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| Informationstechnik |
InformationstechnikInformationstechnik (IT) (manchmal spricht man auch von Informationstechnologie) ist der Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie die dafür benötigte Hardware. Er beschreibt Geräte und Verfahren zur Verarbeitung von Informationen und Daten (Datentechnik), aber auch den Bereich der Telekommunikation. Der Begriff IT bzw. Information Technology wird heutzutage auch oftmals als Bezeichnung der Abteilung eines Unternehmens verwendet, die sich mit der Entwicklung und Betreuung der unternehmensinternen Computer-Infrastruktur (Administration, Intranet, ...) befasst.
Im deutschen Sprachgebrauch beherrschte die englisch ausgesprochene Abkürzung IT [] die Medien, als um die Jahrtausendwende ein allgemeines Boomen der "IT-Branche" verbunden mit einer Knappheit an "IT-Fachkräften" auf dem Arbeitsmarkt bestand. In diesem Zusammenhang wurde durch die Initiative D21 auch in Deutschland das Konzept der Green Card übernommen. Allerdings ist in den letzten Jahren durch die Rezession auch in der IT-Branche die Arbeitslosigkeit stark angestiegen und die Nachfrage nach Arbeitskräften eingebrochen.
Die Weiterentwicklungen der IT haben in den letzten Jahrzehnten alle Lebensbereiche zu verändern bzw. zu prägen begonnen, neben der Wirtschaft auch die Wissenschaft und viele weitere Lebensbereiche. Deshalb wird es immer wichtiger, sowohl die Softwareentwicklungsprozesse als auch die Prozesse zur Erbringung von IT-Dienstleistungen (engl. IT-Services) zu verbessern. Hierbei ist es zunehmend relevant geworden, Erkenntnisse der kritischen Forschung zur Mensch-Computer-Interaktion einzubeziehen.
Spezielle Arbeitsbereiche sind IT-Industrie, IT-Dienstleistungen, IT-Beratung, IT-Unternehmensberatung.
Die korrekte Übersetzung des englischen Begriffs information technology ist Informationstechnik und nicht Informationstechnologie (Es heißt ja auch Elektrotechnik und nicht Elektrotechnologie).
Siehe auch
Datentechnik, Elektronische Datenverarbeitung (EDV), Informatik, Information und Kommunikation, IT-Berufe, Kommunikationstechnik, Kommunikationstechnologie, Medizintechnik
Kategorie:IT-Architektur
Kategorie:IT-Management
ja:情報技術
ko:정보통신기술
ms:Teknologi maklumat
th:เทคโนโลยีสารสนเทศ
InformationsverarbeitungInformationsverarbeitung bedeutet:
- in der Informatik alle Arten von Datenverarbeitung.
- in der Psychologie das Verarbeiten und Auswerten von Sinneseindrücken im Sinne einer Elaboration (siehe auch Kognition).
Hardware
Hardware ist ein Sammelbegriff, zu dem alle Baugruppen (Prozessor, Arbeitsspeicher, ...) und Peripheriegeräte eines Computers gezählt werden. Einfach gesagt gehört alles, was angefasst werden kann zur Hardware. Im Gegensatz dazu bezeichnet man Programme und Daten als Software.
Zur Hardware gehören:
- Ausgabegeräte (Drucker, Monitor...)
- Eingabegeräte (Tastatur, Maus...)
- Geräte zur Kommunikation (Netzwerkkarte...)
- Speichermedien (Harddisk, Flashspeicher...) und
- die Grundbestandteile der Rechnerarchitektur wie Prozessor, Chipsatz und Arbeitsspeicher.
Alle diese Peripheriegeräte und Baugruppen eines Computers sind mit logischen Schaltungen aufgebaut oder haben zumindest Bestandteile, die aus solchen logischen Schaltungen bestehen.
Des Weiteren bezeichnet man bei der Entwicklung elektronischer Schaltungen mit Hardware auch den Teil von Funktionen, die mittels festverdrahteter Bauelemente realisiert werden.
Der Begriff Hardware bezeichnet im Englischen ursprünglich Metallstücke, mit denen Holzprodukte gehärtet wurden, um deren Qualität (Stärke, Funktionalität, Verarbeitbarkeit und Langlebigkeit) zu steigern.
Siehe auch
- :Kategorie:Hardware - Eine Liste aller Artikel über Hardware in Wikipedia.
- Die für die Wikipedia verwendete Hardware - [http://wikimediafoundation.org/wiki/Spenden Spenden (Geld) werden immer benötigt!]
-
ja:ハードウェア
ko:컴퓨터 하드웨어
ms:Perkakasan komputer
simple:Hardware
th:อุปกรณ์คอมพิวเตอร์
DatentechnikDer Begriff Datentechnik umfaßt neben der Datenverarbeitung alle technischen Einrichtungen zum Verarbeiten von Daten.
Abzugrenzen ist die Datentechnik von der reinen Datenverarbeitung, da bei letzterer (im engeren Sinne) auch das Arbeiten ohne technische Hilfsmittel eingeschlossen ist.
Die elektronische Datenverarbeitung ist ein Teil der Datentechnik.
Kategorie:Angewandte Informatik
Kategorie:Nachrichtentechnik
Abteilung (Organisation)Eine Abteilung ist eine unbefristete Unterstellung von einer oder mehrerer Ausführungsstellen unter einer gemeinsamen Leitungsstelle. Aufgrund der Abteilungsbildung stehen die einzelnen Stellen nicht nebeneinander, sondern werden anhand bestimmter Kriterien geordnet und zusammengefasst. Die Abteilung stellt eine zusätzliche Hierarchieebene in einer Organisation dar und steht zwischen der Stelle und der Hauptabteilung, beziehungsweise der Unternehmensleitung (je nach Anzahl der vorhandenen Hierarchieebenen). Die Instanzen (Leitungsstellen) dieser eingezogenen Hierarchieebene bezeichnet man als Abteilungsleiter. Der Abteilungsleiter bildet mit den ihm zugeordneten Stellen eine Abteilung.
Vor- und Nachteile
- Auf Grund der Abteilungsbildung verbessert sich die Koordination zwischen den einzelnen Stellen.
- Durch die Bildung von Abteilungen entsteht eine Hierarchie, was zur Entlastung der Instanzen (Leitungsstellen) führt, da die Leitungsspanne verkleinert wird.
- Für Abteilungsmitglieder wird die Komplexität der internen Organisationsumwelt reduziert und eine Identifikation mit einer überschaubaren Aufgabe zu ermöglichen, was zu einer Erhöhung der Motivation beitragen kann.
- Die Abteilungsbildung zieht jedoch auch gewisse Dysfunktionen nach sich, denn die Identifikation mit Abteilungsaufgaben und -zielen kann zu Abteilungsegoismen und zu Konflikten zwischen Abteilungen führen, was wiederum den Koordinationsaufwand der Organisation erhöht.
- In Kombination mit betrieblichen Hierachieebenen (horizontale Aufteilung) kommt es zu Inselbildung (Personell, Informativ etc.)
Siehe auch: Einliniensystem, Mehrliniensystem, Stelle (Organisation)
Literatur
- Erich Frese (Hrsg.): Handwörterbuch der Organisation. 3. Auflage. Verlag Poeschel, Stuttgart 1992, ISBN 379108027X
- Manfred Schulte-Zurhausen: Organisation. 3. Auflage. Verlag Vahlen, München 2002, ISBN 3800628252
Kategorie:Planung und Organisation
InfrastrukturDer Sammelbegriff Infrastruktur ist dem lateinischen infra (unten, unterhalb) abgeleitet.
Infrastruktur und Suprastruktur sind Begriffe, die erstmals von der NATO verwendet wurden. Infrastruktur bezeichnete ursprünglich die im Boden befindlichen Leitungen wie Rohrleitungen und Kabel.
Infrastruktur' (somit Unterbau) bezeichnet alle langlebigen Grundeinrichtungen personeller, materieller und institutioneller Art, die das Funktionieren einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft garantieren. Meist wird sie Öffentliche Infrastruktur genannt.
Die Planung, Erstellung und Instandhaltung einer Infrastruktur ist im Normalfall die Aufgabe des Staates oder ihm assoziierter Organe (öffentlich-rechtliche Einrichtungen, Staatsbetriebe).
Im Zuge der Privatisierung von öffentlichen/staatlichen Betrieben und staatlichen Aufgaben werden insbesondere Erstellung und Instandhaltung der Infrastruktur vermehrt privaten bzw. privatrechtlich organisierten Firmen übertragen. Die Planungshoheit bleibt aber weiterhin beim Staat.
Die Nutzung einer Infrastruktur ist jedem Bürger eines Staates möglich bzw. verpflichtend (z. B. Müllentsorgung). Nutzungsgebühren sind in der Regel durch den Nutzer zu entrichten.
Die Erstellung einer (öffentlichen) Infrastruktur wird dagegen meist durch Steuergelder finanziert.
Bei der Infrastruktur gibt es mitunter nationale Besonderheiten. So verfügen die Schweiz, Österreich und Deutschland über ein Bahnstromnetz, während in den anderen Ländern der elektrische Bahnbetrieb im Regelfall mit Strom des allgemeinen Elektrizitätsnetzes durchgeführt wird.
