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Indium

Indium

Indium (benannt nach der indigofarbenen Bande im Linienspektrum) ist ein silbrigweißes, duktiles Metall der III-Hauptgruppe. Es ist leicht verformbar und gibt wie Zinn beim Verbiegen Geräusche ab (siehe auch Zinnschrei). Es wurde 1863/1864 von Ferdinand Reich in Zusammenarbeit mit Hieronymus Theodor Richter entdeckt.

Gewinnung

Hieronymus Theodor Richter Um eine wirtschaftliche Gewinnung zu gewährleisten, muss das Indium auf mindestens 1 Gew. % in den Vorprodukten angereichert werden. Bei den Raffinationsprozessen (beispielsweise Röstung oder Flotation) von Blei, Zink, Kupfer oder Zinn muss das Indium in ausreichender Menge vorliegen.

Verwendung

Die Verwendung des Indiums ist mannigfaltig. Indium zeigt eine hohe Duktilität und gute Gleit- und Schmierfähigkeit. Dadurch bilden galvanisch abgeschiedene Indiumüberzüge auf Blei-, Stahl- und Cadmium-Gleitlagern einen ausgezeichneten Oberflächenschutz gegen Abrieb. Indiumdichtungen werden auch in der kryogenen Vakuumtechnik als Dichtungsmaterial eingesetzt. Infolge des niedrigen Schmelzpunktes von 150 °C kann Indium, mit anderen Metallen legiert, Speziallote bilden. Weiterhin kann die Eigenschaft des niedrigen Schmelzpunktes ausgenutzt werden, um Schmelzsicherungen für Branddetektoren herzustellen. Eine andere Anwendung der Indiumlegierungen besteht als Füllmasse für Hochtemperaturthermometer. Aber auch umweltfreundliche quecksilberfreie Fieberthermometer haben Indium als Legierungsbestandteil in ihrer Füllmasse. Mit Kupfer, Mangan und Magnesium wird Indium als Legierungsbestandteil von magnetischen Werkstoffen verwendet. Gelegentlich wird Indium in Dentallegierungen verwendet. Indium und dessen Verbindungen spielen eine wichtige Rolle in der Halbleitertechnik. Die Einsatzgebiete seien hier kurz genannt:
- Verwendung in Hallsonden, die zur Messung von Magnetfeldern dienen.
- Ternäre Indiumlegierungen mit Schwermetallantimoniden zeigen anisotropische elektrische Eigenschaften.
- Intermetallische indiumhaltige Verbindungen eignen sich zum Bau von InfrarotSensoren und Solarkollektoren.
- Indiumzinnoxid (ITO) ist lichtdurchlässig und elektrisch leitend und wird daher vielfältig als durchsichtige Zuleitung auf Solarbatterien oder flüssig-kristallinen Digitalanzeigen (LCD) benutzt.

Verbindungen


- In2O3 : Indiumoxid, gelber Feststoff, entsteht bei der Oxidation von Indiumpulver
- InSe : Indiumselenid, schwarze Kristalle, Verwendung als Halbleiter
- InP : Indiumphosphid, spröde Masse, Halbleiter für Solarzellen

Weblinks


- [http://www.smart-elements.com/?arg=zoom&element=In&art=27&linkid=wiki-In#magnify Hochreines Indium in der Elemente-Börse] Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Erdmetall Kategorie:Periode-5-Element ja:インジウム th:อินเดียม

Absorptionsbande

Eine Absorptionsbande ist ein Wellenlängenintervall, in dem das Licht einer Strahlungsquelle, z.B. der Sonne, durch chemische Substanzen (z.B. atmosphärische Gase wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Ozon, Methan ...) auf dem Weg zum Empfänger selektiv absorbiert ("aufgesaugt", "geschluckt") wird. Das kontinuierliche Spektrum der Strahlungsquelle kommt beim Empfänger nun mit dunklen Lücken, den so genannten Absorptionsbanden an. Das so erhaltene Abbild des Spektrums wird Bandenspektrum genannt. Eine Absorptionsbande besteht aus einer größeren Anzahl von einzelnen (singulären) dicht nebeneinanderliegenden Absorptionslinien. Sie entstehen infolge der Kopplung von elektrischer Schwingungs- und Rotations-Anregung in Molekülen, so dass keine einzelne Energiedifferenz absorbiert wird, sondern ein ganzes Spektrum von Energiewerten, je nach Anregung der Moleküle. Bei bestimmten Stoffen und Zuständen kann die Absorptionsbande bei entsprechender Auflösung in einzelne Absorptionslinien aufgespaltet werden, was Aussagen über den Anregungs/Schwingungszustand des entsprechenden Stoffes zulässt. Man spricht dabei von der Feinstruktur der Absorptionsbande. Kategorie:Spektroskopie

Duktilität

Duktilität - aus dem Lateinischen von ducere (ziehen, führen, leiten) abgeleitet - ist die Fähigkeit oder auch das Verhalten eines Werkstoffes, unter Einwirkung äußerer Kräfte zur plastischen und damit dauerhaften Verformung zu neigen, ohne dass dabei Werkstofftrennungen auftreten. Solch ein Stoff ist gut kalt formbar: z.B. durch Tiefziehen, Biegen oder Recken.
- In der Geologie wird der Begriff für Gesteine insbesondere der unteren kontinentalen Erdkruste verwendet, die sich unter tektonischem Stress nicht spröde, sondern plastisch deformieren.
- Bei der Prüfung von Bitumen wird eine Probe in ein sogenanntes Duktilometer eingespannt und auseinandergezogen, bis der dabei entstehende Bitumenfaden reißt. Die Länge des Fadens zum Zeitpunkt des Zerreißens wird als Duktilität des Bitumens bezeichnet.

Siehe auch

Bruch, Zähigkeit, Metallische Bindung, Themenliste Straßenbau Kategorie:Werkstoffeigenschaft

Hauptgruppe

Gruppen sind senkrechte Spalten im Periodensystem. Die Einordnung der Elemente im Periodensystem wurde so vorgenommen, dass Elemente mit ähnlichen Eigenschaften untereinander stehen. Die Übereinstimmung ist dabei bei den Hauptgruppen am größten. Das Periodensystem der Elemente besteht aus 8 Hauptgruppen (HG): Besonders deutlich ist die Übereinstimmung der Eigenschaften bei den Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, den Halogenen und den Edelgasen. Die Elemente der Alkalimetalle sind Wasserstoff - wobei Wasserstoff eine Sonderstellung einnimmt, da es ein Nichtmetall ist - Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium und Francium. Die einzelnen Elemente kommen in der Natur nur in Verbindungen vor. Die Alkalimetalle haben eine geringe Schmelztemperatur, reagieren schnell und heftig mit Wasser und Sauerstoff, haben niedrige Dichten und zeigen charakteristischen Flammenfärbungen. Die Erdalkalimetalle zeigen ein ähnliches Verhalten wie die Alkalimetalle, sind aber in allen Eigenschaften abgeschwächt. Die Elemente der Halogene, die auch Salzbildner genannt werden, sind Fluor Chlor, Brom, Iod und Astat. Auch diese Elemente kommen in der Natur nur in Verbindungen vor. Da Fluor und Chlor recht schnell und aggressiv an der Luft reagieren, sollte man vorsichtig sein, mit ihnen Versuche durchzuführen. Die Elemente der Edelgase sind Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon und Radon. Sie kommen in der Natur elementar vor. Die Edelgase sind geruchlos, farblos und gasförmig. Sie sind in der Luft nur in geringer Menge vorhanden und reagieren so gut wie nicht mit anderen Stoffen; eine Eigenschaft, die sie mit den Edelmetallen gemeinsam haben. Deshalb nennt man sie Edelgase. Die Tatsache, dass die Elemente der Hauptgruppen ähnliche Eigenschaften haben, hängt mit dem Aufbau der Atome zusammen. Die Hauptgruppenelemente versuchen durch Reaktionen mit anderen Stoffen eine Edelgaskonfiguration der Elektronenhülle zu erreichen. Elemente in derselben Hauptgruppe müssen gleich viele Elektronen abgeben oder aufnehmen, um dies zu erreichen; daher resultieren die gleichen Eigenschaften. Die Masse eines Atoms wird in Atommasseneinheiten mit der Abkürzung u angegeben Kategorie:Chemie

Zinn

Zinn (altgermanische Bezeichnung: z. B. althochdeutsch zin = Stab, Zinn) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Sn (lat. stannum = Zinn) und der Ordnungszahl 50. Es ist ein silberweiß glänzendes und sehr weiches Schwermetall, das sich mit dem Fingernagel ritzen lässt. Auffällig ist sein niedriger Schmelzpunkt und die relativ hohe Siedetemperatur.

