Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
ISAF

ISAF

Die International Security Assistance Force (ISAF) ist die Internationale Sicherheitsbeistandstruppe in Afghanistan mit einem Stützpunkt in Usbekistan. Die Aufstellung erfolgte durch den Weltsicherheitsrat am 20. Dezember 2001. Das Mandat für die Beteiligung deutscher Soldaten am ISAF-Einsatz wurde am 22. Dezember 2001 erteilt. Am 22. Dezember 2001 nahm die ISAF unter britischem Oberkommando ihre Arbeit in Kabul auf; die erste Amtshandlung war die Bewachung der Amtseinführung der Übergangsregierung. Der eigentliche Stationierungsvertrag zwischen der Übergangsregierung und dem damals leitenden General der ISAF wurde allerdings erst am 4. Januar 2002 geschlossen. Derzeit sind an ISAF etwa 2250 deutsche Soldaten (davon 90 Frauen) beteiligt. Bei einer Sondersitzung am 28. September 2005 beschlossen Bundestag und Kabinett mit großer Mehrheit die Ausweitung des Mandats, wodurch die Anzahl auf 3000 Soldatinnen und Soldaten erhöht sowie die Einsatzdauer um ein Jahr verlängert wurde (bis Oktober 2006). Seit Beginn des Einsatzes sind 18 deutsche Soldaten getötet worden, 11 davon durch Unfälle. Soldat

Ziele und Aufbau

Aufgabe der ISAF ist die Unterstützung der vorläufigen Regierung Afghanistans bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in Kabul und Umgebung, so dass die vorläufige afghanische Regierung und Personal der Vereinten Nationen in einem sicheren Umfeld arbeiten können. Die UN-Schutztruppe ist damit vollständig vom Einsatz Enduring Freedom getrennt. Die ISAF darf im Rahmen der Erfüllung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrats alle Mittel, auch Waffengewalt, anwenden. Die ISAF ist keine friedenssichernde Blauhelm-Truppe, sondern eine vom Sicherheitsrat genehmigte UN-Schutztruppe, die aus freiwillig gestellten Soldaten und Finanzen der beteiligten Staaten besteht. Man unterscheidet ISAF I-VII, bei denen die Schutztruppe jeweils von einer oder mehreren verschiedenen Nationen geleitet wurde:
- ISAF I: Großbritannien, Dezember 2001 - Juni 2002
- ISAF II: Türkei, Juni 2002 - Februar 2003
- ISAF III: Deutschland und die Niederlande, Februar 2003
- ISAF IV: Deutschland, Oktober 2003
- ISAF V: Kanada, Oktober 2003 - August 2004
- ISAF VI: Eurokorps, August 2004 - Februar 2005 / KMNB: Deutsch-Französische Brigade
- ISAF VII: Türkei (NRDC, NATO Rapid Deployable Corps), Februar 2005 - August 2005
- ISAF VIII: Italien, August 2005 Erwähnenswert ist noch, dass im Umfeld der Präsidentschaftswahlen am 9. Oktober 2004 von September bis Dezember eine US-amerikanische Infanteriekompanie der KMNB im Rahmen des ISAF Einsatzes in Afghanistan unterstellt war. Die Versorgung der Soldaten der verschiedenen Nationalitäten erfolgt sowohl durch von der Ukraine angemietete Großraumtransportflugzeuge Antonov AN-124 "RUSLAN" vom Flughafen Köln/Wahn aus sowie über einen Luftwaffenstützpunkt in Termez (Usbekistan), auf dem auch eine Einheit der Bundeswehr stationiert ist. Ein französischer befindet sich in Duschanbe (Tadschikistan). Die Bundeswehr versorgt von hier aus durch regelmäßige Flüge mit Transall-Flugzeugen sowohl die verschiedensten Feldlager in Kabul (z.B. das Camp Warehouse) als auch die Stützpunkte der PRT-Teams in Kunduz und Feyzabad.

Führung

Bis zum 19. März 2002 lief der ISAF-Einsatz der Bundeswehr als Vorauskommando unter Führung des Kommandeurs des deutsch-niederländisch-dänisch-österreichischen Einsatzverbandes. Deren Kommandeur war Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler, der dann ab 19. März 2002 die Führung der Kabul Multinational Brigade (KMNB) übernahm. Er hatte diese Aufgabe bis zum 17. Juni 2002 inne. Sein Nachfolger war Brigadegeneral Manfred Schlenker. Er führte die KMNB vom 17. Juni 2002 bis zum 17. Dezember 2002. Seit dem 17. Dezember 2002 und voraussichtlich bis zum 17. Juli 2003 führt Brigadegeneral Werner Freers die KMNB. Von den oben angegebenen Kommandeuren unterscheiden sich die Kommandeure der ISAF, die unter anderem die KMNB führen, aber auch andere Tätigkeiten haben. Diese Kommandeure der ISAF (COMISAF) waren/sind:
- Generalmajor John McCall (Großbritannien) 22. Dezember 2001 - 18. Juni 2002
- Generalmajor Hilmi Rhin Zorlu (Türkei) 18. Juni 2002 - 10. Februar 2003
- Generalleutnant Norbert van Heyst (Deutschland) 10. Februar 2003 - 10. August 2003
- Generalleutnant Götz Glimeroth (Deutschland) August 2003 - Februar 2004
- Generalleutnant Rick Hillier (Kanada) Februar 2004 - 9. August 2004
- Generalleutnant Jean-Louis Py (Eurokorps) 9. August 2004 - 12. Februar 2005
- Generalleutnant Ethem Erdagi (NRDC) 13. Februar 2005 - 04. August 2005
- Generalleutnant Mauro Del Vecchio (Italien) 05. August 2005 - aktuell

Befugnisse der ISAF

Die ISAF Schutztruppe hat gegenüber der Zivilbevölkerung nur eingeschränkte Rechte. Sie darf auch bei kriminellen Akten innerhalb der Zivilbevölkerung nur den örtlichen Behörden als zusätzliche Hilfe zur Seite stehen. Grundlegend hat sie das Recht, sich bei Bedrohungen gegen Personal und Material zu verteidigen. Der Auftrag in Kabul und Umgebung und in der Region Kunduz lautet: Unterstützung der vorläufigen Staatsorgane Afghanistans und ihrer Nachfolgeinstitutionen bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit, so dass sowohl die afghanischen Staatsorgane als auch das Personal der Vereinten Nationen (inkl. ISAF) und anderes Zivilpersonal (insb. solches, das dem Wiederaufbau und humanitären Aufgaben nachgeht) in einem sicheren Umfeld arbeiten können, und Sicherheitsunterstützung bei der Wahrnehmung anderer Aufgaben in Unterstützung des Bonner Abkommens. So steht es auf der Taschenkarte eines jeden ISAF-Soldaten.

Mitglieder

Im Rahmen der ISAF nehmen in verschiedenen Lagern rund um Kabul unter anderem folgende Nationen teil:
- Afghanistan
- Deutschland
- Dänemark
- U.S.A.
- Finnland
- Großbritannien
- Frankreich
- Neuseeland
- Norwegen
- Portugal
- Schweden
- Mazedonien
- Tschechische Republik
- Italien
- Kanada
- Island
- Belgien
- Polen
- Niederlande
- Albanien
- Estland
- Bulgarien
- Litauen
- Azerbaijan
- Ungarn
- Schweiz
- Kroatien
- Türkei
- Rumänien
- Luxemburg
- Griechenland
- Lettland
- Irland
- Österreich

Aktuelles

Nach langer Diskussion wurde im Dezember 2003 der ISAF-Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt Kunduz ausgedehnt. Im Folgenden eine Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:
- Oberst i.G. Schiebold
- Oberst i.G. Baur (März 2004 bis Juni 2004)
- Oberst i.G. Kuhn (Juni 2004 bis September 2004)
- Oberst i.G. Barz (September 2004 bis Februar 2005)
- Oberst i.G. Binder (Februar 2005 bis August 2005).
- Oberst i.G. Iben ( August 2005 bis aktuell). Seit Anfang August ist in Kunduz auch der Regional Area Coordiantor Nord (RAC) stationiert, der die diversen Aufbauteama koordiniert. Dazu die Übersicht der Offiziere, die dieses Amt bekleiden:
- Brigadegeneral Kiesheyer, Bundeswehr (August 2005 bis aktuell) Seit ca. 10. Juni 2004 wurden auch Diskussionen geführt, den Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt und Provinz Feyzabad auszudehnen, personell bedeutete dies eine Aufstockung der Kontingente um ca. 150 Mann unter Teilnahme von niederländischen Einheiten. Im September 2004 wurde in Feyzabad ebenfalls ein PRT (Provincial Reconstruction Team) aufgestellt. Im Januar 2005 erfolgte der Umzug aus der Neustadt von Feyzabad in das neue Feldlager "Camp Feyzabad" am Flugfeld. Seit Januar 2005 beteiligt sich Dänemark mit 40 Soldaten und seit März 2005 die Tschechische Republik ebenfalls mit 40 Soldaten am PRT. Auch hier die Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:
- Oberstleutnant Baier (September 2004 bis Oktober 2004)
- Oberstleutnant Blankenburg (Oktober 2004 bis Januar 2005)
- Oberstleutnant Manhenke (Januar 2005 bis Juli 2005)
- Oberst i. G. Baierl (Juli 2005 bis aktuell)

