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Hyde Park

Hyde Park

Der Hyde Park ist einer der königlichen Parks in London. Der Park im Zentrum Londons wird durch den Serpentine Lake in zwei Hälften geteilt. Westlich an den Hyde Park schließen sich die Kensington Gardens an. Der West Carriage Drive bildet die Grenze zwischen den beiden Parks. Der Hyde Park ist 1,4 km² groß, zusammen mit den Kensington Gardens 2,5 km². 1536 wird der Hyde Park zum ersten Mal mit diesem Namen erwähnt und von Heinrich VIII. (England) in Besitz genommen. Zu dieser Zeit wurde er hauptsächlich zur Jagd genutzt. Auf Anregung Prinz Alberts wurde 1851 im Hyde Park die erste Weltausstellung abgehalten. Für die Veranstaltung errichtete Joseph Paxton den heute nicht mehr existierenden Crystal Palace, einen Palast aus Eisen und Glas. Berühmt geworden und deshalb auch heute noch von vielen Touristen besucht ist er vor allem für die so genannte Speaker's Corner. Die Londoner gehen dort aber auch anderen Freizeitbeschäftigungen nach. So kann man auf dem über elf Hektar großen See "Serpentine" schwimmen, rudern und mit Erlaubnis sogar fischen. Es gibt eine Pferdereitbahn, eine Bowlinganlage und vor allem viel Rasen zum Picknick und zum Faulenzen. Am 6. Juni 2004 wurde zu Ehren von Prinzessin Diana ein Gedächtnisbrunnen durch Königin Elisabeth II. eingeweiht. Das Denkmal von der Größe eines Fußballplatzes kostete 5,4 Millionen Euro. Entworfen wurde der Brunnen von der amerikanischen Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson. Der ovale Steinring aus Granit, in dem das Wasser in zwei Richtungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fließt, soll ein Sinnbild für das turbulente Leben Dianas sein. Im Hyde Park finden jeden Sommer zahlreiche Rock- und Popkonzerte statt, so z.B. am 2. Juli 2005 ein Live 8-Konzert vor 200.000 Fans mit vielen namhaften Künstlern. Während der Olympischen Sommerspiele 2012 werden hier die Triathlon-Wettkämpfe stattfinden. Erreichbar ist der Park durch folgende Stationen der London Underground: Hyde Park Corner an der Südostecke sowie Lancaster Gate und Marble Arch an der Nordseite.

Weblinks


- [http://www.royalparks.gov.uk/parks/hyde_park/ Informationen der Parkverwaltung] Kategorie:Parkanlage in London Kategorie:Olympische Wettkampfstätte

Königliche Parks in London

Die Königlichen Parks von London (engl. Royal Parks) waren einst Ländereien, die den Monarchen Englands (später Großbritanniens) gehörten und diesen als Erholungsgebiet dienten. Mit der zunehmenden Urbanisierung Londons wurden die Gebiete in öffentlich zugängliche Parks umgewandelt. Heute gibt es acht Parks, die den formellen Namenszusatz tragen:
- Bushy Park
- Green Park
- Greenwich Park
- Hyde Park
- Kensington Gardens
- Regent's Park
- Richmond Park
- St. James's Park Hyde Park und die (daran angrenzenden) Kensington Gardens, Green Park, Regent's Park und St. James's Park sind die größten Grünflächen im Stadtzentrum Londons. Bushy Park und Richmond Park liegen in Richmond upon Thames, Greenwich Park in Greenwich. Die königlichen Parks werden durch die Royal Parks Agency verwaltet. Die Royal Parks Constabulary ist für Ruhe und Ordnung zuständig. Diese seit 1872 bestehende Polizeitruppe ist nicht dem Innenministerium unterstellt, sondern dem Kulturministerium. Den Unterhalt der Parks finanziert die Royal Parks Agency durch kommerzielle Aktivitäten wie Restaurationsbetriebe und Konzertveranstaltungen.

Weblinks


- [http://www.royalparks.gov.uk Royal Parks Agency]
- [http://www.royalparks.org.uk/about/police.cfm Royal Parks Constabulary]

Kensington Gardens

Die Kensington Gardens sind eine der königlichen Parks in London und grenzen unmittelbar an den Hyde Park. Der größte Teil liegt in der City of Westminster, ein kleiner Teil im Westen im Stadtbezirk Kensington and Chelsea. Die Fläche beträgt 1,1 km². Irrtümlicherweise werden die Kensington Gardens manchmal für einen Bestandteil des Hyde Parks gehalten, doch die Straße West Carriage Drive trennt die beiden Parks voneinander. Zusammen mit dem Hyde Park, dem Green Park und dem St. James's Park bilden die Kensington Gardens einen über vier Kilometer langen, nur durch einige Straßen unterbrochenen Grünstreifen zwischen den Stadtteilen Westminster und Notting Hill. 1689 kaufte König William III. das Gelände, um sich hier von seinem Asthmaleiden zu erholen. Er beauftragte Christopher Wren mit dem Bau des Kensington Palace. Seit 1872 steht am Südrand des Parks das Albert Memorial, in Erinnerung an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. In einem im Jahr 1934 errichteten Pavillon ist die Serpentine Gallery untergebracht, die auf moderne Kunst spezialisiert ist. Hier wurden Werke unter anderem von Man Ray, Henry Moore, Andy Warhol, Bridget Riley and Damien Hirst ausgestellt. Ein weiterer Anziehungspunkt ist eine Peter Pan-Statue.

Weblinks


- [http://www.royalparks.gov.uk/parks/kensington_gardens/ Informationen der Parkverwaltung]
- [http://www.serpentinegallery.org/ Serpentine Gallery] Kategorie:Parkanlage in London

Heinrich VIII. (England)

Heinrich VIII. (
- 28. Juni 1491 in Greenwich; † 28. Januar 1547 in London) war vom 22. April (gekrönt am 24. Juni) 1509 an bis zu seinem Tod am 28. Januar 1547 König von England. Er wurde 1542 auch König von Irland, das er vorher als Lord regiert hatte.

