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| Ibn Saud |
Ibn Saud
Abd al-Aziz ibn Saud ( - 24. November 1880 in Riad; † 9. November 1953 in Taif) arabisch: عبد العزيز ال سعود war Gründer des modernen Königreichs Saudi-Arabien und von 1932 bis 1953 König von Saudi-Arabien.
Abd al-Aziz, mit Vollnamen Abd al-Aziz ibn Abd ar-Rahman ibn Faisal Al Saud, عبد العزيز بن عبد الرحمن بن فيصل ال سعود, wurde als Kind, nach dem Sturz seines Vaters Abdul Rahman ibn Abdallah, 1891 ins Exil nach Kuwait vertrieben. Sein Aufstieg begann als 21-jähriger, als er mit 40 Kamelreitern von Kuwait kommend die Festung Riad 1902 einnahm, und damit die Herrschaft der Dynastie der Saud im Nadschd neu begründete.
Seit 1915 hatte er ein inoffizielles Bündnis mit Großbritannien, zunächst gegen das Osmanische Reich, später gegen den bei den Briten in Ungnade gefallenden Haschemiten-König Hussein ibn Ali des Hedjas.
Mit dem Niedergang des Osmanischen Reichs wurde 1913 die Provinz al-Hasa am Persischen Golf und von 1919 bis 1926 der Hedschas gänzlich erobert sowie die anderen Beduinenstämme im zentralen Arabien unterworfen. Bei diesen Kämpfen stützt sich Abd al-Aziz ibn Saud vor allem auf Bruderschaft der Ichwan. Sein größter Erfolg war ab September 1924 die Einnahme des vergleichsweise fruchtbaren Gebiets Hedschas, in dem König Hussein herrschte. Dadurch gelang Ibn Saud die Inbesitznahme der heiligen Städte Mekka und Medina. Am 8. Januar 1926 proklamierte sich Abd al-Aziz ibn Saud zum König von Hedschas.
1926 unterstellte sich Asir im Grenzgebiet zum Jemen seiner Herrschaft. 1932 rief Abd al-Aziz das Königreich Saudi-Arabien aus. Mit dem Beginn der Erdölförderung seit 1938 stieg Abd al-Aziz schnell zu einem der reichsten Herrscher der islamischen Welt auf. Am 14. Februar 1945 kam es zu dem historischen Treffen zwischen Abd al-Aziz und dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt an Bord der USS Quincy.
Ibn Saud zeugte 37 Söhne. Nach seinem Tode 1953 wurde sein ältester Sohn Saud ibn Abd al-Aziz sein Nachfolger.
Siehe auch: Dynastie der Saud
Kategorie:Mann
Kategorie:König (Saudi-Arabien)
Kategorie:Haus Saud
Kategorie:Geboren 1880
Kategorie:Gestorben 1953
ja:アブドゥルアズィーズ・イブン=サウード
ms:’Abd al ’Aziz Al Sa’ud
24. NovemberDer 24. November ist der 328. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 329. in Schaltjahren) - somit bleiben 37 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1642 - Abel Tasman entdeckt als erster Europäer die Insel Van Diemen's Land (später in Tasmanien umbenannt).
- 1933 - Das erste deutsche Tierschutzgesetz wird verabschiedet
- 1944 - Die USA beginnen mit einer Reihe schwerer Luftangriffe auf Tokio, Japan.
- 1954 - Theodor Blank, Konrad Adenauers Beauftragter zur Wiederbewaffnung, wird in Augsburg von Protestierern niedergebrüllt.
- 1955 - Walter Ulbricht wird erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR.
- 1965 - In der Demokratischen Republik Kongo stürzt Mobutu in einem unblutigen Militärputsch Präsident Kasavubu.
- 1969 - Gustav Heinemann besucht als erster deutscher Bundespräsident die Niederlande.
- 1972 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Australien
- 1991 - Freddie Mercury stirbt an AIDS.
- 1995 - Estland stellt den Antrag auf einen Beitritt zur EU.
- 1998 - Emile Lahoud wird Staatspräsident des Libanon
- 1998 - Sailele Tuila'epa Malielegaoi wird Premierminister in Samoa
- 1999 - Mamadou Tandja wird Staatspräsident der Rebublik Niger
- 2000 - Der erste BSE-Fall bei einem in Deutschland geborenen Rind wird gemeldet.
- 2001 - Aserbaidschan. Prof. Dr. Murtuz Aleskerov wird zum Parlamentspräsident gewählt.
- 2002 - Ein Fledermausbiss verursacht den ersten Tollwutfall bei einem Menschen in Großbritannien seit 100 Jahren.
Wirtschaft
- 1961 - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wird gegründet.
- 1875 - Mit Hilfe des Barons Lionel Nathan Rothschild kann die britische Regierung die Sueskanal-Aktien des bankrotten ägyptischen Khediven Ismail Pascha kaufen.
Wissenschaft, Technik
- 1859 - Charles Darwin veröffentlicht mit dem Werk Von der Entstehung der Arten seine Evolutionstheorie.
- 1874 - Der US-Amerikaner Joseph Firwall Glidden meldet den von ihm erfundenen Stacheldraht zum Patent an.
- 1903 - Die erste deutsche Antarktis-Expedition trifft nach siebenmonatiger Reise auf dem Forschungsschiff Gauß in Kiel ein.
Kiel
- 1904 – Der Kalifornier Benjamin Holt erfindet die Raupe für Kettenfahrzeuge.
- 1936 - Der Franzose Maurice Claisse erreicht mit einem Bréguet Koaxialhubschrauber Gyroplane die Weltrekordflughöhe von 158 m.
Kultur
- 1759 - Uraufführung der Oper Der neue krumme Teufel von Joseph Haydn in Wien.
- 1812 - Uraufführung der Oper L'occasinone fa il ladro von Gioacchino Rossini am Teatro San Moisè in Venedig.
- 1911 - Uraufführung der Operette Eva von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1918 - Uraufführung der Oper Frutta di mare von Hans Huber in Basel.
- 1937 - Uraufführung der Oper Tobias Wunderlich von Joseph Haas in Kassel.
- 1938 - Uraufführung der Oper Peer Gynt von Werner Egk an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
- 1951 - Das Musical Gigi nach einem Roman von Colette wird mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle am Broadway uraufgeführt.
- 1979 - Uraufführung des Lustspiels Leonce und Lena von Paul Dessau in Ost-Berlin
Religion
- 496 - Anastasius II. wird nur 3 Tage nach dem Tod von Papst Gelasius I. als dessen Nachfolger inthronisiert.
Katastrophen
- 1966 - Eine bulgarische Iljuschin Il-18 der TABSO Bulgarian stürzt kurz nach dem Start in Bratislava während eines Schneesturms in dem umliegenden Bergen ab. Alle 82 Personen an Bord sterben.
- 1976 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Russland und im Iran fordert ca. 5.000 Todesopfer.
- 1992 - Guilin, Volksrepublik China: Beim Absturz einer aus Kanton (Guangzhou) kommenden Boeing 737 der China Southern Airlines beim Landeanflug 20 km vor dem Ziel kommen alle 141 Menschen an Bord ums Leben.