Verluste (lückenhaft)

Im Rahmen von Operation Enduring Freedom und ISAF-Einsatz sind laut CNN bis zum 12. November 2005 insgesamt 308 Soldaten gestorben. Darunter 250 US-Amerikaner, ein Australier, 5 Briten, 7 Kanadier, 3 Dänen, 3 Franzosen, 18 Deutsche, 2 Italiener, 1 Norweger, 3 Rumänen und 17 Spanier. Am 6. März 2002 kommt es bei der Vernichtung von SA-6 Luftabwehrraketen im Rahmen der Operation Fingal zu einer Explosion. Dabei sterben 2 deutsche und 3 dänische Soldaten, verwundet werden 5 deutsche und 3 dänische. Am 21. Dezember 2002 sterben 7 Bundeswehrsoldaten beim Absturz eines Hubschraubers vom Typ Sikorsky-CH-53 in Kabul. Am 29. Mai 2003 stirbt ein deutscher Soldat als sein Geländewagen in der Nähe des deutschen ISAF-Camps in Kabul auf eine Mine fährt. Am 7. Juni 2003 sterben 4 Angehörige der Bundeswehr bei einem Selbstmordanschlag in einem ISAF-Bus in Kabul. Am 25. Juni 2005 sterben 2 deutsche Soldaten in Rustaq beim Beladen von Lastwagen mit abgegebener Munition und Waffen. Am 16. August 2005 sterben 17 spanische ISAF-Soldaten beim Absturz ihres Hubschraubers in der Nähe von Herat. Zuerst wurde ein Angriff nicht ausgeschlossen, nach Untersuchungen gilt der Absturz jedoch offiziell als Unfall. Am 14. November 2005 stirbt ein Bundeswehr-Soldat durch einen Selbstmordanschlag auf der Straße zum wichtigsten Bundeswehrlager in Afghanistan in Kabul. Ein weiterer wurde schwer, ein anderer leicht verletzt. Der noch amtierende Verteidigungsminister Peter Struck betonte jedoch, dass am ISAF-Einsatz in Afghanistan festgehalten wird.

Siehe auch


- UN-Missionen
- Portal:Vereinte Nationen

Weblinks


- [http://www.afnorth.nato.int/ISAF/index.htm offizielle Website zum ISAF-Einsatz]
- [http://edition.cnn.com/SPECIALS/2004/oef.casualties/ Verlustzählung und Liste der Gefallenen bei CNN] Kategorie:UN-Mission Kategorie:Afghanistan Kategorie:Militärischer Verband (multinational)

Usbekistan

---Sidenote START---
Usbekistan (usbek. O‘zbekiston; amtlich Republik Usbekistan, usbek. O‘zbekiston Respublikasi, inoffiziell auch O‘zbekiston Jumhuriyati) ist ein bevölkerungsreicher Staat in Zentralasien. Nachbarländer sind Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan.

Geographie

Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt im mittleren Zentralasien. Es ist ein Binnenstaat, der selbst nur von Binnenstaaten umgeben ist (diese Eigenschaft teilt es weltweit nur mit dem Fürstentum Liechtenstein).

Landschaftszonen

Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten am Aralsee im Westen über ca. 1.200 km bis zum fruchtbaren Ferghanatal im Osten. Der von vollständiger Austrocknung bedrohte Aralsee hat derzeit eine Fläche von ca. 43.000 km². Südwestlich des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau, dessen Westhälfte zu Kasachstan gehört und das ein großes Naturreservat bildet. Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum-Wüste (usbek. Qizilqum), die vier Zehntel der Staatsfläche Usbekistans umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium Kasachstans fortsetzt. Sie wird nur durch einige Restmassive unterbrochen, die im Gora Aktau 920 m Höhe erreichen. Südlich davon liegt eine große Steppenlandschaft, durch die der Amudarja fließt. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den großen Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferghanatal. Im Osten Usbekistans liegen die Turkestankette und die vorgebirgige Landschaft des Tienschan. Der höchste Berg Usbekistans ist der Beshtor, auf dem sich die Ortschaft Adelunga Toghi befindet. Er hat eine Höhe von 4.301 m. Die tiefste Stelle im Land liegt 12 m unter dem Meeresspiegel im Kysylkum.

Flüsse

Durch Usbekistan fließen die zwei wichtigsten Zuflüsse des Aralsees und größten Ströme Zentralasiens, der Amudarja (usbek. Amudaryo, in der Antike Oxus genannt; 2.539 km lang) und der Syrdarja (usbek. Sirdaryo; 2.212 km lang). Beide Flüsse liegen jedoch nur mit einem Teil ihres Laufes in Usbekistan. Ihre Quellflüsse entspringen außerhalb Usbekistans im zu Tadschikistan und Afghanistan gehörenden Pamir (für den Amudarja) bzw. im zu Kirgisien gehörenden Tienschan (für den Syrdarja). Der Syrdarja durchquert in seinem Mittellauf den zu Usbekistan gehörenden Teil des Ferghanatals, fließt dann über das Territorium Tadschikistans, südwestlich von Taschkent erneut eine Strecke durch Usbekistan, während sein Unterlauf zu Kasachstan gehört. Der Amudarja bildet in seinem Mittellauf zunächst die usbekisch-afghanische Grenze und verläuft sodann parallel zur Grenze Usbekistans zu Turkmenistan, die jedoch nur in einem Teilstück dem Fluss direkt folgt. Sein Mündungsbereich gehört ganz zu Usbekistan. Weitere wichtige Flüsse sind noch der Surchundarja (usbek. Surxondaryo), der Kaschkadarja (usbek. Qashqadaryo), der die Oase von Qarshi erreicht, und der Zarafshon, der die Oasen von Samarkand und Buchara bewässert und schließlich in der Wüste südwestlich von Buchara endet, ohne den Amudarja erreicht zu haben.

Klima

In Usbekistan herrscht kontinentales Wüstenklima vor. Der Jahresniederschlag beträgt - je nach Region - nur 50–200 mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf 1.000 mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt. Bild:Uz-map.png

Städte

Die größten Städte Usbekistans sind Taschkent (Toshkent) (ca. 1.978.000 Einwohner), Namangan (ca. 432.500 Einwohner), Samarkand (Samarqand) (ca. 319.400), Andijon (ca. 318.500), Buchara (Buxoro) (ca. 247.700) und Nukus (ca. 230.000) (Stand 2005). Siehe auch: Liste der Städte in Usbekistan

Bevölkerung

Usbekistan ist dünn besiedelt. Deutschland ist etwa fünf Mal so dicht besiedelt wie Usbekistan. Die Besiedlung verteilt sich jedoch ungleichmäßig auf das Land. So steigt die Bevölkerungsdichte im Ferghana-Becken auf über 400 Einwohner pro km².

Nationalitäten

Die Bevölkerung Usbekistans besteht nach offiziellen Angaben von 1993 zu 73,7 % aus Usbeken, 5,5 % Russen, 5,1 % Tadschiken, 4,2 % Kasachen, 2 % Krimtataren, 2 % Karakalpaken, 1,1 % Koreaner. Zu den kleineren Minderheiten zählen Uiguren, Deutsche, Mescheten, Aserbaidschaner und Türken. Es gibt etwa 40.000 Deutsche im Land. Von tadschikischer Seite wird behauptet, die Anzahl der Tadschiken in Usbekistan sei viel höher als offiziell angegeben. Diese Behauptung wurde in jüngster Zeit auch von einigen internationalen Menschenrechtsorganisationen, wie z. B. Human Rights Watch oder Amnesty International, aufgegriffen. Tatsächlich ist jedoch eine unparteiische Ermittlung des Bevölkerungsanteils der Tadschiken in manchen Landesteilen wie dem Gebiet um die Städte Samarkand und Buchara kaum möglich, da die dortige Bevölkerung traditionell zweisprachig (turk- und persischsprachig oder in heutiger Terminologie usbekisch- und tadschikischsprachig) ist und eine Trennung in zwei verschiedene Völker erst durch die moderne amtliche Terminologie eingeführt worden ist. Dennoch wurden in letzter Zeit immer mehr Diskriminierungen gegen die Tadschiken berichtet. Im Jahre 2000 kam es zu Zwangsvertreibungen und zur Inhaftierung vieler Tadschiken [http://web.amnesty.org/library/Index/engEUR620162001?OpenDocument&of=COUNTRIES%5CUZBEKISTAN]. Zudem kam es 1998 zu Bücherverbrennungen und Unterdrückungen persischsprachiger Medien und Zeitungen [http://medlem.spray.se/Samarqand/].

