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| Ilse Werner |
Ilse WernerIlse Werner ( - 11. Juli 1921 in Batavia, Niederländisch-Indien / heute: Jakarta, Indonesien; † 8. August 2005 in Lübeck) war eine Schauspielerin und Sängerin, die ihre größten Erfolge mit Filmen während des Dritten Reiches hatte.
Leben
Ilse Werner erblickte als Ilse Charlotte Still auf Java im damaligen Niederländisch-Indien das Licht der Welt. Ihr Vater war ein holländischer Plantagenbesitzer und begüterter Exportkaufmann, was Ilse Werner eine sorgenfreie Kindheit ermöglichte. Die Mutter Lilli (geb. Werner) war eine Deutsche. Die Familie zog 1931 nach dem wirtschaftlichen Verlust der Plantage relativ verarmt nach Frankfurt am Main; 1934 wurde Wien ihre nächste Station. Nach dem Ende der Schulzeit besuchte Ilse dort das Max-Reinhardt-Seminar und ließ sich zur Schauspielerin ausbilden.
1937 debütierte sie im Wiener Theater in der Josefstadt im Stück „Glück“ und erhielt im Film „Die unruhigen Mädchen“ (1938) ihre erste Filmrolle. Die UFA wurde auf das junge Gesicht aufmerksam und nahm sie in Berlin unter Vertrag. Der Film „Wunschkonzert“ (1940) machte Ilse Werner endgültig zum Nachwuchsstar.
Filme ließen zu jener Zeit in Deutschland Schrecken und Nöte des Krieges wenigstens zeitweilig vergessen. Beeindruckend gespielte Charaktere verhalfen daher der Darstellerin zu großer Popularität. Ilse Werner gewann viele Sympathien der Kinofreunde mit ihren Rollen im Jenny-Lind-Epos „Die schwedische Nachtigall“ (1941), in Helmut Käutners „Wir machen Musik“ (1942) und in der Lügenbaron-Geschichte „Münchhausen“ (1943). Ihre sicherlich schönste und darstellerisch anspruchsvollste Rolle erhielt sie in Helmut Käutners Hamburg-Hommage „Große Freiheit Nr. 7“ (1944).
Ihre Mitwirkung in diesen Filmen des NS-Regimes, bei der Hörfunk-Durchhalte-Sendung "Wunschkonzert" des "Reichssenders Berlin" und bei der Truppenbetreuung an der "Heimatfront" führte nach dem Krieg vorübergehend zu einem Berufsverbot für die damals politisch weitgehend naive Künstlerin. Doch als Synchronsprecherin hatte Ilse Werner etwa vier Jahre lang einen zusätzlichen Broterwerb. Sie lieh unter anderem Olivia de Havilland in „Robin Hood – König der Vagabunden“, Paulette Goddard in „Piraten im Karibischen Meer“ und Maureen O’Hara in „Der Seeräuber“ die deutschsprachige Stimme.
Danach konnte sie ihre Filmtätigkeit wieder aufnehmen. Ihr erster, von Georg Wilhelm Pabst inszenierter Nachkriegsfilm "Geheimnisvolle Tiefe" (1948) erwies sich jedoch sowohl in künstlerischer als auch kommerzieller Hinsicht als Reinfall. Auch mit den folgenden Filmen konnte Ilse Werner an ihre alten Erfolge nicht mehr anknüpfen, da der von ihr verkörperte Frauentyp mittlerweile aus der Mode gekommen war. "Die Herrin vom Sölderhof" (1955) war ihr letzter Kinofilm. Nach diversen Rollen in Fernseh-Filmen und -Serien trat sie 1990 für "Die Hallo-Sisters" neben Harald Juhnke und Gisela May noch einmal vor die Filmkamera - es fand sich aber kein Filmverleih, der Streifen wurde dann nur im Fernsehen gezeigt.
Der Komponist Werner Bochmann erkannte eine andere künstlerische Ader von Ilse Werner: ihr Pfeiftalent. So betätigte sie sich schon zu Anfang der Vierziger Jahre als Schlagerinterpretin und Kunstpfeiferin. „Die kleine Stadt will schlafen geh'n“, „Wir machen Musik“, „Mein Herz hat heut' Premiere“ oder auch der ihr 1960 ein Comeback verschaffende Hit [http://lyrical.nl/song/38279 „Baciare“] waren mit ihrem Namen verbunden. Als Ilse Werner den Titel „Sleigh Ride“ (Schlittenfahrt) von Leroy Anderson einspielen wollte, schrieb ihr der Komponist Martin Böttcher innerhalb von 56 Stunden das komplette Arrangement nach Anhören einer alten Schellackplatte, weil es zu der Zeit keine Noten des Titels gab.
Ilse Werner spielte in den Jahren danach vorwiegend Theaterstücke, tingelte mit Show- und Lieder-Programmen durch die Provinz und trat immer wieder im Fernsehen in verschiedenen Show-Formaten oder in TV-Serien auf.
In einer Aufnahme von „Ohne Dich“ der Band Die Ärzte pfiff sie ein Solo. 2004 nahm sie gemeinsam mit dem Lisa Bassenge Trio eine neue Version von „Wir machen Musik“ auf. Außerdem war sie im Intro des Scorpions-Songs „Winds of Change“ zu hören.
Ihre letzten Jahre verbrachte Ilse Werner zurückgezogen und verarmt, von prominenten Freunden wie Karl Dall und Wolfgang Völz unterstützt, in einem Lübecker Seniorenheim. Sie starb am 8. August 2005 im Alter von 84 Jahren an einer Lungenentzündung. Auf eigenen Wunsch hin wurde der ehemalige Ufa-Star in Potsdam-Babelsberg bestattet. Die Beisetzung fand am 24. August 2005 auf dem Babelsberger Friedhof statt. Ihren Nachlass hatte Ilse Werner bereits im Dezember 2004 dem Filmmuseum Potsdam vermacht.
Theaterspiele
- 1935 – „Glück“ im Theater in der Josefstadt in Wien
- 1970 – Musicalauftritt „Der König und ich“
- 1973 – Theaterstück „Wir sind noch einmal davongekommen“
Filme
- 1938 – Die unruhigen Mädchen (ihr erster Film)
- 1938 - Frau Sixta
- 1938 – Das Leben kann so schön sein
- 1939 – Bel Ami
- 1940 – Bal paré
- 1940 – Wunschkonzert
- 1941 – Die schwedische Nachtigall
- 1942 – Wir machen Musik
- 1942 – Hochzeit auf dem Bärenhof
- 1943 – Münchhausen
- 1944 – Große Freiheit Nr. 7
- 1950 - Epilog
- 1950 - Gute Nacht, Mary/ Die gestörte Hochzeitsnacht
- 1951 – Königin einer Nacht
- 1951 – Mutter sein dagegen sehr
- 1953 – Der Vogelhändler
- 1954 – Ännchen von Tharau
- 1955 – Der Griff nach den Sternen
- 1955 - Die Herrin vom Sölderhof
- 1990 – Die Hallo-Sisters
Fernsehrollen
- 1965 – Serie "Die Bräute meiner Söhne"
- 1967 – Serie "Eine Frau mit Pfiff"
- 1989 – Serie "Rivalen der Rennbahn"
- 1989 – Serie "Forstinspektor Buchholz"
- 2000 – Tatort "Bittere Mandeln"
Schallplatten
Ehrungen
- 1981 – Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
- 1986 – Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
- 1991 – Filmband in Gold für die Komödie "Die Hallo-Sisters"
Literatur
- 1941 – Autobiografie „Ich über mich“
- 1981 – Autobiografie „So wird’s nicht wieder sein. Ein Leben mit Pfiff“; Ullstein-TB, 1996; ISBN 3-5483-5636-2
- Marion Schröder u.a.; Ilse Werner; Bildband 2001; ISBN 3-0000-7938-6
- Rüdiger Bloemeke "La Paloma - Das Jahrhundert-Lied", 158 Seiten,
über 30 Seiten Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen, Voodoo Verlag, Hamburg, 2005, ISBN 3-00-015586-4
Weblinks
-
-
- [http://www.filmportal.de/df/43/Uebersicht,,,,,,,,029B359A2B1D439ABF6B3F7AD60ED580,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html Filmportal: Biografie, Filmografie und Fotogalerie]
- [http://www.filmmuseum-potsdam.de/ilsewerner.html Filmmuseum Potsdam: Foyerausstellung zur Übernahme der Sammlung von Ilse Werner]
- [http://www.der-deutsche-tonfilm.de/werner.htm Der deutsche Tonfilm: Erinnerungen von Ilse Werner]
- [http://www.buero-complett.de/hostage2/ Homepage von Ilse Werner]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WernerIlse/ Deutsches Historisches Museum Berlin: Biografie Ilse Werner]
- [http://www.steffi-line.de/archiv_text/nost_film20b40/37_werner.htm Vita Ilse Werner]
Werner, Ilse
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11. JuliDer 11. Juli ist der 192. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 193. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 173 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1613 - Michail Fjodorowitsch Romanow wird zum russischen Zaren gekrönt.
- 1804 - In einem Duell tötet US-Vizepräsident Aaron Burr den Finanzminister Alexander Hamilton.
- 1893 - Der Japaner Kokichi Mikimoto gewinnt die erste Zuchtperle
- 1906 - Alfred Dreyfus wird rehabilitiert.
- 1916 - In der Schlacht um Verdun führen die deutschen Truppen einen letzten, erfolglosen Großangriff durch.
- 1916 - Bertrand Russell wird wegen seines Pazifismus von der Universität Cambridge suspendiert.
- 1918 - Herzog Wilhelm II. von Urach wird vom Litauischen Landesrat als Mindaugas II. zum König von Litauen gewählt.
- 1921 - Die Mongolei wird mit der Hilfe der UdSSR von China unabhängig, bleibt aber bis 1990 in starker Abhängigkeit von der Sowjetunion.
- 1951 - Deutschland wird Mitglied in der UNESCO.
- 1960 - Dahomey (heute Benin), Obervolta (heute Burkina Faso) und Niger werden unabhängig.
- 1963 - Bei einer Razzia auf die Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen.
- 1970 - Johann Hafstein wird neuer Regierungschef Islands.
- 1979 - Die Raumstation Skylab verglüht in der Erdatmosphäre.
- 1987 - Laut den Vereinten Nationen überschreitet die Weltbevölkerung die 5.000.000.000-Marke.
- 1995 - Massaker von Srebrenica
- 2002 - Das verschärfte Gesetz über die Zuwanderung von nicht EU-Bürgern wird in Italien verabschiedet.
Katastrophen
- 1961 - Bei einer Notlandung auf dem Flughafen Stapleton (Denver, Colorado, USA) fängt eine Douglas DC-8 Feuer und überschlägt sich. 17 Menschen sterben, 84 werden verletzt.
- 1973 - Bei einer Bruchlandung 5 km vor dem Zielflughafen Paris sterben 122 Menschen an Bord einer aus Rio de Janeiro kommenden brasilianischen Boeing 707.
- 1978 - Ein mit Propylen beladener Tankwagen explodiert auf dem Campingplatz Los Alfaques in San Carlos de la Rapita/Costa Dorada, Spanien. 216 Menschen sterben und über 300 werden verletzt, davon 64 schwer.
- 1991 - Jeddah, Saudi-Arabien. Eine gecharterte Douglas DC-8 der kanadischen Nationair mit islamischen Pilgern auf dem Rückweg nach Nigeria stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 261 Menschen an Bord sterben. Ursache sind beim Start in Brand geratene Reifen.
- 1997 - Kuba. Kurz nach dem Start in Santiago de Cuba verunglückt eine Antonow An-24 der Cubana de Aviacion. Keiner der 44 Personen an Bord überlebt.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1926 - Rudolf Caracciola siegt beim ersten Großen Preis von Deutschland auf der Berliner Avus
- 1972 - Match des Jahrhunderts - Beginn des Kampfes um die Schachweltmeisterschaft 1972 zwischen Boris Spasski und Robert James Fischer
- 1991 - Gérard d'Aboville startet mit seinem Einmann-Ruderboot von Japan aus seine Pazifiküberquerung.
Geboren
- 1274 - Robert I., König von Schottland
- 1657 - Friedrich I., König von Preußen
- 1662 - Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern
- 1683 - Caspar Neumann, deutscher Chemiker und Apotheker
- 1709 - Johan Gottschalk Wallerius, schwedischer Chemiker und Mineraloge
- 1711 - Georg Wilhelm Richmann, deutscher Physiker und Mathematiker
- 1723 - Jean-François Marmontel, französischer Dichter
- 1738 - Albert von Sachsen-Teschen, deutscher Adeliger und Kunstmäzen
- 1767 - John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA
- 1770 - Ludwig von Westphalen, deutscher Beamter, Mentor von Karl Marx
- 1772 - Pietro Carlo Guglielmi, italienischer Komponist
- 1781 - Bartolomeo Borghesi, italienischer Inschriftenforscher
- 1820 - Friedrich Spiegel, deutscher Orientalist und Kenner des Zendavesta
- 1826 - Franz Grashof, deutscher Ingenieur
- 1826 - John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur
- 1834 - James McNeill Whistler, US-amerikanischer Maler
- 1836 - Carlos Gomes, brasilianischer Komponist
- 1839 - Julius Euting, deutscher Bibliothekar
- 1846 - Léon Bloy, französischer Schriftsteller
- 1857 - Alfred Binet, französischer Pädagoge und Psychologe
- 1860 - Friedrich Oltmanns, deutscher Botaniker
- 1866 - Richard Beer-Hofmann, österreichischer Dramatiker und Lyriker
- 1873 - Louis Pinck, deutscher Geistlicher, Volksliedforscher und -sammler
- 1876 - Max Jacob, französischer Dichter und Maler
- 1882 - Leonard Nelson, deutscherMathematiker und Philosoph mit Arbeitsschwerpunkt Logik und Ethik
- 1888 - Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph
- 1890 - Fritz Elsas, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1892 - Nico Bouvy, niederländischer Fußballspieler
- 1896 - Ludwik Fleck, polnischer Mikrobiologe, Mediziner und Wissenschaftstheoretiker
- 1898 - Gregor Pinke, Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Regime unter Adolf Hitler
- 1899 - Wilfrid Israel, deutscher Philanthrop und Geschäftsmann
- 1902 - Samuel Abraham Goudsmit, US-amerikanischer Physiker
- 1903 - Otto Eduard Hasse, deutscher Schauspieler
- 1903 - Rudolf Iwanowitsch Abel, Agent der UdSSR in den USA
- 1905 - Walter Eisfeld, Lagerkommandant vom KZ Sachsenhausen und Lagerführer im KZ Neuengamme
- 1906 - Herbert Wehner, deutscher Politiker
- 1909 - Fritz Leonhardt, deutscher Bauingenieur
- 1910 - Ludwig Stumpfegger, deutscher Arzt, NSDAP
- 1912 - Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent
- 1912 - Alois Lugger, österreichischer Politiker
- 1913 - Paul Linebarger, US-amerikanischer Psychologe
- 1916 - Alexander Michailowitsch Prochorow, sowjetischer Physiker, Nobelpreis 1964
- 1916 - Bill Snyder, US-amerikanischer Musiker
- 1920 - Sverri Djurhuus, färöischer Autor
- 1920 - Yul Brynner, schweizerisch-US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1921 - Ilse Werner, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1922 - Erving Goffman, US-amerikanischer jüdischer Soziologe
- 1923 - Germain Muller, elsässischer Kulturpolitiker, Kabarettist und Dichter
- 1924 - Helga Timm, deutsche Politikerin und MdB
- 1925 - Nicolai Gedda, schwedischer Tenor
- 1928 - Kurt Klinger, österreichischer Schriftsteller und Publizist
- 1929 - Hermann Prey, deutscher Bariton
- 1930 - Harold Bloom, US-amerikanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker
- 1930 - Klaus Wagenbach, deutscher Verleger
- 1931 - Hans Klein, deutscher Politiker, Bundesminister
- 1931 - Kurt Batt, deutscher Literaturwissenschaftler
- 1931 - Tab Hunter, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1932 - Gerrit Voges, niederländischer Fußballspieler
- 1934 - Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer
- 1934 - Teuvo Kohonen, finnischer Informatiker, Erfinder der Self-Organizing Maps
- 1935 - Günther von Lojewski, deutscher Journalist
- 1938 - Terry Garthwaite, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Barbara Dittus, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Hans Raidel, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Andrae Crouch, Gospelsänger und Komponist
- 1942 - Tomasz Stańko, polnischer Jazz-Trompeter
- 1943 - Rolf Stommelen, deutscher Formel-1-Rennfahrer
- 1944 - Commander Cody, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1944 - Edwin Noël, deutscher Schauspieler
- 1944 - Sali Berisha, albanischer Mediziner, Politiker und Staatspräsident
- 1945 - Jürgen Zöllner, deutscher Politiker
- 1946 - Walter Franz Altherr, deutscher Politiker und MdB
- 1947 - Jeff Hanna, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Liona Boyd, kanadische Gitarristin
- 1952 - Otto Hauser (CDU), deutscher Politiker und MdB
- 1953 - Peter Brown, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1957 - Karl-Josef Laumann, deutscher Politiker und MdB
- 1957 - Peter Murphy, britischer Musiker
- 1959 - Suzanne Vega, US-amerikanische Liedermachein
- 1959 - Tobias Moretti, österreichischer Theater - und Filmschauspieler
- 1964 - Helmut Krausser, deutscher Schriftsteller, Dichter und Bühnenautor
- 1965 - Andreas Fröhlich, deutscher Schauspieler
- 1966 - Debbe Dunning, US-amerikanische Schauspielerin
- 1966 - Kentaro Miura, japanischer Comiczeichner
- 1973 - Konstantinos Kenteris, griechischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1977 - Angelo Barletta, italienisch-deutscher Fußballspieler
- 1978 - Charlotte Engelhardt, deutsche Moderatorin und Schauspielerin
- 1978 - Filiz Polat, deutsch-türkische Politikerin (GRÜNE)
- 1982 - Guðrun Sólja Jacobsen, färöische Sängerin
Gestorben
- 969 - Olga, heilig gesprochene Herrscherin der Kiewer Rus
- 1362 - Anna von Schweidnitz, Königin und HRR-Kaiserin
- 1382 - Nikolaus von Oresme, französischer Bischof, Naturwissenschaftler und Philosoph
- 1451 - Barbara von Cilli, zweite Frau des Kaisers Sigismund von Luxemburg.
- 1535 - Joachim I., Kurfürst von Brandenburg
- 1553 - Moritz von Sachsen, Herzog, später Kurfürst von Sachsen
- 1593 - Giuseppe Arcimboldo, italienischer Maler
- 1681 - Oliver Plunkett, Erzbischof von Armagh und Primas von Irland
- 1688 - Narai, König von Ayutthaya in Thailand
- 1766 - Elisabetta Farnese, Königin von Spanien
- 1774 - William Johnson, britisch-irischer Händler, Politiker und General
- 1781 - Adolf Karl Kunzen, Komponist
- 1793 - Jacques Cathelineau, französischer General der Vendéer
- 1804 - Alexander Hamilton, US-amerikanischer Politiker
- 1807 - George Atwood, britischer Erfinder und Physiker
- 1844 - Jewgeni Abramowitsch Baratynski, russischer Offizier, Schriftsteller und Dichter
- 1856 - Josef Kajetán Tyl, tschechischer Theaterdramatiker
- 1890 - Carl Constantin Heinrich Steffeck, deutscher Maler
- 1892 - Ravachol, französischer Terrorist
- 1903 - Gregor Samarow, deutscher Schriftsteller
- 1908 - Friedrich Adolph Traun, Student aus Dresden, Olympiasieger 1896
- 1914 - Julius Rodenberg, deutscher Journalist, Schriftsteller
- 1920 - Eugénie de Montijo, Ehefrau von Napoleon III., Kaiserin von Frankreich
- 1927 - Ottavio Cagiano de Azevedo, italienischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1937 - George Gershwin, US-amerikanischer Komponist
- 1941 - Arthur Evans, britischer Archäologe
- 1955 - Maria Ansorge, deutsche Politikerin und MdB
- 1963 - Hermann August Korff, deutscher Literaturhistoriker
- 1973 - Robert Ryan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1974 - Pär Lagerkvist, schwedischer Schriftsteller und Dichter
- 1975 - Kurt Pinthus, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1979 - Walter Arnold, deutscher Bildhauer
- 1981 - August Berlin, deutscher Politiker
- 1983 - Ross Macdonald, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1989 - Laurence Olivier, britischer Regisseur, Theater- und Filmschauspieler
- 2004 - Dorothy Hart, US-amerikanische Schauspielerin
- 2004 - Frances Hyland, kanadische Schauspielerin
- 2004 - Lothar Baier, deutscher Schriftsteller, freier Publizist und Übersetzer
- 2004 - Renée Saint-Cyr, französische Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Benedikt, Olga, Oliver, Rachel
- Sankt Benedikt, Gedenktag zu Ehren des hl. Benedikt
- Weltbevölkerungstag (UNDP, UNFPA) Auf der Erde leben derzeit (2003) 6.313.716.000 Menschen - und die Zahl wächst stetig. In 50 Jahren werden es bereits über neun Milliarden sein.
Siehe auch
:10. Juli - 12. Juli
:11. Juni - 11. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0711
ja:7月11日
ko:7월 11일
simple:July 11
th:11 กรกฎาคม
1921
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die deutschen Politiker beschwören im Rahmen ihrer Neujahrsansprache die Notwendigkeit des Zusammenhalts der Nation im Bezug auf bevorstehende Reparationsverhandlungen
- 1. Januar: Winston Churchill wird britischer Kolonialminister. Er löst damit den amtierenden Alfred Viscount Milner ab
- 1. Januar: Die NC-5, ein US-Marineflugzeug hergestellt von der Naval Aircraft Factory nach den Plänen von Curtiss, fliegt mit 5 Passagieren an Bord eine Strecke von 702 Meilen (1129,5 km) in einer Rekordzeit von 9 h 15 min. Sie flog also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,44 km/h
- 2. Januar: Theobald von Bethmann Hollweg, früherer deutscher Reichskanzler, stirbt auf seinem Gut in Hohenfinow
- 2. Januar: Erhöhung der Arbeitslöhne für Strafgefangene im Deutschen Reich. Zuchthausgefangene bekommen von nunan 1 Mark statt 20 Pfennig, andere Gefangene 1,50 Mark statt 30 Pfennig, ausgezahlt
- 3. Januar: In London wird ein Abkommen, das die Rückgabe beziehungsweise Vergütung von britischem Eigentum sicherstellt das während des ersten Weltkriegs beschlagnahmt wurde, vom deutschen Botschafter Friedrich Sthamer und dem britischen Außenminister Lord George Curzon unterzeichnet
- 4. Januar: Das Direktionskomitee der am 29. Dezember 1920 in Tours gegründeten Kommunistischen Partei Frankreichs tritt erstmals zusammen. Parteiorgan wird die 1904 gegründete Tageszeitung „L’Humanité“
- 4. Januar: Der Deutsche Luft-Lloyd richtet einen täglichen Flugpostdienst zwischen Hamburg, Magdeburg und Breslau ein
- 4. Januar: Eröffnung des Linienflugverkehrs zwischen Berlin und München durch die Deutsche Luft-Reederei (DLR)
- 5. Januar: Anlässlich drohender Streiks erhöht die deutsche Reichsregierung die Bezüge der Eisenbahner um 55 bis 70 %
- 5. Januar: An der Pariser Oper wird die Oper „Walküre“ als erste Wagner-Inszenierung seit 1914 aufgeführt
- 6. Januar: Rembrandt-Gemälde „Abziehendes Gewitter in Herbstlandschaft“ wird in Hamburg aus dem Kontor der Privatbank Heckscher gestohlen. Es hat einen Wert von 2 Millionen Mark
- 6. Januar: In Buenos Aires erklärt der argentinische Staatspräsident Hipólito Irigoyen, dass sein Land den Völkerbund verlassen habe. Er bemängelt damit, dass nicht alle Länder der Welt in diesen Verbund aufgenommen wurden
- 25. Februar: Russland besetzt Georgien
- 28. Februar: Freundschaftsvertrag zwischen der RSFSR und Afghanistan, der militärische und politische Abkommen mit Dritten ausschließt. Kabul erhält von Moskau finanzielle und technische Hilfe
- 8. März: Franzosen und Belgier besetzen die Städte Duisburg und Düsseldorf und sichern sich diese als Pfand für die Zahlung der Reparationen.
- 18. März: Russland und Polen unterzeichnen einen Friedensvertrag und beenden so ihren Krieg
- 20. März: Volksabstimmung in Oberschlesien ergibt überraschend eine Mehrheit von 60 % für Deutschland
- 3. Mai: Beginn des dritten polnischen Korfanty-Aufstandes in Oberschlesien
- 23. Mai: Deutsche Truppen stürmen unter General Höfer und britischer Aufsicht den im von polnischen Aufständischen besetzten St. Annaberg in Oberschlesien
- 1. Juli - Gründung der Kommunistischen Partei Chinas
- 11. Juli: Die Mongolei wird mit der Hilfe der UdSSR von China unabhängig, bleibt aber bis 1990 in starker Abhängigkeit von der Sowjetunion
- 26. August: Der frühere Minister Matthias Erzberger wird im Schwarzwald erschossen
- September: Karlsbader Tagung des Zionistischen Weltkongresses: Das jüdische Volk hat den Willen, mit den Arabern „im Geist der Verbundenheit und des gegenseitigen Respekts“ in Palästina zusammenleben zu wollen
- 6. Dezember: England gewährt Irland innere Autonomie, behält aber die Nordprovinz Ulster
Wissenschaft und Technik
- Es gelingt das Isolieren von Acetylcholin als ersten Botenstoff im Gehirn
Luftfahrt
- 8. Juni: der Zeppelin LZ 121 „Nordstern“ macht seine Jungfernfahrt, bevor er an Frankreich ausgeliefert wird
- 3. Juli: Der Zeppelin LZ 120 „Bodensee“ wird, wie von den Alliierten gefordert, als Reparation an Italien überführt
- Erstflug der Vickers 61 Vulcan
- Erstflug der Caudron C.61
- April: Erstflug der Fokker F III
Kultur
- 3. Januar: Das Aufführungsverbot von Arthur Schnitzlers Drama Der Reigen wird aufgehoben. Es war wegen angeblicher Unsittlichkeit beanstandet worden
- 18. Februar: Uraufführung der Operette Die Tanzgräfin von Robert Stolz am Wallner Theater in Berlin
- 15. April: Uraufführung der Operette Der Vetter aus Dingsda von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
- 29. April: Uraufführung der Oper Der Spieler (Orig.: Le Joueur) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew am Théâtre de la Monnaie in Brüssel
- 30. April: Uraufführung der Oper Lodoletta von Pietro Mascagni am Teatro Costanzi in Rom
- 4. Juni: Uraufführung der Oper Mörder, Hoffnung der Frauen von Paul Hindemith an der Staatsoper in Stuttgart
- 30. Dezember: Uraufführung der Oper Die Liebe zu den drei Orangen (Orig.: L'Amour des trois oranges) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Chicago
Katastrophen
- 2. Januar: 244 Menschen kommen beim Untergang des spanischen Dampfschiffes Santa Isabell vor Gilla Garcia ums Leben
- 24. August: in der Nähe von Hull, Großbritannien, zerbricht das britische Starrluftschiff R38 bei der vierten Testfahrt. 44 Tote
- 6. September: Paris, Frankreich, bei der Landung zerschellt ein Flugzeug. 5 Tote
- 21. September: Ammoniumnitrat-Explosion in der IG-Farben-Fabrik in Ludwigshafen-Oppau (Deutsches Reich). 500 Tote, 2000 Gebäude zerstört
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: César Baldaccini, französischer Bildhauer und Plastiker († 1998)
- 1. Januar: Rocky Graziano, US-amerikanischer Boxer († 1990)
- 4. Januar: Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler († 1999)
- 5. Januar: Jean (Luxemburg), Großherzog, Graf und Fürst
- 5. Januar: Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler († 1990)
- 8. Januar: Leonardo Sciascia, Schriftsteller (Italien) († 1989)
- 11. Januar: Berry Lipman, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 13. Januar: Alois Partl, österreichischer Politiker
- 14. Januar: Werner Bergmann, deutscher Kameramann († 1990)
- 14. Januar: Murray Bookchin, US-amerikanischer Anarchist
- 17. Januar: Antonio Prohias, kubanisch-amerikanischer Cartoonist († 1998)
- 17. Januar: Hans Moeckel, Schweizer Komponist und Dirigent († 1983)
- 18. Januar: Belding Scribner, Mediziner († 2003)
- 18. Januar: Chun Doo-hwan, südkoreanischer Präsident
- 20. Januar: Oscar Müller, deutscher Schauspieler († 2003)
- 20. Januar: Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist († 1994)
- 20. Januar: Václav Kotva, tschechischer Schauspieler († 2004)
- 20. Januar: Erwin Brocke, Vizepräsident des deutschen Bundessozialgerichtes
- 21. Januar: Hans Dichand, österreichischer Journalist und Herausgeber der Kronen Zeitung
- 22. Januar: Arno Babadschanjan, armenischer Komponist († 1983)
- 23. Januar: Marija Gimbutas, Archäologin († 1994)
- 25. Januar: Juan Vicente Mas Quiles, spanischer Komponist und Dirigent
- 25. Januar: Alfred Reed, US-amerikanischer Komponist und Professor († 2005)
- 27. Januar: Georges Mathieu, französischer Maler
- 31. Januar: Mario Lanza, berühmter US-amerikanischer Sänger (Tenor) († 1959)
- 31. Januar: Kurt Marti, Schweizer Pfarrer und Schriftsteller
- 31. Januar: Eva-Maria Buch, Widerstandskämpferin im Dritten Reich († 1943)
- 2. Februar: Adolf Riedl, deutscher Unternehmer († 2003)
- 2. Februar: Klaus Friedrich, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 3. Februar: Herbert Baack, deutscher Politiker, Bundestagsabgeordneter
- 3. Februar: Joseph Wang Dian Duo, katholischer Priester († 2004)
- 4. Februar: Kurt Meyer (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 4. Februar: Betty Friedan, US-amerikanische Feministin und Publizistin
- 4. Februar: Lotfi Zadeh, US-amerikanischer Informatiker, Vater der Fuzzy Logik
- 8. Februar: Fritz Heinrich, deutscher Politiker († 1959)
- 9. Februar: Joseph Fontanet, französischer Politiker († 1980)
- 9. Februar: Georg Gaidzik, Volkspolizist und ein Opfer der Volksaufstandes in der DDR († 1953)
- 10. Februar: Adrian Cruft, britischer Komponist und Professor († 1987)
- 10. Februar: Heinz Quermann, TV-Entertainer der DDR († 2003)
- 13. Februar: Jeanne Demessieux, französische Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin († 1968)
- 16. Februar: Jean Behra, französischer Rennfahrer († 1959)
- 21. Februar: Zdeněk Miler, Erfinder des „Kleinen Maulwurfs“
- 21. Februar: Antonio María Javierre Ortas, Kardinal
- 21. Februar: John Rawls, US-amerikanischer Philosoph († 2002)
- 22. Februar: Giulietta Masina, italienische Schauspielerin († 1994)
- 22. Februar: Jean-Bédel Bokassa, Präsident und später Kaiser der Zentralafrikanischen Republik († 1996)
- 22. Februar: Wayne Booth, US-amerikansicher Literaturwissenschaftler († 2005)
- 24. Februar: Gaston Reiff, belgischer Leichtathlet († 1992)
- 24. Februar: Ingvar Lidholm, schwedischer Komponist
- 28. Februar: Willi Sitte, Kartograf, Verleger
- 1. März: Terence James Cooke, Erzbischof von New York und Kardinal († 1983)
- 2. März: Kazimierz Górski, ehemaliger polnischer Fußballspieler und Trainer
- 2. März: Robert Simpson, englischer Komponist († 1997)
- 2. März: Ernst Haas, österreichisch-US-amerikanischer Fotograf und Autor
- 3. März: Paul Guimard, französischer Schriftsteller († 2004)
- 3. März: Diana Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin († 1960)
- 5. März: Ken Adam, Designer
- 7. März: Franz Mack, deutscher Unternehmer, Gründer des Europa-Parks
- 8. März: Alexei Berest, sowjetischer Kosmonaut († 1970)
- 8. März: Cyd Charisse, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 10. März: Otto Heinrich Kühner, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 11. März: Astor Piazzolla, argentinischer Tangomusiker, Bandoneon-Spieler und Komponist († 1992)
- 12. März: Giovanni Agnelli, italienischer Industrieller und geschäftsführender Gesellschafter von Fiat. († 2003)
- 15. März: Nikolaus Joachim Lehmann, Informatiker aus der DDR († 1998)
- 18. März: Hellema, niederländischer Schriftsteller und Widerstandskämpfer († 2005)
- 19. März: Joseph-Marie Trinh Van-Can, Erzbischof von Hanoi und Kardinal († 1990)
- 21. März: Arthur Grumiaux, belgischer Violinist († 1986)
- 21. März: Paco Godia, spanischer Rennfahrer († 1990)
- 22. März: Nino Manfredi, italienischer Schauspieler († 2004)
- 23. März: Donald Campbell, britischer Geschwindigkeitsrekordler († 1967)
- 23. März: Gert Fritz Unger, deutscher Schriftsteller († 2005)
- 23. März: Heinz Rox-Schulz, Globetrotter und Abenteurer († 2004)
- 24. März: Wassili Wassiljewitsch Smyslow, russischer Schach-Schach-Großmeister
- 25. März: Hans Guido Mutke, im 2. Weltkrieg Jagdflieger in der Luftwaffe († 2004)
- 25. März: Josef Staribacher, österreichischer Politiker
- 26. März: Rudolf Noelte, deutscher Regisseur († 2002)
- 27. März: Johanna König, deutsche Schauspielerin
- 27. März: Toni Berger, deutscher Volksschauspieler († 2005)
- 28. März: Dirk Bogarde, britischer Schauspieler († 1999)
- 28. März: Herschel Grynszpan, politischer Attentäter, Begründung für Reichspogromnacht
- 31. März: Lowell Fulson, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger. († 1999)
- 1. April: André Stil, französischer Schriftsteller († 2004)
- 3. April: Jan Sterling, US-amerikanische Bühnen- und Filmschauspielerin († 2004)
- 4. April: Hans Schilling, deutscher Architekt
- 6. April: Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1990)
- 6. April: Heinrich Schmid, deutscher Sprachwissenschaftler († 1999)
- 8. April: Franco Corelli, italienische Sänger (Tenor) († 2003)
- 8. April: Jan Novák, tschechischer Komponist († 1984)
- 9. April: Alfred Preißler, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 12. April: Günter Gerhard Lange, deutscher Typograf und Lehrer
- 12. April: James Dougherty, erster Ehemann von Marilyn Monroe († 2005)
- 14. April: Gerhard Schürer, deutscher Politiker
- 14. April: Thomas Schelling, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 15. April: Georgi Timofejewitsch Beregowoi, sowjetischer Kosmonaut († 1995)
- 16. April: Wolfgang Leonhard, politischer Schriftsteller, Publizist, Historiker und Ostexperte
- 16. April: Peter Ustinov, Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur († 2004)
- 17. April: Sergio Sollima, italienischer Filmregisseur
- 18. April: Heinz Werner Hübner, deutscher Journalist († 2005)
- 19. April: Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 21. April: Nikolaus Dreyer, deutscher Politiker und MdB († 2003)
- 21. April: Sieglinde Wagner, Sängerin († 2003)
- 25. April: Karel Appel, niederländischer Maler und Mitgründer der Malergruppe „Cobra“
- 27. April: Robert Dhéry, französischer Filmschauspieler und Regisseur († 2004)
- 27. April: Erwin Ringel, österreichischer Tiefenpsychologe und Neurologe († 1994)
- 27. April: Hans-Joachim Kulenkampff, Schauspieler und Fernsehmoderator († 1998)
- 2. Mai: Satyajit Ray, indischer Regisseur († 1992)
- 3. Mai: Karl Heinz Spilker, deutscher Politiker, MdB und Schatzmeister der CSU
- 3. Mai: Vasco Gonçalves, portugiesischer Militäroffizier und Politiker († 2005)
- 4. Mai: Werner Schumacher, deutscher Schauspieler († 2004)
- 5. Mai: Arthur L. Schawlow, US-amerikanischer Physiker († 1999)
- 6. Mai: Erich Fried, österreichischer, in erster Linie Lyriker, Übersetzer und Essayist († 1988)
- 9. Mai: Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin im Dritten Reich († 1943)
- 9. Mai: Daniel Berrigan, US-amerikanischer Jesuit, Schriftsteller und Friedensaktivist
- 10. Mai: Oliver Hassencamp, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor († 1988)
- 11. Mai: Hildegard Hamm-Brücher, deutsche Politikerin
- 11. Mai: Herbert Giersch, Volkswirt
- 12. Mai: Joseph Beuys, deutscher Künstler († 1986)
- 12. Mai: Giovanni Benelli, Erzbischof von Florenz und Kardinal († 1982)
- 12. Mai: Farley Mowat, kanadischer Schriftsteller
- 16. Mai: Winnie Markus, deutsche Filmschauspielerin († 2002)
- 17. Mai: Dennis Brain, britischer Hornist († 1957)
- 17. Mai: Sigi Feigel, Schweizer Rechtsanwalt, der sich gegen Antisemitismus engagierte († 2004)
- 18. Mai: Olgierd Cecil Zienkiewicz, britischer Mathematiker
- 19. Mai: Eddie Barclay, französischer Musikproduzent († 2005)
- 19. Mai: Daniel Gélin, französischer Schauspieler († 2002)
- 21. Mai: Andrei Dmitrijewitsch Sacharow, sowjetischer Atomwissenschaftler, Friedensnobelpreisträger († 1989)
- 23. Mai: Walter Baum, deutscher Typograf, Lehrer und Grafiker
- 23. Mai: James Blish, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller († 1975)
- 25. Mai: Jack Steinberger, US-amerikanischer Physiker
- 27. Mai: Charles Gates Jr., US-amerikanischer Geschäftsmann und Philantrop († 2005)
- 28. Mai: Edwin Koller, Schweizer Politiker († 2005)
- 1. Juni: Nelson Riddle, US-amerikanischer Komponist und Bigband-Leader († 1985)
- 3. Juni: Eberhard Schlotter, Maler und Graphiker in Spanien und Deutschland
- 4. Juni: Bobby Wanzer, US-amerikanischer Basketballspieler
- 6. Juni: Horst-Gregorio Canellas, Präsident des Erstligisten Offenbacher Kickers († 1999)
- 7. Juni: Tal Farlow, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist († 1998)
- 8. Juni: Ivan Southall, australischer Jugendbuchautor
- 10. Juni: Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh, Ehemann der britischen Königin Elisabeth II
- 10. Juni: Jean Robic, französischer Radrennfahrer († 1981)
- 11. Juni: Waltrud Will-Feld, deutscher Politiker und MdB
- 12. Juni: Hans Carl Artmann, österreichischer Dichter († 2000)
- 14. Juni: Hans Stark, SS-Unterscharführer
- 15. Juni: Heinz Kaminski, Chemieingenieur und Weltraumforscher († 2002)
- 16. Juni: Gustav Just, Journalist in der DDR
- 17. Juni: William Anderson, US-amerikanischer Marineoffizier, Entdeckungsreisender und Politiker
- 20. Juni: Pancho Segura, Tennisspieler aus Ecuador
- 21. Juni: Helmut Heißenbüttel, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 21. Juni: Jane Russell, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. Juni: Judy Holliday, US-amerikanische Schauspielerin († 1965)
- 25. Juni: Heinrich Windelen, deutscher Politiker
- 28. Juni: P. V. Narasimha Rao, indischer Politiker († 2004)
- 29. Juni: Reinhard Mohn, Unternehmer, Verleger
- 1. Juli: Seretse Khama, erster Präsident von Botsuana († 1980)
- 4. Juli: Gerard Debreu, französischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger († 2004)
- 6. Juli: Nancy Reagan, Witwe von Ronald Reagan, dem 40. Präsidenten der USA
- 7. Juli: Adolf von Thadden, deutscher Politiker († 1996)
- 9. Juli: Hans-Joachim Reiche, Journalist († 2005)
- 10. Juli: Eunice Kennedy-Shriver, Aktivistin für Behinderte
- 10. Juli: Harvey Ball, Erfinder des „Smileys“ († 2001)
- 11. Juli: Ilse Werner, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 12. Juli: Peter Edel, deutscher Grafiker und Schriftsteller († 1983)
- 13. Juli: Friedrich Peter, österreichischer Politiker († 2005)
- 16. Juli: Alexander Hegarth, deutscher Schauspieler († 1984)
- 17. Juli: Louis Lachenal, französischer Alpinist
- 18. Juli: Heinz Bennent, deutscher Schauspieler
- 18. Juli: Hans Conrad Leipelt, deutscher Student und Mitglied der Weißen Rose († 1945)
- 18. Juli: John Herschel Glenn, US-amerikanischer Testpilot und Astronaut
- 19. Juli: Rosalyn Sussmann Yalow, US-amerikanische Physikerin und Nobelpreisträgerin
- 20. Juli: Désiré Dondeyne, französischer Komponist und Dirigent
- 21. Juli: Ted Schroeder, ehemaliger Tennisspieler
- 21. Juli: James Cooke Brown, US-amerikanischer Soziologe und Science-Fiction-Autor († 2000)
- 22. Juli: Rudolf Diwald, österreichischer Tischtennisspieler
- 23. Juli: Robert Brown (Schauspieler), britischer Schauspieler († 2003)
- 24. Juli: Giuseppe Di Stefano, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 25. Juli: Paul Watzlawick, österreichischer Psychotherapeut und Autor
- 25. Juli: Adolph Herseth, US-amerikanischer Trompeter
- 26. Juli: Heinrich Graf von Einsiedel, deutscher Politiker, MdB
- 27. Juli: Eugenio Coseriu, Romanist und Allgemeiner Sprachwissenschaftler († 2002)
- 29. Juli: Chris Marker, Schriftsteller, Fotograf, und Dokumentarfilm-Macher
- 31. Juli: Peter Benenson, Gründer von Amnesty international († 2005)
- 31. Juli: Wladimir Isaakowitsch Keilis-Borok, russischer Geophysiker und Erdbebenforscher
- 1. August: Jack Kramer, US-amerikanischer Tennisspieler
- 2. August: Erwin Wenzl, österreichischer Politiker († 2005)
- 3. August: Rudi Michel, deutscher Sportjournalist
- 4. August: Maurice Richard, kanadischer Eishockeyspieler († 2000)
- 7. August: Karel Husa, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 8. August: Webb Pierce, US-amerikanischer Country-Sänger († 1991)
- 11. August: Carl Möhner, österreichischer Schauspieler und Maler († 2005)
- 13. August: Engelbert Niebler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 14. August: Giorgio Strehler, italienischer Regisseur († 1997)
- 16. August: Max Thurian, Schweizer Theologe († 1996)
- 17. August: Walter Koschatzky, österreichischer Kunsthistoriker († 2003)
- 19. August: Gene Roddenberry, Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent († 1991)
- 21. August: Wolfgang Heyl, deutscher Politiker
- 23. August: Kenneth Arrow, US-amerikanischer Ökonom
- 25. August: Brian Moore, Schriftsteller und Drehbuchautor († 1999)
- 26. August: Ben Bradlee, Journalist, Vizepräsident der Washington Post
- 26. August: Maxime A. Faget, US-amerikanischer NASA-Raumfahrttechniker († 2004)
- 27. August: Leo Penn, US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Filmproduzent († 1998)
- 28. August: Fernando Fernán Gómez, spanischer Schauspieler und Regisseur
- 29. August: Erni Singerl, bayerische Volksschauspielerin († 2005)
- 29. August: Gerhard Grüneberg, SED-Funktionär († 1981)
- 1. September: Kurt Hübner (Philosoph), deutscher Philosoph
- 1. September: Gerhard Wendland, deutscher Schlagersänger († 1996)
- 1. September: Willem Frederik Hermans, niederländischer Schriftsteller († 1995)
- 3. September: Luigi Bühler, Schweizer Problemkomponist († 2004)
- 5. September: Karl Decker, österreichischer Fußballspieler und Trainer († 2005)
- 6. September: Carmen Laforet, spanische Schriftstellerin († 2004)
- 8. September: Victor Razafimahatratra, Erzbischof von Antananarivo und Kardinal († 1993)
- 10. September: Alfred Bengsch, katholischer Bischof und Kardinal († 1979)
- 12. September: Stanisław Lem, polnischer Philosoph, Essayist und Science-Fiction-Autor
- 13. September: Charles Brown (Bluesmusiker), US-amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist († 1999)
- 14. September: Paulo Evaristo Arns, brasilianischer Bischof, Kardinal und Theologe
- 14. September: Helmut Bantz, deutscher Turner († 2004)
- 17. September: Virgilio Barco Vargas, Politiker und Präsident der Republik Kolumbien († 1997)
- 19. September: Paulo Freire, Pädagoge, Jurist, Historiker, Philosoph († 1997)
- 21. September: Ann-Charlott Settgast, deutsche Schriftstellerin († 1988)
- 23. September: Ernst Naumann, deutscher Verleger († 2004)
- 25. September: Jacques Martin (Comiczeichner), französischer Comiczeichner
- 26. September: Cyprian Ekwensi, nigerianische Schriftsteller
- 26. September: Tivadar Kardos, ungarischer Problemkomponist († 1998)
- 29. September: Wolfgang Mischnick, deutscher Politiker und Bundesminister († 2002)
- 29. September: Otto Gerhard Prokop, österreichischer Anatom und Gerichtsmediziner
- 30. September: Stanisław Nagy, Professor der Moraltheologie und Kardinal
- 2. Oktober: Giorgio Scarlatti, Rennfahrer († 1992)
- 2. Oktober: Peter Florin, Stellvertretender Außenminister und ständiger Vertreter der DDR bei den UN
- 4. Oktober: Juan Velasco Alvarado, Militärherrscher Perus von 1968 bis 1975 († 1977)
- 4. Oktober: Francisco Morales Bermúdez, Präsident Perus von 1975 bis 1980
- 6. Oktober: Boris Mersson, Schweizer Komponist und Pianist
- 7. Oktober: Raymond Goethals, belgischer Fußballtrainer († 2004)
- 9. Oktober: Tadeusz Różewicz, polnischer Schriftsteller
- 12. Oktober: Jaroslav Drobný, tschechoslowakischer Tennis- und Eishockeyspieler († 2001)
- 15. Oktober: Hoimar von Ditfurth, Dt. Schriftsteller und Fernsehmoderator († 1989)
- 15. Oktober: Angelica Adelstein-Rozeanu, rumänische Tischtennisspielerin
- 19. Oktober: Bill Bright, US-amerikanischer Evangelist († 2003)
- 19. Oktober: George Nader, US-amerikanischer Schauspieler († 2002)
- 20. Oktober: Heinz Lehmann, deutscher Schachspieler († 1995)
- 21. Oktober: Malcolm Arnold, englischer Komponist
- 22. Oktober: Franz Seitz, deutscher Filmproduzent
- 22. Oktober: Georges Brassens, französischer Dichter, Autor, und Interpret von Chansons († 1981)
- 22. Oktober: Czesław Słania, Graveur von Briefmarken und Geldscheinen († 2005)
- 24. Oktober: Ulrich Berger, deutscher Politiker und Gewerkschafter († 2003)
- 24. Oktober: Sena Jurinac, österreichische Sängerin
- 25. Oktober: Michael I. (Rumänien), der letzte König von Rumänien
- 26. Oktober: Joe Fulks, US-amerikanischer Basketballspieler (†
Jakarta
Jakarta (früher Batavia, auch Djakarta) ist die Hauptstadt der Republik Indonesien und hat 8.540.306 Einwohner in der eigentlichen Stadt und ist mit 17.593.429 Einwohnern in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) eine der größten Metropolregionen der Erde. Die Hauptstadt hat den Status einer Provinz und wird von einem Gouverneur regiert. Jakarta ist die bevölkerungsreichste Stadt und Hauptseehafen des Landes.
Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Die Bevölkerung der Stadt ist verschiedenster Herkunft. So leben in Jakarta Menschen malaysischer, arabischer, indischer, niederländischer und chinesischer Abstammung.
Geografie
Geografische Lage
Metropolregion
Die Stadt liegt in der Jakarta-Bucht an der Nordwestküste der Insel Java, an der Mündung des Ciliwung durchschnittlich acht Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet ist flach und hat eine Fläche von 661,52 Quadratkilometer.
Die Umgebung Jakartas wird landwirtschaftlich genutzt. An günstigen Stellen ist tropischer Regenwald zu finden. Die geografischen Koordinaten der Stadt sind 6,18 Grad südlicher Breite und 106,83 Grad östlicher Länge.
In der Bucht von Jakarta befinden sich die zum Stadtgebiet gehörenden „Tausend Inseln“ (Kepulauan Seribu). Die 105 Inseln, 45 Kilometer nördlich der Stadt gelegen, haben eine Fläche von 11,8 Quadratkilometer. Der dortige Meeresnationalpark dient der Erholung der Bevölkerung.
Geologie
Der geologische Aufbau der Insel Java, auf der Jakarta liegt, ist hauptsächlich durch das vulkanische Material bestimmt. Nur ein geringer Teil der Fläche besteht aus älteren Gesteinen, mehr als zwei Drittel sind von vulkanischen Ablagerungen bedeckt: Aschen, Tuffen und Lava jüngerer und älterer Ausbrüche. Der übrige Teil besteht aus tertiären Sedimenten.
Die Insel liegt an der Stelle des Sundabogens, wo die Zertrümmerung der Erdkruste am intensivsten, der alte Untergrund am meisten zerstört war und heute zum großen Teil unter den Meeresspiegel der Javasee versenkt ist. Auch gegenwärtig sind noch zahlreiche Vulkane tätig. Ihre Aschen werden weit über das Land verweht und bilden eine stetig wirksame mineralische Düngung. Entweder ist direkter Aschenfall zu verzeichnen, oder die vulkanischen Lockermassen werden durch die Flüsse verfrachtet und abgelagert.
Stadtgliederung
Jakarta gliedert sich in fünf Stadtbezirke:
- Central Jakarta (Jakarta Pusat)
- East Jakarta (Jakarta Timur)
- West Jakarta (Jakarta Barat)
- North Jakarta (Jakarta Utara)
- South Jakarta (Jakarta Selatan)
Klima
mineral
Die Stadt befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 1.815 Millimeter im Mittel.
Die durchschnittlichen Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 25,9 und 27 Grad Celsius, wobei die höchsten Temperaturen im Mai und September mit 27 Grad Celsius und die niedrigsten im Januar und Februar bei 25,9 Grad Celsius im Mittel liegen.
Hauptregenzeit ist zwischen Dezember und März. Der meiste Niederschlag fällt im Januar mit etwa 342,9 Litern pro Quadratmeter, der wenigste im August mit 53,7 Litern pro Quadratmeter im Durchschnitt.
Geschichte
Erste Besiedlung und Königreich Pajajaran
Das Mündungsgebiet des Ciliwung-Flusses, an dem Jakarta liegt, ist schon seit Jahrtausenden besiedelt. Seit Ende des 12. Jahrhunderts regierte dort die westjavanische Hindu-Dynastie Pajajaran, die sich dauerhaft gegenüber dem weite Teile der Malaiischen Halbinsel, Sumatras und Borneos beherrschenden Hindu-Imperium Majapahit seine Unabhängigkeit bewahren konnte und sich zu einem hervorragend organisierten und durch den Pfefferhandel blühenden Staatswesen entwickelt hatte. Hauptstadt von Pajajaran war Pakuwan, in der Nähe des heutigen Bogor, 60 Kilometer südlich von Jakarta, gelegen.
Ende des 15. Jahrhunderts entstand an der Mündung des Ciliwung-Flusses der Haupthafen des Pajajaran-Reiches. Damals hieß die Stadt Sunda Kelapa. Die Portugiesen landeten dort 1522, um mit dem Einverständnis des Hindu-Herrschers ein Fort zum Schutz des Hafens für den Gewürzhandel zu errichten. Der islamische Prinz Fatahillah aus dem Königreich Demak zerstörte mit seinen Truppen am 22. Juni 1527 die Stadt und errichtete an gleicher Stelle Jayakarta (Großer Sieg), in Anspielung an den doppelten Sieg über die Streitkräfte der Portugiesen und des Königreiches Pajajaran.
Niederländische Kolonialzeit
1527
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts legten immer mehr niederländische Handelsschiffe dort an. 1619 nahm die niederländische Ostindien-Kompanie unter Leitung von Generalgouverneur Jan Pieterszoon Coen (1587–1629) die Hafenstadt in Besitz und machte sie zu dessen Hauptsitz. Schon bald wurde sie nach dem Fort Batavia genannt und Hauptstadt der Kolonie Niederländisch-Indien. 1699 wird die Stadt von einem Erdbeben zerstört.
Mit der Zeit lockte sie immer mehr unternehmungslustige Chinesen an, die sich bis zum Pogrom im Jahre 1740 als Bankiers, Kaufleute, Konstrukteure und Schiffsbauer hier niederließen und von denen viele zu Wohlstand kamen. Von Batavia kontrollierten die Niederlande Anfang des 18. Jahrhunderts bereits ganz Java, Teile Sumatras und die Gewürzinseln (Molukken). Allerdings breiteten sich in der rasch wachsenden, tropischen Hafenstadt auch Krankheiten und Seuchen aus.
Ein Mitreisender auf der Weltumsegelung des britischen Seefahrers James Cook (1728–1779) beschreibt das niederländische Batavia 1770:
„Es gibt in dieser Stadt wenig Straßen, durch welche man nicht einen ziemlich breiten Kanal geführt hätte; und außer diesen wird sie noch von fünf oder sechs Flüssen durchschnitten. Die Straßen sind durchgängig breit, und die Häuser groß; aus beiden Ursachen hat dieser Ort, nach Verhältnis der Zahl von Gebäuden, einen größeren Umfang, als irgend eine andere Stadt in Europa. … Die Kanäle, welche größtenteils ein stillstehendes, sehr verunreinigtes und faules Wasser enthalten, dünsten in der heißen Jahreszeit einen unausstehlichen Gestank aus, und die vielen Bäume hindern den freien Zufluss der Luft, wodurch jene schädlichen Ausdünstungen noch einigermaßen zerstreut werden könnten. In der nassen Jahreszeit … schwillt das Wasser in diesen unreinen Kanälen dermaßen an, dass es aus seinen Ufern tritt und in den niedrigen Gegenden der Stadt die unteren Stockwerke überschwemmt. Ist es wieder abgelaufen, so findet man da, wo es stand, eine unglaubliche Menge von Schlamm und Kot. … Von hundert Soldaten, die von Europa hierher geschleppt werden, sollen, wie man uns versicherte, am Ende des ersten Jahres kaum noch fünfzig am Leben sein … In ganz Batavia ist uns nicht ein einziger Mensch vorgekommen, der recht frisch und gesund ausgesehen hätte.“
Die Bewohner, die es sich leisten konnten, siedelten sich außerhalb der Stadtmauern weiter im Süden an, wo das neue Batavia entstand. Im Jahre 1799 übernahm der niederländische Staat von der bankrotten Ostindien-Kompanie Batavia als Kolonie. Während der kurzen britischen Herrschaft zwischen 1811 und 1816 führte der Forscher Sir Thomas Stamford Raffles (1781–1826) eine Reihe progressiver Reformen durch, gründete den Botanischen Garten in Bogor und erforschte die Geschichte des Landes.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts festigten die Niederlande von Batavia aus ihre ökonomische und politische Macht über den Archipel. Mit der Eröffnung des Sueskanals am 16. November 1869 verkürzten sich die Transportwege; das Handelsvolumen stieg, und immer mehr Europäer kamen nach Batavia. 1876 wurde ein neuer Hafen in Tanjung Priok gebaut. 1880 hatte Batavia 100.000 Einwohner, bis 1915 verdoppelte sich diese Zahl.
Im Jahre 1926 rief die Kommunistische Partei Indonesiens (PKI) zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheiterte an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht. Ein Jahr später nahm die nach der Zerschlagung der PKI von Achmed Sukarno (1901–1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.
Während des 2. Weltkrieges begannen japanische Streitkräfte im Dezember 1941 ihren Angriff auf Indonesien. Im März 1942 besetzten sie Batavia und zwangen die Niederländer zur Kapitulation. Die über dreihundertjährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Einwohner Jakartas begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit ihrer Kapitulation am 15. August 1945.
Unabhängigkeit
1945
1945
Der spätere Präsident des Landes Achmed Sukarno verkündete in Batavia 1945 die nationale Philosophie „Pancasila“ und erklärte zusammen mit Mohammed Hatta (1902–1980) am 17. August des gleichen Jahres die Unabhängigkeit Indonesiens. Die Stadt wurde in Jakarta umbenannt und im Jahre 1950 Hauptstadt der erst ein Jahr alten Republik Indonesien. An den früheren Namen erinnert das nach wie vor gültige Autokennzeichen „B“. Die gegenwärtige Schreibweise gilt seit dem Jahre 1972 und wurde im Verlauf einer allgemeinen Rechtschreibreform angenommen.
Ende der 1940er Jahre überschritt die Stadt die Einwohnerzahl von einer Million, 15 Jahre später waren es schon 4,5 Millionen. Slums breiteten sich aus, gleichzeitig ließ Präsident Sukarno trotz ökonomischer Probleme kolossale Denkmäler, prachtvolle Boulevards und Prestigebauten errichten. Der 1967 an die Macht gekommene Hadji Mohamed Suharto setzte diese Politik überwiegend fort.
Im Mai 1998 kam es in Jakarta und im ganzen Land zu den schwersten Unruhen seit dem missglückten kommunistischen Putschversuch im Jahre 1965, und sie stürzten das Land zum Teil in Chaos und Anarchie. In der Hauptstadt zogen zehntausende Menschen plündernd durch die Straßen, zündeten Häuser und Autos an, zahlreiche chinesische Frauen wurden vergewaltigt. Die Zahl der Opfer wird auf mehr als 160 Frauen geschätzt. Am 21. Mai des gleichen Jahres trat Suharto als Präsident des Landes zurück.
Am 13. September 2000 detonierte in einer Tiefgarage der Börse in Jakarta eine Autobombe und löste einen Brand aus. 15 Menschen wurden getötet und 27 verletzt. Die Polizei nimmt an, das die Täter aus dem Umfeld von Suharto kommen und der Anschlag das Ziel hatte das Korruptionsverfahren gegen den früheren Präsidenten zu stören. Da sich in dem Gebäude ein Büro der Weltbank befand, wird aber auch internationaler Terrorismus nicht ausgeschlossen.
Bei einem Sprengstoffanschlag auf das JW Marriott Hotel am 5. August 2003 starben zwölf Menschen. Es gab ungefähr 150 Verletzte. Die Polizei vermutet einen Selbstmordattentäter der Islamistengruppe Jemaah Islamiyah hinter dem Anschlag. Mehrere Verdächtige wurden nur Tage später festgenommen. Die australische Botschaft war ein Jahr später, am 9. September 2004 Schauplatz eines Terroranschlages bei dem insgesamt elf Menschen ihr Leben verloren, den Selbstmordattentäter mitgerechnet, und etwa 160 Menschen verletzt wurden. Auch hier war nach verschiedenen Angaben die Gruppe Jemaah Islamiyah verantwortlich.
Einwohnerentwicklung
Schauplatz eines Terroranschlages
Schauplatz eines Terroranschlages
Die Einwohnerzahl Jakartas ist von etwa 600.000 im Jahre 1945 auf 8,5 Millionen im Jahre 2005 angewachsen. Dieser drastische Bevölkerungszuwachs hat in Teilen der Stadt zu Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, einer Zunahme des Verkehrs und hoher Umweltverschmutzung geführt.
Um ein weiteres Ansteigen der Einwohnerzahl zu verhindern, haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung im Jahre 1970 eine Zuzugsbeschränkung erlassen, gemäß der nur noch Personen mit Arbeitsstelle nach Jakarta ziehen dürfen. Auch durch die eng gezogenen Stadtgrenzen ist die Bevölkerungszunahme inzwischen deutlich abgeschwächt, diese findet überwiegend in den unzähligen Vororten statt, die inzwischen 9,1 Millionen Einwohner aufweisen. In der Metropolregion Jakarta leben 2005 insgesamt 17,6 Millionen Menschen.
Stadtplaner gehen davon aus, dass bis 2020 eine neue Riesenstadt „Jabotabek“ mit 25 Millionen Menschen entstanden sein wird. „Jabotabek“ ist aus den Anfangsbuchstaben der Städte Jakarta, Bogor, Tangerang und Bekasi zusammengesetzt, die dann in etwa die Grenzen der neuen Metropole bilden werden.
Die Hälfte des Bevölkerungszuwachses ist auf die Zuwanderung von Landbewohnern zurückzuführen, denen die Chancen auf einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder ein wenig Wohlstand hier größer scheinen als daheim. Die große Anziehungskraft der Hauptstadtregion verlockt vor allem junge Menschen dazu, aus dem monotonen Alltagsleben eines javanischen Dorfes auszubrechen. Der Erfolg ist eher bescheiden. Viele wohnen in den Slums am Rande der Stadt. Monotone Neubaugebiete sind bisher noch selten. Stattdessen wurden Hunderttausende von kleinen Billighäusern errichtet, die sich in die traditionellen „Kampung“, dorfähnliche Stadtteile, Jakartas einfügen.
In Jakarta leben Menschen verschiedenster Herkunft: Der überwiegende Teil sind Malayen (circa 87 Prozent, die meisten davon Muslime), aber auch Araber (circa 30.000), Inder (21.000), Niederländer (17.000) und Chinesen (etwa 12.000) sind in der Metropole zu Hause.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1959 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1961 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne den Vorortgürtel.
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