Es gibt folgende Arten von öffentlichen Infrastrukturen:
Technische Infrastruktur
- Versorgung
- Energieversorgung
- Strom
- Gas
- Fernheizung
- Wasserwirtschaft
- Entsorgung
- Müllentsorgung
- Abwasser
- Wertstoffverwertung
- Kommunikation
- Telefon
- Rundfunk
- Fernsehen
- Internet
- Sonstige Funkdienste (wie Zeitzeichensender)
- Verkehrsinfrastruktur
- öffentlicher Verkehr
- Binnengewässer
- Seeschifffahrt
- Eisenbahnen
- Öffentlicher Personenverkehr
- Luftverkehr
- Flughäfen
- Navigationsfunksender für Luft- und Seefahrzeuge
- Individualverkehr
- Straßen
- Radwege
- Gehwege
Infrastrukturrecht
Infrastrukturrecht ist das Recht, dass sich mit der staatlichen und kommunalen Infrastruktur und der Gewährleistung flächendeckender Angebote der Daseinsvorsorge beschäftigt (Wasser, Abwasser, Energie, Verkehr, Telekommunikation, Post). Dabei handelt es sich um ein Querschnittsrecht. D.h., es gibt keinen Gesetztext, in dem zentral Infrastrukturrecht geregelt wäre. Bestimmungen des Infrastrukturrechts finden sich daher in:
- Grundgesetz (GG),
- EG-Vertrag (EGV),
- EU-Verordnungen, EU-Richtlinien und EU-Entscheidungen,
- EG-Beihilfenrecht,
- EU-Wettbewerbsrecht, EU-Kartellrecht,
- Rechtsprechung des EuGH (europäischer Gerichtshof),
- Kartellrecht (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen - GWB),
- Wettbewerbsrecht (GWB, Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb – UWG),
- Freistellungsverordnungen,
- Vergaberecht (GWB, Vergabeverordnungen – VgV)
- Rechtsprechung der Vergabesenate und Kartellsenate des BGH und der Oberlandesgerichte,
- Entscheidungen der Kartellbehörden und der EU-Kommission
- Beschlüssen der Vergabenachprüfungsinstanzen.
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Im Infrastrukturrecht sind insbesondere folgende Aspekte von Bedeutung:
- Offener und diskriminierungsfreier Netzzugang,
- Ausschreibungspflicht,
- Missbrauch marktbeherrschender Stellung,
- Durchleitungsentgelte,
- Gemeinsame Nutzung (ggf. Finanzierung) von Infrastruktureinrichtungen,
- Berechtigung zum Erhebungen von Maut und Gebühr (Beleihung),
- Gebührenhöhe, Mauthöhe,
- Erhebung von Erschließungsbeträgen / Erschließungsgebühren,
- Vermeidung von Doppelbelastungen für Nutzer / Bürger,
- Privatfinanzierung staatlicher und kommunaler Infrastruktur.
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Die herausragende Bedeutung des Infrastrukturrechts beruht auf der großen Bedeutung staatlicher und kommunaler Infrastruktur.
Staatliche und kommunale Infrastruktur ist:
- Wasser (z.B. Wasserleitungen, Brunnen, Wasserwerke, Wasseraufbereitung)
- Abwasser (z.B. Kanalisation, Klärwerk, Vorfluter, Versickerungsanlage)
- Straßen (z.B. Straßen, Autobahn, Umgehungsstraße, Straßenbau, Straßenausbau, Autobahnbau, Autobahnausbau, Brücken, Tunnel, Pässe, Umgehungsstraßen)
- Immobilien (z.B. Verwaltungsgebäude, Rathaus, Schule, Turnhalle, Schwimmbad)
- Schienenverkehr (z.B. Schienennetze, Schienenstrecken, Hochgeschwindigkeitsstrecken, Streckenausbau, zweigleisiger Ausbau, Errichtung von Haltestellen und Bahnhöfen, Sanierung von Bahnhöfen)
- Nahverkehr (z.B. Ausbau von U-Bahn-Strecken, Errichtung von Ergastankstellen / Wasserstofftankstellen für den ÖPNV, Ausbau von Straßenbahnen, Haltepunkte, Park ans Ride Gelegenheiten)
- Abfall (z.B. Abfalleinsammlung, Abfallsammlung, Abfallbeseitung, Müllverbrennung, Mülldeponie)
- Strom (z.B. Stromnetz, Hausanschlüsse, Kraftwerke, Umspannwerke)
- Fernwärme (z.B. Leitungsnetz, Kraftwerke)
- Gas (z.B. Leitungen, Hausanschlüsse)
- Telekommunikation (z.B. Leitungen, Netzknoten, Hausanschlüsse)
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Nähere Informationen zur Privatfinanzierung staatlicher und kommunaler Infrastruktur finden Sie auf den folgenden Seiten:[http://www.infrastruktur-recht.de/ infrastruktur-recht]
Rechtliche und Soziale Infrastruktur
- Rechtsordnung
- Verwaltung
- Dienstleistungen
- Schulen und andere Bildungseinrichtungen
- Kinderbetreuungs-Einrichtungen
- Krankenhäuser und Pflegedienste
- Polizei
- Feuerwehr und Rettungsdienste
- Kulturelle Einrichtungen
- Bibliotheken
- Museen
- Ausstellungsräume
- Sehenswürdigkeiten
Siehe auch
Freie Informationsinfrastruktur
Kategorie:Volkswirtschaftslehre
Kategorie:Politik
Kategorie:Öffentliches Recht
Kategorie:Struktur
Kategorie:IT-Management
ja:インフラストラクチャー
ms:Infrastruktur
IntranetEin Intranet ist ein Rechnernetzwerk, das auf den gleichen Techniken wie das Internet (TCP/IP, HTTP) basiert, jedoch nur von einer festgelegten Gruppe von Mitgliedern einer Organisation genutzt werden kann.
Für die IT-Infrastruktur bedeutet das den Einsatz von TCP/IP als Netzwerkprotokoll, der Internet-Dienste als Anwendungsbasis und von Webbrowsern als universelle Benutzeroberfläche.
Der Zugriff auf ein Intranet muss nicht räumlich begrenzt sein. Bei Unternehmen mit Standorten in verschiedenen Ländern können deshalb alle Mitarbeiter auf dasselbe Intranet zugreifen.
Eine andere erweiterte Form ist das Extranet.
Der Begriff Intranet wird oft unabhängig von seiner technischen Definition für die Zusammenfassung der betriebs- oder gemeinschaftsinternen Web-Kommunikation genutzt. Dazu können Fileserver, Webseiten, Chats oder Foren gehören. Im Idealfall werden hier sämtliche betriebsinternen öffentlichen Informationen gesammelt und es entsteht ein leicht aktuell zu haltendes Netzwerk von Regeln, Absprachen, Verfahrens- und Ablaufanweisungen, Dokumenten und Formularen.
Siehe auch: Virtual Private Network
Literatur
- Claus Hoffmann: Das Intranet. Ein Medium der Mitarbeiterkommunikation, UVK, ISBN 3-89669-335-2
- Ralph Steyer: Server für WWW, E-Mail, FTP & Co. - Ein Workshop zum Aufbau und Einsatz von Internetdiensten - unter Windows und Linux, dpunkt Verlag, ISBN 3-89864-276-3
Kategorie:Internet
Kategorie:Wirtschaftsinformatik
ja:イントラネット
ko:인트라넷
th:อินทราเน็ต
Medien
in Frankfurt am Main]]
Medien sind Kommunikationsmittel der Menschen. Weitere bekannte Definitionen bezeichnen Medien als:
- "Vermittlungsträger von Informationen" (Horn/Kerner)
- "Informationsvermittler zwischen Quelle und Senke" (Fluckiger)
- "Medien sind Mittler und bilden eine Sphäre der Vermittlung" (Winkler)
Umgangssprachlich ist der Begriff "Medien" vor allem mit den Massenmedien: Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk und Fernsehen verbunden.
Beispiele
Beispiele für einzelne Medien sind die so genannten Printmedien, Buch und Zeitung, aber auch das Flugblatt und das Plakat, in neuerer Zeit dann Fotografie, Telefon, Film, Hörfunk, Fernsehen und Internet. Medien benutzen Zeichen, insbesondere Symbole wie Schrift und Sprache oder Musik.
Medien von und für Jugendliche werden als Jugendmedien bezeichnet.
Es lassen sich je nach Betrachtungsweise verschiedene Arten von Medien unterscheiden, wobei Überschneidungen möglich sind.
Systematisch lassen sich Medien klassifizieren in
- diskrete (zeitunabhängige) und kontinuierliche (zeitabhängige Medien).
- visuelle und auditive Medien sowie ggf. Audiovisuelle Medien
- Repräsentations-, Präsentations- und Informationsaustauschmedien (einschl. Speicher- und Übertragungsmedium).
Nach technischen Kriterien
- Keiner der Partner benutzt technische Hilfsmittel (z.B. Unterhaltung zwischen zwei Personen) = primäre Medien
- Einer der Partner benutzt technische Hilfsmittel (z.B. Printmedien) = sekundäre Medien
- Beide Partner benutzen technische Hilfsmittel (z.B. Hörfunk, Fernsehen) = tertiäre Medien
- Für die Kommunikation ist ein Computer notwendig (z.B. Internet) = quartäre Medien (wobei fraglich ist ob dieser nicht auch zu den tertiären zählt)
Nach dem Grad der Öffentlichkeit
- Interpersonelle Kommunikation
- Kleingruppenkommunikation
- Organisationskommunikation
- Massenkommunikation
Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten
- Massenmedien sind meist einseitige Kommunikationsmittel zum Erreichen von vielen Empfängern, also beispielsweise die Zeitung im Gegensatz zum Kettenbrief.
- Interaktive Medien
- Multimediale Medien
- Elektronische Medien z.B. Netzpublikationen
- Analoge vs. Digitale Speichermedien
Funktionen der Medien
- Thematisierung
- Meinungsbildung ermöglichen
- Kritik oder Kontrolle ausüben
- Unterhaltung (Abart der Thematisierungsfunktion)
The medium is the message Marshall McLuhan: McLuhan geht bei seinem systemtheoritischen Ansatz davon aus, dass nicht die Inhalte die Medien bestimmen, sondern dass die Medien Einfluss auf die Inhalte nehmen.
Kontrolle der Medien
Je nach den Personen bzw. Organisationen, die sie kontrollieren, lassen sich fünf Gruppen von Medien unterscheiden.
