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| Ignaz Paul Vitalis Troxler |
Ignaz Paul Vitalis TroxlerIgnaz Paul Vitalis Troxler ( - 17. August 1780 in Beromünster; † 6. März 1866 in Aarau) war ein Schweizer Arzt, Politiker und Philosoph.
Troxler studierte Philosophie und Medizin in Jena und Göttingen, unter anderem bei Hegel und Schelling. In Göttingen erlangte er auch den Doktortitel.
Troxler praktizierte zunächst in Wien, wo er Freundschaft mit Ludwig van Beethoven schloss, und ab 1805 in Luzern. Er übte heftige Kritik an der schweizerischen Medizinpolitik und musste 1806 wiederum nach Wien gehen, wo er die Potsdamerin Wilhelmine Polborn heiratete. Nach mehreren Reisen wohnte er ab 1811 wieder in Beromünster. Er veröffentlichte die Schrift Blicke in das Wesen des Menschen, in der er mit der Naturphilosophie Schellings brach und sich der Anthropologie zuwandte.
1815 war Troxler Abgesandter der Schweiz beim Wiener Kongress. 1820 wurde er schliesslich Professor für Philosophie und Geschichte am Lyceum in Luzern, musste aber bereits nach einem Jahr aufgrund politischer Probleme die Stelle aufgeben. Er gründete in Aarau ein Erziehungsinstitut und praktizierte als Arzt.
1830 ging er als Professor nach Basel, wurde aber 1831 bereits abgesetzt, weil man ihn der Teilnahme am Aufstand von Baselland verdächtigte. 1832 wurde er Mitglied des Grossen Rats des Kantons Aargau, 1834 Professor an der Universität Bern, wo er bis 1850 praktizierte. Er verbrachte seine letzten Jahre auf seinem Landgut in Aarau, wo er 1866 starb.
Politisch war Troxler einer der eifrigsten Verfechter der schweizerischen Einheitsbestrebungen.
Als Philosoph folgte er zunächst Schelling, ab 1834 dann Jacobi. Troxler schlug nun eine mystische Richtung ein, in der Ahnung und Gemüt eine Rolle spielten. Troxler sah die Philosophie als "objektivierte Anthropologie" - er bezeichnete das in Anlehnung an seinen Begriff Biosophie auch als Anthroposophie - und die Anthropologie auch als Grundlage der Logik.
Veröffentlichungen
- Ideen zur Grundlage der Nosologie und Therapie. 1803
- Elemente der Biosophie. 1806
- Blicke in das Wesen des Menschen. 1811
- Naturlehre des menschlichen Erkennens. Aargau 1828
- Logik. 3 Bände, Stuttgart 1829
- Vorlesungen über Philosophie. Bern 1835
Weblinks
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Troxler, Ignaz Paul Vitalis
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17. AugustDer 17. August ist der 229. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 230. in Schaltjahren) – somit bleiben noch 136 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1579: Gründung der heutigen Hauptstadt Real de Minas de Tegucigalpa (kurz: Tegucigalpa) in Honduras.
- 1648: Englischer Bürgerkrieg: Schlacht bei Preston
- 1740: Benedikt XIV. wird zum Papst gewählt.
- 1852: Beschluss zur Gründung des Germanischen Nationalmuseums, des „größten Museums deutscher Kunst und Kultur“, in Nürnberg
- 1896: In London wird Bridget Driscoll das erste Todesopfer in einem Verkehrsunfall, an dem ein Automobil beteiligt ist.
- 1942: Der erste amerikanischer Luftangriff im 2. Weltkrieg in Europa
- 1943: Die USAAF erleidet bei der Operation Double Strike schwere Verluste
- 1945: Indonesien wird unabhängig.
- 1956: Das Bundesverfassungsgericht verbietet die KPD.
- 1960: Die Republik Gabun erhält ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1962: Im Todesstreifen der Berliner Mauer verblutet Peter Fechter.
- 1978: Nach 137 Stunden und 5781 km landen die drei US-Amerikaner Ben Abruzzo, Maxie Anderson und Larry Newman nach der ersten Überquerung des Atlantischen Ozeans in einem Ballon bei Evreux in der Nähe von Paris.
- 1982: Die Plattenfirma PolyGram stellt die ersten Audio-CDs vor: Walzer von Frederic Chopin, gespielt von Claudio Arrau, sowie das Album The Visitors der Musikgruppe ABBA.
- 1993: Turkmenistan wird Mitglied in der UNESCO.
- 2000: Die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen wird mit einem Rekordergebnis von 98,8 Milliarden D-Mark abgeschlossen.
Kultur
- 1772: Uraufführung der komischen Oper Der Krieg von Johann Adam Hiller in Berlin.
- 1953: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen.
- 1954: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen.
Katastrophen
- 1999: Erdbeben der Stärke 7,6 im Nordwesten der Türkei mit dem Epizentrum Nahe der Stadt İzmit, ca. 18.000 Tote und 44.000 Verletzte
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unten der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1153: Heinrich II., Herzog von Anjou und König von England (1154: 1189)
- 1578: Francesco Albani, italienischer Maler
- 1586: Johann Valentin Andreae, deutscher Schriftsteller
- 1601: Pierre de Fermat, französischer Jurist und Mathematiker
- 1603: Lennart Torstensson, schwedischer Feldmarschall, Reichsrat und Generalgouverneur Lennart Torstensson
- 1629: Johann III., König von Polen
- 1700: Clemens August I. von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln
- 1768: Louis-Charles-Antoine Desaix, französischer General
- 1769: Peter Alois Gratz, katholischer Bibelwissenschaftler
- 1780: Ignaz Paul Vitalis Troxler, schweizer Arzt, Politiker und Philosoph
- 1801: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin, Führerin der schwedischen Frauenbewegung
- 1816: Benjamin Bilse, deutscher Kapellmeister und Komponist
- 1830: Richard Volkmann, deutscher Chirurg
- 1837: Heinrich Hansjakob, badischer Volksschriftssteller
- 1839: Matthijs Maris, niederländischer Maler
- 1843: Mariano Rampolla del Tindaro, Kardinalstaatssekretär unter Papst Leo XIII.
