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| IUPAC |
IUPACDie International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC; deutsch: „Internationale Union für reine und angewandte Chemie“) wurde im Jahr 1919 von Chemikern aus der Industrie und von den Universitäten gegründet. Ziel war es die weltweite Kommunikation der Chemiker untereinander zu ermöglichen und zu fördern.
Die IUPAC ist seit langem als die bestimmende Institution anerkannt, wenn es sich um verbindliche Empfehlungen zu Nomenklatur, Symbolen, Terminologie, standardisierten Messmethoden, Werte für molare Massen der chemischen Elemente in natürlicher Isotopengemisch-Zusammensetzung und viele andere Themen in Bereichen der Chemie handelt.
Die IUPAC gibt die Zeitschrift "Pure and Applied Chemistry" heraus.
Chemiker auf der ganzen Welt engagieren sich ehrenamtlich im Rahmen von Projekten für die IUPAC, die sich in die folgenden acht Abteilungen gliedern:
- Physikalische und biophysikalische Chemie
- Anorganische Chemie
- Organische und biomolekulare Chemie
- Makromolekulare Chemie
- Analytische Chemie
- Chemie und Umwelt
- Chemie und Gesundheit
- Chemische Nomenklatur und Strukturdarstellung
Entstehung
Unter den Chemikern bestand bereits lange vor Gründung der IUPAC der Wunsch die internationale Zusammenarbeit zu fördern. So gab es schon eine Vorläufer-Organisation, die International Association of Chemical Societies (IACS), die sich 1911 in Paris traf und sich u.a. bereits um Fragen der Nomenklatur und der Standardisierung in der Chemie kümmern sollte.
Versuche die chemische Nomenklatur zu standardisieren begannen allerdings schon 1860, als August von Kekulé die ersten internationalen Treffen organisierte, die schliesslich 1892 zur sog. Genfer Nomenklatur für organisch chemische Verbindungen führten.
Weblinks
- [http://www.iupac.org/ Homepage der IUPAC (englisch)]
- [http://www.chem.qmw.ac.uk/iupac/ IUPAC Nomenklatur Homepage (englisch)]
- [http://www.acdlabs.com/iupac/nomenclature/ IUPAC Nomenklatur der organischen Chemie (englisch)]
Kategorie:Wissenschaftliche Gesellschaft
Kategorie:Chemie
ja:国際純正・応用化学連合
1919
Politik
- Während der Friedensverhandlungen in Versailles tritt der englische Delegierte Keynes aus Empörung über die Höhe der Reparationsforderungen an Deutschland zurück
- 1. Januar: Die Tschechoslowakei besetzt Preßburg, Ungarn
- 1. Januar: Die bereits am 25. Dezember 1918 proklamierte Sowjetrepublik Weißrussland wird gegründet
- 1. Januar: Gustave Ador wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Der Achtstundentag tritt als Folge des Stinnes-Legien-Abkommens im Deutschen Reich in Kraft
- 1. Januar: Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Leo Jogiches gründen die KPD als selbständige Partei
- 4. Januar: Parade der Eisernen Garde vor Gustav Noske und Friedrich Ebert in Berlin
- 15. Januar: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht werden von Soldaten der Garde-Schützen-Kavallerie-Division in Berlin ermordet; ihre Leichen im Landwehrkanal versenkt
- 19. Januar: Wahlen zur Nationalversammlung in Deutschland. Zum ersten Mal sind Frauen stimmberechtigt und auch wählbar
- 23. Januar: Beginn des Polnisch-Tschechoslowakischen Grenzkrieges um das Olsa-Gebiet
- 6. Februar: Eröffnung der Weimarer Nationalversammlung durch Friedrich Ebert
- 11. Februar: Friedrich Ebert wird von der Nationalversammlung zum ersten Reichspräsident der Weimarer Republik gewählt und bleibt dies bis 1925
- 21. Februar Der bayrische Ministerpräsident Kurt Eisner wird ermordet
- 6. März: Das Gesetz über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr tritt in Kraft
- 21. März: Gründung der Ungarischen Räterepublik
- 13. April: Bildung der zweiten kommunistischen Münchner Räterepublik
- 14. April: Der Vollzugsrat der Betriebs- und Soldatenräte ruft in München zur Bewaffnung auf
- 2. Mai: Reichswehrtruppen des Obersten von Epp besetzen nach heftigen Kämpfen gegen Kommunisten und Anarchisten München
- 7. Juni: Arbeiteraufstand auf Malta
- 22. Juni: Jens Olivur Lisberg hisst die erste Flagge der Färöer
- 23. Juni: Schlacht von Wenden
- 23. Juni–1. Juli: Sülzeunruhen in Hamburg. In ihrer Folge besetzen Reichswehr und Freikorps die Stadt
- 28. Juni: Unterzeichnung des Versailler Vertrages
- 1. August: Auflösung der Ungarischen Räterepublik
- 10. August: Vertrag von Rawalpindi. Afghanistan wird unabhängig von Großbritannien
- 11. August: Die Weimarer Nationalversammlung gibt Deutschland eine demokratisch-parlamentarische Verfassung
- 17. August: Beginn des ersten polnischen Korfanty-Aufstandes in Oberschlesien
- 4. September -Beginn des Sivas Kongress in der Türkei
- 10. September: Annahme des Friedensvertrags von Saint-Germain-en-Laye durch die österreichische Nationalversammlung. Dadurch wird Südtirol italienisch
- Rote Garden besetzen den Münchner Hauptbahnhof
- Max Brauer (SPD) wird unter dem liberalen Oberbürgermeister Bernhard Schnackenburg Bürgermeister von Altona
- November: Der Berliner Stadtkommandant Otto Wels bildete Soldatenwehren zum Schutz vor Plünderungen und Bürgerkrieg in Berlin
Wissenschaft und Technik
Luftfahrt
- Gründung der IATA
- Februar: Erstflug der Farman F.60 Goliath
- März: Erstflug der De Havilland DH 16
- Juni: Erstflug der Junkers F13
- 14./15. Juni: Erster Nonstop-Flug über den Atlantik durch John Alcock und Arthur Whitten-Brown
- 7. September: Die Koninklijke Luchtvaart Maatschappij: KLM wird gegründet und ist somit die älteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt
- Oktober: Erstflug der Fokker F II
- Dezember: Erstflug der Handley Page W.8
Wissenschaft
- Ernest Rutherford wandelt künstlich Stickstoff in Sauerstoff um: 147N + 42He → 178O + 11H
- Francis William Aston entdeckt, dass Isotopie eine über das ganze Periodensystem verbreitete Erscheinung ist
- Arthur Eddington beobachtet während einer Sonnenfinsternis in Brasilien am 29. Mai, dass das Schwerefeld der Sonne Licht genau so ablenkt, wie es die allgemeine Relativitätstheorie vorhersagt
Chemie
- Ernst Späth gelingt die Strukturaufklärung und Synthese des Meskalins
Kultur
- 21. Februar: Uraufführung der Oper Absalom i Eteri von Sacharij Paliaschwili in Tiflis
- 18. März: Uraufführung der Oper Gaudeamus von Engelbert Humperdinck in Darmstadt
- 10. April: Uraufführung der musikalischen Komödie Masques et bergamasques von Gabriel Fauré in Monte Carlo
- 16. April: Uraufführung der Oper Don Ranudo de Colibrados von Othmar Schoeck in Zürich
- 6. Oktober: Uraufführung der Operette Apple Blossoms von Fritz Kreisler am Globe Theatre in New York
- 21. Oktober: Uraufführung der Oper Fennimore und Gerda von Frederick Delius am Opernhaus in Frankfurt am Main
- Die Künstlervereinigung „Die Kugel“ wird in Magdeburg gegründet
Katastrophen
- Ende der Influenza-Pandemie („Spanische Grippe“), die 1918 begonnen hatte
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 18. März: Gründung des Fußballclubs FC Valencia
- 1. Januar: Karl Otto Dehnert, Bürgermeister von Wuppertal († 2004)
- 1. Januar: Jerome David Salinger, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2. Januar: Josef Moser (Bautenminister), Bautenminister († 2003))
- 9. Januar: Hans Lebert, österreichischer Schriftsteller und Opernsänger († 1993)
- 12. Januar: Hans Richter (Schauspieler), Schauspieler
- 13. Januar: Ludwig Janda, ehemaliger deutscher Fußballspieler († 1981)
- 15. Januar: Heinz Bethge, deutscher Physiker († 2001)
- 18. Januar: Anton Turek, deutscher Fußballspieler, († 1984)
- 22. Januar: Victor Futter, US-amerikanischer Anwalt und Professor († 2005)
- 23. Januar: Hans Hass, Biologe und Ichthyologe
- 26. Januar: Bill Nicholson, britischer Fußballspieler († 2004)
- 27. Januar: David Seville, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber († 1972)
- 29. Januar: Konrad Hesse, deutscher Rechtswissenschaftler, Richter am Bundesverfassungsgericht († 2005)
- 31. Januar: Hans Katzer, deutscher Politiker († 1996)
- 1. Februar: Eugen Stadelmann, österreichischer Lehrer und Heimatdichter († 1998)
- 2. Februar: Lisa Della Casa, Schweizer Opern- und Operettensängerin
