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Imre Nagy

Imre Nagy

Imre Nagy [] (
- 7. Juni 1896 in Kaposvár, Ungarn; † 16. Juni 1958 in Budapest) war ein ungarischer Politiker und Agrarökonom. Imre Nagy, der 1945 als Landwirtschaftsminister der kommunistischen Partei die ungarische Bodenreform durchführte, löste am 13. Juni 1953 im Rahmen der Entstalinisierung Mátyás Rákosi als Ministerpräsidenten ab. Nagy propagierte die Idee des „nationalen und menschlichen Sozialismus“. Daraufhin wurde er am 14. April 1955 von der Parteiführung der MDP (Partei der Ungarischen Werktätigen) seiner Ämter enthoben und einige Monate später aus der Partei ausgeschlossen. Nach Ausbruch der Ungarischen Revolution am 23. Oktober 1956 setzte ihn das Zentralkomitee erneut als Ministerpräsidenten ein. Am 28. Oktober erkannte Nagy offiziell die Revolution an. Er bildete eine Mehrparteien-Regierung und forderte die parlamentarische Demokratie und die Neutralität Ungarns. Nach deren Proklamation und der Aufkündigung der Mitgliedschaft im Warschauer Pakt rückten am 4. November sowjetische Panzerverbände in Ungarn ein und schlugen die Revolution blutig nieder. Nagy erhielt Asyl in der jugoslawischen Botschaft. Beim Verlassen der Botschaft wurden Imre Nagy und seine Begleiter am 22. November verhaftet. Nach der Verurteilung wegen „konterrevolutionären Verhaltens“ wurde Nagy am 16. Juni 1958 im Gefängnis von Budapest durch Erhängen hingerichtet. Imre Nagy wurde 1989 von Ungarn rehabilitiert und am 16. Juni, kurz vor dem Tod von János Kádár, feierlich beigesetzt.

Weblinks


- [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&manu_id=553&tag=16&monat=6&weekd=&weekdnum=&year=2005&lang=de&dayisset=1 kalenderblatt.de: Imre Nagy hingerichtet] Nagy, Imre Nagy, Imre Nagy, Imre Nagy, Imre Nagy, Imre Nagy, Imre

7. Juni

Der 7. Juni ist der 158. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 159. in Schaltjahren) - somit verbleiben 207 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1494 - Vertrag von Tordesillas zwischen Spanien und Portugal über die Aufteilung der neuen Welt
- 1587 - Papst Sixtus V. verbietet Kastrationen.
- 1654 - Ludwig XIV. wird zum König von Frankreich gekrönt.
- 1905 - In Dresden gründet sich die expressionistische Künstlergruppe Die Brücke.
- 1905 - Norwegen erklärt die Union mit Schweden für beendet.
- 1917 - Die Schlacht von Messines wird mit der Sprengung von 19 Minen eingeleitet, die auf einen Schlag etwa 10.000 deutsche Soldaten töten.
- 1919 - Arbeiteraufstand auf Malta
- 1929 - Der Vatikan wird ein souveräner Staat
- 1938 - Ödön von Horvath wird auf dem Friedhof Saint-Ouien begraben.
- 1951 - Die Alliierten vollstrecken in Landsberg die letzten Todesurteile gegen Naziverbrecher.
- 1955 - "Gründung" der Bundeswehr
- 1972 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Marokko.
- 1981 - Israelischer Luftangriff auf den irakischen Atomreaktor Osirak
- 1992 - Abulfaz Eltschibey wird aserbaidschanischer Präsident.
- 1999 - In Indonesien finden die ersten freien Wahlen statt.
- 2001 - In Großbritannien wird Tony Blair als Premierminister wiedergewählt.
- 2004 - In Marokko tritt ein neues Arbeitsgesetz in Kraft.

Kultur


- 1903 - Uraufführung der dramatischen Symphonie Ilsebill. Das Märchen vom Fischer und seiner Frau von Friedrich Klose in Karlsruhe.

Katastrophen


- 1692 - Port Royal (Jamaika) wird von einem Erdbeben getroffen: 1.600 Menschen werden getötet, 3.000 schwer verletzt.
- 1832 - Eine Cholera-Epidemie in Quebec (Kanada) fordert 6.000 Tote.
- 1971 - New Haven, Connecticut, USA. Absturz einer Convair CV-580 der Allegheny Airlines ca. 2 km vor der Landebahn. Absturzursache ist ein Unwetter. 28 der 31 Personen sterben.
- 1989 - Paramaribo, Suriname. Eine Douglas DC-8 der Surinam Airways, auf dem planmäßigen Flug von den Niederlanden kommend, stürzt nach dem dritten Landeanflug in dichtem Nebel in den Dschungel. 168 Menschen sterben, nur 15 überleben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1764 - Karl Heinrich Ritter von Lang, deutscher Historiker und Publizist
- 1770 - Robert Banks Jenkinson, 2. Earl of Liverpool, britischer Staatsmann
- 1778 - George Bryan Brummell, britischer Dandy
- 1811 - James Young Simpson, schottischer Arzt
- 1837 - Alois Hitler, Vater Adolf Hitlers
- 1840 - Charlotte, Kaiserin von Mexiko
- 1845 - Leopold Auer, ungarischer Violinist, Violinpädagoge und Dirigent
- 1848 - Paul Gauguin, französischer Maler
- 1854 - Max Kretzer, deutscher Schriftsteller
- 1862 - Philipp Lenard, deutscher Physiker, Nobelpreisträger
- 1868 - Charles Rennie Mackintosh, schottischer Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Grafiker und Maler
- 1868 - David Janowski, polnischer Schachspieler
- 1877 - Charles Glover Barkla, britischer Physiker
- 1896 - Imre Nagy, ungarischer Politiker und Agrarökonom
- 1896 - Otto Heinrich Schindewolf, deutscher Paläontologe
- 1896 - Robert S. Mulliken, US-amerikanischer Physiker und Chemiker
- 1897 - Gábor Vaszary, ungarischer Schriftsteller
- 1903 - Marguerite Yourcenar, französische Schriftstellerin
- 1906 - Anton Karas, österreichischer Musiker und Komponist
- 1907 - Karl Bergmann, deutscher Politiker und MdB
- 1907 - Mascha Kaléko, deutsch-russische Dichterin
- 1908 - Fritz Gruber, deutscher Photokina Gründer
- 1909 - Jessica Tandy, britische Schauspielerin
- 1910 - Monika Mann, deutsche Schriftstellerin
- 1917 - Alfred C. Gimson, englischer Phonetiker
- 1917 - Dean Martin, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1925 - Karl Weschke, deutsch-britischer Maler
- 1928 - Charles Strouse, US-amerikanischer Komponist
- 1929 - Antonio Carbajal, mexikanischer Fußballspieler
- 1934 - Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1936 - Bonnie Brown, US-amerikanischer Sängerin
- 1937 - Claus Peymann, deutscher Regisseur
- 1937 - Neeme Järvi, estnischer Dirigent
- 1937 - Roberto Blanco, deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 1935 - Dieter Simon, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- 1938 - Abulfas Eltschibej, aserbaidschanischer Kulturwissenschaftler und Staatspräsident
- 1939 - Hans-Christian Ströbele, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Tom Jones, walisischer Pop-Sänger
- 1944 - Clarence White, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Miguel Rios, spanischer Sänger
- 1945 - Wolfgang Schüssel, österreichischer Politiker und Bundeskanzler
- 1946 - Manfred Ritschel, deutscher Fußballspieler
- 1946 - Mickey Jones, britischer Musiker
- 1947 - John J. Rambo, Hauptfigur in der 3-teiligen gleichnamigen Filmserie
- 1952 - Liam Neeson, britischer Schauspieler
- 1954 - Günther Platter, österreichischer Bundesminister für Landesverteidigung
- 1954 - Louise Erdrich, indianisch-amerikanische Schriftstellerin
- 1957 - Paddy McAloon, britischer Sänger und Liedtexter
- 1957 - Rolf Stöckel, deutscher Politiker und MdB
- 1957 - Fred Vargas, französische Krimi-Autorin
- 1958 - Prince, US-amerikanischer Popstar
- 1959 - Anker Eli Petersen, färöischer Grafiker, Briefmarken-Gestalter und Autor
- 1964 - Armin Assinger, österreichischer Schirennläufer und TV-Moderator
- 1967 - Dave Navarro, Gitarrist
- 1968 - Gölä, schweizerischer Rockmusiker
- 1968 - Lynn Strait, Sänger der US-amerikanischen Band 'Snot'
- 1970 - Alexander Dobrindt, deutscher Politiker und MdB
- 1970 - Mike Modano, Eishockeyspieler in der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL
- 1975 - Allen Iverson, US-amerikanischer Basketballer
- 1981 - Anna Kournikova, russische Tennisspielerin

Gestorben


- 555 - Vigilius, Papst von 537 bis zum 7. Juni 555
- 1048 - Berno, Abt der Reichenau von 1008 bis 1048
- 1329 - Robert I., Robert the Bruce, König Schottlands
- 1492 - Kasimir IV., König von Polen
- 1653 - Ludwig Jungermann, deutscher Botaniker und Arzt
- 1701 - Ernst Rüdiger von Starhemberg, Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683
- 1701 - Ferdinand Wilhelm von Württemberg-Neustadt, deutscher Heerführer und Generalfeldmarschall
- 1771 - Florian Bahr, Deutscher Jesuit und China-Missionar
- 1826 - Joseph von Fraunhofer, deutscher Optiker und Physiker
- 1840 - Friedrich Wilhelm III., König von Preußen
- 1843 - Friedrich Hölderlin, deutscher Lyriker
- 1854 - Charles Baudin, französischer Admiral
- 1863 - Franz Xaver Gruber, österreichischer Komponist (Stille Nacht, heilige Nacht)
- 1876 - Joséphine de Beauharnais, Königin von Schweden
- 1888 - Edmond Leboeuf, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1893 - Edwin Booth, US-amerikanischer Schauspieler
- 1909 - Fritz Overbeck, deutscher Maler
- 1926 - Nikolos Tschcheidse, Präsident der georgischen Nationalversammlung
- 1933 - Ludwig Heinrich Ihmels, evangelisch-lutherischer Theologe und Landesbischof von Sachsen
- 1935 - Iwan Wladimirowitsch Mitschurin, russischer Botaniker und Pflanzenzüchter
- 1937 - Jean Harlow, US-amerikanische Schauspielerin
- 1951 - Paul Blobel, Architekt und SS-Standartenführer
- 1951 - Werner Braune, SS-Standartenführer, Chef der Gestapo in Wesermünde
- 1954 - Alan Turing, britischer Mathematiker und Kryptoanalytiker
- 1956 - Julien Benda, französischer Philosoph und Schriftsteller
- 1958 - Walter Freitag, deutscher Politiker, Vorsitzender des DGB
- 1964 - Meade Lux Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Richard Billinger, österreichischer Schriftsteller
- 1966 - Jean Arp, deutsch-französischer Maler, Bildhauer und Dichter
- 1968 - Dan Duryea, US-amerikanischer Schauspieler
- 1970 - Edward Morgan Forster, englischer Erzähler
- 1970 - Franz Huth, deutscher Pastellmaler
- 1970 - Ida Kerkovius, deutsche Malerin und Bildteppichweberin
- 1976 - Eckart Friedrichson, deutscher Schauspieler
- 1976 - Elisabeth Rethberg, deutsch-amerikanische Sängerin
- 1978 - Ronald George Wreyford Norrish, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1980 - Henry Miller, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1985 - Georgia Hale, US-amerikanischeSchauspielerin
- 1987 - Clara Döhring, deutsche Politikerin und MdB
- 1989 - Chico Landi, brasilianischer Rennfahrer
- 1993 - Drazen Petrovic, kroatischer Basketballspieler
- 1995 - Josef Brinkhues, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland
- 2001 - Víctor Paz Estenssoro, bolivianischer Politiker und Präsident
- 2003 - Georges Christoffel Maria Evers, europäischer Pflegewissenschaftler
- 2004 - Angelika Birck, österreichische Psychologin und Autorin
- 2004 - Thomas Forsberg alias Quorthon, schwedischer Musiker der Band Bathory

Feier- und Gedenktage

Internationaler Tag des Hot Dogs

Siehe auch

:6. Juni - 8. Juni :7. Mai - 7. Juli :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0607 ja:6月7日 ko:6월 7일 ms:7 Jun simple:June 7 th:7 มิถุนายน

Kaposvár

Kaposvár [] (deutsch Kopisch, Ruppertsberg, Ruppertsburg) ist der Hauptort des Komitats Somogy. Die Stadt liegt am Fluss Kapos und ist ca. 186 km von Budapest entfernt.

Geschichte

Nach einer Legende wurde die Siedlung wie Rom auf sieben Hügeln gegründet. Das Gebiet war schon um 5000 v. Chr. bewohnt, um 400 v. Chr. wurde das Gebiet von keltischen Stämmen in Besitz genommen. Als erstes erwähnt wurde die Stadt als Kapos in der Stiftungsurkunde des Bischofsamtes in Pécs im Jahr 1009. Mitte des 14. Jahrhunderts erbaute die Familie Rupoly die Burg von Kapos, die als „Neuburg“ bekannt wurde. 1555 eroberten die Osmanen in einer fünftägigen Belagerung die Festung und das Benediktinerkloster. 1686 wurde die Siedlung von der osmanischen Belagerung befreit. Die Gemeinde erhielt 1703 das Marktrecht und seit 1749 ist die Stadt Komitatssitz des Komitats Somogy. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch die wichtige Eisenbahnlinie zwischen Budapest und Zagreb stark weiter und wurde ein wichtiger Industriestandort. Kaposszentjakab, eine Nachbargemeinde, wurde 1950 an die Stadt angeschlossen. 1973 folgten Toponár, Kaposfüred und Töröcske. Im Jahr 1990 erhielt die Stadt Komitatsrecht und wurde somit eine von 23 Städten mit Komitatsrecht. Seit 1993 ist die Stadt ein Bischofssitz. Die Universität Kaposvár wurde im Jahr 2000 gegründet.

Städtepartnerschaften


- Bath, Großbritannien (1989)
- Darkhan, Mongolei
- Glinde, Deutschland (1990)
- Koprivnica, Kroatien (1995)
- Miercurea-Ciuc, Rumänien (1990)
- Rauma, Finnland
- Saint-Sebastien-sur-Loire, Frankreich (2002)
- Schio, Italien (1990)
- Twer, Russland (1995)
- Villach, Österreich

Weblinks


- [http://www.kaposvar.hu/ Webseite der Stadt]
- [http://kaposvar.lap.hu Linksammlung]
- [http://www.igm.hu/kaposvar/ Geschichte der Stadt] in ungarischer Sprache Kategorie:Ort in Ungarn ja:カポシュヴァール

16. Juni

Der 16. Juni ist der 167. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 168. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 198 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 334 v. Chr. - Alexander der Große durchschlägt den Knoten des phrygischen Königs Gordios (Gordischer Knoten).
- 1746 - Schlacht bei Piacenza, Italien. Im Österreichischen Erbfolgekrieg besiegen die Österreicher eine französisch-spanische Armee.
- 1815 - Schlacht bei Ligny, Belgien. Napoleons letzter Sieg: Die Franzosen schlagen die Preußen unter Blücher, Napoleon kann die preußische Armee jedoch nicht völlig vernichten, was zwei Tage später in Waterloo fatale Folgen haben wird.
- 1891 - Kanada. John Abott wird neuer Premierminister.
- 1900 - Deutschland. Der Elbe-Trave-Kanal (heute Elbe-Lübeck-Kanal) wird für den Schiffsverkehr freigegeben.
- Am 16.6.1904 spielt der berühmte Roman von James Joyce Ulysses (Roman). Wegen dessen Hauptfigur Leopold Bloom wird der 16.6. auch Bloomsday genannt.
- 1961 - Auf dem Pariser Flughafen bittet der russische Balett-Star Rudolf Nurejew um politisches Asyl.
- 1963 - Auf dem Kosmodrom in Baikonur in Kasachstan startet Walentina Wladimirowna Tereschkowa (Walja) mit dem Raumschiff "Wostok 6" als erste Frau ins Weltall.
- 1972 - Bei einem Einbruch in das Wahlkampfbüro der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington werden fünf Männer gefaßt.
- 1976 - In der südafrikanischen Stadt Soweto wird eine Schüler- und Studentendemonstration gewaltsam von Polizei und Militär niedergeschlagen, es gibt 566 Tote. Heute erinnert das Hector Peterson Memorial an dieses Ereignis, das den Beginn von weitreichenden Rassenunruhen im Land darstellt.
- 1977 - Leonid Breschnew wird Staatsoberhaupt der UdSSR.
- 1993 - Parlamentswahlen in Madagaskar
- 1999 - Das japanische Gesundheitsministerium genehmigt den Verkauf der Antibabypille.
- 2001 - Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit.

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1816 - Uraufführung der Operette Hans Max Giesbrecht von der Humpenburg oder Die neue Ritterzeit von Peter Joseph von Lindpaintner in München.
- 1848 - Uraufführung der Oper L'Apparition von François Benoist in Paris
- 1967 - Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte.

Religion


- 1955 - Papst Pius XII. exkommuniziert Juan Perón.
- 2002 - Pater Pio wird durch Johannes Paul II. in Rom (Italien) heilig gesprochen.

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1139 - Konoe, 76. Kaiser von Japan (1142 - 1155)
- 1239 - Eduard I., König von England
- 1644 - Henrietta Anne Stuart, französische Herzogin
- 1671 - Johann Christoph Bach d.J., Bruder des Komponisten Johann Sebastian Bach
- 1752 - Salawat Julajew, baschkirischer Freiheitskämpfer und Dichter, Nationalheld
- 1762 - Carl Christian Agthe, deutscher Komponist und Organist
- 1784 - Benedictus Gotthelf Teubner, Buchhändler, Verlagsgründer
- 1792 - Thomas Livingstone Mitchell, britischer Forscher
- 1801 - Julius Plücker, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1837 - Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph
- 1838 - Otto Galama Houtrouw, Reformierter Theologe und Heimatforscher
- 1840 - Ernst Otto Schlick, deutscher Schiffbau-Ingenieur
- 1854 - Hugo Thimig, deutscher Schauspieler und Regisseur in Österreich
- 1858 - Gustav V., König von Schweden von 1907 bis 1950
- 1863 - Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker
- 1863 - Paul Vidal, französischer Komponist
- 1867 - Konstantin D. Balmont, sowjetischer Lyriker
- 1873 - Karl von Müller, Kommandant des weltberühmten Kleinen Kreuzers »Emden«
- 1880 - Alice Bailey, britische Schriftstellerin
- 1881 - Natalija Sergejewna Gontscharowa, russisch-französische Malerin
- 1888 - Alexander Alexandrowitsch Friedmann, russischer Physiker und Mathematiker
- 1890 - Stan Laurel, englischer Komiker und Filmschauspieler
- 1892 - Axel de Vries, deutscher Politiker
- 1896 - Karl Rüdiger, deutscher Politiker
- 1897 - Georg Wittig, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger
- 1901 - Conrad Beck, schweizerischer Komponist
- 1902 - Barbara McClintock, US-amerikanische Genetikerin und Nobelpreisträgerin
- 1902 - Boris Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1902 - Boris Wassiljewitsch Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1902 - George Gaylord Simpson, US-amerikanischer Biologe, Zoologe, Paläontologe
- 1908 - Hans Jakob, deutscher Fußballspieler
- 1908 - Sarit Dhanarajata, thailändischer Genaral, Politiker und Premierminister von Thailand
- 1909 - Werner Naumann, deutscher Nationalsozialist, Staatssekretär im Reichsministerium
- 1909 - Willi Boskovsky, österreichischer Geiger und Dirigent
- 1911 - Georg Meistermann, deutscher Maler
- 1912 - Willibald Schmaus, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1915 - Marga Faulstich, deutsche Glaschemikerin
- 1917 - Pawel Alexandrowitsch Solowjow, Sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- 1921 - Gustav Just, Journalist in der DDR
- 1922 - Irma Tübler, deutscher Politiker und MdB
- 1924 - Adam Hanuszkiewicz, polnischer Theaterregisseur
- 1925 - Otto Muehl, österreichischer Aktionskünstler
- 1927 - Herbert Lichtenfeld, deutscher Drehbuchautor
- 1930 - Vilmos Zsigmond, ungarisch-amerikanischer Kameramann
- 1934 - William F. Sharpe, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1935 - Jim Dine, US-amerikanischer Maler
- 1936 - Anthony Olubunmi Okogie, Erzbischof von Lagos, Nigeria
- 1937 - Eric Segal, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1937 - Hannelore Mensch, Ministerin für Arbeit und Löhne der DDR
- 1937 - Simeon Sakskoburggotski, bulgarischer Politiker
- 1938 - Joyce Carol Oates, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1939 - Billy Craddock, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Heinz Tesar, Österreichischer Architekt
- 1940 - Lamont Dozier, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - John Rostill, britischer Musiker
- 1942 - Walter Schwimmer, österreichischer Politiker, Generalsekretär des Europarats
- 1943 - Alfred Grimm, deutscher Objektkünstler, Maler und Zeichner
- 1945 - Peter Hoorelbeke, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Ian Matthews, britischer Sänger
- 1947 - Günther Kaufmann, Schauspieler
- 1947 - -minu, schweizerischer Autor
- 1950 - Klaus Lage, deutscher Musiker
- 1951 - Sonia Braga, brasilianische Schauspielerin
- 1952 - Gino Vannelli, kanadischer Sänger
- 1953 - Malcolm Paul Mortimer, britischer Musiker
- 1961 - Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 1962 - Ines Kirsten Nora Kimmritz, berliner Gartenkünstlerin
- 1964 - Nino Burdschanadse, georgische Parlamentspräsidentin und Staatspräsidentin
- 1966 - Jan Zelezny, tschechischer Leichtathlet
- 1967 - Jürgen Klopp, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1971 - Tupac Shakur, US-amerikanischer Rapper
- 1978 - Daniel Brühl, deutscher Schauspieler
- 1980 - Sibel Kekilli, deutsche Filmschauspielerin
- 1984 - Rick Nash, kanadischer Eishockeyspieler

Gestorben

Rick Nash
- 956 - Hugo der Große, Herzog der Franken
- 1047 - Poppo von Babenberg, Erzbischof des Erzbistums Trier
- 1106 - Benno von Meißen, Heiliger, Bischof von Meißen
- 1216 - Innozenz III., Papst ab 1198
- 1464 - Rogier van der Weyden, belgischer Maler
- 1574 - Caspar Pfreund, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg
- 1626 - Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel, Feldherr der Protestantischen Union
- 1662 - Alfonso IV. d'Este, Herzog von Modena und Reggio
- 1671 - Stenka Rasin, russischer Ataman der Don-Kosaken
- 1722 - John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, englischer Feldherr im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1804 - Johann Adam Hiller, Komponist, Musikschriftsteller und Kapellmeister
- 1815 - Friedrich Wilhelm von Braunschweig, deutscher Heerführer der napoleonischen Kriege
- 1831 - Joseph Ignaz Schnabel, Komponist und Domkapellmeister zu Breslau
- 1894 - Valérie de Gasparin, schweizerische Schriftstellerin
- 1900 - François d'Orléans, französischer Admiral
- 1902 - Ernst Schröder, deutscher Mathematiker und Logiker
- 1905Johann Gottfried Steffan, Schweizer Landschaftsmaler
- 1922 - Karl Blasel, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1940 - Arthur Harden, britischer Chemiker
- 1943 - Sigrid Onegin, deutscher Opern- und Konzertsängerin
- 1944 - Marc Bloch, französischer Historiker
- 1945 - Aris Velouchiotis, Führer der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
- 1945 - Nikolai Erastowitsch Bersarin, erster sowjetischer Stadtkommandant von Berlin
- 1948 - Louis Brillouin, französischer Physiker
- 1958 - Imre Nagy, ungarischer Politiker und Agrarökonom
- 1963 - John Whiting, britischer Dramatiker
- 1965 - Louis Biester, deutscher Politiker
- 1970 - Lonnie Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1973 - Karl Hamann, deutscher Politiker, Handelsminister der DDR
- 1976 - Reinhard Raffalt, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1976 - Hector Peterson, südafrikanischer Schüler
- 1977 - Werner Eggerath, deutscher Schriftsteller und Ministerpräsident von Thüringen
- 1977 - Wernher von Braun, deutscher-US-amerikanischer Raketentechniker und Raumfahrtpionier
- 1979 - Liselotte Welskopf-Henrich, deutsche Schriftstellerin und Historikerin
- 1979 - Nicholas Ray, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1982 - James Honeyman-Scott, britischer Musiker
- 1986 - Maurice Duruflé, französischer Komponist
- 1990 - Ruedi Walter, schweizerischer Volksschauspieler und Kabarettist
- 1994 - Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologe
- 1994 - Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer
- 1994 - Kristen Pfaff, Bassistin der US-amerikanischen Band Hole
- 2003 - Enrico Baj, italienischer Maler, Bildhauer und Kunsttheoretiker
- 2003 - Georg Henrik von Wright, finnischer Philosoph
- 2003 - Peter William Redgrove, britischer Schriftsteller
- 2004 - Ghazi Talabani, Sicherheitschef der irakischen Northern Oil Company
- 2004 - Günther Beitzke, deutscher Rechtswissenschftler
- 2004 - Lothar Fischer, deutscher Bildhauer
- 2004 - Thanom Kittikachorn, thailändischer General und Politiker
- 2004 - Ursula Lillig, Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Bloomsday in Irland
- Youth Day in Südafrika (siehe Ereignisse, 1976)
- Kirchenjahr: Gedenktag des Benno von Meißen

Siehe auch


- 15. Juni - 17. Juni
- 16. Mai - 16. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
- Leichtathletik-Weltrekorde 0616 ja:6月16日 ko:6월 16일 simple:June 16 th:16 มิถุนายน

Budapest

Budapest [] ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2005) ist Budapest die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.

Geografie

Óbuda

Geografische Lage

Budapest liegt an der Donau, die an dieser Stelle das ungarische Mittelgebirge verlässt und in das ungarische Tiefland fließt. Die höchste Erhebung in Budapest ist der 527 Meter hohe János-Berg. Geotektonisch gesehen liegt die Stadt auf einer Bruchstelle, deshalb ist besonders Buda so reich an Thermalquellen. Thermalquelle

Klima

Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Budapest ein relativ trockenes Kontinentalklima mit mildem Winter und warmem Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei -1 °C sowie im Juli bei 21 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Jahr rund 600 Millimeter.

Geschichte

Budapests Geschichte beginnt um 89 mit der Gründung einer Siedlung mit Festung namens Aquincum durch die Römer und einer Bürgerstadt im nördlichen Bereich des heutigen Óbuda. Die damaligen Bewohner dieser Gegend waren Eravisken keltischen Ursprungs. Aquincum war zwischen 106 und dem Ende des 4. Jahrhunderts Hauptstadt der Provinz Pannonia, denn sie lag an der natürlichen Grenze (Limes) Pannoniens, der Donau. Hier bekam der Ort mit der Festung eine führende Rolle, und wurde zum Sitz des römischen Statthalters. 107 begann der Bau eines Statthalterpalastes durch Kaiser Hadrian. Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann die Wanderung der Hirtenvölker (wie der Hunnen) aus dem Osten. Diese Welle erreichte gegen Ende des 4. Jahrhunderts Pannonien. Die Stürme dieser kriegerischen Stämme verwüsteten die Landschaft und zerstörten teilweise die römischen Städte. Relative Ruhe kehrte erst durch die Landnahme der Magyaren um 896 ein. Es kam zur Besiedlung des gesamten pannonischen Beckens und auch der Gegend um Óbuda. Durch die Christianisierung sesshaft gewordene Ungarn wohnten in von ihnen gebauten Dörfern mit Kirchen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Im Zentrum der Verkehrswege gewann Pest immer mehr an Bedeutung. Über die Donau (etwa bei der heutigen Elisabethbrücke) entstand ein reger Fährverkehr mit dem gegenüberliegenden Buda. Mit der Krönung Stephans I. 1000/1001 zum ersten König von Ungarn bauten die Ungarn ihre Vorherrschaft aus und 1361 wurde die Stadt, trotz der fast völligen Zerstörung durch den Einfall der Mongolen (Mongolensturm) 1241 und der Verlegung der königlichen Residenz nach Visegrád 1308, Hauptstadt des Königreiches. 1514 fand ein Bauernaufstand statt. 1514 Ab 1446 griffen die Osmanen immer wieder Ungarn an, was in der Besetzung des größten Teils des Landes gipfelte. So fielen Pest 1526 und Buda (lateinisch für „Ofen“ wegen der warmen Quelle), durch die Burg etwas geschützt, erst 15 Jahre später; die neue Hauptstadt des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus der heutigen Slowakei bestand, wurde von 1536 - 1784 Preßburg (das heutige Bratislava, ungarisch Pozsony). Während Buda zum Sitz des türkischen Gouverneurs wurde, fand Pest allerdings kaum eine Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner. Schließlich gelang es den Habsburgern, seit 1526 Könige von Ungarn, die Osmanen zu vertreiben und Ungarn wieder herzustellen. Für die Bevölkerung von Buda und Pest änderte sich allerdings nur wenig, sie wurde weiterhin unterdrückt und musste sehr hohe Steuern zahlen. Die Einwohner wehrten sich in einem Aufstand gegen die Unterdrücker, der aber niedergeschlagen wurde. Pest, das seit 1723 der Sitz der administrativen Verwaltung des Königreiches war, wurde trotz der widrigen Verhältnisse und eines verheerenden Hochwassers 1838 mit 70.000 Opfern zu einer der am schnellsten wachsenden Städte des 18. und 19. Jahrhunderts. 1780 wurde Deutsch von den Habsburgern als Amtssprache eingeführt, auch um die immer wieder aufflammenden revolutionären Bewegungen besser kontrollieren zu können. Während der ungarischen Revolution 1848 war Budapest einer der Hauptplätze der Unruhen, mit denen die Ungarn gegen die seit mehr als 150 Jahren andauernde Unterdrückung der Habsburger ankämpften. Zwar wurde der Aufstand mit Hilfe Russlands blutig niedergeschlagen, aber die Ereignisse von 1849 führten 1867 indirekt in den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, in dem Ungarn weitgehend unabhängig wurde. Symbol des Ausgleichs war der jährliche mehrwöchige Aufenthalt Kaiser Franz Josephs in Budapest. Als König von Ungarn residierte er auf der Budaer Burg und nahm in dieser Zeit - in ungarischer Sprache und in eine ungarische Uniform gekleidet - mit den Ministern k. Ungarns und dem k. ungarischen Reichstag seine ungarischen Ämter wahr. Die Zusammenlegung von Buda, Óbuda und Pest 1873 war schon 1849 unter der revolutionären Regierung Ungarns verordnet worden, als aber die Habsburger ihre Macht wiederherstellten, widerriefen sie diesen Beschluss. Habsburger Zur Jahrtausendfeier der Landnahme der Ungarn (dem sogenannten Millennium) 1896 wurden zahlreiche Großprojekte, wie z. B. der Heldenplatz und die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland fertiggestellt. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich dadurch zwischen 1840 und 1900 und stieg auf ca. 730.000. Der verlorene Erste Weltkrieg, die daraus resultierenden Todesopfer und der Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie 1918, aber auch die riesigen Gebietsabtretungen Ungarns (Ungarn verlor durch den Vertrag von Trianon fast ¾ seines Reichsgebiets) versetzten Budapest nur einen kurzzeitigen Schlag. Nach der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm Miklós Horthy als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktionären Gegenregierung den Kampf gegen das Regime von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. November 1919 in Budapest ein. Miklós Horthy wurde Reichsverweser (Verwalter; ungarisch: kormányzó) Ungarns, das immer noch Königreich war. Durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn starb rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung von 500.000 Ungarn, obwohl die deutsche Besatzung erst nach dem Versuch der Lösung von Deutschland 1944 zustande kam und somit nur ein Jahr andauerte. 1944 wurde die Stadt durch anglo-amerikanische Bombenangriffe teilweise beschädigt. Die stärksten Zerstörungen erfolgten jedoch durch die von Ende Dezember 1944 bis Anfang Februar 1945, 102 Tage andauernde Belagerung durch sowjetische Streitkräfte sowie durch die eingeschlossenen deutsche Truppen, die bei ihrem Rückzug auf die Budaer Seite des Kessels, auch sämtliche Brücken über die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben während der Belagerung. Nach dem Ende des Krieges folgte 1946 die Ausrufung der Republik und 1949 die Ausrufung der Volksrepublik Ungarn. 1956 war Budapest der Ausgangspunkt des Ungarischen Volksaufstandes, nach dessen blutiger Niederschlagung es zu Säuberungswellen im ganzen Land kam. Am 23. Oktober 1989 wurde in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen, was wegbereitend für den Zerfall des ganzen Ostblocks werden sollte. Im Jahre 2000 fanden ungarnweit Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der Staatsgründung statt. Aus diesem Anlass wurde auch die Hauptstadt verschönert: die Parkanlage und das Kulturzentrum Millenáris-Park und der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater wurden errichtet, die Budaer Donauseite mit dem Campus der Technischen Universität modernisiert. Schließlich folgte am 1. Mai 2004 die Mitgliedschaft Ungarns in der EU, was mit großen Feiern im ganzen Land, aber besonders in der Hauptstadt Budapest gefeiert wurde.

Einwohnerentwicklung

Budapest scheint als Hauptstadt für das ungarische 10-Millionen-Volk überdimensioniert, denn als die heutigen Konturen das Stadtbild schon prägten, war Ungarn wesentlich größer. Das Land hatte durch den Friedensvertrag von Trianon 1920 auch drei Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Von dem historischen Groß-Ungarn ist nur noch Groß-Budapest geblieben. 1920 ]]
- 1800: 54.200
- 1830: 102.700
- 1850: 178.000
- 1880: 370.800
- 1890: 491.900
- 1900: 733.400
- 1925: 957.800
- 1980: 2.004.900
- 1990: 2.016.700
- 2005: 1.695.000

Verwaltung

Stadtteile

Die Stadt besteht aus drei ehemals selbständigen Städten, die erst 1873 zur Gemeinde Budapest vereint wurden. Auf der östlichen, flachen Seite der Donau liegt Pest, das zwei Drittel der Stadtfläche einnimmt, auf der westlichen, bergigen Seite Buda (dt. Ofen) und Óbuda (dt. Alt-Ofen) das restliche Drittel der Stadt.

Bezirke

Óbuda Budapest ist verwaltungsrechtlich in 23 Bezirke eingeteilt. Am 1. Januar 1950 wurde die Stadt in 22 Bezirke geteilt, der 23. (XXXIII.) wurde später aus dem 20. (XX.) abgeteilt. Ausgehend vom ersten Bezirk um das Burgviertel (Vár) werden die Bezirke im Uhrzeigersinn mit römischen Zahlen durchnummeriert und dabei mehrmals die Donau übersprungen.

Städtepartnerschaften

Budapest unterhält derzeit (2005) Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- New York (USA), seit 1991
- Fort Worth (USA), seit 1990
- Wien (Österreich), seit 1990
- Berlin (Deutschland), seit 1992
- Frankfurt am Main (Deutschland), seit 1990
- Tel Aviv (Israel), seit 1989
- Sarajewo (Bosnien-Herzegowina), seit 1995
- Lissabon (Portugal), seit 1992
- Der achte Bezirk unterhält eine Partnerschaft mit dem gleichnamigen Bezirk Josefstadt in Wien und mit Josephstadt in Timişoara im „Bund der Josefstädte“.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Ufer der Donau. Auf der westlichen, Budaer Seite erhebt sich der felsige Gellértberg mit der Freiheitsstatue und der Zitadelle. Am Fuße des Berges liegt das Gellért-Hotel mit Thermalbad sowie weiter flussabwärts der Hauptbau der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität. Nördlich des Gellértberges liegt der Burgberg mit der ehemaligen Königlichen Burg. Sie beherbergt heute die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie sowie das Stadtmuseum. Neben der Burg befindet sich im klassizistischen Sándor-Palais der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten. Sándor-Palais Sándor-Palais Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und ihr zur Donau hin vorgelagert die Fischerbastei. Das Budaer Burgviertel und das Donaupanorama stehen seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein teils öffentlich zugängliches Labyrinthsystem. Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer Hotels am sogenannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter südlich das Nationaltheater und der Palast der Künste. Nationaltheater Die Donau ist die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von neun stadtbildprägenden Brücken überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich Wahrzeichen der Stadt, ist die Kettenbrücke. Von hier aus führt auf Pester Seite der kleine Ring zur Freiheitsbrücke, vorbei an der Großen Synagoge, dem Nationalmuseum und der Großen Markthalle. Die Große Synagoge in der Dohány-utca markiert den Zugang zum historischen jüdischen Viertel Budapests, gelegen zwischen kleinem und großem Ring. Der kleine Ring folgt in etwa dem Verlauf der früheren Pester Stadtmauer, deren letzten Stadttore Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurden. Reste der Stadtmauer stehen allerdings noch. Zwischen kleinem Ring und Donau liegt die eigentliche Innenstadt Budapests. Parallel zum Fluss verläuft mit der Váci utca die älteste Handelsstraße und heute bekannteste Flaniermeile der Stadt. Sie verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér. Nördlich der Innenstadt, aber noch im zentralen V. Bezirk gelegen, erhebt sich der höchste Kirchenbau Budapests, die Basilika. Der große Ring wurde zwischen 1872 und 1906 errichtet. Er führt von der Petőfibrücke zur Margaretenbrücke und ist eines der bedeutendsten Architekturensembles seiner Zeit in Europa. Der hier gelegene Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof Zeugnis der großen Bahnhofsarchitektur der letzten Jahrhundertwende. Am großen Ring, dessen Abschnitte die Namen des Heiligen Stefan sowie der angrenzenden Bezirke Teréz, Erzsébet, József und Ferenc tragen, stehen mehrere Theaterbauten (bis zu seiner Sprengung 1965 stand hier, am Blaha-Lujza-Platz auch das Nationaltheater) und viele Filmtheater, von denen einige Ende der 1990er Jahre schließen mussten, da am Westbahnhof und anderen Stellen der Stadt die Multiplexkinos mehr Zuschauer anlocken konnten. Der Ring wird beim achteckigen Platz Oktogon von der Andrássy-Straße gekreuzt, die den Stadtkern mit dem Stadtwäldchen verbindet. Die Andrássy-Straße ist bis heute das herausragendste städtebauliche Vorhaben der ungarischen Hauptstadt. In nur vierzehn Jahren, von 1871 bis 1885, wurde eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet, die gesäumt wird von sogenannten Wohnpalästen im Historismus, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum Haus des Terrors, mehreren Plätzen und auf den Heldenplatz hinführt, der seinerseits von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst wird. In der Mitte des Platzes gruppieren sich um das Millenniumsdenkmal die Standbilder von vierzehn ungarischen Königen. Seit 2002 gehört auch die Andrássy-Straße zum Weltkulturerbe. Unter ihr verkehrt die erste Budapester U-Bahn, sie ist nach der London Underground die zweite Europas. Weiter östlich stadtauswärts, direkt hinter dem Heldenplatz, liegen im Stadtwäldchen die Vajdahunyad-Burg, die zur Budapester Millenniumsausstellung 1896 errichtet wurde, der Zoo, der Zirkus, die Eiskunstlaufbahn sowie das Széchenyi-Bad. Neben dem Gellért-Bad ist es das wohl bekannteste der Budapester Thermalbäder. Außerhalb des Stadtzentrums befinden sich die römische Siedlung Aquincum sowie, aus jüngerer Zeit, der Skulpturenpark mit Statuen sozialistischer Zeit.

Kultur und Freizeit

Budapester Thermalbäder] Budapest besitzt eine große Anzahl an Theatern, zwei Opernhäuser, Konzertsäle, Musikklubs und zahlreiche große und kleine Kinos. Neben den großen Museen verfügt das kulturelle Zentrum Ungarns über mehrere kleine Galerien. Das Budapester Ludwig-Museum ist seit 2005 im Palast der Künste beheimatet. Alljährlich im Frühjahr und Herbst finden große Kulturfestivals statt, im Frühling das Budapester Frühlingsfestival, im Herbst das Budapester Herbstfestival, im Februar die Ungarische Filmschau, im April das Internationale Filmfestival Titanic, jährlich ein internationales Theaterfestival und im August das Inselfestival. Ein neues Kulturzentrum auf der Budaer Seite ist der Millenáris Park, der im Jahre 2000, anlässlich der Milleniumsfeierlichkeiten zur Staatsgründung auf einem alten Fabrikgelände errichtet wurde. Hier finden im Sommer Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Ereignisse statt, der Kinderspielplatz mit handgeschnitzten, einem Volksmärchen entnommenen Figuren ist sicher ein Erlebnis für jüngere Besucher. Seit Oktober 2005 hat auch das ungarische Kindermuseum Csodák palotája (Palast der Wunder)hier ein neues Zuhause. Die bergige Umgebung Budapests bietet viele Ausflugsmöglichkeiten. Die malerische Kleinstadt Szentendre nördlich von Budapest und das Schloss Gödöllő, der Lieblingsort von Königin und Kaiserin Elisabeth ist sicher je einen Tagesauflug wert. Das Donauknie erstreckt sich bis nach Esztergom. In den Budaer Bergen, dessen höchste Erhebung mit 527 m der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy. In der mit Parks unterversorgten Stadt nimmt die Margareteninsel aufgrund ihrer Lage mitten in der Donau als Erholungsgebiet eine zentrale Rolle ein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Einkaufsmöglichkeiten

Die wichtigste Einkaufsstraßen von Budapest befinden sich im 5. Bezirk (Innere Stadt). Die bekannteste von ihnen ist die Váci utca, in der fast alle großen Modelabels der Welt vertreten sind. Am Vörösmarty tér wird jedes Jahr ein Weihnachtsmarkt veranstaltet, der dem am Wiener Rathausplatz ähnlich ist. Seit das Warenhaus Luxus am Vörösmarty tér 2005 Konkurs machte, gibt es kaum mehr traditionelle Warenhäuser. Bekannt war auch die Warenhauskette Skála, die in den 70-er Jahren als verhältnismäßig gut sortiert bezeichnet werden konnte. In und außerhalb der Stadt werden große Einkaufszentren nach amerikanischem Muster ("Plazas") errichtet, die den Konsumenten außer langen Öffnungszeiten und Auswahl Dienstleistungen aller Art und Gastronomie bieten. Weiters sind große Hypermärkte außerhalb sehr Stadt sehr beliebt, südlich von Budapest (in Budaörs) gibt es seit einigen Jahren nach dem Beispiel von Shopping City Süd bei Vösendorf (Österreich) eine Art "Shopping City". Die Öffnungszeiten sind in den Budapester Innenbezirken und in den Einkaufszentren liberal, viele Geschäfte haben an Wochen- und Samstagen bis 21 offen, und an Sonntagen bis 18 Uhr. Trotz starker Veramerikanisierung gibt es dennoch bürgerliche Bewegungen, die den Kauf ungarischer Produkte propagieren und die Verbreitung der übergroßen Einkaufszentren ablehnen.

Budapest - Eine Stadt der Bäder

Die Geschichte der Budapester Bäder kann auf eine Vergangenheit von 2000 Jahren zurückblicken. Bereits die Römer nutzten die Quellen der Stadt. Aus dem Jahr 1178 gibt es Hinweise auf eine Siedlung Felhéviz auf dem Gebiet vom heutigen Óbuda - der Name bedeutet "Heilquelle". Am Gellértberg wird die Elisabeth-Quelle erwähnt (Heilige Elisabeth war die Tochter von König Endre). Die Herrschaft der Osmanen brachte unter anderem eine andere andere Badekultur in die Stadt, die Baudenkmäler dieser Zeit sind bis heute in Gebrauch. Im 18. Jahrhundert, nach einem Erlass von Maria Theresia begann man sich mit der Analyse der Heilquellen der Stadt auseinanderzusetzen. 1812 begann man auf Vorschlag von Pál Kitaibel damit, die Quellen zu systematisieren, er schrieb auch eine Hydrografie der Stadt. 1930 wurde Budapest, als Stadt mit den meisten heilenden Quellen, der Titel "Badestadt" verliehen. Die wichtigsten Heil- und Freibäder sind: Csepeli (Freibad) Csillaghegyi (Freibad), Dagály (Heil- und Freibad), Dandár (Heilbad), Gellért (Heil-, Frei- und Erlebnisbad), Király (Heilbad, türkisches Bad), Lukács (Heilbad, Schwimmbad, türkisches Bad), Palatinus (Heil- und Freibad, Jugendstilbau auf der Margaretheninsel), Paskál (Freibad), Pesterzsébeti (Freibad), Pünkösdfürdői (Freibad), Római (Frei- und Erlebnisbad), Rudas (Heilbad, türkisches Bad), Széchenyi (Heilbad, Schwimmbad), Újpesti (Freibad). Einiege Bäder haben eine Subkultur. Ältere Männer spielen im Széchenyi-Bad im warmen Wasser stundenlang Schach (es gibt schwimmende Schachbretter). Das Király-Bad wird getrennt für Männer und Frauen geführt, es wird gern von Männern aufgesucht, die das eigene Geschlecht treffen möchten (diese Funktion hatte auch das inzwischen zugesperrte Rácz-Bad)... Das Lukács-Bad ist traditionell ein Treffpunkt von Schauspielern, Künstlern. Das Rudas-Bad ist nur für Männer zugänglich, allerdings hat es nicht den Ruf, wie das Király-Bad. Das Palatinus, "Pala" genannt, ist ein traditionelles Bad für Jugendliche. Es gibt auch viele Schwimmbäder in Budapest, am bekanntesten sind das Császár in Buda und das Sportschwimmbad auf der Margaretheninsel, das nach Olympiasieger Alfréd Hajós benannt ist.

Gastronomie

Ähnlich wie in Wien blühte im 19. Jahrhundert und um die Jahrhunderwende in Budapest eine rege Kaffeehauskultur -- eines der litararischen Zentren war das mehr als 100 Jahre alte kávéház Café New York, das 2004 wieder eröffnet wurde -- eine Zeit existierte es unter dem Namen Hungária Kávéház. Ein historischer Schauplatz der Revolution im Jahre 1848 war das legendäre Pilvax-Kaffeehaus, in dem sich die Anhänger von Sándor Petőfi versammelten. Die Kaffeehäuser dienten auch als Arbeitsplatz für Schriftsteller, Dichter, Journalisten -- Ferenc Molnár war z.B. ein häufiger Besucher dieser Kaffeehäuser. Die Kaffeehäuser wurden in den kommunistischen Zeiten verstaatlicht und umfunktioniert, viele verschwanden oder wurden vernachlässigt. Zu diesen Zeiten waren die verrauchten kleinen „Presszós“ (Espressos) die einzigen Lokale, in denen man zu zweit einen „Fekete“ (einen kleinen Schwarzen, einen stark gekochten ungarischen Kaffee) genießen konnte. Das Café Centrál am Ferenciek tere wurde Ende der 90-er Jahre wieder eröffnet und glänzt wieder in der alten Pracht. Das Café Museum am Múzeum körút ist eher ein Nobelrestaurant geworden. Als vornehmstes und schönstes Kaffeehaus gilt das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér. Die zwei ältesten Konditoreien in Buda sind die Konditorei Russwurm im Burgviertel und die Konditorei August neben dem Budaer Fény utca-Markt.

Öffentlicher Nahverkehr

Gerbeaud 3,8 Millionen Fahrgäste bewegen sich täglich auf den insgesamt über 2.000 km langen Netzstrecken des Öffentlichen Nahverkehrs in Budapest. Das Budapester Verkehrsunternehmen (BKV) unterhält Metro/U-Bahn-, Straßenbahn-, Bus-, O-Bus- und S-Bahn-Linien. Neben der 1896 fertiggestellten U-Bahn "Földalatti Vasút" verkehren zwei weitere Metrolinien. Eine vierte soll 2008 übergeben werden, eine fünfte ist geplant. Zur Zeit werden 22 % aller Wege mit der Metro zurückgelegt. 41 % aller Fahrtwege sind Busfahrten, weitere 26 % Straßenbahn- und fast 5 % O-Bus-Fahrten. Demnach werden fast drei Viertel aller Wege mit straßengebundenen Verkehrsmitteln bewältigt. Auf die fünf Linien der HÉV, einer Art S-Bahn in die Budapester Vororte, entfallen 6 %. Interessante Verkehrsmittel sind noch das "Libegő" (Seilbahn zum János-hegy), die Kindereisenbahn (ehemalige Pioniereisenbahn), die Zahnradbahn zum Svábhegy, und das "Sikló" (Standseilbahn) hinauf zum Burgberg.

Individualverkehr

Obwohl der Anteil des Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen der Stadt eher gering ist, kommt es täglich zu Staus in und um die ungarische Hauptstadt. Dies liegt teilweise am historischen Straßennetz der Stadt, vor allem aber an Versäumnissen der Stadt- und Landesregierung, Budapests Verkehrswege zu modernisieren. Mehr als 600.000 zugelassene PKW nutzen das Budapester Straßennetz mit einer Länge von über 4.000 km. Die Innenstadtbezirke und Teile von Buda sind Kurzparkzonen. Das historische Straßennetz Budapests ist durch Ring- und Radialstraßen gekennzeichnet. Zwischen diesen breiten Straßen liegen eher schmale, heute nur noch für den Einbahnstraßenverkehr geeignete Verkehrswege. Die meisten Autostraßen Ungarns führen über Budapest. Das Straßennetz muss somit neben dem Stadt- auch den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die wenigen Donaubrücken sind dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Zudem verfügt die Stadt über nur wenige und zu schmale Zubringerstraßen. Ein Autobahnring um die Stadt ist nur abschnittsweise fertiggestellt.

Eisenbahnverkehr

PKW Die meisten Züge kommen auf den drei großen Kopfbahnhöfen an: dem Keleti pályaudvar (Ostbahnhof), dem Nyugati pályaudvar (Westbahnhof) und dem Déli pályaudvar (Südbahnhof). Vom auf Pester Seite gelegenen Ost- und Westbahnhof gibt es Direktverbindungen in 25 europäische Hauptstädte, vom auf Budaer Seite gelegenen Südbahnhof wird u.a. der Plattensee angefahren. Alle drei Bahnhöfe sind mit der Metro erreichbar.

Flugverkehr

Im Südosten der Stadt liegt der Flughafen Budapest-Ferihegy mit dem älteren Terminal I und einem neueren Terminal II. An beiden Terminals wurden 2004 6,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Mit dem Einstieg mehrerer Billigfluggesellschaften in den ungarischen Markt steigen die Passagierzahlen seit 2004 stark an. Der Flughafen ist mit einem Zubringerbus oder über eine Schnellstraße erreichbar. Eine Zug- oder Metroverbindung ins Zentrum ist geplant.

Schiffsverkehr

Der Schiffsverkehr hat wenig Bedeutung, neben Ausflugsfahrten gibt es Linienfahrten mit Tragflügelbooten nach Bratislava und Wien.

Söhne und Töchter der Stadt

siehe: Liste der Söhne und Töchter von Budapest

Siehe auch


- 20px Portal:Ungarn
- Portal:Ungarn/Review-Budapest

Weblinks


- [http://deutsch.budapest.hu/ Offizielle Seite der Stadt] in deutscher Sprache
- [http://www.budapestinfo.hu/de/index.html Budapester Tourismusamt]
- [http://www.hungary.com/images/mtrt/tartalom/budapest/pic/regio_terkep_de.jpg Regionalkarte]
- [http://www.hungary.com/images/mtrt/tartalom/budapest/pic/budapest_terkep_de.jpg Stadtplan]
- [http://www.festivalcity.hu/ Budapester Frühlings- und Herbstfestival] Kategorie:Ort in Ungarn Kategorie:Hauptstadt in Europa !Budapest Kategorie:Kurort Kategorie:Thermalbad ja:ブダペスト ko:부다페스트 simple:Budapest th:บูดาเปสต์

1945

Ereignisse

2. Februar: Mühlviertler Hasenjagd

Politik


- 1. Januar: Eduard von Steiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 16. Januar: Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Magdeburg: 90 % der Magdeburger Altstadt versinkt in Schutt und Asche
- 24. Januar: In Aachen erscheint mit den Aachener Nachrichten die erste deutsche Nachkriegszeitung
- 27. Januar: Befreiung des KZ und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee
- 30. Januar: Durch ein sowjetisches U-Boot wird der Dampfer „Wilhelm Gustloff“ versenkt. Von ca. 10.000 Menschen (Flüchtlinge aus Ostpreussen) an Bord überlebten nur etwa 1.200 Menschen; es handelt sich um die größte Schiffskatastrophe der Weltgeschichte
- 4. Februar: 11. Februar: Konferenz von Jalta
- 12. Februar: Abkommen von Varkiza, Entwaffnung und Demobilisierung der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
- 4. April: Befreiung Ungarns durch sowjetische Truppen und Beginn der stalinistischen Zeit
- 20. April: Vorübergehende Schließung der Technischen Hochschule Berlin (Vorgänger der Technischen Universität)
- 25. April: Elbe Day, in Torgau feiern sowjetische und US-amerikanische Soldaten das erstmaliges Zusammentreffen ihrer Kampfverbände auf reichsdeutschem Boden
- 27. April: Befreiung des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg durch die amerikanische Armeeverbände und französische Truppen de Gaulles
- 28. April: In der Penzberger Mordnacht ermorden NS-Schergen kurz vor Kriegsende 16 Zivilisten
- 30. April: Die Rote Armee hisst die sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude, Adolf Hitler, der Diktator des Dritten Reiches, begeht Selbstmord
- 5. Mai: Dänemark. Ende der Besetzung durch die Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 5. Mai: Waffenstillstand und Befreiung der Niederlande
- 6. Mai: Der von Kurt Schumacher initiierte Ortsverein Hannover der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wird ins Leben gerufen und ist erste Keimzelle für den Wiederaufbau der SPD
- 7. Mai: Um 2.41 Uhr unterzeichnet Generaloberst Alfred Jodl in Reims die Gesamtkapitulation der Wehrmacht des Deutschen Reiches
- 8. Mai: Norwegen. Ende der Besatzung durch deutsche Wehrmachtstruppen
- 8. Mai: Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht; Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa
- 9. Mai: Um 0.01 Uhr tritt die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft
- 9. Mai: Wilhelm Buhl wird Ministerpräsident in Dänemark
- 23. Mai: Verhaftung der Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz in Flensburg
- 24. Mai: Die fast ausschließlich deutschen Bewohner werden aus Frain an der Thaya (Vranov nad Dyjí) vertrieben
- 5. Juni: Der Alliierte Kontrollrat übernimmt die oberste Regierungsgewalt im besetzten Deutschen Reich
- 10. Juni: Marschall Schukow ordnet in seinem Befehl Nr. 2 in der sowjetischen Besatzungszone an, „die Bildung und Tätigkeit antifaschistischer Parteien zu erlauben“
- 11. Juni: Die „Gruppe Ulbricht“ gründet in Berlin die Kommunistische Partei Deutschlands neu
- 15. Juni: Neugründung der SPD in Berlin, eine zweite SPD-Keimzelle entsteht
- 21. Juni: Der tschechoslowakische Präsident Eduard Benes verfügt die Enteignung des Grundbesitzes der Sudetendeutschen (Benes-Dekrete)
- 1. Juli: Einrichtung der Volkspolizei in der sowjetischen Besatzungszone
- 16. Juli: beim Trinity-Test in New Mexico (USA) explodiert die erste Atombombe
- 17. Juli2. August: Konferenz von Potsdam über das besiegte Deutschland
- 26. Juli: Winston Churchill, britischer Premierminister, gibt nach einer verlorenen Unterhauswahl seinen Rücktritt bekannt
- 27. Juli: Nach gewonnener Unterhauswahl übernimmt Clement Attlee das Amt des britischen Premiers von Winston Churchill
- 1. August: Die Frankfurter Rundschau erscheint als erste deutsche Lizenz-Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 2. August: Polen. Potsdamer Abkommen
- 6. August: Abwurf der ersten offiziellen Atombombe über Hiroshima, etwa 200.000 Tote
- 9. August: Abwurf einer Atombombe über Nagasaki
- 15. August: Bedingungslose Kapitulation Japans durch Kaiser Hirohito
- 17. August: Indonesien wird unabhängig
- 26. September - Bei Göttingen wird das Aufnahmelager Friedland für Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostdeutschland und Osteuropa geschaffen.
- 10. Oktober - Auf Anordnung des Alliierten Kontrollrats werden alle NS-Organisationen aufgelöst.
- 11. November - Das Großherzogtum Luxemburg erhält eine eigene Besatzungszone in Deutschland mit den Städten Bitburg und Merzig.
- 14. November: Eröffnung der Nürnberger Prozesse
- 27. Dezember: Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird gegründet
- Wiederaufnahme der Arbeit der Kommunalverbände in getrennter institutioneller Form (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag)

Kultur


- 1. Februar: Uraufführung der Oper Lycksalighetens ö von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- 19. April: Uraufführung das Musical Carousel von Richard Rodgers am Majestic Theatre in New York

Katastrophen


- 12. Januar: Erdbeben der Stärke 7,1 in Mikawa, Japan, etwa 1.900 Tote
- 9. Februar: Das deutsche Passagierschiff „General von Steuben“ wird mit über 4000 Flüchtlingen an Bord vor der pommerschen Ostseeküste von einem sowjetischen U-Boot torpediert und sinkt. Etwa 3500 Tote
- 23. Februar: Zerstörung von Pforzheim
- 3. Mai: Die Versenkung der Cap Arcona, der Thielbek und der Deutschland durch britische Luftangriffe fordert ca. 7.000 Tote
- 28. Juli: New York, USA. Ein B-25 Bomber krachte in das Empire State Building zwischen dem 78. und 79. Stockwerk. 13 Tote, davon 10 Zivilisten
- 27. November: Erdbeben der Stärke 8,2 im Iran, etwa 4.000 Tote
- 15. Dezember: Zusammenstoß zwischen einer S-Bahn und einem Güterzug zwischen den Berliner Bahnhöfen Spindlersfeld und Betriebsbahnhof Schöneweide. 4 Tote, 9 Schwerverletzte. Der zuständige Fahrdienstleiter wird im Januar 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt und hingerichtet

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. November - Fußball: Die süddeutsche Oberliga nimmt ihren Spielbetrieb mit Punktspielen auf.

Vereinte Nationen


- Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni in San Francisco als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes
- 24. Oktober: Argentinien, USA, Großbritannien, Türkei, Ukraine, Syrien, Saudi-Arabien, Neuseeland, Nicaragua, Paraguay, Philippinen, Polen, Sowjetunion, Kuba, Libanon, Luxemburg, Iran (Islamische Republik), Dominikanische Republik, El Salvador, Frankreich, Haiti, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Argentinien, Belarus werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 25. Oktober: Griechenland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Indien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 31. Oktober: Peru wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. November: Australien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 2. November: Liberia und Costa Rica werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 5. November: Kolumbien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 7. November: Südafrika und Mexiko werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 9. November: Kanada wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 13. November: Panama und Äthiopien werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 14. November: Bolivien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 15. November: Venezuela wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. November: Guatemala wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. November: Norwegen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. November: Jugoslawien wird zur „Sozialistischen Föderativen Republik“
- 10. Dezember: Niederlande wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 17. Dezember: Honduras wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 18. Dezember: Uruguay wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 21. Dezember: Irak und Ecuador werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 27. Dezember
  - : Belgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
  - : Gründung des IWF (Internationaler Währungsfond)

Militärisch


- 2. Januar: Nürnberg wird in einem alliierten Luftangriff weitgehend, die historisch wertvolle Altstadt vollständig