Geschichte

Das Metall ist vermutlich seit 3500 v. Chr. bekannt; allerdings wurde im südtürkischen Taurus-Gebirge ein Zinnbergwerk entdeckt, welches auf etwa 3000 v. Chr. datiert wird. Durch die Legierung Bronze, deren Bestandteile Kupfer und Zinn sind, ist es von großer Bedeutung (Bronzezeit). Im Lateinischen heißt Zinn "stannum", daher rührt auch das chem. Symbol Sn. Nachdem die Bronze durch das Eisen verdrängt wurde, erlangte Mitte des 19. Jahrhunderts Zinn durch die Herstellung von Weißblech industrielle Bedeutung.

Herstellung und Vorkommen

Zinn lässt sich leicht aus Zinnstein (Kassiterit, ein rotbraun/schwarzes Erz auch Zinnoxid, SnO2) gewinnen. Dazu wird das Erz zuerst zerkleinert und dann durch verschiedene Verfahren (Aufschlämmen, elektrische/magnetische Scheidung) angereichert. Nach der Reduktion mit Kohlenstoff wird das Zinn knapp über seine Schmelztemperatur erhitzt, so dass es ohne höherschmelzende Verunreinigungen abfließen kann. Heute gewinnt man einen Großteil durch Recycling und hier durch Elektrolyse. In der Erdkruste ist es mit einem Anteil von etwa 0,0035 Massenprozent vertreten. Nach aktuellen Schätzungen reichen die vorhandenen Lagerstätten noch etwa 35 Jahre. Zinn kommt zu über 80% als Ansammlung in Schwemmlandablagerungen (Sekundärlagerstätten) an Flüssen sowie auf dem Meeresgrund vor. Hierbei ist eine Region beginnend in Zentralchina über Thailand bis nach Indonesien bevorzugt. Das Material in den Schwemmlandlagerstätten hat nur einen Metallanteil von etwa 5%. Erst nach verschiedenen Schritten zur Konzentrierung auf etwa 75% wird ein Schmelzprozess eingesetzt. 2004 wird die Zinnproduktion vermutlich wie folgt aussehen: Volksrepublik China etwa 30%, restliches Südostasien etwa 30%, Südamerika etwa 20%.

Eigenschaften

Zinn kann drei Modifikationen mit verschiedener Kristallstruktur und Dichte annehmen. α-Zinn (kubisches Gitter, 5,75 g/cm3) ist unterhalb von 13,2 °C stabil, β-Zinn (tetragonales Gitter, 7,31 g/cm3) bis 162 °C und γ-Zinn (rhombisches Gitter, 6,54 g/cm3) oberhalb von 162 °C oder unter hohem Druck. Natürliches Zinn besteht aus zehn verschiedenen stabilen Isotopen, das ist die größte Anzahl aller Elemente. Außerdem sind noch 28 radioaktive Isotope bekannt. Die Rekristallisation von β-Zinn in α-Zinn bei niedrigen Temperaturen äußert sich als die so genannte Zinnpest. Beim Verbiegen des relativ weichen Zinns, beispielsweise von Zinnstangen, tritt ein charakteristisches Geräusch, das "Zinngeschrei" (auch "Zinnschrei"), auf. Es entsteht durch die Reibung der β-Kristallite aneinander. Das β-Zinn hat einen abgeflachten Tetraeder als Raumzellenstruktur, aus dem sich zusätzlich zwei Verbindungen ausbilden. Durch die Oxidschicht, mit der Zinn sich überzieht, ist es sehr beständig. Von konzentrierten Säuren und Basen wird es jedoch unter Entwicklung von Wasserstoffgas zersetzt.

Biologische Wirkung

Metallisches Zinn ist auch in größeren Mengen an sich ungiftig. Die Giftwirkung einfacher Zinnverbindungen und Salze ist gering. Einige organische Zinnverbindungen dagegen sind hochtoxisch. Die Trialkyl-Zinnverbindungen (insbesondere TBT, engl. "TriButylTin", Tributylzinn) und Triphenylzinn werden in Anstrichfarbe für Schiffe verwendet, um die sich an den Schiffsrümpfen festsetzenden Mikroorganismen und Muscheln abzutöten. Dadurch kommt es in der Umgebung von großen Hafenstädten zu hohen Konzentrationen an TBT im Meerwasser. Die toxische Wirkung beruht auf der Denaturierung einiger Proteine durch die Wechselwirkung des Schwefels aus Aminosäuren beispielsweise Cystein.

Verwendung

Seit Jahrhunderten wird Zinnblech großflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen im Sichtbereich verwendet. Diese behalten ihre silbrige Farbe über viele Jahrzehnte. Das weiche Metall wird als Legierung verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften. Zu tiefe Temperaturen sind wegen der Umwandlung in α-Zinn schädlich für Orgelpfeifen. Viele Haushaltsgegenstände, Geschirre, Tuben und Dosen wurden früher ganz aus Zinn gefertigt, rundweg der einfacheren Verarbeitungstechnologie der Zeit entsprechend. Mittlerweile jedoch wurde das relativ kostbare Material durch preiswertere Möglichkeiten ersetzt. Industriell stellt man aus verzinntem Eisenblech so genanntes Weißblech her, beispielsweise für Konservendosen oder Backformen. Tin, das englische Wort für Dose bzw. Konservenbüchse ist mit dem Wort Zinn verwandt. Zu dünner Folie gewalzt nennt man es auch Stanniol, hier ist Zinn im 20. Jahrhundert durch das viel preiswertere Aluminium verdrängt worden. Bei manchen Farbtuben und Weinflaschenverschlüssen kommt uns Zinn noch entgegen. Als Legierungsbestandteil wird Zinn vielfältig verwendet, mit Kupfer zu Bronze oder anderen Werkstoffen legiert. Die Legierung der goldfarbigen Euromünzen, die wir täglich zwischen den Fingern anfassen Nordisches Gold, beinhaltet unter anderem 1% Zinn. Als Bestandteil von Metalllegierungen mit niedrigem Schmelzpunkt ist es unersetzbar. Weichlot (so genanntes "Lötzinn") zur Verbindung elektronischer Bauteile (beispielsweise auf Leiterplatten) wird mit Blei (eine typische Mischung ist etwa 63 % Sn und 37 % Pb) und anderen Metallen in geringerem Anteil legiert. Die Mischung schmilzt bei etwa 183° C. In der Flachglasherstellung schwimmt die zähflüssige Glasmasse bis zur Erstarrung auf einer spiegelglatten flüssigen Zinnschmelze. In der modernen Industrie werden Zinnverbindungen als Stabilisator dem PVC Kunststoff beigemischt. Hochreine Zinn-Einkristalle eignen sich auch zur Herstellung von elektronischen Bauteilen. In Form einer transparenten Zinnoxid-Indiumoxid Verbindung ist es elektrischer Leiter in Anzeigegeräten wie LCD Displays. Das reine, weiße, nicht sehr harte Zinndioxid besitzt eine hohe Lichtbrechung und wird im optischen Bereich und als mildes Poliermittel eingesetzt. In der Dentaltechnik wird Zinn auch als Bestandteil von Amalgamen zur Zahnfüllung eingesetzt. Die sehr toxischen organischen Zinnverbindungen finden als Fungizide oder Desinfektionsmittel Verwendung. Der Jahresweltverbrauch an Zinn liegt bei etwa 300.000 t. Davon werden etwa 35 % für Lote, etwa 30% für Weißblech und etwa 30% für Chemikalien und Pigmente eingesetzt. Durch die Umstellung der Zinn-Blei-Lote auf bleifreie Lote mit Zinnanteilen > 95% wird der jährliche Bedarf um etwa 10% wachsen. Die Preise steigen durch die hohe Nachfrage kontinuierlich. Im Jahre 2003 wurden an der LME (London Metal Exchanges) etwa 5.000 US-Dollar pro Tonne bezahlt. 2004 lagen die Preise zwischenzeitlich bei etwa 8.000 bis 10.000 US-Dollar pro Tonne. Die größten 10 Zinnverbraucher (2003) weltweit sind nach China auf Platz 1 die Länder USA, Japan, Deutschland, übriges Europa, Korea, übriges Asien, Taiwan, Großbritannien und Frankreich. Zinn wird anstelle von Blei auch zum Bleigießen verwendet. Stannum metallicum (= metallisches Zinn) findet auch bei der Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln Verwendung.

