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ICANN

ICANN

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) ist eine privatrechtliche Non-Profit-Organisation US-amerikanischen Rechts mit Sitz in der kalifornischen Küstenkleinstadt Marina del Rey (4676 Admiralty Way, Suite 330, Marina del Rey, CA 90212).

Aufgabe

ICANN entscheidet über die Grundlagen der Verwaltung von Namen und Adressen im Internet und beschließt technische und Verfahrensstandards. Auf diese Weise koordiniert ICANN technische Aspekte des Internet, ohne jedoch verbindliches Recht zu setzen. Eine gewisse formale Legitimation bezieht ICANN aus einem dahin gehenden Vertrag mit dem US-amerikanischen Wirtschaftsministerium (Department of Commerce). ICANN wird manchmal als eine Art „Weltregierung des Internets“ bezeichnet. Die Regierungen der Welt haben bei ICANN lediglich einen Beraterstatus, sie sind in dem "Regierungsbeirat" ([http://gac.icann.org/web/index.shtml Governmental Advisory Committee]- GAC) vertreten, der einen eigenständigen Sitz bei der EU-Kommission in Brüssel hat. Diese Randrolle der Staaten wird auch mit Blick auf die Sonderstellung, die die US-Regierung durch ihren Vertrag mit ICANN hat, vielfach kritisiert und ist Gegenstand von Diskussionen über die künftige Struktur des e-Government im Rahmen des WSIS.

Gründung

Die ICANN wurde im Oktober 1998 von einem Zusammenschluss verschiedener Interessenverbände (Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Nutzer) gegründet. Die ICANN hat die Verantwortung für eine Reihe technischer Vorgaben, die zuvor von der IANA und verschiedenen anderen Gruppen getragen wurden, auf sich konzentriert.

Gegenstände der Arbeit von ICANN

Damit das Internet funktioniert, dürfen bestimmte Namen und Adressen weltweit nur einmal vergeben werden. Deshalb koordiniert die ICANN:
- über die Address Supporting Organization und die [http://ccnso.icann.org/ Country Code Names Supporting Organization](ccNSO) die Internet-Domain-Namen (Domain Name System, speziell die Root-Server),
- die IP-Adressen,
- in Zusammenarbeit mit der IETF Protokoll-Parameter und Port-Adressen der Internet-Protokoll-Familie.

Organisation

Das Direktorium der ICANN besteht aus 18 Mitgliedern aus aller Welt. Den Vorsitz hat seit 2003 Paul Twomey. Mitglieder aus Deutschland waren bis 2003 Helmut Schink (Siemens AG) und der Journalist Andy Müller-Maguhn (Stellvertretender Vorsitzender des Chaos Computer Club Berlin e. V.).

Root-Server-Alternative

Eine freie Alternative zu den ICANN Root-Servern bildet das ORSN (Open Root Server Network), welches bereits teilweise IPv6-fähig ist.

Weblinks


- http://www.icann.org Kategorie:Normungsorganisation Kategorie:Internet-Organisation ja:ICANN

Non-Profit-Organisation

Als Non-Profit-Organisation (kurz NPO) bezeichnet man Vereine, Stiftungen oder Verbände, die keine kommerziellen (Rendite-)Interessen verfolgen, sondern gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder dienen. Dies ist in einem Statut festgelegt und wird in Deutschland im Rahmen eines staatlichen Anerkennungsverfahrens bei Beantragung von Gemeinnützigkeits-Status auf Plausibilität überprüft. Weitere synonyme Bezeichnungen:
- nichtgewinnorientierte(s) Organisation/Unternehmen
- Organisation ohne Erwerbszweck
- Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG)
- „Not-for-Profit Organization“ im angelsächsischen Sprachraum

Sozialer Bereich

Soziale Arbeit, Unterstützung für Benachteiligte, Fürsorge

In diesem Bereich gibt es eine Fülle von Organisationen, die aus verschiedenen Motiven unterschiedliche karitative Zwecke verfolgen: Unterstützung von Armen, Obdachlosen, Familien, Kindern und Jugendlichen, Frauen, Senioren, Süchtigen und Suchtgefährdeten, Gefangenen, Gewaltopfern, Behinderten, Kranken, Menschen aus Randregionen, Homosexuellen, Flüchtlingen und anderen.
- Organisationen in Deutschland: Arbeiterwohlfahrt, Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Deutscher Caritasverband e.V., Pro Familia, Weißer Ring, SOS-Kinderdorf, Schüler Helfen Leben
- Organisationen in Österreich: SOS-Kinderdorf, Rotes Kreuz, Caritas Österreich
- Organisationen in der Schweiz: Blaues Kreuz, Caritas Schweiz, Pestalozzi-Stiftung, Pro Infirmis, Pro Senectute, Schweizerisches ArbeiterInnenhilfswerk, Schweizer Berghilfe, Solidarité sans frontières

Schutz und Rettung

Hilfsorganisationen sind im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Rettungsdienst tätig und betreiben Erste Hilfe (-Ausbildung) und Kriseninterventionen.
- Organisationen in Deutschland: Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsche Rettungsflugwacht, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst
- Organisationen in Österreich: Arbeiter-Samariter-Bund, Österreichischer Bundesfeuerwehrverband, Österreichisches Rotes Kreuz
- Organisationen in der Schweiz: REGA, Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft, Schweizerischer Samariterbund

Umwelt-, Natur- und Tierschutz

Umwelt-, Natur- und Tierschutz-Organisationen setzen sich für Artenvielfalt, saubere Luft, Böden und Wasser, nachhaltigen Energiegebrauch, Lärmschutz, Strahlenschutz – kurz: für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt – ein.
- Internationale Organisationen: BirdLife International, Friends of the Earth, Greenpeace, IFAW, VIER PFOTEN, WWF
- Organisationen in Deutschland: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Bundesvereinigung gegen Fluglärm, Deutscher Tierschutzbund, Naturschutzbund Deutschland, Pro Regenwald, ROBIN WOOD, Verkehrsclub Deutschland
- Organisationen in Österreich: Global 2000
- Organisationen in der Schweiz: Bergwaldprojekt, Pro Natura, Schweizer Tierschutz, Schweizer Vogelschutz, Verkehrsclub der Schweiz

Denkmalschutz

Denkmalschutz-Organisationen setzen sich für einen Erhalt der Kultur- und Baudenkmale aus verschiedenen Epochen ein und fördern zeitgemässe, gute Architektur bei Neubauten.
- Organisationen in der Schweiz: Schweizer Heimatschutz

Entwicklungszusammenarbeit

In der Entwicklungszusammenarbeit tätige Organisationen möchten mit Projekten die Lebensumstände der Menschen in Entwicklungsländern verbessern.
- Internationale Organisationen: Ärzte ohne Grenzen, CARE International, Terre des hommes, World Vision
- Deutsche Organisationen: Welthungerhilfe, Schüler Helfen Leben
- Schweizer Organisationen: Brot für alle, Caritas Schweiz, Fastenopfer, Helvetas, HEKS, Swissaid

Politische NGOs

Politische NGOs befassen sich Themen wie Globalisierung, Welthandel und sozialen Benachteiligungen.
- Internationale Organisationen: Attac, Social Watch Deutschland, Weltsozialforum
- Deutsche Organisationen: Weed
- Schweizer Organisationen: Erklärung von Bern

Menschen- und Bürgerrechte

Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen setzen sich für die Einhaltung der Menschen- und Bürgerrechte ein und versuchen auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.
- Internationale Organisationen: amnesty international, FIAN, Gesellschaft für bedrohte Völker, Human Rights Watch, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Internationale Liga für Menschenrechte, Memorial
- Deutsche Organisationen: Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenrechte, Humanistische Union, infoe
- Organisationen in Österreich: SOS Mitmensch

Katastrophenhilfe, Überlebenshilfe, humanitäre Hilfe

In der humanitären Hilfe tätige Organisationen versuchen, Menschen in einer humanitären Notlage (z.B. bei Kriegen und Naturkatastrophen) zu schützen und ihnen zu helfen.
- Internationale Organisationen: Caritas, Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, Médecins Sans Frontières, World Vision
- Deutsche Organisationen: Welthungerhilfe

