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Immerwährender Reichstag

Immerwährender Reichstag

Der Immerwährende Reichstag war die Bezeichnung für die Ständevertretung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (HRR) von 1663-1806 in Regensburg. Während der Reichstag zuvor in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Städten tagte, wurde er ab 1549 nur noch im Reichstagssaal des Regensburger Rathauses gehalten und 1663 schließlich nicht mehr aufgelöst, womit er zum Immerwährenden Reichstag wurde. Regensburg wurde damit auch zum Sitz von etwa 70 Gesandtschaften ausländischer Staaten. Der Kaiser selbst wurde dabei durch kaiserliche Prinzipalkommissare vertreten, die ab 1748 der Familie Thurn und Taxis angehörten. Die letzte Tagung des Immerwährenden Reichstags fand 1803 mit der Veröffentlichung des Reichsdeputationshauptschlusses statt, der die Neuordnung des HRR anordnete, bis 1806 die endgültige Auflösung des HRR erfolgte. Für eine Aufzählung der Reichstage vor 1663 und weitere Angaben zu Entstehung und Zusammensetzung der Versammlung siehe Artikel Reichstag.

Funktion und Bedeutung

Reichstag Der Reichstag wurde aus 3 Ständekollegien gebildet: # Kurfürstenrat: Stand unter Führung des Kurerzkanzlers, der immer der Erzbischof von Mainz war. Die Zahl der Kurfürsten schwankte zwischen 7 und 9. # Reichsfürstenrat: 100 Sitze (37 geistliche und 63 weltliche) # Städterat: 51 Sitze für die Reichsstädte Beachtenswert ist hierbei, dass seit der Umwandlung des Reichstags in den Immerwährenden Reichstag die Fürsten kaum noch selbst vertreten waren, sondern sich vertreten ließen - es handelte sich also weitestgehend um Gesandtenkongresse. Der Reichstag hatte eine unbegrenzte Zuständigkeit, war aber zur Durchsetzung seiner Gesetze auf die einzelnen Reichsstände angewiesen. In seiner Funktion ist er nicht mit dem heutigen Bundestag vergleichbar, sondern ist als Territorialvertretung eher als Vorläufer des Bundesrats zu betrachten. Siehe auch: Altes Rathaus mit Reichstagsmuseum

Literatur


- Prof. Dr. Gerhard Oestreich: Verfassungsgeschichte vom Ende des Mittelalters bis zum Ende des alten Reiches, herausgegeben als Teil 11 des mehrbändigen Handbuch der deutschen Geschichte, ISBN 3-423-59040-8

Weblinks


- [http://www.regensburg.de/museumsportal/museen/reichstags_museum.html Reichstagsmuseum in Regensburg] Kategorie:Heiliges Römisches Reich Kategorie:Regensburg

1663

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Umwandlung des Reichstags in den Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Geboren


- 6. Januar: Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller († 1696)
- 26. Februar: Thomas Newcomen, englischer Erfinder († 1729)
- 6. März: Franz Atterbury, war englischer Bischof von Rochester († 1732)
- 7. März: Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist († 1745)
- 16. März: Christoph Hackner, schlesischer Architekt († 1741)
- 22. März: August Hermann Francke, deutscher Theologe und Sozialpädagoge († 1727)
- 27. März: Johann Andreas Eisenbarth, wandernder Chirurg und Augenarzt († 1727)
- 25. Mai: Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit († 1726)
- 31. August: Guillaume Amontons, französischer Physiker († 1705)
- 18. Oktober: Prinz Eugen von Savoyen, der edle Ritter, Feldmarschall des habsburgisch-kaiserlichen Heeres seit 1693 († 1736)
- 30. Oktober: Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg († 1714)
- 25. November: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe († 1747)
- Guillaume Amontons, französischer Physiker

Gestorben


- 1. März: Adam Adami, Weihbischof von Hildesheim (
- 1610)
- 8. März: Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreissigjährigen Krieg (
- 1600)
- 16. Juli: Wilhelm VI., Landgraf in Hessen-Kassel (
- 1629)
- 8. November: Christian Reichsgraf zu Rantzau (
- 1614)
- 28. Dezember: Francesco Maria Grimaldi, italienischer Physiker und Mathematiker (
- 1618) ko:1663년

Regensburg

Regensburg (engl. früher Ratisbon, frz. Ratisbonne, lat. früher Castra Regina, lat., span. und it. Ratisbona, poln. Ratyzbona, tschech. Řezno) ist eine kreisfreie Stadt im Osten Bayerns. Sie ist Hauptstadt und Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie des Bezirks Oberpfalz und Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg. Gegenwärtig hat die Stadt ca. 150.000 Einwohner (vergleiche Regensburg in Zahlen) und steht damit nach München, Nürnberg und Augsburg an 4. Stelle unter den Großstädten des Freistaates. Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Regensburg, hat drei Hochschulen (Universität, Fachhochschule, Hochschule für Kirchenmusik) und bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Nächst größere Städte sind Nürnberg etwa 88 km nordwestlich und München etwa 103 km südwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Regensburg überschritt nach dem Zweiten Weltkrieg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Im Jahr 2004 wurde die Einwohnerzahl von 150.000 überschritten.

Geografie

Großstadt Großstadt Regensburg liegt am nördlichsten Punkt der Donau im Grenzbereich der drei Landschaften Bayerischer Wald, Fränkischer Jura und Alpenvorland, am Westrand der niederbayerischen Lößebene (Gäuboden). Im Stadtgebiet mündet von Norden kommend der Fluss Regen, ein linker Nebenfluss der Donau, unweit der Regensburger Altstadt. Bereits einige Kilometer zuvor hat die Donau die ebenfalls von links einmündende Naab aufgenommen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden, die alle zum Landkreis Regensburg gehören, grenzen an die Stadt Regensburg; sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Lappersdorf, Zeitlarn, Wenzenbach, Tegernheim, Barbing, Neutraubling, Obertraubling, Pentling, Sinzing und Pettendorf

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Regensburgs ist in 18 Stadtbezirke eingeteilt: # Innenstadt # Stadtamhof # Steinweg - Pfaffenstein # Sallern - Gallingkofen # Konradsiedlung - Wutzlhofen # Brandlberg - Keilberg # Reinhausen # Weichs # Schwabelweis # Ostenviertel # Kasernenviertel # Galgenberg # Kumpfmühl - Ziegetsdorf - Neuprüll # Großprüfening - Dechbetten - Königswiesen # Westenviertel # Ober-/Niederwinzer - Kager # Oberisling - Leoprechting - Graß # Burgweinting - Harting Harting

Geschichte

Steinzeitliche und keltische Siedlungen

Harting Regensburg ist eine der ältesten Städte in Deutschland. Der Regensburger Donaubogen ist bereits seit der Steinzeit besiedelt. Ältester bekannter Name einer Siedlung ist die keltische Bezeichnung "Radasbona". Die schriftlich gesicherte Geschichte Regensburgs beginnt mit der Einrichtung eines römischen Kohortenkastells um etwa 79 n. Chr im heutigen Stadtteil Kumpfmühl, nachdem sich zuvor jahrhundertelang in der Gegend die bereits erwähnten Keltensiedlungen befanden, die die Gegend der heutigen Stadt "Ratasbona" oder "Ratisbona" nannten. Im Laufe der Jahrhunderte ist Regensburg mit einer Vielzahl von Namen bedacht worden, was auf die reichhaltige Geschichte hinweist. Neben den bereits im Text genannten, gebräuchlicheren Namen, wurde die Stadt auch mit so illustren Bezeichnungen wie Quadrata, Germanisheim, Hyatospolis, Ymbripolis, Reginopolis und Tyberina versehen.

179 n. Chr.: Römische Gründung "Castra Regina"

Im Jahre 179 n. Chr. wurde das heutige Regensburg mit der Einrichtung des Legionslagers "Castra Regina" (Lager am Regen) durch die Römer auf Anordnung von Kaiser Marc Aurel zum militärischen Hauptstützpunkt der Provinz Raetia und Sitz der III. Legion. Die Völkerwanderungen führten um 400 n. Chr. zur Aufgabe des intakten Kastells.