Leben

Als erster Sohn von König Heinrich VII. und Elisabeth von York wurde er nach dem Tod seines älteren Bruders Arthur Tudor Prinz von Wales. Ein Dispens des Papstes war nötig, um ihm die Hochzeit mit der Witwe seines Bruders, Katharina von Aragón, zu erlauben. Sie gebar ihm die Kinder Heinrich (
- 1. Januar 1511 - † 22. Februar 1511), Heinrich (
- /† November 1513) und Maria I. (28. Februar 1516 - † 17. November 1558). Da Katharina ihm nicht den gewünschten männlichen Thronfolger schenkte, verlangte Heinrich die Scheidung von Katharina, gestützt auf ein Gutachten Stephen Gardiners, das die Ehe mit der Witwe seines Bruders als von Anfang an nichtig erklärte. Papst Clemens VII. verweigerte dem jedoch unter dem Druck von Katharinas Neffen Karl V. seine Zustimmung. Daraufhin beanspruchte Heinrich die Suprematie der Krone über die Kirche in England und trennte sie von der Katholischen Kirche. Durch die Suprematsakte von 1534, die erneut durch eine Schrift Gardiners gerechtfertigt wurde, schuf Heinrich die Anglikanische Kirche, als deren Oberhaupt seither die englischen Könige fungieren. Heinrichs lange Rivalität mit König Franz I. von Frankreich wurde durch das Bündnis Frankreichs mit Schottland sehr bedrohlich, da beides katholische Länder waren. Er und Franz trafen sich 1520 bei Calais auf dem Field of the Cloth of Gold (Cloth of Gold war ein Gewebe, in das dünne Fasern aus Gold in traditionelle Materialien, häufig Seide, verwoben wurde. Es wurde für zeremonielle Kleidung oder als Baldachin für den Thron benutzt). 1546 wurde letztendlich Frieden mit Frankreich geschlossen. Heinrich VIII. verstärkte die englische Seemacht und gründete eine effiziente Marine. Sein Flaggschiff, die Mary Rose, sank jedoch am 19. Juli 1545, während eines Gefechts mit den Franzosen, nach langer und erfolgreicher Fahrt beim Auslaufen aus dem Hafen von Portsmouth vor den Augen Heinrichs. In den 1980ern wurde das Schiff geborgen und gab wertvolle archäologische Hinweise auf diese Periode. Heute wird es in Portsmouth ausgestellt. Heinrich VIII gilt nicht zu Unrecht als Prototyp des Renaissance-Herrschers. Er war gebildet, sprach mehrere Sprachen und korrespondierte mit Humanisten wie Erasmus von Rotterdam. Für seine Streitschrift zur Verteidigung des rechten, katholischen Glaubens, verlieh der Papst ihm den Titel "Verteidiger des Glaubens". Er war musikalisch und komponierte. Im Tanzen, Ringen, Jagen und diversen Waffenübungen tat er sich ebenso hervor wie in der Urform des Tennis und wohl auch des Fußballs (es existiert jedenfalls eine Rechnung für Fußballschuhe für ihn). Während seines ganzen Lebens war der König ein begeisterter Glücksspieler, der unter anderem Würfel- und Kartenspiele mochte. Es wird behauptet, dass er sogar während der Geburt Elisabeths gespielt hätte. Er war auch für seine sechs Frauen berühmt. Im Englischen gibt es den Abzählreim "Divorced, beheaded, died. Divorced, beheaded, survived" (Geschieden, Geköpft, gestorben. Geschieden, geköpft, überlebt), der sich auf diese sechs Frauen bezieht. Nach seiner Scheidung von Katharina von Aragon und der Trennung der Englischen Kirche von Rom heiratete er am 25. Januar 1533 Anne Boleyn. Anne, der er in der Werbungszeit wunderbare Liebesbriefe geschrieben hatte, gebar ihm ein Mädchen, Elisabeth I. (
- 7. September 1533 - † 24. März 1603). Das zweite Kind wäre ein Junge gewesen, doch erlitt Anne eine Fehlgeburt. Da sie es weder verstand, Heinrich bei Laune zu halten, noch ihm den ersehnten männlichen Thronerben schenkte, wurde sie unter dem Vorwand des vielfachen Ehebruches angeklagt und zusammen mit ihren angeblichen Liebhabern (einer davon war z.B. ihr Bruder) enthauptet. Die nächste Frau in Heinrichs Leben, die bereits vor dem Ende ihrer Vorgängerin an Heinrichs Seite stand, war Jane Seymour, die ihm einen kränklichen Sohn Eduard VI. (
- 12. Oktober 1537 - † 6. Juli 1553) schenkte. Sie starb kurz nach der Geburt des Kindes am 24. Oktober 1537 vermutlich an Kindbettfieber. Heinrich heiratete erst am 6. Januar 1540 widerstrebend erneut, auf Betreiben seines Kanzlers Thomas Cromwell. Später wurde Cromwell, wie seine Vorgänger Morus und Thomas Wolsey, des Landesverrates angeklagt. Diese von Cromwell vermittelte, vierte Frau war die deutsche Protestantin Anna von Kleve. Heinrich hatte sie vor ihrer Hochzeit nur auf einem Gemälde gesehen und konnte sie von Anfang an nicht leiden. Bereits im Juli 1540 ließ er die Ehe wieder annullieren. Anna von Kleve lebte nach der Scheidung in England und baute einen sehr liebevollen Kontakt zu Heinrichs Kindern auf. Pikanterweise bewohnte sie Hever Castle, also den ehemaligen Besitz der Familie Boleyn. Sie überlebte Heinrich um 10 Jahre. Die folgende Ehe mit der jungen Katharina Howard, einer Cousine Anne Boleyns, wurde noch im Scheidungsmonat am 28. Juli 1540 geschlossen und war wohl von Seiten Heinrichs eine typische Altersvernarrtheit. Katharina konnte nicht besonders gut mit ihm umgehen, zumal Heinrich zu dieser Zeit bereits alles andere als eine angenehme Erscheinung war. Sie wurde, anders als Anne Boleyn, vollkommen zu recht des Ehebruchs angeklagt und am 13. Februar 1542 enthauptet. Seine letzte Frau Catherine Parr, eine reifere Frau, die schon zweimal verwitwet war, heiratete er am 12. Juli 1543. Sie überlebte ihn allerdings nur um etwas mehr als ein Jahr, weil Heinrich rechtzeitig starb. Ihr eigener Kopf in Fragen der Religion und ihr Widerspruchsgeist hätten sie im anderen Fall bald den Kopf gekostet. Nach Heinrichs Tod heiratete sie Thomas Seymour und starb am 5. September 1548 an den Folgen der Geburt ihrer Tochter Mary. Dies ist ein weiterer Beleg für den schlechten gesundheitlichen Zustand Heinrichs VIII. der bei seinen letzten beiden Frauen (Anna von Kleve kommt mangels Gelegenheit nicht in Betracht) keine Kinder mehr zeugen konnte. Es ist bekannt, dass Heinrich in seinem späteren Leben stark übergewichtig war und möglicherweise an Gicht, Syphilis und/oder Diabetes litt. Als er noch jünger war, soll er jedoch ein lebhafter Mann gewesen sein. Sein Übergewicht stammte von einem Turnierunfall aus dem Jahr 1536. Er litt an einer Unterschenkelwunde, die ihn zwar nicht von Übungen abhielt, jedoch fortschreitend vereiterte und wahrscheinlich indirekt zu seinem Tod führte. Heinrich starb 1547 in London und wurde in Windsor begraben. Bei seinem Tod hinterließ er drei Kinder, die, wie von ihm testametarisch festgelegt nacheinander auf den englischen Thron kamen: Eduard VI., Maria I. und Elisabeth I.

Heinrich in Film und Musik

Über Heinrich und seinen Hofstaat wurden viele Filme gedreht. Zwei, die hier Erwähnung finden sollen, sind Das Privatleben von Heinrich VIII. von 1933 mit Charles Laughton und die BBC-Fernsehserie Die Sechs Frauen Heinrichs VIII. von 1972 mit Keith Michell. Der Yes-Keyboarder Rick Wakeman veröffentlichte 1972 ein Konzeptalbum mit dem Titel The Six Wives Of Henry VIII.. Wakeman widmete jeder von der sechs Ehefrauen Heinrichs einen Song und versuchte nach eigenen Angaben, die Beziehung des Königs zu seinen Gemahlinnen musikalisch umzusetzen. Das Album verkaufte sich millionenfach und wird von vielen Kritikern als Wakemans bestes Soloalbum angesehen.