- 2001 - Zürich, Schweiz. Eine Passagiermaschine der Crossair von Berlin kommend, stürzt etwa 5 km vor der Landung auf dem Flughafen Zürich-Kloten über Bassersdorf ab. 24 der 33 Menschen an Bord sterben. Siehe auch: Crossair Flug 3597
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1960 - Basketball: Mit 55 Rebounds in einem Spiel stellt Wilt Chamberlain einen seitdem gültigen NBA-Rekord auf.
Geboren
- 1632 - Baruch Spinoza, niederländischer Philosoph
- 1642 - Anne-Hilarion de Cotentin, comte de Tourville, französischer Admiral und Seeheld
- 1700 - Johann Bernhard Bach, deutscher Komponist
- 1713 - Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- 1715 - Johann Gottlob Leidenfrost, deutscher Mediziner und Theologe
- 1740 - John Bacon d. Ä., britischer Bildhauer
- 1766 - Friedrich Weinbrenner, deutscher Architekt
- 1784 - Zachary Taylor, US-amerikanischer General und 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vom 5. März 1849 bis 9. Juli 1850
- 1801 - Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar
- 1808 - Alphonse Karr, französischer Journalist, Schriftsteller und Satiriker
- 1811 - Ulrich Ochsenbein, schweizerischer Politiker
- 1826 - Carlo Collodi, italienischer Erzähler
- 1848 - Lilli Lehmann, deutsche Sängerin
- 1849 - Frances Eliza Burnett, britisch-US-amerikanische Autorin
- 1858 - Marie Bashkirtseff, russische Malerin, Schriftstellerin und Philosophin
- 1861 - August Bier, deutscher Chirurg
- 1862 - Bernhard Stavenhagen, deutscher Komponist
- 1864 - Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler
- 1865 - Adolf Damaschke, Pädagoge und Führer der Bodenreformbewegung
- 1868 - Scott Joplin, US-amerikanischer Pianist
- 1873 - Julius Martow, russischer Politiker
- 1877 - Alben W. Barkley, US-amerikanischer Senator und US-Vizepräsident
- 1880 - Abd al-Aziz ibn Saud, Gründer des modernen Königreichs Saudi-Arabien und König von Saudi-Arabien von 1932 bis 1953
- 1886 - Margaret Anderson, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1886 - Georges Vantongerloo, belgischer Maler, Bildhauer und Architekt
- 1887 - Erich von Manstein, deutscher General
- 1900 - Kurt Richter, deutscher Schachspieler
- 1908 - Aleksander Ford, polnischer Filmregisseur
- 1909 - Gerhard Gentzen, deutscher Mathematiker
- 1911 - Erik Bergman, finnischer Komponist
- 1912 - Francis Durbridge, britischer Schriftsteller, Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor
- 1913 - Geraldine Fitzgerald, irisch-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin († 2005)
- 1914 - Hilde Bussmann, deutsche Tischtennisspielerin
- 1914 - Agostino Casaroli, italienischer Kardinal
- 1916 - Forrest J. Ackerman, US-amerikanischer Schreiber und Verleger
- 1925 - Simon van der Meer, niederländischer Physiker
- 1926 - Tsung-Dao Lee, chinesischer Physiker
- 1928 - Michael Holliday, britischer Sänger
- 1928 - Gerhard Bengsch, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1934 - Alfred Schnittke, russisch-deutscher Komponist
- 1938 - Oscar Robertson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1940 - Hermann Otto Solms, deutscher Politiker
- 1941 - Donald Dunn, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Gary Boyle, indischer Musiker
- 1941 - Pete Best, erster Schlagzeuger der Beatles
- 1943 - Robin Williamson, britischer Musiker und Sänger
- 1945 - Lee Michaels, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Ted Bundy, amerikanischer Serienmörder
- 1947 - Dave Sinclair, britischer Musiker
- 1948 - Christoph Bergner, deutscher Politiker
- 1952 - Ilja Richter, deutscher Fernsehmoderator und Schauspieler
- 1952 - Rachel Chagall, US-amerikanische Schauspielerin
- 1953 - Gary Cooper, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1955 - Einar Kárason, isländischer Autor
- 1955 - Emir Kusturica, jugoslawischer Filmregisseur
- 1958 - Carmel, britische Sängerin und Songschreiberin
- 1961 - Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin
- 1965 - Patrik Fichte, deutscher Schauspieler
- 1979 - Eva Konrad, österreichische Politikerin
Gestorben
Eva Konrad
- 654 - Kōtoku, Kaiser von Japan
- 1192 - Albert von Lüttich, Bischof und Märtyrer
- 1531 - Johannes Oekolampad, schweizerischer Humanist und Reformator
- 1535 - Ulrich Zasius, deutscher Jurist und Humanist, Stadtschreiber von Freiburg i.Br
- 1571 - Jan Blahoslav, tschechischer Schriftsteller und Humanist
- 1572 - John Knox, schottischer Reformator
- 1615 - Sethus Calvisius, deutscher Komponist, Thomaskantor in Leipzig
- 1679 - Paul von Aussem, Weihbischof in Köln
- 1722 - Johann Adam Reincken, deutscher Komponist und Organist
- 1842 - Pehr Frigel, schwedischer Komponist
- 1875 - Joseph Othmar Ritter von Rauscher, Erzbischof von Wien
- 1880 - Napoléon-Henri Reber, französischer Komponist
- 1902 - Toni Petzer, österreichischer Sänger (Bass)
- 1906 - Simon Gregorcic, islowenischer Geistlicher und Dichter
- 1911 - Wilhelm Jensen, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1916 - Hiram Maxim, britisch-US-amerikanischer Erfinder
- 1927 - Ion Constantin Bratianu, rumänischer Ingenieur und Politiker
- 1929 - Georges Clemenceau, französischer Politiker, Ministerpräsident
- 1946 - Alfonso Broqua, uruguayischer Komponist
- 1955 - Lionel George Curtis, britischer Historiker und Politiker
- 1966 - Kanken Toyama, japanischer Karatemeister und Adeliger
- 1969 - Leopold Biberti, deutscher Schauspieler und Sänger
- 1972 - Mani Matter, schweizerischer Liedermacher
- 1975 - Friedrich Beermann, deutscher Politiker
- 1980 - George Raft, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1980 - Falk Werner, deutscher Sprecher
- 1985 - Joe Turner, US-amerikanischer Musiker
- 1985 - László József Bíró, Erfinder des Kugelschreibers
- 1988 - Joachim Fernau, deutscher Schriftsteller
- 1990 - Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1990 - Helga Feddersen, deutsche Schauspielern und Komödiantin
- 1991 - Freddie Mercury, Leadsänger von Queen
- 1991 - Eric Carr, Schlagzeuger von Kiss
- 1993 - Albert Collins, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 2001 - Melanie Thornton, amerikanische-deutsche Sängerin aus Charleston/South Carolina
- 2002 - John Rawls, US-amerikanischer Philosoph
- 2003 - Copito de Nieve (Schneeflöckchen), Albino-Gorilla und Maskottchen des Zoos von Barcelona
- 2004 - Arthur Hailey, britisch-kanadischer Schriftsteller
- 2004 - Vladimir Rivero Hernandez, portugiesischer Handballspieler
Feiertage und Gedenktage
- Albert (Albert von Lüttich)
- Balsam
- Chrysogonus
- Flora
- Hitto
- Johannes (Johannes Leisentrit, Johannes vom Kreuz)
Siehe auch
- 23. November - 25. November
- 24. Oktober - 24. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1124
ja:11月24日
ko:11월 24일
simple:November 24
th:24 พฤศจิกายน
Riad
Riad (arabisch الرياض, ar-Riyād für Die Gärten) ist die Hauptstadt des Königreichs Saudi Arabien und hat 4.087.152 Einwohner (Volkszählung September 2004). Der englische Name ist Riyadh. Im deutschen liest man oft auch Er-Riad. Riad ist wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum des Landes.