500 n. Chr.: Erste Hauptstadt Bayerns

Von etwa 500 n. Chr. bis 788 n. Chr., als Tassilo III. von Kaiser Karl dem Großen abgesetzt wurde, war Regensburg der Hauptsitz der bajuwarischen Herzöge, der Agilolfinger. Regensburg ist eines der ältesten Bistümer Deutschlands, das bereits einige Jahrzehnte bestand, bevor es 739 n. Chr. von Bonifatius dem Canonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde. Obwohl Regensburg als Reichsstadt 1542 protestantisch wurde, blieb die Stadt immer katholische Bischofsstadt, wenn auch zeitweise von anderen Bistümern mitverwaltet (s. Religionen). Im 9. Jahrhundert war Regensburg eine der wichtigsten Städte des Ostfränkischen Karolingerreiches. Hemma († 876), die Gemahlin des Kaisers Ludwig des Deutschen, sowie die zwei letzten Ostfränkischen Karolingerherrscher, Kaiser Arnulf von Kärnten († 899) und sein Sohn König Ludwig das Kind († 911) wurden hier in der Benediktinerabtei St. Emmeram beigesetzt. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer großen Streitmacht zum 3. Kreuzzug auf.

12. und 13. Jahrhundert: wirtschaftliche Blütezeit

Durch Fernhandel bis Paris, Venedig und Kiew erlebt die Stadt ihr wirtschaftliche Blüte. Sie ist eine der damals wohlhabendsten und einwohnerstärksten Städte. Die romanische und gotische Architektur des Mittelalters bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Ein weiteres Zeichen für den damaligen Wohlstand der Stadt ist der Bau der Steinernen Brücke von 1135 bis 1146. Das mittelalterliche Bauwunder wurde Vorbild für viele andere Brückenbauten, z. B. Karlsbrücke in Prag. Im Zeitraum von 1207 bis 1256 wurde die Unabhängigkeit der Stadt durch König Philipp und Kaiser Friedrich II. als Freie Reichsstadt gewährt, verbunden mit einem Erstarken der Bürgerschaft durch den lukrativen Fernhandel und dem Auszug der Herzöge und Könige nach Landshut 1255 und später München. Vermutlich nach 1260 wurde mit dem Bau des Regensburger Doms St. Peter begonnen. Er bildet zusammen mit der Steinernen Brücke die Wahrzeichen der Stadt. Das 13. und 14. Jahrhundert waren geprägt durch Versuche der Regensburger, das Territorium um die Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen, und einen eigenen Staat aufzubauen. Damit geriet die Stadt in Konflikt mit dem Herzogtum Bayern unter den Wittelsbachern. Diese versuchten mit Maßnahmen wie der Blockade der Stadt, Regensburg einzunehmen. 1486 gab die Stadt schließlich auf und unterwarf sich dem oberbayerischen Herzog, musste aber 1496 bereits wieder an den Kaiser zurückgegeben werden. In dieser Zeit verarmte die Stadt zusehends und Kaiser Maximilian I. stellte immer wieder Truppen zur Verfügung, um Aufstände in der Stadt niederschlagen zu lassen. Dabei wurde 1514 in einem dieser Aufstände der Dombaumeister Wolfgang Roritzer wegen „Aufruhrs“ enthauptet. Maximilian I. 1519 wurde mit der Vertreibung der Juden (geschätzt etwa 500 an der Zahl) aus der Stadt und dem Abbruch des Judenviertels auf dem Gelände des heutigen Neupfarrplatzes eine der ältesten jüdischen Gemeinden Deutschlands zerstört. Die Vertreibung war möglich, da Maximilian I. am Neujahrstag 1519 verstorben war, ohne seine Nachfolge geregelt zu haben. In der Zeit, die Karl V. benötigte, um sich zum deutschen König und dann zum Kaiser krönen zu lassen, konnten die Regensburger die Judenvertreibung beschließen. Auf dem Platz des ehemaligen Judenviertels entstand dann eine lukrative Marien-Wallfahrt, die zu Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Rat führte. Der Streit drehte sich vor allem um Geld und eskalierte letztendlich. Dies hatte zur Folge, dass der Rat der Stadt beschloss, die neue evangelische Religion anzunehmen. Der Grundriss der ehemaligen Synagoge wird heute durch ein begehbares Bodenrelief aus weißem Beton nachgezeichnet. Diese als Begegnungsstätte konzipierte Skulptur wurde von dem israelischen Künstler Dani Karavan gestaltet und am 13. Juli 2005 eingeweiht. 1542 traten der Rat und die Bürgerschaft der Stadt zum evangelischen Glauben über, was für zusätzlichen Konflikt mit dem katholischen Bayern und dem Bischof sorgte, der weiterhin in der Stadt residierte und auch große Teile der Stadt besaß. 1547 wurde hier Don Juan de Austria als unehelicher Sohn von Kaiser Karl V. und der Regensburger Gürtlertochter Barbara Blomberg geboren. 1571 beendete er mit der Seeschlacht von Lepanto die türkische Expansion.

1663-1806: Der Immerwährende Reichstag

Seeschlacht von Lepanto Regensburg war von Anfang an ein wichtiges Zentrum des Ostfränkischen Reichs - aus diesen Verwaltungsinstanzen entwickelte sich später der Reichstag. Hier wurden so weitreichende Entscheidungen getroffen, wie die Unabhängigkeit Österreichs, Reichsheerfahrten und die Gründung von Reichsfürstentümern. Von 1663 bis 1806 wurde der Reichstag umgewandelt in den Immerwährenden Reichstag. Im Immerwährenden Reichstag tagten nicht nur die Regenten des Heiligen Römischen Reiches (also die drei Reichsstände: die Kurfürsten, die Fürsten und die Reichsstädte), sondern hier kamen auch Gesandte aus ganz Europa zusammen. Sie logierten in prächtigen Bürgerhäusern, den Gesandtschaften, über zwei Jahrhunderte weg. Die ausländischen Gesandten beobachteten das politische Geschehen und benachrichtigten ihre Staaten über die neusten Entwicklungen. Noch heute kann man die Russische Gesandtschaft oder die Französische Gesandtschaft in Regensburg sehen. Eine der Haupt-Fußgängerzonen heißt nach wie vor „Gesandtenstraße“ - hier stehen besonders viele alte Gesandtschaften. Wirtschaftlich brachten die Gesandten Regensburg nicht sehr viel: Sie lebten steuerfrei in der Stadt. Sie durften zollfrei Waren einführen und ihren eigenen Handwerker und Künstler beschäftigen. Die Fürsten von Thurn und Taxis handelten ab 1748 als kaiserliche Prinzipalkommissare und vertraten damit den Kaiser in Regensburg am Immerwährenden Reichstag. Die von Thurn und Taxis waren durch das Postwesen, welches sie in Europa sehr erfolgreich und monopolistisch aufgebaut hatten, so reich geworden, dass sie es sich leisten konnten, den Kaiser angemessen zu repräsentieren. Die Kosten, die dadurch entstanden, mussten sie aus eigener Tasche zahlen. Die Familie der von Thurn und Taxis lebt noch heute in der Stadt im Schloss St. Emmeram, welches ihnen als Domizil zur Verfügung gestellt wurde und ehemals ein im Frühmittelalter berühmtes Kloster war. Bekannteste Vertreterin der aktuellen Zeitgeschichte ist Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. 1803 fiel eine der letzten Entscheidungen des Reichstags: Der Reichsdeputationshauptschluss führte mit zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806. Diese Entscheidung läutete dann auch den langsamen Abstieg der Stadt in die Bedeutungslosigkeit ein.

Entwicklung nach 1806

Die Stadt wurde ein eigenständiges Fürstentum unter Carl Theodor von Dalberg, bis sie 1809 durch Napoleon erobert wurde, der von Dalberg am 22. Mai 1810 zwang, die Stadt an das neugebildete Königreich Bayern abzutreten. Hier wurde sie direkt der Regierung unterstellt und war somit eine Stadt, die man später als Kreisfreie Stadt bezeichnete. Gleichzeitig wurde sie Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Regensburg hervorging. Bayern Die Stadt beginnt nur langsam wieder an Bedeutung zu gewinnen und wird 1859 an das Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Nürnberg und München angeschlossen. Bis heute bedeutend ist die Eröffnung des Luitpoldhafens 1910 (mittlerweile als Westhafen bekannt). Der historische Stadtkern von Regensburg ist weitestgehend erhalten und damit die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Außerdem besitzt sie die größte Anzahl an Geschlechtertürmen nördlich der Alpen, was ihr den liebvollen Beinamen "Nördlichste Stadt Italiens beigetragen hat". Obwohl die Stadt im zweiten Weltkrieg unter schweren Luftangriffen zu leiden hatte, die sich jedoch hauptsächlich auf die am Stadtrand gelegenen Messerschmitt-Werke konzentrierten (siehe auch Operation Double Strike). Bei den insgesamt 20 Bombenangriffen der Royal Airforce und der 8. Amerikanischen Luftflotte (1943-1945) starben an die 3000 Menschen, darunter viele Kriegsgefangene. 1945 erfolgte eine (Teil-)Sprengung der Donaubrücken. Die Stadt selbst wurde jedoch schließlich kampflos übergeben, nicht zuletzt durch eine Demonstration der Regensburger Frauen und des Dompredigers Dr. Johann Maier am 23. April 1945, der die Übergabe forderte, damit die Stadt nicht beschädigt würde, und der deshalb am folgenden Tag wegen "Sabotage" öffentlich hingerichtet wurde.