# Staatlich kontrollierte Medien. In vielen Staaten werden Hörfunk und Fernsehen unmittelbar vom Staat kontrolliert.
# Medien mit öffentlich-rechtlichem Status wie ARD und ZDF. In Deutschland sind die Parteien in den Aufsichtsgremien vertreten.
# Medien im Besitz von Privatfirmen. Die meisten Medien in der westlichen Welt sind im Besitz großer Konzerne.
# Medien im Besitz von Kirchen und ähnlich nicht gewinnorientierten hierarchischen Organisationen.
# Medien, die von den daran mitarbeitenden Personen kontrolliert werden, wie z.B. indymedia oder von der Redaktion wie z.B. jungle world.
Medienberufe
Zu den Medienberufe zählt u.a.: der Journalist, Fotograf, Grafiker, Designer, Redakteur, Mediengestalter, Bildredakteur und Moderator.
Literatur
- Hartmut Winkler: "Mediendefinition". In: Medienwissenschaft, Nr. 1/2004. [http://wwwcs.upb.de/~winkler/medidef.html Online-Version]
Siehe auch
- Portal:Wissen%2C_Information%2C_Kommunikation_und_Medien
- Medienwissenschaft und Mediengeschichte
- Massenmedien: Portal:Hörfunk & Portal:Fernsehen
- Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien
Weblinks
- [http://medienkritik.typepad.com/ Medienkritischer Blog über deutsche Medien] (engl.)
- [http://www.oew.org/de/aktuellesartikel.php?id=440 Gewalt und Verführung der Medien im NS-Staat] Quelle:OEW
!
Berufsfeld
- [http://www.medienberufe.de/ Übersicht: Aus- und Weiterbildung in den Medien]
- [http://www.medienstudienfuehrer.de/ Übersicht von Studiengängen]
- [http://www.seminarindex.at/seminar/alle.htm Medienlehrgänge in Deutschland,Österreich, und Schweiz]
- [http://www.medienagentur.at/ Medienproduktion im Überblick der Österr. Medienagentur]
JahrtausendwendeDer Begriff Jahrtausendwende bezeichnet allgemein den Wechsel einer Zeitrechnung zu einem neuen Jahrtausend.
Nach dem heute praktisch weltweit gültigen Gregorianischen Kalender fand dieses Ereignis das letzte Mal – korrekt berechnet – in der Silvesternacht vom 31. Dezember 2000 auf den 1. Januar 2001 statt.
Umgangssprachlich wird der Begriff in heutiger Zeit für den Wechsel vom 20. in das 21. Jahrhundert nach dem Gregorianischen Kalender verwendet. Dabei orientiert man sich, kalendarisch unkorrekt, üblicherweise an der Anschauung der Datumschreibweise.
Das war der Grund dafür, warum bereits in der Silvesternacht vom 31. Dezember 1999 auf den 1. Januar 2000, also theoretisch ein Jahr zu früh, in aller Welt der Anbruch des neuen Jahrtausends mit zahlreichen eindrucksvollen Veranstaltungen gefeiert wurde.
Der Volksglaube misst solchen Ereignissen hohe Symbolkraft zu und belegt sie mit zahlreichen Hoffnungen und Ängsten. So kamen anlässlich dieser Gelegenheit Weltuntergangsbefürchtungen auf, wie auch schon 1.000 Jahre zuvor.
Doch auch berechtigte Chaosbefürchtungen spielten letztes Mal eine große Rolle, da Komplikationen mit Datumsumstellungen in Computersystemen nicht ausgeschlossen werden konnten.
Kategorie:Kalender
Greencard (Deutschland)Die so genannte Greencard war in Deutschland die Kurzbezeichnung für das zwischen 2000 und Ende 2004 bestehende "Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs". Experten aus dem Bereich der Informationstechnik (IT), die aus einem Land außerhalb der Europäischen Union und nicht aus der Schweiz stammten, erhielten im Rahmen der Greencard eine auf fünf Jahre befristete Aufenthaltsbewilligung und Arbeitserlaubnis, die an bestimmte Bedingungen geknüpft war.
Das "Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs" lief Ende 2004 aus und wurde durch ein neues Zuwanderungsgesetz ersetzt.
Die Greencard trat in Deutschland am 01.08.2000 als "Verordnung über Aufenthaltserlaubnisse für hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IT-AV)" in Kraft. Mit dem "Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs" wollte die rot-grüne Regierung Schröder durch die Rekrutierung von Fachkräften, die aus einem Land außerhalb der Europäischen Union (nicht aus der Schweiz) stammten, kurzfristig den Bedarf an Experten aus dem Bereich der Informationstechnik (IT) decken.
Die begriffliche Anlehnung an die US-amerikanische Greencard ist dabei irreführend, da die deutsche Greencard in folgenden Punkten eingeschränkt war:
- Erstens erlaubte die deutsche Greencard Aufenthaltserlaubnisse nur für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Zudem wurde die Rekrutierungsperiode auf zunächst drei Jahre festgesetzt. Die Regelung sollte also nach insgesamt acht Jahren auslaufen; die Rekrutierungsperiode wurde allerdings um 17 Monate bis zum 31.12.2004 verlängert, um die Zeit bis zum Inkraftreten des neuen Zuwanderungsgesetzes zu überbrücken.
- Zweitens wurde die Zielgruppe sehr genau definiert. Die Greencards wurden nur an Fachkräfte der IT-Branche vergeben, die entweder einen entsprechenden Hochschulabschluß vorweisen konnten oder mindestens 50.000 Euro verdienten.
- Drittens war die Zahl der auszustellenden Greencards auf zunächst 10.000 begrenzt; nach einem Jahr wurde diese Zahl - wie geplant - auf 20.000 erhöht.
Die Greencard wurde in der deutschen Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Vertreter der Wirtschaft begrüßten die Regelung, Jürgen Rüttgers (CDU) dagegen versuchte, sie mit einer Postkartenaktion zu bekämpfen und ist Urheber des Mottos "Kinder statt Inder".
Bewertungen des Erfolges der Greencard lassen sich nur schwer vornehmen, da sie vom Zusammenbruch der New Economy und des Neuen Marktes überschattet wurde. Der erste Inder, der über die Green-Card-Regelung einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen in Brandenburg erhielt war Rahal Sharma.
Weblinks
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/it-av/ Gesetzestext]
- [http://mitglied.lycos.de/greencardstudy/2%20Jahre%20Greencard%20in%20Deutschland.pdf Matthias Magnor: Die Greencard-Initiative in Deutschland - eine Bilanz zwei Jahre nach der Einführung] Diplomarbeit, Fachhochschule Münster, Februar 2003.
- [http://www.bmwa.bund.de/Redaktion/Inhalte/Pdf/Publikationen/br-greencard,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf Green Card für ausländische IT-Fachkräfte] Forschungsbericht im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, erstellt von Mathias Venema, Juli 2004.
Siehe auch
- Greencard (USA)
- Zuwanderungsgesetz
Kategorie:Politischer Begriff
Kategorie:2000
IT-ServiceIT-Service bezeichnet die Summe aller Dienstleistungen einer Informatik- bzw. EDV-Abteilung. Diese Dienstleistungen können ganz oder in Teilen durch ein anderes Unternehmen erbracht werden, der IT-Service ist dann ausgelagert ("Outsourcing").
Die Erbringung von IT-Service ist komplex. Ein Leitfaden dazu will die IT Infrastructure Library (ITIL) sein, die allerdings recht umfangreich ist. So definiert ITIL den IT-Service wie folgt: „Unter einem IT-Service sind ein oder mehrere IT-Systeme zu verstehen, die einen Geschäftsprozess ermöglichen.“ Dabei sind Systeme nicht mit technischen Systemen gleichzusetzen. Hierzu definiert ITIL ein System als einen „integrierten Verbund, bestehend aus Prozessen, Technologien und Personen“.
Wie bei jeder Dienstleistung sind qualifizierte Mitarbeiter, Kostenbewusstsein, aber auch ein engagiertes Interesse an den Bedürfnissen des Leistungsempfängers wichtig.
Wie jede Dienstleistung bedeutet IT-Service auch Aufwand, der im rechten Verhältnis zur erhaltenen Leistung stehen muss. Hier stellt sich die Frage nach der Beschreibung der Dienstleistung. Auf der einen Seite technisch denkende Menschen, die von Servern, CPUs, Bandbreiten usw. sprechen. Auf der anderen Seite kaufmännisch geprägte Menschen, die in Geschäftsprozessen denken.
Zu diesem Zweck werden häufig Service Level Agreements (SLA) geschlossen, dies sind Übereinkunfte, bei denen Eckwerte des IT-Service definiert werden, die für beide Seiten verständlich und auch messbar sind. Hier werden Durchsatz, Antwortzeiten, Verfügbarkeit, Kapazität von Speichermedien und andere technische Messgrößen definiert, aber auch die Erreichbarkeit der Mitarbeiter oder mittlere Dauer für eine Störungsbehebung.
Zur Bezahlung und Verrechnung der Leistung des IT-Service braucht man ein Tarifmodell. Häufig besteht ein solches aus einem Grundbetrag, einem variablen Anteil in Abhängigkeit von der abgerufenen Leistung, einer Vereinbarung über Sonderaktivitäten und einem Malus-System bei der Verletzung des SLA. Klassische, streng technische Größen wie die CPU-Nutzung in Sekunden oder die verarbeiteten Datenmengen sind zwar relativ leicht zu messen, sind aber meist nicht die wirklichen Kostentreiber und vom Kunden nur schwer nachprüfbar. Deshalb empfehlen sie sich nicht als Tarifgrundlage.
Auch in Betrieben mit interner IT-Abteilung, in denen keine innerbetrieblichen Leistungsverrechnungen stattfinden, können SLAs nützlich sein. Sie dienen dann vor allem der Transparenz und beugen Konflikten vor, die aus unterschiedlichen Bewertungen der tatsächlich erbrachten Leistung des IT-Service resultieren könnten.
