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Iberoromanische Sprache

Iberoromanische Sprache

Als Iberoromanische Sprachen werden diejenigen Sprachen bezeichnet, die auf der iberischen Halbinsel gesprochen werden und aus dem Vulgärlatein entstanden sind. Dies sind das Spanische, Portugiesische, Galicische, Katalanische, Aragonesische und Asturische. Siehe auch: Romanische Sprachen Kategorie:Sprachfamilie

Iberische Halbinsel

Die Iberische Halbinsel ist der Teil Europas südwestlich der Pyrenäen. Spanien und Portugal sind die beiden heutigen Staaten auf der Halbinsel. Das Fürstentum Andorra liegt im Nordosten, an der Grenze zu Frankreich. Gibraltar an der Südspitze ist eine britische Kronkolonie. Die Iberische Halbinsel führt ihren Namen auf die Volks- oder Stammesgruppe der Iberer zurück, die dort in der Antike gelebt haben. Der Ebro (Lateinisch Iberus) fließt vom Norden aus ins Mittelmeer. Iberia war auch die griechische Bezeichnung dieser Gegend. Im Lateinischen wurde die Region Hispania genannt, wovon España und Spanien abgeleitet sind. Im Frühmittelalter waren große Teile der Iberischen Halbinsel islamisch und färbten durch die Vermischung die iberische Kultur auf nachhaltige Art und Weise. ! ja:イベリア半島 ko:이베리아 반도

Spanische Sprache

Die spanische Sprache (Spanisch; span. español, castellano) gehört zum romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen und wird manchmal mit dem Portugiesischen und Katalanischen in die engere Einheit des Iberoromanischen eingeordnet. Da die spanische Schriftsprache vom Sprachgebrauch der zentralspanischen Region Kastilien geprägt wurde, und um die Sprache von den anderen in Spanien gesprochenen romanischen Idiomen (vor allem Galicisch und Katalanisch) sowie der Nationalitätsbezeichnung „Spanisch“ abzugrenzen, findet man in Spanien – im Gegensatz zu Lateinamerika – fast ausschließlich die Bezeichnung castellano („kastilische Sprache“). Spanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Im modernen Spanisch werden der Akut-Akzent für Vokale und die beiden Zeichen ñ und ü verwendet. Die Sprachkürzel nach ISO 639 sind es und spa.

Verbreitung

Spanisch ist Amtssprache in folgenden Ländern (in Klammern Anzahl der Muttersprachler): In der britischen Kolonie Gibraltar ist Spanisch neben Englisch ebenfalls Amtssprache. In folgenden weiteren Gebieten wird Spanisch – teilweise aufgrund der kolonialen Vergangenheit – von einem größeren Bevölkerungsanteil gesprochen: Andorra, Belize, Marokko, Niederländische Antillen, Philippinen, Trinidad und Tobago, Westsahara, Brasilien (rund 14,5 % der Bevölkerung), Puerto Rico. Spanisch wird gegenwärtig von ca. 360 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Damit hat das Spanische 20 Millionen Muttersprachler mehr als das Englische. Die meisten Spanisch-Sprecher leben in Süd- und Mittelamerika. Inklusive Zweitsprachler beläuft sich die Zahl der Sprecher auf ca. 420 Millionen. Damit ist Spanisch – nach Mandarin-Chinesisch, Hindi und Englisch - die am vierthäufigsten gesprochene Sprache der Welt. Als offizielle Amtssprache dient Spanisch in der Europäischen Union, in der Organisation Amerikanischer Staaten sowie bei den Vereinten Nationen.

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung des Spanischen kommt dem Ideal recht nahe, Laut für Laut das gesprochene Wort nachzubilden. So werden häufig auch übernommene Fremdworte in ihrer Schreibung so angepasst, dass sich die Aussprache wieder automatisch ergibt (Beispiel: englisch bacon wird zu Spanisch beicon). Bei den lateinamerikanischen Varianten gilt dies nur mit Einschränkungen (teilweise werden Buchstaben anders ausgesprochen wenn das Wort indianischen Ursprungs ist, besonders „ll“ und „x“). Siehe auch: Spanisches Alphabet

Geschichtliche Entwicklung

Vorromanischer Einfluss

Die ältesten uns bekannten Bewohner der Iberischen Halbinsel sind die Iberer, die ein Volk afrikanischen Ursprungs sind. Um 600 v. Chr. kommen die Kelten über die Pyrenäen, die sich daraufhin mit den Iberern zu den Keltiberern vermischen. Das Baskische ist der einzige sprachliche Überrest aus jener Epoche, das noch von ca. 850.000 Menschen am Golf von Biskaya beiderseits der spanisch-französischen Grenze gesprochen wird. Gibt ein erobertes Volk die eigene Sprache nach einer Periode der Zweisprachigkeit zu Gunsten der prestigeträchtigeren Sprache der Eroberer auf, so wirken sich dennoch Sprechgewohnheiten (vor allem in Lautung und Wortschatz) auf die neue Sprache aus, und man bezeichnet die aufgegebene Sprache als Substrat. Das Keltiberische wirkte sich wie folgt aus: # Sonorisierung der intervokalischen Verschlusslaute p;t;k zu b;d;g (amica->amiga). # Lenition des Nexus [kt] über [çt] zu [it]. Im Kastilischen entwickelte sich der Nexus weiter. Das t wurde durch vorangehenden Palatal ebenfalls palatalisiert. Daher nocte->noche. Das Baskische ist ein Adstrat, da keine der Sprachen aufgegeben wurde. Auf baskischen Einfluss ist folgendes Phänomen zurückzuführen: Ersatz des anlautenden f durch h, das jedoch im weiteren Verlauf aspiriert wurde. (farina->harina, factu->hecho)

Lateinische Grundlage

Im 3. Jahrhundert v. Chr. beginnen die Römer mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel. Zu jener Zeit werden hier (abgesehen von einzelnen Dialekten) Iberisch, Keltisch, Keltiberisch, Baskisch und Griechisch gesprochen. Unter Kaiser Augustus befindet sich die gesamte Halbinsel in römischer Hand. Durch eine starke militärische Präsenz und durch zahlreiche römische Beamte verbreitet sich die lateinische Sprache dort sehr schnell. Latein wird so zur Kultursprache, die Ursprachen werden allmählich zurückgedrängt. Nur in den westlichen Pyrenäen stößt das Lateinische auf stärkeren Widerstand, wodurch dort die Ursprache (Baskisch) erhalten bleibt.

