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Impressionismus

Impressionismus

Der Impressionismus (von lateinsich impressio, „der Eindruck“, über das Französische) ist eine Stilrichtung vor allem in der Malerei. Wie der Symbolismus und der Expressionismus ist der Impressionismus eine Gegendarstellung zum Naturalismus. Die Maler des Impressionismus versuchten einen Gegenstand in seiner augenblicklichen, zufälligen Erscheinungsform zu erfassen statt in seiner inhaltlichen Bedeutung. Besonders eindrückliche Beispiele dafür sind die Landschaftsbilder, die meist direkt in der freien Natur (en plein air) entstanden und nicht wie bis dahin üblich im Atelier.

Malerei

Naturalismus Ein Bild mit dem Namen „Impression, soleil levant“ (1872) von Claude Monet mit der Darstellung eines Hafens in Morgenstimmung gab der Bewegung ihren Namen. Ein Kritiker namens Louis Leroy leitete daraus die zunächst abschätzig gemeinte Bezeichnung ab. Vorläufer des Impressionismus liegen in der spanischen (Diego Velázquez, Francisco de Goya) und englischen Malerei (William Turner, John Constable) sowie in Frankreich selbst (Edouard Manet, Gustave Courbet, Schule von Barbizon, Johan Barthold Jongkind). Die Impressionisten bevorzugten helle, reinbunte Farben und malten nicht flächig, sondern setzten komplementäre Kontrastfarben eng nebeneinander, so dass diese bei der Betrachtung aus einiger Entfernung ineinander fließen. Dadurch kann ein Effekt subtraktiver Farbmischung eintreten, so dass eine Mischfarbe entsteht (z.B. Rot neben Grün erzeugt Braun). Johan Barthold Jongkind] Von großem Einfluss auf den Impressionismus waren japanische Farbholzschnitte, die ab 1850 in großer Stückzahl nach Europa kamen und durch die sich die Impressionisten in ihren eigenen Theorien über Farbe und Form bestätigt fühlten. Der Neoimpressionismus führte die im Impressionismus entwickelte Technik der optischen Farbmischung weiter aus, indem das ganze Bild in mosaikartig aneinandergereihte Punkte zerlegt wurde (Pointillismus oder Divisionismus).

Technik der Impressionisten

Die impressionistische Malweise wird normalerweise mit einer starken Betonung von Licht in seinen unterschiedlichen Qualitäten in Verbindung gebracht, wobei oftmals der Effekt einer bestimmten Tages-/Jahreszeit hervorgehoben wird. In ihrer Technik brachen die Impressionisten mit allem, was vorher in den Akademien gelehrt wurde:
- Sie malten mit kurzen, starken Pinselstrichen (komma-artig, 'virgulisme') in einer skizzenhaften Art, die es ihnen ermöglichte, die Essenz des Objektes, und nicht Details, hervorzuheben.
- Sie mischten die Farben nicht auf der Palette, sondern (auch weniger auf der Leinwand als) erst im Auge des Betrachters (Divisionismus). Dies ermöglicht dem Betrachter ein wesentlich lebendigeres Kunsterlebnis.
- Sie entdeckten und betonten neue Aspekte der Wirkungsweise des natürlichen Lichts, vor allem die Reflexion des Lichtes und die Spektralfarben.
- Sie hörten damit auf, ihre Farben mit Schwarz zu mischen, sondern mischten, wenn unbedingt notwendig, Komplementärfarben, um dunklere Farben zu erhalten. Schwarz wurde nur noch als eigene Farbe benutzt.
- Ihr Pinselduktus ist deutlich sichtbar.
- Sie malten meistens pleinairistisch, d.h. unter freiem Himmel.
- In Bildern unter freiem Himmel gestalteten sie Schatten blau, u. a. weil sie die Reflexion des Himmels auf den Oberflächen aufzeigen wollten, welche sie z. B. auch von beschneiten Flächen her kannten. Das gab den Bildern neue Frische und Offenheit.
- Je nach tatsächlichen Beleuchtungsverhältnissen und beabsichtigter Bildstimmung wurden auch andere Farbnuancen in den Schattenbereichen eingesetzt.
- Ihre Bilder wirken oft ausschnitthaft. Damit soll nicht das gemalte Objekt als Ganzes, sondern die Wirkung des Lichts auf ihm betont werden. Darüber hinaus verleiht das dem Bild einen spontanen, flüchtigen Charakter.
- Sie malten nasse Farbe auf nasse Farbe (à-prima-Malerei), statt darauf zu warten, dass hintereinander aufgetragene Schichten trocknen. Dies führte zu weicheren Kanten und interessanten Farbübergängen.
- Sie malten, ohne sich um Regeln oder Traditionen zu kümmern. Der Ursprung des Impressionismus war die Einführung der Eisenbahn /(Lokomotive), wenn man in ihr saß und aus dem Fenster schaute verschwammen die Umwelt und die Lichtpunkte. Diesen Effekt wollten die Impressionisten einfangen.

Maler des Impressionismus

Niederlande

Vincent van Gogh (1853-1890)

Frankreich

Vincent van Gogh]
- Frédéric Bazille (1841-1870)
- Edgar Degas (1834-1917)
- Paul Gauguin (1848-1903)
- Jacques Lalande (1921-
- )
- Edouard Manet (1832-1883)
- Claude Monet (1840-1926)
- Berthe Morisot (1841-1895)
- Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)
- Alfred Sisley (1839-1899)
- Camille Pissarro (1830-1903)
- Gustave Caillebotte

Deutschland


- Lovis Corinth (1858-1925)
- Karl Hagemeister (1848-1933)
- Theodor Hagen (1842-1919)
- Max Liebermann (1847-1935)
- Max Slevogt (1868-1932)
- Fritz Wildhagen (1878-1956)
- Robert Sterl (1867-1932)
- Wilhelm Claudius (1854-1942)
- Franz Skarbina (1849-1910) Franz Skarbina

Maler des Neoimpressionismus


- Camille Pissarro (1830-1903) in den Jahren von 1885-1890
- Georges Seurat (1859-1891)
- Paul Signac (1863-1935)

Fazit

Bei der letzten Ausstellung der Impressionisten erschienen Werke in reinen, getrennten, ausgewogenen Farben, die nach einer überlegten Methode vermischt wurden. Georges Seurat ist der Forscher dieser Neuheit. Dann entsteht der Neo-Impressionismus. Der Impressionismus verschwindet zugunsten modernerer Techniken. Man weiß heute, dass die Kunst dank den Impressionisten einen großen Sprung vorwärts gemacht hat. Sie haben den Weg der Kunst des 20. Jahrhunderts geöffnet. Die Blütezeit des Impressionismus dauerte etwa zwanzig Jahre: von 1863 bis zum Tod Manets im Jahr 1883.

Musik

In der Musik spricht man ebenfalls vom Stil des Impressionismus. Als Begründer gilt hier vor allem Claude Debussy (der sich aber gegen die Bezeichnung „Impressionist“ wehrte). Musik ist für ihn „Klang-und Farbkunst“, und so werden denn auch seine Werke zu impressionistischen Klangbildern, in denen die Atmosphäre und die Stimmung der musikalischen Vorgänge in Tönen gemalt werden. Debussys melodische Motive entwickeln sich nicht, sie werden nicht kontrapunktisch verarbeitet oder durchgeführt, wie das bisher oft der Fall war. Vielmehr tauchen sie für einen kurzen Augenblick auf, zeigen ihre Vielfältigkeit in schnell wechselnder Harmonik und werden direkt wieder abgelöst. Inspiriert wurde er dabei von der Naturwahrnehmung, aber auch von asiatischer Musik, die er auf der Weltausstellung 1889 in Paris kennengelernt hatte. Zu den musikalischen Stilmitteln, die er gebraucht, gehören: Melodik: überwiegend engräumige, wellen- oder kreisförmig geführte Motive, die sich an andere reihen, wieder „zerfließen“, sich aber nie zu ausladenen Themen entwickeln. Häufige Verwendung von chromatischen, pentatonischen und ganztönigen Skalen, oft auch kirchentonale Wendungen. Harmonik: zunehmende Dissonanzanreicherung. Dissonanzen (vor allem Sept-, Non- und Sekundklänge) gelten als Farbwerte und werden nicht mehr aufgelöst. Häufiges Aneinanderreihen und paralleles Verschieben von (dissonanten) Akkorden ohne Rücksicht auf ihre funktionale Verwandtschaft. Im Zusammenhang mit der Ganztönigkeit ergeben sich übermäßige Dreiklänge. Rhythmik: Der Rhythmus löst sich vom starren Taktschema; die rhythmischen Schwerpunkte werden verschleiert; das 1. Viertel im Takt ist oft ausgespart oder verliert durch Überbindung an den vorherigen Takt sein Gewicht. Häufig findet sich das Alternieren von Duolen und Triolen sowie Taktwechsel. Klangfarbe: gesteigerte Sensibilität für die „Farbigkeit“ sowohl des Orchester- als auch des Klavier-Klanges. Vorliebe ebenso für durchsichtig-helle wie für satte Klangfarben. Debussy übernimmt zwar das Orchester der Spätromantik, löst den kompakten Gesamtklang aber zugunsten differenzierter und bis in feinste Farbnuancen abgestufter Klangkombinationen und -reflexe auf. Ein weiterer wichtiger Zeitgenosse Debussys war Maurice Ravel (1875–1937), dessen impressionistische Instrumentationsstudie für großes Orchester, „Bolero“, besonders beliebt war.