Geografie
Geografische Lage
Riad ist in der Mitte der arabischen Halbinsel in der Region Nadschd (auch Nedschd/Nedjd) gelegen. Die Stadt liegt durchschnittlich 612 Meter über dem Meeresspiegel und ist von Wüste umgeben. Im Westen reicht die Stadt heute bis an das Wadi Hanifa.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1.554 Quadratkilometer. Die geografischen Koordinaten sind 24,42 Grad nördlicher Breite und 46,44 Grad östlicher Länge.
Die Umgebung von Riad ist topografisch sehr vielfältig. Erwähnt sei die im Nordwesten befindliche Abbruchkante das Tuwaiq-Escarpment sowie die Dana-Wüste ein im Osten liegender Sanddünenstreifen.
Klima
Riad befindet sich in der subtropischen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 25,6 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 118 Millimeter im Mittel. Die Sommertemperaturen liegen tagsüber bei 48 bis 50 Grad Celsius. Nachts sinken sie im Sommer auf 20 Grad Celsius ab.
Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 35,3 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 14,1 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat April mit durchschnittlich 33 Millimeter. Kein Niederschlag fällt zwischen Juni und Oktober, der Himmel ist in dieser Jahreszeit wolkenfrei.
Geschichte
Die Stadt verdankt ihre Entstehung dem Wadi Hanifa und der benachbarten Stadt Diraja (heute ein Freiluftmuseum). In Diraja (heute ein nördlicher Vorort) wurde die Staatsreligion, der Wahhabismus, entwickelt. Seit 1824 war sie das Zentrum der Dynastie der Saud. Nach der Eroberung durch Abd al-Aziz Al Saud im Jahre 1902 begann von hier die Vereinigung der Beduinenstämme des zentralen Arabien, was 1932 zur Gründung des Königreichs Saudi-Arabien führte.
Die ersten namentlich greifbaren Siedler in der Gegend waren die halb legendären Jadis. Im 5. Jahrhundert wurde das Wadi und die alten Städte Hajr al-Yamamah, das unter dem heutigen Zentrum von Riad vermutet wird, und al-Kharj, welches weiter im Südosten lag (heute Ruinen), von dem Stamm der Bani Hanifah übernommen. Al-Yamamah der Staat der Hanifah florierte im 6. und 7. Jahrhundert. Zwei der Herrscher, Hawdha bin Ali und Musailama ("der falsche Prophet"), spielten in der Zeit vor der endgültigen Konvertierung zum Islam eine wichtige Rolle.
Unweit von al-Jubailah in Aqraba kam es im Jahre 634 zu Kämpfen im Riddah-Krieg.. Nach der Einführung des Islams blieb Hajr noch bis gegen 900 ein bedeutender Ort, danach scheint die ganze Gegend zu verarmen während sich die politischen Zentren des Islams immer weiter von Arabien entfernen. Ibn Battuta berichtet aber noch 1331 bis 1332 von Hajr als schöne und fruchtbare Stadt mit Bächen voll Wasser und vielen Bäumen. Die Stadt hat noch bis ins 15. Jahrhundert existiert und als Stammsitz der Bani Hanifah gedient.
Im 15. Jahrhundert kam es im Nadschd zu vielen Umsiedlungen und intensiverer Nutzung der Oasen. Ibn Dir, der Häuptling der Al-Dir, eines Clans der Bani Hanifah aus Hajr, wollte das Wadi besser nutzen und lud 1446 den ihm verwandten Stamm der Muradah aus der Gegend von al-Qatif am Persischen Golf ein hier zu siedeln. Sie gründeten die Siedlungen Mulaibid und Ghasibah am östlichen Ufer des Wadis und nannten den neuen Ort Dir'iyyah, der auch alle Siedlungen mit einbezog, die sich an den etwa vier Kilometern des Wadis befanden, die zwischen den beiden Orten lagen.
Ghasibah war der erste Hauptort der Muradah "Wadi-Oase" Dir'iyyah im Wadi Hanifah. Das südliche Nadschd wurde später zunächst allerdings von al-Uyainah (al-Uyaynah; im nördlichem Wadi westlich von al-Jubaylah) aus beherrscht. In den späten 1680er Jahren machte Muqrin bin Markhan al-Turaif am westlichen Wadi-Ufer zum Hauptort von Dir'iyyah. Ab 1725 beherrschte Dir'iyyah unter Muhammad bin Saud (1735-1765), dem Gründer des ersten Saudi-Staates, das südliche Nadschd.
Am östlichen Wadi-Ufer gegenüber von al-Turaif liegt der Ort Bujairi wo die Familie des Scheichs Muhammad bin Abd Al-Wahhab (1703-1792) residierte, nachdem sie aus al-Uyainah vertrieben worden waren. Nach 1745 wurde dieser bedeutender als der Scheich Muhammad Ibn Saud, der in al-Turaif residierte, sich der Reformbewegung der Wahhabiten anschloss und 1744 mit dem Imam Muhammad bin Abd Al-Wahhab einen Pakt schloss. Die Al-Sauds brachten den Großteil der Arabischen Halbinsel unter ihrer Herrschaft und drangen in das Hedschas vor, wo sie 1806 Mekka eroberten.
In al-Turaif vollendete der Imam Sa'ud bin 'Abd al-'Aziz (Imam 1803-1814) die Salwa Paläste. Der bekannteste Baumeister dieser Zeit in Al-Dir'iyyah war Ibn Hazam. Der osmanische Sultan wollte die neue Macht in Zentral-Arabien einschränken und ließ Muhammad Ali Pasha von Ägypten einen Feldzug durch das Nadschd machen. Der Befehlshaber der Armee war Ibrahim Pascha, der Sohn von Muhammad Ali Pascha. Dieser ließ Al-Dir'iyyah erobern und zerstören. Die wichtigsten Mitglieder des Clans der Saudis wurden gefangengesetzt und zum teil verschlept oder hingerichtet.
Die Familie al-Saud machte 1824 die junge Stadt Riad zu ihrem neuen Herrschersitz. Diese war 1735 auf den Ruinen von Hajr zunächst als ummauerter Garten entstanden. Die hier entstandene Siedlung wurde von Al-Dir'iyyah aus häufig überfallen und schließlich 1773 von Abdul Aziz bin Muhammad bin Saud erobert. Unter den Herrschern Imam Turki (1824-1834) und seinem Sohn Faisal (1834-1838 und 1843-1865) entstand der zweite Saudische Staat. Als Regierungssitz diente das 1865 gebaute Fort al-Masmak in Riad. Im Norden des Nadschd stieg die Macht der Al-Rashid von Ha'il während die Saudis durch interne Machtspiele geschwächt wurden, so dass sie bald auch den Süden eroberten und die Familie al-Saud 1891 nach Kuwait ins Exil ging.
