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Indischer Subkontinent
Als Indischer Subkontinent wird die Landmasse südlich des Himalayas bezeichnet, auf der die Staaten Pakistan, Indien und Bangladesch liegen.
Die Bezeichnung rührt daher, dass es sich hierbei um eine von der eurasischen Platte getrennte Kontinentalplatte handelt, die im Verlauf der Erdgeschichte lange selbstständig durch den indischen Ozean driftete. Bei ihrem Zusammenstoß mit Asien wurde der Himalaya aufgetürmt.
In der Umgangssprache wird auch die verkürzende Bezeichnung "Der Subkontinent" verwendet, da es sich um das einzige derartige Objekt handelt, das häufig so genannt wird.
Siehe auch: Südasien
Kategorie:Asien
Kategorie:Geographie (Indien)
Kategorie:Bangladesch
Kategorie:Pakistan
ja:インド亜大陸
ko:인도아대륙
th:อนุทวีปอินเดีย
Himalaya
Der Himalaya (Hindi, हिमालय, himālaya, von Sanskrit hima = Schnee, alaya = Ort, Wohnsitz) ist ein Gebirge Asiens, das sich nördlich des indischen Subkontinents erhebt.
Der Himalaya ist eines der jüngsten Gebirge der Erde. Es entstand im Tertiär, als der indische Subkontinent auf die Landmasse von Asien traf und im Laufe von Jahrmillionen dieses gewaltige Gebirge aufwarf. Noch heute wächst der Himalaya, obwohl die Erosionskräfte dem stark entgegenwirken. Die Alpen und Anden sind Gebirge, die ähnlich alt sind wie der Himalaya.
Hier befinden sich die höchsten Berge der Welt, die so genannten Achttausender. Gipfel wie Mount Everest, Nanga Parbat oder Makalu sind weltbekannt. Vier der höchsten 14 Berge der Erde befinden sich im Karakorum, welches sich westlich an den Himalaya anschließt.
Der Himalaya lässt sich in verschiedene Gebirgsketten unterteilen, die von Süden nach Norden ansteigen. Im Süden befindet sich das Siwalikgebirge, woran sich nördlich der Vordere Himalaya und der Hoch-Himalaya anschließen. Nördlich der breiten Täler des Tsangpo (später Brahmaputra) und seiner Nebenflüsse liegt der Transhimalaya.
Im südwestlich vorgelagerten Garhwal-Gebirge entspringt der Ganges.
Die Staaten Nepal und Bhutan liegen am Südhang, nördlich schließt sich das Hochland von Tibet an. Auch Pakistan und Indien haben Anteil an diesem Gebirge.
Indien
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Weblinks
- [http://www.getting-around.de/Ort_Lhasa.html Reisebericht aus Lhasa und von einer Tour zum Mt. Everest mit Bildern und Videos]
- [http://www.alpin-koordinaten.de/cgi-bin/start.pl?action=search&search=&searchGid=147 Die höchsten Gipfel des nepalesischen Himalayas]
Kategorie:Gebirge in Asien
Kategorie:Geographie (Asien)
ja:ヒマラヤ山脈
ko:히말라야 산맥
ms:Himalaya
simple:Himalaya
th:เทือกเขาหิมาลัย
Pakistan
Pakistan (Urdu: پاکستان ) ist ein Staat in Südasien. Pakistan grenzt an Iran, Afghanistan, China, sowie an die indischen Bundesstaaten Jammu und Kashmir, Punjab, Rajasthan und Gujarat (im Uhrzeigersinn). Pakistan liegt am Arabischen Meer, welches Teil des Indischen Ozeans ist.
Die Ursprünge des Namens „Pakistan“ sind umstritten. Auf Urdu bedeutet er „Land der Reinen“ (pak: rein; stan: Land). Es ist allerdings auch vorstellbar, dass „Pakistan“ ein aus den Namen der damaligen Provinzen – Punjab, Afghanien, Kaschmir, Indus-Sind und Belutschistan – zusammengesetztes Akronym ist.
Geographie
Klima
Akronym]Akronym]Akronym]
Bevölkerung
Sprachen
Urdu und Englisch sind die Amtssprachen Pakistans. Englisch wird vor allem von der Regierung, als Geschäfts- und Bildungssprache an den Universitäten verwendet, während Urdu die Verkehrssprache des Großteils der Bevölkerung ist, obwohl es als Muttersprache nur von acht bis zehn Prozent der Einwohner gesprochen wird. Die Zahl der Urdu-Muttersprachler steigt jedoch durch die gesellschaftliche Funktion der Sprache ständig, vor allem dadurch, dass Standard-Urdu in der überwiegenden Mehrzahl der Schulen (auf primärem und sekundärem Niveau) als Unterrichtssprache verwendet wird. Drei weitere wichtige Sprachen Pakistans sind ebenfalls indo-arische Sprachen, die mit dem Urdu verwandt sind: Punjabi (58 %), Sindhi (12 %), Siraiki (9,8 % – wird manchmal als Panjabi-Dialekt betrachtet). Nur Sindhi wird in größerem Umfang als Schriftsprache verwendet. In Karachi leben aus dem Raum Mumbai stammende Bevölkerungsgruppen, die immer noch Gujarati sprechen. Die Sprachen Paschtu, (8 %) und Belutschi (3 %) gehören zu den iranischen Sprachen, das in Belutschistan gesprochene Brahui ist eine dravidische Sprache.
Im Norden des Landes gibt es eine Vielzahl von Sprachen, die nur von sehr wenigen Menschen gesprochen werden. Balti ist ein in arabischer Schrift geschriebener tibetischer Dialekt, Buruschaski eine isolierte Sprache.
Religionen
Ca. 96 % der Einwohner von Pakistan sind Muslime. Sie gehören verschiedenen Strömungen an, über deren Stärke aber nur Mutmaßungen angestellt werden können, da sie nicht erfasst werden.
In der Mehrheit sind die Muslime Sunniten. Der sunnitische Islam präsentiert sich in Pakistan jedoch nicht als Einheit. Vielmehr teilt er sich in mehrere Denkschulen auf. Die Richtung mit den meisten Anhängern dürften die Barelwis sein. Sie vertreten einen durch den Sufismus (islamische Mystik) geprägten Islam und sind strenge Anhänger der hanafitischen Rechtsschule. Sie dominieren vor allem in den ländlichen Teilen der Provinzen Sindh und Punjab, haben aber auch viele Anhänger in den Großstädten Lahore, Multan und Rawalpindi. Die Deobandis sind ebenfalls Hanafiten, sie lehnen jedoch im Gegensatz zu den Barelwis Gräber- und Heiligenverehrung ab. Die Deobandis sind in Karatschi und unter den Paschtunen der North-West Frontier Province und Belutschistans stark vertreten. Die kleinste der drei sunnitischen Denkschulen sind die puritanischen, an Saudi-Arabien angelehnten Ahl-i Hadîth, welche die Rechtsschulen sowie den Sufismus ablehnen. Ihre Zentren sind Lahore, Sialkot, Gujranwala und Faisalabad.
Unklar ist, wie hoch der Anteil der 12er-Schiiten (Imamiten) an der Bevölkerung Pakistans ist. Die meisten Schätzungen gehen von 15 % aus. Sie sind in Karatschi, Lahore, Sialkot und Jhang sowie in den Northern Areas stark vertreten. Während der schiitischen Trauerzeremonien im Muharram kommt es in Pakistan häufig zu blutigen Auseinandersetzungen. Daneben sind in Pakistan zwei ismailitische Gruppierungen vertreten. Die Bohras leben vor allem in Karatschi, die Nizaris sind daneben vor allem in den Northern Areas (Gilgit und Hunza) sowie Chitral (N.W.F.P.) vertreten. Eine schiitische Sondergruppe im äußersten Norden sind die Nurbakhshis.
Die Ahmadis, die vor allem in ihrem Zentrum Rabwah sowie um Sialkot herum leben, sind in Pakistan seit 1974 offiziell nicht mehr als Muslime anerkannt; sie sind zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Es gibt außerdem Bestrebungen, die in Belutschistan verbreitete Gruppierung der Zikris zu Nichtmuslimen zu erklären.
Im Zuge der Teilung von 1947 verließen fast alle Hindus und Sikhs den Punjab. In Sindh blieb jedoch etwa ein Drittel der Hindus zurück. Hoch ist ihr Bevölkerungsanteil speziell in der Wüste Thar. Ihr Anteil an der pakistanischen Bevölkerung liegt zwischen 1,5 und 2 %. Etwa gleich hoch ist der Anteil der Christen. Sie leben vor allem um Lahore herum, in Rawalpindi und Islamabad sowie in Karatschi. Meist handelt es sich um Nachfahren von Unberührbaren, die während der britischen Kolonialzeit zum Christentum konvertierten. Andere stammen jedoch von Goanern ab, die zu jener Zeit oft als Bedienstete der Kolonialherren tätig waren. Die römisch-katholische Kirche und die aus mehreren britischen protestantischen Denominationen entstandene Church of Pakistan sind etwa gleich stark, hinzu kommen einige von US-amerikanischen Missionen gegründete Kirchen. In Karatschi leben außerdem mehrere Tausend Parsen genannte Anhänger des Zoroastrismus und im äußersten Nordwesten des Landes einige Tausend Kalash, die den indogermanischen Pantheon verehren.