Der Impressionismus in der Literatur

Diese Bewegung hat nicht nur die Malerei betroffen, sondern auch die Literatur und die Musik.
- In der Literatur ist es der Übergang zwischen dem Naturalismus, der die Wirklichkeit der Dinge beschreibt, und dem Symbolismus, der sich um den Traum bemüht. Der Ausdruck "Impressionismus" verdeutlicht uns, dass man nun nur Impressionen, d.h. Eindrücke festhalten will. Man will die Wirklichkeit nicht mehr so beschreiben wie sie ist, sondern nur wie man sie sieht. Die meisten Dichter des Impressionismus sind daher Lyriker. Der im Naturalismus entstandene Sekundenstil kehrt im Impressionismus wieder, d.h. das Stilideal der Detailtreue wird übernommen. Die Impressionisten verwenden für ihre Momentaufnahmen durchweg kurze literarische Formen, Skizzen, Novellen, Einakter, Lyrik. Das sozialkritische und politische Element des Naturalismus dagegen wird zugunsten eines Rückzugs auf die Subjektivität und den Individualismus aufgegeben. Wie im Impressionismus der Malerei erhalten Farben und Licht (z.B. auch das Glitzern und Funkeln von Gegenständen) eine große Bedeutung in der Darstellung. Das Interesse der Schriftsteller verschiebt sich also von der objektiven Realität auf die subjektive Realität der psychologischen Vorgänge.

Vertreter

Richard Dehmel(1863-1920)
Arno Holz (1863-1929)
Arthur Schnitzler (1862-1931)
Stefan Zweig (1881-1942)
Stefan George (1868-1933)
Detlev von Liliencron (1833-1909)

Galerie

Image:Alfred Sisley, L'automne - Bords de la Seine pres Bougival (Autumn - Banks of the Seine near Bougival), 1873.jpg|Alfred Sisley: L'automne: Bords de la Seine près Bougival (Herbst: die Ufer der Seine nahe Bougival), 1873 Image:Edgar Degas, Aux courses en province (At the Races in the Country), c. 1872.jpg|Edgar Degas: Aux courses en province (Beim Pferderennen in der Provinz) Image:Berthe Morisot, Le berceau (The Cradle), 1872.jpg|Berthe Morisot: Le berceau (Die Wiege), 1872 Image:Paul Cezanne, A Modern Olympia, c. 1873-1874.jpg|Paul Cézanne: Eine moderne Olympia (ca. 1873-1874) Image:Paul Cézanne, Les joueurs de carte (1892-95).jpg|Paul Cézanne: Die Kartenspieler (1892-95) Image:Pierre-Auguste Renoir, La loge (The Theater Box).jpg|Pierre-Auguste Renoir: La loge Image:Gustave Caillebotte - La Place de l'Europe, temps de pluie.jpg|Gustave Caillebotte: La Place de l'Europe (Paris) Image:Claude Monet-Waterlilies.jpg|Claude Monet: Wasserlilien-Teich (1899)

Literatur


- John Rewald: Die Geschichte des Impressionismus. DuMont, 1965
- John Rewald: Von Van Gogh bis Gauguin. Die Geschichte des Nachimpressionismus. DuMont, 1967

Siehe auch


- Züricher Optimismus
- Symbolismus
- Dadaismus
- Expressionismus
- Macchiaioli Kategorie:Stilrichtung in der Malerei !Impressionismus Kategorie:Avantgarde ja:印象派 ko:인상주의 (미술)

Französische Sprache

Die französische Sprache (Französisch) gehört zur romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher (Stand für beide Zahlen 1999). Der Language Code ist fr bzw. fra oder fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch (ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.

Geschichte der französischen Sprache

Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden. Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt. Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst. Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt. Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt. Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt. Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird. Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache. Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.

Aussprache

Siehe: Aussprache der französischen Sprache

Verbreitung

Amtssprache

Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler) Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.

Sprachvarianten der französischen Sprache

Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück. Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt. Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen. Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
  - Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
  - Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
  - Cajun
  - Französisch in Louisiana
  - Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
  - Kanadisches oder Quebecer Französisch
  - Akadisches Französisch
  - Neufundländisches Französisch
  - Michif
- Jèrriais
- Französisch geprägte Kreolsprachen

Grammatik

Verb

Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation

Objekt

Objektpronomen

Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?

- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele

Tempus

Modus Indicatif : Modus Subjonctif : Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden. Modus Conditionnel : Dieses Modus drückt die Bedingung aus. Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.

Konnektoren

cause (Ursache)

conjonctions: parce que puisque, pour la simple et bonne raison que, comme, étant donné que, du fait que, attendu que, considérant que, vu que, soit parce que, sous prétexte que, ce n'est pas parce que, car, en effet, tellement, tant, d'autant plus que, d'autant moins que, d'autant mieux que, surtout que, à présent que, maintenant que, dès l'instant où, dès lors que, du moment que prépositions: à cause de, grâce à, avec, étant donné, du fait, à la lumière de, attendu que, eu égard à, vu, à la suite de, par suite de, sous, à, pour, par, de, à force de, faute de, par manque de, à defaut de, sous prétexte que, sous couleur de, sous couvert de

conséquence (Folge)

conjonctions: si bien que, de telle manière que, de telle façon que, de telle sorte que, en sorte que, tel +Nomen +que, verbe +tellement, verbe +tant, si +Adj. +que, au point que, tant et si bien que, tant et tant que, à telle enseigne que, pour que, il s'en faut de ... que, sans que, donc, partant, par conséquant, en conséquence, c'est pourquoi, voilà pourquoi, de ce fait, c'est pour cela que, alors, depuis lors, dès lors, de cette manière, ainsi, aussi, du coup, d'où, de là

but (Ziel)

conjonctions: pour, afin de, pour que, afin que, si...c'est pour que, de manière à, de façon à, de manière que, de façon que, de sorte que, de manière à ce que, de façon à ce que, de telle manière que, de telle façon que, de telle sorte que, pour ne pas, afin de ne pas, de peur de, de crainte de, il faut que, il suffit de prépositions: dans le but de, en vue de, à dessein de, histoire de, question de, affaire de, dans/avec l'intention de, dans la perspective de, dans le souci de, avec l'idée de, dans/avec l'espoir de, avec l'arrière-pensée de, dans le seul but de, à seule fin de, en vue de, en perspective de, dans un souci de

condition (Bedingung)

conjonctions: à condition que, à la seule condition que, à une seule contition, c'est que..., sous la condition que, pourvu que, pour peu que, si tant est que, pour autant que, dans la mesure où prépositions: à, à condition de, faute de, à defaut de, à moins de, quitte à, au risque de, avec, en das de, sans, en l'absence de, sauf, sous réserve de

hypothèse (Annahme)

conjonctions: à supposer que, en supposant que, supposé, une supposition, en admettant que, au cas où, dans le cas où, pour le cas où, dans l'hypothèse où, des fois que, suivant que, selon que, soit que, ...,autrement, ...,sans cela/quoi, ...,faute de quoi, à moins que

opposition (Gegensatz)

adverbes: au contraire, à l'opposé, inversement, en revanche, par contre, à la place prépositions: contrairement à, au contraire de, contre, à l'encontre de, à/au rebours de, à l'opposé de, à l'inverse de, au détriment de, face à, en face de, à côté de, auprès de, au lieu de, à la place de, loin de conjonctions: et, alors que, tandis que, alors même que, pendant que, tandis que, cependant que, là où, autant...autant..., au lieu que

concession (Einschränkung)

adverbes: pourtant, cependant, nonobstant, néanmoins, toutefois, seulement, malheureusement, quand même, tout de même, malgré tout coordonnants: mais, or, et prépositions: malgré, sans, en dépit de, au mépris de, nonobstant, avec, pour, sans, au risque de, quitte à conjonctions: bien que, quoique, sans que, encore que, même si, quand bien même, tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj., quoi que ce soit, quoi qu'il arrive/advienne, où que, quel que soit

comparaison (Vergleich)

conjonctions: comme, comme pour, comme quand, comme lorsque, aussi +Adj./Adv. +que..., autant +de +Nominalgruppe +que..., rien ne...tant que, ainsi que, au même titre que, de même que, tel que, tel...,tel..., autant...,autant..., plus...que, rien de plus +Adj...que de +Inf., davantage, meilleur que, mieux que, pire que, pis que, plutôt que, à mesure que, au fur et à mesure que, tant que, plus...,plus..., moins...,moins..., d'autant plus/moins/mieux...que... prépositions: comme, de, en

Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch


- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis

Sprachregulierung

Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache

Siehe auch


- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus

Weblinks


- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
- Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Schweizer Sprache als:Französische Sprache ja:フランス語 ko:프랑스어 simple:French language th:ภาษาฝรั่งเศส zh-min-nan:Hoat-gí

Malerei

Die Malerei zählt neben der Architektur, der Bildhauerei, der Graphik und der Zeichnung zu den klassischen Gattungen der Bildenden Kunst.

Vorgeschichte

Das älteste Zeugnis der Malerei sind die Höhlenmalereien mit Tierdarstellungen aus der letzten Eiszeit bzw. dem Jungpaläolithikum. Malerei und Zeichnung, aber auch Relief und Plastik sind als künstlerische Ausdrucksformen aus der Zeit von vor 35.000 bis 10.000 Jahren bekannt. Europäische Höhlenmalerein sind vor allem aus Spanien und Frankreich bekannt. Die Wandbilder in der Höhle von Lascaux in Südfrankreich wurden 1940 entdeckt. Die Tiermotive, Rinder, Hirsche, Pferde und Stiere sind in beeindruckender Weise dargestellt und gehören zu den ältesten bekannten Malereien der Menschheit. Auch aus Afrika, Asien und Australien sind frühe Felsmalereien bekannt.

Altertum und Antike

Später begegnet uns die Malerei im Orient (ab 10.000 v. Chr.) und in Ägypten (ab 3.000 v. Chr.) als Wandmalerei, auf Kreta (2.000 v. Chr.) als Freskomalerei. Aus Griechenland sind neben den Malereien auf Krügen, Vasen und Tellern auch frühe Malereien auf Tontafeln, also erste eigenständige Bildträger, bekannt. Auch zur römischen Zeit herrschten um 100 v. Chr. in der Malerei die Wandmalerei und die Bemalung von Vasen und Amphoren vor. Viel bedeutender als die Malerei sind im alten Griechenland und Rom allerdings die Skulptur und das Relief gewesen.