1945 bis heute

Die Stadt begann sich nach dem Krieg langsam wieder aus ihrem Schlaf zu erholen. 1946 überschreitet die Einwohnerzahl 100.000. Wesentlich beigetragen hierzu haben der Bau des Osthafens (1960), die Ansiedlung von Siemens, die Eröffnung der Universität (Grundsteinlegung 1965), der Fachhochschule Anfang der 70er Jahre und schließlich 1978 die Eröffnung der Großschifffahrtsstraße Rhein-Main-Donau (siehe auch: Main-Donau-Kanal). 1986 nimmt das BMW-Werk bei Harting die Produktion auf. Außerdem baute Siemens (heute Infineon) in den 80er Jahren eine Fabrik zur Chipherstellung. 1992 wird das Universitätsklinikum eröffnet. Mittlerweile hat auch die Siemens VDO Automotive AG ihren Haupt-Firmensitz in Regensburg. Außerdem haben Osram, Toshiba, One Vision, Dallmeier electronic, Wilden und weitere Firmen ihren Sitz in Regensburg. Der IT-Speicher, ein IT-Gründer-Zentrum, wurde in einem alten Kornspeicher direkt an der Donau untergebracht. Die Universität hat eine Teil ihres Geländes für den Biopark Regensburg zur Verfügung gestellt. Der Biotechnologie-Park, welcher 2006 um den Biopark II erweitert wird, ist nach München der bedeutendste Standort in Bayern. Neben der Universität gibt es zwei weitere Hochschulen in Regensburg: Die Fachhochschule und die Katholische Kirchenmusik-Hochschule. 1995 werden bei Grabungen am Neupfarrplatz Reste der Synagoge wiederentdeckt. Hier richtete die Stadt ein Informationszentrum ein, das document Neupfarrplatz. Es informiert unter Tage über die wechselhafte Geschichte des Neupfarrplatzes: Jüdisches Ghetto bis 1519 mit Religionszentrum von internationaler Bedeutung, Juden-Vertreibung, Katholische Wallfahrtskirche Zur Schönen Maria, Evangelische Neupfarrkirche als Mutterkirche des österreichischen und süd-osteuropäischen Protestantismus, Bücherverbrennung während der Nazi-Herrschaft. Man kann Überreste der Synagoge besichtigen.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder Fortschreibungen, der Abteilung Statistik der Stadt Regensburg. Bei den Einwohnerzahlen handelt es sich um die Gesamtbevölkerung. Diese umfasst die Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz nach dem Melderegister der Stadt. Die "amtliche Einwohnerzahl" nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 31. Dezember 2003 beträgt 128.604 (nur Hauptwohnsitz und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). 1995 Quelle: Stadt Regensburg, Abteilung Statistik [http://www.statistik.regensburg.de/informationen_u_zahlen/bevoelkerung.html]

Eingemeindungen

1995 Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Regensburg eingegliedert wurden. Nach der letzten Eingliederung 1983 wurden einige Teile der Stadt Regensburg und zwar Teile von Burgweinting, Winzer und Schwabelweis in die benachbarten Gemeinden Obertraubling, Pettendorf und Tegernheim zurückgegliedert. Dadurch verlor das Stadtgebiet eine Fläche von insgesamt 52 ha.

Religionsgeschichte

1995 739 n. Chr. wurde vom Hl. Bonifatius das Bistum Regensburg gestiftet. In der Folgezeit wurden auch zahlreiche Klöster gegründet. Die Stadt selbst wurde 1245 reichsunmittelbar und führte ab 1528 die Reformation ein (am 15. Oktober 1542 war die erste öffentliche Abendmahlsfeier). Da im Stadtgebiet jedoch weiterhin viele Klöster waren, die nicht zur Reichsstadt selbst gehörten, blieb das katholische Bekenntnis in der Stadt weiterhin vertreten und wurde durch zahlreiche Zuwanderungen zum vorherrschenden Bekenntnis. Daher stellten die Katholiken zahlenmäßig stets die Mehrheit in Regensburg. Sie gehörten anfangs zum Bistum Regensburg, das zunächst der Erzdiözese Mainz, dann dem Erzbistum Salzburg unterstellt war. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde Regensburg Sitz des erzbischöflichen Stuhls von Mainz, als das Hochstift Regensburg mit der Stadt Regensburg und anderen kleinen geistlichen Herrschaftsgebieten zum Fürstentum Regensburg vereinigt wurde, welches 1810 an Bayern kam. 1817/1821 wurde das Bistum Regensburg neu umschrieben und der "Kirchenprovinz München und Freising" unterstellt. Die Pfarrgemeinden gehören heute innerhalb des Bistums Regensburg zum Dekanat Regensburg der gleichnamigen Region. Die protestantischen Gemeinden wurden nach Einführung der Reformation von einem Superintendenten geleitet. Als Kirchenverwaltungsbehörde bestand ein Konsistorium. Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurden die Gemeinden Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Innerhalb dieser Landeskirche gehören sie heute zum Dekanat Regensburg im gleichnamigen Kirchenkreis. Regensburg war die erste jüdische Gemeinde in Bayern und im Mittelalter eine der bedeutendsten in Europa. Aus dem Jahr 981 stammt die früheste urkundliche Erwähnung eines Juden in Regensburg. In den folgenden Jahrhunderten florierte die Gemeinde und brachte einige der bekanntesten zeitgenössischen Schriftgelehrten und Lyriker, wie Isak ben Mordechai, Efraim ben Isaak (Efraim der Große aus Regensburg) und Jehuda ben Samuel he-Chasid (Jehuda der Fromme) hervor. Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Regensburg endete vorläufig mit der Zerstörung der Synagoge und der Auslöschung der Gemeinde in der Pogromnacht des 8. November 1938. Nach 1945 nahm Regensburg etwa 3.500 sogenannte Displaced Persons auf: Juden, die entweder aus dem nahe gelegenen KZ Flossenbürg befreit worden waren oder aus den osteuropäischen Lagern in die bayerische US-Zone flüchteten. Die meisten unter ihnen wanderten so schnell wie möglich in die USA oder nach Israel aus, so dass Regensburg 1953 nur noch rund 400 Juden zählte. Anfang der 90er-Jahre waren es gerade noch 60. Erst seit der Einwanderung aus Russland ist die Zahl wieder auf etwa 400 gestiegen. Regensburg besitzt ein Alevitisches Kulturzentum für die Aleviten, die in Regensburg und in der Umgebung wohnen.

Politik

Wappen

Das Wappen der Stadt Regensburg zeigt in Rot zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel. Die Stadtflagge ist Weiß und Rot. Die Schlüssel sind das Attribut des Heiligen Petrus, dem Patron des Regensburger Domes und der Stadt. Der Heilige Petrus ist in den Siegeln der Stadt schon seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar, doch wurde er im Laufe der Geschichte unterschiedlich dargestellt. Ab 1395 zeigt das Sekretesiegel der Stadt Schlüssenwappen unter der Gestalt des Stadtpatrons. Seit 1398 wurde das Wappen in Wappenbüchern abgebildet. Seit 1549 wird das Wappen als Wasserzeichen der Regensburger Papiermühle verwendet. Ab diesem Jahr treten die Schlüssel als Symbole auch allein auf und wurden später ebenfalls mehrmals verändert. Sie konnten sich jedoch als Stadtwappen behaupten.