Religionen

88 % der Usbeken sind sunnitische Muslime, 9 % russisch-orhodox (meist Angehörige der russischen Minderheit) und 2 % andere (u.a Juden). Wie in den anderen Ländern zentralasiens (ausgenommen Afghanistan) liegt die Zahl der praktizierenden Muslime nur bei etwa 8 %. Ramadan wird immerhin noch von c.a 40 % in der Stadt und 85 % auf dem Land praktiziert.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Usbekistans

Politik

Von der demokratischen Fassade abgesehen ist Usbekistan eine Diktatur, in der Menschenrechtsverletzungen wie Folter an der Tagesordnung sind. Bei den Parlamentswahlen 2004 waren nur fünf regimetreue Parteien zugelassen. Oppositionelle Gruppierungen durften nicht an den Wahlen teilnehmen und werden gewaltsam unterdrückt.

Aktuelle politische Lage

Im Mai 2005 wurden bei einer Demonstration in der Stadt Andijon im Ferghanatal hunderte Menschen durch das Militär erschossen. Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan hatte bereits Monate vorher auf die „sehr abscheuliche, totalitäre Diktatur“ des Präsidenten Islom Karimov hingewiesen und die systematische Folterung. Außerdem berichtete die Financial Times von einem internen Bericht Murrays, dem zufolge der britische Geheimdienst MI6 von usbekischen Behörden unter Folter erpresste Aussagen verwende. [http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/3732488.stm] Kurze Zeit darauf wurde er entlassen. Die mehrtägigen Unruhen, die neben Andijon auch in Qorasuv und anderen Städten nahe der Grenze zu Kirgisistan stattfanden, wurden vom Regime Karimov den Islamisten der Hizb ut Tahrir (Partei der Befreiung) zugeschrieben und ihre blutige Unterdrückung als Kampf gegen den Terror ausgegeben. Tatsächlich hatten sie aber soziale und politische Ursachen - hohe Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und Armut und wurden durch die Unterdrückung ausgelöst (FAZ, 25. Mai 2005). Siehe auch: Unruhen in Usbekistan

Außenpolitik

Usbekistan bemüht sich, gute Beziehungen sowohl zu Russland als auch zu den USA und Großbritannien zu unterhalten. Diese werden als Verbündete gegen den islamischen Fundamentalismus betrachtet, der von Regierungsseite als größte äußere Bedrohung des Landes dargestellt wird. Die verheerende Menschenrechtssituation wird durch das US-geführte Ausland ignoriert, da man mit dem Karimov-Regime im Kampf gegen den internationalen Terror zusammenarbeitet. Obwohl die Regierung Usbekistans einen zu großen Machteinfluss der Türkei in Zentralasien scheut, ist Usbekistan trotzdem Mitglied des Zentralasien-Gipfels der Türkischen Republiken. Mitgliedschaften: UNO, SCO, GUUAM, GUS, Economic Cooperation Organization (ECO), OATCT, Organisation der Islamischen Konferenz (OIC).

Militär

In Usbekistan sind neben Truppen der USA auch 300 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Die Deutschen nutzen den Stützpunkt Termiz, 500 Kilometer südlich von Taschkent, zur Versorgung der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF). Usbekistan selbst hat 50.000 Mann Landstreitkräfte: 3 Korpskommanden, 2 Panzerbrigaden, 4 motorisierte Schützenregimenter, 1 Gebirgsbrigade (leicht), 1 motorisierte Brigade, 2 Luftsturmbrigaden, 1 Luftbewegliche Brigade, 1 Spetsnaz-Brigade, 4 Artilleriebrigaden, 1 Mehrfachraketenwerferbrigade. (Quelle: Bundesministerium für Landesverteidigung)

Politische Gliederung

Usbekistan ist in 12 Provinzen (usbek. viloyat, Pl. viloyatlar), eine autonome Republik (usbek. respublika) und eine Stadt (shahar) mit Provinzrang gegliedert.

Infrastruktur

Usbekistan verfügt im Vergleich zu seinen Nachbarn über eine relativ gute Infrastruktur. Die Eisenbahn dominiert den Verkehr. Das Schienennetz verfügt über 3.460 km (Stand 1990). Das Straßennetz verfügt über 78.400 km, wovon 67.000 km mit festem Fahrbahnbelag ausgestattet sind (Stand 1990). Von Bedeutung ist die Strecke TaschkentSamarkandBuchara. 1.100 km der Wasserwege sind schiffbar. Die starken Wasserentnahmen aus dem Amudarja schränken den Schiffsverkehr jedoch stark ein. Usbekistan besitzt eine staatliche Fluggesellschaft, Uzbekistan Airways (usbek. O‘zbekiston havo yo‘llari). Taschkent verfügt über einen internationalen Flughafen.

Wirtschaft

In der ehemaligen Sowjetunion war Usbekistan eines der ärmeren Gebiete. Mehr als 60 % der Bevölkerung lebten in schwach besiedelten ländlichen Gemeinschaften. Heute ist Usbekistan der drittgrößte Baumwollexporteur, ein bedeutender Förderer von Gold und Erdgas und örtlich Produzent von Chemie und Maschinen. Knapp 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche dient dem Anbau von Baumwolle. Nennenswerte Anbaugebiete sind das Ferghana-Becken und die Regionen um Taschkent, Samarkand und Buchara. Die überwiegend in staatlicher Hand befindliche usbekische Baumwollproduktion beruht zum Teil auf Kinderarbeit. In Folge der Unabhängigkeit 1991 versuchte die damalige Regierung die Planwirtschaft nach sowjetischen Muster mit Unterstützungsgeldern und starker Kontrolle der Produktion und der Preise aufzufangen. 1994 begann man aufgrund der starken Inflation die Wirtschaft zu reformieren. Das Investitionsklima für ausländische Investoren sollte verbessert, die Rolle des Staates langsam zurückgefahren, die Privatisierung weiter voran getrieben und eine strengere Geldpolitik eingeführt werden. Der Staat ist aber weiterhin ein dominierender Faktor in der usbekischen Wirtschaft und die Reformen sind soweit fehlgeschlagen, als dass sie die dringend gebrauchten strukturellen Veränderungen nicht brachten. Der IWF schob 1996 einen 185-Millionen-Dollar-Kredit auf, weil die damalige politische Lage in Usbekistan eine Erfüllung der Fond-Konditionen unmöglich machte. Aufgrund der Asien- und Russland-Krise wurden der Export und die Geldpolitik weiter gestrafft. Ein Hauptgrund für die derzeitige Stagnation ist die wirtschaftliche Politik, die ausländische Investoren verprellt. Daten: Usbekische Wirtschaft

Kultur

Im Unterschied zu den Bevölkerungen in den Nachbarländern Kasachstan, Kirgisien und Turkmenistan - die bis heute im Nomadentum wurzeln und lange nur oberflächlich islamisiert waren, war die Region des heutigen Usbekistan schon seit dem frühen Mittelalter ein Kerngebiet islamischer Kultur. Wesentlich dafür war die hochentwickelte, persisch geprägte Stadtkultur. Insbesondere die alten Zentren in der heutigen Landesmitte, Buchara und Samarkand, haben kulturell eine außergewöhnliche Geschichte. Sie brachten viele bedeutende Philosophen, Wissenschaftler und Theologen hervor, von denen die berühmtesten sind:
- der Universalgelehrte Al-Biruni,
- der Mathematiker Al-Chwarizmi,
- der Traditionswissenschaftler Al-Buchari und
- der Arzt und Philosoph Ibn Sina.
- Scheich Burhan al Din Naqschband gründete dort den Orden der Naqschbandi-Derwische, der noch heute bis in die Türkei und nach Palästina verbreitet ist. Die Sprache und Kultur Persiens wird noch heute von vielen Menschen im Umkreis dieser Städte gepflegt, während sich die Staatssprache Usbekisch aus osttürkischen Idiomen entwickelte. Der größte Dichter des Landes, Mir Ali Sher Nava'i im 15. Jahrhundert, stammte aus Herat und hat auf Tschagataiisch und Persisch gedichtet. Zu den ältesten und wichtigsten kulturellen Überlieferungen des Landes gehört das traditionelle indoiranische Neujahrsfest Newroz (usbek. Navro‘z), das im Frühling feierlich begangen wird. Navro‘z ist ein gesetzlicher Feiertag.

Umwelt

Die übermäßige Wasserentnahme aus Flüssen zur Bewässerung von Ländereien für den Anbau von Baumwolle verursacht ökologische Schäden. Der Aralsee steht vor seiner Austrocknung, weil seine Zuflüsse seit den Zeiten der UdSSR zu stark für künstliche Bewässerung verwendet wurden. Seine Tiefe halbierte sich, seine Fläche verringerte sich von 66.000 km² auf derzeit ca. 43.000 km². Das Verschwinden des einst riesigen Sees wird das Klima noch trockener machen.