Weblinks


- [http://www.mittelalter-genealogie.de/mittelalter/koenige/england/heinrich_8_koenig_von_england_+_1547.html genealogie-mittelalter.de]
-
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Heinrich VIII. Heinrich VIII. Kategorie:Gestalten der Reformation Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1491 Kategorie:Gestorben 1547 ja:ヘンリー8世 (イングランド王) ko:헨리 8세 simple:Henry VIII of England

Albert von Sachsen-Coburg-Gotha

Prinz Franz August Carl Albert Emmanuel von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen, genannt Albert, (
- 26. August 1819 auf Schloss Rosenau bei Coburg, Deutschland; † 14. Dezember 1861 auf Schloss Windsor, Berkshire, England) war der Ehemann Königin Viktorias von Großbritannien und Irland und seit 1857 britischer Prinzgemahl (engl. Prince Consort). engl.

Leben

Nach der Scheidung seiner Eltern wurde Albert von seinen Großmüttern stark religiös erzogen und evangelisch konfirmiert. Sein Lehrer war ab 1823 Christoph Florschütz, Herzoglicher Rat und Prinzen-Instructor. Albert unternahm Bildungsreisen an die Fürstenhöfe von Berlin, Dresden, Wien, Paris und London. Am Hof König Leopold I. von Belgien lernte er die konstitutionelle Monarchie kennen. Er studierte in Italien Komposition, Gesang und Orgel und schloss ein geisteswissenschaftliches Studium an der Universität Bonn ab. Von der Großmutter vermittelt, verlobte sich Albert mit seiner Cousine Victoria am 8. Dezember 1839. Sie heirateten am 10. Februar 1840 in London. Albert studierte britisches Recht und Staatsrecht, wurde zum wichtigsten Berater und Sekretär der Königin. Er schrieb auch ihre Reden. 1857 wurde er zum Prinzgemahl ernannt. Die Ehe war eine Liebesheirat und gilt als eine der wenigen großen Lieben unter den gekrönten Häuptern dieser Zeit. Albert übernahm viele soziale Aufgaben. 1851 erfand und organisierte er die erste Weltausstellung in London, fertigte die Grundrisse für den Ausstellungsort, den Crystal Palace. Albert war Präsident der Royal Agricultural Society. 1847 wählte ihn die Universität Cambridge zum Kanzler. Englands erste Entwürfe für Arbeiterwohnungen gingen auf Albert zurück. Die Häuser sollten feuerfest sein, über Wasserleitungen und Toiletten mit Wasserspülung verfügen. Seine Leidenschaften waren Komposition, Landwirtschaft und Gartenarchitektur. Prinz Albert starb im Alter von 42 Jahren - offiziell an Typhus, was auch den schlechten sanitären Verhältnissen auf Windsor-Castle zugeschrieben wurde. Neuere Mutmaßungen gehen hingegen von Magenkrebs (Krebsleiden) aus. Als Albert starb, hinterließ er Victoria in völliger Verzweiflung, die sie deutlich in etlichen Briefen an ihre Verwandten zum Ausdruck brachte. So schrieb sie eine Woche nach seinem Tod an ihren Onkel Leopold I., den König der Belgier: "Mein Leben als glücklicher Mensch ist zu Ende! Die Welt ist für mich zu Ende! Wenn ich doch weiterleben muß, so ist es um unserer vaterlosen Kinder Willen (...) Sein Edelmut war zu groß, sein Streben zu hoch für diese elende Welt! Sein Geist lebt nun in der Welt, die er verdient!" Ihre Trauer nahm seltsame Formen an - so blieb sein Schlafzimmer unverändert über die Jahrzehnte und jeden Abend wurde warmes Wasser in sein Zimmer gestellt und auch das Bettzeug wurde regelmäßig gewechselt. Victoria soll Gewissensbisse gehabt haben, dass ihre Trauer mit der Zeit nachließe. Die Schuld an Alberts Tod gab sie ihrem ältesten Sohn und Thronfolger Albert Eduard, der aufgrund seines ausschweifenden Lebensstils an seinem Studienort Cambridge vom bereits fiebernden Vater drei Wochen vor dessen Tod besucht worden war, um ihn zur Ordnung zu rufen. Albert wurde nicht in der Sankt Georgs Kapelle von Schloss Windsor, sondern im Mausoleum von Frogmore bei Schloss Windsor beerdigt, das Queen Victoria eigens für sie beide in Auftrag gegeben hatte und in dem sie 40 Jahre später neben ihm zur Ruhe gebettet wurde.

Kinder

Schloss Windsor] Albert hatte mit seiner Frau Victoria neun Kinder: # Victoria Adelheid ("Vicky") (
- 21. November 1840 - † 5. August 1901), Princess Royal, (als Gemahlin Friedrichs III., preußische Königin und deutsche Kaiserin) # Albert Eduard ("Bertie") (
- 9. November 1841 - † 6. Mai 1910), Prince of Wales, König von Großbritannien # Alice Mathilde von Hessen und bei Rhein (
- 25. April 1843 - † 14. Dezember 1878), Gemahlin von Ludwig IV. von Hessen # Alfred Ernst ("Affie") (
- 6. August 1844 - † 30. Juli 1900), Herzog von Edinburgh und Sachsen-Coburg-Gotha # Helena Augusta ("Lenchen") (
- 25. Mai 1846 - † 9. Juni 1923), Gemahlin von Christian von Schleswig-Holstein # Louise Caroline (
- 18. März 1848 - † 3. Dezember 1939), Gemahlin von John Campbell, 9. Duke of Argyll # Arthur Wilhelm (
- 1. Mai 1850 - † 16. Januar 1942), Herzog von Connaught # Leopold Georg (
- 7. April 1853 - † 28. März 1884), Herzog von Albany # Beatrice Maria (
- 14. April 1857 - † 26. Oktober 1944), Gemahlin von Heinrich Moritz von Battenberg

Stand- und Denkmale


- Zwei Engel mit Schwert nach Entwurf Adolf Breymann für die Gruft in Frogmore House bei Windsor, ausgeführt von Georg Ferdinand Howaldt
- Albert Memorial in Kensington Gardens, London

Literatur


- Hans-Joachim Netzer: Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, C.H. Beck Verlag 1995, ISBN 3406330002

Weblinks


- http://www.weltchronik.de/bio/cethegus/a/albertvsc.html Kategorie:Wettiner Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1819 Kategorie:Gestorben 1861 ja:アルバート (ザクセン=コーブルク=ゴータ公)

1851

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Josef Munzinger wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Dezember: Staatsstreich durch Louis Napoleon in Frankreich
- 31. Dezember: Der österreichische Kaiser Franz Joseph unterzeichnet das Silvesterpatent und hob damit die Oktroyierte Märzverfassung auf
- Ende des Schleswig-Holsteinischen Kriegs

Wirtschaft


- 15. Oktober: Die Disconto-Gesellschaft, die sich später zu einer Großbank entwickelt, eröffnet in Berlin ihren Geschäftsbetrieb
- Fruit of the Loom wird gegründet

Wissenschaft


- George Gabriel Stokes veröffentlicht die Gleichungen von Navier-Stokes der Hydrodynamik (in Cambridge Transactions 9 (1851), 8)

