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Ignaz Holzbauer

Ignaz Holzbauer

Ignaz Jacob Holzbauer (
- 1711 in Wien; † 7. April 1783 in Mannheim) war ein österreichischer Komponist. Holzbauer war bis 1747 Musikdirektor in seiner Heimatstadt, anschließend weilte er längere Zeit in Italien. 1750 wurde er dann Hofkapellmeister in Stuttgart, ab 1753 in Mannheim. Hier machte er die Kapelle zu einer der berühmtesten seinerzeit. Als Komponist war Holzbauer äußerst schaffensreich. Nachweisen lassen sich mehr als 200 Sinfonien für Orchester, von denen 21 in Paris, einige andere in Leipzig gedruckt wurden. Darüber hinaus schuf er 18 Streichquartette, 13 Konzerte für verschiedene Instrumente, 2 Oratorien, 26 Messen (darunter auch eine deutsche), 37 Kantaten sowie weitere Kirchenmusikstücke. Auch schrieb er 15 italienische Dramme per musica. Besonderes Aufsehen erregte er mit seinem "Günther von Schwarzburg" (1776), einer der ersten deutschen Opern überhaupt. Holzbauer, Ignaz Holzbauer, Ignaz Holzbauer, Ignaz Holzbauer, Ignaz

1711

Ereignisse


- 12. Juli Der Frieden von Pruth beendet den 2. russischen Türkenkrieg

Kultur


- 9. Februar: Uraufführung der Oper Henrico IV. von Johann Mattheson in Hamburg
- 24. Februar: Uraufführung der Oper Rinaldo von Georg Friedrich Händel am Queen's Theatre in London

Geboren


- 1. Januar: Franz Freiherr von der Trenck, preußischer Offizier und Freischärler († 1749)
- 2. Februar: Wenzel Anton Graf Kaunitz, österreichischer Politiker († 1794)
- 26. April: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker († 1776)
- 18. Mai: Rugjer Josip Bošković, Mathematiker und Astronom († 1787)
- 24. Mai: Peter Karl Christoph von Keith, der Leibpage des Kronprinzen Friedrich († 1756)
- 11. Juli: Georg Wilhelm Richmann, deutscher Physiker († 1753)
- 10. August: Edward Boscawen, britischer Admiral († 1761)
- 22. August: Heinrich von Bibra, OSB, Fürstbischof und Abt von Fulda († 1788)
- 3. September: Anton Ignaz von Fugger-Glött, Domherr in Köln († 1787)
- 25. September: Qianlong, chinesischer Kaiser († 1799)
- 19. November: Michail Wassiljewitsch Lomonossow, russischer Universalgelehrter, Schriftsteller, Sprachwissenschaftler und Historiker, Chemiker und Astronom († 1765)
- 25. Dezember: Jean-Joseph Cassanea de Mondonville, französischer Violinvirtuose und Komponist († 1772)

Gestorben


- 6. Januar: Philipp van Almonde, war ein niederländischer Vizeadmiral (
- 1646)
- 17. Februar: José Vaquedano, spanischer Komponist und Kapellmeister (
- um 1642)
- 13. März,: Nicolas Boileau, französischer Schriftsteller (
- 1636)
- 14. April: Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger, Sohn Ludwigs XIV. (
- 1661)
- 17. April: Joseph I. (HRR), war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1705–1711 (
- 1678)
- 20. August: Louis-François de Boufflers, französischer Feldherr und Marschall von Frankreich (
- 1644)
- Nicolas Boileau-Despéraux (
- 1636)
- Graf Georg Brankovic (
- 1645) ko:1711년

7. April

Der 7. April ist der 97. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 98. in Schaltjahren) - somit bleiben 268 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1521 - Ferdinand Magellan erreicht Cebu, eine Insel im Süden der Philippinen.
- 1683 - Der französische Entdecker René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle erreicht als erster Europäer die Mündung des Mississippi.
- 1766 - Der Wiener Prater, bisher kaiserliches Jagdrevier, wird der Wiener Bevölkerung zur allgemeinen Benutzung übergeben.
- 1767 - Burmesen verwüsten nach einjähriger Belagerung die alte Hauptstadt Ayutthaya in Thailand.
- 1822 - Brasilien erlangt die Unabhängigkeit von Portugal.
- 1831 - Pedro I. übernimmt die Regierung in Portugal.
- 1839 - Eröffnung der Leipzig-Dresdner Eisenbahn als erste deutsche Fern-Eisenbahn
- 1939 - Annexion Albaniens durch Italien.
- 1945 - Die japanische HIJMS Yamato, das größte Schlachtschiff aller Zeiten, sinkt nach schweren US-Luftangriffen. Weit über 2.000 Besatzungsmitglieder sterben.
- 1948 - Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) wird gegründet.
- 1953 - Der Schwede Dag Hammarskjöld wird zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt.
- 1955 - Anthony Eden übernimmt, als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Churchill, das Amt des britischen Premierministers.
- 1977 - Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird in Karlsruhe von RAF-Terroristen erschossen.
- 1997 - Tokio, Japan. Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko empfangen Bundespräsident Roman Herzog zu seinem Staatsbesuch.
- 1997 - In der Republik Zaïre entziehen die von Laurent Kabila angeführten Rebellen mit der Eroberung der Provinzhauptstadt Lubumbashi Präsident Mobutu Sese Seko und seinem Regime die finanzielle Basis für den Machterhalt.
- 1999 - Volksrepublik China. Regierungschef Zhu Rongji trifft in Los Angeles zu einem neuntägigen USA-Besuch ein.
- 2003 - US-Truppen nehmen Baghdad, Saddam Husseins Regime endet zwei Tage später.
- 2005 - Die indischen und pakistanischen Teile Kaschmirs werden zwischen Srinagar und Muzzafarabad erstmals seit Jahrzehnten durch eine Buslinie verbunden.
- 2005 - Im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco besetzt die MST mehrere Farmen; Die Bewegung fordert von der Regierung rasche Landreformen.

Wirtschaft


- 1964 - IBM stellt das System /360 vor.
- Die Volksrepublik China gibt bekannt, wegen des Wirtschaftsaufschwungs in den kommenden beiden Jahrzehnten 40 Atomkraftwerke zu bauen.

Wissenschaft, Technik


- 1348 - Die Universität Prag wird als erste deutsche Universität und erste Universität nördlich der Alpen von König Karl IV. gegründet.
- 1795 - In Frankreich wird das metrische System gesetzlich eingeführt. Der Meter war seit dem 7. April 1795 in Frankreich die gesetzliche Längeneinheit (siehe Urmeter).
- 1969 - Das RFC 1 mit dem Titel "Host Software" wird veröffentlicht. Dies kann als die Geburtsstunde des Internet bezeichnet werden.
- 2001 - Die amerikanische Raumsonde 2001 Mars Odyssey startet mittels einer Delta II-Trägerrakete zum Mars, um die chemischen Elemente seiner Oberfläche zu kartieren und nach Wassereis zu fanden.

