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Illinois
Illinois [] ist ein US-amerikanischer Bundesstaat. Er liegt im mittleren Westen und grenzt im Nordosten an den Michigansee. Der Name kommt aus der Algonkin und dem Französischen und bezeichnet das Volk der Illiniwek, das früher das Land bewohnte. Unter anderem befinden sich die Millionenstadt Chicago in Illinois. Die postalische Abkürzung ist IL.
Geographie
Illinois ist ein Präriestaat der USA. Der Mississippi-River bildet im Westen die Grenze zu den Staaten Iowa (im Nordwesten) und Missouri (im Südwesten). Im Südosten übernimmt der Ohio-Fluss diese Rolle zu dem Staat Kentucky. Nördlich von Illinois befindet sich Wisconsin und im Osten Indiana. Durchflossen wird der Staat von den Flüssen Illinois und Kaskaskia, die in den Mississippi münden, sowie Embarras und Sangamon, die im Wabash bzw. Illinois River einfliessen. Im Nordosten hat der Staat eine gemeinsame Grenze mit Michigan in der Mitte des Michigansees.
Höchster Punkt in Illinois ist der Charles Mound im Jo Daviess County (421 m). Der tiefste Punkt ist bei Cairo, wo Mississippi und Ohio zusammenfließen.
- Liste der Countys in Illinois
Geschichte
Liste der Countys in Illinois
Vom 8. Jahrhundert bis ins 13. Jahrhundert war Illinois ein Teil der hoch entwickelten Mississippi-Kultur, unter anderem mit der Siedlung Cahokia. Heute können hier Hügelgräber betrachtet (und bestiegen) werden, die UNESCO Weltkulturerbe sind.
1673 kamen die Franzosen Louis Joliet (Forscher) und Jacques Marquette (Jesuitenmissionar) ins Land und waren somit die allerersten Europäer. 1712 kam das Land zur französischen Kolonie Louisiana, doch musste Frankreich 1763 Illinois an Großbritannien abtreten. 1783, im Vertrag von Paris, der den Unabhängigkeitskrieg der USA beendete, fiel das Gebiet an die USA, die es 1787 ins Nordwestterritorium eingliederten. Ab 1800 Teil des neu geschaffenen "Indiana-Territory", erhielt Illinois 1809 ein eigenes Territorium. Am 3. Dezember 1818 wurde Illinois als 21. Bundesstaat in die Union der USA aufgenommen.
Die ersten Siedlungen waren im Süden, entlang den Mississippi und Ohio Flüßen. Kaskaskia (heute ein Dorf mit nur 38 Einwohner, das aufgrund von Verschiebungen in der Bahn des Mississippi nun auf dem westlichen Ufer ist) war die erste Hauptstadt. 1820, als die Siedlung des Staates voran schritt, wurde das zentraler gelegene Vandalia Hauptstadt. 1837 wurde die Hauptstadt erneut nach Norden verlegt, nach Springfield, was nur 18 Meilen westlich des geografischen Mittelpunkt des Bundeslands liegt. In dieser Zeit wurde der fruchtbare Prärieboden im mittleren und nördlicheren Bereich des Staates (Wisconsin Gletscherphase), aufgrund von neuen Entwicklungen in der Drainage- und Pflugtechnik, besiedelt. Der gewonnene Black-Hawk-Krieg trug ebenfalls, zusammen mit dem Ankunft der Eisenbahn, zu einer schnellen Ausbreitung in den restlichen Bundesstaat.
1836 begann der Bau des Illinois-Michigan-Kanals, der den Mississippi Fluss mit den Großen Seen (und über dem Sankt-Lorenz-Strom auch zum Atlantischen Ozean) verband. Die Illinois Central Railroad erhielt 1851 eine Charta vom Landtag, die jede zweite Quadratmeile links und rechts der geplanten Route der Eisenbahngesellschaft spendete, und aus deren Erlös das Kapital für den Bau des Schienenwegs kommen soll. Sie verband Cairo im Süden mit Galena und Chicago im Norden. Die zwei Zweiglinien kamen bei Centralia zusammen.
Abraham Lincoln war der Firmenanwalt für die Eisenbahn, nachdem er zuvor eine Wahlperiode für die Whig-Partei im Kongress (1847-48) gewesen ist. Nach einem erfolglosen Wahlkampf gegen Stephen A. Douglas um den Senatssitz von Illinois 1858, gewann er die Wahl zum Präsidenten kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Sein Heimatstaat, in dem die Sklaverei schon seit Etablierung des Nordwestterritoriums 1787 verboten war, blieb der Union treu.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Chicago von einem unbedeutenden Handelsposten (Fort Dearborn) zu einem industriellen Gigant, dank ihre Lage an der Südspitze vom Michigansee, wo viele Eisenbahnlinien zusammen kamen. Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl von 500.000 auf eine Million. Am 1. Mai 1886 fand hier der Haymarket Riot statt und fünf Jahre später in der Waggonfabrik der Pullman-Firma einen weiteren bekannten Streik. 1892 wurde die Stadt Gastgeberin für die Columbian Weltausstellung anlässlich des 400. Jahrestag des Ankunfts von Christopher Columbus auf die Insel Hispaniola. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderst wurde die Marke von 2 Millionen Einwohner überschritten, und wenige Jahre vor der Wirtschaftskrise 1929 erreichte die Stadt eine Bevölkerungszahl von 3 Millionen Einwohner. Das waren etwa 40% der Bevölkerung des gesamten Bundesstaats.
- Liste der Gouverneure von Illinois
Bevölkerung
Illinois hat 12.653.544 Einwohner (Stand: 2003), davon 67,8 % Weiße (darunter, 19,6 % mit deutschen und 12,2 % mit irischen Vorfahren), 15,1 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 12,3 % Hispanics, 3,4 % Asiaten, 0,2 % Indianer (ca. 20.000). In den 1980er Jahren kam eine große Welle Einwanderer überwiegend aus Asien und Lateinamerika ins Land. In Chicago lebt eine polnischstämmige Minderheit, die ca. 950.000 Einwohnern entspricht.
Es gibt in Illinois 2002 rund 4.591.779 Haushalte.
Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002: 30.075 US-Dollar.
Größte Städte
- Liste der Städte in Illinois
- Liste der Countys in Illinois
Wirtschaft
Illinois hat sehr fruchtbare Böden, die überwiegend dem Soja- und Maisanbau (Maisgürtel) gewidmet werden. Nebenbei werden andere Produkte, wie z. B. Weizen, Sorghum oder Obst angebaut. Im Süden des Landes gibt es Vorkommen von Kohle (eher weiche Braunkohle mit wenig Bitumen), sowie kleinere Reserven von Erdgas und Erdöl.
Neben der Agrikultur spielt auch die Industrie eine große Rolle in der Wirtschaft von Illinois. Schwerpunkt der industriellen Wirtschaft des Staates ist natürlich Chicago. Dies hat der Dichter Carl Sandburg in seinem Gedicht "Chicago" verewigt: "Hog Butcher for the World, Tool Maker, Stacker of Wheat, Player with Railroads and the Nation's Freight Handler; Stormy, husky, brawling, City of the Big Shoulders". Aufgrund der günstigen Verkehrssituation, wo viele Eisenbahnrouten an der Südspitze des Michigansees zusammentreffen, entwickelte sich hier eine große Schlacht- und Lebensmittelverarbeitungsindustrie. Die Wasserstraßenanbindung von hier an den Mississippi und den St.-Lorenz-Seeweg tragen auch zu der Rolle als Handels- (Chicago Board of Trade mit Rohstoffen und Termingeschäften, sowie Sitz mehrerer Einzelhandelskonzerne wie z. B. Sears) und Verkehrsknotenpunkt bei. Im Süden der Stadt (an der Grenze zu Indiana bei Gary), bestimmt die Eisen- und Stahlindustrie den wirtschaftlichen Schwerpunkt.
Auch in den kleineren Zentren des Landes gibt es Industrie. Diese ist zumeist eng mit der Landwirtschaft verbunden, wie z. B. Landmaschinenbau (John Deere hat in Moline und Caterpillar in Peoria ihren Sitz) sowie Agrarindustrie (Archer Daniels Midland und A. E. Staley in Decatur stellen Sojaöl und Maissirop her). Der wirtschaftliche Anteil von Verwaltung (in der Landeshauptstadt Springfield), Versicherung (in Bloomington) und Informationstechnologie (in den Universitätsstadt Champaign) nimmt mit der wachsenden Bedeutung der Dienstleistungssektoren zu.
Weblinks
- http://www.greatlakes.de/rundreisen/index.cfm?Location_ID=86&menu_ID=10
- http://fhh1.hamburg.de/maps/nordamerika/illinois.htm
- http://www.campamerika.de/KarteIllinois.htm
- http://www100.state.il.us/ (engl.)
- http://www.chicago-illinois.de/
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:イリノイ州
ko:일리노이 주
th:มลรัฐอิลลินอยส์
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
Algonkin-Sprache
Die nordamerikanische Sprachfamilie der Algonkin-Sprachen ist vor allem in den USA und Kanada verbreitet. Sie gehört zur Algischen Sprachfamilie. Östlich des Mississippi waren Algonkin, Irokesisch und Muskogee die vorherrschenden Sprachen.
Eines der herausragenden Merkmale der Algonkin-Sprachen ist sicherlich, dass es die größte Sprachfamilie in Nordamerika vor dem Eintreffen der Europäer gewesen ist.
Algonkin ist eine Familie verwandter Sprachen, hat aber viele Dialekte, deren Sprecher sich nicht unbedingt gegenseitig verstehen können.
Algonkin sprechende Völker besiedelten den größten Teil des nordöstlichen Nordamerika, mit Ausnahme der Irokesen-Völker im Raum New York, Nord-Pennsylvania und Süd-Ontario.
Sie reichten von der Hudson Bay nach Süden entlang der Atlantikküste bis North Carolina und nach Westen bis zum Mississippi. Auf den Prärien der Great Plains im Westen gehörten zur Algonkin-Sprachfamilie die Cheyenne, Arapaho, Gros Ventre, Blackfeet, Cree und Anishinabe, und möglichweise in abgewandelter Form bis zu den Wiyot and Yurok in Nord-Kalifornien.
Charakteristika der Sprachen
Die Morphologie ist agglutinierend-polysynthetisch.
Liste von Algonkin-Sprachen
- Abenaki
- Anishinabe (noch ca. 30.000 Sprecher)
- Arapaho
- Beothuk (Neufundland, ausgestorben)
- Blackfeet (Siksika, noch ca. 10 000 Sprecher)
- Cheyenne
- Micmac (noch ca. 10.000 Sprecher in Kanada (Neuschottland, Neu-Braunschweig, Québec (Gaspé-Halbinsel)) und USA (Maine))
- Shawnee
- und eine Reihe kleinerer Sprachen (z.B. Innu)
Das Dialektkontinuum Cree-Montagnais-Naskapi (noch ca. 50.000 Sprecher):
- Cree
- das Michif der Métis ist eine Variante des Cree
- Montagnais
- Naskapi
Siehe auch
- Sprache
- Sprachfamilie
- Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet
- Einzelsprache
- Indianer Nordamerikas
- Algonkin
Literatur
- L. Bloomfield, Algonquian. In: Linguistic Structures of Native America. N.Y. 1946, 85-129.
- I. Goddard, Comparative Algonquian. L. Campbell & M. Mithun (eds.), The Languages of Native America. Austin, Texas 1979, 70-132.
- D. H. Pentland & H. C. Wolfart, A Bibliography of Algonquian Linguistics. 2. Aufl. Winnipeg 1982.
- L. Bloomfield, The Menomini Language. New Haven 1962.
- H. C. Wolfart & J. F. Carroll, Meet Cree. 2. Aufl. Edmonton 1981.
- H. C. Wolfart, Sketch of Cree, an Algonquian Language. Handbook of North American Indians; vol. 17: I. Goddard (ed.), Languages. Washington 1996, 390-439.
Weblinks
- [http://www.indianersprachen.de Indianersprachen]
- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.ethnologue.com/web.asp Ethnologue: Languages of the World englisch]
Kategorie:Sprachfamilie
Chicago
Chicago [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2.862.000 (2004) ist sie die drittgrößte Stadt der USA. Der Name leitet sich aus dem Wort Checagou ab, mit dem die Potawatomi-Indianer das Marschland beschrieben, wo später die Stadt gegründet wurde. Das indianische Wort bedeutet sowohl wilde Zwiebeln wie auch Stinktier. Frei übersetzt bedeutete Checagou also soviel wie „Land, das nach Zwiebeln stinkt“. Die Stadt liegt im Bundesstaat Illinois, am Südwestufer des Michigansees. Im Volksmund wird Chicago auch the windy city genannt.
Geografie
Michigansee
Geografische Lage
Chicago liegt im Nordosten Illinois. Laut Daten des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 606,1 km². Gewässer bedecken davon 2,94% (17,8 km²). In Chicago mündete einst der Chicago River in den Michigansee. Allerdings fließt das Wasser des Chicago River seit 1900 nicht mehr in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Michigansee, sondern wird über den „Chicago Sanitary & Ship Canal“ in den Illinois und letztendlich in den Mississippi abgeleitet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 6 Grad Celsius.
Klima
Das Klima in Chicago ist sehr kontinental. Im Sommer ist es sehr heiß, und im Winter extrem kalt. Da die vorherrschenden Winde im Winter aus Alberta kommen, und nicht vom Michigansee, der für die Gebiete in Michigan einen mildernden Einfluß hat, ist die Durchschnittstemperatur in Januar niedriger als etwa in Anchorage (Alaska). Wer bei -20 Grad in der Schlucht zwischen den Hochhäusern der Lasalle Street gestanden hat, wird schnell erkennen, weshalb die Stadt den Spitznamen "The Windy City" hat.
Ausdehnung des Stadtgebiets sowie der nicht eingemeindeten Agglomeration
Seit der Stadtgebieterweiterung von 1960 um den großzügigen Ausbau des Flughafen O’Hares zu ermöglichen, gliedert sich die City of Chicago in 77 Community Areas.
Ein Bild zur räumlichen Aufteilung findet sich hier [http://en.wikipedia.org/wiki/Image:4550393.gif|1]
Darüber hinaus gibt es noch dutzende Vorstädte in neun verschiedenen Counties welche mit dem Stadtgebiet von Chicago verflochten sind, und daher als Agglomeration gelten. Diese Counties sind in Illinois Cook, DuPage, Kane, Kendall, Lake, McHenry und Will County, in Indiana Lake County und in Wisconsin das Kenosha County. Mit mehr als 9,4 Millionen Einwohnern liegt die Metropolregion Chicago an 28. Stelle der Liste der größten Metropolregionen der Welt (Stand 1. Januar 2005). Da die Vorstädte politisch unabhängig sind, fließen keine Steuergelder aus diesen Enklaven, um die zentrale Infrastruktur der Großstadt zu finanzieren. Dies ist insbesonders bei den Schulen wichtig, weil ihre Finanzierung auf den lokalen Grundsteuern zu einem großen Teil erfolgt, mit landesweiten Zuschüssen pro Schüler als Ergänzung.
Greater Chicago beziehungsweise Chicagoland oder Chicago Metropolitan Area stand bei der Entwicklung des Modells der städtischen Zonen des renommierten Stadtgeographen Ernest Burgess um einen Central Business District (CBD) Pate. Den Kern des CBD bildet der sogenannte, von den Hochbahnschleifen umschlossene Loop (Chicago), die Community Area 32 und angrenzende Gebiete.
Geschichte
In den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete Jean Baptiste Point du Sable - Sohn eines Québecer Kaufmanns und einer schwarzen Sklavin - einen Handelsposten am Tauschplatz der ortsansässigen Indianerstämme Miami, Fox, Sac und Potawatomi. „Der erste weiße Mann der sich hier niederließ, war ein Schwarzer“, werden sie zitiert.
Vom Handelsposten zur Stadt
Dank der verkehrsgünstigen Lage an den Wassertransportwegen des Michigansees, einem der Großen Seen, und des Chicago Rivers gewann der Handelsposten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zusehends an Bedeutung. Als Illinois 1818 den USA beitrat und deshalb verkehrstechnisch besser erschlossen werden sollte, erlangte Chicago nach dem Bau der Ost-West Eisenbahnstrecke daher schnell den Ruf als „Tor zum Westen“. Chicago war nun der wichtigste Handelsplatz für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte weit und breit. Holz kam mit Schiffen aus dem Norden und wurde vor Ort weiterverkauft oder mit der Bahn weitertransportiert, und Lebensmittel brachten die Farmer auf die Märkte, von wo sie dann wiederum problemlos auf Schiffe oder Züge umgeladen und verfrachtet werden konnten. Werkzeuge und sonstige Materialien die (vorerst) nicht oder in unzureichender Menge vor Ort produziert wurden, kamen wiederum aus dem Osten. So wurde aus dem Handelsposten ein Dorf. Am 12. August 1833 wurde Chicago offiziell gegründet und bereits vier Jahre später, 1837, wurde Chicago mit seinen 4200 Einwohnern zur Stadt erhoben.
Rasante Expansion
1837
Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Menschen zogen in die Stadt, und der ohnehin bereits ausgeprägte Handel wurde weiter angetrieben, was noch mehr Zuwanderer anlockte. Die Grundstückspreise stiegen rasant an. Drei Jahre lang sollen sie sich täglich verdoppelt haben. Als der 1836 begonnene Bau des „Illinois & Michigan Canals“ zwischen dem Chicago River und dem in den Mississippi mündenden Illinois 1848 fertig gestellt wurde, gab es eine weitere äußerst attraktive Verkehrsroute. Sechs Staaten südlich entlang des Mississippi, sowie drei nördlich, und Regionen entlang des in den Mississippi mündenden Missouri waren nun zusätzlich durch eine breite Wasserstraße erschlossen. Ebenfalls 1848 wurde zudem die erste Eisenbahnstrecke eröffnet, die auch Chicago anfuhr - die „Galena & Chicago Union Railroad“. Seit der Fertigstellung des „Chicago Sanitary Canals“ im Jahr 1900 mündet der Chicago River nicht mehr in den Michigansee, sondern durch den „Illinois & Michigan Canal“ und in weiterer Folge den Illinois in den Mississippi.
1850 hatte Chicago bereits 30.000 Einwohner, und ein Ende des Zustroms war nicht absehbar - zu günstig waren die Rahmenbedingungen am Verkehrsknotenpunkt der USA. 1855 kam es zum „Lager Beer Riot“. Deutsche Siedler kämpften in diesem Aufstand um ihr Recht auch am Sonntag Bier ausschenken zu dürfen. Zwischen dem 8. und dem 10. Oktober 1871 wütete der Große Brand von Chicago, der den Großteil der Stadt zerstörte. Doch rasch wurde die Stadt wieder aufgebaut. Architekten wie Louis Sullivan und später auch Frank Lloyd Wright kamen in die Stadt, die nun als Experimentierfeld für urbane Innovationen diente. 1880 zählte die „wiedergeborene“ Stadt bereits 500.000 Einwohner.
Geburtsstunde des Hochhauses
1880
Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl und Chicago zählte nun über eine Million Einwohner. Zwar erlebten die Grundstückspreise in der Innenstadt schon seit der Ernennung zur Stadt immer wieder extreme Anstiege, doch dieses Mal drang man in eine neue Preisdimension vor. Kostete 1m² im Jahr 1880 noch 130 US-Dollar, versiebenfachte er sich bis zum Jahr 1890 fast bis auf 900US-$/m². Um rentabel zu wirtschaften, begannen Grundstückseigner ihre Grundfläche maximal zu nutzen - d.h., es musste höher gebaut werden. Dank neuer Erfindungen wie elektrischer Aufzüge, feuerfesterer Baustoffe, aber vor allem durch die Verwendung von Stahlskeletten im Gebäudebau, wurde dies möglich.
Das Home Insurance Building von 1885 (1931 abgerissen), war das erste Bauwerk, das die neuen technischen Errungenschaften vereinte, und gilt mit seinen zehn Etagen als das erste Hochhaus der Welt. Das 1889 von Dankmar Adler und Louis Sullivan errichtete Auditorium Building wies zudem - neben seiner fast perfekten Akustik - als Neuheit eine Klimaanlage auf. Zwischen 1890 und 1894 wurde das Reliance Building erbaut, welches als Vorläufer der gläsernen Vorhangwandkonstruktion gilt, die später den „internationalen Stil“ bestimmen sollte. Es gilt als Meisterwerk der Ersten Chicagoer Schule.
Ende 19. Jahrhundert
Am 1. Mai 1886 organisierten die Gewerkschaften Chicagos einen Streik, um die Arbeitszeiten von täglich 12 auf 8 Stunden zu reduzieren. Als die Polizei am 3. Mai hart durchzugreifen begann, und Streikende getötet wurden, kam es zu einem Aufstand, der als Haymarket Riot in die Geschichte einging. Das Ende des 19. Jahrhunderts war auch ansonsten keine ruhige Phase. Die Korruption erlebte seine erste Blütezeit. Viele Politiker der Stadt waren käuflich. Etwa ein Viertel der Stadträte besaßen Saloons und waren als „boodlers“ („Geschmierte“) verschrien. Hempstead Washburne, Bürgermeister von 1891 bis 1893 war für seine Wiederwahl mit dem Hinweis „klüger, für einen Mann zu votieren, der bereits genug gestohlen hat, als für einen neuen“. Auch Wahlbetrug stand an der Tagesordnung. Washburne gelang seine Wiederwahl jedenfalls nicht.
1893 bewarb sich Chicago für die Weltausstellung und gewann gegen seine Mitbewerber New York, Washington und St. Louis. Die „World Columbian Exposition“, so hieß die Veranstaltung, dauerte rund fünf Monate und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst und Architektur dieser Zeit.
World Columbian Exposition
Weitere geschichtliche Ereignisse
- Juli 1918: Als weiße Polizisten sich weigern, bei einer Steinigung eines im See schwimmenden Schwarzen einzuschreiten, folgt ein sechstägiger Aufstand mit 38 Toten.
- ab 1920: Johnny Torrio und Al Capone übernehmen die Kontrolle über große Teile der Stadt.
- Ab 1922 Chicago wird zur Jazzmetropole. Größen wie Louis Armstrong, Earl Hines oder Jelly Roll Morton beleben die "schwarzen Clubs" und prägen den "Chicago Jazz"
- 1933 Weltausstellung des Fortschritts
- 1968 wird die Democratic National Convention von Ausschreitungen in der Stadt begleitet. Später werden die Chicago Seven dafür angeklagt.
- 1974 Fertigstellung des Sears Tower
- 1983 Harold Washington wird Chicagos erster schwarzer Bürgermeister; er kommt 1987 durch einen Herzinfarkt ums Leben
- 13. April 1992 Überflutung vieler Keller in der Innenstadt durch Wassereinbruch in einen stillgelegten U-Bahn-Tunnel
Einwohnerentwicklung
Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2000 gibt es in der Stadt 2.896.016 Einwohner, 1.061.928 Haushalte und 632.909 Familien, die in der Stadt ansässig sind. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.923 Einwohner/km². Die Bevölkerung besteht zu 41,97% aus Weißen und zu 36,77% aus Afroamerikanern; 4,41% sind asiatischer Herkunft.
Der Median des Einkommen je Haushalt liegt bei 38.625 US-Dollar, der Median des Einkommens einer Familie bei 42.724 US-Dollar. 19,6% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.
Ethnischer Hintergrund von zahlreichen Einwohnern
Die Metropolregion Chicago besitzt eine der weltweit größten polnischen Gemeinden mit etwa 1,65 Millionen Einwohnern polnischer Herkunft. Damit gilt Chicago als zweitgrößte polnische Stadt nach Warschau (ca. 2 Mio. Einwohner), wobei diese Bezeichnung übersieht, dass die Vororte selbständige Kommunen sind und dass ethnische Herkunft für nachfolgende Generationen in Bedeutung abnimmt, besonders bei Kindern aus gemischten Ehen. Dies gilt auch für die zahlreiche Nachkommen deutscher Einwanderer, die in und um Chicago wohnen. Außerdem wohnen in Chicago etwa 150.000 Südslawen (insbesondere Kroaten). Da viele Einwohner irischstämmig sind, findet jedes Jahr im März eine riesige St. Patrick's Day Parade statt. Zur Feier dieses Tages wird auch der Chicago River grün gefärbt. Derzeit gibt es auch ein sehr großes Gebiet im Nordwesten der Stadt, die dadurch auffällt, dass die Schilder auf Geschäften koreanisch beschriftet sind. Ebenfalls gibt es ein Kongressbezirk in Chicago, dessen Zuschnitt eine hispanische Mehrheit im Bezirk sichert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
St. Patrick's Day
St. Patrick's Day
- Brookfield Zoo
- Adler Planetarium
- John G. Shedd Aquarium
- Clarence Buckingham Memorial Fountain and Garden (gestaltet von Marcel Francois Loyau)
- Lake Shore Drive Apartments (entworfen von Ludwig Mies van der Rohe)
- Sears Tower (von 1974-1998 höchstes Gebäude der Welt) im Loop
- John Hancock Center, ein Hochhaus, zentral in 875 North Michigan Avenue gelegen
- Wrigley-Building, im Auftrag des gleichnamigen Kaugummikonzerns erbaut
- Standard Oil Building (heisst jetzt Aon Center, siehe Amoco Building)
- Green Mills (Stammkneipe des Gangsters Al Capone, noch immer im Stil der 20er Jahre eingerichtet)
Theater
- Drury Lane Water Tower Place
- Goodman Theatre
- Merle Reskin Theatre (ehem. Blackstone Theatre)
- The Second City
- Steppenwolf Theatre
Museen
Steppenwolf Theatre
- Art Institute of Chicago
- Chicago Historical Society http://www.chicagohs.org/
- Field Museum of Natural History
- Museum of Contemporary Art
- Museum of Science and Industry
Musik
Bei der Weiterentwicklung der genuin US-amerikanischen Musikstile von Jazz, Blues und Soul hat die Stadt eine bedeutende Rolle gespielt. Durch eine große wirtschaftlich bedingte Migrationsbewegung zu Beginn der 1920er Jahre sowie die Schließung des Vergnügungsviertels Storyville in New Orleans verlagerte sich das musikalische Zentrum des Jazz zusehends nach Chicago. Bedeutende Musiker wie Louis Armstrong, King Oliver und Jelly Roll Morton waren in der Stadt aktiv. In der Southside, dem Schwarzenviertel der Stadt entwickelte sich ein reges Jazzleben. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Jazz, welcher die Soloimprovisation gegenüber der Kollektivimprovisation stärker in den Vordergrund rückte, und eher zu einer kühlen Spielweise neigte. Der von Gitarre und Mundharmonika geprägte, ländliche Delta-Blues wurde in Chicago elektrifiziert. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Blues. Die Stadt entwickelte sich zu einem bis heute aktiven Zentrum des Blues, geprägt durch Musiker wie Howlin' Wolf, Muddy Waters und Willie Dixon. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Chicago Soul, als dessen bekanntester Vertreter Curtis Mayfield gilt. Die Stadt gilt als Geburtsort der House-Music mit ihrer Untergattung Chicago House, und ist auch in der Hip-Hop-Musik einflussreich. Das Chicago Symphony Orchestra gehört zu den besten Orchestern der USA. Weitere bekannte Musiker und Bands der Stadt sind:
- AACM, Association for the Advancement of Creative Musicians, eine Vereinigung von Jazz-Musikern, die sich der Erneuerung der afrikanisch-amerikanischen Musik verpflichtet haben
