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IngenieurgeodäsieUnter Ingenieurgeodäsie versteht man jenen Teil der Angewandten Geodäsie, der sich mit den Vermessungsarbeiten in Zusammenhang mit dem Bau und der Überwachung von technischen Objekten und Bauwerken beschäftigt.
Meist wird der Ingenieurgeodät schon bei der Planung dieser Objekte beigezogen. Anschließend erfolgt die Absteckung (d.h. die Übertragung des Plans als Vermessungspunkte in die Natur) sowie die baubegleitende und die Abschlussvermessung. Bei Großprojekten und bei instabilen Verhältnissen werden auch laufende oder periodische Überwachungsmessungen vorgenommen.
Siehe auch: Bauwesen, Geodäsie, Geowissenschaften, Senkung, Theodolit, Nivellier, Nivellement
Kategorie:Geodäsie
TechnischUnter Technik (altgriechisch τεχνη [téchne], „Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk“) versteht man Verfahren und Fähigkeiten zur praktischen Anwendung der Naturwissenschaften und zur Produktion industrieller, handwerklicher oder künstlerischer Erzeugnisse, wobei der griechische Begriff zwischen den heutigen Kategorien Kunst und Technik nicht unterschied (siehe Martin Heidegger: Die Frage nach der Technik).
Technik kann als die Fähigkeit des Menschen verstanden werden, Naturgesetze, Kräfte und Rohstoffe zur Sicherung seiner Existenzgrundlage sinnvoll einzusetzen oder umzuwandeln. Neben den materiellen Bedürfnissen (Nahrung, Kleidung, Wohnen) werden auch kulturelle Bedürfnisse durch die Technik gesichert.
Technische Fertigkeiten werden in Handwerk und Industrie auf den verschiedensten Ebenen von den Lehrberufen bis zu den Ingenieurwissenschaften benötigt. Letztere sichern den Erhalt bekannter und die Entwicklung neuer Techniken, sind aber mit Technik nicht gleichzusetzen.
Bedeutungsvarianten
Das Fremdwörterbuch des Duden definiert die Technik in fünf Aspekten:
# Alle Verfahren, Einrichtungen und Maßnahmen, die der praktischen Nutzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse dienen - insbesondere in Fachgebieten wie Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Informationstechnik.
# Ausgebildete Fähigkeit oder Kunstfertigkeit, die zur richtigen Ausübung einer Sache notwendig ist
# Die Gesamtheit der Verfahren und Kunstgriffe, die auf einem bestimmten Fachgebiet üblich sind („Stand der Technik“)
# Technische Hochschule bzw.-Universität, TU (süddt./österr.)
# Industrielle und andere Herstellungs- und Produktionsverfahren.
Technik als Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse
Technik besteht in der Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und den daraus resultierenden Verfahren in verschiedenen Fachgebieten:
- Elektrotechnik
- Computertechnik
- Tontechnik und Mediendesign
- Maschinenbau
- Verkehrstechnik und Fahrzeugbau
- Luftfahrt und Raumfahrt
- Bauingenieurwesen
- Bergbau und Metallurgie
- Technische Physik
- Technische Chemie
- Technische Mathematik
- Medizintechnik
- Gentechnik
- Geowissenschaften
- Informationstechnik
- Nachrichtentechnik
- Verfahrenstechnik
- Wehrtechnik
- Agrartechnik
Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen dieser Fächer erarbeiten an Hochschulen, in der Industrie und anderen Forschungsstätten zusammen mit Betrieben und Einzelpersonen auch die Grundlagen von Produktionsverfahren und den aktuellen „Stand der Technik“ (Aspekt 3).
Technik als menschliche Handlungsfertigkeit
bedeutet im Sinn der Aspekte 2 und 5 sinnvolle, zielgerichtete und wiederholbare Vorgehensweisen des menschlichen Handelns, die in sämtlichen Bereichen menschlicher Aktivitäten anzutreffen sind. Beispiele:
- im Sport (Technik des Stabhochsprungs, des Diskuswurfs, des Delphin-Schwimmstils etc.),
- in der Kunst (Technik der Aquarellmalerei, des Trompetenblasens etc.),
- Alltagsaktivitäten (Technik des Fensterputzens etc.)
Neben der Befriedigung materieller Bedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnen) werden auch kulturelle Bedürfnisse durch Anwendung von Techniken gedeckt. Auch der Einsatz naturwissenschaftlich unwirksamer Fertigkeiten - "magischer Techniken" nach Gehlen - wird hier gelegentlich einbezogen (z.B. als Götterzwang durch Opfer, Gebetsformeln, Tänze).
Technik als Kürzel für Hochschulen
folgt einem langjährigen Sprachgebrauch. Auch wenn dieser nicht ganz korrekt ist, entspricht die Gliederung technischer Hochschulen und -Universitäten (THs, TUs) in Abteilungen oder Fakultäten doch den obigen Aspekten. Außerdem tragen sie wesentlich zum „Stand der Technik“ bei.
Umgangssprachliche Verwendung und Abgrenzung des Begriffs zur Technologie
Der Begriff Technik wird oft verallgemeinernd – oft auch abwertend – für die Gesamtheit aller industriell hergestellten mechanischen Objekte in unserer Umwelt verwendet.
Des Weiteren wird Technik oft mit Technologie (die Gesamtheit aller verfügbaren und industriell nutzbaren Techniken, samt ihrer (ingenieur)wissenschaftlichen theoretischen Grundlagen) gleichgesetzt. Dies ist aber inhaltlich irreführend, denn schlicht gesagt ist Technik die Anwendung oder Umsetzung einer Technologie, während eine Technologie also das Wissen über technische Zusammenhänge - als wörtliche "Übersetzung" des englischen Worts "technology" - sein soll.
Das Attribut „technisch“
bezeichnet verschiedene Aspekte im Alltag, in der Industrie und Technik bzw. in den Naturwissenschaften, die über o.e. Aspekte hinausgehen:
- "technisch" als nähere Beschreibung von Fachbereichen oder Fachgruppen - beispielsweise Technische Chemie, technische Geologie, Gewerkschaft der technischen Berufe
- "technisch" im Denken - meist gleichbedeutend mit systematischem oder ausgeprägt logischem Denken - oder
- als Vorgehensweise - im Gegensatz z.B. zu intuitiv - meist unter Ausschluss emotionaler Aspekte
- "technisch" als Ablauf - z.B. bei einer Veranstaltung, bei Produktionsmethoden, oder bei Störungen durch „technische Pannen“.
Siehe auch:
- Portal:Technik
- anerkannte Regeln der Technik
- Forschung & Entwicklung (FuE, auch Research and Development (R&D)
- Ingenieurwissenschaften
- Konstruktion
- Norm
- Qualität
- Technikphilosophie
- Technikgeschichte
- Techniksoziologie
- Technikethik
- Medientheorie
- Stand der Technik
- Technischer Fortschritt, Automatisierung
- Technizismus
- Techniker
- Technische Chemie
- Technische Mathematik
- Technische Physik
- Technische Universität
- Technischer Zeichner
- Technologie
- Technokrat
- Werkzeug
- Ziviltechniker
- Technik (Schulfach)
- Artes mechanicae
Literatur
- Seiffert, Helmut; Radnitzky, Gerard (Hrsg.) (1992): Handlexikon zur Wissenschaftstheorie. 2. unv. Aufl. (Orig. 1989), Berlin: dtv, ISBN 3-423-04586-8, S. 358-365 (Stichworte Technik und Technologie; und deren Abgrenzung zu anderen Wissenschaften).
Kategorie:Technik
Kategorie:Techniktheorie
IngenieurIngenieur (Abk.: Ing.) ist die Berufsbezeichnung für Hochschulabsolventen der Ingenieurwissenschaften.
Der Begriff geht auf Sebastien le Pestre de Vauban zurück, den Festungsbaumeister (Chef du Genie) von Ludwig XIV., und wird vom lateinischen Titel "ingeniarius" (Festungsbaumeister) abgeleitet, den auch Leonardo da Vinci trug.
Bekannte ingenieurswissenschaftliche Fachrichtungen sind:
- Architektur,
- Bauingenieurwesen,
- Bergbau- und Metallurgiewesen,
- Chemieingenieurwesen,
- Elektrotechnik,
- Technische Informatik/Informationstechnik,
- Forst- und Agraringenieurwesen,
- Innenarchitektur,
- Landschaftsarchitektur, Straßenbau
- Maschinenbau
- Medizintechnik (biomedizinische Technik)
- Verfahrenstechnik
- Vermessungswesen/Geodäsie
Als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Technik fungieren Wirtschaftsingenieure.
Ingenieure sind in vielen Bereichen der Wirtschaft zu finden. Die Berufsmöglichkeiten reichen vom selbstständigen Ingenieurbüro, über die Anstellung bei Behörden sowie in Unternehmen, in den Bereichen Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, Konstruktion und im Management. Viele Ingenieure zeichnen sich durch praxisnahes Wissen sowie experimentelle und auf kurzfristige Umsetzung bedachte Vorgehensweise aus.
Einige Industriezweige basieren sehr stark auf der ingenieurmäßigen Umsetzung des technischen Wissens. (Telekommunikation, KFZ-Industrie, Computertechnik, Energieversorgung, usw.)