Zusammenfassung

Zinn (Sn): Ist ein Silber weiß glänzendes Metall und hat eine Oxidschicht die sehr stabil gegenüber Chemikalien ist. Sn lässt sich gut auswalzen und kommt in 2 Modifikationen vor. Modifikation: Ist das Alpha – Sn. Dieses entsteht nur unter 13 °C und ist pulvrig. Modifikation: Ist das Beta – Sn. Dieses ist nur über 13 °C stabil.

Siehe auch


- Zinnschrei
- Indiumzinnoxid
- zum historischen Zinnabbau im Erzgebirge siehe Plattner_Kunstgraben#Der_Zinnabbau

Weblinks


- http://www.uniterra.de/rutherford/ele050.htm
- http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Lexikon/50Zinn.htm Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Gruppe-14-Element Kategorie:Periode-5-Element Kategorie:Schwermetall ja:錫

1863

Ereignisse


- 1. Januar: Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit
- 10. Januar: Erste U-Bahn der Welt in London eröffnet
- 21. April: Baha'u'llah gründet in Baghdad die Baha'i Religion
- 23. Mai: Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV)
- 1. Juli: Aufhebung der Sklaverei in der niederländischen Kronkolonie Suriname und Gewährung einer Verwaltungs-Autonomie
- 1. bis 3. Juli: Die Schlacht von Gettysburg führt die entscheidende Wende im Amerikanischen Bürgerkrieg herbei
- 13. Juli: Beginn der Draft Riots (Einziehungskrawalle) in New York City
- die „Höchste Spitze“, der höchste Berg der Schweiz, wird zu Ehren des schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour (17871875) in Dufourspitze umbenannt
- Die Reblaus setzt dem deutschen Weinbau zu
- In Turin beginnt der Bau der Mole Antonelliana
- 1. Frankfurter Fürstentag
- Münzfund von Sandur auf den Färöern. Unter den 93 Silbermünzen aus dem 11. Jahrhundert befinden sich überraschenderweise 50 aus Deutschland
- Gründung der Firmen Bayer AG und Hoechst AG (Farben)
- Wiederentdeckung der Nike von Samothrake

Kultur


- 12. Februar: Uraufführung der Oper The Armourers of Nantes von Michael William Balfe im Covent Garden in London
- 1. Mai: Uraufführung der Oper Le Jardinier et son seigneur von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 14. Juni: Uraufführung der Oper Die Loreley von Max Bruch am Hoftheater Mannheim
- 30. September: Uraufführung der Oper Les Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Georges Bizet am Théâtre-Lyrique in Paris
- Giuseppe Fiorelli wird Ausgrabungsleiter in Pompeji. Damit hält die wissenschaftliche Archäologie Einzug bei der Ergrabung der antiken Ruine.

Geboren


- 1. Januar: Pierre de Coubertin, französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär († 1937)
- 8. Januar: Paul Scheerbart, deutscher Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner († 1915)
- 12. Januar: Swami Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter († 1902)
- 15. Januar: Wilhelm Marx, deutscher Jurist und Politiker († 1946)
- 17. Januar: David Lloyd George, britischer Politiker und Premierminister († 1945)
- 19. Januar: Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt († 1941)
- 9. Februar: Anthony Hope, englischer Rechtsanwalt und Autor († 1905)
- 13. Februar: Hugo Becker, deutscher Cellist, Cellolehrer und Komponist († 1941)
- 19. Februar: Georg Moog, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland († 1934)
- 22. Februar: Wilhelm Blumenberg,
- 23. Februar: Franz von Stuck, deutscher Maler und Bildhauer († 1928)
- 27. Februar: George Herbert Mead, Professor für Philosophie und Sozialpsychologie († 1931)
- 28. Februar: Gheorghe Marinescu, rumänischer Neurologe und Neuropathologe († 1938)
- 3. März: Arthur Machen, walisischer Fantasy-Schriftsteller († 1947)
- 12. März: Gabriele D'Annunzio, italienischer Schriftsteller († 1938)
- 12. März: Wladimir Iwanowitsch Wernadski, russischer Geologe, Geochemiker und Mineraloge († 1945)
- 13. März: Richard Zoozmann, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1934)
- 18. März: Josef Modl, österreichischer Sänger († 1894)
- 22. März: Albertine Assor, Mitbegründerin der evangelisch-freikirchlicher Diakonie († 1953)
- 27. März: Henry Royce, britischer Industrieller und Techniker († 1933)
- 3. April: Henry van de Velde, Künstler des Jugendstils/Art Nouveau († 1957)
- 3. April: Wilhelm Middelschulte, Organist, Komponist († 1943)
- 7. April: Felix Michailowitsch Blumenfeld, russischer Komponist († 1931)
- 18. April: Leopold Berchtold, österreichisch-ungarischer Politiker († 1942)
- 26. April: Arno Holz, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus († 1929)
- 26. April: Hermann Beims, Oberbürgermeister Magdeburgs († 1931)
- 29. April: William Randolph Hearst, US-amerikanischer Verleger und Medienzar († 1951)
- 30. April: Max Skladanowsky, Wegbereiter der Filmkunst in Deutschland († 1939)
- 1. Mai: Stephan Kekulé von Stradonitz, deutscher Jurist und Privatgelehrter († 1933)
- 17. Mai: Charles Robert Ashbee, englischer Architekt († 1942)
- 21. Mai: Erzherzog Eugen von Österreich, Hochmeister des Deutschen Ordens († 1954)
- 25. Mai: Heinrich Rickert, deutscher Philosoph und Universitätsprofessor († 1936)
- 2. Juni: Felix Weingartner, Dirigent, Komponist und Pianist († 1942)
- 10. Juni: Louis Couperus, niederländischer Autor
- 13. Juni: Friedrich Heine, deutscher Unternehmer († 1929)
- 13. Juni: Josef Venantius von Wöss,) österreichischer Kirchenmusiker und Verlagsredakteur († 1943)
- 16. Juni: Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker (FDP) († 1938)
- 16. Juni: Paul Vidal, französischer Komponist († 1931)
- 17. Juni: Charles Eugene Lancelot Brown, Schweizer Maschinenkonstrukteur († 1924)
- 21. Juni: Max Wolf, deutscher Astronom und Entdecker von Asteroiden († 1932)
- 3. Juli: Ciro Luis Urriola, Staatspräsident von Panama († 1922)
- 4. Juli: Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler († 1913)
- 12. Juli: Paul Karl Ludwig Drude, deutscher Physiker († 1906)
- 18. Juli: Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreich-ungarischer Erzherzog und Thronfolger († 1914)
- 19. Juli: Hermann Bahr, deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Literaturkritiker († 1934)
- 21. Juli: Agnes Günther, deutsche Schriftstellerin († 1911)
- 30. Juli: Henry Ford, Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company († 1947)
- 2. August: Gottfried Krüger, Ehrenbürger von Wittenberg, Mediziner und Heimatforscher († 1941)
- 16. August: Gabriel Pierné, französischer Komponist († 1937)
- 19. August: Adele Sandrock, deutsch-niederländische Schauspielerin († 1937)
- 3. September: Hans Aanrud, norwegischer Schriftsteller († 1953)
- 6. September: Otto von Greyerz, Mundart-Schriftsteller und Professor († 1940)
- 10. September: Charles Spearman, britischer Psychologe († 1945)
- 11. September: Georg Witkowski, Literaturhistoriker († 1939)
- 13. September: Arthur Henderson, britischer Politiker († 1935)
- 15. September: Horatio Parker, US-amerikanischer Komponist († 1919)
- 21. September: Georg Arends, Botaniker († 1952)
- 22. September: Alexandre Émile Jean Yersin, schweizerisch-französischer Arzt und Bakteriologe († 1943)
- 28. September: Karl I. (Portugal), König von Portugal († 1908)
- 29. September: Hugo Haase, deutscher Jurist, Politiker und Pazifist († 1919)
- 30. September: Reinhard Scheer, Vizeadmiral in der deutschen Marine († 1928)
- 11. Oktober: Xavier Leroux, französischer Komponist († 1919)
- 16. Oktober: Joseph Austen Chamberlain, britischer Politiker und Außenminister († 1937)
- 19. Oktober: Gustav Frenssen, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 11. November: Paul Signac, französischer Maler und Grafiker († 1935)
- 12. November: Johannes Thienemann, deutscher Ornithologe († 1938)
- 14. November: Leo Hendrik Baekeland, belgisch-amerikanischer Chemiker († 1944)
- 18. November: Richard Dehmel, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1920)
- 28. November: Alfred Pérot, französischer Physiker († 1925)
- 30. November: Richard Mollier, Professor für angewandte Physik und Maschinenbau († 1935)
- 7. Dezember: Felix-Louis Calonder, Schweizer Politiker († 1952)
- 7. Dezember: Pietro Mascagni, italienischer Komponist († 1945)
- 11. Dezember: Annie Jump Cannon, US-amerikanische Astronomin († 1941)
- 11. Dezember: Bruno Möhring, deutscher Architekt († 1929)
- 12. Dezember: Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker († 1944)
- 13. Dezember: Eugen Gradmann, deutscher Pfarrer und Landeskundler († 1927)
- 16. Dezember: George Santayana, Philosoph († 1952)
- Richard Felton Outcault († 1928)