Germanischer Einfluss

Als die Goten im Jahr 414 in Spanien einfallen, spricht man schon auf der gesamten Halbinsel Latein mit lokaler Färbung. Obwohl die Goten für die darauffolgenden drei Jahrhunderte die Herrschaft in Spanien haben, beeinflussen sie weder Sprache noch das soziale Leben sehr tief. Ein Grund dafür, dass sich Spanier und Goten nicht vermischen ist hauptsächlich religiösen Ursprungs: die Spanier sind Katholiken, die Goten Arianer. Als im Jahr 589 König Rekkared I. mit seinem Volk zum Katholizismus übertritt, verschwindet das Gotische bald vollkommen. Dennoch gibt es ein paar wenige Wörter im Spanischen, die germanischen Ursprungs sind. Man nimmt aber an, dass diese nicht durch die Goten, sondern schon vorher durch die Römer, die in Gallien mit germanischen Stämmen in Berührung gekommen waren, nach Spanien gebracht wurden.

Arabischer Einfluss

Einen tiefgehenden und dauerhafteren Einfluss auf das Spanische haben die arabischen Eroberer, die 711 von Afrika aus ihre Expansion nach Osten und Norden der Halbinsel beginnen. Sie besetzen ganz Spanien mit Ausnahme des Kantabrischen Gebirges, wo eine kleine Schar Spanier Zuflucht sucht und die spätere Rückeroberung (Reconquista-Bewegung) Spaniens organisiert. Als im Jahr 1492 diese Rückeroberung mit dem Fall von Granada abgeschlossen ist, sind schon viele arabische Elemente in das Spanische aufgenommen. Anschließend werden aber wieder einige arabische Wörter aus dem spanischen Wortschatz ausgestoßen. Nach Auswertung des Wörterbuches der Real Academia Española von 1995 enthält das heutige Spanische noch 1285 Entlehnungen aus dem Arabischen (Arabismen) (vgl. hierzu [http://www.uni-muenster.de/Romanistik/dozenten/noll/al.pdf Volker Noll in Romania Arabica], Fs Kontzi, 1996, S. 299–313). Somit ist das Spanische die romanische Sprache mit den meisten arabischen Lehnwörtern; es handelt sich dabei nicht nur um Kulturbegriffe, sondern auch um Bezeichnungen für Begriffe des alltäglichen Lebens, z. B. aceite: „Öl“, aceituna: „Olive“. Arabische Lehnwörter und ihre Ableitungen finden sich in den folgenden Wortschatzbereichen: Verwaltung und Staatswesen, Heerwesen, Münzprägung, Naturwissenschaften, Landwirtschaft (Ackerbau, Bewässerungsanlagen), Hausrat, Kleidung, Speisen, Pflanzen- und Tierbezeichnungen und andere.

Das heutige Spanisch

Das Lateinische, das von den Römern nach Spanien gebracht wird, ist nicht die klassische lateinische Sprache, sondern die gewöhnliche Umgangssprache der Legionäre (Vulgärlatein). Aus dieser Sprache entwickeln sich mit der Zeit unter verschiedenen geographischen und ethnographischen Einwirkungen unterschiedliche romanische Dialekte. Einer dieser Dialekte, das Kastilische, entsteht in einer schwach romanisierten Gegend im Norden Spaniens, im Grenzgebiet der heutigen spanischen Provinzen Burgos, La Rioja, Vizcaya und Álava. Dieser Dialekt Altkastiliens zeichnet sich dadurch aus, dass er stärker von den vorromanischen Sprachen (Baskisch) geprägt ist und wird später durch politische Umstände zur Schrift- und Nationalsprache Spaniens. Es sind nämlich die Grafen Altkastiliens, die in andauernden Kämpfen gegen die Araber ihr Staatsgebiet nach Süden hin erweitern. Im Verlauf dieser Reconquista-Bewegung schiebt sich das Altkastilische wie ein Keil in das übrige romanische Sprachgebiet hinein und drängt die anderen Sprachformen an die westliche (Asturisch-Leonesisch und Galicisch, aus dem sich später Portugiesisch entwickelt) und östliche (Aragonesisch, Katalanisch) Peripherie des Landes ab, wodurch sich der Bereich der kastilischen Sprache enorm vergrößert. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wird Kastilien zum Königreich ausgerufen und im Jahr 1085 Toledo zur Hauptstadt bestimmt. So wird die kastilische Mundart zur Hof- und Umgangssprache des jungen Königreichs. Von sprachpolitischer Bedeutung sind die Reformen Ferdinands III. (12171252) und Alfons X. (12521282), durch die das Lateinische als Urkundensprache abgeschafft wird, und das Kastilische diese Funktion übernimmt. Schon im Verlauf des späten Mittelalters verbreitet sich das Kastilische nicht nur als Schriftmedium, sondern auch als gesprochene Sprache außerhalb Kastiliens. Nach der Vereinigung von Kastilien und Aragón (1479) wird es zur Staatssprache des Königreichs Spanien. Das Spanische wie wir es heute kennen, ist also eine Weiterentwicklung der lateinisch-kastilischen Mundart mit toledanischer Färbung. Im Jahr 1713 entsteht nach französischem Vorbild die „Real Academia de la Lengua“, die als anerkannte Autorität in Sprachfragen gilt. Zwischen 1726 und 1739 wird das „Diccionario de Autoridades“ herausgegeben, im Jahr 1771 erscheint die Grammatik der Akademie.

Grammatik

1771

Modi und Zeitformen


- Infinitivo
- Indicativo
  - Presente
  - Perfecto
  - Imperfecto
  - Pluscuamperfecto
  - Indefinido
  - Futuro
  - Futuro perfecto
- Subjuntivo
  - Presente
  - Perfecto
  - Imperfecto
  - Pluscuamperfecto
  - Futuro
  - Futuro perfecto
- Condicional
  - Condicional
  - Condicional compuesto
- Imperativo
- Gerundio
- Participio http://verbix.com/languages/spanish.shtml – Konjugationstabellen aller Verben

