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Indischer Ozean

Indischer Ozean

Der bis zu 8.047 m tiefe Indische Ozean bzw. Indik (auf indonesischen Karten auch Indonesischer Ozean genannt) ist mit 74,9 Millionen km² Fläche der drittgrößte Ozean der Erde. Erde

Geographie

Der Indik, der sich zum größten Teil auf der Südhalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen Asien im Norden, Australien im Osten, der Antarktis im Süden und Afrika im Westen. Im Norden wird er unter anderen durch Indien und Indonesien begrenzt, im Osten durch den Staat Australien, im Süden grenzt er an das Südpolarmeer und im Westen zum Beispiel an Somalia, Kenia und Südafrika. Die Grenze zwischen Atlantischem und Indischem Ozean verläuft am Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas.

Daten

Ohne Nebenmeere wie die Andamanensee beträgt die Fläche des 74,9 Mio. km² großen Indiks „nur“ noch 73,43 Mio. km². Seine Wassermassen umfassen ein Volumen von 291,9 Mio. km³ Während seine mittlere Tiefe 3.897 m beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 8.047 m unter NN. (Zu den teilweise divergierenden Größen- und Tiefenangaben siehe Diskussion:Indischer Ozean.)

Meeresboden

Innerhalb des Indiks bzw. auf dessen Meeresboden befindet sich ein hoher und recht langgestreckter Mittelozeanischer Rücken, viele niedrigere Schwellen, Tiefseebecken, Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs. Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört der Zentralindische Rücken, der sich ungefähr in der Mitte des Indiks von Nord nach Süd durch den Ozean zieht. Zu den Tiefseerinnen gehört der bis 7.455 m tiefe Sundagraben, zu den Meerestiefs gehört das Diamantinatief, die mit 8.047 m unter NN tiefste Stelle des Indiks.

Nebenmeere

Zu den Nebenmeeren des Indiks gehören die Andamanensee, das Arabische Meer, den Golf von Bengalen, die Große Australische Bucht, den Golf von Aden, den Golf von Oman, den Kanal von Mosambik, den Persischen Golf, das Rote Meer und die Straße von Malakka.

Inseln


- Andamanen
- Indonesien
- Komoren
- Lakkadiven
- Madagaskar
- Malediven
- Mauritius
- Nikobaren
- Réunion
- Seychellen
- Sansibar
- Sokotra
- Sri Lanka

Hafenstädte am Indischen Ozean


- Chennai (Indien)
- Colombo (Sri Lanka)
- Dar es Salaam (Tansania)
- Durban (Südafrika)
- East London (Südafrika)
- Jakarta (Indonesien)
- Kolkata (Indien)
- Melbourne (Australien)
- Mombasa (Kenia)
- Mumbai (Indien)
- Perth (Australien)
- Richards Bay (Südafrika)

Erdbeben im Indischen Ozean

Richards Bay Hauptartikel: Erdbeben im Indischen Ozean 2004 Verheerende Auswirkungen hatte ein Erdbeben im Indischen Ozean, das sich am 26. Dezember 2004 ereignete. Es hatte die Grössenordnung von 9,0 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag im Meer, nahe der Nordwestspitze von Sumatra. Die von dem Beben ausgelösten riesigen Tsunamis verursachten mehr als 300.000 Todesfälle. Hauptsächlich betroffene Länder sind Indonesien, Thailand, Indien und Sri Lanka. Die Wellen erreichten aber sogar noch das 4.500 km entfernte Somalia.

Literatur


- Peter Lehr, Region Indischer Ozean - Illusion oder Realität?, Heidelberg, 2004 ([http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=972183418 elektronische Ressource])

Siehe auch


- Globales Förderband

Weblinks


- [http://www.wetterklima.de/satelliten/goms.htm Aktuelle Satellitenaufnahmen] Kategorie:Ozean ja:インド洋 ko:인도양 simple:Indian Ocean th:มหาสมุทรอินเดีย zh-min-nan:Ìn-tō·-iûⁿ

Meerestiefe

Die Meerestiefe (nicht zu verwechseln mit dem Meerestief) im Sinn der Wassertiefe ist einerseits für die Nautik relevant, andererseits für die Klimatologie und den Umweltschutz. Weiträumig wird die Meeres- bzw. Wassertiefe zum Beispiel des Meeresbodens, von Tiefseebecken, Tiefseerinnen und Meerestiefen aber auch die Höhen von Mittelozeanischen Rücken und Schwellen mit der Hilfe von Satelliten ermittelt, welche die jeweiligen Meeresbereiche und auch deren Oberflächen mittels Radarwellen scannen. Die messbare Wassertiefe unterscheidet sich von der in Seekarten angegebenen Kartentiefe jedenfalls um die Höhe der Gezeit (Ebbe und Flut) zum Messzeitpunkt, jedoch haben auch Wind, Wellen und Sturmfluten erheblichen Einfluss auf die Höhe des Meeresspiegels und damit auf die Meerestiefe. Die Schifffahrt nutzt zur Tiefenmessung Echolote. Diese werten die Laufzeit kurzer Ultraschall-Impulse aus, die selbst ausgesandt und vom Grund reflektiert wurden.

Weiterführende Fachgebiete / Siehe auch


- Becken (Geologie)
- Becken (Geomorphologie)
- Echolot
- Geodäsie
- Kartografie
- Lot (Schifffahrt)
- Lotung
- Meeresboden
- Meerestief
- Ozeanografie
- Ozeanologie
- Plattentektonik
- Schwelle
- Subduktion
- Tauchboot
- Tiefsee
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne (bzw. -graben)
- Wasserpegel Kategorie: Geomorphologie Kategorie:Navigation (Schifffahrt)

Indonesien

Die Republik Indonesien (indon. Indonesia) wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 unabhängig. Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen Wort indus für Indien und dem griechischen Wort nesos für Insel zusammen.

Geografie

Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der größte Inselstaat sowie mit etwa 240 Millionen Einwohnern die viertgrößte Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln (von denen rund 6.000 bewohnt sind). Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Ausdehnung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1.875 km, in west-östlicher Ausdehnung von 95° bis 141° östlicher Länge über mehr als 5.000 km. Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, das Südchinesische Meer, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen West-Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt, gegen die Philippinen durch die Celebes See. Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Timor-Leste) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Australien. Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf der Hauptinsel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Flächenmäßig größer als Java sind Kalimantan (Borneo, im Norden liegen Ost-Malaysia und Brunei), Sumatra und Sulawesi. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali sowie Komodo, die Heimat des Komodowarans. Durch das umstrittene Projekt Transmigrasi (siehe Literaturhinweis) wurde versucht, das Problem der Bevölkerungskonzentration auf der Insel Java zu lösen, was vor allem auf Borneo und Sulawesi zu schwerwiegenden Zusammenstößen mit der heimischen Bevölkerung führte. Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleichbleibenden Temperaturen um 27 °C in Meereshöhe. Geringfügige Abweichungen von diesem Wert werden vom Zenitdurchgang der Sonne verursacht. Die Niederschläge werden vor allem durch Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen Teil des Archipels ganzjährig hohe Niederschläge, während im östlichen Teil der Südwest-Monsun relativ trocken ist, da die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien stammen und dort nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten. Am 26. Dezember 2004 kam es zu einem der stärksten Seebeben der letzten hundert Jahre vor der Küste Indonesiens (bei Banda Aceh), wodurch viele der angrenzenden und benachbarten Staaten betroffen waren und über 300.000 Menschen ihr Leben verloren. Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig. Trotz der Bedrohungen durch die häufig noch aktiven Vulkane (zuletzt waren am 8. Juni 2004 der Mount Bromo sowie einen Tag später der Mount Awu ausgebrochen – zwei Tote, fünf Verletzte) sind viele der Inseln, allen voran Java, dicht besiedelt, da die Böden sehr fruchtbar sind und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt. Siehe auch: Liste der Städte in Indonesien Karte Indonesiens.

Bevölkerung

Sprache

Amtssprache ist Bahasa Indonesia, die zur Gruppe der malaiisch-polynesischen und damit den austronesischen Sprachen gehört. Da jede ethnische Gruppe ihre eigene Sprache besitzt, werden ca. 250 Sprachen und Dialekte gesprochen; hinzu kommen noch etwa 100 Papuasprachen und Dialekte, die in Papua Barat gesprochen werden. Wegen der Überbevölkerung auf Java siedelt die Regierung seit Jahrzehnten Menschen auf andere Inseln um (siehe auch: Transmigrasi. Familienplanungsprogramm Indonesiens).

Religion

87 % der Indonesier sind Muslime (1998: 88 %), die große Mehrheit davon Sunniten. Mehr als 30 % bezeichen sich als Abangan (das heisst, sind sie nur nominell Muslime, etwa vergleichbar mit den Alewiten in der Türkei). Auf Java stellen die Abangan die Mehrheit. Durch Einwanderung findet man aber in allen Teilen des Landes Abangan. Mit über 208 Millionen Moslems ist Indonesien der größte islamische Staat (Anzumerken ist jedoch, dass manche Völker in Indonesien aufgrund der Staatsideologie den Islam zwar als ihre offizielle Religion angeben, jedoch Animismus praktizieren.)
Etwa 10 % der Bevölkerung sind Christen. Jedoch beschränken sie sich meistens nur auf einige Gebiete, sie zum Beispiel Nordsulawesi, Nordsumatra (um den Toba-See), Flores, Sumbawa, Westtimor, Papua, Maluku und viele Christen leben auch in Jakarta und anderen Großstädten.
In letzter Zeit werden Christen (und christliche Einrichtungen) in Indonesien immer mehr zum Ziel von islamistischen Angriffen. So werden in Indonesien immer wieder Anschläge auf öffentliche Einrichtungen verübt, Gottesdienste werden durch Randalierer gestört, auch Anti-westliche und Anti-Christliche Demonstrationen sind nicht selten. Christliche Missionare sind in Indonesien erlaubt; sie arbeiten vornehmlich auf Kalimantan (Borneo), Nusa Tenggara Timur und West Papua (Irian Jaya), wo die meisten Indigénas leben. Die christliche Kirche in Indonesien ist jung, da das Christentum erst im 17. Jahrhundert (durch niederländische und portugiesische Missionare) auf Indonesien Fuß fasste. Teile von Nordsumatra, Nusa Tenggara Timur, Nordsulawesi und Teile von Maluku sind fast rein christliche Gebiete. Java und Sumatra blieben lange von der Missionierung ausgeschlossen. 2 % der Bevölkerung sind Hindus (Bali, Lombok) und 1 % Buddhisten (und gehören meist zu der chinesischen Minderheit).