- 4. Februar: Widukind Lenz, deutscher Humangenetiker († 1995)
- 5. Februar: Robert R. Merhige Jr., US-amerikanischer Jurist und Bundesrichter († 2005)
- 8. Februar: Leopold Neumer, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 1990)
- 11. Februar: Gretchen Frazer, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin († 1994)
- 12. Februar: Ernst-Joachim Gießmann, Minister für Hoch- und Fachschulwesen der DDR († 2004)
- 13. Februar: Willi Bars, deutscher Fußballspieler
- 13. Februar: Tennessee Ernie Ford, US-amerikanischer Country- und Gospel-Sänger († 1991)
- 17. Februar: Kathleen Freeman, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 17. Februar: Joseph Hunt, US-amerikanischer Tennisspieler († 1945)
- 18. Februar: Jack Palance, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Februar: Jesco von Puttkamer (Publizist), deutscher Politiker und Diplomat († 1987)
- 22. Februar: Henri Arnoldus, niederländerischer Autor († 2002)
- 26. Februar: Mason Adams, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 27. Februar: Roman Haubenstock-Ramati, Komponist († 1994)
- 1. März: Ludwig Volkholz, Politiker († 1994)
- 2. März: Tibor Flórián, ungarischer Schachspieler, Problemkomponist, Autor und Funktionär († 1990)
- 2. März: Jennifer Jones, US-amerikanische Schauspielerin
- 3. März: Hannelore Schmidt, Ehefrau von Helmut Schmidt
- 7. März: Juanita Kidd Stout, Richterin († 1998)
- 12. März: Christian Broda, österreichischer Politiker († 1987)
- 17. März: Nat King Cole, US-amerikanischer Sänger und Jazz-Musiker († 1965)
- 19. März: Josef Stingl, deutscher Politiker († 2004)
- 19. März: José Alí Lebrún Moratinos, Erzbischof von Caracas und Kardinal († 2001)
- 19. März: Peter Abrahams, südafrikanischer Schriftsteller
- 19. März: Lennie Tristano, US-amerikanischer Jazzmusiker (Pianist und Komponist) († 1978)
- 20. März: Gerhard Barkhorn, deutscher Jagdflieger im 2. Weltkrieg († 1983)
- 20. März: Ernst Topitsch, österreichischer Philosoph und Soziologe († 2003)
- 24. März: Robert Heilbroner, US-amerikanischer Volkswirtschaftler († 2005)
- 29. März: Robert Lowry (Schriftsteller), Schriftsteller († 1994)
- 29. März: Eileen Heckart, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 1. April: Joseph Edward Murray, US-amerikanischer Chirurg
- 2. April: Delfo Cabrera, argentinischer Marathonläufer († 1981)
- 3. April: Reno Nonsens, deutscher Satiriker und Theaterleiter († 2001)
- 9. April: John Presper Eckert, US-amerikanischer Computerpionier († 1995)
- 10. April: Richard Bergmann, österreichischer Tischtennisspieler († 1970)
- 13. April: Howard Keel, US-amerikanischer Schauspieler und Musical-Darsteller († 2004)
- 14. April: Raúl Francesco Primatesta, Erzbischof von Córdoba und Kardinal
- 14. April: Karel Berman, tschechischer Komponist und Opernsänger († 1985)
- 16. April: Liesel Christ, Frankfurter Volksschauspielerin († 1996)
- 16. April: Merce Cunningham, US-amerikanischer Tänzer und Choreograf
- 18. April: John Taras, Choreograf und Ballettmeister († 2004)
- 21. April: Michael Thomas Mann, deutscher Musiker und Literaturwissenschaftler († 1977)
- 21. April: Licio Gelli, Gründer der Geheimloge Propaganda Due
- 21. April: Don Cornell, US-amerikanischer Sänger der 1940er und 1950er († 2004)
- 23. April: Silja Walter, Benediktinerin und Schriftstellerin
- 23. April: Yoshitaro Nomura, japanischer Filmregisseur († 2005)
- 24. April: César Manrique, Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer von Lanzarote († 1992)
- 24. April: Axel von dem Bussche, Offizier des Heeres während des 2. Weltkrieges († 1993)
- 24. April: Wolfgang Panofsky, US-amerikanischer Teilchenphysiker
- 25. April: Heinz Wunderlich, deutscher Organist und Komponist
- 29. April: Alla Rakha, indischer Musiker (Tabla) († 2000)
- 1. Mai: John Meredyth Lucas, US-amerikanischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent († 2002)
- 3. Mai: Pete Seeger, US-amerikanischer Folk-Musiker
- 5. Mai: Georgios Papadopoulos, griechischer Offizier und Politiker († 1999)
- 8. Mai: Lex Barker, US-amerikanischer Schauspieler († 1973)
- 8. Mai: Leon Festinger, US-amerikanischer Sozialpsychologe († 1989)
- 10. Mai: Daniel Bell (Soziologe), US-amerikanischer Soziologe
- 11. Mai: Dan O'Herlihy, irischer Schauspieler († 2005)
- 11. Mai: John Michael Hayes, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 15. Mai: Eckhard Reith, ehemaliges CDU-Bundestagsmitglied
- 16. Mai: Albert Osswald, Ministerpräsident des Landes Hessen († 1996)
- 16. Mai: Liberace, US-amerikanischer Entertainer († 1987)
- 18. Mai: Margot Fonteyn de Arias, britische Tänzerin († 1991)
- 26. Mai: Rubén González, kubanischer Pianist († 2003)
- 30. Mai: Benno Hoffmann, deutscher Ballettmeister und Schauspieler († 2005)
- 3. Juni: Hans Reiser (Schauspieler), deutscher Schauspieler († 1992)
- 4. Juni: Fedora Barbieri, italienische Opernsängerin (Mezzosopran) († 2003)
- 8. Juni: Grete Wurm, deutsche Schauspielerin († 2002)
- 8. Juni: Erwin Lehn, deutscher Orchesterleiter
- 9. Juni: Gerd Oswald, deutscher Filmregisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Drehbuchautor († 1989)
- 9. Juni: Isaak Boleslawski, sowjetischer Schachspieler († 1977)
- 12. Juni: Uta Hagen, deutsch-amerikanische Bühnenschauspielerin († 2004)
- 15. Juni: Phaolo-Giuse Pham Dinh Tung, Erzbischof von Hanoi und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 15. Juni: Alberto Sordi, italienischer Filmschauspieler († 2003)
- 19. Juni: Mario Revollo Bravo, Erzbischof von Bogotá und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1995)
- 19. Juni: Pauline Kael, Filmkritikerin († 2001)
- 19. Juni: Louis Jourdan, französischer Schauspieler
- 21. Juni: Paolo Soleri, italienischer Architekt
- 23. Juni: Gerda Gmelin, deutsche Schauspielerin († 2003)
- 23. Juni: Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer († 1986)
- 24. Juni: Eugen Oker, deutscher Schriftsteller und Spielekritiker
- 29. Juni: Ernesto Corripio y Ahumada, römisch-katholischer Erzbischof und Kardinal
- 29. Juni: Slim Pickens, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1983)
- 1. Juli: Hans Bender (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 2. Juli: Albert Batteux, französischer Fußballtrainer und Fußballspieler († 2003)
- 6. Juli: Oswaldo Guayasamín, ecuadorianischer Maler und Bildhauer († 1999)
- 8. Juli: Walter Scheel, deutscher Politiker, 1974–1979 Bundespräsident der BRD
- 13. Juli: David Nillo, US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Arrangeur († 2005)
- 16. Juli: Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek († 1999)
- 16. Juli: Edith Schneider, Schauspielerin und Synchronsprecheirn
- 16. Juli: Choi Kyu-ha, südkoreanischer Premierminister und Präsident
- 18. Juli: Josef Müller (CDU), deutscher Politiker († 1997)
- 19. Juli: Robert Pinget, Schweizer Schriftsteller († 1997)
- 20. Juli: Edmund Hillary, Bergsteiger, Expeditionsleiter
- 24. Juli: Ferdi Kübler, Schweizer Radrennfahrer
- 26. Juli: James Lovelock, Chemiker, Mediziner, Biophysiker und Erfinder
- 26. Juli: Elinborg Lützen, erste färöische Grafikerin († 1995)
- 26. Juli: Angelo Felici, Kardinal
- 31. Juli: William F. Quinn, erster Gouverneur von Hawaii
- 31. Juli: Primo Levi, italienischer Schriftsteller und Chemiker († 1987)
- 4. August: Emmy Lopes Dias, niederländische Schauspielerin († 2005)
- 6. August: Pauline Betz, ehemalige Tennisspielerin
- 8. August: Dino De Laurentiis, italienischer Filmproduzent
- 9. August: Joop den Uyl, niederländischer Politiker († 1987)
- 11. August: Ginette Neveu, französische Violinistin († 1949)
- 13. August: George Shearing, Jazzpianist
- 14. August: Ingrid Leodolter, österreichische Politikerin und Gesundheitsministerin (1971–1979) († 1986)
- 21. August: Tommy Reilly, kanadischer Musiker († 2000)
- 24. August: Egon Hartmann, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 24. August: Niels Viggo Bentzon, ein dänischer Komponist und Pianist († 2000)
- 24. August: Benny Moré, kubanischer Sänger († 1963)
- 25. August: George Wallace, Gouverneur von Alabama († 1998)
- 28. August: Godfrey Hounsfield, englischer Elektrotechniker († 2004)