- Art Ensemble Of Chicago, "Great Black Music, Ancient to the Future", wirkte stilbildend auf den Bereich der ethnisch beeinflußten Jazz-Musik
- Chicago (Band)
- Chevelle, Rockband, 'zweites Zuhause' des Jazz, Blues
- The Blues Brothers, Bluesband
- Kanye West, Rapper und Producer
Sport
Bild:Chicago_Millenium_Park2.jpg
- Chicago Bears (American Football)
- Chicago Blackhawks (Hockey)
- Chicago Bulls (Basketball)
- Chicago Cubs (Baseball)
- Chicago Fire (Fussball)
- Chicago White Sox (Baseball)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Größter Eisenbahnknotenpunkt der Welt mit mehreren Rangierbahnhöfen
- Hochbahn ('El')
- U-Bahn
- Flughäfen
- Meigs Field (2004 geschlossen aufgrund von schlechter Wirtschaftlichkeit)
- Midway Airport
- O'Hare International Airport
- Hafen (Fluss Chicago, über Sankt-Lorenz-Strom Verbindung zum Atlantik)
Sankt-Lorenz-Strom
Medien
- Harold Washington Public Library (größte öffentliche Bücherei der Welt)
Bildung
- DePaul University
- [http://www.iit.edu Illinois Institute of Technology]
- Loyola University
- Northwestern University (Hauptcampus in Evanston, Illinois, einem Vorort Chicagos)
- Roosevelt University
- University of Chicago
- University of Illinois, Chicago
- Art Institute of Chicago
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Viele bekannte Persönlichkeiten sind in Chicago geboren, wie etwa die ehemalige First Lady der USA Hillary Clinton, der Schriftsteller Ernest Hemingway oder die Schauspielerin Gillian Anderson.
Weitere Peronen, siehe: Liste der Söhne und Töchter von Chicago
Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben
- Nelson Algren (Schriftsteller)
- Ernie Banks (Chicago Cubs Baseballspieler: "Mr. Chicago Cub")
- Saul Bellow (Schriftsteller und Nobelpreisträger)
- Gwendolyn Brooks (Dichterin)
- Daniel Hudson Burnham (Stadtplaner und Architekt)
- Al Capone (berüchtigter Gangster)
- John Dillinger (berüchtigter Gangster)
- Jesse Jackson ( Politiker und Bürgerrechtler)
- Michael Jordan (Basketballspieler, lange Zeit Spieler bei den Chicago Bulls)
- Irv Kupcinet (Zeitungskolumnist: "Mr. Chicago")
- Ann Landers (Zeitungskolumnistin)
- Cyrus McCormick (Erfinder und Geschäftsmann)
- Carl Sandburg (Dichter, Sänger und Historiker)
- Georg Solti (Dirigent)
- Louis Sullivan (Architekt)
- Louis "Studs" Terkel (Schriftsteller, Historiker, Chronist)
- Dinah Washington (Bluessängerin)
- Kanye West (Rapper, Hip-Hop Produzent)
- Oprah Winfrey (TV-Moderatorin und Schauspielerin)
- Frank Lloyd Wright (Architekt)
Städtepartnerschaften
Chicago hat 25 Schwesterstädte, zu denen sie eine Städtepartnerschaft unterhält.
siehe Schwesterstädte von Chicago
Literatur
Um die Zeit des Ersten Weltkriegs wurde Chicago auch zu einem Zentrum kultureller Kreativität, insbesondere im Bereich der Literatur. Knotenpunkt dieser Bewegung war die 1912 gegründete Literaturzeitschrift Poetry: A Magazine of Verse. Zu dieser Zeit traten Edgar Lee Masters mit (Spoon River Anthology 1915) und Carl Sandburg mit Werken hervor, die sich eingehend mit Illinois und Chicago auseinandersetzten. Weitere Chicagoer Schriftsteller, die sich ihrer Stadt und Kultur annahmen, waren Eugene Field, George Ade, Henry Blake Fuller, Hamlin Garland, Robert Herrick und William Vaughn Moody. Die Autoren Theodore Dreiser, Vachel Lindsey und Ring Lardner hoben sich von ihnen mit einem spitzzüngig mokanten Stil ab. Am bekanntesten wurde jedoch Upton Sinclair mit seinen sozialkritischen Büchern, vor allem über die Schlachthöfe von Chicago. Damit hatte er einen großen Einfluss auf die europäische Literatur und vor allem auf Schriftsteller, die der Arbeiterbewegung nahestanden wie etwa Bert Brecht. Sinclair lebte jedoch nur vorübergehend in Chicago. Spätere namhafte Literaten der Stadt waren James T. Farrell, Richard Wright, Nelson Algren, Gwendolyn Brooks und Saul Bellow.