Mittelalter

Die Tafelmalerei als Malerei auf eigenständigem Maluntergrund wie Holztafel oder später Leinwand, entwickelte sich erst im Mittelalter. Die europäische Malerei war bis ins Mittelalter, den Auftraggebern entsprechend, fast ausschließlich religiös geprägt. Es kam zur Ausmalung von Kirchen und Klöstern und zur Ausschmückung von Kirchenchören und Andachtskapellen mit Altarbildern. Andere Sujets wie Portrait, Genrebilder, Landschaftsmalerei oder Stillleben kamen erst im späten Mittelalter und in der Renaissancemalerei hinzu.

Von der Renaissance bis zum Barock

Eine bedeutende Entwicklung nahm die Malerei in der Renaissance mit der nachhaltigen Weiterentwicklung der Techniken der Ölmalerei, der Zentralperspektive, der Darstellung allegorischer Motive der Antike und bei der Betonung individueller Charaktere in der Menschendarstellung unter Zuhilfenahme der Kenntnisse der Anatomie. Jan van Eyck (um 1390-1441) schuf erstmals selbständige Bildnisse und Portraits; Albrecht Dürer (1471-1528) malte 1493 das erste bekannte autonome Selbstbildnis in Europa; Albrecht Altdorfer (um 1480-1538) machte als erster Maler die Landschaft zum Hauptthema. Vor allem die italienische Malerei der Hochrenaissance in den Städten Florenz, Venedig und Rom brachte bedeutende realistische Werke der Maler Leonardo da Vinci (1452-1519), Michelangelo (1475-1564), Raffael (1483-1520) und Tizian (1477-1576) hervor, die in Perspektive, Form, Farbe, Ausdruckskraft und malerischer Brillanz beispielgebend sind und die bildende Kunst Europas bis heute nachhaltig beeinflusst haben. Im 17. Jahrhundert malten zahlreiche niederländische Maler Stillleben; Jan Vermeer (1632-1675) war zur selben Zeit ein Meister der Vedutenmalerei (Ansicht von Delft, 1661). Eine Sonderstellung nimmt der Barockmaler Rembrandt (1606-1669) und seine in psychologischer Ausdrucksform, Lichtführung und Farbgebung einzigartige Malerei ein, die bis heute als unübertroffen gilt.

Neuzeit

RembrandtMit dem Aufkommen der Fotografie sah sich die Malerei mit neuen Herausforderungen und Aufgaben konfrontiert, die nicht ohne Einfluss auf ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert blieb. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die Bilder überwiegend in Künstlerateliers. Das Braith-Mali-Museum in Biberach an der Riß beherbegt solche Originalateliers. Diese Arbeitsweise gilt auch für die Gegenwart. Mit den französischen Malern des Impressionismus beginnt allerdings die Freilichtmalerei. Zu dieser Richtung gehören Camille Pissarro (1830-1903), Èdouard Manet (1832-1883), Edgar Degas (1834-1917), Paul Cézanne (1839-1906), Alfred Sisley (1839-1899), Claude Monet (1840-1926), Berthe Morisot (1841-1895) und Pierre-Auguste Renoir (1841-1919). Paul Cézanne kann schon, wie in gewissem Maße auch Vincent van Gogh und Edvard Munch, als Wegbereiter der Moderne bezeichnet werden. Gerade Cézannes Werke markieren den Übergang, löst er sich doch zunehmend von der Wiedergabe der Realität und wendet sich dem Gegenstand der Malerei, Form und Farbe, zu. Wichtige Stilrichtungen der modernen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind der Kubismus, der Dadaismus und der Surrealismus. Nationale Besonderheiten sind der Expressionismus (Deutschland), der Futurismus (Italien), der Kubo-Futurismus und der Suprematismus (Russland) sowie der Vortizismus (England). Ein wichtiges Merkmal für die Kunst dier Moderne ist die Abstrakte Malerei, die sich innerhalb unterschiedlicher Stilrichtungen entwickelte. Weitere wichtige Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts sind er Tachismus und weitgehend nach 1950 das Informel. Das American Abstract Painting und die Minimal-Art müssen als originär US-Amerikanische Kunstrichtungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen werden. Die von Großbritannien ausgehende Pop Art erlebte insbesondere in den USA ihre Höhepunkte. Parallel entwickelten sich Fluxus, Happening und Performance. Neben all diesen Strömungen entwickelte sich auch ein moderner Realismus, für den beispielhaft der Fotorealismus steht. Vielfach wurde schon voreilig das Ende der Malerei ausgerufen. Das geschah z. B. angesichts von Minimal Art und Konzeptkunst, bis schließlich die „ Neuen Wilden“ bzw. „Jungen Wilden“ in den 1980ern die Kunstszene eroberten und noch einmal eine Renaissance der Malerei einleiteten, z.B. mit den berühmten, kommerziell sehr erfolgreichen postmodernen Realisten ("Kapitalistischer Realismus") und Ironikern Gerhard Richter und Sigmar Polke. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts behauptet sich die Malerei neben vielen anderen Kunstformen (einschließlich digitaler Medien, Rauminstallation, Videokunst) - bedingt auch durch einen Kunstmarkt, der weiterhin nach (repräsentativen) handwerklich hergestellten Tafelbildern für seine Kunden verlangt - weiterhin als zeitgenössisches künstlerisches Medium. Sie steht für eine Nachfrage nach vermeintlicher "Authentizität" und der Figur des Künstler-Genies. Der Malerei haben sich weiterhin viele junge - eher wieder realistisch, gegenständlich malende - Künstler verschrieben (siehe: Neue Leipziger Schule). Legendäre Maler wie Kasimir Malewitsch, Pablo Picasso (1881-1973), Piet Mondrian (1872-1944) haben die Malerei des 20. Jahrhunderts künstlerisch entscheidend geprägt. Bedeutende Maler nach 1945 sind neben vielen anderen: Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Frank Stella, Barnett Newman, Jasper Johns, Asger Jorn, Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Gerhard Richter,Takat,Wolf Vostell

Siehe auch


- Abstrakte Malerei, Harmonie (Malerei)
- Kategorien:
  - Techniken der Malerei
  - Stilrichtungen in der Malerei
  - Artikel über Maler (und die alphabetische Liste von Malern)
  - Artikel über Gemälde
  - :Kategorie:Bildende Kunst ! Kategorie:Kunst (Beruf) Kategorie:Bildende Kunst ja:絵画 ko:회화 ms:Lukisan

Symbolismus

Symbolismus ist
- eine Stilrichtung in der Malerei, siehe Symbolismus (Malerei)
- eine Stilrichtung in der Bildhauerei
- eine literarische Richtung, siehe Symbolismus (Literatur)
- der klassische Ansatz in der KI-Forschung, siehe Künstliche Intelligenz

Naturalismus

Naturalismus bezeichnet ... # eine Richtung in der Philosophie, siehe Naturalismus (Philosophie) # eine Richtung in der Kunst, siehe Naturalismus (Kunst)

Claude Monet

Claude Monet (
- 14. November 1840, † 5. Dezember 1926) war ein französischer Maler des Impressionismus.

Werdegang

Claude Oscar Monet wurde am 14. November 1840 in Paris geboren, doch fünf Jahre später zogen seine Eltern in die Hafenstadt Le Havre. Schon mit 15 Jahren fiel er dadurch auf, dass er Karikaturen zeichnete. Der Landschaftsmaler Eugène Boudin führte den jungen Monet in die Freilichtmalerei ein. Gegen den Willen seines Vaters ging er 1859 nach Paris, wo er Malerei studierte.

Künstlerfreunde und Einflüsse

In Paris lernte er auch die Maler Edouard Manet, Camille Pissarro und Pierre-Auguste Renoir, mit denen zusammen er auch auf den ersten Impressionisten-Ausstellungen seine Bilder präsentierte, zu Beginn noch ohne großen Erfolg. Während eines Englandaufenthalts beeindruckte ihn das Werk des englischen Malers William Turner. Von Einfluss auf seine Bildgestaltung waren auch die Japanischen Holzschnitte, die seit 1850 in großer Stückzahl und mit hohem künstlerischen Niveau nach Europa gelangten und in ihrer Auffassung von Bildkomposition der abendländischen Tradition vollkommen entgegengesetzt waren. In London hatte er 1883 seine erste Einzelausstellung. Im gleichen Jahr zog er in ein Haus in Giverny bei Paris, in dem er die letzten zwei Jahrzehnte, sich seinem Garten und seiner Malerei widmend, verlebte. Giverny In Bildserien, z.B. von der Seine oder von der Kathedrale von Rouen unter verschiedenem Lichteinfall, aber auch in seine späten Seerosenbildern versuchte er, die unterschiedlichen atmosphärischen Licht- und Farbwirkungen auf der Oberfläche seiner Motive mit Hilfe von farbigen Flecken auf der Leinwand zu erfassen. Er hat möglicherweise nur deswegen mit verschwimmenden Formen und trüben Farben gemalt, weil er kurzsichtig war und an grauem Star litt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der britische Kunstliebhaber und Augenarzt Patrick Trevor-Roper sagt, Monet habe eine Brille stets mit der Begründung abgelehnt, so scharf wolle er die Welt dann doch nicht sehen. Nach einer Operation wegen seines Augenleidens sei er von der Farbgebung in seinen Gemälden entsetzt gewesen und habe viele Bilder mit kräftigeren Tönen übermalt.

Der Garten von Giverny

1883 mietete Monet nicht weit von Paris ein Haus in dem kleinen Dorf Giverny, das er dank seines wirtschaftlichen Erfolges 1890 kaufen konnte und in dem er 43 Jahre lang lebte. Zu dem Haus gehörte ein verwilderter Gemüsegarten, den Monet zunächst selbst bearbeitete. Er gestaltete ihn völlig um in einen farblich aufs feinste abgestimmten Blumengarten. Ab 1890 beschäftigte er sechs Gärtner, die auchdie beiden Gewächshäuser betreuten. 1893 erweiterte er den Garten um ein weiteres Stück Land, das an den Fluß Ru, einen Seitenarm der Epte, grenzt. Mit Erlaubnis der Gemeinde leitete er den kleinen Fluß um und legte seinen berühmten Wassergarten an. In diesem Garten befindet sich die grüne japanische Brücke, die ebenso wie die Seerosen des Teichs Motiv auf vielen seiner Bilder sind. Im Garten von Giverny entstand die Serie seiner großformatigen Seerosenbilder, die Grandes Décorations des Nymphéas, heute im Besitz des französischen Staates.

Wichtige Lebensdaten

Giverny Giverny Giverny Giverny
- 1860 Besuch der freien Malschule Académie Suisse in Paris, wo er Camille Pissarro kennenlernt
- 1861 Militärdienst in Algerien, Austritt wegen Typhuserkrankung
- 1862 Eintritt in das freie Atelier von Charles Gleyre, dort befreundet er sich mit Auguste Renoir, Alfred Sisley und Frédéric Bazille
- 1868 Selbstmordversuch
- 1874 Erste Impressionisten-Ausstellung in den Räumen des Fotografen Nadar
- 1876 Beginn der Malerei von Serien gleicher Motive bei unterschiedlicher Beleuchtung
- 1879 Tod seiner Frau Camille am 5. September im Alter von 32 Jahren
- 1916 Staatsauftrag für den Seerosen-Zyklus

Werke (Auswahl)


- 1866, Camille (Die Dame im grünen Kleid)
- 1866, Frauen im Garten
- 1867, Die Kirche Saint-Germain-l´Auxerrois
- 1868, Der Fluss/Am Ufer der Seine bei Bennecourt
- 1870, Das Hotel de Roches Moires in Trouville
- 1872, Regatta in Argenteuil
- 1873, Impressionen - soleil levant
- 1873, [http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/monet/paris/capucines.jpg Boulevard des Capucines]
- 1873, Eisenbahnbrücke bei Argenteuil
- 1873, Mohnfeld bei Argenteuil
- 1874, Seinebrücke bei Argenteuil
- 1875, Spaziergang, Frau mit Sonnenschirm
- 1877, Der Bahnhof Saint-Lazarre, Ankunft eines Zuges
- 1878, Die Rue Saint-Denis am 30. Juni 1878
- 1879, Die Kirche von Vétheuil, Winter
- 1879, Camille Monet auf dem Totenbett
- 1879, Vétheuil im Nebel
- 1879, Der Eisgang bei Vétheuil
- 1890, Stilleben mit Birnen und Trauben
- 1882, Spaziergang über die Felsen von Pourville
- 1885, Mohnblumenfeld
- 1886, Die "Pyramide" bei Port-Coton
- 1886, Felsklippen bei Belle-Ile. Gemälde gilt als Beispiel für die Integration der Sprache der Japanischen Holzschnitte in seine Malerei
- 1891, Drei Pappeln im Sommer
- 1891, Serie: Heuhaufen
- 1894, [http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/monet/rouen/ Serie: Die Kathedrale von Rouen]
- 1898, Seerosen
- 1899, Das Parlament von London
- 1899, Die Japanische Brücke
- 1901, Weg im Garten des Künstlers
- 1903, Seerosen Wasserlandschaft, Wolken
- 1904, London, das Parlament, Sonne und Nebel
- 1916, Seerosen
- 1917, Seerosen
- 1919, Seerosen
- 1920, Seerosen (1916-26)
- 1922, Seerosenteich abends (1916-22)
- 1922, Die Japanische Brücke

Literatur


- Matthias Arnold: Claude Monet. 2. Auflage. Rowohlt-Verlag, Reinbek 2003. ISBN 3-499-50402-2
- Daniel Wildenstein: Monet. 4 Bände. Taschen-Verlag, Köln 1996. ISBN 3-8228-8725-0

Weblinks


-
- Die meisten [http://www.impressionismus-gemaelde.de/Claude_Monet/ Gemälde von Claude Monet] im Überblick.
- [http://monet.uffs.net Claude Monet Gemälde]
- Infos und Werke Monets bei [http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/monet/ ibiblio].
- [http://www.accents-n-art.com/fine_art_prints/claude_monet_prints.htm De Werken van Claude Monet's bij Accent-n-Art.com].
- [http://www.artofmonet.com/ Art of Monet - über 500 Gemälde, Biografie usw.]
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=12 Art Gallery - Claude Monet] Monet, Claude Monet, Claude Monet, Claude Monet, Claude Monet, Claude ja:クロード・モネ ko:클로드 모네

Francisco de Goya

Francisco José de Goya y Lucientes (
- 30. März 1746 in Fuendetodos, Aragón; † 16. April 1828 in Bordeaux) war ein spanischer Maler und Graphiker. Er war der Sohn eines Vergolders und einer verarmten Landadeligen.

Leben und Werk

Graphiker Goya hatte ab 1760 Unterricht bei dem Barockmaler José Luzán in Saragossa und wirkte später hauptsächlich in Madrid. Er schuf zunächst 1775 Entwürfe für die königliche Teppichmanufaktur Santa Bárbara in Madrid, wurde später zum Akademieprofessor ernannt und trat 1789 als Hofmaler in die Dienste des spanischen Königs Karl IV. Dabei verlief sein "Aufstieg" keineswegs glatt, sondern war von ständigen Auseinandersetzungen mit der Academia San Fernando, bei der er sich mehrmals erfolglos bewarb, anderen Hofmalern, besonders seinem Schwager Francisco Bayeu, sowie dem Ringen um Aufträge geprägt. Er schuf religiöse Fresken (z.B. für die Basílica del Pilar in Saragossa) und einige von Giovanni Battista Tiepolos Malerei beeinflusste Altarbilder. Die Entwürfe für die Teppiche zeigen volkstümliche spanische Szenen und beginnen so die Rokoko-Tradition aufzuweichen. Zahlreiche Porträts entstanden für den Adel und das spanische Könighaus. Als besonders schonungslos in seiner realistischen Darstellung überrascht heute "Die Familie Karls IV." Ein zeitgenössischer Kritiker äußerte, der König (5. v. rechts auf dem Gemälde) und seine Frau (7. v. rechts) sähen aus "wie ein Bäcker und seine Gemahlin nach einem Lotteriegewinn." Kunsthistorisch ist das Gemälde in Zusammenhang mit dem Werk "Las Meninas" von Goyas berühmtem Vorgänger Diego Velázquez zu sehen. Wie Vélazquez stellt sich auch Goya auf dem Bild hinter seiner Staffelei als subjektiver Beobachter der Familie des Königs am Hofe dar. Im Jahr 1792 erkrankte Goya schwer, was zu einer lebenslangen Gehörlosigkeit führte. Für Spekulationen und Legendenbildung, nicht zuletzt im Roman von Lion Feuchtwanger verarbeitet, sorgte seine Liebesaffäre mit der Herzogin von Alba, die er mehrfach porträtierte. Jedoch sind zu dieser Thematik nur sehr wenige aussagekräftige Quellen überliefert. Lion Feuchtwanger In den 1790er Jahren lässt sich eine Wende in seinem künstlerischen Schaffen festhalten. Goyas Kunst zielte nun nicht mehr allein auf das höfische Umfeld und dessen Repräsentationswünsche. Langsam zog er sich von seinen öffentlichen Ämtern zurück und schuf Druckgrafiken, welche er auf dem "freien Markt" zu verkaufen versuchte. Die unter Verwendung der Aquatintatechnik angefertigten "Los Caprichos" (ca. 1798) und "Desastres de la Guerra" (ca. 1810) zeigen, wie scharfsinnig er sich mit den politischen und sozialen Umständen seiner Zeit beschäftigt hat. Die "Desastres de la Guerra" sind besonders geprägt von den Folgen und Gräueltaten während der napoleonischen Herrschaft und dem Unabhängigkeitskrieg der spanischen Bevölkerung. Malerisch thematisierte Goya diese Ereignisse in Werken wie "Die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1808" (1814). Im selben Jahr musste er sich vor der Inquisition für die berühmten Gemälde der im deutschsprachigen Raum wegen einer Falschübersetzung aus dem Spanischen als bekleidete und nackte Maja bekannten Bilder rechtfertigen. Die nackte Maja war das erste Aktbild der spanischen Kunst, auf dem weibliches Schamhaar zu sehen ist. Das Gemälde war ursprünglich durch ein Scharnier mit seinem Gegenstück Die bekleidete Maja verbunden - mittels dieser Vorrichtung ließ sich die freizügige Variante durch die züchtige Darstellung verdecken. Nicht nur diese Gemälde erregten Anstoß, sondern auch die "Caprichos" und "Desastres", in denen Goya die Verfehlungen und Laster der damaligen Kirchenvertreter anprangerte. Nachdem die Bourbonen wieder auf dem spanischen Thron saßen, wurde Goya erneut als Hofmaler eingesetzt. Mit dem Ringen von Monarchisten und Liberalen waren die politischen Unruhen jedoch längst nicht beseitigt. Goya zog sich 1819 auf sein Landhaus zurück, dessen Wände er bis 1823 bemalte. Die sogenannten "Pinturas Negras" (Schwarze Bilder) sind ein eindrucksvolles Zeugnis seines Spätwerks, in denen sich düstere Fantasien des Malers mit den bedrückenden Zeitumständen vermischt zu haben scheinen. Schließlich wird die Situation für Goya, der in liberalen Kreisen verkehrte, nicht mehr tragbar. Um politischen Verfolgungen zu entgehen, reiste er nach Frankreich, wo er von 1824 an in Bordeaux lebte. Dort arbeitete er an seinen letzten Radierungen, die Stierkampfszenen zeigen. Gelähmt stirbt Goya am 16. April 1828 in Bordeaux. 1901 wird sein Leichnam nach Spanien überführt und 1919 in der Ermita de San Antonio de la Florida in Madrid beigesetzt

Druckgrafische Serien


- Los Caprichos (Einfälle, 1797 ff),
- Desastres de la Guerra (Schrecken des Krieges, ca. 1810/12 ff)
- Tauromaquia (Stierkampfszenen , 1815-16)
- Los Disparates (Torheiten, ca. 1815 ff) Bild:Goya4.jpg|Aus Caprichos: Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer Image:Goya War4.jpg|Aus Desastres de la Guerra: Das ist schlimmer Image:Goya Tauromachia2.jpg|Aus Tauromaquia: Überraschendes Ereignis auf den vorderen Rängen der Arena von Madrid Bild:Goya6.jpg|Aus Disparates: Torheit der Furcht Siehe auch: Die Erschießung der Aufständischen

Weblinks


-
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=71 Art Gallery - Francisco de Goya]
- http://sites.inka.de/thalion/schule/goya.html
- http://www.learn-line.nrw.de/angebote/goya/
- http://www.uni-marburg.de/zv/news/uni-museum/goya.html
- http://www.kunstform.historicum.net/2001/03/5639.html
- [http://www.gasl.org/refbib/Goya__Caprichos.pdf Caprichos (PDF in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek der GASL)]
- [http://www.gasl.org/refbib/Goya__Guerra.pdf Desastres de la Guerra (PDF in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek der GASL)]
- [http://www.goyainberlin.org/de/ AUSSTELLUNG: "Goya - Prophet der Moderne" in der Alten Nationalgalerie/Berlin bis 3.10.05]
- [http://www.goyainwien.at/ AUSSTELLUNG: "Francisco de Goya" im Kunsthistorischen Museum/Wien bis 8.1.2006] Goya, Francisco de Goya, Francisco de Goya, Francisco de Goya, Francisco Goya, Francisco ja:フランシスコ・デ・ゴヤ

John Constable

John Constable (
- 11. Juni 1776 in East Bergholt, Suffolk; † 31. März 1837 in London-Hampstead) war ein englischer Landschaftsmaler. Er malte unter anderem die Bilder „Der Heuwagen“, „Die Kathedrale von Salisbury“ und „Stonehenge“. John Constable, der Sohn von Golding Constable, arbeitete zunächst im Betrieb seines Vaters. Er trat 1799 in die Royal Academy (RA) in London ein und hatte dort 1802 seine erste Ausstellung. Er kaufte sich im selben Jahr ein Atelier in East Bergholt. 1809 verliebte er sich in die zwölf Jahre jüngere Beamtentochter Maria Bicknell. Im Jahr 1815 starb seine Mutter Ann Constable. Ein Jahr später starb dann auch sein Vater, Golding Constable. Am 2. Oktober 1816 heiratete er Maria Bicknell in der Londoner Kirche St. Martin-in-the-Fields. 1817 wurde ihr erstes Kind, ein Sohn, geboren, dem später sechs weitere folgten. Im Jahr 1824 erhielt Constable eine Goldmedaille vom französischen König. Am 23. November 1828 starb Maria im Alter von 41 Jahren an Lungentuberkulose. John Constable starb unerwartet in der Nacht vom 31. März 1837.

Weblinks


- Constable, John Constable, John Constable, John Constable, John Constable, John ja:ジョン・コンスタブル

Edouard Manet

Édouard Manet (
- 23. Januar 1832 in Paris; † 30. April 1883 ebenda) gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei.

Leben

1883] Manet wurde in Paris als Sohn eines wohlhabenden Beamten geboren. Nach dem Abbruch seiner Ausbildung zum Marineoffizier entschloss er sich 1850 ein Maler zu werden. Er studierte 6 Jahre im Atélier Coutures und bildete sich auf Reisen nach Deutschland, Italien, Spanien und in die Niederlande. Er kopierte Bilder von Rembrandt, Tintoretto u. a. sowie nach Velazquez und Goya. Im Pariser Salon war er erstmals 1861 mit einem Bild vertreten. Dort trat er mit einem Guitarrespieler auf, in welchem er sein Prinzip des aus damaliger Sicht „plattesten Naturalismus“ zum ersten Mal zur Geltung brachte. In den kommenden Jahren stieß er dort aber auf große Ablehnung. Sein nächstes Bild das Frühstück im Grünen galt als eine Sammlung von „häßlichen nackten Frauenzimmern“, das aus Rücksicht auf die sittliche Empfinden und wegen der rohen Machart vom Salon zurückgewiesen wurde. Es wurde 1863 im Salon der Zurückgewiesenen (Salon des Refusés) ausgestellt. Im Jahr 1865 wurde das Bild Olympia im Salon zu einem großen Skandal. Bald fand sich eine Reihe gleichgesinnter Naturalisten, aus denen sich allmählich die damals als Sekte bezeichneten Impressionisten entwickelten, deren Haupt Manet wurde. Auf junge Künstler hatte Manet einen großen Einfluss, obwohl er offiziell meist nur Ablehnung erfuhr. Diesen jungen Künstlern des Impressionismus war Manet freundschaftlich verbunden, betrachtete sich aber selbst dieser Stilrichtung nie zugehörig. Das zentrale Thema in Manets Bildern war der Mensch, wobei er sich von der damals vorherrschenden Historienmalerei abwandte. Ihm lagen Motive aus dem Alltagsleben näher. Grafiken, Landschaften, Porträts und Stillleben komplettieren sein Werk. Zu den ihn am meisten charakterisierenden Bildern gehören: der tote Mann, das Kind mit dem Degen, Olympia, das spanische Ballett, die Eisenbahn, das Café-Concert, die Canotiers von Argenteuil, die Wäsche (1876), das Porträt seines Gesinnungsfreundes Zola, der gute Trunk und die Bar in den Folies-Bergères (1882). Er starb am 30. April 1883 in Paris. Die öffentliche Meinung über seine Kunst wurde erst ein Jahr nach seinem Tode positiver anläßlich einer Ausstellung seines Lebenswerks, getreu dem Motto: nur tote Erneuerer sind gute Neuerer.

Werk (Auswahl)

Zola
- Das Frühstück im Grünen
- Musik im Tuileriengarten
- Haus in Rueil
- Im "Pere Lathuille"
- Café
-
- Selbstporträt Palette
- Spanischer Sänger
- Stielleben Vase Pfingstenrosen
- Stierkampf
- Stilleben Blumen
- Stilleben Lachs
- Stilleben Flieder Rosen
- Stilleben Fliederstrauß
- Stilleben Weiße Pfingstrosen
- Straßenarbeiter Rue Berne
- Straßensängerin Musik im Tuileriengarten Musik im Tuileriengarten in 1867, gemalt 1868/1869]]
- Toter Torero
- Vor Spiegel
- Weiblicher Akt
- Zuschauerinnen beim Rennen
- Absinthtrinker
- Am Strand
- Argenteuil
- Un bar aux Folies-Bergère
- BeLesen Lecture
- Bierkellnerin
- Birnenschäler Porträt Leon Leenhoff
- Canal Grande Venedig
- Claude Monet seinem Atelier Argenteuil
- Clematis einer Kristallvase
- Croquet-Partie
- Dame mit Pelz
- Dame mit Fächer
- Alte Musiker
- Balkon
- Gitarrist Pagans Monsieur Degas
- Pfeifer
- Eine Ecke Garten Bellevue
- Einschiffung nach Folkestone
- Eisenbahn
- Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko
- Frühling Jeanne
- Frühstück
- Frühstück Atelier
- Hafen Bordeaux

Literatur


- Bazire: Édouard Manet (1884)

Weblinks


-
- [http://www.manetmuseum.de Edouard Manet in deutschen Museen]
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=60 Art Gallery - Edouard Manet] Manet, Edouard Manet, Edouard Manet, Edouard Manet, Edouard Manet, Edouard ja:エドゥアール・マネ ko:에두아르 마네

Gustave Courbet

] Gustave Courbet (
- 10. Juni 1819 in Ornans bei Besançon; † 31. Dezember 1877 in La-Tour-de-Peilz/Schweiz) war ein französischer Maler des Realismus.

Leben

Familie und frühe Jahre

Courbet wuchs in einer gutbürgerlichen Familie im ostfranzösischen Jura auf. Auf Wunsch seiner Eltern studierte er ab 1837 Jura auf dem Collège Royal in Besançon, doch widmete er sich schnell mehr dem Zeichnen und begann bereits nach einem Jahr, Zeichenstunden bei Charles Antoine Flajoulot zu nehmen. 1840 verließ er Besançon, offiziell, um in Paris Rechtskurse zu nehmen, doch er nahm dort weiter Unterricht und entwickelte seine Technik, indem er im Louvre und anderen Museen die dortigen Kunstwerke vornehmlich spanischer und holländischer Meister kopierte. Er bemühte sich um Aufnahme seiner Werke im Pariser Salon, doch wurden nur drei seiner 20 eingereichten Bilder in den Jahren von 1841 bis 1847 angenommen, 1844 sein Selbstbildnis mit schwarzem Hund. Er lebte von der finanziellen Unterstützung seiner Familie. 1847 hatte er mit seiner Geliebten Virginie Binet einen gemeinsamen Sohn, doch sie verließ ihn 1850 und nahm den Jungen mit.

Der Realismus

Courbet traf sich in der Brasserie Andler, dem „Tempel des Realismus“, wie ihn Jules Champfleury nannte, mit anderen Künstlern wie Charles Baudelaire, Pierre Proudhon und Max Buchon, mit dem er bereits seit der Kindheit befreundet war. In dieser Runde entwickelte sich die neue Kunstströmung des Realismus. Im Jahr 1848, nach der Abdankung Louis Philippes, fand der Pariser Salon ohne Jury statt, und Courbet stellte zehn seiner Gemälde aus, die von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. 1849 erhielt er für sein Gemälde Nach dem Essen in Ornans eine Goldmedaille, das Bild wurde vom Staat erworben. Er malte nun viele Szenen aus Ornans sowie Porträts seiner Familie und Freunde. Ein Begräbnis in Ornans, 1850/51 von Kritikern des Salons abgelehnt, weil es die religiösen Gefühle verletze, gilt heute als eindrucksvollstes Beispiel dieser Schaffenszeit. Louis Philippe Courbets Bekanntheit wuchs durch das Aufsehen, das er erregte. Seine Bilder waren dem neuen bürgerlichen Regime suspekt, und die scheinbare Bedrohung wuchs durch die Interpretationen, die unter anderem Pierre Proudhon seinen Bildern gab, auch wenn Courbet selbst dies vermutlich nie selbst beabsichtigte.

Die Gegenausstellung zum Pariser Salon

1853 stellte die Regierung Courbet in Aussicht, für die Weltausstellung 1855 ein großformatiges Bild zu malen, falls er vorher einen Entwurf zur Begutachtung einer Jury vorlegen würde. Courbet lehnte dies jedoch empört ab, da er sich in seiner künstlerischen Freiheit nicht beschneiden lassen wollte. Nachdem drei der vierzehn von ihm zur Ausstellung eingereichten Bilder für die Weltausstellung abgelehnt wurden (darunter die Allegorie Das Atelier des Künstlers), errichtete er parallel dazu seinen eigenen Pavillon du Réalisme. In diesem wurden zusätzlich zu den elf aus der Weltausstellung gezeigten Gemälden weitere vierzig gezeigt. Bei Gustave Gourbet zeigt sich in den Gemälden, die ab 1860 entstanden, eine egalitäre Flächenstruktur. Unabhängig vom Gegenstand und von der räumlichen Blicktiefe wurden die Farben auf der Leinwand verteilt. Auf diese Weise erreichte er, dass die vorherrschenden Gegenstände in ihrer Dominanz nivelliert wurden und sich zugleich alle Elemente auf einer räumlichen Ebene optisch zusammenschlossen. Courbet setzte dabei den Spatel abwechselnd mit dem Pinsel ein und erzeugte dabei eine relativ gleichmäßige, nur geringfügig pastose Oberfläche. Diese Technik wurde in abgewandelter Form von anderen Künstlern aufgegriffen, darunter beispielsweise Oswald Achenbach.

Persönliche Situation

Oswald Achenbach Seine Freunde waren während der Revolution verhaftet worden oder ins Exil gegangen, oder hatten sich politisch in andere Richtungen entwickelt. So entschloss sich Courbet zu ausgedehnten Reisen. Er kam nach Frankfurt am Main, wo ihm die Kunstakademie ein eigenes Atelier bereitstellte und ihn als Berühmtheit feierte; nach Trouville, wo er Seebilder und Porträts der dortigen Schönheiten malte und ertragreich verkaufen konnte; nach Etretat, wo er den jungen Claude Monet traf. Er stellte in Deutschland, Belgien und England aus und wurde vielfach ausgezeichnet. Das Kreuz der Ehrenlegion, das ihm gemeinsam mit Honoré Daumier 1870 angeboten wurde, lehnten beide jedoch ab, um die Ansicht zu vertreten, dass der Staat keinen Einfluss auf künstlerische Belange nehmen solle. Dies brachte ihm im republikanischen Lager viele Freunde ein, und nach dem Sturz der Regierung wählte man ihn 1869 zum Präsidenten der Republikanischen Kunstkommission und im Jahr darauf zum Stadtrat und damit zum Mitglied in der Pariser Kommune.

Die letzten Jahre

Nach der gewaltsamen Auflösung der Kommune wurde er wegen seiner Beteiligung an der Zerstörung der Vendôme-Säule zu sechs Monaten Gefängnis und 500 Francs Geldstrafe verurteilt. Er verbüßte die Strafe im Gefängnis von Sainte-Pélagie in der Schweiz, durfte dort aber malen. Sein Gesundheitszustand verschlimmerte sich in den folgenden Jahren. In der Klinik von Neuilly malte er 50 Bilder, die er allesamt verkaufen konnte. Im Mai 1873 verlangte die neue französische Regierung Schadenersatz für die zerstörte Vendôme-Säule in Höhe von 335.000 Francs; er floh in die Schweiz, in das ihm vertraute Juragebirge, ohne Hoffnung, die geforderte gewaltige Summe durch den Verkauf von Bildern aufzubringen. In La Tour de Peilz verlebte er seine letzten Jahre, immer in der Hoffnung auf Begnadigung. Er erkrankte an der Wassersucht und starb am 31. Dezember 1877. Seine Überreste wurden genau 100 Jahre später nach Ornans überführt.

Werke


- Nachmittag in Ornans (1849)
- Begräbnis in Ornans (1849)
- Die Steinklopfer (1849)
- Bonjour, Monsieur Courbet (1854)
- Das Atelier, Louvre (1855)
- L’Origine du monde, Musée d'Orsay, Paris (1866) Image:Selbstbildnis mit schwarzem Hund.jpg|Selbstbildnis mit schwarzem Hund (1842) Image:Courbet LAtelier du peintre.jpg|Das Atelier des Künstlers, Allegorie (1854/55) Image:Courbet Etretat.jpg|Die Klippen von Etretat nach dem Sturm (1866)

Weblinks


- Courbet, Gustave Courbet, Gustave Courbet, Gustave Courbet, Gustave Courbet, Gustave ja:ギュスターヴ・クールベ ko:귀스타브 쿠르베

Schule von Barbizon

Die Schule von Barbizon war eine Gruppe französischer Landschaftsmaler, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in dem Dorf Barbizon im Wald von Fontainebleau lebte und malte. Die Malerkolonie, die um 1840 gegründet wurde und bis ca. 1870 bestand, beeinflusste maßgeblich die Landschaftsmalerei in ganz Europa und gilt als Wegbereiter des Impressionismus. Angeregt von der zeitgenössischen englischen Landschaftsmalerei Constables, Cromes und Turners und den niederländischen Landschaftsmalern des 17. Jahrhunderts, v.a. Meindert Hobbema und Jacob van Ruisdael, war die Hinwendung zur realistischen Naturdarstellung statt klassisch-idealistischen Landschaftskompositionen und das Einfangen von Stimmungen und flüchtigen Augenblicken in der neuen Sicht der schon zum Impressionismus überleitenden "Paysage intime" kennzeichnend für die Gruppe. Im Gegensatz zur klassischen Ateliermalerei malten die Künstler zunächst im Freien und stellten ihre Werke später im Atelier fertig (Freiluftmalerei). Da weniger die Hinwendung zu einem bestimmten Ziel als vielmehr die Abwendung vom akademischen Klassizismus das verbindende Element der Gruppe war, sind die Techniken der Maler ganz verschieden. Das Spektrum reicht von leichten, weichen Pinselstrichen bei Corot bis zum reliefartigen Impasto bei Dupré.

Mitglieder der Gruppe


- Théodore Rousseau (1812-1867), der Gründer der Gruppe
- Jean Birotte
- Jules Breton (1827-1906)
- Louis Cabat (1823-1889)
- Ferdinand Chaigneau (1830-1906)
- Antoine Chintreuil (1814-1873)
- Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875)
- Charles-François Daubigny (1817-1878)
- Alexandre Defaux (1826-1900)
- Narcisse Diaz de la Peña (1807-1876)
- Jules Dupré (1812-1889)
- Henri Harpignies (1819-1916)
- Charles Jacque (1813-1894)
- Jean-François Millet (1814-1875)
- Olivier de Penne (1831-1897)
- Constant Troyon (1810-1865)
- Félix Ziem (1821-1911) Kategorie:Künstlergruppe ja:バルビゾン派

Johan Barthold Jongkind

Johan Barthold Jongkind (
- 3. Juni 1819 in Lattrop; † 9. Februar 1891) war niederländischer Maler. Er war der Sohn eines niederländischen Steuereintreibers. Er war zu Unrecht ein fast vergessenes Maler-Genie, von einigen Kunstexperten sogar als der eigentliche Begründer des Impressionismus eingeschätzt. Er wurde seinerseits von vielen späteren Impressionisten, wie Claude Monet oder Paul Signac als Vorbild verehrt. Jongkind selbst ließ sich von den Realisten, insbesondere von Camille Corot, inspirieren und wird deshalb mitunter auch zu den Malern des Realismus gezählt. Jongkind gehört zu den Malern, die 1863 ihre Gemälde im Salon der Zurückgewiesenen ausstellte, nachdem die von ihm für den Pariser Salon eingereichten Gemälde durch die Jury abgelehnt worden war.

Werke


- Hafen von Étretat, 1852, Format: 103 x 68 cm
- Rotterdam, 1856, Format: 56 x 68 cm
- Strand von Ste. Adresse, 1863, Format: 30 x 57 cm
- Straße in Nevers, 1874, Format: 57 x 42 cm

Weblinks


- Jongkind, Johan Barthold Jongkind, Johan Barthold Jongkind, Johan Barthold ja:ヨハン・ヨンキント

Pointillismus

Unter Pointillismus versteht man einen auf die Analysen von Eugène Chevreul zurückgehenden charakteristischen Malstil, der in den Jahren zwischen 1885 und 1910 seine Blütezeit hatte. Die bedeutendsten Künstler dieser Malrichtung sind Georges Seurat, Paul Signac und einige Jahre lang auch Camille Pissarro. Die Technik des Pointillismus beruht auf dem Simultankontrast von benachbarten Pigmenten. Charakteristisch für diese Art der Malerei sind einzelne, kleine Farbtupfer in reinen Farben (französisch Point: Punkt). Der Gesamt-Farbeindruck einer Fläche ergibt sich erst im Auge des Betrachters und aus einer gewissen Entfernung. Durch optische Verschmelzung und additive Farbmischung formen die Farbpunkte sich zu Gestalten. Typisch für diesen Stil ist weiterhin der streng geometrisch durchkomponierte, oft ornamental wirkende Bildaufbau. Diesen Ansatz, von der Gesamtkomposition des Bildes über die geometrischen Beziehungen, den Bildaufbau, die Beziehungen von Licht und Gegenständen, hinunter zu den Einzelelementen zu gelangen, bezeichneten Seurat und Signac als Divisionismus. Streng genommen sind Divisionismus und Pointillismus nicht dasselbe; der Pointillismus ist vielmehr eine Methode innerhalb des Divisionismus. Trotzdem werden heutzutage beide Begriffe oft synonym verwendet.