Das amerikanische Spanisch

In den meisten Ländern Süd- und Mittelamerikas wird Spanisch als Muttersprache gesprochen. Da es sich hierbei um ein großes Gebiet handelt und seit der Kolonialisierung durch die Spanier bereits Jahrhunderte vergangen sind, weist das lateinamerikanische Spanisch gewisse Abweichungen zum Kastilischen auf. Diese sind in der Schrift- und Verkehrssprache nicht allzu groß; die Umgangssprachen und Dialekte der einzelnen Länder unterscheiden sich dagegen teilweise recht deutlich, und zwar nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Vokabular. Nicht zuletzt sind diese Abweichungen auf den (in den einzelnen Regionen unterschiedlich starken) Einfluss verschiedener indigener Sprachen zurückzuführen. Einige Wörter haben in Amerika einen Bedeutungswandel durchgemacht, auf grammatikalischem Gebiet sind aber bis auf Besonderheiten in der Verwendung der Vergangenheitstempora (Dominanz des Indefinido) und den „voseo“ in Argentinien und Uruguay, aber auch in Nikaragua, keine nennenswerten Veränderungen eingetreten. Auch wenn Aussprache und Wortschatz in den einzelnen amerikanischen Ländern variieren, kann man doch einige allgemeine Hauptunterschiede zwischen der Sprache Süd- und Mittelamerikas und dem Kastilischen festhalten:
- Typisch für Lateinamerika ist der so genannte seseo. Während im europäischen Spanisch ein z meist wie ein stimmloses englisches th ausgesprochen wird, wird es in lateinamerikanischer Aussprache zu einem normalen stimmlosen s-Laut. Dasselbe trifft auf das c vor e und i zu (z. B. in nación). Diese Aussprache kommt aus dem Südspanischen und hat sich auch deshalb in Lateinamerika durchgesetzt, weil im 16. und 17. Jahrhundert die meisten spanischen Einwanderer nach Amerika aus dem Süden Spaniens (v. a. Extremadura und Andalusien) kamen.
- Auch die Tendenz das s anzuhauchen (z. B. „ehtoy“ statt „estoy“) ist in vielen lateinamerikanischen Ländern vorzufinden und ist ebenfalls mit dem Andalusischen zu vergleichen.
- Die Vergangenheitsform Pretérito Perfecto (He comprado) ist unüblich. Stattdessen verwendet man meist das Pretérito Indefinido (Yo compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen will.
- Die in Spanien nur als Höflichkeitsform (etwa dem „Siezen“ im Deutschen vergleichbar) im förmlichen Umgang verwendete Anrede „usted(es)“ (< vuestra merced, übersetzt etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, ganz unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt, an die Stelle des Personalpronomens „vosotros“ tritt immer „ustedes“. Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit „tú“ in vielen Gebieten unüblich (oder gilt als unhöflich) und man greift generell zur 3. Person mit „usted“.
- Eine grammatikalische Besonderheit der argentinischen und uruguayischen Sprachvariante ist der voseo, d. h. anstatt des Personalpronomens wird in der 2. Person Singular vos verwendet. Die Verben werden dann anders konjugiert (beispielsweise vos sos: „du bist“, standardspanisch tú eres).
- Es gibt viele Abweichungen zwischen dem kontinentalspanischen und dem lateinamerikanischen Wortschatz und überdies auch innerhalb Lateinamerikas von Land zu Land verschiedene semantische Eigenarten. Sie betreffen aber hauptsächlich die Umgangssprache und Begriffe des täglichen Lebens. Ernsthafte Verständigungsprobleme zwischen Sprechern aus verschiedenen europäischen und amerikanischen Teilgebieten des spanischen Sprachraums gibt es deshalb kaum. Einige Beispiele: Zu Missverständnissen kommt es wohl am ehesten durch Worte, die neben der allgemeinen Bedeutung in bestimmten Ländern eine umgangssprachliche Spezialbedeutung besitzen. So ist etwa das in Spanien unproblematische und für alle möglichen Sachverhalte häufig gebrauchte Verb coger („nehmen, ergreifen, fangen“) in den meisten Ländern Lateinamerikas ein ordinärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Der Satz „Ich werde den Bus nehmen“ (Voy a coger el autobús) ist daher in Anwesenheit von Latinos aus diesen Ländern ein sicherer Lacherfolg (Ich werde den Bus ficken.). Auch das Wort guagua sorgt in diesem Zusammenhang immer wieder für Heiterkeit. Während es auf den Kanarischen Inseln, Kuba und der Dominikanischen Republik gleichbedeutend mit (Stadt)-Bus ist, steht es in Andenländern wie Chile, Peru oder Ecuador für Krabbel- oder Kleinkind (hier: Xenismus aus Quechua), so dass auch hier Missverständnisse programmiert sind. Weitere Beispiele, hier aus der Dominikanischen Republik, zeigen, wie die Wörter vom europäischen Spanisch abweichen können: la china - die Orange, la italiana - die Mandarine, la lechoza - die Papaya, el guineo - die Banane, la chinola - die Maracuja. Das spanische Wort guapo/-a für hübsch wird in der Dominikanischen Republik im Sinne von agressiv oder wild verwendet. Hübsch wird hier mit bonito/-a oder lindo/-a übersetzt. Una chica guapa ist in Spanien ein hübsches Mädchen, in der Dominikanischen Republik ein wütendes Mädchen.

Aussprache

Siehe: Aussprache der spanischen Sprache

Hörbeispiele


- Bild:Audiobutton.png Adiós, hasta mañana. (27 KB) – „Auf Wiedersehen, bis morgen.“
- Bild:Audiobutton.png ¿Qué hay de nuevo? (24 KB) – „Was gibt's Neues?“
- Bild:Audiobutton.png Yo estoy bien, gracias, ¿y tú? (29 KB) – „Danke, mir geht es gut, und Dir?“ Gesprochen von einem Einwohner Madrids.

Vom Spanischen abgeleitete Sprachen

Spanischbasierte Kreolsprachen


- Chabacano (Philippinen)
- Palenquero (Kolumbien)

Hybriddialekte

Hybriddialekte (Mischsprachen) existieren dort, wo Spanisch und Portugiesisch aufeinandertreffen
- A Fala in Spanien
- Barranquenho in Portugal
- Portuñol in Uruguay

Judenspanisch/Ladino

Judenspanisch ist das Spanisch der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden Sephardim. Sie leben heute in Griechenland, Türkei, Israel, Nordmarokko und den USA. Die Sprecherzahl wird auf 150.000 geschätzt.

Sonstiges


- Lunfardo: eine Gaunersprache in Argentinien, die auch im Tango Verwendung findet

Spanisch für Nicht-Muttersprachler

Spanisch (Kastilisch) erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Im Zuge der Globalisierung ist es auch immer wichtiger, neben Englisch auch eine weitere Fremdsprache zu sprechen. Spanisch empfiehlt sich hier, da es unter den romanischen Sprachen die wichtigste (vor allem ökonomisch gesehen) und die am weitesten verbreitete Sprache ist. Es besteht für Interessierte beispielsweise die Möglichkeit, Sprachdiplome der Universität Salamanca zu erwerben. Es gibt hier drei Schwierigkeitsgrade (Diploma Inicial, Medio, Superior). In Deutschland kann man an vielen Volkshochschulen entsprechende Kurse und Prüfungen ablegen. Die Organisation der Prüfungen übernimmt das Instituto Cervantes, das in München und in weiteren deutschen Städten vertreten ist.

