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| Iapetos |
IapetosIapetos ist einer der Titanen der griechischen Mythologie und somit Sohn der Gaia und des Uranos.
Als Gattin wird ihm meist die Nymphe Klymene, eine Tochter des Okeanos zur Seite gestellt, aber auch Asia, ebenfalls eine Okeanos-Tochter, Asope(Asopis) oder die Themis werden gelegentlich genannt. Mit ihr zeugte er Atlas, den Träger des Himmelsgewölbes, den überheblichen Menoitios, sowie das Bruderpaar Prometheus und Epimetheus (Prometheus-Mythos), durch welche das Titanengeschlecht des Iapetos auch mit dem Menschengeschlecht verbunden ist.
Seit dem Kampf des Göttergeschlechts der Titanen gegen die olympischen Götter (Titanomachie) sitzen Iapetos und sein Bruder Kronos, verbannt von Zeus, in den lichtlosen Tiefen des Tartaros (Homers Ilias 8.478-481) Wie üblich bei den Genealogien griechischer Götter, taucht Iapetos bei einigen Dichtern und Erzählern (z.B. Aischylos, Pausanias) auch mit einer ganz anderen Abstammungslinie auf. Manchmal wird sogar eine Verbindung zum biblischen Japhet, einem Sohn Noachs, vermutet.
Nach ihm wurde auch ein Mond des Saturn genannt: Iapetus
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:イアペトス
Titan (Mythologie)Titan ist in der griechischen Mythologie der Sohn Uranos' und dessen Mutter Gaia. Dieser Fassung zufolge gebar Gaia auch die Titäa, die mit Titan das erste Titanenpaar darstellt, von dem die Titanen, sechs Söhne und sechs Töchter, abstammen, wobei die Schwestern auch als Titaniden bezeichnet werden.
Die Titanen
Einer anderen Erzählung zufolge stammen die Titanen jedoch direkt von Uranos und Gaia ab, sodass Titäa demzufolge als Beiname der Gaia zu sehen ist. Die Titanen bilden so oder so das älteste Göttergeschlecht der griechischen Mythologie. Es sind dies:
#Okeanos
#Koios
#Hyperion
#Kreios (Krios)
#Iapetos
#Kronos (Vater des Zeus)
#Tethys
#Rhea (Mutter des Zeus)
#Themis
#Mnemosyne
#Phoibe
#Theia
Die ersten Kinder, die Gaia dem Uranos gebar, die Kyklopen und Hekatoncheiren, waren diesem von Anfang an verhasst, sodass er sie in die inneren Höhlungen der Erde (den Tartaros) verbannte und - nach Hesiods "Theogonie" - Freude an diesem schlimmen Werk empfand. Da Gaia darunter litt, versteckte sie die folgenden Kinder, brachte den grauen Stahl hervor, machte daraus eine Sichel und überreichte ihnen diese, damit sie ihn bestraften. Der jüngste der Titanen, Kronos folgte dem Wunsch seiner Mutter Gaia und entmannte Uranos, da dieser als erster eine schlimme Tat ersonnen habe. Die "Männlichkeit" des Uranos warf er ins Meer, und aus dem weißen Schaum, der um die unsterbliche Haut herum entstand, wuchs Aphrodite heraus.
Damit fand die Urzeugung zwischen Himmel und Erde ihr Ende: Der Himmel näherte sich fortan der Erde nicht mehr zur allnächtlichen Begattung. Mit der Herrschaft des Kronos jedoch begann ein Goldenes Zeitalter, in dem noch Honig aus den Eichen floss, und das anhielt, bis Kronos von Zeus besiegt wurde, siehe dort.
Von den zwölf Titanen verbinden sich im übrigen vier Schwestern mit vier Brüdern:
- Theia gebiert dem Hyperion den Helios (die Sonne), die Selene (den Mond) und Eos (das Frühlicht).
- Phoibe wird durch Koios zur Ahnin eines Göttergeschlechts, zu dem Leto, Artemis und Hekate sowie Apollon gehören
- Rhea nimmt Kronos zum Mann und bringt Hestia, Demeter und Hera sowie Hades, Poseidon und Zeus zur Welt.
- Tethys und Okeanos sind die Eltern der Okeaniden.
Iapetos zeugt mit Klymene weitere Titanen: den harten Atlas, den überheblichen Menoitios, sowie Epimetheus und Prometheus, den Freund der Menschen.
Der Kampf mit den Göttern
Hesiod erzählt, dass nach dem Sieg des Zeus über Kronos und der Freilassung aller von Uranos und Kronos gefangen gehaltenen oder verschlungenen Kinder zwischen den Titanen auf dem Gipfel des Berges Othrys und den neuen Göttern auf dem Olymp ein heftiger Kampf entbrannte, der erst entschieden werden konnte, als Gaia letzteren verriet, wie der Sieg zu erringen sei: Die Hundertarmigen sollten vom äußersten Rand des Erdkreises zur Hilfe herbeigeholt werden und mit Nektar und Ambrosia bewirtet werden - und tatsächlich sagten diese nach dieser göttlichen Bewirtung ihren Beistand zu. Als der Kampf zwischen Göttern und Titanen neu entbrannte, bewarfen die Hundertarmigen die Titanen mit Steinen, sodass sie unter diesen begraben wurden. Schließlich auch noch gefesselt wurden sie in den Tartaros gestoßen, von wo sie niemals mehr entkommen können, da Poseidon eine eherne Tür baute und die Hundertarmigen diese nun bewachen.
Okeanos und Helios sowie alle Titaninnen sollen an diesem Kampf nach anderen Angaben nicht beteiligt gewesen sein, so dass die Olympier letztlich nur gegen vier Titanen kämpften, was uns wiederum zeigen würde, wie stark sie tatsächlich waren – zumal Okeanos selbst manchmal als stärkster der Titanen bezeichnet wird.
Einer anderen Version dieser Geschichte zufolge ist der Sieg über die Titanen Zeus alleine zuzuschreiben, der Donner und Blitz, jene Geschenke der Kyklopen, die er nach seinem Sieg über Kronos befreit hatte, als Waffen einsetzte.
Quellen
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Köhlmeier: "Klassische Sagen des Altertums", ORF, 1995, Edition Radio Literatur
Weblinks
- [http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/titanen.htm Das Schwarze Netz: Titanen]
Siehe auch
- Portal:Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter und Helden
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:riese
ja:ティタン
Griechische MythologieDie Griechische Mythologie umfasst Geschichten der Götter und Helden (Heroen) des antiken Griechenlands.
Die Religion der antiken Griechen entstand aus den Religionen der eingewanderten Griechen und der vorgriechischen Bevölkerung in Kleinasien und Griechenland.
Im Vergleich zu den großen monotheistischen Religionen ist das Fehlen klarer Gebote und Verbote auffallend, wenngleich die Göttin Nemesis und die Erinnyen (Eumeniden) Zuwiderhandlungen gegen die Natur und vor allem den Muttermord bestrafen. Es kann, in der Antike seit Xenophanes, von einem Anthropomorphismus - einer Vermenschlichung der Götter - gesprochen werden, sie sind also durch ihren Ursprung als mythologische Gestalten den Menschen vor allem in ihren Schwächen ähnlicher, als der eine Gott der Juden, Christen und Moslems sein kann.
Die Religion war in ihrem Kern polytheistisch, mit verschiedenen Göttergeschlechtern (zum Beispiel dem der Titanen), zahlreichen Naturdämonen, Ortsgöttern und Halbgöttern. Einen geschlossenen Priesterstand gab es nicht, sondern bestimmten Heiligtümern zugeordnete Priester, ferner Seher und Wahrsager.
Die ältesten Quellen sind unter anderem Homers Ilias und Odyssee sowie Hesiods Theogonie. Homer und Hesiod brachten die Götter in eine bestimmte Ordnung: Aus lokalen Götterkulten mit weit gehenden Zuständigkeiten wird ein funktional differenzierter Götterkosmos. Im hellenistischen Zeitalter vermischte sich die Religion mit orientalischen Elementen.
