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Im Angesicht Des Todes

Im Angesicht des Todes

Im Angesicht des Todes (Originaltitel: A View to a Kill) ist der 14. von Eon Productions Ltd. produzierte James Bond-Film. Zum siebenten und letzten Mal trat Roger Moore als MI-6-Agent auf. Sein Gegenspieler ist Christopher Walken, die weiblichen Hauptrollen spielen Tanya Roberts und Grace Jones. In einer Nebenrolle tauchte zudem Patrick Macnee (Mit Schirm, Charme und Melone) bei diesem Bond-Film auf. Zum dritten Mal war John Glen für die Regie verantwortlich .

Handlung

Max Zorin (Christopher Walken), ein durch künstliche Befruchtung entstandenes Genie hat es geschafft, durch seine überdurchschnittliche Intelligenz zu einem Vermögen zu kommen. Doch er will mehr: Um das Monopol von Silicon Valley in der Computerchip-Produktion zu brechen und seine eigene Firma an dessen Stelle zu setzen, will er an einer Schwachstelle im San-Andreas-Graben eine Bombe zünden, die eine Flutwelle verursacht und das ganze Tal überflutet. Dem britischen Geheimdienst ist natürlich daran gelegen, diese Pläne zu durchkreuzen und schickt James Bond los. Bei seinem Kampf gegen das Genie wird er von der Geologin Stacey (Tanya Roberts) unterstützt. Schauplätze des Films sind unter anderem Paris und die Golden Gate Bridge bei San Francisco.

Hintergrund

Unter Bond-Fans gilt der Film als einer der schwächeren, da Roger Moore nicht mehr überzeugen konnte, daher wurde sein Abschied nach diesem Film auch nicht übermäßig betrauert. Christopher Walken dagegen bekam allgemein gute Kritiken für seine Darstellung. Der Bond-Titel stammt aus einem Jagd-Lied aus dem 18. Jahrhundert. Eine Strophe darin beinhaltet die Zeile "From a view to a kill". Daraus wurde im Deutschen "Im Angesicht des Todes". Willy Bogner trug wieder die Verantwortung für die Umsetzung der Ski-Szenen. Das Luftschiff war ein SkyShip 500.

Weblinks


- Kategorie:James Bond Kategorie:Filmtitel Kategorie:Agentenfilm Kategorie:Britischer Film

Eon Productions Ltd.

EON Productions Ltd. ist eine britische Filmproduktionsgesellschaft, welche die offiziellen James Bond Filme produziert und ihren Hauptsitz in den Pinewood Studios in Buckinghamshire hat. Sie wurde 1961 von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman gegründet. 1975 verkaufte Satzman seinen Anteil an United Artists (die auch als Vertriebsgesellschaft fungierten). Angeblich steht EON für Everything Or Nothing (dt.: Alles oder Nichts), obwohl Albert R. Broccoli dies stets bestritten hat.

Produzierte James Bond-Filme


- 2006 - Casino Royale (geplant)
- 2002 - Stirb an einem anderen Tag (Die another Day)
- 1999 - Die Welt ist nicht genug (The World is not enough)
- 1997 - Der Morgen stirbt nie (Tomorrow never dies)
- 1995 - Goldeneye (GoldenEye)
- 1989 - Lizenz zum Töten (Licence to Kill)
- 1987 - Der Hauch des Todes (The Living Daylights)
- 1985 - Im Angesicht des Todes (A View to a Kill)
- 1983 - Octopussy (Octopussy)
- 1981 - In tödlicher Mission (For your Eyes only)
- 1979 - Moonraker - Streng Geheim (Moonraker)
- 1977 - Der Spion, der mich liebte (The Spy who loved me)
- 1974 - Der Mann mit dem goldenen Colt (The Man with the golden Gun)
- 1973 - Leben und sterben lassen (Live and let die)
- 1971 - Diamantenfieber (Diamonds are forever)
- 1969 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät (On her Majesty's Secret Service)
- 1967 - Man lebt nur zweimal (You only live twice)
- 1965 - Feuerball (Thunderball)
- 1964 - Goldfinger (Goldfinger)
- 1963 - Liebesgrüße aus Moskau (From Russia with love)
- 1962 - James Bond jagt Dr. No (Dr. No) Kategorie:Filmgesellschaft

James Bond

James Bond, auch bekannt als 007, ist ein fiktiver Geheimagent des britischen Geheimdienstes. Erfunden von dem Schriftsteller Ian Fleming wurde die Figur Bonds durch eine seit den 1960er Jahren kontinuierlich erfolgreiche Filmreihe weltbekannt. Heute gilt die Figur des James Bond als popkulturelle Ikone. Ikone

Buch

Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst dem britischen Geheimdienst angehörte, entwickelte die Figur James Bond wohl nach einer Vorlage des britischen Marineoffiziers Patrick Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen Linien spionierte und den Fleming in seinen Memoiren beschrieb. Den Namen seiner Romanfigur wiederum übernahm Fleming von dem Ornithologen James Bond, auf dessen Buch "Birds of the West Indies" er gestoßen war. Fleming schrieb 12 Romane und 2 Kurzgeschichten-Bände mit James Bond als Titelhelden, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren – Kingsley Amis (unter dem Pseudonym "Robert Markham"), John Gardner (1981-1996) und Raymond Benson (1997-2002) – die Romanreihe fort. Allerdings wurden seit Gardner die Romane anhand der Filme konzipiert, nicht mehr umgekehrt. Ein Beispiel hierfür ist unter anderem das konstante Alter Bonds. 2004 hat Ian Fleming Publications (Glidrose) eine neue Buchreihe angekündigt, die das Leben Bonds als 13-jährigen am Eton-College thematisiert. Mit Silverfin hat Charlie Higson 2005 den ersten Roman dieser Serie veröffentlicht. Bereits Ende der 60er hat Arthur Calder-Marshall (unter dem Pseudonym R. D. Mascott) einen Roman verfasst, der in der Jugendzeit von James Bonds Neffen James spielt. Während sich die Filme der 60er und 70er Jahre noch relativ eng an Flemings Romanen orientierten (Ausnahme: „Der Spion, der mich liebte“, von dem nur der Titel verwendet werden durfte), wurden in den 80ern zunächst noch die Kurzgeschichten herangezogen. Seit 1995 schließlich sind sie gänzlich ohne literarisches Vorbild konzipiert.

Die Romanfigur James Bond

Fleming gibt in seinen Romanen kaum Aufschluss über den Lebenslauf seiner Hauptfigur. Diese Lücke hat der Autor John Pearson in der fiktiven Biographie „Agent 007. Eine frei erfundene Biographie“ geschlossen, die im November 1982 erschien. Demnach wurde James Bond am 11. November 1920 als Sohn eines schottischen Ingenieurs und einer Schweizer Bergsteigerin in Wattenscheid geboren. Seine Eltern hießen Andrew und Monique Bond (geb. Delacroix). Nachdem beide bei einem Unfall in Chamonix ums Leben kamen, wuchs Bond mit seinem jüngeren Bruder Henry bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Mit 13 kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem er mit 15 wegen eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen der Schule verwiesen wurde. Er wurde daraufhin nach Fettes in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater studiert hatte. Nach seiner Ausbildung ging er zur Royal Navy, um während des Zweiten Weltkriegs im Nachrichtendienst die Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf der Insel Wangerooge stationiert, wo er – im Inselsand eingegraben – die nahe gelegenen U-Boot-Bunker observierte. Bald erreichte er dort den Rang eines Navy Commanders und von dort aus war der Weg in die Doppel-Null-Abteilung nicht mehr weit.