Siehe auch


- Das amerikanische Spanisch der USA
- Das argentinische Spanisch
- Spanglish
- Murciano
- Andalusischer Dialekt
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Literatur

Spanische Sprachgeschichte


- Antonio Tovar: Einführung in die Sprachgeschichte der Iberischen Halbinsel. 1983
- Annegret Alsdorf-Bollee: Spanische Sprachgeschichte. 2003
- Wolf Dietrich/ Horst Geckeler: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. 2004

Das Spanische in Amerika


- Volker Noll: Das amerikanische Spanisch. 2001
- Hugo Kubarth: Das lateinamerikanische Spanisch. 1987
- Hans-Dieter Paufler: Lateinamerikanisches Spanisch. 1977

Weblinks


- [http://enciclopedia.us.es/ Enciclopedia Libre (spanisch)]

Sprachwissenschaft und Grammatik


- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Einfuehrung_SpanSprachwissenschaft.pdf Einführung in die spanische Sprachwissenschaft (PDF)]
- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Zusatzblatt.pdf Phonetische und phonologische Klassifikation der spanischen Konsonanten (PDF)]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/sprachurlaub.de_grammatik-spanisch.pdf Spanische Grammatik (PDF)]
- [http://verbs.obrist.org/ Online-Tool für spanische Verben]
- [http://www.verben.info/spanische-verben/spanische-verben.htm Spanische Verben online üben]
- [http://hispanoteca.de/ verschiedene Aspekte der spanischen Sprache (deutsch und spanisch)]

Wörterbücher und Übersetzung


- [http://www.myjmk.com/ Deutsch/Spanisch-Wörterbuch und Forum]
- [http://pauker.at/deutsch/W%F6rterb%FCcher/Spanisch.html Wörterbuch, Vokabeltrainer und Übersetzungsforum]
- [http://dix.osola.com Gratiswörterbuch Deutsch-Spanisch von Raimundo Sierra]
- [http://buscon.rae.es/diccionario/drae.htm Wörterbuch der Real Academia Española (spanisch)]
- [http://www.kuba-cuba.com/woerterbuch.htm Deutsch/Kubanisch-Wörterbuch]

Spanisch lernen


- [http://www.estudiando.de/ curso de español – Online-Lehrbuch mit Sounddateien]
- [http://www.super-spanisch.de Website rund ums Spanisch lernen]
- [http://www.spanisch-live.de/freizeitkurs/index.php Online-Kurs mit Soundausgabe] Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Spanische Sprache ja:スペイン語 simple:Spanish zh-cn:西班牙语 zh-tw:西班牙語

Galicische Sprache

Die galicische Sprache (Galicisch, span. Gallego, galicisch Galego) wird in Galicien (Nordwestspanien) gesprochen und ist seit 1982 in dieser Region - aber nicht in Gesamt-Spanien - Amtssprache neben dem Spanischen. Sie weist eine sehr hohe Ähnlichkeit mit der portugiesischen Sprache auf, abgesehen von der Kastilischen Desonorisation und der Entnasalisierung der Nasalvokale. Im Galicischen lassen sich drei Mundartzonen differenzieren: das Südwestgalicische, das Nordwestgalicische und das Ostgalicische. Der Language Code ist gl bzw. glg (nach ISO 639).

Geschichte

Entstehung der galicischen Sprache

Ausgangspunkt der galicischen Sprache ist die lateinische Sprache bzw. das sogenannte Vulgärlatein. Der Übergang von der lateinischen zur galicischen Sprache erfolgte sukzessive. Wann der Wechsel von Latein zum Galicischen erfolgte, lässt sich dementsprechend nicht exakt festlegen. Einige galicische Sprachforscher gehen allerdings davon aus, dass bereits im 8. Jahrhundert eine spürbare Lücke zwischen der kirchlichen Amtssprache Latein und der Sprache der einfachen Bewohner Galiciens bestand. Ab dem 8. Jahrhundert gab es möglicherweise bereits die zwei parallelen Sprachsysteme Latein und Galicisch.

12.-15. Jahrhundert: Galicisch wird zur Sprache der Lyrik der Iberischen Halbinsel

Ab dem 12. Jahrhundert begünstigten die soziopolitischen Rahmenbedingungen die Verbreitung von Trobadors und ihrer Trobadorlyrik in Galicien. Die galicische Sprache wird ab dem 12. Jahrhundert zur herausragenden lyrischen Sprache der iberischen Halbinsel; aus dem Munde der Trobadors erklang die Dichtung in galicischer Sprache an vielen spanischen Höfen. Auch außerhalb Galiciens übernahmen viele Dichter der iberischen Halbinsel die galicische Sprache als Grundlage für ihre Werke. Ein 1196 komponierter Lobgesang von Joam Soares de Pavia mit dem Titel Ora faz ost'o senhor de Navarra ist der älteste bekannte und noch erhaltene literarische Text in galicischer Sprache. Insgesamt sind 170 Autoren mittelalterlicher Lobgesänge bekannt.

Die dunklen Jahrhunderte

Obwohl die galicische Sprache während des 16. bis 18. Jahrhunderts weiterhin die verbreitetste Sprache in Galicien war, gibt es für diesen Zeitraum kaum schriftliche Nachweise und Zeugnisse, die die Situation und weitere Entwicklung des Galicischen belegen; dieser Zeitraum wird in Galicien als die „dunklen Jahrhunderte“ (galicisch: Os Séculos Escuros) bezeichnet.

Die sprachlich-literarische Wiedergeburt: Rosalía, Curros y Pondal

Trobadorlyrik Das Jahr 1863 kennzeichnet den Beginn des sogenannten Rexurdimento, der sprachlich-literarischen Wiedergeburt der galicischen Sprache. In diesem Jahr wird das Werk 'Cantares gallegos' (Lieder aus Galicien) von Rosalía de Castro veröffentlicht. Das Werk dieser Lyrikerin, zusammen mit den Werken Curros Enríquez (Aires da miña terra, 1880) sowie Eduardo Pondal (Queixumes dos pinos, 1886), stellt die Wiedergeburt des Galicischen in der spanischen Literatur dar. In den Werken dieser Autoren und insbesondere bei Pondal drücken sich deutliche Bestrebungen galicischer Literaten aus, die galicische Sprache zu einer anerkannten und kultivierten Sprache weiterzuentwickeln.

Ab 1975: Legalisierung und Normenstreit

Mit der Machtübernahme durch den Diktator Francisco Franco war die offizielle Verwendung der galicischen Sprache untersagt. Hintergrund dieses Verbotes waren Bestrebungen Francos, Spanien stärker zentralistisch auszurichten, um damit den regionalen Nationalismen insbesondere in Galicien, dem Baskenland und Katalonien zu begegnen. Das Verbot der Verwendung der regionalen Sprachen in Spanien – und sonstige kultureller Eigenheiten – schien dem Franco-Regime ein geeigneter Schlüssel hierzu zu sein. Erst mit seinem Tod im Jahr 1975 setzte ein Prozess der sprachlichen Normalisierung im Umgang mit dem Galicischen ein. Dieser Normalisierungsprozess ist allerdings bis heute noch nicht abgeschlossen. Gegenstand teils polemischer Auseinandersetzungen sind unterschiedliche Sichtweisen über Ansatzpunkte für eine Standardnorm für das Galicische. Auf der einen Seite stehen die sogenannten Reintegrationisten, die für die Eingliederung des Galicischen in den portugiesischen Sprachraum eintreten. Auf der anderen Seite befinden sich die Autonomisten, deren Ziel die endgültige Positionierung des Galicischen als eigenständige romanische Sprache neben dem Spanischen und dem Portugiesischen ist. Neben diesen beiden Hauptgruppen gibt es noch diverse weitere Strömungen, vor allem innerhalb der Reintegrationisten. Die Uneinigkeit über die galicische Standardnorm hat zu einer kontroversen Auseinandersetzung geführt, in der es in erster Linie um orthographische, aber ebenso um morphologische und lexikalische Fragen sowie um verschiedene Einschätzungen von Geschichte und Gegenwart des Galicischen geht. Der Normenstreit spielt sich sowohl auf politischer Ebene als auch in der allgemeinen öffentlichen Diskussion und in den Medien ab. Siehe auch: Galicier

Weblinks


- [http://gl.wikipedia.org Galicische Wikipedia]
- [http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=GLN Weitergehende Informationen von www.ethnologue.com]
- [http://homepages.uni-tuebingen.de/kabatek/normen.htm Normenstreit in Galicien - Versuch einer Erklärung]
- [http://www.galicistik.de/ www.galicistik.de] Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Spanien Kategorie:Galicien ja:ガリシア語 ko:갈리시아어

Katalanische Sprache

Die Katalanische Sprache (català) gehört zur Familie der romanischen Sprachen. Die aufgrund sprachlicher Verwandtschaft nächsten Beziehungen bestehen zum Okzitanischen in Südfrankreich. Die Verbindungen zum Spanischen (castellano, español) und Portugiesischen sind dagegen etwas weniger ausgeprägt, sodass die Bezeichnung als Iberoromanisch im Falle des Katalanischen umstritten ist. Es wird darum auch oft als Brückensprache zwischen der Galloromania und der Iberoromania bezeichnet. Katalanisch ist Amtssprache in Andorra sowie, neben dem Spanischen, regionale Amtssprache in Katalonien, auf den Balearen und in València sowie neben dem Italienischen in Alghero auf Sardinien. Gesprochen wird Katalanisch von etwa 11 Millionen Menschen, vornehmlich in Spanien (in Katalonien, im größten Teil der Region València (die dortige Variante des Katalanischen wird auch als Valencianisch/valencià bezeichnet), auf den Balearen, wo die Mallorquinisch (mallorquí), Menorquinisch (menorquí) und Ibizenkisch (eivissenc) genannten Dialekte gesprochen werden, und in einem Gebietsstreifen im Osten von Aragón), aber auch in Südfrankreich (im Département Pyrénées Orientales, das auch als Nordkatalonien bezeichnet wird), in Italien (in der Stadt Alghero auf Sardinien) und in Andorra. Etwa 8,2 Millionen Menschen sprechen Katalanisch als Muttersprache. Das katalanische Sprachgebiet wird unterteilt in Ostkatalanisch, zu dem der östliche Teil Kataloniens, der katalanischsprachige Teil Frankreichs, die Balearen und Alghero gehören, und in die westkatalanischen Dialekte. Hauptkriterium für diese Einteilung ist die Aussprache der unbetonten Vokale o, e, und a. Während sie im Bereich des Westkatalanischen wirklich auch so ausgesprochen werden, wie sie geschrieben werden, werden in der Aussprache des Ostkatalanischen o zu u, e und a zu einem sog. "Schwa-Laut", der sich ähnlich anhört wie dt. er in Mutter Katalanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Der Language Code ist ca beziehungsweise cat (nach ISO 639).

Geschichte

Katalanisch ist die Weiterentwichlung des Vulgärlateins im Nordosten der Iberischen Halbinsel. Erste schriftliche Zeugnisse entstammen dem 9. Jahrhundert. Der Schriftsteller und Philosoph Ramon Llull, der von 1235 bis 1315 lebte, galt als der "Dante der katalanischen Literatur" und gab der Sprache Glanz und Ansehen. Im Mittelalter war das Sprachgebiet des Katalanischen noch recht einheitlich. Ende des 15. Jahrhunderts vereinigten sich die Kronen von Aragón und Kastilien durch die Heirat der reyes católicos, des Königs Ferdinand von Aragón und der Königin Isabella von Kastilien, wobei Kastilien von Anfang an die Oberhand hatte. Dadurch wurde das Katalanische als Literatursprache immer mehr durch das kastilische Spanisch verdrängt. Als Rechts-, Amts-, und Umgangssprache blieb das Katalanische zunächst jedoch noch relativ wenig bedrängt. Nach Ende des spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) verlor Katalonien seine politische Eigenständigkeit und die Bourbonen-Könige trieben die Entwicklung des spanischen Zentralstaats in seiner heutigen Form voran. Das kastilische Spanisch wurde als spanische Amtssprache durchgesetzt und im Jahre 1716 wurde es per Gesetz als Unterrichtssprache verbindlich festgelegt. 1779 ging die Obrigkeit so weit, dass sie sogar Theaterstücke auf Katalanisch verbot. Das 18. Jahrhundert gilt deshalb als der Tiefpunkt der katalanischen Sprache, als die Zeit der decadència. Erst mit der Romantik erlebte das Katalanische im 19. Jahrhundert einen neuen Aufschwung. In der Wiedergeburt, der renaixença, fand die Sprache wieder Unterstützung und wurde zum Gegenstand linguistischer Forschung. In den 1930er Jahren erlebte das Katalanische eine Blüte, die aber durch den Spanischen Bürgerkrieg jäh zerstört wurde. In den Anfangsjahren der Franco-Diktatur war das Katalanische offiziell streng verboten. Viele Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet wurden "hispanisiert". Teilweise wurden sogar Personennamen ins Spanische übersetzt. Erst mit Beginn der sechziger Jahre wurde der katalanischen Sprache sehr zögerlich zuerst im kirchlichen Bereich wieder etwas Raum gegeben. Es dauerte bis zum Jahre 1978, dass alle Beschränkungen aufgehoben wurden. In den Jahren der Unterdrückung hatte das Katalanische aber stark an Boden verloren. Die wohlhabende Region Katalonien hatte viele Spanier aus anderen Teilen des Landes angezogen, die meist nicht oder nur sehr zögerlich Katalanisch lernten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum die katalanische Sprache von Seiten der Regionalregierung in den letzten 25 Jahren so stark gefördert wurde. Dieser normalització genannte Prozess verlief nicht reibungslos, da viele der Zugewanderten und ein Teil des Großbürgertums das Katalanische ablehnten. Durch eine geschickte Politik gelang es aber katalanischen Politikern als unverzichtbare Koalitionspartner der Zentralregierung dieser immer weitere Zugeständnisse abzuringen und so, teilweise mit wenig zimperlichen Mitteln, die einstige Position des Katalanischen zumindest teilweise wiederherzustellen. Dieser Prozess ist noch immer im Gange und soll nach dem Willen der Befürworter des Katalanischen erst abgeschlossen sein, wenn alle, die im ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Katalanischen leben, diese Sprache, zumindest als Zweitsprache, vollständig beherrschen. In den Schulen des Zentralbereichs der katalanischen Sprache wird mittlerweile fast ausschließlich katalanisch gesprochen, ebenso in den Ämtern und in vielen Unternehmen in diesem Gebiet. Dabei wird das Spanische mitunter so weit verdrängt, dass nicht wenige der jüngeren Katalanen Spanisch bei weitem nicht so gut wie Katalanisch beherrschen. Die Hispanisierung von Personennamen wurde nach der Demokratisierung Spaniens rückgängig gemacht. Auch die ursprünglichen katalanischen Ortsnamen werden wieder offiziell verwendet. Heute hat sich eine Diglossiesituation entwickelt, die die franquistischen Verhältnisse beinahe umkehrt. Über 95% der in Katalonien Lebenden können Spanisch schreiben. Gerade mal die Hälfte der Bevölkerung beherrscht auch das schriftliche Katalanisch. In fast allen offiziellen Bereichen der Gesellschaft hat sich aber das Katalanische durch die normalització durchgesetzt: 90% des Schulunterrichts wird auf Katalanisch abgehalten, ein Großteil der Vorlesungen in den Universitäten ist auf Katalanisch, für den kompletten öffentlichen Dienst müssen Katalanischkenntisse nachgewiesen werden. In den letzten Jahren hat sich deshalb ein regelrechter Boom in Sprachschulen, die Katalanischzertifikate ausstellen, ergeben.

Unterschiede zu anderen romanischen Sprachen

Die katalanische Sprache hat nicht so viele Wörter arabischer Herkunft wie das Spanische (AL-Laut); Beispiele: Spanisch - Katalanisch - Deutsch
- alfombra - catifa - Teppich
- alcalde - batlle - Bürgermeister
- almohada - coixí - Kissen
- albañil - paleta - Maurer Die katalanische Sprache hat viele lateinische Wurzeln besser behalten als das Spanische; Beispiele im Vergleich zum Italienischen: UE-Laut (span.) - O-Laut (kat.): Spanisch - Katalanisch - Italienisch - Deutsch
- bueno/s - bo/ns - buono/i - gut/e
- cuerda - corda - corda - Schnur
- cuerno - corn - corno - Horn
- buey - bou - bue - Ochse buono/i; corda; corno; bue; farina; figlia; finocchio; ferro; fiele H-Laut (span.) - F-Laut (kat.):
- harina - farina - farina - Mehl
- hijo/a - fill/a - figlia - Sohn/Tochter
- hinojo - fonoll - finocchio - Fenchel
- hierro - ferro - ferro - Eisen
- hiel - fel - fiele - Galle Beispiele für die Verwandtschaft mit dem Französischen: Spanisch - Katalanisch - Französisch - Deutsch
- mariposa - papillona - papillon - Schmetterling
- queso - formatge - fromage - Käse Andere Wörter wiederum deuten auf keine Verwandtschaft mit dem Spanischen oder Französischen:
- zanahoria - pastanaga - carotte - Karotte
- amarillo - groc - jaune - Gelb

Siehe auch


- Sprachen auf Mallorca
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Die katalanische Nationalhymne

Weblinks


- http://ca.wiktionary.org -- Katalanisches Wiktionary
- http://www.llibres.com -- Katalanischer Buchversand
- http://www.katalanistik.de -- Homepage des Deutschen Katalanistenverbandes
- http://www.uni-frankfurt.de/katalanistik -- Katalanistik Homepage der Universität Frankfurt
- http://www.grec.net/home/cel/dicc.htm -- Kostenlose Online-Version des einsprachigen Wörterbuchs der [http://www.grec.net/ Enciclopèdia Catalana].
- http://dcvb.iecat.net - Diccionari català-valencià-balear (das DCVB oder auch nach seinem Urheber der Alcover genannt; ein 10-bändiges, einsprachiges, katalanisches Wörterbuch im Netz)
- [http://www.dilc.org/ Diccionari Invers de la Llengua Catalana] Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Katalonien Kategorie:Spanien Kategorie:Frankreich ja:カタルーニャ語 ko:카탈루냐어 simple:Catalan language

Asturische Sprache

Die asturische Sprache, Asturische oder Asturleonesische (asturleon. asturianu, bable, asturllionés, llionés, span. asturiano, asturleonés) ist eine iberoromanische Sprache, die im größten Teil der Region Asturien (mit Ausnahme des Gebietes an der Grenze zu Galicien, wo Übergangsdialekte zwischen Asturisch und Galicisch gesprochen werden) und in Teilen der Provinzen León, Zamora und Salamanca in Spanien und im Gebiet von Miranda do Douro in Portugal, wo es eine Amtssprache ist und offiziell Mirandes genannt wird, gesprochen wird. Etwa 450.000 Menschen (44,4 % der Gesamtbevölkerung Asturiens) sprechen Asturisch (Asturleonesisch). Einige Vor- und Grundschulen benutzen die Sprache als Unterrichtsmedium. In der Primär- und Sekundärstufe wird Asturisch als Wahlfach angeboten. Es gibt keine Fernsehprogramme in Asturisch/Asturleonesisch. Radioprogramme sind häufiger. Es existiert eine Wochenzeitung auf Asturisch. Andere Zeitungen veröffentlichen Auszüge auf Asturisch. Ein paar Magazine werden auf Asturisch herausgegeben. Es ist umstritten, ob Asturischleonesisch als Dialekt der spanischen Sprache oder als eigenständige Sprache zu klassifizieren ist. Es existieren drei Hauptdialekte mit zahlreichen Untergliederungen. Das Westasturleonesische weist galizisch-portugiesische Züge auf und ist am konservativsten, das Zentralasturische (gesprochen in der Gegend von Oviedo und Gijón in Asturien) hat die meisten Sprecher und ist die Grundlage für einen Normativierungsversuch und das Ostasturleonesische ist im Begriff, zu einem kastilischen Dialekt zu werden. Als Sprachvergleich das Vater unser in den drei Varietäten und Spanisch: Asturisch:: Westdialekt Pai nuesu que tás en cielu, sentificáu seya´l tou nome. Amiye´l tou reinu, fáigase la túa voluntá lu mesmu na tierra comu´n cielu. El nuesu pan de tolus días dánuslu guoi ya perdónamus las nuesas ofensas lu mesmu que nós facemus conus que mus faltoren. Ya nun mus deixes cayere na tentación ya llíbramus del mal. Amén. Asturisch:: Zentraldialekt Padre nuesu que tas en cielu, santificáu seya'l to nome. Amiye'l to reinu, fáigase la to voluntá lo mesmo na tierra qu'en cielu. El nuesu pan de tolos díes dánoslo güei y perdónamos les nueses ofenses lo mesmo que nós facemos colos que mos faltaren. Y nun mos dexes cayer na tentación, y llíbramos del mal. Amén. Asturisch:: Ostdialekt Padre nuestru que tas en cielu, santificáu seya´l tu nome. Amiye´l tu reinu, h.ágase la tu voluntá lu mesmu ena tierra qu´en cielu. El nuestru pan de tolus días dánuslu güei y perdónanus las nuestras tentaciones lu mesmu que nosotros h.acemus colus que nus faltaren. Y nun nus dexes cayer ena tentación, y líbranus del mal. Amén. Spanisch: Padre nuestro que estás en los cielos, santificado sea tu nombre. Venga tu Reino. Hágase tu voluntad, así en la tierra como en el cielo. El pan nuestro de cada día, dánosle hoy y perdónanos nuestras deudas, así como nosotros perdonamos a nuestros deudores. Y no nos dejes caer en la tentación, mas líbranos del mal. Amén.

Weblinks


- http://ast.wikipedia.org Wikipedia auf Asturisch
- http://fueyallionesa.tripod.com Leonesischsprachige Wochenzeitung Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Spanien ja:アストゥリアス語

Romanische Sprachen

Die romanischen Sprachen sind ein Zweig der indoeuropäischen bzw. indogermanischen Sprachen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sprachgruppen ist die "Ursprache" des Romanischen gut bezeugt: es handelt sich um das gesprochene Latein (Volkslatein oder Vulgärlatein). Das Lateinische selbst gilt nicht als romanische Sprache, sondern wird zu den italischen Sprachen gezählt, die aber heute alle außer den "Nachkommen" des Lateinischen als gesprochene Sprachen ausgestorben sind.

Heutige Standardsprachen

Die heutigen romanischen Standardsprachen sind:

Romanische Sprachen nach Untergruppen

Die romanischen Sprachen lassen sich nach teilweise systemlinguistischen, teilweise geographische Kriterien in mehrere Untergruppen einteilen. Bei der folgenden Liste der romanischen Sprachen ist zu beachten, dass bei vielen romanischen Idiomen die Aufzählung schwierig ist, da sie je nach Quelle mal als eigenständige Sprachen, mal als Dialekte geführt werden. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht über eine einheitliche Standardsprache verfügen, sondern überwiegend neben einer anderen Standardsprache vor allem in informellen Kontexten verwendet werden (Diglossie). Mit Ausnahme des Sephardischen und des Anglonormannischen handelt es sich bei den hier aufgezählten um Sprachformen, die sich direkt und in ungebrochener zeitlicher Kontinuität aus dem gesprochenen Latein entwickelt haben. Sie bilden in Europa mit Ausnahme des Rumänischen auch ein räumliches Kontinuum. Man spricht aufgrund der zeitlichen und räumlichen Kontinuität auch von Romania continua.

Iberoromanische Sprachen

Zum Iberoromanischen gehören die spanische, die portugiesische, die galicische und die katalanische Standardsprache (die letztere einschließlich des Valencianischen). Das Katalanische nimmt dabei eine Übergangsstellung zwischen dem Iberoromanischen und dem Galloromanischen ein. Außerdem gehören zu den iberoromanischen Sprachen:
- Aragonesisch im Norden der Region Aragón in Spanien
- Asturisch in der Region Asturien und der Provinz León in Spanien. Eng mit diesem verwandt ist das Mirandesische (Mirandês) im Nordosten Portugals, das dort lokale Amtssprache ist.
- Sephardisch, die Sprache der nach 1492 aus Spanien vertriebenen jüdischen Sepharden, wird noch heute in der Türkei, in Israel und in New York gesprochen.

Galloromanische Sprachen

Die galloromanischen Sprachen sind alle romanischen Sprachen, die sich aus dem Vulgärlatein der gallischen Bevölkerung im Römischen Reich entwickelte, die auch als Gallo-Römer bezeichnet werden. Auf fast dem gesamten Gebiet der galloromanischen Sprachen wird heute die französische Standardsprache verwendet. Nach sytemlinguistischen Kriterien kann man die galloromanischen Sprachen zu drei Gruppen zusammenfassen:
- Langues d'oïl. Zu diesen gehören neben dem Französischen mehrere enger mit diesem verwandte Dialekte, die von manchen auch als eigene Sprachen angesehen werden:
  - Gallo im östlichen Teil der Bretagne
  - Picardisch in Nordostfrankreich und Belgien
  - Wallonisch in Nordostfrankreich und Belgien
  - Anglonormannisch, die Sprache der normannischen Oberschicht im mittelalterlichen England nach 1066
  - Jèrriais auf der Insel Jersey
- Franko-Provenzalisch. Unter diesem Begriff werden von Linguisten die Dialekte des mittleren Rhônetales, des größten Teiles der französischsprachigen Schweiz (Romandie), Savoyens und des Aostatales zusammengefasst. Eine Standardsprache oder ein eigenständiges Sprachbewusstsein existiert jedoch nicht, als Schriftsprache wird hier von Alters her das Französische verwendet.
- Langues d'oc oder Okzitanisch in Südfrankreich (Okzitanien), den Alpen Nordwestitaliens und der Val d'Aran in Katalonien. Dieses muss aufgrund des Systemabstandes auf alle Fälle als eigenständige romanische Sprache klassifiziert werden, besitzt jedoch keine allgemein anerkannte Standardvarietät. Mehrere Dialekte des Okzitanischen werden gelegentlich auch als eigene Sprachen betrachtet:
  - Auvergnatisch in der Auvergne
  - Gascognisch in Südwestfrankreich zwischen der Garonne und den Pyrenäen sowie in der Val d'Aran; in der Val d'Aran ist die lokale Varietät, das Aranesische, lokale Amtssprache.
  - Languedokisch im Languedoc
  - Limousinisch im Limousin
  - Nissart im Gebiet um Nizza (wird oft auch zum Provenzalischen gezählt)
  - Provenzalisch in der Provence (die Bezeichnung Provenzalisch wurde früher auch für das Okzitanische als Ganzes verwendet) Die Abgrenzung des Galloromanischen zum Iberoromanischen und zum Italoromanischen innerhalb des romanischen Dialektkontinuums ist nicht eindeutig. Das Katalanische nimmt eine Übergangsstellung zwischen Galloromanisch und Iberoromanisch ein, die galloitalienischen Varietäten haben rein systemlinguistisch betrachtet mehr mit dem Galloromanischen gemeinsam als mit dem übrigen Italoromanischen, zu dem sie aus geographischen und kulturgeschichtlichen Gründen meist gezählt werden.

Rätoromanische Sprachen

Unter der Bezeichnung rätoromanische Sprachen werden das Furlanische, das Bündnerromanische und das Ladinische zusammengefasst.

Italoromanische Sprachen

Die einzige italoromanische Standardsprache ist das Italienische. Die übrigen italoromanische Sprachen gehören mit Ausnahme des Korsischen und des Monegassischen alle zum Geltungsbereich der italienischen Standardsprache und werden deshalb oft auch als italienische Dialekte klassifiziert. Sie lassen sich in drei Untergruppen einteilen, zwischen denen große Unterschiede bestehen:
- Die Varietäten der nördlichen Gruppe, die von manchen zusammenfassend auch als Padanisch bezeichnet werden, nehmen eine Übergangsstellung zum Galloromanischen ein. Während das Venetische größere Gemeinsamkeiten mit dem übrigen Italoromanischen aufweist, haben die übrigen norditalienischen Varietäten, die zusammenfassend auch als Galloitalienisch bezeichnet werden, auf dem Gebiet der Lautentwicklung und der Morphologie mehr mit dem Galloromanischen gemeinsam als mit dem übrigen Italoromanischen. Zur nördlichen Gruppe gehören:
  - Emilianisch in der Emilia-Romagna
  - Ligurisch in Ligurien; eine ligurische Varietät ist auch das Monegassische in Monaco
  - Lombardisch in der Lombardei
  - Piemontesisch im Piemont
  - Venezianisch oder Venetisch in der Region Venetien in Nordostitalien
- Mittelitalienische Varietäten werden in den Regionen Toskana und Umbrien und im größten Teil von Latium und Marken gesprochen. Die Grenze zu den norditalienischen Varietäten folgt ungefähr der Linie La Spezia-Rimini, die Grenze zu den süditalienischen Varietäten der Linie Rom-Ancona. Sie bilden die Grundlage der italienischen Standardsprache. Das Korsisch auf Korsika, das dort neben dem Französischen auch in begrenztem Maße offizielle Anerkennung erlangt hat, gehört systemlinguistisch betrachtet auch zu den mittelitalienischen Varietäten, hat jedoch aus geographischen und kulturgeschichtlichen Gründen eine Sonderstellung.
- Die süditalienischen Varietäten werden in der südlichen Hälfte der Apenninhalbinsel und auf Sizilien gesprochen. Am bekanntesten sind das das Napolitanische in Neapel und der Region Kampanien und das Sizilianisch auf Sizilien.

Sardisch

Das Sardische auf Sardinien lässt sich keiner der Untergruppen zuordnen. Sie besitzt derzeit keine einheitliche Standardsprache, muss jedoch aufgrund ihres Systemabstandes zu den übrigen romanischen Sprachen auf alle Fälle als eigenständige Sprache klassifiziert werden.

Balkanromanische Sprachen

Die einzige balkanromanische Standardsprache ist das Rumänische. Außerdem gehören zu dieser Gruppe mehrere in Südosteuropa gesprochene Kleinsprachen, die früher auch oft als rumänische Dialekte betrachtet wurden:
- Aromunisch (auch: Mazedorumänisch) in Nordgriechenland, Mazedonien, Albanien
- Istrorumänisch im Nordosten Istriens (Kroatien)
- Meglenorumänisch in der Meglen-Ebene an der Grenze zwischen Griechenland und der Republik Mazedonien.

Ausgestorbene romanische Sprachen

Heute ausgestorbene romanische Sprachen (Romania submersa, untergegangene Romania) sind:
- Dalmatisch an der östlichen Adriaküste (mit den Varianten Vegliotisch auf der Insel Krk (italienisch: Veglia), Ragusäisch um Dubrovnik (italienisch: Ragusa)
- Mozarabisch (in Andalusien)
- nordafrikanisches Romanisch
- Moselromanische Sprache (romanische Sprachinsel im Moseltal)

Kreolsprachen auf romanischer Grundlage

Manche Linguisten rechnen auch die romanisch-basierten Pidgins und Kreolsprachen zu den romanischen Sprachen. Diese "neuromanischen Sprachen" (Romania nova) lassen sich einteilen in:
- Lingua Franca (Pidgin)
- französisch-basierte Kreolsprachen
- spanisch-portugiesisch-basierte Kreolsprachen Siehe auch: Liste der Kreolsprachen

Plansprachen auf teilweise romanischer Grundlage

Unter romanischem Einfluss sind verschiedene sogenannte „Konstruierte Sprachen“ entwickelt worden, z.B. Esperanto oder Interlingua.

Literatur


- Alwin Kuhn: Die romanischen Sprachen, Bern (Francke) 1951.
- Rainer Schlösser: Die romanischen Sprachen, München (Beck) 2001. ISBN: 3406447678
- Carlo Tagliavini: Einführung in die romanische Philologie, München (Beck) 1973.

Siehe auch


- Panromanismus
- Quantitätenkollaps Kategorie:Sprachfamilie ! als:Romanische Sprachen ja:ロマンス語 simple:Romance languages zh-min-nan:Romance gí-giân

Kategorie:Sprachfamilie

Hier sollen Artikel engeordnet werden, die eine Sprachfamilie, eine Untergruppe einer Sprachfamilie oder eine mögliche Sprachfamilie behandeln. Kategorie:Sprache Kategorie:Sprachwissenschaft ja:Category:語族 ko:분류:어족 nb:Kategori:Språkfamilier

Ћезаре Ломброзо

Чезаре Ломброзо (ит: Cesare Lombroso, 1836. — 1909.), италијански лекар и криминолог, оснивач теорије o посебној тeлесној конституцији криминалаца. Ове теорије о повезаности физичког изгледа и карактера су данас научно одбачене, а блиске су фашизму. По његовом мишљењу убица је више болесник него кривац. Поставио теорију o уској вези између генија и злочинца. Ломброзо, Чезаре ja:チェーザレ・ロンブローゾ

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