- 29. August: János Rácz, Mathematiker, Lehrer, Author († 2005)
- 30. August: Wolfgang Wagner, deutscher Regisseur und Festspielleiter
- 30. August: Jiří Orten, tschechischer Dichter († 1941)
- 2. September: Karl-Ernst Maedel, Journalist († 2004)
- 2. September: Lance Macklin, Rennfahrer († 2002)
- 4. September: Howard Morris, US-amerikanischer Komiker († 2005)
- 5. September: Albert Häberling, Schweizer Komponist und Dirigent
- 6. September: Trudi Gerster, Märchenfee der deutsche Sprache|deutschsprachigen Schweiz
- 7. September: Michael Guttenbrunner, österreichischer Dichter und Schriftsteller († 2004)
- 7. September: Andreas Maurer (Politiker), österreichischer Politiker und Landeshauptmann von Niederösterreich
- 8. September: Maria Lassnig, Künstlerin
- 11. September: Ota Šik, tschechisch-Schweizer Wirtschaftswissenschaftler und Maler († 2004)
- 15. September: Fausto Coppi, italienischer Radrennfahrer († 1960)
- 16. September: Sven-Erik Bäck, schwedischer Komponist († 1994)
- 17. September: Horst Krüger, deutscher Schriftsteller († 1999)
- 18. September: Marga Petersen, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin († 2002)
- 19. September: Alberic Schotte, belgischer Radrennfahrer († 2004)
- 19. September: Juan Barjola, spanischer Maler († 2004)
- 22. September: Franz Peter Wirth, deutscher Regisseur († 1999)
- 23. September: Heinz Kreutzmann, deutscher Politiker
- 24. September: Václav Nelhýbel, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 27. September: James Hardy Wilkinson, Mathematiker († 1986)
- 28. September: Helmut Pigge, Philosoph, Dramaturg und Spielleiter
- 29. September: Margot Hielscher, deutsche Sängerin und Filmschauspielerin
- 1. Oktober: Hans Schiefele, deutscher Journalist und Sportfunktionär († 2005)
- 2. Oktober: Alfred Mallwitz, deutscher Bauforscher und Architekt und Archäologe († 1986)
- 3. Oktober: Jean Lefebvre, französischer Schauspieler († 2004)
- 3. Oktober: James M. Buchanan, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften
- 7. Oktober: Annemarie Renger, deutsche Politikerin
- 11. Oktober: Art Blakey, US-amerikanischer Schlagzeuger († 1990)
- 12. Oktober: Gerhard Kienbaum, deutscher Politiker († 1998)
- 13. Oktober: Hans Hermann Groër, römisch-katholischer Bischof, Kardinal († 2003)
- 17. Oktober: Zhao Ziyang, Politiker der Volksrepublik China († 2005)
- 18. Oktober: Pierre Trudeau, kanadischer Politiker (Ministerpräsident) († 2000)
- 18. Oktober: Anita O'Day, US-amerikanische Jazzsängerin
- 22. Oktober: Doris Lessing, britische Schriftstellerin
- 22. Oktober: Walter Bauer, deutscher Politiker
- 23. Oktober: Manolis Andronikos, griechischer Archäologe († 1992)
- 25. Oktober: Beate Uhse, deutsche Pilotin und Günderin des gleichnamigen Sex-Shops († 2001)
- 26. Oktober: Mohammad Reza Pahlavi, Schah von Persien († 1980)
- 28. Oktober: Johannes Braun, deutscher Bischof der Apostolischen Administratur Magdeburg († 2004)
- 28. Oktober: Bernhard Wicki, österreichischer Schauspieler und Filmregisseur († 2000)
- 29. Oktober: Alexandre Hay, Schweizer Anwalt († 1991)
- 1. November: Hermann Bondi, britischer Mathematiker und Kosmologe († 2005)
- 3. November: Joachim Seyppel, deutscher Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- 5. November: Félix Gaillard, ehemaliger französischer Premierminister († 1970)
- 6. November: Emil Bücherl, deutscher Wissenschaftler und Herzchirurg († 2001)
- 7. November: Helmuth Hoffmann, deutscher Tischtennisspieler
- 9. November: Werner Eberlein, deutscher Kommunist und Politbüro-Mitglied († 2002)
- 10. November: Kurt Schmücker, deutscher Politiker († 1996)
- 10. November: Willi-Peter Sick, deutscher Politiker und MdB
- 10. November: Rudi Adams, deutscher Politiker und MdB
- 10. November: Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, russischer Erfinder
- 11. November: Wolfgang Döring, deutscher Politiker († 1963)
- 14. November: Lisa Otto, deutsche Opern-Sopranistin
- 14. November: Günther Eckerland, deutscher Politiker
- 14. November: Veronica Lake, Hollywood-Schauspielerin († 1973)
- 14. November: Ludwig Mecklinger, Minister für Gesundheitswesen der DDR († 1994)
- 14. November: Stephan Koren, österreichischer Politiker († 1988)
- 16. November: Gemini Ganesan, indischer Schauspieler († 2005)
- 16. November: Christoph Probst, Mitglied der Weißen Rose († 1943)
- 20. November: Alan Brown, Formel-1-Rennfahrer († 2004)
- 20. November: Henryk Tomaszewski (Schauspieler), polnischer Schauspieler und Pantomime († 2001)
- 23. November: Jupp Schlaf, deutscher Tischtennisfunktionär und -spieler († 1989)
- 24. November: David Kossoff, Schauspieler († 2005)
- 26. November: Marie Schlei, deutsche Politikerin († 1983)
- 26. November: Ryszard Kaczorowski, letzter Staatspräsident von Polen im Exil
- 26. November: Vera Salvequart, Personal des Konzentrationslagers Ravensbrück († 1947)
- 27. November: Siegfried Naumann, schwedischer Komponist und Professor († 2001)
- 28. November: José María Pinilla Fábrega, 34. Staatspräsident von Panama († 1979)
- 29. November: Adolf Brockhoff, katholischer Priester († 1997)
- 3. Dezember: Hans Bunge, deutscher Dramaturg, Regisseur und Autor († 1990)
- 3. Dezember: Helmut Wunderlich, Minister für Allgemeinen Maschinenbau der DDR († 1994)
- 4. Dezember: Heinz Spundflasche, deutscher Fußballspieler († 1972)
- 4. Dezember: Inder Kumar Gujral, Premierminister von Indien
- 5. Dezember: Hennes Weisweiler, deutscher Fußballtrainer († 1983)
- 6. Dezember: Gideon Klein, Komponist († 1945)
- 8. Dezember: Mieczysław Weinberg, russischer Komponist polnischer Abstammung († 1996)
- 9. Dezember: Ilse Decho, deutsche Glas- und Porzellangestalterin († 1978)
- 10. Dezember: Alexander Courage, US-amerikanischer Komponist, vor allem von TV- und Filmmusik
- 11. Dezember: Jockel Fuchs, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Mainz († 2002)
- 12. Dezember: Fritz Muliar, österreichischer Kammerschauspieler und Regisseur
- 12. Dezember: Hermann Neuberger, Präsident des deutscher Fußball-Bund|Deutschen Fußball-Bundes († 1992)
- 13. Dezember: Hans-Joachim Marseille, deutscher Jagdflieger, Hauptmann und Fliegerass im 2. Weltkrieg († 1942)
- 14. Dezember: Agnes Fink, deutsch-Schweizer Schauspielerin († 1994)
- 14. Dezember: Alfred Fischer (Richter), Richter am Bundesverwaltungsgericht († 2004)
- 15. Dezember: Gustav Niermann, deutscher Politiker († 1989)
- 17. Dezember: Tomáš Špidlík, Kardinal
- 19. Dezember: Edda Seippel, deutsche Schauspielerin († 1993)
- 19. Dezember: Giancarlo De Carlo, italienischer Architekt († 2005)
- 21. Dezember: Ove Sprogøe, dänischer Schauspieler, bekannt durch die Rolle des Egon Olsen († 2004)
- 21. Dezember: Ivan Blatný, tschechischer Dichter und Schriftsteller († 1990)
- 22. Dezember: Gerd Pfeiffer, Von 1977 bis 1987 Präsident des Bundesgerichtshofs
- 23. Dezember: Ludwig Poullain, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)
- 24. Dezember: Pierre Soulages, französischer Maler und Grafiker
- 4. Januar: Georg von Hertling, deutscher Reichskanzler ( - 1843)
- 6. Januar: Theodore Roosevelt, Vizepräsident der USA ( - 1858)
- 8. Januar: Peter Altenberg, österreichischer Schriftsteller ( - 1859)
- 15. Januar: Rosa Luxemburg, Politikerin ( - 1871)
- 15. Januar: Karl Liebknecht, Politiker ( - 1871)
- 22. Januar: Carl Larsson, Künstler und gilt als bekanntester Maler Schwedens ( - 1853)
- 29. Januar: Franz Mehring, marxistischer Publizist und Politiker ( - 1846)
- 2. Februar: Xavier Leroux, französischer Komponist ( - 1863)
- 17. Februar: Wilfrid Laurier, kanadischer Premierminister ( - 1841)
- 21. Februar: Kurt Eisner deutscher Politiker und Schriftsteller ( - 1867)
- 22. Februar: Perito Moreno, argentinischer Geograph, Anthropologe und Entdecker ( - 1852)
- 25. März: Strukturformel führt. Die Bezeichnung "Ethanol" bezeichnet beispielsweise nur die Verbindung CH3-CH2-OH und keine andere. Umgekehrt haben chemische Verbindungen aber keinen eindeutigen Namen, z. B. kann man die Verbindung CH3-CH2-OH nach verschiedenen Nomenklatursystemen sowohl als "Ethanol" als auch als "Ethylalkohol" bezeichnen.
Um die Bezeichnungsweisen für chemische Verbindungen zu vereinheitlichen, gibt es verbindliche Richtlinien der IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry). Da die systematische Bezeichnung von chemischen Verbindungen nach diesen Regeln aber oft sehr kompliziert ist, wird von den Chemikern im Alltagsgebrauch weiterhin eine große Anzahl von Trivialnamen verwendet.
Zahlenpräfixe in chemischen Namen
Falls eine Art von Atomen oder Atomgruppen in einem Molekül mehrfach vorkommt, wird die Anzahl durch ein entsprechendes Zahlenpräfix (Vorsilbe) angegeben, das von den griechischen Zahlwörtern abgeleitet ist und dem Namen des entsprechenden Atoms bzw. der entsprechenden Atomgruppe vorangestellt wird.
Beispiele:
- P4S7 Tetraphosphorheptasulfid
- CrO3 Chromtrioxid
- CH2Cl2 Dichlormethan
Weglassen von Zahlenpräfixen
Falls der Name einer Verbindung dadurch eindeutig bleibt, kann man die Zahlenpräfixe auch weglassen. So gibt es z.B. nur ein einziges Oxid des Aluminiums, nämlich Al2O3, weshalb man statt Dialuminiumtrioxid auch einfach Aluminiumoxid schreiben kann.
Sehr oft wird die Vorsilbe mono- weggelassen, z.B. PH3 = Phosphan (statt Monophosphan), obwohl es auch ein Diphosphan P2H4 gibt.
Alternative Zahlenpräfixe
Falls mehrere identische Gruppen vorhanden sind, bei denen die Verwendung der obigen Vorsilben mißverständlich wäre, werden die folgenden Präfixe verwendet:
Beispiele:
- Ca5F(PO4)3 Pentacalciumfluoridtrisphosphat - Durch Verwendung der Vorsilbe tris ist sofort klar, dass es sich nicht um die Triphosphatgruppe [P3O10]5- handelt, sondern um drei Phosphatgruppen [PO4]3-.
- 5,6-Bis(1,1-dimethylpropyl)undecan - die Verwendung der Vorsilbe bis zeigt sofort, daß es sich hier um zwei identische 1,1-Dimethylpropyl-Substituenten handelt.
Für die direkte Verknüpfung von identischen Einheiten verwendet man die folgenden Vorsilben, welche von den lateinischen Zahlwörtern abgeleitet sind:
Beispiel:
- C6H5-C6H5 heißt Biphenyl (und nicht Diphenyl oder Bisphenyl).
Elementnamen und -symbole
Die Namen der chemischen Elemente werden von den Entdeckern festgelegt und sind hier aufgeführt. Für unbekannte oder neue Elemente, die noch keinen Namen erhalten haben, gibt es systematische Elementnamen, die sich von der Kernladungszahl ableiten. Eine systematische Anordnung der Elemente nach ihrer Elektronenkonfiguration bietet das Periodensystem der Elemente.
Für jedes Element existiert ein Kürzel aus ein bis drei Buchstaben (Elementsymbol). Für die Haupt- und Nebengruppenelemente sind diese Symbole untenstehend aufgelistet, für eine vollständige Liste siehe die Liste der chemischen Elemente nach Symbol. Die Elementsymbole sind international gültig, sie werden also beispielsweise auch auf Japanisch durch lateinische Buchstaben wiedergegeben.
Will man ein bestimmtes Isotop eines Elements bezeichnen, so stellt man dessen Massenzahl hochgestellt vor das Elementsymbol, zum Beispiel 12C für das Kohlenstoff-12-Isotop, 235U für Uran 235, etc. Eine Ausnahme bilden die schweren Isotope des Wasserstoffs, 2H (Deuterium) und 3H (Tritium), welche mit D bzw. T ein eigenes Elementsymbol besitzen.
Um Verbindungen von verschiedenen Elementen untereinander zu benennen, werden die Elementnamen teilweise abgewandelt und mit Nachsilben versehen. Dazu verwendet man die Elementwurzeln in der folgenden Tabelle, welche aus den lateinischen Elementnamen abgeleitet sind. So wird beispielsweise der Sauerstoff in der Verbindung Aluminiumoxid (Al2O3) durch seine Elementwurzel (ox) und die Endung -id angegeben.
Hauptgruppenelemente
Übergangselemente
Formeln von anorganischen Verbindungen
Beim Schreiben von Formeln von chemischen Verbindungen folgt man im wesentlichen der Elektronegativitätsskala der chemischen Elemente. Man beginnt immer mit dem elektropositiveren Verbindungspartner, deshalb schreibt man etwa AgCl, Al2O3, PCl5 und nicht umgekehrt.
Eine Ausnahme von dieser Regel sind die Wasserstoffverbindungen. Wasserstoffatome schreibt man in den Formeln an letzter Stelle (NH3, SiH4, etc.). Handelt sich jedoch um aciden Wasserstoff (d.h. die Verbindung reagiert in wäßriger Lösung sauer), so schreibt man den Wasserstoff am Anfang der Formel (HF, HCl, HBr, HI, H2O, H2O2, H2S, H2Se, H2Te, HN3). Auch bei anorganischen Oxosäuren schreibt man den Wasserstoff am Anfang der Formel, obwohl er eigentlich an den Sauerstoff gebunden ist, also für Schwefelsäure zum Beispiel H2SO4 statt SO2(OH)2.
Nomenklatur von einfachen anorganischen Verbindungen
Einfache binäre Verbindungen
Bei der Benennung von einfachen binären Verbindungen folgt man ebenfalls der Elektronegativitätsskala. Der elektropositivere Verbindungspartner behält seinen Elementnamen unverändert bei, der elektronegativere Verbindungspartner wird durch seine Elementwurzel (s.o.) und die Endung -id angegeben. Die Art der Bindung ist aus diesem Elementnamen nicht ersichtlich.
Beispiele:
- Na2S Natriumsulfid (ionische Verbindung)
- SF6 Schwefelhexafluorid (kovalente molekulare Verbindung)
- SiC Siliciumcarbid (kovalente nichtmolekulare Verbindung)
Mehrere Oxidationsstufen des elektropositiven Partners
Anionische Gruppen die mit der Endung -id gebildet werden
Legierungen
Wasserstoffverbindungen
Komplexe Anionen
Es gibt auch Richtlinien für die Benennung von Komplexen.
Oxoanionen und Oxosäuren
Oxoanionen
Oxosäuren
Mehrbasige Säuren
Salzhydrate
Einteilung nach der Oxidationsstufe des Zentralatoms
Einteilung nach der Struktur
Liste von Oxosäuren und -anionen
Radikale
Für die Benennung von organischen Verbindungen nach dem IUPAC-System geht man üblicherweise von einem Stammsystem aus, das unter Umständen weitere Substituenten (Reste) trägt. Ein Substituent ist dabei ein Atom oder eine Atomkombination, welche ein Wasserstoffatom des Stammsystems ersetzt (substituiert). Für die Benennung der Verbindung wird der Name des Stammsystems unverändert übernommen und die Namen der substituierenden Gruppen werden dem Stammsystem in abgewandelter Form angefügt (substitutive Nomenklatur).
Stammsysteme
Lineare Ketten
Die einfachsten Stammsysteme sind lineare Ketten aus Kohlenstoffatomen, bei denen alle übrigen Bindungen mit Wasserstoffatomen gesättigt sind. Solche gesättigte Kohlenwasserstoffe nennt man Alkane, sie erhalten die Endung -an. Für die vier kleinsten Alkane werden die Namen Methan, Ethan, Propan und Butan beibehalten, für die übrigen Alkane ergibt sich der genaue Name der Verbindung nach der folgenden Tabelle aus der Anzahl der Kohlenstoffatome. Man kombiniert das Zahlwort der ersten Dekade mit den Zahlwörtern für die folgenden Dekaden. Am Ende folgt ein n, sodass man die Alkan-typische Endung -an erhält.
Beispiele:
- C32H66 = Dotriacontan (Do + Triaconta + n)
- C99H200 = Nonanonacontan (Nona + Nonaconta + n)
- C403H808 = Tritetractan (Tri + Tetracta + n)
- C4728H9458 = Octacosaheptactatetralian (Octa + Cosa + Heptacta + Tetralia + n)
Ausnahmen von der Benennung nach der obigen Tabelle gibt es bei:
Falls eine Doppelbindung in der Verbindung vorhanden ist, spricht man von Alkenen und verwendet statt der Endung -an die Endung -en. Die Position der Doppelbindung wird durch eine Nummer angegeben siehe unten bei Nummerierung), z.B.
- CH2=CH-CH2-CH3 heißt 1-Buten (oder auch But-1-en),
- CH3-CH=CH-CH3 heißt 2-Buten.
Bei Ketten, die eine Dreifachbindung enthalten (= Alkinen), wird die Endung -in verwendet, z.B.
- CH≡C-CH2-CH3 heißt 1-Butin,
- CH2=CH-CH2-C≡C-CH2-CH3 heißt Hept-1-en-4-in.
Falls mehrere Doppel- oder Dreifachbindungen vorkommen, verwendet man die multiplizierenden Vorsilben di, tri, tetra, penta, hexa, hepta, ...
- CH2=CH-CH=CH2 heißt also Buta-1,3-dien,
- CH≡C-C≡C-C≡C-CH3 heißt Hepta-1,3,5-triin.
Bestimmung der Hauptkette bei verzweigten acyclischen Kohlenwasserstoffen
Die Hauptkette (Stammsystem) ist jene Kette, welche
# die größte Zahl an Mehrfachbindungen enthält
# bei Mehrdeutigkeit von (1): die größere Zahl von C-Atomen enthält
# bei Mehrdeutigkeit von (2): die größere Zahl von Doppelbindungen enthält
# bei Mehrdeutigkeit von (3): die meisten Seitenketten aufweist.
Cyclische Systeme ohne Heteroatome
Bei cyclischen Systemen ist i.a. ein Cyclus das Stammsystem.
Monocyclische Systeme
Falls es sich um eine monocyclische Verbindung handelt, erfolgt die Benennung wie bei linearen Ketten, und zusätzlich wird die Vorsilbe Cyclo- vorangestellt, also z.B. Cyclohexan. Für Benzol wird der Trivialname beibehalten.
Monocyclische Verbindungen mit mehr als 6 C-Atomen, die die maximale Anzahl nichtkumulierter Doppelbindungen aufweisen, können als (n)-Annulene bezeichnet werden (n = Anzahl der C-Atome).
Kondensierte polycyclische Systeme
Bei kondensierten polycyclischen Kohlenwasserstoffen (d.h. die einzelnen Ringe sind jeweils über genau eine gemeinsame Bindung verknüpft) ist jene Komponente das Basissystem, welche
- die meisten Ringe aufweist
- den größten Ring aufweist
Dabei werden folgende Polycyclen als eigene Systeme aufgefasst (in ansteigender Priorität, in Klammern die Anzahl der Ringe):
Pentalen (2), Inden (2), Naphthalin (2), Azulen (2), Heptalen (2), Biphenylen (3), as-Indacen (3), s-Indacen (3), Acenaphthylen (3), Fluoren (3), Phenalen (3), Phenanthren (3), Anthracen (3), Fluoranthen (4), Acephenanthrylen (4), Aceanthrylen (4), Triphenylen (4), Pyren (4), Chrysen (4), Naphthacen (4), Pleiaden (4), Picen (5), Perylen (5), Pentaphen (5), Pentacen (5), Tetraphenylen (5), Hexaphen (6), Hexacen (6), Rubicen (7), Coronen (7), Trinaphthylen (7), Heptaphen (7), Heptacen (7), Pyranthren (8), Ovalen (10).
Alle übrigen Ringe werden als Vorsilben vorangestellt, wobei die Endsilbe -en in -eno umgewandelt wird (z. B. Benzocycloocten). Die Art der Verknüpfung wird durch Zahlen und Buchstaben angegeben, was aber hier nicht näher erläutert werden soll.
Zur Benennung von gesättigten oder teilweise gesättigten Derivaten der oben angeführten Polycyclen gibt es die Möglichkeit, beim Wegfallen einer Doppelbindung die beiden zusätzlichen Wasserstoffatome durch die Positionsnummern und die Vorsilbe dihydro- anzuzeigen. Analog gibt es tetrahydro-, hexahydro- usw. Vollständig gesättigte Systeme erhalten die Vorsilbe perhydro-. Einzelne Wasserstoffatome werden durch das sogenannte indizierte H angegeben, welches in kursiver Schrift vorangestellt wird (z.B. 4H-Pyrazol)-
Cyclophane können nach den gleichen Regeln benannt werden, obwohl es für diese auch eine eigene Nomenklatur gibt.
Verbrückte polycyclische Systeme
Bei verbrückten polycyclischen Kohlenwasserstoffen (d.h. die einzelnen Ringe sind jeweils über mehr als eine gemeinsame Bindung verknüpft) wird das von-Baeyer-System verwendet.
Spiroverbindungen
Die Nomenklatur von Spiroverbindungen ist (wenig ausführlich) unter dem entsprechenden Stichwort erklärt.
Kompliziertere Systeme
Die Entscheidung, was nun als Stammsystem betrachtet wird, ist bei komplizierteren Verbindungen nicht mehr ganz einfach.
Heterocyclen
Sofern keine Trivialnamen vorliegen, benennt man monocyclische Heterocylen mit weniger als 10 Ringgliedern meist nach der Hantzsch-Widmann-Patterson-Nomenklatur.
Bei kondensierten Polycyclen haben Heterocyclen Vorrang gegenüber Carbocyclen (= Ringen, die nur aus Kohlenstoffatomen bestehen). Auch für Heterocyclen gibt es dabei Systeme mit Trivialnamen, welche als eigene Stammsysteme aufgefasst werden (ohne Reihung und unvollständig):
- O-hältige Verbindungen: Furan, Xanthen, ...
- N-hältige Verbindungen: Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, ...
Ansonsten folgt die Benennung von Heterocyclen weitgehend den oben angeführten Regeln für cyclische Systeme ohne Heteroatome. Die Art und Position der Heteroatome wird dann mit Hilfe der Austauschnomenklatur oder "a"-Nomenklatur angegeben.
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Substituenten (Reste)
Ein Substituent kann z.B. eine funktionelle Gruppe sein, oder wiederum ein (kleineres) Stammsystem, etwa eine Seitenkette. Die Bezeichnung für Substituenten werden dem Namen des Stammsystems als Vorsilbe (Präfix) oder Endungen (Suffix) angefügt. Die genaue Position des Substituenten wird durch Ziffern präzisiert (siehe unten bei Nummerierung).
Falls es mehrere Vorsilben (Präfixe) gibt, werden diese in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Stammsysteme als Substituenten
Falls es sich beim Rest wiederum um ein Stammsystem handelt, zum Beispiel eine Seitenkette oder einen Ring, so wird an dessen Namen die Silbe -yl angehängt und das Ergebnis als Vorsilbe (Präfix) vorangestellt. Die Benennung von Seitenketten erfolgt nach den gleichen Regeln wie für die Grundkette, bis auf folgende Ausnahmen:
- bei Alkanen wird die Endung -an weggelassen
- die Nummerierung der Seitenkette startet immer bei der Verknüpfung mit der Hauptkette
Beispiele:
- Methyl: -CH3
- Ethyl: -CH3-CH2
- Ethinyl: -C≡CH
- 2-Propenyl: -CH2-CH=CH2
- Cyclohexyl: -C6H11
Wenn man beispielsweise an die Verbindung Propan (CH3-CH2-CH3) in der Mitte noch einen Methanbaustein anhängt, heißt die entstehende Verbindung CH3-CH(CH3)-CH3) dann 2-Methylpropan. Die Verbindung CH3-CH2-CH(CH3)-CH2-CH(CH2CH3)-CH2-CH3 heißt 3-Ethyl-5-methylheptan.
Funktionelle Gruppen
Die ranghöchste funktionelle Gruppe wird als Endung (Suffix) hintangestellt, übrige funktionelle Gruppen als Vorsilben (Präfixe) vorangestellt:
- CH3-CHOH-CH3) heißt 2-Propanol
- CH3-CH2-CH2-C(OOH) heißt Butansäure
- CH2-CH(OH)-CH2-CH(NH2)-CH2-CH3 hat zwei funktionelle Gruppen. Der Alkohol hat höhere Priorität, deshalb heißt die Verbindung 4-Aminohexan-2-ol.
Für die Bezeichnungen einzelner funktioneller Gruppen und ihre Rangfolge siehe das Stichwort Funktionelle Gruppe.
Trivialnamen
Für manche Substituenten gibt es Trivialnamen, welche z. T. auch verbindlich sind. Z. B.:
- Phenyl: -C6H5
- Benzyl: -CH2-C6H5
- Isopropyl: -CH-(CH3)2
- Vinyl: -CH=CH2
- u.v.m.
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Nummerierung
Die Nummerierung des Stammsystems erfolgt so, dass die erhaltenen Nummern möglichst klein sind. CH3-CH2-CH(CH3)-CH3 heißt also 2-Methylbutan und nicht 3-Methylbutan.
Eine 1 kann auch weggelassen werden (z.B. Propanol = 1-Propanol). Falls es nur eine mögliche Kombination gibt, können die Nummern ebenfalls weggelassen werden (z.B. Methylpropan = 2-Methylpropan, weil alles andere wäre als Butan zu benennen.).
Falls Seitenketten nummeriert werden müssen, ist die Verbindungsstelle zur Hauptkette immer die Position 1.
Bei kondensierten polycyclischen Systemen gibt es oft verbindliche Nummerierungsweisen, die jeder Logik widersprechen und auswendiggelernt werden müssen.
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Mehrfach vorkommende Substituenten
Für mehrfach vorkommende gleiche Gruppen werden die multiplizierenden Vorsilben di, tri, tetra, penta, hexa, hepta, ... (siehe oben) verwendet:
- ein Benzolring mit drei Methylgruppen an den Positionen 1, 3 und 5 heißt 1,3,5-Trimethylbenzol,
- ein Methan mit 4 Chloratomen heißt Tetrachlormethan.
- ein Ether mit zwei Ethylgruppen heißt Diethylether, usw.
Falls die Verwendung von di, tri, tetra, usw. missverständlich wäre, etwa bei identischen weitersubstituierten Seitenketten, muss man wie oben beschrieben die ensprechenden alternativen Vorsilben bis, tris, tetrakis, usw. verwenden. Für direkt verknüpfte identische Einheiten sind die Vorsilben bi, ter, quater, usw. in Verwendung.
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Beispiel
Nach IUPAC-Nomenklatur muss zum Beispiel die Substanz
NH2-CH2-CH2-OH
den Namen 2-Aminoethanol erhalten.
Auf folgende Weise gelangt man zu diesem Namen:
# Da die Kohlenstoffatome nur Einfachbindungen aufweisen, erhält die Wurzel als erste Endung "an".
# Die Grundkette enthält zwei Kohlenstoffatome; damit ergibt sich die Wurzel "eth". (--> "ethan")
# Als funktionelle Gruppen sind enthalten eine Alkohol-(OH) und eine Aminogruppe (NH2). Die Alkoholgruppe hat die höhere Priorität und erhält Vorrang vor der Aminogruppe. Also "ol" hinten anhängen. (--> "ethanol")
# Die Aminogruppe befindet sich nicht am selben Kohlenstoffatom wie die Alkoholgruppe (Atom Nr. 1), sondern an dem daneben (Nr. 2). Deshalb geben wir den Ort an durch "2-Amino".
# Die Kombination von Vorsilbe, Wurzel und Endungen ergibt die Namen "2-Aminoethanol".
Chirale Verbindungen
Zur Unterscheidung von chiralen Verbindungen gibt es die kursiv geschriebenen Vorsilben (R)- und (S)-. Ihre Verwendung wird durch die Cahn-Ingold-Prelog-Regel (CIP-Regel) und ihre Nebenregeln festgelegt.
Bei biochemischen Substanzen wie Kohlehydraten und Aminosäuren wird auch noch häufig die Fischer-Nomenklatur verwendet, welche die Vorsilben D- und L- verwendet (wobei D und L als Kapitälchen geschrieben werden).
Zur Unterscheidung des Drehsinns bei optisch aktiven Verbindungen werwendet man die Vorsilben (+)- und (-)-.
Es sei darauf hingewiesen, dass sich die unterschiedlichen Bezeichnungsweisen (R, S bzw. D, L und +, -) nach den verschiedenen Nomenklaturarten nicht von den jeweils anderen Bezeichnungen ableiten lassen. Zur Bezeichnung von Verbindungen mit mehreren Chiralitätszentren eignen sich nur die CIP-Regeln.
cis-trans-Isomere
cis-trans-Isomere bei Doppelbindungen werden nach IUPAC durch ein vorangestelltes kursives (Z)- oder (E)- bezeichnet. Bei Ringsystemen verwendet man die kursiv geschriebenen Vorsilben cis- oder trans-.
Anomere
Bei Kohlehydraten unterscheidet man Anomere durch die Vorsilben α- bzw. β-.
Für die Nomenklatur von Enzymen gibt es gemeinsame Richtlinien der IUPAC und der IUBMB (International Union of Biochemistry and Molecular Biology). Nach dieser Nomenklatur enden Enzymnamen mit -ase und enthalten eine Information über die Funktion des Enzyms. Details unter dem Stichwort Enzym und auf der [http://www.chem.qmul.ac.uk/iubmb/ Website der IUBMB].
Außerdem wurde ein Codesystem (siehe EC-Nummern) entwickelt, in dem die Enzyme unter einem Zahlencode aus vier Ziffern zu finden sind.
Chemische Nomenklatur außerhalb der IUPAC-Vorschriften
- Für Kunststoff-Bezeichnungen gibt es durch eine DIN-Norm festgelegte Kurzzeichen.
- Für Lebensmittelzusatzstoffe gibt es das System der E-Nummern.
Literatur
- Karl-Heinz Hellwich: Chemische Nomenklatur. GOVI-Verlag, ISBN 3-7741-0815-3
- Hellwinkel, D.: Die systematische Nomenklatur der organischen Chemie. Eine Gebrauchsanweisung, 4. Aufl., Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-63221-2
Weblinks
deutsch
- [http://www.kfunigraz.ac.at/ipcwww/info/nomenklatur.htm Virtuelle Nomenklaturvorlesung (Universität Graz)]
englisch
- [http://www.iupac.org IUPAC Website (englisch)]
- [http://www.chem.qmul.ac.uk/iubmb/ IUBMB Website (englisch)]
- [http://www.chem.qmul.ac.uk/iupac/ IUPAC Recommendations on Organic & Biochemical Nomenclature, Symbols & Terminology etc. (englisch)]
- [http://www.acdlabs.com/iupac/nomenclature/ IUPAC-Regeln zur Nomenklatur in der organischen Chemie (englisch)]
- [http://www.iupac.org/nomenclature/ACD/calc_3dparty.html Online Naming Tool (englisch, benötigt Java)]
- [http://www.chem.qmw.ac.uk/iupac/stereo/ IUPAC-Nomenklatur in der Stereochemie (englisch)]
Kategorie:Werkzeug der Chemie
Molare MasseDie molare Masse oder Molmasse (Formelzeichen M), fälschlich auch „Molekulargewicht“ genannt, ist keine Masse, sondern der Quotient der Masse einer Substanz, dividiert durch die Stoffmenge dieser Substanz. Übliche Einheiten sind das Gramm durch Mol (Einheitenzeichen: g/mol) und das Kilogramm durch Kilomol (Einheitenzeichen: kg/kmol). Wie immer bei Verwendung des Mol müssen hierbei die zugrunde gelegten Teilchen genau spezifiziert sein.
Ein Mol einer Substanz ist die Stoffmenge, die aus ebenso vielen Teilchen besteht, wie in zwölf Gramm des Kohlenstoff-Isotops 12C enthalten sind. Diese Teilchenzahl beträgt ungefähr 6,022·1023; sie ist identisch mit dem Zahlenwert der Avogadrokonstante (NA) in der Einheit mol-1.
:
Hierbei stehen die einzelnen Formelzeichen für folgende Größen:
- m - Masse
- n - Stoffmenge
- NA - Avogadrokonstante
- mM - Molekülmasse
In der Physik wird die Avogadrokonstante gelegentlich auch unter Verwendung der Einheit kmol-1 als 6,022·1026 kmol-1 geschrieben; dann stellen sich nämlich handliche Zahlenwerte für die Masse in der SI-Basiseinheit Kilogramm ein. Beispiel:
- 6,022·1023 12C-Atome wiegen 12 g
- 6,022·1026 12C-Atome wiegen 12 kg
Siehe auch: Dalton, Atomare Masseneinheit
Bedeutung
Molare Massen sind von enormer Bedeutung in der Chemie: Die Massenverhältnisse der an einer Reaktion beteiligten Stoffe ergeben sich anhand der Reaktionsgleichung und den Molmassen der Stoffe.
Berechnung von Molmassen
Die Molmasse einer Verbindung kann berechnet werden, wenn man ihre Summenformel kennt: Zu jedem Element entnimmt man aus der Summenformel den stöchiometischen Koeffizienten - er steht in der Summenformel hinter dem Elementsymbol. Zu jedem Element muss man dann z.B. aus Tabellen die Molmasse entnehmen - ihr Zahlenwert ist gleich der relativen Atommasse. Dann erhält man die Molmasse als Summe der Molmassen der Elemente, die die Verbindung aufbauen:
Die Molmasse einer Verbindung ist gleich der Summe aus den Molmassen der Elemente multipliziert mit ihren stöchiometischen Koeffizienten.
Beispiel:
Wasser, H2O:
Molmasse Wasser = Molmasse (H2O)
= 2 - (Molmasse Wasserstoff) + (Molmasse Sauerstoff)
= 2 - 1.00794 g/mol + 15.9994 g/mol
= 18.01528 g/mol
Beispiele
Aus den molaren Massen der chemischen Elemente kann man die molaren Massen aller Verbindungen berechnen.
ElementElement bedeutet allgemein Grundbestandteil oder Grundstoff bzw. Urstoff. Das Wort bezeichnet
- einen mengentheoretischen Begriff, siehe Element (Mathematik)
- ein Chemisches Element
- Vier-Elemente-Lehre (Feuer, Erde, Wasser, Luft)
- Fünf-Elemente-Lehre (Feuer, Wasser, Erde, Metall und Holz)
- ein Bauelement
- ein galvanisches Element
- ein Maschinenelement
- ein Konstruktionselement
- Element einer Auszeichnungssprache, siehe SGML-Element, HTML-Element, XML-Element
- ein geometrisches Werk des griechischen Mathematikers Euklid, siehe Euklids Elemente
- Elemente in den Sprachwissenschaften, siehe Sprachelement
- eine Zeitschrift Elemente der extremen Rechten
- den Namen Skateboardfirma Element
ja:エレメント
ko:원소
ms:Unsur
Chemie
Die Chemie (von arabisch al-kimiya' ) ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung der chemischen Elemente und ihren Verbindungen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten. Die Chemie entstand in ihrer heutigen Form als exakte Naturwissenschaft im 17. und 18. Jahrhundert allmählich aus der Anwendung rationalen Schlußfolgerns auf Beobachtungen und Experimente der Alchemie. Einige der ersten großen Chemiker waren Robert Boyle, Humphry Davy, Jöns Jacob Berzelius, Joseph Louis Gay-Lussac, Joseph-Louis Proust, Marie und Antoine Lavoisier und Justus von Liebig.
Justus von Liebig
Was ist Chemie?
Definition
Die Chemie ist die Wissenschaft, die sich mit Stoffen (Substanzen), deren Umsetzung(en) (chemischen Reaktionen), sowie der Darstellung (Synthese), der Bestimmung und der Anwendung dieser Stoffe (bzw. deren Eigenschaften) beschäftigt.
Da die für die Chemie relevanten Eigenschaften der Atome fast ausschließlich in ihrer elektronischen Struktur (Elektronenhülle) begründet liegen, können grundlegende Aufgabengebiete der Chemie auch als „Physik der äußeren Elektronenhülle“ betrachtet werden. Der Atomkern hat praktisch keinen Einfluss auf chemische Prozesse. Untersuchungen zum Aufbau von Atomkernen fallen nicht in den Bereich der Chemie, sondern sind Bestandteil der Kernphysik.
Stoff und Stoffumsetzung
Die chemisch kleinsten Grundbausteine, aus denen alle uns umgebenden Materialien bestehen, sind die Elemente, welche sich zu chemischen Verbindungen zusammenschließen. Eine Stoffumsetzung nennt man chemische Reaktion; sie steht im Zentrum der Chemie. In einer chemischen Reaktion kommt es niemals zu Elementumwandlungen, was die Chemie als Naturwissenschaft grundsätzlich von der mittelalterlichen Vorstellung der Alchemie abgrenzt. Elementumwandlungen sind rein physikalische Prozesse (z.B. radioaktiver Zerfall).
Atom und Molekül
Alchemieen umkreisen einen Kern aus zwei Protonen und zwei Neutronen]]
Atome sind für den Chemiker die Grundbausteine der Materie, da sie sich chemisch nicht in kleinere Einheiten spalten lassen. Ein chemisches Element besteht aus Atomen mit einer bestimmten Anzahl an Protonen im Kern. Chemische Elemente können dennoch aus verschiedenen Atomen (Isotope) bestehen, die sich in der Anzahl an Neutronen im Kern unterscheiden. Verschiedene Isotope zeigen gleiches chemisches, aber unterschiedliches physikalisches Verhalten (z.B. Siedepunkt, Schmelzpunkt). Die chemischen Elemente können in mannigfaltiger Weise chemische Bindungen untereinander eingehen. Dann spricht man von einer chemischen Verbindung. Je nach Polarität der Bindung zwischen den Elementen unterscheidet man unpolare kovalente Bindungen, polare kovalente Bindungen und ionische Bindungen, in denen mindestens ein Elektron der miteinander eine chemische Verbindung eingehenden Elemente oder Moleküle ganz bei einem Bindungspartner lokalisiert ist. Verbindungen, in denen die Elemente kovalent miteinander gebunden sind nennt man Moleküle. Verbindungen, die ionisch aufgebaut sind, nennt man Salze. Von Molekülionen spricht man, wenn elektrisch geladene Moleküle vorliegen. Des weiteren spricht man von einer metallischen Bindung, wenn die äußeren Elektronen, die für eine chemische Bindung zur Verfügung stehen, zwischen den Atomen delokalisiert und frei beweglich sind. Die chemischen Elemente selbst liegen als Metalle, als Moleküle (z.B. die zweiatomigen Gase der 2. Periode: O2, N2, F2) oder als Atome (ausschließlich die Edelgase: He, Ne, Ar, Kr, Xe und Rn) vor. Die Art und Weise, wie sich die Atome eines Elementes verbinden, kann dabei immer noch unterschiedlich sein und zu so unterschiedlichen Substanzen wie Graphit und Diamant führen, beides Modifikationen elementaren Kohlenstoffs. Auch kann ein Element als eine metallische und als eine Modifikation mit kovalenten Bindungen vorliegen, z.B. Zinn.
Für die chemischen Eigenschaften einer Verbindung ist es jedoch nicht nur entscheidend, welche Atome sie enthält, sondern wie diese miteinander verbunden sind (siehe Chemische Bindung). Bei bestimmten chemischen Verbindungen, vor allem bei Proteinen, sind nicht nur die Bindungen zwischen den Atomen maßgeblich für die chemischen Eigenschaften sondern auch die räumliche Ausrichtung dieser Bindungen.
Die Herausforderung bei der chemischen Synthese besteht in der Regel darin, selektiv Bindungen zwischen einzelnen Atomen der Reaktandmoleküle zu lösen und/oder zu knüpfen, um dadurch eine gewünschte Substanz (Reaktionsprodukt) herzustellen.
Bedeutung der Chemie
Geschichte der Chemie
Hauptartikel: Geschichte der Chemie
Die Chemie entwickelte sich aus der Alchemie, die in China, Europa und Indien schon seit Jahrtausenden praktiziert wurde.
Alchemie war die Untersuchung von Materie, wobei die Vorstellungswelt der Alchemisten nicht auf wissenschaftlichen Untersuchungen basierte, sondern auf Erfahrungstatsachen und empirischen Rezepten. Das Ziel ihrer Untersuchungen war eine Substanz mit dem Namen Stein der Weisen, die Stoffe wie Blei in Gold verwandeln sollte. Alchemisten führten eine große Auswahl Experimente mit vielen Substanzen durch, um diesen Stoff zu finden. Sie notierten ihre Entdeckungen und verwendeten für ihre Aufzeichnungen die gleichen Symbole, wie sie auch in der Astrologie üblich waren. Die mysteriöse Art ihrer Tätigkeit und die dabei fabrizierten farbigen Flammen, Rauch oder Explosionen führten dazu, dass sie als Magier und Hexer bekannt und teilweise verfolgt wurden. Für ihre Experimente entwickelten die Alchemisten die gleichen Apparaturen, wie sie heute noch in der chemischen Verfahrenstechnik verwendet werden.