Übergriffe gegen Christen und Hindus sind nicht selten. Insgesamt ist das Land von einer Atmosphäre der religiösen Intoleranz geprägt.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Pakistans
Entstehungsgeschichte
Der Staat Pakistan ist 1947 aus Teilen von Britisch-Indien entstanden. Hintergrund der Gründung Pakistans, war der Wunsch muslimischer Bevölkerungsteile, in einem eigenen Staat, der nicht Teil des hinduistisch dominierten Indiens ist, zu leben. Als Staatsgründer wird der Moslemführer Ali Jinnah angesehen. Als Führer der 1906 gegründeten All India Muslim League mobilisierte er die Mehrheit der Muslime für einen eigenen Staat, nachdem in den 1930er Jahren mehrere Versuche, einen Kompromiss mit dem Indian National Congress zu finden, gescheitert waren. Während die westliche gebildete Mittelschicht, die Großgrundbesitzer, aber auch die Landbevölkerung die Forderung nach der Gründung Pakistans unterstützten, blieb ein Teil der konservativen Religionsgelehrten auf Distanz. Außerdem trat ein großer Teil der Paschtunen für ein ungeteiltes Indien oder für die Eingliederung der Paschtunengebiete (NWFP und FATA) an Afghanistan ein. Im Zuge der Teilung verließen über 4 Millionen Muslime das heutige Indien, während ca. 7 Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750.000 Menschen ihr Leben verloren.
Bei der Teilung war umstritten, welchem der beiden Staaten der Fürstenstaat Kaschmir zugeschlagen werden sollte. Vom mehrheitlich hinduistischen Gebiet Jammu und dem mehrheitlich buddhistischen Ladakh abgesehen war die Bevölkerung des Staates überwiegend muslimischen Glaubens. Die herrschende Dynastie war jedoch hinduistisch, weshalb sich der Fürst zunächst nicht entscheiden wollte und später Indien anschloss. Pakistan erlangte jedoch die Herrschaft über den westlichen und nördlichen Teil dieser Region. Beide Staaten beanspruchen ganz Kaschmir als ihr Territorium, eine von der UNO vorgeschlagene Volksabstimmung wurde nie durchgeführt. Der Kaschmirkonflikt prägt seither die Beziehung beider Staaten.
Als Folge des Bangladesch-Kriegs von 1971 trennte sich Ost-Pakistan, das heutige Bangladesch, von Pakistan.
Weiterer Verlauf und aktuelle Politik
Pervez Musharraf ist seit 1999 Präsident Pakistans.
Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 steht das Land im verstärktem Maße im Spannungsfeld und im Fokus religiös-motivierter Auseinandersetzungen, insbesondere da Musharraf eine enge politische und militärische Allianz mit den USA eingegangen ist. Die nach Meinung vieler prowestlich orientierte Politik des Präsidenten ist in dem muslimisch orientierten Land umstritten.
Neben den konventionellen Waffen verfügt Pakistan auch über Atomwaffen, die seit 1976 unter Leitung von Abdul Kadir Khan entwickelt und 1998 zum ersten Mal getestet wurden, sowie dafür geeignete Kurz- und Mittelstreckenraketen.
Unabhängig davon beteiligt man sich weiter am Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Am 7. März 2004 teilte die Regierung mit, dass sie bei ihrer Fahndung nach Mitgliedern der Extremisten-Organisation Al-Qaida im Westen des Landes Unterstützung von den Stammesfürsten in Form von 2.000 bewaffneten Kämpfern bekommen würde.
Im März 2002 begann die Volksrepublik China mit dem Bau eines gewaltigen Öl- und Containerhafens in Gwadar.
2005 erhält Pakistan gleichzeitig mit Indien und dem Iran den Status als Beobachter bei der Shanghai Cooperation Organization (SCO).
Siehe auch: Liste der Premierminister von Pakistan
Politik
Der Präsident wird seit der letzten Verfassungsänderung von 2002 alle 5 Jahre durch ein Wahlmännerkollegium gewählt, eine Wiederwahl ist sofort und in unbegrenzer Reihenfolge möglich.
Das Parlament (Majlis-e Shura) besteht aus der Nationalversammlung und dem Senat. Die 342 Abgeordneten der Nationalversammlung werden alle 5 Jahre nach dem Verhältnisswahlrecht gewählt, jedoch sind hierbei 60 Sitze für Frauen und 10 Sitze für Nichtmuslimische Minderheiten reserviert. Von den 100 Mitgliedern des Senats werden 88 alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, 8 von den Stammesterretorien und 4 vom Hauptstadtbezirk entsand.
Bildung
Pakistan ist eines von weltweit nur zwölf Ländern, die weniger als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ins Bildungswesen investieren.
Es gibt über 40 Universitäten und 1.600 Colleges.
47% der Männer und 71% der Frauen in Pakistan sind Analphabeten.
Bibliothekswesen
Über 6.000 Bibliotheken sind in akademischen, privatwirtschaftlichen und religiösen Einrichtungen anzutreffen. Das öffentliche Bibliothekswesen ist stark unterentwickelt. Die knapp 300 öffentlichen Bibliotheken befinden sich in größeren Städten. In den 1980er Jahren wurden auf dem Land über 4.000 "box libraries" eingerichtet über deren aktuellen Zustand wenig bekannt ist. Seit 1998 fordert die nationale Bildungspolitik die Einrichtung von Bibliotheken auf dem Land - bisher jedoch ohne Konsequenzen.
Laut Aussage der PCTL (Pakistan Telecommunication Company Limited) sollen für 95 % der Bevölkerung Internetzugang möglich sein. Eine relativ große Anzahl von Internet-Cafés könnte diese Zahl bestätigen. Eine sehr geringe Anzahl von mit internationaler Hilfe aufgebauter Cyber Community Centers stellt qualitative Internetinformationszugänge auf dem Land zur Verfügung und bietet PC- und Internetkurse an.
An sechs Universitäten kann ein postgraduales Diplom in Library and Information Science erworben werden.
Politische Gliederung
Hauptartikel: Politische Gliederung Pakistans
Siehe auch: Liste der Städte in Pakistan
Literatur
- Susanne Thiel: KulturSchock Pakistan (1997).
- Ashok Kapur: Pakistan in Crisis (2002).
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=129 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtiges Amtes
- [http://www.sai.uni-heidelberg.de/abt/intwep/zingel/hdw3pak.htm Information über Pakistan - Eine sehr ausführliche Seite über Pakistan]
- [http://www.suedasien.net/laender/pakistan/geschichte.htm suedasien.net Eine ausführliche Seite über Pakistan]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16804/1.html Projektionsfläche Pakistan Die muslimische Nation war bereits lange vor ihrer Staatsgründung eine Projektionsfläche der Weltwirtschaft]
- [http://www.storyofpakistan.com/ Story of Pakistan The Most Comprehensive Reference on the Political History of Pakistan]
- [http://www.urckarachi.org/Population%20Table-5.htm Die Ergebnisse der Volkszählungen aller Städte Pakistans von 1901 bis 1998]
- [http://dir.yahoo.com/regional/countries/pakistan/news_and_media/newspapers/ Pakistanische Zeitungen in Englisch und Urdu]
- [http://www.dpgk.de/ Deutsch-Pakistanische Gesellschaft Karlsruhe e.V.]
Kategorie:Staat
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ja:パキスタン
ko:파키스탄
ms:Pakistan
simple:Pakistan
th:ประเทศปากีสถาน
zh-min-nan:Pakistan
Bangladesch
Bangladesch (bengali বাংলাদেশ, Bānglādesh) ist ein Staat in Süd-Asien, der an Indien und Myanmar grenzt.
Geographie
Bangladesch grenzt an die indischen Bundesstaaten Westbengalen, Assam, Meghalaya, wieder Assam, Tripura und Mizoram (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen), sowie an Myanmar und den Golf von Bengalen (Teil des Indischen Ozeans).
Indischen Ozeans
Der größte Teil Bangladeschs wird vom Deltabereich der Flüsse Ganges und Brahmaputra gebildet; ein von vielen Wasserläufen durchzogenes ebenes Gebiet, das häufig von Überschwemmungen bedroht ist, da die großen Flüsse aufgrund der Abholzungen im Himalaya immer öfter große Wassermassen führen müssen. Die Hauptstadt Dhaka liegt nur sechs Meter über NN.
Im Mündungsbereich des Ganges und Brahmaputra erstrecken sich über weite Teile entlang der Küste die Mangrovengebiete der Sundarbans. Aufgrund des flachen, breiten Küstenstreifens vor Bangladesch verlief sich auch die Wucht des Tsunamis in Folge des Erdbebens im Indischen Ozean 2004 fast vollständig vor der Küste.
Das Klima Bangladeschs ist tropisch mit zunehmenden Niederschlägen von West nach Ost. Bangladesch liegt im Einflussbereich des Südwest-Monsuns, so dass durchschnittlich 1.500 bis 2.250 mm Jahresniederschlagssumme erreicht werden. Im Osten, am Fuß der Tripura-Lushai-Berge, fallen 3.000 bis 4.000 mm (siehe Klimadiagramm Chittagong). Mehr als die Hälfte der Jahresniederschläge entfällt auf die Monate Juni bis August. Im März/April und auch im Oktober kommt es häufig zu tropischen Wirbelstürmen über dem Golf von Bengalen, die oft katastrophale Folgen haben, da die damit verbundenen Fluten weite Teile des Landes überschwemmen.