Bibliographie der Bond-Romane

(in Klammern deutsche Titel und Erscheinungsjahr) Ian Fleming
- Casino Royale (Casino Royale; Casino Royal - 1953)
- Live and Let Die (Leben und sterben lassen - 1954)
- Moonraker (Mondblitz; Moonraker - 1955)
- Diamonds Are Forever (Diamantenfieber - 1956)
- From Russia With Love (Liebesgrüße aus Moskau - 1957)
- Dr. No (James Bond jagt Dr. No; 007 jagt Dr. No; Dr. No - 1958)
- Goldfinger (Goldfinger; James Bond contra Goldfinger; James Bond jagt Goldfinger - 1959)
- For Your Eyes Only (1960) - Kurzgeschichtensammelband (Auflistung der Kurzgeschichten im Original - In Deutschland waren verschiedene Kurzgeschichtensammelbände auf dem Markt.)
  - For Your Eyes Only (Für Sie persönlich)
  - Quantum of Solance (Das Minimum an Trost; Ein Minimum an Trost)
  - The Hildebrand-Rarity (Die Hildebrand-Rarität)
  - From A View To A Kill (Tod im Rückspiegel)
  - Risico (Riskante Geschäfte)
- Thunderball (James Bond und das Unternehmen Feuerball; Operation Feuerball; Sag niemals nie; Feuerball; Sag niemals nie oder die Aktion Feuerball - 1961)
- The Spy Who Loved Me (Der Spion der mich liebte; Der Spion, der mich liebte - 1962)
- On Her Majesty's Secret Service (Im Dienst Ihrer Majestät; Im Geheimdienst Ihrer Majestät; James Bond und sein gefährlichster Auftrag - 1963)
- You Only Live Twice (Du lebst nur zweimal; 007 James Bond reitet den Tiger - 1964)
- The Man With The Golden Gun (Der Mann mit dem goldenen Colt; 007 James Bond und der goldene Colt; Der goldene Colt - 1965)
- Octopussy (and the Living Daylights) (1966) - Kurzgeschichtensammelband (Auflistung der Kurzgeschichten im Original - In Deutschland waren verschiedene Kurzgeschichtensammelbände auf dem Markt.)
  - Octopussy (Octopussy; Der stumme Zeuge)
  - The Living Daylights (Der Hauch des Todes; Duell mit doppeltem Einsatz)
  - The Property of a Lady (Globus - meistbietend zu versteigern (nur in späteren Versionen enthalten))
  - 007 in New York (keine Übersetzung ins Deutsche (nur in späteren Versionen enthalten)) Arthur Calder-Marshall (unter dem Pseudonym R. D. Mascott)
- The Adventures of James Bond Junior: Double-O Three and a Half (003 1/2 James Bond Junior - 1967) Kingsley Amis (unter dem Pseudonym Robert Markham)
- Colonel Sun (Liebesgrüße aus Athen; Die Spur führt nach Griechenland; 007 James Bond auf der griechischen Spur - 1968) John Pearson
- James Bond - The Authorized Biography of 007 (Agent 007. Eine frei erfundene Biographie - 1973) Christopher Wood
- James Bond, The Spy Who Loved Me (James Bond und sein größter Fall, Romanfassung des Drehbuchs - 1977)
- James Bond And Moonraker (Moonraker; Moonraker - Streng geheim, Romanfassung des Drehbuchs - 1979) John Gardner
- Licence Renewed (Countdown für die Ewigkeit - 1982)
- For Special Services (Moment mal, Mr. Bond - 1982)
- Icebreaker (Operation Eisbrecher - 1983)
- Role of Honour (Die Ehre des Mr. Bond - 1984)
- Nobody Lives Forever (Niemand lebt für immer - 1986)
- No Deals Mr. Bond (Nichts geht mehr, Mr. Bond - 1987)
- Scorpius (Scorpius - 1988)
- Win, Lose or Die (Sieg oder stirb, Mr. Bond - 1989)
- Licence to Kill (Lizenz zum Töten, Romanfassung des Drehbuchs- 1989)
- Brokenclaw (Fahr zur Hölle, Mr. Bond - 1990)
- The Man From Barbarossa (keine Übersetzung ins Deutsche - 1991)
- Death is Forever (keine Übersetzung ins Deutsche - 1992)
- Never Send Flowers (keine Übersetzung ins Deutsche - 1993)
- Seafire (keine Übersetzung ins Deutsche - 1994)
- GoldenEye (Golden Eye, Romanfassung des Drehbuchs - 1995)
- Cold (keine Übersetzung ins Deutsche - 1996) Raymond Benson
- Zero Minus Ten (Countdown! - 1997)
- Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie, Romanfassung des Drehbuchs - 1997)
- The Facts of Death (Tod auf Zypern - 1998)
- High Time to Kill (keine Übersetzung ins Deutsche - 1999)
- The World is Not Enough (Die Welt ist nicht genug, Romanfassung des Drehbuchs - 1999)
- Doubleshot (keine Übersetzung ins Deutsche - 2000)
- Never Dream of Dying (keine Übersetzung ins Deutsche - 2001)
- Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, Romanfassung des Drehbuchs - 2002)
- The Man with the Red Tattoo (keine Übersetzung ins Deutsche - 2002) Charlie Higson
- Silver Fin (Stille Wasser sind tödlich - 2005)
- Blood Fever (keine Übersetzung ins Deutsche - 2006)

Film

2006 1961 erwarben die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli (Spitzname: 'Cubby') die Filmrechte für die Bücher Flemings und gründeten die Produktionsgesellschaft Eon Productions Ltd.. Gemeinsam mit der Filmgesellschaft United Artists brachten sie 1962 den ersten Bond-Film mit dem Titel "Dr. No" heraus. Seitdem erscheint spätestens alle vier Jahre ein neuer "Bond" – einzig nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 gab es eine sechsjährige Unterbrechung. Damit ist die 007-Saga die zeitlich am längsten laufende und eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Filmreihe. Seit dem Tod von Albert R. Broccoli im Jahre 1996 führen sein Stiefsohn Michael G. Wilson und seine Tochter Barbara Broccoli die Geschäfte weiter. Die Rechte an den von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmen lagen bis 1975 allein bei Danjaq S.A. - einer in der Schweiz ansässigen Rechteverwertegesellschaft der beiden Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman - und werden seit dem Verkauf des 50%igen Anteil Saltzmans an United Artists von Danjaq S.A. und United Artists kontrolliert. Seit 1981 ist Metro-Goldwyn-Mayer die Mutterfirma von United Artists und kontrolliert über diese den Verleih der Filmreihe und teilt sich ebenfalls das Copyright aller Filme. Seit der vollzogenen Übernahme von Metro-Goldwyn-Mayer (und der Tochterfirma United Artists) durch ein von Sony (und dessen Tochterunternehmen, die Sony Pictures Entertainment) geführtes Konsortium wird über den Vertrieb der bisher produzierten und den zukünftigen James-Bond-Filme verhandelt.

Filmographie

Inoffizielle Bond-Filme (von Eon Productions Ltd. weder produziert noch anerkannt): 1954 - Casino Royale (Seriensegment in einer US-TV-Show)
- Hauptdarsteller Barry Nelson (als Bond), Peter Lorre (als Le Chiffre) 1967 - Casino Royale (Parodie)
- Hauptdarsteller David Niven (als Bond), Woody Allen, Peter Sellers, Ursula Andress (später auch als Bond-Girl) 1983 - Sag niemals nie (Never Say Never Again)
- Hauptdarsteller Sean Connery
- Remake des Film Feuerball auf Basis des gleichnamigen Romans
- Produziert im Hintergrund der Warner Bros.-Studios
- Um den Roman gab es einen jahrelangen Rechtsstreit

Merkmale

Die James-Bond-Filme haben sich im Grunde ein eigenes Subgenre des Agententhrillers geschaffen. In fast allen Filmen lassen sich folgende genrekonstituierende Merkmale feststellen: Cartoonartige Superschurken versuchen mit allen Mitteln, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Schnelle Autos, üblicherweise der Marke Aston Martin (bis auf die Filme Der Spion, der mich liebte und In tödlicher Mission, in denen Bond einen zum U-Boot umbaubaren Lotus Esprit benutzte, sowie GoldenEye bis Die Welt ist nicht genug, in denen Bond Autos der Marke BMW fuhr) werden im Laufe des Films zu Schrott gefahren. Der spleenige Geheimdienst-Tüftler Q (mit Ausnahme vom ersten Film und 'Leben uns sterben lassen' gespielt von Desmond Llewelyn - Nachfolger seit Stirb an einem anderen Tag ist John Cleese) übergibt Bond ständig neue technische Spielereien, so genannte Gadgets. Außergewöhnliche Stunts bzw. Spezialeffekte sprengen teilweise den Rahmen der physikalischen Machbarkeit. Besondere, häufig wiederkehrende Elemente sind die Verfolgungsjagden auf Skiern oder mit anderen Wintersportgeräten, kombinierte Aktionen mit Motorrädern, luxuriösen Limousinen und Luftfahrzeugen, sowie in der Regel mit Kämpfen endende Unterwassersequenzen. Das Ganze kulminiert in einer Endschlacht, die teilweise einen großen Anteil an Produktionskosten verschlingt, allein schon wegen der aufwändigen Kulissen und des personellen Aufwands. Schöne Frauen (Bond-Girls, Bondinen) dienen vor allem als amouröser Zeitvertreib für Bond, erhalten in den letzten Filmen aber zunehmend eigene Spielräume. Die Handlung springt von einem exotischen Schauplatz zum anderen und der ewige Flirt mit der Chefsekretärin Miss Moneypenny, der im Gegensatz zu den anderen Bond Girls folgenlos bleibt, darf natürlich auch nicht fehlen. Seit dem Zeitalter von Aids ist zu erkennen, dass Bond eine gewisse Treue für seine Filmpartnerinnen einhält (beginnend mit Der Hauch des Todes). Doch auch andere politische oder gesellschaftliche Auffälligkeiten tauchen in Filmen auf, wie z. B. der Afghanistan-Krieg (Der Hauch des Todes) oder der ständige Wettstreit mit sowjetischen Agenten und deren Chef, M's Gegenspieler General Gogol, auch das Rauchen wurde Bond abgewöhnt. Bond selbst wird einerseits als ein eleganter, andererseits ironischer (vor allem bei Roger Moore) bis zynischer (Sean Connery) Macho skizziert, der von einer Aura der Unverwundbarkeit umgeben ist. Einige Zitate gehören zur Bond-Folklore, so Bonds Vorstellung als Mein Name ist Bond, James Bond und seine Bestellung Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt (engl.: Shaken, not stirred). 007, der Zusatz seines Namens, ist seine numerische Identität im Geheimdienst, wobei die Doppel-Null die Lizenz zum Töten bedeutet. Seine Waffe, eine Beretta 905B, musste Bond gleich im ersten Film gegen eine Walther PPK eintauschen, die er bis Der Morgen stirbt nie verwendete. Seitdem schießt Bond aus einer Walther P99. Die Handlung hat nicht viel mit tatsächlicher Geheimdienstarbeit zu tun, auch wenn Fleming einige realistische Elemente beigesteuert hat, z. B. die Bezeichnung der Führungspositionen des britischen Geheimdienstes MI6 mit Buchstaben wie "M" und "Q".

