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Industriegeographie

Industriegeographie

Die Industriegeographie bezeichnet einen Teilbereich der Wirtschaftsgeographie. Hauptsächlich befasst sie sich mit den Standortbedingungen, Produktionsprozessen eines Industrieraumes und deren Auswirkungen auf die umliegenden Räume. Einige Teilbereiche der Industriegeographie befassen sich auch mit den in der Industrie tätigen Menschen und unternehmerpolitischen Informationen. Kategorie:Humangeographie

Wirtschaftsgeographie

In der Wirtschaftsgeografie auch Wirtschaftsgeographie steht das wirtschaftliche Handeln des Menschen (vergleiche auch Anthropogeografie) im Raum und die Rückkoppelung zwischen Raum und wirtschaftlicher Aktivität im Mittelpunkt des Interesses. Wie in anderen Teildisziplinen der Geografie, werden räumliche Strukturen und Prozesse wissenschaftlich untersucht und durch allgemeingültige Theorien und Modelle beschrieben und erklärt. Diese lassen sich in drei Kategorien aufteilen:
- Standorttheorien
- Räumliche Mobilitätstheorien
- Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien Unter den von Wirtschaftsgeografen eingesetzten Methoden finden sich beispielsweise
- Methoden der empirischen Sozialforschung
- Statistische Methoden
- Anwendungen aus der Kartografie und Nutzung von Geoinformationssystemen Einige Beispiele der Fokussierung und Forschung:
- Ein besonders aktuelles Thema der Wirtschaftsgeografen ist die Globalisierung, die Veränderungen der Wirtschaft und Märkte durch Erschließung und Erschöpfung von Rohstoffquellen, Verkehrswegen und Kommunikationsmitteln. Das Internet und besonders das Web sowie die mobile Telekommunikation eignen sich exzellent für den wirtschaftgeografischen Fokus.
- Oder noch spezieller: GIS und GPS und ihre gemeinsame Nutzung in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder bei der Raumplanung.
- Ein anderes, besonders interessantes Thema: die Wandlung der europäischen Industrie und der Weltwirtschaft durch den Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs. Dieses Thema betrifft sowohl die Wirtschaftsgeografie als auch die Wirtschaftsgeschichte.
- Ein anderer Vorschlag: Multinationale Fast-Food-Ketten und die Agrarwirtschaft in Europa, in den USA und in den Dritten Welt.
- Oder: "Migration und Wandel der Ernährungsgewohnheiten" und deren Einfluss auf die Agrarmärkte.

Begriffe


- im Bereich des Strukturwandels: Industrieller Strukturwandel

Literatur


- Harald Bathelt, Johannes Glückler: Wirtschaftsgeographie. 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2003 (UTB 8217), ISBN 3-8252-8217-1
- Elmar Kulke: Wirtschaftsgeographie. Schöningh, Paderborn 2004 (UTB 2434), ISBN 3-8252-2434-1
- Thomas Reichart: Bausteine der Wirtschaftsgeographie. Eine Einführung. Haupt, Bern 1999 (UTB 2067), ISBN 3-8252-2067-2
- Ludwig Schätzl: Wirtschaftsgeographie I, Theorie. 9. Auflage. Paderborn, Schöningh 2003 (UTB 782), ISBN 3-8252-0782-X
- Ludwig Schätzl: Wirtschaftsgeographie II, Empirie. Schöningh, Paderborn 2000 (UTB 1052), ISBN 3-8252-1052-9
- Ludwig Schätzl: Wirtschaftsgeographie III, Politik. 3. Auflage. Schöningh Paderborn, 1994 (UTB 1383), ISBN 3-8252-1383-8
- Horst-Günter Wagner: Wirtschaftsgeographie. Westermann, Braunschweig, 3. Aufl.1998. = Reihe: Das Geographische Seminar.