Die ursprüngliche Waldvegetation ist weitgehend vernichtet, die außerordentlich hohe Bevölkerungsdichte von 1002 Einwohner/km² (die höchste aller Flächenländer) hat zu einer umfassenden Umwandlung in Ackerland geführt, auf dem fast ausschließlich Reis angebaut wird.
Städte
Die Hauptstadt Dhaka hatte bei der Volkszählung am 22. Januar 2001 in der eigentlichen Stadt 5.378.023 Einwohner und in der Agglomeration 9.912.908. Sie ist damit vor Chittagong und Khulna die größte Stadt des Landes.
Die größten Städte sind (Volkszählung 2001):
# Dhaka: 5.378.023 Einwohner
# Chittagong: 2.095.846 Einwohner
# Khulna: 773.216 Einwohner
# Rajshahi: 383.655 Einwohner
# Sylhet: 285.308 Einwohner
Siehe auch: Liste der Städte in Bangladesch
Geschichte
Bangladesch (gängige Übersetzung: Land der Bengalen, (bangla = bengalisch + desh = Land, dies hat in keiner Weise mit bhang zu tun, was fälschlicherweise oft vermutet wird)) bildete bis 1947 einen Teil Britisch-Indiens. Nach der Teilung des Landes in einen mehrheitlich hinduistischen Staat (Indien) und einen muslimischen Staat (Pakistan) wurde das ebenfalls überwiegend islamische Ost-Bengalen Pakistan zugeschlagen, von dem es geographisch durch Indien getrennt war. Trotz der gemeinsamen islamischen Religion trennten Westpakistan und Ostpakistan aber vor allem sprachliche und kulturelle Verschiedenheiten. Nachdem Scheich Mujibur Rahman mit seiner Forderung nach innerer Autonomie für Bengalen (Ostpakistan) in Westpakistan auf Widerstand stieß und die westpakistanische Armee separatistische Bestrebungen blutig unterdrückte, begann am 25. März 1971 die Sezession in Ostpakistan (Bangladesch-Krieg). Einen Tag später, am 26. März 1971, proklamierte Mujibur Rahman die Unabhängigkeit des Landes. Eine endgültige Entscheidung konnte aber erst durch ein Eingreifen Indiens in Ostpakistan, das sich für den Freiheitskampf der Bengali stark machte, herbeigeführt werden (3. – 16. Dezember 1971). Am 17. Dezember 1971 erlangte Ost-Pakistan schließlich auch völkerrechtlich die Unabhängigkeit, und gab sich den Namen Bangla Desh.
Politik
Republik seit 1991; Verfassung von 1972 (im Commonwealth), letzte Änderung 1996; Parlament (Jatiya Sangsad, dt. „Haus der Nation“) mit 330 Mitgliedern, davon 300 direkt gewählt, 30 für Frauen reserviert; Wahl alle 5 Jahre; Wahl des Staatsoberhauptes durch Parlament alle 5 J. (einmalige Wiederwahl); Wahlrecht ab 18 J.
- Verwaltung: 6 Provinzen mit 64 Bezirken
- Staatsoberhaupt: Iajuddin Ahmed (BNP), seit 6. September 2002
- Regierungschef: Khaleda Zia (BNP), seit 8. Oktober 2001
- Äußeres: Morshed Khan, seit 16. November 2001
- Parteien: Wahlen zum Parlament vom 1. Oktober 2001: Bangladesh National Party/BNP 193 von 300 Sitzen (1996: 116), Awami League/AL 62 (146), Jamaat-e-Islami 17 (3), Jatiya Dal/Ershad 14 (32), Jatiya Dal/Naziur 4 (-), Sonstige 4 (2), Unabhängige 6 (1) -
- Unabhängigkeit: Proklamation 26. März 1971, endgültig 17. Dezember 1971 (ehem. Teil von Britisch-Indien; ab 1947 Teil von Pakistan)
- Nationalfeiertag: 26. März.
Bevölkerung
1971
Der Großteil der Bevölkerung, 83 %, bekennen sich zum Islam. Dies wird gefolgt vom Hinduismus mit 16 % und dem Buddhismus mit nur 1 %.
Verwaltungsgliederung
Bangladesch gliedert sich in sechs Verwaltungseinheiten (Divisions), die nach deren Hauptstadt benannt wurden. Diese wiederum unterteilen sich in 64 Bezirke (Districts). Die Divisions sind:
- Barisal
- Chittagong
- Dhaka
- Khulna
- Rajshahi
- Sylhet
Wirtschaft
Mit einem BIP pro Kopf von 360 US-Dollar im Jahr 2003 gehört Bangladesch zu den ärmsten Ländern der Erde. Beim HDI nimmt es Rang 139 von 175 erfassten Ländern ein. Wegen der extremen Überbevölkerung sterben bei Hochwassern regelmäßig eine große Anzahl von Menschen.
Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß, arbeiten doch 56 % aller Erwerbstätigen in ihr; der Beitrag zum BIP beläuft sich aber nur auf 23 %, während die Industrie 25 % und der Dienstleistungssektor 52 % erwirtschaften.
Im Jahr 2000 wurden für 8.403 Mio. US-Dollar Waren importiert und für 5.762 Mio. US-Dollar exportiert, so dass die Außenhandelsbilanz einen negativen Saldo von 2.641 Mio. US-Dollar aufwies. Hauptexportgut sind mit einem Anteil von über 75 % Textilien.
Die international operierende Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines gehört zu 100 % dem Staat.
Weblinks
- [http://www.bangladesh.gov.bd/ Homepage der Regierung von Bangladesch] (engl.)
- [http://www.bangladeshembassy.de/ Botschaft von Bangladesch in Deutschland]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=16 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18958/1.html www.heise.de/] Bangladesh: Arsen im Trinkwasser, Arsen im Reis - größte Massenvergiftung der Menschheit (12/2004)
- [http://www.bangladesch.org/set.php?id=netz&uid=wir_ueber_uns Netz-Zeitschrift speziell zu Bangladesh]
- Menschenrechte in Bangladesch - [http://www.ahrchk.net Asiatische Menschenrechtskommission]
- [http://www.asha-hoffnung.de/ Asha-Hoffnung e.V. zur Selbsthilfe in Bangladesh]
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Kategorie:Staat
ja:バングラデシュ
ko:방글라데시
ms:Bangladesh
th:ประเทศบังคลาเทศ
zh-min-nan:Bangladesh
Plattentektonik
Die Plattentektonik ist die derzeit wichtigste Theorie der Geologie und Geophysik für die großräumigen Abläufe in der Erdkruste. Die Plattentektonik beschreibt die Bewegungen der Lithosphären-Platten - die sogenannte Kontinentalverschiebung - und die damit verbundenen Folgen. Zu diesen zählen die Entstehung von Faltengebirgen (Orogenese) und Tiefseerinnen durch den Druck der Platten, sowie die Phänomene der Erdbeben und des Vulkanismus.
Allgemeines
Vulkanismus
Grundlegend für die Plattentektonik ist die fragmentierte Struktur der Lithosphäre, die in 7 große Platten gegliedert ist:
- Pazifische und Antarktische Platte,
- Nord- und Südamerikanische Platte,
- Afrikanische und Eurasische Platte,
- und Indisch-Australische Platte.
Daneben gibt es noch einige kleinere Platten wie zum Beispiel die Karibische Platte, Cocosplatte, Nazcaplatte, Somaliplatte, Arabische Platte und Philippinische Platte), über deren Zusammenhang jedoch unterschiedliche Angaben vorliegen.
Die Platten sind durch Mittelozeanische Rücken oder durch Tiefseerinnen (-gräben) voneinander getrennt. An den Rücken entsteht aus basaltischem Magma, das aus dem Oberen Erdmantel emporsteigt, neue ozeanische Kruste, was man Ozeanboden-Spreizung oder Seafloor Spreading nennt.
In den Tiefseerinnen sinkt die Kruste wieder in den Mantel ab und wird „verschluckt“ (subduziert). Die eigentlichen Kontinentalblöcke aus vorwiegend granitischem Material werden - zusammen mit den umgebenden Ozeanböden - wie auf einem langsamen Fließband von den Spreizungszonen weg beziehungsweise zu den Subduktionszonen hin geschoben. Nur eine Kollision mit einem anderen Kontinent kann diese Bewegung aufhalten. Da die kontinentale Kruste aber spezifisch leichter als jene der Ozeanböden ist, kann sie nicht mit dieser zusammen in die Subduktionszone abtauchen.
Geschichte der Theorie der Plattentektonik
Erste Hypothesen (17.-19. Jahrhundert)
Der offensichtlichste und daher am frühesten erkannte Hinweis auf die Kontinentaldrift ist die Ähnlichkeit im Verlauf der Ostküste Südamerikas und der Westküste Afrikas.
Die älteste Vermutung einer Horizontalverschiebung als Ursache stammt von dem flämischen Kartografen Abraham Ortelius, in der Ausgabe seines Atlas Theatrum Orbis Terrarum von 1596. Als Antriebskraft dieser Vorgänge hat Ortelius Erdbeben und Fluten angenommen.