Diese Mythologie wurde von den Römern unter analoger Götter-Zuordnung griechischer zu römischen Gottheiten teilweise übernommen (siehe römische Mythologie, auch: Etrusker). Sie hat trotz Christianisierung und Wegfall der Götterverehrung die Jahrtausende überdauert. Die Gestalten der griechischen Mythologie haben immer wieder die Vorlagen für neuere Werke der Kultur geliefert. Ungezählt sind die Gemälde, Opern oder Theaterstücke, die den antiken Stoff neu aufnehmen und verarbeiten.
Mythos (griechisch mýthos) bedeutet ursprünglich "Rede", "Kunde" oder "Überlieferung", später verschiebt sich die Bedeutung mehr auf das Unwahrscheinliche. Bereits antike Autoren verändern den Stoff erheblich, so dass man teilweise unterschiedliche Abstammungen und/oder Nachkommen bei den einzelnen Gestalten finden kann.
Griechischer Götterhimmel
Mythos
Schöpfungsgötter
- Chaos - ungeordneter und ungeformter Weltzustand, aus dem die Götter hervorgingen
- Nyx - die Nacht, entstand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Gaia - die Erde in Göttergestalt, entstand aus dem Chaos
- Erebos - die Finsternis, entsand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Aether - Sohn von Erebus und Nyx die reine Luft des oberen Himmels, die die Götter atmen und in der die Gestirne schweben
- Uranos - Himmel in Göttergestalt, durch Gaia ohne Zeugungsakt geboren
- Hemera - der Tag, Tochter des Erebos und der Nyx
Titanen
Die Titanen stammen der Sage nach von Uranos und Gaia ab.
- Okeanos - Herr des Ozean, stärkster der Titanen, zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen
- Koios - wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros gestoßen
- Hyperion - Licht- und Sonnengott, zeugte mit Gattin Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die Göttin der Morgenröte Eos
- Kreios - Gatte der Eurybia
- Iapetos - Gatte der Nymphe Klymene (Tochter des Okeanos), wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros verbannt
- Kronos - Vater des Zeus, wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Herrscher der Welt; Gatte von Rhea; wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht nun auf der Insel der Seligen
- Tethys - Meeresgöttin, Gattin des Okeanos, als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
- Rheia - Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus; herrscht mit Gatte Kronos seit dessen Entmachtung auf der Insel der Seligen
- Themis - Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, zweite Gattin (nach Methis) des Zeus, sie kennt die Zukunft und ermöglicht so Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben und die Erde neu zu bevölkern
- Mnemosyne - Mutter der neun Musen
- Phoibe - Frau des Koios, Mondgöttin
- Theia - Gattin des Koios, fordert für ihre Kinder einen Herrschaftsanspruch neben den Titanen, woraufhin Hyperion und Helios getötet werden und Selene Selbstmord begeht
- Atlas - Sohn von Iapetos und Klymene, musste als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf das Himmelsgebirge tragen, nachdem er von Perseus versteinert wurde trägt er als Atlasgebirge den Himmel auf seinen Schultern
Olympische Götter
- Zeus - Sohn von Kronos und Rhea, Göttervater
- Hera - Tochter von Kronos und Rhea, Gattin des Zeus, Göttin der Ehe und der Niederkunft
- Poseidon - Sohn von Kronos und Rhea, wurde durch Zeus vor Kronos gerettet, Gott des Meeres
- Aphrodite - entstand aus dem Samen des durch Kronos abgeschnittenen Geschlechts des Uranos, Göttin der Liebe und Schönheit
- Hephaistos - Sohn von Zeus und Hera, von Meernymphen aufgezogen, Gott des Feuers und der Schmiede
- Dionysos - Sohn von Zeus und Semele, Gott des Weines, der Masken und somit der Tragödie
- Apollon - Sohn von Zeus und Leto, Gott des Frühlings, des Lichts, der Sittlichkeit und der Künste
- Hermes - Sohn von Zeus und Maia, Götterbote, somit Schutzgott der Wege, Wanderer, Kaufleute und Diebe
- Demeter - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten
- Artemis - Tochter von Zeus und Leto, Göttin der Jagd, des Wachstums und der Geburt
- Athene - Tochter von Zeus und Methis, Göttin der Weisheit, der Wissenschaft, der Web- und Zimmererkunst
- Ares - Sohn von Zeus und Hera, Gott des Krieges
- Hestia - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin des Feuers, des Herdes und der Familieneintracht
- Eris - Göttin der Zwietracht und des Streites
- Hades - Ort und Gott der Toten, der Unterwelt
Mythologische Gestalten (andere Götter/Halbgötter/Heroen/Menschen)
Hades
Hades
- Achilleus, Achilles
- Acheloos
- Agamemnon
- Agenor
- Aias
- Aigisthos
- Aletheia
- Alkmene
- Amazone
- Amphitryon
- Andromeda
- Arachne
- Ariadne
- Asklepios
- Atalanta
- Bellerophon
- Chloris
- Dädalus
- Danaiden
- Deukalion
- Elektra
- Europa (Mythologie)
- Eurystheus
- Hektor
- Herakles (römisch: Hercules)
- Hero
- Hypnos
- Ikarus
- Ixion
- Jason
- Kassandra
- Laokoon
- Leander
- Medea
- Menelaos
- Morpheus
- Nestor
- Ödipus
- Odysseus (etruskisch: Uthuze) Odysseus
- Oknos
- Orestes
- Orpheus
- Paris
- Perseus
- Plutos
- Priamos
- Prometheus, Titan, der den Menschen das Feuer brachte
- Pyrrha
- Sisyphos
- Tantalos
- Telemachos
- Theseus
- Tytios
Mythologische Gestalten (Ungeheuer/Tiere/andere)
- Androphonos
- Circe
- Charybdis
- Chimäre
- Erinnyen (röm. Myth. Furien)
- Alekto
- Megaira
- Tisiphone
- Gorgonen
- Euryale
- Medusa
- Stheno
- Hesperiden
- Horen
- Chione
- Irene
- Minotaurus Minotaurus
- Moiren
- Atropos
- Klotho
- Lachesis
- Musen
- Erato (Liebes-Lyrik)
- Euterpe (Flötenspiel, Gesang)
- Kalliope (Epische Dichtung)
- Klio (Geschichtsschreibung)
- Melpomene (Tragödie)
- Polyhymnia (Hymnische Dichtung)
- Terpsichore (Tanz)
- Thalia (Komödie)
- Urania (Sternkunde)
- Nymphen
- Amphitrite
- Orseis
- Thetis
- Pan Pan
- Pegasus
- Satyr
- Sirene
- Skylla
- Zelos
- Zentaur
- Zephyros
- Zyklopen
- Polyphem
Mythologische Gegenstände und Orte
- Aigis
- Ambrosia
- Delphi
- Nektar (Mythologie)
- Goldene Äpfel der Hesperiden
- Hades
- Tartaros
- Elysion
- Asphodeliengrund
- Lethe
Literatur
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, Klett-Cotta (Bd.1), ISBN 3-608-91824-8, dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Karl Kerényi: Die Heroengeschichten (Bd.2), Klett-Cotta, ISBN 3-608-91873-6
- Karl Kerényi: Töchter der Sonne - Betrachtungen über griechische Gottheiten, Klett-Cotta, ISBN 3-608-91837-X
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. A. d. Engl. v. Hugo Seinfeld. 15. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 (Rowohlts Enzyklopädie; rororo, Bd. 55404). 759 S. ISBN 3-499-55404-6
- Rose, Herbert Jennings: Griechische Mythologie. Ein Handbuch. 9. Aufl. München: C. H. Beck, 1997. IX, 441 S. ISBN 3-406-33223-4
- Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (dies Buch kann - in vielen Auflagen - als eherner Hausbuchbestand bei allen Abiturienten Deutschlands bis in die 1960er Jahre voraus gesetzt werden und ist also zumal für ein Studium der Literaturwissenschaft unabdingbar)
- Tripp, Edward: Reclams Lexikon der antiken Mythologie. 7. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2001. 560 S. ISBN 3-15-010230-8 (geb.), ISBN 3-15-010451-3 (kart.)
