Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
I Shot The Sheriff

I Shot The Sheriff

I Shot The Sheriff (zu deutsch etwa "ich erschoss den Sheriff") ist ein Song des jamaikanischen Reggaemusikers Bob Marley und dessen Band The Wailers, erstmals auf dem Studioalbum Burnin' (1973) veröffentlicht. Die Tonart der Studioversion ist g-Moll, sie dauert etwas mehr als viereinhalb Minuten. Bei Konzerten wurde der Song jedoch in fis-Moll gespielt, so auch auf dem Live-Mitschnitt des Live-Albums Live! (1975). I Shot The Sheriff war die letzte Single, welche Marley zusammen mit Peter Tosh und Bunny Wailer veröffentlichte, bevor diese aus der Band austraten, um eigene Solokarrieren zu verfolgen. Der eigentliche Titel des Songs sollte I Shot The Police lauten, doch Marley begründete den späteren Titel damit, dass sie Probleme mit der Regierung gehabt hätten, hätten sie den Song I Shot The Police genannt. So wählten sie stattdessen I Shot The Sheriff; doch es ginge um das Gleiche: Gerechtigkeit, Unschuld und Trotz. Der Bluesmusiker Eric Clapton coverte den Song zu einem Nummer-Eins-Hit in den USA, was auch Marley einen Popularitätsschub brachte. I Shot The Sheriff wurde von Marley zum letzten Mal im Madison Square Garden in New York City am 20. September 1980 gespielt.

Weblinks


- [http://www.bobmarley.com/songs/songs.cgi?sheriff bobmarley.com - Liedtext und Beschreibung von I Shot The Sheriff] Kategorie:Bob Marley Kategorie:Musikalisches Werk in g-moll Kategorie:Reggae

Sheriff

Ein Sheriff ist
- 1. ein hoher Verwaltungsbeamter in einer englischen oder irischen Grafschaft.
- 2. der oberste, auf Zeit gewählte Polizeibeamte eines US-amerikanischen Countys.

Begriffsgeschichte

Im angelsächsischen England war der Reeve ein vom König ernannter Vogt, der die öffentlichen Angelegenheiten eines Ortes zu regeln hatte. Ein hochrangiger Beamter, der Shire-reeve, war der Repräsentant der königlichen Gewalt in einem shire (Grafschaft). Unter den Normannenkönigen, vor allem unter Heinrich I., wurden die Sheriff-Ämter meist mit Männern vergleichsweise einfacher Herkunft besetzt. Sie bildeten die Grundlage für den englischen Landadel, die Gentry. ja:保安官

Song

Der Ausdruck Song ist:
- in der Musik:
  - ein zeitkritisches, oft rhythmisch akzentuiertes Lied
  - seit dem 19. Jahrhundert in England ein unterhaltsames Lied, aufgebaut aus Strophe und Refrain
- das in die Deutsche Sprache übernommene Wort für Lied
- der Name einer chinesischen Dynastie, siehe Song-Dynastie (960-1279 n.Chr.)
- der Name eines Berges in der Volksrepublik China, siehe Sōngshān

Jamaika

Jamaika (engl. Jamaica) ist ein selbstständiger Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik. Die Insel liegt südlich von Kuba und westlich von Haiti. Sie ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen.

Geografie und Natur

Großen Antillen Höchster Punkt ist die Blue Mountain Peak mit 2.256 m im Gebirge der Blue Mountains, der Tiefpunkt liegt auf Meereshöhe bei 0 m. Die Landschaft der Insel ist überwiegend von Bergland mit schmalen Ebenen entlang der Küsten gekennzeichnet, mit nur einer größeren Ebene im Süden. Das tropische Klima Jamaikas wird vom Nordostpassat geprägt. Die Temperaturunterschiede sind im Jahresverlauf gering. In Kingston beträgt die mittlere Monatstemperatur im Januar 25 °C und im Juli 27 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge ist hingegen regional sehr unterschiedlich. Mehr als 5.000 mm Regen fallen in den Bergen des Nordostens; in der Umgebung von Kingston an der wechselfeuchten Südküste liegt der Mittelwert bei 813 mm. Die niederschlagsreichsten Monate sind Mai, Juni, Oktober und November. Im Spätsommer und Frühherbst ziehen häufig Wirbelstürme über die Insel hinweg. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Kingston 583.958 Einwohner, Spanish Town 145.018 Einwohner, Portmore 102.861 Einwohner, Montego Bay 82.867 Einwohner, Mandeville 47.115 Einwohner und May Pen 44.755 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Jamaika

Fauna

Jamaika beherbergt einige Tierarten, die es sonst nirgendwo gibt, wie die Jamaikaeule oder den Wimpelschwanz, ein Kolibri mit langen Schwanzfedern.

Bevölkerung

Jamaika hat etwa 2,7 Millionen Einwohner. Neben der Amtssprache Englisch wird Jamaika-Kreolisch (auch Patois genannt) gesprochen. Religionszugehörigkeit: Protestanten 61,3 % (Church of God 21,2 %, Baptisten 8,8 %, Anglikaner 5,5 %, Siebenten-Tags-Adventisten 9 %, Pentecostal 7,6 %, Methodisten 2,7 %, United Church of Christ 2,7 %, Brethren 1,1 %, Zeugen Jehovas 1,6 %, Moravian 1,1 %), Römisch-Katholisch 4 %, andere (darunter am bekanntesten Rastafaris) 34,7 %.

Geschichte

Bevor Christoph Kolumbus als erster Europäer die Insel 1494 erreichte, siedelte dort bereits das um 700 v. Chr. eingewanderte Volk der Arawak. 1509 besetzte Spanien die Insel und nannte diese Santiago. Die Kultur der Arawak zerfiel, stark dezimiert durch Krankheiten, Kriege und Sklaverei. 1517 brachten die Spanier die ersten afrikanischen Sklaven auf die Insel, die vorwiegend von der Gold- und Sklavenküste stammten. 1611 wurden erstmals mehr schwarzafrikanische als europäische Einwohner gezählt. Als Hauptstadt wählten sie New Sevilla (das spätere Spanish Town). schwarzafrikanische 1655 besetzten englische Truppen die Insel, 1670 ging sie formell durch den Vertrag von Madrid in den Besitz Großbritanniens über. Der Sklavenhandel und die Zuckerplantagen machten Jamaika über 150 Jahre lang zu einem der wertvollsten Besitztümer der Welt. Die Insel war auch eine bedeutende Anlaufstelle für Freibeuter und Piraten, insbesondere in Port Royal, bevor die Stadt 1692 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Die Hauptstadt wurde damals nach Kingston verlegt. Das britische Parlament schaffte am 1. August 1834 die Sklaverei offiziell ab. Die Lebensbedingungen der befreiten Sklaven waren damals katastrophal, da sie zwar die Freiheit erlangten, dennoch aber keinen oder kaum Besitz hatten und die Ressourcen der Insel fest in der Hand der Europäer lagen. Die Wut und Verzweiflung der Menschen manifestierte sich im Oktober 1865 im Aufstand von Morant Bay, angeführt von William Gordon. Der Aufstand wurde von den Briten mit massiver Gewalt niedergeschlagen und Jamaika daraufhin zur Kronkolonie erklärt. Im späten 19. Jahrhundert verlor Zucker an Bedeutung für den Handel und die Insel stellte teilweise auf den Anbau von Bananen um. Jamaika erreichte in den 1930er Jahren etwas lokale politische Kontrolle, es gab Unruhen und Aufstände gegen die britische Politik und im Jahr 1938 wurde die People's National Party (PNP) gegründet. Die ersten Wahlen mit allgemeiner, für alle Bürger gleichen Wahlberechtigung fanden 1944 statt. Im Jahr 1958 schlossen sich Jamaika und neun weitere britische Gebiete in der Karibik zur Westindischen Föderation zusammen. Jamaika schied 1961 wieder aus dem Bund aus, da die Wähler die Mitgliedschaft ablehnten. Die Unabhängigkeit von Großbritannien wurde am 6. August 1962 erlangt, Jamaika ist seitdem freies Mitglied des Commonwealth. Der erste Premierminister war Alexander Bustamante von der Jamaica Labour Party (JLP). Siehe auch:
- Liste der Generalgouverneure von Jamaika
- Liste der Premierminister von Jamaika