Führung der Stadt

1549 Regensburg erhielt 1245 durch Kaiser Friedrich II. das Recht der Selbstverwaltung und das Privileg "einen Bürgermeister und Rat zu setzen". Damit war sie reichsunmittelbar (Freie Reichsstadt) und blieb es bis 1803. Der Rat hatte 16 Mitglieder. Diese Zahl wurde bis 1803 beibehalten. Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurde Regensburg Hauptstadt des Regenkreises beziehungsweise nach der neuen Kreiseinteilung 1838 Hauptstadt des Kreises "Oberpfalz und Regensburg", aus dem 1948 der "Kreis" beziehungsweise 1953 der "Regierungsbezirk Oberpfalz" hervorging. Die Stadt wurde ab 1811 durch einen königlichen "Polizeidirektor" geleitet. Ab 1818 stand an der Spitze der Stadt ein "Erster Bürgermeister", der ab 1907 den Titel "Oberbürgermeister" erhielt. Neben dem Oberbürgermeister gibt es in Regensburg heute noch zwei "Bürgermeister". Die Ersten Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1811/1818:
- 1811 - 1814: Franz Xaver Gruber
- 1814/15: Kitzinger
- 1815 - 1818: Josef Bohonowsky
- 1818 - 1828: Johann Karl Martin Mauerer
- 1828 - 1832: Sigmund Maria Edler von Eggelkraut
- 1832 - 1835: Friedrich Brügel
- 1836 - 1848: Gottlieb Freiherr von Thon-Dittmer
- 1849 - 1856: Georg Satzinger
- 1856 - 1868: Friedrich Schubarth
- 1868 - 1903: Oskar von Stobaeus
- 1903 - 1910: Hermann Geib
- 1910: Alfons Auer
- 1910 - 1914: Otto Geßler
- 1914 - 1920: Josef Bleyer
- 1920 - 1933: Otto Hipp
- 1933 - 1945: Otto Schottenheim
- 1945 - 1946: Dr. Gerhard Tietze
- 1946 - 1948: Alfons Heiß
- 1948 - 1952: Georg Zitzler
- 1952 - 1959: Hans Herrmann
- 1959 - 1978: Rudolf Schlichtinger
- 1978 - 1990: Friedrich Viehbacher
- 1990 - 1996: Christa Meier
- 1996 - heute: Hans Schaidinger

Städtepartnerschaften

Regensburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- 25px Aberdeen, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1955
- 25px Brixen (Bressanone), Südtirol (Italien), seit 1969
- 25px Budavár (Budapest, Ungarn), seit 26. Mai 2005 (unter Berufung auf die Hochzeit (995) der seligen Gisela von Bayern mit Stephan I., König von Ungarn)
- 25px Clermont-Ferrand (Frankreich), seit 1969
- 25px Odessa (Ukraine), seit 1990
- 25px Pilsen (Plzeň) (Tschechien), seit 1993
- 25px Tempe, Bundesstaat Arizona (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 1981 Ferner hat die Stadt Regensburg 1951 die Patenschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der wirtschaftliche Aufschwung Regensburgs nach dem Zweiten Weltkrieg begann relativ spät. Die Fachhochschule und die Gründung der Universität 1967 bildeten die Grundlage für eine sehr dynamische wirtschaftliche Entwicklung.

Verkehr

1967 1967
- zu Fuß am schönsten entlang der Donau oder der Naab zu erreichen.
- mit dem Fahrrad am schönsten über den Donauradweg, den Fünfflüsseradweg oder den Naabradweg zu erreichen.
- Bahnlinien:
  - Nürnberg - Regensburg - Passau - Wien
  - München - Landshut - Regensburg - Weiden - Hof
  - Ingolstadt - Regensburg
- Autobahnen
  - A 3 Nürnberg - Regensburg - Passau (sie führt von West nach Ost durch das südliche Stadtgebiet)
  - A 93 München - Regensburg - Weiden - Hof (sie führt von Nord nach Süd durch das westliche Stadtgebiet); beide Autobahnen kreuzen sich am Autobahnkreuz Regensburg im Südwesten der Stadt
- Bundesstraßen
  - B 8 Würzburg - Nürnberg - Regensburg - Passau
  - B 15 Hof - Schwandorf - Regensburg - Landshut
  - B 16 Cham - Regensburg - Ingolstadt
- Hafen Regensburg: mit einem Gesamtumschlag 2003 von 6.681.000 t (Schiff: 3.194.000 t) größter Hafen Bayerns. Durch die Lage am Europakanal Rhein-Main-Donau Güter-Drehscheibe zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa.
- Flughafen: je etwa 1 Stunde Fahrzeit zu den Flughäfen Nürnberg und München. Verkehrslandeplatz Straubing (Wallmühle) in etwa 30 Minuten. Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen 70 Buslinien der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) und des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV). Zwischen 1903 und 1964 betrieb die Stadt ein kleines Straßenbahnnetz. Derzeit laufen Planungen für den Bau eines Stadtbahnnetzes. Dafür werden bereits Trassen freigehalten bzw. Bauwerke (Nibelungenbrücke) entsprechend ausgelegt.

Medien

In Regensburg unterhält der Bayerische Rundfunk das Regionalstudio Ostbayern. Der regionale Fernsehsender TVA sendet aus Regensburg Informationen über die Region Regensburg/Straubing/Cham. Zwei regionale Radiosender gong fm (89,7 MHz) und Charivari (98,2 MHz) - Siehe auch: Funkhaus Regensburg Dominierende Tageszeitung der Region: Die in Regensburg erscheinende Mittelbayerische Zeitung. Daneben lesen beispielsweise aus der nördlichen Oberpfalz Zugezogene gelegentlich auch das Blatt "Der neue Tag" (erscheint in Weiden). Seit 1998 erscheint die "Regensburger Soziale Straßenzeitung und Monatsmagazin" Donaustrudl mit einer Auflage von ca. 7000 Exemplaren. Die "Neue Musikzeitung" ist ein weit verbreitetes und renommiertes Fachblatt. Der Verlag Lindinger + Schmid gibt die überregional verbreitete, seit 1996 erscheinende "Kunstzeitung" heraus. Der Regensburger Kommunikations- und Informationsserver für Studenten e.V. (ReKISS) betreibt eine Informationsportal für die Studenten der Universität. Die "Regensburger Stadtzeitung" sowie das "Magazin Filter" informieren im Monatsrythmus über Kultur, Veranstaltungen und Szeneinformationen.

Bildung

Universität
- Universität Regensburg; gegründet 1962 als vierte Universität Bayerns, nahm sie 1967 den Lehrbetrieb auf. Von 1969 bis 1977 lehrte hier Prof. Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., Dogmatik und Dogmengeschichte.
- Fachhochschule Regensburg - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen; gegründet 1971 als Nachfolgerin verschiedener Einrichtungen, die bis ins 19. Jahrhundert zurück gehen.
- 2001 Neugründung der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg. Die 1874 gegründete, weltweit erste katholische Kirchenmusikschule, die im Jahre 1973 in die Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung Regensburg umgewandelt wurde, wird in die Hochschule überführt. Regensburg besitzt damit drei Hochschulen.
- Allgemeinbildende Schulen
  - 18 Grundschulen
  - 6 Hauptschulen
  - 6 Förder- und Sonderschulen
  - 5 Realschulen
  - 8 Gymnasien
- Berufliche Schulen
  - 4 Berufsschulen
  - 2 Wirtschaftsschulen
  - 1 Fach- und 2 Berufsoberschulen
  - 14 Berufsfachschulen
- 12 Freie Bildungseinrichtungen
- seit 1987: Horizonte - Institut für Sprache, Kommunikation und Kultur e.V. führt qualifizierte Deutschkurse für Ausländer durch. Seit 2005 ist Horizonte auch Mitglied der internationalen Sprachschulorganisation IALC

Unternehmen in Regensburg

Zu den bedeutendsten Firmen der Stadt gehören heute BMW, Siemens, Infineon, Osram, Maschinenfabrik Reinhausen, Bosch Siemens Hausgeräte GmbH, AREVA Sachsenwerk, Starkstrom Gerätebau, Toshiba und Fiedler Perforier-Technik. Im Stadtosten hat Siemens VDO Automotive ihren Konzernsitz und betreibt eines der größten Entwicklungszentren Deutschlands. Die Ansiedlung von Zukunftsbranchen wird durch die Stadt aktiv gefördert. Einrichtungen wie das Gründerzentrum it-Speicher oder der Bioregio mit inzwischen über 30 Biotech-Firmen sind Bestandteile einer wirtschaftlichen Neustrukturierung der Stadt. Zu Zeiten des New Economy-Booms wurden hier eine Reihe von Unternehmen gegründet wie Amazon.de, Adori AG, Feedback AG, Offerto.de oder die SPiN AG, womit Regensburg zeitweise eines der Zentren der deutschen Internetwirtschaft war. Einige Unternehmen (beispielsweise Amazon) sind allerdings zwischenzeitlich in geografisch günstiger gelegene Regionen in Deutschland übergesiedelt (von Amazon.de ist nur ein Teil des Kundensupports verblieben), während andere Unternehmen (beispielsweise Adori oder Feedback) mit dem Absturz des Neuen Marktes untergingen. Des weiteren findet sich in der regensburger Altstadt eine überdurchschnittliche Anzahl von Gastwirtschaften, darunter bayrische Traditionslokale, gehobene Restaurants, Cafes, sowie Studentenkneipen. Besonders im Sommer ist die Stadt als Ausflugsort recht beliebt. Hinzu kommt die in Relation zur Größe der Stadt recht hohe Anzahl an Studenten (ca. 20.000).

