joseph Suenens, belgischer Theologe, Erzbischof von Mecheln und ein Kardinal (
- 1904)
- 8. Mai: Ludwig Hoelscher, deutscher Cellist (
- 1907)
- 10. Mai: Gerd Duwner, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher (
- 1925)
- 11. Mai: Nnamdi Azikiwe, nigerianischer Politiker (Staatspräsident) (
- 1904)
- 13. Mai: Hans Sauer, Erfinder (
- 1923)
- 14. Mai: Ludwig Preiß, deutscher Politiker (
- 1910)
- 17. Mai: Nikolaus Utermöhlen, deutscher Musiker und Künstler (
- 1958)
- 19. Mai: Georgi Filippowitsch Baidukow, sowjetischer Pilot und Autor (
- 1907)
- 21. Mai: Fritz Ligges, deutscher Vielseitigkeits- und Springreiter (
- 1938)
- 23. Mai: Bernhard Klodt, deutscher Fußballspieler (
- 1926)
- 23. Mai: Peter Pasetti, deutscher Schauspieler (
- 1916)
- 25. Mai: Bradley Nowell, Sänger/Gitarrist (
- 1968)
- 29. Mai: Antonín Mrkos, tschechischer Astronom (
- 1918)
- 30. Mai: Léon-Etienne Duval, Erzbischof von Algier und Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1903)
- 31. Mai: Timothy Leary, US-amerikanischer Psychologe und Autor (
- 1920)
- 1. Juni: Otto Meier, deutscher Künstler (Keramik) (
- 1903)
- 2. Juni: Amos Tversky, Psychologe (
- 1937)
- 3. Juni: Tito Okello, Staatsoberhaupt Ugandas 1985–1986 (
- 1914)
- 5. Juni: Jan Kerouac, US-amerikanische Autorin (
- 1952)
- 6. Juni: George Davis Snell, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger für Medizin (
- 1903)
- 8. Juni: Gustav Heckmann, deutscher Philosoph (
- 1898)
- 11. Juni: Brigitte Helm, deutsche Filmschauspielerin (
- 1908)
- 15. Juni: Ella Fitzgerald, US-amerikanische Jazz-Sängerin (
- 1917)
- 17. Juni: Reinhard Lettau, Schriftsteller (
- 1929)
- 17. Juni: Thomas Samuel Kuhn, US-amerikanischer Physiker, Wissenschaftstheoretiker und -historiker (
- 1922)
- 20. Juni: Herbert Gerigk, deutscher Musikwissenschaftler und Nationalsozialist (
- 1905)
- 21. Juni: Gerhard Wendland, deutscher Schlagersänger (
- 1921)
- 26. Juni: Veronica Guerin, irische Journalistin (
- 1958)
- 28. Juni: Julio Bolbochan, Schachgroßmeister (
- 1920)
- 2. Juli: Margaux Hemingway, US-amerikanische Schauspielerin und Model (
- 1955)
- 5. Juli: Predrag Ostojić, jugoslawischer Schachmeister (
- 1938)
- 7. Juli: J. Hermann Siemer, deutscher Politiker (
- 1902)
- 8. Juli: Albrecht von Bayern, Chef des Hauses Wittelsbach (
- 1933)
- 8. Juli: Mario Camorani, italienischer Schachproblemkomponist (
- 1912)
- 8. Juli: Richard Groschopp, Regisseur und Kameramann (
- 1906)
- 8. Juli: Adelheid Duvanel, Schweizer Schriftsteller (
- 1936)
- 12. Juli: Gottfried von Einem, Komponist (
- 1918)
- 14. Juli: Jean Rudolf von Salis, Schweizer Historiker, Schriftsteller und Publizist (
- 1901)
- 15. Juli: Erwin Fischer, deutscher Jurist (
- 1904)
- 16. Juli: Adolf von Thadden, deutscher Politiker (
- 1921)
- 17. Juli: Chas Chandler, war britischer Musiker, Musikproduzent und Manager (
- 1938)
- 18. Juli: Donny the Punk, US-amerikanischer Aktivist für Gefangenenrechte (
- 1946)
- 18. Juli: Hans Katzer, deutscher Politiker (
- 1919)
- 21. Juli: Waluliso, Friedensaktivist und stadtbekanntes Original in Wien (
- 1914)
- 22. Juli: Tamara Danz, Sängerin (
- 1952)
- 22. Juli: Peter Ludwig, deutscher Industrieller und Kunst-Mäzen (
- 1925)
- 23. Juli: Alfred Kunze, Dozent für Fußball an der deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport (
- 1909)
- 30. Juli: Magda Schneider, deutsche Schauspielerin (
- 1909)
- 31. Juli: Hans Schwier, deutscher Politiker (
- 1926)
- 1. August: Mohammed Farah Aidid, Führer des somalischen Habr Gidr-Klans (
- 1936)
- 1. August: Tadeus Reichstein, Schweizer Chemiker (
- 1897)
- 2. August: Michel Debré, französischer Politiker (
- 1912)
- 5. August: Roman Schnur, deutscher Staatsrechtler (
- 1927)
- 8. August: Joseph Asajirō Satowaki, Erzbischof von Nagasaki und Kardinal (
- 1904)
- 8. August: Nevill F. Mott, englischer Physiker (
- 1905)
- 9. August: Frank Whittle, englischer Pilot, Erfinder und Geschäftsmann (
- 1907)
- 11. August: Rafael Kubelík, Schweizer Dirigent und Komponist tschechischer Herkunft (
- 1914)
- 12. August: Viktor Ambarzumjan, armenischer Astrophysiker (
- 1908)
- 13. August: António de Spínola, portugiesischer General und Politiker (
- 1910)
- 13. August: David Tudor, Pianist und einer der Pioniere für elektronische und experimentelle Musik (
- 1926)
- 14. August: Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent (
- 1912)
- 14. August: Camilla Horn, deutsche Schauspielerin (
- 1903)
- 15. August: Liesel Christ, Frankfurter Volksschauspielerin (
- 1919)
- 15. August: Max Thurian, Schweizer Theologe (
- 1921)
- 15. August: Albert Osswald, Ministerpräsident des Landes Hessen (
- 1919)
- 20. August: Rio Reiser, deutscher Rockmusiker (Ton Steine Scherben) (
- 1950)
- 22. August: Erwin Leiser, deutsch-schwedischer Publizist (
- 1923)
- 23. August: Jurriaan Andriessen, niederländischer Komponist und Lehrer (
- 1925)
- 25. August: Reinhard Libuda, deutscher Fußballspieler (
- 1943)
- 27. August: Wayne D. Overholser, US-amerikanischer Westernautoren (
- 1906)
- 30. August: Josef Müller-Brockmann, Grafikdesigner, Typograph, Autor und Lehrer (
- 1914)
- 1. September: Vagn Holmboe, dänischer Komponist (
- 1909)
- 2. September: Hans Peter Heinzl, österreichischer Kabarettist (
- 1942)
- 2. September: Otto Luening, US-amerikanischer Komponist (
- 1900)
- 5. September: Anselm Strauss, US-amerikanischer Soziologe (
- 1916)
- 9. September: Bill Monroe, US-amerikanischer Musiker (
- 1911)
- 10. September: Hans List, erfolgreicher österreichischer Unternehmer (
- 1896)
- 12. September: Ernesto Geisel, Präsident Brasiliens während der Militärdiktatur der 1970er Jahre (
- 1907)
- 13. September: Tupac Shakur, US-amerikanischer Rapper (
- 1971)
- 16. September: Gene Nelson, US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent (
- 1920)
- 17. September:

Großer Komet

Als Großer Komet bezeichnet man einen Kometen, der außerordentlich hell und spektakulär erscheint.

Definition

Es gibt offiziell keine anerkannte Definition, was einen Kometen zu einem „Großen Kometen“ macht. Als Faustregel gilt aber, dass ein Großer Komet eine Erscheinung ist, die auch einem zufälligen Beobachter des Nachthimmels auffällt. Dazu muss der Komet eine scheinbare Helligkeit erreichen, die den hellsten Sternen gleichkommt. Während die meisten Kometen nur mit Hilfe von Teleskopen beobachtet werden können, entwickeln manche eine Helligkeit, die sie auch freiäugig zu auffälligen Erscheinungen werden lassen. Die Gründe dafür sind eine große Annäherung des Kometen an die Sonne oder an die Erde, und meist auch ein ungewöhnlich großer oder aktiver Kometenkern. Bei den meisten großen Kometen handelt es sich daher um langperiodische Kometen, oder um Kometen, die überhaupt das erste Mal in das innere Sonnensystem vordringen. Kurzperiodische Kometen, die bei jeder Annäherung an die Sonne Material verlieren, entwickeln sich nur selten zu auffälligen Erscheinungen. Eine Ausnahme bildet lediglich der Komet Halley, dessen oftmals spektakuläre Erscheinungen mehrfach als „Großer Komet“ verzeichnet wurden.