Gestorben


- 17. Januar: Horace Vernet, französischer Militärmaler und Lithograph (
- 1789)
- 18. Januar: Mangas Coloradas, Häupling der Mimbreno-Apachen (
- 1797)
- 24. Februar: Anton Günther, österreichischer Philosoph und Theologe (
- 1783)
- 24. Februar: Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist (
- 1807)
- 30. März: Auguste Bravais, Französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie (
- 1811)
- 1. April: Jakob Steiner, Schweizer Mathematiker (
- 1796)
- 10. April: Giovanni Battista Amici, italienischer Astronom und Optiker (
- 1786)
- 10. April: Hermann Steudner, Naturforscher und Afrikaforscher (
- 1832)
- 17. April: John Colborne, britischer Feldmarschall und Kolonialverwalter (
- 1778)
- 26. April: Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons (
- 1777)
- 10. Mai: Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur (
- 1824)
- 7. Juni: Franz Xaver Gruber, unterrichtete in der Schule von Arnsdorf (
- 1787)
- 6. Juli: Ernst Merck, Unternehmer, Politiker (
- 1811)
- 7. Juli: William Mulready, irischer Maler (
- 1786)
- 9. Juli: Christian Friedrich Freiherr von Stockmar, deutscher Arzt und Staatsmann (
- 1787)
- 19. Juli: Karl von Weber, deutscher Historiker (
- 1806)
- 26. Juli: Sam Houston, US-amerikanischer Politiker und General (
- 1793)
- 13. August: Eugène Delacroix, französischer Maler (
- 1798)
- 14. August: Colin Campbell, Britischer Feldmarschall (
- 1792)
- 28. August: Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge (
- 1794)
- 11. September: Johann Wilhelm Schirmer, Maler und Graphiker (
- 1807)
- 17. September: Blasius Höfel, österreichischer Kupferstecher (
- 1792)
- 20. September: Jacob Grimm, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist (
- 1785)
- 23. September: Johannes Voigt, namhafter Historiker und Vater des Humanismusforschers Georg Voigt (
- 1786)
- 31. Oktober: Ludwig Blenker, US-amerikanischer General (
- 1812)
- 15. November: Friedrich VII., König von Dänemark (
- 1808)
- 18. November: August Beer, deutscher Chemiker, Mathematiker und Physiker (
- 1825)
- 19. November: Hans Georg Meyer, königlicher hannoverscher Generalleutnant (
- 1792)
- 20. November: James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat (
- 1811)
- 26. November: Natalja Nikolajewna Puschkina-Lanskaja, Frau von Alexander Puschkin (
- 1812)
- 28. November: Charles Wimar, Maler (
- 1828)
- 30. November: Kamehameha IV., König von Hawaii (von 1855 bis 1863) (
- 1834)
- 13. Dezember: Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker (
- 1813)
- 24. Dezember: William Makepeace Thackeray, englischer Schriftsteller (
- 1811)
- Giovanni Battista Amici, italienischer Gelehrter (
- 1786) ko:1863년 simple:1863

1864

Ereignisse


- 1. Februar: Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges. In diesem Krieg wird zum ersten Mal das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund), vom schweizer Arzt Dr. Louis Appia und vom Niederländer Charles Van de Velde, getragen
- 12. Februar: Auf dem Bodensee sinkt der Raddampfer Jura nach einem Zusammenstoss in dichtem Nebel mit der Stadt Zürich. Die Jura war von Konstanz nach Romanshorn unterwegs, die Stadt Zürich in umgekehrte Richtung. Die Jura ist heute noch auf dem Grund des Bodensees, zwischen Bottighofen und Münsterlingen
- 11. März: Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht; die Flutwelle fordert etwa 270 Todesopfer
- 18. April: Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen unter Prinz Friedrich Karl
- 9. Mai: Fertigstellung der Pfaffendorfer Brücke über den Rhein in Koblenz
- 21. Mai: Korfu wird Teil des geeinten Griechenlands
- August: Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf auf Initiative von Henri Dunant
- 30. Oktober: Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg. Dänemark überläßt darin die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg den beiden deutschen Großmächten
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- Gründung des Schwarzwaldvereins in Freiburg im Breisgau

Politik


- 10. März: Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert
- 10. April: Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko

Kultur


- 8. Februar: Uraufführung der romantischen Oper Die Rheinnixen von Jacques Offenbach an der Hofoper in Wien
- 14. März: Uraufführung von Rossinis Petite Messe Solennelle
- 23. April: Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
- 16. Dezember: Uraufführung der Operette Le Serpent à plumes von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper La belle Hélène (Die schöne Helena) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris
- Erstausgabe der Zeitschrift HANSA erscheint

Geboren


- 1. Januar: Alfred Stieglitz, US-amerikanischer Fotograf († 1946)
- 8. Januar: Albert Victor, Prinz von Großbritannien und Herzog von Clarence und Avondale († 1892)
- 8. Januar: Julie Wolfthorn, deutsche Malerin († 1944)
- 13. Januar: Wilhelm Wien, deutscher Physiker, Nobelpreisträger († 1928)
- 27. Januar: John Walter Gregory, Geologe († 1932)
- 11. Februar: József Balassa, ungarischer Philologe († 1945)
- 14. Februar: Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe († 1944)
- 16. Februar: Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller († 1940)
- 17. Februar: Andrew Paterson, australischer Dichter († 1941)
- 19. Februar: Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1940)
- 21. Februar: Henrique Maximiano Coelho Neto, brasilianischer Schriftsteller († 1934)
- 22. Februar: Jules Renard, französischer Schriftsteller († 1910)
- 29. Februar: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1930)
- 29. Februar: Adolf Wölfli, schweizer Maler († 1930)
- 7. März: Wilhelm Arent, Dichter und Mäzen
- 10. März: Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe († 1936)
- 14. März: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion († 1913)
- 19. März: Charles Marion Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller († 1926)
- 23. März: Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist († 1925)
- 25. März: Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus († 1941)
- 25. März: Marie Soldat-Roeger, Violinvirtuosin († 1955)
- 30. März: Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1943)
- 9. April: Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur († 1930)
- 10. April: Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist († 1932)
- 10. April: Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes († 1940)
- 10. April: Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker († 1922)
- 12. April: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe († 1950)
- 13. April: Berta Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin († 1945)
- 14. April: Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller († 1946)
- 17. April: Karl Henckell, deutscher Schriftsteller († 1929)
- 21. April: Max Weber (Politiker), deutscher Ökonom und Soziologe († 1920)
- 24. April: Alois Wolfmüller, deutscher Erfinder, Ingenieur und Flugtechniker († 1948)
- 26. April: Bona Peiser, Deutschlands erste Volksbibliothekarin († 1929)
- 5. Mai: Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher († 1905)
- 12. Mai: Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter († 1920)
- 13. Mai: Emil Gött, deutscher Schriftsteller († 1908)
- 15. Mai: Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler († 1916)
- 16. Mai: Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist († 1937)
- 22. Mai: Willy Stöwer, deutscher Marinemaler der Kaiserzeit († 1931)
- 25. Mai: Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin († 1927)
- 29. Mai: Sigismund Waitz, 1913 Weihbischof von Brixen, Erzbischof von Salzburg († 1941)
- 3. Juni: Albert Fraenkel, deutscher Arzt, Tuberkulose- und Herzforscher († 1938)
- 3. Juni: Otto Erich Hartleben, deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler († 1905)
- 3. Juni: Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile († 1950)
- 8. Juni: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur († 1913)
- 11. Juni: Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent († 1949)
- 13. Juni: Rudolf Kjellén, Professor
- 14. Juni: Alois Alzheimer, deutscher Psychiater († 1915)
- 22. Juni: Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker († 1909)
- 24. Juni: Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker († 1945)
- 25. Juni: Oscar Baumann, Afrikaforscher, Philosoph, Ethnologe, Geograph und Karthograph († 1899)
- 25. Juni: Walther Hermann Nernst, deutscher Physiker und Chemiker († 1941)
- 29. Juni: Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist († 1929)
- 12. Juli: Hans Chemin-Petit d. Ä., deutscher Komponist († 1917)
- 13. Juli: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller († 1912)
- 18. Juli: Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin († 1947)
- 20. Juli: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker († 1931)
- 24. Juli: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1918)
- 9. August: Roman Dmowski, polnischer Politiker († 1939)
- 10. August: Carl Junker, Syndikus und Historiker († 1928)
- 23. August: Eleutherios Venizelos, griechischer Politiker und Regierungschef († 1936)
- 24. August: Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger († 1919)
- 27. August: Helena Patursson, färöische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 1. September: Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer († 1916)
- 8. September: Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph († 1944)
- 19. September: Carl Correns, deutscher Biologe
- 27. September: Andrej Hlinka, slowakischer Priester, Politiker und Nationalistenführer († 1938)
- 30. September: Max Laeuger, deutscher Künstler († 1952)
- 15. Oktober: Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal († 1932)
- 25. Oktober: Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist († 1956)
- 25. Oktober: John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 30. Oktober: Theodor Wiegand, deutscher Archäologe († 1936)
- 6. November: John Henry Mackay, schottisch-deutscher Schriftsteller († 1933)
- 11. November: Alfred Hermann Fried, Pazifist, Publizist, Friedensnobelpreisträger († 1921)
- 11. November: Maurice Leblanc, französischer Krimi-Schriftsteller († 1941)
- 24. November: Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler († 1901)
- 26. November: Auguste Charlois, französischer Astronom († 1910)
- 27. November: Alfred Meyer-Waldeck, Verteidiger des deutschen Schutzgebietes Kiautschou († 1928)
- 8. Dezember: Camille Claudel, französische Bildhauerin († 1943)
- 14. Dezember: Emil Rungwerth, Heimatforscher († 1945)
- 24. Dezember: Stephan Elmas, türkisch-armenischer Komponist und Pianist († 1937)
- 31. Dezember: Hans am Ende, deutscher Maler († 1918)
- 31. Dezember: Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom († 1951)
- Carsten Egeberg Borchgrevink, norwegischer Polarforscher († 1934)
- Hans Frahm, Kunstmaler († 1940)

Gestorben


- 8. Januar: Victor Dourlen, französischer Komponist (
- 1780)
- 27. Januar: Leo von Klenze, deutscher Architekt (
- 1784)
- 14. Februar: William Dyce, britischer Maler (
- 1806)
- 10. März: Maximilian II., König von Bayern (
- 1811)
- 24. März: Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte (
- 1796)
- 25. März: Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist (
- 1800)
- 2. Mai: Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Meyer Beer Komponist und Dirigent (
- 1791)
- 9. Mai: John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten (
- 1813)
- 19. Mai: John Clare, englischer Dichter (
- 1793)
- 19. Mai: Nathaniel Hawthorne, amerikanischer Schriftsteller (
-  1804)
- 4. Juni: Nassau William Senior, englischer Ökonom (
- 1790)
- 18. Juni: Albert Knapp, deutscher Dichter (
-  1798)
- 23. Juni: Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe (
- 1787)
- 25. Juni: Wilhelm I., König von Württemberg (
- 1781)
- 28. Juli: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist (
- 1797)
- 4. August: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier (
- 1790)
- 24. August: Jakob Lorber, war österreichischer Schriftsteller und Musiker (
- 1800)
- 31. August: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist (
- 1825)
- 8. September: Johannes von Geissel, Kardinal und Erzbischof von Köln (
- 1796)
- 15. September: John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher (
- 1827)
- 1. Oktober: Juan José Flores, ecuadorianischer Staatspräsident (
- 1800)
- 20. Oktober: Carl Christian Rafn, dänischer Altertumsforscher (
- 1795)
- 23. November: Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom, der in Russland arbeitete (
- 1793)
- 25. November: David Roberts, britischer Maler (
- 1796)
- 30. November: William Baikie, englischer Afrikaforscher (
- 1824)
- 4. Dezember: John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur (
- 1826)
- 8. Dezember: George Boole, britischer Mathematiker (
- 1815)
- 20. Dezember: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist (
- 1794)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1864) ko:1864년

Hieronymus Theodor Richter

Hieronymus Theodor Richter (
- 21. November 1824 in Dresden, † 25. September 1898 in Freiberg) war ein deutscher Chemiker. Von 1843 bis 1847 studierte er an der Bergakademie Freiberg. Danach arbeitete er bei den Freiberger Hüttenwerken, seit 1853 als Hüttenchemiker. Im Jahre 1863 wurde er Professor für Lötrohrprobierkunst an der Freiberger Bergakademie; 1866 wurde er darüber hinaus noch mit der Leitung des Hüttenlaboratoriums der Freiberger Hüttenwerke betraut. Letzteres Amt gab er 1873 auf, um sich den Vorlesungen über Hüttenlehre und metallurgische Probierkunst zu widmen. Von 1875 bis 1896 wirkte Theodor Richter als Direktor der Bergakademie. Er starb 1898 in Freiberg.