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung der komischen Oper Die vornehmen Dilettanten oder Die Opernprobe von Albert Lortzing am Stadttheater in Frankfurt am Main
- 10. April: Uraufführung der Oper Die Heimkehr aus der Fremde von Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig
- 16. April: Uraufführung der Oper Sapho (Sappho) von Charles Gounod in Paris
- 20. August: Uraufführung der romantischen Oper Aurelia, Herzogin von Bulgarien von Conradin Kreutzer in Kassel
- Harriet Beecher Stowe beginnt mit der Veröffentlichung von Onkel Toms Hütte
- Der Schriftsteller Herman Melville veröffentlicht den Roman Moby Dick
- Die Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi wird in Venedig erstmals aufgeführt und sah sich einem Riesenpimmel gegenüberstehen

Sonstiges


- 1. Mai: Im Londoner Kristallpalast wird die erste Weltausstellung eröffnet
- Adolf Anderssen gewinnt das erste internationale Schachturnier in London

Geboren


- 15. Januar: Jan Blockx, belgischer Komponist († 1912)
- 8. Februar: Kate Chopin, US-amerikanische Schriftstellerin († 1904)
- 12. Februar: Eugen von Böhm-Bawerk, österreichischer Ökonom († 1914)
- 21. Februar: Karl Wilhelm Diefenbach, Maler und Sozialreformer († 1913)
- 26. Februar: Carl Albert Purpus, deutscher Pflanzensammler († 1941)
- 19. März: Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin († 1897)
- 20. März: Pietro Abbà Cornaglia, Komponist aus dem Piemont († 1939)
- 26. März: Julius Langbehn, deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker († 1907)
- 27. März: Vincent d’Indy, französischer Komponist und Musiktheoretiker († 1931)
- 28. März: Bernardino Machado, portugiesischer Politiker in Portugal († 1944)
- 7. April: Otto Klauwell, deutscher Komponist († 1917)
- 10. April: Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1948)
- 7. Mai: Adolf von Harnack, protestantische Theologe und Kirchenhistoriker († 1930)
- 18. Mai: Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller († 1915)
- 20. Mai: Emil Berliner, Erfinder der Schallplatte und des Grammophons († 1929)
- 29. Mai: Léon Victor Bourgeois, französischer Jurist und Staatsmann, Nobelpreisträger († 1925)
- 3. Juni: Isaac Peral, spanischer Ingenieur und U-Boot-Pionier († 1895)
- 9. Juni: Charles Joseph Bonaparte, US-amerikanischer Politiker († 1921)
- 9. Juni: Sigmund Bergmann, Unternehmer und Erfinder († 1927)
- 10. Juni: Anton Matosch, österreichischer Bibliothekar und Mundartdichter († 1918)
- 14. Juni: Ernst Fuchs (Arzt), österreichischer Augenarzt († 1930)
- 28. Juni: Robert Friedberg, deutscher Nationalökonom und Politiker († 1920)
- 28. Juni: Waldemar Mueller, Bankier, Politiker († 1924)
- 8. Juli: Arthur Evans, britischer Archäologe († 1941)
- 10. Juli: Friedrich von Wieser, österreichischer Ökonom († 1926)
- 14. August: Doc Holliday, US-amerikanischer Revolverheld († 1887)
- 14. August: Guido Herzfeld, deutscher Schauspieler der Stummfilmzeit († 1923)
- 24. September: Federico Boyd, vierter Staatspräsident Panamas († 1924)
- 25. September: Carl Jatho, evangelischer Pfarrer († 1913)
- 2. Oktober: Ferdinand Foch, französischer Marschall im Ersten Weltkrieg († 1929)
- 12. November: Eduard Engel, deutscher Literaturhistoriker und Stilist († 1938)
- 28. November: Albert Grey, 4. Earl Grey, britischer Politiker und Staatsmann († 1917)
- 5. Dezember: Mary Krebs-Brenning, deutsche Pianistin († 1900)
- 10. Dezember: Melvil Dewey, führte die nach ihm benannte „Dewey Decimal Classification“ ein, ein System zur Klassifikation in Bibliotheken († 1931)
- 15. Dezember: Felix von Hartmann, Erzbischof des Erzbistums Köln († 1919)
- 17. Dezember: Friedrich Otto Schott, deutscher Chemiker und Glastechniker († 1935)
- 20. Dezember: Johan Gustav Knut Wicksell, schwedischer Ökonom († 1926)
- 29. Dezember: Wilhelm Marx, deutscher Kommunal- und Strukturpolitiker († 1924)

Gestorben


- 16. Januar: Karl von Müffling, preußischer Generalfeldmarschall, Militärschriftsteller und Geodät (
- 1775)
- 21. Januar: Albert Lortzing, deutscher Komponist (
- 1801)
- 24. Januar: Gaspare Spontini, italienischer Opernkomponist und -dirigent (
- 1774)
- 27. Januar: John James Audubon, US-amerikanischer Ornithologe (
- 1785)
- 1. Februar: Mary Shelley, englische Schriftstellerin (
- 1797)
- 1. Februar: Mary Wollstonecraft Shelley, englische Schriftstellerin (
- 1797)
- 8. Februar: Nicholas Vansittart, 1st Lord Bexley, britischer Politiker und Staatsmann (
- 1766)
- 18. Februar: Carl Gustav Jacob Jacobi, deutscher Mathematiker (
- 1804)
- 3. März: Alexander Alexandrowitsch Aljabjew, russischer Komponist (
- 1787)
- 9. März: Hans Christian Ørsted, dänischer Physiker und Chemiker (
- 1777)
- 13. März: Karl Konrad Friedrich Wilhelm Lachmann, deutscher Philologe und Germanist (
- 1793)
- 22. März: Göran Wahlenberg, schwedischer Botaniker (
- 1780)
- 2. April: Rama III., König von Siam (
- 1788)
- 12. April: Martin Schrettinger, deutscher Priester und Bibliothekar (
- 1772)
- 23. April: Michail Petrowitsch Lasarew, russischer Marineoffizier und Admiral (
- 1788)
- 23. Mai: August Wilhelm Francke, Oberbürgermeister von Magdeburg (
- 1785)
- 24. Mai: Friedrich Tieck, deutscher Bildhauer (
- 1776)
- 30. Juni: Jan Theobald Held, tschechischer Arzt und Komponist (
- 1770)
- 3. Juli: Juliana Blasius, deutsche Räuberbraut des Johannes Bückler (
- 1781)
- 5. Juli: Giovanni Scudieri, italienischer Architekt und Chefarchitekt von Tiflis (
- 1817)
- 10. Juli: Louis Jacques Mandé Daguerre, französischer Maler und Erfinder (
- 1787)
- 16. Juli: Enne Heeren Dirksen, Professor der Mathematik (
- 1788)
- 17. Juli: Béni Egressy, ungarischer Komponist, Librettist, Übersetzer und Schauspieler (
- 1814)
- 21. Juli: Horace-François Sébastiani, französischer General, Marschall von Frankreich (
- 1772)
- 1. August: Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller (
- 1775)
- 7. August: Johann Gottfried Gruber, deutscher Literaturhistoriker und Schriftsteller (
- 1774)
- 11. August: Lorenz Oken, Naturgeschichtler und Naturwissenschaftler (
- 1779)
- 27. August: Ferdinand Georg August von Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry, Feldmarschallleutnant in österreichischen Diensten (
- 1785)
- 8. September: Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie (
- 1798)
- 9. September: Thomas Hopkins Gallaudet, US-amerikanischer Geistlicher, (
- 1787)
- 13. September: Franz Raveaux, deutscher Revolutionär der Märzrevolution (
- 1810)
- 14. September: James Fenimore Cooper, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1789)
- 18. November: Ernst August I. (Hannover), 1. Herzog von Cumberland (
- 1771)
- 9. Dezember: Ramón Freire y Serrano, chilenischer Offizier und Staatspräsident (
- 1787)
- 10. Dezember: Karl Drais, deutscher Erfinder (
- 1785)
- 19. Dezember: Joseph Mallord William Turner, englischer Künstler des Impressionismus (
- 1775)
- 19. Dezember: William Turner, englischer Maler (
- 1775)
- 21. Dezember: Carl Friedrich Rungenhagen, deutscher Komponist und Musikpädagoge (
- 1778)
- Georg Franz August, Graf von Buquoy (
- 1781) ko:1851년 simple:1851 th:พ.ศ. 2394