Auswahl großer Kometen

Große Kometen des 20. Jahrhunderts

20. Jahrhundert
- Komet Hale-Bopp (C/1995 O1):
- : Der Komet Hale-Bopp konnte 18 Monaten lang freiäugig gesehen werden, länger als irgendein anderer Komet. Um den Zeitpunkt seiner größten Annäherung an die Sonne am 1. April 1997 erreichte er eine scheinbare Helligkeit von etwa -1mag, und seine zwei Schweife erreichten eine Länge von 30-40°.
- Komet Hyakutake (C/1996 B2):
- : Der Komet näherte sich am 24. März 1996 bis auf 0,109 AE (16 Millionen Kilometer) an die Erde. Er erreichte dabei eine scheinbare Helligkeit von etwa 0mag und eine Schweiflänge von 75°.
- Komet West (C/1975 V1):
- : Der Komet West näherte sich am 25. Februar 1976 auf 0,196 AE (29 Millionen Kilometer) an die Sonne. Der Kometenkern zerbrach dabei in vier Teile. Der Komet erreichte eine Helligkeit von -1mag und eine Schweiflänge von bis zu 30°.
- Komet Ikeya-Seki (C/1965 S1):
- : Dieser Komet näherte sich am 21. Oktober 1965 auf nur 0,0078 AE (1,16 Millionen Kilometer) an die Sonne. Der Kometenkern zerbrach dabei in drei Teile, und der Komet erreichte eine scheinbare Helligkeit von -15mag. Nach dem Vorbeiflug an der Sonne konnte der Komet in der Morgendämmerung mit einem Schweif von bis zu 25° Länge gesehen werden.
- Komet Arend-Roland (C/1956 R1):
- : Der Komet erreichte im April 1956 eine maximale Helligkeit von etwa 0mag. Der der Sonne abgewandte Schweif erreichte eine Länge von 25°. Zusätzlich zeigte der Komet einen auf die Sonne zeigenden Gegenschweif mit 15° Länge.
- Komet Skjellerup-Maristany (C/1927 X1):
- : Der Komet konnte im Dezember 1927 nur 5° neben der Sonne am Taghimmel gesehen werden. Ende Dezember erreichte der Schweif eine Länge von 35°.
- Komet Halley (1P/Halley):
- : Bei seiner Wiederkehr im Jahr 1910 erreichte der bekannte Komet Halley eine scheinbare Helligkeit von bis zu 0mag, und sein Schweif erstreckte sich mit einer maximalen Länge von 150° fast über den gesamten Himmel. Am 19. Mai 1910 durchquerte die Erde sogar den Schweif des Kometen Halley.
- Johannesburger Komet (C/1910 A1):
- : Nur wenige Wochen vor der Wiederkehr des Kometen Halley konnte dieser Komet am 17. Januar 1910 nur 4° neben der Sonne am Taghimmel gesehen werden.

Weitere Große Kometen

Sonne
- Komet Tebbutt (C/1861 J1):
- : Der Komet Tebbutt kam am 30. Juni 1861 bis auf 0,13 AE (19 Millionen Kilometer) an die Erde heran; sie könnte durch die Spitze seines Schweifes geglitten sein. Der „Große Komet des Südens“ war so hell, dass er einen Schatten warf und auch am Taghimmel sichtbar blieb.
- Komet Donati (C/1858 L1):
- : Der Komet Donati soll einer der schönsten Kometen gewesen sein, die je mit freiem Auge zu sehen waren. Er erreichte im Oktober 1858 eine scheinbare Helligkeit von 0mag und ein Schweiflänge von 60°. Er war auch der erste Komet, der fotografiert werden konnte.
- Tageslichtkomet (C/1843 D1):
- : Im Perihel, das der Komet am 27. Februar 1843 durchlaufen hat, konnte der Komet nur 1° neben der Sonne am Taghimmel gesehen werden. Sein Schweif erreichte eine Länge von 330 Millionen km - mehr als die Distanz zwischen Sonne und Mars.
- Komet Flaugergues (C/1811 F1):
- : Der Komet konnte über mehr als acht Monate freiäugig gesehen werden. Im Oktober 1811 erreichte er seine größte scheinbare Helligkeit von etwa 0mag. Die Koma war 2 Millionen km breit, und der etwa 15 Millionen km lange Schweif überdeckte mehr als 90° des Himmels.
- Komet Klinkenberg (C/1743 X1):
- : Am 27. Februar 1743 konnte der Komet selbst bei Tag, nur 12° neben der Sonne, gesehen werden. Seine Helligkeit dürfte dabei etwa -6mag betragen haben. In weiterer Folge entwickelte der Komet bis zu elf Schweifstrahlen, die eine Länge von bis zu 90° erreichten.