Kultur

Wassereis]
- 1724 - Die "Johannespassion" (BWV 245) von Johann Sebastian Bach wird erstmalig aufgeführt
- 1766 - Uraufführung der Oper "La Nitteti" von Anton Cajetan Adlgasser in Salzburg.
- 1805 - Beethovens 3. Sinfonie ("Eroica") wird im Theater an der Wien unter dessen Leitung erstmals öffentlich aufgeführt.
- 1824 - Die "Missa Solemnis" von Ludwig van Beethoven wird zur Gänze erstmalig als Oratorium in St. Petersburg aufgeführt.
- 1875 - Mit Georg Herwegh stirbt ein politisch engagierter Dichter des Jungen Deutschland.
- 1962 - Im Londoner Ealing Jazz Club treffen Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Brian Jones aufeinander und gründen die Rolling Stones.
- 1965 - Uraufführung der komischen Oper "Der junge Lord" von Hans Werner Henze in Berlin.

Religion


- 1449 - Gegenpapst Felix V. - eigentlicher Name: Graf Amadeus VIII., "der Friedfertige", aus dem Hause Savoyen - lässt sich nach der Gewährung reicher Privilegien zum Rücktritt bewegen und nimmt die Ämter als Kardinalbischof von Sabina und Genf an.
- 1655 - Fabio Chigi wird nach einem 79tägigen Konklave zum Papst gewählt und am 18. April als Alexander VII. inthronisiert.
- 1824 - König Ludwig XVIII. überträgt den Unterricht an den französischen Primarschulen dem französischen Klerus.

Katastrophen


- 1990 - Dänemark. Ein Großbrand auf der Fähre Scandinavian Star fordert 160 Todesopfer.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1506 - der heilige Franz Xaver, spanischer Jesuit, Apostel von Indien und Japan
- 1613 - Eduard von Keyserling (Barock), deutscher Dichter
- 1629 - Prinz Juan José de Austria, spanischer Heerführer und Staatsmann
- 1652 - Papst Klemens XII., né Lorenzo Corsini († 1740)
- 1713 - Nicola Sala, italienischer Komponist
- 1726 - Charles Burney, britischer Komponist und Musikhistoriker
- 1770 - William Wordsworth, englischer Dichter
- 1772 - Charles Fourier, französischer Gesellschaftstheoretiker
- 1803 - Flora Tristan, französische Schriftstellerin
- 1846 - Franz Ries, deutscher Violinist, Komponist und Musikalienhändler
- 1847 - Jens Peter Jacobsen, dänischer Schriftsteller
- 1851 - Otto Klauwell, deutscher Komponist
- 1863 - Felix Michailowitsch Blumenfeld, russischer Komponist
- 1868 - Federico Caprilli, setzte den heutigen modernen Springsitz durch
- 1870 - Gustav Landauer, deutscher Schriftsteller und Anarchist
- 1880 - Fritz Grünbaum, tschechischer Kabarettist und Conférencier
- 1884 - Bronislaw Malinowski, britisch-polnischer Ethnologe
- 1885 - Tania Blixen, dänische Schriftstellerin
- 1889 - Gabriela Mistral, chilenische Dichterin und Diplomatin
- 1890 - Victoria Ocampo, argentinische Schriftstellerin
- 1891 - Ole Kirk Christiansen, der Erfinder von LEGO
- 1899 - Robert Casadesus, französischer Pianist
- 1902 - Walter Drechsel, deutscher FDP-Politiker und MdB
- 1903 - Willi Forst österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent
- 1904 - Curt Querner, Maler (Vertreter der Neuen Sachlichkeit)
- 1908 - Percy Faith, kanadischer Bandleader
- 1915 - Billie Holiday, US-amerikanische Sängerin
- 1915 - Henry Kuttner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1917 - Albert Sing, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1920 - Ravi Shankar, indischer Sitarspieler und Komponist
- 1920 - Walter Möller, deutscher Kommunalpolitiker der SPD
- 1922 - Annemarie Schimmel, deutsche Islamwissenschaftlerin
- 1922 - Hugo Strasser, deutscher Bandleader
- 1922 - Klaus Havenstein, deutscher Schauspieler
- 1924 - Johannes Mario Simmel, österreichischer Schriftsteller
- 1925 - Hans-Joachim Heusinger, Justizminister der DDR
- 1927 - Wolfgang Mattheuer, deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer
- 1928 - James Garner, amerikanischer Schauspieler
- 1931 - Daniel Ellsberg, Mitarbeiter des Pentagons
- 1931 - Donald Barthelme, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1935 - Bobby Bare, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Charley Thomas, US-amerikanischer Sänger
- 1938 - Freddie Hubbard, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Spencer Dryden, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 1939 - Francis Ford Coppola, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 1943 - Mick Abrahams, britischer Musiker
- 1944 - Gerhard Schröder, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1998 bis 2005
- 1945 - Werner Schroeter, deutscher Regisseur
- 1946 - Colette Besson, französische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1947 - Florian Schneider-Esleben, deutscher Musiker
- 1947 - Pat Bebbett, US-amerikanische Sängerin
- 1948 - Carol Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 1949 - Evelyn Haas, deutsche Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1949 - John Oates, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Steve Ellis, britischer Sänger
- 1954 - Jackie Chan, Schauspieler, Kung Fu Artist, Produzent und Regisseur
- 1958 - Birgit Schrowange, deutsche TV-Moderatorin
- 1964 - Russell Crowe neuseeländischer Schauspieler
- 1967 - Alex Christensen deutscher Komponist, Musik-Produzent und DJ
- 1967 - Bodo Illgner, deutscher Fußballspieler
- 1970 - Leif Ove Andsnes, norwegischer Pianist
- 1973 - Sandra Minnert, deutsche Fußballspielerin