1596
Häufig wird der erste Hinweis Sir Francis Bacon im Jahre 1620 zugeschrieben, doch soll Bacon sich nur auf die Ähnlichkeit der Westküsten beider Kontinente, also die atlantische Küste von Afrika und die pazifische Küste von Südamerika bezogen haben (nach Keary und Vine, Global Tectonics, 1990, Blackwell Scientific Publications, Oxford). Dagegen soll auch der Theologie-Professor Theodor Christoph Lilienthal in Königsberg angesichts der Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas 1756 die Möglichkeit erwogen haben, daß sie einstmals nahe beieinander lagen. Das Auseinanderbrechen brachte er mit einer biblischen Katastrophe in Verbindung.
Alexander von Humboldt beschrieb 1801 und 1845 die Ähnlichkeit der gegenüberliegenden Küsten Südamerikas und Afrikas und spekulierte, daß der Atlantik durch einen katastrophalen Strom ausgewaschen wurde. Im Jahre 1858 ging der US-Amerikaner Antonio Snider-Pellegrini einen Schritt weiter, als er die erste Karte veröffentlichte, auf der die Alte und die Neue Welt ohne trennenden Ozean zu sehen waren. Er mutmaßte, dass es die biblische Sintflut gewesen sei, welche die Kontinente voneinander getrennt habe. Um die Jahrhundertwende wurde das Auseinanderdriften des amerikanischen und des afrikanischen Kontinents mit der Entstehung des Mondes aus dem Pazifik in Verbindung gebracht.
Der österreichische Geologe Eduard Suess (1831 - 1914) vertrat in seiner Buchreihe „Das Antlitz der Erde“ zunächst die Landbrücken-Theorie, um die markanten Ähnlichkeiten zwischen bestimmten fossilen Tier- und Pflanzenvergesellschaftungen auf verschiedenen heutigen Kontinenten zu erklären. Später postulierte er jedoch die Existenz von zwei ehemals zusammen hängenden großen Landmassen. Für die südlichere von beiden prägte Suess den zuvor bereits von anderen eingeführte Namen Gondwana-Land. Dieser Kontinent habe noch im Mesozoikum alle heutigen Kontinente der südlichen Hemisphäre, einschließlich Indien, umfasst. Zu Beginn des Känozoikums aber seien große Teile dieses Kontinents abgesunken und zu Ozeanen geworden.
Alfred Wegener und seine Gegner
Känozoikum, Glossopteris und Lystrosaurus erlauben die Rekonstruktion von Gondwana und sind damit Belege für die Existenz der Plattentektonik]]
In seinem 1915 veröffentlichten Buch „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ ([http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/~stueber/wegener/ Link zur vierten überarbeiteten Auflage von 1929]) folgerte Alfred Wegener (1880-1930) aus der genauen Passung der Küstenlinien von Südamerika und Afrika, dass diese Bruchstücke eines ehemals größeren Kontinents gewesen sein könnten, der in der erdgeschichtlichen Vergangenheit auseinander gebrochen war. Die Passung ist noch perfekter, wenn man nicht die Küstenlinien, sondern die Schelfränder, also die unter Wasser liegenden Teile eines Kontinents betrachtet. Daneben sammelte Wegener weitere Argumente:
- Faltengürtel und Scherzonen aus Südamerika lassen sich in Afrika mit sehr ähnlichen Gesteinsabfolgen und Deformationsmustern vergleichen.
- Diamantlagerstätten in Südamerika und Westafrika weisen geologische Ähnlichkeiten auf.
- Auf allen Südkontinenten finden sich Klima-Zeugen der permo-karbonen Eiszeit.
- Bestimmte fossile und rezente Floren und Faunen beiderseits des Atlantiks stimmen überein:
- Fossilien kälteliebender Landpflanzen mit zungenförmigen Blättern (Glossopteris-Flora) waren auf allen Südkontinenten verbreitet.
- Fossile Überreste von Mesosaurus, eines im Süßwasser lebenden Reptils, konnte sowohl in Afrika als auch in Südamerika nachgewiesen werden.
- Die Seekuh Manati kommt heute sowohl in Westafrika als auch in Mittel- und Südamerika vor.
Manati]
Anhand solcher Indizien rekonstruierte Wegener einen Superkontinent, den er Pangäa - Alles Land - nannte, der nicht nur die Südkontinente, sondern alle bekannten Kontinentalmassen umfasste. Nach seiner Theorie sollten die aus überwiegend granitischem Gestein bestehende, spezifisch leichtere kontinentale Kruste oder SiAl - neben Silizium ist Aluminium das vorherrschende Element des Granits - auf dem dichteren, basaltischen Untergrund, dem SiMa - das Aluminium wird im Basalt durch Magnesium vertreten - „schwimmen“, etwa so, wie ein Eisberg im Meer treibt.
Als mögliche Kraft, die die Kontinente zerbrechen und auseinander treiben ließ, schlug Wegener verschiedene astronomische Kräfte vor: zum Beispiel die Abbremsung der Erdrotation durch die Gezeitenreibung des Mondes, oder Präzessionskräfte. Die „Polflucht“, das heißt, die durch die Erdrotation erzeugte Fliehkraft, sollte die Kontinentalmassen langsam in Richtung auf den Äquator zu bewegen. Aber selbst Wegener war klar, dass letztlich diese Kräfte nicht ausreichten, um die Drift der Kontinente zu erklären. Gerade deshalb wurde Wegeners Theorie zu seinen Lebzeiten von den meisten Geowissenschaftlern abgelehnt.
Ein weniger wissenschaftliches Motiv von Wegeners Gegnern bestand aber wohl in den Eifersüchteleien zwischen den damals streng voneinander getrennten Teilgebieten der Geowissenschaften. Da sich Wegener ursprünglich mit Astronomie, Meteorologie und Klimatologie beschäftigt hatte, galt er vielen „echten“ Geologen als ein unqualifizierter „Quereinsteiger“.
Ab 1960: Ozeanböden, Subduktion, Erdmessung
Der Paradigmenwechsel setzte etwa um 1960 ein, als man grundlegend neue Erkenntnisse über die Geologie der Ozeanböden erlangte.
- Man erkannte zum Beispiel, dass die Mittelozeanischen Rücken vulkanisch aktiv sind, und dass dort an langen Bruchspalten große Mengen an basaltischer Lava austreten, meist in Form von Kissenlava.
- Bei paläomagnetischen Messungen dieser Basalte entdeckte man, dass die wiederholte Umpolung des Erdmagnetfelds im Laufe der Erdgeschichte ein genau spiegelsymmetrisches „Streifenmuster“ auf beiden Seiten des Mittelatlantischen Rückens erzeugt hatte.
- Außerdem erkannte man, dass die Sedimentgesteine, die die Tiefseeböden bedecken, in größerer Entfernung von den Mittelozeanischen Rücken auch immer mächtiger und älter werden.
Die einleuchtendste Erklärung für diese Phänomene war, dass die basaltischen Magmen, die ständig an den Mittelozeanischen Bruchzonen austreten und erstarren, den Ozeanboden in entgegengesetzte Richtungen auseinander drücken, so dass er sich im Laufe der Zeit immer weiter ausdehnt (Sea-Floor-Spreading).
Nun gibt es bis heute keine eindeutigen Anzeichen, dass sich der Radius der Erde im Laufe ihres Bestehens signifikant vergrößert hätte, wie es in der alten Expansionshypothese gefordert wurde. Dies legte den Gedanken nahe, dass die neu gebildete ozeanische Kruste an anderer Stelle wieder vernichtet werden müsse.
- Dafür spricht, dass man bis heute keinen Ozeanboden entdeckt hat, der älter als 200 Millionen Jahre wäre. Die Hälfte aller Ozeane ist nicht einmal älter als 65 Millionen Jahre. Hiermit wurde die alte, fixistische Vorstellung widerlegt, nach der die Ozeane uralte Einsturzbecken seien, die sich, wie die Kontinente, schon bald nach Formung der ersten festen Kruste um die glutflüssige Urerde, gebildet hätten.
Als Ort der Vernichtung ozeanischer Kruste wurden in den 1970er Jahren die Tiefseerinnen erkannt, die besonders den Pazifischen Ozean umgeben. Wegen ihrer starken seismischen und vulkanischen Aktivität wird diese Zone auch als „Pazifischer Feuerring“ bezeichnet.
- Geophysikalische Messungen offenbarten dort schräg geneigte seismische Reflexionsflächen (Benioff-Zone), an denen anscheinend schwere ozeanische Kruste unter kontinentale (oder andere ozeanische) Kruste geschoben wird und absinkt. Typisch für diese Zonen sind die tiefen Erdbeben, deren Hypozentren in Tiefen von 320 bis 720 km liegen können. Dieser Befund wird mit der starken Reibung zwischen den absinkenden Platten und dem umgebenden Gestein erklärt, die schließlich zum Zerbrechen und Aufschmelzen der subduzierten Platte führt.
- Als Substrat, auf dem sich die Kruste seitlich verschieben kann, gilt die rund 100 km mächtige „Low-Velocity Zone“ (Asthenosphäre), in der sich die seismischen „P- und S-Wellen“ nur langsam ausbreiten. Dies erklärte man mit der Existenz von teilweise aufgeschmolzenem, fließfähigen Gesteinspaketen unterhalb der starren, 70-120 km mächtigen Lithosphäre.