Politik

Die derzeitige Verfassung Jamaikas wurde 1962 durch einen gemeinsamen Ausschuss beider Parteien, die im Jamaikanischen Parlament vertreten sind. Es trat mit der jamaikanischen Unabhängigkeit von dem Vereinigten Königreich im gleichen Jahr in Kraft. Staatsoberhaupt von Jamaika ist Elizabeth II., die den Titel trägt "Königin von Jamaika". Sie wird vertreten durch einen Gouverneur General, der durch den Premierminister ernannt wird. Sowohl Königin als auch Gouverneur-General haben größtenteils zeremonielle Aufgaben. Das jamaikanische Parlament besteht aus einem Abgeordnetenhaus und einem Senat. Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses (auch als 'Members of Parliament' oder MPs bekannt) werden direkt gewählt, und der Führer der Mehrheitspartei im Abgeordnetenhaus wird Premierminister. Die Senatoren werden ernannt durch den Premierminister und den Oppositionsführer. Derzeit ist P. J. Patterson Premierminister, der das Amt übernahm mit dem Rücktritt 1992 von Michael Manley. Seitdem ist er dreimal wieder gewählt worden, zuletzt 2002. Die Verfassung schreibt vor, dass die nächste Parlamentswahl spätestens im Oktober 2007 zu erfolgen hat. Jamaika hat traditionell ein Zweiparteiensystem, mit der People's National Party und die Jamaican Labour Party im Parlament vertreten. Das Land ist ein Vollmitglied der Caribbean Community (CARICOM). Das Rechtssystem basiert auf englischem Common Law. Das letztinstanzliche Gericht ist der Justizausschuss des Privy Council in London. Stimmrecht: ab 18 Jahren, allgemein Parteien (engl. Namen): Jamaica Labor Party (JLP); National Democratic Movement (NDM); People's National Party (PNP)

Homosexualität

Die Menschenrechtssituation von Homosexuellen in Jamaika wird als äußerst gravierend gesehen. Artikel 76 des Gesetzes über „Straftaten gegen die Person“ ahndet Analverkehr (theoretisch auch zwischen Mann und Frau) als „abscheuliches Verbrechen der Sodomie (buggery)“ mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Akte körperlicher Intimität zwischen Männern werden nach Artikel 79 mit bis zu 2 Jahren Haft bestraft, verbunden mit der Möglichkeit, zu schwerer Zwangsarbeit verurteilt zu werden. In neueren jamaikanischen Dancehall-Songs wird darüber hinaus regelmäßig zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen. Homophobe Gewalt kommt recht häufig vor. Nach Angaben von Amnesty International haben in den letzten Jahren in Großbritannien mehrere Jamaikaner alleine aufgrund ihrer Homosexualität Asyl erhalten. In den letzten 5 Jahren wurden über 30 Jamaikaner aufgrund ihrer Homosexualität ermordet.

Verwaltungsgliederung

Jamaika ist in drei Grafschaften (counties - ohne Verwaltungsrelevanz) eingeteilt. Dabei handelt es sich um Cornwall, Middlesex und Surrey. Diese teilen sich ihrerseits in 14 (kreisähnliche) parishes:

Wirtschaft

Die wichtigsten Exportgüter sind Tonerde und Bauxiterz sowie Zuckerrohr, Bananen und Rum. Die wichtigsten Industriezweige sind der Tourismus, Textilien, die Lebensmittelverarbeitung, die Alkoholherstellung aus Rohrzucker sowie die Baustoff- und Papierindustrie.

Kultur

Berühmte Jamaikaner


- Bob Marley, Musiker
- Lee Perry, Musiker
- Peter Tosh, Musiker
- Jimmy Cliff, Musiker
- Shaggy, Musiker
- Harry Belafonte, Musiker
- Sean Paul, Musiker
- Grace Jones, Musikerin, Schauspielerin
- Merlene Ottey, Leichtathletin
- Asafa Powell, Leichtathlet (Weltrekord 2005)
- Maurice Wignel, Leichtathlet
- Marcus Garvey, Journalist und Bürgerrechtler

Weblinks


- [http://www.jamaican-embassy-berlin.de/ Internetpräsenz der Botschaft Jamaikas in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=68 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.jamaika-info.de - Reiseinformationen über Jamaika
- http://www.cabinet.gov.jm - Cabinet Office of the Government of Jamaica
- http://www.jamaicans.com - Coole Seite auch für Nicht-Jamaikaner
- http://www.jamaicaobserver.com - Tageszeitung
- http://www.jamaica-gleaner.com - Tageszeitung
- http://www.madtropics.de/jamaijka/jamaika.html
Kategorie:Insel (Karibik) Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Jamaika ja:ジャマイカ ko:자메이카 ms:Jamaika simple:Jamaica zh-min-nan:Jamaica

Bob Marley

, Schweiz, am 30. Mai 1980]] Der jamaikanische Sänger, Gitarrist und Songschreiber Bob Marley (
- 6. Februar 1945 in Nine Mile bei St. Ann/Jamaika; † 11. Mai 1981 in Miami/Florida; eigentlich Robert Nesta Marley) war ein Mitbegründer sowie der wohl bedeutendste Vertreter des Reggae, den er ab Mitte der 1970er Jahre mit seiner Band The Wailers international bekannt machte. Seine Lieder hatten oft politisch motivierte und sozialkritische Texte. Bekannte Songs sind I Shot The Sheriff, Buffalo Soldier oder No Woman No Cry. Marley zählt zusammen mit dem US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King und dem südafrikanischen Politiker Nelson Mandela zu den bekanntesten Kämpfern gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen. Marley gilt auch als bekanntester Vertreter des Panafrikanismus.

Leben

Kindheit und Jugend

Robert Nesta Marley wurde vermutlich am 6. Februar 1945 im Dorf Nine Mile (Saint Ann, Jamaika) im Haus seines Großvaters geboren. Allerdings ist dies umstritten, in manchen Biographien ist auch zu lesen, er sei 1944 in Rhoden Hall, im Norden der Karibikinsel, zur Welt gekommen. Sicher jedoch ist, dass er eine schwarze Mutter und einen weißen Vater hatte. Seine Mutter Cedella war zur Zeit seiner Geburt erst 18 Jahre alt. Bobs Vater war ein 50jähriger Offizier (Norval Sinclair Marley) der englischen Armee. Die Heirat der beiden war ein Skandal und führte zum Ausscheiden Captain Marleys aus der Armee. Marley selbst äußerte sich später kaum über seinen englischen Vater. Nach einigen Berichten hatte dieser nur eine kurze Beziehung zur Mutter. Anderen Berichten zufolge brachte er seine Familie mühsam mit einem Lebensmittelgeschäft durch und verließ sie erst nach einigen Jahren. Marleys Kindheit war geprägt von der Kultur der schwarzen Mehrheitsbevölkerung, von magischen Vorstellungen, von Kobolden, der Vorstellung von Geistern und von unzähligen Geschichten, aber auch von der spezifischen Ausprägung des in der damaligen britischen Kolonie Jamaika gepflegten Christentums. Marley verbrachte die ersten Kindheitsjahre in der ländlichen Kleinstadt Rhoden Hall. Mit 16 Jahren brach er die Schule ab und zog in die Hauptstadt Jamaikas, Kingston. In den Armenvierteln von Kingston waren Gewalt und Hoffnungslosigkeit an der Tagesordnung. Musik bildete oft die einzige Möglichkeit, der tristen Alltagswelt zu entfliehen. Marley und sein Freund Bunny Livingstone (a.k.a. Bunny Wailer) waren fasziniert von der Musik der amerikanischen Radiosender - Soul, Country, Pop und Rock, doch auf Wunsch seiner Mutter wurde er Mechaniker. Nach einigen Jahren konnte er jedoch die Arbeit in einer Fahrradreparaturwerkstatt aufgeben und als Musiker leben. Marley und Livingstone gründeten 1961 die Rudeboys; 1964 wurde sie in The Wailers umbenannt. Mitglieder waren neben Bunny unter anderem Peter Tosh (der ebenso wie Bunny in den Siebzigern eine erfolgreiche Solokarriere starten sollte). Die frühen Stücke der Band waren vom damals populären schnellen, gut tanzbaren Ska geprägt. Bis zum Ende der 1960er Jahre waren zusätzlich Elemente der afrikanisch geprägten jamaikanischen Volksmusik von den Wailers aufgenommen worden, zusätzlich wurde der Beat verlangsamt; der Musikstil, der heute unter dem Namen Reggae bekannt ist, entstand. Am 10. Februar 1966 heiratete er seine kubanische Freundin Rita Anderson. Ab Mitte der 1960er Jahre begann sich Bob Marley mehr und mehr mit der Religion der Rastafari zu identifizieren. 1967 konvertierte er vom ursprünglichen Christentum zu dieser Glaubensrichtung. Die Rastas berufen sich auf die Bibel, führen einen Kampf gegen die Unterdrückung der Schwarzen und hoffen auf ihre Heimkehr nach Afrika. Sie tragen gedrehte, verfilzte Haare, die ihnen ein löwenähnliches Aussehen verleihen, die Dreadlocks. Die Religion hatte mit ihren spirituellen und mystischen Elementen großen Einfluss auf Marleys Musik. Eine religiöse Rhetorik bestimmte oft seine Lieder und verlieh ihnen eine hypnotische Ausstrahlung. In Interviews zitierte er gerne aus dem Alten Testament. Durch das Zusammentreffen mit dem Musiker und Produzenten Lee Perry wurde der Reggae geboren. Die ungewöhnliche Musik faszinierte das Publikum. Bob konnte sich sogar ein Auto kaufen und für seine Familie - er hatte inzwischen zwei Kinder - ein Haus renovieren. Kleine Tourneen in Großbritannien und Nordirland und den USA folgten, zusammen mit dem damals auch noch völlig unbekannten Bruce Springsteen.