Gestorben

Sandra Minnert
- 924 - Berengar I., König der Langobarden
- 1088 - Burchard II. von Halberstadt, deutscher Kleriker und Politiker, Bischof von Halberstadt
- 1297 - Siegfried von Westerburg, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1498 - Karl VIII. (Frankreich), König von Frankreich
- 1546 - Friedrich Myconius, deutscher Prediger und Reformator Friedrich Myconius
- 1614 - El Greco, griechischer Maler
- 1651 - Lennart Torstenson, schwedischer Feldmarschall, Reichsrat und Generalgouverneur
- 1719 - Jean Baptiste de La Salle, französischer Pädagoge, Ordensgründer und Heiliger
- 1758 - Joachim Wilhelm von Brawe, deutscher Dramatiker
- 1766 - Tiberius Hemsterhuis, niederländischer Philologe
- 1789 - Abdülhamid I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1803 - François Dominique Toussaint L'Ouverture, haitianischer Sklavenführer und Nationalheld
- 1812 - Johann Georg Kerner, Arzt, politischer Publizist und kritischer Chronist der Französischen Revolution
- 1816 - Christian Konrad Sprengel, deutscher Theologe und Naturkundler
- 1833 - Anton Radziwill, preußischer Politiker und Komponist
- 1836 - William Godwin, englischer Schriftsteller
- 1858 - Anton Diabelli, österreichischer Komponist
- 1870 - Claude Félix Abel Niepce de Saint-Victor, französischer Chemiker, Erfinder und Fotograf
- 1871 - Wilhelm von Tegetthoff, Admiral in der österreich-ungarischen Kriegsmarine
- 1874 - Wilhelm von Kaulbach, deutscher Maler
- 1875 - Georg Herwegh, revolutionärer deutscher Dichter des Vormärz
- 1877 - Fernán Caballero, spanische Schriftstellerin, schweizerischer Herkunft
- 1881 - Johann Hinrich Wichern, deutscher Theologe Johann Hinrich Wichern
- 1900 - Frederic Edwin Church, US-amerikanischer Landschaftsmaler
- 1905 - Maria Assunta Pallotta, italienische Missionarin in China, katholische Heilige
- 1920 - Karl Binding, deutscher Professor für Strafrecht
- 1921 - Lorenz Adlon, deutscher Gastronom und Hotelier
- 1928 - Alexander Alexandrowitsch Bogdanow, russischer Philosoph, Ökonom, Soziologe und Arzt
- 1934 - Karl von Einem, preußischer Kriegsminister
- 1936 - Fritz Heckert, Abgeordneter im deutschen Reichstag
- 1936 - Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe
- 1938 - Suzanne Valadon, französische Malerin
- 1943 - Alexandre Millerand, französischer Staatsmann und Politiker
- 1947 - Henry Ford, Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company
- 1950 - Walter Huston, kanadischer Schauspieler
- 1957 - Leo von Jena, Mitglied der SS und der Waffen-SS
- 1957 - Tami Oelfken, deutsche Schriftstellerin und Reformpädagogin
- 1967 - Helmut Schlüter, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1968 - Jim Clark, Autorennfahrer
- 1968 - Werner Bockelmann, deutscher Jurist und Politiker
- 1970 - Auguste Lazar, österreichische Schriftstellerin
- 1973 - Paul Luchtenberg, deutscher Politiker und Pädagoge
- 1977 - Siegfried Buback, Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe
- 1979 - Bruno Apitz, deutscher Schriftsteller
- 1981 - Kit Lambert, britischer Musikproduzent
- 1981 - Norman Taurog, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1982 - Harald Ertl, österreichisch-deutscher Formel-1-Rennfahrer
- 1983 - Wilhelm Hauschild, deutscher Fotograf
- 1985 - Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph
- 1986 - Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, Nobelpreisträger für Wirtschaft
- 1986 - Valérie von Martens, österreichische Schauspielerin
- 1988 - Cesar Bresgen, österreichischer Komponist
- 1994 - Golo Mann, deutscher Historiker, Schriftsteller und Philosoph
- 1996 - Michael Holzinger, Schriftsteller in Banater Mundart
- 2003 - Christian Liebig, deutscher Journalist
- 2003 - Ferdinand Seibt, deutscher Historiker
- 2003 - Jorge Oteiza, spanischer Bildhauer
- 2003 - Jutta Hipp, deutsche Jazzpianistin und Malerin
- 2004 - Wolfgang Mattheuer, deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer
- 2005 - Grigoris Bithikotsis, griechischer Sänger
- 2005 - Heinrich Hugendubel, deutscher Buchhändler und Firmenchef von Hugendubel
- 2005 - Max von der Grün, deutscher Schriftsteller

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Johann Baptist de la Salle, Ordensgründer (katholisch)
  - Hermann - Hermann Joseph von Steinfeld, siehe auch 21. Mai
  - Johann - Johann Baptist de la Salle, Ordensgründer (1651-1719)
  - Maria - Maria Assunta Pallotta, Missionarin (1878-1905)
- Weltgesundheitstag (WHO)

Siehe auch


- 6. April - 8. April
- 7. März - 7. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0407 ja:4月7日 ko:4월 7일 simple:April 7 th:7 เมษายน

1783

Ereignisse


- 4. Juni: Die Montgolfière startet erstmals vor Publikum
- 20. Juli: Auf Island brechen die Laki-Krater aus
- 3. September: Der Frieden von Paris beendet den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
- 15. Oktober: Frankreich. Erster erfolgreicher Flug eines Heißluftballons (Montgolfière) von Paris bis Butte-aux-Cailles
- 21. November: Erster bemannter Ballonflug von Pilâtre de Rozier
- 3. September: Dominica. Frankreich tritt die Insel an Großbritannien ab

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung des musikalischen Dramas Tancredi von Ignaz Holzbauer in München
- 14. April: Lessings Nathan der Weise wird in Berlin uraufgeführt: Beginn der Judenemanzipation