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt betreibt ein Dreispartentheater, mehrere Museen sowie eine Vielzahl von Sport- und Freizeiteinrichtungen, darunter mehrere öffentliche Bäder (Westbad, Hallenbad, Wöhrdbad).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Amazon.de Amazon.de Amazon.de

Theater


- Theater Regensburg (Städtische Bühnen mit Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett)
  - Theater am Bismarckplatz - Großes Haus und Neuhaussaal
  - Theater im Velodrom
  - Theater am Haidplatz
- Figurentheater im Stadtpark
- Regensburger Bauerntheater in der Gaststätte Hubertushöhe, Wilhelm-Raabe-Straße 1
- STATT-Theater (Kleinkunstbühne)
- Turmtheater im Goliathhaus - Schauspiel, Boulevard, Kabarett, Musical, Kindertheater unter anderem
- Regensburger Studententheater
- Theater an der Universität
- Offenes Theater Regensburg

Musik


- Regensburger Domspatzen
- Bayrisches Jazz-Institut (veranstaltet alljährlich im Sommer das Bayerische Jazzweekend in Regensburg)
- Jazzclub Regensburg e.V.
- Vokalensemble Cantabile Regensburg
- Universitätschor Regensburg
- Dirschl und Starzinger
- Akkordeon Club Regensburg e.V. (ACR)

Museen


- Museen der Stadt Regensburg
  - Historisches Museum
  - Reichstagsmuseum
  - Kepler-Gedächtnishaus
  - Städtische Galerie "Leerer Beutel" (dort residiert auch der Jazz-Club Regensburg)
  - document Neupfarrplatz - Synagoge und Judenviertel
- Museen des Bistums Regensburg
  - Domschatzmuseum
  - Museum Obermünster
  - Museum St. Ulrich
- Museum im Schloss Thurn und Taxis
  - Kreuzgang von St. Emmeram, Prunkräume und Fürstliches Marstallmuseum (Thurn und Taxis Museum)
- Sonstige Museen
  - Kunstforum Ostdeutsche Galerie
  - Naturkundemuseum Ostbayern
  - Reptilienzoo in Burgweinting
  - Donau-Schiffahrts-Museum
  - Brückturmmuseum
  - Museum in der Dreieinigkeitskirche
  - Museen des Bezirksklinikums
  - Uhrenmuseum
  - Golfmuseum
  - Postmuseum
- Volkssternwarte Regensburg Die Bewerbung Regensburgs als Europäische Kulturhauptstadt Regensburg hatte sich als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010 beworben.

Bauwerke

Europäische Kulturhauptstadt Europäische Kulturhauptstadt Europäische Kulturhauptstadt

Profanbauten

Der historische Stadtkern Regensburgs selbst ist praktisch vollständig erhalten. Wie es heißt, verfügt die Stadt mit etwa 6.000 denkmalgeschützten Gebäuden über die meisten in Europa. Die historische Altstadt ist als Ensemble mit etwa 1.200 Einzeldenkmälern für die Aufnahme in die UNESCO Weltkulturerbeliste 2006 nominiert. Besonders sehenswert sind
- die Steinerne Brücke mit dem Brücktor (Bau 1135-1146), die zu den bedeutendsten Brückenbauwerken des Mittelalters gehört und Vorbild unter anderem für die Prager Karlsbrücke war,
- der Regensburger Dom (Wahrzeichen der Stadt),
- das Alte Rathaus mit Reichstagssaal,
- der Salzstadel, der Herzogshof mit Römerturm am heutigen Alten Kornmarkt, am Platz der früheren Herzogspfalz der bayerischen Herzöge,
- die Porta Praetoria (ein aus der Römerzeit erhaltenes Stadttor),
- die königliche Villa, 1854-56 im Auftrag von Bayernkönig Maximilian II. im Stil der englischen Neugotik erbaut,
- das fürstliche Schloss Thurn und Taxis. Auf dem Neupfarrplatz sind heute die Reste der erst 1995 wiederentdeckten Synagoge und des mittelalterlichen Judenviertels zu sehen. An der Adolph-Kolping-Straße, im Parkhaus an der Dr.-Martin-Luther-Straße und am Ernst-Reuter-Platz sind Reste der römischen Kastellmauern zu sehen. Das gotische Ostentor von 1300 war das Eingangstor zur Stadt von Osten. Von Touristen viel besucht ist die Historische Wurstkuchl an der Donau, die als älteste Wurstbraterei der Welt gilt. Zwar erst 1616 erstmals erwähnt, soll der Ursprung der historischen Wurstkuchl ein kleines Gebäude gewesen sein, das an der Stadtmauer angelehnt, während des Baus der steinernen Brücke von 1135 bis 1146 als Baubüro diente. Als das Bauwerk vollendet war, zog das Baubüro aus und wurde zur Garküche. Die Kundschaft waren meistens Hafen- und Bauarbeiter. Hafenarbeiter gab es viele, weil der Hafen jahrhundertelang intensiv als Umschlagplatz für Waren aus aller Welt genutzt wurde. Des halb findet man auch unterhalb der Steinernen Brücke das Salzstadel. Die Bauarbeiter kamen dagegen vom Regensburger Dom, der sich damals noch im Bau befand. Geprägt ist das Stadtbild auch durch die so genannten Patrizierburgen (Geschlechtertürme) wie das Haus an der Heuport oder das sogar als Kaiserherberge für Karl V. dienende Goldene Kreuz am Haidplatz, wo er mit der Regensburger Gürtlertochter Barbara Blomberg einen Sohn zeugte, der als Don Juan de Austria in die Geschichte einging. Der 1260 entstandene Goldene Turm in der Wahlenstraße ist wohl der bekannteste der Regensburger Geschlechtertürme, mit denen die Patrizierfamilien ihren Reichturm und Einfluss zur Schau stellten. Heute dürfen Studenten dort wohnen. Ebenfalls sehenswert der Baumburger Turm. Nicht zuletzt wegen dieser das Stadtbild prägenden Türme bezeichnet man Regensburg gelegentlich als "nördlichste Stadt Italiens", während es für Johann Wolfgang Goethe die "deutscheste aller Städte" war. Am westlichen Stadtrand befindet sich das Kloster Prüfening. In der Nähe von Regensburg befinden sich die 1842 von dem bayrischen König Ludwig I. in Auftrag gegebene und vom bayrischen Hofarchitekten Leo von Klenze erbaute Walhalla bei Donaustauf und die 1863 erbaute Befreiungshalle bei Kelheim.

Kirchen

In Regensburg findet man eine extrem hohe Anzahl historischer Kirchen und mehrere Klöster, darunter
- der Dom St. Peter
- die Dominikanerkirche,
- die Dreieinigkeitskirche,
- die Klosterkirche Heilig Kreuz,
- die Minoritenkirche,
- die Neupfarrkirche
- das Niedermünster
- das Kloster St. Emmeram (Schloss Thurn & Taxis)
- St. Johann,
- St. Kassian,
- St. Leonhard,
- St. Mang,
- St. Oswald und
- Schottenkirche St. Jakob mit dem weltberühmten Schottenportal.

