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Ida (Asteroid)

Ida (Asteroid)

(243) Ida ist ein Asteroid des Asteroidenhauptgürtels, der am 29. September 1884 von Johann Palisa am Observatorium von Wien entdeckt wurde. Ida bewegt sich in einem Abstand von 2,7284 (Perihel) bis 2,9936 (Aphel) astronomischen Einheiten in 4,8393 Jahren um die Sonne. Die Bahn ist 1,1379° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,0463. Ida ist ein unregelmäßig geformter Körper mit Abmessungen von 56×24×21 Kilometern. Sie besitzt eine helle silikatreiche Oberfläche mit einer Albedo von 0,238. In rund 4 Stunden und 38 Minuten rotiert sie um die eigene Achse. Am 28. August 1993 passierte die Raumsonde Galileo den Asteroiden in einem Abstand von 10.500 km und sandte CCD-Aufnahmen zur Erde. Die Aufnahmen zeigen einen sehr unregelmäßig geformten Himmelskörper, der von Einschlagskratern überzogen ist. Große Teile des Asteroiden sind von einer Staubschicht, dem Regolith, bedeckt. Es zeigte sich weiterhin, dass Ida von einem kleinen natürlichen Satelliten umkreist wird. Dieser nur 1,4 km große Asteroid erhielt den Namen Dactyl und war der erste beobachtete Asteroidenmond. Siehe auch Liste der Asteroiden Kategorie:Hauptgürtelasteroid zwischen 50 und 100 km Durchmesser ja:イダ (小惑星)

Asteroid

Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich in Keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid (sternähnliches Objekt) häufig als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet. Bislang sind etwa 220 000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser. Bis vor einigen Jahren war Ceres der größte bekannte Planetoid. Diesen Rang musste er inzwischen abgeben. Im Kuipergürtel wurden Objekte wie Quaoar (vorherige vorläufige Bezeichnung 2002 LM60) mit 1250 km Durchmesser, Orcus (2004 DW) mit einem Durchmesser von 1600–1800 km und 2003 UB313 mit 2500–3200 km Durchmesser gefunden. Jenseits des Kuipergürtels wurde Ende 2003 der etwa 1700 km große Asteroid Sedna (2003 VB12) entdeckt. Weitere große Asteroiden sind Pallas, Vesta, Juno, Hebe, Iris, Hygeia, Parthenope, Eunomia, Arethusa und Astraea.

Die Geschichte der Asteroidenforschung

Bereits im Jahre 1760 entwickelte der deutsche Gelehrte Johann Daniel Titius eine einfache mathematische Formel (Titius-Bode-Reihe), nach der die Abstände der Planeten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die Reihe enthält jedoch eine Lücke, da zwischen Mars und Jupiter, im Abstand von 2,8 AE, ein Planet fehlt. Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine regelrechte Jagd auf den unentdeckten Planeten ein. Das erste internationale Forschungsvorhaben wurde ins Leben gerufen, organisiert von Baron Franz Xaver von Zach, der seinerzeit an der Sternwarte Gotha tätig war. Der Himmel wurde in 24 Sektoren eingeteilt, die von Astronomen in ganz Europa systematisch abgesucht wurden. Für den Planeten hatte man bereits den Namen „Phaeton“ reservieren lassen. Fündig wurde man allerdings nicht. In der Neujahrsnacht des Jahres 1801 entdeckte der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi im Teleskop der Sternwarte von Palermo (Sizilien) bei der Durchmusterung des Sternbildes Stier einen schwachen Stern, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Piazzi hatte von dem Forschungsvorhaben gehört und beobachtete den Stern in den folgenden Nächten, da er vermutete, den gesuchten Planeten gefunden zu haben. Er sandte seine Beobachtungsergebnisse an Zach, wobei er das Objekt zunächst als neuen Kometen bezeichnete. Piazzi erkrankte und konnte seine Beobachtungen nicht fortsetzen. Bis zur Veröffentlichung von Piazzis Beobachtungen war viel Zeit vergangen. Der Himmelskörper war weiter in Richtung Sonne gewandert und konnte zunächst nicht wieder gefunden werden. Der Mathematiker Gauß hatte allerdings ein numerisches Verfahren entwickelt (unter Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate), die es erlaubte, die Bahnen von Planeten oder Kometen anhand nur weniger Positionen zu bestimmen. Nachdem Gauss die Veröffentlichungen Piazzis gelesen hatte, berechnete er die Bahn des Himmelskörpers und sandte das Ergebnis nach Gotha. Heinrich Wilhelm Olbers entdeckte das Objekt daraufhin am 31. Dezember 1801 wieder, dass schließlich den Namen Ceres erhielt. Im Jahre 1802 entdeckte Olbers einen weiteren Himmelskörper, den er Pallas nannte. 1803 wurde Juno, 1807 Vesta entdeckt. Bis zur Entdeckung des fünften Asteroiden, Astraea im Jahre 1847, vergingen fast 40 Jahre. Es folgten allerdings rasch weitere Entdeckungen, wie die Düsseldorfer Planetoiden, so dass im Jahre 1890 etwa 300 Asteroiden bekannt waren. Nach 1890 brachte die Einführung der Fotografie in die Astronomie wesentliche Fortschritte. Die Asteroiden, die bis dahin mühsam durch den Vergleich von Teleskopbeobachtungen mit Himmelskarten gefunden wurden, verrieten sich nun durch Lichtspuren auf den fotografischen Platten. Durch die im Vergleich zum menschlichen Auge höhere Lichtempfindlichkeit der fotografischen Emulsionen konnten äußerst lichtschwache Objekte nachgewiesen werden. Durch den Einsatz der neuen Technik stiegt die Zahl der entdeckten Asteroiden rasch an. Die Einführung der CCD-Kameratechnik um 1990 und die Möglichkeiten der computerunterstützten Auswertung der elektronischen Aufnahmen bedeutete einen weiteren wesentlichen Fortschritt. Bislang sind etwa 220.000 Asteroiden katalogisiert worden. Ist die Bahn eines Asteroiden bestimmt worden, kann die Größe des Himmelskörpers aus der Untersuchung seiner Helligkeit und des Rückstrahlvermögens, der Albedo, ermittelt werden. Dazu werden Messungen im optisch sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich durchgeführt. Diese Methode ist mit Unsicherheiten verbunden, da die Oberflächen der Asteroiden chemisch unterschiedlich aufgebaut sind und das Licht unterschiedlich stark reflektieren. Genauere Ergebnisse können mittels Radarbeobachtungen erzielt werden. Dazu können Radioteleskope verwendet werden, die, als Sender umfunktioniert, starke Radiowellen in Richtung der Asteroiden aussenden. Durch die Messung der Laufzeit der von den Asteroiden reflektierten Wellen kann deren exakte Entfernung bestimmt werden. Die weitere Auswertung der Radiowellen liefert Daten zu Form und Größe. Regelrechte „Radarbilder“ lieferte beispielsweise die Beobachtung der Asteroiden Castalia und Toutatis. Eine Reihe von Asteroiden konnte mittels Raumsonden näher untersucht werden:
- Die Raumsonde Galileo flog auf ihrem Weg zum Planeten Jupiter im Jahre 1991 am Asteroiden Gaspra und 1993 an Ida vorbei.
- Die Sonde NEAR-Shoemaker flog 1997 an dem Asteroiden Mathilde vorbei und landete 2001 auf Eros.
- Die Sonde Deep Space 1 passierte 1999 den Asteroiden Braille in 26 km Abstand.
- Die Sonde Stardust zog 2002 in 3.300 km Entfernung am Asteroiden Annefrank vorbei.
- Die japanische Sonde Hayabusa ereichte 2005 den Asterioden Itokawa und soll von dort Gesteinsproben zur Erde transferieren.