Weltausstellung

Die Weltausstellung, auch Exposition Universelle Internationale, Exposition Mondiale (Expo) oder World's Fair bezeichnet, ist eine internationale Ausstellung, die sich in der Zeit der Industrialisierung als technische und kunsthandwerkliche Leistungsschau etablieren konnte. Die offizielle Institution zur Vergabe der Weltausstellungen ist seit 1928 das Bureau International des Expositions (BIE). Die durch das BIE anerkannten Weltausstellungen dauern 3 bis 6 Monate. Bureau International des Expositions Die erste Weltausstellung wurde auf Anregung Prinz Alberts 1851 im Londoner Hyde Park abgehalten. Dort errichtete Joseph Paxton eigens für die Veranstaltung den Crystal Palace, einen Palast aus Eisen und Glas. Die ersten Ausstellungen vereinigten die Welt unter dem großen Dach eines einzigen Gebäudes. Mit der Ausstellung 1867 in Paris konnte der Platzbedarf jedoch nicht mehr gedeckt werden, wodurch man sich gezwungen sah, weitere ländereigene Pavillons zu errichten. Das Konzept der Länderpavillons hat sich bis heute erhalten. Die Weltausstellungen wurden ein großer Erfolg, da sie die Idee von technischer Faszination mit Amüsement verbanden. Oft wurden Erlebnisparks, Schauarchitekturen und Völkerschauen eingerichtet, die den Weltausstellungen den Charakter von großen Jahrmärkten gaben. Auf Weltaustellungen gezeigte Weltneuheiten und noch bekannte Bauwerke sind:
- London, 1851 - der Kristallpalast
- London, 1862 - Nähmaschine
- Paris, 1867- Eiscreme-Soda
- Philadelphia, 1876 - Telefon
- Paris, 1878 - Eisschrank und Vorläufer des Plattenspielers
- Paris, 1889 - der Eiffelturm
- Chicago, 1893 - Reißverschluss
- Paris, 1900 - Vorläufer der Rolltreppe
- Mailand, 1906 - der Pavillion Marina
- San Francisco, 1915 - der Tower of Jewels
- Philadelphia, 1926 - Wackelpudding, Tonfilm und elektrische Schreibmaschine
- Brüssel, 1958 - das Atomium
- New York, 1964 - premiere des Farbfernsehen
- Montreal, 1967 - Atomuhr Die Biennale in Venedig und die documenta im hessischen Kassel griffen ebenfalls die Idee der Weltausstellungen auf, sie konzentrieren sich dabei jedoch meistens auf die bildenden Künste. Die Weltausstellungen standen oft unter einem Thema: so stand sie in Paris unter dem Thema: "Künste und Technik angewendet im modernen Leben" und in Brüssel hieß es eher kritisch "Dieser Welt das Menschliche zurückgeben". Die letzte Weltausstellung in Deutschland war die Expo 2000 in Hannover. Zuletzt fand die Expo 2005 in Japan statt, die am 25. März 2005 eröffnet wurde und ihre Tore am 25. September 2005 schloss. Die nächste Weltausstellung findet 2008 in Saragossa, Spanien statt.

Liste der Weltausstellungen

Die vom BIE anerkannten bzw. ausgerichteten Weltaustellungen sind durch den Hinweis BIE gekennzeichnet.

Siehe auch


- Messe (Wirtschaft)

Weblinks


- http://www.bie-paris.org/
- http://www.expomuseum.com/ Kategorie:Messe ja:国際博覧会



Picknick

Ein Picknick ist ein gemeinschaftliches Essen unter freiem Himmel, oft verbunden mit einem Ausflug. Die berühmteste Darstellung eines Picknicks in der bildenden Kunst ist Le déjeuner sur l'herbe von Edouard Manet. Der Film Picknick gewann 1955 zwei Oscars (Bester Schnitt, bestes Filmsetdesign).

Ursprung

Der Ursprung des Wortes liegt in Frankreich. Dort ist im 18. Jahrhundert in adeligen Kreisen der Brauch entstanden im Sommer im Freien zu speisen. "Pic un nic" heisst soviel wie "Nimm dir eine Kleinigkeit".

Literatur


- Darblay, Jeanne-Marie (Hrsg.): Picknick - Vergnügen, Lust & Genuß. - Cham : Müller Rüschlikon, 1994. - ISBN 3-275-01092-1

Weblinks



2004

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2004 ist „Internationales Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei und an ihre Abschaffung“ (UNESCO)
- 2004 ist „Internationales Jahr des Reis“ (UNO)
- 2004 ist „Internationales Jahr der Technik
- 2004 ist „Internationales Jahr der Erziehung durch Sport
- Ewe ist Afrikanischer Stamm des Jahres (Ghana, Togo, Benin) (Internationale Stämme Mission)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ (Markus 13:31)
- Das Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg/Deutschland)
- Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Weißtanne (Abies alba) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Siebenschläfer (Myoxus glis) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Der Storchschnabel (Geranium) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Natur


- 19. April: Partielle Sonnenfinsternis (südliches Afrika)
- 4. Mai: Totale Mondfinsternis
- 8. Juni: Der erste Venustransit (Sonnendurchgang) seit 1882 ist in Mitteleuropa von 7:20 Uhr bis 13:23 MESZ zu beobachten
- 5. Oktober: In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen
- 11. Oktober: Am frühen Morgenhimmel ist die Venus dem Mond besonders nahe und gut zu beobachten
- 14. Oktober: Partielle Sonnenfinsternis (Nordost-Asien, Nord-Pazifik)
- 28. Oktober: Totale Mondfinsternis
- 5. Dezember: Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden
- 26. Dezember: Seebeben im Indischen Ozean und Tsunami-Flutwelle. Verheerende Schäden in den Küstenregionen im Golf von Bengalen, Südasien und Südostasien. Siehe Erdbeben im Indischen Ozean 2004