Regelmäßige Veranstaltungen

Schottenkirche St. Jakob Schottenkirche St. Jakob Kultur
- Bayerisches Jazzweekend: An einem verlängerten Wochenende jeweils im Sommer könnte man an mehreren Spielstätten in der Altstadt über 100 verschiedenen Bands, Combos und Solisten lauschen - wenn denn die Zeit reichte. Die Jury des Bayerischen Jazzinstituts sorgt in de Regel für ein hohes musikalisches Niveau.
- Tage Alter Musik
- Regensburger Tage des Schülertheaters: In drei Wochen im Juni führen etwa 20 Regensburger Schulbühnen ihre Stücke auf.
- Jeden Sommer organisieren die in der Alstadt ansässigen Kinos zusammen für mehrere Wochen ein Open-air Kino. Es werden aktuelle Filme, aber auch Klassiker und gern gesehene Filme aus den letzten Jahren gezeigt. Freizeit
- Bürgerfest: findet alle zwei Jahre statt.
- Dult: zweimal jährlich. Berühmt ist der Blick vom Riesenrad auf Altstadt und Donau.
- Weihnachtsmarkt (Christkindl-Markt) im Dezember.
- Die ostbayerische Verbrauchermesse DONA mit mehreren Sonderausstellungen findet im zweijährigen Turnus im März/April statt.

Sport


- Regensburg-Marathon: Mit über 7.000 Teilnehmern einer der zehn größten Stadtmarathons in Deutschland (am Sonntag nach Christi Himmelfahrt)
- Regensburg Triathlon: Kurz- und Jedermann-Distanz (alljährlich am zweiten Sonntag im August)
- Arber Radmarathon: Über 5.000 Teilnehmer auf unterschiedlich anspruchsvollen Strecken bis 250 Kilometer von Regensburg in den Bayerischen Wald und zurück (alljährlich am letzten Sonntag im Juli)
- Der SSV Jahn 2000 Regensburg spielt im Fußball derzeit (Saison 2005/06) in der dritthöchsten Spielklasse (Regionalliga Süd) nach einem einjährigen Ausflug in die 2. Bundesliga (Saison 2003/04).
- Der Freier TuS Regensburg spielt im Fußball derzeit (Saison 2005/06) in der fünfthöchsten Spielklasse (Landesliga Mitte).
- Der EV Regensburg (die Eisbären) spielt derzeit (Saison 2005/06) 2. Bundesliga Eishockey.
- Der EHC Regensburg (die Spiders) spielt im Eishockey derzeit in der Bezirksliga.
- Die Regensburg Legionäre (SV Schwabelweis) spielen im Baseball derzeit in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga Süd. Die Spielstätte der Legionäre ist die Armin-Wolf-Arena, das größte Baseballstadion in Deutschland.
- Der Billardclub Regensburg (Carambolage-Billard) spielt derzeit in der Disziplin Dreiband in der 2. Bundesliga und hat in der Saison 2004/05 als Zweiter nur denkbar knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst.

Persönlichkeiten

Dreiband Mit der Stadt Regensburg sind u. a. folgende Personen verbunden:
- Heilige: Erhard von Regensburg, Emmeram, Wolfgang von Regensburg
- Papst Benedikt XVI. (war einige Jahre Professor an der Universität Regensburg; hat nach wie vor seinen Erstwohnsitz in der Nachbargemeinde Pentling)
- Josef Achmann
- Albertus Magnus
- Albrecht Altdorfer
- Johannes Aventinus
- Berthold von Regensburg
- Barbara Blomberg
- Alexander Braun
- Georg Britting
- Don Juan de Austria
- Alfons Goppel
- Friedrich Melchior Grimm
- Johannes Kepler
- Konrad von Megenberg
- Hans Ulrich von Schaffgotsch
- Jacob Christian Schäffer
- Oskar Schindler
- Gloria Fürstin von Thurn und Taxis

Ehrenbürger

Siehe: Liste der Ehrenbürger von Regensburg

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Regensburg geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Regensburg hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- 1480 Albrecht Altdorfer, Maler, Kupferstecher und Baumeister der Renaissance
- 1547, 24. Februar Don Juan d'Austria, Führer der Flotte der heiligen Allianz in der siegreichen Seeschlacht über die Osmanen bei Lepanto, Generalstatthalter der Niederlande
- 1748, 15. Juli, Joseph Jakob von Heckenstaller, † 7. November 1832 in München, Kanzleidirektor, Generalvikar und Apostol. Vikar der Geist. Regierung in Freising 1798-1821
- 1797, 20. Juni, Karolina Gerhardinger, † 9. Mai 1879 in München, Ordensschwester Maria Theresia von Jesu und Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, am 17. November 1985 seliggesprochen
- 1890, 5. September, - Johann Josef Demmel, † 30. November 1971, deutscher Bischof
- 1905, 1. Oktober im Ortsteil Reinhausen, Dr. Alfons Goppel, † 24. Dezember 1991 in Aschaffenburg, Ministerpräsident von Bayern (1962-1978)
- 1924, 10. Juni, Friedrich Ludwig Bauer, Informatikpionier, Schwerpunkte Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Erster Münchner Biergarten
- England stellt die Verfolgung Andersgläubiger ein
- In Südamerika beginnt der Missionskreuzzug der Jesuiten, welche die Indianer schützen werden und als Arbeitskräfte importierte afrikanische Negersklaven gutheißen
- In Brasilien wird die Stadt Salvador da Bahia gegründet. Sie wird die erste Hauptstadt Brasiliens
- 15. August: Der Jesuit Francisco de Xavier y Jassu trifft auf der Insel Kyushu ein und beginnt mit der christlichen Missionierung Japans

Geboren


- 2. Januar: Francesco Bassano, italienischer Maler († 1592)
- 5. November: Philippe Duplessis-Mornay, reformierter Theologe und Staatsmann († 1623)
- Hayashizaki Jinsuke Shigenobu, japanischer Samurai († 1621)

Gestorben


- 23. Januar: Johannes Honterus, siebenbürgischer Reformator (
- wahrscheinlich 1498)
- 20. März: Thomas Seymour, englischer Edelmann, Heerführer, Diplomat und Politiker (
- 1508)
- 10. November: Papst Paul III., Papst von 1534–1549 (
- 1468)
- 21. Dezember: Margarete von Angoulême, Königin von Navarra, Dichterin und Diplomatin (
- 1492) ko:1549년

1663

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Umwandlung des Reichstags in den Immerwährenden Reichstag zu Regensburg

Geboren


- 6. Januar: Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller († 1696)
- 26. Februar: Thomas Newcomen, englischer Erfinder († 1729)
- 6. März: Franz Atterbury, war englischer Bischof von Rochester († 1732)
- 7. März: Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist († 1745)
- 16. März: Christoph Hackner, schlesischer Architekt († 1741)
- 22. März: August Hermann Francke, deutscher Theologe und Sozialpädagoge († 1727)
- 27. März: Johann Andreas Eisenbarth, wandernder Chirurg und Augenarzt († 1727)
- 25. Mai: Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit († 1726)
- 31. August: Guillaume Amontons, französischer Physiker († 1705)
- 18. Oktober: Prinz Eugen von Savoyen, der edle Ritter, Feldmarschall des habsburgisch-kaiserlichen Heeres seit 1693 († 1736)
- 30. Oktober: Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg († 1714)
- 25. November: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe († 1747)
- Guillaume Amontons, französischer Physiker

Gestorben


- 1. März: Adam Adami, Weihbischof von Hildesheim (
- 1610)
- 8. März: Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreissigjährigen Krieg (
- 1600)
- 16. Juli: Wilhelm VI., Landgraf in Hessen-Kassel (
- 1629)
- 8. November: Christian Reichsgraf zu Rantzau (
- 1614)
- 28. Dezember: Francesco Maria Grimaldi, italienischer Physiker und Mathematiker (
- 1618) ko:1663년

1748

Ereignisse


- Beginn der Erforschung der untergegangenen römischen Stadt Pompeji
- Von Montesquieu erscheint De l'esprit des lois (Vom Geist der Gesetze) (siehe Gewaltenteilung)
- Durch Russlands militärische Hilfe beendet der Aachener Friede den Österreichischen Erbfolgekriegs zugunsten Maria Theresias
- Der Abbé Jean-Antoine Nollet entdeckt die Erscheinung der Dispersion (Osmosevorgänge) mit Hilfe von Weingeist und Wasser, die er in einer Schweinsblase einschloss
- John Canton stellt erstmals künstliche Magnete her

Kultur


- 27. August: Uraufführung der Oper Pigmalion von Jean-Philippe Rameau an der Grand Opéra Paris
- Rocque Jaoquin de Alcubierre beginnt mit Ausgrabungen in Pompeji