Islam in Indonesien

Der Islam erreichte Indonesien erstmals im 10. Jahrhundert. Um 930 wurde in der Region Aceh das erste Sultanat gegründet. Lange Zeit blieb es dabei. Erst im 15. Jhd breitete sich der Islam durch Indische und Arabische Händler erst in Sumatra aus und erreichte Anfang des 16. Jahrhunderts auch Java. Viele damalige Fürsten - und mit ihnen die Bevölkerung - konvertierten daraufhin zum sunnitischen Islam . Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der Islam auch die übrigen indonesischen Inseln (z.B Sulawesi). Auf Java wurde der Islam durch die neun Gesandten Gottes, den Wali Songo (Wali= Oberhaupt, Songo= jav. Neun), verbreitet. Obwohl erwiesen ist, daß sie tatsächlich gelebt und auf Java gewirkt haben, dürfte das Meiste der über sie überlieferten Geschichten in das Reich der Sage fallen. Die Wali Songo gründeten überall auf Java Moscheen und islamische Schulen, die Pesantren oder Pondok Pesantren. Diese Wirkungsstätten der Wali sind bis heute das Ziel von jährlichen Pilgerfahrten indonesischer Muslime.
Obwohl die Wali Songo reinen Islam, getreu den Buchstaben des Korans, lehrten, haben sich mit ihrer Duldung auch Traditionen auf Java erhalten, die eigentlich der Lehre des Islam widersprechen. Bestes Beispiel hierfür ist das „Wayang“, das berühmte indonesische Schattenspiel. Eigentlich untersagt der Islam die Nachbildung von Menschen, ob als Zeichnung, Foto oder Skulptur. Für das Wayang haben die Wali offenbar eine Ausnahme gemacht.
Insgesamt kann man sagen, daß es den Wali Songo zu verdanken ist, daß der in Indonesien praktizierte Islam liberaler ist als der in vielen arabischen Ländern. Die Mehrheit der indonesischen Muslime akzeptiert die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihrem Land, und es gibt zahlreiche christlich-muslimische Vereine, die sich für eine Verständigung zwischen den beiden Religionen einsetzen.
Viele haben kein Verständnis für islamisch-fundamentalistische Gruppen wie die Jemaah Islamiya. Sie sind auch nur eine kleine Minderheit in Indonesien. Dennoch ist in den letzen Jahrzehnten besonders aber seit Ende der Ära Suhartos eine - wenn auch langsame - Islamisierung zu beobachten. Viele Indonesier nehmen die islamischen Regeln ernster. Dennoch wählen die meisten nach wie vor säkuläre Parteien beziehungsweise solche, die sich auf die Pancasila berufen und nicht auf den Islam).
Besonders in den Slums der Großstädte und allgemein bei der ärmeren Bevölkerung, gewann der Islam seither an Bedeutung. Radikale Prediger konnten sich bisher jedoch nicht durchsetzen, was zum Teil auch mit der javanischen Mentalität zusammenhängt. Neben den Wali Songo gab es noch einen zehnten Prediger des Islam, Sheikh Siti Jenar. Siti Jenar war ursprünglich ein Schüler der Wali Songo, begann aber, den Islam völlig neu auszulegen und begründete eine eigene Lehre. Nachdem die Wali vergeblich versucht hatten, Siti Jenar zu bekehren, wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet. Offiziell gehört Siti Jenar nicht zu den Wali, dennoch sind etwa 30 % der indonesischen Muslime Anhänger seiner Lehre. Diese bezeichnen sich als Abangan. Die beiden größten moslemischen Organisationen Indonesiens sind die modernistische Nadhlatul Ulama und die traditionelle Muhammadiyah. Die Nadhlatul Ulama ist mit über 40 Millionen Mitgliedern die größte moslemische Organisation der Welt. Bekanntestes Mitglied ist der frühere Präsident Indonesiens und Mitbegründer der Nadhlatul Ulama, Abdurachman Wahid (Gus Dur). Durch religiöse Konflikte kamen auf den Molukken mehr als 9.000 Menschen um; die meisten davon waren ambonesische Christen. In Zentral-Sulawesi kamen durch ähnliche Konflikte bisher mehr als 1.000 Menschen ums Leben. Teile von Zentral-Sulawesi (darunter der Poso Bezirk) sind von streng islamisch. Früher war der Islam in ganz Indonesien ausgesprochen liberal, heute ist er es meist nur noch auf Java und in Teilen von Sumatra.

Demografie von Indonesien

In Indonesien ist ein Vielvölkerstaat mit über 300 verschiedenen Völkern; die größten sind die Javaner (39 %), die Sundanesen (14 %) , Malaien (12 %) und Maduresen (4 %). Danaben gibt es noch die Acehnesen, die Balinesen, die Minagakbau, die Dayak, die Wewewa, die Alfuren, die Minahasa, die Batak usw. Daneben gibt es noch Minderheiten von Chinesen (etwa 3 %), Arabern, Niederländer, sowie Einwanderer aus verschiedenen südostasiatischen Ländern.

Chinesische Minderheit

In Indonesien leben insgesamt etwa 6 Mio. Chinesen, die meisten davon auf der Hauptinsel Java.

Geschichte

bis zum 16. Jahrhundert

Dayak Den Grundstock der indonesischen Bevölkerung bilden mongolisch-kaukasische Völker, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land gekommen sind.
- 5. Jahrhundert: Früheste Einflüsse des Buddhismus auf Indonesien.
- ab 7. Jahrhundert: Buddhistisches Königreich von Srivijaya auf Sumatra.
- ab 8. Jahrhundert: Buddhistische Sailendra-Dynastie. Errichtung des Borobudur, des weltweit größten buddhistischen Baudenkmals, auf Java.
- ab Ende des 13. Jahrhunderts : Das letzte große Hinduimperium Majapahit herrschte auf Java und später den umliegenden Inseln.
- ab 15. Jahrhundert: In Indonesien setzt sich der Islam durch. Die damaligen Stammesführer übernahmen diese Religion von arabischen Kaufleuten und konvertierten. Die Bevölkerung tat es ihnen gleich. Der Islam war eine Revolution zum vorherigen System. Im Islam war jeder Mensch gleich. Hinduismus und Buddhismus überleben bis heute nur auf den Inseln Bali (siehe beispielsweise: Besakih) und Lombok, wo sich eine indigene (mehrheitlich aber hinduistisch geprägte) Mischkultur herausbildet hat. 1487 umfuhr der Portugiese Bartolomeo Diaz erstmals das Kap der Guten Hoffnung und fand damit den Seeweg nach Indien. In der Folge stießen die Europäer in den indonesischen Raum vor, um den bislang von Orientalen betriebenen Gewürzhandel zu übernehmen. Nach fast 100-jähriger portugiesischer Dominanz setzten sich um 1600 die Niederländer als Kolonialherren durch.

17. bis 19. Jahrhundert

Als Niederländisch-Indien war Indonesien die erste holländische Kolonie. Mithilfe ihres Rohstoffreichtums erlangte die Kolonialmacht einen großen Wohlstand. Nach der Auflösung der Vereinigten Handelskompanie im Jahre 1799 übernahm der Staat Niederlande die Kolonie. In der Zeit, in der Napoleon I. in den Niederlanden herrschte, waren die niederländischen Kolonien in Südostasien von den Briten besetzt worden. 1816 erhielten die Niederländer die Herrschaft über das indonesische Inselreich zurück, mussten allerdings im Vertrag von London auf Ceylon und das Kapland verzichten).
- 18251830: Volksaufstand auf Java gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Den Kämpfen fallen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer. Nach 1816 zogen die Niederländer zunächst, wie vor ihnen die Engländer, eine Pacht von den einheimischen Bauern ein: In jedem Dorf hatte der Vorsteher dafür zu sorgen, dass ein Geldbetrag abgeliefert wurde, der zwei Fünfteln des Wertes der örtlichen Reisernte entsprach. General-Gouverneur Johannes van den Bosch erwirkte, dass um 1830 ein neues System eingeführt wurde, das so genannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar. 1870 wurde das cultuurstelsel schließlich nach einer Entscheidung im Parlament des niederländischen Mutterlandes abgeschafft. Fortan war es für niederländische Privatleute möglich, Land von den einheimischen Bauern zu pachten, um hierauf Plantagen anzulegen.