Siehe auch
- Portal:Mythologie
- Klassische Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter
- Liste griechischer Götter
- Liste von Göttinnen
- Olympische Götter (mit ihren Attributen)
Weblinks
- http://gutenberg.spiegel.de/autoren/schwab.htm - Gustav Schwab bei Projekt Gutenberg-DE
- http://gutenberg.spiegel.de/moritz/goetterl/goetterl.htm - Karl Philipp Moritz, Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten
- http://www.mythologica.de Beschreibt die einzelnen Gestalten
- http://www.perseus.tufts.edu/ (Englisch) Aber mit einer unglaublichen Funktionsvielfalt, inkl. Volltextsuche über antike Texte. Sehr viele weiterführende Links.
- http://www.br-online.de/alpha/mythen/ Auf dem BR-alpha Bildungskanal läuft eine interessante Serie zu den Griechischen Mythen
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_griechen.html - Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen + Die Heroengeschichten
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_sonne.html - Karl Kerényi: Töchter der Sonne
!
ja:ギリシア神話
ko:그리스 신화
UranosUranos (römischer Name: Uranus) stellt in der griechischen Mythologie den Himmel in Göttergestalt dar, den Gaia ohne Begattung durch Eros im Schlafe hervorbrachte, „dass er sie immer umgebe, und dass er auf ewige Zeit der seligen Götter sichere Wohnung sei“ (Hesiod, Theogonie). Mit Uranos kam das männliche Element in die Welt.
Mit seiner Mutter Gaia zeugte Uranos die Titanen, Eurynome, die Kyklopen und die Hekatoncheiren. Er verbarg alle seine Kinder in der Erde – nach Michael Köhlmeier stieß er diese mit seinem riesigen Phallus immer wieder in Gaia, die ja für die Erde steht, zurück. Diese böse Tat erfreute ihn, so erzählt es Hesiod. Und sie erboste Gaia, die daraufhin den grauen Stahl hervorbrachte, um daraus eine Sichel (harpe) zu machen, und ihre Söhne anstiftete, den Vater zu entmannen. Alle erschraken, doch der Titan Kronos erklärte sich schließlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, da Uranos tatsächlich als erster eine schändliche Tat ersonnen habe. Als Uranos das nächste mal zu Gaia stieg und bei ihr lag, entmannte ihn Kronos mit dieser Sichel – die in anderen Erzählungen aus Feuerstein gewesen sein soll. Aus den Blutstropfen, die auf die Erde fielen, gebar Gaia die drei Furien (Erinyen), die Giganten und die Eschennymphen. Seither verfolgen die Erinyen jede Verletzung mütterlicher Ansprüche, selbst wenn diese nicht gerechtfertigt sind, in weiterer Folge aber auch jede Verletzung einer Rangordnung, die durch eine Blutsverwandtschaft bedingt ist.
Aus dem Samen des abgeschnittenen Geschlechts, das in das Meer fiel, entstand Aphrodite. Kronos übernahm die Weltherrschaft, bis auch er von seinem Sohn Zeus gestürzt wurde.
Mit der Erzählung der Entmannung des Uranos nimmt die Urzeugung zwischen Himmel und Erde in der griechischen Mythologie ihr Ende und Uranos selbst spielt in den weiteren Erzählungen keine Rolle mehr.
Quelle: Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen – Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, ISBN 3-423-30030-2
Siehe auch: Generationenkonflikt – Jungfrauengeburt – Kannibalismus – Mythos - Stammbaum der griechischen Götter und Helden
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:ウラノス
KlymeneIn der griechischen Mythologie bezieht sich der Name Klymene ("berühmte Kraft") auf sechs verschiedene Personen:
- Ehefrau des Helios und Mutter von Phaeton und den Heliaden.
- Mutter von Atalanta und Ehefrau von Schoeneus oder Iasos.
- Enkelin von Minos und durch Nauplios Mutter von Palamedes und Oiax.
- Ehefrau von Iapetos, eine Okeanide (Meeresnymphe). Mutter von Atlas, Epimetheus, Prometheus und Menoitios.
- Durch Ares Mutter des Diomedes
- Ehefrau von Merops und Königin von Äthiopien, Mutter von Pandareus
Klymene bezeichnet auch den Asteroiden Nummer 104, Klymene (Asteroid)
Kategorie:Griechische Mythologie
Asia (Mythologie)Asia war in der griechischen Mythologie eine Tochter des Okeanos und der Tethys. Von ihrem Namen leitet sich die Bezeichnung des Kontinents Asien ab. Sie soll entweder mit Iapetos oder mit Prometheus verheiratet gewesen sein.
Kategorie:Griechische Gottheit
Kategorie:Literarische Figur
Themis (Mythologie)Themis ist in der griechischen Mythologie Tochter des Uranos und der Gaia und gehört somit zum Göttergeschlecht der Titanen. Sie gilt als Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung.
Sie war – nach Metis – die zweite Gattin des Zeus, der mit ihr die Horen und Moiren zeugte. Zunächst gebar sie ihrem Bruder Iapetos jedoch den Prometheus, Epimetheus, Atlas und Menoitios.
Sie gilt als Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung. Nach Gaia war sie die zweite Schutzherrin des Orakels von Delphi, das dann von Phoibe oder auch gleich von Apollon übernommen wurde.
Themis kannte die Zukunft und besaß ein Wissen um die Dinge, das selbst dasjenige des Zeus überstieg. So warnte sie diesen vor einer Beziehung mit Thetis, da einer ihrer Söhne mächtiger werden würde als er. Deukalion und Pyrrha ermöglichte sie, die Sintflut zu überleben und die Erde neuerlich zu bevölkern. Den Atlas warnte sie, dass ein Zeussohn kommen werde, um die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen – weshalb dieser dann auch die Bitte des Perseus nach Unterkunft ausschlug und zur Strafe dafür versteinert wurde.
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:テミス
Atlas (Mythologie)
Atlas ist in der griechischen Mythologie ein Titan.
Er ist der Sohn des Iapetos und der Klymene sowie Bruder des Menoitios, Prometheus und Epimetheus. Als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf hatte er im äußersten Westen das Himmelsgebirge zu tragen. Er holte die goldenen Äpfel der Hesperiden für Herakles.
Er war Vater der Plejaden, Hyaden, Hesperiden und der Kalypso.
Ein Orakel-Spruch erklärte ihm, ein Sohn des Zeus würde seinen Töchtern die goldenen Äpfel stehlen. Deshalb lehnt er Perseus' Bitte um Unterkunft ab. Perseus versteinert ihn zur Strafe für mangelnde Gastfreundschaft dadurch, dass er ihm das abgeschlagene Haupt der Gorgo Medusa entgegenhält. Seitdem ist Atlas als das Atlasgebirge anzutreffen und trägt den Himmel auf seinen Schultern.
In der Herakles-Sage ist er in dieser Funktion jedoch auch wieder persönlich ansprechbar. Herakles übernimmt für kurze Zeit die Last des Himmels auf seine Schultern, damit ihm Atlas goldene Äpfel von seinen Töchtern, den Hesperiden, holen kann. Mit den Äpfeln zurückgekehrt, möchte Atlas die Last des Himmels nicht mehr übernehmen. Herakles überlistet den hier naiven Atlas jedoch: Er müsse gerade nur ein Steinchen aus der Sandale entfernen, um den Himmel weiter tragen zu können. Für diesen kurzen Augenblick, und ab da für immer, übernimmt Atlas wieder die Last, während Herakles daraufhin mit den Äpfeln zu Eurystheus zieht.