Kategorie:Wirtschaft
Kategorie:IT-Management
DatentechnikDer Begriff Datentechnik umfaßt neben der Datenverarbeitung alle technischen Einrichtungen zum Verarbeiten von Daten.
Abzugrenzen ist die Datentechnik von der reinen Datenverarbeitung, da bei letzterer (im engeren Sinne) auch das Arbeiten ohne technische Hilfsmittel eingeschlossen ist.
Die elektronische Datenverarbeitung ist ein Teil der Datentechnik.
Kategorie:Angewandte Informatik
Kategorie:Nachrichtentechnik
InformatikInformatik bezeichnet die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Historisch hat sich die Informatik als Wissenschaft aus der Mathematik entwickelt, während die Entwicklung der ersten Rechenanlagen ihre Ursprünge in der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik hat. Dennoch stellen Computer nur das Werkzeug der Informatik dar, um die theoretischen Konzepte praktisch umzusetzen. Von dem niederländischen Informatiker Edsger Dijkstra stammt der Satz „In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope“.
Definition der Informatik
Begriffsbildung
Der Begriff Informatik ist zusammengesetzt aus den Wörtern Information und Automatik.
Das Wort wurde in Deutschland erstmals 1957 von Karl Steinbuch, damals Mitarbeiter der Standard Elektrik Gruppe, in einer Veröffentlichung über eine Datenverarbeitungsanlage für das Versandhaus Quelle gebraucht.
Der in Europa geprägte Begriff Informatik deckt unter anderem die Felder ab, die im Englischen mit computer science und information systems bezeichnet werden. In Skandinavien wird der Begriff Datalogi als Bezeichnung verwendet.
Bedeutung der Informatik in der Moderne
Die Informatik hat in praktisch allen Bereichen des modernen Lebens Einzug gehalten. Offensichtlich wird dies durch den enormen Einfluss des Internets verstärkt. Die weltweite Vernetzung revolutionierte die Unternehmenskommunikation und Logistik, die Medien aber auch praktisch alle privaten Haushalte. Weniger offensichtlich, aber allgegenwärtig ist die Informatik in Haushaltsgeräten wie Videorekordern oder Spülmaschinen, in denen sogenannte Embedded Systems die mehr oder weniger intelligente Steuerung übernehmen.
Computer können große Datenmengen in kurzer Zeit verwalten, sichern, austauschen und verarbeiten. Um dieses zu ermöglichen, ist die Interaktion komplexer Hardware- und Softwaresysteme nötig, die auch das wesentliche Forschungsgebiet der Informatik darstellen. Als Beispiel mag die Wikipedia selbst dienen, in der 50.000 Anwender und Millionen von Besuchern täglich tausende Artikel suchen, lesen und bearbeiten.
Die Stärken von Computersystemen liegen darin, schematische Berechnungen auf großen Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit ausführen zu können. Im Gegensatz dazu basieren viele scheinbar alltäglichen Intelligenzleistungen des Menschen jedoch auf kognitiven Leistungen, die bis heute von Computern nur stark eingeschränkt erbracht werden können. Als Beispiel sei hier das Erkennen von Gesichtern oder das Fällen von Entscheidungen bei unsicherer Wissensbasis genannt. Derartige Prozesse werden von der Künstlichen Intelligenz untersucht. In einzelnen Teildisziplinen konnten dabei bereits beachtliche Ergebnisse erzielt werden. Von einer umfassenden Nachahmung menschlicher Intelligenz kann dabei jedoch noch nicht gesprochen werden.
Disziplinen der Informatik
Die Teildisziplinen in der Informatik
Die Informatik unterteilt sich selbst in die wesentlichen Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Neben diesen Hauptsäulen gibt es noch die Bereiche Künstliche Intelligenz sowie Informatik und Gesellschaft, die als interdisziplinäre Disziplinen z.T. eigenständig sind.
Die Anwendungen der Informatik in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens sowie in anderen Fachgebieten, wie beispielsweise der Wirtschaftinformatik, Geoinformatik, Medizininformatik, werden unter dem Begriff der Angewandten Informatik geführt.
Im Wesentlichen kann dabei die Theoretische Informatik als Grundlage für die weiteren Teilgebiete betrachtet werden. Sie liefert fundamentale Erkenntnisse für die Entscheidbarkeit von Problemen, für die Einordnung ihrer Komplexität und für die Formalisierung von Automaten und Sprachen.
Auf dieser Grundlage bauen die Praktische Informatik und die Technische Informatik auf. Sie beschäftigen sich mit zentralen Problemen der Informationsverarbeitung und bieten pragmatisch anwendbare Lösungen. Hierbei sind diese beiden Teilgebiete eng ineinander verzahnt und unterscheiden sich nur durch das Maß der Nähe zur Mikroelektronik. Aus Sicht der Informatik ist die Elektronik jedoch mehr ein Hilfsmittel und nicht Teil der Kernforschung in der Informatik. In der Praktischen Informatik versucht man weitgehend von der Elektronik unabhängige Lösungen zu erarbeiten.
Die Resultate finden schließlich Verwendung in der Angewandten Informatik. Diesem Bereich sind Hardware- und Software-Realisierungen zuzurechnen und damit ein Großteil des kommerziellen IT-Marktes. In den interdisziplinären Fächern wird darüber hinaus untersucht, wie die Informationstechnik Probleme in anderen Wissenschaftsgebieten lösen kann. Als Beispiel mag hier die Entwicklung von Geodatenbanken für die Geografie dienen, aber auch die Wirtschafts- oder Bioinformatik.
Theoretische Informatik
Bioinformatik
Die Theoretische Informatik beschäftigt sich mit der Theorie formaler Sprachen bzw. Automatentheorie, Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie, Graphentheorie, Kryptologie, Logik (u. a. Aussagenlogik und Prädikatenlogik), formaler Semantik und bietet Grundlagen für den Bau von Compilern von Programmiersprachen und die mathematische Formalisierung von Problemstellungen. Sie ist somit das formale Rückgrat der Informatik.
Formale Sprache
Automaten sind in der Informatik gedachte Maschinen, die sich nach bestimmten Regeln, dem Programm, verhalten. Ein endlicher Automat hat eine endliche Menge von inneren Zuständen. Er liest ein Eingabewort zeichenweise ein und führt bei jedem Zeichen, gemäß seinem Programm einen Zustandsübergang durch. Zusätzlich kann er bei jedem Zustandsübergang ein Ausgabesymbol ausgeben. Ein endlicher Automat hat einen besonders gekennzeichneten Startzustand und eine Menge von Endzuständen. Erreicht der Automat nach einer Folge von Zustandsübergängen einen Endzustand, so bedeutet dies, dass das gelesene Wort in der Sprache vorhanden ist, der Automat akzeptiert es also.
Die Menge aller von einem Automaten akzeptierter Wörter bezeichnet man als die akzeptierte Sprache.
endlicher Automat
Um kompliziertere Sprachen akzeptieren zu können, sind andere Automatenmodelle notwendig, die insbesondere über einen Speicher verfügen müssen. Die Menge aller Wörter, die aus einer Folge von Buchstaben a gefolgt von einer gleichgroßen Anzahl von Buchstaben b bestehen, kurz , kann durch einen Kellerautomaten akzeptiert werden, der einen Stapelspeicher zur Verfügung hat und sich somit merken kann, wie oft der Buchstabe a gelesen wurde und wie oft der Buchstabe b deshalb folgen muss.
Der Linguist Noam Chomsky ordnete die formalen Sprachen in eine Hierarchie ein, die zwischen regulären, kontextfreien und kontextsensitiven Sprachen unterscheidet. Erstere werden mit endlichen Automaten, zweitere von Kellerautomaten und letztere von linear beschränkten Turingmaschinen erkannt.
Im Rahmen der Berechenbarkeitstheorie untersucht die theoretische Informatik, welche Probleme mit welchen Maschinen lösbar sind. Die churchsche These geht davon aus, dass alle intuitiv berechenbaren Fragestellungen auch mit Register- und Turingmaschinen berechnet werden können und es somit keine Maschine gibt, die berechnungsstärker ist. Diese These ist formal nicht beweisbar, wird jedoch allgemein akzeptiert. Ein Rechnermodell bzw. eine Programmiersprache heißt turing-vollständig, wenn man damit eine universelle Turingmaschine simulieren kann. Alle heute eingesetzten Computer und alle „richtigen“ Programmiersprachen sind turing-vollständig, das heißt man kann damit alle entscheidbaren Probleme lösen. Den Begriff der Entscheidbarkeit kann man veranschaulichen als die Frage, ob ein bestimmtes Problem überhaupt algorithmisch lösbar ist. So ist das Finden eines größten gemeinsamen Teilers zweier ganzen Zahlen entscheidbar. Ein nicht-entscheidbares Problem ist zum Beispiel die Frage, ob ein gegebenes Computerprogramm mit gegebenen Eingabeparametern jemals zu einem Ergebnis kommt, was als Halteproblem bezeichnet wird. Bei der Berechenbarkeit wird untersucht, welches Maschinenmodell zur Berechnung einer Funktion verwendet werden kann. So kann die Ackermannfunktion zum Beispiel nicht durch die Klasse der LOOP-Programme, aber durch die mächtigere Klasse der WHILE-Programme berechnet werden.
Die Komplexitätstheorie befasst sich mit dem Ressourcenbedarf von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen mathematisch definierten formalen Rechnermodellen, sowie der Güte der sie lösenden Algorithmen. Insbesondere werden die Ressourcen Laufzeit und Speicherplatz untersucht und ihr Bedarf wird üblicherweise in der Landau-Notation dargestellt. In erster Linie werden die Laufzeit und der Speicherplatzbedarf in Abhängigkeit der Länge der Eingabe notiert. Algorithmen, die sich höchtens durch einen konstanten Faktor in ihrer Laufzeit bzw. ihrem Speicherbedarf unterscheiden, werden durch die Landau-Notation der gleichen Klasse zugeordnet.
Ein Algorithmus, dessen Laufzeit von der Eingabelänge unabhängig ist, arbeitet in konstanter Zeit, man schreibt O(1). Beispielsweise wird das Programm gib das erste Element einer Liste zurück in konstanter Zeit arbeiten. Das Programm prüfe, ob ein bestimmtes Element in einer unsortierten Liste enthalten ist braucht lineare Zeit. also O(n), denn die Eingabeliste muss genau einmal komplett gelesen werden.
Die Komplexitätstheorie liefert bisher nur obere Schranken für den Ressourcenbedarf von Problemen. Methoden für exakte untere Schranken sind kaum entwickelt und nur von wenigen Problemen sind brauchbare untere Schranken bekannt (so zum Beispiel für die Aufgabe eine Liste von Werten nach einer Ordnung zu sortieren). Dennoch gibt es Methoden besonders schwierige Probleme zu klassifizieren. Zentral ist hierbei die Theorie der NP-Vollständigkeit. Viele Aussagen der Komplexitätstheorie gehen davon aus, dass die Klasse P echt in NP enthalten ist (notiert durch PNP). P und NP sind dabei speziell definierte Klassen von Problemen. Die Frage ob PNP wird als eine der wichtigsten offenen mathematischen Fragestellungen angesehen und ist in die Liste der Millennium-Probleme eingegangen.
Praktische Informatik
Die praktische Informatik beschäftigt sich mit der Lösung von konkreten Problemen der Informatik und insbesondere der Entwicklung von Computerprogrammen in der Softwaretechnik. Sie liefert die grundlegenden Konzepte zur Lösung von Standardaufgaben, wie die Speicherung und Verwaltung der Informationen mittels Datenstrukturen. Einen wichtigen Stellenwert haben dabei die Algorithmen, die Musterlösungen für häufige oder schwierige Aufgaben bereitstellen. Beispiele dafür sind die Sortieralgorithmen oder auch die schnelle Fouriertransformation.
Eines der zentralen Themen der Informatik ist die Softwaretechnik, die ebenfalls in den Bereich der praktischen Informatik fällt. Sie beschäftigt sich mit der systematischen Erstellung von Software. Dabei werden die Ergebnisse aller anderen Bereiche, wie Algorithmen und Programmiersprachen, eingesetzt. Zusätzlich werden aber auch Konzepte und Lösungsvorschläge für große Softwareprojekte entwickelt, die einen wiederholbaren Prozess von der Idee, bis zur fertigen Software erlauben sollen. Dabei ist die eigentliche Programmierarbeit, die sogenannte Implementierung, nur noch ein kleiner Teil des Gesamtprozesses.
Die Praktische Informatik stellt insbesondere auch die Werkzeuge zur Softwareentwicklung bereit. So werden Compiler für die Programmiersprachen wie Visual Basic, Java oder C++ entwickelt. Compiler sind selbst Computerprogramme, die eine Computersprache in eine andere Übersetzen. Sie erlauben es also einem Programmierer in einer für Menschen leichter verständlichen Sprache zu arbeiten. Der Compiler übersetzt das Programm später in den Maschinencode, der sehr "natürlichen" Sprache des Computers. Insbesondere auf diesem Gebiet hat die Zusammenarbeit zwischen Praktischer und Theoretischer Informatik zu bahnbrechenenden Verbesserungen geführt. Nur durch die Grundlage der formalen Sprachen ist die effiziente Erstellung von modernen Computersprachen möglich. Übersetzer werden auch an vielen anderen Stellen in der Informatik verwendet. Zum Beispiel beim Übersetzen von HTML code in eine gut lesbares Dokument.
HTML
Neben diesen Grundlagen wendet sich die Praktische Informatik auch speziellen Lösungen für bestimmte Aufgaben zu. Hier sind insbesondere die Betriebssysteme und zunehmend die Datenbanktechnologie zu nennen. Sie verwalten die Betriebsmittel eines Computers und garantieren die zuverlässige Speicherung aller Informationen. Auf Grund der essentiellen Bedeutung dieser hochkomplexen Softwaresystemen, sind zahlreiche Algorithmen für den Einsatz in Betriebssystemen und Datenbanken entwickelt worden. Ein Beispiel hierfür ist der B-Baum, der in Datenbanken und Dateisystemen, das schnelle Suchen in großen Datenbeständen erlaubt.
Technische Informatik
Die Technische Informatik befasst sich mit den hardwareseitigen Grundlagen der Informatik wie etwa der Mikroprozessortechnik, Rechnerarchitekturen und verteilten Systemen. Damit stellt sie ein Bindeglied zur Elektrotechnik dar.
Die Rechnerarchitektur ist die Wissenschaft, die Konzepte für den Bau von Computern erforscht. Hier wird das Zusammenspiel von Mikroprozessor, Speicher sowie Controller und Peripherie definiert und verbessert. Das Forschungsgebiet orientiert sich dabei sowohl an den Anforderungen der Software als auch an den Möglichkeiten, die sich über die Weiterentwicklung von Integrierten Schaltkreisen ergeben.
Integrierten Schaltkreisen
Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Rechnerkommunikation. Diese ermöglicht den elektronischen Datenaustausches zwischen Computern und stellt damit die technische Grundlage des Internets dar. Neben der Entwicklung von Routern, Switches oder einer Firewall, gehört auch die Entwicklung der Softwarekomponenten, die zum Betrieb dieser Geräte nötig ist. Insbesondere gehört die Definition und Standardisierung der Netzwerkprotokolle, wie TCP, HTTP oder SOAP zur Rechernerkommunikation. Die Protokolle sind dabei die Sprachen in denen Computer mit einander „reden“.
Während die Rechnerkommunikation die Kommunikation auf Protokollebene regelt, stellt die Wissenschaft der Verteilten Systeme, den Zusammenschluss von Computern im Großen dar. Hier regeln Prozesse die Zusammenarbeit von einzelnen Systemen in einem Verbund (Cluster). Schlagworte in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Grid-Computing und Middleware.
Informatik in interdisziplinären Wissenschaften
Rund um die Informatik haben sich einige interdisziplinäre Forschungsansätze, teilweise zu eigenen Wissenschaften, entwickelt:
Die Wirtschaftsinformatik (englisch information systems, auch management information systems) ist eine „Schnittstellen-Disziplin“ zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, besonders der Betriebswirtschaftslehre. Sie hat sich durch ihre Schnittstellen zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegt auf der Abbildung von Geschäftsprozessen und der Buchhaltung in relationalen Datenbanksystemen und ERP-Systemen wie SAP.
In der Computerlinguistik wird untersucht, wie natürliche Sprache mit dem Computer verarbeitet werden kann. Sie ist eigentlich ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz aber auch gleichzeitig Schnittstelle zwischen Linguistik und Informatik. Verwandt dazu ist auch der Begriff der Kognitionswissenschaft, die einen eigenen interdisziplinären Wissenschaftszweig darstellt, der u.a. Linguistik, Informatik, Philosophie, Anthropologie, Psychologie und Neurologie verbindet. Anwendungsgebiete der Computerlinguistik sind die Spracherkennung und -synthese, automatische Übersetzung in andere Sprachen und Informationsextraktion aus Texten.
Die Bioinformatik (englisch bioinformatics, auch computational biology) befasst sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung, Organisation und Analyse von biologischen Daten befasst. Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt. Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems, wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet, dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment). Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z. B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik, wie z.B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage, also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz.
Die Chemoinformatik (engl. chemoinformatics, cheminformatics oder chemiinformatics) bezeichnet einen Wissenschaftszweig, der das Gebiet der Chemie mit Methoden der Informatik verbindet und umgekehrt. Sie beschäftigt sich mit der Suche im chemischen Raum welcher aus virtuellen (in silico) oder realen Molekülen besteht. Die Größe des chemischen Raumes wird auf etwa Moleküle geschätzt und ist weit größer als die Menge der bisher real synthetisierten Moleküle. Somit lassen sich unter Umständen Millionen von Molekülen mit Hilfe solcher Computer-Methoden in silico testen, ohne diese explizit mittels Methoden der Kombinatorische Chemie oder Synthese im Labor erzeugen zu müssen.
Die Geoinformatik (englisch geoinformatics) ist die Lehre des Wesen und der Funktion der Geoinformation und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für Geoinformationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug.
Die Medieninformatik hat die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine als Schwerpunkt und befasst sich mit der Verbindung von Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Medientechnik, Mediengestaltung und Didaktik.
Weitere Schnittstellen der Informatik zu anderen Disziplinen gibt es als Umweltinformatik, Computervisualistik, in der medizinischen Informatik und der Rechtsinformatik. Die Zusammenarbeit mit der Mathematik oder der Elektrotechnik wird aufgrund der Verwandtschaft nicht als interdisziplinär bezeichnet.
Künstliche Intelligenz
interdisziplinär
Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen.
Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wieder, dessen Nachahmung sich die sogenannte starke KI zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet.
Im Gegensatz zur starken KI geht es der schwachen KI darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis von Intelligenz.
Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind nur auf der Seite der schwachen KI in den letzten Jahren Fortschritte erzielt worden.
Die Verfahren der KI finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik.
Geschichte der Informatik
Ursprung der Wissenschaft
Die Wurzeln der Informatik liegen in der Mathematik, der Physik und der Elektrotechnik (hier vor allem der Nachrichtentechnik).
Als Ingenieurwissenschaft konzipiert die Informatik mathematische Maschinen, mit denen Daten übertragen, gespeichert und durch Algorithmen automatisch verarbeitet werden können. Damit ermöglicht die Informatik insbesondere die maschinelle Simulation realer Prozesse. Als Hilfswissenschaft anderer Fachgebiete bildet die Informatik deren Gegenstände in abstrakte Strukturen ab und deren Prozesse in Algorithmen.
Als Überbegriff rund um die Informationsverarbeitung sowie die entsprechenden Berufe hat sich die Informationstechnik (IT) etabliert.