Geboren


- 2. Januar: Christoph Wilhelm Eckersberg, dänischer Maler († 1853)
- 7. Januar: Francesco Carlini, italienischer Astronom und Geodät († 1862)
- 12. Januar: Erik Gustaf Geijer, zählt zu den wichtigsten schwedischen Schriftstellern der Romantik († 1847)
- 23. Januar: Stendhal, französischer Schriftsteller († 1842)
- 26. Januar: Helmine von Chézy, deutsche Dichterin und Librettistin († 1856)
- 28. März: Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, forstlicher Praktiker, Lehrer und Wissenschaftler († 1859)
- 3. April: Joseph Ambrosius Geritz, Bischof von Ermland († 1867)
- 3. April: Washington Irving, amerikanischer Schriftsteller († 1859)
- 8. April: John Claudius Loudon, schottischer Botaniker und Landschaftsarchitekt († 1843)
- 10. April: Hortense de Beauharnais, Königin von Holland und Mutter des Kaisers Napoleon III. († 1837)
- 26. April: Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg), General und letzter Landgraf von Hessen-Homburg († 1866)
- 4. Mai: Joseph Wanton Morrison, britischer General († 1826)
- 18. Mai: Jabbo Oltmanns, Mathematiker, Astronom und Professor der Angewandten Mathematik († 1833)
- 12. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. († 1848)
- 30. Mai: Eugen von Maucler, deutscher Politiker († 1859)
- 1. Juni: Emil Ernst Gottfried von Herder, königlicher bayerischer Fort- und Regierungsrat († 1855)
- 19. Juni: Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, deutscher Apotheker und Entdecker des Morphiums († 1841)
- 24. Juni: Johann Heinrich von Thünen, deutscher Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler († 1850)
- 13. Juli: August von Oldenburg, Großherzog von Oldenburg (1829 bis 1853) († 1853)
- 24. Juli: Simón Bolívar, Führer der lateinamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung († 1830)
- 28. Juli: Friedrich Wilhelm Graf von Bismark, deutscher Generalleutnant und Militärschriftsteller († 1860)
- 1. August: Wilhelm Malte I., Fürst und bedeutender Bauherr auf Rügen († 1854)
- 2. August: Sulpiz Boisserée, deutscher Architekt († 1854)
- 10. August: Johann Christian Hundeshagen, forstlicher Praktiker, Professor und Wissenschaftler († 1834)
- 8. September: Nikolai Frederik Severin Grundtvig, dänischer Philologe, Theologe und Patriot († 1872)
- 19. September: Johann Gustav Gottlieb Büsching, deutscher Archäologe, Germanist und Volkskundler († 1829)
- 23. September: Peter von Cornelius, deutscher Maler († 1867)
- 27. September: Agustin de Iturbide, mexikanischer Kaiser (hingerichtet 1824)
- 17. November: Anton Günther, österreichischer Philosoph und Theologe († 1863)
- 25. November: Thomas Abbt, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 11. Dezember: Max von Schenkendorf, deutscher Schriftsteller († 1817)
- 21. Dezember: Charles Murray Cathcart, 2. Earl Cathcart, britischer General († 1859)
- 24. Dezember: Georg Jakob Strunz, deutscher Musiker und Komponist († 1852)

Gestorben


- 11. Februar: Johann Andreas Silbermann, elsässischer Orgelbauer (
- 1712)
- 20. März: Nikita Iwanowitsch Panin, russischer Minister für die russische Außenpolitik (
- 1718)
- 24. April: Grigori Orlow, war Günstling (
- 1734)
- 23. Mai: James Otis, US-amerikanischer Jurist (
- 1725)
- 27. Juli: Johann Philipp Kirnberger, deutscher Musiktheoretiker und Komponist (
- 1721)
- 19. August: Franz Xaver Messerschmidt, Bildhauer zwischen Barock und Klassizismus, dem der Ruch der Kuriosität anhaftet (
- 1736)
- 18. September: Leonhard Euler, war einer der bedeutendsten Mathematiker aller Zeiten (
- 1707)
- 11. November: Bartholomäus Altomonte, italienischer Maler (
- 1701)
- 16. November: Johann Joseph Antonius Eleazar Kittel, böhmischer Arzt (
- 1703)
- 23. Dezember: Johann Adolph Hasse, deutscher Komponist (
- 1699)
- Caspar Wolf ko:1783년 simple:1783

Österreicher

Die Bezeichnung Österreicher steht für:
- Staatsbürger der Republik Österreich;
- Personen österreichischer Abstammung- bzw. Herkunft; Historisch gibt es noch folgende Begriffe:
- Deutsche Österreicher oder Deutschösterreicher für die Deutschen des "Vielvölkerstaates" Österreich-Ungarn; für die Bewohner Deutschösterreichs bzw. der 1. Republik Österreich.
- Altösterreicher bezeichnen (nur) die Österreicher heute alle ehemaligen Bewohner der österreich-ungarischen Doppelmonarchie, die nicht im Gebiet des heutigen Österreich lebten. Dabei wird in Volksgruppen (Nationalitäten) unterschieden bzw. als einfachste Methode nach den vorherrschenden Sprachen deutsch, mehrerer slawischer, romanischer und ungarischer Muttersprachen.