Schauspieler (Tabelle)

James Bonds Verbündete


- Q ist der Kodename für den genialen Erfinder allerlei nützlicher technischer Geräte in den James-Bond-Filmen. Siehe auch: Figuren aus James-Bond-Filmen :Zu den Erfindungen/Entwicklungen von Q gehören u. a. :
- diverse Uhren, z. B. mit Sprengfunktion, sehr starken Magneten, Laserstrahlern oder Videobildschirmen :
- diverse Geräte zum Knacken von Zahlenkombinationen für Safes :
- ein schwer bewaffneter Ein-Mann-Tragschrauber ("Little Nelly", Man lebt nur zweimal) :
- die Erweiterung verschiedener Serien-Sportwagen zu Agentenautos, die erstaunliche Dinge an Bord integriert haben, z. B. Raketenwerfer, Minen, Maschinengewehre usw. Der Lotus Esprit (Der Spion, der mich liebte) kann sogar tauchen. :
- eine venezianische Gondel, die auch als Luftkissenboot fahren kann (Moonraker) :
- ein Schnellboot, das auch auf der Straße fahren kann (Die Welt ist nicht genug) :
- ein unsichtbares Auto (Stirb an einem anderen Tag)
- M - James Bonds Vorgesetzter, später Bonds Vorgesetzte
- Felix Leiter - CIA-Agent, später bei der DEA, James Bonds Freund
- Jack Wade - CIA-Verbindungsagent
- Charles Robinson - MI6-Agent und James Bonds Freund
- General Anatol Gogol - KGB-Chef. Politisch gesehen ist er eigentlich Bonds Gegenspieler, aber beide bringen einander durch das gegenseitige Fair Play große Hochachtung entgegen. In "Der Spion der mich liebte" und Der Hauch des Todes arbeiten sie sogar zusammen.

Musik

John Barry komponierte die meisten Titel für den Soundtrack der Bond-Filme und war somit der Hauskomponist der Filmreihe. In Einzelfällen sprangen andere Komponisten ein: Monty Norman (1962 - James Bond jagt Dr. No), George Martin (1973 - Leben und sterben lassen), Marvin Hamlish (1977 - Der Spion, der mich liebte), Bill Conti (1981 - In tödlicher Mission), Michael Legrand (1984 - Sag niemals nie), Michael Kamen (1989 - Lizenz zum Töten) und Eric Serra (1995 - Goldeneye). Seit 1997 ist David Arnold für die Soundtracks verantwortlich. Das legendäre James Bond Theme (aus dem ersten Teil "Dr. No" - Monty Norman) eröffnet seit Liebesgrüße aus Moskau jeden Bond-Film mit der typischen Pistolenszene. Charakteristisch ist auch die meist permanente Verwendung des Bond-Themas und der Titelmelodie während der Filmsequenzen. Für den Bond-Film "Sag niemals Nie" (Neuverfilmung des Stoffes aus "Thunderball") durften übrigens die typischen Musikuntermalungen (Titelthema von Monty Norman und Action-Thema "007" von John Barry) nicht verwendet werden. Auch die Eröffnungssequenz mit dem Blick durch den Pistolenlauf fiel unter den Bann der Eon Productions Ltd. Für die Titelstücke konnten weltbekannte Solisten und Gruppen verpflichtet werden, die es bis in die Hitparaden schafften. Nur Shirley Bassey sang mehr als einen Titelsong. Nur Duran Duran erreichte mit einem Titel die Spitze der US-Charts. Musiker die sich an der Bond Musik bedienten (CoverVersionen, Remixe, Samples): - Alan Corb - Feuerball; Mr. Kiss Kiss Bang Bang (deutsche Cover-Versionen) - Ann-Margret - Mr. Kiss Kiss Bang Bang - Coldplay - You only live Twice - Dead Prez - Psychology (Intro-Sample aus "Diamonds are forever") - DJ's Factory - A view to a kill (1985) - Dr. NO - James Bond Theme, (1992 - 12" CD-MAXI, Polydor 863 165-2) -Radio-Active-Mix, 3:59, -Licence To Dance-Mix, 6:03 - Fausto Papetti - Goldfinger (Alt-Saxophon Instrumental) - Geri Halliwell - Live and let die - Gissy Andre - Man lebt nur zweimal - Gun's 'N' Roses - Live and let die - John 'Towner' Williams - James Bond Theme - Kanye West - Diamonds from Sierra Leone (Rap mit Sample aus "Diamonds are forever") - Mango Kings - Under the Mango tree - Moby - James Bond Theme, 3:24, (1997 - Mit Dialog von Pierce Brosnan und gesampelten Dialogen von Sean Connery und Gert Fröbe aus "Goldfinger") - Parodi/Fair - James Bond Theme (GoldenEye Trailer Version), 2:24, (1995) - Paul Oakenfold - James Bond Theme - Placebo - James Bond Song (Miss Moneypenny) - Propellerheads - On her Majesty's Secret Service - Radiohead - Nobody does it better - Reamonn - Be angeled (mit Sample aus "You only live twice") - Robbie Williams - Millennium, 3:47, (1998 - Mit nachgespielten Fragmente aus "You only live twice") - Roy Etzel - Goldfinger (Trompeten-Instrumental) - Ruth Berlé - Die Wolga ist weit (From Russia with love) - Slick Rick feat. Raekwon - Frozen (mit Sample aus "Make it last all night" von Rage -> "For your eyes only") - Sollie Nero - In Deinen Augen (For your eyes only) - Tanja Berg - Diamanten sind für immer (Diamonds are forever) - The Jets - Mr. Kiss Kiss Bang Bang; Thunderball - Uwe Kröger - From Russia with love - Wu-Tang Clan - One blood under w (mit James Bond Theme Samples) - Zinno - What's your name (Italo-Disco 1985 - mit Samples aus "Diamonds are forever") MEDLEYS: -BBC Concert Orchestra -Hank Marvin -Johan Stengard -Larry Washington/Christoph Bull - Diamond Shake -Larry Washington/Christoph Bull - Diamonds R 4 Evah -Shadows -Swingle Singers Siehe auch: Filmmusik

Parodien

Die Bond-Filme wurden immer wieder parodiert: Die erste Parodie war "Leise flüstern die Pistolen" mit Dean Martin von 1966. 1967 folgte Casino Royale, die aber als erste auf einem Roman von Fleming basierte, mit David Niven, Peter Sellers und Woody Allen in den Hauptrollen. Es folgten Mike Myers' Austin Powers-Filme, jüngst ist auch Rowan Atkinson mit seiner Figur Johnny English in die Reihe der Bond-Parodisten eingetreten. Zuvor war er schon einmal als Nebendarsteller (Nigel Small-Fawcett) im Bond-Film "Sag niemals Nie" aufgetreten.

Der erste James-Bond-Darsteller

... war der amerikanische Schauspieler Barry Nelson in einer von Sender CBS produzierten Live-Adaption von Flemings Debüt-Roman Casino Royale. Den Gegenpart "Le Chiffre" spielte damals Peter Lorre. Mit dem vertrauten Bild des Kino-Bonds, wie wir ihn heute kennen, hatte die Theatershow aus dem Jahr 1954 zwangsläufig nur sehr wenig gemein, zudem "James" Bond in diesem Film "Jimmy" hieß und für die CIA arbeitete. Auch in den EON-Filmen ist es nicht Connery, der als Erster als Bond zu sehen ist: Der Stuntman Bob Simmons absolviert die Gunbarrel-Sequenz, mit der jeder (offizielle) Bond-Film startet. Erst seit Feuerball ist es der jeweils amtierende Bond-Darsteller, der in der Eingangssequenz tatsächlich schießt.