Literatur


- James Critchlow: Nationalism in Uzbekistan : a Soviet republic's road to sovereignty. - Boulder [u.a.] : Westview Press, 1991.
- Julia M. Eckert: Das unabhängige Usbekistan : auf dem Weg von Marx zu Timur : politische Strategien der Konfliktregelung in einem Vielvölkerstaat. - Münster : Lit, 1996. (Berliner Studien zur Internationalen Politik ; 1)
- Jürgen Nowak: Die ethnopolitische Situation Usbekistans. - Köln : Bundesinst. für Ostwiss. und Internat. Studien, 1995. (Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien ; 1995,30)
- Resul Yalcin: The rebirth of Uzbekistan : politics, economy and society in the post-Soviet era. 1. ed. - Reading [u.a.] : Garnet [u.a.], 2002.

Weblinks


- [http://lcweb2.loc.gov/frd/cs/profiles/Uzbekistan.pdf Landesprofil Usbekistan der Library of Congress (Englisch, pdf)]
- [http://www.osteuropa-netzwerk.de/usbekistan/index.htm Linksammlungen zu Usbekistan des Osteuropa-Netzwerks]
- [http://www.gov.uz/en/ Staatsportal der Republik Usbekistan (Usbekisch, Englisch, Russisch)]
- [http://www.studyrussian.com/seidenstrasse/reisebericht/Usbekische_Abenteuer.htm Reisebericht durch Usbekistan]
- [http://medlem.spray.se/Samarqand/index.html Uzbekistan: Ethnic Composition And Discrimination (Englisch)]
- [http://www.mare.de/mare/hefte/beitrag-aufm.php?seite=1&id=836&heftnummer=45 Reportage "Elender Staub" von Dimitri Ladischensky] Kategorie:Staat ja:ウズベキスタン ko:우즈베키스탄 ms:Uzbekistan th:ประเทศอุซเบกิสถาน zh-min-nan:Uzbekistan

Weltsicherheitsrat

Der Sicherheitsrat (engl.: United Nations Security Council) ist das mächtigste Organ der Vereinten Nationen. Nach Artikel 24 I der UN-Charta haben ihm die Mitgliedstaaten „die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ übertragen. Während andere UN-Organe unmittelbar nur Empfehlungen abgeben können, kann der Sicherheitsrat nach den Bestimmungen des VII. Kapitels der Charta Entscheidungen mit Bindungswirkung für die Mitgliedstaaten treffen - „Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen“. Dabei besteht eine grundsätzliche Rechtsbindung an die Normen der UN-Charta. Neben der politischen Prärogative des Sicherheitsrates zur Auslegung der tatbestandlichen Voraussetzungen des Art. 39 in concreto kann seine Praxis zur Fortbildung bestehenden Rechts führen. Nach herrschender Meinung darf sich der Sicherheitsrat mangels eigener Rechtssetzungsbefugnis dabei jedoch nicht in dezidierten Widerspruch zu den anerkannten Rechtsquellen des Völkerrechts setzen (Auslegung contra legem). Die Entscheidungen des Sicherheitsrates unterliegen allerdings keiner wirksamen Rechtskontrolle.

Mitglieder des Sicherheitsrates

Der Rat besteht aus fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedern der Vereinten Nationen. Jedes Jahr wird die Hälfte der zehn wechselnden durch die UN-Generalversammlung auf zwei Jahre neu gewählt. Sie werden nach regionalen Gruppen ausgesucht und von der Generalversammlung bestätigt. Zwischen dem Ausscheiden eines Staates aus dem Sicherheitsrat und der Wiederwahl muss mindestens ein Jahr liegen – eine direkte Wiederwahl ist also ausgeschlossen. Der Vertreter eines jeden Sicherheitsratsmitglieds muss jederzeit im UNO-Hauptquartier erreichbar sein, damit der Rat jederzeit zusammentreten kann.

Ständige Mitglieder


- bis 1971 Republik China (bis auf Taiwan), danach Volksrepublik China
- Französische Republik
- Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland
- bis 1991 Sowjetunion, danach Russland
- Vereinigte Staaten von Amerika

Nichtständige Mitglieder

Von 1946 bis 1965 gab es nur 6 nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat
- nur für 1946 : Niederlande, Mexiko, Ägypten
- 1946 / 1947 : Polen, Brasilien, Australien
- 1947 / 1948 : Belgien, Kolumbien, Syrien
- 1948 / 1949 : Ukraine, Argentinien, Kanada
- 1949 / 1950 : Norwegen, Kuba, Ägypten
- 1950 / 1951 : Jugoslawien, Ecuador, Indien
- 1951 / 1952 : Niederlande, Brasilien, Türkei
- 1952 / 1953 : Griechenland, Chile, Pakistan
- 1953 / 1954 : Dänemark, Kolumbien, Libanon
- 1954 / 1955 : Türkei, Brasilien, Neuseeland
- 1955 / 1956 : Belgien, Peru, Iran
- 1956 / 1957 : Australien, Kuba, ( 1956 Jugoslawien ) ( 1957 Philippinen )
- 1957 / 1958 : Schweden, Kolumbien, Irak
- 1958 / 1959 : Japan, Panama, Kanada
- 1959 / 1960 : Italien, Argentinien, Tunesien
- 1960 / 1961 : Ecuador, Sri Lanka, ( 1960 Polen ) ( 1961 Türkei )
- 1961 / 1962 : Ägypten, Chile, ( 1961 Liberia ) ( 1962 Irland )
- 1962 / 1963 : Venezuela, Ghana, ( 1962 Rumänien ) ( 1963 Philippinen )
- 1963 / 1964 : Norwegen, Brasilien, Marokko
- 1964 / 1965 : Bolivien, Elfenbeinküste, ( 1964 Tschechoslowakei ) ( 1965 Malaysia )
- 1965 / 1966 : Niederlande, Uruguay, Jordanien Seit 1966 sind 10 nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat
- nur für 1966 : Neuseeland, Uganda
- 1966 / 1967 : Bulgarien, Argentinien, Mali, Nigeria, Japan
- 1967 / 1968 : Dänemark, Kanada, Brasilien, Äthiopien, Indien
- 1968 / 1969 : Ungarn, Paraguay, Algerien, Senegal, Pakistan
- 1969 / 1970 : Finnland, Spanien, Kolumbien, Nepal, Sambia
- 1970 / 1971 : Polen, Nicaragua, Burundi, Sierra Leone, Syrien
- 1971 / 1972 : Belgien, Italien, Argentinien, Somalia, Japan
- 1972 / 1973 : Jugoslawien, Panama, Sudan, Guinea, Indien
- 1973 / 1974 : Österreich, Australien, Peru, Kenia, Indonesien
- 1974 / 1975 : Weißrussland, Costa Rica, Mauretanien, Kamerun, Irak
- 1975 / 1976 : Italien, Schweden, Guyana, Tansania, Japan
- 1976 / 1977 : Rumänien, Panama, Libyen, Benin, Pakistan
- 1977 / 1978 : BRD, Kanada, Venezuela, Mauritius, Kamerun
- 1978 / 1979 : Tschechoslowakei, Bolivien, Gabun, Nigeria, Kuwait
- 1979 / 1980 : Norwegen, Portugal, Jamaika, Sambia, Bangla Desh
- 1980 / 1981 : DDR, Mexiko, Tunesien, Niger, Philippinen
- 1981 / 1982 : Irland, Spanien, Panama, Uganda, Japan
- 1982 / 1983 : Polen, Guyana, Togo, Zaire, Jordanien
- 1983 / 1984 : Niederlande, Malta, Nicaragua, Zimbabwe, Pakistan
- 1984 / 1985 : Ukraine, Peru, Ägypten, Burkina Faso, Indien
- 1985 / 1986 : Dänemark, Australien, Trinidad & Tobago, Madagaskar, Thailand
- 1986 / 1987 : Bulgarien, Venezuela, Ghana, Kongo, VA Emirate
- 1987 / 1988 : BRD, Italien, Argentinien, Sambia, Japan
- 1988 / 1989 : Jugoslawien, Brasilien, Algerien, Senegal, Nepal
- 1989 / 1990 : Finnland, Kanada, Kolumbien, Äthiopien, Malaysia
- 1990 / 1991 : Rumänien, Kuba, Elfenbeinküste, Zaire, Jemen
- 1991 / 1992 : Belgien, Österreich, Ecuador, Zimbabwe, Indien
- 1992 / 1993 : Ungarn, Venezuela, Marokko, Kap Verde, Japan
- 1993 / 1994 : Spanien, Neuseeland, Brasilien, Dschibuti, Pakistan
- 1994 / 1995 : Tschechien, Argentinien, Rwanda, Nigeria, Oman
- 1995 / 1996 : Deutschland, Italien, Honduras, Botswana, Indonesien
- 1996 / 1997 : Polen, Chile, Ägypten, Guinea-Bissau, Südkorea
- 1997 / 1998 : Schweden, Portugal, Costa Rica, Kenia, Japan
- 1998 / 1999 : Slowenien, Brasilien, Gambia, Gabun, Bahrain
- 1999 / 2000 : Niederlande, Kanada, Argentinien, Namibia, Malaysia
- 2000 / 2001 : Ukraine, Jamaika, Tunesien, Mali, Bangla Desh
- 2001 / 2002 : Kolumbien, Irland, Mauritius, Norwegen, Singapur
- 2002 / 2003 : Bulgarien, Kamerun, Guinea, Mexiko, Syrien
- 2003 / 2004 : Angola, Chile, Deutschland, Pakistan, Spanien
- 2004 / 2005 : Algerien, Benin, Brasilien, Philippinen, Rumänien
- 2005 / 2006 : Argentinien, Dänemark, Griechenland, Japan, Tansania
- 2006 / 2007 : Ghana, Katar, Republik Kongo, Peru, Slowakei einjährige Amtszeiten sind in Kursivschrift Der Vorsitz im Weltsicherheitsrat wechselt im Monatsturnus unter den Mitgliedern, in alphabetischer Reihenfolge der englischen Landesbezeichnungen. Neben den ständigen und nichtständigen Mitgliedern hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Er verfügt jedoch über kein Stimmrecht.