Politik

Januar


- 1. Januar: Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Irland übernimmt von Italien die Präsidentschaft im europäischen Rat
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in Kap Verde eingeführt
- 1. Januar: Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär
- 13. Januar: Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis
- 14. Januar: Óscar Berger Perdomo wird Staatspräsident von Guatemala
- 15. Januar bis 21. Januar: Weltsozialforum im Mumbai, (Indien)
- 16. Januar: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland), Dominique de Villepin (Frankreich) und Włodzimierz Cimoszewicz (Polen) treffen sich im Rahmen des Weimarer Dreiecks
- 19. Januar: Erste Vorwahl der demokratischen Partei in Iowa, (USA)
- 20. Januar: Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo
- 21. Januar: Das auswärtige Amt finanziert zwei Justizaufbauprojekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) in Afghanistan
- 24. Januar: Entlassung des Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Florian Gerster nach Misstrauensvotum
- 25. Januar: Georgien: Michail Saakaschwili wird Staatspräsident

Februar


- 2. Februar: Brunei: Karl XVI. Gustaf von Schweden löst durch sein Lob des Sultans eine außenpolitische Krise seiner Heimat aus
- 5. Februar: Lettland: Ministerpräsident Einars Repse tritt zurück
- 6. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der SPD zu Gunsten von Franz Müntefering
- 8. Februar: Volksabstimmungen in der Schweiz, unter anderem wird die zweite Tunnelröhre durch den Gotthard in der Innerschweiz deutlich abgelehnt
- 13. Februar: Präsident Blaise Compaoré von Burkina Faso trifft auf Einladung von Bundespräsident Johannes Rau in Deutschland ein
- 19. Februar: Bundesminister Joschka Fischer nimmt in Brüssel, Belgien an einem EU-Seminar gegen Antisemitismus teil
- 20. Februar: Parlamentswahlen im Iran, viele liberale Kandidataten wurden ausgeschlossen, die Wahlbeteiligung sank auf etwa 50 Prozent
- 26. Februar: Staatspräsident Boris Trajkovski von Mazedonien stirbt bei einem Flugzeugabsturz
- 29. Februar: Bürgerschaftswahlen in Hamburg, die CDU erhält die absolute Mehrheit, Ole von Beust bleibt 1. Bürgermeister

März


- 1. März: Internationale Friedenstruppen treffen in Haiti ein
- 2. März: Eröffnung der neuen Botschaft der Niederlande in Berlin durch Königin Beatrix
- 7. März: Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg, Gemeinderatswahlen Tirol
- 9. März: Lettland: Indulis Emsis wird neuer Ministerpräsident
- 10. März: Griechenland: Kostas Karamanlis wird Ministerpräsident
- 14. März: Wladimir Putin wird als Präsident Russlands in seinem Amt bestätigt
- 14. März: Michail Jefimowitsch Fradkow wird Vorsitzender der Regierung in Russland
- 14. März: Parlamentswahlen in Spanien
- 18. März: In Ottawa findet der EU-Kanada-Gipfel statt
- 22. März: Mazedonien stellt Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO und der EU
- 23. März: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Warschau, Polen
- 27. März: Kommunalwahlen in Nigeria
- 28. März: Präsidentschaftswahlen in Guinea-Bissau
- 29. März: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO
- 30. März: Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, trifft die afghanische Frauenministerin Habiba Sorabi zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt
- 30. März: Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu einem Gedankenaustausch zusammen

April


- 2. April: Bulgarien wird Mitglied der NATO
- 2. April: Lettland wird in die NATO aufgenommen
- 3. April: Etwa 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin, Köln und Stuttgart gegen den Reformkurs der deutschen Bundesregierung
- 3. April und 17. April: Präsidentenwahl in der Slowakei
- 5. April: Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Million Euro
- 14. April: Parlamentswahlen in Südafrika
- 15. April: Niederlande: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Rotterdam und Den Haag
- 17. April: Ivan Gašparovič wird neuer Staatspräsident der Slowakei
- 17. April: José Luis Zapatero wird Ministerpräsident in Spanien
- 19. April: Bundesaußenminister Joschka Fischer reist nach Afghanistan
- 22. April: Gründung eines Goethe-Instituts in Ljubljana, Slowenien
- 25. April: Parlaments- und Kommunalwahlen in Äquatorialguinea
- 25. April: Heinz Fischer wird bei der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich gewählt
- 26. April: Giftgas-Attentat in Jordanien vereitelt, es hätten 80.000 Menschen sterben können
- 27. April: Thabo Mbeki wird als Präsident von Südafrika vereidigt
- 28. April: Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
- 29. April: Regierungsumbildung in Mali
- 30. April: Der Skandal um Misshandlungen irakischer Häftlinge im Bagdader US-Militärgefängnis Abu Ghraib wird publik

Mai


- 1. Mai: Die europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (siehe EU-Osterweiterung)
- 1. Mai: In Polen gilt für Investitionen ab sofort das EU-Recht
- 2. Mai: Parlamentswahlen in Panama
- 7. Mai: Surya Bahadur Thapa tritt als Premierminister von Nepal zurück
- 7. Mai: Verfassungsänderungen in der Türkei zur EU-Anpassung
- 16. Mai: Volksabstimmung in der Schweiz
- 22. Mai: Manmohan Singh wird Premierminister in Indien
- 23. Mai: Horst Köhler wird von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ergebnis: Horst Köhler 604 Stimmen, Gesine Schwan 589 Stimmen
- 25. Mai: Der 49. Eurovision Songcontest findet in Istanbul, Türkei statt
- 27. Mai: USA und Bahrain unterzeichen ein Freihandelsabkommen
- 29. Mai: Estland wird Vollmitglied in der NATO

Juni


- 1. Juni: Im Irak nominiert der Übergangsrat den künftigen Staatspräsidenten Ghazi al Jawar. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi stellt die 26 Mitglieder seines Kabinetts vor, dem die USA am 30. Juni die Macht übergeben werden
- 1. Juni: Lic. Elías Antonio Saca González wird Staatspräsident von El Salvador
- 4. Juni bis 13. Juni: Europride in Hamburg
- 6. Juni: 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Erstmals nimmt mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler an den Gedenkfeiern in der Normandie teil (siehe D-Day)
- 7. Juni: In Marokko tritt ein neues Arbeitsgesetz in Kraft
- 8. Juni bis 10. Juni: G8-Gipfeltreffen in Sea Island (Georgia), USA
- 9. Juni: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Verfassungsklage gegen das Ladenschlussgesetz ab
- 13. Juni: Wahlen zum Europaparlament
- 13. Juni: Landtagswahl in Thüringen
- 13. Juni: Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt
- 21. Juni: Fünfter Ostseegipfel in Estland
- 22. Juni: In Nauru wird Präsident René Harris bei einem Misstrauensvotum abgesetzt und durch Ludwig Scotty ersetzt
- 24. Juni: Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan
- 27. Juni: Kommunalwahl in Thüringen, die SPD verliert, die PDS gewinnt Stimmen hinzu
- 28. Juni: Im Irak erfolgt die Machtübergabe von der Koalitions-Übergangsverwaltung an die Irakische Übergangsregierung

Juli


- 1. Juli: Amtsantritt des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler
- 1. Juli: Gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wird Anklage erhoben
- 8. Juli: Angelobung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer
- 9. Juli: Pawel Chlebnikow wird in Moskau von Unbekannten erschossen
- 15. Juli: Antrittsbesuch des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen, anschließend Besuch in Frankreich