Weblink

[http://www.beate-schaefer.de/kunst/impressionismus/neo_impressionismus_und_symbolismus.htm Neo-Impressionismus und Pointillismus] von Beate Schäfer Kategorie:Stilrichtung in der Malerei

Farbige Schatten

Ein Schatten ist #ein Raum, der begrenzt wird durch die von einer Lichtquelle abgewandte Seite eines lichtdämpfenden Gegenstandes und des durch dieselbe Lichtquelle erzeugte ungedämpfte Licht und #das durch die Lichtquelle und den Gegenstand erzeugte Projektionsbild. Es ist also in der Regel eine dunklere Fläche (oder ein Schattenraum - Raum ohne Licht), die durch einen vor einer Lichtquelle befindlichen Gegenstand verursacht wird. Der vom Schatten bedeckte Bereich ist eine zweidimensionale Projektion des Objektes und hängt vom Winkel der Lichtquelle ab. Wir unterscheiden zwei Arten von Schatten:

Eine Lichtquelle

Körperschatten

Der Körperschatten ist eine der zwei Formen des Schattens, welche durch eine Punktlichtquelle hervorgerufen werden. Er gibt die Form eines Körpers, eines Menschen, einer Pflanze oder eines Gebäudes wieder. Der Körperschatten ist die Verdunkelung auf dem Objekt selbst, und zwar auf der Seite, die dem Licht abgewandt ist.

Schlagschatten

Punktlichtquelle Der Schlagschatten ist ein in der Kunst (Malerei, Fotografie, Theater) verwendeter Begriff für einen Schatten, der hervorgerufen wird, indem ein Objekt, welches sich vor einem hellen Hintergrund befindet, durch eine Punktlichtquelle beleuchtet wird. Dieser Schatten ist ist bemerkenswert scharf und wird daher vom Betrachter besonders intensiv wahrgenommen. Er formuliert die Position des dargestellten Objekts im Raum und zeigt, ob der Gegenstand steht oder liegt und - ebenso wie der Körperschatten - aus welcher Richtung das Licht kommt. Einen negativen Aspekt hat diese Schattenwirkung im Zusammenhang mit sehr starken Belichtungsereignissen, wie sie durch eine Atombombenexplosion hervorgerufen werden. Die enorme Strahlenleistung wirkt hier auf den nichtbeschatteten Bereich, was die wenig bestrahlte Schattenfläche im Kontrast als dauerhaften Abdruck zurücklässt. Atombombenexplosion

Mehrere Lichtquellen

Kernschatten

Der Kernschatten (Umbra) ist der dunkelste Bereich eines Schattens. Da reale Lichtquellen nicht punktförmig sind, sondern eine gewisse räumliche Ausdehnung haben, sind die Umrisse eines Schattens nicht scharf gezeichnet. Der Grund dafür ist, dass am Rand des Schattens Teile der Lichtquelle zwar verdeckt sind, andere Bereiche der Lichtquelle jedoch noch sichtbar sind (Halbschatten). Ist die Lichtquelle klein genug bzw. weit genug entfernt, so gibt es im Inneren des Schattens einen Bereich, in dem die Lichtquelle vollständig verdeckt ist. Dieser Bereich ist der Kernschatten. Halbschatten Bei der Mondfinsternis ruft der Kernschatten der Erde die dramatische Verdunklung der Mondoberfläche hervor, während das Effekt des Halbschattens nur schwer zu erkennen ist. Bei Sonnenfinsternissen erlebt man eine totale Sonnenfinsternis, wenn man sich im Kernschatten des Mondes befindet. Im Halbschatten erlebt man nur eine partielle Sonnenfinsternis oder eine ringförmige Sonnenfinsternis (in diesem Fall erreicht der Kernschatten die Erde nicht).

Halbschatten

Halbschatten (Penumbra) ist die physikalische Bezeichnung für eine Fläche, die nicht das volle Licht der Umgebung erhält. Eine einzige Punktlichtquelle kann hinter einem homogenen schattenwerfenden Gegenstand keinen Halbschatten entstehen lassen. Erst die Existenz mindestens einer zweiten Punktquelle kann einen Kernschatten und darum herum maximal soviele Halbschattenflächen erzeugen, wie Lichtquellen vorhanden sind. Die häufigste Ursache für Halbschatten sind jedoch ausgedehnte Lichtquellen. Wird etwa ein mattierter Leuchtkörper zur Ausleuchtung eines Raums verwendet, so lässt sich im Schatten eines beliebigen Körpers an der Wand ein nahezu schwarzer Schattenbereich und darum herum ein Halbschattenbereich erkennen. Würde man vom Bereich des Schattens aus gegen die Lichtquelle schauen, so wäre sie vollständig durch den Gegenstand verdeckt. Aus dem Halbschatten heraus ist die Lichtquelle dagegen nur teilweise bedeckt. Der "scharfe" Schattenbereich ist dabei umso ausgedehnter, je näher der Gegenstand an der Wand ist. Mit zunehmendem Abstand des Gegenstandes von der Wand verschwindet der Kernschatten und es bleibt nur mehr der Halbschatten übrig. Die Halbschatten vieler nahe beieinander liegender Gegenstände können sich wieder zu einem vollen Schatten ergänzen, der allerdings Löcher aufweist, die die Form der Lichtquelle haben. Dies lässt sich in der Natur durch Abbildungen der Sonne unter Bäumen beobachten und ist auch im Prinzip der Camera Obscura wiederzufinden. Aus diesem Grund ändern die Sonnenkringel bei einer teilweisen Sonnenfinsternis ihre Form von rundlichen Flecken zu bogenförmigen Sicheln. Im Gartenbau versteht man unter Halbschatten folgendes: "Zur Haupttriebzeit April und Mai herrscht lichter Schatten, im Sommer möglicherweise Baumschatten für etwa einen halben Tag, dann wieder lichter Schatten."

Farbige Schatten

Farbige Schatten entstehen, wenn eine Szene von mindestens zwei verschiedenfarbigen Lichtquellen beleuchtet wird im Bereich der Halbschatten, die die einzelnen beleuchteten Gegenstände aufeinander und auf den Hinter- beziehungsweise Untergrund der Szene werfen.

Erzeugung Farbiger Schatten

Durch kontrollierten Einsatz verschiedenfarbiger Lichtquellen und entsprechend in der Szene positionierter Gegenstände lassen sich auf einem Projektionsschirm farbige Schatten experimentell erzeugen. Die wahrgenommenen Mischfarben folgen dabei den Gesetzen der additiven Farbsynthese.

Farbige Schatten bei natürlicher Beleuchtung

Bei natürlicher Beleuchtung treten im Halbschattenbereich Wechselwirkungen mit der durch Subtraktive Farbsynthese generierten Eigenfarbe (beispielsweise der Anstrichfarbe) des Hintergrundes auf: Bei Beleuchtung mit Tageslicht sind die Schattenbereiche nicht vollständig dunkel, sondern durch Streulicht aus dem Himmelsblau aufgehellt. Dieses ist gegenüber dem primären Sonnenlicht spektral blauverschoben (siehe Rayleigh-Streuung), deshalb enthalten Schattenbereiche einer gleichfarbigen Fläche einen höheren Blauanteil gegenüber den Bereichen, die im direkten Sonnenlicht liegen. Dies wird besonders deutlich im Fall diffus reflektierender Flächen, etwa einer (fabigen) verputzten Hauswand oder einer (rein weißen) Neuschneefläche. Goethe beschäftigt sich in seiner Farbenlehre intensiv mit diesen natürlichen Farbigen Schatten und sucht nach Gründen, warum sie (auch nach Beobachtungen von Horace-Bénédict de Saussure ) nicht immer blaustichig sind.

Farbige Schatten als bildnerisches Gestaltungsmittel

Die genaue Beobachtung der Farbnuancen in Farbigen Schatten und anderer Effekte der Atmosphärischen Optik war und ist Ausgangspunkt zur Entwicklung wichtiger künstlerischer Stilmittel, insbesondere im Impressionismus: Die Darstellung der Wechselwirkung von abgebildetem Gegenstand und räumlich umgebender Atmosphäre schafft einen Bildraum, der den Beobachter mit einbezieht und den Bildern unmittelbare Lebendigkeit und Frische verleiht.

Anmerkungen

#Da in praktisch jeder beleuchteten offenen Szene zumindest diffuses Streulicht vorhanden ist, gibt es meist nur Halbschatten und keinen idealen Kernschattenbereich, in dem völlige Dunkelheit herrscht. #Bei Beleuchtung mit mehreren verschiedenfarbigen Lichtquellen entstehen im Halbschattenbereich Farbige Schatten #Penumbra, die lateinische Bezeichnung für Halbschatten findet vor allem bei Sonnenflecken Anwendung.

Siehe auch:


- Schattenspiel | Abschattung | Schallschatten | Low-Key-Beleuchtung | Waldschattenspiel |

Weblinks


- [http://www.physik.uni-muenchen.de/leifiphysik/web_ph09/versuche/13farbschatten/farbschatten.htm Experimentelle Anordnung zur Erzeugung Farbiger Schatten]
- [http://www.textlog.de/6913.html Abschnitt aus Goethes Farbenlehre zum Thema "Farbige Schatten"] Kategorie:Atmosphärische Optik Kategorie:Kunst Kategorie:Licht Kategorie:Himmelsmechanik Kategorie:Wahrnehmung ja:影

Vincent van Gogh

Vincent Willem van Gogh (
- 30. März 1853 in Groot-Zundert bei Breda, Niederlande, † 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise, Frankreich) war ein niederländischer Maler und einer der wichtigsten Begründer der Moderne.