Leistungen

Die bedeutendste Leistung Richters war die spektralanalytische Untersuchung der schwarzen Zinkblende, wobei er 1863 zusammen mit Ferdinand Reich das chemische Element Indium entdeckte. Den Namen Indium wählten die Entdecker aufgrund der indigoblauen Spektralfarbe.

Veröffentlichungen (Auswahl)


- Vorläufige Notiz über ein neues Metall. – In: Journal für praktische Chemie. 89(1863) S. 441-442
- Über das Indium. – In: Journal für praktische Chemie. 90(1863) S. 172-176 und 92(1864) S. 480-485

Literatur

125 Jahre Indium: Vorträge des Kolloquiums am 24. November 1988 aus Anlass der 125. Wiederkehr der Entdeckung des Indiums durch die Freiberger Professoren F. Reich und Th. Richter. – Freiberg: Bergakademie, 1989 Richter, Theodor Richter, Theodor Richter, Theodor Richter, Theodor Richter, Theodor ja:テオドール・リヒター

Raffination

Der Begriff Raffination (Raffinieren, oder Raffinierung) bezeichnet im allgemeinsten Sinne ein Verfahren zur Reinigung oder Veredelung von Rohstoffen. Mit dem Begriff werden sehr unterschiedliche technologische Verfahren bezeichnet. Man unterscheidet die Raffination von

Erdölraffination

Kohlenwasserstoffe enthalten nach der fraktionierten (Vakuum-)Destillation von Erdöl noch Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen, mehrfach Bindungen und cyclische Kohlenwasserstoffe. Diese unerwünschten Bestandteile, die bei Schmierstoffen schon nach kurzem Gebrauch zu Alterungserscheinungen wie Dunkelfärbung, Zunahme der Viskosität, Entstehung von Säuren und Ölschlamm führen, werden bei der Raffination durch chemische Reaktion mit Wasserstoff entfernt, wodurch eine Qualitätsverbesserung erreicht wird. Durch die Reaktion von Wasserstoff mit den vorhandenen Fremdatomen entstehen, zum Teil hochgiftige, Nebenprodukte wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Wasser.

Pflanzenölen oder –fetten

Viele pflanzliche Fette werden nach dem Pressen der Ölsaaten raffiniert, da die Rohöle noch verschiedene Begleitstoffe (Pigmente, Geruchs-, Geschmacks- und Bitterstoffe) enthalten, die meist aus Gründen der Haltbarkeit, des Aussehens, des Geschmackes und der technischen Weiterverarbeitung unerwünscht sind. Die Raffination durchläuft mehrere Stufen bei hoher Temperatur, um das Rohöl zu entschleimen, zu entsäuern, zu bleichen und zu dämpfen (desodorieren). Nicht bei allen pflanzlichen Ölen ist eine Raffination erforderlich, allerdings sind beispielsweise Raps- oder Sojaöl unraffiniert nicht genießbar.

Zucker

Raffination bedeutet bei Zucker das Entfärben von braunem Rohzucker (aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe) durch die (wiederholte) Abfolge der Verfahrensschritte auflösen, filtrieren, zentrifugieren und auskristallisieren. Bei dem so gewonnenen Kristallzucker, der Zucker-Raffinade, ist die Herkunft nicht mehr nachweisbar, da es sich in beiden Fällen um chemisch fast reine Saccharose (99,8 %) handelt.

Metallen

Die Raffinationsverfahren sind von Element zu Element sehr unterschiedlich. Bei der Reinstherstellung von Metallen wird das Rohmetall oft elektrolytisch raffiniert. Das Rohmetall (Anode) geht in Lösung, wobei der Elektrolyt aus einer Salzlösung des betreffenden Metalls besteht, und scheidet sich als Reinmetall an der Kathode ab. Edlere Begleitmetalle fallen als Anodenschlamm an, aus dem diese Edelmetalle gewonnen werden. Durch elektrolytische Raffination werden reines Silber, Kupfer, Blei, Zink, Nickel hergestellt. Reines Aluminium wird mit einem engverwandten Raffinationsverfahren der Schmelzflusselektrolyse hergestellt. Eine weitere wichtige Raffinationsmethode ist das Zonenschmelzverfahren das zur Gewinnung von reinstem Silizium oder Silizium-Einkristallen angewendet wird.

Getreide

Raffination bedeutet bei Getreide vollständiges Mahlen des Korns, um möglichst weißes Mehl zu erhalten, wobei die wertvollsten Nährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) der Kornhülle und des Keimlings verloren gehen.

Speisesalz

Die Raffination von Meersalz, bezeichnet das Waschen des durch die industrielle Ernte meist verunreinigten „Rohsalzes” in gesättigter Sole, die erneute Kristallisation, Trocknung und das Versetzen nach dem Vermahlen mit Aufhellern, Rieselhilfsmitteln und die künstliche Jodierung. Nach dieser Behandlung ist das Meersalz weder optisch noch geschmacklich von – ebenfalls raffiniertem – Steinsalz zu unterscheiden. Kategorie: Trennverfahren Kategorie: Verfahrenstechnik Kategorie: Chemisch-technisches Verfahren

Flotation

Die Flotation ist das Trennen eines Haufwerkes (Feststoffgemisches) durch die unterschiedliche Benetzbarkeit von Teilchen. Im Flotationsbad wird durch einen Schnellrührer oder Lanzen Luft eingetragen und fein verteilt. Im Flotationsbad enthaltene Tenside und Schaumstabilisatoren stabilisieren dabei die kleinen Luftbläschen. Eine Sorte Partikel lässt sich schlecht mit Wasser benetzen und haftet daher an den Luftblasen. Diese Partikel schwimmen mit den Luftblasen auf und können mit dem Schaum abgeschöpft werden. Die andere Sorte Partikel sinkt zu Boden und wird dort ausgetragen. Trennung von feinkörniger Gemenge (u.a. Erze und Gangart) in einer wässrigen Aufschlämmung (Suspension) mit Hilfe von Luftblasen. Heute werden 90% aller Blei-, Zink- und Kupfererze durch Flotation aufkonzentriert. Die feine Vermahlung wird notwendig, wenn das Erz nur in geringer Konzentration im Gestein (der Gangart) vorliegt. Auch andere Stoffe, wie z.B. Kaliumchlorid-Kristalle können durch Flotation angereichert werden. Auch bei der Papierherstellung wird das Wasser-Altpapier-Gemisch flotiert, um die Druckfarben zu entfernen. Ebenso wird das Flotationsverfahren zur Reinigung von Abwasser in Kläranlagen angewandt, um feine Schmutzpartikel und Schwebstoffe zu binden. In der Medizin werden Flotationsverfahren zum Nachweis von Parasiteneiern im Kot benutzt. Bei der Flotation werden verschiedene Hilfsstoffe eingesetzt:
- Schäumer dienen zum Stabilisieren der Luftblasen.
- Sammler machen die Erzkomponente wasserabstossend (hydrophob), während die andere Komponente wasseranziehend (hydrophil) bleibt. In die Aufschlämmung eingeblasene Luft haftet nur an den hydrophoben Teilchen und trägt sie zur Wasseroberfläche, während die hydrophilen Teilchen in der Trübe bleiben. Sammler sind besonders entscheidend, als Sammler eignen sich nur bestimmte Schwefelverbindungen (wie Xanthate, Dithiophosphate, Mercaptane), Amine, Alkylsulfonate, sowie manche Fettsäuresalze.
- Regler wie pH-Regulatoren, Flockungsmittel und anderen dienen zur Optimierung und selektiven Auftrennung von Erzgemischen.
- Drücker (z.B. Natrium, Kaliumsilikat bei Kunststoffflotation) verbessern die Benetzbarkeit (hydrophil) und verstärken das Absinken im Trennmedium. Kategorie:Trennverfahren

Zink

Zink ist ein chemisches Element. Es ist ein bläulich-weißes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind „Zahn, Zacke“, da Zink zackenförmig erstarrt. Weit verbreitet ist auch Titanzink.