Vorläufer des Computers
Informationstechnik
Als erste Vorläufer der Informatik jenseits der Mathematik, also als Vorläufer der angewandten Informatik, können die Bestrebungen angesehen werden, zwei Arten von Maschinen zu entwickeln: Solche, mit deren Hilfe mathematische Berechnungen ausgeführt oder vereinfacht werden können (Rechenmaschine), und solche, mit denen logische Schlüsse gezogen und Argumente überprüft werden können (Logische Maschine). Als einfache Rechengeräte leisten Abakus (Rechentafel) und später der Rechenschieber unschätzbare Dienste. 1641 konstruiert Blaise Pascal eine mechanische Rechenmaschine, die Additionen inklusive Überträgen durchführen kann. Nur wenig später stellt Gottfried Wilhelm Leibniz eine Rechenmaschine vor, die alle vier Grundrechenarten beherrscht. Diese Maschinen basieren auf ineinandergreifenden Zahnrädern. Einen Schritt in Richtung größerer Flexibilität geht ab 1838 Charles Babbage, der eine Steuerung der Rechenoperationen mittels Lochkarten anstrebt. Erst Herman Hollerith ist aufgrund der technischen Fortschritte ab 1886 in der Lage, diese Idee gewinnbringend umzusetzen. Seine auf Lochkarten basierenden Zählmaschinen kommen unter anderem bei der Auswertung einer Volkszählung in den USA zum Einsatz.
Die Geschichte der logischen Maschine wird oft bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt und auf Raimundus Lullus zurückgeführt. Auch wenn seine rechenscheibenähnlichen Konstruktionen, bei denen mehrere gegeneinander drehbare Scheiben unterschiedliche Begriffskombinationen darstellen konnten, mechanisch noch nicht sehr komplex waren, war er wohl derjenige, der die Idee einer logischen Maschine bekannt gemacht hat. Von diesem sehr frühen Vorläufer abgesehen verläuft die Geschichte logischer Maschinen eher sogar zeitversetzt zu jener der Rechenmaschinen: Auf 1777 datiert ein rechenschieberähnliches Gerät des dritten Earl Stanhope, dem zugeschrieben wird, die Gültigkeit von Syllogismen (im aristotelischen Sinn) zu prüfen. Eine richtige Maschine ist erstmals in der Gestalt des Logischen Pianos von Jevons für das späte 19. Jahrhundert überliefert. Nur wenig später wird die Mechanik durch elektromechanische und elektrische Schaltungen abgelöst. Ihren Höhepunkt erleben die logischen Maschinen in den 1940er- und 1950er-Jahren, zum Beispiel mit den Maschinen des englischen Herstellers Ferranti. Mit der Entwicklung universeller digitaler Computer nimmt - im Gegensatz zu den Rechenmaschinen - die Geschichte selbstständiger logischen Maschinen ein jähes Ende, indem die von ihnen bearbeiteten und gelösten Aufgaben zunehmend in Software auf genau jenen Computern realisiert werden, zu deren hardwaremäßigen Vorläufern sie zu zählen sind.
Entwicklung des Computers
Software]
Eine der ersten größeren Rechenmaschinen ist die von Konrad Zuse erstellte, noch immer rein mechanisch arbeitende Z1 von 1937. Vier Jahre später realisiert Zuse seine Idee mittels elektrischer Relais: Die Z3 von 1941 verfügt bereits über eine Trennung von Befehls- und Datenspeicher und ein Ein-/Ausgabepult. Etwas später werden in England die Bemühungen zum Bau von Rechenmaschinen zum Knacken von deutschen Geheimbotschaften unter maßgeblicher Leitung von Alan Turing mit großem Erfolg vorangetrieben. Die nächsten wesentlichen Entwicklungsschritte erfolgen in den USA. Einer der Hauptakteure ist hier John von Neumann, nach dem die bis heute bedeutende Von-Neumann-Architektur benannt ist. 1946 erfolgt die Entwicklung des Röhrenrechners ENIAC, 1949 wird der EDSAC gebaut. Ab 1952 steigt IBM in die Entwicklung von Computern ein und steigt innerhalb von zehn Jahren zum Marktführer auf. Mit der Entwicklung der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik werden Computer von dieser Zeit an immer leistungsfähiger und preisgünstiger. Im Jahre 1982 erobert die Firma Commodore schließlich mit dem C64 den Massenmarkt.
Entwicklung der Informatik als Wissenschaft
Bereits Leibniz hatte sich mit binären Zahlendarstellungen beschäftigt. Gemeinsam mit der Booleschen Algebra, die zuerst 1847 von George Boole ausgearbeitet wurde, bilden sie die wichtigsten mathematischen Grundlagen späterer Rechensysteme. 1936 veröffentlicht Alan Turing seine epochemachende Arbeit On Computable Numbers, in welcher die nach ihm benannte Turingmaschine vorgestellt wird, ein mathematisches Maschinenmodell, das bis heute für die Theoretische Informatik von größter Bedeutung ist. Bereits einige Jahre zuvor hatte Kurt Gödel das Entscheidungsproblem gemäß dem Hilbertprogramm negativ beantwortet, und dieses Ergebnis bestätigte Turing nun unter Verwendung eines Maschinenmodells. Dem Begriff der Berechenbarkeit liegen bis heute universelle Modelle wie die Turing- oder Registermaschine zu Grunde, und auch die Komplexitätstheorie, die sich ab den 1960er Jahren zu entwickeln begann, greift bis in die Gegenwart auf Varianten dieser Modelle zurück.
Formale Sprachen und Programmiersprachen
1956 beschreibt Noam Chomsky eine Hierarchie formaler Grammatiken, mit denen formale Sprachen und jeweils spezielle Maschinenmodelle korrespondieren. Diese Formalisierungen erlangen für die Entwicklung höherer Programmiersprachen große Bedeutung. Wichtige Meilensteine sind die Entwicklung von FORTRAN (1954), Lisp (1959), BASIC (1960), C (1970), Pascal (1971), Smalltalk (1980) und Java (1995). Einige dieser Sprachen stehen für typische Programmierparadigmen ihrer jeweiligen Zeit. Sprachen und Paradigmenwechsel wurden von der Informatik-Forschung jeweils intensiv begleitet oder vorangetrieben.
Indessen schreibt nahezu jeder wichtige Teilbereich der Informatik seine eigene Geschichte, die im Einzelnen zu verfolgen den Rahmen dieses Abschnitts sprengen würde. Wie in anderen Wissenschaften auch, schreitet die Informatik mit zunehmender Nähe zur Gegenwart in Richtung einer immer größeren Spezialisierung fort.
Mit der zunehmenden Verbreitung des Computers entstehen auch gesellschaftliche Probleme, die in der Öffentlichkeit oft kontrovers und sehr emotional diskutiert werden.
Datenschutz
Eines dieser Themen ist der Schutz der Privatsphäre des Computerbenutzers. Durch die Vernetzung ist es nicht nur möglich schnell beliebige Informationen abzufragen. Umgekehrt wird auch das Ausspähen von persönlichen Informationen durch Behörden, Unternehmen und Kriminellen ermöglicht. Ziel sind zum einen Verhaltensweisen von Kunden bei Onlinekäufen, aber auch der persönliche E-Mailverkehr oder Zugangsdaten zu Banken.
Hier hat ein gegenseitiges Aufrüsten stattgefunden, persönliche Daten über Verschlüsselungen gegen Unbefugten Zugriff zu sichern, während auf der anderen Seite mittels Cookies, Spyware oder Phishing versucht wird die Schutzmechanismen auszuhebeln.
Unternehmen suchen gezielt nach typischen Verhaltensweisen von Kunden über Datamining. Die so gewonnen Informationen werden dann auf das individuelle Profil einzelner Kunden angewandt. Dies dient entweder zum anbieten von mehr oder weniger maßgeschneiderter Werbung (Spam), aber auch zum Selektieren von geeigneten und weniger geeigneten Kunden. Beim Abschluss einer Versicherung versuchen Unternehmen mittlerweile gezielt Kunden mit geringem Risiko durch bessere Konditionen an sich zu binden. Kunden aus Risikogruppen hingen erhalten verteuerte Konditionen oder werden sogar ausgeschlossen.
Ein besonderes Interesse am Zugriff zu persönlichen Daten haben Stafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. So beschäftigt das Federal Bureau of Investigation (FBI) und die National Security Agency (NSA) Spezialisten zum systematischen Auswerten des Datenverkehrs im Internet. Hier wird eine spezielle Software (Carnivore) eingesetzt, um E-Mails nach bestimmten Stichworten zu durchsuchen. Durch den Einsatz der sogennanten starken Kryptographie, wie sie das Tool PGP Privatpersonen zur Verfügung stellt, ist jedoch der Wert dieser Software in Frage gestellt. Derartig verschlüsselte E-Mails sind auch von den Experten der NSA nicht mehr zu entschlüsseln. Aus diesem Grunde gibt es Bestrebungen in allen Ländern derartige Verschlüsselungsverfahren zu verbieten. Ein Verbot wäre jedoch ebenfalls nicht wirksam, da eine geschickt verschlüsselte Botschaft mittels Steganographie nicht als solche zu erkennen ist. Das heißt, dass ein solches Verbot den Einsatz starker Kryptographie durch Kriminelle nicht verhindern kann. Betroffen von einem solchen Verbot wären also lediglich die rechtschaffenen Bürger, die sich selbst gegen kriminelles Ausspähen schützen wollen.
Softwarepatente
Ein Softwarepatent ist ein Patent auf eine Methode zur Programmierung eines Computers. Eine allgemein akzeptierte genaue Definition des Begriffs hat sich bisher noch nicht etabliert. Befürworter von Softwarepatenten sind i.d.R. große Unternehmen, die ihre Produkte gegen Nachahmung schützen wollen. Sie argumentieren, der Sinn von Softwarepatenten sei (wie bei normalen Patenten auch), die Entwicklungskosten der Produkte in einer kurzen Monopolphase wieder hereinzuholen. Gegner führen an, Softwarepatente seien - anders als technische Erfindungen - ähnlich wie mathematische Erkenntnisse als Wissen einzuordnen und deshalb prinzipiell nicht schützbar. Außerdem seien die Produktzyklen im Computerbereich ungleich kürzer als in anderen Branchen, deswegen bedeute ein Softwarepatent einen unfair langen Stillstand des Wettbewerbes.
Bewegungen
Seit Beginn des Computerzeitalters gibt es Organisationen und Vereinigungen, die sich für Datenschutz, Informationsfreiheit und freie Software einsetzen. Am bekanntesten davon sind das GNU-Projekt und die Free Software Foundation, die von Richard Stallman ins Leben gerufen wurden. Stallman entwickelte Lizenzen für freie Software und freie Dokumentation, unter welchen viele Projekte wie auch die Wikipedia entwickelt werden. In Deutschland genießt vor allem der Chaos Computer Club hohe Bekanntheit.
Kritik am Verhältnis von Mensch und Computer
Viele Leute, darunter auch Informatiker wie Joseph Weizenbaum, mahnen zu einem sorgsameren Umgang mit moderner Technik und dem Computer. Weizenbaum schrieb in den 1960ern das Computer-Programm ELIZA, mit dem er die Verarbeitung natürlicher Sprache durch einen Computer demonstrieren wollte; Eliza wurde als Meilenstein der „künstlichen Intelligenz“ gefeiert und sollte menschliche Psychologen bald ablösen. Weizenbaum war entsetzt über die Wirkung seines relativ einfachen Programms, das nie zum Ersetzen eines Therapeuten konzipiert gewesen war, und wurde durch dieses Schlüsselerlebnis zum Computer- und Medienkritiker.
Die weite Verwendung von Computern führt in neuerer Zeit zu einer breiten öffentlichen wie wissenschaftlichen Diskussion über die Wirkungen auf die Sozialisation und das Lernverhalten, insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Es herrscht weitgehender Konsens, dass es Effekte gibt, allerdings sind Untersuchungen methodisch schwierig oder kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen.
Siehe auch
- Siehe Portal Informatik als Wegweiser zu Artikeln rund um die Informatik.
- Siehe IT-Berufe für eine Übersicht der Berufe rund um die Informatik.
- Siehe Portal Datenschutz zur Einschränkung von Rechten durch Informatik-Einsatz.
Literatur
- Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik. 5. Auflage. Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-25635-1
- Sascha Kersken: Kompendium der Informationstechnik. Galileo Press, Bonn 2003, ISBN 3-89842-355-7 ([http://www.galileocomputing.de/openbook/kit/ OpenBook-Version])
- Peter Rechenberg, Gustav Pomberger (Hrsg.): Informatik-Handbuch, 3. Auflage. Hanser 2002, ISBN 3-446-21842-4
- Gesellschaft für Informatik: [http://www.gi-ev.de/fileadmin/redaktion/Download/gi-positionspapier-was-ist-informatik.pdf Was ist Informatik? Positionspapier der Gesellschaft für Informatik.] (PDF) Juli 2005
Weblinks
Deutschland
- [http://www.studieren.de/suchdb.asp?suchstr=Informatik&method=stud&button=Suchen Liste mit Informatikstudiengängen an deutschen Hochschulen]
- [http://www.kreissl.info Tutorials zu den Kerngebieten der Informatik RA,DB,ST,KI und BS]
- [http://www.grundstudium.info Materialien zum Grundstudium in Informatik]
- [http://www.gi-ev.de Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)]
Österreich
- [http://www.ocg.at/ Österreichische Computergesellschaft]
- [http://www.informatiker.at.tf Informationen für das Informatikstudium von und für Informatikstudenten]
Schweiz
- [http://www.i-s.ch/ Informatik Schweiz I-S]
- [http://www.schweizer-informatik.ch/ Schweizer Informatik]
Kategorie:Wissenschaft
ja:情報工学
ko:컴퓨터 과학
simple:Computer Science
th:วิทยาการคอมพิวเตอร์
zh-cn:计算机科学
zh-tw:計算機科學
IT-BerufeAls IT-Berufe lassen sich verschiedene Berufe im Bereich der Informatik zusammenfassen. Neben dem Informatikstudium gibt es auch Ausbildungen an Berufsfachschulen und -Kollegs und inzwischen auch zahlreiche Ausbildungsberufe. Zudem werden IT-Berufe auch ohne anerkannte Ausbildung ausgeübt.
Ausbildung an Berufsfachschulen, Kollegs und privaten Bildungsstätten
Die Ausbildung dauert 2 bis 3 Jahre und führt zu einem gesetzlich geregelten Berufsabschluss mit staatlicher Prüfung. Neben verschiedenen Berufen mit der etwas irreführenden Bezeichnung "Assistent" gibt es den Informatiker mit dem Zusatz einer bestimmten Fachrichtung wie z. B. Wirtschaftsinformatik oder Multimedia. Vorausgesetzt werden je nachdem ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachhochschulreife. Die Ausbildungen sind anspruchsvoll und generell auf Techniker- bzw. FH-Niveau. Für weitere Informationen siehe die Linkliste unten.
Ausbildungsberufe
Mit neuen IT-Berufen werden eine Anzahl von Berufsausbildungen bezeichnet, die 1997 gesetzlich geregelt wurden. Die Einführung der neuen Berufsbilder hatte zum Ziel, speziell Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikationsbranche neue Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Einige dieser neuen Ausbildungsberufe betonen entweder bestimmte Fachbereiche der Informatik oder aber die kaufmännischen Aspekte und den Kontakt zum Kunden.
Die neu eingeführten Ausbildungsberufe sind
- Fachinformatiker mit 2 Fachrichtungen:
# Anwendungsentwicklung
# Systemintegration
- Informatikkaufmann
- IT-Systemelektroniker
- IT-Systemkaufmann
Für Details zum Ausbildungsberuf siehe Fachinformatiker.
Geschichte der Ausbildungsberufe
Die neuen Berufsbilder wurden im Höhepunkt des Internet- und EDV-Booms in den 1990ern eingeführt um den veränderten Anforderungen der Unternehmen nachzukommen. Der bis dahin angebotene IT-Beruf Datenverarbeitungskaufmann wurde damit abgeschafft. Die Berufe versuchen mit unterschiedlichen Schwerpunkten die kaufmännischen Aspekte mit Fachwissen aus der EDV zu verbinden. Dabei ist z. B. der Beruf des Informatikkaufmanns speziell auf den Umgang mit dem Kunden ausgelegt. Das Angebot wurde von vielen Firmen angenommen, doch wenige Jahre später folgte die Ernüchterung. Negativ veränderte Wirtschaftsdaten, das Platzen der Dotcom-Blase sowie das Überschätzen der neuen Berufsbilder führte dazu, dass viele Auszubildende nach erfolgreicher Abschlussprüfung nicht übernommen wurden.
Mit der Regelung dieser Ausbildungsberufe kamen auf Bildungseinrichtungen und Berufsschulen neue Anforderungen zu. Die schnelle technische Weiterentwicklung und die allgemeine Dynamik dieser Branche stellen sehr hohe Anforderungen an die technische Ausstattung und an die Fortbildung der Ausbilder. Hinzu kommen ungeklärte Fragen zur pädagogischen Aufbereitung der sehr anspruchsvollen Ausbildungsinhalte.
Deshalb war auch die Einführung dieser Ausbildungsberufe nicht ohne Probleme. Die Inhalte der zentralen schriftlichen Prüfungen stehen weiterhin in der Kritik, und die Bewertung von Projektarbeit und Präsentation wirft in der Praxis deutliche Probleme auf (z.B. Vergleichbarkeit).
Das Grundkonzept dieser Berufe mit Kernqualifikationen (50% gemeinsame Ausbildungsinhalte), Spezialisierung, und der Betonung von projektorientiertem Arbeiten und Präsentation der Arbeit ist jedoch wegweisend und wurde für andere Berufe übernommen.
Tätigkeiten ohne Ausbildung
Viele in der IT-Branche Beschäftigte üben ihren Beruf auch ohne eine einschlägige und anerkannte Ausbildung aus. Dies liegt vor allem daran, dass es sich um eine relativ junge Branche handelt und vor allem geordnete Ausbildungsberufe erst seit wenigen Jahren bestehen. Diese sehr vielfältigen Berufsbilder, für welche nicht grundsätzlich eine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt wird, werden oft als IT-Experte (IT-Fachkraft) oder IT-Berater bezeichnet.
Arbeitsplatzangebot
Ende der 90er Jahre war das Angebot an Arbeitsplätzen sehr hoch. Grund dafür waren die Arbeiten am Jahr-2000-Problem und die bevorstehende Euroumstellung. Das führte zur Zunahme der Ausbildungsplätze und zur Überschwemmung der Universitäten mit Studenten.
Auch in der IT-Branche gibt es die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland, insbesondere in Wachstumsländer, die trotz vergleichbarer Ausbildungsstandards oftmals ein weit geringeres Lohnniveau aufweisen. Allein im Jahr 2003 gingen der Branche in Deutschland etwa 70.000 Stellen verloren. Branchenvertreter beklagen die fehlende Bereitschaft zu weitreichenden Reformen.
In der schwachen Konjunktur 2003 und 2004 sind nur noch wenig Stellenangebote zu finden.
Die IT-Berufe haben jedoch eine Schlüsselfunktion in der Wirtschaft, und der nächste Aufschwung sollte überproportional viele Arbeitsplätze in der IT-Branche schaffen.
Berufsbilder und Berufsbezeichnungen
Die Stellenanzeigen sind voll mit neuen IT-Berufen und Bezeichnungen.