Zustandekommen von Beschlüssen

Beschlüsse des Sicherheitsrats über Verfahrensfragen bedürfen der Zustimmung von 9 Mitgliedern (Art. 27 II UN-Charta). Beschlüsse des Sicherheitsrats über alle sonstigen Fragen bedürfen gemäß Art. 27 III UN-Charta der Zustimmung von neun Mitgliedern einschließlich aller fünf ständigen Mitglieder. Die Abstimmungen erfolgen öffentlich durch Handzeichen. Freiwillige Stimmenthaltung oder das Nichterscheinen im Rat werden nach etabliertem Völkergewohnheitsrecht seit der sog. „Politik des leeren Stuhls“ durch die UdSSR in der Korea-Frage 1950 als Erklärungsvariante qualifiziert, mit der sich unterhalb einer förmlichen Zustimmung eine politisch ambivalentere „Billigung“ von Ratsbeschlüssen ausdrücken lässt. Jede Entscheidung kann durch ein Nein von einem der fünf ständigen Mitglieder verhindert werden (Veto). Die ständigen Mitglieder haben zwischen 1945 und 1990 in 279 Fällen von ihrem Vetorecht Gebrauch gemacht.

G4 Gruppe / Reform

Veto Derzeit wird diskutiert, weitere ständige Mitglieder in den Rat aufzunehmen. Brasilien, Indien, Japan und Deutschland erklärten Ende September 2004, sich gegenseitig im Bemühen um einen ständigen Sitz zu unterstützen. Diese Nationen wurden in Folge dessen als die G4-Staaten bezeichnet. Weiterhin könnte im Rahmen der Reform auch ein afrikanischer Staat aufgenommen werden. Nigeria ist hierbei neben Südafrika und Ägypten im Gespräch. Das Veto gehört dabei erklärtermaßen nicht zum Primärziel dieses Konzepts, da darauf zunächst für die Dauer von 15 Jahren oder gänzlich verzichtet werden könne. Neben den dann 10 ständigen könnten fortan 14 nichtständige Mitglieder nach dem Rotationsprinzip dem Sicherheitsrat angehören. Nach einem zweiten Reformmodell sind keine neuen ständigen Mitglieder vorgesehen, sondern die Einrichtung einer neuen Kategorie: „semi-permanente“ Sitze, die auf vier Jahre gewählt und verlängert werden können.

Kritik

Immer wieder wird insbesondere die mögliche Blockade des Sicherheitsrates durch die ständigen Mitglieder kritisiert und ein Reformbedarf angemahnt. Beim Völkermord in Ruanda wurden innerhalb weniger Wochen Hunderttausende Menschen ermordet. Dem Sicherheitsrat wird vorgeworfen, bei der Sanktionierung bzw. beim Eingreifen in den Konflikt versagt zu haben. Wenige Jahre später wiederholte sich das Szenario in der sudanesischen Region Darfur. Wieder kam es zu Mord und Vertreibung. Die Volksrepublik China blockierte jedoch den Sicherheitsrat, weil sie befürchtete nicht ausreichend am Öl im Sudan beteiligt zu werden, die USA blockierten ebenso, weil sie den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen. Der Völkermord im Sudan hält unterdessen an.

Siehe auch


- Portal:Vereinte Nationen
- ISAF
- Deutschland in den Vereinten Nationen

Weblinks


- [http://www.un.org/Docs/sc/ United Nations Security Council] (englisch)
- [http://www.un.org/Depts/german/sr/fs_sr_res.html Resolutionen des Sicherheitrates (auf Deutsch)]
- [http://www.un.org/documents/scres.htm Resolutionen des Sicherheitrates (auf Englisch)] Kategorie:Vereinte Nationen ja:国連安全保障理事会 ko:UN 안전보장이사회 ms:Majlis Keselamatan PBB simple:Security Council zh-min-nan:An-chôan Lí-sū-hōe

20. Dezember

Der 20. Dezember ist der 354. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 355. in Schaltjahren) - somit bleiben 11 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1820 - Die Monarchen der fünf führenden europäischen Nationen beraten auf dem "Troppauer Fürstenkongress" über militärische Interventionen im Falle einer Gefährdung der überkommenen Ordnung.
- 1838 - Die Buren zerstören die Zuluhauptstadt uMgungundlovu
- 1924 - Adolf Hitler wird nach seinem Putschversuch vorzeitig aus der Haft entlassen.
- 1946 - Christian Stock, SPD wird Ministerpräsident in Hessen.
- 1961 - In der dominikanischen Republik finden die ersten freien Wahlen statt.
- 1963 - In Frankfurt am Main wird der 1. Auschwitz-Prozess gegen 20 Angeklagte eröffnet.
- 1971 - Ärzte ohne Grenzen wird als "Médecins Sans Frontières" von jungen französischen Ärzten gegründet.
- 1973 - Bei einem Anschlag der ETA mit einer Autobombe kommt der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco in Madrid ums Leben.
- 1990 - Der erste gesamtdeutsche Bundestag tritt zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.
- 1999 - Portugal gibt das seit gut 450 Jahren von Portugiesen besiedelte und seit 150 Jahren besetzte Macau an die Volksrepublik China zurück.
- 2000 - Serbien und Montenegro wird Mitglied in der UNESCO.
- 2003 - Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben.
- 2004 - In Hamburg beginnen die deutsch-russischen Konsultationen zwischen Putin und Schröder.

Wirtschaft


- 1924 - Mit dem Schilling-Rechnungsgesetz wird in Österreich die Ablösung der Krone durch den Schilling beschlossen und dieser schließlich am 1. März 1925 eingeführt.

Wissenschaft, Technik


- 1951 - In dem Versuchs-Reaktor EBR1 in Arco, Idaho (USA) gelingt erstmals die nukleare Stromerzeugung.
- 1994 - Intel kündigt ein umfassendes Austauschprogramm für vom FDIV-Bug betroffene Pentium-CPUs an.
- 1999 - Start des NASA-Satelliten ACRIMSat zur Erforschung der Energieabstrahlung der Sonne.

Kultur


- 1847 - Uraufführung der Oper The Maid of Honour von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1902 - Uraufführung der Operette Der Rastelbinder von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1913 - Uraufführung des Operettenschwanks Der Nachtschnellzug von Leo Fall am Johann-Strauß-Theater in Wien.
- 1982 - "E.T. - Der Außerirdische" läuft in deutschen Kinos an.
- 1983 - Uraufführung der Oper Die Fastnachtsbeichte von Giselher Klebe in Darmstadt.

Religion


- 1254 - Alexander IV. wird als Nachfolger von Innozenz IV. als Papst inthronisiert.

Katastrophen


- 1942 – Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Erbaa, Türkei, fordert rund 3.000 Tote.
- 1946 – Ein Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, fordert 1.330 Todesopfer.
- 1952Moses Lake, Washington: Eine Douglas C-124 Globemaster II der US Air Force stürzt kurz nach dem Start von der Larson Air Force Base brennend ab. 87 Menschen sterben, 28 überleben.
- 1987 – Beim Untergang der philippinischen Fähre Dona Paz bei Mindoro nach einer Kollision mit dem Tanker "Vector" sterben 4.375 Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Dona Paz" und 11 Besatzungsmitglieder der "Vector". Es gibt insgesamt nur 26 Überlebende. Es handelt sich damit um das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten.
- 1995Cali, Kolumbien. Eine aus Miami kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs ab. Die Piloten haben beim Anflug ein falsches NDB als Navigationsziel eingestellt. Bei der anschließenden Kurskorrektur prallt die Maschine gegen einen Berg. 160 Menschen sterben, 4 können gerettet werden.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Anthony Willis in Offenburg durch KO.
- 1997 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Lampkins in Offenburg durch technischen KO.
- 2003 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Kampf gegen Danell Nicholson in der Ostseehalle in Kiel durch technischen KO.

Geboren


- 1539 - Paul Melissus, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Komponist
- 1576 - Johannes Sarkander, Priester und Märtyrer der katholischen Kirche
- 1600 - Nicolas Sanson, französischer Kartograph
- 1626 - Veit Ludwig von Seckendorff, Gelehrter und Staatsmann
- 1629 - Pieter de Hooch, holländischer Maler
- 1648 - Tommaso Ceva, italienischer Dichter und Mathematiker
- 1717 - Charles Gravier, comte de Vergennes, französischer Staatsmann
- 1722 - Gebhard Werner Graf von der Schulenburg, Hofmarschall am preußischen Hofe
- 1729 - František Xaver Pokorný, böhmischer Komponist
- 1780 - John Wilson Croker, englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist
- 1784 - Georg Wilhelm (Schaumburg-Lippe), Fürst zu Schaumburg-Lippe
- 1798 - Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe
- 1805 - Thomas Graham, britischer Chemiker
- 1815 - James Legge, britischer Sinologe und Übersetzer
- 1825 - Friedrich Grillo, deutscher Industrieller
- 1833 - Samuel Mudd, US-amerikanischer Arzt
- 1835 - Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller
- 1838 - Edwin Abbott Abbott, englischer Schuldirektor, Theologe und Schriftsteller
- 1841 - Ferdinand Buisson, französischer Pädagoge
- 1851 - Knut Wicksell, schwedischer Ökonom
- 1852 - Shibasaburo Kitasato, japanischer Bakteriologe
- 1856 - Ferdinand Avenarius, deutscher Dichter
- 1858 - Jan Toorop, niederländischer Maler des Symbolismus
- 1868 - Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker
- 1871 - Andreas Blunck, deutscher Jurist und Politiker
- 1871 - Henry Kimball Hadley, US-amerikanischer Komponist und Dirigent
- 1875 - Francesco Cantelli, italienischer Mathematiker
- 1881 - Heinrich Drake (Politiker), deutscher Politiker
- 1885 - Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Hazel Hotchkiss Wightman, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1890 - Jaroslav Heyrovský, tschechischer Physikochemiker
- 1893 - Charlotte Bühler, deutsche Psychologin
- 1893 - Ludwig Schneider (MdL Hessen), deutscher Politiker und MdL
- 1893 - Wilhelm Hollbach, deutscher Politiker und Journalist
- 1894 - Robert Menzies, australischer Premierminister
- 1895 - Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin
- 1896 - Frederick Browning, englischer General
- 1898 - Irene Dunne, US-amerikanische Theater- und Filmschauspielerin
- 1899 - Finn Ronne, norwegisch-amerikanischer Polarforscher
- 1899 - Hermann Claasen, deutscher, Fotograf
- 1901 - Robert Jemison Van de Graaff, US-amerikanischer Physiker
- 1902 - Georg Eduard, 1. Herzog von Kent, vierter Sohn von König Georg V.
- 1905 - Daisy Spies, Tänzerin und Choreographin
- 1906 - Léopold Sédar Senghor, Afrikanischer Dichter und Politiker
- 1907 - Paul Francis Webster, US-amerikanischer Songschreiber
- 1909 - Vagn Holmboe, dänischer Komponist
- 1912 - Rudolf Gebhardt, deutscher Kunstflieger
- 1915 - Aziz Nesin, türkischer Schriftsteller
- 1915 - Ilija Dzuvalekovski, mazedonischer Schauspieler
- 1917 - David Bohm, Quantenphysiker in den USA
- 1920 - Bruni Löbel, deutsche Schauspielerin
- 1920 - Gerhart Baumann, deutscher Germanist
- 1922 - George Roy Hill, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1922 - Walter Eichenberg, deutscher Komponist und Musiker
- 1924 - Friederike Mayröcker, österreichische Schriftstellerin
- 1924 - Karl-Heinz Heimann, deutscher Sportjournalist
- 1924 - Peter Janisch, österreichischer Filmschauspieler
- 1924 - Walter Davy, österreichischer Regisseur und Schauspieler
- 1925 - Mahathir bin Mohamad, Premierminister von Malaysia
- 1926 - Otto Graf Lambsdorff, deutscher Politiker
- 1927 - Kim Young-sam, südkoreanischer Politiker
- 1929 - Carlo Fassi, Eiskunstläufer und Trainer
- 1930 - Pat Hare, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1933 - Rik van Looy, belgischer Radrennfahrer
- 1934 - Julius Riyadi Darmaatmadja, Erzbischof von Jakarta und Kardinal
- 1937 - Manfred Lahnstein, deutscher Politiker
- 1939 - Paul Zulehner, österreichischer Theologieprofessor
- 1940 - Klaus Kada, österreichischer Architekt
- 1940 - Larry Willis, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Jean-Claude Trichet, französischer Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank
- 1942 - Robert Hayes, US-amerikanischer Leichtathlet und American Football-Spieler
- 1944 - Amara Essy, Politiker aus Côte d'Ivoire, Präsident der 49. UN-Generalversammlung
- 1944 - Bobby Colomby, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Christoph Franke, Fußballspieler und -Trainer
- 1944 - Gernot Wolfgruber, österreichischer Schriftsteller
- 1945 - Arno Schmidt (Bundestagsabgeordneter), ehemaliges MdB
- 1945 - Jürg Laederach, Schweizer Schriftsteller
- 1945 - Peter Criss, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1945 - Tom Tancredo, US-amerikanischer Politiker
- 1946 - Dick Wolf, Produzent amerikanischer Krimiserien
- 1946 - Uri Geller, Bühnenmagier (Löffelbieger)
- 1947 - Franz Sales Sklenitzka, österreichischer Schriftsteller und Graphiker.
- 1947 - Gigliola Cinquetti, italienische Sängerin
- 1947 - Marlene Rupprecht, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Alan Parsons, britischer Musiker
- 1948 - Beatrice Richter, deutsche Schauspielerin
- 1948 - Giuliana Sgrena, italienische Journalistin
- 1948 - Mitsuko Uchida, japanische Pianistin
- 1948 - Steve Wright, australischer Sänger (The Easybeats)
- 1948 - Uchida Mitsuko, japanische Pianistin
- 1950 - Bongi Makeba, Sängerin und Songwriterin
- 1951 - Wau Holland, deutscher Hacker (Gründer des Chaos Computer Club)
- 1951 - Wolfgang Maes, deutscher Fußballtrainer
- 1952 - Jenny Agutter, britische Schauspielerin
- 1952 - Lena Strothmann, deutsche Politikerin
- 1952 - Ray Bumatai, Schauspieler, Komödiant und Musiker
- 1955 - Martin Schulz, deutscher Politiker
- 1957 - Billy Bragg, englischer Säner und Songschreiber
- 1957 - Mike Watt, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 1957 - Piet Klocke, deutscher Komödiant
- 1958 - Jürgen Raab, deutscher Fußballer und heutiger Trainer
- 1959 - Hildegard Körner, ehemalige Leichtathletin der DDR
- 1959 - Kazimierz Marcinkiewicz, polnischer Politiker
- 1962 - Ray Coburn, kanadischer Musiker und Songschreiber
- 1963 - Elena von Spanien, spanische Prinzessin, Herzogin von Lugo
- 1963 - Mats Gren, schwedischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 1969 - Alain de Botton, In London lebender Schriftsteller
- 1969 - Michael Fellmann, deutscher Segelsportler
- 1969 - Serhij Holubyzkyj, ukrainischer Fechter
- 1970 - Earl Simmons, US-amerikanischer Hip Hop-Musiker
- 1971 - Thomas Gebhart, deutscher Politiker und MdL
- 1972 - Anja Rücker, deutsche Leichtathletin
- 1972 - Joey Kelly, deutsch-irischer Musiker (Kelly Family)
- 1974 - Carlos da Cruz, französischer Radrennfahrer
- 1974 - Pietro Piller Cottrer, italienischer Skilangläufer
- 1979 - Michael Rogers, australischer Radrennfahrer
- 1980 - Ashley Cole, englischer Fußballspieler
- 1980 - Martín Demichelis, argentinischer Fußballspieler
- 1990 - Joanna Levesque, US-amerikanische Pop-Sängerin