Die Benennung der Asteroiden

Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen Die Namen der Asteroiden setzen sich aus einer vorangestellten Nummer und einem Namen zusammen. Die Nummer gab früher die Reihenfolge der Entdeckung des Himmelskörpers an. Heute ist sie eine rein numerische Zählform, da sie erst vergeben wird, wenn die Bahn des Asteroiden gesichert ist (das Objekt ist jederzeit wieder auffindbar). Das kann durchaus auch erst Jahre nach der Erstbeobachtung erfolgen. Der Entdecker hat innerhalb von 10 Jahren nach der Nummerierung das Vorschlagsrecht für die Vergabe eines Namens. Dieser muss aber durch eine Kommission der Internationalen Astronomischen Union bestätigt werden, da es Richtlinien für die Namen astronomischer Objekte gibt. Dementsprechend existieren zahlreiche Asteroiden zwar mit Nummer, aber ohne Namen, vor allem in den oberen Zehntausendern. Neuentdeckungen, für die noch keine Bahn mit ausreichender Genauigkeit berechnet werden konnte, werden mit dem Entdeckungsjahr und einer Buchstabenkombination, beispielsweise 2003 UB313, gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination setzt sich aus dem ersten Buchstaben für die Monatshälfte (beginnend mit A und fortlaufend bis Y ohne I) und einem fortlaufenden Buchstaben zusammen. Wenn mehr als 24 Kleinplaneten in einer Monatshälfte entdeckt werden - was heute die Regel ist - beginnt die Buchstabenkombination von vorne, gefolgt von jeweils einer je Lauf um eins erhöhten laufenden Nummer. Der erste Asteroid wurde 1801 von Giuseppe Piazzi an der Sternwarte Palermo auf Sizilien entdeckt. Piazzi taufte den Himmelskörper auf den Namen Ceres Ferdinandea. Die römische Göttin Ceres ist Schutzpatronin der Insel Sizilien. Mit dem zweiten Namen wollte Piazzi König Ferdinand IV., den Herrscher über Italien und Sizilien ehren. Dies missfiel der internationalen Forschergemeinschaft und man ließ ihn weg. Die offizielle Bezeichnung des Asteroiden lautet demnach (1) Ceres. Bei den weiteren Entdeckungen wurde die Nomenklatur beibehalten und die Asteroiden wurden nach römischen und griechischen Göttinnen benannt; dies waren (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta ... (17) Thetis (der erste von 24 Düsseldorfer Planetoiden), (288) Glauke (der letzte der Düsseldorfer Planetoiden) und so weiter. Anfänglich galt auch das ungeschriebene Gesetz, dass Asteroiden stets weibliche Namen erhielten; dieses wurde erstmals beim Asteroiden (334) Chicago gebrochen. Als immer mehr Asteroiden entdeckt wurden, gingen den Astronomen die antiken Gottheiten aus. So wurden Asteroiden unter anderem nach den Ehefrauen der Entdecker, zu Ehren historischer Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Städten, Märchenfiguren und Gottheiten aus anderen Religionen benannt. Beispiele hierfür sind die Asteroiden Kleopatra, Albert, Annefrank, Jodiefoster, Lutetia, Rumpelstilz, Varuna, Quaoar und Sedna. Diese Praxis trieb Blüten. So ist beispielsweise der 1935 entdeckte Planetoid Haremari zu Ehren beliebter Schauspielerinnen und der Freundinnen einiger Mitarbeiter des Astronomisches Recheninstituts in Heidelberg benannt, als Harem des ARI.

Die Entstehung der Asteroiden

Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass die Asteroiden das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe seien, bei der ein Planet zwischen Mars und Jupiter auseinanderbrach und Bruchstücke auf seiner Bahn hinterließ. Es zeigte sich jedoch, dass die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimalen aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen. Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die Planetesimale wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten. Die größten Asteroiden wurden nach ihrer Entstehung stark erwärmt (hauptsächlich durch den radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotops 26Al und möglicherweise auch des Eisenisotops 60Fe) und im Innern aufgeschmolzen. Schwere Elemente, wie Nickel und Eisen, setzten sich infolge der Schwerkraftwirkung im Inneren ab, die leichteren Verbindungen, wie die Silikate, verblieben in den Außenbereichen. Dies führte zur Bildung von differenzierten Körpern mit metallischem Kern und silikatischem Mantel. Ein Teil der differenzierten Asteroiden zerbrach bei weiteren Kollisionen, wobei Bruchstücke, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten, als Meteoriten niedergehen.

Die Zusammensetzung der Asteroiden

Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Analog erfolgte eine Einteilung in verschiedene spektrale beziehungsweise taxonomische Klassen:
- C-Asteroiden: Dies ist mit einem Anteil von 75 % der häufigste Asteroidentyp. C-Asteroiden weisen eine kohlen- oder kohlenstoffartige (das C steht für Kohlenstoff), dunkle Oberfläche mit einer Albedo um 0,05 auf. Es wird vermutet, dass die C-Asteroiden aus dem gleichen Material bestehen, wie die kohligen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten. Die C-Asteroiden bewegen sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels.
- S-Asteroiden: Der mit einem Anteil von 17 % zweithäufigste Typ (das S steht für Silikat) kommt hauptsächlich im inneren Bereich des Hauptgürtels vor. S-Asteroiden besitzen eine hellere Oberfläche mit einer Albedo von 0,15 bis 0,25. Von ihrer Zusammensetzung her ähneln sie den gewöhnlichen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, die überwiegend aus Silikaten zusammengesetzt sind.
- M-Asteroiden: Der überwiegende Rest der Asteroiden wird diesem Typ zugerechnet. Bei den M-Meteoriten (das M steht für metallisch) dürfte es sich um die metallreichen Kerne differenzierter Asteroiden handeln, die bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern zertrümmert wurden. Sie besitzen eine ähnliche Albedo wie die S-Asteroiden. Ihre Zusammensetzung dürfte der von Nickel-Eisenmeteoriten gleichen.
- E-Asteroiden: Die Oberflächen dieses seltenen Typs von Asteroiden bestehen aus dem Mineral Enstatit. Chemisch dürften sie den Enstatit-Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, ähneln. E-Asteroiden besitzen eine hohe Albedo von 0,4 und mehr.
- V-Asteroiden: Dieser seltene Typ von Asteroiden (das V steht für Vesta) ist ähnlich zusammengesetzt, wie die S-Asteroiden. Der einzige Unterschied ist der erhöhte Anteil an Pyroxen-Mineralen. Es wird angenommen, dass alle V-Asteroiden aus dem silikatischen Mantel von Vesta stammen und bei der Kollision mit einem anderen großen Asteroiden abgesprengt wurden. Darauf weist ein gewaltiger Impaktkrater auf Vesta hin. Die auf der Erde gefundenen HED-Achondrite, eine seltene Gruppe von Steinmeteoriten, könnten ebenfalls von Vesta stammen, da sie eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen.
- G-Asteroiden: Können als Untergruppe der C-Klasse angesehen werden, da sie ein ähnliches Spektrum aufweisen, jedoch im UV-Bereich unterschiedliche Absorptionslinien aufweisen.
- B-Asteroiden: Ähnlich zusammengesetzt, wie die C- und G-Klasse. Abweichungen im UV-Bereich.
- F-Asteroiden: Ebenfalls eine Untergruppe der C-Klasse, jedoch mit Unterschieden im UV-Bereich. Außerdem fehlen Absorptionslinien im Wellenlängenbereich des Wassers.
- P-Asteroiden: Asteroiden dieses Typs besitzen eine sehr geringe Albedo und ein Spektrum im rötlichen Bereich. Sie sind wahrscheinlich aus Silikaten mit Kohlenstoffanteilen zusammengesetzt. P-Asteroiden halten sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels auf.
- D-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich zusammengesetzt, wie die P-Asteroiden, mit einer geringen Albedo und einem rötlichen Spektrum.
- R-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich aufgebaut, wie die V-Asteroiden. Das Spektrum weist auf hohe Anteile an Olivin und Pyroxene hin.
- A-Asteroiden: Das Spektrum der A-Asteroiden zeigt deutliche Olivinbande und weist auf einen völlig differenzierten Mantelbereich hin. A-Asteroiden halten sich im inneren Bereich des Hauptgürtels auf.
- T-Asteroiden: Dieser Asteroidentyp gehört ebenfalls zum inneren Bereich des Hauptgürtels. Er weist ein dunkles rötliches Spektrum auf, unterscheidet sich jedoch von den P- und R-Asteroiden. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die Asteroiden monolithische Felsbrocken, also kompakte Gebilde sind. Die geringen Dichten sowie das Vorhandensein von riesigen Impaktkratern lassen jedoch den Schluss zu, dass die größeren Asteroiden locker aufgebaut sind und eher als lose „Schutthaufen“, die durch die Gravitation zusammengehalten werden, anzusehen sind. Locker aufgebaute Körper können die bei Kollisionen auftretenden Kräfte absorbieren ohne zerstört zu werden. Kompakte Körper werden dagegen bei größeren Impaktereignissen durch die Stoßwellen auseinander gerissen. Darüber hinaus weisen die großen Asteroiden nur geringe Rotationsperioden auf. Eine schnelle Rotation um die eigene Achse würde dazu führen, dass die auftretenden Fliehkräfte die Körper auseinander reißen. Man geht davon aus, dass der überwiegende Teil der über 200 Meter großen Asteroiden derartige kosmische Schutthaufen darstellen.