Ein bekannter Alchemiker war Albertus Magnus. Er befasste sich als Kleriker mit diesem Themenkomplex und fand bei seinen Experimenten ein neues chemisches Element, das Arsen. Kein Alchemiker hat allerdings je den Stein der Weisen entdeckt und im 17. Jahrhundert wurde die alchemistische Arbeitsweise durch wissenschaftliche Methodik ersetzt. Einiges vom Wissen der Alchemisten wurde von den ersten Chemikern verwendet, die ihre Arbeit auf logische Schlussfolgerungen ihrer Beobachtungen gründeten und nicht auf der Idee, beispielsweise Blei in Gold zu verwandeln.
wissenschaft
Entscheidende Impulse erhielt die Chemie als Wissenschaft im 19. Jahrhundert. Die Arbeiten von Justus von Liebig über die Wirkungsweise von Dünger begründeten die Agrarchemie und lieferten wichtige Erkenntnisse über die anorganische Chemie. Die Suche nach einem synthetischen Ersatz für den Farbstoff Indigo zum Färben von Textilien waren der Auslöser für die bahnbrechenden Entwicklungen der organischen Chemie und der Pharmazie. Auf beiden Gebieten hatte man in Deutschland bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine absolute Vorrangstellung. Dieser Wissensvorsprung ermöglichte es beispielsweise, den zur Führung des ersten Weltkrieges notwendigen Sprengstoff statt aus importierten Nitraten mit Hilfe der Katalyse aus dem Stickstoff der Luft zu gewinnen (siehe Haber-Bosch-Verfahren).
Die Autonomiebestrebungen der Nationalsozialisten gaben der Chemie als Wissenschaft weitere Impulse. Um von den Importen von Erdöl unabhängig zu werden, wurden Verfahren zur Verflüssigung von Steinkohle entwickelt (Fischer-Tropsch-Synthese). Ein weiteres Beispiel war die Entwicklung von synthetischem Kautschuk für die Herstellung von Fahrzeugreifen.
In der heutigen Zeit ist die Chemie ein wichtiger Bestandteil der Lebenskultur geworden. Chemische Produkte umgeben uns überall, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Allerdings haben Unfälle der chemischen Großindustrie wie beispielsweise die von Seveso und Bhopal der Chemie ein sehr negatives Image verschafft, so dass Slogans wie "Weg von der Chemie!" sehr populär werden konnten.
Die Forschung entwickelte sich um die Wende zum 20. Jahrhundert soweit, dass vertiefende Studien des Atombaus nicht mehr zum Bereich der Chemie gehören, sondern zur Atomphysik bzw. Kernphysik. Diese Forschungen lieferten dennoch wichtige Erkenntnisse über das Wesen der chemischen Stoffwandlung und der chemischen Bindung. Weitere wichtige Impulse gingen dabei auch von Entdeckungen in der Quantenphysik aus (Elektronen-Orbitalmodell).
Chemie im Alltag
Chemische Reaktionen im Alltag finden zum Beispiel beim Kochen, Backen oder Braten statt, wobei oft gerade die hier ablaufenden, recht komplexen Stoffumwandlungen zum typischen Aroma der Speise beitragen. Weiterhin wird Nahrung chemisch zerlegt und mit körpereigenen Abbauvorgängen in Bestandteile und auch Energie umgewandelt (Biochemie). Eine gut beobachtbare chemische Reaktion ist die Verbrennung.
Haarfärbung, Verbrennungsmotoren, Handy-Displays, Waschmittel, Dünger, Arzneimittel u.v.m. sind weitere Beispiele für Anwendungen der Chemie im alltäglichen Leben.
Im Alltag wird der Begriff 'Chemie' oft in einem eingeschränkten Sinn als Abkürzung für 'Produkt der chemischen Industrie' verwendet, zum Beispiel bei der 'Chemischen Reinigung': Diese reinigt Textilien mit (synthetischen) Lösungsmitteln. Der Reinigungsvorgang selbst ist in der Regel ein Lösen der Verunreinigung (beispielsweise eines Fettflecks) im Lösungsmittel und damit kein chemischer Prozess (Stoffumwandlung) im eigentlichen Sinne, sondern ein physikalischer Vorgang (Lösen)! Im Gegensatz dazu ist das manchmal als 'Putzen ohne Chemie' gepriesene Auflösen von Kalkflecken mit Essig oder Zitronensaft sehr wohl ein chemischer Vorgang, da dabei festes Calciumcarbonat (Kalk) durch die Säuren zu löslichem Hydrogencarbonat bzw. Kohlenstoffdioxid umgesetzt wird.
Chemie als Wissenschaft
Die Chemie befasst sich mit den Eigenschaften der Elemente und Verbindungen, mit den möglichen Umwandlungen eines Stoffes in einen anderen, macht Vorhersagen über die Eigenschaften für bislang unbekannte Verbindungen, liefert Methoden zur Synthese neuer Verbindungen und Messmethoden um die chemische Zusammensetzung unbekannter Proben zu entschlüsseln.
Obwohl alle Stoffe aus vergleichsweise wenigen "Bausteinsorten", nämlich aus etwa 80 bis 100 der 118 bekannten Elemente aufgebaut sind, führen die unterschiedlichen Kombinationen und Anordnungen der Elemente zu einigen Millionen sehr unterschiedlichen Verbindungen, die wiederum so unterschiedliche Materieformen wie Wasser, Sand, Pflanzen- und Tiergewebe aufbauen. Die Art der Zusammensetzung bestimmt schließlich die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Stoffe und macht damit die Chemie zu einer recht umfangreichen Wissenschaft.
Wie in allen Naturwissenschaften ist auch in der Chemie das Experiment die tragende Säule. An ihm werden Theorie über die Art der Umwandlung eines Stoffes in einen anderen Stoff entworfen, überprüft, erweitert und wenn nötig auch verworfen.
Fortschritte in den verschiedenen Teilgebieten der Chemie sind oftmals die unabdingbare Voraussetzung für neue Erkenntnisse in anderen Disziplinen, besonders in den Bereichen Biologie und Medizin, aber auch im Bereich der Physik (zum Beispiel Herstellung neuer Supraleiter).
An der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie hat sich als weites Fachgebiet die Biochemie etabliert, die für das Verständnis der Lebensvorgänge, die untrennbar mit Stoffumsätzen verbunden sind, unentbehrlich ist. Dieser Sachverhalt wird manchmal mit dem Satz "Alles Leben ist Chemie" zum Ausdruck gebracht, da die meisten 'greifbaren' und messbaren Vorgänge im lebenden Organismen auf chemischen Reaktionen beruhen.
Für die Medizin ist die Chemie bei der Suche nach neuen Medikamenten und bei der Herstellung von Arzneimitteln unentbehrlich. Die Ingenieurwissenschaften suchen häufig je nach Anwendung nach maßgeschneiderten Materialien (leichte Materialien im Flugzeugbau, beständige und belastbare Baustoffe, hochreine Halbleiter...). Hier hat sich als Schnittstelle zwischen Chemie und den Ingenieurswissenschaften die Materialwissenschaft entwickelt.
Wirtschaftliche Bedeutung der Chemie
Die chemische Industrie ist - gerade auch in Deutschland - ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig: In Deutschland liegt der Umsatz der Chemieindustrie bei über 100 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten lag nach der Wiedervereinigung Deutschlands bei über 700 000 und ist jetzt unter 500 000 gesunken. Sie stellt einmal Grundchemikalien wie beispielsweise Schwefelsäure oder Ammoniak her - oft im Maßstab von Millionen von Tonnen jährlich -, die sie dann zum Beispiel zur Produktion von Düngemitteln und Kunststoffen verwendet. Andererseits produziert sie viele komplexe Stoffe, insbesondere Medikamente, maßgeschneidert für spezielle Zwecke. Auch die Herstellung von Computern, Kraft- und Schmierstoffen für die Automobilindustrie und vielen anderen technischen Produkten ist ohne industriell hergestellte Chemikalien unmöglich.
Ansehen der Chemie
Die Chemie hat in der Öffentlichkeit - auch aufgrund von Chemiekatastrophen und Umweltskandalen - ein relativ schlechtes Ansehen. Viele Fachleute empfinden dies angesichts des Nutzens und der allgemeinen Bedeutung der Chemie und bezogen auf die heutige Situation in Europa für nicht gerechtfertigt, weil hier unter anderem durch eine ziemlich strikte Gesetzgebung (Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung) eine vergleichsweise sichere Handhabung von Chemikalien gewährleistet ist.
Um dem entgegenzuwirken, wurde das Jahr 2003 von verschiedenen Trägerorganisationen zum "Jahr der Chemie" ([http://www.jahr-der-chemie.de Netseite]) erklärt.
Fachrichtungen
Üblicherweise wird die Chemie in drei große Bereiche eingeteilt.
- Anorganische Chemie (Chemie der Elemente und der Verbindungen ohne Kohlenstoffkette)
- Organische Chemie (Chemie der Kohlenstoffverbindungen)
- Physikalische Chemie (Anwendung mathematisch-physikalischer Methoden auf chemische Problemstellungen)
Die traditionelle aber auch etwas willkürliche Unterscheidung zwischen anorganischer und organischer Chemie wird auch heute noch beibehalten. Ein Grund besteht darin, dass die organische Chemie stark vom Molekül bestimmt wird, die anorganische Chemie oft von Ionen, Kristallen, Komplexverbindungen und Kolloiden. Ein Gebiet, in dem sich die beiden Fachbereiche stark überlappen, ist die Organometallchemie.
Die Physikalische Chemie unterscheidet sich von Anorganik und Organik nicht durch das Untersuchungsobjekt, | | |