- Software Architekt
- Software Engineer
- Software Project Manager
- Systementwickler
- Key Account Manager
- IT-Consultant
- Anwendungsentwickler
- Software-Entwickler
- IT-Architekt
- Software Entwicklungsmanager
- Technical Evangelist
- Application Architect
- Application Engineer
Siehe auch
- Portal:Informatik
- Informatik
- Informatiker
- IT-Experte
- IT-Berater
- Liste von Berufen
Weblinks
- [http://www.bmbf.de/pub/it-berufe.pdf "neue" IT-Ausbildungsberufe] beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ( - .pdf)
- [http://www.sbznet.de/?rubrik=magazin&thema=04-02-17-01 Berufsbild Systeminformatiker: Für die richtigen Anschlüsse sorgen] ([http://www.sbznet.de sbznet.de])
- [http://www.bw.fh-deggendorf.de/kurse/index.html Schulungsunterlagen] der Fachhochschule Deggendorf zum [http://www.br-online.de/alpha/it-kompaktkurs/ IT-Kompaktkurs], der auf BR-alpha ausgestrahlt wird
- [http://www.wscit.de/index.php?page=berufe_in_der_informationstechnik IT-Berufe an Schulen, Kollegs, Akademien und Ausbildungsberufe]
Kategorie:Informatikberuf
KommunikationstechnikAls Kommunikationstechnologie bezeichnet man zusammenfassend Technologien für die technisch gestützte Kommunikation. Für die Telekommunikation, z.B. Mobilkommunikation, Satellitenkommunikation und Fernsprechen sind dies die Nachrichtentechnik, Funktechnik, Vermittlungstechnik, Übertragungstechnik, Hochfrequenztechnik, Mikroelektronik und Technische Informatik.
Teilweise werden auch Kommunikationsnetze der Kommunikationstechnologie zugerechnet. Aufgrund der fließenden Abgrenzung der Techniken untereinander und auch zur Informationstechnik werden sie oft zusammengefasst unter den Oberbegriffen IuK-Technologie oder IKT.
Siehe auch: Informationstechnik
Ausbildung, Berufsbild und weiterführende Links
Einige Fachhochschulen bieten Studiengänge wie Medien- und Kommunikationstechnologie an, so beispielsweise die Fachhochschule Merseburg.
Einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf diesen Gebieten bietet die Webseite der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE, die sich in 9 Fachgruppen mit dem Thema befassen. Siehe: [http://www.vde.de/VDE/Fachgesellschaften/ITG/]
Kategorie:Kommunikation
Kategorie:Nachrichtentechnik
KommunikationstechnologieAls Kommunikationstechnologie bezeichnet man zusammenfassend Technologien für die technisch gestützte Kommunikation. Für die Telekommunikation, z.B. Mobilkommunikation, Satellitenkommunikation und Fernsprechen sind dies die Nachrichtentechnik, Funktechnik, Vermittlungstechnik, Übertragungstechnik, Hochfrequenztechnik, Mikroelektronik und Technische Informatik.
Teilweise werden auch Kommunikationsnetze der Kommunikationstechnologie zugerechnet. Aufgrund der fließenden Abgrenzung der Techniken untereinander und auch zur Informationstechnik werden sie oft zusammengefasst unter den Oberbegriffen IuK-Technologie oder IKT.
Siehe auch: Informationstechnik
Ausbildung, Berufsbild und weiterführende Links
Einige Fachhochschulen bieten Studiengänge wie Medien- und Kommunikationstechnologie an, so beispielsweise die Fachhochschule Merseburg.
Einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf diesen Gebieten bietet die Webseite der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE, die sich in 9 Fachgruppen mit dem Thema befassen. Siehe: [http://www.vde.de/VDE/Fachgesellschaften/ITG/]
Kategorie:Kommunikation
Kategorie:Nachrichtentechnik
Medizintechnik
1. Unter der Medizintechnik (schweizerisch: Medizinaltechnik) versteht man ein weites Spektrum von technischen Geräten, welches in der Medizin zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Eine bessere Definition ist: Medizintechnik umfasst Instrumente, Apparate und Systeme für Prävention, Diagnostik, Therapie, Pflege und Rehabilitation.
2. Aufgabengebiet/Studienfach --> Zur Planung, Entwicklung, Instandhaltung und für den Vertrieb medizinisch-technischer Produkte haben sich mehrere Berufsbilder u.a. der staatl. geprüfte Medizintechniker und der Dipl.-Ingenieur für Medizintechnik herausgebildet.
Begriffsklärung
Wann ist ein Gerät der Medizintechnik zuzuordnen: im KH, Arztpraxen, freiberufl. medizin. Personal (z.b. Hebammen, etc.) Gerät am Patienten anwendet.
Laut Gesetz werden medizintechnische Geräte/Metizintechnik unter Medizinprodukten geführt.
...Gerätebetreiber, Anwender, Patient...
Es darf kein Gerät zur Anwendung kommen, welches nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und nicht als medizintechnisches Gerät (CE-zeichen) zugelassen wurde. So darf z.B. in einem OP kein Gerät genutzt werden, welches nicht als Medizinprodukt zugelassen wurde.
CE-Kennzeichen
zu erfüllende Bestimmungen,
wann Vergabe des Zeichens,
Antrag, Test der Geäte,
gesetzliche Bestimmungen
Die oberste Priorität im Umgang und der Anwendung von Medizintechnik hat die Patienten- und Anwendersicherheit. Um diese Sicherheit zu gewährleisten gibt es in Deutschland diverse anzuwendende Gesetze, Regelungen und Unfallverhütungsvorschriften, die einen einheitlichen technischen und sicherheitstechnischen Standard herstellen.
Besonders hervorzuheben sind hierbei:
- Medizinproduktegesetz (MPG)
- Medizingeräteverordnung (MedGV) ersetzt durch:
- Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV)
- Gesetz über das Meß- und Eichwesen
Bestandsverzeichnisse und Medizinproduktebücher
Lebenslauf eines jeden Medizinproduktes muß jederzeit einsehbar sein und lückenlos ab Herstellungsdatum Bezeichnung, Anleitung, Produktblatt, Prüfergebnisse,(....) enthalten.
(--> MPBetreibV, § 7 )
Entwicklung und Konstruktion von Medizintechnik
sicheres Design, Sicherheit auch im Fehlerfall (hier rein?)
Risikoklassifizierung
Es erfolgt eine risikoabhängige Klassifizierung der Medizinprodukte. Während Prüfung auf CE-Vergabe (vorher bereits durch Hersteller vorgeschlagen) eingeteilt.
- Klasse I entspricht niedrigem Gefahrenpotential
- Klasse IIa
- Klasse IIb
- Klasse III entspricht hohem Gefahrenpotential
(Tabelle mit Beispielgeräten ergänzen)
Anwendungsgruppen
Im medizinischen Sinne (=behandeln und untersuchen von Menschen) genutze Räume, werden in die Anwendungsgruppen 0, 1 und 2 eingeteilt. (... Tabelle mit genauerer Erklärung und Beispielräume...)
Medizintechnische Geräte dürfen nur in Räumen der Anwendungsgruppen zum Einsatz kommen, für welche sie zugelassen sind.
Nachprüffristen
Alle Medizintechnischen Geräte müssen in bestimmten vom Gesetzgeber und Hersteller festgelegten Abständen technich und messtechnisch überprüft werden. --> genauer in Medizinprodukte-Betreiberverordnung (...)
Siehe auch
- Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik
Literatur
- Armin Gärtner: Medizintechnik und Informationstechnologie. Band II, ISBN 3-8249-0941-3
Weblinks
- [http://www.fbmt.de www.fbmt.de] Fachverband Biomedizinische Technik e.V.
- [http://www.dgbmt.de www.dgbmt.de] Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
- [http://www.deutsche-medizintechnik.de www.deutsche-medizintechnik.de] Informationsservice der Medizintechnischen Industrie in Deutschland
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Kategorie:Ingenieurwissenschaft
Kategorie:IT-ArchitekturKategorie:Technische Informatik
Kategorie:Praktische Informatik
Kategorie:Wirtschaftsinformatik מקרומדיה דרימוייבר
Macromedia Dreamweaver, היא תוכנה המשמשת לעריכת אתרי אינטרנט ומפותחת על ידי חברת Macromedia. במקור התוכנה הייתה מיועדת למעצבי אתרים מקצועיים ולהצעת תוכנת עריכה שמשלבת את הפרודוקטיביות של עיצוב WYSIWYG, עם מצב שליטה ועריכה של קוד ה-HTML. שילוב שהיה נדיר כאשר התוכנה יצאה בסוף שנות התשעים, דבר שסייע לתפוצה של התוכנה. כיום התוכנה זמינה למערכות ההפעלה חלונות ומק והיא מחזיקה בכ-80 אחוזים משוק כלי עריכת ה-HTML המקצועיים.
כחלק מעורך ה-WYSIWYG, דרימוייבר יכולה להסתיר מהמשתמש את הפרטים של קוד ה-HTML, ובכך היא מאפשרת גם למתחילים ליצור דפי אינטרנט ואתרים.
גירסאות
- דרימוייבר 1.0 (שוחררה בדצמבר, 1997; דרימוייבר 1.2 הגיע במרץ, 1998)
- דרימוייבר 2.0 (שוחררה בדצמבר, 1998)
- דרימוייבר 3.0 (שוחררה בדצמבר, 1999)
- דרימוייבר Ultradev 1.0 (שוחררה בדצמבר, 1999)
- דרימוייבר 4.0 (שוחררה בדצמבר, 2000)
- דרימוייבר Ultradev 4.0 (שוחררה בדצמבר, 2000)
- דרימוייבר MX (שוחררה במאי, 2002)
- דרימוייבר MX 2004 (שוחררה ב-10 בספטמבר, 2003)
- דרימוייבר 8 (שוחררה ב-8 באוגוסט, 2005)
קישורים חיצוניים
- [http://www.macromedia.com/software/dreamweaver/ האתר הרשמי של Dreamweaver]
קטגוריה:עורכי HTML
ja:Macromedia Dreamweaver
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