Internationaler Starruhm und Mystifizierung

I Shot The Sheriff aus dem Album Burnin' wurde, von Eric Clapton gecovert, zur Nr. 1 in den US-Charts. Marley selbst gewann in seiner Heimat immer mehr Ansehen, wurde mit Staatsmännern und Politikern in einem Atemzug genannt. 1974 verließen Peter Tosh und Bunny Wailer die Band und begannen jeweils eine Solokarriere. Gerüchten zufolge traten beide nach persönlichen Konflikten mit Marley aus der Band; alle drei dementierten diese Gerüchte jedoch mehrmals und versicherten, die Trennung sei friedlich geschehen. Von da an hieß die Band "Bob Marley and the Wailers". Reggaemusik war inzwischen zu einem festen Bestandteil der internationalen Musikszene geworden, die Wailers waren in Jamaika Superstars. Rastaman Vibration war das Album, das sie zu den ersten Superstars der so genannten Dritten Welt machte, deren junge Bevölkerung sich mit der Rhetorik von Unterdrückung und Sehnsucht nach Befreiung identifizieren konnten Bei der Tour zum neuen Album kam es aufgrund des bevorstehenden Wahlkampfes zu schwersten Auseinandersetzungen in Jamaika. Straßenbanden (Rude Boys) lieferten einander und der Polizei erbitterte Kämpfe. Jamaika, das Island in the sun des Harry Belafonte wurde zwar in Prospekten als Touristeninsel gepriesen, doch die Gesellschaft ist bis heute von Armut und Gewalt geprägt. Als Reaktion entschloss sich Marley, beim "Smile Jamaica"-Konzert aufzutreten. Das kostenlose Konzert sollte die Massen beruhigen und sie wieder zusammenbringen. Die Oppositionspartei sah darin eine Kampagne für die Regierungspartei, obwohl sich Marley ansonsten konsequent aus dem Wahlkampf herausgehalten hatte und keine der beiden Parteien unterstützte. Angeblich wurde er im Vorfeld vor einer Teilnahme am Konzert gewarnt. Marley entschloss sich trotzdem für die Teilnahme. Am Vorabend, als er mit Band im eigenen Haus probte, kam es zu einem Attentat. Marley entkam nur mit sehr viel Glück. Mehrere Täter drangen in das Haus ein und schossen wild um sich. Marley bekam einen Schuss in den Arm und in die Brust ab. Seine Frau wurde am Kopf verletzt, als sie mit den Kindern flüchtete. Marleys Manager wurde so schwer verwundet, dass er bereits für tot gehalten wurde. Marley floh unmittelbar in die benachbarten Berge, trat aber am nächsten Tag dennoch im Konzert auf, präsentierte dem Publikum den Verband an Arm und Brust. Damit wurde er zum Mythos und zur unsterblichen Legende. Unmittelbar nach dem Ereignis ging Marley ins Exil nach London. Dort produzierte er u.a. sein Album Exodus, das seinen Ruhm international festigte und postum durch das Time Magazine zum Album des Jahrhunderts gewählt wurde. Während einer Tour mit dem neuen Album zog er sich in Paris bei einem Fußballspiel mit Journalisten und seiner Band eine Verletzung zu, die nicht heilen wollte; die Tour musste abgesagt werden und Marley ging zur Genesung in die USA, wo seine Mutter mittlerweile neu geheiratet hatte und lebte. Die Ärzte rieten ihm, sich den Zeh abnehmen zulassen, doch Bob lehnte aus religiösen Gründen ab. Nach Exodus folgte 1978 Kaya, dessen Songs zwar während der gleichen Sessions entstanden wie Exodus, die jedoch insgesamt weit weniger militant waren. Der Bürgerkrieg in Jamaika dauerte währenddessen an, bis, so sagt zumindest die Legende, die beiden Rädelsführer der rivalisierenden Gangs, die jeweils der USA-nahen konservativen sowie der sich an Kuba orientierenden kommunistischen Partei zugerechnet werden konnten, sich im Gefängnis trafen und spontan den Krieg für beendet erklärten. Marley wurde neben vielen anderen Reggae-Größen gebeten, beim "One Love Peace Concert" im April 1978 aufzutreten. Sein Auftritt und somit seine Rückkehr nach Jamaika waren triumphal. Im selben Jahr wurde ihm dafür durch die UNO eine Friedensmedaille verliehen. Danach reiste er durch Afrika und besuchte Länder wie Kenya, Simbabwe und Äthiopien. Es folgten überaus erfolgreiche Tourneen durch die USA und Europa und im Frühjahr 1979 dann auch nach Japan sowie Australien, Neuseeland und Hawaii. Jedesmal wenn er zurück nach Jamaika zu seinem Haus an der 56 Hoperoad kam, hatten sich dort tausende bedürftige Menschen angesammelt, welchen Bob gratis Essen austeilen ließ. Währenddessen unterhielt er sich oft stundenlang bis tief in die Nacht hinein mit einigen von ihnen, um mehr über ihre Probleme zu erfahren. Laut Berichten hat sich Marley auf diese Art und Weise um mehr als 10.000 Menschen gekümmert. Noch im gleichen Jahr wurde Survival veröffentlicht, sein bisher militantestes Album, auf dem er sich insbesondere mit den Freiheitskämpfern im damaligen Rhodesien, dem heutigen Simbabwe solidarisierte. So war er dann auch der einzige Ausländer, der im Rahmen der Unabhängigkeitsfeiern Simbabwes im April 1980 eingeladen wurde. Die beiden Frei-Konzerte, die er aus eigener Tasche bezahlte, zählten zu seinen persönlichen Karrierehöhepunkten. Kurze Zeit später kam Uprising in die Läden. Reggae war weltweit auf einem ersten Höhepunkt seiner Beliebtheit, Marleys Single Could You Be Loved schaffte es in Deutschland bis auf Platz 5 der Charts. Die anschließende Tournee sah ihn vor 30.000 Zuschauern in Dortmund (Westfalenhalle) und vor 100.000 Menschen in Mailand.