Die neuen Methoden der Satellitengeodäsie und des VLBI, die sich in den 1990ern der cm-Genauigkeit näherten, liefern nun einen direkten Nachweis der Kontinentaldrift. Die Geschwindigkeit der Ozeanboden-Spreizung beträgt im Mittel einige Zentimeter pro Jahr, variiert aber zwischen den einzelnen Ozeanen. Die geodätisch ermittelten Driftraten zwischen den großen Platten liegen zwischen 2 und 20 cm und stimmen mit den geophysikalischen NUVEL-Modellen weitgehend überein.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Alfred Wegener (1880-1930) postulierte schon 1915, dass die verhältnismäßig leichten, granitischen Gesteine der kontinentalen Kruste wie Keile auf die dichteren, zähflüssigeren Basalte der ozeanische Kruste wirken und beide zusammen mit dem oberen Erdmantel als Lithosphärenplatten auf der Asthenosphäre 'schwimmen'. Doch erst um 1970 konvergierten die Befunde der einzelnen Geowissenschaften, und das Plattentektonik-Modell konnte die älteren Theorien zur Gebirgsbildung und zur Struktur der Erdoberfläche ablösen. Diese Theorien waren die auf der Kontraktionshypothese aufbauende Geosynklinal-Theorie, die Expansionstheorie und die Pulsationshypothese.
Neben Wegeners Theorie der Kontinentaldrift enthält die Plattentektonik auch Elemente der Unterströmungstheorie von Otto Ampferer (siehe auch: Geschichte der Geologie, Permanenztheorie).
Gebirgsbildung und Vulkanismus im Licht der Plattentektonik
Im Gegensatz zu der klassischen Geosynklinal-Theorie, geht man heute davon aus, dass die meisten gebirgsbildenden und vulkanischen Prozesse an die Plattenränder gebunden sind.
Mittelozeanische Rücken
Die Mittelozeanischen Rücken werden heute (als so genannte Rücken und Schwellen) als die größten zusammenhängenden Gebirgssysteme des Planeten Erde angesehen. Dort herrschen aber expansive Kräfte vor, sodass die Gesteine nicht gefaltet werden. Stattdessen herrscht Bruchtektonik mit der Bildung von tektonischen Gräben und Horsten vor. Charakteristisch für die Mittelozeanischen Rücken sind Transform-Störungen, die die vulkanisch aktiven Zentralgräben in unregelmäßigen Abständen etwa rechtwinklig zerschneiden und die einzelnen Abschnitte gegeneinander versetzen. Auch die Transformstörungen sind seismisch aktiv, weil sich hier die tektonischen Spannungen entladen, die durch Plattenbewegungen schräg zu den zentralen Rücken aufgebaut werden. Ein bekanntes Beispiel ist die erdbebengefährdete San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien, die die kleine Gorda-Platte von der Pazifischen Platte trennt.
Ein eigentümliches vulkanische Phänomen, das an die Mittelozeanischen Rücken gebunden ist, sind die Black Smoker, hydrothermale Schlote, an denen überhitztes, mineralgesättigtes Wasser austritt.
Intrakontinentale Gräben
Auch die tektonischen Gräben, die wie das Rift-Valley in Ostafrika als die allererste Phase der Ozeanbildung aufgefasst werden, sind mit vulkanischer Aktivität verbunden. Charakteristisch ist hier die Aufwölbung der umgebenden kontinentalen Kruste, die zur Heraushebung von ausgedehnten Grundgebirgs-Massiven, oder Schilden führt. Gerade die ungewöhnliche durchschnittliche Höhenlage des Afrikanischen Schildes lässt viele Wissenschaftler vermuten, dass sich unter dem afrikanischen Kontinent eine stationäre Wärmequelle befindet, die die Kruste aufwölbt und zerreißt.
Bei zunehmender Ausweitung der Bruchzonen bilden sich schmale, langgezogene Meeresbecken, wie das Rote Meer, die sich mit der Zeit zu echten Ozeanen ausweiten können.
Kordilleren- oder Andentyp
Der klassische Kordillerentyp der Kettengebirge findet sich über den Subduktionszonen, in denen ozeanische Kruste direkt unter kontinentale Kruste subduziert wird, wie an der Westküste Amerikas. Hier herrschen besonders komprimierende Bedingungen, die die Gesteinspakete herausheben, in tektonischen Decken über einander schieben und falten. In größeren Tiefen kann es in diesen Zonen durch die erhöhten Drucke und Temperaturen auch zu Regional- Metamorphosen und Aufschmelzungen (Anatexis) kommen. Es ist nicht ganz klar, warum die Subduktion an der Ostküste Asiens, und in den Tiefseerinnen des West-Pazifiks, wie dem Marianen- und dem Tonga-Graben, zur Bildung von gekrümmten Inselbögen, wie den Aleuten, oder den japanischen Inseln führt. Wahrscheinlich ist die relative Geschwindigkeit der auf einander treffenden Platten entscheidend. Während der amerikanische Kontinent die Pazifische Platte mit großer Geschwindigkeit überfährt, können sich zwischen den asiatischen Inselbögen und dem vorlagernden Kontinent noch sogenannte „Back-arc Basin“ entwickeln. In beiden Fällen werden jedoch die subduzierten Platten in der Hitze des Oberen Mantels aufgeschmolzen und die erhitzten andesitischen bis granitischen Magmen dringen durch die Gesteine der überlagernden Faltengebirge bis an die Oberfläche. Dort speisen sie die zum Teil hochexplosiven vulkanischen Eruptionen.
Bei der Kollision von kontinentaler mit ozeoanischer Kruste wird der Ozeanboden nicht immer vollständig subduziert. Kleine Reste von Meeresbodensedimenten und basaltischem Material (Ophiotlithe) werden zu Weilen bei der Subduktion von ihrer Unterlage 'abgeschabt' und versinken nicht im Oberen Mantel. Statt dessen werden sie, zusammen mit den Gesteinen des Kontinentalrandes, deformiert, gefaltet und in die jeweiligen Gebirgsgürtel integriert. In der Regel werden diese Gesteinspakete keilförmig auf den Kontinentalrand aufgeschoben (Akkretionskeil) und werden Teil der kontinentalen Kruste. Besonders an der Westküste Nordamerikas finden sich Anzeichen, dass die Kontinente auch durch die Kollision mit 'Mikrokontinenten' und mit Inselbögen (Überbegriff: Terranes) immer mehr Kruste ansetzen. Wenn in einem Faltengebirge, wie etwa dem Himalaja. oder den Alpen, Ophiolithe gefunden werden, so deutet dies somit auf die ehemalige Existenz von ganzen Ozeanen hin, die zwischen zwei Kontinentalplatten verschwunden sind.
Kollisionstyp
Wenn die ozeanische Kruste zwischen zwei Kontinentalblöcken vollständig subduziert worden ist, kommt es zum Kollisionstyp der Gebirgsbildung, wie zum Beispiel beim Zusammenstoß des indischen Subkontinents mit der eurasischen Landmasse im Himalaya.
Das Bild kann aber bei schrägem Aufeinandertreffen der Blöcke und Vorhandensein von „Mikrokontinenten“ wie der Apenninhalbinsel im Mittelmeer viel komplizierter werden. Es scheint, dass ozeanische Mittelmeerkruste zeitweilig sowohl unter die Afrikanische als auch unter die Eurasische Platte subduziert wurde, während die Iberische Halbinsel, der Sardo-korsische Block und die Apenninhalbinsel zwischen den großen Kontinentalblöcken im Gegenuhrzeigersinn rotiert wurden.
Last, but not least existieren auch Gebiete wie die südostasiatische Inselwelt oder die Karibik, in denen zwei ozeanische Platten in gegenläufigem Sinn unter eine andere ozeanische Platte subduziert werden. Nicht zufällig gehören die vulkanischen Eruptionen in diesen Gegenden zu den gewaltigsten überhaupt.
Hot-Spots
Es ist nicht ganz klar, wie der sogenannte Hot spot-Vulkanismus in dieses Bild passt. Sowohl auf Island, wie auf Hawaii, werden aus stationären Magmakammern im Oberen Mantel, den sogenannten Diapiren oder Plumes, basaltische Laven gefördert. Während Island jedoch genau auf dem Mittelatlantischen Rücken liegt und vielleicht aktiv an der Spreizung des Nordatlantiks beteiligt ist, befindet sich Hawaii mitten in der Pazifischen Platte. Die langen Inselketten des Südpazifiks erklären sich dadurch, dass die ozeanische Lithosphäre kontinuierlich über einen stationären Hot Spot geglitten ist, dessen Vulkanschlote in regelmäßigen Abständen den Ozeanboden durchschlagen haben.
Zumindest für die Inseln von Hawaii weisen neue Erkenntnisse darauf hin, dass es sich dort nicht um einen stationären, sondern um einen beweglichen Hot-Spot handelt. Die Wissenschaftler untersuchten die Ausrichtung des magnetischen Feldes im ehemals geschmolzenen Gestein, welches beim Erstarren das zu dem Zeitpunkt vorherrschen Magnetfeld quasi einfriert. Die Ergebnisse decken sich nicht mit der bisherigen Annahme, sondern legen die Vermutung nahe, dass sich die Wärmequelle unter der tektonischen Platte bewegt.
Ursachen der Plattentektonik und ungelöste Probleme
Wissenschaftler
Wenn die Realität der Kontinentaldrift unter Geowissenschaftern auch kaum noch bezweifelt wird, so besteht über die Kräfte im Erdinnern, die die Bewegungen der Platten auslösen und vorantreiben, noch fast so viel Unklarheit wie zu Zeiten Wegeners.