August


- 1. August: 60. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt als erster deutscher Bundeskanzler als Ehrengast an den Feierlichkeiten teil
- 2. August: In Deutschland tritt die Sondersteuer auf Alkopops in Kraft, die handelsübliche 275-Milliliter-Flaschen um 85 Cent verteuert (zuzüglich Mehrwertsteuer) und die Getränke für Jugendliche unattraktiver machen soll
- 9. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 85.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: Präsident Hugo Chávez in Venezuela gewinnt das Referendum über seine Amtsenthebung. etwa 58 % der Wähler stimmen für ihn (Wahlbeteiligung etwa 95 %)
- 19. August: Erneut demonstrieren in Erfurt und Brandenburg knapp 10.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 22. August: Norwegen: Der Schrei, ein Bild des norwegischen Malers Edvard Munch, wird von maskierten Tätern aus dem Osloer Munch-Museum entwendet
- 23. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 29. August: Etwa 300.000 Menschen demonstrieren in New York City gegen die Politik von Präsident George W. Bush
- 29. August: Scharif al-Misri wird als führendes Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida in Qetta (Pakistan) zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen verhaftet
- 30. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren erneut mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 31.Eröfnung der RIMS Reihn-Main-International-Montessori-Schule

September


- [[5. September]]: Bei den Landtags[[wahlen im Saarland
ist die SPD mit knapp 14 % Verlust auf 30,8 % die einzige Verliererin. Die Wahlbeteiligung sinkt von 69 % (1999) auf 56 % (2004)
- 6. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende (ARD: 50.000, ZDF/RTL: deutlich weniger als in der Vorwoche, SAT1/N-TV: 75.000) gegen die Hartz IV-Gesetze
- 10. September: Polen Das polnische Parlament, der Sejm, hat ohne Gegenstimme die Regierung in Warschau aufgefordert, angemessene Maßnahmen in der Angelegenheit von Reparationen gegenüber Deutschland zu ergreifen
- 12. September: Zehntausende von Israelis demonstrierten in Jerusalem gegen die beabsichtigte Räumung von Siedlungen im Gazastreifen
- 13. September: Bundespräsident Horst Köhler hält unterschiedliche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland für unvermeidlich
- 13. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende, allerdings deutlich weniger als in der Vorwoche, gegen die Hartz IV-Gesetze
- 14. September: Die OECD stellt in ihrer Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ erneut Mängel im deutschen Bildungssystem fest
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Brandenburg verlieren SPD und CDU mehr 7 %, die PDS gewinnt 5 % und die DVU ist erneut im Landtag vertreten
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verliert die CDU fast 16 %, die SPD rutscht unter die 10 % Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 %. Auch Grüne und FDP kommen in den Landtag
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Vorarlberg erreicht die ÖVP die absolute Mehrheit
- 20. September: Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien (die Auszählung wurde erst Anfang Oktober abgeschlossen) werden von Susilo Bambang Yudhoyono gewonnen, der die bisherige Präsidentin Megawati Sukarnoputri ablöst
- 26. September: Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU ca. 7 %, bleibt aber stärkste Partei im Land. Die SPD verliert erneut ca. 3 %, die Grünen und die FDP gewinnen jeweils ca. 3 %
- 26. September: Volksabstimmung in der Schweiz

Oktober


- 2. Oktober: In Berlin demonstrieren ca. 50.000 gegen die Hartz IV-Gesetze
- 2. Oktober: In Amsterdam protestieren ca. 200.000 Menschen gegen die Sparpläne der christlich-liberalen Regierung
- 3. Oktober: Bei Parlamentswahlen in Slowenien geht die konservative Slowenische Demokratische Partei unter Janez Janša als Sieger hervor, die bisher regierende linksliberale Liberaldemokratische Partei Sloweniens verliert über 13 % und wird vermutlich in Opposition gehen
- 5. Oktober: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat soll dieser Abbau sozialverträglich stattfinden
- 5. Oktober: Der designierte EU-Innenkommissar Rocco Buttiglione ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität und Frauen auf Kritik gestoßen
- 6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden
- 9. Oktober: Die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan werden von Unregelmäßigkeiten begleitet. Später wird der amtierende Präsident Hamid Karzai mit 55,4 % der Stimmen zum Sieger erklärt
- 12. Oktober: Der Kalif von Köln, Metin Kaplan, wird aus Deutschland in die Türkei abgeschoben und dort sofort verhaftet
- 14. Oktober: General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen. Daraufhin streiken die Arbeiter im Opel Werk Bochum sechs Tage lang
- 16. Oktober: Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia
- 17. Oktober: Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko lässt sich in einem umstrittenem Referendum für eine dritte Amtszeit bestätigen
- 23. Oktober: Eine gute Woche vor der Präsidentenwahl in der Ukraine haben zehntausende Oppositionsanhänger in Kiew für eine freie und faire Abstimmung demonstriert
- 24. Oktober: Die Serben im Kosovo boykottieren die Parlamentswahlen. Gewinner mit ca. 55 % (nach ersten Hochrechnungen) ist die Partei von Ibrahim Rugova
- 27. Oktober: Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Abstimmung über die EU-Kommission im EU-Parlament verschieben, um eine Abstimmungsniederlage zu verhindern. In der Folge werden die zwei Kommissare Rocco Buttiglione (Italien) und Ingrida Udre (Lettland) gegen Franco Frattini (Italien) und Andris Piebalgs (Lettland) ausgetauscht
- 31. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine kommt es zu Unregelmäßigkeiten. Der vom bisherigen Präsidenten Leonid Kutschma favorisierte Kandidat Wiktor Janukowytsch kommt auf 40 %, Wiktor Juschtschenko auf 39 % der Stimmen, daher wird es eine Stichwahl geben