Tod

Im Herbst 1980 sollte er im Rahmen einer Tournee mit den Commodores und Lionel Richie den endgültigen Durchbruch in den USA schaffen. Resultierend aus einer Fußverletzung, die sich der leidenschaftliche Fußballfan Marley beim Spielen zuzog und auf Grund seiner Rasta Ideologie unbehandelt ließ, verschlechterte sich seine körperliche Verfassung maßgeblich. Angeblich wurde seine Verletzung durch ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) ausgelöst. Metastasen bildeten sich schleichend in Bobs Körper und befielen dessen Organe. Nach den ersten US-Konzerten im September 1980 in Boston, Providence und im Madison Square Garden brach er beim Joggen im Central Park in New York zusammen; bösartige Tumore in der Leber, der Lunge und im Gehirn wurden diagnostiziert. Es folgte der letzte Auftritt seiner Karriere im Stanley Theater in Pittsburgh, Pennsylvania, am 23. September 1980. Da ihm die renommierten Ärzte des Sloan Kettering Cancer Centers in New York nur noch wenige Wochen gaben, wandte sich Marley an den Deutschen Dr. Josef Issels, der in Rottach-Egern eine Klinik für hoffnungslose Fälle betrieb und Methoden anwandte, die seitens der Fachwelt kaum oder gar nicht anerkannt wurden. Marley zog nach Rottach-Egern am Tegernsee (Deutschland). Durch die Chemotherapie verlor er seine Dreadlocks, was eine Katastrophe für ihn als religiösen Rasta darstellte. Die Klinik war oft von Schnee umgeben; dies stellte für Marley eine weitere Belastung dar. Während der Therapie ließ er sich als Mitglied der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche auf den Namen Berhane Selassie taufen. Im Mai 1981 schließlich konnte auch Issels nichts mehr für Marley tun. Am 8. Mai beschloss Marley, nach Jamaika zurückzukehren, wo er sterben wollte. Bei der Zwischenlandung in Florida, wo er in den frühen Morgenstunden des 11. Mai ankam, war er bereits zu schwach, um weiterfliegen zu können. Marley wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er gegen 11.30 Uhr verstarb. Sein Leichnam wurde nach Jamaika gebracht, wo er im Rahmen einer nationalen Trauerfeier in Begleitung hunderttausender Menschen mit einer Bibel, seiner Gitarre (rote Gibson), einem Ganjazweig und einem Ring, den er angeblich von Haile Selassie persönlich bei einer Privataudienz geschenkt bekommen haben soll, im Sarg von Kingston in sein Heimatdorf Nine Mile bei St. Ann gebracht und in einem Mausoleum beigesetzt wurde.

Marleys Erbe

Mausoleum Seine Frau Rita Marley verwaltete seinen Nachlass von ca. 30 Millionen Dollar. Doch bald kam es zu Erbschaftskämpfen zwischen Produzenten, Plattenfirmen und seiner Familie sowie der Band. Seine Bemühungen um Frieden waren nur begrenzt erfolgreich gewesen, weder in seinen eigenen Belangen noch in seinem Land. Die Wailers verließen wegen anhaltender Gewalttätigkeiten Jamaika. Peter Tosh wurde in Kingston ermordet - wobei politische Motive vermutet werden - gleiches gilt für den Drummer seiner Band, Carlton Barrett. Das musikalische Erbe Bob Marleys allerdings lebt weiter, unvergänglicher Bestandteil der Musikgeschichte. So widmete ihm der bedeutende brasilianische Sänger und Liedermacher Gilberto Gil sein Album Kaya N'Gan Daya. Sein Lied "Get up Stand up" wurde zu einer inoffiziellen Hymne von amnesty international. Zu seinem 60. Geburtstag im Jahre 2005 wurden weltweit Gedenkkonzerte sowie große Jubiläumskonzerte in Addis Abeba und Kingston veranstaltet. Zudem wurde seine Frau Rita zitiert, dass Marley aus seinem Mausoleum in Nine Mile, wo er begraben liegt, exhumiert werden würde und in einer Gedenkstätte in Shashemene in Äthiopien beigesetzt zu werden. Dies löste in Jamaika Aufregung und Empörung aus. Die von Rita Marley anscheinend beabsichtigte Exhumierung wurde jedoch falsch zitiert; es hatte nie Pläne zu einer Exhumierung gegeben.

Kinder

Marley hatte 12 Kinder offiziell anerkannt, 10 leibliche und 2 adoptierte; diverse Angaben aus seinem Heimatort und seinem näheren Umfeld variieren jedoch zwischen 22 und 46 leiblichen Kindern. Fünf uneheliche Kinder kamen während der Ehe mit Rita zur Welt (Robbie, Rohan, Karen, Ky-Mani und Julian). Ziggy Marley, der älteste Sohn, ist zusammen mit Cedella, Stephen und Sharon in einer Reggaeband namens Ziggy Marley & the Melody Makers. Auch Ky-Mani, Julian und Damian starteten ebenso erfolgreiche Solokarrieren als Reggaemusiker.
- mit Ehefrau Rita Marley: David ("Ziggy"), Cedella und Stephen.
- mit Cindy Breakspeare: Damian
- mit Lucy Pounder: Julian
- mit Janet Bowen: Karen
- mit Yvette Crichton: Makeda
- mit Anita Belnavis: Ky-Mani
- mit Patricia Williams: Robbie
- mit Janet Hunt: Rohan
- adoptiert: Sharon, Stephanie (beide Töchter von Rita)

Diskografie

Studioalben

Livealben


- Live! (1975)
  - No Woman No Cry (die berühmte Live-Version)
- Babylon By Bus (1978)

Kompilationen


- Legend (1984)
- Rebel Music (1986)
- Talkin' Blues (1991)
- Early Collection (15.04.1991)
- Songs of Freedom (1992)
- Natural Mystic (1995)
- Soul Almighty (1995)
- Dreams of Freedom (1997)
- Chant Down Babylon (1999)
- Legend (DVD) (Tuff Gong) (2003)
- Legend (DVD+2CD) (Tuff Gong) (2003)
- Gold (2005)
- Soul Revolutionaries: The Early Jamaican Albums 1970-1971 (2005)

Literatur


- Timothy White: "Catch a Fire" (Autobiografie von klein bis groß) ISBN 3-854450-77-X
- René Wynands: "Do The Reggae". Reggae von Pocomania bis Ragga und der Mythos Bob Marley. 1995 Pieper Verlag und Schott. ISBN 3-492-18409-X (Pieper), ISBN 3-7957-8409-3 (Schott).
PDF-Version frei herunterladbar unter [http://www.oktober.de/reggae/]
- Kwame Dawes: "Bob Marley, der Ausnahmepoet" (Biografie) ISBN 3-932275-88-8 (PpvMedien)
- Adrian Boot und Chris Salewicz: "Bob Marley, Songs of Freedom". Die Bildbiografie autorisiert von Rita Marley ISBN 3-453-08705-4 (Heyne
- Robert Kopp: Bob Marley "König des Reggae" (Übersetzung einiger seiner explosivsten Songs in die deutsche Sprache); 1996 Raymond Martin Verlag, ISDN 3-88631-227-5

Weblinks


-
- [http://www.bobmarley.com/ BobMarley.com - Offizielle Webseite]
- [http://www.marleysite.com/ BobMarley Fan Website] mit [http://www.marleysite.com/forum/ Diskussionsforum]
- [http://www.BobMarley.info/ BobMarley.info - Movement of Jah People]
- Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob Marley, Bob ja:ボブ・マーレィ simple:Bob Marley

The Wailers

The Wailers (später Bob Marley & the Wailers) ist eine jamaikanische Roots Reggae-Band. Sie ist wohl bis heute die bekannteste und erfolgreichste Reggaeformation. Zu Beginn nannten sich die drei Gründungsmitglieder Bob Marley, Peter Tosh und Bunny Livingston erst The Teenagers, danach The Wailing Rudeboys, The Wailing Wailers und schließlich The Wailers. Bis 1974 kamen einige Musiker zur Band, sodass die Besetzung folgendermaßen aussah:
- Bob Marley, Gesang/Rhythmusgitarre
- Peter Tosh, Piano, Organ, Leadgitarre, Gesang
- Bunny Wailer, Congas, Bongos, Gesang
- Aston "Family Man" Barrett, Bassgitarre, Percussion
- Carlton Barrett, Schlagzeug
- Earl "Wya" Lindo, Keyboard, Orgel Earl "Wya" Lindo in Zürich, Schweiz, am 30. Mai 1980]] 1974 verließen Tosh und Wailer die Band, um ihre Solokarrieren zu starten. Darauf wurde die Band von Produzent Chris Blackwell in "Bob Marley & The Wailers" umbenannt und es bildete sich das Hintergrundgesangstrio I-Threes: Rita Marley, Marcia Griffiths, Judy Mowatt. Die Besetzung sah fortan folgendermaßen aus:
- Bob Marley, Gesang/Rhythmusgitarre
- Al Anderson, Leadgitarre
- Earl "Chinna" Smith, Leadgitarre (1976 bei "Rastaman Vibration", heute bei Ziggy Marley in Band)
- Junior Marvin, Leadgitarre, Back-Gesang (ab 1977 "Exodus")
- Aston "Family Man" Barrett, Bassgitarre, Percussion
- Carlton Barrett, Schlagzeug
- Alvin "Seeco" Patterson, Percussion
- Tyrone Downie, Klavier/Keyboard
- Earl "Wya" Lindo, Keyboard, Orgel
- I-Threes, Hintergrundgesang Die Band löste sich auf, als Marley 1981 starb. 1987 wurden Carlton Barrett und Peter Tosh erschossen.