Geschichte

Der Ursprung des Namens geht auf Ostarrichi (Land in Ostarrich) zurück; das Wort änderte sich in der Schreibweise zu Österreich. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Namens stammt aus dem Jahr 996 und war die Bezeichnung für eine Region nahe Neuhofen an der Ybbs im heutigen Niederösterreich. Historiker gehen davon aus, dass Ostarrichi die Marcha Orientalis („Mark im Osten") der Babenberger bezeichnete (heute etwa die Bundesländer Ober- und Niederösterreich). Österreicher waren zu jener Zeit also die Bewohner dieses Landes; einerseits die Mitglieder des Adels und der Ritterschaft und andererseits die nichtadeligen Bürger. Das Land entwickelte sich vergleichbar der Bildung der Steirer und der Tiroler im Hochmittelalter. Im Spätmittelalter übernahmen das Fürstenhaus der Habsburger das „Haus Österreich“ mit seinen Bewohnern. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte vergrößerten die Habsburger ihre Besitzungen zuerst um die heutige Steiermark, dann Görz (Kärnten), Krain und Tirol, bis es in etwa dem Gebiet der heutigen Republik Österreich entsprach. 1526 kamen noch die Königreiche Ungarn und Böhmen (mit Mähren, Schlesien und Lausitz) unter die Herrschaft des Habsburger Fürsten in Wien und damit zum „Haus Österreich”. Von „den Österreichern” wird auch in den Chroniken der europäischen Kriege des 18. und 19. Jahrhunderts berichtet. Die österreichischen Armeen umfassten dabei Soldaten unterschiedlichster Nationalitäten (Volkszugehörigkeiten) aus den Ländern des Habsburger Kaisers. Zugleich stellten die Habsburger jahrhundertelang den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und dominierten als stärkste deutsche Macht im 19. Jahrhundert den nachfolgenden Deutschen Bund. Die Einwohner des Habsburgerreiches definierten sich meist, unabhängig von ihrer Sprache, über ihre Landeszugehörigkeit, also als Böhmen, Tiroler, Steirer. Mit dem Zusammenwachsen des Habsburgerreiches wurde auch die Identität als Österreicher (ebenfalls unabhängig von der Sprache) stärker, vor allem bei Angehörigen der Armee und des Beamtenstandes. Um deutschsprachige Österreicher von anderssprachigen abzugrenzen, wurde auch der Begriff "Deutsche" verwendet. Erst in Folge des Entstehens der Idee einer Nation als staatstragendes Volk nach der französischen Revolution wuchs das Verständnis der Zugehörigkeit zu einer Nation. Das war vor allem bei der nichtdeutschsprachigen Bevölkerung, der Fall, insbesonders bei den im Ausgleich übergangenen Tschechen. Die deutschsprachige Bevölkerung identifizierte sich stärker mit dem Österreichischen Staat, entwickelte aber auch ein Verständis der Zugehörigkeit zu einer Art deutschen Kulturnation. Im 19. Jahrhundert, nach dem Ende des HRR, kam es zu Bestrebungen der verschiedenen deutschen Staaten, zu einem gemeinsamen Reich zusammenzufinden und zu Überlegungen, in welcher Form ein großdeutsches Reich realisierbar wäre, das alle deutschsprachigen Menschen Mitteleuropas (mit Ausnahme der deutschsprachigen Niederländer und Schweizer), also mithin die Österreicher, in einem Reich vereinen sollte. Es entstand 1815 der Deutsche Bund unter Führung der Habsburger. 1871 wurde mit der so genannten kleindeutschen Lösung der deutsche Nationalstaat (Deutsches Reich) ohne Österreich unter Führung Preußens gebildet. Fortan wurde unterschieden zwischen den (deutschen) Österreichern und den Reichsdeutschen (ein Sprachgebrauch, der sich bei vielen Österreichern erst nach dem Untergang des gemeinsamen nationalsozialistischen großdeutschen Reiches 1945 änderte). Österreich, als Teil eines Vielvölkerstaates (K.u.k. Monarchie), wurde während dieser Zeit weiter gefestigt und hatte mit dem Habsburger Kaiserhaus, mit Prinzen Eugen von Savoyen oder Franz Grillparzer seine „nationalen Symbolfiguren”. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges im Jahr 1918, dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, entstand auf etwa einem Achtel des ehemaligen Herrschaftsgebietes der Habsburger eine neue deutsche Republik der Österreicher. Die Gründung ging einher mit dem Wunsch „Deutschösterreich“, wie der Name von 1918 bis 1919 lautete, mit dem inzwischen republikanischen deutschen Reich (Deutsche Republik, später Weimarer Republik) zusammenzuführen, allerdings mit besonderen Vorrechten sowie Berlin und Wien im Wechsel als Hauptstädte. Fast alle politischen Parteien Österreichs, mit Ausnahme der Monarchisten und der Kommunisten, strebten nach dieser Vereinigung. Es gab vielfältige Motive für diesen Vereinigungswunsch: deutscher Nationalgedanke, die wirtschaftliche Lage (das kleine "Restösterreich" hielten viele für wirtschaftlich nicht überlebensfähig) oder beides. Der Zusammenschluss wurde dann allerdings von den Siegermächten aus diversen Gründen untersagt und auch der Staatsname musste gemäß den Bestimmungen im Vertrag von Saint-Germain geändert werden. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert. Das Verhältnis zur nationalen (deutschen) Identität blieb in den folgenden Jahren zwiespältig. Weite Teile der österreichischen Bevölkerung und deutschnationale Parteien, anfänglich auch Sozialisten und Christdemokraten, später die Nationalsozialisten, wollten weiterhin den Anschluss an das Deutsche Reich. In den Jahren seit 1919 hatte sich bei vielen Österreichern aber auch ein neues Selbstverständnis entwickelt und nicht wenige wollten daher die Unabhängigkeit der neuen deutschen Republik Österreich beibehalten. Als der (seit 1925 staatenlose) Österreicher Hitler, der erst als 43 jähriger (1932) Staatsbürger des Deutschen Reiches wurde, seine Heimat an das Deutsche Reich anschloss, wurden damit auch seine Landsleute zu Reichsdeutschen. Die Begriffe „Österreich“ und „Österreicher“ gab es nun offiziell nicht mehr, denn er ließ das (eingemeindete) Land zuerst in „Ostmark“ und später in „Donau- und Alpenreichsgaue“ umbenennen. Umgangssprachlich gab es aber weiterhin die Österreicher; Hitler selbst wurde u.a. von seinen Generälen (und zuvor von Hindenburg) abwertend als der „österreichische Gefreite” bezeichnet. Im nunmehr „großdeutschen Reich“ und in der Schreckenszeit der Hitlerdiktatur und des II. Weltkrieges verabschiedeten sich viele (vormalige) Österreicher gedanklich nach und nach von der zuvor ersehnten Deutschen Nation. Allerdings wurde das von Hitler und den Nationalsozialisten in dieser Zeit besonders heroisierte „Deutschtum“ gerade auch von vielen deutschen Österreichern ideologisch stark verinnerlicht. Der prozentuale Anteil der NSDAP-Parteimitglieder war in der Ostmark (Österreich) höher als im übrigen Reichsgebiet. Aber es gab auch Österreicher, die zivilen Ungehorsam leisteten, beispielsweise durch öffentliche Bekundungen, wie demonstrativen Applaus beim Lob Österreichs während der Aufführung von Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ im deutschen Volkstheater, oder indem sie sich in Widerstandsgruppen organisierten. Deren Bekannteste hatte als Symbol „O5“ gewählt - wobei die „5“ den 5. Buchstaben des Alphabets („E“) bezeichnet, also „OE“ für „Ö(sterreich)“. Nach dem Untergang des Großdeutschen Reiches und der Wiedererrichtung der Republik Österreich verlor die Bezeichnung „Deutschösterreicher” oder „deutsche Österreicher” bei den Österreichern und in den anderen Nachfolgestaaten des „Dritten Reiches“ rasch an Bedeutung. siehe auch: Geschichte Österreichs

Der Familienname "Österreicher"

Bekannte Träger des Namens Österreicher:
- Karl Österreicher, österreichischer Dirigent (1923-1995)
- Richard Österreicher, österreichischer Musiker und Dirigent (
- 1932)
- Christian Österreicher, österreichischer Musiker (
- 1946)
- Helmut Österreicher, österreichischer Gourmet-Haubenkoch siehe auch: Liste bedeutender Österreicher, Österreicher des Jahres, :Kategorie:Österreicher Oesterreicher Oesterreicher

1747

Ereignisse


- 2. Juni: In der Schlacht bei Lauffeldt besiegen die Franzosen unter Moritz von Sachsen die verbündeten Österreicher, Briten und Niederländer, erleiden aber mehr als doppelt so hohe Verluste
- Gründung des ersten selbständigen Staates der Afghanen auch seit 1801 Afghanistan genannt durch Ahmad Shah Durrani
- Johann Sebastian Bach komponiert das Musikalische Opfer

Kultur


- 28. Januar: Uraufführung der Oper Die verlassene Dido von Niccolò Jommelli am Teatro Apollo in Rom