Im Jahre 1902 wurde Riad von Abd al Azis Ibn Saud (1880-1953) zurückerobert, indem er das Fort al-Masmak stürmte. Von hier aus vertrieb er die Ottomanen aus al-Hasa, unterwarf 1921 Hail, annektierte 1923 das Emirat Asir, eroberte, nachdem der Scherif von Mekka Husain Ibn Ali 1924 nach der Kalifenwürde griff, 1924/1925 Mekka und nannte sich ab 1926 König des Nadschd und Hedschas. Im Jahre 1932 gründete er das Königreich Saudi Arabien.
Seit den 1940er Jahren entwickelte sich Riad von einer relativ engen, räumlich isolierten Stadt zu einer großzügig angelegten Metropole. Das Bevölkerungswachstum der Stadt betrug zwischen 1974 und 1992 durchschnittlich 8,2 Prozent pro Jahr.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Beachtenswerte Bauten der Stadt sind die beiden Hochhäuser Al Faisaliah und Al Mamlaka/Kingdom Centre (zur Zeit die höchsten Bauten in Saudi Arabien mit 267 Meter beziehungsweise 302 Meter Höhe), der König Khalid Internationale Flughafen, das König Fahd Sportstadion, der Al Masmak Palast (altes Fort dessen Eroberung durch den Staatsgründer Abdul Aziz die Keimzelle des Heutigen Staates ist), der Sahah Al Hukom and Qasr-al-Hukm (Justizpalast) und der 170 Meter hohe Fernsehturm.
Vieles bei der Expansion der Hauptstadt, damals noch in Lehmbauweise, wurde in den 1920er und 1930er Jahren vom Baumeister Muraikan beaufsichtigt. Die Al-Saud Familie residierte in ihrem Palast bei al-Badi'ah im Batin am Wadi Hanifah ein paar Kilometer weiter südlich von Al-Dir'iyyah wo das Wadi einen Bogen nach Riad macht. Kurz vor 1937 wurde dort ein neuer Sommerpalast mit Gästehaus unweit des alten Palastes gebaut. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wadis entstand vor 1937 eine neue Moschee.
Etwas nördlich von Riad wurde zwischen 1936 und 1938 unter der Aufsicht des Baumeisters Ibn Qabba der Al-Murabba Palast gebaut (Qasr al-Murabba), er diente als Familien- und Regierungssitz. Schon 1935 bestand das Haus der Amirah Nurah, einer Schwester des Königs Abd al-Aziz. Der kleine Palast mit den damals eher ungewöhnlichen Aussenfenstern lag nördlich von Riad zwischen der Stadtmauer und dem Murabba Komplex. Die Stadtmauern wurden 1950 eingerissen. Der Murabba Bezirk liegt heute zentral in der Stadt und beherbergt ein luxuriöses Museum über saudische Geschichte. Um das Museum liegt eine Park- und Erlebnisanlage sowie der Wasserturm von Riad.
Der alte Stadtkern befindet sich heute im Stadtteil Al-Dira westlich der Straße Al Iman Turki Ibn Abdullah Ibn MHD. Das nördliche Tor in der Stadtmauer Al-Thumairi Gate ist leicht versetzt nahe dem alten Standort rekonstruiert worden. Das alte Fort al-Masmak ist erhalten und dient heute als Museum der Staatsgeschichte. Die große Freitagsmoschee ist durch einen repräsentativen Bau ersetzt worden und im Osten nimmt der Al-Hokm-Palast (Justiz) einen Großteil des alten Stadtkerns ein. Ein wenig traditionelle Lehmarchitektur befindet sich noch im Westen des historischen Kerns als die Stadt vielleicht in den 1930er Jahren außerhalb der Stadtmauern erweitert wurde. Allerdings verschwinden die alten Straßenzüge schnell.
Am Wadi Hanifah (am nordwestlichen Stadtrand) liegt das in den 1980er Jahren entstandene DQ (Diplomatic Quartier). Dieser Stadtteil wird überwiegend von Diplomaten und ihren Familien bewohnt. Hier sind auch alle ausländischen Botschaften ansässig. Das DQ hat einen europäischen Charakter sowie einen hohen Grünanteil und hebt sich vom schachbrettartigen Straßensystem Riads positiv ab.
Im Norden der Stadt sind in den 1990er Jahren zwischen dem neuen Flughafen und den Banban Sandfeldern (im Volksmund Rote Sande) zahlreiche königliche Paläste entstanden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wichtige Wirtschaftszweige sind die Herstellung von Baustoffen, die Nahrungsmittelindustrie und erdölverarbeitende Industrie.
Die jüngere Stadtentwicklung vollzieht sich nach Norden. Die Stadt erhält einen Großteil seines Trinkwassers mittels eines Pipelinesystems vom Persischen Golf.
Verkehr
Die erste Eisenbahn erreichte Riad im Jahre 1951. Die Stadt besitzt einen Internationalen Flughafen und eine Ringautobahn.
Sie ist durch Fernverkehrsstraßen und Bahnlinien mit dem Persischen Golf an der Ostküste des Landes verbunden.
Bildung
Die Stadt ist Sitz einer Universität, einer Islamischen Hochschule, einer Militärakademie, der Nationalbibliothek sowie Hochschulen für Verwaltung, Pädagogik und Technik.
Söhne und Töchter der Stadt
- Abdullah bin Abd al-Aziz, Saudi-arabischer König
- Faisal ibn Abd al-Aziz, König von Saudi-Arabien (1964-1975)
- Fahd ibn Abd al-Aziz, König von Saudi-Arabien seit 1982
- Abd al-Aziz ibn Saud, Gründer des modernen Königreichs Saudi-Arabien
Literatur
- William Facey "Dir I'yya, and the first Saudi State", 1997 London.
- William Facey "Riyadh - The Old City, from its origins until the 1950s", 1992 London.
Kategorie:Ort in Saudi-Arabien
Kategorie:Hauptstadt in Asien
ja:リヤド
ko:리아드
1953
Politik
- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Sowjetunion gibt der Volksrepublik China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück
- 1. Januar: Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr
- 1. Januar: Ausrufung der Republik Malediven
- 30. Januar: Spanien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. März: Sendebeginn von Radio Liberty (damals: Radio Liberation)
- 6. März: Erster Staatsbesuch des Kanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 9. März: In Moskau wird der verstorbene Staatschef Josef Stalin an der Seite von Staatsgründer Lenin im Beisein von etwa 1,5 Millionen Menschen beigesetzt
- 18. März: Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen
- 1. Mai: Nepal wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Mai: Die Deutsche Welle nimmt ihren Sendebetrieb auf
- 7. Mai: Vorzeitige Haftentlassung für den ehemaligen Heeresgruppenkommandeur Erich von Manstein
- 2. Juni: Krönung von Königin Elisabeth, der Zweiten in der Westminster Abbey
- 14. Juni: In Kolumbien wird Präsident Laureano Gómez Castro von einer Militärjunta gestürzt
- 17. Juni: Volksaufstand in der DDR
- 19. Juni: Die deutschstämmigen Ethel und Julius Rosenberg werden wegen Atomspionage in den USA hingerichtet
- 27. Juni: Libysch-Arabische Dschamahirija wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland hebt den Visumzwang für einreisende Besucher aus Mitgliedsstaaten des Europarates auf
- 7. Juli: Chile wird Mitglied in der UNESCO
- 26. Juli: Kuba. Eine Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro unternimmt einen (fehlgeschlagenen) Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba
- 27. Juli: Ende des Koreakriegs
- 1. August: Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
- 17. August: Gründungstreffen von Narcotics Anonymous (Selbsthilfegemeinschaft für Drogensüchtige) in Los Angeles, USA
- 21. August: Malediven. Wiederherstellung des Sultanats
- 6. September: Afghanistan. Mohammad Daud („Roter Prinz“) wird Premierminister
- 14. Oktober: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden wird kein Visum mehr benötigt
- Kurt Sieveking löst mit dem Hamburg Block, einem Wahlbündnis von CDU, FDP und Deutscher Partei die Regierung von Max Brauer ab und wird neuer Erster Bürgermeister
Wirtschaft
- 2. Januar: Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM
- 1. März: Gründung von Burson-Marsteller, heute eine der weltweit größten Agenturen für Public Relations
- 17. Dezember: Die Kokerei Hassel, Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, wird in Betrieb genommen
Wissenschaft und Technik
- Eugene Aserinsky und Nathaniel Kleitman entdecken an der University of Chicago den REM-Schlaf
- 25. April: Francis Crick und James Watson veröffentlichen ihre Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA in Nature 171 unter dem Titel Molecular Structure of Nucleic Acids: A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid
- 12. August: Die Sowjetunion zieht mit der Zündung einer Wasserstoffbombe im Rüstungswettlauf mit den USA gleich
Kultur
- 3. Januar: Uraufführung des Theaterstücks En attendant Godot (Warten auf Godot) von Samuel Beckett in Paris
- 19. Januar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven
- 25. Februar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein in New York
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Staaten von Amerika
- 4. Mai: Uraufführung der Oper Irmelin von Frederick Delius im New Theatre in Oxford
- 7. Mai: Uraufführung des Musicals Can-Can von Cole Porter im Schubert Theater in New York
- 25. Mai: Uraufführung der Oper The Harpies von Marc Blitzstein in New York
- 26. Mai Auf dem vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) organisierten Köner 'Neuen Musikfest werden erstmals Kompositionen von Robert Beyer und Herbert Eimert präsentiert, die im 1952 gegründeten Studio für elektronische Musik in Köln entstanden sind
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. August: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Sevil von Fikrät Ämirov in Baku
- Nikolaus Harnoncourt gründet gemeinsam mit seiner Frau Alice Harnoncourt das Ensemble Concentus Musicus Wien
- Der Malteserorden und der Caritasverband gründen den Malteser Hilfsdienst
Katastrophen
- 5. Januar: Nutt's Corner, Belfast, Irland. Nach einem planmäßigen Flug von Northolt stürzte eine Vickers Viking neben der Landebahn ab. 30 Menschen starben, 9 überlebten das Unglück
- 1. Februar: Hollandsturmflut in den Niederlanden (Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde). 1482 Menschen kommen ums Leben
- 3. März: Auf einem Überführungsflug verunglückte eine Comet der Canadian Pacific beim Start in Karatschi. Alle 11 Insassen kamen ums Leben. Dies war der erste tödliche Unfall eines Passagier-Jets
- 18. März: Ein Erdbeben in der Westtürkei tötet 250 Menschen
- 2. Mai: Kalkutta, Indien. Eine Comet der BOAC zerbrach in der Luft, während eines starken Monsunregens, 14 Minuten nach dem Start vom Flughafen Kalkutta. Alle 43 Personen starben
- 18. Juni: Tokio, Japan. Eine C-124 der U.S. Air Force verunglückte. 129 Personen starben
- 14. Oktober: Frankfurt am Main, Deutschland. Ein Flugzeug verliert Treibstoff während des Starts und verunglückt. Alle 44 Menschen an Bord sterben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die International DN Ice Yacht Racing Association (IDNIYRA) wird gegründet
- 29. Mai: Erstbesteigung des 8.844 m hohen Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay
- 3. Juli: Erstbesteigung des Nanga Parbat, den neunthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl
Sonstiges
- 27. Oktober: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Wiederau wird gesprengt
- 5. Januar: George Tenet, Direktor der CIA
- 6. Januar: Malcolm Young, australischer Musiker
- 6. Januar: Manfred Kaltz, deutscher Fußballspieler und Nationalspieler
- 6. Januar: Thomas Mirow, deutscher Politiker
- 7. Januar: Dieter-Lebrecht Koch, deutscher Europaabgeordneter
- 7. Januar: Dieter Hoeneß, Profi-Fußballer und Manager von Hertha BSC Berlin
- 7. Januar: Robert Longo, US-amerikanischer Künstler
- 9. Januar: Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller
- 10. Januar: Guido Kratschmer, deutscher Leichtathlet
- 10. Januar: Pat Benatar, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 12. Januar: Friedrich Ostendorff, deutscher Politiker und MdB
- 14. Januar: Wolfgang Böck, österreichischer Schauspieler
- 15. Januar: Kent Hovind, US-amerikanischer Kreationist
- 16. Januar: Reinhard Jirgl, deutsche Schriftsteller
- 16. Januar: Reinhard Göhner, deutscher Politiker
- 19. Januar: Jürgen Gelsdorf, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Januar: Holger Rupprecht, Bildungsminister von Brandenburg
- 20. Januar: Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 20. Januar: Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 21. Januar: Paul Allen, Unternehmer
- 22. Januar: Winfried Berkemeier, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Myung-Whun Chung, südkoreanischer Dirigent und Pianist
- 22. Januar: Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 23. Januar: Antonio Villaraigosa, Bürgermeister Los Angeles, USA
- 23. Januar: Alister McGrath, Professor für historische Theologie in Oxford
- 24. Januar: Ulrich Holbein, deutscher Schriftsteller
- 26. Januar: Reinhard Bütikofer, deutscher Politiker
- 26. Januar: Robertas Sutkus, litauischer Schach-Großmeister im Fernschach
- 26. Januar: Anders Fogh Rasmussen, Ministerpräsident von Dänemark
- 26. Januar: Lucinda Williams, US-amerikanische Sängerin und Liedtexterin
- 28. Januar: Chris Carter (Musiker), Gründungsmitglied des Musikprojektes Throbbing Gristle
- 31. Januar: Andreas Lukoschik, deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler und Autor
- 31. Januar: Gertrude Lübbe-Wolff, Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1. Februar: Jerzy Potz, polnischer Eishockeyspieler und -trainer († 2000)
- 2. Februar: Louis Sclavis, französischer Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader
- 2. Februar: Wolfgang Wahlster, Informatiker
- 3. Februar: Ferdinand Schmatz, österreichischer Schriftsteller
- 4. Februar: Ulrike Längle, österreichische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin
- 5. Februar: Gerhard Oppitz, deutscher Pianist
- 5. Februar: Xaver Paul Thoma, Komponist für Neue Musik
- 8. Februar: Donnie Munro, schottischer Musiker
- 8. Februar: Mary Steenburgen, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Februar: John Shirley, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 11. Februar: Jeb Bush, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Florida
- 14. Februar: Hans Krankl, Fußballer, Sänger
- 16. Februar: Roberta Williams, Designerin für Computerspiele
- 17. Februar: Alexandra Dinges-Dierig, deutsche Politikerin
- 19. Februar: Barbara Schnitzler, deutsche Schauspielerin
- 20. Februar: Riccardo Chailly, italienenischer Dirigent
- 21. Februar: Dagmar Roth-Behrendt, deutsche Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 21. Februar: Christine Ebersole, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 21. Februar: William Petersen, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
- 22. Februar: Evelyn Kaufer, deutsche Leichtathletin
- 25. Februar: Martin Kippenberger, deutscher Maler und Installationskünstler († 1997)
- 25. Februar: José María Aznar, spanischer Politiker, Ministerpräsident
- 28. Februar: Gabriele Hiller-Ohm, deutsche Politikerin
- 28. Februar: Falko Daim, österreichischer Archäologe
- 28. Februar: Franz Voves, österreichischer Politiker
- 28. Februar: Paul Krugman, US-amerikanischer Ökonom und Schriftsteller
- 1. März: Rolf Danneberg, deutscher Leichtathlet
- 1. März: Klaus Wanninger, Schriftsteller und Theologe
- 2. März: Petra Wernicke, deutsche Politikerin
- 3. März: Zico, brasilianischer Fußballspieler; Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft
- 3. März: Dagmar Freitag, deutsche Politikerin und MdB
- 3. März: Josef Winkler (Autor), österreichischer Schriftsteller
- 4. März: Lothar Kremershof, Eishockeyspieler († 2003)
- 5. März: Gardi Hutter, deutschSchweizer Schauspielerin und Autorin
- 5. März: Richard Sanderson, Sänger
- 6. März: Wolfgang Grams, Terrorist der Roten Armee Fraktion (RAF) († 1993)
- 7. März: Siw Inger, schwedische Sängerin
- 9. März: Horst Rasch, deutscher Politiker
- 9. März: Anna Henkel-Grönemeyer, Schauspielerin († 1998)
- 10. März: Paul Haggis, kanadischer Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur
- 10. März: Cho Hun Hyeon, südkoreanischer Go-Profi
- 10. März: Ronnie Earl, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 11. März: Willi Winter, Kabarettist
- 12. März: Alwin Fitting, deutscher Arbeitnehmervertreter der RWE Power AG
- 12. März: Jürgen Fritz, deutscher Keyboarder
- 12. März: Ron Jeremy, US-amerikanischen Pornodarsteller
- 15. März: Kumba Ialá, demokratisch gewählter Präsident von Guinea-Bissau
- 15. März: Karl Heinrich Wüthrich, Schweizer Jurist
- 16. März: Rainer Knaak, deutscher Schachspieler
- 16. März: Richard Stallman, Gründer des GNU-Projektes
- 18. März: Harald Schartau, deutscher Politiker
- 19. März: Hans Rinn, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 24. März: Mathias Richling, deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler
- 26. März: René Weller, ehemaliger deutscher Boxer
- 26. März: Tatjana Prowidochina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 27. März: Annemarie Moser-Pröll, österreichische Skiläuferin
- 28. März: Melchior Ndadaye, burundischer Politiker († 1993)
- 29. März: Joergen Emborg, dänischer Jazzpianist und -Komponist
- 29. März: Georg Klein, deutscher Schriftsteller
- 29. März: Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie und Mitglied im Nationalen Ethikrat
- 29. März: Margit Weihnert, sächsische Politikerin und Diplomagrarpädagogin
- 1. April: Barry Sonnenfeld, US-amerikanischer Kameramann und Filmregisseur
- 6. April: Patrick Doyle, britischer Komponist
- 6. April: Christopher Franke, Pionier der Elektronischen Musik
- 8. April: Heinrich Meier (Philosoph), deutscher Philosoph
- 10. April: David Moorcroft, britischer Leichtathlet
- 10. April: Heiner Lauterbach, deutscher Schauspieler
- 11. April: Andrew Wiles, britischer Mathematiker
- 11. April: Elvira Possekel, deutsche Leichtathletin
- 11. April: Guy Verhofstadt, Premierminister Belgiens
- 12. April: Reinhard Gerer, österreichischer Koch
- 14. April: Matthias Frings, Journalist, Fernsehmoderator und Schriftsteller
- 17. April: Frithjof Schmidt, deutscher Europaabgeordneter
- 19. April: Sara Simeoni, ehemalige italienische Leichtathletin
- 20. April: Marie-Luise Dött, Politikerin und MdB
- 22. April: Thommie Bayer, deutscher Schriftsteller, Musiker und Maler
- 25. April: Giorgio Battistelli, italienischer Avantgarde-Komponist
- 25. April: Jakob Paul Gillmann, Schweizer Schriftsteller und Vermessungsingenieur
- 28. April: Kim Gordon, Bassistin, Sängerin, Gitarristin
- 28. April: Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller († 2003)
- 29. April: Karin Jöns, deutsche Europaabgeordnete
- 29. April: Jan A. P. Kaczmarek, polnischer Komponist
- 30. April: Merrill Osmond, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1. Mai: Detlev Samland, deutscher Politiker
- 2. Mai: Waleri Abissalowitsch Gergijew, russischer Dirigent
- 2. Mai: Domitien Ndayizeye, Staatspräsident von Burundi seit 2003
- 5. Mai: Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG
- 6. Mai: Tony Blair, britischer Politiker und Premierminister
- 6. Mai: Paul Rübig, österreichischer Politiker
- 6. Mai: Graeme Souness, schottischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 8. Mai: Alex Van Halen, Schlagzeuger und Perkussionist
- 9. Mai: Johannes Singhammer, deutscher Politiker
- 10. Mai: Silke Stokar von Neuforn, deutsche Politikerin
- 10. Mai: Ralf Rothmann, deutscher Schriftsteller
- 11. Mai: Helma Orosz, deutsche Politikerin
- 11. Mai: Thomas Middelhoff, Vorsitzender des Vorstandes der Bertelsmann AG
- 14. Mai: Norodom Sihamoni, König von Kambodscha
- 15. Mai: Mike Oldfield, Multi-Instrumentalist und Komponist
- 15. Mai: Jacques Cornu, Schweizer Motorrad-Strassenrennfahrer
- 16. Mai: Pierce Brosnan, irischer Schauspieler
- 16. Mai: Kitanoumi Toshimitsu, japanischer Sumo-ringer und der 55. Yokozuna
- 17. Mai: Rolf Gnadl, deutscher Politiker, seit 1992 Landrat des Wetteraukreises
- 18. Mai: Renée Schröder, Biochemikerin
- 20. Mai: Roland Gerber, deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Dick Decloe, kanadischer Eishockeyspieler
- 22. Mai: Doris Barnett, deutsche Politikerin, MdB
- 22. Mai: Helmut Holter, deutscher Politiker
- 22. Mai: Bum-Kun Cha, südkoreanischer Fußball-Nationalspieler
- 24. Mai: Nell Campbell, australische Schauspielerin und Sängerin
- 24. Mai: Alfred Molina, britischer Schauspieler
- 25. Mai: Daniel Passarella, argentinischer Fußballer
- 25. Mai: Gaetano Scirea, Fußballspieler († 1989)
- 29. Mai: Danny Elfman, US-amerikanischer Film-Musikkomponist
- 30. Mai: Eduard Stapel, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)
- 31. Mai: Bruno Frick, Schweizer Politiker der (CVP)
- 1. Juni: Caspar Memering, deutscher Fußballspieler
- 2. Juni: Cornel West, Intellektueller afro-amerikanischer Herkunft
- 3. Juni: Martin Bartenstein, Unternehmer, Minister
- 8. Juni: Bonnie Tyler, walisische Sängerin
- 10. Juni: John Edwards (USA), US-amerikanischer Politiker, Senator von North Carolina
- 11. Juni: Wera Jakowlewna Komissowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 13. Juni: Tim Allen, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Juni: Antonia Rados, österreichische Fernsehjournalistin
- 16. Juni: Malcom Mortimore, Musiker
- 20. Juni: Ulrich Mühe, deutscher Schauspieler
- 21. Juni: Benazir Bhutto, Regierungschefin von Pakistan
- 21. Juni: Gabor Gergely, ungarischer Tischtennisspieler
- 22. Juni: Cyndi Lauper, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 23. Juni: Nicola Calipari, Mitarbeiter des italienischen Auslandsgeheimdiensts SISMI († 2005)
- 25. Juni: Udo Samel, deutscher Schauspieler
- 25. Juni: Patrick Roth, deutscher Schriftsteller und Regisseur
- 26. Juni: Paul Simonon, englischer Punk-Musiker von The Clash
- 26. Juni: Magnus F. Andersson, schwedischer Komponist und Posaunist
- 27. Juni: Hans Reckers, ehem. Präsident der LZB Hessen
- 1. Juli: Jadranka Kosor, kroatische Politikerin und Journalistin
- 1. Juli: Peter Baumgartner, Professor für Wirtschaftspädagogik
- 5. Juli: Jörg Tauss, deutscher Politiker und MdB
- 13. Juli: Johnny Clegg, britischer Gitarrist, Sänger, Tänzer und Komponist
- 14. Juli: Bebe Buell, eine amerikanische Musikerin und ein ehemaliges Fotomodell
- 15. Juli: John Denham (Politiker), britischer Parlamentarier
- 15. Juli: Jean-Bertrand Aristide, ehemaliger Staatspräsident Haitis
- 16. Juli: Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 17. Juli: Robin Merrill, englischer Sänger, Filmschauspieler, Fernsehmoderator
- 18. Juli: Bernhard Koloczek, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 20. Juli: Thomas L. Friedman, US-amerikanischer Journalist
- 21. Juli: Thomas Emmrich, Bekanntester Tennisspieler der DDR
- 21. Juli: Harald Nickel, deutscher Fußballspieler
- 22. Juli: Peter Ehmke, deutscher Fußballspieler
- 23. Juli: Matthias Brücken, deutscher Fußballspieler
- 24. Juli: Ute Berg, deutsche Politikerin, MdB
- 24. Juli: Jon Faddis, US-amerikanischer Jazztrompeter, Bandleader und Komponist
- 26. Juli: Felix Magath, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 27. Juli: Christoph Kotanko, österreichischer Journalist
- 28. Juli: Krista Sager, deutsche Politikerin
- 29. Juli: Geddy Lee, kanadischer Musiker
- 29. Juli: Teresa Orlowski, Produzentin von Pornografie und ehemalige Pornodarstellerin
- 29. Juli: Ken Burns, US-amerikanischer Regisseur
- 30. Juli: Heribert Prantl, deutscher Journalist
- 31. Juli: James Read, US-amerikanischer Schauspieler
- 2. August: Peter-Michael Kolbe, deutscher Ruderer
- 6. August: Monica Morell, Schweizer Schlagersängerin
- 8. August: Nigel Mansell, britischer Rennfahrer
- 8. August: Rolf Beilschmidt, deutscher Leichtathlet
- 8. August: Grégoire Solotareff, französischer Autor und Illustrator von Kinderbüchern
- 9. August: Carl-Ludwig Thiele, deutscher Politiker
- 9. August: Robert Cray, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger
- 11. August: Wolfgang Hohlbein, deutscher Schriftsteller
- 11. August: Hulk Hogan, Profi-Wrestler und Schauspieler
- 12. August: Carlos Mesa, bolivianischer Politiker
- 12. August: Franz Posch, österreichischer Volksmusiker
- 13. August: Jimmy McCulloch, britischer Musiker († 1979)
- 13. August: Carla Bodendorf, deutsche Leichtathletin
- 14. August: Ulla Meinecke, Vertreterin des deutschsprachigen Chansons
- 15. August: Mark Thatcher, britischer Unternehmer
- 15. August: Joaquin Montanes, Fußballspieler
- 17. August: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 17. August: Manfred Kolbe, deutscher Politiker und MdB
- 19. August: Nanni Moretti, italienischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 24. August: Elfi Zinn, deutsche Leichtathletin
- 24. August: Sascha Anderson, deutscher Lyriker und Prosaautor
- 26. August: Paolo Di Lauro, Anführer der italienischen Camorra
- 27. August: Gabriele Haefs, eine deutsche literarische Übersetzerin
- 27. August: Alex Lifeson, kanadischer Musiker
- 27. August: Willy de Ville, Rockmusiker, Bluesmusiker
- 28. August: Ditmar Jakobs, deutscher Fußballspieler
- 30. August: Werner Schnappauf, bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- 1. September: Ahmad Schah Massoud, Mujaheddin-Kämpfer Afghanistans († 2001)
- 2. September: Gerhard Thiele, deutscher Astronaut
- 2. September: John Zorn, US-amerikanischer Komponist und Bandleader
- 3. September: Jean-Pierre Jeunet, französischer Regisseur
- 4. September: Fatih Terim, türkischer Fußballspieler und Trainer
- 6. September: Herwig Mitteregger, Schlagzeuger und Sänger
- 10. September: Amy Irving, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. September: Günther Krause, deutscher Politiker
- 14. September: Uli Becker (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 17. September: Lale Akgün, deutsche Politikerin
- 19. September: Grażyna Szapołowska, Schauspielerin
- 20. September: Joachim Unseld, deutscher Verleger
- 20. September: Renato Curi, italienischer Fußballspieler († 1977)
- 20. September: Ricardo Moar, spanischer Fußball-Funktionär
- 21. September: Reinhard Marx, Bischof
- 22. September: Ségolène Royal, französische Politikerin
- 23. September: Vera Dominke, deutsche Politikerin und MdB
- 27. September: Claudio Gentile, italienischer Fußballer und Trainer
- 28. September: Gerold Reichenbach, deutscher Politiker, sowie MdB
- 28. September: Otmar Hasler, Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein
- 30. September: Deborah Allen, US-amerikanische Country-Musikerin
- 1. Oktober: Klaus Wowereit, deutscher Politiker, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1. Oktober: Grete Waitz, norwegische Leichtathletin und Sportlegende
- 4. Oktober: Birgit Fischer (Politikerin), deutsche Politikerin und MdB
- 4. Oktober: Andreas Vollenweider, Schweizer Musiker und Komponist
- 7. Oktober: Ronald Worm, deutscher Fußballspieler
- 7. Oktober: Tico Torres, Schlagzeuger der Rockband Bon Jovi
- 9. Oktober: Helmut Roleder, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 9. Oktober: Tony Shalhoub, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Oktober: Midge Ure, Rock-Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 11. Oktober: David Morse, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Oktober: Willi Thomczyk, deutscher Schauspieler
- 15. Oktober: Günther Oettinger, deutscher Politiker, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
- 15. Oktober: Tito Jackson, US-amerikanischer Sänger
- 16. Oktober: Falcão, brasilianischer Fußballspieler
- 16. Oktober: Tony Carey, US-amerikanischer Rockmusiker
- 17. Oktober: Roger de Weck, Schweizer Publizist
- 20. Oktober: Tom Petty, US-amerikanischer Musiker
- 21. Oktober: Peter Mandelson, britischer Politiker der Labour Party
- 21. Oktober: Keith Green, Sänger und Komponist († 1982)
- 23. Oktober: Joaquín Lavín, chilenischer Politiker
- 24. Oktober: Christoph Daum, deutscher Fußballtrainer
- 27. Oktober: Ruedi Lais, Schweizer Politiker
- 27. Oktober: Robert Picardo, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. Oktober: Desmond Child, US-amerikanischer Songwriter, Komponist und Produzent
- 30. Oktober: Charles Martin Smith, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. November: Jürgen Straub, deutscher Leichtathlet
- 3. November: Kate Capshaw, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 4. November: Tina Theune-Meyer, Bundestrainerin der deutschen Damen-Fußballnationalmannschaft
- 6. November: Reinhard Hauke, Dompfarrer, Weihbischof
- 6. November: Ron Underwood, US-amerikanischer Regisseur
- 7. November: Ursula Kamizuru, deutsche Tischtennisspielerin
- 7. November: Ottfried Fischer, deutscher Schauspieler und Kabarettist
TaifTaif ( aţ-Ţā'if) ist eine Stadt im westlichen Saudi-Arabien mit 521.273 Einwohnern (2004).
Die Stadt liegt im Hedschas, 70 Kilometer südöstlich von Mekka. Durch das günstige Klima ist die Region ein Zentrum der Landwirtschaft für Obst, Gemüse und Getreide.
Seit dem Aufstieg von Mekka als muslimisches Heiligtum steht Taif in dessen Schatten und ist von den dortigen Herrschern abhängig. Wegen des angenehmen Klimas war Taif aber auch Residenz für die in Mekka regierenden Großscherifen der Haschemiten.
1924 wurde die Stadt von den Saudis erobert. In Taif wurde 1934 der Frieden mit dem Jemen nach dem Asir-Krieg geschlossen. Außerdem fanden hier 1989 die Verhandlungen über die Beendigung des Libanonkrieges statt, das Abkommen von Taif vereinbarte Konfessionelle Parität für den Libanon.
Kategorie:Ort in Saudi-Arabien
Arabische Sprache
Die arabische Sprache (auf Arabisch: اللغة العربية)
gehört zum südlichen Zweig der semitischen Sprachen und damit zur afro-asiatischen Sprachfamilie. Der Language Code ist ar bzw. ara (nach ISO 639).
Allgemeines
Die einzelnen arabischen Dialekte in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander und sind, wenn sie weit auseinander liegen (z. B. Marokko - Irak), auf basilektaler Ebene oft gegenseitig nicht oder nur schwer verständlich, in etwa vergleichbar mit den verschiedenen deutschen Mundarten.
Algerische Filme, die natürlich im dortigen Dialekt gedreht worden sind, werden zum Teil hocharabisch untertitelt, wenn sie in den Golfstaaten ausgestrahlt werden.
Die arabische Sprache in einem erweiterten Sinne umfasst eine Vielzahl von verschiedenen Sprachformen, die in den letzten anderthalb Jahrtausenden gesprochen wurden und werden.
Was all diese Sprachformen zu einer Sprache zusammenbindet, ist vor allem der Islam und speziell der Koran. Das Beispiel des Maltesischen zeigt sehr deutlich die große Rolle des Islam, was die Einheit des Arabischen angeht. Das Maltesische ist eine den maghrebinischen Dialekten der arabischen Sprache nah verwandte Sprache, die aber weitestgehend zu einer modernen, eigenständigen Standardsprache ausgebaut worden ist.
Aus dem Alt-Arabischen, das dem klassischen Hocharabisch sehr nahe stand, hat sich eine Vielzahl von Dialekten entwickelt, die neuarabischen Dialekte; für alle Sprecher dieser Sprache außer dem Maltesischen ist das unverändert geschriebene Hocharabisch weiterhin Schriftsprache und Dachsprache.
Ob Hocharabisch als moderne Standardsprache zu betrachten ist, ist umstritten (siehe auch Halsbandsittich in vielen Sprachen). Die panarabischen Satellitensender könnten es dazu werden lassen. Es fehlt oft noch an einem einheitlichen Wortschatz für viele Dinge der modernen Welt, sowie am Fachwortschatz für viele Bereiche der modernen Wissenschaften. Darüber hinaus ist Hocharabisch innerhalb der einzelnen arabischen Ländern relativ selten ein Mittel zur mündlichen Kommunikation.
Das Arabische im Semitischen
Das klassische Hocharabisch unterscheidet sich nicht wesentlich von der alt-arabischen Sprache. Versucht man durch Vergleich aller semitischen Sprachen die Wurzel eines Wortes zu ermitteln, findet man oft, dass sie genau der klassisch-arabischen Form gleicht. Dadurch kommt dem klassischen Hocharabisch eine zentrale Stellung innerhalb der semitischen Sprachen zu.
Lange betrachteten viele Semitisten das klassische Arabisch als die ursprünglichste semitische Sprache überhaupt. Erst langsam stellt sich durch den Vergleich mit anderen afro-asiatischen Sprachen heraus, dass vieles doch nicht so ursprünglich ist, wie man dachte. Klassisches Hocharabisch stellt wohl eine neuere Schicht semitischer Sprachen dar, die viele Möglichkeiten, die in der Grammatik der semitischen Sprachen angelegt sind, konsequent ausgebaut hat. Es hat einen sehr reichen semitischen Wortschatz bewahrt und sogar noch weiter ausgebaut. Die heutigen Dialekte haben viele Veränderungen durchgemacht, wie sie andere semitische Sprachen schon sehr viel früher (2000-3000 Jahre) durchgemacht haben. So fällt beispielsweise auf, dass Alt-Hebräisch und moderne arabische Dialekte, was Lautgestalt und Grammatik angeht, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Es gibt Spekulationen, dass die Aufgabe der nomadischen Lebensweise und die Überlagerung anderer Sprachen immer wieder ähnliche sprachliche Entwicklungen hervorgerufen haben.
Verbreitung
Varianten des Arabischen werden von ca. 200 bis 300 Millionen Menschen gesprochen. Es ist (nicht immer alleinige) Amtssprache in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Eritrea, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate. Darüberhinaus ist es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen.
In aller neuester Zeit gewinnt das gesprochene Hocharabische wieder an Raum, Schrittmacher ist dabei u.a. der Fernsehsender Aljazeera in Katar. Dort gibt es sehr lebendige D | | |