Weblinks


- http://www.wirtschaftsgeografie.de
- http://www.wirtschaftsgeographie.de
- http://www.geog.uni-hannover.de/wigeo Lehrstuhl Prof. Dr. L. Schätzl
- http://www.geographie.uni-halle.de/wgeo Lehrstuhl Prof. Dr. W. Thomi
- http://www.wirtschaftsgeographie.com Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie
- http://www.wigeo.bwl.uni-muenchen.de/
- http://wigeoweb.wu-wien.ac.at Inst. f. Wirtschaftsgeographie u. Geoinformatik, Wirtschaftsuniversität Wien Kategorie:Humangeographie Kategorie:Wirtschaft

Produktionsprozess

Grundlagen

Der Produktionsprozess bildet den Schwerpunkt der betrieblichen Leistungserstellung. Er ist dem Beschaffungsprozess nach- und dem Distributionsprozess vorgelagert. Unter Produktion sei die methodische Erstellung sowohl von Sachgütern als auch von Dienstleistungen verstanden. Formal ist der Produktionsprozess ein Kombinationsprozess produktiver Faktoren. Die sich daraus ergebende große Gestaltungsbreite von Produktionsprozessen wird deutlich, wenn man etwa die Erstellung einer Dienstleistung in Form einer Rechtsberatung dem Bau eines Kraftwerkes oder der Kraftfahrzeugproduktion gegenüberstellt. Eine umfassende Produktionswirtschaftslehre müsste demnach außer Industrie und Handwerk sämtliche produzierende Betriebe behandeln, also alle Dienstleistungsbetriebe, Fischerei, Bergbau und land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Für die letztgenannten Arten von Produktionsbetrieben sind jedoch eigene spezielle Betriebswirtschaftslehren aufgebaut worden, so dass der Industriebetrieb der in der Produktionswirtschaftslehre vorrangig zu behandelnde Betrieb ist. Er bringt durch Gewinnung von Rohstoffen, durch Bearbeitung, Verarbeitung und unter Anwendung von Maschinen ein zur Bedürfnisbefriedigung geeignetes Produkt hervor, um es auf dem Markt zu verwerten. Kernfunktion des Industriebetriebes ist also der Produktionsprozess im engeren Sinne. In einem weiteren Sinn umfasst die Produktion neben dem eigentlichen Produktionsprozess alle vor- und nachgelagerten Funktionen wie Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Lagerung und Innenverkehr.

Produktion und Logistik

Eng verbunden mit der Produktion sind die Problemstellungen der Logistik. Zur Logistik zählen alle Prozesse des Transports, der Lagerung, der Materialhandhabung und Verpackung. Typische logistische Aufgaben sind beispielsweise die Anlieferung von Fertigungsmaterial durch einen Lieferanten (physische Materialbeschaffung), der Weitertransport zwischen zwei Produktionsabteilungen (innerbetriebliche Logistik) oder die Auslieferung von bestellter Ware an die Kunden (physische Distribution). Ein wichtiger Punkt bei der Gestaltung des Produktionsprozesses ist die Schaffung materialflussgerechte Fabrikstrukturen sowie die Einbeziehung grundsätzlicher wettbewerbsbestimmender Faktoren. Bei der Umsetzung strategischer Entscheidungen kommt der Logistik und der Produktion eine Schlüsselrolle zu, da aus Kunden- oder Marktsicht logistische Leistungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, wie beispielsweise:
- Lieferzuverlässigkeit/ Liefertermintreue
- Lieferzeit (Zeit von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung)
- Lieferflexibilität ( Flexibilität bezüglich Änderung von Terminen, Mengen oder Produkt) Eine Abstimmung mit der Produktion und der dort gewählten Strategie ist für die Erfüllung dieser logistischen Leistungen von entscheidender Wichtigkeit. Nachfolgend soll noch auf einige Produktionsmerkmale eingegangen werden, die starken Einfluss auf die Gestaltung der Produktionsprozesse haben.

Fertigungsart

Berücksichtigt man die Anzahl der in einem Los hergestellten Produkte unterscheidet man:
- Einzelfertigung: Im Extremfall einmalige Herstellung eines Erzeugnisses (Bsp.: Schiffsbau, Großmaschinenbau)
- Serienfertigung: Es werden eine Reihe von identischen oder sehr ähnlichen, fertigungstechnisch aber recht unterschiedlichen Produkte hergestellt mit starken Unterschieden bei der Seriengröße (Kleinserienfertigung/Großserienfertigung) (Bsp.: Möbel)
- Sortenfertigung:Abart der Massenfertigung; Herstellung eigenschaftsverwandter, fertigungstechnisch weitgehend identischer Erzeugnisse in begrenzten Mengen (Bsp.: Wein)
- Massenfertigung: Im Extremfall Herstellung eines Erzeugnisses in großen Mengen über lange Zeit (Bsp.: Streichholzherstellung, Zigarettenherstellung)

Fertigungsprinzip

Das Fertigungsprinzip beschreibt die logisch-räumliche Anordnung der Maschinen in einer Fertigungsstätte. Die wichtigsten Arten sind:
- Werkstattfertigung: Anordnung der Maschinen nach der Art der durchzuführenden Verfahren, gleiche Fertigungsverfahren sind räumlich nebeneinander angeordnet (-> Verrichtungs- bzw. Funktionsprinzip).
- Fließfertigung: Organisation der Fertigung nach dem Flussprinzip, die Arbeitsplätze und Betriebsmittel werden in der Abfolge der an dem Erzeugnis vorzunehmenden Arbeitsgänge angeordnet (-> Ablaufprinzip). Bei der Reihenfertigung werden keine Taktzeiten vorgegeben. Dagegen ist die Fließbandfertigung Reihenfertigung mit Zeitzwang, d.h. an einen bestimmten Takt gebunden. Kennzeichnend für die Fließbandproduktion sind die Fertigungsstraßen.
- Gruppenfertigung: Dies ist ein Mischtyp von Fließ- und Werkstattfertigung. Anordnung der Maschinen nach dem Produkt oder Erzeugnis, die für das Erzeugnis benötigten Fertigungsverfahren sind räumlich beieinander angeordnet.
- Baustellenfertigung: Arbeitskräfte, Material, Werkzeuge, Maschinen und Transportmittel werden an das zu bauende Objekt herangebracht (-> Objektorientierung). Man unterscheidet zwischen innerer Baustellenfertigung, d.h. am Herstellungsort (z.B. Schiffsbau), und äußerer Baustellenfertigung, d.h. am Verwendungsort (z.B. Straßen-, Tiefbau).

Fertigungsablauf

Hinsichtlich der Grundprinzipien im Fertigungsablauf unterscheidet man:
- Lagerfertigung: kundenauftragsneutrale Produktion, die Kundenbelieferung erfolgt aus dem Lager (z.B. Massenprodukte)
- Auftragsfertigung: kundenindividuelle Produktion, die Auftragsabwicklung erfolgt ohne Endproduktlagerhaltung (z.B. Bau von Produktionsanlagen)
- Programmfertigung: kundenauftragsneutrale Vorfertigung und kundenindividuelle Endmontage oder Customizing (z.B. Automobilproduktion Vormontage kundenneutral, Endmontage kundenindividuell) Die unterschiedlichen Fertigungsablaufprinzipien besitzen starken Einfluss auf die bereits erwähnten logistischen Leistungen. So besitzt beispielsweise eine Lagerfertigung aufgrund ihrer Struktur keine Flexibilität bezüglich des Produkts, wogegen die Auftragsfertigung bezüglich Lieferzeit und Produktionskosten Nachteile gegenüber der Lagerfertigung hat. Aufgrund des Wunsches des Kunden zu kundenindividuellen Produkten bei niedrigen Preisen kommt der Programmfertigung eine steigende Bedeutung zu. Unter dem Stichwort Mass Customization wird versucht die Vorteile der Lager- und der Auftragsfertigung zu kombinieren.

Konzeption von Produktionsplanungs- und –steurungssystemen

Produktionsplanung und -steuerung nach dem Push-Prinzip

Zur Bewältigung der umfangreichen Aufgaben der operativen Produktionsplanung und –steuerung werden in der betrieblichen Praxis seit langem computergestützte Produktionsplanungs- und steuerungssysteme (PPS-Systeme) eingesetzt, die nach dem Push-Prinzip arbeiten, da die Produktionsaufträge in den Produktionsprozess hineingedrückt werden. PPS-Systeme greifen regelmäßig auf eine Datenbank des Produktionsbereichs zurück, in der alle Daten über die Erzeugnisse, Produktionsprozesse und Ressourcen abgelegt sind. Auf der Basis aller Real- oder Planaufträge mit den jeweiligen Fertigstellungsterminen wird eine so genannte Durchlaufterminierung des gesamten Produktionsablaufs durchgeführt. Dies geschieht mit Hilfe festgelegter bzw. ermittelter durchschnittlicher Zeiten für einzelne Bearbeitungsschritte. Alle Aufträge werden somit in ihre Arbeitsschritte unterteilt und für diese Anfangs- und Endzeiten festgelegt sowie die sich daraus ergebenden Anfangs- und Endzeiten für die Aufträge errechnet. Im Anschluss an die Durchlaufterminierung wird für jede Ressource die resultierende Kapazitätsbelastung ermittelt und der Kapazitätsbedarf dem Kapazitätsangebot gegenübergestellt. Im Rahmen eines Kapazitätsbelastungsausgleichs wird versucht, Überbelastungen gegebenenfalls durch Terminverschiebungen nichtkritischer Aufträge sowie durch Einplanung von Überstunden zu beseitigen. Im Folgenden wird dann eine Auftragsreihenfolge mit genauem Start und Endtermin für jede Arbeitsgruppe oder Maschine festgelegt. Dieses Terminraster dient dann der Steuerung des Informations- und Materialflusses in der Produktion.

Produktionsplanung und –steuerung nach dem Pull-Prinzip

Bei der Produktion auf Abruf (Pull-Prinzip) stellt die Produktionssteuerung nicht mehr – wie beim Push-System – für jede Produktionsstufe eine detaillierte Planvorgabe bereit, sondern es wird nur ein Produktionsplan für die letzte Produktionsstufe, d.h. die Endmontage aufgestellt. Das Pull–Prinzip wird durch eine entsprechende Reorganisation des gesamten Produktionsprozesses und spezielle technische Maßnahmen erreicht. Es werden nacheinandergeschaltete selbststeuernde Regelkreise installiert, die eine Dezentralisierung der Bestandskontrolle und damit die Übertragung der kurzfristigen Produktionssteuerung an die ausführenden Mitarbeiter ermöglichen. Jeder Regelkreis besitzt eine Senke, in der Material vom nachgelagerten Regelkreis verbraucht wird und eine Quelle, die vom vorgelagerten Regelkreis befüllt wird. Grundsätzliche Idee ist es, dass jede Stelle immer nur so viele Einheiten eines Erzeugnisses herstellt, wie tatsächlich von den nachfolgenden (verbrauchenden) Stellen benötigt werden (Produktion auf Abruf). Dieses Prinzip funktioniert am besten für Standardprodukte mit regelmäßigem Bedarfsverlauf, wenigen Varianten und einer materialflussorientierten Bedarfsmittelanordnung. Folgende Varianten können unterschieden werden:
- Zweibehältersystem, Mehrbehältersystem
- Kanban In dezentralen Organisationen der Großserienfertigung, zum Beispiel im Verkehr zwischen Automobilherstellern und -zulieferern werden Fortschrittszahlen als Verfahren der Produktionssteuerung nach dem Pull-Prinzip eingesetzt. Kategorie:Produktionswirtschaft

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Saviors of Kamigawa
Saviors of Kamigawa (also Saviors or SoK) is a Magic: The Gathering set, third and last in the Kamigawa Block. Saviors of Kamigawa was released on June 3, 2005 (prerelease on May 21, 2005). Its expansion symbol is a lantern.

Mechanics

Saviors of Kamigawa introduces several new mechanics to the game.
- Epic Spells are powerful cards with ef
They Might Be Giants (film)
They Might Be Giants is a 1971 film based on the Broadway play of the same name (both written by James Goldman) starring George C. Scott and Joanne Woodward.

Synopsis

Justin Playfair (S
Wikipedia:Articles for deletion/Shitload

Ljutomer
Ljutomer is a municipality in northeast Slovenia, some 40 km eastern of Maribor in the Slovenian Styria, near the Croatian border. Ljutomer was a birthplace of ethnologue Stanko Vraz (1810-1851) and philologist Franz von Miklosich (1813-1891).

External links


- [http://www.ljutomer
Paul Ranson
Paul Ranson (1864February 20, 1909) was a French painter and writer. painter He was born in Limoges and studied at the Ecole des Arts Décoratifs there before moving to