Lebenslauf

Vincent van Gogh wurde als erster Sohn in einer Pfarrersfamilie geboren. Er hatte fünf Geschwister. In den von ihm zunächst gewählten Berufen (Hilfslehrer, Hilfsprediger, Buchhändler, Theologe) scheiterte er. Als Hilfsprediger lebte er Religiösität so bizarr und übersteigert, eventuell wahnhaft, dass er diesen Beruf auf Druck seiner Gemeinde und seines Vaters aufzugeben hatte. Der Vater drohte, ihn in das "Irrenhaus" zu schicken und ihn zu enterben. Danach lebte er mit einer ehemaligen Prostituierten zusammen, was von seiner Familie ebenfalls bekämpft wurde. Erst 1880, im Alter von 27 Jahren, entschied er sich als Autodidakt (lernt ohne Lehrer) für die Existenz als Künstler. Erste Werke entstanden in den Niederlanden. 1886 ließ er sich in Paris . Im Februar 1888 zog er nach Arles, wo er in Zusammenarbeit mit Paul Gauguin versuchte, eine Künstlerkolonie zu begründen. Im Dezember 1888 kam es zu einem seiner vielen Zusammenbrüche (Krisen, Krankheits-Episoden). Er schnitt sich das rechte Ohr ab, das er kurz danach einer Prostituierten überreichte. (Diese Version ist umstritten. Möglich ist, dass er nur einen Teil des Ohrläppchens verletzte oder abtrennte). Ebenfalls wird vermutet, dass er sich in suizidaler Absicht in die Halsschlagader stechen wollte, auch bei seinem vollendeten Suizid war die Kugel nicht sofort tödlich, so dass er später langsam verblutete. Eine weitere Deutung der Geschehnisse geht davon aus, dass sein Mitbewohner Paul Gauguin ihm nach einem Streit das Ohr mittels eines Degens schwer verletzte. Auch gibt es Vermutungen, dass van Gogh an einer Erkrankung litt, die heute als Morbus Menière bezeichnet wird, ein Schwindel, einhergehend mit Tinnitus. Diese Ohrgeräusche könnten dafür verantwortlich sein, dass er im "Hörwahn" einen Teil des betroffenen Ohres abschnitt. Eine andere Vermutung lautet, van Gogh habe an einer Sonderform der Epilepsie, an Syphilis oder an Schizophrenie gelitten. In der psychiatrischen Fachliteratur wird publiziert, dass er an einer affektiven Psychose (bipolare Störung, manisch-depressive Krankheit) litt. Dafür sprechen manche Schilderungen in Briefen und Arztberichten, seine wiederholten depressiven Phasen und seine Phasen voll geballter Schaffensenergie, aber auch teils mit Psychosen und bizarren Verhaltensweisen, sowie die Intensität der Farben und die starken Farbkontraste (blau-gelb) wie etwa bei den drei rechts abgebildeten Bildern, die im Jahr vor seinem Psychiatrie-Aufenthalt oder in den Monaten davor gemalt wurden. Vincent van Gogh trank übermäßig Alkohol, womit man sich das "abgeschnittene Ohr" ebenfalls erklären könnte. Dies könnte jedoch auch eine Komorbidität einer anderen Grunderkrankung sein. Allerdings sprach der behandelte Arzt in Saint-Rémy-de-Provence in einem Brief davon, dass van Gogh in dieser Hinsicht zurückhaltend sei, und Alkohol- und sonstiger Drogenabusus nichts mit den wiederholten Krankheitsausbrüchen zu tun hätten. 1889 ging er freiwillig in die psychiatrische Anstalt St-Paul-de-Mausole in Saint-Rémy-de-Provence, setzte aber sein Wirken als Künstler fort. Van Gogh starb durch einen selbst ausgelösten Pistolenschuss in die Brust (Suizid). Er hatte wiederholt an Depressionen gelitten, es gab Spannungen mit seiner Herkunftsfamilie, und er hatte sich mit dem Arzt, unter dessen Obhut er zu jener Zeit gestanden hatte, überworfen, da er eine Liebesaffäre mit dessen Tochter anfangen wollte. Es sind neben dem vollendeten Suizid mehrere Suizid-Versuche van Goghs bekannt (z.B. durch das Trinken von Farben und Lösungsmittteln in der Anstalt von Saint-Rémy-de-Provence), darunter kann die Selbstverstümmelung des Ohres auch eingeordnet werden. Zeit seines Lebens hatten van Goghs Werke - bis auf sein letztes Lebensjahr - nur wenig Akzeptanz. Widerlegt ist die Behauptung, er habe nur ein einziges Bild (Der rote Weinberg, Arles, November 1888) verkauft: Zahlreiche Briefe mit Vincents Bruder Theo belegen deutlich mehr Verkäufe, auch wenn van Gogh Zeit seines Leben von Almosen, die er insbesondere von Theo erhielt, abhängig blieb. So ist belegt, dass "Landstraße mit Zypressen" von ihm verkauft wurde. Allerdings konnte er vom Erlös gerade mal Farben für 5 neue Bilder kaufen. Nach seinem Tod wurden seine Bilder erst wirklich geschätzt.

Malerei

Van Gogh verehrte den Maler Paul Gauguin. Seine Motive waren Landschaften, Räume und Personen, Atmosphären. Es existieren auch viele Selbstportraits. Typischan den späteren Werken sind pastoser Farbauftrag (malen mit eingeschränkter Palette) und sein spontaner Pinselduktus (Pinselführung), die starke Farbigkeit und Farbsymbolik. Von manchen als "Falschfarben" charakterisiert, da sie kein "realistisches" äußeres Abbild der gemalten Objekte darstellen, sind sie vielmehr Ausdruck für van Goghs Wahrnehmung der Welt, dem Wesen der Dinge. Die Farben entsprechen emotionalen Stimmungen und Konflikten, wahrscheinlich auch intensiverem Farbempfinden, wie es in Manien oft vorkommt. Auch sonst schein sein Nachtcafe von Leidenschaft und Ruhelosigkeit zu erzählen, die Bilder Straße mit Zypressen oder Sternennacht erscheinen "chaotisch" und voller Dynamik, in Kreisen voller Bewegung strukturiert. Van Gogh gehört aber auch zu den ersten Malern, die den Komplementärkontrast von Farben gezielt einsetzten, was sich beispielsweise in Bildern wie Boote von Saintes-Maries zeigt. Er imitierte die Farbigkeit und Form, transformierte sie jedoch in seine Art der Beobachtung der Welt. Man vermag auch Ausdrucksformen einer bipolaren Störung und seiner zerrissenen Persönlichkeit in solch bewusst starken Farbkontrasten zu sehen. Bilder wie Blick auf Arles zeigen wiederum auch eine Verwandtschaft zu Expressionisten. Eines seiner letzten Bilder, Das Getreidefeld mit den Raben wirkt unharmonisch, dissonant und in seiner starken und dennoch nicht fröhlichen Farbigkeit besonders beunruhigend, was auf seinen psychischen Zustand angesichts seines nahenden Suizids hinweisen könnte. Siehe auch: Gemäldeartikel von van Gogh in Wikipedia: Die Kartoffelesser, Café Terrace

Literatur


- Stefan Koldehoff: Van Gogh - Mythos und Wirklichkeit. DuMont, Köln 2003. ISBN 3-8321-7267-X
- Matthias Arnold: Vincent van Gogh: Biographie, München (Kindler-Verlag) 1993, ISBN 3-463-40205-X. Diese umfangreiche und fundierte Biografie zeichnet sich dadurch aus, dass viele Original-Briefe und sonstige Dokumente darin zum Ausdruck kommen, darunter auch bisher unter Verschluss gehaltene, die einer "Legendenbildung" Vorschub geleistet hatten, so dass der Leser sich anhand der Original-Quellen ein eigenes Bild machen kann.
- Kay Redfield Jamison: Touched with fire. Manic-depressive illness and the artistic temperament, New York 1993, ISBN 0-684-83183-X

Weblinks


- [http://www.wdr.de/themen/kultur/personen/van_gogh/index.jhtml?rubrikenstyle=kultur Van Gogh war nicht verrückt] (Bericht des WDR)
- [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=11925286&dopt=Citation Eine von vielen Darstellungen darüber, dass Vincent van Gogh bipolar war]
- [http://www.vangoghgallery.com/international/german/misc/bio.htm www.vangoghgallery.com] Ausführliche Biographie
- [http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/gogh/ Gemäldegalerie im Web-Museum]
- [http://www.values.ch/vangogh.htm seine Selbstbildnisse]
- [http://commons.wikimedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh Wikimedia Commons - Van Gogh]
- [http://www.psychose.de.ms Psychose und Kunst - Vincent van Gogh u.a.]
- [http://www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/5143/lang/2 aktuelle Ausstellungen und Werke in Sammlungen] Internationaler Kunstführer.
- [http://www.malarze.walhalla.pl/galeria.php5?art=17 Art Gallery - Vincent van Gogh] Gogh, Vincent van Gogh, Vincent van Gogh, Vincent van Gogh, Vincent van Gogh, Vincent van Gogh, Vincent van ja:フィンセント・ファン・ゴッホ ko:빈센트 반 고흐 simple:Vincent van Gogh th:วินเซ้นต์ แวน โก๊ะ

Frédéric Bazille

Frédéric Bazille oder auch Jean-Frédéric Bazille (
- 6. Oktober 1841 in Montpellier; † 29. Oktober 1870 bei Beaune-la-Rolande) war ein französischer Maler und gilt als einer der ersten Impressionisten. Frédéric Bazille stammte aus einer wohlhabenden Familie. 1862 kam Bazille nach Paris und lernte dort Renoir, Monet und Sisley kennen und arbeitete mit ihnen zusammen. Bei Ausflügen nach Fontainebleau und in die Normandie malten und zeichneten sie oft im Freien. Doch Frédéric Bazille ist eher für seine Portraits und Personenmalerei bekannt, denn für die dort entsstandenen Landschaften. Frédéric Bazille unterstützte die befreundeten Künstler auch finanziell. Als eines seiner bekanntesten Werke gilt allgemein Family Reunion von 1867 ausgestellt im Musée d'Orsay in Paris. Er fiel nur 29jährig als Freiwilliger im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 bei Beaune-la-Rolande.

Werke (Auswahl)


- [http://www.abcgallery.com/B/bazzile/bazzile4