November


- 2. November: Präsidentschaftswahlen in USA: George W. Bush wird nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit seinem Gegner John F. Kerry erneut für vier Jahre zum Präsidenten gewählt
- 7. November: Das Referendum gegen die neuen Gemeindegrenzen in Mazedonien ist gescheitert, da nur etwa 26 % der Stimmberechtigten abstimmten. Das Gesetz schreibt ein Quorum von 50 % vor. In der Konsequenz haben alle großen Gemeinden im Westen Mazedoniens eine albanische Bevölkerungsmehrheit
- 10. November: Der Politiker Georg Milbradt (CDU) ist in Sachsen erst im zweiten Anlauf erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er hatte nur 62 von 65 Stimmen der CDU/SPD Koalition bekommen. Der Kandidat Uwe Leichsenring der NPD erhielt 14 Stimmen, 2 mehr als die NPD Sitze im Landtag hat
- 11. November: Jassir Arafat stirbt gegen 3:30 Uhr morgens, sein Leichnam wird nach Kairo gebracht, wo am folgenden Tag die Trauerfeier stattfindet und anschließend: unter chaotischen Umständen: die Beisetzung in Ramallah
- 15. November: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen. Später werden auch die italienschen Zahlen bezweifelt. Das statistische Amt der EU, EUROSTAT, gerät damit wieder ins Zwielicht
- 17. November: Das Bundeskabinett beschließt die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen mit ca. 200 Soldaten zur Unterstützung vom Transport von OAU-Soldaten in die Region Darfur im Sudan
- 18. November: Im zweiten Anlauf hat der neue EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso für sein veränderte Kommission eine Mehrheit im EU-Parlament erhalten
- 18. November: Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft deutschen Managern mangelnden Patriotismus vor
- 19. November: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution zu einer baldigen Lösung für den Sudan-Konflikte aufgerufen und vage mit Sanktionen gedroht
- 20. November: Es werden Misshandlungsvorwürfe bei gestellten Geiselnahmen bei der Bundeswehr bekannt. In den folgenden Wochen werden weitere Misshandlungen in verschiedenen Kasernen bekannt
- 21. November: Nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird Wiktor Janukowytsch zum Sieger erklärt, die OSZE zweifelt den Wahlsieg an, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Beginn von landesweiten Massenprotesten („Orangene Revolution“)
- 21. November: Ca. 25.000 Menschen demonstrierten nach einem Aufruf muslimischer Verbände in Köln gegen islamistischen Terror und Gewalt
- 21. November: In Namibia wird Hifikepunye Pohamba (SWAPO) mit 76 % zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Sam Nujoma ab. Seine Partei, die SWAPO, erhält ca. 75 % der Parlamentssitze
- 25. November: Die IAEO berät über das iranisches Atomprogramm. Die USA glauben, dass der Iran eine Atombombe entwickeln will. Der Iran beteuert, dass er nur ein friedliche Nutzung der Kernenergie plant
- 27. November: Die Behörden von Papua-Neuguinea beginnen mit der Evakuierung von 9000 Menschen von der Insel Manam, da diesen wegen wochenlanger Vulkan-Aktivitäten (Aschenregen) eine Hungesnot droht
- 28. November: Bundesfinanzminister Hans Eichel kritisiert, dass alle neuen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen, die Fördermittel aus dem Aufbau Ost ganz oder teilweise missbrauchen
- 28. November: In Rumänien werden der Staatspräsident und das Parlament gewählt. In die Stichwahl kommen Adrian Nastase (Sozialdemokraten) und Traian Băsescu (Allianz für Gerechtigkeit und Wahrheit). Die Opposition spricht von Wahlbetrug. Auch die OSZE äußert Bedenken wegen des Ablaufs der Wahl
- 30. November: Die OECD bemängelt in ihrer „Baby-PISA“-Studie die Zahl der Kita-Plätze in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern gehört das Kinderbetreuungssystem zu den weltweit besten

Dezember


- 1. Dezember: Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon in Israel zerbricht, weil die Vertreter seines größten Koalitionspartners gegen den Haushaltsentwurf 2005 gestimmt haben
- 3. Dezember: Der Bundestag beschließt die Entsendung von bis zu 200 Soldaten zur Unterstützung der Afrikanischen Union im Darfur-Einsatz
- 22. Dezember: CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer tritt nach Vorwürfen über falsche Angaben zu Gehaltszahlungen seines früheren Arbeitgebers RWE zurück
- 26. Dezember: Bei der Wiederholungswahl zu den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine setzt sich der oppositionelle Kandidat Wiktor Juschtschenko gegen den beurlaubten Ministerpräsidenten Wiktor Janukowytsch mit 51,99 % zu 44,19 % der abgegebenen Stimmen durch

Terroranschläge und Kriege


- 29. Januar: Bei einem Terroranschlag auf Bus Nummer 19 in Jerusalem (Israel) sterben elf Israelis. 50 Menschen werden verletzt. Der Attentäter war ein 24 Jahre alter Palästinenser aus Bethlehem und Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden
- 22. Februar: Acht Menschen Sterben bei einem Selbstmordattentat auf Bus Nummer 14A in Jerusalem (Israel). Über 60 werden verwundet. Der palästinensische Attentäter war Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden und kam aus Bethlehem
- 11. März: Schwerer Terroranschlag in Madrid, 191 Tote, 1.500 Verletzte
- 28. April: Terroranschlag in Diplomatenviertel von Damaskus, vier Tote
- 2. Juni: In Afghanistan werden fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einem Hinterhalt ermordet
- 11. Juli: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in Tel Aviv (Israel) an einer Bushaltestelle in die Luft. Ein Israeli wird dabei getötet, 33 werden verletzt
- 28. Juli: Bei der Explosion einer Autobombe in Bakuba (Irak) sterben 68 Menschen und etwa 40 werden verletzt
- 2. August: Bei Bombenanschlägen auf fünf christliche Kirchen in Bagdad und Mossul im Irak werden elf Menschen getötet und ca. 50 verletzt
- 15. August: In Gatumba (Burundi) haben Hutu-Rebellen ein Flüchtlingslager der UNO überfallen und 189 Menschen getötet sowie etwa 70 verletzt
- 24. August: In Russland stürzen, infolge eines tschetschenischen Terroranschlages, fast gleichzeitig zwei Flugzeuge mit 89 Menschen an Bord ab
- 30. August: Bei einem Anschlag eines tschetschenischen Selbstmordattentäters im Norden von Moskau in der Nähe eines U-Bahnhofes werden min. 39. Menschen getötet und ca. 130 verletzt
- 31. August: Zwei Selbstmordattentäter töten in Beerscheba (Israel) sechzehn Menschen. Über 100 Israelis werden verletzt als die Palästinenser sich innerhalb weniger Minuten in die Luft sprengen. Ziel des Anschlags: Die Stadtbusse Nummer 6 und Nummer 12
- 31. August: Im Irak werden zwölf nepalesische Geiseln durch islamistische Extremisten der Gruppe Ansar el Sunna ermordet
- 1. September: Etwa 30 tschetschenischen Rebellen nehmen ca. 1200–1500 Geiseln in einer Schule in Beslan in Nordossetien
- 3. September: Die Schule in Beslan wird durch die Einsatzkräfte gestürmt, dabei gibt es mindestens 338 Tote und 704 Verletzte
- 4. September: Durch die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeischule im nordirakischen Kirkuk werden 15 Menschen getötet und weitere 20 Menschen verletzt
- 6. September: Durch die Explosion einer Autobombe im Nordirak sind sieben amerikanische Soldaten und drei Iraker getötet worden
- 7. September: Seit Beginn des Irak-Krieges sind 1000 amerikanische Soldaten gefallen. Die weit höhere Anzahl der getöteten Iraker ist unbekannt
- 9. September: ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta kostet 11 Menschen das Leben
- 13. September: Am Wochenende sind 68 Iraker und Amerikaner im Irak getötet worden
- 14. September: Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeiwache in Bagdad sind mindestens 47 Menschen getötet und 114 verletzt worden
- 14. September: In Bakuba wurden zwölf Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und getötet
- 16. September: Bei amerikanischen Luftangriffen nahe Falludscha sind bis zu 60 Iraker getötet worden
- 25. September: Im Süden Afghanistans haben (vermutlich) Taliban-Kämfer bei mehreren Anschlägen neun Soldaten getötet
- 30. September: Bei drei fast zeitgleichen Autobombenanschlägen in Bagdad sterben mehr als 42 Menschen (meist Kinder) und 139 werden verletzt
- 1. Oktober: Bei einem Selbstmordattentat auf die Zainabia-Moschee in Sialkot/Pakistan sterben 31 Menschen und mehr als 45 werden verletzt
- 2. Oktober: Am 135. Geburtstag von Mahatma Gandhi gab