Geboren


- 4. Januar: Johann Kaspar Coqui, Fabrikant und Magdeburger Kommunalpolitiker († 1824)
- 19. Januar: Johann Elert Bode, deutscher Astronom († 1826)
- 8. März: Johann Peter Melchior, Bildhauer († 1825)
- 31. März: Johann Abraham Peter Schulz, deutscher Musiker und Komponist († 1800)
- 5. Mai: Leopold II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1790–1792 und Großherzog der Toskana 1765–1790 aus dem Haus Habsburg-Lothringen († 1792)
- 2. Juli: Rose Bertin, der wenigen Frauen des 18. Jahrhunderts aus der großen anonymen Gruppe der im Bereich der Mode tätigen Schneiderinnen, Hutmacherinnen und Modistinnen († 1813)
- 6. Juli: John Paul Jones (Seefahrer), Pirat, Seeheld, Marinepionier und Freiheitskämpfer im US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg († 1792)
- 22. Juli: Ernst Ludwig Heim, Arzt († 1834)
- 4. August: Henrich Becker, ostfriesischer Kunstmaler, der vor allem durch seine Portraitmalerei Bekanntheit und Anerkennung gefunden hat († 1819)
- 30. September: Friedrich Justin Bertuch, deutscher Unternehmer und Mäzen († 1822)
- 31. Oktober: Johann Karl Wezel, Dichter, Schriftsteller und Pädagoge der Sturm-und-Drang-Zeit. († 1819)
- 18. Dezember: Barthélemy-Louis-Joseph Schérer, französischer General († 1804)
- 31. Dezember: Gottfried August Bürger, deutscher Dichter aus der Zeit des Sturm und Drang († 1794)

Gestorben


- 16. Januar: Barthold Heinrich Brockes, deutscher Schriftsteller (
- 1680)
- 14. März: Johann Matthias von der Schulenburg, war Reichsgraf, Erbherr auf Emden und Feldmarschall im Dienste der Republik Venedig (
- 1661)
- 23. März: Claude Alexandre de Bonneval, französischer Abenteurer (
- 1675)
- 2. April: Johann Jacob Dillen, deutscher Botaniker (
- 1687)
- 9. April: Leopold I. (Anhalt-Dessau), war Fürst des Kleinstaats Anhalt-Dessau und einer der populärsten preußischen Heerführer und Militärreformer (
- 1676)
- 14. April: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe (
- 1663)
- 24. April: Johann Georg Fischer, deutscher Baumeister des Barock (
- 1673)
- 25. Mai: Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann (
- 1686)
- 28. Mai: Luc de Clapiers, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller (
- 1715)
- 31. Mai: Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann (
- 1687)
- 9. Juli: Giovanni Battista Bononcini, Violoncellospieler und Komponist (
- 1670) ko:1747년

Musikdirektor

Der Musikdirektor (lat. director musices; Abk. MD) war ursprünglich der Titel des leitenden beamteten Musiker einer Stadt in Deutschland und Österreich; so war beispielsweise Johann Sebastian Bach Musikdirektor in Leipzig, Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Titel verliehen an die Leiter musikalischer Einrichtungen wie Gesangvereinen. Spezielle Titel sind beispielsweise Städtischer Musikdirektor, Universitätsmusikdirektor und Kirchenmusikdirektor. Der Titel wurde in früheren Zeiten verliehen von Fürsten, Herzögen oder Königen, heutzutage dagegen von Kommunalbehörden, Universitäten oder kirchlichen Institutionen. In größeren Städten erhält der Musikdirektor häufig den Titel Generalmusikdirektor (Abk. GMD); dieser Titel wurde erstmals 1819 in Berlin für Gaspare Spontini vergeben. Daniel Barenboim ist beispielsweise seit 1992 GMD der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Siehe auch: Intendant, Musikalischer Leiter, Künstlerischer Leiter, Verwaltungsleiter, Dirigent, Kapellmeister

Namhafte Generalmusikdirektoren

Bekannte Generalmusikdirektoren waren beispielsweise:
- Claudio Abbado - 1968-1986 Teatro alla Scala di Milano
- Karl Böhm - 1931-1933 Hamburgische Staatsoper
- Werner Egk - 1935-1938 und 1940-1941 Staatsoper Unter den Linden
- Rafael Frühbeck de Burgos - 1992-1997 Deutsche Oper Berlin
- Wilhelm Furtwängler - 1934-1935 Staatsoper Unter den Linden
- Eugen Jochum - 1930 bis 1932 Duisburger Philharmoniker, (danach Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. 1949-1960 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks)
- Albert Lortzing - 1844-1849 Opernhaus Leipzig
- Gustav Mahler - 1891-1897 Hamburgische Staatsoper, 1886-1888 Opernhaus Leipzig
- Kurt Masur - 1960-1964 Komische Oper Berlin
- Zubin Mehta - 1998-2006 Bayerische Staatsoper
- Riccardo Muti - ab 1986 Teatro alla Scala di Milano
- Herbert von Karajan - 1939-1945 Staatsoper Unter den Linden
- Erich Kleiber - 1923-1934 und 1954-1955 Staatsoper Unter den Linden
- Wolfgang Sawallisch - 1971-1992 Bayerische Staatsoper
- Giuseppe Sinopoli - 1992-2001 Staatsoper Dresden
- Otmar Suitner - 1960-1964 Staatsoper Dresden
- Richard Strauss - 1898-1912 Staatsoper Unter den Linden
- Christian Thielemann - ab 2004 Münchner Philharmoniker Kategorie:Musikleben

Italien

Italien (italienisch Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba. Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.

Geografie

Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Diese Halbinsel wird vom einem Gebirgszug, dem Appenin, in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien. Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum). Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo. Der höchster Berg Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m.

Bevölkerung

Italien hat eine Einwohnerzahl von 58.462.375 Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Stadt- und Landbevölkerung

Rund 67% der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.

Größte Städte

(Einwohner 31. Dezember 2004)

- Rom - 2.553.873
- Mailand - 1.299.439
- Neapel - 995.171
- Turin - 902.255
- Palermo - 675.277
- Genua - 605.084
- Bologna - 374.425
- Florenz - 368.059
- Bari - 328.458
- Catania - 305.773
- Venedig - 271.251
- Verona - 259.068
- Messina - 247.592
- Padua - 210.821
- Triest - 207.069
- Tarent - 201.349 (Stand 2001)
- Brescia - 192.164
- Reggio di Calabria - 183.041
- Prato - 180.674
- Modena - 180.110
- Parma - 174.471
- Cagliari - 161.465

- Perugia - 157.842
- Livorno - 155.986
- Reggio nell'Emilia - 155.191
- Foggia - 154.780
- Ravenna - 146.989
- Salerno - 135.818
- Rimini - 134.700
- Ferrara - 131.907
- Sassari - 124.929
- Siracusa - 123.332
- Pescara - 122.577
- Monza - 122.263
- Bergamo - 116.510
- Vicenza - 113.483
- Latina - 111.946
- Forli - 111.495
- Trient - 110.142
- Terni - 108.999
- Giugliano in Campania - 105.951
- Novara - 102.746
- Ancona - 101.797

Lebenserwartung

Italien ist nach Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung der Welt. Sie beträgt bei Männern 78 Jahre, bei Frauen rund 83. Rund 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Die Italiener führen somit in Europa vor den Griechen und den Schweden die Liste der "langlebigsten" Bevölkerung an. Als Grund wird häufig die italienische Küche, also die mediterrane Ernährung,angeführt.