Die Bahnen der Asteroiden

Asteroiden des Hauptgürtels

Hauptartikel: Asteroidengürtel Etwa 90 % der bekannten Asteroiden bewegen sich innerhalb des Hauptgürtels um die Sonne, einem breiten Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Sie füllen damit die Lücke in der Titius-Bode-Reihe. Vertreter dieser Asteroiden sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta.

Asteroiden innerhalb der Marsbahn

Hauptartikel: Asteroiden innerhalb der Marsbahn Asteroiden, deren Bahnen teilweise innerhalb des Mars verlaufen, gliedert man in 3 Gruppen:
- Amor-Typ: Dieser Asteroidentyp kreuzt die Marsbahn in Richtung Erde. Ein Vertreter ist der 1898 entdeckte Eros (1898, der sich der Erdbahn bis 0,15 AE) nähert. Nahe Vorbeigänge von Eros an der Erde dienten in den Jahren 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. Der Amor-Asteroid Albert, 1911 von Johann Palisa entdeckt, ging später wieder verloren und konnte erst 2000 wiederentdeckt werden. Der Namensgeber der Gruppe, der 1932 entdeckte Amor, besitzt eine typische Bahn von 1,08 bis 2,76 AE.
- Apollo-Typ: Asteroiden dieses Typs bewegen sich zwischen der Mars- und Erdbahn, wobei einige ihrer Mitglieder sehr exzentrische Umlaufbahnen besitzen, die sie im Perihel-Durchgang ins Innere der Venus-Umlaufbahn bringt (Apollo-Typ). Vertreter sind die 1918 von Max Wolf entdeckte Alinda, der 1932 von K. Reimuth entdeckte Apollo mit einer Bahn von 0,65 bis 2,29 AE und der 1937 entdeckte Hermes, der in nur 1½ facher Monddistanz an der Erde vorbeizog.
- Aten-Typ: Eine Gruppe von erdnahen Asteroiden, die sich typischerweise in einem Abstand von weniger als einer AE, und somit innerhalb der Erdbahn, um die Sonne bewegen. Benannt wurde sie nach dem 1976 entdeckten Aten. Aten-Asteroiden mit exzentrischen Bahnen können die Erdbahn von innen her kreuzen. Weitere Vertreter der Gruppe sind Ra-Shalom, Hathor und Cruithne. Diese Gruppen werden zusammenfassend auch als Erdbahnkreuzer (oder englisch Near-Earth Objects - kurz NEOs) bezeichnet, nach denen wegen einer theoretischen Kollisionsgefahr mit der Erde seit einigen Jahren systematisch gesucht wird. Das erfolgreichste Suchprogramm ist Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR). Weitere Suchprogramme sind NEAT und LONEOS.

Enge Begegnungen mit Erdbahnkreuzer


- Am 18. März 2004 passiert um 23:08 Uhr MEZ der Asteroid 2004 FH, ein Gesteinsbrocken mit etwa 30 m Durchmesser, die Erde über dem südlichen Atlantik in einem Abstand von nur 43.000 km.
- Der nur etwa sechs Meter große Asteroid 2004 FU162 näherte sich der Erde am 31. März 2004 auf 6.500 km. Kein anderer derzeit bekannter Kleinplanet ist der Erde näher gekommen.
- Am 13. April 2029 wird der Asteroid Apophis die Erde passieren: Nur etwa der dreifache Erddurchmesser werde zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität in Michigan nur alle 1300 Jahre vor.
- Der Asteroid 1950 DA wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, auch die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei nur 0,33 %.

Große und bekannte Einschlagkrater

Asteroiden, die mit anderen Himmelskörpern kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Eine diesbezügliche Auflistung befindet sich ebenfalls im Artikel Einschlagkrater im Absatz Große und bekannte Einschlagkrater.

Asteroiden, die sich auf Planetenbahnen bewegen

Hauptartikel: Trojaner (Astronomie) Asteroiden, die sich in den Lagrange-Punkten der Planeten befinden, nennt man Trojaner. Zuerst entdeckte man diese Begleiter bei Jupiter. Sie bewegen sich auf der Jupiterbahn vor beziehungsweise hinter dem Planeten. Jupitertrojaner sind beispielsweise Achilles und Aeneas. 1990 wurde der erste Marstrojaner entdeckt und Eureka getauft. In der Folgezeit wurden vier weitere Marstrojaner entdeckt.

Asteroiden zwischen Saturn und Uranus

Zwischen den Planeten Saturn und Uranus bewegt sich eine als Zentauren bezeichnete Gruppe von Asteroiden auf exzentrischen Bahnen. Der erste entdeckte Vertreter war Chiron. Die Zentauren stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel und sind durch gravitative Störungen auf instabile Bahnen abgelenkt worden.

Transneptunische oder Kuipergürtel-Objekte

Im äußeren Sonnensystem, jenseits der Neptunbahn, bewegen sich die Transneptunischen beziehungsweise Kuipergürtel-Objekte (Kuiper belt objects; KBO). Hier wurden die bislang größten Asteroiden oder Planetoiden entdeckt. Vertreter sind Quaoar, Orcus, Varuna und 2003 UB313.

Asteroiden innerhalb der Merkurbahn

Die Existenz einer weiteren Gruppe von Asteroiden, den Vulkanoiden, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Diese Asteroiden sollen sich auf sonnennahen Bahnen innerhalb des Merkur bewegen.