Vorkommen

Zink kommt in folgenden Erzen vor:
- Zinkblende (ZnS): Zink-Schwefel-Verbindung mit ca. 65% Zinkanteil.
- Zinkspat (ZnCO3): Zinkkarbonat, auch Galmei mit ca. 50% Zinkanteil Zinkerze werden hauptsächlich in den folgenden Ländern abgebaut: Australien, Peru, Kanada, USA und Volksrepublik China. In Europa sind noch einige Zinkminen in Irland, Spanien und Schweden aktiv. Auch in Deutschland gab es Zinkerzlagerstätten z. B. bei Eschweiler im Rheinland oder am Rammelsberg im Harz. Oberirdisch kann man in diesen Gebieten seltene Pflanzen finden, die auf zinkhaltigen Böden besonders gut wachsen – z. B. das gelbe Galmeiveilchen, das nach dem alten Namen für Zinkerz Galmei benannt ist. Drei Zinkhütten standen im 19. Jahrhundert in Eschweiler.

Gewinnung

Zinkblende wird im Flammofen, Zinkspat im Schachtofen in Zinkoxyd umgewandelt. Mit Kohle vermischt wird in einem Muffelofen bei ca. 1.400°C reduziert, dabei entsteht das dampfförmige Hütten- oder Rohzink (98%). Nach der Kondensation wird es in Formen gegossen. Durch nochmaliges Umschmelzen wird das Zinkoxyd mit Schwefelsäure zu Zinksulfat umgewandelt. Im Elektrolyseverfahren wird daraus Feinzink (99,99%) gewonnen.

Eigenschaften

An der Luft bildet Zink eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkkarbonat. Am Bruch ist es silberweiß. Zink ist bei Zimmertemperatur und oberhalb 200°C spröde, es lässt sich nur zwischen 100°C und 200°C spanlos verformen. In der Regel liegt Zink in seinen Verbindungen in der Oxidationsstufe +II vor, in den Salzen liegt es als Zn2+ vor. Mehrere Salze binden Kristallwasser. Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen. Dies kann beispielsweise dafür ausgenutzt werden, edlere Metalle aus ihren Salzen durch Reduktion elementar abzuscheiden: \mathrm Dabei gibt Zn zwei Elektronen ab und wird zu Zn2+ oxidiert (Redoxpotential -0,763 Volt). Cu2+ nimmt diese Elektronen auf und wird zu elementarem Kupfer (Cu) reduziert. In Einzelfällen kommt der Begriff „Zink“ auch in Eigennamen vor. Ursprünglich stammt dieser Nachname von Zink-verarbeitenden Faktoreien zu Beginn des späten Mittelalters. Laut Studien ist der Name verbunden mit psychischer Labilität, da die Dämpfe der Faktoreien des frühen Mittelalters den Zinks zu Kopf gestiegen ist.

Verwendung

Zink wird häufig zur Produktion von kostengünstigen Gussteilen verwendet, da der Zinkdruckguss die schnelle Fertigung von großen Stückzahlen unterschiedlichster Produkte erlaubt. Weitere Vorteile dieses Werkstoffes im Zinkdruckgussverfahren sind hohe Maßhaltigkeit, Eignung zu unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen sowie die hohe mechanische Belastbarkeit. Das Spektrum der Anwendungen reicht von der Kfz–Industrie, dem Maschinen- und Apparatebau, Baubeschlag, Sanitärindustrie, der Feingeräte- und Elektrotechnik bis hin zu Gebrauchsgegenständen und Spielzeugen. Im Dachdecker- und Klempnerhandwerk wird in der Regel Titanzink verwendet, welches mechanisch deutlich stabiler ist.

Rostschutz

Titanzink Der unedle Charakter des Zinks wird auch beim Rostschutz durch Verzinken ausgenutzt. Der Zinküberzug bildet mit dem Eisen ein elektrochemisches Lokalelement. Da Zink ein niedrigeres Redoxpotential als Eisen hat, wird es unter oxidierenden Bedingungen (meistens O2 und H2O) leichter oxidiert als Eisen. Bei diesem Rostschutz wird das Zink langsam zu Zn2+-Ionen oxidiert und damit verbraucht. Für die Rostschutzwirkung ist es nicht nötig, dass das gesamte Eisenstück verzinkt ist. Es reicht eine so genannte Opferanode, die allerdings regelmäßig ausgetauscht werden muss.

Zink-Kohlebatterie

Aufgrund des niedrigen Redoxpotentials und der einfachen Formbarkeit wird Zink auch als negative Elektrode in galvanischen Zellen, beispielsweise Zink-Kohle-Monozellen eingesetzt, aus denen auch Trockenbatterien aufgebaut sind.

Biologische Bedeutung

Trockenbatterie Zink zählt zu den essentiellen Spurenelementen für den Stoffwechsel von Lebewesen. Es ist Bestandteil mehrerer Enzyme, beispielsweise der RNA-Polymerase und der Glutathionperoxidase. Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion. Eine bedeutende Rolle spielt es bei der Wundheilung. Das Spurenelement kann im Körper nicht gespeichert werden, es muss regelmäßig von außen zugeführt werden. Aufgrund von falschen Ernährungsgewohnheiten ist Zinkmangel auch in westlichen Ländern nicht selten, insbesondere bei Jugendlichen, die aufgrund des Wachstums besonders viel Zink benötigen. Eine 2005 auf einer Konferenz der amerikanischen Gesellschaft für Ernährungswissenschaften in San Diego vorgestellte Studie deutet darauf hin, dass Kinder, die täglich ausreichend Zink erhalten (20 Milligramm), eine deutliche Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit erfahren. Zink verbesserte das visuelle Gedächtnis, die Leistungen in einem Wortfindungstest und die Konzentrationsfähigkeit. Zink ist neben Vitamin C auch ein wichtiges Grippemittel, dessen krankheitslindernde und -verkürzende Wirkung in Studien nachgewiesen werden konnte. Zinkmangel führt zu einer Unterfunktion der Keimdrüsen, Wachstumstörungen und Blutarmut. Folgende Nahrungsmittel sind gute Zinkquellen:
- rote Fleischsorten
- Fisch und Meeresfrüchte
- Kuhmilch und wässrige Milchprodukte
- Vollkornprodukte, speziell sauerteiggeführtes Brot (siehe Phytinsäure)
- Weizenkeime (Weizen)
- Ölsaaten (z. B. Sesam, Mohn, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne)
- Erdnüsse und Pekannüsse
- Pilze und Hefen Siehe auch: Hereditäres Zinkmangelsyndrom

Wichtige Verbindungen


- Zamak
- Zinkchlorid (ZnCl2)
- Zinkoxid (ZnO)
- Zinksulfid (ZnS) hat gute Eigenschaften im Bereich der Phosphoreszenz.

Weblinks


- http://www.initiative-zink.de/ Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Periode-4-Element Kategorie:Gruppe-12-Element Kategorie:Übergangsmetall Kategorie: Schwermetall ja:亜鉛 simple:Zinc

Kupfer

Kupfer (von lat. cuprum: „Kupfer, Metall aus Zypern“) ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cu und der Ordnungszahl 29. Es ist ein hervorragender Wärme- und Stromleiter. Kupfer gehört zu den Münzmetallen. Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von lat. aes cyprium = Erz von der Insel Zypern.

Kupfer als Mineral

Zypern Kupfer kommt gediegen in der Natur vor. Das Schwermetall kristallisiert im kubischen Kristallsystem, hat eine zwischen 2,5 und 3 liegende Mohshärte und als blankes Metall eine helle, lachsrosa Farbe. Durch oberflächliche Patina-Bildung verändert sich das Metall auch rotbräunlich bis hin zu einem bläulichen Grün, wobei der Metallglanz verloren geht. Strichfarbe ist rosarot. Kupfer ist als sehr weiches Metall gut formbar und zäh. Der Schmelzpunkt liegt bei 1083,4 °C.

Verbindungen

Kupfer hat in Verbindungen meistens die Oxidationsstufen +1 oder +2. Es bildet an seiner Oberfläche zuerst ein rotbraunes und danach schwarzes, festes Oxid, das je nach Luftzusammensetzung auch grüne Carbonate, Sulfate und Chloride enthalten kann. Kupferverbindungen sind in der Regel rot (Kupfer(I)-oxid, Cuprit) oder auffallend grün, türkis bis hin zu dunkelblau gefärbt (Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat). Kupfer(II)-oxid und -sulfid sind schwarz. Auch in einigen Supraleitern wie YBCO (YBa2Cu3O7-x) ist Kupfer enthalten.

Vorkommen

YBCO] Als gediegenes Element findet sich Kupfer hauptsächlich in basaltischen Laven, wo es sich meist durch Reaktion mit Minerallösungen hydrothermalen Ursprungs aus Eisenoxiderzen bildet. Es tritt meist roh oder in Form verzweigter Strukturen, so genannter Dendrite auf, selten auch in kristalliner Form. Der Anteil gediegenen Kupfers in der Natur ist allerdings sehr niedrig. In Form von Kupfererzen ist Kupfer dagegen ein sehr häufiger Bestandteil der Erdkruste. Es wird dann aus Kupferkies (CuFeS2), Kupferglanz (Cu2S), seltener auch aus Bornit (Cu5FeS4), Atacamit [CuCl2 · Cu(OH)2], Malachit und anderen Erzen gewonnen. Besonders dekorativ sind Türkis, ein Kupferphosphat und Malachit, ein grünes, basisches Kupfercarbonat. Die weltweit größten Vorkommen gibt es in Chile, den USA, Russland, Sambia, Kanada und Peru. Die wichtigsten Exportländer sind in der CIPEC organisiert. Zur CIPEC gehören u.a. Australien, Indonesien, Zaire sowie Papua-Neuguinea, auf dessen Insel Bougainville eine der weltgrößten Kupferminen 1988 zu einem Bürgerkrieg führte, dessen Folgen noch andauern.

Verwendung

1988 Wegen seiner guten Leitfähigkeit wird reines Kupfer sowohl in elektrischen Kabeln, Leiterbahnen, als auch in Wärmeleitern verwendet. Gelegentlich werden auch Dächer mit Kupferblech gedeckt, auf denen sich dann eine beständige grünliche Patina bildet. Diese Patina schützt das darunterliegende Metall gut vor weiterer Korrosion, so dass Kupferdächer eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten haben können. Kupfer ist auch Bestandteil vieler Legierungen wie Messing, Bronze und Neusilber. Kupferlegierungen werden wegen ihrer guten Eigenschaften, wie Farbe, Korrosionsbeständigkeit, Preis, Verarbeitbarkeit gerne vielfältig eingesetzt. Für Münzen, Schmuck, Besteck, Armaturen, Kessel, Rohrleitungen, Präzisionsteile, Kunstgegenstände, Musikinstrumente usw. Man unterscheidet Knetlegierungen, was bedeutet, dass diese gut bei Normaltemperatur mechanisch verformt werden können, und Gusswerkstoffe (Rotguss, Bronzen). Beispiel für Knetlegierungen sind das silberähnliche Neusilber, eine Kupfer-Zink-Nickellegierung, und das goldgelbe Messing, eine Kupfer-Zink-Legierung. Viele Münzwerkstoffe sind auf Kupferbasis hergestellt, so das „Nordisches Gold“ genannte Metall der goldfarbigen Euromünzen, eine Kupfer-Zink-Aluminium-Zinn Legierung. Aber auch Gegenstände mit silberweißem oder edelstahlartigem Erscheinungsbild sind in Wirklichkeit hoch kupferhaltige Legierungen worin die kupfereigene Farbe durch ausreichenden Nickelzusatz verschwunden ist. Das Münzmetall der alten 1-DM-Geldstücke, sowie die hellen Anteile der Euromünzen sind aus Kupfer-Nickel Legierungen gefertigt. Kupferverbindungen kommen in Farbenpigmenten, Medizinischen Präparaten und galvanischen Oberflächenbeschichtungen zum Einsatz. Kupfersalze färben die Flamme grün/blau (Spektralanalyse). Siehe auch: Kupferrecycling

Biologische Wirkung

Kupfer ist Bestandteil des Hämocyanin, das bei vielen Weichtieren und Gliederfüßern als Blutfarbstoff dem Sauerstofftransport dient. Auch bei allen höheren Lebewesen ist Kupfer als Bestandteil vieler Enzyme ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der tägliche Bedarf eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 2 Milligramm. Kupfer ist vor allen in Leber, Getreide, Gemüse und Nüsse enthalten. In ionisierter, nicht an Proteine gebundener Form wirkt Kupfer antibakteriell, man spricht hier wie beim Silber vom oligodynamischen Effekt (Oligodynamie), weshalb z. B. auch Blumenwasser, das in Kupfergefäßen aufbewahrt wird, nicht so schnell faul wird. Die toxische Wirkung entsteht dadurch dass Kupfer-Ionen an SH-Gruppen von Proteinen binden, und Lipide der Zellmembran peroxidieren, was zur Bildung von freien Radikalen führt, die die DNA und Zellmembranen schädigen. Beim Menschen ist dies z. B. der Fall bei Morbus Wilson, einer Krankheit bei der vor allem die Leber betroffen ist. Kupfersulfat (Kupfervitriol) ist ein starkes Brechmittel, und wird deshalb zur Behandlung vieler Vergiftungen eingesetzt (beispielsweise durch weißen Phosphor).

Geschichte

Phosphor]] Kupfer, Gold und Zinn waren die ersten Metalle, welche die Menschheit in ihrer Entwicklung kennen lernte. Da Kupfer leicht zu verarbeiten ist, wurde es bereits von den ältesten bekannten Kulturen vor etwa 10.000 Jahren verwendet. Die Zeit seines weiträumigen Gebrauchs vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. wird manchmal auch Kupferzeit genannt. In der Alchemie wurde Kupfer mit Venus/Weiblichkeit assoziiert. Später wurde es mit Zinn (und Bleianteilen) zu Bronze legiert. Diese härtere und technisch widerstandsfähigere Legierung wurde zum Namensgeber der Bronzezeit. Die Unterscheidung von Blei gegen Zinn wurde erst mit wachsenden Metallkenntnissen eingeführt, so dass der Begriff Bronze aus heutiger Sicht nur auf die hochkupferhaltigen Zinn-Kupferlegierungen richtig angewendet ist. Eine weitere goldgelbe Kupfer-Legierung, das Messing, war im antiken Griechenland bereits bekannt. Es wurde durch gemeinsames Verarbeiten der jeweiligen Erze erschmolzen, aber erst von den Römern stärker verwendet. In Altkolumbien wurde die Gold-Kupfer-Legierung Tumbaga häufig verwendet. Die Gewinnung von Kupfer erfolgt in einer Affinerie.

Weblinks


- http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Lexikon/29Kupfer.htm
- http://www.kupferinstitut.de
- [http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/Kupfer Mineralienatlas – Kupfer]
- http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/chem/wasser/kupfer_2000.htm Thema Kupferrohre und Trinkwasser
- http://www.kupfer.de Initiative Kupfer – Informationsquelle zum Einsatz von Kupfer in der Hausinstallation Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Gruppe-11-Element Kategorie:Periode-4-Element Kategorie:Übergangsmetall Kategorie:Mineral Kategorie:Metall Kategorie:Schwermetall ja:銅 ko:구리 simple:Copper th:ทองแ