Weblinks


- [http://www.wailers.com/ Offizielle Webseite] Wailers, The Wailers, The Wailers, The Wailers, The

1973

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Eisvogel (lat. Alcedo atthis) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Politik


- 1. Januar: Der Grundwehrdienst in Deutschland wird von 18 auf 15 Monate verkürzt
- 1. Januar: Roger Bonvin wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Angola, Mosambique, Kap Verde, Timor, São Tome, Principe und Macao erhalten von Portugal die innere Autonomie
- 1. Januar: Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft
- 1. Januar: Großbritannien, Dänemark und Irland werden Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
- 1. Januar: In Baden-Württemberg tritt die Kreisreform in Kraft: Die Zahl der Landkreise wird von 63 auf 35 reduziert; die 9 Stadtkreise bleiben erhalten
- 5. Januar: Gegenseitige diplomatische Anerkennung zwischen der DDR und den Niederlanden
- 7. Januar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Finnland
- 25. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Südafrika
- 27. Januar: Vietnam, USA. Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Nord-Vietnam. Rückzug aller US-Einheiten bis Ende März 1973
- 30. Januar: Watergate-Affäre: Die Nixon-Mitarbeiter Gordon Liddy und James McCord werden vor Gericht wegen des Einbruchs verurteilt
- 21. Februar: Über dem israelisch besetzten Sinai wird ein libysches Verkehrsflugzeug von israelischen Kampfjets abgeschossen, nur 5 der 113 Insassen überleben
- 27. Februar: Indianer besetzen die Ortschaft Wounded Knee im US-Bundesstaat South Dakota
- 30. April: Watergate-Affäre: Bob Haldeman und John Ehrlichman erklären den Rücktritt von ihren Ämtern im Weißen Haus. Der Rechtsberater des US-Präsidenten, John Dean, wird entlassen
- 15. Mai: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Rheinland-Pfalz
- 30. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Sambia
- 1. Juni: Diktator Georgios Papadopoulos ruft in Griechenland die Republik aus
- 12. Juni: Helmut Kohl wird zum Vorsitzenden der CDU gewählt
- 15. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg
- 29. Juni: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Argentinien. In Kraft seit dem 24. August 1978
- 29. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien
- 1. Juli: Chile erklärt den Ausnahmezustand
- 3. bis 7. Juli: Die erste Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wird eröffnet
- 5. Juli: Staatsstreich in Ruanda
- 10. Juli: Die Bahamas werden unabhängig von Großbritannien
- 13. Juli: Die Öffentlichkeit erfährt über heimlich aufgezeichnete Gesprächen im Weißen Haus, eine Anordnung des US-Präsidenten Richard Nixon
- 17. Juli: In Afghanistan putscht Mohammad Daud Khan und ruft die Republik aus; am folgenden Tag wird er zum Präsidenten ausgerufen
- 18. Juli: Watergate-Affäre: Die Abhöranlagen in Richard Nixons Amtssitz werden abgebaut, eine Herausgabe der Tonbänder wird jedoch abgelehnt
- 28. Juli: Eröffnung der X.Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin
- 29. Juli: Das griechische Volk sanktioniert in einer Volksabstimmung nachträglich die am 1. Juni erfolgte Ausrufung der Republik
- 1. August: Gambia wird Mitglied in der UNESCO
- 20. August: Putschversuch in Laos scheitert
- 22. August: US-Außenminister Rogers tritt zurück, Henry Kissinger wird Nachfolger
- 24. August: König Mohammed Sahir Schah von Afghanistan dankt ab
- 1. September: H. Johannes Witteveen, Niederlande, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 2. September: alle französischen Streitkräfte ziehen aus Madagaskar ab
- 11. September: Faschistischer Putsch in Chile. Die demokratisch gewählte Regierung unter der Leitung von Salvador Allende wird unter der Führung von General Augusto Pinochet mit Hilfe des US-amerikanischen Auslandgeheimdienstes CIA gestürzt. Allende tötet sich selbst im von Luftstreitkräften stark bombardierten Präsidentenpalast. Den putschenden Militärs fallen in den ersten Tagen etwa 3000 Chilenen zum Opfer
- 18. September: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik werden per Akklamation als 133. und 134. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen
- 18. September: Die Bahamas werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 23. September: In Argentinien werden Juan Peron zum Präsidenten und seine Ehefrau Maria Estela Peron zur Vizepräsidentin gewählt
- 23. September: In Deutschland wird auf Initiative der Björn-Steiger-Stiftung die bundesweite, flächendeckende Einführung der Notrufnummern 110 und 112 beschlossen
- 24. September: Guinea-Bissau erklärt in Boe seine Unabhängigkeit von Portugal (endgültig: 10. September 1974)
- 6. Oktober: Beginn des Jom-Kippur-Krieges im Nahen Osten: Ägypten und Syrien greifen auf den Golanhöhen und am Sueskanal die israelische Front an
- 9. Oktober: Generalstreik in Luxemburg
- 10. Oktober: Der amerikanische Vizepräsident Spiro Theodore Agnew tritt wegen Vorwürfen zu Steuerhinterziehung und Bestechung zurück
- 16. Oktober: Die OPEC beschließt, den Ölpreis um 70 % anzuheben, Beginn der ersten großen Ölkrise
- 14. Oktober: Nach Unruhen tritt die thailändische Militärregierung zurück; neuer Premierminister wird S. Thammasak
- 20. Oktober: Watergate-Affäre: Präsident Nixon beruft den Sonderermittler Cox ab. Im US-Kongreß mehren sich die Stimmen für ein Impeachment
- 28. Oktober: Sieben arabische Ölländer verkünden einen Ölboykott gegen die USA und die Niederlande
- 3. November: Außenminister Walter Scheel erreicht in Moskau eine Einigung über die Frage der Vertretung von Berlin (West) durch die Bundesrepublik Deutschland
- 12. November: Nach dem Rücktritt von Vizepräsident Spiro Theodore Agnew nominiert Präsident Richard Nixon Gerald Rudolph Ford als Nachfolger
- 17. November: Frankreich und Großbritannien unterzeichnen ein Abkommen über Bau und Betrieb eines Tunnel unter dem Ärmelkanal
- 17. November: In Griechenland wird der Aufstand der Studenten des Athener Polytechnikums gegen die herrschende Militärdiktatur blutig niedergeschlagen
- 23. November: Nach einem halben Jahr beenden die Fluglotsen in Deutschland ihren Streik
- 25. November: Präsident General Georgios Papadopoulos von Griechenland wird durch einen Militärputsch gestürzt; neuer Präsident wird General Phaidon Gizikis
- 25. November: erstes Sonntagsfahrverbot in Deutschland
- 5. Dezember: Gründung der Universität Oldenburg
- 11. Dezember: Der deutsch-tschechoslowakische Normalisierungsvertrag wird abgeschlossen, Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakei
- 20. Dezember: Bei einem Anschlag der ETA mit einer Autobombe kommt der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco in Madrid ums Leben
- 21. Dezember: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn und Bulgarien
- Ölkrise als Folge des Jom-Kippur-Kriegs
- Gründung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
- Uruguay löst das Parlament auf und verbietet die Gewerkschaften
- In Ruanda übernimmt das Militär nach einem unblutigen Putsch die Macht
- In Argentinien tritt Präsident Cámpora zurück, um die Wiederwahl von Juan Peron zu ermöglichen
- Zulfikar Ali Bhutto wird als Premierminister von Pakistan vereidigt; gleichzeitig tritt eine neue Verfassung in Kraft

Wissenschaft und Technik


- 6. April: Start der Raumsonde Pioneer 11
- 14. Mai: Die Raumstation Skylab wird gestartet
- 4. Juni: Der Geldautomat wird patentiert
- 27. September: die Sowjetunion startet das bemannte Raumschiff Sojus 12
- 3. Dezember: Pioneer 10 erreicht den Planeten Jupiter

