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Inklination

Inklination

Mit Inklination bezeichnet man
- in der Astronomie und Raumfahrt den Winkel zwischen der Bahnebene eines Himmelskörpers und einer Referenzebene, siehe Bahnneigung
- in der Geophysik den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes zur Horizontalen, siehe Inklination (Magnetismus)
- in der Geologie den Neigungswinkel einer Gesteinsschicht oder Formation zur Horizontalen
- in der Zahnmedizin den Neigungswinkel eines Zahns zur Ebene, die der Unterkiefer bildet
- in der Medizin das Vorneigen z. B. des Kopfes

Bahnneigung

Die Bahnneigung oder Inklination eines Himmelskörpers ist der Winkel zwischen seiner Bahnebene und einer Referenzebene. Für letztere wird im Sonnensystem meist die Ebene der Erdbahn (Ekliptik) gewählt, von der die Umlaufbahnen der großen Planeten und des Mondes nur um einige Grad abweichen. Für Erdsatelliten wählt man als Referenz die mittlere Äquatorebene der Erde, ebenso auch für die Bahnbewegung von Doppelsternen. Sie wird bei letzteren meist als Positionswinkel der großen Bahnachse relativ zum "Himmelskoordinatensystem" (RA, δ) angegeben. Die Bahnneigung ist eines der sechs Bahnelemente der klassischen Bahnbestimmung und wird fast immer mit i (für Inklination) bezeichnet. Im Falle von Keplerbahnen (nur zwei Himmelskörper im Vakuum) ist sie konstant und die Bahnebene bleibt in ihrer Ausrichtung unter den Fixsternen stabil. Bei gravitativen Störungen durch "dritte Körper" erleidet die Bahnneigung kleine, teilweise periodische Änderungen. Siehe auch: Astrometrie, Bahnstörungen, Himmelsmechanik, Satellitengeodäsie, Zwei- und Dreikörperproblem. Kategorie:Himmelsmechanik als:Bahnneigung

Inklination (Magnetismus)

Inklination bezeichnet in der Geophysik den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes zur Horizontalen. Da die Feldlinien die Materie durchdringen, verlaufen sie auch in den Erdkörper hinein. Dies führt dazu, dass eine horizontal gelagerte Magnetnadel eine Neigung zeigt, die Inklination. Sie beträgt in Deutschland etwa 60° gegenüber der Horizontalen, an den Polen ca. 90°, am Äquator 0°. Da zur Bestimmung der Nordrichtung z.B. bei einem Kompass nur die horizontale Komponente der Magnetfeldlinien von Bedeutung ist, muss die Inklination bei der Konstruktion eines solchen berücksichtigt bzw. individuell kompensiert werden.

Geschichte

Die Inklination wurde 1544 erstmals von Georg Hartmann entdeckt. Die erste Inklinationsbussole konstruierte ca. 1580 Robert Norman.

Biologische Bedeutung

Die Inklinationswinkel dienen vielen Zugvögeln als "Kompass" für den Vogelzug. Im Gegensatz zum technischen Kompass funktioniert der Magnetsinn über eine Registrierung der Veränderung des Inklinationswinkels. Auf dem Weg nach Süden fliegen Vögel also in Richtung auf "abnehmende Inklinationswinkel".

Siehe auch

Deklination (Geographie) Kategorie:Magnetismus Kategorie:Geophysik

Sokołów

There are two cities in Poland known as Sokołów:
- Sokołów Małopolski, in the Subcarpathian Voivodship
- Sokołów Podlaski, in the Masovian Voivodship

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