Geboren


- 1. Januar: Giovanni Furno, italienischer Komponist († 1837)
- 1. Januar: Matthias Ludwig Leithoff, Deutscher Arzt († 1821)
- 7. Januar: David Gilly, preußischer Baumeister († 1808)
- 10. Januar: Franziska von Hohenheim, morganatische, zweite Ehefrau Herzog Karl Eugens von Württemberg († 1811)
- 5. Februar: Christian Gottlob Neefe, deutscher Komponist, Organist, Kapellmeister und Musikwissenschaftler († 1798)
- 6. Februar: Adam Weishaupt, deutsche Gründer des Ordens der Illuminaten († 1811)
- 15. Februar: Jeremy Bentham, britischer Jurist und Philosoph († 1832)
- 12. April: Antoine Laurent de Jussieu, französischer Botaniker († 1836)
- 27. April: Adamantios Korais, griechischer Gelehrter und Schriftsteller († 1833)
- 3. Mai: Emmanuel Joseph Sieyès, französischer Politiker († 1836)
- 5. Mai: Francesco Azopardi, maltesischer Komponist († 1809)
- 7. Mai: Olympe de Gouges, französische Frauenrechtlerin († 1793)
- 2. Juni: José Lidón, spanischer Komponist († 1827)
- 20. Juli: Ferdinand Franz Wallraf, deutscher Kunstsammler († 1824)
- 8. August: Johann Friedrich Gmelin, deutscher Chemiker († 1804)
- 19. August: Franz Regis Clet, Missionar in China († 1820)
- 28. August: Amalie von Gallitzin, Mitbegründerin des 'romantischen' Katholizismus († 1806)
- 30. August: Jacques-Louis David, neoklassizistischer Französischer Maler († 1825)
- 4. Oktober: Christian Wilhelm Kindleben, Magister und Schriftsteller
- 7. Oktober: Karl XIII., König von Schweden von 1809 bis 1818 und König von Norwegen von 1814 bis 1818 († 1818)
- 13. Oktober: Johann Dominicus Fiorillo, deutscher Maler und Kunsthistoriker († 1821)
- 11. November: Karl IV. (Spanien) († 1819)
- 9. Dezember: Claude Louis Berthollet, französischer Chemiker († 1822)
- 21. Dezember: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Dichter († 1776)

Gestorben


- 1. Januar: Johann Bernoulli, Schweizer Mathematiker (
- 1667)
- 16. Januar: Arnold Drakenborch, niederländischer klassischer Gelehrter (
- 1684)
- 16. August: Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist (
- 1685)
- 27. August: James Thomson, schottischer Dichter (
- 1700)
- 17. September: Philipp Gerlach, deutscher Architekt (
- 1679)
- 24. September: Albrecht Wolfgang Graf zu Schaumburg-Lippe, Militär und Heerführer, Landesherr von Schaumburg-Lippe (
- 1699)
- 16. Oktober: Franz Joachim Beich, deutscher Maler (
- 1665)
- 2. Dezember: Charles Seymour, 6. Herzog von Somerset, englischer Hof- und Staatsbeamter (
- 1662)
- 10. Dezember: Ewald Jürgen Georg von Kleist, Physiker (
- 1700) ko:1748년

Thurn und Taxis

Die Dynastie Thurn und Taxis ist ein ehemaliges Fürstengeschlecht, das seinen Reichtum und Ansehen als Postunternehmen erlangte. Außerdem hatte die Familie eine eigene Brauerei, die jedoch mittlerweile an die Paulaner-Brauerei verkauft wurde. Im 13. Jahrhundert war das ursprünglich lombardische Adelsgeschlecht de la Torre (vom Turm) bei Bergamo sesshaft. Der Turm (Torre) im Familienwappen wurde zu Thurn (vgl. mhd. turn) und der Dachs (Tasso) zu Taxis. Franz von Taxis schuf einen Kurierdienst in Italien. Im 15. Jahrhundert wurde das Geschlecht mit der Beförderung der kaiserlichen Kurierpost im deutschen Reich, in Burgund und im Königreich Niederlande betraut. Das war der Beginn der Entstehung eines internationalen Postwesens. Als Sitz wählte die Familie Brüssel. Ab 1615 waren die Thurn und Taxis Reichserbgeneralpostmeister. 1624 wurde Freiherr Lamoral von Taxis in den Grafenstand erhoben. 1650 erlaubte Kaiser Ferdinand III. die Führung des Namens Thurn und Taxis. 1695 wurde das Geschlecht in den Reichsfürstenstand erhoben. 1702 Übersiedlung nach Frankfurt am Main. 1731 Bau des Frankfurter Palais. 1748 wurde Fürst Alexander Ferdinand zum Prinzipalkommissar ernannt und vertrat somit den Kaiser beim Immerwährenden Reichstag. Seit 1743/48 Residenz in Regensburg. 1806 wurde das Fürstenhaus mediatisiert. Ab 1810 Erwerb und Ausbau der Klostergebäude von St. Emmeram in Regensburg und Ausbau zum Schloss Thurn und Taxis. Ab 1867 wurden die Postrechte der Thurn und Taxis gegen Entschädigung verstaatlicht. Eine der bedeutenden Persönlichkeiten der fürstlichen Familie im 19. und 20. Jahrhundert war Fürst Albert I. von Thurn und Taxis. Durch die Weimarer Reichsverfassung und das bayerische Adelsgesetz verlor die Familie nach dem Ersten Weltkrieg ihre Adelsrechte und das Recht des Erstgeborenen, sich Fürst zu nennen. Seither tragen alle Familienmitglieder den Nachnamen Prinz bzw. Prinzessin von Thurn und Taxis. Das Haus wird im Augenblick von Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis geleitet.

Fürsten von Thurn und Taxis


- -1541: Johannes Baptista von Taxis
- 1541-1608: Leonhard I. von Taxis
- 1608: Erhebung in den Reichsfreiherrenstand
- 1608-1612: Freiherr Leonhard I. von Taxis
- 1612-1624: Freiherr Lamoral von Taxis
- 1624: Erhebung in den Reichsgrafenstand
- 1624: Graf Lamoral von Taxis
- 1624-1628: Graf Leonhard II. von Taxis
- 1628-1676: Graf Lamoral Claudius von Thurn und Taxis
- 1676-1695: Graf Eugen Alexander von Thurn und Taxis
- 1695: Erhebung in den Reichsfürstenstand
- 1695-1714: Fürst Eugen Alexander von Thurn und Taxis
- 1714-1739: Fürst Anselm Franz von Thurn und Taxis
- 1739-1773: Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis
- 1773-1805: Fürst Karl Anselm von Thurn und Taxis
- 1805-1827: Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis
- 1827-1871: Fürst Maximilian Karl von Thurn und Taxis
- 1871-1885: Fürst Maximilian Maria von Thurn und Taxis (zunächst unter Vormundschaft seiner Mutter)
- 1885-1918: Fürst Albert I. von Thurn und Taxis (bis 1888 unter Vormundschaft seiner Mutter)

Chefs der Familie von Thurn und Taxis (seit 1918/19)


- 1918-1953: Albert I. von Thurn und Taxis
- 1953-1971: Franz Joseph von Thurn und Taxis
- 1971-1982: Karl August von Thurn und Taxis
- 1982-1990: Johannes von Thurn und Taxis
- 1990-: Albert II. von Thurn und Taxis (bis 2001 unter Vormundschaft seiner Mutter, Gloria von Thurn und Taxis

Siehe auch


- Portal:Post
- Reichspost
- Deutsche Adelshäuser
- Heinrich von Stephan
- Palais Thurn und Taxis

Weblinks


- [http://www.thurnundtaxis.de/home/index.html Website des Fürstenhauses Thurn und Taxis]
- [http://worldroots.com/foundation/european/eugenthurntaxisdesc1652.htm Genealogie des Fürstenhauses Thurn und Taxis Teil I]
- [http://worldroots.com/foundation/european/eugenthurntaxisdesc1652-2.htm Genealogie des Fürstenhauses Thurn und Taxis Teil II] Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht ! Kategorie:Postwesen Kategorie:Deutsche Geschichte (19. Jh.) Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)

1803

Ereignisse


- 19. Februar: Ende der Helvetischen Republik durch die Mediationsakte sowie Eintritt der Kantone Aargau, Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Tessin und Waadt in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- 25. Februar: Reichsdeputationshauptschluss
- Entdeckung des chemischen Elementes Cer
- 30. April: Die USA kaufen für 60 Millionen Franc Louisiana von Frankreich (Louisiana Purchase)