Siehe auch

Liste der Asteroiden, Liste der Monde und Erdbahnkreuzer

Literatur


- Kometen und Asteroiden. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 2003 (Sterne und Weltraum Special Nr.2003/2) ISBN 3936278369
- William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, Richard P. Binzel (Herausgeber): Asteroids III. Univ. of Arizona Press 2002 (Space Science Series) ISBN 0816522812 (engl.)
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 223-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel im PDF-Format erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4 Asteroiden-Newsletter]
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4?tvsearch=Asteroiden Asteroiden im TV]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2002/turiner_skala.html Turiner Skala für das Impakt-Risiko von Asteroiden und Kometen (Verein Kuffner Sternwarte)]
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/73043.html Trojanerwolken]

Videos

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981108.rm Asteroiden - Bomben aus dem All?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010902.rm Woher kommen die Asteroiden?] Kategorie:Asteroid ja:小惑星 ko:소행성 ms:Asteroid simple:Asteroid th:ดาวเคราะห์น้อย

Asteroidengürtel

Der Asteroiden- oder Hauptgürtel ist jener Bereich des Sonnensystems zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, in dem der Großteil der Asteroiden oder Kleinplaneten um die Sonne wandert. Er wird heute mit etwa 2,0 bis 3,4 AE angegeben; schon vor 100 Jahren berechnete ihn Johann Palisa mit 2,2 bis 3,6 AE.

Entdeckung

Aufgrund einer als Titius-Bode-Reihe bezeichneten empirische Formel, die Aussagen über die Ordnung der Planeten macht, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit der systematischen Suche nach einem laut dieser Formel „fehlenden“ Planeten in diesem Bereich begonnen. Mit seiner Entdeckung des später als Ceres benannten größten Asterioden am 1. Januar 1801 glaubte Giuseppe Piazzi den Planeten gefunden zu haben. Doch kamen in den folgenden Jahren nach und nach weitere ähnliche Entdeckungen hinzu – zum Beispiel Pallas (1802) und Vesta (1807). Bis 1890 wusste man schon von 300 Asteroiden in dieser „Planetenlücke“ – bis heute sind es über 100.000 Objekte; darunter auch welche die, wie im Falle von Ida und seinem Begleiter Dactyl, sogar einen eigenen kleinen Mond haben. Es wird heute allgemein angenommen, dass der Asteroidengürtel gleichzeitig mit dem restlichen Sonnensystem aus einem Urnebel hervorgegangen ist und aufgrund der Einwirkung des Jupiter nicht zu einem Planeten zusammenwachsen konnte. Eine in der Vergangenheit populäre These, nach der es an der entsprechenden Stelle einmal einen kleinen Planeten gab, der aber durch die Kollision mit einem größeren Asteroiden in Stücke gerissen wurde, wird heute kaum noch vertreten.

Die Objekte

Es handelt sich um Objekte jeglicher Größe, von kleinen, unregelmäßig geformten Brocken bis zu dem größten bekannten Kleinplaneten im Hauptgürtel, Ceres, dessen Durchmesser mit etwa 945 Kilometern etwa einem Drittel des Durchmessers unseres Erdmondes entspricht. Bis auf den hellsten, Vesta, sind sie von der Erde aus nicht mit bloßem Auge auszumachen. Die Gesamtmasse aller Asteroiden des Gürtels ist kleiner als die des Erdmondes. Die Zusammensetzung der Asteroiden ist nicht im gesamten Hauptgürtel gleich. Im inneren Bereich (zwischen 2,0 und 2,5 AE) dominieren helle Objekte der Spektralklassen E (Albedo ~0,4) und S (Albedo ~0,2), auch die V-Klasse ist dort angesiedelt. Es handelt sich dabei um silikatreiche Objekte, die im Laufe ihrer Geschichte teilweise oder auch ganz aufgeschmolzen wurden. Ab einem Abstand von etwa 2,5 AE dominieren die dunklen, kohlenstoffhaltigen Asteroiden der Spektralklasse C (Albedo ~0,05). Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von den Asteroiden im inneren Bereich des Hauptgürtels: Sie dürften aus einer Mischung von Eis und Gestein hervorgegangen sein, die nur mäßig erhitzt wurde. Im äußeren Bereich des Asteroidengürtels treten dann vermehrt Objekte der Spektralklassen D und P auf. Diese sind dem C-Typ zwar ähnlich, wurden aber in ihrer Geschichte offenbar kaum nennenswert erhitzt, sodass auf ihrer Oberfläche noch Eis vorhanden sein könnte. Mit zunehmendem Abstand von der Sonne ist also eine Entwicklung von Objekten mit komplexer geologischer Vergangenheit hin zu primitiven (wenig veränderten) Asteroiden feststellbar.

Verteilung, Lücken

Die Asteroiden sind im Hauptgürtel nicht gleichmäßig verteilt, da die Gravitation des Planeten Jupiter – er vereint rund 70 Prozent der Gesamtmasse der Planeten unseres Sonnensystems in sich – Bahnstörungen verursacht. Bei ganzzahligen Verhältnissen der Umlaufzeiten der Asteroiden und des Jupiter treten Resonanzen auf, die den Gravitationseffekt verstärken. In diesen Bereichen sind keine stabilen Asteroidenbahnen möglich, so dass hier Lücken im Hauptgürtel auftreten. Nach dem Astronomen Daniel Kirkwood, der diese Lücken bereits 1866 festgestellt hatte, wurden sie Kirkwoodlücken genannt.

Sonstige Asteroidenvorkommen

Etwa zehn Prozent der bekannte Kleinplaneten laufen nicht auf Bahnen zwischen Mars und Jupiter.
- Innerhalb der Marsbahn bewegen sich die Amor-Typ-, Apollo-Typ- und Aten-Typ-Asteroiden.
- Auf den Bahnen der Planeten Mars, Jupiter und Neptun laufen Asteroiden um die Sonne, die als Trojaner bezeichnet werden.
- Jenseits des Neptun bewegen sich Transneptune bzw. Objekte des Kuipergürtels (KBO - Kuiper Belt Objects). In diesem Bereich werden mehr Objekte vermutet als im Hauptgürtel, aufgrund der großen Entfernung sind sie aber schwieriger nachzuweisen. Zudem finden sich unter den Transneptunen auch einige Objekte, deren Durchmesser über 1000 km liegt, und somit die größten Asteroiden im Hauptgürtel übertreffen. Ein weiterer Asteroidengürtel, die Vulcanoiden, ist innerhalb der Merkurbahn zu erwarten, konnte aber bisher wegen der Sonnennähe nicht direkt nachgewiesen werden.

Asteroidengürtel in der Fiktion

Asteroidengürtel bieten in Science-Fiction-Filmen ein dramaturgisches Element, sind in der Regel aber masslos übertrieben dargestellt. Szenen wie die Verfolgungsjagd in den Star-Wars-Filmen Das Imperium schlägt zurück oder Angriff der Klonkrieger zeigen extrem dichte Felder aus sich schnell bewegenden Objekten, die nur durch Pilotenkunst zu meistern sind. Die bislang einzige 'echte' Darstellung eines Asteroidengürtels war in 2001 - Odysee im Weltraum, welcher eine Szene enthält in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Asteroidengürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden die ihn durchquerten beweisen - tatsächlich sind aufwändige Kursberechnungen nötig um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl von etwa 100.000 auf ein immenses Raumgebiet verteilt.

Literatur


- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 222-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel auf der Seite des Autors im PDF-Format abrufbar: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch) Kategorie:Asteroid ja:小惑星帯 ko:소행성대 simple:Asteroid belt

29. September

Der 29. September ist der 272. Tag des Jahres (der 273. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 93 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren]
- 1760 - Das Fort Detroit kapituliert als eine der letzten französischen Befestigungen in Nordamerika kampflos vor britischen Truppen unter Major Robert Rogers.
- 1938 - Unterzeichnung des Münchner Abkommens. Um einen Krieg zu verhindern, stimmen Großbritannien, Frankreich und Italien zu, dass die sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei dem so genannten Großdeutschen Reich Hitlers zugeschlagen werden.
- 1941 - Das Massaker von Babi Jar bei Kiew: Mehr als 33.000 jüdische Menschen werden von Wehrmacht, Angehörigen des SD, der Polizei, der Geheimen Feldpolizei und der Einsatzgruppe C (unter SS-Brigadeführer Otto Rasch) ermordet. Das Massaker gab Anlass zu einem Gedicht des russischen Dichters Jewgeni Jewtuschenko, das vom Komponisten Dmitri Schostakowitsch in seiner Symphonie Nr. 13 vertont wurde.
- 1954 - In Genf wird die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) gegründet.
- 1960 - Der UdSSR Premier Nikita Sergejewitsch Chruschtschow wird auf einer UNO Versammlung wütend, schlägt auf sein Pult mit einem seiner ausgezogenen Schuhe und unterbricht damit UN-Redner.
- 1992 - Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Angola.
- 2004 - Kurt Krenn, der Bischof von Sankt Pölten, gibt gegenüber der österreichischen Tageszeitung Der Standard seinen Rücktritt auf Wunsch des Papstes bekannt.

Wirtschaft


- 1999 - In Deutschland wird in der Kokerei Hassel in Gelsenkirchen zum letzten mal Gießereikoks produziert.

Wissenschaft und Technik


- 1954 - Das Europäische Kernforschungslabor CERN wird von zwölf europäischen Staaten gegründet.
- 1997 - Britische Wissenschaftler bestätigen die ursächliche Beziehung zwischen der neuen Variante der menschlichen Gehirnerkrankung Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und BSE.

Kultur


- 1955 - Uraufführung der Oper Der feurige Engel von Sergei Sergejewitsch Prokofjew im Teatro La Fenice in Venedig.
- 1968 - Uraufführung der Oper Ulisse von Luigi Dallapiccola an der Deutschen Oper in Berlin.
- 1983 - Uraufführung der III. Symphonie von Witold Lutosławski in Chicago
- 1988 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Somalia. In Kraft seit dem 15. März 1990

Religion


- 855 - Benedikt III. wird als Papst inthronisiert.
- 1945 - Mit der Evangelischen Akademie Bad Boll wird die erste kirchliche Akademie in Deutschland gegründet.

Katastrophen


- 1993 - Erdbeben der Stärke 6,2 in der Region Latur/Killari, Indien, 9.751 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1908 - Der Deutsche Emanuel Lasker verteidigt den Weltmeistertitel im Schach durch einen Sieg mit 10,5-5,5 Punkten gegen seinen Landsmann Siegbert Tarrasch.
- 1977 - Muhammad Ali verteidigt seinen Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Earnie Shavers im Madison Square Garden, New York City, durch Sieg nach Punkten.

Geboren

New York City New York City
- 1402 - Ferdinand der Heilige, Prinz (Infant) von Portugal
- 1547 - Miguel de Cervantes, spanischer Autor (Don Quijote)
- 1678 - Adrien-Maurice de Noailles, Marschall von Frankreich
- 1703 - François Boucher, französischer Maler
- 1725 - Robert Clive, britischer Politiker
- 1743 - Andrea Cagnoli, italienischer Astronom
- 1753 - Johann Gottfried Schicht, deutscher Komponist, Gewandhauskapellmeister und Thomaskantor
- 1758 - Horatio Nelson, britischer Admiral
- 1765 - Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom
- 1784 - Karl Friedrich Nebenius, badischer Staatsmann
- 1789 - Peter Joseph Lenné, deutscher Gärtner und Landschaftsarchitekt
- 1797 - Fjodor Petrowitsch Lütke, russischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1804 - Giovanni Carnovali, italienischer Maler
- 1810 - Hugh Allan, schottisch-kanadischer Bankier, Reeder und Eisenbahnmagnat
- 1810 - Elizabeth Gaskell, britische Schriftstellerin
- 1819 - Michael Tompa, ungarischer Dichter
- 1861 - Carl Duisberg, deutscher Chemiker und Industrieller
- 1863 - Hugo Haase, deutscher Jurist, Politiker und Pazifist
- 1867 - Walther Rathenau, deutscher Politiker
- 1869 - Gustav Mie, deutscher Physiker
- 1881 - Ludwig von Mises, österreichisch-amerikanischer Ökonom
- 1884 - Wilhelm Bendow, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1892 - Georg Dewald, deutscher SPD-Politiker, MdB 1953-1961
- 1899 - László József Bíró, Erfinder des Kugelschreibers
- 1901 - Enrico Fermi, italienischer Kernphysiker
- 1904 - Egon Eiermann, deutscher Architekt
- 1904 - Georg Ferdinand Duckwitz, deutscher Diplomat
- 1907 - Gene Autry, US-amerikanischer Musiker
- 1907 - Helmut Lemke, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
- 1908 - Thomas Edward Tolan, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1909 - Marin Goleminov, bulgarischer Komponist
- 1912 - Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur
- 1913 - Stanley Kramer, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1913 - Silvio Piola, italienischer Fußballspieler
- 1916 - Trevor Howard, englischer Theater- und Filmschauspieler
- 1916 - Josef Traxel, deutscher Tenor
- 1919 - Margot Hielscher, deutsche Sängerin und Filmschauspielerin
- 1920 - Peter Dennis Mitchell, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1921 - Wolfgang Mischnick, deutscher FDP-Politiker, MdB, Bundesvertriebenenminister
- 1922 - Karl-Heinz Köpcke, deutscher Nachrichtensprecher
- 1926 - Alfred Nann, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1927 - Karl Ravens, deutscher SPD-Politiker, Bundesbauminister 1974-1978
- 1928 - Gerhard Stoltenberg, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident Schleswig-Holstein, Bundesminister für Forschung, Finanzen, Verteidigung
- 1930 - Colin Dexter, britischer Autor von Kriminalromanen
- 1931 - James Cronin, amerikanischer Physiker, Nobelpreis 1980
- 1931 - Anita Ekberg, schwedische Schauspielerin
- 1932 - Robert Benton, US-amerikanischer Regisseur
- 1935 - Jerry Lee Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Ingrid Noll, deutsche Schriftstellerin
- 1936 - Silvio Berlusconi, italienischer Politiker
- 1938 - Wim Kok, niederländischer Politiker
- 1941 - Gaston Salvatore, deutschsprachiger chilenischer Schriftsteller
- 1942 - Felice Gimondi, italienischer Radrennfahrer
- 1942 - Jean-Luc Ponty, französischer Musiker
- 1943 - Michaela Geiger, CSU-Politikerin, Bundestagsvizepräsidentin
- 1943 - Wolfgang Overath, deutscher Fußballer
- 1943 - Lech Wałęsa, polnischer Politiker
- 1944 - Tommy Boyce, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Michael Bella, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Marianne Mendt, österreichische Sängerin
- 1945 - Nadeshda Tschishowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1946 - Timmy Donald, britischer Musiker
- 1946 - Nick Taylor, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Mike Pinera, US-amerikanischer Musiker (Iron Butterfly)
- 1951 - Maureen Caird, australische Leichtathletin und jüngste Olympiasiegerin
- 1951 - Jutta Ditfurth, dt. Sozialwissenschaftlerin, Publizistin und Politikerin
- 1952 - Lonzo Westphal, deutscher Musiker († 2001)
- 1956 - Sebastian Coe, britischer Leichtathlet und Politiker
- 1957 - Harald Schmid, deutscher Leichtathlet
- 1959 - Raf, italienischer Sänger und Songschreiber
- 1964 - Tom Sizemore, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Erika Eleniak, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Ivica Vastic, österreichischer Fußballspieler
- 1970 - Emily Lloyd, britische Schauspielerin
- 1976 - Andrej Schewtschenko, ukrainischer Fußballspieler
- 1978 - Kurt Nilsen, norwegischer Sänger
- 1984 - Per Mertesacker, deutscher Fußball-Nationalspieler

Gestorben


- 855 - Lothar I., römisch-deutscher Kaiser
- 949 - Yōzei, 57. Kaiser von Japan
- 1186 - Wilhelm von Tyros, Erzbischof von Tyros
- 1537 - Jürgen Wullenwever, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
- 1833 - Ferdinand VII., König von Spanien
- 1839 - Friedrich Mohs, deutscher Mineraloge
- 1847 - Anton Gottfried Claessen, Weihbischof in Köln
- 1854 - Armand-Jacques-Achille Leroy de Saint-Arnaud, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich Armand-Jacques-Achille Leroy de Saint-Arnaud
- 1887 - Bernhard von Langenbeck, deutscher Chirurg
- 1890 - Alphonse Karr, französischer Journalist, Schriftsteller und Satiriker
- 1902 - Émile Zola, französischer Schriftsteller und Journalist
- 1908 - Machado de Assis, brasilianischer Autor von Romanen, Kurzgeschichten und Gedichten
- 1913 - Rudolf Diesel, deutscher Ingenieur und Erfinder
- 1915 - Rudi Stephan, deutscher Komponist
- 1917 - Edgar Degas, französischer Maler und Bildhauer
- 1925 - Léon Victor Bourgeois, erster Präsident des Völkerbundrates und Friedensnobelpreisträger
- 1927 - Arthur Achleitner, deutscher Schriftsteller
- 1930 - Ilja Repin, russischer Maler
- 1937 - Raymond Ewry, Teilnehmer der zweiten olympischen Sommerspiele 1900 in Paris
- 1941 - Friedrich Engel, deutscher Mathematiker
- 1943 - Max Grünberg, deutscher Schauspieler
- 1944 - Wilhelm Leuschner, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1953 - Ernst Reuter, deutscher SPD-Politiker, 1948-1953 Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1959 - Matthäus Herrmann, deutscher SPD-Politiker, MdB 1949-1953
- 1968 - Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer (
- 1886)
- 1971 - Walter Bartram, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein 1950-1951
- 1973 - Wystan Hugh Auden, englischer Schriftsteller
- 1977 - Hans Habe, deutscher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1977 - Alexander Nikolajewitsch Tscherepnin, russischer Komponist
- 1979 - Francisco Macías Nguema, erster Präsident von Äquatorialguinea
- 1982 - Franz Seume, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1986 - Helmut Qualtinger, österreichischer Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator
- 1987 - Henry Ford II, Präsident der Ford Motor Company
- 1995 - Gerd Bucerius, deutscher Verleger und Politiker
- 1997 - Roy Lichtenstein, US-amerikanischer Lehrer und Maler (Künstler) der Pop-Art
- 1999 - Johannes Gross, Publizist, Korrespondent, Chefredakteur und Herausgeber
- 2002 - Hans-Georg Stümke, Historiker und Publizist, Mitbegründer der deutschen Schwulenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 2004 - Alberto Camenzind, schweizerischer Architekt
- 2004 - Antje Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 2004 - August Lang, deutscher CSU-Politiker, Minister in Bayern
- 2004 - Christer Pettersson, Hauptverdächtiger im Mordfall Olof Palme
- 2004 - Dieter Fuchs, deutscher Bildhauer
- 2004 - Heinz Wallberg, deutscher Dirigent
- 2004 - Richard Sainct, dreimaliger Gewinner der Rallye Paris-Dakar auf dem Motorrad
- 2004 - Thure von Uexküll, deutscher Arzt
- 2005 - Rolf Winter, deutscher Journalist

Feier- und Gedenktage


- Michaelistag
- Fest der Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel (katholisch)

Siehe auch


- 28. September - 30. September
- 29. August - 29. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0929 ja:9月29日 ko:9월 29일 simple:September 29 th:29 กันยายน

1884

Ereignisse


- 9. Juni: Grundsteinlegung des Reichstagsgebäudes in Berlin durch Wilhelm, den späteren Wilhelm II.
- 7. August: Die Kriegsschiffe Leipzig und Elisabeth nehmen in der Bucht von Angra Pequena die Kolonie Südwestafrika für das Deutsche Reich in Besitz
- 16. September: Eröffnung der Lößnitzgrundbahn als 3. sächsische Schmalspurbahn
- 13. Oktober: Die Internationale Meridian Konferenz in Washinghton, DC faellt einen Beschluss über die Zeitzonen. Der Meridian von Greenwich wird internationaler Nullmeridian
- 15. November: Es beginnt die Berliner Kongokonferenz, an deren Ende die Aufteilung Afrikas in Kolonialgebiete steht
- Weltausstellung in New Orleans, Louisiana
- Aufstand der Métis gegen die kanadische Regierung
- Ludwig Boltzmann begründet das von Josef Stefan gefundene Gesetz über die Gesamtstrahlungsleistung (Stefan-Boltzmann-Gesetz, siehe 1879)
- In Neumarkt in der Oberpfalz wird die erste Fahrradfabrik Europas gegründet: Die „Express-Werke“

Kultur


- 25. Januar: Uraufführung der Operette Gasparone von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien
- 31. Januar: Uraufführung der Oper Pedro de Zalaméa von Benjamin Godard am Théâtre Royal in Antwerpen
- 15. Februar: Uraufführung der Oper Maseppa von Pjotr Iljitsch Tschaikowski am Bolschoi-Theater in Moskau
- 31. Mai: Uraufführung der Oper Le Villi von Giacomo Puccini am Teatro Dal Verme in Mailand
- 31. Oktober: Uraufführung der Operette Der Feldprediger von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien
- Mark Twain schreibt The Adventures of Huckleberry Finn
- Edwin Abbott Abbott schreibt Flatland

Geboren


- 2. Januar: Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder († 1962)
- 4. Januar: Max Brose, Kaufmann und Industrieller († 1968)
- 8. Januar: Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler († 1958)
- 15. Januar: Erwin Jacobi, deutscher Staats- und Kirchenrechtler († 1965)
- 16. Januar: Alfred Grünwald, österreichischer Operettenlibrettist († 1951)
- 16. Januar: Frederick Dewhurst Yates, englischer Schachspieler († 1932)
- 20. Januar: Jewgeni Iwanowitsch Samjatin, russischer Revolutionär und Schriftsteller († 1937)
- 26. Januar: Edward Sapir, US-amerikanischer Ethnologe und Linguist († 1939)
- 31. Januar: Theodor Heuss, 1. Bundespräsident der BRD († 1963)
- 12. Februar: Max Beckmann, deutscher Maler und Graphiker († 1950)
- 23. Februar: Casimir Funk, polnischer Biochemiker († 1967)
- 24. Februar: William Theodore Heard, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1973)
- 26. Februar: Francesco Borgongini Duca, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1954)
- 10. März: Franz Kuhn, deutscher Jurist, Sinologe und literarischer Übersetzer († 1961)
- 13. März: Hugh Walpole, britischer Schriftsteller († 1941)
- 15. März: Walter Thomas Layton, britischer Zeitungsverleger und Nationalökonom († 1966)
- 23. März: Else von Hollander-Lossow, deutsche Übersetzerin und Erzählerin
- 24. März: Eugène Gabriel Gervais Laurent Tisserant, Kardinaldekan der katholischen Kirche († 1972)
- 24. März: Petrus Josephus Wilhelmus Debye, niederländischer Physiker und Chemiker († 1966)
- 25. März: Georges Imbert, Chemiker und Erfinder († 1950)
- 26. März: Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist († 1969)
- 28. März: Fritz Heckert, Abgeordneter im deutschen Reichstag (Weimarer Republik), KPD-Mitglied († 1936)
- 2. April: Dolf Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 4. April: Isoroku Yamamoto, japanischer Großadmiral († 1943)
- 5. April: Hans Ewers, deutscher Politiker der DP († 1968)
- 6. April: Walter Huston, kanadischer Schauspieler († 1950)
- 7. April: Bronislaw Malinowski, britischer Sozialanthropologe († 1942)
- 12. April: Otto Fritz Meyerhof, Deutsch-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger († 1951)
- 18. April: Ludwig Meidner, deutscher Maler, Dichter und Grafiker († 1966)
- 21. April: Kees van Nieuwenhuizen, niederländischer Fußballspieler († 1981)
- 24. April: Otto Froitzheim, deutscher Tennisspieler († 1962)
- 27. April: Arthur Wieferich, deutscher Mathematiker († 1954)
- 1. Mai: Felipe Boero, argentinischer Komponist († 1958)
- 8. Mai: Harry S. Truman, der 33. Präsident der USA († 1972)
- 10. Mai: Roberto Firpo, Argentinischer Tango-Musiker († 1969)
- 11. Mai: Charlot Strasser, ; Schweizerischer Psychiater und Schriftsteller († 1950)
- 12. Mai: Josef Brönner, deutscher Politiker († 1958)
- 14. Mai: Claudius Dornier, deutscher Flugzeugkonstrukteur († 1969)
- 18. Mai: Martin Elsaesser, deutscher Architekturprofessor († 1957)
- 23. Mai: Josef Nadler, deutscher Germanist und Literaturhistoriker († 1963)
- 27. Mai: Max Brod, tschechischer Schriftsteller († 1968)
- 28. Mai: Edvard Beneš, tschechoslowakischer Politiker († 1948)
- 4. Juni: Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin, Sowjetischer Feldherr und Marschall († 1949)
- 5. Juni: Ralph Benatzky, österreichischer Komponist († 1957)
- 10. Juni: Walther Schreiber, deutscher Politiker († 1958)
- 13. Juni: Anton Drexler, Mitbegründer der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) († 1942)
- 13. Juni: Burrill Crohn, Arzt und der Erstbeschreiber des Morbus Crohn († 1905)
- 15. Juni: Harry Langdon, Schauspieler († 1944)
- 17. Juni: Karl Wilhelm, Herzog von Södermanland († 1965)
- 18. Juni: Édouard Daladier, französischer Politiker (Parti Radical Socialiste) († 1970)
- 19. Juni: Agnes von Zahn-Harnack, deutsche Lehrerin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1950)
- 20. Juni: Johannes Heinrich Schultz, deutscher Neurologe († 1970)
- 23. Juni: Werner Krauß, deutscher Schauspieler († 1959)
- 25. Juni: Wilhelm Diess, bayerischer Erzähler, Jurist und Theaterdirektor († 1957)
- 26. Juni: Peter Petersen, Reformpädagoge († 1952)
- 30. Juni: Franz Halder, General der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg († 1972)
- 2. Juli: Alfons Maria Jakob, deutscher Neurologe († 1931)
- 4. Juli: Fritz ter Meer, deutscher Chemiker († 1967)
- 6. Juli: Willem Marinus Dudok, Niederlande Architekt aus den Niederlanden († 1974)
- 7. Juli: Lion Feuchtwanger, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 12. Juli: Amedeo Modigliani, italienischer Maler und Bildhauer († 1920)
- 15. Juli: Enrique Soro Barriga, chilenischer Komponist († 1954)
- 17. Juli: Boris Wladimirowitsch Assafjew, russischer Komponist († 1949)
- 18. Juli: Alberto di Joric, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1979)
- 18. Juli: Herman Jurgens, niederländischer Fußballspieler († 1964)
- 19. Juli: Carl Eduard (Sachsen-Coburg-Gotha), Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha († 1954)
- 23. Juli: Emil Jannings, deutscher Schauspieler († 1950)
- 24. Juli: Jakob Sprenger (NS-Politiker), nationalsozialistischer Politiker († 1945)
- 28. Juli: Zenzl Mühsam, Frau des Dichters Erich Mühsam († 1962)
- 29. Juli: Fritz Neumayer, deutscher Politiker (FDP und FVP) († 1973)
- 30. Juli: Ernö Szép, ungarischer Dichter, schriftsteller und Jounalist († 1953)
- 31. Juli: Carl Friedrich Goerdeler, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer († 1945)
- 3. August: Constant Feith, niederländischer Fußballspieler († 1958)
- 3. August: Josias Braun-Blanquet, Schweizer Botaniker († 1980)
- 4. August: Dora Herxheimer, bildende Künstlerin († 1905)
- 4. August: Henri Cornet, französischer Radrennfahrer († 1941)
- 5. August: Ludwik Hirszfeld, Mediziner und Immunologe
- 10. August: Robert Pohl, deutscher Physiker († 1976)
- 13. August: Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler († 1974)
- 16. August: Hugo Gernsback, Verleger und Schriftsteller († 1967)
- 20. August: Rudolf Karl Bultmann, Philosoph, Evangelischer Theologe, Neutestamentler († 1976)
- 22. August: Raymonde de Laroche, erste Frau der Welt, die einen Pilotenschein machte († 1919)
- 24. August: Earl Derr Biggers, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1933)
- 27. August: Vincent Auriol, Politiker und Präsident der französischen Republik († 1966)
- 28. August: Christian Stock, deutscher Politiker und erster Ministerpräsident von Hessen († 1967)
- 29. August: Ehm Welk, deutscher Schriftsteller († 1966)
- 30. August: Theodor Svedberg, schwedischer Chemiker († 1971)
- 9. September: Arthur Lieutenant, deutscher Politiker. († 1968)
- 24. September: Gustave Garrigou, französischer Radrennfahrer († 1963)
- 29. September: Wilhelm Bendow, deutscher Schauspieler und Komiker († 1950)
- 7. Oktober: Fritz Noether, deutscher Mathematiker († 1941)
- 8. Oktober: Walter von Reichenau, Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1942)
- 11. Oktober: Friedrich Bergius, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger († 1949)
- 11. Oktober: Sig Ruman, Schauspieler († 1967)
- 15. Oktober: Wilhelm Schapp, deutscher Philosoph und Jurist († 1965)
- 16. Oktober: Rembrandt Bugatti, italienischer Bildhauer († 1916)
- 21. Oktober: Claire Waldoff, bekannte deutsche Chanson-Sängerin. († 1957)
- 30. Oktober: Rudolf Forster, österreichischer Schauspieler († 1968)
- 8. November: Christian Mergenthaler, Ministerpräsident von Württemberg († 1980)
- 8. November: Hermann Rorschach, Schweizer Psychiater († 1922)
- 24. November: Michel de Klerk, Niederlande Architekt aus den Niederlanden († 1923)
- 27. November: Paul Alexandre Arnoux, französischer Schriftsteller († 1973)
- 28. November: Anton Lens, niederländischer Fußballspieler († 1955)
- 30. November: John Maurice Clark, US-amerikanischer Ökonom († 1963)
- 1. Dezember: Karl Schmidt-Rottluff, deutscher Maler des Expressionismus († 1976)
- 2. Dezember: Johannes Popitz, Preußischer Finanzminister und Widerstandskämpfer († 1945)
- 3. Dezember: Rajendra Prasad, indischer Politiker und 1. Staatspräsident († 1963)
- 3. Dezember: Walter Stampfli, Schweizer Politiker († 1965)
- 6. Dezember: Izhak Ben Zwi, jüdischer Politiker und Staatspräsident († 1963)
- 11. Dezember: Otto Kneipp, deutscher Politiker der FDP († 1965)
- 12. Dezember: John Heijning, niederländischer Fußballspieler († 1947)
- 14. Dezember: Albert Steffen, Anthroposoph und Literat († 1963)
- 14. Dezember: Erich Ponto, deutscher Schauspieler († 1957)
- 17. Dezember: Heinrich Scholz, Evangelischer Theologe und Philosoph († 1956)
- 18. Dezember: Hans Meyer (Philosoph), deutscher Philosoph († 1966)
- 19. Dezember: Antonín Zápotocký, tschechoslowakischer Politiker († 1957)
- 30. Dezember: Hideki Tojo, 40. japanischer Premierminister und General († 1948)