Viele Abbildungen oder Skulpturen stellen Atlas als Träger der gesamten Erdkugel dar, so zu sehen z.B. schon auf der Frontseite der berühmten Kartensammlung von Mercator aus dem Jahr 1595. Die mythologisch nicht korrekte, aber verbreitete Vorstellung von Atlas als Erdballträger hat sich wohl auch wegen seiner größeren Symbolhaftigkeit und Anschaulichkeit so stark durchgesetzt.
Siehe auch: Atlant
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:アトラス
Prometheus
Prometheus (altgr. Προμηθευς, Prométheus, ~ "der voraus Bedenkende") ist im griechischen Mythos der Freund und Kulturstifter der Menschheit, bei Platon ist er gar der Ahnherr der Menschen. Er fand in der Kulturgeschichte vielfältige Rezeption, so z. B. bei Goethe.
Genealogie
In der griechischen Mythologie ist Prometheus
- entweder der Sohn von Iapetos (Titan) und der Klymene (nach Hesiod)
- oder der Sohn der Gaia (Titan) (nach Aischylos).
In der Genealogie nach Hesiod ist er der Bruder des Atlas, des Menoitios und des Epimetheus - vgl. die Theogonie (Verse 507-616). Ein Sohn von Prometheus (mit Klymene oder Kelaone) ist Deukalion.
Prometheus ist zwar göttlicher, jedoch titanischer Herkunft. Mit Zeus, dem Oberhaupt der herrschenden Göttergeschlechtes (den Olympiern), steht er also auf gespanntem Fuß.
Prometheus-Mythos
Der Prometheus-Mythos berichtet von der Zeit der Scheidung der Götter und Menschen; Hesiod berichtet von den verschiedenen Schritten dieses Prozesses: Dem Opferbetrug, dem Feuerraub, der Pandora, der Fesselung und schließlich der Befreiung des Prometheus. Hier tritt Prometheus als Freund und Zuarbeiter der Menschen auf, einzig unterstützt von der Göttin Athene.
Siehe auch: Gilgamesch-Epos
Der Opferbetrug
Nach Hesiod: Nach der Scheidung von Göttern und Menschen in Mekone speist man nicht mehr an der selben Tafel; die bisher gemeinsame Mahlzeit muss geteilt werden. Prometheus´ Schuld gegenüber den Göttern beruht auf diesem ersten "Opferritual":
Prometheus führt Zeus und die anderen Olympier hinters Licht, als er ein Rind zwischen Göttern und Menschen aufteilt. Der eine Stapel, listig getarnt und kunstvoll aufgetürmt, besteht lediglich aus den Knochen. Prometheus bedeckt diesen mit einer (damals als lecker gewerteten) glänzenden Fettschicht. Den Stapel, der gutes Fleisch enthält, bedeckt er mit einer Schicht widerwärtiger Haut.
"Ruhmvollster Zeus," sagt nun Prometheus verschlagenen Sinnes, "wähle von beiden den Teil, nach dem das Herz dir gelüstet!" Zeus muss nun entscheiden, welcher der beiden Stapel den Göttern gehören soll. Er wählt den Stapel mit dem glänzenden Fett. "Und mit den Händen hob er (Zeus) empor die glänzende Fettschicht. / Zorn erfüllte sein Herz und bitterer Grimm überkam ihn, / als er das Kunstwerk aus weißen Knochen des Rindes erblickte."
Der Feuerraub
Da Zeus den Menschen das Feuer verweigerte, stahl Prometheus es den Göttern, indem er mit einem Schilfrohr (Narthex) in einem Scheiterwagen zur geheimen Feuerstelle fuhr. Das Feuer sperrte er in dem hohlen Schilfrohr ein und brachte es so zu den Menschen. Nach einer anderen Version entzündete Prometheus einen langen Grashalm am Sonnenwagen des Helios. Da die Menschen nun einmal im Besitz des Feuers waren, konnten es ihnen die Götter nicht mehr nehmen. (Vgl. Sampo.)
Pandora
Zur Bestrafung der Menschheit schenkte Zeus dem Epimetheus, dem Bruder des Prometheus, Pandora, die nach der griechischen Mythologie die erste Frau war. Hesiod beschreibt sie als "schönes Übel" (καλον κακον). Gegen dieses – nach Hesiod – schlimmste aller Übel konnte auch Prometheus kein Gegenmittel finden. Sie brachte die unheilvolle "Büchse der Pandora" mit, die Epimetheus ("der hinterher denkende") neugierig öffnete, so dass aus ihr alle Übel und Seuchen entwichen und über die Menschen herfielen. Am Boden dieser Büchse war die Hoffnung (Elpis), doch bevor sie heraus kam, wurde die Büchse wieder geschlossen.
Symbolisch ist diese Entwicklung der Geschlechtertrennung dem Sündenfall in der Bibel vergleichbar. Pandora ist dann die verführende Eva, Epimetheus der sich verführen lassende Adam. Epimetheus erkennt alles nur zu spät ("Epimetheus" bedeutet "der im Nachhinein Bedenkende", "Prometheus" dagegen "der im Voraus Bedenkende"): Als er das Übel besaß, da bemerkte er's.
Zeus rief Kratos und Bia ("Macht" und "Gewalt") zu Hilfe, um Prometheus zu fangen. Jedoch konnte Prometheus, kurz bevor diese beiden ihn bändigten, noch die Hoffnung aus der Büchse holen.
Die Fesselung des Prometheus
Als Strafe ließ Zeus den Prometheus mit unzerbrechlichen Klammern an den Kaukasus ketten. Ein Adler mit dem Namen Ethon riss ihm jeden Tag die Leber aus dem Leib, die ihm nachts wieder nachwuchs. Vermutlich handelte es sich dabei um den Berg Kasbek (antike Geographie ist mit Vorsicht zu interpretieren). Der Adler stammt von der Schlange Echidna und dem Typhon ab (siehe den Stammbaum der griechischen Götter).
Die Befreiung des Prometheus
Prometheus wurde nach langer Qual von Herakles durch eine List befreit. Dieser erlegte den Adler und ersetzte Prometheus durch den Kentaur Chiron, den Schöpfer der Heilkunst, der freiwillig die Qualen des Prometheus auf sich nahm.
In einer anderen Version der Sage hatte Prometheus' Mutter eine Vision vom Ende des Zeus, der wie sein Großvater und Vater zuvor durch den eigenen Sohn besiegt werden würde. Allerdings kannte nur Prometheus den Namen der Frau, die diesen neuen Göttervater als Geliebte des Zeus gebären würde. Durch Vermittlung zwischen Prometheus und Zeus erreichte sie so die Aufhebung der Strafe.
Zur Verbüßung der Strafe und damit Zeus sich weiterhin rühmen konnte, dass seine Strafe über Prometheus ewig sei, brach Prometheus ein sehr kleines Stück des Felsens, an den er gefesselt gewesen war, ab und trug es fortan, gefasst in einen Ring, an einem Finger. Der griechischen Mythologie zufolge begannen die Menschen von da an Ringe zu tragen, die für eine ewige Bindung stehen, um Prometheus zu ehren.
Prometheus in der Literatur
Aischylos
Die Prometheus-Trilogie des Aischylos ist nicht gänzlich erhalten (siehe dort).
Platon
Prometheus wird bei Platon mehrmals thematisiert, besonders erwähnenswert ist aber die Stelle im Protagoras (Protagoras, Steph. 320-323). Demnach gab es eine Zeit, in der zwar Unsterbliche die Erde bevölkerten, nicht aber Sterbliche. Diese wurden von den Göttern geformt, und dann beauftragte man das Bruderpaar Prometheus und Epimetheus damit, den Lebewesen Eigenschaften zuzuordnen. Epimetheus übernimmt diese Aufgabe und lässt sich dann von seinem Bruder, Prometheus, kontrollieren. Zuerst wird er einmal gelobt: Epimetheus hat den Tieren gerecht verteilt Eigenschaften gegeben: Die Schnellen sind klein, die Wehrlosen haben zahlreichen Nachwuchs, ein ausgewogenes Verhältnis aller Arten ist gewährleistet.