Kultureller Bereich

Wissenschaftlicher Bereich

Literatur


- Peter Schwarz, Robert Purtschert, Charles Giroud, Reinbert Schauer: Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen. 4. Auflage. Haupt, o. O. 2002, ISBN 3-258-06542-X
- Peter Schwarz: Organisation in Nonprofit-Organisationen. Haupt, o. O. 2005
- Robert Purtschert: Marketing für Verbände und weitere Nonprofit-Organisationen. Haupt, o. O. 2005
- Christoph Badelt: Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen und Management. 3., überarb. und erw. Aufl. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2002, 732 S., ISBN 3-7910-1941-4
- Ekkehart Frieling: Kompetenz- und Organisationsentwicklung in Non-Profit-Organisationen: Gewerkschaften, Bildungsträger und öffentliche Verwaltung im wirtschaftlichen Wandel. Waxmann, Münster u. a. 2002, ISBN 3-8309-1184-X
- Andreas Georg Scherer (Hrsg.): Balanced Scorecard in Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2002, ISBN 3-7910-2043-9
- Michael Urselmann: Fundraising: erfolgreiche Strategien führender Nonprofit-Organisationen. 3. vollst. überarb. und erw. Aufl. Haupt, Bern u. a. 2002, 232 S., ISBN 3-258-06408-3
- Reinbert Schauer (Hrsg.): Nonprofit-Organisationen und gesellschaftliche Entwicklung: Spannungsfeld zwischen Mission und Ökonomie: 5. Colloquium der NPO-Forscher im deutschsprachigen Raum, Johannes Kepler-Universität Linz, 17.–19. April 2002; eine Dokumentation. Trauner, Linz 2002, 535 S., ISBN 3-85487-435-9
- Karl-Klaus Pullig: Konfliktberatung in Non-Profit-Organisationen: mit Fallstudien. 2., verb. Aufl. Hampp, München u. a. 2001, 124 S., ISBN 3-87988-536-2
- Annette Zimmer (Hrsg.): Management in Nonprofit-Organisationen. Eine praxisorientierte Einführung. Leske + Budrich, Opladen o. J., ISBN 3-8100-2295-0
- Walter Fischer: Sozialmarketing für Non-Profit-Organisationen – Ein Handbuch. Orell füssli Verlag, Zürich 2000, ISBN 3-280-02659-8
- Dettmann, Joachim; Holewa, Michael: Trendstudie Marketing für Nonprofit-Organisationen. Hrsg.: transfer-project, Berlin, www.efb-consulting.de

Siehe auch

Gemeinnützigkeitnichtstaatliche OrganisationGenossenschaftswesenListe von Organisationen in DeutschlandZivilgesellschaft

Weblinks


- http://www.socialnet.de Umfassendes Portal zur Sozialen Arbeit, Gesundheitswesen und Nonprofit-Management
- http://www.pro-linux.de/news/2004/6464.html NetBSD-Projekt hat in den USA den Status einer NPO erhalten ! !



1998

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Schweinsohr (Gomphus clavatus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Wildbirne (Pyrus commúnis) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Die Unke (Bombina) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Politik