- 1844: Menilek II., Kaiser von Äthiopien
- 1882: Samuel Goldwyn, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1887: Karl I., Kaiser von Österreich und König von Ungarn
- 1887: Egon Lustgarten, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1892: Mae West, US-amerikanische Schauspielerin
- 1894: Otto Suhr, deutscher Politiker SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1895: Caroline Haslett, englische Ingenieurin
- 1896: Lotte Jacobi, US-amerikanische Fotografin
- 1905: Jorge Urrutia Blondel, chilenischer Komponist
- 1906: Marcello Caetano, letzter Diktator Portugals
- 1907: Roger Peyrefitte, französischer Schriftsteller
- 1911: Michail Botwinnik, russischer Schachspieler
- 1913: Oscar Galvez, argentinischer Rennfahrer
- 1920: Maureen O'Hara, irische Schauspielerin
- 1921: Walter Koschatzky, österreichischer Kunsthistoriker
- 1926: Jiang Zemin, chinesischer Politiker und Parteichef
- 1929: Francis Gary Powers, amerikanischer U-2-Pilot
- 1931: Topsy Küppers, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1932: V. S. Naipaul, westindischer Schriftsteller
- 1933: Tom Courtney, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1939: Luther Allison, US-amerikanischer Musiker
- 1939: Ed Sanders, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1941: Werner Edelmann, schweizerischer Unternehmer
- 1941: Lothar Bisky, Parteivorsitzender der PDS
- 1941: Fritz Wepper, deutscher Schauspieler
- 1941: Ibrahim Babangida, ehem. Präsident von Nigeria
- 1943: Robert De Niro, US-amerikanischer Schauspieler
- 1944: Rexhep Mejdani, albanischer Staatspräsident
- 1946: Marion Maerz, deutsche Schlagersängerin
- 1946: Bernd Noske, deutscher Musiker und Sänger
- 1946: Helmut Pechlaner, österreichischer Zoologe
- 1947: Gary Tally, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Sib Hashian, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Edgar Schneider, deutscher Fußballspieler
- 1950: Christian Kohlund, schweizer Schauspieler
- 1951: Steve Price, US-amerikanischer Musiker
- 1952: Heiner Goebbels, deutscher Komponist
- 1952: Nelson Piquet, brasilianischer Autorennfahrer
- 1952: Guillermo Vilas, argentinischer Tennisspieler
- 1953: Manfred Kolbe, sächsischer Politiker CDU, MdB
- 1953: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 1954: Ingrid Daubechies, belgische Professorin der Physik
- 1955: Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber
- 1957: Robin Cousins, britischer Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 1957: Ralf Richter, deutscher Schauspieler
- 1958: Belinda Carlisle, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1960: Sean Penn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1966: Rodney Mullen, Skateboarder, 22facher Freestyle-Weltmeister
- 1967: Michael Preetz, deutscher Fußballspieler
- 1968: Anja Fichtel-Mauritz, deutsche Florettfechterin
- 1976: Olena Krassowska, ukrainische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1977: Thierry Henry, französischer Fußballspieler
- 1977: Tarja Turunen, finnische Musikerin
Gestorben
- 310: Eusebius, Papst
- 1030: Ernst II., Herzog von Schwaben
- 1304: Go-Fukakusa, 89. Kaiser von Japan
- 1547: Katharina von Zimmern, letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich
- 1640: Wilhelm Kettler, Herzog von Kurland
- 1673: Reinier De Graaf, niederländischer Arzt und Forscher
- 1676: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, deutscher Schriftsteller
- 1681: Nikon (Patriarch)], russischer Patriarch
- 1720: Anne Dacier, französische Schriftstellerin Anne Dacier
- 1731: Johann Augustin Kobelius, Komponist, Hofmusiker und Kapelldirektor
- 1786: Friedrich der Große, König von Preußen
- 1799: Christian Heinrich Spieß, Schriftsteller auf dem Gebiet des Trivialromans
- 1807: Johannes Nikolaus Tetens, Philosoph
- 1836: Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger
- 1838: Lorenzo da Ponte, österreichischer Librettist
- 1850: José de San Martín, argentinischer General und Revolutionär
- 1853: Frederick Adam, britischer General und Gouverneur von Madras
- 1867: Maximilian Joseph von Chelius, deutscher Augenarzt und Chirurg
- 1875: Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek, deutscher Sprachwissenschaftler
- 1882: Dietrich Wilhelm Landfermann, Pädagoge, Demokrat und Schulleiter in Duisburg
- 1886: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker
- 1898: Carl Zeller, österreichischer Jurist und Komponist
- 1916: Johann Hinrich Fehrs, deutscher Erzähler und Lyriker
- 1924: Paul Natorp, Philosoph und Pädagoge
- 1927: Erik Ivar Fredholm, Professor für Mathematik
- 1938: Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne Indonesia Raya
- 1939: Wojciech Korfanty, polnischer Nationalist
- 1940: Billy Fiske, Bobfahrer, Olympiasieger
- 1950: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe
- 1958: Florent Schmitt, französischer Komponist
- 1961: Carlos Salzédo, französischer Harfenist und Komponist
- 1962: Peter Fechter, Maueropfer
- 1968: Bruno Paul, deutscher Architekt und Kunsthandwerker
- 1969: Ludwig Mies van der Rohe, deutscher Architekt
- 1969: Otto Stern, deutscher Physiker
- 1969: Wilhelm Heile, deutscher Politiker
- 1973: Jean Barraqué, französischer Komponist
- 1973: Pail Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1975: Georges Dandelot, französischer Komponist
- 1978: Hans Wolter, deutscher Physiker
- 1983: Ira Gershwin, US-amerikanischer Komponist und Liedtexter
- 1987: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischen Lyriker
- 1987: Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1987: Rudolf Heß, nationalsozialistischer Politiker
- 1988: Bruno Mathsson, Architekt und Designer
- 1988: Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General, Staatspräsident von Pakistan
- 1995: Howard Koch, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1998: Tadeusz Ślusarski, polnischer Olympiasieger im Stabhochsprung
- 1998: Wladyslaw Komar, polnischer Olympiasieger im Kugelstoßen
- 1999: Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler
- 1999: Reiner Klimke, deutscher Dressurreiter und Politiker
- 2000: Franco Donatoni, Italienischer Komponist
- 2003: Mazen Dana, Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters
- 2004: Friedrich Auffarth, Richter und Vizepräsident am Bundesarbeitsgericht
- 2004: Gérard Souzay, französischer Sänger
- 2004: Thea Astley, australische Schriftstellerin
- 2005: John Norris Bahcall, Astrophysiker
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Argentinien (Gedenktag zu Ehren des Generals José de San Martín)
- Nationalfeiertag in Indonesien (Ausrufung der Republik 1945)
- Nationalfeiertag in Gabun (Unabhängigkeit 1960)
- Tag des heiligen Eusebius
Siehe auch
: 16. August – 18. August
: 17. Juli – 17. September
: Historische Jahrestage, Zeitskala
: Wikipedia:Glaskugel
0817
ja:8月17日
ko:8월 17일
simple:August 17
th:17 สิงหาคม
Beromünster
Beromünster (bis 1934 Münster (LU) genannt) ist eine Gemeinde im Amt Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.
Fusionen und Fusionspläne
Die alte Gemeinde Beromünster fusionierte am 1. September 2004 mit der Gemeinde Schwarzenbach LU. Der Name der neuen Gemeinde ist Beromünster. Eine weitere Fusion mit Nachbargemeinden (eventuell unter dem Namen Michelsamt) ist geplant. Siehe dazu: [http://www.gemeindereform.lu.ch Gemeindefusionen und geplante Gemeindefusionen im Kanton Luzern]
Ortsname
In der Alten Eidgenossenschaft war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Bezeichnung Münster im Aargau zur Unterscheidung üblich. Bis 1934 hiess die Gemeinde offiziell Münster (LU). Der neue Name Beromünster diente erneut der Unterscheidung von anderen gleichnamigen Orten. Für die Vorsilbe Bero- wurde auf den Grafen Bero zurückgegriffen, der zu Erinnerung an seinen Sohn, der im Kampf mit einem Bären gestorben sein soll, im Ort eine Kapelle stiftete.
Landessender Beromünster
Der Landessender Beromünster (das spätere Schweizer Radio DRS) wurde mit dem 1937 errichteten Blosenbergturm eröffnet. Auf diese Weise wurde Beromünster in der ganzen Deutschschweiz bekannt, zumal im Zweiten Weltkrieg, als die Geistige Landesverteidigung wesentlich auch auf dem neuen Propagandamedium Radio beruhte. Neben den Blosenbergturm gibt es in Beromünster noch einen zweiten Sendeturm, der wie der Blosenbergturm als freistehender Stahlfachwerkturm ausgeführt ist und als Reserveantenne dient.
Geographie
Geistige Landesverteidigung
Beromünster liegt im oberen Bereich des Wynentals und wird von der Wyna durchflossen. Bis auf kleine Bereich am Ufer der Wyna und einem Teil des Waldes Wiholz im Süden des Orts ist das ganze Gemeindegebiet gerodet. Vom gesamten Gemeindeareal sind 65,2% landwirtschaftliche Nutzfläche, 25,4% Siedlungsgebiet und nur 9,1% Wald und Gehölz.
Der Ortsteil Schwarzenbach (662 m.ü.M.; 3,2 km nordnordöstlich von Beromünster) liegt auf dem nördlichen Ausläufer der Erlosen zwischen Wynen- und Seetal. Der Ostabhang der Erlosen Richtung Seetal ist noch teilweise stark mit Wald bedeckt. Südsüdöstlich des Dorfs liegt die Anhöhe Hohwacht , die mit 691 m.ü.M. den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Nebst dem Dorf gibt es noch die Weiler Lüsch (im Norden), Grüt (im Nordosten) und die Häusergruppe Rüti (im Südsüdosten des Dorfs). Westlich des Dorfs entspringt der Schwarzenbach , der nach kurzem Lauf in die Wyna fliesst. Vom Areal von 331 ha (ohne Seeanteil) werden 64,4% landwirtschaftlich genutzt, fast ein Drittel (31,1%) sind mit Wald und Gehölz bedeckt und nur 4,5% Siedlungsgebiet.
Nachbargemeinden
Beromünster grenzt an die luzernischen Gemeinden Ermensee , Gunzwil , Mosen und Neudorf - sowie an die Gemeinden Beinwil am See und Menziken im Kanton Aargau.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
- Ortsteil Beromünster
Die Bevölkerung wuchs von 1798 bis 1860 an (1798-1860: +27,6%). Danach blieb sie mit Ausnahme des Jahres 1900 bis 1930 stabil. Danach wuchs sie bis ins Jahr 2000 (mit Ausnahme der 50-er-Jahre) stark an(1930-2000: +98,2%). Seither schwankt sie, geht tendenziell aber eher zurück (2000-2004: -2,4%).