Literatur zum Thema Chicago
- Marco d'Eramo: Das Schwein und der Wolkenkratzer. Chicago: Die Geschichte unserer Zukunft, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1998. ISBN 3499605201
- Hugh Dalziel Duncan: The Rise of Chicago as a Literary Center from 1885 to 1920: A Sociological Essay in American Culture, 1964.
- Dale Kramer: Chicago Renaissance: The Literary Life in the Midwest, 1900–1930 1968.
- Carl S. Smith: Chicago and the American Literary Imagination, 1880–1920, 1984. ISBN 0226763714
siehe Auch
Weblinks
- [http://www.ci.chi.il.us/ City of Chicago]
- [http://www.encyclopedia.chicagohistory.org Enzyklopaedie von Chicago]
- [http://www.orl.arch.ethz.ch/dl/Chicago/pages/goals.html Städtebaugeschichte Chicagos]
- [http://www.chicagopolice.org Polizei Chicago]
- [http://gapapk.tripod.com/ Deutsch-Amerikanischer Polizeiverband von Chicago]
- [http://www.goethe.de/ins/us/chi/pro/vtour/index2b.htm Deutsch-Amerikanische Sehenswürdigkeiten in Chicago]
- [http://www.germanday.com/ Vereinigte Deutsch-Amerikanische Vereine von Groß-Chicago]
- [http://www.germandankschool.org/ Deutsche Schule]
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ko:시카고
simple:Chicago, Illinois
Iowa
Iowa ist der 29. Bundesstaat der USA. Beitritt in die Union am 28. Dezember 1846. Iowas Senatoren sind Chuck Grassley, R (bis Januar 2005) und Tom Harkin, D (bis Jan. 2009).
Geographie
Iowa grenzt im Norden an Minnesota, im Westen an Nebraska und South Dakota, im Süden an Missouri, und im Osten an Wisconsin und Illinois.
Der Mississippi bildet die östliche Grenze des Staates. Die westliche Grenze wird im Süden von Sioux City durch den Missouri und nördlich von Sioux City durch den Big Sioux River gebildet. Die Topographie des Staates ist durch leicht gewölbte Ebenen gekennzeichnet. Löss-Erhebungen finden sich entlang der Westgrenze. Manche dieser Erhebungen sind über hundert Meter dick. Zu den wenigen natürliche Seen zählen Spirit Lake, Lake Okoboji und West Lake Okoboji im Nordwesten Iowas.
Der tiefste Punkt ist Keokuk in Südwest-Iowa. Der höchste Punkt ist Hawkeye Point, der sich auf einer Farm nördlich von Sibley in Nordwest-Iowa befindet. Im Verhältnis zur Fläche sind die Höhenunterschiede relativ gering.
Größte Städte
(Einwohner 1. Juli 2004)
- Des Moines - 194.311
- Cedar Rapids - 122.206
- Davenport - 98.355
- Sioux City - 83.680
- Waterloo - 66.767
- Iowa City - 63.027
- Council Bluffs - 59.347
- Dubuque - 57.504
- Ames - 52.319
- West Des Moines - 51.363
- Cedar Falls - 36.343
- Ankeny - 34.439
- Urbandale - 33.379
- Bettendorf - 31.615
- Marion - 29.825
- Mason City - 28.177
- Clinton - 27.319
- Marshalltown - 26.057
- Fort Dodge - 25.723
- Burlington - 25.579
- Ottumwa - 24.680
- Muscatine - 22.713
- Liste der Städte in Iowa
- Liste der Countys in Iowa
Geschichte
Liste der Countys in Iowa
Der Staat wurde nach dem Fluss Iowa benannt, der wiederum nach den Iowa oder Ioway Indianern benannt wurde. 1846 wurde Iowa der 29. Bundesstaat. Iowa wird auch "Hawkeye State" genannt, als Tribut an Häuptling Black Hawk. Er war ein Anführer des Volksstammes der Sac, die nach erfolglosem Kampf gegen die Ansiedlung von Weißen nach Iowa umgesiedelt wurden.
Iowa gilt mit seinen fruchtbaren Prärien und seiner großen Landwirtschaft als der typische Bundesstaat des Mittleren Westens. Obwohl er auch manchmal "Corn State" (Maisstaat) genannt wird, ist Iowa eher der Brotkorb Amerikas. Mehr als 90% der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Jagd und Fischfang gehören zu den beliebtesten "outdoor" Freizeitbeschäftigungen in Iowa. Iowa hat Parks und Sehenswürdigkeiten von beträchtlicher historischer und archäologischer Bedeutung aufzuweisen; eine der bekanntesten ist das Effigy Mounds National Monument im Nordosten Amerikas.
Bevölkerung
Laut dem U.S. Census Bureau, wurde mit Stand von | | |