Kultur


- 4. Oktober: Uraufführung der Ballett-Oper Anacréon, ou L'Amour fugitif (Anakreon oder Die flüchtige Liebe) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris
- 13. Dezember: Uraufführung der Oper Les Sabots et le cerisier von François-Joseph Gossec in Paris

Geboren


- 1. Januar: Eduard August Feuerbach, deutscher Rechtsgelehrter († 1843)
- 13. Januar: Friedrich Beckmann, deutscher Komiker († 1866)
- 27. Januar: Carl Friedrich Deneke, Geheimer Kommerzienrat, Politiker und Industrieller († 1877)
- 15. Februar: Karl Friedrich Schimper, deutscher Botaniker und Geologe († 1867)
- 15. Februar: Ludwig Persius, Architekt († 1845)
- 16. Februar: Carl Julius Milde, Zeichenlehrer am Katharineum († 1875)
- 23. Februar: Johann August Sutter, kalifornischer Ländereienbesitzer, Gründer von New-Helvetia († 1880)
- 14. März: Josef Misson, österreichischer Mundartdichter († 1875)
- 23. März: Franz Josef Buß, Jurist und katholischer Politiker († 1878)
- 2. April: Franz Lachner, deutscher Komponist († 1890)
- 3. April: Johann Jacob Weber, Begründer des Verlagshauses J. J. Weber in Leipzig († 1880)
- 7. April: Flora Tristan, französische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1844)
- 10. April: Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker († 1868)
- 12. April: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, deutscher Dichtermusiker († 1869)
- 14. April: Friedrich von Amerling, österreichischer Maler († 1887)
- 29. April: James Brooke, bereiste 1839 als Abenteurer die Küstengewässer Nord-Borneos († 1868)
- 2. Mai: Johann Friedrich Christoph Bauer, deutscher Politiker († 1873)
- 12. Mai: Justus von Liebig, deutscher Chemiker († 1873)
- 25. Mai: Edward Bulwer-Lytton, Romandichter († 1873)
- 25. Mai: Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Dichter († 1882)
- 12. Juli: Johann Christoph Lüders, Görlitzer Industriepionier, Kommunalpolitiker († 1872)
- 12. Juli: Pierre Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien († 1841)
- 19. Juli: Franz von Kobell, deutscher Mineraloge und Schriftsteller († 1882)
- 20. Juli: Thomas Lovell Beddoes, Englischer Dichter († 1849)
- 24. Juli: Adolphe Adam, französischer Opernkomponist († 1856)
- 24. Juli: Adolphe Charles Adam, französischer Opern- und Ballettkomponist († 1856)
- 31. Juli: John Ericsson, schwedischer Ingenieur († 1889)
- 3. September: Grandville, französischer Zeichner, Buchillustrator und Karikaturist († 1847)
- 3. September: Jean Ignace Isidore Gérard, französischer Zeichner, Buchillustrator und Karikaturist († 1847)
- 28. September: Prosper Mérimée, französischer Schriftsteller († 1870)
- 30. September: Gustav von Alvensleben, preußischer General der Infanterie († 1881)
- 17. Oktober: Ferenc Deák, ungarischer Politiker († 1876)
- 28. Oktober: Elisa Radziwill, erste Liebe des Kaisers Wilhelm I. († 1834)
- 16. November: Heinrich Georg August Ewald, deutscher Theologe und Orientalist († 1875)
- 19. November: Gottfried Semper, deutscher Architekt und Kunsthistoriker († 1879)
- 23. November: Fjodor Iwanowitsch Tjutschew, russischer Dichter († 1873)
- 28. November: Joseph Heine, Mediziner und Regierungs- und Medizinalrat in der Pfalz († 1877)
- 29. November: Christian Doppler, österreichischer Mathematiker und Physiker († 1853)
- 29. November: Hamburg-Altona, deutscher Baumeister, Erbauer der Semperoper in Dresden († 1879)
- 11. Dezember: Hector Berlioz, französischer Komponist († 1869)
- 16. Dezember: Robert Stephenson, Ingenieur († 1859)
- 26. Dezember: Friedrich Reinhold Kreutzwald, estnischer Arzt und Schriftsteller († 1882)
- 31. Dezember: Johann Carl Fuhlrott, deutscher Naturforscher († 1877)

Gestorben


- 23. Januar: Arthur Guinness, Vater der Biermarke Guinness (
- 1725)
- 17. Februar: Louis René Édouard de Rohan-Guéméné, Kardinal (
- 1735)
- 18. Februar: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Dichter (
- 1719)
- 14. März: Friedrich Gottlieb Klopstock, deutscher Dichter (
- 1724)
- 7. April: François Dominique Toussaint L'Ouverture, haitianischer Schwarzenführer, General und Nationalheld (
-  um 1743)
- 14. April: Christoph Anton Graf Migazzi, katholischer Erzbischof und Kardinal (
- 1714)
- 22. Juni: Wilhelm Heinse, deutscher Dichter (
- 1746)
- 5. September: Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller und Offizier (
- 1741)
- 17. September: Franz Xaver Süßmayr, österreichischer Komponist (
- 1766)
- 8. Oktober: Vittorio Alfieri, italienischer Dichter (
- 1749)
- 14. Oktober: Ercole III. d'Este, Sohn des Herzogs Francesco III. d'Este (
- 1727)
- 21. November: Johannes Bückler, deutscher Räuber (
- 1777)
- 18. Dezember: Johann Gottfried von Herder Theologe, Schriftsteller und Dichter (
- 1744) ko:1803년

1806

Ereignisse


- München wird Hauptstadt des Königreichs Bayern
- 1. Januar: Bayern und Württemberg werden zu Königreichen
- 1. Januar: Kurfürst Friedrich II. wird als Friedrich I. König von Württemberg
- 27. Februar: Preußen proklamiert die Besetzung Hannovers
- 10. Mai Steins Denkschrift an Luise
- 12. Juli: Gründung des Rheinbundes
- 6. August: Ende des Heiligen Römischen Reiches. Kaiser Franz II. aus dem Hause Habsburg-Lothringen legt die Kaiserkrone nieder
- 26. August: Johann Philipp Palm wird in Braunau am Inn auf Befehl Napoleons hingerichtet
- 2. September: Ein Bergsturz verschüttet das Schweizer Dorf Goldau; 457 Menschen kommen dabei ums Leben
- 9. Oktober: Friedrich Wilhelm III. erklärt Frankreich den Krieg
- 14. Oktober: Napoleon I. schlägt in der Schlacht bei Jena und Auerstedt die preußische Armee. [http://www.jena1806.de/]
- 20. Oktober: Napoleon zieht mit seinen Truppen in Berlin ein
- 28. Oktober: Kapitulation des preußischen Heeres unter Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen an Napoleon Bonaparte bei Prenzlau
- 21. November: Napoleon erlässt das Berliner Dekret und errichtet damit die Kontinentalsperre gegen England
- 11. Dezember Frieden von Posen, Sachsen schließt Frieden mit Frankreich
- Der Walfänger Bristow entdeckt die Gruppe der Auckland-Inseln
- Napoléon Bonaparte ernennt Andorra zur Republik

Kultur


- 25. Februar: Uraufführung der Oper Faniska von Luigi Cherubini am Theater am Kärntnertor in Wien
- 14. April: Uraufführung der Oper Die Sylphen von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin
- 4. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Philoclès von Victor Dourlen an der Opéra-Comique in Paris
- 23. Dezember: Uraufführung des Violinenkonzerts von Ludwig van Beethoven in Wien
- Goethe veröffentlicht Faust 1. Teil

Geboren


- 1. Januar: Karl von Weber, deutscher Historiker († 1863)
- 1. Januar: Lionel Kieseritzky, französisch-polnischer Schachmeister († 1853)
- 3. Januar: Henriette Sontag, Opernsängerin († 1854)
- 13. Januar: Michel Chevalier, französischer Ökonom und Freihändler († 1879)
- 14. Januar: Matthew Fontaine Maury, US-amerikanischer Marineoffizier und Hydrograph († 1873)
- 19. Februar: Johannes von Kuhn, deutscher Theologe († 1887)
- 3. März: Emil Adolf Roßmäßler, deutscher Naturforscher und Volksschriftsteller († 1867)
- 10. März: Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt († 1871)
- 21. März: Benito Juárez, mexikanischer Staatsmann und Präsident († 1872)
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