Die Bond-Filme, die es nicht geben sollte

Als Harry Saltzman und Albert R. Broccoli die Verfilmungsrechte für Ian Flemings Bond-Romane erstanden, konnten sie zwei Titel nicht sichern: Casino Royale und Feuerball. Casino Royale wurde bereits 1954 an Gregory Ratoff verkauft, dessen Agentur diese an CBS für die Produktion einer Fernsehshow vermitteln konnte. Als Ratoff starb, verkaufte seine Frau die Rechte an Charles K. Feldman weiter. Feldman strebte seit dem Erfolg der Bond-Filme in den 1960er-Jahren dann eine Partnerschaft mit Eon Productions Ltd. an, die aber nicht zustande kam, so dass er sich entschloss 1967 auf eigene Faust eine Bond-Parodie zu produzieren. Nach seinem Tod kaufte United Artists Feldmans Produktionsfirma an der auch Columbia Pictures Anteile durch die von CBS gesendete Fernsehshow besaß. So kam es jahrzehntelang zu einem Status Quo. 1983 kam der Bond-Film Sag niemals nie (Never Say Never Again) in die Kinos, mit dem letzten Auftritt von Sean Connery als Titelheld. EON versuchte mit allen Mitteln, die Verfilmung zu stoppen, hätte doch ein zweiter Bond-Film in einem Jahr den Erfolg der eigenen Bond-Produktion Octopussy mit Roger Moore geschmälert (was dann tatsächlich auch der Fall war). Sag Niemals Nie hat den gleichen Handlungsaufbau zum Inhalt, wie der 1965 gedrehte Film Feuerball (Thunderball – ebenfalls mit Connery). Die Romanvorlage von Feuerball geht auf ein geplantes Drehbuch für einen Film James Bond Secret Agent zurück, die Fleming mit dem Drehbuchautor Jack Whittingham, einem Freund namens Ivor Bryce und dem Regisseur Kevin McClory Anfang der 60er Jahre bearbeitete. Da sich das Vorhaben aber sehr in die Länge zog, verlor Fleming die Lust an der Verfilmung. Die bis dahin erarbeiteten Elemente verwendete Fleming aber 1960 für das Buch Thunderball, was sich die anderen Beteiligten an dem Projekt prompt nicht gefallen ließen und ihn verklagten. Fleming wurde der Verletzung des Urheberrechts angeklagt und für schuldig befunden. 1983 wurde auf Grundlage des Skriptes von Whittingham und McClory dann Sag niemals Nie produziert, ohne dass Eon Productions Ltd. dagegen etwas machen konnte. Der Titel Never Say Never Again (Sag niemals Nie) stammt von Connerys Frau und ist eine bewusste Anspielung auf eine frühere Aussage von Sean Connery, nie wieder James Bond spielen zu wollen. Er selbst "bereute" allerdings später, den Film gedreht zu haben. Er war schauspielerisch so enttäuscht von "Sag niemals nie", dass er sich für 2 Jahre aus dem Schauspielgeschäft zurückzog. 1989 wurde Columbia Pictures von der Sony Corporation aufgekauft. Die 1991 umbenannte Sony Pictures Entertainment versuchte dann mit allen Mitteln, unter anderem auch eine Kooperation mit McGlory, in das Bond-Filmgeschäft einzusteigen, Das versuchte EON mit gerichtlichen Mitteln zu stoppen. Die Auseinandersetzung endete 1999 mit dem Aufkauf der restlichen Filmrechtanteile an Casino Royale durch EON. Da Stirb an einem anderen Tag bereits in Vorproduktion gegangen ist, war klar, dass zum 40-jährigen Filmjubiläum Casino Royale nicht verfilmt werden könnte. Ironischerweise kaufte Sony 2004 die MGM Studios (die 1981 mit United Artists fusionierte) auf, so dass die 2006 erscheinende Verfilmung von Casino Royale doch unter Sonys Flagge auftritt.

Gerüchteküche

Schon zu Connerys-Zeiten gab es immer wieder heftige Diskussionen, wer die Nachfolge als James Bond Darsteller antreten würde. Gerade die britische Regenbogenpresse trägt seit Jahr und Tag zu diesem Thema mit allen möglichen Kandidaten dazu bei, die Gerüchteküche ordentlich anzuheizen. Manchmal sogar mit geradezu lächerlichen Vorschlägen. Am Ende wurde dann zumeist ein ganz anderer, oder gar der vermeintlich abgetretene Schauspieler, vorgestellt. Heiße Kandidaten waren:
- Nach Connerys Man lebt nur zweimal: Roger Moore, Adam West, John Richardson, Anthony Rogers, Robert Campbell, Hans de Vries, Timothy Dalton
- Nach Lazenbys Im Geheimdienst Ihrer Majestät: John Gavin, Burt Reynolds, Steve McQueen, Paul Newman, Roger Moore
- Nach Connerys Diamantenfieber: Burt Reynolds, Michael Caine, Julian Glover, Michael Billington
- Nach Moores Im Angesicht des Todes: Pierce Brosnan, Antony Hamilton, Mel Gibson, Sam Neill, Lambert Wilson, Lewis Collins, Tom Selleck
- Nach Daltons Lizenz zum Töten: Mel Gibson, Liam Neeson, Hugh Grant, Daniel Day Lewis, Ralph Fiennes, Sean Bean, Adrian Paul
- Nach Brosnans Stirb an einem anderen Tag: Pierce Brosnan, Daniel Craig, Clive Owen, Hugh Jackman, Dougray Scott, Julian McMahon, Ewan McGregor, Goran Visnjic, Alex O'Lachlan, Henry Cavill, Ewan Stewart, Steven Brand, Colin Farrell, Ioan Gruffud, Robbie Williams, Karl Urban, Jason Statham, Alexander Siddig Zwischen tatsächlichen Kandidaten, die zum Screentest geladen wurden, und Hirngespinsten des jeweiligen Reporters kann und konnte man häufig nicht mehr unterscheiden. Nicht selten waren die Schauspieler auch vertraglich anderweitig gebunden (z. B. Roger Moore mit Simon Templar, oder Pierce Brosnan mit Remington Steele), so dass am Ende andere zum Zuge kamen.

James-Bond-Videospiele

Im Jahr 1983 erschien das aller erste James Bond Videospiel mit dem Titel James Bond 007 für mehrere Konsolen (darunter Atari 2600, Commodore 64). Das Spiel setzte sich aus den Genres Text-Adventure und Side-Scroller zusammen und wurde von dem Spielzeughersteller Parker Brothers entwickelt. 1985 erschienen zwei James Bond Spiele zeitgleich, die auf dem Film Im Angesicht des Todes basierten. James Bond 007: A View to a Kill wurde von den internationalen Publishern Mindscape Group entwickelt und A View to a Kill von den britischen Enticklern Domark. Bis Anfang der neunziger Jahre erschienen fünf weitere Spiele mit offiziellen Lizenzen (darunter James Bond 007: Goldfinger aus dem Jahr 1986 und The Spy Who Loved Me aus dem Jahr 1990). 1990 kam mit dem Spiel James Bond: The Stealth Affair ein Grafik-Adventure in Point-and-Click Manier auf den Markt. Das Spiel wurde von der französischen Spielfirma Delphine Software International entwickelt und von dem US-amerikanischen Publisher Interplay Entertainment vertrieben. James Bond Jr., dass 1992 auf dem NES und SNES erschien, basierte nicht auf den Romanen oder Filmen, sondern auf einer Comicbuch Serie von dem Comicverlag Marvel Comics. Das Spiel setzte sich aus den beiden Genres Action und Adventure zusammen und wurde aus der Side-Scroll Perspektive gespielt. Im September 1997 erschien mit dem Spiel GoldenEye 007 der erste Ego-Shooter im James Bond Universum. Das Spiel basierte auf dem Kinofilm GoldenEye aus dem Jahr 1995 und wurde von der britischen Kultschmiede Rareware für die Spielekonsole Nintendo 64 entwickelt. GoldenEye 007 etablierte sich schnell als Videospiel-Klassiker, da es eine unglaubliche Spielbarkeit und eine realistische Grafik bot. Das Spiel erschien nie in Deutschland, da es kurze Zeit nach der Veröffentlichung von der BPjM indiziert wurde. Der Mehrspieler Modus (engl. Multiplayer) war bei den Spieler sehr beliebt. Seit dem Jahr 1999 besitzt der Publisher Electronic Arts die Exklusiv-Rechte an den James Bond Romanen und Filmen. Im November 1999 erschien der Third-Person-Shooter Tomorrow Never Dies exklusiv für die Playstation. Bis ins Jahr 2004 erschienen sechs weitere Spiele für mehrere Konsolen (darunter The World Is Not Enough aus dem Jahr 2000 und Nightfire aus dem Jahr 2002). Das Spiel 007 Racing von den Entwicklern Eutechnyx aus dem Jahr 2000 stellt eine Besonderheit bei den James Bond Spielen dar, da es ein Rennspiel ist. Dem Spieler stehen 19 lizenzierte Autos aus allen James Bond Filmen zur Auswahl (u.a. der Lotus Esprit aus dem Film Der Spion, der mich liebte). 007 Racing wird oft mit dem Spiel Spy Hunter, aus dem Jahr 1983, verglichen, da man auch Waffen und andere Gadgets benutzen kann. Agent Under Fire, dass 2001 für drei Konsolen (GameCube, PlayStation 2, Xbox) erschien, ist das erste James Bond Spiel, dass nicht auf einem Roman von Ian Fleming oder auf den Filmen basiert. Kürzlich erschien auch ein neues Spiel GoldenEye - Rogue Agent, das aber mit dem Film kaum etwas zu tun hat, da man hier einen Schläger Goldfingers spielt. Das Spiel lässt sich zeitlich vor den Filmen einordnen, da die Gegenspieler, sogar Dr. No, noch leben. Das 2004 erschienene "Everithing or Nothing" von könnte schon fast als Bond-Film Nummer 20 1/2 bezeichnet werden, da es inhaltlich eine Fortsetzung des Filmes "A View to a Kill" ist, die original Schauspieler synchronisiert haben, neue Charaktere nach Schauspielern wie Willem Defoe modelliert worden und s sogar einen eigenständigen Titelsong (von Sängerin Mya) hat. 2005 erscheint der Third-Person-Shooter Liebesgrüße aus Moskau in Europa. Außerdem soll Ende 2005 ein James Bond Spiel für die Handheld-Konsole PlayStation Portable erscheinen.