Anfang 20. Jahrhundert


- 1908: Die Niederlande dehnen, von Java ausgehend, ihren Machtbereich auf den gesamten indonesischen Archipel aus. Lediglich die Provinz Aceh (Atjeh) im Norden Sumatras vermag zu widerstehen, wird aber nach einem über dreißigjährigen Krieg ebenfalls unterworfen.
- 1912: Mit der Gründung der Sarekat Islam („Islamische Vereinigung“) erwächst der indonesische Nationalismus zu einer Massenbewegung.
- 1926: Die Kommunistische Partei (PKI) ruft zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheitert an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht.
- 1927: Nach der Zerschlagung der PKI übernimmt die von Achmed Sukarno (1901–1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.

Japanische Besatzung


- Februar/März 1942: Im Zweiten Weltkrieg erobert Japan Niederländisch-Indien.
- März 1943: Unter japanischer Besatzung erklärt sich Indonesien (erstmals) als von den Niederlanden unabhängig. Ende 1941 begannen die Japaner, die indonesischen Inseln zu besetzen. Ihr Interesse galt kriegswichtigen Rohstoffreserven und der Verbesserung ihrer strategischen Position. Von Stützpunkten auf den indonesischen Inseln wurden die australischen Städte Darwin und Broome bombardiert. Im März 1942 kapitulierten die Niederländer. Die fast 350-jährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Indonesier begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit deren Kapitulation am 15. August 1945.

Unabhängigkeit und Kampf um den Staatserhalt

Am 17. August 1945 rufen Sukarno und Mohammed Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus (Staatsname: Indonesia). Mit den Grundsätzen der Pancasila gibt sich der Staat eine eigentümliche Verfassung. Der Einfluss der Republik Indonesien erstreckt sich zunächst auf die Inseln Java, Sumatra und Madura. Die übrigen Inseln werden von den Niederländern gehalten. Erster Präsident der Republik Indonesien wird Achmed Sukarno. Von Juli 1947 bis Dezember 1948 besetzen die Niederländer weite Territorien der aufständischen Republik. Deren Gebietshoheit beschränkt sich nur noch auf Zentraljava und das Hochland von Sumatra. Die aufständischen Indonesier antworten mit Guerillakrieg. Am 18. Dezember 1948 gelingt es den Niederländern, Sukarno und fast die ganze Regierung zu verhaften. Da die USA bei Ausweitung der Kämpfe eine kommunistische Machtübernahme befürchten, drängen sie die Niederlande zum Nachgeben. Am 25. April 1949 wird die bis 1956 bestehende Niederländisch-Indonesische Union gebildet, am 27. Dezember wird die Unabhängigkeit der Republik Indonesien (neuer Staatsname: Republik Indonesia Serikat) von den Niederlanden anerkannt, der niederländische Teil von Neuguinea West-Papua bleibt jedoch unter niederländischer Verwaltung.
- 17. August 1950: Das seit der Unabhängigkeit föderal strukturierte Indonesien wird in einen Einheitsstaat umgewandelt (neuer Staatsname: Republik Indonesia). Der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken proklamiert die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wird von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Indonesische Truppen besetzen im November die Hauptstadt Ambon und erobern bis 1955 die gesamte Republik Maluku Selatan.
- 15. Februar 1956: Indonesien kündigt die 1949 geschlossene Union mit den Niederlanden.
- 1. Mai 1963: West-Papua (Irian Barat) gerät de facto vollständig unter indonesische Kontrolle.
- 16. September 1963: Die Gründung Malaysias und die Eingliederung von Sabah und Sarawak in die malaysische Föderation führt zu ernsthaften Spannungen mit Indonesien. Bis 1966 kommt es immer wieder zu Kämpfen auf Borneo. Malaysia wird dabei von Großbritannien und Australien mit Truppen unterstützt.
- 30. September 1965: Die zunehmende Willkürherrschaft des Sukarno-Regimes provoziert einen angeblichen kommunistischen Umsturzversuch. Dieser scheitert an einem Gegenputsch der Armee, in dessen Verlauf zwischen 100.000 und einer Million Menschen umgebracht werden, vor allem tatsächliche oder vermeintliche Anhänger der kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Dies gilt als einer der größten politisch motivierten Massenmorde der jüngeren Geschichte. Die Vorgänge sind bis heute nur unzureichend untersucht, daher sind genaue Angaben zur Zahl der Opfer nicht möglich.
- 1. Januar 1966: Währungsreform: 1000 alte Rupiah = 1 neue Rupiah = 100 neue Sen.
- 11. März 1966: General Hadji Mohamed Suharto (
- 1921) erzwingt von Sukarno die Vollmacht zur Regierungsbildung.
- 12. März 1967: Suharto wird „geschäftsführender Staatspräsident“; Sukarno bleibt nominelles Staatsoberhaupt.
- 27. März 1968: Suharto übernimmt auch formal das Amt des Staatspräsidenten.
- 1969: West-Papua (Irian Barat) wird indonesische Provinz und erhält den Namen „Irian Jaya“.
- 21. Juni 1970: Tod des Staatsgründers Achmad Sukarno.
- 5. August 1973: Anhaltende soziale Spannungen entladen sich in Rassenkonflikten, die sich gegen die chinesische Minderheit richten.
- 28. November 1975: Portugal zieht sich aus seiner Kolonie Ost-Timor zurück. Die „Revolutonäre Front für die Unabhängigkeit von Timor-Leste“ (FRETILIN) ruft die Unabhängigkeit aus (wirksam erst am 20. Mai 2002).
- 2. Dezember 1975 überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.
- 7. Dezember 1975: Staatschef Suharto befiehlt die militärische Invasion Osttimors. In den folgenden Wochen werden 60.000 Menschen getötet, 10 % der Bevölkerung.
- 17. Juni 1976: Osttimor wird dem indonesischen Staatsverband eingegliedert. Auf Sumatra wurde die Wiederstandsbewegung ASNLF gegründet.
- 11. November 1981: Die UN-Generalversammlung fordert für Osttimor das Selbstbestimmungsrecht.
- 19981999: Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (
- 1936), bis dahin Vize-Präsident, das Amt des Staatspräsidenten.
- 19. April 1999 Bombenanschlag auf die mit 600 Gläubigen vollbesetzte Hauptmoschee in Jakarta (3 Verletzte); 20. Oktober: Abdurrahman Wahid (
- 1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident.
- 31. Oktober 1999: Die letzten indonesischen Soldaten verlassen Osttimor nachdem sie das Land in Schutt und Asche gelegt haben und eine internationale Friedenstruppe im September in Dili landete.
- 1. August 2000 Eine Bombe explodiert vor der Residenz des philippinischen Botschafters in Jakarta (2 Tote, 23 Verletzte); (13. September) In der Tiefgarage der Börse von Jakarta detoniert eine Autobombe (15 Tote, 27 Verletzte); (24. Dezember) 15 Bombenanschläge auf christliche Kirchen (16 Tote, mehr als 100 Verletzte).
- 1. Januar 2001: Irian Jaya erhält innere Autonomie.
- Juli 2001: Megawati Sukarnoputri (
- 1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin; (23. September) In einem belebten Einkaufszentrum in Jakarta explodieren zwei Bomben (mehrere Verletzte)
- 20. Mai 2002: Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
- 12. Oktober 2002: Islamistischer Terroranschlag auf der Touristeninsel Bali (202 Tote und mehr als 300 Verletzte).
- 18. Mai 2003: Verhängung des Kriegsrechts in der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Aceh (Atjeh) im äußersten Norden der Insel Sumatra – Großoffensive mit 40.000 Soldaten. Mehr als 1.000 Menschen sterben, 20.000 sind auf der Flucht; (5. August) Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor dem Marriott-Hotel in Jakarta in die Luft (12 Tote, 150 Verletzte).
- 10. Januar 2004: In einem Café auf der Insel Palopo explodiert eine Bombe (vier Tote); Abschaffung der indirekten Wahl des Staatspräsidenten; (5. Juli) Erstmals direkte Präsidentschaftswahlen, bei der kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht; (9. September) ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Hauptstadt Jakarta forderte 11 Tote und über 150 Verletzte; (20. September) Der Herausforderer und frühere General Susilo Bambang Yudhoyono siegt in der Stichwahl gegen die bisherige Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri.
- 26. Dezember 2004: Bei einem Seebeben westlich vor der Insel Sumatra werden (neben zehntausenden Menschen in anderen Ländern) auch über 200.000 Einwohner Indonesiens getötet (Stand: Mitte März 2005).
- 1. Oktober 2005: Erneut Terroranschlag auf Bali: Im Abstand weniger Minuten explodieren gegen 19 Uhr Ortszeit 3 Bomben in Jimbaran und Kuta. Bei den Explosionen kommen 23 Menschen ums Leben, einschließlich dreier Selbstmordattentäter.

Politik

Die ehemalige niederländische Kolonie ist heute eine Präsidialrepublik. Die Verfassung von 1945 sieht die Gewaltenteilung vor. Nach dem Sturz Suhartos 1998 wurden umfangreiche Reformen umgesetzt. Das Einkammerparlament (Abgeordnetenhaus) hat 500 auf fünf Jahre gewählte Abgeordnete (bis 2004 waren 38 davon vom Präsidenten ernannte Militärs). Die beratende Volksversammlung, die früher den Präsidenten wählte und übergreifende politische Themen berät, besteht aus dem Abgeordnetenhaus, 135 Vertretern der Provinzen sowie 65 Vertretern von Standesorganisationen und kommt damit auf 700 Mitglieder. Seit 2004 ist der Majelis Permusyawaratan Rakyat (MPR) ein Zweikammerparlament. Dieses hoechste Legislativorgan besteht aus den 550 DPR (Dewan Perwakilan Rakyat) Abgeordneten und 128 Regionalvertretern (DPD). Der DPD (Dewan Perwakilan Daerah) ist somit eine im Rahmen der Dezentralisierungspolitik neu geschaffene 2. Kammer.

Präsident

Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Präsident wurde der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono. Der ehemalige Sicherheitsminister erhielt bei der Stichwahl am 20. September 2004 fast 61 Prozent der Stimmen. Er löst damit die bisherige Staatschefin Megawati Sukarnoputri ab, die nur auf gut 39 Prozent kam. Schon beim ersten Wahlgang am 5. Juli 2004 hatte der Ex-General die meisten Stimmen erzielt, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Deshalb war eine Stichwahl gegen die zweitplatzierte Megawati nötig geworden. Die Tochter von Republikgründer Sukarno war im Sommer 2001 an die Staatsspitze gerückt, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid aus dem Amt gedrängt worden war.

Parteien

Indonesien hat ein Mehrparteiensystem mit einer großen Anzahl von Parteien. Vorherrschende Partei unter Suharto war Golkar. Ihr Einfluss ist weiterhin groß, aber nicht mehr dominant. Der derzeitige Präsident Yudhoyono kandidierte bei der Präsidentschaftswahl 2004 für die neu gegründete Demokratische Partei, seine Vorgängerin und Kontrahentin Megawati für die PDI-P.

Islam

Die weit überwiegende Mehrheit der Muslime in Indonesien grenzt sich deutlich von den Terroristen ab. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich ausgesprochen liberal. Es bestehen beträchtliche Freiräume für reformislamische Diskurse. International angesehene Intellektuelle wie der ehemalige Staatspräsident Abdurrahman Wahid oder Nurcholish Majid, der eine Zeit lang als Präsidentschaftskandidat im Gespräch war, stehen repräsentativ für einen toleranten und aufgeklärten Islam. Terroranschläge islamistischer Gruppen, etwa gegen Touristenziele auf Bali in den Jahren 2002 und 2005 werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung verurteilt. Obwohl das größte islamische Land der Welt seit langem als Brutstätte von Terrornetzwerken gilt, begegnete die indonesische Regierung dieser Gefahr bislang eher halbherzig. Die Kritik aus den ASEAN-Nachbarländern sowie aus den USA und Australien, vor allem aber die sich langsam durchsetzende Erkenntnis nach dem Anschlag von Bali 2002, dass man es im eigenen Land mit Terroristen zu tun hat, veranlassten die Regierung und einige Fraktionen im Militär und der Polizei, entschlossener gegen die islamistischen Milizen vorzugehen und sich daranzumachen, in einer groß angelegten Ermittlungs- und Strafverfolgungsaktion das Netzwerk der Jemaah Islamiyah zu zerschlagen. Außerdem wurden ein Geldwäsche- und ein weit gefasstes Antiterrorgesetz verabschiedet.

Armut

Über 30 % der insgesamt 241 Mio. Indonesier leben in Armut, 9 % davon in extremer Armut. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums. Auf Java gibt es etwa 1,7 Mio. Straßenkinder. Zahlreiche Slums in denen viele Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen, sind Zentren von radikalen Islamisten die ein Teil der dortigen Bevölkerung für ihre Ideen gewinnen konnten, was sich hin und wieder in anti-amerikanischen Demostrationen äußert. Straßenkinder (vornehmlich Jungen) werden häufig von Radikalislamistischen Gruppen aufgegriffen und landen in (illegalen) Schulen.

Administrative Gliederung

Siehe: Administrative Gliederung Indonesiens. Indonesien ist derzeit in 33 Provinzen unterteilt, darunter zwei (Aceh und Jogjakarta) Sonderregionen und die Stadt Jakarta als Hauptstadtdistrikt. Die jüngste Provinz, Sulawesi Barat wurde erst im Oktober 2004 errichtet und die indonesische Regierung plant die Gründung weiterer Provinzen.

Wirtschaft

Indonesien Wirtschaft basiert auf dem Prinzip der Marktwirtschaft, wird an vielen Stellen aber von der Regierung beeinflusst. Einige große Unternehmen sind in Staatsbesitz. 1997/1998 erschütterte eine Wirtschaftskrise verschiedene Staaten in Ost- und Südostasien, wovon auch Indonesien stark betroffen war (Asienkrise). Derzeit ist die indonesische Wirtschaft aber einigermaßen stabil und hat eine Wachstumsrate von etwa 5 Prozent. Die indonesische Währung ist die Rupiah. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 3.500 USD pro Kopf [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/id.html#Econ], jedoch lebt ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist in der Landwirtschaft tätig. Einige Exportprodukte sind Holzprodukte, Agrarprodukte (Reis, Erdnüsse, Kakao, Kaffee, Palmöl, Fleisch), Textilien und Mineralien. Außerdem gibt es einige attraktive Ziele für den Tourismus, etwa auf Bali oder Flores. Indonesien ist Mitglied in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), ist aber mittlerweile zu einem Netto-Importeur von Erdöl geworden, da die eigenen Vorkommen fast erschöpft sind. Weitere Mitgliedschaften: Internationaler Währungsfond, Welthandelsorganisation, ASEAN.

Kultur

Die Nationalhymne Indonesia Raya wurde von Wage Rudolf Soepratman komponiert. Typische indonesische Musikinstrumente sind das Gamelan und Angklung. Ein traditioneller Zeitvertreib ist das indonesische Schattenspiel Wayang. Die Indonesische Kultur (Musik, Literatur, Malerei) wurde im 9. und 10. Jahrhundert zuerst vom Buddhismus, und ab dem 13. Jhd zunehmend vom Hinduismus geprägt. Eine weitere hochentwickelte Kunst ist die Batik, die in Indonesien seit Jahrhunderten beheimatet ist. In aufwendiger Technik werden reiche Muster mit Blumen und Vogelmotiven, Spiralen und phantasievoller Struktur entwickelt. Heute ist die Batik ein Exportprodukt Indonesiens. Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das bis zu dreimal am Tag gegessen wird. Überall durchziehen Reisterrassen das Land. Viele Mythen erzählen, daß der Reis ein Geschenk des Himmels ist.

Umwelt

Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste weltweit. Dennoch werden die Regenwälder Indonesiens so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Etwa 88 % des Holzes stammen aus illegalem Einschlag. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch im Zustand des Artenbestandes wider: Indonesien hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten. Die Holzwirtschaft ist nur für einen Teil der Urwaldzerstörung verantwortlich. Große Flächen werden gerodet und/oder abgebrannt, um Bodenschätze zu gewinnen oder um Agrarwirtschaft zu betreiben, vor allem Papier- oder Ölpalmen-Plantagen. Beim Abbrennen der Wälder, insbesondere in Gebieten mit viel Torf, entsteht starker Rauch der sich zeitweise auch auf die Nachbarländer Malaysia, Singapur und Brunei erstreckt und gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichtet und zu politischen Konflikten führt. Besonders stark und monatelang anhaltend war der Rauch in den Jahren 1983/84, 1997/98 und 2005. Die Humusschicht der gerodeten Flächen ist jedoch zu dünn, als dass sie langfristig agrarwirtschaftlich genutzt werden könnte. So wird auf dem ehemaligen artenreichen Regenwaldboden nur einige Jahre angebaut, bevor er nutzlos und ausgelaugt brachliegt. Meist siedelt sich dort dann das hartnäckige Elefantengras an, das das Areal in eine ökologische Wüste verwandelt. Den Bauern bleibt keine andere Möglichkeit, als Regenwald für neue Anbauflächen zu roden.

Siehe auch


- Portal:Indonesien

Literatur


- GEO Magazin, 6/86: Der Millionen-Umzug im Wettlauf mit der Zeit (zum Transmigrasi-Problem)

Weblinks


- [http://www.indonesia-berlin.de/mixed/govermentlink.htm Indonesische Botschaft in Berlin] – Links zu indonesischen Regierungsstellen (englisch)
- [http://www.aseannewsnetwork.com/indonesia.html Asean News Network] (englisch, indonesisch)
- [http://www.deutschebotschaft-jakarta.or.id/de Deutsche Botschaft in Jakarta]
- [http://mandela.inwent.org/v-ez/lis/indones Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung]
- [http://home.snafu.de/watchin Watch Indonesia!]
- [http://users.powernet.co.uk/mkmarina Website by Peter Loud] (Kartenmaterial) (englisch)
- [http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Kolonialzeit/zeitleiste.html Haus der Niederlande] – Die niederländische Kolonialzeit
- [http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/indones.htm Klaus Polak: umfangreiche Reiseberichte aus dem Inselstaat, Biodiversität, Kultur]
- [http://www.fotos.indonesia-forum.de Indonesien-Fotos] (Bali, Java, Flores, Sulawesi, etc.)
- [http://www.sunda-islands.com/lexikon.php Umfangreiches Indonesien-Lexikon] Kategorie:Indonesien Kategorie:Staat Kategorie:Südostasien ja:インドネシア ko:인도네시아 ms:Indonesia simple:Indonesia th:ประเทศอินโดนีเซีย zh-min-nan:Ìn-nî

Größenordnung (Fläche)

Dies ist eine Zusammenstellung von Flächen verschiedener Größenordnungen zu Vergleichszwecken. Die von der Grundeinheit Meter abgeleitete Einheit der Fläche im SI-Einheitensystem ist 1 Quadratmeter (1 m²). Weitere im folgenden verwendete Einheiten:
- 1 cm² (Quadratzentimeter) = 0,0001 m² : (10.000 cm² = 1 m²)
- 1 ha (Hektar) = 10.000 m²
- 1 km² (Quadratkilometer) = 1.000.000 m² = 100 ha Siehe Flächenmaß, Vorsilben für Maßeinheiten, Wissenschaftliche Notation

Kleinere Flächen als 1 mm²


- 0,50 nm² - Hülle eines Kohlenstoffatoms
- 1 nm² - Sichtbarkeitsgrenze Elektronenmikroskop 1 μm² (Quadratmikrometer) entspricht = 1.000.000 nm² (Quadratnanometer)
- 0,05 μm² - Oberfläche eines Grippevirus
- 0,20 μm² - Sichtbarkeitsgrenze Lichtmikroskop
- 500 μm² - Oberfläche einer Bakterie 1 mm² (Quadratmillimeter) entspricht = 1.000.000 μm² (Quadratmikrometer)
- 0,01 mm² - kleinstes mit bloßem Auge sichtbare Partikel
- 0,15 mm² - Oberfläche einer menschlichen Eizelle
- (weitere Beispiele gesucht)

1 mm² bis 100 mm² (1 cm²)


- 1 mm² - Kästchen auf Millimeterpapier
- 25 mm² - Kästchen auf normalkariertem Papier (5-mm-Raster)
- 33 mm² - Pupille eines Menschen
- 49 mm² - Kästchen auf großkariertem Papier (7-mm-Raster)
- (weitere Beispiele gesucht)

1 cm² bis 10 cm²


- 2,07 cm² - 1-Eurocent-Münze
- 3,89 cm² - 20-Eurocent-Münze
- 4,25 cm² - 1-Euro-Münze
- 5,21 cm² - 2-Euro-Münze
- 6,4516 cm² = 1 square inch (Quadratzoll)
- (weitere Beispiele gesucht)

10 cm² bis 100 cm²


- 11,40 cm² - Mittelloch einer Single (Musik) (Schallplatte/7")
- 46,75 cm² - normale Visitenkarte
- 50,27 cm² - Oberfläche eines Tischtennisballs
- 53,70 cm² - Spielkarte (Skatspiel, Normalformat)
- 54,60 cm² - iPod mini
- 74,40 cm² - 5-Euro-Banknote (120 × 62 mm)
- 77,70 cm² - Personalausweis (D)
- 85,09 cm² - 10-Euro-Banknote (127 × 67 mm)
- 95,76 cm² - 20-Euro-Banknote (133 × 72 mm)

100 cm² bis 1000 cm²


- 107,80 cm² - 50-Euro-Banknote (140 × 77 mm)
- 113 cm² - Größe einer Compact Disc
- 120,54 cm² - 100-Euro-Banknote (147 × 82 mm)
- 125,46 cm² - 200-Euro-Banknote (153 × 82 mm)
- 126,68 cm² - Oberfläche eines Tennisballs
- 131,20 cm² - 500-Euro-Banknote (160 × 82 mm)
- 248,29 cm² - Single (7")
- 312,5 cm² - Blatt Papier (Format A5)
- 625 cm² - Blatt Papier (Format A4)
- 729 cm² - Langspielplatte
- 895 cm² - Bildfläche eines 17-Zoll-Computermonitors (errechneter Wert bei einer Bildschirmdiagonale von 17 Zoll [entspr. 43,18 cm] und einem Seitenverhältnis von 4:3)
- 929,0304 cm² = 1 square foot (Quadratfuß)

1000 cm² bis 10.000 cm² (1 m²)


- 1090 cm² - Oberfläche eines Handballs
- 1250 cm² - Bogen Papier (Format A3)
- 1560 cm² - Oberfläche eines Fußballs
- 2500 cm² - Bogen Papier (Format A2)
- 2827 cm² - Oberfläche eines Globus Ø 30 cm
- 4070 cm² - "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci
- 5000 cm² - Bogen Papier (Format A1)
- 6270 cm² - abgerollte Tesafilmrolle (19 mm × 33 m)
- 8361,2736 cm² = 1 square yard

1 m² bis 10 m²


- 1 m² - DIN-A-0-Blatt, 841 mm × 1189 mm, das Seitenverhältnis beträgt \frac
- 1,5 bis 2 m² - Hautoberfläche des Menschen
- 2,23 m² - Eishockeytor
- 3,5 m² - Papier einer Klopapierrolle (10cm × 14cm × 250 Blatt)
- 4,16 m² - Tischtennistisch
- 6 m² - Handballtor
- 9 m² - typischer Gartenpavillon (3 × 3 m)

10 m² bis 100 m²


- 17,86 m² - Fußballtor
- 37,16 m² - Boxring
- 62,43 m² - Squashbox
- 81,74 m² - Badminton-Spielfeld
- 25-80 m² - typischer Wohnraum einer Stadtwohnung
- (Beispiele gesucht)

100 m² (1 a) bis 1000 m²


- 100,34 m² - Fläche des Torraums (Fußball)
- 123 m² - Flügelfläche des Airbus A-320
- 162 m² - Volleyball-Spielfeld
- 260,87 m² - Tennis-Spielfeld (Doppel)
- 362 m² - Flügelfläche des Airbus A-340-200/300
- 420 m² - Basketball-Spielfeld
- 525 m² - Flügelfläche des Jumbo-Jet (Boeing 747-400)
- 622,21 m² - Fläche des Strafraums (Fußball)
- 800 m² - Hallenhandball-Spielfeld
- 845 m² - Flügelfläche des Airbus A-380

1000 m² bis 10.000 m² (1 ha)


- 1722 m² - Bauernkriegspanorama von Werner Tübke, größtes Ölgemälde der Welt
- 1800 m² - Eishockey-Spielfeld
- 4000 m² - Grundfläche der Alten Oper in Frankfurt/Main
- 4046,8564224 m² = 1 acre
- 5027 m² - Feldhockey-Spielfeld
- 7350 m² - Fußballplatz, Normalmaß (variiert zwischen 4050 und 10.800 m²)

10.000 m² (1 ha) bis 100.000 m² (10 ha)


- 1,90 ha - Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin)
- 2,00 ha - Innenhof des Pentagon
- 2,68 ha - Passagierdecks der RMS Queen Mary II
- 5,29 ha - Grundfläche der Cheops-Pyramide
- (Beispiele gesucht)

100.000 m² (10 ha) bis 1 km² (100 ha)


- 11,7 ha - Grundfläche des Pentagon
- 28 ha - flächenmäßig kleinste Gemeinde der Schweiz, Ponte Tresa TI
- 44 ha - Vatikanstadt
- 45 ha - Insel Mainau, Bodensee
- 68 ha - die Insel Lindau (Bodensee), die Altstadt auf der Insel
- 90 ha - Helgoland, Hauptinsel

1 km² bis 10 km²


- 1,30 km² - Titisee, Schwarzwald
- 1,95 km² - Monaco
- 2,02 km² - Bürgerpark, Bremen
- 2,40 km² - Wiener Zentralfriedhof
- 2,50 km² - Hyde Park, London
- 2,589988110336 km² = 1 square mile (Quadratmeile)
- 2,70 km² - Wannsee, Berlin
- 3,40 km² - Central Park, New York City
- 5,21 km² - Königssee, Bayern
- 7,50 km² - Müggelsee, Berlin
- 8,90 km² - Tegernsee, Bayern

10 km² bis 100 km²


- 16,4 km² - Walchensee, Bayern
- 19,7 km² - Langeoog, Insel (Nordsee)
- 26,3 km² - Norderney, Insel (Nordsee)
- 29,1 km² - Steinhuder Meer, Niedersachsen
- 33,0 km² - Federsee, Baden-Württemberg
- 38,7 km² - Plauer See, Mecklenburg
- 45,9 km² - Attersee, Österreich
- 47,0 km² - Manhattan, New York City
- 57,2 km² - Starnberger See, Bayern
- 60,6 km² - San Marino
- 80,0 km² - Chiemsee, Bayern
- 88,7 km² - Zürichsee, Schweiz
- 99,0 km² - Sylt, Insel (Nordsee)

100 km² bis 1000 km²


- 160 km² - Liechtenstein
- 185 km² - Fehmarn, Insel (Ostsee)
- 205 km² - Hannover
- 246 km² - Malta, Insel Malta (ohne Nebeninseln)
- 310 km² - München
- 370 km² - Gardasee, Italien
- 445 km² - Usedom, Insel (Ostsee)
- 414 km² - Wien
- 468 km² - Andorra
- 570 km² - Isle of Man
- 571 km² - Bodensee, Deutschland/Österreich/Schweiz
- 581 km² - Genfersee, Schweiz/Frankreich
- 668 km² - Menorca
- 755 km² - Hamburg
- 795 km² - Madeira
- 892 km² - Berlin
- 926 km² - Rügen, Insel (Ostsee) Siehe auch: Liste der flächengrößten Städte Deutschlands

1000 km² bis 10.000 km²


- 1085 km² - Inarisee, Finnland
- 1399 km² - Färöer
- 1579 km² - London, England
- 1860 km² - Mauritius
- 2569 km² - Saarland
- 2586 km² - Luxemburg
- 2766 km² - Manitoulin, die weltweit größte Insel in einem Süßwassersee
- 3140 km² - Gotland (Insel), Schweden
- 3640 km² - Mallorca
- 4400 km² - Großer Salzsee, USA
- 4925 km² - Grand Canyon National Park
- 5650 km² - Vänern (See), Schweden
- 7105 km² - Graubünden (Kanton), Schweiz
- 8261 km² - Kreta
- 8682 km² - Korsika
- 8983 km² - Yellowstone-Nationalpark
- 9251 km² - Zypern
- 9536 km² - Kärnten

10.000 km² bis 100.000 km²


- 10.458 km² - Hawaii (Insel)
- 10.991 km² - Jamaika
- 15.761 km² - Schleswig-Holstein
- 16.251 km² - Thüringen
- 17.363 km² - Swasiland
- 17.530 km² - Regierungsbezirk Oberbayern
- 18.413 km² - Sachsen
- 20.273 km² - Slowenien
- 49.030 km² - Slowakei
- 20.445 km² - Sachsen-Anhalt
- 23.170 km² - Mecklenburg-Vorpommern
- 25.709 km² - Sizilien
- 29.475 km² - Brandenburg
- 32.900 km² - Tanganjikasee, Zentralafrika
- 35.742 km² - Baden-Württemberg
- 38.000 km² - Asowsches Meer
- 41.284 km² - Schweiz
- 45.253 km² - Einzugsgebiet der Weser
- 51.100 km² - Costa Rica
- 57.994 km² - Michigansee, USA
- 65.610 km² - Ceylon (Insel)
- 68.330 km² - Tasmanien (Insel)
- 70.552 km² - Bayern
- 76.480 km² - Hispaniola (Insel)
- 83.871 km² - Österreich
- 90.000 km² - Weißes Meer
- 93.039 km² - Ungarn

100.000 km² bis 1.000.000 km²


- 102.819 km² - Island
- 114.489 km² - Neuseeland, Nordinsel
- 151.971 km² - Neuseeland, Südinsel
- 230.000 km² - Great Barrier Reef
- 236.800 km² - Laos
- 301.301 km² - Italien
- 312.685 km² - Polen
- 322.000 km² - Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)
- 357.022 km² - Deutschland
- 373.000 km² - Japan
- 385.000 km² - Ostsee
- 386.400 km² - Kaspisches Meer
- 410.000 km² - Kalifornien
- 424.000 km² - Schwarzes Meer
- 437.072 km² - Irak
- 440.000 km² - Rotes Meer
- 449.964 km² - Schweden
- 505.992 km² - Spanien
- 551.500 km² - Frankreich (ohne Überseedépartements)
- 587.041 km² - Madagaskar
- 652.225 km² - Afghanistan
- 676.552 km² - Myanmar (Birma)
- 695.776 km² - Texas
- 779.452 km² - Türkei
- 800.000 km² - Neuguinea
- 923.768 km² - Nigeria

1.000.000 km² bis 10.000.000 km²


- 1.001.450 km² - Ägypten
- 1.284.000 km² - Tschad
- 1.380.000 km² - Einzugsgebiet der Wolga
- 1.566.500 km² - Mongolei
- 1.648.195 km² - Iran
- 1.717.854 km² - Alaska
- 2.130.800 km² - Grönland
- 2.218.000 km² - Saudi-Arabien
- 2.500.000 km² - Europäisches Mittelmeer
- 2.766.890 km² - Argentinien
- 3.166.414 km² - Indien
- 3.248.000 km² - Einzugsgebiet des Mississippi-Missouri
- 3.975.000 km² - Europäische Union
- 7.050.000 km² - Einzugsgebiet des Amazonas
- 7.682.300 km² - Australien
- 8.547.404 km² - Brasilien
- 9.538.167 km² - USA mit Puerto Rico
- 9.572.900 km² - China
- 9.970.610 km² - Kanada

Größere Flächen als 10.000.000 km² (1 · 1013m²)

1 · 1013 m² bis 1 · 1014


- 10,53 Millionen km² - Europa
- 12,36 Millionen km² - Arktischer Ozean
- 14,20 Millionen km² - Antarktika (Kontinent)
- 17,08 Millionen km² - Russland
- 17,84 Millionen km² - Südamerika
- 17,95 Millionen km² - Oberfläche des Pluto
- 23,02 Millionen km² - Oberfläche des Triton, größter Neptunmond
- 24,23 Millionen km² - Nordamerika
- 30,24 Millionen km² - Afrika
- 37,96 Millionen km² - Oberfläche des Mondes
- 44,60 Millionen km² - Asien
- 73,43 Millionen km² - Indischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 74,76 Millionen km² - Oberfläche des Merkur
- 82,40 Millionen km² - Atlantischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 83,32 Millionen km² - Oberfläche des Titan, größter Saturnmond
- 87,18 Millionen km² - Oberfläche des Ganymed, größter Jupitermond

1 · 1014 m² bis 1 · 1015


- 144,6 Millionen km² - Oberfläche des Mars
- 149,0 Millionen km² - Landfläche der Erde
- 165,0 Millionen km² - Pazifischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 361,1 Millionen km² - Wasserfläche der Erde
- 460,2 Millionen km² - Oberfläche der Venus
- 510,1 Millionen km² - Oberfläche der Erde

1 · 1015 m² bis 1 · 1016


- 7,620 Milliarden km² - Oberfläche des Neptun
- 8,083 Milliarden km² - Oberfläche des Uranus

1 · 1016 m² bis 1 · 1017


- 42,61 Milliarden km² - Oberfläche des Saturn
- 61,42 Milliarden km² - Oberfläche des Jupiter

1 · 1017 m² bis 1 · 1018


- 463,2 Milliarden km² - Fläche der Umlaufbahn des Mondes um die Erde

Über 1 · 1018


- 6,087 Billionen km² (6,09 · 1018 m²) - Oberfläche der Sonne
- 70,31 Billiarden km² (7,03 · 1022 m²) - Fläche der Umlaufbahn der Erde um die Sonne
- 108,2 Trillionen km² (1,09 · 1026 m²) - Fläche der Umlaufbahn des Pluto um die Sonne
- 42993201346803365 Quadrilliarden km² (4,30 · 1050 m²)- Fläche unserer Galaxie

Weblinks


- [http://micro.magnet.fsu.edu/primer/java/scienceopticsu/powersof10/ Interaktive Veranschaulichung von Ansichten der Welt in verschiedenen Distanzen] (englisch) Kategorie:Physik Kategorie:Geometrie

Ozean

Ein Ozean (Mehrzahl die Ozeane, von griechisch ωκεανός - der Ozean, auch als antiker Gott Okeanos) ist ein größerer Teil des Weltmeeres der Erde oder eines anderen Himmelskörpers.

Ozeane auf der Erde

Lage

Insgesamt sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Meeren (die Ozeane und deren Nebenmeere) bedeckt. Sie konzentrieren sich auf der Wasserhemisphäre, deren Zentrum im riesigen Pazifik nahe Neuseeland liegt. Auf der gegenüberliegenden Landhemisphäre befinden sich nur der Atlantik, der Arktische Ozean und Teile des Südlichen Ozeans sowie des Indiks.

Die Aufteilung der Erd-Ozeane

Umgangssprachliche Aufteilung - 3 Ozeane

Im allgemeinen und nicht nur aus ökologischer Sicht wohl überholten Sprachgebrauch spricht man von nur drei Ozeanen (Atlantischer Ozean oder Atlantik, Indischer Ozean oder Indik und Pazifischer Ozean oder Pazifik). Bei dieser Sichtweise wird der Arktische Ozean (Nordpolarmeer) als Teil des Atlantiks angesehen und der Südliche Ozean (Südpolarmeer), dessen Abgrenzungen mittels Breiten- und Längengraden ermittelt wurde, zu den (allen) 3 zuerst genannten Ozeanen gezählt.

Wissenschaftliche Aufteilung - 5 Ozeane

Wissenschaftlich bzw. offiziell betrachtet gibt es allerdings fünf Ozeane, weil alle im allgemeinen Sprachgebrauch erwähnten Bereiche des Weltmeeres als eigenständige Glieder gelten, so dass der Arktische Ozean (Nordpolarmeer) und der Südliche Ozean (Südpolarmeer) als separate Meere bzw. Ökosysteme herausgestellt werden.
- der Arktische Ozean (Nordpolarmeer)
- der Atlantische Ozean (Atlantik)
- der Indische Ozean (Indik)
- der Pazifische Ozean (Pazifik oder Stiller Ozean)
- der Südliche Ozean (Südpolarmeer)

Hemisphärische Aufteilung - 7 Teil-Ozeane

Eine alternative Betrachtungsweise teilt die zwei größten Ozeane der Erde in ihre Hemisphären auf (Nord- und Süd-Atlantik, Nord- und Süd-Pazifik) und zählt den Indik, das Nordpolarmeer und das Südpolarmeer dazu.

Historische Aufteilung - 7 Ozeane (bzw. Weltmeere)

Historisch spricht man von den Sieben Weltmeeren, die neben Atlantik, Pazifik und Indik auch die Karibik, das Mittelmeer, das Gelbe Meer und die Ostsee umfassen (oder auch andere Meere, die als Nebenmeere der Ozeane gelten, wie das Schwarze Meer oder die Nordsee).

Urgeschichtliche Aufteilung - 1 Ozean (bzw. Weltmeer)

Da sich im Lauf der Erdgeschichte die Verteilung von Land- und Wassermassen durch die von der Plattentektonik angetriebene Kontinentaldrift ständig verändert, können auch urgeschichtliche Ozeane (Urozean) unterschieden werden. So existierte in der Trias ein weltumspannender Ozean (bzw. Weltmeer), Panthalassa (Allmeer) genannt; das davon abzweigende Urmittelmeer wird Tethysmeer genannt.

Gestalt der Ozeane

Die einzelnen Ozeane, die zwischen den Kontinenten liegen, unterscheiden sich unter anderen durch Größe, Salzgehalt, ein eigenes Gezeiten-System, Wellen (Seegang) und Meeresströmungen sowie historisch-geologisch von den anderen Teilen des Weltmeeres. Innerhalb der Ozeane und ihren Nebenmeeren bzw. auf deren Meeresboden befinden sich teils sehr hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, teils sehr viele und niedrigere Schwellen, große und kleine Tiefseebecken, Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs und im Pazifik auch noch der Pazifische Feuerring. Außerdem ragen zahlreiche Inseln, Inselgruppen und Archipele aus diesen Meeren heraus und Halbinseln in diese hinein. Nord- und Südpolarmeer sind teils oder ganz von Pack- und Treibeis bedeckt.

Ozeane auf anderen Planeten

Ozeane sind wahrscheinlich nicht nur auf der Erde vorhanden, sondern unter einer mächtigen Eiskruste verborgen auch auf dem Jupitermond Europa, vielleicht auch auf den anderen Monden Ganymed und Kallisto. Viele Hinweise deuten darauf hin, dass der Mars in der Frühzeit seiner Entwicklung offene Wasserflächen enthielt. Ein Ozean aus Kohlenwasserstoffen (Methan, Ethan) könnte auf dem Saturnmond Titan existieren. Darüber, ob die großen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun vielleicht ebenfalls Schichten flüssiger Phasen, eventuell aus Helium oder Wasserstoff, beherbergen, kann nur spekuliert werden. Zur Herkunft der Ozeane siehe Herkunft des irdischen Wassers.

Siehe auch


- Geographie
- Geowissenschaften
- Globales Förderband
- Kontinent
- Meeresboden
- Meereskunde
- Meerestief
- Meerestiefe
- Nebenmeer (= Oberbegriff für):
  - Binnenmeer
  - Binnensee
  - Mittelmeer
  - Randmeer
- Ozeanografie
- Pazifischer Feuerring
- Planetologie
- Plattentektonik
- Schwelle
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Urozean
- Wasser
- Weltmeer

Weblinks


- [http://www.mapsofworld.com/world-ocean-map.htm Oceans & Seas of the World (eng.)]
- [http://www.oceano.org/ Institute Oceanographique Paris/Monaco]
- [http://www.reiseberichte.com/ Reiseberichte aus aller Welt]
- [http://www.mapquest.com/atlas/main.adp?region=oceans Mapquest - World Atlas: Oceans]
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Erde

Die Erde (von indogermanisch er[t]) ist der dritte Planet des Sonnensystems. Sie ist ca. 4,55 Milliarden Jahre alt und ist der einzige bekannte belebte Ort. Das Planetenzeichen ist 18px oder 14px. Der lateinische Name ist Terra. Die Erde zählt zu der Gruppe der erdähnlichen (terrestrischen) Planeten.

Entstehung und Aufbau der Erde

Hauptartikel: Entstehung der Erde, Innerer Aufbau der Erde, Erdfigur und Plattentektonik Plattentektonik Die Erde ist der größte Gesteinsplanet im uns bekannten Sonnensystem. Alle anderen Planeten sind kleiner oder bestehen wie Jupiter hauptsächlich aus Gas in stark komprimierten Zuständen. Die Erde entstand vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Man geht heute allgemein davon aus, dass sie während der ersten 100 Millionen Jahre einem intensiven Bombardement von Meteoriten ausgesetzt war. Heute ist nur noch ein geringer Beschuss zu verzeichnen. Die meisten der Meteore werden von Objekten kleiner als 1 cm hervorgerufen. Im Gegensatz zum Mond sind auf der Erde die meisten Einschlagkrater durch geologische Prozesse wieder ausgelöscht worden. Durch die kinetische Energie der Impakte während des schweren Bombardements und durch die Wärmeproduktion des radioaktiven Zerfalls erhitzte sich die junge Erde, bis sie größtenteils aufgeschmolzen war. In der Folge kam es zu einer gravitativen Differenzierung des Erdkörpers in einen Erdkern und einen Erdmantel. Die schwersten Elemente, vor allem Eisen, sanken in die Richtung des Schwerpunkts des Planeten, während leichte Elemente, vor allem Sauerstoff, Silizium und Aluminium nach oben stiegen. Aus diesen Elementen bildeten sich hauptsächlich silikatische Minerale, aus denen auch die Gesteine der Erdkruste bestehen. Aufgrund ihres vorwiegenden Aufbaus aus Eisen und Silikaten hat die Erde wie alle terrestrischen Planeten eine recht hohe mittlere Dichte von 5,515 g/cm3. Die Erde hat, wie alle Planeten, durch die Eigengravitation ihrer großen Masse annähernd die Form einer Kugel. Durch die Fliehkräfte ihrer ziemlich schnellen Rotation ist sie an den Polen geringfügig abgeplattet. Der Äquatorumfang ist dadurch mit 40.075,004 km um 67,183 km bzw. um 0,17 % größer als der Polumfang mit 39.940,638 km. Der Poldurchmesser ist mit 12.713,500 km dementsprechend um 42,77 km bzw. um 0,34 % kleiner als der Äquatordurchmesser mit 12.756,270 km. Solch ein geometrisches Verhältnis ist das eines Ellipsoids. Der Meeresspiegel (das Geoid) weicht davon nochmals um ± 100 Meter ab. Die Unterschiede im Umfang tragen mit dazu bei, dass es keinen eindeutig höchsten Berg auf der Erde gibt. Nach der Höhe über dem Meeresspiegel ist es der Mt. Everest im Himalaya und nach dem Abstand des Gipfels vom Erdmittelpunkt der auf dem Äquatorwulst stehende Vulkanberg Chimborazo in den Anden. Von der jeweils eigenen Basis an gemessen ist der Mauna Kea auf der vom pazifischen Meeresboden aufragenden großen vulkanischen Hawaii-Insel am höchsten. Wie die meisten festen Planeten und fast alle größeren Monde, z. B. der Erdmond, weist auch die Erde eine deutliche Dichotomie ihrer Oberfläche auf, d. h. eine Zweiteilung in unterschiedlich ausgeprägte Halbkugeln. Die Oberfläche der Erde unterteilt sich in eine Landhemisphäre und eine Wasserhemisphäre. Die Wasserfläche hat in der gegenwärtigen geologischen Epoche einen Gesamtanteil von 70,7 %. Die von der Landfläche umfassten 29,3 % entfallen hauptsächlich auf sieben Kontinente; der Größe nach: Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktika, Europa und Australien. Wobei Europa als große westliche Halbinsel Asiens im Rahmen der Plattentektonik wahrscheinlich nie eine selbstständige Einheit gewesen ist. Die kategorische Grenzziehung zwischen Australien als kleinstem Erdteil und Grönland als größter Insel wurde nur rein konventionell festgelegt. Die Fläche des Weltmeeres wird im Allgemeinen in drei Ozeane einschließlich der Nebenmeere unterteilt: In den Pazifik, den Atlantik und den Indik. Die tiefste Stelle, das Witjastief 1 im Marianengraben, liegt 11.034 m unter dem Meeresspiegel. Nach seismischen Messungen ist die Erde hauptsächlich aus drei Schalen aufgebaut: Aus dem Erdkern, dem Erdmantel und der Erdkruste. Diese Schalen sind durch seismische Diskontinuitätsflächen (Unstetigkeitsflächen) voneinander abgegrenzt. Die Erdkruste und der oberste Teil des oberen Mantels bilden zusammen die so genannte Lithosphäre. Sie ist zwischen 50 und 100 km dick und zergliedert sich in große und kleinere tektonische Einheiten, die Platten. Die größten Platten entsprechen in ihrer Anzahl und Ordnung in etwa jener der von ihnen getragenen Kontinente, mit Ausnahme der pazifischen Platte. All diese Schollen bewegen sich gemäß der Plattentektonik relativ zueinander auf den teils aufgeschmolzenen, zähflüssigen Gesteinen des oberen Mantels, der 100 bis 150 km mächtigen Asthenosphäre. Der innere Erdkern ist fest, der äußere geschmolzen und gut 4.000 °C heiß. Ein dreidimensionales Modell der Erde wird, wie alle verkleinerten Nachbildungen von Weltkörpern, Globus genannt.

Atmosphäre

Hauptartikel: Erdatmosphäre Die Erde besitzt eine etwa 640 km hohe Atmosphäre. Deren Masse beträgt 5,13 x 1018 kg und macht somit knapp ein Millionstel der Erdmasse aus. Der mittlere Luftdruck auf dem Niveau des Meeresspiegels ist 1.013 hPa groß; bei einer mittleren Luftdichte von 1,293 kg/m3. In den bodennahen Schichten besteht die Lufthülle im Wesentlichen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 1 % Edelgasen. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Wasserdampf (0 – 5 %), der das Wettergeschehen bestimmt. Die auf der Erde gemessenen Temperaturextreme betragen –89,6 °C (gemessen am 21. Juli 1983 in der Wostok-Station in der Antarktis auf 3.420 Metern Höhe, was einer Temperatur von –60 °C auf Meereshöhe entspräche) und +58 °C (gemessen am 13. September 1922 in Al 'Aziziyah in Libyen auf 111 Metern Höhe). Die mittlere Temperatur in Bodennähe beträgt 15 °C; die Schallgeschwindigkeit bei dieser Temperatur beträgt in der Luft am Meeresniveau etwa 340 m/s. Die Erdatmosphäre streut den kurzwelligen, blauen Spektralanteil des Sonnenlichts etwa fünfmal stärker als den langwelligen, roten und bedingt dadurch bei hohem Sonnenstand die Blaufärbung des Himmels. Dass die Oberfläche der Meere und Ozeane vom Weltall aus gesehen blau erscheinen, weswegen die Erde seit dem Beginn der Raumfahrt auch der Blaue Planet genannt wird, ist jedoch auf die stärkere Absorption roten Lichtes im Wasser selbst zurückzuführen. Die Spiegelung des blauen Himmels an der Wasseroberfläche ist dabei nur von nebensächlicher Bedeutung.

Globaler Energiehaushalt

Der Energiehaushalt der Erde wird im Wesentlichen durch die Einstrahlung der Sonne und die Ausstrahlung der Erdoberfläche bzw. Atmosphäre bestimmt, also durch den Strahlungshaushalt der Erde. Der sonstige vorwiegend durch radioaktive Zerfälle erzeugte Energiebeitrag beträgt nur etwa 0,1 %. Die Albedo der Erde beträgt im Mittel 0,367, wobei ein wesentlicher Anteil auf die Wolken der Erdatmosphäre zurückzuführen ist. Dies führt zu einer globalen effektiven Temperatur von 246 K (-27 °C). Die Durchschnittstemperatur am Boden liegt jedoch durch einen starken atmosphärischen Treibhauseffekt bzw. Gegenstrahlung bei etwa 288 K (15 °C), wobei die Treibhausgase Wasser und Kohlendioxid den Hauptbeitrag liefern.

Herkunft des irdischen Wassers

Hauptartikel: Herkunft des irdischen Wassers Die Herkunft des Wassers auf der Erde, insbesondere die Frage, warum auf der Erde deutlich mehr Wasser vorkommt als auf den anderen erdähnlichen Planeten, ist bis heute nicht befriedigend geklärt. Ein Teil des Wassers dürfte durch das Ausgasen der Magma entstanden sein, also letztlich aus dem Erdinneren stammen. Ob dadurch aber die Menge an Wasser erklärt werden kann, ist fragwürdig. Weitere große Anteile könnten aber auch durch Einschläge von Kometen, transneptunischen Objekten oder wasserreichen Asteroiden (Protoplaneten) aus den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels auf die Erde gekommen sein. Messungen des Isotopenverhältnisses von Deuterium zu Protium (D/H-Verhältnis) deuten dabei eher auf Asteroiden hin, da in Wassereinschlüssen in kohligen Chondriten ähnliche Verhältnisse gefunden wurden wie in ozeanischem Wasser, wohingegen bisherige Messungen dieses Isotopen-Verhältnisses an Kometen und transneptunischen Objekten nur schlecht mit irdischem Wasser übereinstimmten.

Himmelsmechanik

Umlaufbahn

Der mittlere Abstand des Zentrums der Erde vom Zentrum der Sonne ist die große Bahnhalbachse und beträgt etwa 149.597.870 km. Ursprünglich wurde dieser Abstand der Definition der Astronomische Einheit (AE) zugrunde gelegt, die als astronomische Längeneinheit hauptsächlich für Entfernungsangaben innerhalb des Sonnensystems verwendet wird. Der sonnennächster Punkt der Erde, das Perihel, liegt bei 0,983 AE AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 1,017 AE. Sie läuft also auf einer elliptischen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0167 um die Sonne. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt sie 365 d 6 h 9 min 9,54 s, diese Zeitspanne wird auch als Siderischen Jahres bezeichnet. Die Bahnebene der Erde wird als Ekliptik bezeichnet.

Mond

Hauptartikel: Mond Die Erde wird von einem Mond umkreist. Dieser ist im Vergleich zur Erde deutlich größer als es bei den anderen Planeten mit Ausnahme des Pluto/Charon-Systems der Fall ist. Der große Mond ist verantwortlich für die Stabilität der Schiefe der Ekliptik der Erde und damit auch für die guten Bedingungen zum Entstehen von Leben auf der Erde.

Rotation und Gezeiten

Die Erde rotiert einmal in 23 h 56 min 4,09 s um ihre eigene Achse. Analog zum siderischen Jahr wird diese Zeitspanne als ein Siderischer Tag bezeichnet. Aufgrund der Bahnbewegung der Erde entlang ihrer Umlaufbahn und der daraus resultierenden leicht unterschiedlichen Position der Sonne an nacheinander folgenden Tagen ist ein Sonnentag, der als die Zeitspanne zwischen zwei Sonnenhöchstständen (Mittag) definiert ist, etwas größer als ein Siderischer Tag und wird nach Definition in 24 Stunden eingeteilt. Aufgrund der Neigung der Rotationsachse der Erde von 23,44° gegen die Ekliptik werden die Nord- und die Südhalbkugel der Erde an verschiedenen Punkten ihrer Umlaufbahn um die Sonne unterschiedlich beleuchtet, was zu den das Klima der Erde prägenden Jahreszeiten führt. Jahreszeiten Der Mond verursacht auf der Erde Gezeiten. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die Gezeiten wirken sich auch auf die Landmassen aus, die sich um etwa einen halben Meter heben und senken.
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt. Der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, dessen Bahn sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert. Die zunehmende Tageslänge kann geologisch anhand von Wachstumsringen in fossilen Korallen nachgewiesen werden. Man findet in diesen Sedimenten eine Spur für jeden Tag, und eine jährliche Regelmäßigkeit, aus der sich die Anzahl der Tage im damaligen Jahr bestimmen lässt. In der Vergangenheit zeigt sich die Zunahme der Tageslänge anhand überlieferter Sonnenfinsternisse, die bei gleich bleibender Tageslänge an einem anderen Ort auf der Erde sichtbar gewesen wären. Extrapoliert man diese Abbremsung in die Zukunft, wird auch die Erde einmal dem Mond immer die gleiche Seite zuwenden, wobei ein Tag auf der Erde dann 47 Mal so lang wäre wie heute. Damit unterliegt die Erde dem gleichen Effekt, der in der Vergangenheit schon zur gebundenen Rotation des Mondes geführt hat. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Korotation eintreten wird, wird das Wechselspiel der Gezeiten beendet sein. Die Flutberge verbleiben dann immer an einem Ort auf der Verbindungslinie Erde-Mond und es wird zu einer dauerhaften Verformung des Erdkörpers kommen, ähnlich dem des Mondes. Diese Überlegungen kann man allerdings als hypothetisch betrachten, da zum einen die Stabilität der Erdrotation nicht gewährleistet ist. Zum anderen wird sich durch den Übergang der Sonne zu einem weißen Zwerg auch das gesamte Sonnensystem verändert haben.

Leben und Klima

weißen Zwerg Die Erde ist bisher der einzige Planet, auf dem Leben bzw. eine Biosphäre nachweisbar ist. Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung begann das Leben auf der Erde möglicherweise innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums, gleich nach dem Ausklingen eines schweren Bombardements großer Asteroiden, dem die Erde nach ihrer Entstehung vor ca. 4,6 Milliarden Jahren bis etwa vor 3,9 Milliarden Jahren als letzte Phase der Bildung des Planetensystems ausgesetzt war. Nach dieser Zeit hat sich eine stabile Erdkruste ausgebildet und soweit abgekühlt, dass sich Wasser auf ihr sammeln konnte. Die ältesten direkten, allerdings umstrittenen Hinweise auf Leben, die als versteinerte Cyanobakterien gedeutet werden, sind 3,5 Milliarden Jahre alt und wurden in Gesteinen der Warrawoona-Gruppe im Nordwesten Australiens gefunden. In 3,85 Milliarden Jahre altem Sedimentgestein aus der Isua-Region im Südwesten Grönlands wurden in den Verhältnissen von Kohlenstoffisotopen Anomalien entdeckt, die auf biologischen Stoffwechsel hindeuten könnten; bei dem Gestein kann es sich aber auch statt um Sedimente lediglich um ein stark verändertes Ergussgestein ohne derartige Bedeutung handeln. Die ältesten und eindeutigen Lebensspuren auf der Erde sind 1,9 Milliarden Jahre alte fossile Bakterien aus der Gunflint-Formation in Ontario. Die chemische wie die biologische Evolution sind untrennbar mit der Klimageschichte verknüpft. Das Leben wird in seiner Entwicklung von den herrschenden Bedingungen geprägt und hat seinerseits Einfluss auf die Entwicklung und das Erscheinungsbild der Erde. Durch den Stoffwechsel des pflanzlichen Lebens bzw. durch die Photosynthese wurde die Erdatmosphäre mit molekularem Sauerstoff angereichert und bekam ihren oxidierenden Charakter. Zudem wurde die Albedo und damit die Energiebilanz durch die Pflanzendecke merklich verändert.

Klimazonen

Die Erde wird anhand unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in Klimazonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegelbildlich verlaufen. Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen sind umso stärker, je weiter die Klimazone vom Äquator und vom nächsten Ozean entfernt liegt.

Polarzone

Unter den Polargebieten versteht man zum einen die Region innerhalb des nördlichen Polarkreises, die Arktis, sowie den Kontinent der Antarktis auf der Südhalbkugel der Erde. Besonderes Kennzeichen der Polarregionen sind neben dem kalten Klima mit viel Schnee und Eis der bis zu einem halben Jahr dauernde Polartag mit der Mitternachtssonne bzw. die Polarnacht, aber auch die Polarlichter.

Gemäßigte Zone

Die gemäßigte Klimazone erstreckt sich vom Polarkreis bis zum vierzigsten Breitengrad und wird in eine kalt-, kühl- und warmgemäßigte Zone eingeteilt. Diese Zone weist einen großen Unterschied zwischen den Jahreszeiten auf, der in Richtung der Erdmitte jedoch etwas abnimmt. Ein weiteres Merkmal sind die Unterschiede zwischen Tag und Nacht, die je nach