Doch dann entdeckt Prometheus ein kleines, nacktes Wesen: den Menschen. Er ist leer ausgegangen, denn keine Eigenschaft ist mehr übrig geblieben. So sieht sich Prometheus gezwungen, für den Menschen das Feuer und die Weisheit der Athene, die Kunstfertigkeit dem Hephaistos und andere zum Überleben wichtige Fähigkeiten zu stehlen, wie das Weben.
Doch damit ist das Problem nicht gelöst: Die Menschen, die sich aus Schutz vor den Tieren in Städten ("Poleis") zusammen schließen, töten einander, weil sie Scham und Mitgefühl, die staatsbürgerliche Kunst – so Platon – nicht haben.
Um diese Gattung nicht zu verlieren, sieht sich Zeus gezwungen, später Hermes mit eben diesen Fähigkeiten auf die Erde zu schicken und sie, im Gegensatz zu den anderen Fähigkeiten, gerecht unter allen zu verteilen. Platon: "Ja, du [Hermes] sollst in meinem Namen das Gesetz geben, dass, wer nicht imstande sei sich Scham und Recht zu eigen zu machen, dem Tod verfallen sei; denn er ist ein Geschwür am Leibe des Staates." (Quelle: s.o. (Hrsg.: Otto Apelt))
Interessant ist die Unterscheidung zwischen Fähigkeiten, die zum Leben in und gegen die Natur nötig sind, und jenen, die zum gemeinschaftlichen Zusammenleben notwendig sind.
Neuzeit
Auch ein hochberühmtes Gedicht Goethes ist Prometheus gewidmet. Er beschreibt darin den Widerstand des schöpferischen Genies Prometheus gegen Zeus. (Siehe die literarische Epoche des "Sturm und Drangs".)
Weblinks
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:プロメテウス
ko:프로메테우스 (신화)
Olympische GötterOlympische Götter. Die zwölf Hauptgötter der Griechische Mythologie. Ihr Wohnsitz war der Berg Olymp in Griechenland.
Zu den Olympischen Göttern gehören (in Klammern und kursiv ihre Entsprechungen im alten Rom):
- Zeus (Jupiter), Oberster der Götter und Beherrscher der Naturgewalten - Adler; Blitzbündel, Zepter
- Hera (Juno), seine (Zeus) Gattin und Schwester, Beschützerin von Ehe und Familie - Pfau; Zepter, Diadem, Schleier
- Poseidon (Neptun), sein Bruder, Gott des Meeres, der Erdbeben und Pferde - Fisch, Delphin; Dreizack
- Demeter (Ceres), seine Schwester bzw. nach anderer Quelle Hades (Pluto), Göttin der Erde und des Ackerbaus und der Sitten - Goldener Ährenkranz, Fackel, Korb mit Pfirsichen oder Blumen
- Ares (Mars), sein Sohn von Hera, Gott des Krieges und der rohen Gewalt - Schwert, Schild, Helm
- Hephaistos (Vulcanus), sein Sohn von Hera, Gott des Feuers und der Schmiedekunst - Schmiedehammer bzw. -zange
- Aphrodite (Venus), seine Tochter von Dione, Gemahlin des Hephaistos, Göttin der Schönheit und der Liebe - Schwan, Gans, Taube; Muschel, Gürtel, Spiegel
- Apollon (Apollo), sein Sohn von Leto, Gott der Sonne und des Lichts - Bogen, Köcher, Kithara
- Artemis (Diana), seine Tochter von Leto, Zwillingsschwester von Apollon, Göttin der Jagd - Hirschkuh; Mondsichel, Bogen, Köcher
- Hermes (Merkur), sein Sohn von Maia, Götterbote, beschützte Handel, Verkehr, Wanderer, Boten, Diebe - Flügelkappe, Flügelschuhe
- Athene (Minerva), seine Tochter von Metis, Schutzherrin der Helden, der Städte, des Ackerbaus, der Künste und Wissenschaften, des Handwerks und des Krieges - Eule; Ölbaum, Helm, Speer
- Hestia (Vesta), älteste Tochter des Kronos und der Rheia, Göttin des Herdfeuers
- Dionysos (Bacchus), sein Sohn von Semele, Gott der Fruchtbarkeit und der Ekstase, Gott des Weines - Kranz aus Weinblättern, Weinstock und Efeu, Reh- oder Pantherfell Wurde später in den Kreis aufgenommen und verdrängt Hestia
- Herakles, sein Sohn von Alkmene, Halbgott - Keule, Löwenfell Wurde nach Erfüllung seiner zwölf Taten in den Kreis der Olympischen Götter aufgenommen. Im Gegensatz zum Fall Dionysos musste aber kein Gott den Olymp verlassen.
- Hebe, frühere Mundschenkin der Götter, Tochter des Zeus und der Hera, nach Herakles Aufstieg in den Olymp dessen dritte Gemahlin
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:オリュンポス十二神
ko:올림포스의 12신
Zeus
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Zeus (griechisch Ζευς oder auch Δίας), Sohn des Kronos und der Rhea (Göttin des Fließens), ist der oberste olympische Gott in der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen. Über ihm stand nur das (personifizierte) Schicksal – seine Töchter, die Moiren – auch er hatte sich ihnen zu fügen.
Zeus wird bei den Römern mit Jupiter gleichgesetzt.
Jupiter
Kronos verschlang alle seine Kinder gleich nach der Geburt, da er Angst hatte, diese könnten ihn entmachten, so wie er selbst seinen Vater Uranos entmachtet hatte. Deswegen brachte Rhea Zeus im Verborgenen auf die Welt, nämlich in einer Höhle des Idagebirges auf Kreta. Dem Kronos gab sie einen in eine Windel gewickelten Stein zu essen. Als Kronos sich daraufhin ein Brechmittel von Rhea geben ließ, da der Stein auch für einen Gott unverdaulich war, spuckte er auch die anderen Kinder zusammen mit dem Stein aus. Zeus wurde in der Zwischenzeit von der Ziege (nach andern von der Nymphe) Amaltheia versorgt und von den Kureten beschützt.
Er stürzte seinen Vater nach schweren Kämpfen mit ihm und dessen Geschwistern, den Titanen. Zeus wurde dabei von den Kyklopen, von denen er auch Blitz und Donner erhielt, und den Hekatoncheiren unterstützt. Nachdem Zeus die Titanen in den Tartaros gestürzt hatte, musste er noch mit den Giganten und dem Typhon kämpfen. Doch auch in diesen Kämpfen war Zeus siegreich und er konnte mit seinen Brüdern die Weltherrschaft antreten. Dabei war ihm durch Los der Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt zugefallen.
Zeus war mit seiner Schwester Hera verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte. Aber er hatte auch viele Liebschaften, unter anderem mit der Göttin Leto, die ihm Apoll und Artemis gebar, aber auch mit vielen Nymphen, Halbgöttinnen und Sterblichen. Aus dem Sitz seiner Klugheit entsprang Athene. Diese Liebschaften waren nie von Dauer, auch weil Hera äußerst eifersüchtig war. Um die Kinder, die aus diesen Seitensprüngen entstanden (unter anderen Apoll, Artemis, Herakles, die schöne Helena und nach einigen Quellen auch Athene) kümmerte er sich aber. Die einzige Liebschaft von Dauer war wahrscheinlich die zum Königssohn Ganymed. Dieser war so schön, dass Zeus ihn in Gestalt eines Adlers auf den Olymp entführte. Dort diente er ihm als Mundschenk.
Oft hatte Zeus bei der Zeugung seiner Kinder eine je andere Gestalt (Stier, Schwan, Goldener Regen u.a.) angenommen:
Ein in der Antike berühmtes Zeus-Orakel befand sich im Eichenhain von Dodona.
Weblinks
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:ゼウス
ko:제우스
TartarosTartaros (auch Tartarus geschrieben) ist in der griechischen Mythologie ein Teil der Unterwelt (Hades); auch: Hölle, Unterwelt, Schattenreich. Es ist der Strafort der Unterwelt. Zu ewigen Qualen im Tartaros verurteilt waren Tytios, Ixion, Oknos, Danaiden, Sisyphos, Tantalos
Nach dem Tartaros bezeichneten die alten Römer die in Europa einfallenden plündernden Hunnen als Tartaren, da sie annahmen, diese kämen direkt aus der Hölle.
Siehe auch: Stammbaum der griechischen Götter und Helden
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Fiktiver Ort
ja:タルタロス
HomerHomer ist
- ein Dichter der griechischen Antike, siehe Homer (Dichter)
- ein englischer Vorname, bekannt geworden durch die mehrfach ausgezeichnete Zeichentrick-Serie Die Simpsons.
- im Baseball eine weitere Bezeichnung für einen Home Run
die Bezeichnung mehrerer Orte in den USA:
- Homer (Alaska)
- Homer (Georgia)
- Homer (Louisiana)
- Homer (Michigan)
- Homer (Nebraska)
- Homer (New York)
siehe auch
- Homer City (Pennsylvania)
Aischylos
Aischylos (griechisch Αισχύλος), auch Aeschylos, Äschylos, oder Æschylos geschrieben, ( - 525 v. Chr. in Eleusis, Attika; † 456 v. Chr. in Gela, Sizilien) gilt als einer der großen griechischen Tragödiendichter, zu denen neben ihm noch Sophokles und Euripides gezählt werden.
Leben
Einem alten Adelsgeschlecht entstammend, wird Aischylos als Sohn des Euphorion geboren. Als junger Mann erlebt er den Sturz der Tyrannis und die demokratischen Reformen des Kleisthenes von Athen. Er begeistert sich früh für die Dramen von Choirilos und Pratinas und die Dichtkunst von Agathokles und Apollodoros. Der Sage nach wird er durch Dionysos selbst im Traum zum Dichter geweiht. An seinen frühen Stücken nimmt er noch selbst als Schauspieler teil. Im Alter von fünfundzwanzig Jahren bewirbt er sich erstmalig um den Siegespreis der Dionysien, des Dichterwettbewerbs der Stadt Athen, unterliegt jedoch.
Als Soldat nimmt er 490 v. Chr. für Athen an der Schlacht bei Marathon gegen die Perser teil, wo er seinen Bruder verliert. Nach der Zerstörung Athens im Jahre 480 v. Chr. ist er auf einem der griechischen Kriegsschiffe an der Seeschlacht von Salamis beteiligt.
Mehrfach reist er nach Sizilien, so auch 475 v. Chr. auf Einladung des dortigen Königs Hieron I. von Syrakus und trifft dort auf die Lyriker Simonides, Pindar und Bakchylides. Für Hieron verfasst er das Festspiel Die Ätnäerinnen.
Zurück in Athen wird 472 v. Chr. das Drama Die Perser uraufgeführt, in dem er auf dramatische Weise seine Kriegserfahrungen verarbeitet, und gewinnt den ersehnten Preis. Im Wettstreit mit Sophokles unterliegt er im Jahre 468 v. Chr., doch insgesamt kann er gegen Ende seines Lebens auf dreizehn Siege bei den Dionysien zurückblicken.
Von seiner letzten Sizilienreise kehrt er nicht mehr zurück. Er stirbt 456 v. Chr. in Gela - der Legende nach erschlagen durch eine Schildkröte, die ein Adler fallen ließ - wo er auch begraben wird. Sein Grab-Epigramm lautet:
:
In Athen wurde auf die Nachricht von seinem Tode der Beschluss gefasst, seine Dramen auch weiterhin (außer Konkurrenz) an den Wettbewerben teilnehmen zu lassen.
Die wichtigsten Quellen für das Leben des Aischylos sind eine in mehreren Texthandschriften überlieferte Lebensbeschreibung, der Artikel in dem byzantinischen Lexikon Suda und die Einträge 48, 50 und 59 in der Parischen Chronik, dem so genannten Marmor Parium.
Wirkung
Im Jahre 406 v. Chr. macht Aristophanes in seiner Komödie Die Frösche Aischylos im Wettstreit mit Euripides zum Vertreter der altehrwürdigen Zeit und Vorbild des tragischen Dichters. Gegen Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. wird seine Statue neben denen des Sophokles und Euripides im Theater des Dionysos aufgestellt.
Seine Einführung des zweiten Schauspielers revolutionierte durch den dadurch ermöglichten Dialog das griechische Theater. Aber auch durch Sprache, Stil und die Wahl des Mythos als Thema der griechischen Tragödie beeinflusste er seine Nachwelt maßgeblich. Seine Charaktere sind keine gewöhnlichen Menschen aus dem Volk, sondern ragen aus ihnen durch ihre übermenschliche Leidenschaft und Charakterstärke, aber auch die kraftvolle, schroffe, erhabene und bilderreiche Sprache heraus.
Werke
Erhaltene Werke
Gemäß Überlieferung gehen neunzig Dramen auf Aischylos zurück, von denen aber nur neunundsiebzig dem Namen nach bekannt sind. Die besonders gerühmten zwanzig Satyrspiele sind allesamt verloren gegangen, von den Tragödien sind lediglich sieben noch vollständig erhalten, dazu kommen Teile dreier anderer Stücke. Von seinen Frühwerken hin zu der kurz vor seinem Tod fertig gestellten Trilogie Orestie ist eine deutliche künstlerische Entwicklung feststellbar - von einem eher schlichten Erzählstil hin zu einem in seiner Tragik und Gedankentiefe kaum übertroffenen Drama der Weltliteratur.
- Die Perser (472 v. Chr.) (1. Preis bei den Dionysien)
- Die sieben gegen Theben (467 v. Chr.)
- Die Schutzflehenden (463 v. Chr.)
- Orestie (458 v. Chr.), in den Teilen
- Agamemnon
- Die Grabspenderinnen (Choephoren)
- Die Eumeniden
- Der gefesselte Prometheus (Echtheit von einigen Forschern angezweifelt)
Die verlorenen bzw. fragmentarisch überlieferten Werke
- Aigyptioi (463 v.Chr.)
- Aitnaiai (Die Ätnäerinnen)
- Amymone (Satyrspiel, 463 v.Chr.)
- Argeioi
- Argo
- Athamas
- Bacchai
- Bassarai
- Danaides (463 v.Chr.)
- Diktyoulkoi (Satyrspiel)
- Edonoi
- Eleusinioi
- Epigonoi
- Glaukos Pontios
- Glaukos Potnieus (472 v.Chr.)
- Heliades
- Herakleidai
- Hiereiai
- Iphigeneia
- Ixion
- Kabeiroi
- Kares / Europe
- Kressai
- Laios (467 v.Chr.)
- Leon
- Lykourgeia
- Lykourgos
- Memnon
- Myrmidones (Die Myrmidonen)
- Mysoi (Die Nyser)
- Neaniskoi
- Nemea
- Nereides
- Niobe
- Oidipous (467 v.Chr.)
- Oplon Krisis
- Oreithyia
- Ostologoi
- Palamedes
- Pentheus
- Perraibides
- Penelope
- Philoktetes
- Phineus (472 v.Chr.)
- Phorkides
- Phryges / Hektoros Lytra
- Prometheus Lyomenos
- Prometheus Pyrkaios (472 v.Chr.)
- Prometheus Pyrphoros
- Proteus (458 v.Chr.)
- Psychagogoi
- Psychostasia
- Salaminiai
- Semele / Hydrophoroi
- Sisyphos Drapetes
- Sisphos Petrokylistes
- Sphinx (467 v.Chr.)
- Telephos
- Theoroi / Isthmiastai
- Threissai
- Toxotides
- Trophoi
- Xantriai
Weblinks
-
- [http://www.litlinks.it/ax/aischylos.htm Texte im Internet]
- [http://www.ashmol.ox.ac.uk/ash/faqs/q004/ Parische Chronik - Marmor Parium] (auf Englisch)
Kategorie:Autor
Kategorie:Antike (Literatur)
Kategorie:Literatur (Altgriechisch)
Kategorie:Drama
Kategorie:Grieche
Kategorie:Mann
ja:アイスキュロス
ko:아이스퀼로스
JafetJafet oder Japheth oder Japhet (hebräisch יפת) ist einer der Söhne Noachs im Alten Testament. Gemäß dem Bericht der Bibel ist er einer der 8 Überlebenden der Sintflut. Er gilt meist als der jüngste Sohn, andere Traditionen halten ihn für den ältesten.
Im Arabischen wird er Yafet Ibn Nuh (Jafet Sohn des Noach) genannt.
Er gilt als der Urvater der Jafetiten in Europa, Kleinasien, skythischem Asien, und Jafan, Jafets Sohn, von dem die Jonier/Griechen stammen sollen.
(?Iavan, a quo Iones, qui et Graeci?, Isidor, Etymologiae 9.2.28, Lindsay 1911).
Siehe auch: Sem, Ham, Portal:Bibel
Kategorie:Biblische Person altes Testament
Mond (Trabant)
Ein natürlicher Satellit (meistens allerdings Mond genannt oder auch Trabant) ist ein Himmelskörper, der einen Planeten oder einen Planetoiden in einem Sonnensystem umkreist. Der Planet oder Planetoid umkreist gemeinsam mit seinem Mond, bzw. seinen Monden, das Zentralgestirn des Sonnensystems. Es ist kein Fall bekannt, wo ein Mond seinerseits wieder einen natürlichen Satelliten hätte.
In unserem Sonnensystem haben sieben Planeten einen oder mehrere Monde:
- Erde - Erdmond
- Mars - Phobos und Deimos
- Jupiter - Ganymed (größter des Sonnensystems), Io, Europa, Kallisto und weitere 59 bekannte Monde
- Saturn - Titan (einziger Mond des Sonnensytems mit einer dichten Atmosphäre), Rhea, Enceladus, Dione, Tethys, Hyperion, Iapetus und weitere 24 bekannte Monde.
- Uranus - Titania, Oberon, Ariel, Miranda und weitere 21 bekannte Monde
- Neptun - Triton und weitere 12 bekannte Monde
- Pluto - Charon, S/2005 P1, S/2005 P2
Auch Planetoiden (Asteroiden) haben Monde. Die Sonde Galileo fotografierte erstmals 1993 Dactyl als Mond des Asteroiden Ida (243). 1999 konnte erstmals für Asteroid Eugenia (45) mit einem erdgestützten Teleskop ein Mond nachgewiesen werden.
Der Artikel Liste der natürlichen Satelliten enthält eine Liste aller derzeit bekannten natürlichen Satelliten.
Weblinks
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2003/was_ist_ein_mond.html Was ist ein Mond?]
Kategorie:Planetologie
als:Satellit (Astronomie)
th:ดาวบริวาร
Saturn (Planet)---Sidenote START---
Der Saturn ist der sechste und zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem. Sein Zeichen ist Sonnensystem. Er wird zu den jupiterähnlichen (iovianischen) Planeten gerechnet und ist mit bloßem Auge sichtbar. Daher war er schon im Altertum bekannt.
Umlaufbahn
Saturn läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0565 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 9,041 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 10,124 AE. Seine Umlaufbahn ist mit 2,485° leicht gegen die Ekliptik geneigt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Saturn 29 Jahre 166 Tage und 22 Stunden.
Aufbau
Saturn gehört zu den großen Gasplaneten. Seine Atmosphäre enthält wie die des Jupiter überwiegend Wasserstoff und Helium, jedoch in einer anderen Zusammensetzung. Dadurch besitzt er eine sehr geringe durchschnittliche Dichte von nur 0,687 g/cm³. Das ist geringer als die Dichte von Wasser unter Normalbedingungen. Das heißt, dass der Saturn in einem ausreichend großen Wasserbecken schwimmen würde. Diese Eigenschaft teilt kein anderer Planet unseres Sonnensystems mit ihm.
Während die Jupiteratmosphäre diese Elemente im gleichen Verhältnis wie die Sonne enthält, ist der Heliumanteil bei Saturn wesentlich geringer. Dies hängt mit der niedrigeren Temperatur Saturns zusammen, durch die das Helium größtenteils auskondensieren konnte. Die eher detailarme, gelblich-braune Wolkendecke enthält überwiegend gefrorene Ammoniakkristalle.
Mit zunehmender Tiefe der Atmosphäre, die wie bei Jupiter hauptsächlich aus Wasserstoff besteht, geht diese aus dem gasförmigen Zustand aufgrund des hohen Drucks in den flüssigen Zustand über, aber ohne Phasenübergang, so dass keine definierte Oberfläche existent ist, da der Druck in den Tiefen der Atmosphäre jenseits des kritischen Punkts ansteigt. Unter diesen Bedingungen ist die Unterscheidung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht mehr möglich. Weiter in der Tiefe geht der Wasserstoff schließlich in die metallische Form über. Diese Schichten haben jedoch im Gegensatz zum Jupiter aufgrund der kleineren Masse andere Dickenverhältnisse. So beginnt im Saturn die metallische Schicht erst bei 47 Prozent des Radius (Jupiter: 25 Prozent). Sein Gesteinskern hat jedoch einen Masseanteil von 25 Prozent, der des Jupiter lediglich 4 Prozent. Das Innere des Gesteinskerns ist sehr heiß, es herrscht eine Temperatur von 12.000 Kelvin. Als Grund dafür wird unter anderem der Kelvin-Helmholtz-Mechanismus (langsame gravitationsbedingte Kompression) angenommen.
Rotationsverhalten
Saturn rotiert nicht wie ein starrer Körper. Die Äquatorregionen rotieren schneller (eine Rotation in 10 Stunden, 13 Minuten und 59 Sekunden) als die Polregionen (10 Stunden, 39 Minuten und 22 Sekunden). Die Äquatorregionen werden als System I und die Polregionen als System II bezeichnet. Aus In-Situ-Messungen des Saturnmagnetfeldes von Raumsonden wurde für das Saturninnere eine noch etwas langsamere Rotationsperiode von 10 Stunden, 45 Minuten und 45 Sekunden hergeleitet. Seine Drehachse ist 26,73° gegen seine Umlaufbahn geneigt.
Saturnringe
Drehachse
Hauptartikel: Saturnringe
Den Saturn umgibt ein auffälliges Ringsystem, das bereits in einem kleinen Teleskop einen grandiosen Anblick bietet.
Monde
Übersicht aller Saturnmonde: Liste der Saturnmonde
Von den 48 bekannten Monden ist Titan der größte mit einem Durchmesser von 5.150 km. Die vier Monde Rhea, Dione, Tethys und Iapetus besitzen einen Durchmesser zwischen 1.050 km und 1.530 km. Dione, Thetys und Calypso bewegen sich dabei, mit jeweils 60 Grad Versatz, auf derselben Bahn um den Saturn.
Die Ende 2004, von Astronomen der University of Hawaii, entdeckten Monde S/2004 S16 und S/2004 S17 sind mit einem Radius von jeweils ~ 2 km die bislang kleinsten des Saturns.
Eine wahre Besonderheit stellen die Monde Janus und Epimetheus dar. Sie tauschen alle vier Jahre ihre Umlaufbahn aus.
Geschichte der Erforschung
Im Jahre 1610 schickte der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei an seinen Bekannten Giuliano de Medici eine verschlüsselte Nachricht folgenden Inhalts: Smaismrmilmepoetaleumibunenvgttavrias.
Dieser konnte das Wortungetüm jedoch nicht entziffern, und so mußte Galilei die Lösung nachliefern. Sie lautet:
:Altissimum planetam tergeminum observavi –
:Den obersten Planeten habe ich dreigestaltig gesehen.
Galilei hatte kurz zuvor erstmals den Saturn durch ein Fernrohr beobachtet und geglaubt, zwei Monde des Saturn entdeckt zu haben.
1656 konnte der niederländische Physiker und Astronom Christiaan Huygens (1629–1695) beim Blick durch ein leistungsstärkeres Fernrohr das Phänomen enträtseln: Galilei hatte den Ring des Saturn in seinem kleinen Fernrohr nicht deutlich genug erkannt und ihn für Saturntrabanten gehalten.
Ein Jahr zuvor hatte Huygens bereits den größten Saturnmond Titan entdeckt. Giovanni Domenico Cassini entdeckte 1671 bzw. 1672 die Saturnmonde Japetus und Rhea, 1684 Tethys und Dione. Cassini entdeckte 1675 auch die nach ihm benannte Teilung in den Saturnringen.
Forschungsmissionen
Als erste Sonde überhaupt flog Pioneer 11 am 1. September 1979 in 21.000 km Entfernung am Saturn vorbei. Trotz der sehr primitiven technischen und wissenschaftlichen Ausrüstung der Sonde gelangen zirka 400 Fotos und andere Messungen vom Saturn.
Nachdem am 13. November 1980 die Raumsonde Voyager 1 den Saturn besucht hatte, kam knapp ein Jahr später am 26. August 1981 die Schwestersonde Voyager 2 beim Ringplaneten an. Beide Sonden lieferten erstmalige und einmalige Bilder aus nächster Nähe des Saturns, seiner Ringe und seiner vielen Monde.
Im Juni 2004 erreichte die Raumsonde Cassini-Huygens das Saturnsystem nach siebenjährigem Flug. Der Orbiter (Cassini) führte eine zusätzliche Landungssonde (Huygens) mit sich, die am 14. Januar 2005 auf dem Mond Titan weich landete.
Sichtbarkeit
Hauptartikel: Saturnpositionen bis 2021
In der folgenden Tabelle sind die Sichtbarkeiten des Saturn für die Jahre 2003 bis 2006 angegeben. Neben dem Datum der Opposition ist jeweils auch die scheinbare Helligkeit, der Abstand zur Erde und der Winkeldurchmesser des Saturn bei der Opposition angegeben.
Kulturgeschichte
Da der Saturn mit bloßem Auge sichtbar ist und als Wandelstern auffällt, wurde er schon im Altertum mit mythologischen Deutungen belegt.
Bei den Römern wurde er mit dem Gott Saturn und im antiken Griechenland mit dem Gott Kronos assoziiert.
Die Astrologie übernahm für die Deutung des Saturn insbesondere die charakterlichen Symbolisierungen der Eigenschaften Abgrenzung, Verfestigung und Erstarrung, wie sie sich aus der griechisch-römischen Mythologie für die Götter Saturn bzw. Kronos ergaben.
Literatur
- Ute Kehse: Polarlichter sind einzigartig - Cassini und Hubble werfen 25 Jahre alte Theorien über den Haufen (Bericht über einen Artikel in der Zeitschrift Nature): 19. Februar 2005, Onlineportal der Zeitschrift Bild der Wissenschaft: Artikel online abrufbar unter http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249343.html
Weblinks
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/saturn.html Die Neun Planeten: Saturn]
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/saturn/index.xml Saturn und die aktuelle Mission Cassini-Huygens]
- [http://www.anderegg-web.ch/astro/saturn.htm Der Planet Saturn: Wissenswertes und Flash-Film]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/planets/saturnpage.html NASA-Seite zum Saturn] (Englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-474/sp474.htm Voyager 1 and 2 - Atlas of Six Saturnian Satellites] (Karten von sechs Saturnmonden nach Aufnahmen der Voyager-Sonden, Englisch)
- [http://www.ifa.hawaii.edu/~sheppard/satellites/satsatdata.html Liste der Saturnmonde] (Englisch)
Video
Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=000730.rm Warum hat der Saturn Ringe?]
Kategorie:Saturn (Planet)
ja:土星
ko:토성
ms:Zuhal
simple:Saturn (planet)
th:ดาวเสาร์
zh-min-nan:Thó·-chheⁿ
Kategorie:Griechische GottheitStammbaum der griechischen Götter und Helden
Grafischer Stammbaum der Griechischen Götter
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Gottheit
ja:Category:ギリシア神話の神
Γκρόνινγκερ Μουζέουμ
Το Γκρόνινγκερ Μουζέουμ (Groninger Museum, Μουσείο του Γκρόνινγκεν) είναι ένα γνωστό μουσείο στο Γκρόνινγκεν, μια δραστήρια πανεπιστημιακή πόλη στα βόρεια της Ολλανδίας. Ίσως δεν είναι τόσο γνωστό όσο το Ρεϊκσμουζέουμ στο Άμστερνταμ αλλά θεωρείται ένα από τα καλύτερα μουσεία στην Ολλανδία. Άνοιξε το 1994 και το κτήριο του έγινε ένα από τα γνωστά εντυπωσιακά κτήρια στον κόσμο της τέχνης. Σχεδιασμένο από τους αρχιτέκτονες Φίλλιπ Σταρκ, Αλεσσάντρο Μεντίνι και Κόοπ Χιμμελμπλάου, το μουσείο είναι κτισμένο στο σχήμα πλοίου. Κατασκευασμένο σαν να επιπλέει στο νερό σε ένα πολύ μοντέρνο, φουτουριστικό και πολύχρωμο στυλ φιλοξενεί διάφορες εκθέσεις τοπικών, εθνικών ή διεθνών έργων τέχνης, τα περισσότερα εκ των οποίων μοντέρνα και αφηρημένα.
Εξωτερικοί σύνδεσμοι
- [http://www.groningermuseum.nl/?lan=Engels Επίσημο site του Γκρόνινγκερ Μουζέουμ στα Αγγλικά]
- [http://wikitravel.org/en/Groningen_%28city%29 Ταξιδιωτικός οδηγός στο Γκρόνινγκεν] από το [http://wikitravel.org/en/Main_Page Wikitravel]
- [http://www.vvvgroningen.nl/en/ Τουριστικές πληροφορίες]
Κατηγορία:Γκρόνινγκεν
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Federico III di Trinacria
Federico III d'Aragona,(in Sicilia, Federico II di Sicilia anche detto Federico III di Trinacria), Barcellona (Spagna) 13 dicembre 1272 - Paternò (CT) 1337. Reggente Aragonese in Sicilia,
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Guida all'uso del template
- Serve a segnalare il mese e l'anno in cui sarà necessario il prossimo aggiornamento periodico di una voce relativa ad u
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Marco Antonio
Marco Antonio (latino: M•ANTONIVS•M•F•M•N¹) (c. 82 AC – Agosto 30 AC), fu un politico e generale romano.
Giovinezza
Antonio nacque a Roma verso l'82. Suo padre, Marco Antonio Cretico, era figlio del grande Belgio dal 1831 ad oggi.
Nelle tre lingue ufficiali è denominato: Premier Ministre in francese, Eerste Minister in olandese, e Premierminister in tedesco.
- 1831-1832
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Presidenti della Repubblica di Cipro
Questo è un elenco dei Presidenti della Repubblica di Cipro dal 1960 ad oggi.
- 1960-1977 Makarios III
- 1977-1988 Spyros Kyprianou
- 1988-
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Sic transit gloria mundi
Sic transit gloria mundi (in lingua italiana: Così passa la gloria di questo mondo, in senso lato Come sono passeggere le cose del mondo) è una celebre locuzione in lingua latina.
Deriva da un passaggio dellImitatio Christi (Imitazione di Cristo, 1, 3, 3) di Tommaso da Kempis (1379 - 14
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