Gestorben


- 1200 - Gilbert Erail, Grossmeister des Templerordens
- 1552 - Katharina von Bora, deutsche Reformatorin und Ehefrau von Martin Luther
- 1644 - Albrecht von Sachsen-Eisenach, Herzog von Sachsen-Eisenach
- 1679 - Moritz von Nassau, Gouverneur von Holländisch-Brasilien
- 1723 - August Quirinus Rivinus, deutscher Mediziner und Botaniker
- 1838 - Kaspar Maria von Sternberg, böhmischer Theologe und Naturforscher
- 1864 - Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist
- 1896 - Johann Anton Wilhelm von Carstenn, deutscher Unternehmer und Stadtplaner
- 1927 - Michael Georg Conrad, deutscher Schriftsteller
- 1934 - Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler
- 1937 - Erich Ludendorff, preußischer General
- 1944 - Abbas II., türkischer Vizekönig von Ägypten
- 1951 - Hans von Seeckt, deutscher Generaloberst
- 1952 - Heinrich Lilienfein, deutscher Schriftsteller und Generalsekretär der Schiller-Stiftung in Weimar
- 1961 - Moss Hart, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1968 - John Steinbeck, US-amerikanischer Schriftsteller (Jenseits von Eden)
- 1968 - Max Brod, jüdischer Schriftsteller
- 1972 - Günter Eich, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Bobby Darin, in US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1975 - Mascha Kaléko, Dichterin
- 1982 - Arthur Rubinstein, polnischer Pianist
- 1983 - Bill Brandt, deutscher Fotograf
- 1984 - Dmitri Ustinov, sowjetischer Marschall und Verteidigungsminister
- 1989 - Kurt Böhme, deutscher Bass
- 1991 - Walter Chiari, italienischer Sänger und Filmschauspieler
- 1996 - Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom (Contact)
- 1998 - Alan Lloyd Hodgkin, britischer Biophysiker und Nobelpreisträger
- 2001 - Léopold Sédar Senghor, senegalesischer Dichter and Politiker

Feier- und Gedenktage


- katholisch: : Dominik (Domingo) - nach Dominikus von Silos; : Regina, nach Regina Hueter, Nonne, Mystikerin
- evangelisch: : Katharina von Bora
- orthodox: : Ignatius - nach Ignatius von Antiochien, Bischof von Antiochia, Märtyrer, Apostolischer Vater

Siehe auch


- 19. Dezember - 21. Dezember
- 20. November - 20. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1220 ja:12月20日 ko:12월 20일 simple:December 20 th:20 ธันวาคม

Mandat

Das Mandat ist ein Auftrag (aus lateinisch ex manu datum - aus der Hand gegeben). Historisch gesehen waren Mandate schriftliche Aufträge oder Befehle, die der König, Fürst usw. einem Untergebenen erteilte. Nach der Erledigung des Auftrags war das Mandat automatisch erloschen und das betreffende Schriftstück konnte vernichtet werden.

Politik

In einer repräsentativen Demokratie wird das Mandat als Auftrag des Volkes an den Abgeordneten (in Österreich als Mandatar bei Volksvertretung) verstanden. In Abhängigkeit vom Wahlsystem werden die bei einer Wahl abgegebenen Stimmen in politische Mandate überführt. Unterschieden wird das freie Mandat, das den Vertreter an keine Aufträge und Weisungen bindet (vgl. Art. 38 Abs. 1 S. 2 GG) und das imperative Mandat, bei dem sich der Mandatierte innerhalb des ihm vorgegebenen Rahmens bewegen muss. Meistens - beispielsweise bei der Europawahl - ist das Mandat in der Volksvertretung nur an die Wahl gebunden, nicht aber an die Partei, Fraktion oder Gruppe. Fraktionszwang ist theoretisch mit dem freien Mandat unvereinbar. Vom Mandat ist in dieser Hinsicht das Amt zu unterscheiden. Das Mandat hat eine Funktion in der Legislative, das Amt hat eine Funktion in der Exekutive. Nach einigen politischen Ansichten sei eine Trennung von Amt und Mandat geboten. Als Überhangmandate werden diejenigen Sitze einer Partei in einer Volksvertretung (Bundestag, Landtag, Kreistag, Gemeindevertretung etc.) bezeichnet, die über die Anzahl der Sitze hinausgeht, die ihr aufgrund des Anteils der erzielten Stimmen bei einer Wahl zustehen würden.

Rechtswesen

Im Rechtswesen wird der Auftrag an einen Rechtsanwalt als Mandat bezeichnet. Der Auftraggeber ist der Mandant. Das imperative Mandat im juristischen Sinne verpflichtet den Rechtsanwalt, ausschließlich die Interessen seines Mandanten zu vertreten. Andernfalls kann er zur Haftung herangezogen werden. Da das Mandat auf so genannte "Dienste höherer Art" gerichtet ist, ist der Anwalt in der konkreten Ausführung seines Auftrages weitgehend frei. Er ist jedoch Organ der Rechtspflege und unterliegt dadurch besonderen rechtsstaatlichen Bindungen, wie z.B. einem eigenständigen Standesrecht oder besonderen stafrechtlichen Verboten. Ein freies Mandat liegt auch in den Händen des gewählten Betriebsrates. Dieser ist nicht an Weisungen der Belegschaft oder an Beschlüsse der Betriebsversammlung gebunden. Auch besteht keine zwingende Bindung des Betriebsrates an Gewerkschaften, lediglich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird verlangt.

Sonstiges

In Österreich wird das Wort Mandat in Verbindung mit dem Wort Strafe als Strafmandat verwendet, das einer Strafverfügung (= Bußgeldbescheid) entspricht. Kategorie:Politik Kategorie:Gerichtsverfahren Kategorie:Staats- und Verfassungsrecht Kategorie:Historische Hilfswissenschaften

Kabul

Kabul (Persisch: کابل) ist die Hauptstadt und mit 3.043.589 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) auch die größte Stadt in Afghanistan und sowohl das ökonomische wie auch kulturelle Zentrum des Landes.

Geografie

Die strategische Bedeutung der Stadt ist auf die Nähe zum Khyber-Pass, einer wichtigen Verbindung zwischen Afghanistan und Pakistan, zurückzuführen. Die Stadt wird vom Fluss Kabul mit Wasser versorgt.

Basisdaten


- Geografische Lage:
- Höhe: 1808 m

Geschichte

Die antike Stadt Kabura wurde vor mehr als 2500 Jahren im Tal des Hindukusch von iranischen Stämmen gegründet. Während der Herrschaft der Achämeniden gehörte Kabul zur Satrapie Gandhara und war neben der Hauptstadt Taxila ein wichtiger Handelsknotenpunkt am Hindukusch. Die Stadt wurde nie von Alexander dem Großen erobert. Unter den Kuschanen wurde Kabul ein Zentrum der buddhistisch-iranischen Kultur der Region, wurde aber wenig später von den Sassaniden erobert und wieder dem Perserreich einverleibt. Kabul wurde im 7. Jahrhundert von den Arabern eingenommen und 1504 von Babur (1483-1530) zur Hauptstadt des Mogulreiches gemacht. Nadir Schah von Persien (1688-1747) nahm die Stadt 1738 ein, und sie wurde erst unter Timur Schah, der zweite Sohn Ahmad Shah Durranis (der Begründer Afghanistans), im Jahre 1776 zur Hauptstadt von Afghanistan - davor war Kandahar die Hauptstadt des Landes. Kabul wurde von den Briten 1839 während der afghanischen Kriege eingenommen und 1842 aus Rache teilweise niedergebrannt. Die Briten nahmen die Stadt 1879 nach einem Massaker an britischen Beamten erneut ein. 1919 wurde Afghanistan unabhängig. Die Sowjetunion besetzte die Stadt am 23. Dezember 1979 und machten sie zu ihrem Hauptquartier während des zehnjährigen Konflikts zwischen der mit der Sowjetunion verbündeten Regierung und den Mujahedeen-Rebellen. Siehe auch Afghanischer Bürgerkrieg und sowjetische Invasion Nach dem Zusammenbruch des Mujahedeen-Regimes 1992 wurde in Kabul einer der längsten und blutigsten Bürgerkriege (1992-1994) in der Geschichte des Landes ausgefochten. In dieser Zeit verloren in den Straßen von Kabul über 50.000 Menschen ihr Leben. Seit 1996 war die Stadt unter der Kontrolle der Taliban. Am 12. November 2001 übernahm die Nordallianz die Stadt, nachdem sich die Taliban aus Kabul zurückgezogen hatten. Derzeit befindet sich die Stadt unter der Kontrolle der UNO, die die Sicherheit der Bevölkerung und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zum Ziel hat.

Bevölkerung

UNO Kabul ist die wichtigste Siedlung der Tadschiken in Afghanistan. Ihre Sprache, der Kabuler-Dialekt des Persischen (lokal auch Dari genannt), ist die Regierungs- und Wirtschaftssprache des Landes und hat alle anderen Sprachen und Dialekte des Landes maßgeblich geprägt. Die Tadschiken stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Kabuls, gefolgt von Hazara (ca. 25%) und Paschtunen (ca. 20%). Daneben finden sich noch viele kleinere Gemeinden der Sikhs, Hindus und Usbeken.

Wirtschaft

In Kabul werden hauptsächlich Kleidung, Möbel und Rübenzucker hergestellt, aber die kontinuierliche Kriegsführung seit 1979 hat die ökonomische Produktivität der Stadt stark eingeschränkt.

Verkehr

In der Stadt befindet sich der Kabul International Airport.

Söhne und Töchter der Stadt


- Humayun, Großmogul von Indien
- Daoud Khan, afghanischer Staatsmann
- Mohammed Nadschibullah, afghanischer Staatspräsident
- Nasrat Parsa, afghanischer Sänger
- Mohammed Sahir Schah, König (Schah) von Afghanistan 1933-1973 Kategorie:Ort in Afghanistan Kategorie:Hauptstadt in Asien ja:カブール

Soldat

Ein Soldat (nach dem Sold, den er bezieht) ist ein bewaffneter Angehöriger einer Armee oder der Streitkräfte eines Landes. In der Schweiz wird er häufig als Wehrmann bezeichnet.

Geschichte

Wehrmann Soldaten im eigentlichen Sinne gibt es nach dem römischen Reich in Europa erst wieder mit der Bildung stehender Heere. Frühere Heere wurden entweder durch feudale Strukturen kurzzeitig verpflichtet oder für den jeweiligen Kriegszug von anderen Landesoberhäuptern gekauft (Landsknechte, Söldner). Soldaten fühlten sich zunächst nur an ihren Kommandeur gebunden, der der jeweiligen Einheit oft auch seinen Namen gab. Erst mit dem Übergang von der absolutistischen zur nationalen Staatsidee wandelte sich auch das Bild vom Soldaten, der nun seiner Nation verpflichtet war. Die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, die Bundeswehr, verstehen ihre Soldaten als "Staatsbürger in Uniform", um deutlich zu machen, dass anders als in früheren deutschen Armeen der Soldat weiter in die zivile Gesellschaft eingebunden bleiben soll.

Dienstgrade

Die meisten Soldaten haben einen Dienstgrad, der ihre Stellung und ihre Befugnisse innerhalb der Streitkraft regelt. In der Regel untersteht ein Soldat mit einem niedrigen Dienstgrad dem Kommando eines höher gestellten Soldaten, es gibt aber Ausnahmen. Ein einfacher Soldat ("Mannschaftsdienstgrad") hat im Gegensatz zu Offizieren oder Unteroffizieren keine Befehlsgewalt, sofern er diese nicht zur Erfüllung besonderer Aufgaben erhalten hat (etwa als stellvertretender Wachhabender, Wachvorgesetzter, Vorgesetzter aufgrund besonderen Aufgabenbereichs oder auch bei Aufsicht von Kriegsgefangenen).

Aufgaben

Der Soldat ist im Rahmen seiner Armee als erstes, ein Garant für die äußere Souveränität seines Landes. Er und die Armee sind in der Lage die Interessen des Staates, egal wie ausgeartet, gegenüber anderen Staaten(oder aber inneren Bewegungen) durchzusetzen. Im Kriegsfall ist das Aufgabenfeld des Soldaten und seiner Armee sehr weit gestreut. Je nach Lage sind folgende Dinge vordringlich: - Aufklären des Feindes - Lagebeurteilung - Ergreifen von Maßnahmen die dem gesetzten Ziel dienlich sind - Vernichtung gegnerischer Kräfte - Besetzen taktisch, strategisch oder wirtschaftlich wichtiger Punkte - Sicherung der Stellung, sowie Sicherung des Hinterlandes und der Nachschublinien.

Berufsbild

Souveränität bewaffnet)]] In europäischen oder vergleichbaren Ländern werden Soldaten oft an andere Dienstorte versetzt – auch in Friedenszeiten; dies hat zur Folge, dass die Familien oft unter einer erhöhten Belastung stehen, da es schwer ist, Bekannten- und Freundeskreis, Berufstätigkeit des Ehepartners und Schulbesuch konstant zu gestalten. Auch die im Allgemeinen kritische Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Militär trägt nicht zur Beliebtheit dieses Berufes bei. Der Beruf des Soldaten hat den Vorteil, dass der Ruhestand meist sehr früh beginnt, kommt es doch auf die körperliche Fitness an. Auch sind in vielen europäischen Ländern die Soldaten verbeamtet. Die meist gute technische Ausbildung des Soldaten wird auch in der Wirtschaft geschätzt. Die Möglichkeit, sich als Zeitsoldat zu verpflichten und dadurch vom Staat ausgebildet zu werden, wird von vielen genutzt. Daher treten ehemalige Soldaten oft später noch einmal ins zivile Berufsleben ein; Luftwaffenpiloten arbeiten dann beispielsweise als Verkehrspiloten, auch haben viele Fahrschullehrer ihren Beruf bei der Bundeswehr erlernt.

Warlords

In Ländern ohne Zentralgewalt, wie etwa in einigen Ländern Asiens oder Afrikas (Afghanistan, Somalia) verdienen sich Soldaten ihren Lebensunterhalt oft durch Plünderungen und Raub unter der Regie von so genannten Warlords, die Landesteile kontrollieren.
Auch in Europa waren die eigenen Armeen für die Zivilbevölkerung eines Landes oft verheerend (Dreißigjähriger Krieg, Hundertjähriger Krieg). Es lag an den Heerführern, wo und wie sie die Bezahlung ihrer Truppen erhielten. So gab es in alten Zeiten kaum einen Unterschied, ob ein feindliches oder freundliches Heer durchs Land zog, da der Sold der Soldaten oft nur aus dem bestand, was Land und Bewohnern zu nehmen war.

Zitate


- Wir Soldaten haben den Frieden zum Beruf. Dieter Wellershoff (
- 1933), dt. Admiral, Generalinspekteur der Bundeswehr a.D.
- Wenn man sein Wesen betrachtet, ist der Militärdienst in sich eine sehr ehrenvolle, sehr schöne, sehr edle Sache. Der eigentliche Kern der Berufung zum Soldaten ist nichts anderes als die Verteidigung des Guten, der Wahrheit und vor allem jener, die zu Unrecht angegriffen werden. Johannes Paul II.
- Der Autor Kurt Tucholsky bezeichnete in dem Weltbühnen-Artikel Der bewachte Kriegsschauplatz Soldaten als Mörder.
- "Soldat,Du bist wie jeder andere Mensch verantwortlich für Tun und Unterlassen"
- "Ehre den Soldaten, die Gutes und Schlechtes voneinander zu unterscheiden versuchen und danach handeln, was immer man ihnen befehlen mag."

Siehe auch


- Portal:Militär
- Bausoldat
- Bauernsoldat
- Blauhelm
- Bündnis
- Eid, Vereidigung in den Streitkräften
- Gelöbnis
- KFOR
- Kriegsdienstverweigerung
- Kriegsgefangener
- Miliz
- Musketier
- Spielzeugsoldat
- Deutscher Soldatenbund Kategorie:Allgemeine Truppenkunde Kategorie:Mannschaftsdienstgrad Kategorie:Beruf

Vereinte Nationen

Die Vereinten Nationen (VN; engl. United Nations, UN; oft UNO für United Nations Organisation) sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss fast aller Staaten der Erde (192 von 193 der durch die UNO anerkannten autonomen Staaten) und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Vereinten Nationen Ihre Wurzeln haben die Vereinten Nationen im Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ziel gegründet wurde, den Frieden auf der Welt dauerhaft zu sichern. Allerdings erhielt der Völkerbund durch mangelndes Beitrittsinteresse (so waren etwa die USA kein Mitglied im Völkerbund) nicht den nötigen Einfluss, um seine Ziele durchsetzen zu können und war mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges praktisch gescheitert. US-Präsident Franklin D. Roosevelt unternahm nach dem Scheitern des Völkerbundes noch während des Zweiten Weltkrieges einen zweiten Versuch, eine Organisation zur Sicherung des Friedens zu schaffen und erarbeitete zusammen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill die Atlantik-Charta. Am 1. Januar 1942 beriefen sich 26 Staaten in der Declaration by United Nations auf die Prinzipien der Atlantik-Charta. Durch die Mitarbeit der UdSSR und der Republik China an der neuen Friedensordnung kam es zur Moskauer Erklärung der Vier Mächte, die auf eine schnellstmögliche Schaffung einer allgemeinen, auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbauenden Organisation zur Aufrechthaltung des Friedens und der internationalen Sicherheit zielte. Bei der Konferenz von Dumbarton Oaks wurde weiter über die Gründung der UN beraten. Nach Einbeziehung Frankreichs in den Kreis der hauptverantwortlichen Mächte konnte die Charta der Vereinten Nationen 1945 auf der Konferenz von Jalta fertig gestellt werden. Sie wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Polen unterzeichnete die Charta erst später, zählt aber zu den 51 Gründungsmitgliedern.