Videospiel Chronologie

Siehe auch


- Figuren aus James-Bond-Filmen

Weblinks


- [http://www.jamesbond.de/ Bond... James Bond.de (dt.)]
- [http://www.the007generation.de/ James Bond-Fanseite (dt.)]
- [http://www.jamesbondfilme.de/ DER NAME IST BOND, JAMES BOND (dt.)]
- [http://www.agent-jamesbond.de/ Fan-Site mit vielen Details und Bildern zu allen Filmen und Darstellern (dt.)]
- [http://www.commanderbond.net/ Commanderbond.net, viele Details zu allen Filmen und Bond-News (engl.)]
- [http://www.mjnewton.demon.co.uk/bond/ The Bond Film Informant (engl.)]
- [http://www.jamesbond-fr.com JamesBond-fr.com (fr.)]
- [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=1748 Rezension] von Dr. Michael Drewniok zum Debütroman "Casino Royale" von Ian Fleming (Ausgabe Mai 2003, Heyne)
- [http://www.mi6.co.uk/ MI6 - sehr aktuelle Bondseite (engl.)] Bond, James Bond, James ja:ジェームズ・ボンド

MI-6

Mi-6, bzw MI-6 steht für
- den russischen Hubschrauber Mil Mi-6
- den englischen Geheimdienst Secret Intelligence Service Kategorie:Abkürzung

Tanya Roberts

Tanya Roberts (eigentlich Victoria Leigh Blum) (15. Oktober 1955 in der Bronx, New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Die aus einfachen Verhältnissen stammende Tanya Roberts brach mit 15 ihre Schulausbildung ab, trampte durchs Land und heiratete. Es gelang ihrer Mutter, die Ehe annullieren zu lassen. Zurück in New York heiratete Tanya Roberts mit 19 Jahren einen Psychologiestudenten. Sie nahm Schauspielunterricht, hielt sich als Tanzlehrerin und Model über Wasser und sammelte erste darstellerische Erfahrungen auf der Bühne in Off-Broadway-Produktionen und Werbespots. 1977 zog sie mit ihrem Mann, der sich als Drehbuchautor versuchen wollte, nach Hollywood, um dort eine Filmkarriere zu starten. Es folgten einige kleinere Auftritte im Fernsehen. Den Durchbruch bedeutete 1980 ihre Rolle als einer der Drei Engel für Charlie (original: Charlie's Angels) in der letzten Staffel der einst erfolgreichen TV-Serie. Die Magazine Playboy und People setzten Tanya Roberts auf die Titelseite. Nach Absetzen von Charlie's Angels 1981 spielte Tanya Roberts die weibliche Hauptrolle in dem Fantasy-Streifen The Beastmaster und 1984 die Titelrolle als weiblicher Tarzan in dem Film Sheena - Königin des Dschungels. Dem Streifen war bei Kritik und Publikum wenig Erfolg beschieden. Ihren Karrierehöhepunkt markierte 1985 die Rolle als „Bondgirl“ in dem James Bond-Film Im Angesicht des Todes an der Seite von Roger Moore. Wie schon für Sheena wurde Tanya Roberts auch nach diesem Film für den Razzie Award als "Schlechteste Schauspielerin des Jahres" nominiert. Danach verkündete sie, fortan nur noch Rollen in Filmen annehmen zu wollen, in denen sie nicht mehr weitgehend hüllenlos auftreten müsse. Doch entsprechende Angebote blieben aus. Tanya Roberts drehte noch eine Reihe von Direct-to-Video-Produktionen mit deutschen Verleihtiteln wie Verschwitzte Körper (1987) und Fatale Leidenschaft (1991) bevor ihre Filmkarriere versandete. In den letzten Jahren hatte sie zahlreiche kleinere Auftritte in der TV-Serie Die wilden Siebziger.

Weblinks


-
- [http://www.cultsirens.com/roberts/roberts.htm Cultsirens: Tanya Roberts (englisch)]
- [http://www.unbrokenmetal.de/she/tanya.htm Deutsche Seite über Tanya Roberts als Sheena] Roberts, Tanya Roberts, Tanya Roberts, Tanya Roberts, Tanya Roberts, Tanya Roberts, Tanya

Grace Jones

Grace Jones (
- 19. Mai 1948 in Spanish Town, Kingston, Jamaika; eigentlich Grace Mendoza) ist Sängerin, Model und Schauspielerin. Sie ist bekannt für ihre extravagante Kleidung und ausgefallene Auftritte, in denen sie z.B. in Männerkleidung oder in Gorilla-Kostümen auftrat. Sie wurde berühmt für ihr Temperament als sie einen britischen Gastgeber (Russell Harty) in einer Fernsehsendung angriff, als dieser sich einem anderen Gast zuwandte. Sie begann in einer Disco zu singen, bevor sie sich schräger Pop-Musik und Reggae hingab. In ihrem Reggae-Album Nightclubbing nahm sie Stücke zusammen mit namhaften Musikern aus Jamaika auf. Später machte sie auch Hip-Hop-Dance-Musik. Daneben war sie auch als Schauspielerin tätig; ihre bekannteste Rolle ist wohl die des Bond-Girls May Day im James-Bond-Film Im Angesicht des Todes (1985). Weitere bekannte Filme, in denen sie mitwirkte, sind Conan der Zerstörer (1984; mit Arnold Schwarzenegger), Vamp (1986) und Boomerang (1992; mit Eddie Murphy). 1978 war eines ihrer Aktfotos, das auf der Titelseite der Zeitschrift Stern abgedruckt wurde, Auslöser für die sog. Sexismus-Klage. Im September 1987 war sie im Playboy-Magazin zu sehen.

Diskographie


- Portfolio (Island Records) 1977
- Fame (Island Records) 1978
- Muse (Island Records) 1979
- Warm Leatherette (Island Records) 1980
- Nightclubbing (Island Records) 1981
- Living My Life (Island Records) 1982
- Island Life (Island Records) 1985 - versch. Singles
- Slave to the Rhythm (Manhattan/Island Records) 1985
- Inside Story (Manhattan) 1986
- Bulletproof Heart (Capitol Records) 1989
- Private Life: The Compass Point Sessions (Island Records) 1998
- Universal Masters Collection (Universal Music) 2003

Weblinks


- Jones, Grace Jones, Grace Jones, Grace Jones, Graces Jones, Graces Jones, Graces Jones, Graces Jones, Graces