- Ortsteil Schwarzenbach LU
Die Bevölkerung stieg zwar leicht zwischen 1850 und 1870 und sank dann bis 1888 auf ihr historisches Tief. Sie blieb ansonsten bis 1970 stets im Bereich zwischen 171 und 188 Personen. Bis ins Jahr 2000 gab es - mit Ausnahme der 80-er-Jahre - ein starkes Wachstum (1970-2000: +23,9%). Seither stagniert die Einwohnerzahl.
Sprache
Die Bevölkerung spricht als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgendes Bild:
- Gemeinde Beromünster
Es gaben 90,1% Deutsch, 4,6% Albanisch und 2,1% Serbokroatisch als Hauptsprache an.
- Ortsteil Schwarzenbach
Es gaben 96,57% Deutsch, 1,72% Italienisch und 0,86% Französisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
Früher waren alle Bewohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Landschaft wie folgt aus:
- Ortsteil Beromünster
80,41% römisch-katholische-, 7,08% evangelisch-reformierte- und 1,91% orthodoxe Christen. Daneben 5,47% Muslime und 2,80% Konfessionslose.
- Ortsteil Schwarzenbach
77,68% römisch-katholische, 14,59% evangelisch-reformierte- und 1,72% freikirchliche Christen. Daneben 3,86% Konfessionslose und 1,29% Muslime.
- Gemeinde Beromünster
80,16% römisch-katholische-, 7,76% evangelisch-reformierte- und 1,74% orthodoxe Christen. Daneben 5,09% Muslime und 2,89% Konfessionslose.
Herkunft und Nationalität
Ende 2004 waren von den 2'532 Einwohnern 2'167 Schweizer und 365 (=14,4%) Ausländer. Dabei betrug der Ausländeranteil im Ortsteil Beromünster 15,6% und im Ortsteil Schwarzenbach 2,2%. Bei der letzten Volkszählung war die Situation wie folgt:
- Gemeinde Beromünster
Von den Einwohnern waren 82,01% (einschlieslich Doppelbürger 84,33%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (sowohl Albaner wie Slawen), Italien, Kroatien und Portugal.
- Ortsteil Beromünster
Von den Einwohnern waren 81,17% (einschliesslich Doppelbürger 83,33%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montengro (sowohl Albaner wie Slawen), Italien, Kroatienund Portugal.
- Ortsteil Schwarzenbach
Von den Einwohnern waren 90,56% (einschliesslich Doppelbürger 94,42%) Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Ausländer kommen aus Finnland, Italien, Deutschland, Serbien-Montenegro, Slowenien und Spanien.
Bildung
Beromünster ist Sitz einer Kantonsschule.
Verkehr
In den Jahren 1905/1906 wurde eine Bahn von Reinach AG nach Beromünster gebaut. Doch ist diese Linie nicht mehr in Betrieb. An ihre Stelle sind drei Busverbindungen getreten. Die Postautolinie Beromünster-Beinwil am See (mit Anschluss an die Bahnlinie Luzern-Lenzburg), die Buslinie Luzern-Beromünster(-Rickenbach) und die Buslinie Sursee-Schenkon-Beromünster (mit Anschluss in Sursee an die Bahnlinie Luzern-Olten).
Der Ort liegt an den Hauptstrassen Sursee-Reinach AG und Luzern-Aarau. Die nächst gelegenen Autobahnanschlüsse sind Sursee in 10 km und Sempach in 12 km Entfernung - beide an der A2 .
Geschichte
Stift Beromünster
A2
A2
Das im Jahr 1036 neu gegründete und heute noch lebendige Kollegiatstift besass bis 1798 weltliche und kirchliche Rechte in einer ausserordentlichen Dichte und galt als eine der reichsten geistlichen Herrschaften auf eidgenössischem Territorium. Einige Stichworte zu seinem kulturellen Reichtum: die 1226 erstmals erwähnte Schule, 1470 der erste datierte Schweizer Buchdruck und eine reiche Musikaliensammlung mit eigens für das Stift geschriebenen Werken vom Mittelalter bis zur Klassik.
Die Stadt Luzern übernahm 1415 das Reichslehen der Kast- oder Schirmvogtei und erwarb 1420 das herrschaftlich dazugehörige Gebiet, das so genannte Michelsamt. Die lokale Herrschaft wurde nur unvollständig in die Landesherrschaft eingebunden. Das Stift besass in diesem territorial fast geschlossenen Gebiet neben seiner dominanten Stellung als Grundherr auch das Niedergericht, also Twing und Bann. Über die inkorporierten Pfarreien war es gleichzeitig der alleinige Zehntherr. Als eigentliche "Herrschaft in der Herrschaft" übte der Propst in Beromünster neben polizeilichen und militärischen Funktionen auch die hohe Gerichtsbarkeit aus, in der Landvogtei Michelsamt teilte er diese Aufgabe und Einkünfte mit dem städtischen Landvogt.
Das Michelsamt war weder die grösste noch die einträglichste Luzerner Landvogtei. Für die Luzerner Obrigkeit war das Stift besonders wichtig: Einerseits war es wegen seiner exponierten Lage an der Grenze zum bernischen, nach der Reformation andersgläubigen Aargau ein wichtiger Vorposten des katholischen Staates. Zusätzlich spielte das Stift herrschaftspolitisch eine wichtige Rolle.
In diesem Michelsamt verkörperte der Propst die Herrschaft, denn Luzern war weit weg, und die städtischen Landvögte waren selten anwesend. Der Propst war für die Militärorganisation verantwortlich. Er setzte im Namen des Stifts die Pfarrer und – in den reformierten Gebieten – die Prädikanten ein. Über seine Grundherrschaft war das Stift der grösste Grund- und Waldbesitzer im Michelsamt, fast jeder im Flecken oder in den Dörfern erhielt Haus und Hof als Lehen aus der Hand des Propstes.
Persönlichkeiten
- Ignaz Paul Vitalis Troxler, Arzt, Politiker und Philosoph (17. August 1780 - 6. März 1866)
- Joseph Vital Kopp, Schriftsteller und Priester
Literatur
- Anton Dormann, Josef Wallimann, Die Geschichte der Pfarrei St. Stephan Beromünster, 1959
- Peter Eggenberger, Das Stift Beromünster, 1986
- Gregor Egloff, Herr in Münster: Die Herrschaft des Kollegiatsstiftes St. Michael in Beromünster in der Luzerner Landvogtei Michelsamt am Ende des Mittelalters und in der frühen Neuzeit (1420-1700), Basel 2003 ISBN 3796519180
- Fritz Glauser, J.J. Siegrist, Die Luzerner Pfarreien und Landvogteien, Luzern 1977
- Philipp Anton von Segesser, Rechtsgeschichte von Stadt und Republik Luzern, 4 Bde., Luzern 1850-58
- Anton Suter, Beromünster einst und jetzt, Beromünster 1986
Weblinks
- [http://www.beromuenster.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Beromünster]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D633.html Artikel Beromünster (Gemeinde)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D12007.html Artikel Beromünster (Stift)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7507.html Artikel Michelsamt] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.michelsamt.ch Region Beromünster, auch Michelsamt genannt]
- [http://www.lustat.ch Statistisches Amt des Kantons Luzern mit Angaben zur Gemeinde und den beiden Ortsteilen Beromünster und Schwarzenbach]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Luzern
Kategorie:Schweizer Gemeinde
6. März
Der 6. März ist der 65. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 66. in Schaltjahren) - somit bleiben 300 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1521 - Ferdinand Magellan entdeckt Guam.
- 1714 - Mit dem Frieden von Rastatt endet der Spanische Erbfolgekrieg und erkennt Kaiser Karl VI. den Bourbonen Philipp V. als König von Spanien an.
- 1820 - Der Missouri-Kompromiss wird durch US-Präsident James Monroe unterzeichnet und ermöglicht dem Sklavenstaat Missouri die Aufnahme in die Union.
- 1836 - In der Schlacht von Alamo wird Fort Alamo nach 13tägiger Belagerung von den Mexikanern eingenommen.
- 1869 - Dmitri Iwanowitsch Mendelejew stellt sein Periodensystem der Elemente vor.
- 1898 - Die chinesische Bucht Kiautschou wird nach deutschen Zwangsmaßnahmen von China für 99 Jahre an Deutschland verpachtet.
- 1900 - In Bremen wird Wilhelm II. bei einem Attentat durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt.
- 1954 - 1. Staatsbesuch des Bundeskanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 1957 - Ghana wird als erstes Land der afrikanischen Tropen von Großbritannien unabhängig.
- 1960 - Der Kanton Genf führt als 3. Kanton der Schweiz nach Neuenburg und Waadt das Frauenstimmrecht ein.
- 1975 - Irak und Iran schließen das Abkommen von Algier.
- 1981 - Marianne Bachmeier erschießt den Mörder ihrer Tochter Anna im Gerichtssaal.
- 1983 - Die Grünen schaffen bei Wahlen zum Deutschen Bundestag mit 5,6 % zum ersten Mal die 5%-Hürde.
- 1992 - In Mostar kommt es zum ersten bewaffneten Konflikt zwischen Serben, Kroaten und Moslems.
- 1992 - Die Ostseeanrainerstaaten gründen den Ostseerat
- 1999 - In Kambodscha wird mit Ta Mok der letzte hochrangige Rote Khmer festgenommen.
Wirtschaft
- 1899 - Die Firma Bayer AG lässt sich Aspirin als Markenzeichen eintragen.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1831 - Uraufführung der Oper La sonnambula (Die Schlafwandlerin) von Vincenzo Bellini am Teatro Carcano in Mailand.
- 1838 - Das Lustspiel "Weh dem, der lügt!" von Franz Grillparzer wird ohne großen Erfolg am Wiener Burgtheater uraufgeführt.
- 1841 - Uraufführung der Oper Les Diamants de la couronne (Die Krondiamanten) von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1852 - Uraufführung der Oper The Sicilian Bride von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1853 - Giuseppe Verdis Oper La Traviata wird in Venedig uraufgeführt
Religion
- 1447 - Nikolaus V. wird als Nachfolger von Eugen IV. zum Papst gewählt.
Katastrophen
- 1987 - Das Fährschiff "Herold of Free Enterprise" (Großbritannien) kentert vor dem Hafen von Zeebrugge, wobei 188 Menschen sterben.
- 2001 - In der chinesischen Provinz Jiangxi fordert die Explosion in einer Schule gelagerter Feuerwerkskörper 41 Todesopfer, davon 37 Kinder.
- 2003 - Tamanrasset, Algerien. Eine Boeing 737 der Air Algerie verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 103 Menschen an Bord sterben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1459 - Jakob Fugger der Reiche, deutscher Kaufmann
- 1475 - Michelangelo Buonarotti, italienisches Universalgenie
- 1486 - Francysk Skaryna, weißrussischer Erstdrucker
- 1619 - Cyrano von Bergerac, französischer Schriftsteller
- 1663 - Franz Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1701 - La Chalotais, französischer Jurist
- 1701 - Louis-René de Caradeuc de La Chalotais, französischer Jurist
- 1755 - Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter
- 1779 - Yagyu Jubei, japanischer Schwertkämpfer
- 1779 - Antoine-Henri Jomini, Militärtheoretiker
- 1781 - Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker
Ignaz Franz Castelli
- 1787 - Joseph von Fraunhofer, deutscher Optiker und Physiker
- 1793 - Bernhard Klein, deutscher Komponist
- 1812 - Aaron Lufkin Dennison, US-amerikanischer Unternehmer
- 1823 - Karl I., württembergischer König
- 1827 - Wilhelm Carl Heraeus, Gründer der Firma Heraeus
- 1831 - Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, Pastor und Theologe in Deutschland
- 1850 - Victoria Benedictsson, schwedische Schriftstellerin
- 1858 - Gustav Wied, dänischer Schriftsteller
- 1866 - Hans Christiansen, deutscher Maler und Kunsthandwerker
- 1870 - Oscar Straus, österreichischer Komponist
- 1872 - Johan Bojer, norwegischer Schriftsteller
- 1872 - Paul Juon, russischer Komponist
- 1874 - Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, russischer Philosoph
- 1883 - Franz Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1890 - Albrecht Graf von Bernstorff, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer
- 1893 - Walter Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1894 - Elisabeth Castonier, deutsche Schriftstellerin
- 1895 - Anneliese Umlauf-Lamatsch, österreichische Schriftstellerin
- 1898 - Therese Giehse, deutsche Schauspielerin
- 1905 - Bob Wills, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Lou Costello, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Komiker
- 1909 - Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Aphoristiker
- 1909 - Fritz Leese, Puppenspieler
- 1916 - Hermann Axen, SED-Funktionär und Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1920 - Heinz-Herbert Karry, deutscher Politiker, hessischer Wirtschaftsminster
- 1923 - Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1924 - Oskar Marczy, deutscher Politiker und Sport- und Vertriebenenfunktionär
- 1925 - Claus Hinrich Casdorff, deutscher Rundfunk- und Fernsehjournalist
- 1925 - Wes Montgomery, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist
- 1926 - Alan Greenspan, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1926 - Andrzej Wajda, polnischer Regisseur
- 1927 - Gordon Cooper, US-amerikanischer Astronaut
- 1928 - Gabriel García Márquez, kolumbianischer Schriftsteller
- 1928 - Georg Eder, ehemaliger Erzbischof von Salzburg
- 1929 - Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Nicolas Bouvier, französischer Schriftsteller, Reiseautor und Journalist
- 1930 - Lorin Maazel, US-amerikanischer Dirigent
- 1932 - Bronisław Geremek, polnischer Historiker und Politiker
- 1935 - Eva Rühmkorf, deutsche Politikerin
- 1936 - Sylvia Robinson, US-amerikanische Sängerin
- 1937 - Doug Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker und Komponist
- 1937 - Walentina Wladimirowna Tereschkowa, sowjetische Kosmonautin, erste Frau im All
- 1939 - Peter Glotz, deutscher Politiker
- 1941 - Peter Brötzmann, deutscher Jazzmusiker
- 1942 - Robin Kenyatta, US-amerikanischer Saxofonist
- 1944 - Kiri Te Kanawa, neuseeländische Opernsängerin
- 1944 - Mary Wilson, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Mickey Jupp, britischer Musiker
- 1944 - Peter Dietrich, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Hugh Grundy, britischer Musiker
- 1946 - David Gilmour, britischer Gitarrist, Sänger, Komponist und Texter der Rockgruppe Pink Floyd
- 1946 - Tony Klatka, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Kiki Dee, britische Sängerin
- 1947 - Kiri te Kanawa, neuseeländische Sopranistin
- 1947 - Rob Reiner, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Schauspieler
- 1950 - Felix Genn, Bischof von Essen
- 1951 - Gerrie Knetemann, niederländischer Straßen-Radweltmeister
- 1953 - Wolfgang Grams, Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF)
- 1954 - Harald Schumacher, deutscher Fußballspieler
- 1955 - Friedbert Pflüger, deutscher Politiker
- 1956 - Hans-Peter Kirchberg, deutscher Dirigent
- 1962 - Erika Hess, schweizerische Skirennläuferin
- 1963 - Kathy Kelly, US-amerikanische Musikerin
- 1968 - Smudo, deutscher Rapper
- 1969 - Amy Pietz, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Andrea Elson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1972 - Shaquille O'Neal, US-amerikanischer Basketballer
- 1977 - Giorgos Karagounis, griechischer Fußballspieler
- 1987 - Hannah Taylor-Gordon, britische Filmschauspielerin
Gestorben
Hannah Taylor-Gordon
- 1218 - Otto I. von Oldenburg, Bischof von Münster
- 1238 - Al-Kamil, vierter Sultan der Ayyubiden in Ägypten (1218-1238)
- 1252 - Rosa von Viterbo, katholische Mystikerin
- 1282 - Agnes von Böhmen, böhmische Prinzessin
- 1550 - Herzog Wilhelm IV. von Bayern
- 1577 - Rémy Belleau, in Paris; französischer Dichter
- 1583 - Nicolaus Kistner, deutscher Humanist, Jurist
- 1583 - Zacharias Ursinus, reformierter Theologe
- 1616 - Francis Beaumont, englischer Dramatiker und Dichter
- 1683 - Guarino Guarini, italienischer Baumeister und Philosoph
- 1731 - Johann Melchior Dinglinger, Hofgoldschmied
- 1754 - Henry Pelham, britischer Premierminister
- 1836 - Davy Crockett, US-amerikanischer Politiker und Kriegsheld
- 1836 - James Bowie, nordamerikanischer Pionier und Trapper
- 1842 - Constanze Mozart, Ehefrau von Wolfgang Amadeus Mozart
- 1866 - Ignaz Paul Vitalis Troxler, Arzt, Politiker und Philosoph
- 1867 - Peter von Cornelius, deutscher Maler
- 1872 - Johann Jacoby, preußischer Politiker
- 1888 - Louisa May Alcott, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1900 - Carl Bechstein, deutscher Klavierbauer
- 1900 - Gottlieb Daimler, deutscher Ingenieur und Erfinder
- 1902 - Moritz Kaposi, Bedeutender Mediziner
- 1909 - August Mau, deutscher Archäologe
- 1912 - Heinrich Kämpchen, deutscher Schriftsteller
- 1920 - Max Fürbringer, Anatom, Ornithologe und Mediziner
- 1920 - Heinrich von Salisch, deutscher Forstmann
- 1921 - Karl Adolf Laiblin, deutscher Papierfabrikant und Kommerzienrat
- 1925 - Georgi Jewgenjewitsch Lwow, russischer Politiker
- 1930 - Alfred von Tirpitz, deutscher Großadmiral
- 1932 - John Philip Sousa, US-amerikanischer Komponist
- 1937 - Rudolf Otto, deutscher Theologe
- 1939 - Ferdinand von Lindemann, deutscher Mathematiker
- 1941 - John Gutzon de la Mothe Borglum, US-amerikanischer Bildhauer
- 1945 - Rudolf Karel, tschechischer Komponist
- 1945 - Wjatscheslaw Jakowlewitsch Schischkow, russisch-sowjetischer Schriftsteller.
- 1950 - Wladimir Petrowitsch Wettschinkin, sowjetischer Aerodynamiker
- 1954 - Carl Eduard (Sachsen-Coburg-Gotha), letzter regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha
- 1954 - Massimo Massimi, Kardinal
- 1961 - Marcello Mimmi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1964 - Paul I., König von Griechenland (von 1947 bis 1964)
- 1965 - Alexander von Bernus, deutscher Schriftsteller
- 1965 - Margaret Dumont, US-amerikanische Schauspielerin
- 1967 - Zoltán Kodály, ungarischer Komponist und Musikethnologe
- 1967 - Oscar Shaw, US-amerikanischer Schauspieler
- 1973 - Pearl S. Buck, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1978 - Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR
- 1978 - Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR
- 1982 - Ayn Rand, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1984 - Martin Niemöller, deutscher Theologe und NS-Widerstandskämpfer
- 1986 - Georgia O'Keeffe, US-amerikanische Malerin
- 1989 - Wolfgang Haußmann, deutscher Politiker
- 1992 - Maria Elena Vieira da Silva, portugiesisch-französische Malerin
- 1994 - Melina Mercouri, griechische Schauspielerin, Sängerin und Kulturministerin
- 1994 - Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur
- 1995 - Barbara Lass, Filmschauspielerin
- 1998 - Adem Jashari, Mitbegründer und Anführer der UCK
- 1999 - Klaus Gysi, DDR-Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen
- 2001 - Mario Covas, brasilianischer Politiker
- 2003 - Luděk Pachman, tschechischer Schachspieler
- 2005 - Hans Bethe, deutsch-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger für Physik (1967)
- 2005 - Jean Löring, deutscher Mäzen
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Fridolin von Säckingen, Glaubensbote am Oberrhein (katholisch, orthodox)
- Hl. Agnes von Böhmen, Äbtissin (katholisch)
Siehe auch
- 5. März - 7. März
- 6. Februar - 6. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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simple:March 6
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Aarau
Aarau ist die Hauptstadt des Schweizer Kantons Aargau und des Bezirks Aarau. Die Stadt liegt an der Aare am Südrand des Juras, die westliche Stadtgrenze ist gleichzeitig die Grenze zum Kanton Solothurn. Die nach Wettingen und Baden drittgrösste Stadt des Kantons ist das Zentrum einer Agglomeration (Ballungsgebiet) mit über 70'000 Einwohnern. Von März bis September 1798 war Aarau die erste Hauptstadt der Schweiz.
Geographie
Die Altstadt von Aarau steht auf felsigem Untergrund an einer Engstelle des Aaretals am Jurasüdfuss. Neuere Stadtquartiere liegen entweder auf der östlich an den Felssporn anschliessenden Hochterrasse oder in der Talaue beidseits der Aare.
1798
Die an die Gemeindefläche von Aarau angrenzenden Gemeinden sind Küttigen im Norden, Rohr und Buchs im Osten, Suhr im Südosten, Unterentfelden im Süden sowie Eppenberg-Wöschnau und Erlinsbach im Westen.
Aarau ist mit beinahe sämtlichen Nachbargemeinden zusammengewachsen und bildet mit diesen ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet. Im Süden bzw. Südwesten der Stadt befinden sich die ausgedehnten Waldgebiete Gönert und Oberholz, die eine natürliche Grenze zu Unterentfelden und Eppenberg-Wöschnau bilden, den beiden einzigen Gemeinden, deren Siedlungsgebiete nicht vollständig mit dem Aaraus verbunden sind.
Etwa neun Zehntel des Stadtgebiets befindet sich südlich der Aare, ein Zehntel nördlich davon. Die Fläche beträgt 894 Hektar. Davon sind 301 Hektar bewaldet und 491 Hektar überbaut. Die tiefste Stelle befindet sich auf 365 Metern am Ufer der Aare, die höchste Stelle ist der 471 Meter hohe Hungerberg an der Grenze zu Küttigen.
Geschichte
Erlinsbach]
Erlinsbach
Erlinsbach
Erlinsbach
Erlinsbach
Frühzeit
Auf dem Gemeindegebiet von Aarau wurden einzelne Gegenstände aus der Jungsteinzeit gefunden. Beim heutigen Bahnhof wurden Reste einer Siedlung aus der Bronzezeit (um 1000 v.Chr.) ausgegraben. Zur Zeit der Römer verlief ungefähr dort die Römerstrasse zwischen Salodurum (Solothurn) und Vindonissa (Windisch), ihr Verlauf stimmte mit demjenigen der heutigen Bahnhofstrasse überein. 1976 fanden Taucher in der Aare einen Teil einer sieben Meter breiten hölzernen Brücke aus der spätrömischen Zeit; es bestand also schon damals ein fester Übergang über den Fluss.
Mittelalter
Um 1240 gründeten die Grafen von Kyburg auf einem vorspringenden Felskopf über der Aare die Stadt Aarau. Das Städtchen wurde wurde vom „Rore-Turm“ beherrscht, der heute in das Rathaus integriert ist. Etwa zur selben Zeit wurde das „Schlössli“ errichtet, ein befestigter Turm am Ostrand der heutigen Altstadt, der die Brücke bewachte.
1273 starben die Kyburger aus. Agnes von Kyburg, die keine männlichen Verwandten mehr hatte, verkaufte die gesamten Ländereien ihrer Familie an ihren Patenonkel, König Rudolf I. von Habsburg. Dieser verlieh Aarau am 4. März 1283 das Stadtrecht. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt in zwei Etappen erweitert und erhielt einen zweiten Mauerring. Ein breiter Graben trennte die Stadt von der unbefestigten „Vorstadt“. Ihren Verlauf markiert heute eine breite Gasse namens „Graben“.
1415 eroberte Bern mit der Hilfe Solothurns den unteren Aargau; Aarau kapitulierte nach kurzem Widerstand und musste den neuen Herrschern Treue schwören. Ab 1461 war die Stadt Bern Alleinherrscherin über Aarau, nachdem die Solothurner allmählich ausgegrenzt worden waren. Im 16. Jahrhundert wurden die politischen Rechte der unteren Schichten der Bürgerschaft abgeschafft; die Oberschicht vergab alle Ämter nur noch in den „regimentsfähigen“ Familien.
Am 1. März 1528 beschlossen die Bürger Aaraus auf Druck von Bern die Einführung des protestantischen Glaubens. Ab 1531 diente Aarau als Tagsatzungsort der reformierten Orte der Eidgenossenschaft. Das Bevölkerungswachstum im 16. Jahrhundert führte zu einer Aufstockung der Häuser und zu einer verdichteten Bauweise. In Aarau entwickelten sich Frühformen der Industrie, es wurden vor allem Waffen und Messer hergestellt. Im Gegensatz zu anderen Städten bildeten die Handwerker jedoch keine Zünfte.
Ab dem frühen 18. Jahrhundert etablierte sich die Textilindustrie. Vor allem deutsche Einwanderer trugen zum Wohlstand der Stadt bei, indem sie die Baumwollweberei und die Seidenfabrikation einführten. Tonangebend waren die Frey aus Lindau und die Herosé aus Speyer. Diese hoch gebildeten Einwanderer waren es auch, die in Aarau das Schulwesen reformierten und einen aufklärerischen, revolutionären Geist entwickelten.
1798: Hauptstadt der Helvetischen Republik
Am 27. Dezember 1797 fand in Aarau die letzte Tagsatzung der alten Eidgenossenschaft statt. Zwei Wochen später liess sich ein französischer Gesandter in Aarau nieder, der die revolutionäre Stimmung noch weiter anheizte. Hier war der Gegensatz zwischen einem hohen Bildungsniveau und fehlenden politischen Rechten besonders gross. Die Stadt weigerte sich, Soldaten zum Schutz der bernischen Grenzen zu senden. Mitte März 1798 wurde Aarau durch französische Truppen besetzt.
Am 22. März wurde Aarau zur Hauptstadt der Helvetischen Republik erklärt und war damit die erste Hauptstadt der Schweiz überhaupt. Das Parlament tagte im städtischen Rathaus, das Direktorium (Regierung) im „Haus zum Schlossgarten“. Zwar wurde durch den elsässischen Architekten Daniel Osterrieth der Bau eines repräsentativen Regierungsviertels geplant, doch Aarau war schlicht zu klein, um die Funktionen einer Hauptstadt problemlos ausführen zu können. Immerhin wurde die erste Etappe des Regierungsviertels, die Nordseite der Laurenzenvorstadt, fertig gestellt. Am 20. September zog die Regierung nach Luzern um. Bis 1803 blieb Aarau Hauptort des helvetischen Kantons Aargau und Hauptort des Distrikts Aarau.
Aarau als Kantonshauptstadt
Am 19. Februar 1803 ordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte die Verschmelzung der Kantone Aargau, Baden und Fricktal an. Aarau wurde Hauptstadt des erweiterten Kantons Aargau. Dieser Entscheid führte zum Bau mehrerer repräsentativer Regierungsbauten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Gemeindebann auf Kosten der Nachbargemeinde Suhr auf den heutigen Umfang erweitert. 1820 wurden die Stadtmauern geschleift und die Gräben zugeschüttet, wodurch sich die Stadt ungehindert ausdehnen konnte.
Ausbau der Verkehrswege
Die aus dem Mittelalter stammende Brücke wurde innerhalb von dreissig Jahren dreimal bei Überschwemmungen zerstört und 1851 durch die heute noch bestehende „Kettenbrücke“ ersetzt. Am 9. Juni 1856 erhielt die Stadt Anschluss an das noch junge Eisenbahnnetz der Schweiz, als die Schweizerische Centralbahn die Strecke von Aarau über Olten nach Emmenbrücke eröffnete; die Strecke nach Brugg der Schweizerischen Nordostbahn folgte am 15. Mai 1858. Die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt: Die Schweizerische Nationalbahn nahm am 6. September 1877 die kurze Zweigstrecke nach Suhr in Betrieb. Kurz nach der Jahrhundertwende wurden zwei elektrische Trambahnen eröffnet: Am 19. November 1901 die Aarau-Schöftland-Bahn und am 5. März 1904 die Wynentalbahn nach Menziken. Beide Bahnen fusionierten 1958 zur Wynental- und Suhrentalbahn.
Wirtschaftliche Entwicklung
Wegen der protektionistischen Zollpolitik der Nachbarstaaten brach die Aarauer Textilindustrie um 1850 zusammen. Inzwischen waren jedoch andere Industriezweige entstanden; dazu gehörte die Herstellung von Reisszeug, Zement, Schuhen und Stahl. Ab 1900 entstanden zahlreiche Unternehmen der elektrischen und grafischen Industrie. Ab den 1960ern arbeiteten mehr Menschen in Dienstleistungsbetrieben und in der kantonalen Verwaltung als in der Industrie. In den 1980ern erlebte Aarau einen durchgreifenden Strukturwandel; zahlreiche renommierte Industrieunternehmen wurden zerstückelt oder verschwanden ganz.
Gesellschaftliche Entwicklung
1802 wurde die Kantonsschule gegründet, das erste Gymnasium der Schweiz, dessen Lehrer nicht der Geistlichkeit angehörten. Die Schule schuf sich einen hervorragenden Ruf und viele berühmte Persönlichkeiten erwarben hier ihre Matura. Dazu zählen die Nobelpreisträger Albert Einstein, Paul Karrer und Werner Arber, die Bundesräte Friedrich Frey-Herosé, Emil Welti, Edmund Schulthess und Kaspar Villiger sowie die Schriftsteller Frank Wedekind, Hermann Burger und Franz Hohler.
Durch den Kauf einer Handschriftensammlung wurde 1803 der Grundstein zur Kantonsbibliothek gelegt. Mehrere Zeitungen wurden herausgegeben, die den revolutionären Geist der Stadt aufrechterhielten. Ab 1820 war Aarau Zufluchtsort für politische Flüchtlinge. In Aarau wurde mit der Bildung von gesamtschweizerischen Institutionen gezielt auf die Schaffung eines Bundesstaates hingearbeitet: 1824 wurde das erste eidgenössische Schützenfest durchgeführt, 1832 das erste Turnfest, der Eidgenössische Sängerverein wurde 1842 gegründet.
Das städtische Bildungs- und Kulturangebot wurde durch zahlreiche neue Institutionen erweitert. 1873 wurde ein Lehrerseminar gegründet, 1883 der Saalbau (Theater- und Konzerthalle) gebaut, 1922 das Aargauische Naturmuseum eröffnet. In der ehemaligen Tuchlaube ist seit 1974 ein Kleintheater eingerichtet, in einer ehemaligen Tierfutterfabrik die alternative Institution KiFF (Kultur in der Futterfabrik).
Sehenswürdigkeiten
Altstadt
1974
Die historische, auf einem Felssporn gelegene Altstadt besteht aus einem unregelmässigen Viereck, das in vier Teile (Stöcke genannt) unterteilt ist. Südlich davon liegt die Vorstadt, die einst durch einen Graben getrennt war. Eine Besonderheit stellen 70 Dachgiebel dar, deren Unterseiten reich bemalt sind. Aarau wird deswegen manchmal auch als "Stadt der schönen Giebel" bezeichnet.
Die Bausubstanz der Altstadt stammt zu einem grossen Teil aus dem 16. Jahrhundert, als fast alle aus dem Mittelalter stammenden Gebäude umgebaut und aufgestockt wurden. Die architektonische Entwicklung fand im späten 18. Jahrhundert ihren Abschluss, als die Stadt begann, sich jenseits der damals noch existierenden Stadtmauern auszudehnen. Die meisten Häuser der Vorstadt stammen aus dieser Zeit.
Seit dem 13. Jahrhundert weitgehend unverändert geblieben sind das „Schlössli“, der „Rore-Turm“ und der Obere Turm. Das „Schlössli“ ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Es entstand bei der Stadtgründung kurz nach 1200; das genaue Datum lässt sich nicht mehr ermitteln. Wenige Jahrzehnte darauf entstand der „Rore-Turm“, wo die Bauern der Umgebung ihre Zehnten abzuliefern hatten. 1515 wurde um den Turm herum das heutige Rathaus gebaut. Der Obere Turm mit dem Oberen Tor ist das nördliche Stadttor an der Aarebrücke; hier war während des Mittelalters das Gefängnis untergebracht.
1515
Die Stadtkirche wurde zwischen 1471 und 1478 erbaut. Nach der Reformation von 1528 wurden die zwölf Altäre entfernt und die Bilder verbrannt. Auf dem Platz vor der Kirche steht der Gerechtigkeitsbrunnen. Der 1643 aus französischem Kalkstein errichtete Brunnen mit einer Justitia-Statue aus Sandstein stand bis 1905 mitten in der Rathausgasse, wurde dann aber wegen zunehmenden Verkehrs an seinen heutigen Standort verlegt.
In der 1608 errichteten Oberen Getreidemühle wurde 1893 das erste Elektrizitätswerk eingerichtet; wegen des damals angebauten Treppenturms sieht das Gebäude beinahe wie ein Schlösschen aus.
Am Rande der Altstadt entstanden im 18. Jahrhundert mehrere herrschaftliche Gebäude. Das im Barockstil errichtete Anwesen der damals bedeutenden Industriellenfamilie Frey beherbergt heute die Stadtbibliothek. 1777 wurde das „Haus zum Schlossgarten“ gebaut, das 1798 der Helvetischen Republik als Regierungssitz diente. In diesem ersten Bundeshaus der Schweiz ist heute die kulturelle Institution „Forum Schlossplatz“ domiziliert.
Übriges Stadtgebiet
1798
Ausserhalb der Altstadt wurden seit 1800 zahlreiche repräsentative Gebäude erbaut. Im Süden, auf einem flachen Hügel westlich des Bahnhofs entstand das Regierungsviertel des neuen Kantons Aargau. Der mittlere Trakt des Regierungsgebäudes entstand 1739 als barockes, herrschaftliches Palais der Industriellenfamilie Rothpletz. Die Kantonsregierung erwarb das Haus 1807 und liess es in ein klassizistisches Regierungsgebäude um- und ausbauen. Die Erweiterung um zwei Flügel nahm 23 Jahre in Anspruch. Hinter dem Regierungsgebäude entstand zur selben Zeit das Grossratsgebäude. In diesem halbrunden, nach dem Vorbild eines antiken griechischen Theaters errichteten Gebäude tagt das Kantonsparlament. Zwischen dem Regierungsviertel und dem Bahnhof liegt die Bahnhofstrasse. Die Hauptgeschäftsstrasse Aaraus wird von grossen Gebäuden im neoklassizistischen Stil gesäumt (Grossbanken, Hauptpost).
Das Gebiet östlich der Altstadt hätte das Regierungsviertel der Helvetischen Republik werden sollen. Der „Plan d'Agrandissement de la Commune d'Aarau“ (Erweiterungsplan der Gemeinde Aarau) des elsässischen Architekten Daniel Osterrieth sah den Bau einer Prachtstrasse nach französischem Vorbild vor, die von repräsentativen Häusern im klassizistischen Stil gesäumt werden sollte. Nachdem die helvetische Regierung nach Luzern umgezogen war, wurde lediglich eine Häuserzeile auf der Nordseite der Laurenzenvorstadt gebaut.
Auf der Südseite der Laurenzenvorstadt entstanden einige Villen im klassizistischen Stil sowie die in einem Park gelegene Alte Kantonsschule. Die beiden älteren Schulgebäude wurden im Stile der deutschen Renaissance bzw. im neoklassizistischen Stil erbaut. Ein aus den 1960ern stammender Neubau, ein etwas deplatziert wirkender Beton-Glasturm, wird wegen seiner auffälligen Fensterfront nur „Aquarium“ genannt.
1960er
Im Nordosten der Stadt entstand in den 1960ern auf der letzten noch vorhandenen Baulandreserve die nach damals modernen Grundsätzen gestaltete Grosssiedlung „Telli“. In vier lang gezogenen, hohen Wohnblöcken lebt ein Fünftel der Bevölkerung Aaraus. Zu dieser „Stadt in der Stadt“ gehören auch ein Einkaufszentrum und das Telli-Hochhaus, in dem ein Teil der kantonalen Verwaltung untergebracht ist. Zwischen dem Telli-Gebiet und der Altstadt befindet sich der „Telliring“: Dieser von Bäumen umgebene kreisrunde Park gilt als erste öffentliche Turnanlage der Schweiz und ist der Gründungsort des Schweizerischen Turnverbandes.
Eine weitere Besonderheit sind die Meyerschen Stollen, ein kilometerlanges Netz von unterirdischen Wasserkanälen, das nach 1800 im Geheimen gebaut wurde.
Bevölkerung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl verlief seit 1800 kontinuierlich; innerhalb von 150 Jahren wuchs die Bevölkerung um mehr als das Fünffache. 1960 wurde mit 17.045 der Höchststand erreicht. Bis 2000 nahm die Einwohnerzahl jedoch wieder um über 8 % ab. Drei Gründe waren dafür ausschlaggebend: Erstens hatte die Stadt mit der Fertigstellung der Grosssiedlung Telli keine nennenswerten Baulandreserven mehr. Zweitens sank die Anzahl der Personen pro Haushalt; dadurch wurde der vorhandene Wohnraum weniger stark genutzt. Drittens wurde das Bevölkerungswachstum von den angrenzenden Agglomerationsgemeinden absorbiert und zahlreiche Aarauer zogen aus der Stadt "ins Grüne". Seit der Jahrtausendwende konnte dieser Negativtrend gestoppt werden. Durch die vermehrte Umnutzung von brach liegenden Industriegebäuden für Wohnzwecke wird die vorhandene Bebauung besser ausgenutzt.
Bei der Volkszählung vom Dezember 2000 wurde ein Ausländeranteil von 20,4 % ermittelt, er liegt damit knapp über dem kantonalen Durchschnitt von 19,3 %. Etwa ein Drittel der ausländischen Bevölkerung ist Bürger einer der Staaten des ehemaligen Jugoslawien, dahinter folgen Italiener und Deutsche. 84,5 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 3,3 % Italienisch, 2,9 % Serbokroatisch, 1,4 % Spanisch, 1,1 % Französisch, je 1,0 % Albanisch und Türkisch, je 0,5 % Englisch und Portugiesisch.
Die Bevölkerung Aaraus war früher vorwiegend reformiert. Durch die Einwanderung aus der übrigen Schweiz und vor allem aus dem Ausland nahm der Anteil der Menschen protestantischer Konfession kontinuierlich ab und betrug 43.5 % im Dezember 2000. Dahinter folgten Römisch-Katholische (29.2 %), Moslems (4.8 %), Christlich-Orthodoxe (3.2 %) und andere Glaubensgemeinschaften (2.1 %). Etwas mehr als 17 % der Bevölkerung bezeichnete sich als konfessionslos oder machte keine Angaben.
Quelle: [http://www.ag.ch/staag Statistisches Amt des Kantons Aargau]
Behörden
Legislative
Anstelle einer Gemeindeversammlung vertritt der von den Aarauer Stimmberechtigten gewählte Einwohnerrat die Anliegen der Bevölkerung. Er besteht aus 50 Mitgliedern und wird im Proporzwahlverfahren gewählt. Ihm obliegt das Genehmigen des Steuerfusses, des Voranschlages, der Jahresrechnung, des Geschäftsberichts und der Kredite; ausserdem kann er Reglemente erlassen. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre.
Bei den Wahlen im November 2001 erzielten die Parteien folgende Sitzzahlen:
- FDP: 13
- SP: 12
- SVP: 11
- CVP: 4
- Pro Aarau: 4
- EVP: 3
- Grüne: 2
- JETZT!: 1
Auch auf Gemeindeebene finden sich verschiedene Elemente der direkten Demokratie. So stehen der Bevölkerung fakultative und obligatorische Referenden sowie das Initiativrecht zu.
Exekutive
Ausführende Behörde ist der Stadtrat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse des Einwohnerrates und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden. Der Stadtammann (Stadtpräsident) übt seine Tätigkeiten im Vollamt aus, die übrigen Stadträte im Nebenamt.
Die sieben Stadträte sind:
- Dr. Marcel Guignard, (FDP), Stadtammann
- Beat Blattner (SP), Vize-Stadtammann
- Jolanda Urech (SP)
- Rudolf Zinniker (FDP)
- Rudolf Vogt (FDP)
- Carlo Mettauer (CVP)
- Michael Ganz (Pro Aarau)
Judikative
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Aarau zuständig. Die Stadt Aarau bildet einen Friedensrichterkreis.
Wirtschaft
Grösster Arbeitgeber in Aarau ist die kantonale Verwaltung, die in zahlreichen Standorten über die ganze Stadt verteilt ist. In rund 1'600 Betrieben werden mehr als 23'000 Arbeitsplätze angeboten, davon 0,3 % in der Landwirtschaft, 18 % in der Industrie und 81 % im Dienstleistungsbereich. Dies bedeutet, dass Aarau mehr Arbeitsstellen als Einwohner hat.
In Aarau befindet sich einer der beiden Hauptsitze der Aargauer Zeitung, der fünftgrössten Tageszeitung der Schweiz, daneben auch das Studio des regionalen Fernsehsenders Tele M1 und das Regionalstudio Aargau/Solothurn von Radio DRS.
Mehr als die Hälfte der in Aarau arbeitenden Menschen lebt in den Agglomerationsgemeinden oder in der weiteren Umgebung. Dadurch entstehen an Werktagen grosse Pendlerströme, die regelmässig zu Verkehrsstaus führen. Statistisch gesehen besitzt keine Schweizer Stadt mehr Arbeitsplätze im Verhältnis zur Einwohnerzahl als Aarau.
Durch die Kleinräumigkeit des Stadtgebiets stösst Aarau zunehmend an Wachstumsgrenzen. Die Agglomeration liegt in der Mitte des so genannten „goldenen Dreiecks“ zwischen Zürich, Bern und Basel und bekundet zunehmend Mühe, sich zwischen diesen Grossstädten als eigenständiges Wirtschaftszentrum zu behaupten. Seit kurzem gibt es Überlegungen, Aarau mit den benachbarten Agglomerationsgemeinden zu fusionieren und damit den langsam voranschreitenden Bedeutungsverlust zu stoppen.
Verkehr
Aarau liegt am Schnittpunkt verschiedener Verkehrsströme. Der Bahnhof der Stadt ist einer der meistfrequentierten des Landes und liegt an der wichtigen Ost-West-Hauptlinie zwischen Zürich und Bern. Diese Eisenbahnlinie unterquert in zwei parallel verlaufenden, rund 500 Meter langen Tunnels das Regierungsviertel. Es verkehren direkte Schnellzüge u.a. nach Zürich, Bern, Basel und Genf. Eine weitere SBB-Linie führt über Lenzburg nach Zug. Aarau ist auch der Ausgangspunkt von zwei Strecken der Wynental- und Suhrentalbahn (WSB). Diese trambahnähnlichen Vorortsbahnen verkehren nach Menziken (Wynental) und Schöftland (Suhrental). Das Hauptgebäude des Bahnhofes soll bis 2008 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Die Verkehrsgesellschaft AAR bus+bahn, Eigentümerin der WSB, betreibt zahlreiche Stadtbuslinien, die auch die Vororte Aaraus erschliessen. Zusätzlich verkehren zwei Postautolinien über die Jurahöhen nach Frick, eine über das Benkerjoch, die andere über die Staffelegg.
Südlich von Aarau verläuft die wichtigste Autobahn der Schweiz, die A1. Die Anschlussstelle Aarau-West bei Oberentfelden befindet sich rund fünf Kilometer südlich der Stadt. Der sechs Kilometer östlich gelegene Anschluss Aarau-Ost bei Hunzenschwil ist durch eine vierspurige Schnellstrasse mit der Stadt verbunden.
Die Ostumfahrung der Altstadt mit dem Sauerländertunnel wurde im März 2003 eröffnet. Bedingung für den Bau der Umfahrung war eigentlich gewesen, dass die Altstadt gleichzeitig vom Durchgangsverkehr befreit werden musste. Dies ist jedoch aufgrund zahlreicher Beschwerden und Einsprachen noch nicht umgesetzt worden. Gebaut werden ferner eine zweite Aarebrücke und daran anschliessend eine Umfahrung von Küttigen (der so genannte Staffeleggzubringer).
Kultur
Küttigen
Das 1956–1959 errichtete Aargauer Kunsthaus besitzt eine der grössten und bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Schweizer Malerei. Der moderne Anbau (2001-2003) wurde vom renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron und dem Künstler Rémy Zaugg gestaltet und gilt in Fachkreisen als architektonisch bedeutendes Bauwerk.
Ein weiteres Museum von nationaler Bedeutung ist das Naturama, das Aargauische Naturmuseum. Das nach modernsten didaktischen Methoden eingerichtete Museum befasst sich mit der Tier- und Pflanzenwelt des Aargaus, mit Fossilien und Mineralien.
Das Stadtmuseum im "Schlössli" befasst sich mit der Stadtgeschichte Aaraus und bietet auch eine Ausstellung über Vermessungsinstrumente und Fotografie.
Aarau besitzt zwei Bibliotheken, eine städtische und eine kantonale. Weitere kulturelle Institutionen sind die Tuchlaube (Kleintheater), der Kunstraum Aarau das Forum Schlossplatz (Kunstausstellungen), der Saalbau (Kultur- und Kongresshaus), die Stadtkirche (klassische Konzerte), das Kino Freier Film (alternative Filme), das JugendKulturhaus Flösserplatz, das alternative Kulturzentrum KiFF (Kultur in der Futterfabrik; Rock- und Popkonzerte, Theater, Ausstellungen, Partys), die Jugendräume Wenk und Literatur im Lift (Performance-Literatur).
Bildung
Bibliothek
Aarau ist der bedeutendste Bildungsstandort des Kantons. In sechs Schulhäusern werden alle Stufen der obligatorischen Volksschule unterrichtet. Daneben gibt es eine Heilpädagogische Sonderschule und eine städtische Musikschule.
Es gibt zwei Kantonsschulen (Gymnasien) in Aarau. Die 1802 eröffnete Alte Kantonsschule ist das älteste nichtkirchliche Gymnasium der Schweiz. Die Neue Kantonsschule wurde 1975 gegründet und ist im Gebäude des ehemaligen Lehrerinnen-Seminars untergebracht.
Weitere Schulen von Bedeutung sind die Berufsschule, die Handelsschule KV, die Schweizerische Bauschule, die Grafische Fachschule, die Volkshochschule, die Maturitätsschule für Erwachsene und die Fachhochschule Aargau (Abteilungen Gestaltung und Kunst sowie Pädagogik).
Sport und Freizeit
In Aarau wurde 1832 wurde das erste Turnfest der Schweiz durchgeführt. Der Schweizerische Turnverband hat hier seinen Hauptsitz.
Der FC Aarau spielt in der obersten Fussball-Liga der Schweiz (Super League) und war bisher dreimal Schweizer Meister (1912, 1914, 1993) und einmal Cupsieger (1985). Trainer der Mannschaft von 1985 war Ottmar Hitzfeld, der später zu Borussia Dortmund und Bayern München wechselte. Das Stadion Brügglifeld mit 8000 Sitzplätzen liegt auf dem Gemeindegebiet von Suhr. Es soll in wenigen Jahren durch einen Neubau auf einem brach liegenden Industriegelände beim Bahnhof ersetzt werden.
Der Handballverein TV Suhr (bisher zweimal Schweizer Meister) spielt in Aarau in der Schachenhalle. Das Gebiet Schachen ist das sportliche Zentrum Aaraus: Neben einem Schwimmbad gibt es hier auch eine Pferderennbahn, auf der mehrmals im Jahr viel beachtete Rennen stattfinden.
Neben dem Fussballstadion Brügglifeld befindet sich eine überdachte Kunsteisbahn, im Gebiet Telli ein Hallenbad. Die ausgedehnten Wälder um Aarau sind beliebte Naherholungsgebiete. So befindet sich beispielsweise drei Kilometer südwestlich des Stadtzentrums der ganzjährig geöffnete Tierpark Roggenhausen.
Die ausgehfreudige Szene trifft sich in den Bars der Altstadt, im Kulturzentrum KiFF oder in den sechs Kinos der Stadt.
Partnerstädte
Partnerstädte Aaraus sind Neuchâtel, die niederländische Stadt Delft und die deutsche Stadt Reutlingen.
Persönlichkeiten
- Johann Kaspar Riesbeck (1754-1786; Schriftsteller und Schauspieler)
- Johann Rudolf Dolder (1753-1807; Politiker)
- Sebastian Fahrländer (1768-1841; Politiker und Arzt)
- Johann Heinrich Daniel Zschokke (1771-1848; Schriftsteller und Pädagoge)
- Ignaz Paul Vitalis Troxler (1780-1866; Arzt, Politiker und Philosoph)
- Carl Feer-Herzog (1820-1880; Politiker, Unternehmer und Eisenbahnpionier)
- Albert Einstein (1879 - 1955; Entdecker der Relativitätstheorie)
In Aarau geboren
- Maximilian Oskar Bircher-Benner, Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler
- Urs Faes, Schweizer Schriftsteller
- Friedrich Frey-Herosé (1801-1873; Bundesrat)
- Hans Herzog, Schweizer General
- Christoph Haas, Kapellmeister
- Paul Hubschmid, Schauspieler
- Klaus Merz, Schweizer Schriftsteller
- Johann Rudolf Meyer, Unternehmer und Förderer
- Hansjörg Schneider, Schweizer Schriftsteller und Dramatiker
Literatur
- Irma Noseda/Christoph Schäppi: Aarau Stadt Architektur – Stadtentwicklung in zehn Schritten 1240-2001; ISBN 3-85502-700-5
- Richard Buser: Schweizerischer Kunstführer Nr.576: Die Stadtkirche von Aarau; ISBN 3-85782-576-6
Siehe auch
- Meyersche Stollen
- Schlössli
Weblinks
- [http://www.aarau.ch Offizielle Website der Stadt Aarau]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D1620.html Artikel Aarau] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.aarau.ch/xml_1/internet/de/file/document/Aarau_morgen%20.pdf Aarau morgen] (pdf) ein Bericht aus dem Jahre 2003 mit Zukunftsvisionen und Denkanstössen für die Stadt Aarau
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Aargau
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)
als:Aarau
ko:아라우
Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französ | | |