Weblinks


- [http://ssd.jpl.nasa.gov/great_comets.html Great Comets in History] (Englisch)
- [http://encke.jpl.nasa.gov/bright_comet.html The bright Comet Chronicles] (Englisch)

Literatur


- H. Mucke: Helle Kometen von -86 bis +1950 (Astronomisches Büro, Wien, 1976) Kategorie:Komet

30. Januar

Der 30. Januar (in Österreich: 30. Jänner) ist der 30. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1018 - Frieden von Bautzen zwischen Polen und dem Heiligen Römischen Reich.
- 1835 - Attentat auf US-Präsident Andrew Jackson.
- 1879 - Frankreich. Jules Grévy wird neuer Staatspräsident.
- 1933 - Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (Machtergreifung)
- 1945 - Untergang der Wilhelm Gustloff
- 1948 - Neu-Delhi, Indien. Mahatma Gandhi wird erschossen.
- 1953 - Spanien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1968 - Nordvietnamesische und Vietcong Einheiten beginnen die Tet-Offensive
- 1972 - Am so genannten Blutsonntag werden in Nordirland mindestens 14 proirische Demonstranten erschossen (Bloody Sunday).
- 1972 - Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 1980 - Deutschland. Die rechtsextremistische Wehrsportgruppe Hoffmann wird vom Bundesinnenministerium verboten.
- 1981 - Erste Großdemonstration gegen Atomkraftwerke in der BRD in Brokdorf nahe Itzehoe
- 1982 - Große Proteste um die geplante Startbahn West des Frankfurter Flughafens
- 1992 - Kasachstan wird Mitglied in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 1994 - Die deutschen Blauhelme beenden ihren humanitären Hilfseinsatz in Somalia
- 1994 - Algerien. Liamine Zéroual wird neuer Staatspräsident.
- 1996 - Ottawa, Kanada. Die Regierung erlässt ein Gesetz über den Sonderstatus der Provinz Quebec.
- 2003 - Der Weltsicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die die sofortige Befreiung aller Kindersoldaten fordert
- 2003 - Madagaskars Staatspräsident Marc Ravalomanana besucht Deutschland

Kultur


- 1667 - Uraufführung des musikalischen Dramas Atalanta von Johann Caspar Kerll in München.
- 1827 - Uraufführung der komischen Oper L'Artisan von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1838 - Uraufführung der Oper Maria de Rudenz von Gaetano Donizetti am Teatro La Fenice in Venedig.
- 1914 - Uraufführung der Operette Endlich allein von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 2005 - Die 1000. Folge der TV-Serie Lindenstraße wird ausgestrahlt

Wirtschaft


- 1962 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark
- 1965 - Investitionsschutzabkommen zwischen Taiwan und Deutschland

Katastrophen


- 1974 - Absturz einer Boeing 707 der PanAm
- 2000 - Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare (Rumänien), der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hat

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1948 - Eröffnung der V. Olympischen Winterspiele in Sankt Moritz, Schweiz
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Alben Belinski in München, Deutschland, durch KO

Geboren


- 58 v. Chr. - Livia, Frau des römischen Kaiser Augustus
- 133 - Didius Julianus, römischer Kaiser
- 1517Johann Aurifaber, Theologe
- 1543 - Tokugawa Ieyasu, japanischer Feldherr, Shōgun und einer der "drei Reichseiniger"
- 1573 - Georg Friedrich (Baden), Markgraf von Baden-Durlach
- 1599 - Hans Georg von Schleinitz, deutscher Verwaltungsbeamter und Gelegenheitsdichter
- 1687 - Johann Balthasar Neumann, Baumeister des Barock
- 1697 - Johann Joachim Quantz, deutscher Komponist
- 1721 - Bernardo Bellotto, italienischer Maler
- 1723 - Christian Gottlieb Kratzenstein, deutscher Professor und Naturforscher
- 1736 - Michael Ignaz Schmidt, deutscher Theologe
- 1767 - Ulrich Jasper Seetzen, Arzt, Gelehrter, Naturforscher, Reisender und deutscher Orientalist
- 1775 - Walter Savage Landor, englischer Schriftsteller
- 1781 - Adelbert von Chamisso, deutscher Dichter und Botaniker
- 1789 - Heinrich Julius Holtzmann, Shakespeareübersetzer
- 1789 - Wolf Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Diplomat, Schriftsteller und Übersetzer
- 1814 - Ferdinand Schichau, Ingenieur und Werftbesitzer
- 1827 - Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender
- 1832 - Karl von Thielen, deutscher Politiker
- 1833 - Marie Wilt, österreichische Sängerin
- 1841 - Félix Faure, 7. Präsident Frankreichs
- 1841 - Samuel Loyd, US-amerikanischer Spiele-Erfinder und Rätselspezialist
- 1844 - Otto Leßmann, deutscher Komponist und Musikkritiker
- 1845 - José Domingo de Obaldía, zweiter Staatspräsident von Panama
- 1846 - Francis Herbert Bradley, englischer Philosoph
- 1846 - Max Fürbringer, Anatom, Ornithologe, Mediziner
- 1849 - Josef Anton Schobinger, Schweizer Politiker
- 1877 - Sigfús Einarsson, isländischer Komponist
- 1882 - Franklin D. Roosevelt, US-amerikanischer Politiker, 32. Präsident der USA
- 1883 - Hildegard Burjan, deutsche Ordensgründerin und Politikerin
- 1885 - Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal
- 1889 - Antonio Caggiano, Erzbischof von Buenos Aires und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1889 - José Garibi y Rivera, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1890 - Emy Roeder, deutsche Bildhauerin und Malerin
- 1891 - Max Drischner, deutscher Komponist, Oragnist und Cembalist
- 1893 - Albert Hochleitner, österreichischer Politiker
- 1894 - Boris III. (Bulgarien), König von Bulgarien
- 1895 - Wilhelm Gustloff, deutscher Nationalsozialist und Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation
- 1897 - Georg Hann, österreichischer Kammersänger
- 1899 - Max Theiler, südafrikanischer Bakteriologe (Medizinnobelpreis 1951)
- 1900 - Isaak Ossipowitsch Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist
- 1901 - Hans Erich Nossack, deutscher Schriftsteller
- 1901 - Rudolf Caracciola, deutscher Autorennfahrer
- 1902 - Nikolaus Pevsner, deutschstämmiger Kunsthistoriker
- 1903 - Slátan Dudow, bulgarischer Regisseur
- 1904 - Fritz Duda, deutscher Maler und Grafiker
- 1906 - Carl Merz, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller
- 1908 - Otto Heinrich Greve, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Carola Höhn, deutsche Schauspielerin
- 1911 - Roy Eldridge, US-amerikanischen Jazztrompeter
- 1912 - Barbara Tuchman, US-amerikanische Reporterin und Autorin
- 1915 - Horst Feistel, deutscher Kryptologe
- 1915 - Joachim Peiper, Obersturmbannführer der Waffen-SS
- 1915 - John Profumo, britischer Politiker
- 1917 - Paul Frère, ehemaliger belgischer Rennfahrer
- 1919 - Ernst Gutting, emeritierter Weihbischof von Speyer
- 1920 - Delbert Mann, US-amerikanischer Regisseur
- 1923 - Alexander Brändle, Kinderbuch- und Science-Fiction-Autor, Dichter
- 1924 - Hans Künzi, Schweizer Politiker
- 1924 - Lloyd Alexander, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1925 - Douglas C. Engelbart, US-amerikanischer Erfinder deutsch-norwegischer Herkunft
- 1927 - Olof Palme, schwedischer Sozialdemokrat und Premierminister
- 1928 - Ruth Brown, US-amerikanische Sängerin
- 1930 - Alfred Herrhausen, deutscher Bankier und Vorstandssprecher der Deutschen Bank
- 1930 - Egon Klepsch, deutscher Politiker und MdB
- 1930 - Usko Meriläinen, finnischer Komponist und Dirigent
- 1931 - Gene Hackman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1934 - Giovanni Battista Re, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1935 - Richard Brautigan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1936 - Horst Jankowski, deutscher Jazzpianist und Bandleader
- 1937 - Boris Spasski, russischer Schachweltmeister
- 1937 - Boris Wassiljewitsch Spasski, russischer Schachspieler
- 1937 - Vanessa Redgrave, britische Theater- und Filmschauspielerin
- 1938 - Islam Karimow, usbekischer Politiker und Staatspräsident
- 1941 - Gregory Benford, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 1941 - Richard Cheney, US-amerikanischer Politiker, Vizepräsident der USA
- 1942 - Heidi Brühl, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1943 - Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1943 - Marty Balin, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Wolfgang Spanier, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Steve Marriott, britischer Rockmusiker
- 1949 - Peter Agre, US-amerikanischer Chemiker
- 1951 - Phil Collins, britischer Rock/Pop-Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Schauspieler
- 1952 - Christa Moog, deutsche Schriftstellerin
- 1952 - Lorenz-Günther Köstner, deutscher Fußballtrainer
- 1954 - Jochen Kowalski, deutscher Countertenor
- 1957 - Payne Stewart, US-amerikanischer Golfspieler
- 1961 - Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 1961 - Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker
- 1962 - Abdullah II., König von Jordanien
- 1963 - Pam Fletcher, US-amerikanische Skirennläuferin
- 1963 - Thomas Brezina, österreichischer Kinder-und Jugendbuchautor, Fernsehmoderator
- 1967 - Sergei Wladimirowitsch Tschepikow, russischer Biathlet
- 1968 - Felipe von Spanien, spanischer Thronfolger
- 1969 - Alexei Drejew, russischer Schachspieler
- 1974 - Christian Bale, britischer Schauspieler
- 1981 - Dimitar Berbatov, bulgarischer Fußballspieler

Gestorben


- 1181 - Takakura, 80. Kaiser von Japan (1168 - 1180)
- 1629 - Carlo Maderno, italienischer Baumeister
- 1649 - Karl I. (England), König von Großbritannien und Irland
- 1652 - Georges de la Tour, französischer Maler des Barock
- 1729 - Lothar Franz von Schönborn, Bischof des Bistums Bamberg und Erzbischof des Bistums Mainz
- 1771 - Franz Martin Kuen, deutscher Maler
- 1837 - Gottfried Daniel Krummacher, reformierter protestantischer Theologe
- 1843 - Friedrich von Adelung, war ein deutscher Jurist und Philosoph
- 1867 - Komei, 121. Kaiser von Japan
- 1880 - Paul Devaux, belgischer Staatsmann
- 1881 - Jacques-Nicolas Lemmens, belgischer Organist und Komponist
- 1889 - Maria von Vetsera, österreichische Adlige
- 1895 - Hermann August Jacques Gruson, Erfinder, Wissenschaftler und Unternehmer
- 1898 - Jules Péan, französischer Chirurg
- 1903 - Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig
- 1928 - Johannes Fibiger, dänischer Bakteriologe, Pathologe und Medizinnobelpreisträger
- 1928 - Karl Bleibtreu, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Willy Jaeckel, deutscher Maler
- 1948 - Mahatma Gandhi, geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung
- 1948 - Orville Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1951 - Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur
- 1953 - Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, letzter regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg
- 1958 - Ernst Heinrich Heinkel, deutscher Flugzeugkonstrukteur
- 1958 - Remshalden, deutscher Ingenieur und Luftfahrtpionier
- 1963 - Francis Poulenc, französischer Pianist und Komponist
- 1969 - Dominique Georges Pire, belgischer Theologe, (Friedensnobelpreis 1958)
- 1969 - Fritzi Massary, österreichische Sängerin und Schauspielerin
- 1969 - Georges Pire, belgischer Mönch
- 1972 - Karel Boleslav Jirák, tschechischer Komponist
- 1974 - Frida Hockauf, Weberin im 'VEB Mechanische Weberei Zittau'
- 1975 - Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist
- 1976 - Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1978 - Mindru Katz, israelischer Komponist
- 1980 - Professor Longhair, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Lightnin' Hopkins, US-amerikanischer Musiker
- 1986 - Iwan Dmitrijewitsch Papanin, sowjetischer Polarforscher
- 1991 - John Bardeen, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.
- 1991 - Kurt Bittel, deutscher Archäologe
- 1995 - Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie
- 1997 - Ulrich Kiesow, deutscher Fantasy-Schriftsteller
- 1998 - Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler
- 1998 - Samuel Eilenberg, polnischer Mathematiker, gilt er als Begründer der Kategorientheorie
- 2001 - Jean-Pierre Aumont, französischer Schauspieler
- 2002 - Bernt von Kügelgen, Journalist
- 2002 - Inge Morath, österreichisch-US-amerikanische Fotografin
- 2003 - Michael Geyer, deutscher Publizist
- 2005 - Josef Gräßle-Münscher, deutscher Jurist
- 2005 - Wolfgang Becker, deutscher Filmregisseur

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Drei Hierarchen (orthodox)
  - Aldegundis von Maubeuge, Äbtissin (katholisch)
  - Martina, Märtyrin (katholisch)
  - Bathilde, Königin und Nonne

Siehe auch

:29. Januar - 31. Januar :30. Dezember - 30. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0130 ja:1月30日 ko:1월 30일 simple:January 30 th:30 มกราคม

Umlaufbahn

Als Umlaufbahn oder Orbit wird die Bahnkurve bezeichnet, auf der sich ein Objekt periodisch um ein anderes (massereicheres, zentrales) Objekt bewegt. Die Bahn, die ein künstlicher Satellit oder ein natürlicher Himmelskörper bei Umrundung eines anderen Himmelskörpers beschreibt, hat genähert die Form einer Ellipse. Paare solcher Körper sind vor allem:
- Satellit, Raumtransporter oder Mond um die Erde
- Mond (Trabant) um einen der anderen Planeten
- Planeten, Kometen oder Asteroiden (Planetoiden) um die Sonne
- Doppelsterne umeinander.
- Jedoch sind nicht alle Bahnen geschlossen oder zeitlich stabil. Kometenbahnen können langgestreckt wie Hyperbeln sein, Mehrfachsterne oder Asteroiden auf instabile Bahnen gelangen. Der Umlauf aller Sterne um das galaktische Zentrum gleicht einer spiraligen Rotation mit 100 bis 300 Millionen Jahren. Jede Bahnellipse hat eine charakteristische Umlaufzeit, die sich aus der Masse der Objekte (vor allem des Zentralkörpers) und dem mittleren Bahnradius ergibt. Der Umlauf erfolgt genähert in einer "Bahnebene", die den Schwerpunkt der zwei Körper enthält. Der Vektor, der vom Zentralobjekt zum umlaufenden Objekt weist, wird Radiusvektor genannt.

Planeten, Bahnelemente, Doppelsterne

Am genauesten kennt man die Umlaufbahnen der Planeten unseres Sonnensystems. Anfang des 17.Jahrhunderts erkannte Johannes Kepler bei der Analyse der Marsbahn, dass diese Umlaufbahnen Ellipsen sind (siehe Keplersche Gesetze). Ähnliches gilt für alle Himmelskörper, die sich um die Sonne bewegen und keinen anderen Kräften (wie etwa der Sonnenwind) ausgesetzt sind. Aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz kann man ableiten, dass in jedem Zweikörpersystem die Bahnen Kegelschnitte sind - das heißt Kreise, Ellipsen, Parabeln oder Hyperbeln. Hyperbelnen. Die Richtung des Bahnknotens (Ω) wird vom Frühlingspunkt gezählt (Näheres siehe Keplerellipse).]] Sie lassen sich - bei bewegten Punktmassen im Vakuum - exakt durch 6 Bahnelemente beschreiben:
- die Ellipsenform durch große Halbachse und Exzentrizität (a, e)
- die Bahnebene durch die zwei Winkel i, Ω
- und die Ellipsenlage und Perigäumszeit durch ω und T. Die wahren Umlaufbahnen weichen allerdings von diesen idealen "Keplerellipsen" ab, weil sie prinzipiell auch der Gravitationswirkung aller anderen Körper des Systems unterliegen. Solange die Körper weit genug voneinander entfernt sind, bleiben die Differenzen zu den idealisierten Kegelschnitten minimal. Die sog. Bahnstörungen lassen sich durch die "Störungsrechnung" der Himmelsmechanik ermitteln, die auf Carl Friedrich Gauß und einige seiner Zeitgenossen zurückgeht. Sie modelliert die einzelnen Kräfte und berechnet, wie die momentane Keplerellipse "oskulierend" in die nächste Ellipse übergeht. Zusätzlich bewirkt jede ungleiche Massenverteilung - wie die Abplattung von rotierenden Planeten - ein etwas inhomogenes Gravitationsfeld; es ist insbesondere an Änderungen der Bahnen ihrer Monde zu bemerken. Auch die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Effekte, welche die Umlaufbahnen geringfügig verändern. Beispielsweise zeigt der Planet Merkur eine zwar kleine, aber durchaus messbare Abweichung von einer Ellipsenbahn. Er kommt nach einem Umlauf nicht mehr genau auf den Ausgangspunkt zurück, sondern folgt durch einer rechtläufigen Drehung der Apsidenlinie einer Rosettenbahn. Diese Periheldrehung kann die Newtonsche Gravitationstheorie zwar erklären, aber nicht vollständig. Dazu müsste die Sonne eine etwas abgeflachte Form haben. Eine hinreichende Erklärung für die Gesamtgröße der Periheldrehung aller betroffenen Planeten liefert die Allgemeine Relativitätstheorie. Auch Doppelsterne folgen genähert den Keplerschen Gesetzen, wenn man ihre Bewegung als zwei Ellipsen um den gemeinsamen Schwerpunkt versteht. Nur bei Mehrfachsystemen oder sehr engen Sternpaaren sind spezielle Methoden der Störungsrechnung erforderlich. Noch größere Instabilitäten weisen die Orbite zweier eng einander umkreisender Neutronensterne auf. Durch die Effekte der Raum-Zeit-Relativität entsteht Gravitationsstrahlung, und die Neutronensterne stürzen (nach langer Zeit) ineinander. Zahlreiche Röntgenquellen am Himmel sind auf diese Weise zu erklären. Als die Physiker um die Jahrhundertwende begannen, die Bahnen der Elektronen im Atom zu berechnen, dachten sie an ein Planetensystem im Kleinen. Die ersten Modelle waren Keplerbahnen der Elektronen um den Atomkern. Allerdings erkannte man bald, dass Elektronen, die um den Kern kreisen, gemäß den Maxwellgleichungen Elektromagnetische Wellen aussenden und wegen der so abgestrahlten Energie in Bruchteilen von Sekunden in den Atomkern stürzen müssten. Dies war eines der Probleme, die schließlich zur Entwicklung der Quantenmechanik führten.

Erdumlaufbahnen

Die meisten Raumflüge finden in niedrigen Bahnen (einige 100 km) um die Erde statt (z.B. Space-Shuttle-Missionen). Von besonderer Bedeutung ist auch die geostationäre Bahn in 35.800 km Höhe ohne Bahnneigung. Satelliten in diesem Orbit stehen relativ zur Erdoberfläche still, was insbesondere für Kommunikationssatelliten von Vorteil ist. Entgegengesetzte Forderungen werden an Beobachtungssatelliten wie Wettersatelliten oder Spionagesatelliten gestellt. Diese sollen nach Möglichkeit die gesamte Erdoberfläche beobachten können. Deshalb wird hier ein niedriger polarer Orbit gewählt, d.h. der Satellit fliegt ungefähr über die Pole der Erde. Durch diese Bahn können alle Breitengrade erfasst werden, und da sich die Erde unter der Bahnebene durch dreht, kann so nach und nach die gesamte Erdoberfläche untersucht werden.

Arten von Erdorbits

Low Earth Orbit (LEO)


- Höhe: 200 - 1200km
  - Höhen zwischen 1200 und 3000 km Höhe sind zwar theoretisch denkbar, werden aber auf Grund der hohen Strahlungsbelastung durch den Van-Allen-Gürtel nach Möglichkeit vermieden.
- Besonderheiten: Energieärmste Bahnen und damit am leichtesten zu erreichen. Raumfahrzeuge bewegen sich mit etwa 7 km/s mindestens 10x schneller um die Erde, als diese sich dreht.
- Wird genutzt für:
  - Low-Earth-Orbit-Satellit
  - Bemannte Raumfahrt (außer den Apollo-Missionen zum Mond) und Raumstationen.
  - Spionagesatelliten (aufgrund ihrer Erdnähe) (z.B. amerikanische Keyhole-Satelliten)
  - astronomische