- 1. Januar: Flavio Cotti wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Deutschland. Der Beschluss über die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer tritt in Kraft
- 1. Januar: Deutschland. Der Solidaritätszuschlag wird von 7,7 auf 5,5 Prozent gesenkt
- 1. Januar: Honduras. Carlos Roberto Flores Facussé tritt sein Amt als Staats- und Regierungschef an
- 1. Januar: Malediven. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 1. Januar: Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 2. Januar: Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong
- 4. Januar: Israel. Außenminister David Levi tritt zurück
- 4. Januar: Valdas Adamkus wird Staatspräsident in Litauen
- 7. Januar: Ottawa, Kanada. Der Rechtsanspruch der Ureinwohner auf das von ihnen bereits vor der Ankunft der Europäer besiedelte Land wird von Obersten Gericht bestätigt
- 11. Januar: Kuba. Direktwahlen zur Nationalversammlung
- 16. Januar: Die Präsidenten der USA, Estlands, Lettlands und Litauens unterzeichnen die „US-Baltic Charter of Partnership“
- 16. Januar: Bundestag genehmigt Lauschangriff
- 21. Januar: Papst Johannes Paul II. besucht Kuba
- 23. Januar: Volksrepublik China. Methangas-Explosion in einer Kohlegrube in der Provinz Liaoning. 80 Tote
- 29. Januar: Kanada, Japan, Russland, USA sowie die Mitgliedsstaaten der europäischen ESA schließen den Vertrag über den Bau der internationalen Raumstation ISS
- 1. Februar: Costa Rica. Miguel Anguel Rodriguez Echeverría wird Staats- und Regierungschef
- 1. Februar: Litauen. Assoziierungsvertrag mit der EU
- 3. Februar: Armenien. Staatspräsident Lewon Ter-Petrosjan tritt zurück
- 4. Februar: Schweres Erdbeben in Afghanistan. Etwa 4.500 Tote
- 5. Februar: Deutschland. Bundespräsident Roman Herzog auf Staatsbesuch in der Ukraine
- 6. Februar: Korsika, Frankreich. Der Präfekt Claude Erignac wird auf der Straße erschossen
- 9. Februar: Georgien. Zweites Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 10. Februar: Die Todesstrafe in Aserbaidschan wird abgeschafft
- 14. Februar: Japan. Schwere Grippewelle. Etwa 16.000 Schulen werden vorsichtshalber geschlossen
- 21. Februar: „Weimarer Dreiecks“-Gipfel zwischen H.Kohl, J.Chirac und A.Kwasniewski
- 24. Februar: Laos. Khamtay Siphanedone wird Staatspräsident
- 28. Februar: Eskalation der Lage im Kosovo
- 1. März: Kooperationsabkommen zwischen Tunesien und der EU
- 1. März: Das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und der Ukraine tritt in Kraft
- 4. März: Israel. Staatspräsident Ezer Weizman wird in seinem Amt bestätigt
- 6. März: Jyväskylä, Finnland. Entgleisung eines Personenzugs. 11 Tote, 40 Verletzte
- 10. März: Chile. General Augusto Pinochet Ugarte legt sein Amt als Oberkommandierender des Heeres nieder
- 10. März: Indonesien. Hadji Mohamed Suharto wird zum 6. Mal als Staats- und Regierungschef bestätigt
- 10. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Südafrika. In Kraft seit dem 10. Januar 2000
- 11. März: Dänemark. Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen wird in seinem Amt bestätigt
- 13. März: Kap Verde. Währungsabkommen mit Portugal
- 14. März: Tiflis, Georgien. Besuch des türkischen Regierungschefs Mesut Yilmaz
- 15. März: Sofia, Bulgarien. Besuch von Papst Johannes Paul II.
- 17. März: Volksrepublik China. Zhu Rongji wird Ministerpräsident. Staatspräsident Jiang Zemin wird in seinem Amt bestätigt
- 17. März: Der Ausnahmezustand in Sambia wird aufgehoben
- 19. März: Indien. Atal Behari Vaipayee wird Premierminister
- 24. März: Bangladesch. Ein Zyklon vernichtet mehrere Dörfer. Über 250 Tote, etwa 3.000 Verletzte
- 25. März: Argentinien. Aufhebung der Amnestiegesetze von 1987
- 25. März: Kirgisistan. Kubanischbek Schumalijew wird neuer Regierungschef
- 30. März: Rückkehr von Prinz Ranariddh aus dem Exil nach Kambodscha
- 31. März: Beginn der Verhandlungen über Estlands EU-Beitritt
- 1. April: Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela unterzeichnen einen Vertrag zur besseren Zusammenarbeit und Drogenbekämpfung
- 1. April: Botswana. Staatspräsident Quett Ketumile Joni Masire tritt im Alter von 72 Jahren zurück. Neuer Staatspräsident wird Festus Gontobanye Mogae
- 1. April: Deutschland. Fusion der Stahlkonzerne Thyssen und Krupp-Hoesch
- 4. April: Iran. Ein durch starke Regenfälle ausgelöster Erdrutsch im Südwesten tötet etwa 120 Menschen
- 5. April: Japan. Die längste Hängebrücke mit 3.911 m wird eröffnet
- 9. April: Armenien. Robert Kotscharjan wird Staatspräsident
- 10. April: Mehrparteiengespräche zwischen Großbritannien und Irland
- 15. April: Tod von Pol Pot in Kambodscha
- 18. April: Volksrepublik China. Regimekritiker Wang Dan wird aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen
- 18. April: Großbritannien schließt Friedensabkommen mit der IRA
- 19. April: Dr. Thomas Klestil wird im Amt als Bundespräsident in Österreich bestätigt
- 20. April: Auflösung der Rote Armee Fraktion
- 22. April: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Sachsen-Anhalt
- 23. April: Belgien. Ausbruch des mutmaßlichen Kindermörders Marc Dutroux aus dem Gefängnis
- 24. April: Ruanda. 22 Todesurteile werden öffentlich vollstreckt
- 26. April: Guatemala-City, Guatemala. Bischof Juan Gerardi Conedera wird ermordet
- 28. April: Japan und die USA unterzeichnen ein neues Sicherheitsabkommen
- 29. April: Das Kyoto-Protokoll über die Klimaänderungen wird unterzeichnet
- 30. April: Friedensabkommen für Nordirland
- 4. Mai: Armenien. Außenminister Wartan Oskanjan besucht Deutschland
- 4. Mai: Deutschland. Der armenische Außenminister Wartan Oskanjan trifft zu einem Besuch in Bonn ein
- 4. Mai: Indonesien. Die Energiepreise werden um bis zu 70 Prozent erhöht. Die Folge sind Krawalle und Unruhen
- 6. Mai: Alois Estermann zum Kommandanten der Schweizergarde gekürt und zehn Stunden später ermordet
- 7. Mai: London, Großbritannien. Bekanntmachung der Fusion von Chrysler und Daimler
- 9. Mai: Algier, Algerien. Explosion einer Bombe in einem Café. 17 Verletzte
- 11. Mai: Indien. Unterirdische Atomtests
- 12. Mai: Grenzstreit zwischen Eritrea und Äthiopien
- 12. Mai: Eritrea. Gefechte um den Grenzverlauf zu Äthiopien
- 13. Mai: Indien. Unterirdische Atomtests
- 15. Mai: Benin. Staatspräsident Mathieu Kérékou übernimmt auch den Posten des Regierungschefs
- 21. Mai: Indonesien Rücktritt des Präsidenten Suharto
- 22. Mai: Algerien. Bombenanschlag in El Harrach. 15 Tote
- 24. Mai: Parlamentswahlen in Senegal
- 26. Mai: Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Kolumbien über technische Zusammenarbeit
- 1. Juni: Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB)
- 3. Juni: Gründung von ATTAC
- 5. Juni: Beiderseitige Luftangriffe zwischen Eritrea und Äthiopien
- 6. Juni: Burundi. Beginn der Übergangsverfassung
- 8. Juni: Nigeria. Entlassung aller politischen Gefangenen
- 10. Juni: Paris, Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac eröffnet im Stadion Stade de France die 16. Fußballweltmeisterschaften
- 11. Juni: Belgien. Königin Fabiola wird 70 Jahre alt
- 12. Juni: Burundi. Pierre Buyoya word Staatspräsident der Übergangsregierung
- 15. Juni: Bosnien und Herzegowina. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlängert das Mandat der Friedenstruppe SFOR
- 15. Juni: Kooperationsabkommen zwischen Bahrain und der EU
- 15. Juni: Burundi. Erste Friedensgespräche mit Tansania
- 21. Juni: Gnassingbé Eyadèma wird als Staatspräsident in Togo in seinem Amt bestätigt
- 21. Juni: Burundi. Waffenstillstandvertrag mit den Hutu-Rebellen
- 22. Juni: Bosnien und Herzegowina. Die „Konvertibilna Marka“ ersetzt alle 3 bestehenden Währungen
- 25. Juni: Volksrepublik China. US-Präsident Bill Clinton trifft zu einem mehrtägigen Besuch in Peking ein
- 25. Juni: Großbritannien. Wahlen in Nordirland
- 29. Juni: Dänemark. Ein verschärftes Ausländergesetz tritt in Kraft
- 30. Juni: Erstmals Kommunalwahlen in Mosambik
- 1. Juli: Deutschland. Gesetzesänderungen im Eheschließungsrecht treten in Kraft
- 4. Juli: Japan. Die erste Raumsonde Japans wird Richtung Mars geschickt
- 4. Juli: Das Verfassungsgericht in Aserbaidschan wird gegründet
- 6. Juli: Hongkong, Volksrepublik China. Der Flughafen Chep Lap Kok nimmt seinen Betrieb auf
- 12. Juli: Jamil Mahuad wird Staatspräsident in Ecuador
- 17. Juli: Irak und Syrien schließen einen Vertrag über eine neue Erdölleitung
- 22. Juli: Iran testet erfolgreich eine Mittelstreckenrakete. Reichweite etwa 1.300 km
- 26. Juli: Erste eigene Nationalwahlen in Kambodscha
- 27. Juli: Deutschland und Armenien unterzeichen eine Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit
- 30. Juli: Japan. Der bisherige Außenminister Keizo Obuchi wird neuer Regierungschef
- 31. Juli: Volksrepublik China. Pekings ehemaliger Bürgermeister Chen Xitong wird wegen Korruption (2,2 Milliarden USD) zu 16 Jahren Haft verurteilt
- 2. August: Einmarsch militärischer Truppen aus Ruanda und Uganda in die Republik Kongo
- 3. August: Waffenstillstand zwischen Eritrea und Äthiopien
- 3. August: Waffenstillstandsvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien
- 7. August: Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Nairobi, Kenia. 253 Tote, Tausende Verletzte
- 7. August: Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Daressalam, Tansania. 10 Tote
- 7. August: Nairobi, Kenia. Bombenanschlag auf die US-Botschaft. 253 Tote, über 5.000 Verletzte
- 8. August: Iran. Die iranischen Diplomaten in Afghanistan werden ermordet
- 10. August: Ecuador. Jamil Mahuad Witt wird Staatspräsident
- 12. August: Bhutan. König Jigme Singye Wangchuk bestimmt, dass die Regierung nicht mehr von ihm ernannt, sondern gewählt wird
- 12. August: Albanien. Ermordung des Abgeordneten Hajdari
- 14. August: Indien. Bei einem Erdrutsch im Bundesstaat Uttar Pradesh wird ein ganzes Dorf verschüttet. Über 200 Tote
- 28. August: Belize. Said Wilbert Musa wird Premierminister
- 31. August: Algier, Algerien. Bombenanschlag. 19 Tote, 60 Verletzte
- 31. August: Bosnien und Herzegowina. Der deutsche VW-Konzern eröffnet wieder sein Werk in Sarajevo
- 4. September: Unterzeichnung des Wye II-Abkommens in Sharm El-Sheikh, Ägypten
- 12. September: Albanien. Azem Hajdari, führender Oppositionspolitiker, wird ermordet
- 15. September: Brüssel, Belgien. Die Europäische Kommission gibt die Potenzpille Viagra frei
- 18. September: Algerien. Bombenanschlag in Tiaret. 22 Tote, 30 Verletzte
- 25. September: Mikuláš Dzurinda wird Ministerpräsident in der Slowakei
- 27. September: Wahlen zum 14. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland führen zum Ende der 16 Jahre andauernden „Ära Kohl“, Gerhard Schröder wird Bundeskanzler in einer Koalition von SPD und den Grünen, die letztgenannten sind damit erstmals in ihrer Geschichte an der Bundesregierung beteiligt
- 28. September: Albanien. Regierungschef Fatos Nano tritt zurück
- 29. September: Albanien. Pandeli Majko wird neuer Regierungschef
- 3. Oktober: Australien. Premierminister John Winston Howard wird in seinem Amt bestätigt
- 4. Oktober: Fernando Henrique Cardoso wird zum 2. Mal Präsident von Brasilien
- 6. Oktober: Dominica. Vernon Shaw wird Staatspräsident
- 6. Oktober: Großbritannien. Premierminister Tony Blair auf Staatsbesuch in der Volksrepublik China
- 9. Oktober: Israel. Ariel Scharon wird neuer Außenminister
- 9. Oktober: Italien. Ministerpräsident Romano Prodi tritt zurück
- 11. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in Aserbaidschan wird Heydär Äliyev wieder als Präsident gewählt
- 15. Oktober: Kirgisistan wird Mitglied der Welthandelsorganisation WTO
- 16. Oktober: Der ehemalige Diktator Chiles Augusto Pinochet Ugarte wird in London, Großbritannien unter Hausarrest gestellt
- 16. Oktober: Malediven. Staatspräsident Maumoon Abdul Gayoom wird für 5 Jahre wiedergewählt
- 17. Oktober: Kirgisistan. Referendum zur Einführung des Privateigentums an Grund und Boden
- 18. Oktober: Parlamentswahlen in Mazedonien
- 21. Oktober: Italien. Massimo D'Alema wird neuer Regierungschef
- 24. Oktober: Deutschland. Palästinenserchef Yassir Arafat trifft in Bonn ein
- 26. Oktober: Friedensvertrag zwischen Peru und Ecuador
- 26. Oktober: Deutschland. Wolfgang Thierse wird zum Bundestagspräsidenten gewählt
- 26. Oktober: Ecuador und Peru unterzeichnen unterzeichnen ein Friedensabkommen in Brasilia, Brasilien
- 27. Oktober: Deutschland. Gerhard Schröder wird zum Bundeskanzler gewählt
- 28. Oktober: Das oberste Zivilgericht in London, Großbritannien, hebt den Haftbefehl gegen Augusto Pinochet Ugarte auf
- 10. November: Ungarn. Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der EU
- 15. November: Burkina Faso. Blaise Compaoré wird zum 2. Mal als Staatspräsident gewählt
- 23. November: Volksrepublik China. Staats- und Parteichef Jiang Zemin und Präsident Boris Jelzin, Russland unterzeichenen in Moskau, Russland das Grenzabkommen über den gesamten Grenzverlauf zwischen den beiden Staaten
- 24. November: Emile Lahoud wird Staatspräsident des Libanon
- 24. November: Sailele Tuila'epa Malielegaoi wird Premierminister in Samoa
- 25. November: Das oberste Zivilgericht in London, Großbritannien, nimmt die Aufhebung des Haftbefehls gegen Augusto Pinochet Ugarte zurück
- 26. November: Irland. Der britische Premierminister Tony Blair hält eine Rede vor dem irischen Parlament und ist somit der erste Premierminister seit der Gründung der Rebublik Irland, der eine Rede vor dem Parlament halten darf
- 29. November: Volksrepublik China. Besuch des Staats- und Parteichef Jiang Zemin in Japan. Dies ist gleichzeitig der erste Besuch eines chinesischen Staatspräsidenten in Japan
- 30. November: Amtsantritt von Hun Sen als Regierungschef von Kambodscha
- 30. November: Parlamentswahlen in Syrien
- 1. Dezember: Albanien. Die erste demokratische Verfassung tritt in Kraft
- 6. Dezember: El Hadi Omar Bongo Ondimba wird nach demokratischen Wahlen erneut Staatspräsident von Gabun
- 10. Dezember: Bulgarien. Abschaffung der Todesstrafe
- 14. Dezember: Guinea. Staatspräsident Lansana Conté wird in seinem Amt bestätigt
- 15. Dezember: Algerien. Ismail Hamdani wird Ministerpräsident
- 17. Dezember: Das oberste Zivilgericht in London, Großbritannien, nimmt den Beschluss gegen die Aufhebung des Haftbefehls gegen Augusto Pinochet Ugarte wieder zurück
- 18. Dezember: Guinea. Wiederwahl von Lansana Contée als Staatspräsident
- 20. Dezember: Volksrepublik China. Der Regimekritiker Liu Nianchun wird vorzeitig aus der Haft entlassen und nach USA abgeschoben
- 25. Dezember: Kambodscha. Khieu Samphan und Nuon Chea, zwei ehemalige Führer der Khmer Rouge (Roten Khmer) ergeben sich
- 26. Dezember: Angola. Ein Flugzeug der Vereinten Nationen wird von der UNITA beschossen und stürzt ab. 14 Tote
- 31. Dezember: Bulgarien. Der IWF gewährt einen neuen Kredit i.H.v. 1,6 Mrd. USD
- 31. Dezember: Tel Aviv, Israel. Die amerikanische Botschaft wird wegen Bombendrohung geräumt

Katastrophen


- 10. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 5,7 im Nordosten der Volksrepublik China. 70 Tote
- 2. Februar: Philippinen. Eine Douglas DC-9 der Cebu Pacific Air mit 104 Menschen an Bord prallt gegen einen Berg. Niemand überlebt
- 3. Februar: Ein US-Militärflugzeug kappt im Tiefflug das Kabel einer Seilbahn in Cavalese in den Dolomiten. 20 Touristen, größtenteils Deutsche, sterben
- 4. Februar: Erdbeben der Stärke 6,1 in Tadschikistan und Afghanistan, 2.323 Tote
- 4. Februar: Schweres Erdbeben in Afghanistan. Etwa 4.500 Tote
- 16. Februar: Taiwan. Ein Airbus A300 der China Airlines verfehlt die Landebahn in Taipeh. Insgesamt sterben 203 Menschen
- 19. März: Afghanistan. Eine Boeing 727 der Ariana Afghan Airlines zerschellt im Anflug auf Kabul an einem Berg. Keiner der 45 Insassen überlebt
- 10. April: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 im Iran. 12 Tote
- 20. April: Bogota, Kolumbien. Eine Boeing 727 der TAME Linea Aerea del Ecuador fliegt gegen einen Berghang. Dabei sterben alle 53 Menschen an Bord
- 5. Mai: Amazonas, Peru. Absturz einer von einer Boeing 737 der Luftwaffe. 74 Menschen sterben, 13 werden gerettet
- 22. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in Bolivien. 105 Tote
- 30. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in Tadschikistan und Afghanistan; etwa 4.000 Tote
- 3. Juni: ICE-Unglück Eschede: Der ICE Wilhelm Conrad Röntgen entgleist aufgrund eines defekten Radreifens bei Eschede und reißt dadurch eine Straßenbrücke ein. 101 Tote
- 9. Juni: Ein Zyklon im Bundesstaat Gujarat zerstört tausende Gebäude. Ca. 3.000 Tote, 100.000 Obdachlose
- 27. Juni: Erdbeben im Südwesten der Türkei, etwa 130 Tote
- 17. Juli: Grubenunglück im Talkumwerk der Naintsch Mineralwerke GmbH in Lassing (Steiermark), 10 Tote
- 17. Juli: Erdbeben der Stärke 7,0 auf Papua Neuguinea, 2.183 Tote
- 7. August: Auf die US-Botschaften in Nairobi/Kenia und Daressalam/Tansania werden Terror-Anschläge verübt, die über 200 Menschenleben kosten
- 15. August: Die Brennerautobahn (A13) wird von einer Schlammlawine verschüttet. Fünf deutsche Urlauber werden in ihren Autos zerquetscht. Die Unpassierbarkeit dieser wichtigen Strecke (München-Inntal-Italien) legt weiträumig den Verkehr lahm, auch die Tauernautobahn (A10) wird verstopft
- 29. August: Quito, Ecuador. Eine Tupolew Tu-154 der Cubana stürzt unmittelbar nach dem Start in bewohntes Gebiet. Bei dem Unglück sterben 70 von 90 Menschen im Flugzeug und 10 Anwohner
- 2. September: Eine MD-11 der Swissair stürzt vor Halifax nach einem Feuer an Bord ins Meer; alle 215 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 25. Oktober: Der Holzfrachter Pallas läuft vor Amrum auf Grund und sorgt für die bisher schwerste Ölpest der deutschen Nordseeküste
- 30. Oktober: Honduras. Der Wirbelsturm Mitch fordert etwa 5.500 Tote
- 11. Dezember: Surat Thani, Thailand. Ein Airbus A310 der Thai Airways stürzt während des Landeanflugs etwa 3 km vor dem Flughafen ab und explodiert. 101 Menschen sterben, 45 können gerettet werden

Wirtschaft


- 1. September: Die neue HypoVereinsbank entsteht durch die Fusion der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank mit der Bayerischen Vereinsbank
- Oktober: Smart beginnt mit dem Verkauf ihres ersten Autos, dem smart city-coupé

Wissenschaft


- 26. Februar: Totale Sonnenfinsternis (Kolumbien, Venezuela, Karibik)
- 22. August: Ringförmige Sonnenfinsternis in Indonesien und Malaysia
- Samuel Huntington veröffentlicht das Buch, Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, Goldmann, 1998, ISBN 3442755069. – Allerdings nur die deutsche Übersetzung. Das amerikanische Original ist bereits 1996 erschienen!
- Eine neue Art der Isarog-Spitzmausratte wird beschrieben und als Palanan-Spitzmausratte (Archboldomys musseri) bennant

Kultur


- Mai: Das dritte Europäische Jugendchor-Festival (EJCF) findet in Basel statt
- 6. Juni: Am ersten „Sozialen Tag“ von Schüler Helfen Leben tauschen 35.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job: und spenden fast eine Million Euro für mildtätige Zwecke
- 1. August: In den deutschsprachigen Ländern tritt die Rechtschreibreform in Kraft
- 19. September: Uraufführung der Oper A Streetcar Named Desire von André Previn an der San Francisco Opera

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die XVIII. Olympischen Winterspiele finden in Nagano, Japan, vom 7. bis 22. Februar statt
- Gastgeber Frankreich gewinnt im Finale der Fußball-WM gegen Titelverteidiger Brasilien
- Am 10. März beendet der Trainer des FC Bayern München Giovanni Trapattoni eine emotionsgeladene Pressekonferenz mit dem inzwischen berühmten Satz „Ich habe fertig!“
- Mit dem 1. FC Kaiserslautern wird erstmals ein Aufsteiger direkt deutscher Meister im Fußball
- Die Tour de France wird von Marco Pantani gewonnen, der Vorjahressieger Jan Ullrich schlägt. Die Tour wird überschattet von einem Dopingskandal. Mehrere Teams werden ausgeschlossen

Geboren


- 17. Juli: Felipe Juan Froilán de Todos los Santos de Marichalar y de Borbón, Sohn von Infantin Elena von Spanien und Jaime de Marichalar
- 6. Oktober: Mia-Sophie, deutsche Kindersängerin
- 29. Oktober: Prinz Constantin-Alexios, Sohn von Kronprinz Pavlos von Griechenland und Kronprinzessin Marie-Chantal von Griechenland

Gestorben


- 1. Januar: Marga Faulstich, deutsche Glaschemikerin (
- 1915)
- 1. Januar: Helen Wills Moody, Tennisspielerinnen (
- 1905)
- 5. Januar: Georgi Wassiljewitsch Swiridow, russischer Komponist (
- 1915)
- 5. Januar: Sonny Bono, US-amerikanischer Sänger, Schauspieler und Politiker (
- 1935)
- 5. Januar: Wilhelm Herz, deutscher Motorradrennfahrer, Motorradweltrekordhalter (1951) (
- 1912)
- 5. Januar: Junior Wells, US-amerikanischer Blues-Musiker (Mundharmonika) (
- 1934)
- 6. Januar: Thomas Ellwein, deutscher Politologe (
- 1927)
- 6. Januar: Otto Schmitt (Erfinder), Biophysiker und Erfinder (
- 1913)
- 7. Januar: Richard Hamming, US-amerikanischer Mathematiker (
- 1915)
- 8. Januar: Rudolf Sigl, Ordinarius und Direktor des Instituts für Astronomische und Physikalische Geodäsie (
- 1928)
- 9. Januar: Kenichi Fukui, japanischer Chemiker (
- 1918)
- 10. Januar: Orlandus Wilson, US-amerikanischer Gospelsänger und Arrangeur (
- 1917)
- 11. Januar: Klaus Tennstedt, deutscher Dirigent (
- 1926)
- 12. Januar: Ramón Sampedro, Tetraplegiker und Befürworter der Sterbehilfe (
- 1943)
- 15. Januar: Gulzarilal Nanda, indischer Politiker (
- 1898)
- 16. Januar: Ludwig Waldleitner, deutscher Filmproduzent (
- 1913)
- 18. Januar: Josip Uhac, Diplomat des Vatikans und Bischof der römisch-katholischen Kirche (
- 1924)
- 19. Januar: Carl Perkins, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker (
- 1932)
- 23. Januar: Hilla Limann, ehemaliger Präsident von Ghana (
- 1934)
- 23. Januar: Alfredo Ormando, italienischer Schriftsteller (
- 1958)
- 30. Januar: Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler (
- 1916)
- 30. Januar: Samuel Eilenberg, polnischer Mathematiker, gilt er als Begründer der Kategorientheorie (
- 1913)
- 2. Februar: Raymond Bernard Cattell, britisch-amerikanischer Psychologe (
- 1905)
- 3. Februar: Gabriel Laub, tschechisch- und deutschsprachiger Journalist, Satiriker und Aphoristiker (
- 1928)
- 5. Februar: Eduardo Francisco Pironio, Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1920)
- 6. Februar: Ferenc Sido, ungarischer Tischtennisspieler (
- 1923)
- 6. Februar: Falco, Sänger, Musiker (
- 1957)
- 6. Februar: Carl Wilson, US-amerikanischer Musiker (The Beach Boys) (
- 1946)
- 8. Februar: Halldór Laxness, isländischer Schriftsteller (
- 1902)
- 10. Februar: Erich Mückenberger, Vorsitzender der Zentralen Parteikontrollkommission in der DDR (
- 1910)
- 14. Februar: Karl Biehlig, Professor für Waldhorn an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar (
- ICANN die Dachorganisation für die verschiedenen Organisationen, die Domainnamen im Internet vergeben. Sie organisiert die internationalen Treffen zwischen ihren Mitgliedern und stellt für ihre Mitglieder eine Schnittstelle zur ICANN dar. Die ASO ist eine Nichtstaatliche Organisation.

Mitglieder

Zur ASO gehören:
- APNIC (Asiatisch-Pazifischer Raum)
- ARIN (Nordamerika)
- LACNIC (Lateinamerika und Karibik)
- RIPE (Europa) Die AfriNIC (Afrika) ist derzeit (April 2005) zwar Beisitzer, aber noch nicht Mitglied in der ASO.

Aufgaben

Die Address Supporting Organization stellt als Dachorganisation den Kontakt zwischen den verschiedenen regionalen Organisationen her, um die Vergabe von Domainnamen im Internet zu regeln und zu vereinheitlichen. Sie bearbeitet auch die Anträge auf Erteilung neuer Top-Level-Domains.

Weblinks


- [http://aso.icann.org/ Homepage der ASO (Englisch)]
- [http://www.ietf.org/rfc/rfc2050.txt Richtlinien für die Vergabe von IP-Adressen (Englisch)]
- [http://www.ietf.org/rfc/rfc2901.txt Guide to Administrative Procedures of the Internet Infrastructure (Englisch)] Kategorie:Internet-Organisation

Root-Server

Root-Server nehmen im Internet Anfragen des Domain Name System von Computern aus aller Welt entgegen und leiten zu den autoritativen DNS-Servern der gewünschten Top Level Domain weiter. Root-Server stehen hierarchisch gesehen an oberster Stelle im Domain Name System. Sie werden von verschiedenen Institutionen betrieben, die ICANN koordiniert den Betrieb. Es gibt 13 von der ICANN koordinierte Root-Server im Internet ('A' bis 'M'). Dies stellt ein Maximum dar, da nur 13 Root-Server mit ihren Adressen in ein UDP-Antwort-Paket auf eine SOA-Anfrage passen. Das DNS erlaubt UDP-Pakete nur bis 512 Byte, darüber muss das ressourcenintensivere TCP verwendet werden. Einige Root-Server bestehen jedoch nicht aus einem, sondern mehreren Computern, die zu einem logischen Server zusammengeschlossen sind. Diese Computer (Nodes) befinden sich an verschiedenen Standorten um die ganze Welt und sind per Anycast über dieselbe IP-Adresse erreichbar. Derzeit nutzen sechs Root-Server diese Technik. Der vom ISC betriebene Root-Server 'F' besteht aus 33 Computern, die auf der ganzen Welt verteilt sind. 'K', vom RIPE betrieben, besteht aus 16 Computern. Der Root-Server 'A', der in Herndon, Virginia steht und wie der Root-Server 'J' von VeriSign betrieben wird, hat eine zentrale Rolle. Er enthält die Datenbasis für alle Root-Server, die von dort zweimal täglich auf die anderen Root-Server übertragen wird.

Kritik

Bevor Anycast eingesetzt wurde, befand sich der überwiegende Großteil der Root-Server aus historischen Gründen in den USA. Dies wurde kritisiert, da es das Domain Name System, welches einen wesentlichen Bestandteil des Internets darstellte, für physische Angriffe verwundbarer machte. Heute erachten es manche für problematisch, dass alle Root-Server ihre Datenbestände von dem von VeriSign betriebenen 'A'-Root-Server synchronisieren und dass das US-Handelsministerium Einfluss auf den Betrieb desselben hat. Änderungen in der Root-Zone bedürfen eines langwierigen Genehmigungsverfahrens durch dieses. Unter anderem deshalb entstanden alternative Root-Server-Netzwerke wie das europäische Open Root Server Network.

Weblinks


- http://root-servers.org/
- [http://www.orsn.org ORSN, Open Root Server Network]
- http://public-root.com/
- http://www.heise.de/newsticker/meldung/43814 – Pressemeldung zur Inbetriebnahme des deutschen Standorts des '[http://k.root-servers.org/ K]'-Root-Servers Kategorie:Domain Name System ja:ルートサーバ

IP-Adresse

IP-Adressen erlauben eine logische Adressierung von Geräten (Hosts) in IP-Netzwerken wie beispielsweise dem Internet. Ein Host besitzt dabei mindestens eine eindeutige IP-Adresse. Eine IP-Adresse der IP-Version 4 erscheint normalerweise als Folge von vier Zahlen zwischen 0 und 255, die jeweils durch einen Punkt getrennt werden, zum Beispiel 192.168.0.34 oder 127.0.0.1.

Grundlagen

IP-Adressen (Internet Protokoll Adressen) werden in jedem IP-Paket in die Quell- und Zieladressfelder eingetragen (Headerformat siehe IPv4). Jedes IP-Paket enthält damit sowohl die Adresse des Senders als auch die des Empfängers.

Aufbau

Die seit der Einführung der Version 4 des Internet Protocols überwiegend verwendeten IPv4-Adressen bestehen aus 32 Bits, also 4 Bytes. Damit sind höchstens 232, also etwa 4,3 Milliarden Adressen möglich. In der dotted decimal notation werden die 4 Bytes als vier durch Punkte voneinander getrennte Dezimalzahlen im Bereich von 0 bis (einschließlich) 255 geschrieben, Beispiel: 130.94.122.195.

Netzwerk- und Geräteteil

Jede 32-Bit-IP-Adresse wird in einen Netzwerk- und einen Geräteteil (Hostteil) getrennt. Diese Aufteilung erfolgt durch die Netzmaske. Die Netzmaske ist eine 32-Bit-Bitmaske (eine beliebige Folge der binären Ziffern 0 und 1), bei der alle Bits des Netzwerkteils auf 1 und alle Bits des Geräteteils auf 0 gesetzt sind. Eine Netzmaske wird in CIDR- oder Dezimal-Schreibweise notiert. So lautet die Netzmaske für einen 27 Bit Netzwerkteil /27 oder auch 255.255.255.224. Beispiel: IP-Adresse 130.94.122.195/27 Dezimal Binär Berechnung IP Adresse 130.094.122.195 10000010 01011110 01111010 11000011 ip-adresse Netzmaske 255.255.255.224 11111111 11111111 11111111 11100000 AND netzmaske Netzwerkteil 130.094.122.192 10000010 01011110 01111010 11000000 = netzwerkanteil   IP Adresse 130.094.122.195 10000010 01011110 01111010 11000011 ip-adresse Netzmaske 255.255.255.224 11111111 11111111 11111111 11100000 AND NOT netzmaske Geräteteil 3 00000000 00000000 00000000 00000011 = geräteteil Bei einer Netzmaske mit 27 gesetzten Bits ergibt sich ein Netzwerkteil von 130.94.122.192. Es verbleiben 5 Bits und damit 25=32 Adressen für den Geräteteil. Der Netzwerkteil (NET-ID ) muss für alle Geräte innerhalb einer Broadcast-Domain gleich sein. Der Geräteteil (HOST-ID) wird für jedes Gerät und jede Schnittstelle (Netzwerkkarte) individuell und eindeutig vergeben. Die erste Geräteadresse (Netzwerk-Adresse, hier 130.094.122.192) sollte nicht vergeben werden, da sie früher von einigen Geräten als Broadcast-Adresse verwendet wurde und bis heute nicht sichergestellt ist, dass alle Geräte mit der Netzwerk-Adresse korrekt umgehen. Die höchste Geräteadresse (hier: 130.094.122.223) wird für Nachrichten an alle Geräte (Broadcasts) verwendet. Somit ist die Anzahl der nutzbaren Adressen pro Netzwerk um zwei geringer als die theoretisch mögliche maximale Anzahl von Adressen – im Beispiel also 30. Weit verbreitet ist die Verwendung von 24-Bit-Netzwerkteil und 8-Bit-Hostteil. Obiges Beispiel mit /24 hätte dann den Netzwerkteil 130.94.122.0. Jedes Gerät (bzw. Schnittstelle) verwendet eine Adresse der Form 130.94.122.x, wobei Geräteadressen von 1 bis 254 möglich sind. Die Adresse 130.94.122.255 wird für Broadcasts verwendet.

IP-Adressen, Netzwerkteil und Routing

Will ein Gerät ein IP-Paket versenden, werden die Netzwerkteile der Quell-IP-Adresse und Ziel-IP-Adresse verglichen. Stimmen sie überein, wird das Paket direkt an den Empfänger gesendet. Im Falle von Ethernet-Netzwerken dient das ARP-Protokoll zum Auffinden der Hardwareadresse. Stimmen die Netzwerkteile dagegen nicht überein, so wird über eine Routingtabelle die IP-Adresse für das nächste Gerät gesucht und das Paket auf dem lokalen Netzwerk dann an dieses Gerät gesendet. Es hat über mehrere Schnittstellen Zugriff auf andere Netzwerke und routet das Paket ins nächste Netzwerk (Router). Dazu konsultiert der Router seinerseits seine eigene Routingtabelle und sendet das Paket gegebenenfalls an den nächsten Router oder an das Ziel. Bis zum Endgerät kann das Paket viele Netzwerke und Router durchlaufen. Das Durchlaufen eines Routers wird auch Hop (Sprung) genannt.
Routing eines HTTP Pakets über drei Netzwerke Routing einer HTTP/TCP Verbindung über drei Netzwerke
Ein Router hat dabei für jede seiner Schnittstellen eine eigene IP-Adresse und Netzmaske, die zum jeweiligen Netzwerk gehört. Jedes IP-Paket wird einzeln geroutet. Die Quell- und Zieladresse im IP-Header werden vom Sender gesetzt und bleiben während des gesamten Weges unverändert.

Spezielle IP-Adressen

Das Netz 127.0.0.0/8 bezieht sich auf den lokalen Computer (loopback address). Aus diesem Netzbereich ist oftmals die Adresse 127.0.0.1 mit dem Hostnamen localhost ansprechbar. Adressen aus diesem Bereich dienen zur Kommunikation eines Client mit einem Server-Prozess auf demselben Computer. Mittels ssh localhost oder ftp 127.0.0.1 können die Server (sshd, ftpd) auf einem lokalen Rechner angesprochen werden, etwa zum Testen / Ausprobieren. Die spezielle Adresse 255.255.255.255 kann neben der höchsten Geräteadresse im Netz ebenfalls als Broadcastadresse verwendet werden. Dadurch ist das Versenden von Broadcasts ohne Kenntnis weiterer Netzwerkparameter möglich. Dies ist für Protokolle wie BOOTP und DHCP wichtig. Der Adressbereich 224.0.0.0/4 (Adressen 224.0.0.0 bis 239.255.255.255) ist für Multicast-Adressen reserviert. Damit gibt es drei IP-Adress-Typen:
- Unicast – Senden an einen bestimmten Empfänger im Internet (normale Adressierung)
- Broadcast – Senden an alle Geräte im selben Netzwerk (Subnetz)
- Multicast – Senden an einige Geräte im selben Netzwerk (oder Geräte im MBone-Netzwerk) RFC 3330 gibt Auskunft über die derzeit definierten speziellen IP-Adressen.

DNS – Übersetzung von Rechnernamen in IP-Adressen

Über das weltweit verfügbare Domain Name System DNS können Namen in IP-Adressen (und vice versa) verwandelt werden. Der Name www.denic.de ergibt zum Beispiel 81.91.161.19 (Stand: 4. November 2005).

IPv6 – neue Version mit größerem Adressraum

Die aktuelle IP Version (IPv4) stellt über 4 Milliarden eindeutige Adressen bereit. Da einige Bereiche des gesamten IP Adressraums für besondere Anwendungen reserviert sind (zum Beispiel private Netze), stehen weniger Adressen zur Verfügung, als theoretisch möglich sind. Weiterhin ist ein großer Bereich aller IP-Adressen für Nordamerika reserviert. Auch die anfängliche Praxis der Vergabe von IPv4-Adressen nach Netzklassen (Class-A-, Class-B-, Class-C-Netze) führte zu einem verschwenderischen Umgang mit dem Adressraum. Es konnten nur ganze Blöcke von 256 bzw. 65.536 bzw. 16,7 Millionen Adressen zugewiesen werden. Erst die Einführung des Classless Interdomain Routing ermöglichte eine genauere Vergabe von Adressraum und konnte dieser Verschwendung von IPv4-Adressen Einhalt gebieten. In Zukunft werden immer mehr Geräte (zum Beispiel Telefone, Organizer, Haushaltsgeräte) vernetzt, so dass der Bedarf an eindeutigen IP-Adressen ständig zunimmt. Für eine Erweiterung des möglichen Adressraumes wurde IPv6 entwickelt. Es verwendet 128-Bit-Adressen, so dass auch in weiterer Zukunft keine Adressraumprobleme bei der Verwendung von IPv6 auftreten können (mit 128-Bit-Adressen lässt sich theoretisch jedes Atom der Erde adressieren). Mit IPv6 sind 2128 = 25616 (= 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 = 3,4 · 1038) IP-Adressen möglich, was ausreicht, um für jeden Quadratmeter der Erdoberfläche mindestens 665.570.793.348.866.943.898.599 (6,65 · 1023) IP-Adressen bereitzustellen. Da die Dezimaldarstellung xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx:xxx jeglichen Rahmen sprengt, stellt man sie hexadezimal dar: xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx.xx. Um diese Darstellung weiter zu vereinfachen (jeder Punkt trennt ein Byte der Adresse ab) werden jeweils 2 Byte der Adresse zusammengefasst und in Gruppen durch Doppelpunkt getrennt dargestellt. Des weiteren kann man innerhalb einer Gruppe auf führende Nullen verzichten (von IPv4 her bekannt). Man darf auch eine mehrere Gruppen umfassende Kette von Nullen durch 2 Doppelpunkte ersetzen.

Vergabe von IP-Adressen und Netzbereichen

IANA – Internet Assigned Numbers Authority

Die Vergabe von IP-Netzen im Internet wird von der IANA geregelt. In den Anfangstagen des Internet wurden IP-Adressen bzw. Netze in großen Blöcken direkt von der IANA an Organisationen, Firmen oder Universitäten vergeben. Beispielsweise wurde der Bereich 13.0.0.0/8 und damit 16777216 Adressen der Xerox Corporation zugeteilt. Heute vergibt die IANA Blöcke an regionale Vergabestellen.

RIR – Regional Internet Registry

Seit Februar 2005 gibt es fünf Regional Internet Registry (RIR) genannten regionalen Vergabestellen:
- AfriNIC (African Network Information Centre) – zuständig für Afrika
- APNIC (Asia Pacific Network Information Centre) – zuständig für die Region Asien/Pazifik
- ARIN (American Registry for Internet Numbers) – Nord Amerika
- LACNIC (Regional Latin-American and Caribbean IP Address Registry) – Lateinamerika und Karibik
- RIPE NCC (Réseaux IP Européens Network Coordination Centre) – Europa, Mittlerer Osten, Zentralasien. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist also das RIPE zuständig. Die Regional Internet Registries vergeben die ihnen von der IANA zugeteilten Netze an lokale Vergabestellen.

LIR – Local Internet Registry

Die Local Internet Registries (LIR) genannten lokalen Vergabestellen vergeben die ihnen von den RIRs zugeteilen Adressen weiter an ihre Kunden. Die Aufgabe der LIR erfüllen in der Regel Internet Service Provider. Kunden der LIR können entweder Endkunden oder weitere (Sub-)Provider sein. Die Adressen können dem Kunden entweder permanent zugewiesen werden (fix IP, feste IP ) oder beim Aufbau der Internetverbindung dynamisch zugeteilt werden (dynamic IP, dynamische IP ). Fest zugewiesene Adressen werden v.a. bei Standleitungen verwendet oder wenn Server auf der IP-Adresse betrieben werden sollen. Welchem Endkunde oder welcher Local Internet Registry eine IP-Adresse bzw. ein Netz zugewiesen wurde, lässt sich über die Whois-Datenbanken der RIRs ermitteln.

Private Netze

In privaten, lokalen Netzwerken kann man selbst IP-Adressen vergeben. Dafür sollte man Adressen aus den in RFC 1918 genannten privaten Netzen verwenden (zum Beispiel 192.168.1.1, 192.168.1.2 …). Diese Adressen werden von der IANA nicht weiter vergeben und im Internet nicht geroutet. Um trotzdem eine Internet-Verbindung zu ermöglichen, wird mit Network Address Translation gearbeitet.

Netzklassen

Ursprünglich wurden die IP-Adressen in Netzklassen von A bis C mit verschiedenen Netzmasken eingeteilt. Klassen D und E sind für spezielle Aufgaben vorgesehen. Aufgrund der immer größer werdenden Routing-Tabellen, wurde 1993 CIDR (Classless Interdomain Routing) eingeführt. Damit spielt es keine Rolle mehr, welcher Netzklasse eine IP-Adresse angehört.

Gerätekonfiguration

Manuelle Konfiguration

Für Administratoren gibt es Programme, um die IP-Adresse anzuzeigen und zu konfigurieren. Unixoide Betriebssysteme verwenden hierfür das Kommando ifconfig, DOS oder Windows verwenden, je nach Version, ipconfig oder winipcfg. Beispiel: Der Netzwerkschnittstelle eth0 wird die IP-Adresse 192.168.0.254 in einem /27-Subnetz zugewiesen. ifconfig eth0 192.168.0.254 netmask 255.255.255.224

Automatische Konfiguration über Server

Über Protokolle wie BOOTP oder DHCP können IP-Adressen beim Hochfahren des Rechners über einen entsprechenden Server zugewiesen werden. Auf dem Server wird dazu vom Administrator ein Bereich von IP-Adressen definiert, aus dem sich weitere Rechner beim Hochfahren eine Adresse entnehmen können. Diese Adresse wird an den Rechner geleast. Rechner, die feste Adressen benötigen, können im Ethernet-Netzwerk über ihre MAC-Adresse identifiziert werden und eine dauerhafte Adresse erhalten. Vorteil hierbei ist die zentrale Verwaltung der Adressen. Ist nach der Installation des Betriebssystems die automatische Konfiguration vorgesehen, müssen keine weiteren Einstellungen für den Netzwerkzugriff mehr vorgenommen werden. Mobile Geräte wie Laptops können sich Adressen teilen, wenn nicht alle Geräte gleichzeitig ans Netz angeschlossen werden. Daneben können sie ohne Änderung der Konfiguration bei Bedarf in verschiedene Netzwerke (zum Beispiel Firma, Kundennetzwerk, Heimnetz) integriert werden.

Dynamische Adressierung

Wenn einem Host bei jeder neuen Verbindung mit einem Netzwerk eine neue IP-Adresse zugewiesen wird, spricht man von Dynamischer Adressierung. Im LAN-Bereich ist die dynamische Adressierung per DHCP sehr verbreitet. Im Internetzugangsbereich wird Dynamische Adressierung vor allem von Internet Service Providern eingesetzt, die Internet-Zugänge über Wählleitungen anbieten. Sie nutzen die dynamische Adressierung via PPP oder PPPoE. Vorteil der dynamischen Adressierung ist, dass im Durchschnitt deutlich weniger als eine IP-Adresse pro Kunde benötigt wird, da nie alle Kunden gleichzeitig online sind. Ein Verhältnis zwischen 1:10 und 1:20 ist üblich. Das RIPE NCC verlangt von seinen LIRs einen Nachweis über die Verwendung der ihnen zugewiesenen IP-Adressen. Eine feste Zuordnung von Adressen wird nur in begründeten Fällen akzeptiert, zum Beispiel für den Betrieb von Servern oder für Abrechnungszwecke.

Statische Adressierung

Statische Adressierung wird prinzipiell überall dort verwendet, wo eine dynamische Adressierung technisch nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. So erhalten in LANs zum Beispiel Gateways, Server oder Netzwerk-Drucker in der Regel feste IP-Adressen. Im Internet-Zugangsbereich wird statische Adressierung vor allem für Router an Standleitungen verwendet. Statische Adressen werden meist manuell konfiguriert, können aber auch über automatische Adressierung (siehe oben) zugewiesen werden.

IP Aliasing – Mehrere Adressen auf einer Netzwerkkarte

Meist wird jeder Netzwerk-Schnittstelle (zum Beispiel Netzwerkkarte) eines Hosts genau eine IP-Adresse zugewiesen. In einigen Fällen (siehe unten) ist es allerdings notwendig, einer Netzwerk-Schnittstelle mehrere IP-Adressen zuzuweisen. Dies wird auch als IP-Aliasing bezeichnet. IP-Aliase werden unter anderem verwendet, um mehrere gleiche Services parallel auf einem Host zu betreiben, um einen Host aus verschiedenen Subnetzen erreichbar zu machen oder um einen Service logisch vom Host zu trennen, sodass er – mit seinem IP-Alias und transparent für die Clients – auf eine andere Hardware verschoben werden kann. Beispiel (FreeBSD): Die Netzwerkschnittstelle fxp0 bekommt die IP 192.168.2.254 mit einem /26-Subnetz als Alias ifconfig fxp0 alias 192.168.2.254 netmask 255.255.255.192

Unterschiedliche Netzwerke auf einem physikalischen Netzwerk

Auf einem physikalischen Netzwerk (zum Beispiel Ethernet-Netzwerk) können unterschiedliche logische Netzwerke (mit unterschiedlichem Netzwerk-Adressteil) aufgesetzt und gleichzeitig verwendet werden. Dies wird unter anderem eingesetzt, wenn später das Netzwerk wirklich aufgeteilt werden soll oder wenn früher getrennte Netzwerke zusammengefasst wurden.

Siehe auch


- Routing
- Internet Protocol
- IPv4
- IPv6
- ARP
- Anonymität im Internet
- Dualsystem
- Dezimalsystem

Weblinks


- RFC 3330 Special-Use IP Addresses
- [http://www.iana.org/ www.iana.org] IANA – Internet Assigned Numbers Authority
- [http://www.ripe.net/ www.ripe.net] RIPE – Réseaux IP Européens (Gibt unter anderem den registrierten Eigentümer einer IP aus.)
- [http://www.selfip.de/ www.selfip.de] Onlineservice zum Anzeigen der eigenen IP-Adresse
- [http://jodies.de/ipcalc?host=&mask1=&mask2= jodies.de] Webinterface zur Berechnung von Netzmasken, Netzgrenzen usw. Kategorie:Netzwerkprotokoll als:IP-Adresse ja:IPアドレス simple:IP address

Internet-Protokoll-Familie

Die Internetprotokollfamilie (englisch internet protocol suite) ist eine Familie von rund 500 Netzprotokollen, die die Basis für die Netzkommunikation im Internet bilden. Synonym dazu wird auch die Bezeichnung TCP/IP-Protokoll-Familie verwendet.

Protokollstapel

Historisch bedingt sind die Protokolle der Internet-Protokoll-Familie nicht nach dem heute üblichen ISO-OSI-Referenzmodell aufgebaut. Um trotzdem die Schichtung der einzelnen Protokolle übersichtlich zu beschreiben, greift man daher auf ein eigenes Referenzmodell, das TCP/IP-Referenzmodell, zurück. Dieses Modell ist gröber, weniger streng geschichtet und erlaubt den Zugriff von einzelnen Schichten auf beliebige andere, auch höhere Schichten, was allerdings eine eindeutige Einordnung in Schichten für einige Protokolle unmöglich macht. Beispiele für solche schwer einzuordnenden Protokolle sind:
- BGP, ein Routing-Protokoll und der Aufgabe nach eindeutig der Netzschicht zuzuordnen, benutzt zum Transport von Daten das Protokoll TCP der Transportschicht
- ICMP, ein Protokoll mithilfe dessen IP Steuerinformationen austauscht, benutzt selbst wieder IP Pakete zum Transport der Daten Die gängigsten Anwenderprotokolle lassen sich allerdings leicht in einen Protokollstapel nach dem TCP/IP-Referenzmodell einordnen:

Anwendungsschicht


- HTTP - Hypertext Transfer Protocol
- FTP - File Transfer Protocol
- SSH - Secure Shell
- SMTP - Simple Mail Transfer Protocol - E-Mail-Versand
- POP3 - Post Office Protocol (Version 3) - E-Mail-Abruf
- Telnet - Login auf entfernten Rechnern (remote terminal)
- DNS (Domain Name System) - Umsetzung zwischen Domainnamen und IP-Adressen
- SNMP - Simple Network Management Protocol - Verwaltung von Geräten im Netzwerk
- MBS/IP - Multi-purpose Business Security over IP
- RIP (Routing Information Protocol) - Informationsaustausch zwischen Routern (Distanzvektor)

Transportschicht


- TCP (Transmission Control Protocol) - Übertragung von Datenströmen (verbindungsorientiert, zuverlässig)
- UDP (User Datagram Protocol) - Übertragung von Datenpaketen (verbindungslos, unzuverlässig, geringer Overhead)
- SCTP (Stream Control Transmission Protocol) - Transportprotokoll

Vermittlungsschicht


- IP (Internet Protocol) - Datenpaket-Übertragung (verbindungslos, unzuverlässig)
- ICMP (Internet Control Message Protocol) - Kontrollnachrichten (z.B. Fehlermeldungen), Teil jeder IP-Implementierung
- OSPF (Open Shortest Path First) - Informationsaustausch zwischen Routern (Linkzustand)
- BGP (Border Gateway Protocol) - Informationsaustausch zwischen Autonomen Systemen im Internet (Pfadvektor)
- ARP (Address Resolution Protocol) - Adressumsetzung zwischen IP- und Geräteadressen
- RARP (Reverse Address Resolution Protocol) - Gegenstück zu ARP

Physikalische Schicht


- Ethernet – Netzwerkstandard IEEE 802.3
- TokenBus – Netzwerkstandard IEEE 802.4
- Token Ring – Netzwerkstandard IEEE 802.5
- FDDI – Fiber Distributed Data Interface
- WLAN – Netzwerkstandard IEEE 802.11
- PPP – Point-to-Point Protokoll, RFC 1661 !Internet-Protokoll-Familie

Literatur


- Heiko Holtkamp (AG RVS): [http://www.rvs.uni-bielefeld.de/~heiko/tcpip/tcpip.html Einführung in TCP/IP]

Andy Müller-Maguhn

Andy Müller-Maguhn (
- 4. Oktober 1973) ist seit 1986 Mitglied und seit 1990 einer der Sprecher des Chaos Computer Club. Seit der Wahl im Herbst 2000 war er einer der gewählten ehrenamtlichen Direktoren bei ICANN und war mit 18 anderen Direktoren zusammen für einen Zeitraum von 2 Jahren für die weltweite Entwicklung von Richtlinien und der Entscheidung von strukturellen Fragen für die Internet-Struktur zuständig. Seit Juni 2002 agiert er als ehrenamtliches Vorstandsmitglied der European Digital Rights, der sich als Dachverband europäischer NGOs für die Durchsetzung der Menschenrechte auch im Digitalzeitalter einsetzt. Unter der Bezeichnung [http://www.datenreisen.de/ Datenreisebüro] betreibt er seit Mitte 2002 in Berlin ein Bürogebäude, das neben dem Chaos Computer Club auch Workshop- und Archivräume umfasst und derzeit mit der Konzeption von Schulungen und Workshops versucht, die unterschiedlichsten Erfahrungen insbesondere im Bereich von Datenschutz und Datensicherheit nutzbar zu machen.

Weblinks


- [https://www.ccc.de/~andy/ Home Page]
- [http://www.contramotion.com/ Non-commercial collection of non-promoting (contramotioning) material]
- [http://www.datenreisen.de/papers/Regierungserklaerung.html "Regierungserklärung" von AMM nach der Wahl zum ICANN Direktor, erschienen in der FAZ] Müller-Maguhn, Andy Müller-Maguhn, Andy Müller-Maguhn, Andy

Chaos Computer Club

Der Chaos Computer Club (CCC) ist ein deutscher Verein von und für Hacker. Wichtigste Ziele sind Informationsfreiheit und ein Menschenrecht auf Kommunikation. Die Mitgliedschaft steht jedem offen, der sich mit diesen Zielen identifizieren kann. Obwohl die Hacker sich gerne als „galaktische Gemeinschaft“ sehen, die nicht auf Verwaltungsakte angewiesen sein will, gibt es einen eingetragenen Verein mit ca. 1500 Mitgliedern. Der CCC wurde gegründet um Hackern eine Plattform zu geben, so dass sie über Aktivitäten berichten konnten, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen. Die Mitarbeit im CCC ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden.

Struktur und Veranstaltungen

Der CCC e.V. ist dezentral in einzelnen regionalen Gruppen organisiert. Kleinere Gruppen heißen Chaostreffs, während aktivere und größere sich ERFA-Kreise (Erfahrungsaustauschkreise) nennen. Der erste virtuelle ERFA-Kreis sind die Haecksen, zu denen weibliche Mitglieder des CCC gehören. Mitglieder und Interessierte treffen sich seit 1984 einmal jährlich zum Chaos Communication Congress. Außerdem fand im Sommer 1999 und 2003 das Chaos Communication Camp auf dem Paulshof nahe der Kleinstadt Altlandsberg auf dem Land statt. Im Gegensatz zum Congress war das Camp eine internationale Veranstaltung und die Konferenzsprache war Englisch. Neben den vielen Vorträgen über technische und gesellschaftspolitische Themen gab es auch Workshops über z.B. das Lockpicking. Zu Ostern findet regelmäßig in kleinerem Rahmen der workshoporientierte Easterhegg statt. Der traditionelle CCCeBIT-Award wird jedes Jahr zur Computermesse CeBIT in Hannover verliehen.

Publikationen

Der CCC gibt etwa vier Mal jährlich die Zeitschrift Die Datenschleuder heraus. Zusätzlich gibt es die Hackerbibel, ein umfangreiches Kompendium und Sammelsurium mit zahlreichen Dokumenten der Hackerszene, das in den 80er Jahren zwei mal erschienen ist. Des weiteren wird auf dem Radiosender Fritz aus Berlin einmal im Monat die Sendung Chaosradio ausgestrahlt. Weitere Radiosendungen des CCC sind [http://www.c-radar.de C-Radar] aus Darmstadt und [http://ulm.ccc.de/dev/radio/ /dev/radio] aus Ulm. Wichtigste Kommunikationsmittel innerhalb des CCC sind Mailinglisten, Webseiten und Wikis.

Geschichte

Gegründet wurde der CCC am 12. September 1981 in Berlin am Tisch der Kommune 1 in den Redaktionsräumen der taz. Der eingetragene Verein wurde ein paar Jahre später in Hamburg gegründet. In der Folge entwickelte sich der Club vor allem in Hamburg, bevor er sich später durch weitere ERFA-Kreise und Chaostreffs auch auf andere Städte ausdehnte. Öffentliche Bekanntheit erlangte der CCC 1984 mit dem so genannten BTX-Hack und dem NASA-Hack drei Jahre später, bei denen der Verein die Unsicherheit der Computersysteme bewies, die bis dato als besonders sicher galten. Wenig später geriet der Verein ins Zwielicht, als Hacker aus dem Umfeld des CCC, zu nennen ist vor allem Karl Koch, Informationen an den KGB verkauften (KGB-Hack). Ein weiteres düsteres Kapitel ist der Tod des Hackers Tron, der 1998 erhängt aufgefunden wurde. Manche Mitglieder des CCC vertreten vehement eine Mordtheorie. Die Umstände des Falls konnten bislang nicht aufgeklärt werden. 2001 starb Wau Holland, Gründer und Vaterfigur des Chaos Computer Club. Ebenfalls im Jahr 2001