Religiöse Zugehörigkeit

Mit 83,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 0,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten und Muslime. Die Katholische Kirche ist traditionell sehr stark in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25,823) und Kardinälen (38) wiederspiegelt [http://www.nationmaster.com/red/country/it/Religion&b_cite=1].

Sprachen

Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Italiens Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Zentrum des Römischen Reichs. Nach dem Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Staaten und wurde so zu einem „politischen Spielball“ der umliegenden Großmächte. In der Risorgimento-Epoche, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde Italien unter Vorherrschaft des Königreichs Piemont-Sardinien, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, zum Königreich Italien vereinigt. Da Italien sich zu Beginn des ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte das österreichische Südtirol annektieren. Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascii genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht in Italien. Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich, ähnlich wie später Hitler, selbst als "Duce" an die Spitze von Volk und Staat. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien, diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das alte (antike) Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögerns des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom im Herbst 1943, wechselte Italien die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde mit dem Widerstand der Resistenza beantwortet. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten . Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont. (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, kleinere Grenzberichtigungen zugunsten von Frankreich). Die jüngste Geschichte Italiens zeichnet sich durch häufige Regierungswechsel und hohe Inflation aus. Italien ist Gründungsmitglied der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vorläufer der EU) und hat 2001 seine Währung „Lira” durch den Euro abgelöst.

Politik

Hauptartikel: Italienische Politik Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi. Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1958 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa. Siehe auch: Liste der italienischen Premierminister

Schulwesen und Bildung

Hauptartikel: Schulsystem in Italien Das Schulwesen Italiens ist - vor allem im Pflichtschulbereich - durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört. Das Schulsystem gliedert sich in folgende drei Bereiche: Kindergarten (scuola dell' infanzia, 3-6), Pflichtschule (scuola elementare, 6-11; scuola media 11-14) , Oberstufe (Liceo: classico, scientifico, linguistico, artistico, economico, tecnologico, musicale, delle scienze umane; 14-19). Die früheren Fachoberschulen (istituti tecnici), die auch schon früher zur allgemeinen Hochschulreife führten, werden in Gymnasien umgewandelt. Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die 5-jährigen Gymnasien sehen daneben i.d.R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Griechisch dazu. Die Schulpflicht ist 2004 von 9 Jahren (6-15) auf 12 Jahre (6-18) verlängert worden. Wer bereits nach der 12. Klasse das Gymnasium ohne Abitur (Diploma di Maturitá, 13. Klasse) verlässt, erhält automatisch eine Zugangsberechtigung zu einer Art Fachhochschule. Wer mit 14 nicht auf das Gymnasium gehen will, muss eine Ausbildung an einer regionalen Berufsfachschule machen (die u.U. mit einer Staatsprüfung und dem beruflichen Abitur abgeschlossen werden kann). Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann alternativ eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, wird von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.

Gesundheit und Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem in Italien ist wie in GB als nationaler Gesundheitsdienst stukturiert. Die Hausärzte erhalten eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Negativ wird die lange Wartezeit auf stationäre Behandlung gesehen. Trotzdem hat die WHO in einem Ranking der Gesundheitssysteme Italien nach Frankreich auf den 2. Platz gestellt. Die statistisch etwas längere Lebenserwartung wird mit einer sog. mediterranen Kost erklärt. Diese enthält z.B. viel Fisch und Olivenöl. Leider ist auch in Italien Übergewichtigkeit auf dem Vormarsch.

Politische Gliederung

WHO Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Diese Regionen sind in insgesamt 108 Provinzen (province) und diese in Gemeinden unterteilt. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus (statuto speciale), das ihnen eine größere Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.
- Abruzzen (Abruzzo)
- Aostatal (Valle d'Aosta)
-
- Apulien (Puglia)
- Basilikata (Basilicata)
- Emilia-Romagna
- Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)
-
- Kalabrien (Calabria)
- Kampanien (Campania)
- Latium (Lazio)
- Ligurien (Liguria)
- Lombardei (Lombardia)
- Marken (Marche)
- Molise
- Piemont (Piemonte)
- Sardinien (Sardegna)
-
- Sizilien (Sicilia)
-
- Toskana (Toscana)
- Venetien (Veneto)
- Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
-
- Umbrien (Umbria) Siehe: Liste der italienischen Regionen, Liste der italienischen Provinzen

Wirtschaft

Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt (2003) und ist bezüglich ihres BIP mit der Frankreichs und Großbritanniens vergleichber. Italien besitzt, bis auf einige Erdgasvorkommen in der Poebene und in der Adria kaum natürliche Ressourcen wie Eisen, Kohle oder Öl. Die Stärke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allen in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinenbau, Autos, Chemie, Pharmaprodukte, elektronische Produkte, Mode und Kleidung. Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel. Dieser löste die italienische Lira ab. Italien ist mit ca. 52 Millionen Hektolitern der zweitgrößte Weinproduzent der Welt (nach Frankreich, Stand: 2000). Siehe hierzu Weinbau in Italien Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern zählen Maschinenbauerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie Italien hatte bis 1990 einige Atomkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe führte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet. Heute importiert Italien seinen Strom überwiegend aus Frankreich und der Schweiz.

Nord-Süd-Gefälle

Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen Mailand, Turin und Genua verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, ist eine der strukturschwächsten Regionen der EU-15 und ist noch immer stark landwirtschaftlich geprägt. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenraten, die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kalabrien und auf Sizilien die Macht über viele Wirtschaftszweige ausübt.

Kultur

Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien das Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raphael, Fra Angelico und Michelangelo hervor. Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur, für seine Gebäude wie das Kolosseum und der schiefe Turm von Pisa, genauso wie für sein Essen (Pizza, Pasta, etc.), Wein, Lebensart, Eleganz, Design, Film, Theater, Literatur, Poesie, Malerei, Musik (insbesondere die Oper) und allgemein gesprochen, für guten Geschmack.