Die heute am meisten vertretene Meinung geht von langsamen Konvektionsströmen aus, die sich durch den Wärmeaustausch zwischen dem heißen Erdmantel und der kühleren Erdkruste bilden. Die Energie für die Aufheizung des Magmas liefern wahrscheinlich radioaktive Zerfallsprozesse. Die Reibungsenergie der Gezeitenwirkung des Mondes auf den Erdkörper kann wohl vernachlässigt werden. Leider bilden Konvektionsströme unter Laborbedingungen, zum Beispiel in erhitzten zähen Flüssigkeiten, sehr hoch strukturierte und symmetrische Formen aus, wie etwa Bienenwabenmuster. Dies lässt sich kaum mit der tatsächlich beobachteten Gestalt der geotektonischen Platten und ihren Bewegungen vereinbaren.
Andere Autoren unterstreichen eher die Wirkung der Gravitation auf die Bewegung der Platten. Während sich die ozeanische Kruste von den Mittelozeanischen Rücken entfernt und auskühlt, nimmt auch ihre Dicke und Dichte ständig zu. Schließlich sei der Punkt erreicht, an dem sie unter dem eigenen Gewicht „von selbst“ wieder in den Mantel abtaucht. Die basaltischen Magmen an den Mittelozeanischen Rücken würden somit den Ozeanboden nicht aktiv auseinander drücken, sondern die Spalten öffnen sich passiv, durch den seitlichen Zug zu den Subduktionszonen hin. Die Aufschmelzung der Magmen an den Mittelozeanischen Rücken beruht nach diesen Vorstellungen eher auf seitlicher Druckentlastung als auf erhöhtem Wärmefluss aus der Tiefe.
Eine andere Theorie geht von nur zwei sich gegenüber liegenden Konvektionszentren aus. Eine heute dominante Zelle läge unter Afrika, was das dortige Vorherrschen von Dehnungsbrüchen und das Fehlen einer Subduktionszone am Rand der Afrikanischen Platte erklären würde. Die andere Konvektionszelle läge auf der Gegenseite des Globus - unter der Pazifischen Platte, die ständig an Größe verliert. Der Pazifik, der interessanterweise keinerlei kontinentale Kruste beinhaltet, wäre somit der Überrest eines urzeitlichen Superozeans Panthalassa, der einst der Pangäa gegenüber gelegen sei. Erst wenn sich im Gebiet des heutigen Pazifik alle Kontinente wieder zu einem neuen Superkontinent vereinigt hätten, würde sich die Bewegung umkehren. (Wilson-Zyklus). Die neue Pangäa würde wieder auseinander brechen, um den neuen Superozean, der sich aus Atlantik, Indischem und Arktischem Ozean gebildet hätte, ein weiteres Mal zu schließen.
Plattentektonik auf anderen Himmelskörpern
Nach dem bisherigen Stand der Forschung scheint der Mechanismus der Plattentektonik nur auf der Erde wirksam zu sein. Das ist für den kleinen Planeten Merkur und für die großen Monde der Gasplaneten und den Erdmond noch plausibel. Die Lithosphäre dieser relativ zur Erde viel kleineren Himmelskörper ist im Verhältnis einfach zu dick, um in Form von Platten mobil sein zu können. Allerdings zeigt Ganymeds Kruste Ansätze einer zum Erliegen gekommenen Plattentektonik. Jedoch ist bei der fast erdgroßen Venus schwer zu verstehen, warum eine Plattentektonik trotz starkem Vulkanismus nicht in Gang gekommen sein dürfte. Eine erhebliche Rolle könnte dabei das nur auf der Erde vorkommende freie Wasser spielen. Offensichtlich dient es hier bis hinab auf die Kristallgitterebene als reibungsminderndes „Schmiermittel“. Man weiß, dass an den Subduktionszonen der Erde nicht nur ein aus abgescherten Sedimenten bestehender Akkretionskeil in die Tiefe gezogen wird, sondern mit ihnen jährlich Milliarden Tonnen Wasser. Auf der Venus ist es einfach nicht vorhanden.
Der Mars dagegen scheint eine Zwischenstellung zu beanspruchen. Wasser bzw. Eis ist vorhanden und man vermeint, Ansätze einer Plattentektonik erkennen zu können. Die aufgereihten gigantischen Schildvulkane und Grabensysteme, die den halben Planeten umspannen, erinnern in gewisser Weise an das Rifting auf der Erde. Dem steht wiederum das Fehlen von eindeutigen Verschluckungszonen gegenüber. Wahrscheinlich reichte die innere Hitzeentwicklung und daraus folgende Konvektion auf diesem relativ kleinen Planeten nicht ganz aus, um den Mechanismus wirklich in Gang zu setzen, oder der Vorgang kam bereits in der Frühgeschichte des Planeten wieder zum Stillstand.
Ob eine Art Plattentektonik auf anders aufgebauten Himmelskörpern stattfindet, ist nicht bekannt, aber vorstellbar. Als Kandidaten für konvektionsgetriebene weiträumige horizontale Krustenverschiebungen können die Monde Europa und Enceladus gelten. Die knapp erdmondgroße Europa weist einen Eispanzer von etwa 100 km Dicke über einem felsigen Mondkörper auf, der in den unteren Bereichen teilweise oder vollständig aufgeschmolzen sein könnte, so dass der Eispanzer möglicherweise wie Packeis auf einem Ozean schwimmt. Der nur etwa 500 km kleine Enceladus wird wahrscheinlich durch Gezeitenkräfte aufgeheizt. Flüssiges Wasser oder weiches Eis könnte bei beiden Himmelskörpern an linearen Schwächezonen aufsteigen, das stahlharte Eis der Kruste zur Seite drücken, was wiederum folgen ließe, dass andernorts Kruste verschluckt werden müsste. Die Oberfläche dieser Monde ist jedenfalls geologisch aktiv oder zumindest aktiv gewesen, was Mechanismen der Krustenerneuerung erfordert. Der Vulkanismus auf Io dagegen scheint derartig stark zu sein, dass stabile Krustenbereiche in der Art der Platten erst gar nicht entstanden sind.
Plattenverschiebungen in der Erdgeschichte
Wir wissen, wie schnell und wohin sich die großen Platten derzeit bewegen und verschiedene Indizien erlauben uns, ihre Wege in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Wegen ihrer Trägheit benötigen sie Dutzende von Jahrmillionen, um zum Stillstand zu kommen und noch länger, um ihre Bewegung umzukehren.
Verschiebungen in der Vergangenheit
- Man geht davon aus, dass die Landmasse der Erde vor zirka 320 Millionen Jahren im Wesentlichen zwei Kontinente umfasste, nämlich Gondwana und Laurasia.
- Vor rund 250 Millionen Jahren waren beide zum Riesenkontinent Pangäa zusammengewachsen, der vom Riesenozean Panthalassa umgeben war, und in den sich von Osten das Tethysmeer wie eine riesige Bucht hinein erstreckte.
- Vor etwa 135 Millionen Jahren brach die Kontinentalmasse auseinander. Das Tethysmeer öffnete sich weiter nach Westen und trennte einen Südkontinent ab, der wieder als Gondwana bezeichnet wird. Der Nordkontinent zerfiel durch die Öffnung des Nord-Atlantiks in die beiden Teile Nordamerika und Eurasien.
- Bis vor ca. 100 Millionen Jahren hat sich der Zerfallsprozess der Kontinente weiter fortgesetzt. Vor allem der große Südkontinent hat sich in Südamerika, Afrika, Indien, Antarktis und Australien aufgespalten. Das Tethysmeer trennt nach wie vor die Nordkontinente von den Südkontinenten.
Verschiebungen in der Zukunft
Alle geologischen Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Platten weiter dynamisch sind. Es lässt sich nicht genau vorhersagen, wie die Landmassen in 200 Millionen Jahren auf der Erdoberfläche verteilt sein werden. Voraussagen lassen sich anhand einer Extrapolation der aktuellen Bewegungen erstellen:
- In 20 Millionen Jahren wird sich Ostafrika vom übrigen Afrika abspalten und dabei einen neuen Ozean bilden. Spanien löst sich von Frankreich und dreht sich dabei leicht im Uhrzeigersinn. Australien und Neuseeland schieben sich schnell nordwärts, so dass Nordaustralien nun am Äquator liegt. Das Schwarze Meer ist vollständig vom Mittelmeer abgeschnitten und der Golf von Akaba hat sich bis zur Türkei geöffnet.
- In 40 Millionen Jahren wird Afrika weiter Richtung Norden wandern und die Mittelmeerregion komplett umgestalten, Sizilien wird nach Norden verschoben und liegt in Küstennähe vor Rom. Spanien dreht sich weiter im Uhrzeigersinn von Frankreich weg. Mitteleuropa könnte entlang des Rheins auseinander brechen. Australien wandert weiter Richtung Südostasien. Der Atlantik wird breiter, denn Amerika entfernt sich weiter von Europa und Afrika.
- In 50 Millionen Jahren löst sich ein Teil Kaliforniens entlang der San-Andreas-Verwerfung vom amerikanischen Festland und wandert nach Nordosten. Nordamerika mit Grönland rückt zunächst nach Westen, dreht sich dann im Uhrzeigersinn und driftet nach Süden. So gelangt Grönland in die gemäßigte Zone südlich des 60. Breitengrades und wird wirklich grün.