Patrick Macnee

Daniel Patrick Macnee (
- 6. Februar 1922 in London, Großbritannien) ist ein englischer Schauspieler und Sprecher in Hörspielen. Er ist zum dritten Mal verheiratet, mit Barbara Douglas (1942 - 1956, zwei Kinder, Rupert und Jenny), mit Katherine Woodville (1965 - 1969) und mit Baba Majos de Nagyzsenye bis heute. 1959 nahm Macnee die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Sein Vater Daniel Macnee war ein Pferdetrainer, der trank und das Familienvermögen verspielte. Er verließ die Familie, und John wuchs bei seiner lesbischen Mutter Dorothea Mary und ihrer Lebengefährtin auf. Bis zu seinem elften Lebensjahr musste Macnee den Kilt tragen, obwohl die Familie in Südengland wohnte. Während des Studiums wäre Macnee beinahe vom Eton College verwiesen worden, da er einen Spielerring aufgezogen hatte. Nach Abschluss des Studiums trat er zuerst als Bühnenschauspieler auf und hatte seine erste kleine Filmrolle in Pygmalion (1938). Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine beginnende Filmkarriere, denn er wurde von der Royal Navy eingezogen. Nach dem Krieg besuchte Macnee mit einem Stipendium die Webber Douglas School of Dramatic Art in London und setzte seine Filmlaufbahn als Young Jacob Marley in Scrooge (1951) fort. Enttäuscht über das beschränkte Rollenangebot verließ er England und zog als Produzent nach Kanada und in die USA. In Kanada gilt er als Pionier des dortigen Fernsehens. 1954 ging er mit einer Truppe des Old Vic-Theaters aus London an den Broadway und zog später nach Hollywood, wo er verschiedene Fernseh- und Filmauftritte hatte. 1959 kehrte Macnee nach England zurück, wobei er von seinen Erfahrungen in Hollywood und Kanada profitieren konnte. Er wurde Co-Produzent der Fernsehserie „Winston Churchill: The Valiant Years“ (1960). Kurz danach erhielt er die Rolle, die ihn weltweit bekannt machte: John Steed in der Fernsehserie "The Avengers" (1961) (Mit Schirm, Charme und Melone) (In dem Kinofilm „The Avengers“ von 1998 war er als Stimme des „Invisible Jones“ ebenfalls „zugegen“ - sozusagen). Nach Absetzung der Serie 1969 hatte er, aufgrund der engen Verbindung seiner Person zu dieser Rolle, jedoch arge Schwierigkeiten neue Angebote zu bekommen. Zum Glück kam dann 1976 eine Neuauflage unter dem Titel „The New Avengers“ ins Fernsehen, in der er die Rolle des John Steed weiterspielen konnte. Die Magie und den Charme der alten Serie, insbesondere der Folgen mit Diana Rigg als Emma Peel, konnten die neuen Folgen jedoch nicht wieder erlangen. Während der 1980er und 1990er Jahre war er Gast in mehreren amerikanischen Fernsehserien wie „Gavilan“ (1982), „Empire“ (1984), „Thunder in Paradise“ (1994) und „Night Man“ (1997) und nahm zwischenzeitlich auch verschiedene Hörbücher auf. Eine größere Nebenrolle hatte er in dem James Bond-Film „A View to a Kill“ (Im Angesicht des Todes) (1985) als Sir Godfrey Tibbett. Danach trat er auch in verschiedenen Fernsehserien auf, wie „In 80 Tagen um die Welt“ (1989) neben Pierce Brosnan oder als Doktor Watson neben Christopher Lee (als Sherlock Holmes). Seinen bislang letzten Kinofilm machte er 2003 mit „The Low Budget Time Machine“. Einen weiteren kurzen Gastauftritt hatte er auch als Fahrer der Gruppe Oasis im Videoclip „Don't Look Back In Anger“. Die deutschen Stimmen von Patrick Macnee waren unter anderem Gert Günther Hoffmann (der auch die deutsche Stimme von „Old ShatterhandLex Barker war) und Hans Sievers.

Weblinks


-
- [http://www.patrickmacnee.com/ Patrick Macnees Homepage] Macnee, Patrick Macnee, Patrick Macnee, Patrick Macnee, Patrick Macnee, Patrick Macnee, Patrick

Mit Schirm, Charme und Melone

Mit Schirm, Charme und Melone ist eine englische Fernsehserie mit dem Originaltitel The Avengers. Insgesamt wurden 161 Folgen von 1961 bis 1969 und 26 weitere Folgen von 1976 bis 1977 unter dem Titel The New Avengers gedreht. Die Serie vereint Krimi-, Action- und Thriller-Elemente. Die Filmmusik zur Serie wurde von Laurie Johnson komponiert. Die erste Folge der Serie, "Hot Snow", wurde am 7. Januar 1961 in Großbritannien ausgestrahlt. Das Profil der ersten Staffel unterscheidet sich deutlich von der späteren Serie, in der ein – bis auf Patrick Macnee als John Steed – wechselndes Agententeam die Welt unermüdlich vor den diabolischen Plänen exzentrischer Genies beschützt. Zu diesem Profil mag der englische Titel The Avengers (dt. „Die Rächer“) nicht recht passen, doch er erklärt sich aus der ersten Staffel und der Zusammenarbeit von Dr. David Keel (Ian Hendry) und John Steed (Patrick Macnee). Als Dr. Keels Verlobte einem Verbrechen zum Opfer fällt, schwört dieser Rache. Bei seinen privaten Ermittlungen lernt er den Agenten John Steed kennen, und gemeinsam klären sie den Mord auf. Doch damit endet die Zusammenarbeit nicht. In insgesamt 26 Folgen lösen sie diverse Fälle. Als Ian Hendry 1962 aussteigt, scheint die Serie zunächst dem Untergang geweiht, doch ein neues Konzept und die Konzentration auf den Agenten John Steed machen die Serie erst zum Erfolg. Im Laufe der Jahre arbeitet John Steed mit unterschiedlichen Partnern zusammen: Staffel 2 (1962): Dr. Martin King (Jon Rollason, 3 Folgen) Venus Smith (Julie Stevens, 6 Folgen) Dr. Catherine Gale (Honor Blackman, 17 Folgen) Staffel 3 (1963 bis 1964): Dr. Catherine Gale (Honor Blackman) Staffel 4, 5a und 5b (1965 bis 1967): Emma Peel (Diana Rigg)
Ab der 5. Staffel wird die Serie in Farbe ausgestrahlt. Staffel 6a und 6b (1968 bis 1969): Tara King (Linda Thorson) Staffel 7 & 8 (1976 bis 1977) unter dem Titel "The New Avengers": Purdey (Joanna Lumley) Mike Gambit (Gareth Hunt) Auf dem Höhepunkt befindet sich die Serie während der Emma Peel-Ära, und wie in vielen Ländern fällt auch dem deutschen Publikum zu Mit Schirm, Charme und Melone vor allem Mrs. Emma Peel ein. Der Grund hierfür liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die ersten drei Staffeln nie synchronisiert und somit auch nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Auch über 40 Jahre nach Ausstrahlung der ersten Folge von The Avengers hat die Serie nichts von ihrem Charme eingebüßt und erfreut sich noch immer einer großen, weltweiten Fangemeinde.

Charaktere

John Steed

Hauptfigur der Serie ist der etwas blasiert wirkende Agent John Steed, dargestellt von Patrick Macnee. Steed verabscheut pure Gewalt und ist kein versteckt wirkender Geheimagent im eigentlichen Sinne, sondern ein Gentlemen, der sich den wechselnden Situationen wie ein Chamäleon perfekt anpasst. Nach der Bühnenversion von 1971 ist Steeds kompletter Name John Wickham Gascoyne Berresford Steed und war der jüngste von 8 Kindern (er hatte 7 Schwestern). Steed diente während des Zweiten Weltkrieges beim Army-Geheimdienst und bei der Navy. In der Folge "Hostage" behauptet Steed, als er 21 Jahre alt war, auch einmal als Cowboy während eines Viehtreibens sein Geld verdient zu haben. Außer dem typischen Bowler, der auch schon mal als Waffe dient, trägt Steed einen Schlips seines Magdalen College in Oxford, sein Regenschirm wird von der Firma James Smith in London gefertigt. Steed fährt einen Oldtimer-Bentley oder einen Jaguar XJ 5.3C. Nach Absetzung der Serie 1969 hatte Mcnee, wegen seiner engen Verbindung zu dieser Rolle, arge Schwierigkeiten, neue Angebote zu bekommen. Zum Glück kam dann 1976 eine Neuauflage unter dem Titel "The New Avengers" ins Fernsehen, in der er die Rolle des John Steed weiterspielen konnte. Die Magie und den Charme der alten Serie, insbesondere der Folgen mit Diana Rigg als Emma Peel, konnten die neuen Folgen jedoch nicht wieder erlangen.

Dr. Keel

Mit Dr. David Keel, dargestellt von Ian Hendry, begann die Idee zur TV-Serie. Ian Hendry hatte zuvor in der TV-Serie Police Surgeon einen Polizei-Arzt gespielt. Die Serie kam beim Publikum jedoch nicht gut an, wohl aber der Schauspieler. In der ersten Staffel von The Avengers verkörpert er den resoluten Arzt Dr. Keel, der einem geheimnisvollen Spion - nämlich John Steed - bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. In der ersten Episode Hot Snow wird ein Päckchen Heroin versehentlich an die falsche Arztpraxis geliefert. Dr. Keels Verlobte, die das Päckchen entgegennimmt wird zur Vertuschung des Fehlers ermordet. Da die Polizei den Fall nicht lösen kann, stellt Dr. Keel eigene Nachforschungen an und macht die Praxis ausfindig, für die das Päckchen eigentlich bestimmt war. Dort trifft er auf den Geheimagenten John Steed. Der Arzt Dr. Keel war als Hauptrolle der Serie konzipiert, so dass John Steed in einigen Folgen der ersten Staffel nicht in Erscheinung tritt. Die Sympathien des Publikums verlagerten sich jedoch auf die Figur des geheimnisvollen Agenten. Die Produzenten hatten daher geplant in der 27. Folge (von 39 veranschlagten Folgen) eine weibliche Rolle einzuführen, die dann abwechselnd mit Dr. Keel an der Seite von Steed Fälle lösen sollte. Aus Geldmangel wurde die Serie jedoch nach der 26. Folge zunächst eingestellt.

Dr. King

Nach der Wiederaufnahme der Produktion stand Ian Hendry nicht mehr für die Serie zur Verfügung. Jon Rollason wurde in der Rolle des Dr. Martin King als Nachfolger verpflichtet. Allerdings fiel kurz darauf die Entscheidung, John Steed eine weibliche Partnerin an die Seite zu stellen, so dass Dr. King schließlich nur in drei Fälle involviert war. Es handelte sich um übrig gebliebene Drehbücher aus der ersten Staffel, die ursprünglich für Dr. Keel vorgesehen waren. Verglichen mit seinem Vorgänger dominiert in der Rolle Dr. Kings mehr der ärztliche Aspekt, während John Steed deutlich weiter im Vordergrund steht bei der Aufklärung der Fälle.

Cathy Gale

Dr. Catherine Gale wurde 1932 geboren und wuchs zu einer unabhängigen, emanzipierten Frau heran, deren Leidenschaft die Anthropologie und insbesondere auch das Abenteuer war. In London lernte sie einen afrikanischen Farmer kennen, den sie heiratete. Sie folgte ihm auf seine Farm. In Afrika erlernte sie u.a. den Umgang mit Waffen oder etwa das Reparieren von Fahrzeugen. Nach dem Tod ihres Mannes ging sie zurück nach London, wo sie den Doktortitel als Anthropologin erwarb. Cathy Gale wird dargestellt von Honor Blackman. Kontakt zu John Steed hat sie erstmals, als dieser sie - als Kuratorin in einem Londoner Museeum tätig - zu okkultistischen Sachverhalten befragt. Allerdings wurde die entsprechende Folge Warlock erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt. In der Folgezeit (1963-1964) unterstützt sie Steed häufiger bei der Lösung von Fällen, zunächst noch in gelegentlichem Wechsel mit Venus Smith, in der dritten Staffel als feste Partnerin an der Seite von Steed. Deren Verhältnis zueinander kann als eine Art Hass-Liebe charakterisiert werden. Cathy Gale war die erste weibliche TV-Rolle, die als selbstwusste und eigenständige Frau in der Lage war, sich im Nahkampf selbst zuverteidigen. Gekennzeichnet durch ihren Mut und ihre Zähigkeit wurde sie zu einem Leitbild der starken Frau, wie es sich auch in ihrer Nachfolgerin Emma Peel fortsetzt. Eine Anspielung auf die aus der Serie ausgeschiedene Cathy, bzw. auf Honor Blackmans Rolle im James-Bond-Film Goldfinger erscheint in der frühen Emma-Peel-Folge Weihnachten - Ein Alptraum, als Steed Weihnachtsgrüße aus Fort Knox erhält.

Venus Smith

Venus Smith ist eine Jazz-Sängerin, deren Auftreten bereits für das letzte Drittel der ersten Staffel vorgesehen war, um abwechselnd mit Dr. Keel an der Seite von John Steed zu agieren. Wegen Geldmangels wurde jedoch die Produktion unterbrochen. Als für die zweite Staffel mit Cathy Gale eine weibliche Partnerin Steeds in die Serie integriert worden war, trat die Sängerin Venus Smith (dargestellt von Julie Stevens) letztlich nur in sechs Folgen in Erscheinung. In der Serie tritt John Steed mit Venus Smith in Kontakt während der Aufklärung eines Falles (in der Folge The Decapod). Als ahnungslose und zudem naive Außenstehende, die nichtsahnend in kriminalistische Aufklärungsarbeit verwickelt wird, wirkt sie von den Fällen meist überfordert und steht damit in deutlichem Kontrast zu Cathy Gale.

Emma Peel

Emma Peel, geb. Emma Knight, verheiratet mit Peter Peel, ist als Amateur-Agentin des britischen Secret Service neben John Steed einer der beiden Protagonisten der Serie zwischen 1965 und 1967. Sie wird dargestellt von der Schauspielerin Diana Rigg. Rigg ersetzte Elizabeth Shepherd, die ursprünglich für die Rolle vorgesehen war und auch schon einige Szenen gedreht hatte. Im Kino-Remake von 1998 spielte Uma Thurman ihre Rolle. Am Ende der 5. Staffel stellt sich in der Folge „The forget-me-knot“ heraus, dass ihr Ehemann Peter doch nicht tot ist, weshalb Mrs. Peel den Geheimdienst verlässt. Der Name Emma Peel steht für einen besonders starken und emanzipierten Typ Frau, der sich in den späteren 60er Jahren in Europa entwickelte. Der Ursprung des Namens liegt in M-Appeal, einer Kurzform von Man Appeal. Emma Peel ist eine Agentin, die jedem Mann gewachsen ist und sogar Kampfsport beherrscht. Die Mode, die Diana Rigg in der Serie trug, wurde von John Bates entworfen und setzte modische Trends. Ihre Anzüge sind Legenden der Filmgeschichte. Ein Lederanzugkostüm mit Nietenbesatz in Sado-Maso-Optik in der Folge „Die Nacht der Sünder“ (A Touch of Brimstone) führte sogar dazu, dass die entsprechende Folge in vielen Ländern nicht ausgestrahlt werden durfte.

Tara King

Tara King tritt 1968 am Ende der Folge „The forget-me-knot“ die Nachfolge von Emma Peel an, welche ihren lang vermissten Ehemann wiedertrifft und aus dem Geheimdienst ausscheidet. In dieser Folge wird Tara King als in Ausbildung befindliche junge Agentin eingeführt. Dabei trifft sie zunächst zufällig auf den von ihr bewunderten John Steed, dem sie später während eines Gedächtnisverlusts tatkräftig hilft und somit maßgeblich an der Aufklärung eines internen Komplotts beteiligt ist. Mit Tara King, dargestellt von Linda Thorson, an Steeds Seite vollzieht die Serie einen Wechsel: An die Stelle eines selbstbewussten und unabhängigen Partners tritt erstmals eine weitere Agentin, die als Anfängerin zudem deutlich jünger ist als John Steed. Während Steed zu seinen bisherigen Partnerinnen ein - allerdings nur angedeutet - beziehungsähnliches, amouröses Verhältnis hatte, ähnelt dies im Fall von Tara King eher einem väterlichen. Während der 6. Staffel wandelt sich das Bild Tara Kings allmählich von der tollpatschigen, schutzbedürftigen Anfängerin zum vollwertigen Mitglied des Geheimdienstes. Im Unterschied zu ihren Vorgängerinnen steht sie jedoch auch am Ende noch deutlich mehr im Schatten ihres Vorbildes John Steed.

Weitere Personen

Mutter

Mutter ist der Vorgesetzte der Geheimdienstabteilung in der 6. Staffel und untersteht direkt der Regierung. Gefesselt an den Rollstuhl versieht Mutter keinen aktiven Dienst. Er zieht, umgeben von unzähligen Telefonen, aus der geheimen Zentrale - deren Ort durch die ganze Staffel immer wieder wechselt - im Hintergrund die Fäden. Der wahre Name und die Vergangenheit Mutters bleiben ungeklärt. Die Figur Mutter wird dargestellt von Patrick Newell, der zuvor bereits in zwei Emma-Peel-Folgen Rollen gespielt hatte. Die Rolle wird gleichzeitig mit Tara King in der Folge „The forget-me-knot“ in die Serie eingeführt, als Steed wegen eines internen Verrats das Hauptquartier aufsucht. In den weiteren Folgen erscheint Mutter meist pseudo-scharfsinnig, da viele seiner Schlussfolgerungen und Anweisungen exakt Steeds Argumenten folgen. Die Rolle soll damit eher zum Humor in der Serie beitragen, kann sich aber keinesfalls mit dem subtilen Humor Emma Peels messen.

Rhonda

Rhonda ist die ständige Begleiterin von Mutter, dargestellt von Rhonda Parker. Obwohl sie in zahlreichen Folgen auftritt, redet sie niemals auch nur ein einziges Wort. Sie fungiert als Mädchen für alles, wobei ihre Hauptaufgabe darin besteht, an den unmöglichsten Stellen die Telefone um Mutter herum zu drappieren und Hörer anzureichen.

Vater

Als Mutters Stellvertreter tritt Vater nur in der Folge „Stay tuned“ in Erscheinung während Mutters urlaublaubsbedingter Abwesenheit. Vater ist eine blinde Frau, die über ein sehr gut ausgeprägtes Gehör und einen ebensolchen Tastsinn verfügt. Im Gegensatz zu Mutter ist Vater weniger mitteilungsbedürftig und agiert eher intuitiv.

Kinofilm

1998 entstand unter der Regie von Jeremiah S. Chechik der gleichnamige Film mit Ralph Fiennes als John Steed und Uma Thurman als Emma Peel sowie Fiona Shaw. Den Bösewicht Sir August de Wynter spielte Sean Connery, eine Nebenrolle übernahm Jim Broadbent. Patrick Macnee war als Stimme des "Invisible Jones" ebenfalls "zugegen", Diana Rigg wurde die Rolle der Alice angeboten, sie lehnte allerdings ab. Der Film ließ jegliches Gefühl der alten Serie vermissen indem er z.B. mehr Wert auf Spezialeffekte legte und in der Kinoversion vor Logikfehlern nur so strotzte. In der Ursprungsversion waren diese nach damaligen Berichten nicht so extrem ausgeprägt, aber nach negativen Testvorführungen wurde der Film massiv auf seine jetzige Länge gekürzt (zur Länge der Ursprungsversion gibt es mehrere Angaben) und viele Logikfehler sind erst durch diese Schnitte entstanden. Der Film wurde für neun Goldene Himbeeren nominiert und in der Kategorie Schlechtestes Remake „ausgezeichnet“.

Siehe auch


- komplette Episoden-Übersicht, inklusive der Folgen, die nie in Deutschland zu sehen waren.

Literatur


- Tim Heald: JOHN STEED AN AUTHORIZED BIOGRAPHY - VOL 1 JEALOUS IN HONOUR, Weidenfeld & Nicolson, London - ISBN 0297774344
- Lars Baumgart: DAS KONZEPT EMMA PEEL - Der unerwartete Charme der Emanzipation: THE AVENGERS und ihr Publikum, Ludwig, Kiel - ISBN 3933598400
- Franziska Fischer: MRS. PEEL, WIR WERDEN GEBRAUCHT! Mit Schirm, Charme und Melone. Das Buch zur Serie, Bertz & Fischer, Berlin - ISBN 3865051596

Weblinks


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- [http://www.sk96.de/sk_av.htm SK: Avengers] (auf Deutsch)

- [http://theavengers.tv/ The Avengers Forever] (auf Englisch)

- [http://www.dissolute.com.au/avweb/ Mrs Peel... We're Needed] (auf Englisch)
- [http://www.joodiff.com/stdph01.htm John-Steed-Website] (englisch) Kategorie:Fernsehserie Kategorie:Filmtitel Kategorie:Goldene Himbeere (Film)

Christopher Walken

Christopher Walken (
- 31. März 1943 in Queens, New York), geboren als Ronald Walken, ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer und Regisseur. Walken gilt als einer der profiliertesten Charakterdarsteller Amerikas, der sowohl in populären "Mainstream"-Filmen als auch in anspruchsvollen "Independent"-Filmen mitwirkt. Viele seiner Rollen verkörpern psychisch labile oder gewaltbereite Charaktere.

Karriere

Für seine Nebenrolle in Die durch die Hölle gehen (engl. The Deer Hunter) aus dem Jahre 1978 erhielt er einen Oscar als "Bester Nebendarsteller" neben Robert De Niro. 2002 war Walken ebenfalls für einen Oscar als "Bester Nebendarsteller" für seine Rolle in Catch Me If You Can nominiert. 1981 arbeitete Christopher Walken zusammen mit Natalie Wood an dem 1983 erschienenen Film Brainstorm. Bei einem Segelausflug mit ihrem Ehemann Robert Wagner und ihrem Filmpartner Walken kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem Natalie Wood im Alter von nur 43 Jahren ertrank. Seine Vielseitigkeit beweist Walken, indem er zahlreiche Gastauftritte sowohl im Film als auch im Fernsehen hat. Er hat u. a. eine wiederkehrende Gastrolle in der US-amerikanischen TV-Show Saturday Night Live, in der er in einem Sketch namens The Continental mitwirkt. Seinen ersten Auftritt in einem Musikvideo hatte Walken als Madonnas Schutzengel in ihrem Video Bad Girl aus dem Jahr 1993. Auch sein Auftritt in dem Musikvideo Weapon of Choice von Fatboy Slim, bei dem Spike Jonze Regie führte, brachte ihn einem breiten Publikum näher und erlangte Kultstatus. Weapon of Choice gewann im April 2002 die Wahl zum "besten Video aller Zeiten", aus einer Liste der "Top 100"-Musikvideos. Diese wurden in einer Umfrage unter Musikern, Regisseuren und Verantwortlichen im Umfeld der Musikindustrie durch den britischen Musiksender VH1 zur Wahl gestellt. 1998 verlieh Walken in einem der ersten computeranimierten Spielfilme, Antz, der Figur des Colonel Cutter die Stimme. Zuletzt versuchte sich Walken auch als Autor und Regisseur mit dem Film Popcorn Shrimp aus dem Jahr 2001.

Sonstiges

Walken ist ein sehr guter Tänzer - er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Tänzer am renommierten Actors Studio – und oft versuchen die Regisseure seiner Filme für ihn extra eine Tanzszene einzuarbeiten, da dies mittlerweile zu einer Art Markenzeichen für ihn geworden ist. Christopher Walken, der seit 1969 mit seiner Frau Georgianne Walken glücklich verheiratet ist, galt als Zweitbesetzung nach Harrison Ford für die Rolle des "Han Solo" in George Lucas Star Wars. Walken ist der Sohn eines deutschen Bäckers aus Essen, der in die USA emigrierte. Im Alter von zehn Jahren hatte er einen Kurzauftritt in einem Fernsehsketch mit Jerry Lewis und Dean Martin, was ihn später zu seiner Schauspielkarriere inspirierte. Im Jahr 2005 wurde Walken das Opfer einer Hoax-Kampagne, in der eine Präsidentschaftskandidatur des Schauspielers für das Jahr 2008 angekündigt wurde. Dazu wurden sogar verschiedene Webseiten z.B. [http://www.walken2008.com/ Walken2008.com] angelegt. Der Schauspieler hatte jedoch mehrfach erklärt, kein Interesse an Politik zu haben. Verantwortlich dafür sind offensichtlich einige Mitglieder eines bekannten US-Forums.

Filmographie


- 1969: The Three Musketeers
- 1977: Der Stadtneurotiker
- 1979: Die durch die Hölle gehen
- 1980: Heaven's Gate
- 1981: Hunde des Krieges
- 1981: Pennies from Heaven
- 1983: Dead Zone
- 1983: Brainstorm
- 1985: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
- 1985: Auf Messers Schneide
- 1987: Deadline
- 1988: Milagro
- 1988: King of New York
- 1988: Biloxi Blues
- 1990: Der Trost von Fremden
- 1991: Batmans Rückkehr
- 1993: True Romance
- 1993: Wayne's World 2
- 1994: Liebe und andere Geschäfte
- 1994: Pulp Fiction
- 1995: Das Leben nach dem Tod in Denver
- 1995: God's Army – Die letzte Schlacht
- 1995: The Addiction
- 1996: Das Begräbnis
- 1996: Last Man Standing
- 1997: Suicide Kings
- 1997: Mäusejagd
- 1989: God's Army II
- 1999: Vendetta - Das Gesetz der Gewalt
- 1999: Sleepy Hollow
- 1999: Eve und der letzte Gentleman
- 2000: God's Army III
- 2001: America's Sweethearts
- 2002: Catch Me If You Can
- 2002: Julius Cäsar
- 2004: Mann unter Feuer
- 2004: Die Frauen von Stepford
- 2005: Wedding Crashers

Weblinks


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- [http://www.chriswalken.at/ Gabrielas Christopher-Walken-Seite] Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher ja:クリストファー・ウォーケン

Paris

Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).

Geografie

Geografische Lage

UNESCO UNESCO] Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.

Stadtgliederung

Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département. Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind: Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.

Klima

Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.

Geschichte

April]] Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren. Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend. 52 v. Chr. Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre. 1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt. 1436] Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war. Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen. Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen. 1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel. 2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Ausschreitungen

Politik

Städtepartnerschaften

Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris

Theater

Sehenswürdigkeiten in Paris Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris. Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.

Museen

Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig. Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt. In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt. Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt. Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.

Bauwerke


- Straßen und Plätze Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht. Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen. Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ. Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke Niki de Saint Phalle]] Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris. Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près. Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil. Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet. Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht. Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten. Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen Elysée-Palast] Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien. Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre. Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais