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Illinois (Fluss)

Illinois (Fluss)

Illinois River (disambiguation) Der Fluss Illinois ist einer der Hauptzuflüsse des Mississippis, etwa 440 km lang, und entwässert ein Gebiet von über 100.000 Quadratkilometern. Der Verlauf des Flußes ist gänzlich innerhalb des US-Bundesstaates Illinois. Er hatte für die Indianer und für französische Händler des 17. und 18. Jahrhundert eine große Bedeutung als Verbindung zwischen den Großen Seen und dem Mississippi. Seit dem 19. Jahrhundert bildete er dann ein Teil des Illinois Waterways.

Verlauf

Der Illinois wird durch den Zusammenfluss der Flüße Kankakee und Des Plaines im westlichen Teil von Grundy County (Illinois) gebildet, etwa (16 km) südwestlich von Joliet.

Geschichte

Orte entlang des Verlaufs der Illinois


- Bath
- Beardstown
- Browning
- Chillicothe
- Creve Coeur
- East Peoria
- Florence
- Hardin
- Havana
- Hennepin
- Henry
- Kampsville
- Kingston Mines
- La Salle
- Lacon
- Liverpool
- Marseilles
- Meredosia
- Morris
- Naples
- Naplate
- Oglesby
- Ottawa
- Pekin
- Peoria
- Peoria Heights
- Peru
- Rome
- Seneca
- Spring Bay
- Spring Valley
- Valley City

Literatur

"Geology Underfoot in Illinois", Raymond Wiggers, 1997 Kategorie:Fluss in den USA simple:Illinois River

Mississippi (Fluss)

Der Mississippi (Mississippi River) ist ein 3.778 km langer Fluss bzw. Strom in den USA. Zusammen mit dem längeren Missouri, mit dem sich der Mississippi vereinigt, bildet er als Missouri-Mississippi den längsten Strom in Nordamerika. Er entspringt im US-Bundesstaat Minnesota und fließt südwärts ins Mississippidelta in den Golf von Mexiko.

Flusslauf

Der Mississippi entspringt dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota. Er vereinigt sich mit dem Missouri und dem Meramac bei St. Louis in Missouri und mit dem Ohio in Illinois. Bis auf das Gebiet um die Großen Seen entwässert der Fluss das gesamte Gebiet zwischen den Rocky Mountains im Westen und den Appalachen im Osten. Er fließt durch das Gebiet von zehn US-Staaten: Minnesota, Wisconsin, Iowa, Illinois, Missouri, Kentucky, Arkansas, Tennessee, Mississippi und Louisiana, bevor er im Mississippidelta ca. 160 km südlich von New Orleans in den Golf von Mexico einmündet. Flussabwärts ist der Mississippi River ab Minneapolis schiffbar. Die Fahrrinne ist meist zwischen 3m und 3,65 tief (10-12 feet). Sie wird ständig von vielen Spezialbooten von Sedimenten freigehalten. Pro Stunde spült der Mississippi ca. 40t Sedimente in das Flussdelta. Die tiefste Stelle ist bei Baton Rouge mit 60,35m (198 feet). Ab dort ist er auch für die Seeschiffe befahrbar. Über den Intracoastal Waterway sowie den Illinois Waterway besteht Anschluss an das Gebiet der Großen Seen. Nach neueren Forschungen im Jahr 2005 wird gesagt, dass der Mississippi nicht mit seinem Delta endet, sondern als untermeerischer Strom noch rund 2000 Kilometer weiter bis nach Kuba fließt.

Quelle

Im Gegensatz zu den meisten großen Flüssen besitzt der Mississippi keine großen Quellflüsse. Er entspringt dem Itascasee als ein fünf Meter breiter Bach. Der See liegt etwa bei 47° 15' nördlicher Breite und 95° 12' westlicher Länge, ca. 450 m ü. M. Da ein Quellsee eigentlich keine Quelle sein kann, weil er selber wiederum auf Zuflüsse angewiesen ist, sehen viele Menschen in der Quelle eines kleinen Baches, der in den Itascasee mündet, die Mississippiquelle. Diese Quelle liegt in 512 m Höhe.

Etymologie

Wovon sich der Name Mississippi ableitet ist ungewiss, aber es gibt mehrere Möglichkeiten. Vielleicht stammt es aus der Sprache der Algonkin und bedeutet „Vater der Ströme“ oder „Vater der Gewässer“. Eine andere Variante wäre aus der Sprache der Anishinabe Messipi für „großer Fluss“. Vom Wort Mississippi leitet sich wiederum viele Begriffe aus allen möglichen Bereichen ab, wie zum Beispiel der Bundesstaat Mississippi, der Mississippi-Alligator oder der Mississippi Delta Blues. Die nördlichen Stämme Amerikas nannten den Fluss Mitchisipi oder auch Misipi was soviel wie Großer Fluss oder Vater der Gewässer bedeutet.

Nebenflüsse

Mississippi Delta Blues Linke Nebenflüsse:
- St. Croix
- Black River
- Chippewa River
- Rock River
- Wisconsin River
- Illinois
- Kaskaskia River
- Ohio
- Hatschie River
- Yazoo River
- Big Black River Rechte Nebenflüsse:
- Minnesota
- Root River
- Turkey River
- Iowa
- Skunk River
- Salt River
- Missouri
- St. Francis River
- White River
- Arkansas
- Red River

Große Städte am Flusslauf


- Minneapolis (Minnesota)
- St. Paul (Minnesota)
- St. Louis (Missouri)
- Davenport (Iowa)
- Memphis (Tennessee)
- Baton Rouge (Louisiana)
- New Orleans (Louisiana)

Geschichte

Von 700 bis ca. 1600 erstreckte sich am Mississippi die Mississippi-Hochkultur. Der spanische Entdecker Hernando de Soto war am 8. Mai 1541 der erste Europäer, der den Fluss entdeckte. Er nannte ihn Rio de Espiritu Santo. 1673 brachen Louis Joliet und Jacques Marquette zu einer großen Expedition auf dem Mississippi auf. Als erster Europäer erreichte René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle 1683 die Mündung des Flusses. Der Fluss stellte lange Zeit eine Westgrenze des europäisch besiedelten Gebiets in den USA dar. Indianische Stämme wie die Cherokee wanderten über den Fluss nach Westen, das Land westlich des Mississippi war für unbestimmte Zeit als Reservatsland vorgesehen. Gleichzeitig war er der wichtigste Verkehrsweg des Landes. Er hatte sowohl kommerzielle Bedeutung, als auch während des amerikanischen Bürgerkriegs militärische. Ab 1812 fuhr der erste Schaufelraddampfer, Robert Fultons New Orleans im Linienverkehr zwischen New Orleans und Natchez. Bis 1817 waren es bereits 17 dampfgetriebene Fahrzeuge auf dem Fluss geworden, Ende 1818 bereits 31; 1820 waren es 69 Schiffe, bis 1836 war die Zahl auf 381 gestiegen und bis 1850 auf 740 Dampfschiffe. Die meisten Schiffe verkehrten zwischen New Orleans und Louisville, andere auch zwischen New Orleans und Natchez. Kleinere Boote fuhren auch den Yazoo hinauf, um dort direkt die Baumwolle abzuholen. Vor allem transportierte diese Schiffe Baumwolle in den Hafen von New Orleans von wo aus sie nach Europa verschifft wurde. Eine erste Konkurrenz für die Schiffe begann mit der Eisenbahn. Die erste Strecke, die Vicksburg-Jackson-Railroad nahm 1838 ihren Betrieb auf. Viele Forschungsreisende machten sich auf die Suche nach der Quelle des Mississippis, wie z.B. Zebulon Pike, der im Dezember 1805 auf Expedition ging. Er vermutete fälschlicherweise im Lake Leech die Quelle. Erst 1832 gelang Henry Rowe Schoolcraft und Allen die Entdeckung des Itascasees als Quellsee des Stromes. Besonders die Geschichten Mark Twains über den Fluss gingen in die Weltliteratur ein.

Siehe auch


- Die längsten Flüsse der Erde Kategorie:Fluss in den USA ja:ミシシッピ川 ko:미시시피 강 simple:Mississippi River

Illinois

Illinois [] ist ein US-amerikanischer Bundesstaat. Er liegt im mittleren Westen und grenzt im Nordosten an den Michigansee. Der Name kommt aus der Algonkin und dem Französischen und bezeichnet das Volk der Illiniwek, das früher das Land bewohnte. Unter anderem befinden sich die Millionenstadt Chicago in Illinois. Die postalische Abkürzung ist IL.

Geographie

Illinois ist ein Präriestaat der USA. Der Mississippi-River bildet im Westen die Grenze zu den Staaten Iowa (im Nordwesten) und Missouri (im Südwesten). Im Südosten übernimmt der Ohio-Fluss diese Rolle zu dem Staat Kentucky. Nördlich von Illinois befindet sich Wisconsin und im Osten Indiana. Durchflossen wird der Staat von den Flüssen Illinois und Kaskaskia, die in den Mississippi münden, sowie Embarras und Sangamon, die im Wabash bzw. Illinois River einfliessen. Im Nordosten hat der Staat eine gemeinsame Grenze mit Michigan in der Mitte des Michigansees. Höchster Punkt in Illinois ist der Charles Mound im Jo Daviess County (421 m). Der tiefste Punkt ist bei Cairo, wo Mississippi und Ohio zusammenfließen.
- Liste der Countys in Illinois

Geschichte

Liste der Countys in Illinois Vom 8. Jahrhundert bis ins 13. Jahrhundert war Illinois ein Teil der hoch entwickelten Mississippi-Kultur, unter anderem mit der Siedlung Cahokia. Heute können hier Hügelgräber betrachtet (und bestiegen) werden, die UNESCO Weltkulturerbe sind. 1673 kamen die Franzosen Louis Joliet (Forscher) und Jacques Marquette (Jesuitenmissionar) ins Land und waren somit die allerersten Europäer. 1712 kam das Land zur französischen Kolonie Louisiana, doch musste Frankreich 1763 Illinois an Großbritannien abtreten. 1783, im Vertrag von Paris, der den Unabhängigkeitskrieg der USA beendete, fiel das Gebiet an die USA, die es 1787 ins Nordwestterritorium eingliederten. Ab 1800 Teil des neu geschaffenen "Indiana-Territory", erhielt Illinois 1809 ein eigenes Territorium. Am 3. Dezember 1818 wurde Illinois als 21. Bundesstaat in die Union der USA aufgenommen. Die ersten Siedlungen waren im Süden, entlang den Mississippi und Ohio Flüßen. Kaskaskia (heute ein Dorf mit nur 38 Einwohner, das aufgrund von Verschiebungen in der Bahn des Mississippi nun auf dem westlichen Ufer ist) war die erste Hauptstadt. 1820, als die Siedlung des Staates voran schritt, wurde das zentraler gelegene Vandalia Hauptstadt. 1837 wurde die Hauptstadt erneut nach Norden verlegt, nach Springfield, was nur 18 Meilen westlich des geografischen Mittelpunkt des Bundeslands liegt. In dieser Zeit wurde der fruchtbare Prärieboden im mittleren und nördlicheren Bereich des Staates (Wisconsin Gletscherphase), aufgrund von neuen Entwicklungen in der Drainage- und Pflugtechnik, besiedelt. Der gewonnene Black-Hawk-Krieg trug ebenfalls, zusammen mit dem Ankunft der Eisenbahn, zu einer schnellen Ausbreitung in den restlichen Bundesstaat. 1836 begann der Bau des Illinois-Michigan-Kanals, der den Mississippi Fluss mit den Großen Seen (und über dem Sankt-Lorenz-Strom auch zum Atlantischen Ozean) verband. Die Illinois Central Railroad erhielt 1851 eine Charta vom Landtag, die jede zweite Quadratmeile links und rechts der geplanten Route der Eisenbahngesellschaft spendete, und aus deren Erlös das Kapital für den Bau des Schienenwegs kommen soll. Sie verband Cairo im Süden mit Galena und Chicago im Norden. Die zwei Zweiglinien kamen bei Centralia zusammen. Abraham Lincoln war der Firmenanwalt für die Eisenbahn, nachdem er zuvor eine Wahlperiode für die Whig-Partei im Kongress (1847-48) gewesen ist. Nach einem erfolglosen Wahlkampf gegen Stephen A. Douglas um den Senatssitz von Illinois 1858, gewann er die Wahl zum Präsidenten kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs. Sein Heimatstaat, in dem die Sklaverei schon seit Etablierung des Nordwestterritoriums 1787 verboten war, blieb der Union treu. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Chicago von einem unbedeutenden Handelsposten (Fort Dearborn) zu einem industriellen Gigant, dank ihre Lage an der Südspitze vom Michigansee, wo viele Eisenbahnlinien zusammen kamen. Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl von 500.000 auf eine Million. Am 1. Mai 1886 fand hier der Haymarket Riot statt und fünf Jahre später in der Waggonfabrik der Pullman-Firma einen weiteren bekannten Streik. 1892 wurde die Stadt Gastgeberin für die Columbian Weltausstellung anlässlich des 400. Jahrestag des Ankunfts von Christopher Columbus auf die Insel Hispaniola. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderst wurde die Marke von 2 Millionen Einwohner überschritten, und wenige Jahre vor der Wirtschaftskrise 1929 erreichte die Stadt eine Bevölkerungszahl von 3 Millionen Einwohner. Das waren etwa 40% der Bevölkerung des gesamten Bundesstaats.
- Liste der Gouverneure von Illinois

Bevölkerung

Illinois hat 12.653.544 Einwohner (Stand: 2003), davon 67,8 % Weiße (darunter, 19,6 % mit deutschen und 12,2 % mit irischen Vorfahren), 15,1 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 12,3 % Hispanics, 3,4 % Asiaten, 0,2 % Indianer (ca. 20.000). In den 1980er Jahren kam eine große Welle Einwanderer überwiegend aus Asien und Lateinamerika ins Land. In Chicago lebt eine polnischstämmige Minderheit, die ca. 950.000 Einwohnern entspricht. Es gibt in Illinois 2002 rund 4.591.779 Haushalte. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002: 30.075 US-Dollar.

Größte Städte


- Liste der Städte in Illinois
- Liste der Countys in Illinois

Wirtschaft

Illinois hat sehr fruchtbare Böden, die überwiegend dem Soja- und Maisanbau (Maisgürtel) gewidmet werden. Nebenbei werden andere Produkte, wie z. B. Weizen, Sorghum oder Obst angebaut. Im Süden des Landes gibt es Vorkommen von Kohle (eher weiche Braunkohle mit wenig Bitumen), sowie kleinere Reserven von Erdgas und Erdöl. Neben der Agrikultur spielt auch die Industrie eine große Rolle in der Wirtschaft von Illinois. Schwerpunkt der industriellen Wirtschaft des Staates ist natürlich Chicago. Dies hat der Dichter Carl Sandburg in seinem Gedicht "Chicago" verewigt: "Hog Butcher for the World, Tool Maker, Stacker of Wheat, Player with Railroads and the Nation's Freight Handler; Stormy, husky, brawling, City of the Big Shoulders". Aufgrund der günstigen Verkehrssituation, wo viele Eisenbahnrouten an der Südspitze des Michigansees zusammentreffen, entwickelte sich hier eine große Schlacht- und Lebensmittelverarbeitungsindustrie. Die Wasserstraßenanbindung von hier an den Mississippi und den St.-Lorenz-Seeweg tragen auch zu der Rolle als Handels- (Chicago Board of Trade mit Rohstoffen und Termingeschäften, sowie Sitz mehrerer Einzelhandelskonzerne wie z. B. Sears) und Verkehrsknotenpunkt bei. Im Süden der Stadt (an der Grenze zu Indiana bei Gary), bestimmt die Eisen- und Stahlindustrie den wirtschaftlichen Schwerpunkt. Auch in den kleineren Zentren des Landes gibt es Industrie. Diese ist zumeist eng mit der Landwirtschaft verbunden, wie z. B. Landmaschinenbau (John Deere hat in Moline und Caterpillar in Peoria ihren Sitz) sowie Agrarindustrie (Archer Daniels Midland und A. E. Staley in Decatur stellen Sojaöl und Maissirop her). Der wirtschaftliche Anteil von Verwaltung (in der Landeshauptstadt Springfield), Versicherung (in Bloomington) und Informationstechnologie (in den Universitätsstadt Champaign) nimmt mit der wachsenden Bedeutung der Dienstleistungssektoren zu.

Weblinks


- http://www.greatlakes.de/rundreisen/index.cfm?Location_ID=86&menu_ID=10
- http://fhh1.hamburg.de/maps/nordamerika/illinois.htm
- http://www.campamerika.de/KarteIllinois.htm
- http://www100.state.il.us/ (engl.)
- http://www.chicago-illinois.de/
Kategorie:US-Bundesstaat ja:イリノイ州 ko:일리노이 주 th:มลรัฐอิลลินอยส์

Indianer

Indianer (englisch Indians bzw. American Indians, Native Americans oder First Nations spanisch indios bzw. pueblos indigenas) ist die verbreitete Bezeichnung aller Menschen, die den Kontinent Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) bereits vor der europäischen Kolonisierung bevölkert haben. Diese Völker sind ihrerseits allmählich durch Völkerwanderungen auf verschiedenen Wegen von Asien und möglicherweise auch von weiteren Kontinenten nach Amerika gelangt und haben sich dort vielfältig weiterentwickelt. Sie werden im Unterschied zu europäischen Einwanderern auch "Ureinwohner Amerikas" oder "indigene Völker Amerikas" genannt. Asien

Der Begriff

Die Bezeichnung "Indianer" (ursprünglich spanisch: indios) geht auf ein Missverständnis von Christoph Columbus zurück, der glaubte, in "Indien" gelandet zu sein, als er Amerika im Jahre 1492 für die Europäer entdeckte. "Indien" nannten die europäischen Seefahrer allgemein Ostasien, das sie über den westlichen Seeweg zu erreichen suchten. Auch nachdem sie ihren Irrtum erkannt hatten, behielten sie den Begriff bei. "Indianer" ist die deutsche Version des englischen "Indians", mit dem die nordeuropäischen Kolonialmächte besonders die Ureinwohner Nordamerikas meinten. In Süd- und Mittelamerika dagegen wurden die voreuropäischen Bewohner auf Spanisch "Indios" genannt. "Indianer", "Indians" oder "Indios" ist ein von Europäern verwendeter Sammelbegriff, der viele verschiedene Ethnien umfasst, die kulturell zum Teil sehr stark voneinander abweichen. Damit vereinheitlichten die Kolonialherren die Bewohner der eroberten Gebiete als fremde "Rasse". Deshalb unterliegt der Begriff bis heute dem Verdacht einer diskriminierenden "Markierung". Die so genannten Völker Amerikas selbst kannten vor Columbus keine entsprechende Gesamtbezeichnung; sie definierten sich ausschließlich über ihre jeweilige Volksgruppe. Im Zuge der weißen Vorherrschaft, Verfolgung und Genozide gewannen besonders die Ethnien Nordamerikas jedoch zunehmend ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Heute verwenden sie in den USA für sich die englischen Begriffe American Indian (Indianer) oder Native American (amerikanische Ureinwohner), wobei ersterer - besonders von politisch aktiven Menschenrechtskämpfern - bevorzugt wird [http://www.infoplease.com/ipa/A0762158.html]. In Kanada ist First Nations (Erste Nationen) synonym dafür üblich. Dieser Begriff umfasst auch die Inuit, Unangan und Yupik in Alaska und der nordkanadischen Arktis. Sie trafen wesentlich später in Amerika ein und unterscheiden sich genetisch und kulturell stark von den vorherigen Einwanderern. Dies gilt auch für die Ureinwohner Hawaiis, Amerikanisch-Samoas und der Osterinseln. Sie werden daher in der Regel nicht in den Begriff "Indianer" eingeschlossen. Dies gilt auch für die Métis, die Nachfahren von europäischen Pelzhändlern und indianischen Frauen. In Lateinamerika heißen Nachkommen von Europäern und Indianern "Mestizen". Für die Ureinwohner herrscht hier die Bezeichnung Pueblos Indígenas (Indigene Völker Süd- bzw. Mittelamerikas) vor. Weniger gebräuchlich ist Indios. Im brasilianischen Portugiesisch versteht man unter "Indio" allgemein "Ureinwohner". Man kennt also nicht nur den "Indio latinamericano" sondern auch den "Indio africano" oder den "Indio australiano".

Besiedlung Amerikas

Mittelamerikas Siehe Hauptartikel: Besiedlung Amerikas Die Besiedelungsgeschichte Amerikas ist stark umstritten. Wahrscheinlich ist aber, dass der amerikanische Kontinent in mehreren Einwanderungswellen besiedelt worden ist und dass diese im Zeitraum von 28.000 v. Chr. und 9.000 v. Chr. Amerika erreichten. Die am häufigsten erwähnte Route führte von Sibirien über die Beringstraße nach Alaska und von da nach Süden über den ganzen Doppelkontinent. Nimmt man eine alleinige Einwanderung über diese Route an, so hätte man in Alaska die ältesten Spuren finden müssen. Der bisher älteste gesicherte archäologische Fund (ca. 13.800 v. Chr.) stammt jedoch aus Chile. Die Inuit als Bewohner der nördlichsten Regionen Amerikas sind erst mit der letzten großen voreuropäischen Einwanderungswelle dorthin gelangt. Darum kommen für frühere Ethnien auch andere mögliche Einwanderungswege in Frage, etwa über Polynesien oder den Nordatlantik. Für letzteres spricht u.a. die frappierende Ähnlichkeit von Steinklingen der Clovis-Kultur mit europäischen Steinklingen derselben Zeit. Clovis-Kultur Die Indianer passten sich ihrer jeweiligen neuen Umwelt an, wurden Fischer, nomadische Jäger und Sammler oder sesshafte Ackerbauern. Sie züchteten Pflanzen wie Mais, Kürbis und Kartoffel. In Mittel- und Südamerika entwickelten die Indianer städtische Hochkulturen, die großteils erst von den spanischen Kolonisten vernichtet wurden. Tenochtitlan, die Hauptstadt des Aztekenreiches, war vor der Zerstörung durch Hernando Cortez' Truppen eine der größten Städte der Welt, größer als die europäischen Städte der Zeit. In Nordamerika existierten im östlichen Einzugsgebiet des Mississippi komplexe Gemeinwesen (Templemound-Kulturen), die jedoch bis kurz vor Ankunft der ersten europäischen Siedler weitgehend zerfallen waren, wahrscheinlich wegen zahlreichen Krankheitserregern, die frühe europäische Entdecker mitgebracht hatten. An ihre Stelle traten kleinere Gemeinwesen von Überlebenden der Epidemien, die in dörflichen Gemeinschaften lebten und Ackerbau betrieben. Im Südwesten der heutigen USA entstanden teilweise mehrstöckige Lehmbausiedlungen mit bis zu 500 Räumen, die Pueblos. Viehzucht konnte sich unter den indianischen Kulturen fast gar nicht entwickeln, da es außer dem Lama, anderen Kameloiden wie Alpaca und Vicuña im Reich der Inka, dem Truthahn und dem Wolf keine domestizierbaren Tierarten gab. Man ging zu Fuß und transportierte Lasten selbst. Würdenträger in hierarchischen Gesellschaften Mittel- und Südamerikas wurden mitunter auch in Sänften getragen. Als Lasttiere standen neben dem Lama der Inka nur noch Hunde für kleinere Lasten zur Verfügung, die man in Nordamerika in einfache dreieckige Schleppgeschirre, Travois, einspannte. Obwohl Amerika von weitverzweigten Handelsnetzen überzogen war, erwiesen sich die großen Wüsten Nordmexikos und die undurchdringlichen Urwälder Mittelamerikas als erhebliche Barrieren für den Technologieaustausch in der westlichen Hemisphäre. Außer einigen mittelamerikanischen Kulturen, die eine Art Bilderschrift besaßen (die Maya entwickelten diese zu einem echten Schriftsystem), hinterließen die Kulturen der westlichen Hemisphäre keine schriftlichen Zeugnisse der Vergangenheit. Unter den Prärieindianern existierten Chroniken, die graphische Symbole für das wichtigste Ereignis eines jeden Jahres innerhalb einer Gruppe verwendeten. Ohne mündlichen Kommentar waren diese Chroniken jedoch nicht verständlich. Die bedeutendste Bilderschrift ist die auf Baumrinde festgehaltene Stammes-Sage der im Osten der heutigen USA beheimateten Lenni Lenape, bekannt als Walam Olum. Indianische Überlieferung erfolgte daher großteils mündlich, wobei Tatsachenberichte und Mythen oft fließend ineinander übergehen. In jüngerer Zeit haben archäologische und geologische Funde jedoch bewiesen, dass indianische oral history Jahrhunderte und teilweise gar Jahrtausende zurückliegende Ereignisse bewahrt hat. Um 1000 n. Chr. fand eine Gruppe Wikinger unter Leif Eriksson den Weg nach Amerika. Sie gründete in Neufundland eine Kolonie. Unklar ist, wie lange diese bevölkert war. Möglicherweise gab es im 12. Jahrhundert eine Gruppe um den walisischen Prinz Madoc, die nach Nordamerika segelte und den Indianerstamm der Mandan gründeten. Nach der Ankunft von Christoph Columbus in Amerika wurde der Doppelkontinent in grossem Stil von Europäern besiedelt.

Kolonialgeschichte

Christoph Columbus Siehe Hauptartikel: Indianer Nordamerikas, Indigene Völker Südamerikas Die europäischen Kolonisten änderten das Leben der Indianer stark. Viele indianische Volksgruppen wurden durch Vernichtungskrieg, eingeschleppte Krankheiten, Umsiedlungen und Versklavung gänzlich vernichtet. Umstritten ist, wie zahlreich die Bevölkerung Amerikas vor Ankunft der Europäer war. Bevölkerungsschätzungen erfolgten oft erst, nachdem große Teile von regionalen Bevölkerungen bereits vernichtet worden waren. Viele Völker verschwanden nach 1492 durch eingeschleppte Seuchen, ohne dass ein Europäer sie überhaupt zu Gesicht bekommen hatte. Im 19. Jahrhundert und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Schätzungen präkolumbianischer Bevölkerungen besonders durch US-amerikanische Anthropologen von Generation zu Generation auf Bruchteile vorheriger Schätzungen reduziert. Um 1940 ging man nach einer Publikation des einflussreichen Anthropologen Alfred Kroeber offiziell davon aus, dass 1492 in der gesamten westlichen Hemisphäre insgesamt lediglich acht Millionen und nördlich des Rio Grande nur etwa eine Million Menschen lebten (der US-Zensus von 1890 hatte 235.116 überlebende Indianer registriert). Diese Schätzungen waren maßgeblich politisch motiviert, da sie die stattgefundene Vernichtung indianischer Völker möglichst klein erscheinen ließ und den Mythos aufrecht erhielt, die Weißen hätten einen weitgehend "leeren" Kontinent erobert. In den 1960er Jahren machte sich die Berkely School unter Zuhilfenahme moderner Methoden daran, die präkolumbianischen Bevölkerungen einzelner Regionen insbesondere unter dem Gesichtspunkt damaliger Landwirtschaftstechniken und Carrying Capacities zu rekonstruieren. Demzufolge wurde die Bevölkerung von Hispaniola allein auf acht Millionen geschätzt, die von Zentralmexiko sogar auf 25 Millionen. Borah korrigierte demzufolge die Schätzung für Nordamerika auf 7,5 Millionen. Dobyns ermittelte später sogar eine präkolumbianische Bevölkerung Nordamerikas von 18 Millionen. Heutzutage schätzt die Mehrheit der führenden Anthropologen, dass die Gesamtbevölkerung der westlichen Hemisphäre um 1500 ca. 75 bis 110 Millionen Menschen betrug und nördlich des Rio Grande ca. 12 Millionen Menschen lebten. Ein Erklärungsansatz besagt, dass die später beobachteten rießigen Büffelherden Weidetiere der stark dezimierten Indianer waren. Die Herdengröße stellte keineswegs ein natürliches Gleichgewicht dar, sondern beruhte auf in wenigen Generationen eingetretener Übervermehrung nach dem starken Rückgang der menschlichen Population (drittes Volterra-Gesetz). Das in dieser Hinsicht als sehr konservativ bekannte Smithsonian Institute hat seine Schätzung für Nordamerika vor einiger Zeit auf drei Millionen Menschen verdreifacht. Smithsonian Institute Hernán Cortés gelang es, mit 180 Soldaten und mit verbündeten Indianern, das mächtige Reich der Azteken gänzlich zu vernichten. Auch in der Karibik wurde die Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit fast völlig ausgelöscht. Bei anderen Eroberungen, vor allem Perus, kam es zu exzessiven Massakern. Um die Frage der Behandlung der Indianer in Lateinamerika entspann sich ein umfassender ideologischer Konflikt mit den Exponenten Bartolomé de Las Casas als "Generalverteidiger der Indios" und Juán Ginés de Sepúlveda, der die Indios als eine Art Untermenschen betrachtete. Bemühungen zum Schutz der Indios scheiterten, stattdessen wurden die Überlebenden zur Arbeit zum Beispiel in Minen gezwungen. Die spanischen und portugiesischen Kolonisten in Mittel- und Südamerika sandten Unmengen an Gold, Silber und anderen Rohstoffen nach Hause. Die Mutterländer in Europa ihrerseits entsandten Männer nach Übersee, die sich dort mit indianischen Frauen verbanden. Rasch wurden die Länder mit Mestizen bevölkert. Es entstand eine Zweiklassengesellschaft: Die herrschende Klasse bildeten die Spanier und Portugiesen, die untere Klasse die Mestizen und Indianer. In Nordamerika richteten vor allem Krankheiten wie Pocken, Masern und Grippe bei den Indianern katastrophale Schäden an. Die Auswirkungen stehen somit den Opferzahlen der spanischen Grippe nicht nach. Die Indianer verfügten über keinerlei Abwehrstoffe gegen diese für sie neuartigen Krankheiten. Europäische Kolonisten machten sich dies zunutze, indem sie pockeninfizierte Decken an Indianer verteilten. Weiter trugen in den britischen Kolonien in Nordamerika und später in den US-Bundesstaaten die Skalpprämien zur Vernichtung der Indianer bei, manche Bundesstaaten bis in die 1880er Jahren. Ein Skalp wurde als Beweis für die Tötung eines Indianers betrachtet und finanziell entlohnt. Durch dieses System wurde der Massenmord an Indianern zu einem lukrativen Wirtschaftszweig, der ohne den Einsatz der Armee auskam. In Kalifornien beispielsweise wurden so nach dem Goldrausch von 1849 innerhalb von nur zwei Jahrzehnten mehrere zehntausend Indianer ermordet. Skalpprämien Welchen Anteil wirtschaftliche Ausbeutung und desolate Sozialverhältnisse, kriegerische Auseinandersetzungen, Epidemien und geplanter Genozid an dieser demographischen Katastrophe tatsächlich hatten und in welchem Verhältnis sie zueinander standen, wird vermutlich dauerhaft einen ideologischen Streitfall darstellen, der sich aufgrund mangelnder Quellenlage nicht versachlichen kann. Fest steht nur, dass hunderte von Völkern mitsamt ihrer Kultur und Sprache vollständig vernichtet worden sind und die Vernichtung der indianischen Völker die größte demographische Katastrophe in der Geschichte der menschlichen Spezies darstellt. Sowohl in Nord- wie auch Mittel- und Südamerika trugen Missionare unterschliedlichster christlicher Glaubensgemeinschaften das ihre zur Vernichtung der indianischen Kulturen bei. Oft wurden Indianer gezwungen, ihren traditionellen Glauben zu Gunsten des Christentums aufzugeben. Damit verbunden war das Verbot kultureller Eigenheiten. So mussten Männer ihre Haare schneiden, Polygamie war ebensowenig erlaubt wie die Verwendung der Stammessprache. Spanische und teilweise auch andere europäische Kolonisten führten Pferde mit sich, von denen einige flohen und sich besonders in der Wildnis der nordamerikanischen Plains ausbreiteten. Rasch entstanden so indianische Reitervölker. Die Pferde erleicherten die Jagd und den Transport der nomadischen Völker ungemein und führten zu einem veränderten Kräfteverhältnis unter den Völkern. In Nordamerika dauerten die Widerstandskämpfe indianischer Völker gegen die Unterwerfung durch die Weißen bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Seither unterstehen alle der kanadischen respektive US-amerikanischen Staatsgewalt.

Leben der Indianer in der Gegenwart

Mittel- und Südamerika

Plains]] Siehe Hauptartikel: Indigene Völker Südamerikas In vielen Staaten Mittel- und Südamerikas bilden Nachkommen der Indianer heute einen großen Teil der Bevölkerung. In Mexiko wird die indigene Bevölkerung auf 10-30 Prozent geschätzt; Mestizen machen rund 60 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. 10 Prozent der Menschen in Belize sind Indigene, 45 Prozent Halbblute. In Guatamala sind 45 Prozent Nachkommen der Maya. In Bolivien und Peru stellen die Indigenen die Mehrheit. Wenig zahlreich sind sie in Costa Rica, Kuba, in der Dominikanischen Republik und in Uruguay. Nur wenige indigene Sprachen sind amtlich anerkannt, Ausnahmen sind Aymara in Bolivien, Quechua in Bolivien und Peru sowie Guaraní in Paraguay. In Guatamala sprechen 40 Prozent der Menschen Maya, trotzdem gilt sie nicht als offizielle Amtssprache.

Nordamerika

Siehe Hauptartikel: Indianer Nordamerikas In Nordamerika leben die Indianer oft in Reservationen oder Reservaten. In Kanada sind die Reservate ursprünglich eine Nachfolge der Verträge (treaties), die die Indianer mit der Regierung unterschrieben, und die den Indianern bestimmte Stücke Land für ihre eigenen Zwecke "schenkten" und auf denen sie wohnen dürfen, ohne Steuern zu bezahlen. Viele Indianer sind aber in den letzten Jahren in Städte umgezogen, ebenso in den USA. Die Indianerpolitik der USA war wankelmütig und wechselte je nach Regierung. Als Ergebnis leben die Indianer heute meist desillusioniert in Armut. In den USA sind Indianer eher eine Randgruppe mit wenig bis keiner Anerkennung. Gemäss Volkszählung 2000 machen die Indianer und Indigene Alaskas rund 1 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, wovon etwa 85 % außerhalb von Reservationen leben, meist in Städten.

Kultur

Die indianischen Völker Amerikas unterschieden sich vor der Unterwerfung durch die europäsichen Einwanderer stark voneinander. Einige waren Jäger- und Sammler, andere lebten vom Fischfang oder betrieben Landwirtschaft. Einige lebten in kleinen Gruppen, andere hatten hoch entwickelte Nationen gebildet. Trotz der deutlichen kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen lassen sich einige Elemente feststellen, die bei den meisten indianischen Ethnien ähnlich sind. Dazu gehören der weit verbreitete Glaube an Tiergeister, das visionäre Fasten sowie der Mythos, dass Amerika auf dem Rücken einer Wasserschildkröte errichtet worden war. Dieser Mythos ist quer durch den ganzen Doppelkontinent anzutreffen. In Nordamerika werden die Kulturen üblicherweise in zehn Kulturareale eingeteilt.

Sprache

Kulturareale Siehe Hauptartikel: Indigene amerikanische Sprachen Schätzungen zufolge waren in Südamerika um 1500 rund 1500 Sprachen verbreitet, davon existieren heute noch 350. Im Gegensatz zu Nordamerika sind die südamerikanischen Indigenensprachen noch wenig erforscht. In Nordamerika werden die Sprachen in rund 30 Sprachfamilien eingeteilt, einige darunter sind umstritten. Rund 10% der nordamerikanischen Indianer sprechen noch ihre traditionelle Stammessprache.

Siehe auch


- Indianerpolitik der USA
- Indianer und Deutsche
- Indianische Literatur
- Indigene amerikanische Sprachen
- Indigene Sprachen Nordamerikas
- Indigene Völker Südamerikas
- Indianer Nordamerikas
- Indigene Völker Mittelamerikas und der Karibik
- Liste berühmter Indianer
- Liste indianischer Kulturen
- Liste nordamerikanischer Indianerstämme
- Mythologie der Indianer

Literatur


- Fagan, Brian M. : Ancient North America - The Archaeology of a Continent (3rd ed, 2000).
- Hurst Thomas, David (Hrsg.):Die Welt der Indianer. Geschichte, Kunst, Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.
- Josephy, Alvin M. (Hrsg.): Amerika 1492. Die Indianervölker vor der Entdeckung, S. Fischer : Frankfurt/a.M. 1992, ISBN 3-10-036712-X, 594 S.
- Leonard Peltier - Die Bedeutung eines Häftlings für die Indigenen Amerikas. 2000: Incomindios Schweiz (Hg.), Zürich
- Uranwirtschaft in Nordamerika - Die Folgen für die Indigenen. 2001: Incomindios Schweiz (Hg.), Zürich
- Sturtevant, William C.: Handbook of North American Indians. 1978-present: Smithsonian Institution (Hg.), Washington D.C.

Weblinks


- [http://www.aktionsgruppe.de Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte]
- http://www.indianer-wiki.org
- http://www.travallo.de/laender/usa/geschichte/Indians.html
- http://www.incomindios.ch
- http://www.indianer-welt.de/
- http://www.indianerwww.de/ ! Kategorie:Indigene Völker Kategorie:Altamerikanistik Kategorie:Ethnische Gruppe der USA ja:アメリカ大陸の先住民 simple:Native American

Große Seen

Die Großen Seen (engl. Great Lakes) sind eine Gruppe von fünf zusammenhängenden Süßwasserseen in Nordamerika. Mit etwa 245.000 km² bilden sie die größte Binnensüßwasserfläche der Erde (der Baikalsee übertrifft die Großen Seen allerdings noch im Binnensüßwasservolumen, da der Baikalsee sehr tief ist). Der maximale Höhenunterschied zwischen den einzelnen Großen Seen liegt bei ca. 150 m, den größten Teil davon bilden die Niagarafälle zwischen dem Erie- und dem Ontariosee.
- Oberer See (Lake Superior)
- Michigansee (Lake Michigan)
- Huronsee (Lake Huron)
- Eriesee (Lake Erie)
- Ontariosee (Lake Ontario) Die großen Seen sind die einzigen Süßwassergewässer, bei denen die Gezeiten bemerkbar sind. Der Michigansee liegt als einziger der Großen Seen vollständig in den USA, die anderen vier liegen entlang der kanadisch-US-amerikanischen Grenze. Durch den Sankt-Lorenz-Strom werden sie in den Atlantik entwässert. Über den Intracoastal Waterway sowie den Illinois Waterway besteht eine Schifffahrts-Verbindung zum Mississippi River. Die Großen Seen sind ein wichtiges Reservoir für Wasserversorgung der USA und Kanadas. Durch die starke Besiedlung und Industrialisierung des Gebiets kam es jedoch zu einer immer höheren Schadstoffbelastung und zur Massenvermehrung von eingeschleppten Tier- und Pflanzenarten, wie etwa dem Neunauge und der Zebramuschel. Ein Wasserschutzabkommen wurde 1978 von den USA und Kanada vereinbart. Image:Great Lakes Lake Superior.png|Oberer See Image:Great Lakes Lake Michigan.png|Michigansee Image:Great Lakes Lake Huron.png|Huronsee Image:Great Lakes Lake Erie.png|Eriesee Image:Great Lakes Lake Ontario.png|Ontariosee Bild:Cntower2.jpg|Toronto vom Ontariosee aus Image:Niagara Falls 6 db.jpg|Niagara-Fälle Image:Great Lakes from space.jpg|Satellitenfoto Kategorie:See in den USA Kategorie:See in Kanada Kategorie:Geographie (USA) Kategorie:Geographie (Kanada) ja:五大湖 ko:오대호 simple:Great Lakes zh-min-nan:Gō·-toā-ô·

Grundy County (Illinois)

Das Grundy County liegt im US-Bundesstaat Illinois. Der Sitz der County-Verwaltung ist in Morris.

Geografie

Das County liegt im mittleren Nordosten von Illinois und hat eine Fläche von 1.115 km², wovon 27 km² Wasserfläche ist. Das County grenzt im Uhrzeigersinn an die Counties: Kendall County, Will County, Kankakee County, Livingston County und La Salle County. Das County gehört zur Chicago Metro Area.

Geschichte

Die erste Besiedlung begann bereits um 1800. Der erste durch Dokumente bestätigte Siedler war William Marquis, der 1828 mit einem Planwagen ankam. Die Bildung von Ansiedlungen begann um 1830. Fünf Jahre später begann der erste öffentliche Landverkauf. Am 17. Februar 1841 wurde aus Teilen des La Salle County das Grundy County gebildet, benannt nach Felix Grundy, einem US-Senator aus Tennessee.

Demographische Daten

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushalts liegt bei 51.719 USD, das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 60.862 USD. Männer haben ein durchschnittliches Einkommen von 46.392 USD gegenüber den Frauen mit durchschnittlich 26.487 USD. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 22.591 USD. 4,8 % der Einwohner und 3,2 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. 26,6 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und auf 100 Frauen ab 18 Jahre und darüber kommen statistisch 97,4 Männer. Das Durchschnittsalter beträgt 36 Jahre. (Stand: 2000).

Bevölkerungsentwicklung

Kategorie:County in den USA

St. Louis (Missouri)

] Saint Louis ist das größte Ballungszentrum im US-Bundesstaat Missouri mit insgesamt 2.603.607 Einwohnern. Es ist damit das achtzehntgrößte Ballungsgebiet in den USA (Stand 2000). Die „independent city of Saint Louis“, also das eigentliche Stadtgebiet, das nicht zum Saint Louis County gehört, trägt dazu 348.189 Einwohner bei, im Jahr 2004 waren es 343.279 Einwohner. Die Einwohnerzahl geht seit den 1950ern zurück, da kontinuierlich Menschen in die Vorstädte ziehen. Dazu gehören Orte in Saint Louis County (1.016.315), Saint Charles County (283.883), Franklin County (93.807) und Jefferson County (198.099) in Missouri, sowie Madison County (258.941), Saint Clair County (256.082) und Monroe County (27.619) in Illinois (alle Zahlen Stand 2000). Saint Louis trägt auch die Spitznamen The Gateway City und Mound City. Die Stadt ist ein großer Eisenbahnkomplex mit zwei Rangierbahnhöfen, die jedoch im östlichen Vorort East Saint Louis im Bundesstaat Illinois liegen.

Geschichte

Der französische Händler Pierre Laclède Liguest und sein aus New Orleans stammender Stiefsohn Auguste Chouteau gründeten Saint Louis 1763 als einen Handelsposten. Die eigentliche Stadtgründung fand am 15. Februar 1764 statt. Nach dem French and Indian War (1754-1763) war St. Louis unter spanischer Kontrolle, wurde jedoch - zusammen mit dem Rest von Louisiana - im napoleonischen Krieg an Frankreich zurückgegeben. Die Vereinigten Staaten erwarben die Stadt im Jahre 1803 unter Präsident Thomas Jefferson im Rahmen des Louisiana Purchase. Später wurde Saint Louis der Ausgangspunkt vieler Expeditionen in den Westen, z.B. für die Entdecker Lewis and Clark oder Felljäger. Auch viele Siedler starteten von St. Louis gen Westen. Im 19. Jahrhundert, setzte ein starker Zuzug deutscher Einwanderer nach Saint Louis ein. Die Großbrauerei Anheuser-Busch wurde 1870 von Eberhard Anheuser aus Braunschweig und seinem Schwiegersohn Adolphus Busch aus Mainz-Kastel gegründet. 1904 war Saint Louis sowohl Gastgeber der Olympischen Spiele als auch der internationalen Weltausstellung.

Sport


- St. Louis Cardinals - ein Team der Major League Baseball (National League). Sie tragen ihre Heimspiele im Busch Stadium aus.
- St. Louis Blues - ein Team der NHL Ihre Heimspiele bestreiten sie im Savvis Center (ehemals Kiel Center).
- St. Louis Rams - ein Team der NFL. Ihr Stadion ist der Edward Jones Dome.

Sehenswürdigkeiten

Edward Jones Dome
- Eine Sehenswürdigkeit in Saint Louis ist der Gateway Arch, ein 192 m großer Bogen, der von Eero Saarinen gestaltet wurde. [http://www.stlouisarch.com/]
- Openair Musical Theater "The Muny" [http://www.muny.com/]

Söhne und Töchter der Stadt


- Maya Angelou, Schriftstellerin, Professorin und Menschenrechtlerin
- Josephine Baker, Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin
- Scott Bakula, Schauspieler
- Chuck Berry, amerikanischer Pionier des Rock 'n' Roll
- Joe Besser, Mitglied in der Komikertruppe The Three Stooges
- Linda Blair, Schauspielerin
- William S. Burroughs, Schriftsteller der Beat Generation
- Kate Chopin, Schriftstellerin
- Steven Chu, Physiker und Nobelpreisträger
- Sarah Clarke, Schauspielerin
- Tammy Crow, Synchronschwimmerin im Olympia-Team von 2004
- John C. Danforth, Pfarrer der Episkopalkirche, Jurist und Politiker
- William H. Danforth, Vorstandsdirektor der Washington University
- Dwight Davis, ehemaliger Kriegsminister, Tennisspieler und Gründer des Davis Cups
- Charles Eames, Designer und Architekt
- T. S. Eliot, Lyriker, Dramatiker und Essayist, Literaturnobelpreisträger
- John Goodman, Schauspieler und Komiker
- Betty Grable, Schauspielerin und bekanntestes Pin-Up-Girl
- Patrick Gray, war geschäftsführender FBI-Direktor
- Sean Gunn, Schauspieler
- Doris Hart, ehemalige Tennisspielerin
- Al Hirschfeld, Cartoonzeichner
- Edward Joseph Hoffman, Wissenschaftler
- Edward Singleton Holden, Mathematiker und Professor der Astronomie
- Adolph Ernst Knoch, Autor zahlreicher theologischer Schriften und Bibelherausgeber
- Kevin Kline, Schauspieler
- Bob Kurland, Basketballspieler
- Virginia Mayo, Filmschauspielerin
- Will McBride, Maler, Bildhauer und Fotograf
- William McChesney Martin, Chef des US-Federal Reserve Systems
- Robert McHenry, Autor hauptsächlich biographischer Werke
- Chuck McKinley, Tennisspieler
- Randy Orton, Profi-Wrestler der dritten Generation
- Greg Osby, Jazz-Saxophonist
- Vincent Price, Schauspieler
- Charles M. Russell, Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller
- Marilyn vos Savant, Zeitungskolumnistin, gilt als die intelligenteste Frau der Welt
- Otto Schmitt, Biophysiker und Erfinder des Schmitt-Triggers
- David Schramm, Professor für Physik an der Universität Chicago
- Clark Terry, Jazz-Trompeter und -komponist
- Cal Tjader, Latin-Jazz-Musiker, Vibraphonist
- George Herbert Walker, New Yorker Bankier
- Dave Weckl, Schlagzeuger
- Mykelti Williamson, Schauspieler
- Nelly & St.Lunatics, Rapper

Literatur


- Jonathan Franzen: Die 27ste Stadt. Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3-499-23872-1

Weblinks


- [http://stlouis.missouri.org/ St. Louis City Government]
- [http://www.explorestlouis.com/ Explore St. Louis (Touristik-Auskunft)]
- [http://stlouis.missouri.org/neighborhoods/history/ The Neighborhoods of St. Louis]
- [http://exhibits.slpl.lib.mo.us/germanamerican/index.asp Lasting Impressions: German-Americans in St. Louis]
- [http://www.nps.gov./jeff/Gazettes/GemanAmerStl.htm German-Americans in 19th Century St. Louis]
- [http://www.slssc.org/de/orgs.htm St. Louiser deutsche Vereine]
- [http://www.co.st-louis.mo.us/ St. Louis County Government] Kategorie:Ort in Missouri ja:セントルイス ko:세인트루이스

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