- In 80 Millionen Jahren wird Afrika so weit nach Norden vorgedrungen sein, dass in Folge des Schubs nach und nach an die Stelle des Mittelmeers eine neue Gebirgskette getreten sein wird und damit werden endgültig die letzten Spuren der Antike verschwunden sein. Australien ist in der Zwischenzeit mit Japan kollidiert, Neuseeland hat die Tropen erreicht und die Antarktis steuert auf Australien zu.
- In 90 Millionen Jahren sind Nord- und Südamerika getrennt. Nordamerika verlagert sich südlich an die Seite Südamerikas.
- In 150 Millionen Jahren ist das gesamte Grönland südlich Perus bei ungefähr 30 Grad südlicher Breite angelangt.
- In 200 Millionen Jahren hat sich die Antarktis Mexiko so stark angenähert, dass beide am Äquator liegen und die Antarktis wie zuletzt im frühen Mesozoikum üppig bewachsen sein wird. Ostafrika kollidiert mit Indien, Madagaskar trifft auf Südostasien. Neufundland befindet sich bereits bei 10 Grad nördlicher Breite und bewegt sich weiter auf den Äquator zu, den Florida auf seinem Weg nach Süden bereits hinter sich gelassen hat. Südamerika hat sich im Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht. In den letzten 200 Millionen Jahren haben sich Skandinavien und die Britischen Inseln langsam in südöstliche Richtung bewegt.
Allgemein
Indien wird sich noch einige Zeit unter den Himalaya schieben und vielleicht völlig unter Tibet verschwinden. Dafür werden im Norden die Erhebungen in der Mongolei weiter wachsen und schließlich wird sich eine ausgedehnte Gebirgskette bis zum Baikalsee vorschieben.
Große Veränderungen sind vor Australien zu erwarten, das rasch nach Norden driftet und sich wahrscheinlich unter die Sunda-Inseln schieben wird. Diese wachsen dann zu einer neuen Gebirgskette empor, die auf die Australische Platte aufgleitet.
In der Seenplatte des ostafrikanischen Rift Valley, dem südlichen Teil des Great Rift Valley, ist die Entstehung eines neuen Ozeans zu beobachten, der sich mit dem Roten Meer vereinen wird. Als Folge wird sich eine neue kontinentale Platte von Afrika abspalten und weiter nach Osten driften. Das Rift Valley wird dann ein neuer mittelozeanischer Rücken sein.
Der Atlantik wird sich weiterhin entlang des mittelozeanischen Rückens öffnen. Im Gegenzug wird sich der Pazifik sukzessive verkleinern und in ferner Zukunft vollständig verschwinden. Der Pazifik ist ein Überbleibsel von Panthalassa - jener Ozean, der einst den Superkontinent Pangäa umgab. Der mittelozeanische Rücken des Nordpazifik wurde unter Nordamerika subduziert, vor Südamerika steht dieser Prozess kurz bevor. Es ist davon auszugehen, dass sich dies fortsetzen wird.
Literatur
- Wolfgang Frisch, Martin Meschede: Plattentektonik, Primus-Verlag, 2005. ISBN 3-89678-525-7.
- Ozeane und Kontinente: ihre Herkunft, ihre Geschichte und Struktur, Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft, Heidelberg, 1985. ISBN 3-922508-24-3.
- Hans Pichler: Vulkanismus: Naturgewalt, Klimafaktor und kosmische Formkraft, Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft, Heidelberg, 1985. ISBN 3-922508-32-4.
- Miller, H.(1992): Abriß der Plattentektonik. - Enke, Stuttgart, 149 S.
- A. Wegener (1912): Die Entstehung der Kontinente, in Geologische Rundschau - Zeitschrift für allgemeine Geologie, Band III Heft 4, Verlag von Wilhelm Engelmann, 9. Juli 1912.
- Rainer Kind, Xiaohui Yuan: Kollidierende Kontinente. Physik in unserer Zeit 34(5), S. 213 - 217 (2003), ISSN 0031-9252
Siehe auch
- Meerestief, Meerestiefe
- Rücken und Schwellen, Transformstörung
- Tiefsee, Tiefseebecken, Tiefseegraben
- Geodynamik, Satellitengeodäsie
Weblinks
- [http://natours.ch/gl/zeit/kv.htm Grobe Skizzen zur Plattentektonik]
- [http://www.urweltmuseum.de/museum/geologie/Uhr/uhrstart.htm Animation zur Plattentektonik] (Flash-Format)
- [http://www.ucmp.berkeley.edu/geology/tectonics.html Animation zur Plattentektonik] (GIF-Format, Englisch)
- [http://www.scotese.com/earth.htm Entwicklung der plattentektonischen Situation während des Phanerozoikums] (Englisch)
Videos
Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=020331.rm Soll man sich ein Haus auf Mallorca kaufen?]
Kategorie:Geologie
Kategorie:Historische Geologie
Kategorie:Vulkanismus
Kategorie:Geophysik
ja:プレートテクトニクス
ko:판구조론
ms:Plat tektonik
Asien
Asien ist der zentrale-südliche und östliche Teil Eurasiens.
Begriff
Das Wort Asien (Asia) stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. Der vor dem Zweiten Weltkrieg gebräuchliche Begriff Fernost wird heute selten verwendet, da er eine eurozentristische Weltsicht widerspiegelt.
Das chinesische Zeichen 亞 (Kurzzeichen 亚, Pinyin yà) ist eine klangliche Adaption und bedeutet ursprünglich das Zweite, subordiniert.
Innereurasische Grenze
Aus historischen Gründen werden Europa und Asien in Europa (teilweise nicht jedoch in Asien!) als verschiedene Kontinente betrachtet. Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, der Kaukasus, das Schwarze Meer sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden u.a. die Grenze von Europa und Asien (siehe Eurasien).
Lage und Küstengliederung
Eurasien
Asien liegt mit seiner kontinentalen Landmasse bis auf die Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien ganz in der östlichen Hemisphäre, nördlich des Äquators. Nur die südöstlichsten Inseln (Teile Indonesiens) befinden sich auf der Südhalbkugel der Erde.
Der nördlichste Punkt der Landmasse ist das Kap Tscheljuskin auf der Taimyr-Halbinsel (Sibirien) 77° 40' n. Br., der südlichste Punkt der Landmasse ist die Spitze der Malaiischen Halbinsel (Kap Buru) 1° 16' n. Br. Westlichster Punkt ist das Kap Baba in Kleinasien 26° 4' westl. L., der östlichste Punkt ist auf Kap Deschnjow (an der Nordostspitze von Sibirien) 169° 44' westl. L.
Die Küstenlänge Asiens beträgt etwa 82.300 km, davon entfallen auf den Arktischen Ozean 15.900 km, auf den Pazifischen Ozean 27.300 km, auf den Indischen Ozean 33.600 km und auf das Mittelmeer einschließlich Schwarzes Meer 5.500 km.
Die Küsten verlaufen im Norden, Osten und Süden. Im Westen bildet das Mittelmeer nur teilweise die Landbegrenzung. Mit Afrika verbindet sich Asien nördlich des Roten Meeres über die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) und mit Europa bildet die Strecke zwischen dem Karischen Golf und dem Kaspischen Meer eine 2.700 km lange Grenze.
Ganz im Osten bildet die Beringstraße mit einer Breite von etwas mehr als 80 km eine Grenze zu Amerika. Im Südosten bildet die Inselwelt des Indonesischen Archipels eine Verbindung zu Australien.
Der riesigen Landmasse sind zahlreiche größere Halbinseln vorgelagert. Im Westen Kleinasien (Anatolien) (früher wurde auch die Insel Zypern hinzugerechnet), im Süden die Arabische Halbinsel zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf, Indien zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Bengalen (mit der vorgelagerten Insel Sri Lanka) und im Südosten Hinterindien zwischen dem Golf von Bengalen und dem Chinesischen Meer. An der Ostküste Asiens zeigen sich mehrere südwärts gerichtete Halbinseln mit vorgelagerten Inselreihen. Dies sind Korea und Kamtschatka mit den Kurilen, Sachalin und den Inseln Japans: Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū. Im Norden ist die sibirischen Küste mehr durch die Mündungen mächtiger Ströme geprägt.
Einwohner und Größe
Asien ist mit etwas mehr als 44 Mio. km² der flächenmäßig größte Erdteil, der von mehr als der Hälfte der Erdbevölkerung (etwa 3,5 Milliarden Menschen) bewohnt wird. In der [http://www.datenbank-asien.de Datenbank Asien] sind Informationen zu vielen Ländern Asiens zu finden.
Geschichte
Asien ist die Wiege zahlreicher Kulturen, beispielsweise in China, in Indien sowie Babylonien und Assyrien in Vorderasien. Alle großen Weltreligionen (auch das Christentum, das Judentum und der Islam) sind in Asien entstanden.
Asien und Europa verbindet eine Lange Tradition an Kriegen (beispielsweise Alexander der Große, die Perserkriege, die Kreuzzüge, die Einfälle der Hunnen und der Türken) und an Entdeckungsreisen (beispielsweise Sven Hedin).