Kunst und Kultur


- 15. Januar: Der Bayerische Rundfunk blendet sich bei dem Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt von Rosa von Praunheim aus dem gemeinsamen ARD-Programm aus
- 15. September: Uraufführung der Oper Yvonne, Prinzessin von Burgund von Boris Blacher in Wuppertal
- KOMM öffnet in Nürnberg

Katastrophen


- 22. Januar: Kano, Nigeria. Eine Boeing 707 der Nigerian Airlines verunglückte auf dem Rückweg von Mekka Saudi-Arabien mit 176 Pilgern an Bord. Alle 176 Passagiere sowie die Crew starben
- 29. Januar: Nikosia, Zypern. Eine Ilyushin der Egypt Air prallte beim Landeanflug gegen einen Berg. Alle 37 Menschen an Bord starben
- 5. März: Nantes, Frankreich. Im Luftraum über Nantes kollidierte eine Convair Coronado der Spantax mit einer Douglas DC-9 der Iberia. Während die Spantax-Maschine schwer beschädigt notlanden konnte und alle Insassen den Zusammenstoß überlebten, kamen alle 68 Insassen des Iberia-Fluges ums Leben
- 10. April: Basel, Schweiz. Eine Turboprop der Invicta International Airways stürzte während des Landeanflugs in ein bewaldetes Hügelgebiet in Hochwald. 108 Menschen starben, 37 wurden gerettet
- 26. Juni: Plessezk, Russland. Neun Menschen sterben bei der Explosion einer zum Start aufgetankten Kosmos-3M Rakete auf dem Raketenstartplatz Plessezk
- 3. Juli: Bei einer Flugshow in Paris stürzte eine Tu-144 ab. Dabei wurden die sechsköpfige Besatzung sowie acht Personen am Boden getötet
- 11. Juli: Paris, Frankreich. eine brasilianische Boeing 707, auf dem planmäßigen Flug Rio de Janairo, Brasilien nach Paris, machte etwa 5 km vor dem Flughafen Orly, wegen Feuer an Bord, eine Bruchlandung. 122 Menschen starben, meist an Rauchvergiftung. 10 Crew-Mitglieder und ein Passagier wurden gerettet
- 22. Juli: Papeete, Tahiti. Eine Boeing 707 der PanAm stürzte kurz nach Start ins Meer. 78 Menschen starben. Ein Passagier wurde gerettet
- 31. Juli: Boston, Massachusetts, USA. Eine Douglas DC-9 der Delta Air Lines stürzte beim Landeanflug auf den Flughafen. 88 Personen starben, eine Person wurde gerettet
- 3. November: Boston, Massachusetts, USA. Eine Boeing 707 Cargo stürzte nach einem Feuer an Bord kurz vor der Landebahn ab. Alle 4 Besatzungsmitglieder starben
- 17. Dezember: Ein Terrorkommando arabischer Guerilla auf dem Flughafen von Rom (Fiumicino) fordert 31 Menschenleben
- 23. Dezember: Marokko. Eine Caravelle prallte gegen den Berg Mallaytine

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Januar: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Joe Frazier im National Stadium, Kingston, Jamaika, durch technischen KO
- 17. März: Paola Cacchi, Italien wird in der belgischen Stadt Waregem in der Disziplin Crosslauf erste weibliche Leichtathletik-Weltmeisterin der Geschichte und Pekka Paivarinta, Finnland erster männlicher Leichtathletik-Weltmeister der Geschichte
- 23. Mai: FC Liverpool gewinnt UEFA-Pokal
- 9. Juni: der FC Bayern wird zum vierten Mal Deutscher Fußballmeister
- 1. September: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jose (King) Roman im Nihon Budokan, Tokyo, Japan, durch k.o