Ingenieure sind die Berufsgruppe mit der größten Beteiligung an Erfindungen.
Länderspezifische Informationen
Deutschland
Die Ausbildung zum Ingenieur und das Führen der Berufsbezeichnung 'Ingenieur' ist landesrechtlich geregelt. Ingenieure werden akademisch an Universitäten und Fachhochschulen ausgebildet.
Der akademische Grad eines Absolventen lautet dementsprechend Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) bzw. Diplom-Ingenieur (FH) (Dipl.-Ing. (FH)). Die als veraltet angesehene Bezeichnung Diplom-Ingenieur (Univ.) (Dipl.-Ing. Univ) wird inzwischen wieder von einigen Universitäten vergeben, um sich von den Fachhochschulen abzusetzen. Nach einer erfolgreichen Promotion wird weiter der akademische Grad Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.) verliehen.
An Absolventen staatlich anerkannter Berufsakademien wird kein akademischer Grad, sondern eine Abschlussbezeichnung als Dipl.-Ing. (BA) bzw. Ingenieur (Berufsakademie) vergeben.
Absolventen der früheren Ingenieurschulen können die staatliche Bezeichnung Ing.(grad.) oder Dipl.-Ing., nach kultusministerieller Gleichwertigkeitsprüfung, führen. An staatlich anerkannten Bergakademien oder Bergschulen ausgebildete Betriebsführer (Bergbau) führen ebenfalls die Berufsbezeichnung 'Ingenieur'.
Ingenieure können sich fachübergreifend im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) oder anderen Berufsverbänden organisieren.
Die Berufsbezeichnung Beratender Ingenieur für einen freiberuflich tätigen Ingenieur ist ebenfalls landesrechtlich geregelt.
Ein Beratender Ingenieur muß weitere gesetzliche Vorgaben erfüllen und sich in die Liste der Beratenden Ingenieure der Ingenieurkammer seines Bundeslandes eintragen lassen.
Österreich
In Österreich ist die Bezeichnung Ingenieur auch eine Standesbezeichnung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit verliehen wird.
Voraussetzung hierfür ist die Matura einer österreichischen Höheren Technischen Lehranstalt oder einer höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Schule, sowie eine dreijährige einschlägige fachliche Tätigkeit in dem Fachgebiet, wo die Matura abgelegt wurde. Wenn man keine Matura absolviert hat, aber trotzdem gleichwertige Kenntnisse nachweisen kann, so kann die Standesbezeichnung auch nach acht Jahren Praxis erworben werden.
Zusätzlich gibt es aber auch den Diplom-HTL-Ingenieur, der sechs Jahre Praxis, sowie eine Fachbereichsarbeit und eine Prüfung ablegen muss. Diese Bezeichnung und die damit verbundenen berufsrechtlichen Rechte werden ebenso wie der einfache Ingenieur (HTL -Absolvent)in der EU (Europäischen Union) nicht anerkannt. Die niederste Stufe in der EU anerkannten Ausbildung stellt der Absolvent der Fachhochschule mit dem akademischen Grad "Diplom - Ingenieur Fachhochschule" (Abk. Dipl. -Ing. (FH)) dar. Der Zusatz "FH" ist auf Grund des Fachhochschulstudiengesetzes immer zu führen.
Daneben existiert in Österreich der Ingenieur mit Universitätsabschluss. Den Absolventen der technischen Studiengänge der Technischen Universitäten oder Universitäten wird der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Abk.: Dipl.-Ing. oder DI) auf Master-Niveau verliehen.
Trivia
- Motto aller Ingenieure: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör" (Daniel Düsentrieb)
- Motto aller Luft- und Raumfahrtingenieure: Die Farbe gibt dem Flugzeug die Stabilität!
Siehe auch
Bauingenieur, Chemieingenieur, Physikingenieur, Wirtschaftsingenieur, Liste bedeutender Ingenieure
Weblinks
- [http://www.ingenieurkammer-rlp.de/cms/recht/inggesetz.php Ingenieurgesetz des Landes Rheinland-Pfalz] (Beispiel)
- [http://www.hessenrecht.hessen.de/gvbl/gesetze/50_Wirtschaftsverfassung_Berufsstaende/50_10_IngG/IngG.htm Ingenieurgesetz des Landes Hessen]
- [http://www.bmbwk.gv.at/schulen/bw/bbs/bbmhs/Berufsbildende_Schulen_I1890.xml?style=print Berufsbildende Schulen Ingenieurgesetz] in Österreich
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Kategorie:Beruf
Kategorie:Berufliche Funktion
Kategorie:Akademische Bildung
Kategorie:Abschlüsse und Zertifikate
th:วิศวกร
AbsteckungDie Absteckung ist die Übertragung von vorher bestimmten Messgrößen in die Örtlichkeit, also zum Beispiel in ein Grundstück, Gelände oder Bauwerk.
Der Geodät (Vermessungsingenieur, Geometer) bzw. oft auch Bauingenieur berechnet und misst bei der Absteckung die exakte Lage der künftigen Eck- oder Grenzpunkte. Dann markiert sein Helfer diese Stellen mit Farbe, Messmarke, Nagel, Pflock o.ä.
Ist vor den Erdarbeiten die Lage eines Hauses abzustecken, werden direkt die Ecken für das so genannte Schnurgerüst markiert.
Siehe auch: Themenliste Straßenbau
Kategorie:Geodäsie
ÜberwachungÜberwachung oder Observation (v. lat. observare = beobachten) ist die aufmerksame Beobachtung von Personen bzw. Objekten zu technischen, politischen, militärischen oder anderen Zwecken.
Man unterscheidet u.a.:
#Verkehrsüberwachung
#technische Überwachung von Anlagen oder die Überwachung von Umweltdaten (z.B. des Ozonlochs). Erstere dient vor allem der Vermeidung von Störfällen (siehe auch TÜV), letztere zur Aufdeckung und Kontrolle von Umweltschäden.
#Eine medizinische Form der Überwachung ist z. B. die Überwachung von Kranken in der Intensivstation. Hier werden ständig lebenswichtige Daten wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung kontrolliert, um im Notfall schnell eingreifen zu können.
#elektronische Überwachung: wird oft benutzt, um eine Beobachtung aus der Distanz mittels elektronischer Ausrüstung oder anderer technischer Mittel zu beschreiben.
#Neben technischen Maßnahmen kann Überwachung auch mit "low-tech" durchgeführt werden, etwa durch Beschattung.
#Militärische Überwachung von Räumen bzw. Gelände (siehe Gefechtsarten und Allgemeine Aufgaben im Einsatz)
Überwachungsmaßnahmen werden üblicherweise von staatlichen Geheimdiensten und der Polizei eingesetzt, können aber auch der Kontrolle von Arbeitnehmern in Unternehmen dienen. Diese zweite Art der Überwachung ist in Deutschland in hohem Maße illegal, während in USA oder auch in Großbritannien Arbeitgeber Angestellte beispielsweise völlig legal mittels am Arbeitsplatz installierten Kameras überwachen dürfen. Auch das Mitlesen des E-Mail-Verkehrs ihrer Angestellten ist Firmen in den USA im Gegensatz zu Deutschland erlaubt.
Der Grad der Überwachung ist ein heißumstrittenes und sehr problematisches Thema. Einerseits werden beispielsweise in den skandinavischen Ländern und in Großbritannien die neuen Formen der elektronischen Kontrolle als "Errungenschaft der Demokratie" gepriesen. Andererseits befürchtet beispielsweise der Europäische Gerichtshof in seiner Herleitung für das Recht auf Datenschutz eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Wenn die Bürger nicht mehr wissen, wann und in welchem Maße sie beobachtet werden, werden sie sich aus Angst vor Repressionen auch vorsichtiger verhalten.
Überwachung mit Videokameras
Repression
Eine andere Form der Überwachung, meist durch Kameras, wird an öffentlichen Plätzen, z.B. Bahnhöfen, als Sicherheitsmaßnahme eingesetzt. In Deutschland wurden diesbezüglich Modellprojekte, etwa in Regensburg durchgeführt, die auf heftigen Widerstand unter Datenschützern stießen. Mittlerweile ist die Video-Überwachung kein Modellprojekt mehr, sondern wird in vielen Städten an öffentlichen Plätzen eingesetzt. Als Begründung werden manchmal "Erfordernisse des Marketings" [http://derstandard.at/text/?id=1289108] genannt, wie etwa in der oberösterreichischen Stadt Wels. Auch Kaufhäuser werden in der Regel videoüberwacht, um Ladendiebstählen vorzubeugen.
Es gibt Anstrengungen, die Videoaufnahmen mittels einer Software, häufig Gesichtserkennung oder pattern matching genannt, automatisch auszuwerten und mit bestehenden Personenbildern zu vergleichen. Zur zweifelsfreien Erkennung genügen inzwischen schon kurze Aufnahmen von wenigen Signalen, beispielsweise der Augenpartie. Mit dem Einsatz dieser Technik wäre es nicht mehr möglich, anonym an beispielsweise politischen Demonstrationen teilzunehmen. Bürgerrechtler befürchten eine globale Demonstranten-Datenbank oder enorme Repressalien, wenn beispielsweise die Polizei Fotos von Demonstranten an die jeweiligen Arbeitgeber weiter geben würde.
Flugverkehr
Im Flugverkehr verlangen die USA die Weitergabe von Fluggastdaten. [http://www.ad.or.at/news/pw20030221.html#1]. Es wird ein System zur Früherkennung von "Terroristen" weiterentwickelt. Man sucht nach "verdächtigen" Mustern, um so Terroristen zu entlarven. Der Rüstungskonzern Lockheed-Martin wurde von der US-Transportbehörde "Transportation Security Administration" beauftragt, das System "Computer Assisted Passenger Pre-Screening" (CAPPS) weiter auszubauen. Dagegen formieren sich auch Widerstände ([http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=159028],[http://www.edri.org/cgi-bin/index?funktion=view&id=000100000085 edri.org]). Ausländer und Kriegsgegner werden besonders genau kontrolliert. ([http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/15375/1.html heise.de])
Deutschland
Die besondere Sensibilität der Deutschen gegenüber jeder Form der Überwachung im Gegensatz zu anglo-amerikanischen Ländern lässt sich unter anderem auf die im Nationalsozialismus praktizierte Überwachung der Bevölkerung durch ein System von Blockwarten zurückführen. Auch das in der DDR durch die Staatssicherheit etablierte und nach der Wende aufgedeckte Netz von Inoffiziellen Mitarbeitern, das weite Teile der Bevölkerung bespitzelte, trägt zu einer besonderen Sensibilität bei.
Überwachung des Briefverkehrs
Da heute mehr und mehr Menschen Fax und E-Mail verwenden, verringert sich die Bedeutung v. a. des internationalen Briefverkehrs. Das Abfangen von Post bleibt dennoch eine wichtige Aufgabe des Geheimdienstes.
Es gibt keinen einfachen Weg festzustellen, ob die persönliche Post gelesen wurde, oder nicht. Da die Post Sortiermaschinen benutzt, die gelegentlich Briefe beschädigen, ist auch eine solche Beschädigung kein sicheres Anzeichen für eine Überwachung.
Heute werden große Datenmengen auch mit CDs auf dem Postweg verschickt. Diese sollte man vor dem "Brennen" mit einem bekannt sicheren Verschlüsselungprogramm, etwa GPG verschlüsseln.
Audio - Überwachung
Neben den konventionellen Methoden wie versteckten Wanzen gibt es noch die ausgefallenere Methode der optischen Mithöreinrichtung. Hierbei wird ausgenutzt, dass eine Fensterscheibe im Takt mit der Sprache schwingt. Um diese Schwingungen zu ermitteln, wird ein Laserstrahl auf die Scheibe gerichtet und wieder aufgefangen. Aus den Abweichungen des Laserstrahls werden die gesprochenen Worte elektronisch rekonstruiert.
Telefonüberwachung
Das Abhören von Telefongesprächen ist in Deutschland für Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden relativ einfach möglich. Der Heise News-Ticker bezeichnet Deutschland sogar als Weltmeister der Telefonüberwachung [http://www.heise.de/newsticker/data/jwe-06.05.03-000/]. Im Jahr 2002 wurden von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post knapp 22.000 Telefonüberwachungen (nicht zu Verwechseln mit Abhöraktionen) in Deutschland gezählt.
Dieses gilt aber nur für die Zahl der überwachten Anschlüsse. Häufig haben die Betroffenen mehrere Anschlüsse (Bsp.: ISDN und verschiedene Pre-paid-Karten für Handy) und/oder wechseln diese auch während der laufenden Überwachung. Die hohe Zahl der überwachten Anschlüsse entsteht, da für jeden Anschluss (=Rufnummer), im Gegensatz zu anderen Ländern, ein Beschluss vorliegen muss. Bei der Zahl der überwachten Personen liegt Bundesrepublik im unteren Mittelfeld.
Neben dem direkten Abhören von Telefongesprächen und der gezielten Überwachung von Telefonanschlüssen kommt es verstärkt dazu, ungezielt eine große Anzahl von Anschlüssen zu überwachen. Dies wird mit Gefahrenabwehr (z.B. Terrorismusbekämpfung) begründet.
Hierbei werden einerseits die Verbindungsdaten aufgelistet und die Kommunikationszusammenhänge über lange Zeiträume ausgewertet. Beispielsweise wird überprüft, wer mit wem telefoniert und in welcher Beziehung die Partner stehen. Andererseits erlauben Spracherkennungsprogramme automatisch nach Stichworten wie Bombe oder nach verdächtigen Wortkombinationen wie Palästina und Freiheit zu horchen, die Verbindungsdaten zu markieren und für eine intensive Überprüfung zu empfehlen. Alle Auslandsleitungen der BRD liefen lange Zeit durch eine Computerstation der NSA in Frankfurt, welche unter dem Namen Echelon bekannt wurde.
Einige Bundesländer, darunter Thüringen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, haben mittlerweile in ihren Polizeigesetzen bzw. Gefahrenabwehrgesetzen Ermächtigungsnormen eingeführt, die die Telefonüberwachung zu präventiven Zwecken ermöglichen. Der landesgesetzlichen Regelung der präventiven Telekommunikationsüberwachung sind jedoch enge Grenzen gesetz, so hat das Bundesverfassungsgericht die fragliche Vorschrift (§ 33a NSOG) im Niedersächsischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz für verfassungswidrig erklärt. Die sächsische Regelung wurde vom sächsischen Staatsgerichtshof als verfassungswidrig verworfen.
Für das Information Awareness Office des Pentagon soll ein geplantes Data-Mining-System im In- und Ausland alle verfügbaren Informationsquellen erschließen: Es wird an einem gigantischen, umfassenden elektronischen Überwachungssystem namens TIA (Total Information Awareness) gearbeitet.
Die namenhafte us- amerikanische Universität MIT hat als Gegenprojekt zu TIA das Informationsprojekt GIA (Government Information Awareness) ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieser Plattform sollen Daten zu Personen und Institutionen von Regierungen zusammengetragen werden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
PC-Überwachungsprogramme
Mit bestimmten Überwachungsprogrammen können ahnungslose Computer-"Mitbenutzer" unbemerkt ausspioniert werden. Der "Controller" kann sämtliche Aktivitäten nachträglich observieren. Auch Passwörter (PIN, TAN) sind davor ungeschützt, bei Online-Bankgeschäften kann sich dadurch eine geänderte Haftung bei einem Schadensfall ergeben, da die Banken das Aufzeichnen der Passwörter verbieten. Die Anschaffung und Installation derartiger Programme ist legal - die Anwendung nur, wenn man seine eigenen Aktivitäten kontrolliert. Auch bei Besitzstörungen und Scheidungsverfahren ist der Einsatz illegal, er kann aber trotzdem in die freie Beweiswürdigung des Richters Eingang finden. In Österreich gibt es nur das Recht auf Unterlassung einer illegalen Überwachung.
Kontaktloser RFID-Chip
Völlig neue Möglichkeiten der Datensammlung und Überwachung bietet der Einsatz der RFID-Technologie. RFID steht für Remote Frequency Identifier bzw. Radio Frequency Identification und erlaubt das kontaktlose Lesen von Daten (einer weltweit eindeutigen ID) über Distanz, ursprünglich entwickelt, um den Strichcode z.B. auf Lebensmitteln oder anderen Objekten abzulösen. Um ein Objekt mittels RFID zu markieren, muss ein so genannter RFID-Tag angebracht werden, der teilweise nur wenige Millimeter groß sein muss, um Daten über mehrere Meter senden zu können. RFID-Tags werden stillschweigend in immer mehr Produkten des täglichen Lebens eingearbeitet, ohne die Kunden zu informieren. Da solch ein "Produkt-Kennzeichen" theoretisch eine unbegrenzte Lebensdauer besitzt, wird der Kunde zu einem wandelden Informationssender über die Waren bzw. Produkte, die er bei sich trägt.
Eingesetzt werden RFID unter anderem auch auf Ausweisdokumenten (Reisepaß) und in Geldkarten.
Überwachungsarten und ihre Umsetzung
- klassisches Abhören mit Wanzen (siehe auch Großer Lauschangriff)
- Telefonüberwachung
- IMSI-Catcher
- E-Mail-Überwachung
- Briefüberwachung
- Videoüberwachung
- Satellitenüberwachung
Risiken
Hauptrisiko der Überwachung ist, dass die bei der Überwachung anfallenden Daten zweckentfremdet oder gezielt missbraucht werden könnten.
Folgen
Überwachung hat unter anderem die Folge, dass die Überwachten sich konformer (zu dem, was nach den aktuellen Moral- und Wertvorstellungen jeweils vorgegeben wird) verhalten, jedenfalls dann, wenn sie sich überwacht glauben. Das heißt nicht notwendigerweise, dass dadurch der Wille der Überwachten dauerhaft gebeugt wird, doch achten sie in der Regel mehr auf ihre äußerliche Wirkung - ganz ähnlich der eines Schauspielers. Diesen "Zwang zum Schauspiel" erfährt der Überwachte in der Regel als Bürde, die ihn in seiner (gefühlten) Freiheit einschränkt.
[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19703/1.html Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse] des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben ergeben, dass allein die Anwesenheit eines Gesichts in einem Raum (z.B. auf einem Foto) die Konformität des "durch das Gesicht Überwachten" erheblich erhöht, selbst wenn dem Überwachten klar ist, dass dieses Gesicht eben nur eine Abbildung ist. Offensichtlich ist der Vorgang, bei Überwachung sein Verhalten anzupassen, sehr tief im Menschen verwurzelt.
Literatur
- Blum, Elisabeth, "Schöne neue Stadt: wie der Sicherheitswahn die urbane Welt diszipliniert", Basel:Birkhäuser 2003
- Wehrheim, Jan, "Die überwachte Stadt. Sicherheit, Segregation und Ausgrenzung", Opladen: Leske + Budrich 2002
- George Orwell,"1984", Roman über die Zukunft des Überwachungsstaates
Film
- The conversation, Regie: Francis Ford Coppola, USA 1973, Spielfilm, Die Geschichte eines professionellen Abhörspezialisten
- Der Staatsfeind Nr. 1, Regie:Tony Scott, USA 1998, Spielfilm, mit Will Smith und Gene Hackman
Siehe auch
Überwachungsstaat
Post- und Fernmeldegeheimnis
RFID
Biometrie, Spionage, Echelon, Datenschutz, Telekommunikations-Überwachungsverordnung, Mitglied in einer kriminellen Vereinigung, Customer Relationship Management, Identität, Schutz der Sozialdaten, Telemetrie, Videoüberwachung, Monitor, Monitoring, Privatsphäre, Privacy, Stop 1984, Großer Bruder, Gegenobservation
Weblinks
- [http://www.surveillance-and-society.org/ Surveillance & Society] Englischsprachiges wissenschaftliches Journal mit transdisziplinärem Anspruch (Kriminologie, Soziologie, Kunst, u.a.)
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/13580/1.html Totale Überwachung - Das Information Awareness Office] Telepolis Artikel, 11. November 2002
- [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2044689,00.html ZDF.de - Maßloses Lauschen ]
- [http://home.arcor.de/m_enning/politik/ueberwachung.htm Projekt-L] - Mikrochip • DigitalAngel • MEU • GPS • ECHELON • TCPA • SAFE • Video • Zukunft ...
- [http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/pdf/backes_kurzfassung_telefonueberwachung.pdf Zusammenfassung einer Studie der Universität Bielefeld zur Telefonüberwachung in Deutschland] (PDF)
- [http://www.zeit.de/2004/34/ueberwachung_liste "Auf den Spuren Big Brothers"] ZEIT-Artikel zur Überwachung (mit zahlreichen Links)
- [http://www.zeit.de/2004/34/Big_Brother "Unter Verdacht"] ZEIT-Artikel zur Überwachung in den USA
- Eine ausführliche Aufzählung von Überwachungstechnologien findet sich in http://sicherheitskultur.at/privacy.htm
- [http://www.datenreise.de Datenreise.de]
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GeodäsieGeodäsie (griechisch γη = Erde, δαιζω = ich teile). Nach der klassischen Definition von F.R. Helmert ist die Geodäsie die "Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche". Dies umfasst die Bestimmung der geometrischen Figur der Erde, ihres Schwerefeldes und der Orientierung der Erde im Weltraum (Erdrotation).
Die Geodäsie zerfällt in die höhere Geodäsie (Erdmessung und Landesvermessung) und die niedere Geodäsie (Katastervermessung) (s.u.).
In der wissenschaftlichen Systematik stellt die Geodäsie einerseits das Bindeglied zwischen Astronomie und Geophysik dar, andrerseits sind viele ihrer Verfahren den Ingenieurwissenschaften zuzuordnen. Im englischen Sprachraum wird dem durch eine Unterscheidung zwischen Geodesy und Surveying Rechnung getragen. In der Mathematik verwendet man den Begriff "geodätisch" für lokal kürzeste Verbindungen zwischen Punkten auf gekrümmten Flächen, siehe Geodäte.
Kurze Geschichte der Geodäsie
Ihren Ursprung hat die Geodäsie in der Notwendigkeit, Land aufzuteilen, Eigentumsgrenzen zu definieren und Landesgrenzen zu dokumentieren. Die Geschichte der Geodäsie reicht bis in das alte Ägypten zurück.
Bemerkenswert war die Gradmessung des Eratosthenes zwischen Alexandria und Syene (heutiges Assuan) um 240 v. Chr.. Sie ergab den Erdumfang zu 252.000 Stadien, was dem wahren Wert trotz der unsicheren Entfernung auf etwa 10 Prozent nahekam. Er schätzte den Erdumfang um 240 v. Chr. aus dem um 7,2° unterschiedlichen Sonnenstand. Wichtige Marksteine der frühen Geodäsie waren die Entwicklung von Messinstrumenten im Arabien des 11. Jahrhunderts und in Nürnberg, sowie die Erfindung der Winkelfunktionen (Indien, Peuerbach), des Messtisches und der Triangulation (Snellius um 1615).
Ab etwa 1700 verbesserten sich die Landkarten durch exakte Rechenmethoden und die beginnende großräumige Erdmessung, die 1740 mit der Bestimmung der ellipsoidischen Erdradien durch die Franzosen Bouguer und Maupertuis einen ersten Höhepunkt erlebte. Um die Ergebnisse verschiedener Projekte und Landesvermessungen besser kombinieren zu können, entwickelten Roger Joseph Boscovich, Carl Friedrich Gauß et al. schrittweise die Ausgleichsrechnung, die auch präzisen Bezugssystemen und der Vermessung des Weltraums zugute kam.
Für die Geodäsie des 19. und 20. Jahrhunderts waren die wichtigsten Stationen:
- die Einführung des Meters, des Greenwicher Nullmeridians und ab 1950 eines globalen Zeitsystems mit Funktechnik und Quarzuhren
- die Geoid- und Schweremessung und Querverbindungen zur Geophysik
- Erhöhung der Messgenauigkeit auf etwa das Hundertfache (dm => mm pro km), wozu Weiterentwicklungen von Theodolit und Winkelmessung, die beginnende Distanzmessung und zuletzt die EDV beitrugen
- Ab 1960 der zunehmende Einsatz von Erdsatelliten mit der Möglichkeit interkontinentaler Messungen: die GPS-Systeme
- Radioastronomie (VLBI) als Basis hochpräziser Referenzsysteme ITRF, ETRS für globale Geodäsie und für die Geodynamik der Erdkruste.
Grundlagen und Teilgebiete
Die Geodäsie liefert mit ihren Vermessungsergebnissen (z.B. aus Kataster- und Landesvermessung, Ingenieurgeodäsie, Photogrammetrie und Fernerkundung) die Grundlagen für zahlreiche andere Fachgebiete und Tätigkeiten:
- im Bereich der Geo- und Naturwissenschaften z.B. für die Astronomie, Physik und Ozeanografie, für Geoinformatik und Kataster, für Landkarten (neben topografischenn auch thematische Karten) der Geologie, Geophysik und Kartografie, sowie für verschiedenste Dokumentationen, etwa der Archäologie.
- in der Technik vor allem für Bauwesen und Architektur, für verschiedene Ziviltechniker, den Ingenieurbau, die Funk- und Geotechnik und diesbezügliche Datenbanken oder Informationssysteme.
Die so genannte Höhere Geodäsie (Mathematische Geodäsie, Erdmessung und Physikalische Geodäsie) beschäftigt sich unter anderem mit der mathematischen Erdfigur, präzisen Referenzssystemen und der Bestimmung von Geoid und Erdschwerefeld. Zur Geoidbestimmung werden verschiedene Messverfahren verwendet: Gravimetrie, geometrische und dynamische Methoden der Satellitengeodäsie und die Astrogeodäsie. Die Kenntnis der Schwere ist nötig, um ein genaues Höhensystem zu etablieren - z.B. bezüglich Normalnull der Nordsee (NN, Amsterdamer Pegel) oder der Adria. Das wichtigste Höhensystem in Deutschland ist das Haupthöhennetz DHHN.
Das Geoid (bzw. sein Gradient, die Lotabweichung) dient auch zur Definition und Reduktion lokaler Messungen und Koordinaten auf der Erdoberfläche. Zur Triangulierung und für längere Verbindungslinien nähert man den Meeresspiegel durch ein Referenzellipsoid an und berechnet sie mittels "geodätischer Linien, die auch in der Mathematik (Differentialgeometrie), der Navigation und beim Aufspannen leichter Gewölbe Anwendung finden. Das Geoid und Schwerefeld sind ferner für die Angewandte Geophysik und zur Berechnung von Satellitenbahnen wichtig.
Ebenfalls der Höheren Geodäsie ist jener Bereich der Landesvermessung zuzuordnen, bei dem es um regionale Vermessungen und ihre Bezugssysteme geht. Diese Aufgaben wurden früher terrestrisch gelöst, nun aber zunehmend mit dem GPS und anderen Satellitenmethoden.
Eine interessante Anwendung von Geodäsie ist auch die Geodätische Kuppel, bei der man die Kugeloberfläche in Dreiecke unterteilt, um dadurch effiziente und stabile architekturale Kuppeln zu bauen.
Die so genannte Niedere oder Allgemeine Geodäsie widmet sich vor allem der Aufnahme von Lageplänen und digitaler Modelle für technische Projekte. Dazu gehören auch Bauplanung und Dokumentation, die Aufnahme des Geländes, die Katastervermessung und Bereiche des Facility Management.
Wenn sich im Laufe der Zeit die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke verkompliziert haben (durch Teilung beim Kauf und Verkauf oder Vererbung), dann wird eine sog. Bodenordnung notwendig. Ihr wichtigstes Instrument ist die Flurbereinigung, in Österreich Melioration genannt.
Mit Ingenieurvermessung bezeichnet man die technische, nicht amtliche Vermessung (z.B. Gebäudeabsteckungen, Ingenieurnivellements, Einrichtung von Großmaschinen etc.)
Bei der Erfüllung geodätischer Aufgaben im Untertage- und auch Übertage-Bergbau spricht man von Markscheidewesen oder Bergvermessung.
Zu den Spezialgebieten der Geodäsie zählen auch die Seevermessung und hydrografische Profile von Flüssen, die ozeanografische Altimetrie mit Satelliten sowie Kooperationen im Bereich der Navigation.
Bedeutende Geodäten
- George Biddell Airy, London
- al-Ma'mun, Bagdad
- Johann Jacob Baeyer, Berlin
- Karl Maximilian von Bauernfeind, München
- Friedrich Wilhelm Bessel, Königsberg
- Roger Joseph Boscovich, Rom/Berlin/Paris
- Pierre Bouguer, Frankreich/Peru
- Heinrich Bruns, Berlin
- Alexander Ross Clarke, London
- Lorand Eötvos, Ungarn
- Eratosthenes, Alexandria
- George Everest, Großbritannien, Indien
- Carl Friedrich Gauß, Braunschweig/Göttingen
- Friedrich Robert Helmert, Potsdam
- Hipparchos, Nikaia
- Idrisi, Arabien/Sizilien
- Pierre-Simon Laplace, Paris
- Adrien Marie Legendre, Paris
- Henri Poincaré, Paris
- J. H. Pratt, London
- Ptolemäus u. Posidonius, Alexandria
- Heinrich Christian Schumacher
- Johann Georg von Soldner, München
- George Gabriel Stokes, England
Bedeutende Geodäten nach etwa 1900
- Kurt Arnold, Potsdam
- C. F. Baeschlin, Zürich
- W. Bowie, USA
- Kurt Bretterbauer, Wien
- Junyong Chen, Wuhan China
- Yongling Chen, Wuhan China
- Eduard Dolezal, Wien
- Wilhelm Embacher, Innsbruck
- Richard Finsterwalder, München/Hannover
- Irene Fischer, USA
- Erik Grafarend, Stuttgart
- Erwin Groten, Dtl.
- John Fillmore Hayford, USA
- Weikko A. Heiskanen, Finnland
- Siegfried Heitz, Bonn
- Friedrich Hopfner, Wien
- L. Hradilek, Tschechosl.
- W. K. Hristow, Bulgarien
- Sir Harold Jeffreys, London
- W. Jordan, Dtl.
- Karl Jung, Dtl.
- Heribert Kahmen, Hannover/Wien
- William Kaula, USA
- Max Kneissl, München
- Karl-Rudolf Koch, Bonn
- Yoshihide Kozai, Boston
- Th. N. Krassowski, Russland
- Karl Ledersteger, Wien
- A. Marussi, Florenz
- M. S. Molodenski, Russland
- Helmut Moritz, Graz
- Theodor Niethammer, Schweiz
- Wolfgang Pillewizer, Dresden/Wien
- Karl Ramsayer, Stuttgart
- Christoph Reigber, Potsdam
- Karl Rinner, Dtl. und Graz
- Reiner Rummel, München
- Hellmut Schmid, Schweiz
- Rudolf Sigl, München
- L. Tanni, Helsinki
- Wolfgang Torge, Hannover
- F. A. Vening Meinesz, NL
- Helmut Wolf, Bonn
- Patrick Schönstedt, Pinneberg
- David Holler, Scheifling
Geodäten in der Literatur
- K. (Das Schloß (Romanfragment) von Franz Kafka)
- Hauke Haien (Der Schimmelreiter von Theodor Storm)
- Der Landvermesser (Bunte Steine - Kalkstein von Adalbert Stifter
- Old Shatterhand (Winnetou 1. Teil von Karl May)
- Vermessungsrat a.D. Stürenburg (in Stürenburg-Geschichten von Arno Schmidt)
Geodätische Referenzsysteme
- DHDN (Deutsches Hauptdreiecksnetz)
- DHHN (Deutsches Haupthöhennetz)
- DHSN (Deutsches Hauptschwerenetz)
- MGI Österr.Netz Erster Ordnung (siehe auch Hermannskogel)
- Schweregrundnetz von Österreich, Schweiz u. a.
- WGS84 (World Geodetic System) Ellipsoid (1984 definiert)
- ETRS'89 (European Terrestial Reference System 1989)
- ITRS (International Terrestrial Reference System)
Mess- und Rechenmethoden der Geodäsie
- Richtungs- und Winkelmessung
- Distanzmessung (EDM), Doppler- und Inertialnavigation
- Höhenmessung (trigonometrisch, barometr., Altimetrie)
- Photogrammetrie (terrestrisch, Aero-F.) und Satelliten-Fernerkundung
- Gravimetrie (Schweremessung) und Gradiometrie
- satellitengeodätische Messungen und Modelle.
Messverfahren im Detail (alphabetisch)
- Absteckung
- Astronomische Ortsbestimmung
- GNSS (Global Navigation Satellite System): Differential GPS (DGPS)
- Fernerkundung
- Freie Standpunktwahl oder Freie Stationierung
- relative und absolute Gravimetrie
- Gradiometrie
- Laserscanning
- Netzmessung
- Nivellement
- Polarpunktaufnahme
- Polygonierung (Polygonzug)
- Profilaufnahme
- Pseudoranging zu Satelliten
- Rückwärtsschnitt, Vorwärtsschnitt, Bogenschnitt
- SLR (Satellite Laser Ranging)
- SST (Satellite to Satellite Tracking)
- Spiegeln, Staffeln
- Triangulation, Trilateration
- VLBI (Very Long Baseline Interferometrie)
Rechenverfahren und Rechenhilfsmittel der Geodäsie
- Geodätisches Rechnen an PC und programmierbaren Taschenrechnern
- geodätische Software, Vermessungs-Software
- Helmert-Transformation und räumliche Methoden der Koordinaten-Transformation (z.B. 7-Parameter-Transformation bei GPS-Netzen)
- Rechenmodelle für Messgeräte-Kalibrierung, Eichung und Metrologie
- Ausgleichungsrechnung und statistische Prüfmethoden
- Mathematische Geodäsie und kartografische Projektionen
- Koordinaten-Datenbanken, digitale Terrainmodelle (DTM), digitale Verschneidungs-Programme
- digitaler Kataster und Grundbuch, Facility Management
- Geoinformationssysteme (GIS) und LIS und andere raumbezogene Datenbanken wie z.B. der Leitungskataster
- IGS, International GPS Service) für genaue Satellitenbahnen und DGPS
- SAPOS und andere Regionaldienste für Satellitenpositionierung.
Wichtige Messinstrumente
- Theodolit
- Tachymeter
- Nivellier
- Gravimeter
- GNSS-Empfänger (GPS und GLONASS, Galileo-Empfänger)
- Laserscanner
- Messkammer (Photogrammetrie)
Spezial- und Hilfsgeräte der Geodäsie
- Basislatte
- Bussolentachymeter
- Distanzer, EDM-Aufsatz
- Doppelpentagonprisma oder Doppelwinkelprisma
- Fluchtstab oder Fluchtstange
- Kombinationsempfänger für GPS und ähnliche Verfahren (GLONASS, Galileo)
- Kreiselkompass
- LaserDisto
- Lasertracker
- Lattenrichter
- optisches Lot
- Meridianrichtungskreisel
- Messband oder Maßband
- Messlatte
- Nivelliergerät
- Prisma bzw. Reflektor
- Schlagschnur
- Schlauchwaage
- Senkblei (Senkel, Schnurlot, mechanisches Lot)
- Sextant
- Stativ (Holz, Metall)
- Tachymeter (analog und digital)
- Vermarkungsmaterial
- historische Geräte der Antike:
- Groma
- Chorobates
- Dioptra
- historische Geräte der Neuzeit:
- Messtisch
- Kippregel
Ergebnisse Geodätischer Arbeiten
- Festpunktfelder für Lage, Höhe und Schwere
- Lage- und Höhenkoordinaten von Objektpunkten und Vermessungspunkten
- Dimensionen und Ausrichtung von Objekten
- Deformationen von Objekten (siehe Geodynamik und Geotechnik)
- Karten und Pläne
- unmaßstäbliche Darstellungen, z.B. Perspektive Ansichten
- Orthofotos
- Daten für Geo-Informationssysteme
- Digitale Geländemodelle
- Visualisierung technischer Objekte.
Organisationen für die Amtliche Vermessung
- Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (Deutschland)
- Landesvermessungsämter (Deutschland)
- Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen BEV Wien (für Österreich)
- Bundesamt für Landestopografie (swisstopo)
- Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (Deutschland außer Bayern)
Literatur
- Astronomische und Physikalische Geodäsie. Band 5 "Handbuch der Vermessungskunde", Karl Ledersteger, Verlag J.B.Metzler, Stuttgart 1969
- Geodäsie / Geodesy, Wolfgang Torge, DeGruyter, Berlin 1975 u.~1990
- Vermessungskunde und Grundlagen der Statistik für das Bauwesen, Bertold Witte u. Hubert Schmidt, ISBN 3-87907-418-6, Wichmann 5.Aufl., Heidelberg 1989/2004
- Lehrbuch Vermessung-Grundwissen, Bettina Schütze, Andreas Engler, Harald Weber, ISBN 3-936203-00-8
- Auswertung geodätischer Überwachungsmessungen, Walther Welsch, Otto Heunecke u. Heiner Kuhlmann. In Handbuch Ingenieurgeodäsie (Hsg. M.Möser, G.Müller, H.Schlemmer & H.Werner, ISBN 3-87907-295-7, Wichmann Heidelberg 2000
- Das Porträt der Erde, Geschichte der Kartografie. Vitalis Pantenburg, Stuttgart 1970.
Weblinks
- [http://www.geoinf.de Das Studium der Geodäsie in Deutschland]
- [http://www.dgfi.badw.de/ Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut (DGFI) in München]
- [http://www.katasteramt.de www.katasteramt.de]
- [http://www.tu-dresden.de/fghgipg/Forschung/Forschung-frame.html Planetare Geodäsie an der TU Dresden]
- [http://www.pimath.de/geo/verzeichnis.html Die Gestalt der Erde (Geschichte, Ellipsoid-Formeln, Geoid) usw.]
- [http://www.lverma-forum.nrw.de/viewforum.php?f=9 WBVK e.V. - Forum des Vereins zur Förderung der Weiterbildung im Vermessungswesen und der Kartographie]
- [http://www.adv-online.de/ Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV)]
- [http://www.ipi.uni-hannover.de/html/lehre/lehrveranstaltungen/vermbau/ Übersicht der Messverfahren, Uni Hannover]
- [http://www.vermessungsseiten.de Messverfahren und -Instrumente, Jobelmann-Schule]
- http://www.gih.uni-hannover.de/gihwww/geschichte/professoren/daten/ > Forschungsbiografien der Hannv.Geodäsie-Professoren]
Hochschule Neubrandenburg (Studiengänge Vermessungswesen und Geoinformatik):
http://www.hs-nb.de/vermessung/home.html[http://www.beispiel.de Link-Text]
Geodätische Institute im deutschsprachigen Raum:
- Aachen: [http://www.gia.rwth-aachen.de/ Das Geodätische Institut der] RWTH Aachen
- Berlin: [http://www.igg.tu-berlin.de/ Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der] TU Berlin
- Bonn: [http://www.gib.uni-bonn.de/ Geodätisches Institut der] Universität Bonn
- Braunschweig: [http://www.tu-bs.de/institute/geodae Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der] TU Braunschweig
- Darmstadt: [http://www.tu-darmstadt.de/fb/bi/geod/index.htm Geodätisches Institut der] TU Darmstadt
- Dresden: [http://wwwgi.geo.tu-dresden.de/ Geodätischen Institut der] TU Dresden
- Graz: [http://www.cis.tugraz.at/ivm/index.htm Institut für Ingenieurgeodäsie und Messsysteme der] Technische Universität Graz
- Hannover: [http://www.gih.uni-hannover.de/ Geodätisches Institut der] Universität Hannover
- Karlsruhe: [http://www.gik.uni-karlsruhe.de/ Geodätisches Institut der] Universität Karlsruhe (TH)
- München: [http://www.geo.bv.tum.de/ Lehrstuhl Geodäsie der] TU München
- München: [http://www.bauv.unibw-muenchen.de/institute/inst9/ Geodätisches Institut der UniBw]
- Stuttgart: [http://www.uni-stuttgart.de/gi/index.de.html Geodätisches Institut der] Universität Stuttgart
- Stuttgart: [http://www.uni-stuttgart.de/iagb Institut für Anwendungen der Geodäsie im Bauwesen der] Universität Stuttgart
- Wien: [http://info.tuwien.ac.at/geodaesie/ Institut für Geodäsie und Geophysik der] TU Wien
- Zürich: [http://www.igp.ethz.ch/ Geodetic Metrology and Engineering Geodesy] an der ETH Zürich
Labor für Instrumentenkunde und Kalibrierung der Hochschule Neubrandenburg:
http://www.hs-nb.de/vermessung/slabore/IK/index.html[http://www.beispiel.de Link-Text]
Institute für Markscheidewesen (Geodäsie im Bergbau) im deutschsprachigen Raum:
- Freiberg: [http://www1.tu-freiberg.de/~wwwmage/index.html Institut für Markscheidewesen und Geodäsie] an der Technische Universität Bergakademie Freiberg
- Clausthal-Zellerfeld: [http://www.igmc.tu-clausthal.de/ Institut für Geotechnik und Markscheidewesen] an der Technischen Universität Clausthal
- Aachen: [http://www.ifm.rwth-aachen.de/cms/front_content.php Institut für Markscheidewesen,Bergschadenkunde und Geophysik im Bergbau] an der RWTH Aachen
- Leoben: [http://www.unileoben.ac.at/institute/markkd.htm Institut für Markscheide- und Bergschadenkunde] an der Montanuniversität Leoben
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Kategorie:Geowissenschaft
ja:測地学
GeowissenschaftenDie Geowissenschaften (von Geo=Erde, Erdwissenschaften) umfassen die Wissenschaften, die sich mit der Erde beschäftigen und gehört damit zu den Naturwissenschaften. Den Geowissenschaften werden u.a. die Fächer Geologie, Geographie, Geoinformatik, Paläontologie, Mineralogie, Petrographie, Kristallographie, Geophysik, Geodäsie, Glaziologie, Kartographie, Photogrammetrie, Meteorologie und Bodenkunde zugeordnet.
Die Geowissenschaften verwenden die Kenntnisse und Methoden der Basiswissenschaften Physik, Mathematik, Astronomie, Chemie und Biologie.
Da die Geowissenschaften sehr interdisziplinär und fächerübergreifend sind, gibt es viele spezielle Disziplinen, die eine hohe Umweltrelevanz besitzen, z.B. Angewandte Geologie i.w.S., Ingenieurgeologie, Hydrogeologie, Hydrologie, Geochemie (u.a. mikrobielle Geochemie), Geoökologie, Meteorologie, Klimatologie, Geothermie.
Die Geowissenschaften haben eine tragende Rolle für die Energieversorgung wie Rohstoffversorgung unserer Welt. Die Suche (Exploration) nach Trinkwasser, Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle), Metallen und Nichtmetallen (Steine und Erden), wie Kies, Bausand, Ziegelton, Zementkalk, etc., aber auch Kernenergierohstoffen (Uran) und Erdwärme werden durch Geowissenschaftler projektiert und realisiert. Die Gewinnung dieser Rohstoffe fällt aber eher in den Bereich der Ingenieurwissenschaften, besonders des Bergbaus.
Die angewandten Geowissenschaften finden Verwendung bei vielen Bauvorhaben (Gründung von Bauwerken, Erdbau, Grundbau und Tunnelbau).
Die Raumplanung, der Umweltschutz bis hin zur Abfallwirtschaft (Deponien) benötigen geowissenschaftliche Kenntnisse.
Die Abgrenzung bzw. die Definition des Begriffs „Geowissenschaften” ist nicht eindeutig definiert. Das Fach Geographie ist hier ein gutes Beispiel. Die oben angeführten „harten” Themen sind auch Bestandteil der „physischen Geografie”. Nichtsdestsotrotz gibt es den Zweig der „Anthropogeografie” mit zahlreichen Bezügen zu zwar raumbezogenen, nicht aber per se „erd”-bezogenen Themen.
Zu nennen sind z.B. Wirtschaftsgeografie, Kulturgeografie und viele mehr.
Die einzelnen Wissenszweige
; Astrogeodäsie : Die Astrogeodäsie ist ein Teilgebiet der Geodäsie, welches Kenntnisse, Mittel und Methoden der Astronomie für Vermessungsaufgaben einsetzt (siehe auch Geodäsie).
; Bodenkunde : Die Bodenkunde (Pedologie) ist die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung, der Entwicklung, den Bestandteilen und einer Klassifizierung von Böden befasst. Böden entstehen durch physikalische und chemische Verwitterung aus festem Gestein.
; Fernerkundung : Interdiziplinäres Instrument zur Datenbeschaffung durch Luftbildaufnahmen und Fernerkundungssatelliten für fast alle der hier aufgeführten Bereiche.
; Photogrammetrie : bedeutet die Rekonstruktion der dreidimensionalen Form von Gegenständen (hier insbesondere die Erd- oder Geländeoberfläche) aus Abbildungen (z. B. der perspektivischen Abbildung einer Fotografie).
; Geochemie : Die Geochemie befasst sich mit dem stofflichen Aufbau und der Verteilung von Elementen und Isotopen in der Erde, auf anderen Planeten und im Weltraum (Kosmochemie). Außerdem erforscht sie die Gesetzmäßigkeiten von Stofftransport und Materiekreisläufen in Mineralen und Gesteinen und der gesamten Erde.
; Geodäsie : Die Geodäsie oder Vermessungskunde befasst sich mit der Bestimmung der Figur der Erde, ihrer Abbildung in Karten und Plänen sowie der Vermessung und Beschreibung des Geländes und der Gegenstände und Sachverhalte an der Erdoberfläche. Teilbereiche der Geodäsie sind die Erdmessung, die Landesvermessung, die Kartographie, die Photogrammetrie, die Grundstücksvermessung und die Ingenieurvermessung.
; Geographie : Die Geografie untersucht alle Vorgänge und Erscheinungen auf dem Planeten Erde (siehe auch: (Physische Geografie).
; Geoinformatik : Die Geoinformatik setzt sich mit dem Wesen und der Funktion der Geoinformation, mit ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten und mit den darauf aufbauenden Anwendungen auseinander. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse münden in die Technologie der GEO-Informationssysteme (GIS). Allen Anwendungen der Geoinformatik gemeinsam ist der Raumbezug.
; Geologie : Die Geologie untersucht den Aufbau des Planeten Erde, vor allem die Gesteine in der Erdkruste. Das wichtigste Prinzip der Geologie ist der Aktualismus. Anfang der 1960er erlebte die Wissenschaft einen sprunghaften Fortschritt durch die allgemeine Akzeptanz der Theorie der Plattentektonik. Schwesterwissenschaften der Geologie sind die Paläontologie und die historische Geologie. Siehe auch: Geschichte der Geologie
; Geophysik : Die Geophysik ist ein Zweig der Physik und verwendet physikalische Prinzipien zur Erforschung der Erde. Teilgebiete der Geophysik sind Seismik, Seismologie, Gravimetrie, Geoelektrik, Geothermik, Isotopengeophysik,Geomagnetik und Bohrlochgeophysik. Die Geophysik untersucht auch die Eigenschaften des erdnahen Raums.
; Geomorphologie : Die Geomorphologie untersucht die heute auf der Erdoberfläche vorkommenden Landschaftsformen. Das schließt deren Klassifikation, Beschreibung, Eigenheiten, Ursprünge, Entwicklung und den Zusammenhang zu den unterlagernden geologischen Strukturen ein.
; Geotechnik : ist ein Oberbegriff für die Disziplinen im Bauingenieurwesen, welche sich mit der Gründung von Bauwerken im Untergrund befassen.
; Geothermie : Die Geothermie versucht die innere Wärme des Erdkörpers für die Energiegewinnung nutzbar zu machen.
; Hydrologie : Die Hydrologie ist die Wissenschaft vom Wasser, von seinen Eigenschaften und seinen Erscheinungsformen auf und unter der Landoberfläche.
; Ingenieurgeologie : Die Ingenieurgeologie ist der angewandte Zweig der Geologie, der geologische Verhältnisse im Sinne des Bauingenieurwesens untersucht. Sie befasst sich z.B. mit der Standfestigkeit des Untergrunds von Bauwerken, auch mit der Erdbebensicherheit. Bei der Beseitigung und Vermeidung von Umweltschäden (Mülldeponien, Endlager) spielt sie ebenfalls eine Rolle.
; Kartographie : Die Kartographie ist die Wissenschaft, Kunst und Technik der Erstellung geografischer Karten zur planen Darstellung der Erdoberfläche mit all ihren topographischen, siedlungsgeografischen, territorialen, infrastrukturellen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen, historischen, biologischen, geologischen, tektonischen und sonstigen Aspekten. Sie stützt sich auf Messungen der Geodäsie.
; Kristallographie : Die Kristallographie ist eine Materialwissenschaft und beschäftigt sich mit den physikalischen Eigenschaften von Kristallen.
; Limnologie : Die Limnologie ist die Wissenschaft von den Binnengewässern als Ökosystemen, deren Struktur, Stoff- und Energiehaushalt sie erforscht.
; Meteorologie : Die Meteorologie (Wetterkunde) ist die Wissenschaft von den atmosphärischen Erscheinungen.
; Mineralogie : Die Mineralogie beschäftigt sich mit der Zusammensetzung und Klassifikation der Minerale, ihrem Vorkommen und ihrer technischen und wirtschaftlichen Verwendung.
; Ozeanographie : Die Ozeanographie untersucht Stoff- und Energiekreisläufe in den Weltmeeren. In der Planktologie findet sich ein Bindeglied zu den Biowissenschaften.
; Paläoklimatologie : Die Paläoklimatologie versucht anhand verschiedener Daten aus Klimaarchiven die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse in der Vergangenheit zu klären und daraus wiederum Rückschlüsse auf die klimatische Zukunft der Erde zu ziehen.
; Paläontologie : Die Paläontologie ist die Wissenschaft, die sich mit den vorzeitlichen Pflanzen (Paläobotanik) und Tieren (Paläozoologie) beschäftigt. Quellenmaterial für den Paläontologen sind die Fossilien. Neben komplett überlieferten Skeletten oder Schalen von Tieren zählen Fraß- und Weidespuren, Grabgänge, einzelne Teile von Lebewesen (vor allem bei Pflanzen sind meist nur einzelne Teile (Blätter, Stämme, Wurzeln) überliefert), versteinerter Kot (Koprolithen) und chemisch alterierte Überreste zu den Fossilien.
; Petrologie und Petrographie : Petrologie und Petrographie sind Disziplinen, die feste Gesteine zum Untersuchungsgegenstand haben. Die Petrographie nimmt dabei eine mehr beschreibende Rolle ein. Aufgrund der Unterschiede bei der Entstehung von Gesteinen kann die Petrologie in drei Untergebiete eingeteilt werden: Petrologie magmatischer, metamorpher und sedimentärer Gesteine.
; Petrophysik : Die Petrophysik befasst sich mit der Bestimmung von phykalischen Eigenschaften von Gesteinsproben. Sie hat besondere Bedeutung erlangt bei der Bewertung von Speichergesteinen für Erdöl und Erdgas.
; Physische Geografie : Die Physische Geografie beschreibt die Gestalt der Erdoberfläche.
; Stratigraphie : Die Stratigraphie ist ein Zweig der Geologie. Sie versucht Gesteine hinsichtlich ihres Entstehungsalters chronologisch in der geologischen Zeitskala einzuordnen. Je nachdem auf welche Merkmale eines Gesteins sich die Stratigraphie stützt unterscheidet man: Fossil- oder Biostratigraphie, Lithostratigraphie, Magnetostratigraphie und Sequenzstratigraphie.
; Tektonik : Die Tektonik ist einerseits die Lehre vom gegenwärtigen Bau der Erdkruste z.B. „die Tektonik der Alpen”, andererseits von den Bewegungen und Kräften, die für den gegenwärtigen Zustand verantwortlich sind.
; Vulkanologie : Der Gegenstand der Vulkanologie sind die vulkanischen Phänomene der Erde.
; Wirtschaftsgeologie : Die Wirtschaftsgeologie oder Lagerstättengeologie benutzt bei der Suche nach ökonomisch wertvollen Rohstoffen (Exploration), neben klassischen geologischen Techniken, wie Kartierung und Probennahme im Gelände, auch Methoden der Geochemie, Geophysik und Fernerkundung. Zur Klärung der Genese von Lagerstätten sind besonders die Vorstellungen über den Fluss von unterirdischen, mineralisierenden Lösungen (Fluide) wichtig. Die Bergbaugeologie nutzt bei der Aufsuchung und Ausbeutung von Erzlagerstätten v.a. Erkenntnisse der Tektonik und Strukturgeologie. Bei der Suche nach fossilen Brennstoffen, sowie nach nichtmetallischen Rohstoffen, benötigt man auch Kenntnisse der Paläontologie (besonders Mikrofossilien) und Sedimentologie.
Siehe auch: Liste geowissenschaftlicher Themen
Bekannte Geowissenschaftler
- Georgius Agricola
- Walter Christaller
- Johann Wolfgang von Goethe
- Stephen Jay Gould
- Arthur Holmes
- Carl Friedrich Gauß
- Alexander von Humboldt
- James Hutton
- Charles Lyell
- Georg von Neumayer
- William Smith
- Nicolaus Steno alias Nils Stensen
- Alfred Wegener
- Abraham Gottlob Werner
Weitere Literatur
- Hans Murawski und Wilhelm Meyer (1998): Geologisches Wörterbuch, Ferdinand Enke Verlag im dtv, ISBN 3-423-03038-0 (dtv), ISBN 3-432-84100-0 (Enke).
- Adolf Watznauer (1978): Wörterbuch Geowissenschaften (englisch-deutsch), Verlag Harri Deutsch, Thun und Frankfurt am Main, ISBN 3871441392.
Wikiprojekte
- Wikipedia:Wikiprojekt Geowissenschaften => Portal Geowissenschaften
- Wikipedia:Wikiprojekt Geoinformatik
- Wikipedia:WikiProjekt Geographie
- Wikipedia:Wikiprojekt Minerale
- [http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php Mineralienatlas:Wikiprojekt Mineralien - Fossilien]
Weblinks
- [http://www.geoberuf.de/ Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.]
- [http://www.bgr.de/ Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR Hannover)]
- [http://univ.cc/geolinks/ Datenbank geowissenschaftlicher Institute Weltweit]
- [https://www.gga-hannover.de/app/fis_gp/startseite/start.htm Fachinformationssystem Geophysik (FIS GP Hannover)]
- [http://www.geosciences-forum.com/ Forum rund um die Geowissenschaften]
- [http://www.bundeswehr.de/forces/030317_geoinf.php#1 Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw)]
- [http://dict.mygeo.info/ Geowissenschaftliches Online Wörterbuch Deutsch Englisch]
- [http://www.geozentrum-hannover.de/ Geozentrum Hannover]
- [http://www.g-o.de/ Das deutschsprachige Portal zu den Geowissenschaften]
- http://www.wikiwetter.de/
- [http://www.gga-hannover.de/ Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA Hannover)]
- [http://www.sci.muni.cz/~sulovsky/euracad.html Liste europäischer geowissenschaftlicher Universitätsinstitute]
- [http://www.nlfb.de/ Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung (NLfB Hannover)]
- [http://www.planeterde.de/ Planet Erde] ein Portal des Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Thema Geowissenschaften
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Kategorie:Naturwissenschaft
ja:地球科学
ko:지구과학
ms:Sains bumi
simple:Earth science
th:วิทยาศาสตร์โลก
SenkungSenkung bedeutet:
#Allgemein eine Verringerung, beispielsweise von Kosten.
#In der Geologie das Absinken der Erdkruste, Senke
#In der Medizin das Herabsinken von Organen der Bauchhöhle aus ihrer normalen Lage.
#In der Verslehre eine unbetonte Silbe, siehe Senkung (Verslehre).
Theodolit
Der Theodolit (ugs. Theo, Herkunft verballhornt von englisch "the alhidade", von arabisch alhidade = Zeige-/Teilkreis) ist ein Winkelmessinstrument. Es wird in der Geodäsie (Vermessungskunde) zur Messung von Horizontalrichtungen und Zenit- oder Vertikalwinkel eingesetzt. Hierzu wird es mittels eines Stativs über einen Punkt lotrecht aufgestellt.
Ein Theodolit besteht im Wesentlichen aus einem Messfernrohr, einem Vertikal- und einem Horizontal-Teilkreis und mehreren Libellen.
Letztere dienen zur lotrechten Ausrichtung des Gerätes.
In das Messfernrohr ist ein Fadenkreuz integriert, mit dem das Ziel anvisiert wird. Meist werden die dabei eingestellten Winkel in der Einheit Gon vom Gerät angezeigt und/oder gespeichert (100 Gon = 90°).
Gon
Einige - vor allem ältere Geräte - teilen den Horizontalkreis in 360° ein und geben statt des Zenitwinkels die Steigung in Prozent an. Bei der Artillerie wird ein Theodolit Richtkreis genannt und ist statt in Grad in Strich geteilt.
Vorläufer der Theodolite waren die Dioptra (Antike), der Azimutalquadrant (um 1500) und die Kippregel, genaue Universalinstrumente wurden ab 1850 für Triangulation und Astronomie gebaut. Beim Repetitionstheodolit ließ sich durch Addition von Winkeln die Messgenauigkeit erhöhen. Reduktions-Tachymeter erlaubten die Entfernungsmessung an Kurven im Gesichtsfeld - was heute mit Laser und Elektronik erfolgt.
Tachymeter
Der Theodolit-Unterbau oder Limbus enthält Horizontalkreis (1) und Vertikalachse (Stehachse) (S). Er trägt die Alhidade (arab.) - den Oberbau mit zwei Stützen (2), horizontaler Kippachse (K), Fernrohr (3), Kreisablesung (4) und Vertikalkreis (5). Das Fernrohr hat ein Fadenkreuz (Strichplatte im Okular), durch welches die Zielachse (Z) definiert ist, und eine Innenlinse zum Fokussieren (Scharfstellen).
Der Unterbau sitzt auf der Grundplatte, welche am Stativ aufgesetzt und mit drei Fußschrauben und Libelle horizontiert wird.
Je nach Messgenauigkeit und Einsatz unterscheidet man Bautheodolit (ca. ±10"), Tachymeter (incl. Entfernungsmessung), Präzisions- oder Sekundentheodolit (±1", für Ingenieurgeodäsie) und Universal (±0.1", für Astrogeodäsie).
Gerätefehler: sie lassen sich technisch kleinhalten, durch Messen in zwei Kreislagen eliminieren oder rechnerisch berücksichtigen (korrigieren):
- Zielachsenfehler: Die optische Achse des Fernrohrs steht nicht exakt senkrecht zur Kippachse des Fernrohrs.
- Kippachsenfehler: Die Kippachse des Fehrnrohrs steht nicht exakt senkrecht zur Vertikalachse des Theodolit.
- Höhenindexfehler: Der Nullpunkt für die Zenitwinkelmessung liegt nicht genau in der Lotrechten.
Der Stehachsenfehler ist kein Gerätefehler sondern Ausdruck der unvermeidlichen verbleibenden Restneigung beim Horizontieren des Gerätes. Die Restneigung der Stehachse zur Lotrichtung kann durch einen zweiachsigen Kompensator bei modernen Tachymetern intern gemessen werden und automatisch an die Messelemente angebracht werden.
Beobachtungen: Genaue Winkel werden in so genannten Sätzen gemessen. Ein Satz besteht dabei aus Messungen in zwei Fernrohrlagen. Der Wechsel von einer Fernrohrlage zur anderen erfolgt durch Durchschlagen des Fernrohrs.
Man unterscheidet folgende Beobachtungen:
- Horizontalwinkel Ein Horizontalwinkelsatz besteht aus Beobachtungen zu mind. zwei Zielen und besitzt eine gemeinsame Orientierungsunbekannte,
- Zenitwinkel (Zenitdistanz) oder auch Vertikalwinkel,
- Entfernungsmessung (z.B. elektrooptisch beim Tachymetern).
Siehe auch: Nivelliergerät, Tachymeter, Laserscanner, Triangulation, Totalstation
Bekannte Herstellerfirmen:
- F.W. Breithaupt & Sohn
- Carl Zeiss (historisch)
- Fennel (historisch)
- Geodimeter (historisch)
- Kern AG (historisch)
- Leica
- Nikon
- Topcon
- Trimble
- Wild Heerbrugg AG (historisch) 1990 in Leica Geosystems aufgegangen
- Miller, Innsbruck (historisch)
Weblinks
- [http://vermessen.de/download/bauvermessung-einfach-gemacht.pdf "Bauvermessung einfach gemacht" mit Bedienungs-Anleitungen] - Broschüre der Firma Leica
- http://www.uni-kiel.de/ewf/geographie/lehre/karto_1/vermessung/vetheode.htm
Kategorie:Messgerät
Kategorie:Geodäsie
ja:トランシット
NivellementDas Nivellement (auch Nivellierung) ist ein Verfahren der Geodäsie zur Bestimmung oder Übertragung von Höhenunterschieden auf der Erdoberfläche.
Durch Horizontieren wird mit dem Nivelliergerät eine horizontale Bezugslinie oder Bezugsfläche hergestellt. Von zwei Punkten wird die lotrechte Entfernung zur Bezugslinie/Bezugsfläche bestimmt, ihre Differenz (Rückblick minus Vorblick) wird als Höhenunterschied bezeichnet. Bei größeren Entfernungen wird das Verfahren wiederholt, der Gesamthöhenunterschied ergibt sich dann aus der Summe der einzelnen Höhenunterschiede.
Die Zielweiten betragen 20 m - max. 30 m beim Feinnivellement und können bis zu 50 m bei normalen Nivellement sein.
Vor- und Rückblick
Beim Rückblick handelt es sich um eine der drei unterschiedenen Ablesungen, die während der Durchführung eines Nivellements mit Hilfe eines Nivellierinstruments erfolgen.
Der Rückblick ist die Beobachtung zurück auf den letzten Festpunkt. Der hierbei abgelesene Messwert liefert - zur Festpunkthöhe addiert - die aktuelle Zielachshöhe und damit den Horizont des Instruments. Jedes Nivellement beginnt mit einem Rückblick, um die Anfangshöhe vom Festpunkt zu übernehmen. Es folgt je nach Zielsetzung des Nivellements entweder ein Zwischenblick oder aber ein Vorblick.
Der Vorblick ist die Beobachtung voraus auf den nächsten Festpunkt. Der hierbei abgelesene Messwert liefert - von der aktuellen Zielachshöhe des Instruments abgezogen - die Höhe des voraus beobachteten Punkts. Jedes Nivellement sollte mit einem Vorblick auf einen bekannten Punkt enden, um die mitgerechnete Höhe am letzen Festpunkt zu verproben.
Kategorie:Geodäsie
Kategorie:GeodäsieDiese Kategorie sammelt Artikel zur Geodäsie. Geodäten werden auschließlich in die Kategorie :Kategorie:Geodät einsortiert. photogrammetrische Einträge gehören ausschließlich nach :Kategorie:Photogrammetrie, Geländeaufnahme nach :Kategorie:Topografie.
Bitte auch die eng verwandten Kategorien beachten:
- :Kategorie:Geoinformatik
- :Kategorie:Kartografie
- :Kategorie:Navigation
Kategorie:Geowissenschaft 1699
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Asian pear
:Nashi is also another spelling for the Nakhi people, a Nationality of China.
Nationality of China
The Nashi Pear, Sand Pear or Asian Pear (Pyrus pyrifolia) is a species of pear native to eastern Asia, where it is widely grown for its edible fruit. These are juicy,
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| Giovanni Alfredo De Simone< | |