Asien ist seit jeher von Großreichen geprägt und nicht so zersplittert wie Europa. Die chinesische Kultur hat in der Welt, vor allem jedoch in Ostasien, ihre Spuren hinterlassen (Papier, Buchdruck, Kompass, Seide, Porzellan uvm.). Aus Indien hat sich der Buddhismus verbreitet. Nordasien (insbesondere Sibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt, erst als sich das Russische Reich weiter ausdehnte, wurden dort größere Städte gegründet. Zentralasien war traditionell die Heimat von Steppenvölkern (Reitervölker), (beispielsweise den Mongolen), die in früheren Zeiten eine Bedrohung für Europa darstellten. Der Nahe Osten ist seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt und hat einen stark prägenden Einfluss auf Nordafrika gehabt.
Politische Einteilung nach Regionen
Nordafrika
- Afghanistan
- Kasachstan
- Kirgisistan
- Mongolei
- Tadschikistan
- Turkmenistan
- Usbekistan
siehe auch: Turkstaaten
- Russland (Sibirien)
- Volksrepublik China
- Hongkong (Sonderverwaltungszone)
- Macao (Sonderverwaltungszone)
- Japan
- Korea
- Nordkorea
- Südkorea
- Taiwan (Republik China)
- Brunei
- Indonesien
- Kambodscha
- Laos
- Malaysia
- Myanmar (früher Burma)
- Philippinen
- Singapur
- Thailand (früher Siam)
- Timor-Leste
- Vietnam
:Siehe auch: Tigerstaaten
- Bangladesch
- Bhutan
- Indien
- Malediven
- Nepal
- Pakistan
- Sri Lanka (früher Ceylon)
- Armenien
- Aserbaidschan
- Bahrain
- Georgien
- Irak
- Iran
- Israel
- Jemen
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Oman
- Palästinensische Autonomiegebiete
- Saudi-Arabien
- Syrien
- Türkei
- Vereinigte Arabische Emirate
- Zypern
Regionale Organisationen
- ASEAN
- ASEM
- ADB - Asia Development Bank
- AHRC - [http://www.ahrchk.net Asiatische Menschenrechtskommission]
Siehe auch
- Portal Asien
- Kleinasien
- Naher Osten
- Liste asiatischer TV-Programme in Europa
Weblinks
- [http://www.inasien.de Magazin „in Asien!“]
- [http://www.Kultur-in-Asien.de Kultur in Asien: Kunst, Religion, Kult, Feste, Kalender, Architektur, Geschichte (von Dr. Bernhard Peter)] (ein breit angelegtes Informationsforum über verschiedene asiatische Länder, das Essays, Photogalerien und Reiseberichte vereint)
- [http://www.zmag.org/asiawatch/asiawatch.cfm ZNet's Resource on Asia (engl.)]
- [http://www.weltkarten-landkarten.de/landkarten/asien/d_default.asp Umfangreiche Landkartensammlung von Asien]
- [http://www.askasia.org/ a resource of the Asia Society (engl.)]
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Kategorie:Kontinent
ja:アジア
ko:아시아
ms:Asia
simple:Asia
th:ทวีปเอเชีย
zh-min-nan:A-chiu
SubkontinentEin Subkontinent ist eine große Landmasse, die auf Grund ihrer erdgeschichtlichen Entwicklung (Plattentektonik) vom "Mutter"-Kontinent unterschieden wird.
Wenn Nordamerika und Südamerika nicht als eigenständige Kontinente betrachtet werden, werden sie als Subkontinente Amerikas bezeichnet.
Landläufig wird der Begriff davon abgesehen fast ausschließlich für den indischen Subkontinent benutzt.
Dieser gehört zwar heute geografisch zu Asien, bildet aber eine eigene Kontinentalplatte.
Durch die Kollision dieser Kontinentalplatte mit dem Kontinent Asien wurde (und wird auch heute noch) der Himalaya aufgefaltet.
Im Verlauf der Erdgeschichte sind Kontinente mehrfach auseinandergebrochen und wieder zusammengestoßen.
Dabei sind Subkontinente entstanden und durch Verschmelzen wieder verschwunden.
Kategorie:Geowissenschaft
Kategorie:Physische Geographie
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ja:亜大陸
Südasien
Südasien ist ein Teil des asiatischen Kontinents und wird im Nordwesten, Norden und Nordosten durch Gebirge vom übrigen Asien abgetrennt. Geologisch wird ein großer Teil von Südasien, da er eine eigene tektonische Platte darstellt, auch als Indischer Subkontinent oder 'Vorderindien' bezeichnet. Das größte Land in Südasien ist Indien. Südasien ist eine der ärmsten Regionen der Welt; in ihr leben mehr als 20% der Weltbevölkerung. Allein in Indien leben über eine Milliarde Menschen.
Staaten in Südasien (in alphabetischer Reihenfolge):
- Bangladesch
- Bhutan
- Indien
- Malediven
- Nepal
- Pakistan
- Sri Lanka
Afghanistan wird manchmal zu Südasien, in der Regel jedoch zu Zentralasien gerechnet.
Siehe auch
- Nordasien, Zentralasien, Vorderasien, Ostasien, Südostasien
Weblinks
- http://www.suedasien.net/
- http://www.suedasien.com/
Kategorie:Asien
Kategorie:Region
ja:南アジア
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Kategorie:Asien
Diese Kategorie beschäftigt sich mit dem Kontinent Asien.
Portal:Asien
Asien
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Kategorie:BangladeschKategorie:Land in Asien
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Kategorie:PakistanKategorie:Land in Asien
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World Scrabble ChampionshipThe World Scrabble Championship is the most prestigious title in competitive English-language Scrabble. It has been held every second year since 1991.
Sponsorship formerly alternated between Hasbro and Mattel, respectively the owners of the Scrabble trademark in North America and the rest of the world. However, Hasbro declined to sponsor WSC 2005, and instead Mattel organised and sponsored WSC 2005.
The number of players invited to the tournament has risen steadily over time, from 48 in 1991 to 102 in 2005. A set number of places is allocated to each competing country and it is then up to individual countries' national associations to determine which of their players will represent them. This is typically done by means of a national ratings system or qualifier tournaments or some combination of the two. A good performance by a national team according to specific criteria will earn further permanent places for that country.
The dictionary used is colloquially known as SOWPODS, which is the word authority used in the majority of English-language Scrabble-playing countries.
World Scrabble Champions and Runners-up
- 1991, London: Peter Morris (USA) bt Brian Cappelletto (USA)
- 1993, New York: Mark Nyman (UK) bt Joel Wapnick (Canada)
- 1995, London: David Boys (Canada) bt Joel Sherman (USA)
- 1997, Washington, D.C.: Joel Sherman (USA) bt Matt Graham (USA)
- 1999, Melbourne: Joel Wapnick (Canada) bt Mark Nyman (England)
- 2001, Las Vegas: Brian Cappelletto (USA) bt Joel Wapnick (Canada)
- 2003, Kuala Lumpur: Panupol Sujjayakorn (Thailand) bt Pakorn Nemitrmansuk (Thailand)
- 2005, London: Adam Logan (Canada) bt Pakorn Nemitrmansuk (Thailand)
Category:World Scrabble Championships
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| :: RELATED NEWS :: |
Roerende zaken
Goederen en Zaken zijn termen die worden gebruikt in het burgerlijk recht. Tussen het juridisch taalgebruik in Nederland en in België zijn er zekere verschillen.
Iedereen heeft een vermogen. In juridische zin is een vermogen het geheel van op geld waardeerbare rechten (activa) en verplichtingen (passiva) die aan een rechtssubject (natuurlijk- of rechtspersoon) toekomt. Het Nederlandse Burgerlijk Wetboek
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Onroerende zaken
Goederen en Zaken zijn termen die worden gebruikt in het burgerlijk recht. Tussen het juridisch taalgebruik in Nederland en in België zijn er zekere verschillen.
Iedereen heeft een vermogen. In juridische zin is een vermogen het geheel van op geld waardeerbare rechten (activa) en verplichtingen (passiva) die aan een rechtssubject (natuurlijk- of rechtspersoon) toekomt. Het Nederlandse Burgerlijk Wetboek
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Onroerend
Goederen en Zaken zijn termen die worden gebruikt in het burgerlijk recht. Tussen het juridisch taalgebruik in Nederland en in België zijn er zekere verschillen.
Iedereen heeft een vermogen. In juridische zin is een vermogen het geheel van op geld waardeerbare rechten (activa) en verplichtingen (passiva) die aan een rechtssubject (natuurlijk- of rechtspersoon) toekomt. Het Nederlandse Burgerlijk Wetboek
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Polymicrogyrie
Polymicrogyrie is een aangeboren hersenafwijking. De naam bestaat uit een combinatie van Latijnse woorden poly (=veel), micro (=klein) en gyrie (=windingen). Het is een zeldzame afwijking .
Als gevolg van deze hersenafwijking zijn de kinderen meervoudig gehandicapt. Vaak komt er ook epilepsie en spacticiteit als probleem naar voren. Er is verder weinig te zeggen over hoe en wat een kind zal kunnen in de toekomst, ook een levensverwachting is niet te schatten.
Externe links
- [http://www.
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Olympische Zomerspelen 1976/Handbal
Heren
Groepsfase
Tunesië sloot zich na het spelen van 2 wedstrijden aan bij de Afrikaanse boycot van de Spelen van Montréal.
De uitslagen van de 2 wedstrijden werden ongeldig voor het toernooi verklaard.
Finales: 5e t/m 12e plaats
Bronzen Finale
Finale
Dames
Toernooi
Handbal
Categorie:Handbal
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