Gestorben


- 2. Januar: Johann Gerhard Oncken, Begründer der deutschen Baptistengemeinden (
- 1800)
- 5. Januar: Eduard Lasker, Politiker und Jurist (
- 1829)
- 6. Januar: Gregor Mendel, Abt und Naturforscher (
- 1822)
- 6. Januar: Johann Gregor Mendel, Mönch, Genetiker (
- 1822)
- 9. Januar: Daniel Harrwitz, deutscher Schachmeister (
- 1823)
- 10. Januar: Graf Alexei Sergejewitsch Uwarow, russischer Archäologe (
- 1825)
- 22. Januar: Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, war ein preußischer Diplomat (
- 1805)
- 25. Januar: Johann Gottfried Piefke, Militärmusiker und Komponist (
- 1817)
- 2. Februar: Julius Köbner, Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden (
- 1806)
- 3. Februar: Josefine Gallmeyer, österreichische Schauspielerin (
- 1838)
- 12. Februar: Aaron Bernstein, deutscher Schriftsteller (
- 1812)
- 24. Februar: Georg Büchmann, deutscher Philologe (
- 1822)
- 26. Februar: Johann Daniel Eschenburg, Senator der Freien und Hansestadt Lübeck (
- 1809)
- 10. März: Wladimir Fjodorowitsch Adlerberg, russischer General und Minister (
- 1791)
- 14. März: Robert Oettel, Kaufmann, Stadtverordneter, Begründer der dt. Rassegeflügelzucht (
- 1798)
- 16. März: Paul Pogge, Afrikareisender (
- 1838)
- 19. März: Elias Lönnrot, finnischer Mediziner (
- 1802)
- 31. März: Konrad Deubler, österreichischer Landwirt, Bauernphilosoph (
- 1814)
- 6. April: Emanuel Geibel, deutscher Lyriker (
- 1815)
- 22. April: Marie Taglioni, italienische Tänzerin (
- 1804)
- 12. Mai: Bedrich Smetana, Musiker (
- 1824)
- 12. Mai: Friedrich Smetana, böhmischer Komponist (
- 1824)
- 15. Mai: Georg Friedrich Kolb, deutscher Politiker (
- 1808)
- 18. Mai: Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor (
- 1800)
- 26. Mai: Joaquim António de Aguiar, portugiesischer Politiker (
- 1792)
- 26. Mai: Wilhelm Achtermann, deutscher Bildhauer (
- 1799)
- 31. Mai: Bethel Henry Strousberg, deutscher Unternehmer der Gründerzeit (
- 1823)
- 13. Juni: Anton Zwengauer, deutscher Maler (
- 1810)
- 19. Juni: Johann Gustav Droysen, deutscher Historiker (
- 1808)
- 25. Juni: Hans Rott, österreichischer Komponist und Organist (
- 1858)
- 1. Juli: Allan Pinkerton, Gründer einer Privatdetektei (
- 1819)
- 8. Juli: Prof. Georg Eberlein, deutscher Baumeister und Maler (
- 1819)
- 10. Juli: Karl Richard Lepsius, deutscher Ägyptologe und Afrikaforscher (
- 1810)
- 10. Juli: Paul Morphy, amerikanischer Schachspieler (
- 1837)
- 10. Juli: Paul Morphy, US-amerikanischer Schachspieler (
- 1837)
- 18. Juli: Ferdinand von Hochstetter, Geologe, Naturforscher und Entdecker (
- 1829)
- 30. Juli: Mark Pattison, englischer Autor (
- 1813)
- 1. August: Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker (
- 1806)
- 3. August: Paul Abadie d. J., französischer Baumeister (
- 1812)
- 13. August: Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General (
- 1807)
- 14. August: Moritz Thausing, Kunstschriftsteller. (
- 1838)
- 30. September: Louis Lacombe, französischer Komponist (
- 1818)
- 3. Oktober: Hans Makart, österreichischer Maler und Dekorationskünstler (
- 1840)
- 25. Oktober: Carlo Alberto Castigliano, italienischer Baumeister, Ingenieur und Wissenschaftler (
- 1847)
- 29. Oktober: Albert Dulk, deutscher Freidenker, Dramatiker, Revolutionär (
- 1819)
- 31. Oktober: Marie Bashkirtseff, russische Malerin, Schriftstellerin und Philosophin (
- 1858)
- 11. November: Alfred Brehm, deutscher Zoologe (
- 1829)
- 25. November: Adolph Wilhelm Hermann Kolbe, deutscher Chemiker (
- 1818)
- 25. November: Mathilde F. Anneke, Herausgeberin einer deutschen Frauenzeitungen (
- 1817)
- 25. November: Mathilde Franziska Anneke, Schriftstellerin und Journalistin (
- 1817)
- 10. Dezember: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler (
- 1848)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident der Schweiz, (1884) ko:1884년 simple:1884 th:พ.ศ. 2427

Johann Palisa

Johann Palisa (
- 6. Dezember 1848 in Troppau (Schlesien/Tschechien), † 2. Mai 1925 in Wien) war ein österreichischer Astronom. Palisa wurde durch die Entdeckung von 123 Asteroiden (Kleinplaneten) bekannt, sowie durch die Herausgabe von Sternatlanten. Er begann seine astronomische Tätigkeit 1872 als Leiter der Marine-Sternwarte in Pola (östlich von Triest). Obwohl ihm dort nur ein 15cm-Refraktor zur Verfügung stand, konnte er bald seine ersten Asteroiden entdecken. Palisa war der erste Astronom, dem dies bei mehr als 50 Kleinplaneten gelang. Ein größeres Anliegen war ihm jedoch - im Gegensatz zu anderen Forschern - die "Sicherung" und verlässliche Bahnbestimmung der neu gefundenen Himmelskörper. Denn viele von ihnen gingen noch vor Bekanntwerden der Bahnelemente durch schlechte Koordination verloren. Im Jahr 1880 wechselte er zur Universitätssternwarte Wien auf eine Assistentenstelle, um am damals weltgrößten 68cm-Refraktor messen zu können. Von hier aus reformierte er die Bahnberechnung der Asteroiden auf internationaler Basis. Er lokalisierte den Haupt- bzw. Asteroidengürtel (mean belt) - in dem die meisten Asteroiden umlaufen - bei 2,2 bis 3,6 Astronomischen Einheiten und fand einige bis zum