Geboren


- 1. Januar: DJ Shadow, Disc-Jockey, Musikproduzent
- 1. Januar: Danny Lloyd, US-amerikanischer Kinderschauspieler
- 2. Januar: Lucy Davis, britische Schauspielerin
- 4. Januar: Tomy Temerson, deutscher Zitherspieler
- 8. Januar: Sean Paul, jamaikanischer Raggae-Sänger und Rapper
- 8. Januar: Henning Solberg, norwegischer Autosportler und Rallye-Profi
- 10. Januar: Tanya Streeter, Taucherin, Weltrekordhalterin
- 13. Januar: Nikolai Iwanowitsch Chabibulin, Eishockeyspieler (Torwart)
- 13. Januar: Juan Diego Flórez, peruanischer Opernsänger
- 19. Januar: Wang Junxia, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 19. Januar: Karen Lancaume, französische Schauspielerin († 2005)
- 19. Januar: Silvio Meißner, Fußballspieler
- 20. Januar: Mathilde d'Udekem d'Acoz, Kronprinzessin von Belgien
- 26. Januar: Rupert Ursin, österreichischer Physiker
- 27. Januar: Daniel Amor, Autor zum Thema E-Business
- 27. Januar: José Luis Rubiera, spanischer Radsportler
- 28. Januar: Tomislav Marić, kroatischer Fußballspieler
- 31. Januar: Portia de Rossi, australische Schauspielerin
- 1. Februar: Birger Sellin, autistischer Schriftsteller
- 1. Februar: René Schneider, deutscher Fußballer
- 2. Februar: Bürger Lars Dietrich, deutscher Musiker und Komiker
- 2. Februar: Anna Jakubczak, polnische Leichtathletin
- 8. Februar: Ursula Wyss, Schweizer Nationalrätin
- 11. Februar: Varg Vikernes, Gründer des Black Metal-Projektes Burzum
- 12. Februar: Gianni Romme, niederländischer Eisschnellläufer
- 14. Februar: Deena Kastor, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 15. Februar: Anna Dogonadze, deutsche Trampolinturnerin georgischer Herkunft
- 15. Februar: Kateřina Neumannová, tschechische Skilangläuferin
- 16. Februar: Cathy Freeman, Olympiasiegerin, entzündete das olympische Feuer
- 17. Februar: Stefan Kretzschmar, deutscher Handballspieler
- 18. Februar: Claude Makélélé, französischer Fußballspieler
- 19. Februar: Magnus Arvidsson, schwedischer Fußballspieler
- 21. Februar: Paolo Rink, deutscher und brasilianischer Fußballspieler
- 22. Februar: Artschil Arweladse, Georgier Fußballspieler
- 24. Februar: Chris Fehn, Perkussionist der Band Slipknot
- 24. Februar: Oliver Nölken, Bundespressesprecher der Lesben und Schwulen
- 25. Februar: Normann Stadler, deutscher Triathlet
- 25. Februar: Alena Subrylawa, weißrussische Biathletin
- 26. Februar: ATB, deutscher DJ
- 26. Februar: Jenny Thompson, US-amerikanische Schwimmerin
- 28. Februar: Eric Lindros, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. März: Jack Davenport, britischer Schauspieler
- 1. März: Chris Webber, US-amerikanischer Basketballspieler
- 2. März: Max van Heeswijk, niederländischer Radrennfahrer
- 2. März: Dejan Bodiroga, serbischer Basketballspieler
- 5. März: Špela Pretnar, slowenische Skirennläuferin
- 9. März: Jakob Piil, dänischer Radrennfahrer
- 11. März: Christian Carstensen, deutscher Politiker
- 11. März: Thomas Christiansen, spanisch-dänischer Fußballspieler
- 11. März: Martin Hiden, österreichischer Profifußballspieler
- 12. März: Tim Fischer, Chansonnier
- 14. März: Helmut Oblinger, österreichischer Wildwasserpaddler
- 15. März: Heiko Kleibrink, deutscher Tanzsportler
- 18. März: Max Barry, australischer Schriftsteller
- 19. März: Wolfgang Ivens, deutscher Schauspieler
- 19. März: Sergei Alexandrowitsch Makarow, russischer Leichtathlet
- 21. März: Christian Nerlinger, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Andrei Kiwiljow, kasachischer Radrennfahrer († 2003)
- 23. März: Jerzy Dudek, polnischer Fußballspieler
- 23. März: Jason Kidd, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. März: Johan Micoud, französischer Fußballspieler
- 25. März: Michaela Dorfmeister, österreichische Skirennläuferin
- 26. März: Larry Page, US-amerikanischer Mitbegründer der Suchmaschine Google
- 27. März: Rui Jorge, portugiesischer Fußballspieler
- 30. März: Jan Koller, tschechischer Fußballspieler
- 30. März: Brian Behlendorf, US-amerikanischer Softwareentwickler
- 1. April: Anna Carin Olofsson, schwedische Biathletin
- 2. April: Tine Wittler, deusche Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin
- 4. April: David Blaine, US-amerikanischer Aktionskünstler und Straßenmagier
- 5. April: Élodie Bouchez, französische Schauspielerin
- 6. April: Niels Annen, deutscher Politiker
- 6. April: Miyazawa Rie, japanische Schauspielerin
- 7. April: Carole Montillet, französische Skirennläuferin
- 7. April: Sandra Minnert, Zahnarzthelferin und deutsche Fußballspielerin
- 9. April: Andreas Schwab, deutscher Europaabgeordneter
- 10. April: Roberto Carlos, brasilianischer Fußallspieler
- 11. April: Jennifer Esposito, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. April: Christian Panucci, italienischer Fußballspieler
- 13. April: Kilian Albrecht, österreichischer alpiner Skirennläufer
- 14. April: Roberto Ayala, argentinischer Fußballspieler
- 14. April: Adrien Brody, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. April: Joël Lautier, französischer Schachmeister
- 17. April: Doug Ast, kanadischer Eishockey-Profi
- 18. April: Haile Gebrselassie, Mittel- und Langstreckenläufer aus Äthiopien
- 19. April: David Belle, Begründer der Sportart Parkour
- 19. April: Michael Schefts, österreichischer Schauspieler
- 21. April: Nadeshda Brennicke, deutsche Schauspielerin
- 22. April: Max Herre, deutscher Sänger
- 25. April: Brigitte Traeger, deutsche Sängerin der volkstümlichen Musik
- 25. April: Barbara Rittner, Tennisspielerin
- 26. April: Stephanie Graf, österreichische Leichtathletin
- 28. April: Pauleta, portugiesischer Fußballspieler
- 29. April: Roland Heintze, deutscher Politiker
- 29. April: Martin Kesici, deutscher Popmusiker
- 1. Mai: Oliver Neuville, deutscher Fußballer
- 2. Mai: Jarred Blancard, kanadischer Schauspieler
- 4. Mai: Katrin Apel, deutsche Biathletin
- 5. Mai: Björn Glasner, deutscher Radrennfahrer
- 5. Mai: Brooke Ashley, ehemalige Pornodarstellerin
- 6. Mai: Patrick Döring, deutscher Politiker und MdB
- 7. Mai: Paolo Savoldelli, italienischer Radrennfahrer
- 10. Mai: Oliver Drechsel, deutscher Konzertpianist
- 10. Mai: Kaya Yanar, Komiker und Moderator
- 10. Mai: Rüştü Reçber, türkischer Fußball-Torhüter
- 11. Mai: Sabine Völker, deutsche Eisschnellläuferin
- 11. Mai: Britta Becker, deutsche Hockeyspielerin
- 11. Mai: Jenny Elvers, deutsche Schauspielerin und Moderatorin
- 16. Mai: Wee-Man, Darsteller
- 16. Mai: Robert Kratky, österreichischer Radiomoderator
- 16. Mai: Tori Spelling, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Mai: Josh Homme, US-amerikanischer Rockmusiker, Musikproduzent
- 17. Mai: Matthew McGrory, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 20. Mai: Schiffmeister, deutscher Rapper und Gründungsmitglied der Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot
- 20. Mai: Tatjana Lebedewa, russische Skirennläuferin
- 21. Mai: Niels Ruf, deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler, Autor
- 22. Mai: Joey Woody, US-amerikanischer Leichtathlet
- 24. Mai: Vladimír Šmicer, tschechischer Fußballspieler
- 24. Mai: Ruslana Lyschytschko, ukrainische Sängerin
- 28. Mai: Alberto Berasategui, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 29. Mai: Alpay Özalan, türkischer Fußballer
- 1. Juni: Anna Thalbach, deutsche Schauspielerin
- 1. Juni: Heidi Klum, deutsches Mannequin und Fotomodell
- 4. Juni: André Korff, deutscher Radrennfahrer
- 8. Juni: Lexa Doig, kanadische Schauspielerin
- 10. Juni: Damian Kallabis, deutscher Leichtathlet
- 12. Juni: Daron Rahlves, US-amerikanischer Skirennläufer
- 13. Juni: Kasia Kowalska, polnische Sängerin
- 14. Juni: Ceca Ražnatović, populärste Turbo-Folk-Sängerin in Serbien und Montenegro
- 15. Juni: Silke Scheuermann, deutsche Schriftstellerin
- 17. Juni: Paulina Rubio, mexikanische Sängerin und Schauspielerin
- 18. Juni: Alexandra Meissnitzer, österreichische Skirennläuferin
- 19. Juni: Jörg Widmann, Komponist und Klarinettist
- 20. Juni: Silke Andrea Schuemmer, deutsche Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und freie Journalistin
- 21. Juni: Ilja Kaenzig, Schweizer Fußball-Funktionär
- 21. Juni: Juliette Lewis, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. Juni: Sonya Kraus, deutsche Fernsehmoderatorin
- 22. Juni: Maike Tatzig, deutsche Fernsehmoderatorin und -produzentin
- 26. Juni: Oliver Palme, deutscher Journalist
- 28. Juni: André Lange, deutscher Bobsportler
- 28. Juni: Adrián Annus, ungarischer Leichtathlet
- 29. Juni: George Hincapie, Radsportler
- 30. Juni: Frank Rost, deutscher Fußballspieler
- 2. Juli: Peter Kay, britischer Komiker
- 2. Juli: Christian Baretti, deutscher Politiker
- 2. Juli: Tanya Stephens, jamaikanischer Dancehall-/Reggae-Singjay
- 4. Juli: Gackt, Musiker, Pop-/Rockgruppe Malice Mizer
- 5. Juli: Róisín Murphy, Sängerin des englischen Duos Moloko
- 5. Juli: Marcus Allbäck, schwedischer Fußballspieler
- 5. Juli: Carey McWilliams, US-Schütze (blind); Autor
- 7. Juli: Natsuki Takaya, japanische Mangaka
- 7. Juli: Kyung-Shin Yoon, koreanischer Handballer
- 7. Juli: Troy Garity, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 10. Juli: Dida, brasilianischer Fußballspieler
- 11. Juli: Konstantinos Kenteris, griechischer Leichtathlet, Olympiasieger
- 12. Juli: Christian Vieri, italienischer Fußballspieler
- 13. Juli: Danny Williams, Boxer
- 15. Juli: Buju Banton, Ragga-Sänger
- 15. Juli: Brian Austin Green, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. Juli: Katherina Reiche, deutsche Politikerin
- 16. Juli: Stefano Garzelli, Radsportler
- 18. Juli: René Rydlewicz, deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Ailton, brasilianischer Fußballspieler
- 19. Juli: Elke Wosik, deutsche Tischtennisspielerin
- 20. Juli: Peter Forsberg, Eishockeyspieler (NHL)
- 20. Juli: Haakon von Norwegen, Kronprinz von Norwegen
- 20. Juli: Claudio Reyna, US-amerikanischer Fußballspieler
- 21. Juli: Mandy Wötzel, deutsche Eiskunstläuferin
- 23. Juli: Monica Lewinsky, Praktikantin im Weißen Haus in Washington
- 23. Juli: Gunn Margit Andreassen, norwegische Biathletin
- 23. Juli: Omar Epps, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Igli Tare, albanischer Fußballspieler
- 25. Juli: Deniz Çelik, türkische Sängerin
- 26. Juli: Kate Beckinsale, britische Schauspielerin
- 26. Juli: Christina Oswald, deutsche Eishockeyspielerin
- 29. Juli: Marian Christow, bulgarischer Fußballnationalspieler
- 29. Juli: Stephen Dorff, US-Schauspieler
- 30. Juli: Catherine Stihler, deutsche Europaabgeordnete
- 30. Juli: Markus Näslund, schwedischer Eishockeyspieler
- 30. Juli: Ümit Davala, türkischer Fußballspieler
- 2. August: Daniele Nardello, italienischer Radrennfahrer
- 3. August: Daniel Stephan, deutscher Handballspieler
- 6. August: Stuart O'Grady, australischer Profi-Radrennfahrer
- 6. August: Asia Carrera, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 9. August: Filippo Inzaghi, italienischer Fußballspieler
- 10. August: Javier Zanetti, argentinischer Fußballspieler
- 10. August: Ziska Riemann, Comic-Zeichnerin und Drehbuchautorin
- 12. August: Richard Reid, britischer Terrorist
- 12. August: Mark Zabel, deutscher Kanusportler
- 12. August: Joseba Beloki, spanischer Radrennfahrer
- 14. August: Jared Borgetti, mexikanischer Fußballspieler
- 14. August: Jay-Jay Okocha, nigerianischer Fußballspieler
- 15. August: Nebojša Krupniković, serbischer Fußballspieler
- 16. August: Ana Galindo Santolaria, spanische Skirennläuferin
- 17. August: Franziska Petri, deutsche Schauspielerin
- 19. August: Mette-Marit, Die Ehefrau des norwegischen Kronprinzen
- 21. August: Nikolai Walujew, russischer Boxer
- 22. August: Howie Dorough, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 23. August: Thomas Grahammer, deutscher Politiker
- 24. August: Inge de Bruijn, niederländische Schwimmerin und dreifache Olympiasiegerin
- 24. August: David Chapelle, US-amerikanischer Comedian und Schauspieler
- 25. August: Fatih Akın, deutscher Filmregisseur, Schauspieler und Produzent
- 27. August: Dietmar Hamann, deutscher Fußballspieler
- 30. August: Claudia Bokel, deutsche Degenfechterin
- 30. August: Toni Greis, deutscher Comiczeichner und Illustrator
- 31. August: Björn Bobach, deutscher Opernsänger
- 1. September: Savo Milošević, serbischer Fußballspieler
- 3. September: Mirja Boes, Sängerin, Comedian und Schauspielerin
- 3. September: Fred Rodriguez, US-amerikanischer Profi-Radrennfahrer
- 4. September: Lidia Simon, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 5. September: Rose McGowan, US-amerikanische Schauspielerin
- 7. September: Anja-Christina Carstensen, freischaffende Künstlerin in Husum
- 7. September: Shannon Elizabeth, US-amerikanische Schaupielerin
- 8. September: Lorraine Graham, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 9. September:

Tonart

Eine Tonart ist in der tonalen Musik eine Stufenfolge von Tönen (Tonleiter), die auf einem gegebenen Grundton (Tonika) aufgebaut ist. Die Tonart bestimmt somit eine Untermenge von Tönen aus der Obermenge der chromatischen Tonleiter. Beispiele für Tonarten:
- c-Moll: Moll-Tonleiter mit dem Grundton C (umfasst die Töne C, D, Es, F, G, As, B, C)
- Fis-Dur: Dur-Tonleiter mit dem Grundton Fis (umfasst die Töne Fis, Gis, Ais, H, Cis, Dis, Eis, Fis) Dieser Artikel behandelt das Konzept der Tonart in der abendländischen Musik, basierend auf den Tonleitern Dur, Moll und den Kirchentonarten. Jedoch auch in nicht-abendländischen Tonsystemen, die andere Tonleitern verwenden, zum Beispiel der klassischen arabischen oder indischen Musik, gibt es Tonarten. Siehe Mugam, Maqam oder Raga.

Allgemeines

Zur Benennung einer Tonart gehört die Angabe einer Tonleiter und einem Grundton, auf dem diese Leiter aufbaut. Beispiele für Tonarten sind A-Dur oder cis-Moll. In der abendländischen Musik ist es üblich, nur das Tongeschlecht anzugeben, da nur zwei Tonleitern, Dur und Moll, verwendet werden. Jedoch gibt es in der Musik außer Dur und Moll durchaus einige weitere Tonleitern, so dass die Begriffe Tongeschlecht und Tonleiter nicht gleichgesetzt werden dürfen (daneben verwechseln viele Menschen auch "Tonleiter" mit "Tonart"). Zum Beispiel verwendet die Tonart „F-Lydisch“ die Lydische Kirchentonleiter. Diese Skala ist vom Tongeschlecht her "Dur" (sie enthält eine große Terz), aber sie ist nicht identisch mit der "Dur-Tonleiter" (Ionisch). Die meisten Musikstücke stehen in einer bestimmten Tonart, d. h. die wichtigsten Abschnitte (vor allem Anfang und Schluss) lassen sich dieser Tonart zuordnen. Mit Techniken wie Modulation und Rückung werden innerhalb eines Stücks die Tonarten gewechselt. Die Versetzung von Musik in eine andere Tonart (gleiche Tonleiter, aber anderer Grundton), zum Beispiel zu konkreten Aufführungszwecken, heißt Transposition. Da die Tonleiter bei der Transposition dieselbe bleibt (Dur bleibt Dur, Moll bleibt Moll usw.), ändert sich der wesentliche Charakter des Stückes nicht; Menschen ohne absolutes Gehör können wohl die Stimmung, aber nicht kleinere Variationen in der absoluten Tonhöhe wahrnehmen. Im Gegensatz zur Volks- und Unterhaltungsmusik werden in der Klassischen Musik häufig nicht-gleichstufige Stimmungen verwendet, weshalb die Tonart bei klassischen Stücken wesentlich ist und oft auch im Namen des Stücks genannt wird (z.B. Beethovens Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op.53).

Notation

In der üblichen musikalischen Notation wird die Tonart durch Vorzeichen angegeben. Die Art und Anzahl der Vorzeichen folgt aus dem Quintenzirkel. Hierbei gilt, dass Tonarten, die dieselben Vorzeichen verwenden, gleich notiert werden (z.B. C-Dur und a-Moll). Welche der in Frage kommenden Tonarten (Dur oder die entsprechende Mollparallele) das Musikstück tatsächlich hat, lässt sich nach einer Faustregel am Schlusston ablesen, der fast immer der Grundton ist. Die Notation der Tonart durch Vorzeichen ist nur für die Kirchentonarten, darunter die beiden heutigen Hauptvertreter Dur und reines Moll, üblich. Bei der Verwendung anderer Tonleitern (z.B. Harmonisch-Moll oder Skalen aus der osteuropäischen, jüdischen oder arabischen Musik) wird statt dessen ein Versetzungszeichen oder Auflösungszeichen für diejenigen Noten geschrieben, die von der zuvor (eigentlich falsch) notierten Tonart abweichen. Hierin spiegelt sich die Fixierung der neuzeitlichen abendländischen Musik auf die Dur- und die reine Moll-Tonleiter wider. Ohne Vorzeichen
- C-Dur und a-Moll Kreuz-Tonarten
- G-Dur und e-Moll: Fis
- D-Dur und h-Moll: Fis/Cis
- A-Dur und fis-Moll: Fis/Cis/Gis
- E-Dur und cis-Moll: Fis/Cis/Gis/Dis
- H-Dur und gis-Moll: Fis/Cis/Gis/Dis/Ais (sprich: A-is)
- Fis-Dur und dis-Moll: Fis/Cis/Gis/Dis/Ais/Eis (sprich: E-is) b-Tonarten
- F-Dur und d-Moll: B
- B-Dur und g-Moll: B/Es
- Es-Dur und c-Moll: B/Es/As
- As-Dur und f-Moll: B/Es/As/Des
- Des-Dur und b-Moll: B/Es/As/Des/Ges
- Ges-Dur und es-Moll: B/Es/As/Des/Ges/Ces Die Tonarten Cis-Dur, Dis-Dur, Gis-Dur, Ais-Dur, des-Moll, as-Moll, ges-Moll und ais-Moll werden normalerweise nicht verwendet, weil ihre Notation mehr als sechs Kreuze oder b's erfordern würde. Statt dessen verwendet man die zu ihnen enharmonisch verwechselten Tonarten.

Siehe auch


- Anderssprachige Tonbezeichnungen
- Quintenzirkel
- Tonartencharakter Kategorie:Musiktheorie ! ja:調

G-Moll

Die Tonart g-Moll hat zwei b als Vorzeichen. Bild:mus_vorzeichen_2b.png

Einordnung der Tonart

Kategorie: Tonart Kategorie:Musikalisches Werk in g-moll ja:ト短調