Bedeutende Personen Italiens

Hauptartikel: Liste berühmter Italiener

Feiertage

Medien

Italien verfügt über ein sehr großes Netz an Massenmedien. Neben der traditionellen Zeitung und dem Fernsehen setzt sich immer stärker das Internet durch. Das Mobiltelefon hat einen sehr großen Erfolg in Italien erlebt, der immer noch anhält. Dabei haben Prepaid-Karten die Überhand, da die Tarife im Vergleich mit anderen Staaten der EU, vor allem aber mit Postpaid-Tarifen billig sind. Die Organisation Freedom House stufte die italienischen Medien 2004 von "frei" auf "teilweise frei" herab. Dies lässt sich mit dem zunehmenden und großen Einfluss Silvio Berlusconis auf das italienische Fernsehen und Teile der italienischen Presse zurückführen.

Presse

Die italienische Tagespresse hat ein Angebot aus überregionalen Zeitungen und vielen regional sehr bedeutsamen Blättern. Sie unterscheiden sich weniger in ihrem Inhalt als viel mehr in ihrer Verbreitung und Prestige. Neben den großen Tageszeitungen La Repubblica aus Rom, Il Corriere della Sera aus Mailand und La Stampa aus Turin existieren viele bedeutsame Lokalzeitungen, z. B. La Nazione aus Florenz oder Il Mattino aus Neapel. Sowohl die Zeitungen regionalen als auch überregionalen Charakters haben inhaltlich Nachrichten aus In- und Ausland, regionale und lokale Geschehnisse werden ebenfalls in den großen Tageszeitungen erwähnt. Die meisten Tageszeitungen nennen sich zwar quotidiano indipendente, also "täglich unabhängig" sind jedoch mehr oder weniger von politischen und kommerziellen Interessen beeinflusst. Die Bezeichnung stammt daher, weil sie sich von den reinen Parteizeitungen wie der kommunistischen L'Unita oder der christlich-demokratischen Il Popolo unterscheiden, welche ihre Parteizugehörigkeit nicht leugnen. Die meisten Tageszeitungen sind in einer relativ anspruchsvollen Aufmachung und Gestaltung, es wird sehr bewusst nach einem qualitativen und intellektuellen Schreibstil gestrebt. Dennoch wird im europäischen Vergleich in Italien wenig Zeitung gelesen, Italien rangiert dabei relativ weit unten. Die Bandbreite der italienischen Wochenzeitschriften ist vergleichbar mit der des deutschsprachigen Raumes. Dabei kann man auch die Unterscheidung zwischen Klatschpresse und anspruchsvollen Magazinen erkennen. Doch auch populäre Wochenzeitschriften, z. B. Oggi, Gente oder La Domenica del Corriere, bemühen sich um sehr hohe Qualität. Einige Tageszeitungen geben ebenfalls Sonntagsausgaben heraus.

Rundfunk und Fernsehen

Die drei nationalen Radioprogramme sowie die Fernsehsender RAI Uno, RAI Due sowie RAI Tre sind unter der staatlich kontrollierten Organisation RAI-TV zusammengefasst. Daneben existieren eine große Menge verschiedener Privatsender, die ihre Stationen in fast jeder größeren Stadt haben. Diese finanzieren sich durch einen sehr hohen Anteil an Werbung, das Programm besteht zu großen Teilen aus Musik und Shows. Dennoch ist die Qualität der Privatanstalten sehr differenziert. Einige wenige etablierte Sender schlossen sich zu einem großen Sendernetz zusammen, andere hingegen beschränken sich auf die Ausstrahlung von Filmen, deren Qualität teilweise fraglich ist. Insgesamt existieren in Italien rund 1.700 Fernsehanstalten, die rund 30 Millionen Zuschauer erreichen. Unbestritten ist dabei der große Einfluss des amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf die Medien. Seit seiner Präsidentschaft nimmt er auch zunehmend Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien, etwa auf die Organisation RAI. Weiterhin sind drei italienweit terrestrisch empfangbare Sender im Privatbesitz Berlusconis. Unter dem Namen Mediaset sind die Privatsender Canale 5, Italia 1 und Rete 4 zusammengefasst. Berlusconi hat diese Sender in den Jahren 1980-1984 aufgekauft und sie erreichen täglich ein Millionenpublikum und strahlen populäre Sendeformate wie Reality Shows und Sportübertragungen aus. In die Kritik gerieten die Sender vor allem durch die einseitige innenpolitische Berichtserstattung während der letzten Präsidentschaftswahlen in Italien.

Sport

Die beliebteste italienische Sportart ist der Fußball (
Calcio). Der italienische Fußball verfügt über sehr bekannte Fußballvereine, die bei internationalen Turnieren viele Erfolge errangen. Diese Vereine sind Juventus Turin, Inter Mailand, AC Mailand, Lazio Rom, AS Roma, AC Parma. Vor allem in den nördlichen Landesteilen, im Aostatal, im Veltlin und in Südtirol hat der Skisport große Beliebtheit erlangt. Viele Touristen verbringen ihren Urlaub in der Nähe einer dieser italienischen Skigebiete. Zwei der heutzutage bekanntesten Skifahrer bei den Herren ist Giorgio Rocca und bei den Damen Isolde Kostner. Der im Ausland vermutlich berühmteste italienische Skifahrer ist Alberto Tomba. Italien gilt als ein Radsportland. Der Giro d'Italia gilt nach der Tour de France als zweitbedeutendstes Radrennen der Welt. Wichtige Eintagesrennen, die zu den Klassikern gerechnet werden, sind Mailand-San Remo und die Lombardei-Rundfahrt. Zu den wichtigsten Radsportlern gehören unter anderem der verstorbene Marco Pantani und Mario Cipollini bzw in der Radsportgeschichte Fausto Coppi und Gino Bartali. Daneben gehören Basketball und Volleyball in Italien zu den beliebtesten Sportarten.

Weblinks

20px Wiki-Portal Italien
- [http://www.infoitalien.de/ Seite der ENIT, des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamts]
- [http://www.italien-inseln.de/italia/index.html Italien - Inseln & Regionen]
Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer als:Italien fiu-vro:Itaalia ja:イタリア ko:이탈리아 ms:Itali simple:Italy th:ประเทศอิตาลี zh-min-nan:Italia


Kapellmeister

Der Kapellmeister ist der musikalische Leiter eines Chors oder Orchesters. Der Begriff wird oft als Synonym für Dirigent verwendet und ist besonders im Bereich nicht-klassischer Musik, z.B. in der Blasmusik, gebräuchlich. In der modernen Tanzmusik und im Jazz ist die Bezeichnung Bandleader als Leiter einer Big Band üblich. An größeren Opernhäusern, die mehrere Dirigenten beschäftigen, ist Kapellmeister eine Stellenbezeichnung. Der erste Kapellmeister ist dabei dem ranghöchsten Dirigenten, dem Generalmusikdirektor, nachgeordnet und nimmt auch dessen Vertretung wahr. Siehe auch: