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Innovation

Innovation

Innovation heißt wörtlich "Neuerung" oder "Erneuerung". Das Wort leitet sich aus den lateinischen Begriffen novus für neu und innovatio für etwas neu Geschaffenes ab. Im Deutschen wird der Begriff im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen, sowie deren (wirtschaftlicher) Umsetzung verwendet. Aus archäologischer Sicht gibt es Zeiten der Innovation, in denen schubartig Neuerungen auftraten. So dass die Meinung verteten wird, das Innovation auch ein bestimmtes Klima braucht. Erfindung Zu unterscheiden ist zwischen Invention und Innovation. Inventionen umfassen neue Ideen bis einschließlich Prototypenbau bzw. konkreter Konzeptentwicklung in der vormarktlichen Phase. Innovationen ergeben sich aus der Umsetzung bzw. Verwertung. Neu kann in diesem Sinne eine echte Weltneuheit oder aus Sicht eines einzelnen Unternehmens, Mitarbeiters etc. eine subjektive Neuheit bedeuten. Man unterscheidet unter anderem technische, organisatorische, institutionelle und soziale Innovationen. Unterschieden werden Innovationen auch nach ihrem Grad an "Neuheit". Dabei betrachtet man die Kombination aus Zweck des Gegenstandes oder Produktes und die Mittel mit denen dieser Zweck erreicht wird. Erreicht eine Innovation in beiden Dimensionen hohe Werte so spricht man auch von einer radikalen Innovation. Der Begriff Innovation im Sinne von "neu" wird aktuell fast ausschließlich positiv besetzt und verkommt häufig zum nebulösen Schlagwort. Im Ursinn ist er eigentlich ein Oberbegriff für auch durchaus negativ besetzte Begriffe, wie z.B. "Rationalisierung" oder "Globalisierung".

Wirtschaftswissenschaftliche Verwendung

Nach dem Volkswirt Joseph Schumpeter ist "Innovation" die Durchsetzung einer technischen oder organisatorischen Neuerung, nicht allein ihre Erfindung. Seit der Übersetzung von Schumpeters Band "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" 1963 aus dem Englischen findet der Begriff auch in Deutschland breite Verwendung. Innovator ist für Schumpeter der schöpferische Unternehmer (im Gegensatz zum Arbitrageunternehmer, der lediglich vorhandene Preisunterschiede zur Gewinnerzielung ausnutzt), der auf der Suche nach neuen Aktionsfeldern den Prozess der schöpferischen Zerstörung antreibt. Seine Triebfeder sind auf der Innovation basierende kurzfristige Monopolstellungen, die dem innovativen Unternehmer Pionierrenten verschaffen. Das sind geldwerte Vorteile (auch Innovationspreise), die durch die innovativen Verbesserungen entstehen, zum Beispiel durch höhere Produktivität.

Innovationsforschung

Die Innovationsforschung beschäftigt sich zum einen mit der Frage »WAS« das Ziel einer Innovation sein soll - die Genese neuer Problemlösungs-Anwendungsfeld-Kombinationen. Das kann eine Produktinnovation aber auch neue Organisationsform, Technologie, ein Verfahren oder ein neues Anwendungsfeld sein. Zum anderen »WIE« diese realisiert werden können, also mit Innovationsprozessen und damit der Frage des Übergangs des betreffenden Subjekts/Objekts vom Zustand t0 in den Zustand t1. Im Mittelpunkt der Prozessbetrachtung stehen Prozessformen, bspw. bewusst gesteuerte, sich selbstorganisierende oder informell bzw. en passant ablaufende Prozesse sowie die Möglichkeiten und Grenzen einer gezielten Gestaltung bzw. Beeinflussung. Neuerdings gilt das Forschungsinteresse zunehmend der "history dependency", also der Pfadabhängigkeit von Innovationsprozessen und deren Ergebnissen. Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass die Entwicklungsvergangenheit einer Organisation, eines Produktes, einer Technologie etc. künftige Entwicklungsmöglichkeiten und -vorgehensweisen beeinflusst und begrenzt (history matters). Unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Historie wäre damit nicht jedes beliebig gewünschte Innovationsziel erreichbar. Erhärten sich die bisherigen Erkenntnisse, hat das Konsequenzen für die Innovationspraxis in Unternehmen: Diese müssen nicht mehr wie Lemminge modischen Schlagworten und kurzlebigen Trendkonzepten hinterherlaufen, wenn sie innovieren wollen. Vielmehr richten sie den Blick stärker auf die eigenen Potenziale und deren historische Formierung, um letztlich Wettbewerbsvorteile auf der Basis echter Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten. So unterscheidet man auch Produkt-, Verfahrens- und Managementinnovation. Wobei letztere die erfolgversprechendste zu sein scheint, da Manager als Letztentscheider über die Verteilung der Ressourcen bestimmen. Produkt- und Verfahrensinnovationen sind in diesem Sinne Resultate von Managementinnovationen.

Siehe auch


- Innovationskultur, Innovationsökonomie, Innovationshindernis, Innovationsmanagement
- Innovationspsychologie
- Innovationswirtschaftliche Erfolgsfaktoren
- Kreativität, Kreativitätstechnik, Kreatives Milieu
- Produktinnovation
- Social Construction of Technology
- Techniksoziologie
- Zukunftstechnologie
- Systeminnovation
- Managementinnovation

Weblinks

[http://www.ipi.ethz.ch Portal zur Produktinnovation] [http://www.tbs-hessen.org/wichtiges/innoserieteaser.html Technologieberatungsstelle Hessen "Was ist eigentlich Innovation?" - Artikelsammlung] [http://www.innovation.niedersachsen.de Aktuelle Meldungen zu Innovationen in unterschiedlichen Technologiefeldern] Kategorie:Management

Erneuerung

Erneuerung bedeutet einen Vorgang, bei dem etwas vollständig neu gestaltet wird oder in wichtigen Eigenschaften auf neue Verhältnisse angepasst wird. Dabei handelt es sich häufig um
- körperliche Gegenstände - etwa die Renovierung von Gebäuden, durchgreifende Reparaturen ("Rundumerneuerung", Zahnersatz usw.) oder vollständiges Ersetzen wichtiger Teile von Maschinen
- in der Natur die ständige Erneuerung von Zellen, periodische Vorgänge wie beim Fell, oder episodisches Nachwachsen z.B. bei Heilungs-Prozessen
- geistige Vorgänge - etwa bei Erneuerungsbewegungen im Christentum oder in politischen Parteien, beim Entstehen neuer Denkweisen (etwa in der Psychologie, bei Themen von Umwelt oder Gesundheit ...)
  - Erneuerung der Kirche (Ziel der Reformation) oder von Orden (siehe z.B. Franziskus, Zisterzienser, Theresa von Ávila u.v.m.
- Auswechseln der Leitung von Gruppen, Vereinen oder in der Wirtschaft, oder auch Änderung der Ziele
- wesentliche Änderung in der Einstellung einer Person - z.B. im religiösen Bereich oder nach einer schweren Krankheit ("Ich bin ein neuer Mensch")
- Erneuerung des Tauf- oder Eheversprechens (etwa in der osternacht oder bei der Silberhochzeit), Erneuerung eines Gelübdes oder in einem Orden
- Anpassung von rechtlichen Angelegenheiten wie Verträge oder Angebote an neue Verhältnisse, die Erneuerung von Ausweisen, Passwörtern oder Berechtigungen. Mit der Kurzform "Erneuerung" werden speziell einige Erneuerungsbewegungen im Christentum bezeichnet, vor allem die
- charismatische Erneuerung in der katholischen und den evangelischen Kirchen - ein geistlicher Aufbruch, den die Menschen als Geschenk des Heiligen Geistes erleben,
  - analog dem Bibelzitat ... das Angesicht der Erde erneuern.
- "Geistliche Gemeindeerneuerung" (vor allem Evangelische Kirche)
- liturgische Erneuerung in den 1920ern und Verstärkung der Volkssprache auch nach dem letzten Konzil
- Ferner gibt es die Zeitschrift "Marxistische Erneuerung" (s. Weblink)
- und das enzyklopädisch-philosophische Werk "Die große Erneuerung" (Instauratio Magna) von Francis Bacon (1561-1626).

Siehe auch


- Charismatik, Erneuerungsprozess, Gemeinde, Kirche, Innovation,
- Reform, Reformation, Revival, Staatsreform.

Weblinks


- http://www.erneuerung.de/ - Charismatische Erneuerung (in der Kath.Kirche)
- http://www.gge-online.de/ - Geistliche Gemeindeerneuerung der Evang.Kirche
- http://www.ggenet.de Geistliche Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
- http://www.feuerflamme.de/Erneuerung/Erweckung/ (Erneuerung und Erweckung, Evangelikale)
- http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/ (Zeitschrift "Marxistische Erneuerung)
- http://www.erneuerung.jesus.ch/ (Webseiten zum Thema Erneuerung)
- http://www.zentrum-fuer-erneuerung.de/ (Maranatha, Seminarzentrum für Erneuerung) , ja:リバイバル

Idee

Die Idee (gr. εἶδος (eidos) / ἰδέα (idea) = Vorstellung, Urbild, Idee) oder das Bild, der Leitgedanke, das Musterbild, bezeichnet eine geistige Vorstellung, einen Gedanken.

Verwendung

In der antiken Philosophie spiegelt sich die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs. Heute versteht man im Allgemeinen unter einer Idee einen Einfall oder einen neuen Gedanken. Wenn dieser im Begriff ist körperliche Form als menschliche Kreation anzunehmen, kann sie auch zur Erfindung werden. Um "zündende Ideen" zu produzieren, finden verschiedene Kreativitätstechniken Verwendung, wie z. B. das Brainstorming. Eine Idee ist darüber hinaus aber auch heute noch allgemein ohne den Aktualitätsbezug ein Gedanke oder eine Vorstellung. Darin findet sich auch der Grund für die Verwendung der Idee als Synonym für einen Plan oder eine Absicht. Bsp: "Ich hatte die Idee spazieren zu gehen" Eine Idee ist umgangssprachlich auch eine kleine Menge. Bsp: "Eine Idee mehr Aufschnitt darfs schon sein."

Der Ideenbegriff in der Philosophie

Ursprünglich wurde die Idee begriffen als ein Urbild, das einer individuellen Wirklichkeit zugrunde liegt. Heute wird sie eher so definiert, dass von ihr eine Wirkung ausgeht, die Aufmerksamkeit bündelt, sowie eine Kraft, sich in alle Richtungen auszudehnen.

Von der Antike bis ins Mittelalter

In der Philosophie wird die Idee seit Platon als metaphysische Wesenheit eines Dinges aufgefasst. Die Idee ist ein in seinem Begriff erfasstes Wesen eines Dinges. Dabei wird von der Idee als einem Urbild oder Musterbild gedacht, dem die sinnlich erfahrbare Wirklichkeit nicht oder nur unvollkommen entspricht. Somit reicht beispielsweise kein noch so technisch perfekt gezeichneter Kreis an die Idee des Kreises im Sinne von Platons Ideenlehre heran. Dennoch hat der gezeichnete Kreis an der Idee teil und die Idee ist zugleich in ihm enthalten. Eine Idee kann nur durch das Denken, niemals jedoch empirisch, also sinnlich, erfasst werden. Eine weitere Eigenschaft, die Platon der Idee zuspricht ist, dass diese unveränderlich ist. Die höchste Idee ist nach Platon die des Seins, gefolgt von den dreien des Guten, des Schönen und des Wahren. Aristoteles bemüht sich dies zu wiederlegen und betrachtet die Idee als kraft- und formbildungsbegabt, aber ohne Wirksamkeit, siehe Entelechie. Die Neuplatoniker nehmen Platons Ideenlehre wieder auf und verstehen die Idee als Ausdruckskraft eines obersten Weltprinzips, das mittelalterliche Christentum als "Gedanke Gottes". Ein Streit (Universalienstreit) zwischen Platon-Anhängern, Aristoteles-Anhängern und Anhängern des Nominalismus um Wesen und Herkunft des Begriffes der Idee entbrennt im Mittelalter.

Subjektiver Idealismus

Seit Descartes und Locke wird die Idee in subjektivistischer Bedeutung verstanden. Vielfach bedeutet die Idee nur noch das "Bild, das sich der Geist von einem Ding macht" also eine Vorstellung oder ein Gedanke schlechthin.

Kants Ideenbegriff

Immanuel Kant bezeichnet mit der Idee ein Konzept, dass zwischen Subjektivem Idealismus und Objektivem Idealismus angesiedelt werden könnte. Eine Idee kann ihm zufolge nur im Verstand entstehen und entzieht sich gänzlich der Erfahrung. Als die drei Ideen der Metaphysik bezeichnet er Gott, Freiheit und Unsterblichkeit. Die Transzendente Idee ist für Kant ein Begriff, der in der Sehnsucht des Verstandes liegt, das ihm Gegebene zu überschreiten.

Kants Nachfolger

Mit dem Deutschen Idealismus gewinnt die metaphysische Ideenlehre Platons wieder an Bedeutung, sie stellt sich aber offener und dynamischer dar. Insbesondere vertreten durch Schelling, für den Ideen "überirdische Mächte" sind, Fichte und Hegel wird Idee als Begriff der Vollkommenheit gedacht, die sich zwar noch nicht in der Erfahrung findet, aber dennoch in der Wirklichkeit möglich ist. Fichte differenziert, dass Ideen Kraft und Stärke spenden, und ebnet somit dem Begriff der Idee die Ebene der subjektiven Kreativität. Hegel betrachtet die Idee als das objektiv Wahre und definiert sie als ewigen Prozess des real sich entfaltenden Denkens, entsprechend versteht er die Wirklichkeit als die entwickelte Idee des Gedachten, die an sich existiert. Der Deutsche Idealismus wird dem Objektiven Idealismus zugerechnet

Siehe auch:

Begriff, Entwurfsmuster, Ideal, Idealismus, Realität, Erfindung

Weblinks


- [http://www.ideenwiki.de/ IdeenWiki] Kategorie:Erkenntnistheorie Kategorie:Ontologie

Schlagwort (Sprachwissenschaft)

Als Schlagwort (englisch buzzword oder catchword) bezeichnet man einen Begriff oder Spruch, mit dem beim Zuhörer um besondere Beachtung gebuhlt wird (Plural: 'Schlagworte', seltener auch 'Schlagwörter'). Schlagworte sind Wörter oder kurze Phrasen, die benutzt werden, um bestimmte Sachverhalte prägnant und überzeugend mitzuteilen. Da ihrem Gebrauch eine (unbewusste) Überzeugungsabsicht zugrundeliegt, verknappen oder vereinfachen diese Wörter den beschriebenen Sachverhalt oft auf zweifelhafte Weise zugunsten des Wohlklangs und zu Lasten der vermittelten Information. Sie können auch einen schmähenden oder verhöhnenden Charakter haben. Nicht selten ist das Phänomen anzutreffen, dass die betroffene Gruppe im Laufe der Zeit das ursprünglich negative Schlagwort schließlich übernimmt und es zu einer neutralen oder positiv besetzten Bezeichnung wird (Beispiel: Protestant in der Bedeutung: Anhänger Martin Luthers). Häufig handelt es sich um Neologismen. Massenmedien prägen einerseits einen wesentlichen Teil der im Umlauf befindlichen Schlagworte, verlassen sich aber genauso stark auf sie, wenn es um Publikumswirksamkeit von Beiträgen geht.

Beispiele von Schlagworten


- Aufbau Ost, Bürokratieabbau, Datenautobahn
- Eliteuniversität, Globalisierung, Sozialabbau

Siehe auch


- Schlagwort (Begriffsklärung)
- Bullshit-Bingo
- Bullshit-Generator
- Buzzword compliance
- Kampfbegriff Kategorie:Deutsche Sprache Kategorie:Wort

Erfindung

Erfindungen sind besondere, nicht auf der Hand liegende, materielle Konstrukte oder Verfahren, die neue und nützliche Anwendungen ermöglichen. Erfunden werden sie von Erfindern.

Erfindung und Entdeckung

Die Begriffe Erfindung und Entdeckung werden vielfach verwechselt, obwohl sie ganz unterschiedlich Dinge meinen. Eine Entdeckung betrifft etwas zur Zeit der Entdeckung bereits Vorhandenes, das aber bislang unbekannt war. Dadurch hat sich jedoch infolge der Entdeckung nichts geändert (außer der damit verbundene Wissenszuwachs eines Einzelnen oder der Allgemeinheit). So sprechen wir von der Entdeckung der Schwerkraft, eines Planetoiden, eines chemischen Stoffes, einer Tierart usw. Eine Erfindung dagegen betrifft stets etwas, was bisher nicht dagewesen ist. Diese Sache steht jedoch mit bereits Bekanntem in einem Zusammenhang, sie tritt nicht als etwas völlig Neues auf. Es werden an bekannten Dingen Veränderungen vorgenommen, so daß ihre Wirkung qualitativ oder quantitativ verbessert wird. Heute neigt man dazu, Erfindungen nur Materielles zu beziehen und abstrakte Dinge, wie z.B. die Erfindung eines neuen Versmaßes, von den Erfindungen auszunehmen.

Erste Erfindungen

Die ersten Erfindungen machte bereits der Naturmensch. Sie betrafen insbesondere Werkzeuge, die eine bessere Verwendung von Arm und Hand zur Folge hatten. Nachdem der Mensch die Entdeckung gemacht hatte, daß ein Stein in der Hand die Wirkung des Armes erhöhte, konnte er dem Stein eine besondere Form geben, um dessen Wirkungsweise zu erhöhen. Das führte zur Erfindung der Steinaxt.

Das Erfinden

Das Erfinden ist weder als Kunst noch als Wissenschaft zu verstehen. Es ist die geistige Fähigkeit Probleme zu erkennen und eine Lösung dafür anzubieten. Jeder Mensch ist ein Erfinder. Von bekannten oder berühmten Erfindern unterscheidet viele oft nur der Wille und die Durchsetzungskraft eine Idee bis zu einem fertigen Produkt zu verfolgen.

Wirkung von Erfindungen

Man spricht von großen Erfindungen, wenn sie viele kleinere Erfindungen nach sich ziehen, die später im Alltag benutzt werden oder überhaupt allgemein bekannt werden. Doch werden große Erfindungen nicht immer sofort als solche wahrgenommen. So bestand die Dampfmaschine noch sieben Jahre nach ihrer Erfindung als einziges Exemplar, und es dauerte 30 Jahre, ehe sie in verbesserter Ausführung fabrikmäßig gebaut wurde.

Patentfähige Erfindungen

Eine patentfähige Erfindung ist eine
- gewerblich anwendbare,
- neue,
- nicht naheliegende Lehre zum
- technischen Handeln, das heißt
  - eine Anweisung zum Einsatz beherrschbarer Naturkräfte zur unmittelbaren Erreichung eines kausal übersehbaren Erfolgs

Nicht patentfähige Erfindungen

Im Gegensatz dazu steht die Entdeckung, also das Auffinden von etwas, das schon zuvor dagewesen ist und nicht patentierbar ist, z.B. die Entdeckung einer Tierart oder eines Kontinents. Ebensowenig werden wissenschaftliche Theorien, physikalische Gesetze oder mathematische Modelle als Erfindungen angesehen; auch sie werden entdeckt. Weiterhin werden geistig-schöpferische (sprich kreative) Werke (siehe hierzu das Urheberrecht), wie etwa Literatur, Musik oder Kunst nicht als Erfindung eingestuft. Computerprogramme als solche sind (laut dieser Definition) sogar im mehrfachen Sinne keine patentfähigen Erfindungen. Anders sieht dies aus, wenn das Computerprogramm zur Steuerung von Naturkräften verwendet wird (z.B. Airbag, elektronische Motorsteuerung). Die genaue Abgrenzung wird derzeit sehr kontrovers diskutiert (siehe dazu Software-Patente). Der juristische Term Erfindung ist keinesfalls mit dem Begriff der Innovation deckungsgleich, obwohl im politischen Diskurs diese Begriffe häufig vermischt werden. Im Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ) werden in Artikel 52 die Ausschlüsse vom patentrechtlichen Erfindungsbegriff aufgeführt.

Gesetze und Abkommen


- Europäisches Patentübereinkommen Artikel 52 http://www.european-patent-office.org/legal/epc/d/ar52.html#A52

Literatur


- Jörg Meidenbauer: DuMonts Chronik der Erfindungen & Entdeckungen. Dumont Kalenderverlag, Köln 2002 ISBN 3-8320-8764-8

Siehe auch


- Liste von Erfindern
- Liste bedeutender Erfindungen
- Innovation und Kreativität
- Chindogu
- Erfinder
- Tag der Erfinder

Weblinks


- [http://www.kindernetz.de/infonetz/erfindungen/ Interessante Erfindungen in Wort + Bild vorgestellt]
- [http://www.erfinder.at/tag-der-erfinder/ Jeder hat Ideen - zum Tag der Erfinder] Kategorie:Patentrecht ja:発明
- [http://euco.de.tf Erfinder und Computer Organisation]

1963

Ereignisse


- 1. Januar: Willy Spühler wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Verstaatlichung der Energiequellen tritt in Italien in Kraft
- 3. Januar: Walter Bruch meldet das Farbfernsehverfahren PAL (Phase alternation line) zum Patent an und führt es in Hannover vor
- 8. Januar: Verkündung des Bundesurlaubsgesetzes
- 13. Januar: Der erste Staatspräsident von Togo Sylvanus Epiphanio Olympio wird von Putschisten ermordet
- 22. Januar: Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Vertrages
- 29. Januar: Kuwait. Erste Wahlen zur Nationalversammlung
- 8. Februar: Die Baath-Partei putscht und stürzt General Kassem. Sie übernimmt die Macht in Bagdad. Provisorischer Waffenstillstand an der kurdischen Front
- 27. Februar: Dominikanische Republik. Juan Bosch wird Staatspräsident
- 9. März: Afghanistan. Rücktritt von Premierminister Mohammad Daud
- 21. April: Das „Haus der Gerechtigkeit“, die höchste Institution der Baha'i Religion erstmals in Haifa, Israel, gewählt
- 14. Mai: Die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen wird eröffnet
- 14. Mai: Kuwait wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. Mai: Die Republik Niger wird Mitglied in der OAU (Organisation für Afrikanische Einheit)
- 26. Juni: US-Präsident John F. Kennedy hält anlässlich seines Berlin-Besuches die denkwürdige Rede vor dem Rathaus Schöneberg, die mit den auf deutsch gesprochenen Worten „Ich bin ein Berliner“ endet
- 30. Juni: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini wird als Paul VI. (Papst) inthronisiert. Das Konklave ist beendet
- 11. Juli: Bei einer Razzia auf die Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen
- 1. August: Die ehemals deutsche Gemeinde Selfkant, die 1949 an die Niederlande abgetreten wurde, wird gegen Zahlung von 280 Mio. D-Mark wieder deutsches Gebiet
- 5. August: In Moskau wird der Vertrag über das Verbot von Atomwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser (Partieller Teststopp-Vertrag, Partial Test Ban Treaty, PTBT) zwischen den USA, der UdSSR und Großbritannien unterzeichnet
- 8. August: In Buckinghamshire, England überfällt eine Bande von insgesamt 15 Mitgliedern einen Postzug von Glasgow nach London und raubt £ 2,6 Mio
- 28. August: Beim „Marsch auf Washington“ hält Martin Luther King seine berühmte Rede „I have a dream“
- 1. September: Pierre-Paul Schweitzer, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 6. September: Eröffnung der Berliner Brücke in Duisburg durch Willy Brandt
- 23. September: Beitritt Costa Ricas zur MCCA (Zentralamerikanischer Gemeinsamer Markt)
- 25. September: Dominikanische Republik. Militärputsch gegen Juan Bosch
- 1. Oktober: Nigeria wird Republik
- 5. Oktober: Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) wurde zur Unterzeichnung freigegeben
- 10. Oktober: NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) trat in Kraft
- 1. November: In Südvietnam findet ein Militärputsch statt, der Präsident Ngo Dinh Diem, seinen Bruder Nhu Dinh und weitere Personen das Leben kostet
- 22. November: John F. Kennedy wird ermordet
- 12. Dezember: Kenia wird unabhängig
- 16. Dezember: Kenia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- Beginn des Guerilla-Krieges in Guinea-Bissau
- Drei DDR-Gefreite durchbrechen bei Bad Hersfeld mit einem Panzerspähwagen die innerdeutsche Grenze und fliehen in den Westen

Wissenschaft und Technik


- Michael Ellis De Bakey implantiert das erste Herzimplantat (Kunstherz)
- Erfindung des Kassettenrekorders
- 6. Februar: Erstflug einer Boeing 727
- 1. April: Das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF geht erstmals auf Sendung
- 30. April: Die Fehmarnsundbrücke, die die Ostseeinsel Fehmarn mit dem Festland verbindet, wird nach drei Jahren Bauzeit feierlich durch Bundespräsident Heinrich Lübke und dem dänischen König Frederik IX. eröffnet
- 2. Mai: Berthold Seliger startet im Wattengebiet von Cuxhaven eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern. Es ist die einzige im Nachkriegsdeutschland entwickelte Höhenforschungsrakete. Allerdings wird sie nie in Serie gebaut
- 14. Juni: In der Sowjetunion startet der Kosmonaut Walerij Bykowskij mit der Wostok 5 für die Dauer von 4 Tagen 23 Stunden und 6 Minuten (81 Erdumkreisungen) ins All
- 23. Juli: Mit einem Hubschrauber SA 3210 Super Frelon erreichten Jean Boulet und Roland Coiffignon den Geschwindigkeitsweltrekord von 350,5 km/h
- 5. Dezember: Die Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH führt Vertretern von Militärs aus Nicht-NATO-Staaten militärisch verwertbare Raketen im Wattengebiet von Cuxhaven vor. Obwohl bei dieser Vorführung nicht gegen alliiertes Recht verstoßen wird und die vorgeführten Raketen nach ihren Flug am Fallschirm landen, führt diese Aktion zu Protesten von Seiten der Sowjetunion

Kultur


- 10. März: Uraufführung der Oper Il Re cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit von Hans Werner Henze in Kassel
- 28. Juni: Uraufführung der Oper Figaro lässt sich scheiden von Giselher Klebe an der Hamburgischen Staatsoper
- 27. November: Uraufführung der Oper Die Verlobung in San Domingo von Werner Egk an der Bayerischen Staatsoper in München
- Premiere des Thrillers „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock
- Gründung der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
- Bei der ersten Einzelaustellung von Georg Baselitz werden seine Bilder Die große Nacht im Eimer und Der nackte Mann von der Staatsanwaltschaft wegen „Unsittlichkeit“ beschlagnahmt

Katastrophen


- 1. Februar: Ankara, Türkei. Eine libanesische Vickers Viscount 754 der Lebanese Middle East Airlines kollidierte mit einer Douglas C-47 der türkischen Luftwaffe. Die Flugzeuge fielen in verschiedene Stadtgebiete, unter anderem in einen stark belebten Marktplatz. Alle 17 Menschen an Bord der zwei Maschinen starben, ebenso 87 Einwohner Ankaras. 50 wurden verletzt
- 4. April: Der Schwefeltanker „Marine Sulphur Queen“ (USA) geht im Seegebiet zwischen Florida und den Bahamas verloren. Alle 39 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 12. Februar: Miami, USA. Eine Boeing 720 der Northwest Airlines brach kurz nach dem Start den Steigflug ab und stürzte in die Everglades. Alle 43 Personen starben
- März: Ausbruch des Vulkans Gunung Agung auf Bali, Indonesien, etwa 1.500 Tote
- 3. Juni: Anchorage, Alaska, USA. Absturz einer DC-7 Chartermaschine der Northwest Airlines. Alle Insassen starben
- 26. Juli: Erdbeben der Stärke 6,0 in Skopje, Jugoslawien, etwa 1.100 Tote
- 4. September: Dürrenäsch, Kanton Aargau, Schweiz. Eine Caravelle III der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair, auf dem planmäßigen Flug von Zürich nach Genf. Während des Startvorgangs bricht eine Radaufhängung. Dies verursacht ein unbemerktes Feuer im Fahrwerksschacht, nachdem das Fahrwerk eingezogen wurde. Während des Steigflugs griff das Feuer um sich und es kam zu einem Verlust der Kontrollsysteme und der Manövrierfähigkeit. Schließlich raste das Flugzeug im Sturzflug zu Boden, Teile trafen einen Bauernhof. Alle 80 Personen an Bord starben
- 9. Oktober: Etwa 260 Mio. Kubikmeter des Monte Toc stürzen in den Vajont-Stausee in den bellunesischen Alpen (Italien). Der Ort Longarone wird vollkommen ausradiert, knapp 2000 Menschen verlieren ihr Leben. Die Staumauer war zur Zeit ihrer Errichtung die höchste Europas und steht heute noch
- 24. Oktober: Tragisches Grubenunglück in Lengede
- 27. November: Montréal, Kanada. Absturz eines Düsen-Verkehrsflugzeugs DC-8F der Trans-Canada. Alle 118 Menschen starben
- 8. Dezember: Elkton, Maryland, USA. Eine Boeing 707 der PanAm, aus Baltimore kommend, wurde kurz vor dem Landeanflug in Philadelphia von einem Blitz getroffen, der den Treibstoff in den Tragflächentanks in Brand setzte und die Maschine in der Luft explodierte. Alle 81 Menschen an Bord starben
- 14. Dezember: Der Baldwin-Hills-Speicher bei Los Angeles in Kalifornien (USA) bricht. 5 bis 8 Menschen sterben durch die Flutwelle
- 22. Dezember: Das Passagierschiff Lakonia (Großbritannien) mit 1036 Personen an Bord brennt nach einer inneren Explosion im Atlantik nördlich von Madeira aus (gesunken 29. Dezember 1963). 128 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 2. Januar: Jelena Alexandrowna Walowa, russische Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 4. Januar: Till Lindemann, deutscher Musiker
- 5. Januar: Ralf Loose, deutscher Fußballtrainer
- 5. Januar: Vitalij Grossmann, deutsch-kasachischer Eishockeyspieler († 2005)
- 11. Januar: Roland Wohlfarth, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 14. Januar: Steven Soderbergh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 15. Januar: Rick Nasheim, Eishockeyspieler
- 15. Januar: Bruce Schneier, Mathematiker und Kryptologe
- 17. Januar: Kai Hansen, deutscher Hardrocker, Mitbegründer der Band Helloween
- 18. Januar: Peter Stamm, Schweizer Autor
- 20. Januar: Guy Helminger, luxemburgischer Schriftsteller
- 21. Januar: Detlef Schrempf, deutscher Basketballspieler
- 21. Januar: Bernd Hoffmann, deutscher Fußball-Funktionär
- 21. Januar: Hakeem Olajuwon, nigerianisch-amerikanischer Basketballspieler
- 23. Januar: Thomas Kausch, Journalist und Fernsehmoderator
- 26. Januar: José Mourinho, portugiesischer Fußballtrainer
- 26. Januar: Stefan Jürgens, Schauspieler und Kabarettist
- 28. Januar: Kia Asamiya, japanischer Mangaka (Comiczeichner)
- 30. Januar: Thomas Brezina, österreichischer Kinder-und Jugendbuchautor, Fernsehmoderator
- 31. Januar: Manuela di Centa, ehemalige italienische Skilangläuferin
- 2. Februar: Karin Dedler, deutsche Skirennläuferin
- 2. Februar: Eva Cassidy, US-amerikanische Sängerin († 1996)
- 3. Februar: Jörn Andersen, ehemaliger norwegischer Fußballspieler
- 6. Februar: Michael Link, deutscher Politiker und MdB
- 8. Februar: Joshua Kadison, US-amerikanischer Musiker
- 9. Februar: Travis Tritt, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 9. Februar: Brian Greene, US-amerikanischer Physiker
- 10. Februar: Johann Wadephul, deutscher Politiker
- 10. Februar: Candan Erçetin, türkische Sängerin
- 11. Februar: Ralf Falkenmayer, deutscher Fußballspieler
- 12. Februar: Rüdiger Vollborn, deutscher Fußballspieler
- 12. Februar: Helmut Wechselberger, österreichischer Radrennfahrer
- 14. Februar: Enrico Colantoni, kanadischer Schauspieler
- 15. Februar: Guildo Horn, deutscher Sänger
- 16. Februar: Iris Kammerer, deutsche Schriftstellerin
- 16. Februar: Paddy Schmidt, Sänger,
- 17. Februar: Michael Jordan, US-amerikanischer Basketballspieler
- 18. Februar: Angelika Niebler, deutsche Europaabgeordnete
- 18. Februar: Anders Frisk, FIFA-Schiedsrichter
- 19. Februar: Seal, britischer Sänger
- 20. Februar: Alan McInally, schottischer Fußballspieler
- 20. Februar: Charles Barkley, US-amerikanischer Basketballspieler
- 21. Februar: Karl Lauterbach, deutscher Gesundheitsökonom und Politiker
- 23. Februar: Andrea Sawatzki, deutsche Schauspielerin
- 26. Februar: Christianne Carafano, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. Februar: Barbara Dare, Pornodarstellerin
- 27. Februar: Dirk Jung, deutscher (Foto-)Journalist
- 27. Februar: Pär Nuder, schwedischer Politiker estnischer Herkunft
- 1. März: Thomas Anders, deutscher Popsänger
- 1. März: Ron Francis, Eishockeyspieler (NHL)
- 6. März: Nicole Belstler-Böttcher, Tochter der Schauspielerin Grit Böttcher
- 8. März: Júlio César Silva, brasilianischer Fußballspieler
- 8. März: Sasha Waltz, deutsche Choreografin und Tänzerin
- 9. März: Artur Auernhammer, deutscher Politiker
- 12. März: Joaquim Cruz, brasilianischer Leichtathlet
- 12. März: Beate Baumann, Büroleiterin der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel
- 12. März: Kazik Staszewski, polnischer Rock- und Punkmusiker
- 17. März: Quentin Tarantino, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 20. März: David Thewlis, britischer Schauspieler
- 20. März: Andrei Sokolov, französischer Schachmeister russischer Herkunft
- 21. März: Ronald Koeman, niederländischer Fußballspieler
- 23. März: José Miguel González, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 23. März: Ana Fidelia Quirot, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 23. März: Robby Naish, Windsurfer
- 24. März: Werner Karle, deutscher Schauspieler († 2002)
- 24. März: Diann Roffe-Steinrotter, US-amerikanische Skirennläuferin
- 24. März: Dave Douglas, US-amerikanischer Jazz-Trompeter und Komponist
- 27. März: Xuxa, brasilianische Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin
- 27. März: Jörg Michael, einer der bekanntesten deutschen (Heavy Metal-) Schlagzeuger
- 28. März: Joe Crawford, deutscher Sänger und Bassist der Gruppe PUR
- 28. März: Nino Ananiaschwili, georgische Primaballerina
- 29. März: Dirk Niebel, deutscher Politiker
- 1. April: Gabriele Inaara Begum Aga Khan, Gemahlin von Prinz Aga Khan
- 2. April: Barbara Stöckl, österreichische Moderatorin
- 2. April: Martin Schermaier, österreichischer Jurist und Rechtshistoriker
- 3. April: Duanne Moeser, ehem. deutscher und kanadischer Eishockeyspieler
- 4. April: Béla Anda, deutscher Journalist und Regierungssprecher und Chef des Bundespresseamtes
- 6. April: Pauline Lafont, französische Filmschauspielerin († 1988)
- 6. April: Derrick May, Mitbegründer des Detroit Techno
- 8. April: Julian Lennon, englischer Musiker und Komponist
- 10. April: Doris Leuthard, Schweizer Politikerin
- 13. April: Garri Kimowitsch Kasparow, russischer Schachspieler
- 16. April: Jimmy Osmond, US-amerikanischer Musiker
- 17. April: Alfred Hochedlinger, Religionslehrer in der Pfarrei Mauthausen und Lehrbeauftragter für Musikerziehung
- 18. April: Steffen Kampeter, deutscher Politiker und MdB
- 18. April: Conan O’Brien, US-amerikanischer Fernsehmoderator und Entertainer
- 19. April: Edgar Schmitt, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 20. April: Seyran Ates, türkisch-deutsche Rechtsanwältin, Autorin und Sozialpolitikerin
- 21. April: Roy Dupuis, kanadischer Schauspieler
- 22. April: Blanca Fernández Ochoa, ehemalige spanische Skirennläuferin
- 23. April: Pia Cramling, schwedische Schachspielerin
- 24. April: Lajos Détári, imgarischer Fußballspieler
- 24. April: Billy Gould, Musiker und Musik-Produzent
- 24. April: Herbert Scheibner, österreichischer Politiker
- 25. April: Andreas Rettig, deutscher Fußball-Funktionär
- 26. April: Cornelia Ullrich, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 26. April: Jet Li, Schauspieler
- 7. Mai: Christian Ahrendt, deutscher Politiker und Rechtsanwalt
- 7. Mai: Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
- 10. Mai: Lisa Nowak, US-amerikanische Astronautin
- 11. Mai: Natasha Richardson, britische Filmschauspielerin
- 11. Mai: Michael Hartmann, deutscher Politiker
- 11. Mai: Ingbert Liebing, deutscher Politiker
- 14. Mai: Pia Beckmann, deutsche Politikerin, Oberbürgermeisterin von Würzburg
- 15. Mai: Markus Pieper, deutscher Europaabgeordneter
- 15. Mai: Grant Heslov, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor
- 16. Mai: Mercedes Echerer, österreichische Schauspielerin und Politikerin
- 19. Mai: Blaze Bayley, britischer Musiker
- 19. Mai: Gesine Multhaupt, deutsche Politikerin
- 19. Mai: Yazz, britische Popmusikerin
- 20. Mai: Paolo Nori, italienischer Schriftsteller
- 23. Mai: Torsten Voss, deutscher Leichtathlet
- 23. Mai: Gabi Burgstaller, österreichische Politikerin
- 24. Mai: Ivan Capelli, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 24. Mai: Joe Dumars, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. Mai: Michael Chabon, US-amerikanischer Schriftsteller
- 25. Mai: Manfred Baldus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 25. Mai: Mike Myers, kanadischer Schauspieler
- 26. Mai: Hinrich Romeike, deutscher Vielseitigkeitreiter
- 27. Mai: Gonzalo Rubalcaba, kubanischer Komponist und Jazzpianist
- 27. Mai: Maria Walliser, Schweizer Skirennläuferin
- 29. Mai: Stephan Weidner, deutscher Bassist, Texter und Kopf der Band Böhse Onkelz
- 31. Mai: Wendy Smith, Backgroundsängerin der britischen Band Prefab Sprout
- 31. Mai: Viktor Orbán, ungarischer Politiker
- 1. Juni: Mike Joyce, Schlagzeuger der Smiths
- 2. Juni: Maria Flachsbarth, deutsche Politikerin
- 3. Juni: Anica Dobra, deutsch-serbische Schauspielerin
- 6. Juni: Jason Isaacs, britischer Schauspieler
- 6. Juni: Wolfgang Drechsler, deutscher Politologe
- 8. Juni: Anja Hajduk, deutsche Psychologin und Politikerin
- 9. Juni: Wolfgang Maria Bauer, deutscher Schauspieler
- 9. Juni: Johnny Depp, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Juni: Andreas Tünnermann, deutscher Physiker
- 10. Juni: Gabriele Brandstetter, deutscher Physiker
- 10. Juni: Marc Girardelli, Skirennläufer
- 10. Juni: Elisabeth Shue, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Juni: Johan Nijs, belgischer Komponist und Dirigent
- 13. Juni: Mo Asumang, deutsche Fernsehmoderatorin
- 13. Juni: Bettina Bunge, deutsche Tennisspielerin
- 13. Juni: Josef Heiß, ehemaliger deutscher Eishockeytormann
- 13. Juni: Markus Zohner, Schweizer Schauspeieler, Regisseur und Theaterpädagoge
- 14. Juni: Roswitha Steiner, österreichische Skirennläuferin,
- 15. Juni: Helen Hunt, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Juni: Jeff Mills, Techno-DJ und Musikproduzent
- 19. Juni: Simon Wright, Schlagzeuger der australischen Hardrock-Band AC/DC
- 20. Juni: Kirk Baptiste, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 21. Juni: Gosho Aoyama, japanischer Mangaka
- 25. Juni: George Michael, britischer Sänger und Komponist
- 25. Juni: Yann Martel, kanadischer Schriftsteller
- 26. Juni: Michail Borissowitsch Chodorkowski, Unternehmer
- 29. Juni: Iris Hoffmann, deutsche Politikerin
- 29. Juni: Anne-Sophie Mutter, deutsche Violinistin
- 29. Juni: Reeto von Gunten, Schweizer Autor und Radiomoderator
- 30. Juni: Yngwie Malmsteen, Gitarrist
- 30. Juni: Sebastian Krüger, Karikaturist und Maler
- 30. Juni: Olga Bryzgina, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2. Juli: Axel Brauns, deutscher Schriftsteller
- 4. Juli: Ute Lemper, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 6. Juli: Helmut Jawurek, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juli: Hartmut Pilch, deutscher Sinologe und Software-Entwickler
- 8. Juli: Michael Schulz, deutscher Musiker und Komponist
- 8. Juli: Joan Osborne, US-amerikanische Sängerin und Liedermacherin
- 9. Juli: Ulf Hohmann, deutscher Verhaltensforscher
- 9. Juli: John Mark Ainsley, englischer Tenor
- 12. Juli: Enak Ferlemann, deutscher Politiker
- 12. Juli: Jens Wawrczeck, Schauspieler und Regisseur
- 13. Juli: Spud Webb, US-amerikanischer Basketballer
- 14. Juli: Heinz Weis, deutscher Leichtathlet
- 14. Juli: Aja, Pornodarstellerin
- 15. Juli: Monika Forstinger, österreichische Politikerin
- 16. Juli: Nina Petri, deutsche Schauspielerin
- 16. Juli: Armin Schwarz, deutscher Rallyefahrer
- 17. Juli: Letsie III., König von Lesotho
- 17. Juli: Matti Nykänen, Skispringer (Olympiasieger)
- 18. Juli: Martín Torrijos, panamaischer Politiker
- 20. Juli: Paula Ivan, rumänische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 21. Juli: Manu Chao, franko-spanischer Sänger und Musiker
- 22. Juli: Emilio Butragueño, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 22. Juli: Hokutoumi Nobuyoshi, japanischer Sumo-ringer
- 24. Juli: Karl Malone, US-amerikanischer Basketballspieler
- 28. Juli: Elmar Mäder, Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde
- 30. Juli: Pol Cruchten, luxemburger Filmregisseur
- 30. Juli: Lisa Kudrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 30. Juli: Chris Mullin, US-amerikanischer Basketballspieler
- 30. Juli: Neal McCoy, US-amerikanischer Country-Sänger
- 31. Juli: Norman Cook, britischer Musiker
- 31. Juli: Chad Brock, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1. August: Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 3. August: James Hetfield, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist (Metallica)
- 5. August: Doris Schröder-Köpf, deutsche Journalistin und Buchautorin
- 6. August: Kevin Mitnick, Cracker bzw. Black-Hat-Hacker
- 6. August: Simone Solga, deutsche Kabarettistin, Schauspielerin und Sängerin
- 7. August: Bahne Rabe, deutscher Ruderer († 2001)
- 8. August: Jordan K. Hubbard, Informatiker
- 9. August: Petra Pau, deutsche Politikerin, MdB
- 9. August: Boris von Brauchitsch, deutscher Fotograf, Kurator und Schriftsteller
- 9. August: Whitney Houston, US-amerikanische Sängerin (Popmusik)
- 12. August: Susanne Wenzel, deutsche Tischtennisspielerin
- 12. August: Futahaguro Koji, japanischer Sumo-ringer und 60. Yokozuna
- 15. August: Alejandro González Iñárritu, mexikanischer Filmregisseur
- 16. August: Andreas Dresen, deutscher Filmregisseur
- 16. August: Steve Carell, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian
- 17. August: Christian Ehler, deutscher Europaabgeordneter
- 18. August: Heino Ferch, deutscher Schauspieler
- 19. August: John Stamos, Schauspieler
- 21. August: Muhammad VI., König von Marokko
- 22. August: Tori Amos, US-amerikanische Sängerin und Musikerin
- 23. August: Park Chan-wook, Südkoreanischer Filmregisseur
- 24. August: Hideo Kojima, japanischer Spieleentwickler
- 25. August: Carmen von Samson-Himmelstjerna, deutsche Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin
- 26. August: Ludger Beerbaum, deutscher Springreiter
- 29. August: Klaus Schüle, deutscher Politiker
- 29. August: Karl Markovics, österreichischer Schauspieler
- 30. August: Paul Oakenfold, Produzent, DJ
- 1. September: Stephan Karkowsky, Hörfunkmoderator
- 4. September: John Vanbiesbrouck, Eishockeyspieler
- 6. September: Mark Chesnutt, US-amerikanischer Country-Sänger
- 7. September: Eazy-E, Musiker († 1995)
- 8. September: Herbert Waas, deutscher Fußballspieler
- 9. September: Markus Wasmeier, deutscher Skirennläufer
- 13. September: Luis Juez, argentinischer Politiker
- 14. September: Paoletta Magoni, italienische Skirennläuferin
- 15. September: Johannes Kahrs, deutscher Politiker
- 19. September: Jarvis Cocker, britischer Popstar
- 19. September: David Seaman, englischer Fußballspieler
- 20. September: Alex Jordan, US-amerikanische Pornodarstellerin († 1995)
- 25. September: Caren Marks, deutsche Politikerin
- 25. September: Tate Donovan, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. September: Les Claypool, US-amerikanischer Musiker
- 27. September: Stefan Lanka, Scharlatan
- 28. September: Axel Becker, deutscher Sänger volkstümlicher Musik
- 28. September: Greg Weisman, US-amerikanischer Serien-Autor
- 2. Oktober: Andreas Kraß, deutscher Philologe
- 3. Oktober: Karen Böhne, deutsche Schauspielerin
- 6. Oktober: Vasile Tarlev, moldawischer Politiker und Regierungschef von Moldawien
- 9. Oktober: Jose Roberto Torero, brasilianischer Journalist und Autor
- 9. Oktober: Brigitte Gadient, Schweizer Skirennläuferin
- 10. Oktober: Anita Mui, chin. Musikerin und Schauspielerin († 2003)
- 10. Oktober: Vegard Ulvang, Skilangläufer
- 10. Oktober: Daniel Pearl, US-amerikanischer Journalist für The Wall Street Journal († 2002)
- 12. Oktober: Raimond Aumann, deutscher Fußballspieler
- 13. Oktober: Anne Bennent, Schauspielerin
- 16. Oktober: Pamela Bach, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. Oktober: Christian Hochstätter, ehemaliger Fußballspieler
- 20. Oktober: Jann Sjursen, dänischer christdemokratischer Politiker
- 20. Oktober: Julie Payette, kanadische Astronautin
- 22. Oktober: Brian Boitano, kalifornischer Eiskunstläufer
- 26. Oktober: Theresia Kiesl, österreichische Leichtathletin
- 26. Oktober: Natalie Merchant, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 27. Oktober: Lou, deutsche Musikerin
- 27. Oktober: Farin Urlaub, deutscher Rock-Sänger und Gitarrist der Punk-Rockband „Die Ärzte“
- 28. Oktober: Eros Ramazzotti, italienischer Popsänger
- 30. Oktober: Michael Maertens, deutscher Schauspieler
- 31. Oktober: Johnny Marr, britischer Musiker
- 31. Oktober: Roland Düringer, österreichischer Schauspieler und Kabarettist
- 1. November: Katja Riemann, deutsche Schauspielerin
- 2. November:

Arbitrageunternehmer

Der Arbitrage-Unternehmer (Arbitrageur) ist ein Unternehmer, der Bewertungsunterschiede zwischen (regional oder zeitlich) auseinanderfallenden Märkten entdeckt. Er eliminiert diese durch Arbitrage-Handel (bei zeitlich auseinanderfallenden Märkten auch Spekulation). Das Konzept des Arbitrage betreibenden Arbitrage-Unternehmers geht auf Joseph Schumpeter zurück, der ihm den innovativen schöpferischen Unternehmer gegenüber stellt. Der Arbitrageur nutzt Marktintransparenzen und unvollständige Informationen aus und fördert damit bei unvollkommenen Märkten ungewollt den Wettbewerb, indem er die anfängliche Unwissenheit der Marktteilnehmer überwindet. Siehe auch: Handel Kategorie:Wirtschaft

Monopol

Ein Monopol (griechisch monos = „allein“ und polein = „verkaufen“) nennt man eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert. Dies führt häufig dazu, dass dieser (der Monopolist) bei seiner Preisgestaltung nur auf die Nachfrage bzw. das Angebot Rücksicht nehmen muss, nicht auf den Wettbewerb. Unter der Annahme des Ziels einer Gewinnmaximierung muss ein Monopolist berücksichtigen, dass höhere Preise zu einem Rückgang der Nachfrage am Markt führen (je höher der Preis ist, desto weniger Kunden sind bereit, den Preis zu zahlen). Dies wurde erstmals 1838 von Augustin Cournot exakt analysiert und führt zur Definition des Cournotschen Punktes. Bei Konkurrenz mehrerer Anbieter ergäbe sich ein sich eher an den Produktionskosten orientierender niedrigerer Preis und eine höhere angebotene Menge. Insbesondere bei rechtlichen Monopolen (s. u.) greift daher häufig der Staat in die Preisgestaltung des Monopolisten ein.

Ausprägungen

Je nachdem, ob nun der Anbieter oder der Nachfrager das Monopol hält, wird zwischen Angebots- und Nachfragemonopol unterschieden. Ein Nachfragemonopol wird auch Monopson genannt. Stehen einem Monopolisten nur wenige statt vieler Nachfrager/Anbieter gegenüber, handelt es sich um ein beschränktes Monopol. Treten auf beiden Seiten nur ein Anbieter und ein Nachfrager auf, spricht man von einem bilateralen Monopol. Dies ist zu unterscheiden von einer Situation mit zwei Anbietern, dem so genannten Duopol. Gibt es auf einem Markt zwar mehr als einen Anbieter oder Nachfrager, aber dennoch nur sehr wenige, so spricht man von einem Oligopol. Umgangssprachlich wird der Begriff Monopol häufig auch für Marktsituationen angewandt, bei denen es zwar mehrere Anbieter gibt, davon aber einer aufgrund von Marktmacht oder deutlichen Wettbewerbsvorteilen eine so marktbeherrschende Stellung einnimmt, dass er in der Preisbildung weitgehend unabhängig vom Wettbewerb ist. Fachsprachlich ist dies jedoch falsch; vielmehr ist hier der Begriff „unvollständige Konkurrenz“ üblich. Nach der Art des Monopolisten kann man unterscheiden in: Angebotsmonopole:
- Briefmonopol der Deutschen Post AG. Dieses Monopol wird demnächst abgeschafft.
- Deutsche Telekom, nach wie vor marktbeherrschende Stellung, vor allem in den Ortsnetzen und im Analogbereich abseits der Ballungsräume Nachfragemonopole: (meistens beschränkte Nachfragemonopole)
- häufig bei militärischen Produkten,
- Produkte für Inhaber von Angebotsmonopolen, z. B. Hochgeschwindigkeitszüge wie den ICE,
- Produkte und Dienstleistungen für Bundesbehörden. Ein jederzeit angreifbares Monopol bezeichnet man als morphologisches Monopol. Es ist häufig für kurze Zeit wünschenswert, um für technischen Fortschritt zu sorgen.

Ursachen für Monopole

Nach der Ursache für Monopole unterscheidet man: # Natürliches Monopol: Das Monopol existiert ohne regulierenden Einfluss, z. B. weil ein Anbieter alleine Zugriff auf bestimmte Rohstoffe hat oder alleinig über bedeutende Technologien verfügt (z. B. Patente). Häufig ergibt sich das natürliche Monopol auch aus Markteintrittsbarrieren, insbesondere wenn eine aufwändige flächendeckende Infrastruktur erforderlich ist, wie bei Eisenbahnnetzen oder der Versorgung mit Strom, Wasser oder Gas. # Rechtliches Monopol: Das Monopol existiert aufgrund einer gesetzlichen Bestimmung. Diese Form findet man heutzutage fast nur bei (auch ehemaligen) Staatsbetrieben (z. B. Briefmonopol); die wenigen Ausnahmen wie das Zündwarenmonopol oder das Salzregal sind in modernen Wirtschaftsordnungen weitgehend abgeschafft. # Vertragliches Monopol (auch Kollektivmonopol): Das Monopol existiert, da sich alle Anbieter oder Nachfrager auf gemeinsame Leistungen und Preise festlegen (etwa durch ein Kartell) und so der Wettbewerb ausgeschaltet wird. In den meisten Ländern sind solche Absprachen in der Regel illegal (in Deutschland: Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen).

Digitale Monopole

In der Hardware- und noch stärker in der Softwareindustrie begünstigen die Möglichkeiten verlustfreier digitaler Reproduktion sowie die Notwendigkeit von allgemeinen technischen Standards die Bildung "digitaler Monopole". Da es kaum fest geschriebene, offene Industriestandards gibt, deren Einhaltung vom Staat gefordert wird, bilden sich geschlossene Quasi-Standards einzelner Hersteller heraus. Die Bildung marktbeherrschender Standards und damit die Verdrängung des Konkurrenten erfolgen somit systembedingt viel schneller und absoluter als auf anderen Gebieten. Beispiele dafür sind Windows (Betriebssystem), Microsoft Office (Office-Suite), Internet Explorer (Browser) und Adobe Photoshop (professionelle Bildbearbeitung). Ein digitales Monopol in einem Bereich kann vom Monopolisten dazu ausgenutzt werden, seine Marktmacht auf Nachbarbereiche auszubreiten. Oft geschieht dies über die Kopplung des Monopolprodukts mit anderen Produkten desselben Unternehmens oder über Ausschließlichkeitsbindungen. Ein Beispiel ist das Betriebssystem-Monopol von Microsoft, welches die Grundlage für die Ausdehnung des Monopols auf die Bereiche Office-Suites und Browser bildete.

Dumping

Da eine Monopolstellung höchstmöglichen Gewinn verspricht, wird ein Monopolist darauf abzielen, den Markt auch weiterhin vor möglichen Konkurrenten abzuschirmen. Um dies zu erreichen, wird immer wieder auch zu unlauteren oder marktverzerrenden Mitteln gegriffen. Beispiel einer solchen Praxis ist das Dumping: Produkte werden eine gewisse Zeit lang zu nicht kostendeckenden Preisen angeboten, bis der Konkurrent aus dem Markt verdrängt wurde, um anschließend die Preise wieder zu erhöhen. Diese Situation kann auch durch ein Kartell entstehen, oder durch ein Oligopol. Falls Monopole nicht aus natürlichen Gründen aufgebrochen werden, greift gelegentlich der Staat aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ein. Meistens liegt in diesen Fällen ein Verstoß gegen das UWG / GWB vor. Beispielsweise wurde das Unternehmen Microsoft, ein Quasimonopol, wegen Missbrauchs seiner Marktmacht verurteilt. Die Auflagen, denen es in der Folge unterworfen wurde, werden allerdings von vielen für zu schwach gehalten und haben das Monopol bisher nicht gebrochen. Häufig reicht aber bereits die Bestreitbarkeit des Monopols aus: Hierzu muss glaubwürdig angedroht werden, dass die Monopolstellung verloren gehen kann, wenn bestimmte Vorgaben nicht eingehalten werden. Die Glaubwürdigkeit steigt insbesondere, wenn die Marktaustrittskosten gering sind.

Wohlfahrtstheoretische Bewertung

Wohlfahrtstheoretisch werden Monopole im Allgemeinen als schädlich erachtet, da ein Monopol in den meisten Fällen wohlfahrtsmindernde Wirkungen hat. Mangels Konkurrenzdruck sind Monopolisten oft ineffizient und wenig innovationsfreudig (dynamische Ineffizienz) sind. Die Konsumenten können z.B. nicht auf ein preisgünstigeres Produkt wechseln, weil es keines gibt. Auf der anderen Seite können überhöhte Preise, die aufgrund eines Monopols entstehen, auch dazu führen, dass der mögliche hohe Gewinn die hohen Markteintrittskosten für Konkurrenten akzeptabel erscheinen lässt oder sie dazu motiviert nach Alternativen zu suchen, um das Monopol zu brechen. Dadurch können Forschung und Investitionen stimuliert werden. Der Monopolist muss sich aber auch zur Substitutionskonkurrenz Gedanken machen. Dahinter versteckt sich die Annahme, dass Käufer auf gleichwertige Produkte umsteigen, wenn die Preise für das monopolistische Gut zu hoch sind. Ein Beispiel dafür wäre Erdgas aus der ehemaligen Sowjetunion statt Erdöl aus arabischen Ländern. Des weiteren kann auch die Theorie der bestreitbaren Märkte einen Monopolisten disziplinieren. Definition: # Zulässige Industriekonfiguration: Markträumung (Summe aller angebotenen Güter entspricht der Nachfrage) & positive Gewinne für bereits im Markt agierende Firmen. # Stabile Konfiguration: Ein potentieller Markteintreter kann bei gegebenem Preis der agierenden Firmen keinen positiven Gewinn erzielen. # Bestreitbarer Markt: Zulässige Konfiguration ist stabil. Bsp.: Der Monopolist setzt den Monopolpreis. Ist zulässig, aber nicht stabil, da ein potentieller Markteintreter den Preis minimal unterbieten und so positive Gewinne erzielen könnte. bestreitbaren Märkte Wenn auch nur wenige Firmen im Markt agieren, kann die Markteintrittsdrohung anderer Unternehmen disziplinierend wirken. Folglich wird der Monopolist nicht mehr seinen Gewinn maximieren, sondern seinen Markt absichern und Preis = Durchschnittskosten setzen bei einem natürlichen Monopol (statt Grenzerlös = Grenzertrag). Damit lohnt sich ein Markteintritt nicht mehr. Getroffene Annahmen: homogene Güter & identische Kostenfunktion. Auch aus einer Betrachtung von Konsumenten- und Produzentenrente ergibt sich, dass ein Monopol wohlfahrtstheoretisch suboptimal ist. Während das Gleichgewicht im Polypol bei p_Pol/X_Pol liegt, muss im Monopolfall ein höherer Preis (p_Mon) bezahlt werden, was zu einer geringeren Konsummenge (X_Mon) führt. Die Konsumentenrente (KR) geht aufgrund der Preissteigerung und des Mengenrückgangs deutlich zurück. Auf die Produzentenrente wirken zwei entgegengesetzte Effekte: Einerseits geht sie zurück, da der Monopolist im Vergleich zu den Polypolisten nur eine kleinere Menge absetzen kann. Andererseits profitiert er von der Möglichkeit, Monopolpreise erheben zu können. Insgesamt ist jedoch ein Nettowohlfahrtsverlust zu erkennen (gekennzeichnet durch die rote Fläche ZL). Optimal hingegen wäre es, wenn der Preis den Grenzkosten entsprechen würde.

Preistheoretische Überlegungen

In einem "vollkommenen" Monopol sieht sich der Monopolist einem eindeutigen Zusammenhang von Preisen und Absatzmengen gegenüber, der Preis-Absatz-Funktion (PAF). Er kann also frei entweder den Preis oder die Absatzmenge so wählen, dass er damit seinen Gewinn maximiert. In der Wirtschaftstheorie ist dieser Sachverhalt als Cournotscher Punkt bekannt. Mit ihm kann man die gewinnmaximale Absatzmenge und den gewinnmaximalen Preis berechnen.

Siehe auch


- Cournotscher Punkt
- Oligopol
- Polypol
- Mikroökonomik
- Gemeinschaftliches Monopol
- Verkettete Monopole
- Informationsmonopol, Gewaltmonopol
- Kartell
- Formelsammlung Wirtschaft Kategorie:Mikroökonomie Kategorie:Wettbewerb ja:独占

Produktivität

Definition

1. Umgangssprachlich ist die Produktivität die Summe von produktiven Maßnahmen und Verhaltensweisen, eng verwandt mit der Konstruktivität und das Gegenteil von Destruktivität. 2. In der Volkswirtschaftslehre wird unter Produktivität das (Mengen-)Verhältnis zwischen dem, was produziert wird (Output), und den dafür beim Produktionsprozess eingesetzten Mitteln (Produktionsfaktoren) verstanden:
\mbox=\frac =\frac
Dabei ist der Output eine Stromgröße, wird also als Menge pro Zeiteinheit angegeben. Der Input kann eine Stromgröße sein, beispielsweise Anzahl der Arbeitsstunden in einem Jahr oder Abschreibungen auf den Kapitalstock in einem Jahr. Er kann auch eine Bestandsgröße sein beispielsweise durchschnittliche Anzahl der Erwerbstätigen in einem Jahr oder durchschnittlicher Kapitalstock eines Jahres. Da die erzeugten Güter ganz unterschiedlicher Art sind und sich die Zusammensetzung der Produktion nach verschiedenen Gütern im Zeitablauf auch noch verändern kann, ist es notwendig, die verschiedenen Güter mit Preisen zu bewerten, um den Gesamtoutput als eindimensionale Größe angeben zu können. Hierzu werden die Güter zu Marktpreisen bewertet, sofern solche existieren. Güter, für die es keine Marktpreise gibt, werden zu Erstellungskosten bewertet. Des weiteren werden beim Output reine Preisveränderungen mit Hilfe von Preisbereinigungsverfahren herausgerechnet. Eine Methode ist etwa das Rechnen in konstanten Preisen eines Basisjahres. Das gleiche Bewertungsproblem ergibt sich auch bei dem Produktionsfaktor Kapital, da sich der Kapitalstock aus verschiedenen Gütern zusammensetzt. Beim Produktionsfaktor Arbeit wird dagegen auf die physischen Mengen wie Anzahl der Erwerbstätigen oder Anzahl der Arbeitsstunden zurückgegriffen.

Faktorproduktivität

Bei der Ermittlung der Faktorproduktivität wird die Menge der erzeugten Güter ins Verhältnis zur Einsatzmenge eines Faktors gesetzt.

Arbeitsproduktivität

Die bekannteste und meistbenutzte Faktorproduktivität ist die Arbeitsproduktivität. Dies liegt vorwiegend daran, dass die Menge an eingesetzter Arbeit leichter zu ermitteln ist als etwa die Abnutzung oder der Bestand des eingesetzten Kapitals, also von Maschinen, Gebäuden und (bei gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsbetrachtungen) Infrastruktureinrichtungen.

Kapitalproduktivität

Das Statistische Bundesamt weist eine Kapitalproduktivität aus, indem es das Bruttoinlandsprodukt in konstanten Preisen (zuletzt des Jahres 1995) ins Verhältnis setzt zum Kapitalstock. Letzterer ist das Bruttoanlagevermögen ebenfalls berechnet in konstanten Preisen. Die Addition von verschiedenen Kapitalarten zu einem Gesamtkapitalstock beruht auf zweifelhaften Annahmen, die im Zuge der Kapitalkontroverse kritisiert wurden.

Empirische Befunde

Kapitalkontroverse Laut OECD, Employment Outlook No. 77, Juni 2005 ergibt sich folgendes: In den OECD-Ländern, also in etwa den Industrieländern, ist die potentielle Produktion (Produktion bei normaler Auslastung des Kapitalstocks) jahresdurchschnittlich von 1983 bis 1992 um 2,9 % gestiegen. Dies verlangsamte sich etwas auf jahresdurchschnittlich 2,6 % 1993 bis 2002. Die Beschäftigung wuchs in diesen angegebenen Zeiträumen jahresdurchschnittlich 2,4 % und 1,1 %. Der Beschäftigungszuwachs hat sich also in der OECD verlangsamt. Für die Arbeitsproduktivität ergibt sich daraus ungefähr ein Wachstum von 0,5 % im ersten und 1,5 % im zweiten Zeitabschnitt. Das Arbeitsproduktivitätswachstum hat sich demnach beschleunigt. Der Kapitalstock wuchs um 3,7 % bzw. um 3,1 % jahresdurchschnittlich, also rascher als die Produktion. Die Kapitalproduktivität hat sich demnach vermindert, jahresdurchschnittlich um 0,8 % 1983 bis 1992 und um 0,5 % 1993 bis 2002. In aller Regel nimmt die Arbeitsproduktivität mittel- und langfristig zu, während die Kapitalproduktivität eher sinkt wie hier in den OECD-Ländern. Eine bemerkenswerte Ausnahme sind die USA, für welche die OECD ein Wachstum der Kapitalproduktivität 1983 bis 1992 von jahresdurchschnittlich 0,1 % und von 1993 bis 2002 von ebenfalls 0,1 % angibt. Eine langfristig sinkende Kapitalproduktivität ist problematisch, da dies bedeutet, dass langfristig die gesamtwirtschaftliche Kapitalrentabilität (Kapitaleinkommen im Verhältnis zum Kapitalstock) nur gehalten werden kann, wenn der Anteil der Arbeitseinkommen am BIP verkleinert wird, wobei dies natürlich spätestens dann ein Ende hätte, wenn diese Lohnquote den Wert null erreicht hätte.

Grenzproduktivität

Volks- und betriebswirtschaftlich interessant ist neben der bisher betrachteten Durchschnittsproduktivität der Faktoren auch ihre Grenzproduktivität. Diese gibt an, um wie viel sich der Output erhöht, wenn der Faktoreinsatz um eine Einheit steigt. Die Grenzproduktivität des Faktors Arbeit kann z.B. daran gemessen werden, um welchen Betrag der Output wächst, wenn eine zusätzliche Arbeitsstunde geleistet wird. Grenzproduktivitäten sind von besonderem Interesse, weil sie auf vollkommenen Faktormärkten den Marktpreis für den Faktor bestimmen. Mathematisch kann die Grenzproduktivität eines Faktors als partielle Ableitung der Produktionsfunktion nach diesem Faktor ermittelt werden.

Totale Faktorproduktivität

Empirisch lässt sich beobachten, dass das Wachstum des Outputs Y sich nicht nur aus dem Wachstum der Inputs Arbeit A und Kapital K erklären lässt, sondern dass sozusagen ein unerklärlicher Rest übrig bleibt. Dieser Teil der Wachstumsrate von Y, der nicht durch Veränderungen in den Einsatzmengen von A oder K erklärt werden kann, wird als totale Faktorproduktivität bezeichnet. Sie kann als Maß für den technischen Fortschritt gedeutet werden, der unabhängig vom Einsatz der Produktionsfaktoren für ein Wachstum des Outputs Y sorgt.

Links

[http://www.ipm-netzwerk.de/proman.html Haus der Produktivität] ipm-netzwerk (Institut für Produktivitätsmanagement) [http://www.ipm-netzwerk.de/pdf/IE_Dikow.pdf Vortrag] Marktorientiertes Konzept zum Produktivitätsmanagement in produzierenden Unternehmen Kategorie:Produktionswirtschaft Kategorie:Wirtschaft Kategorie:Volkswirtschaftslehre Kategorie:Makroökonomie

Produktinnovation

Die Produktinnovation ist das Entwickeln eines neuen Produktes, um einerseits dem technischen Fortschritt gerecht zu werden, aber auch um auf jeden Fall die Bedarfsverschiebung auf Seite der Nachfrager zu kompensieren. Die Notwendigkeit zur Produktinnovation liegt in der Veränderung von Nachfragerpräferenzen und im Erscheinen technologischer Trends. Die Produktinnovation kann nach verschiedenen Kriterien unterschieden und klassifiziert werden. Unter Marktinnovation versteht man, dass ein entsprechendes Angebot erstmals am Markt verfügbar ist. Dafür wurde auch der Begriff "absolute Innovation" geprägt. Unternehmensinnovation bezeichnet ein Angebot, das nur für das betreffende Unternehmen selbst neuartig ist, nicht jedoch für den Markt an sich. Man spricht in diesem Fall auch von "relativer Innovation". Bei der Produktinnovation handelt es sich um ein vermarktungsfähiges Produkt/Angebot, welches am Markt absolut oder relativ neu ist, während unter Verfahrensinnovation eine neue Methode zur Erstellung eines marktfähigen Angebotes verstanden wird, die selbst nicht marktfähig ist. Nach der Innovationsneigung kann in Pionierverhalten (mit der Chance auf eine Abschöpfungspreisstrategie aber dem größten Risiko der Sunk Costs wegen der größten Ungewissheit über die weitere Marktentwicklung/Markterfolg eines Angebotes), das Verhalten des Frühen Folgers (mit der Chance eines geringeren Risikos weil Fehler des Pioniers vermieden werden können und dem Nachteil der Überwindung von Marktbarrieren sowie Strategieausrichtung am Innovator), jenes des Modifikators (mit der Chance auf Besetzung einer Marktnische aber den Risiken geringer Spielräume und hoher Markteintrittsbarrieren), sowie jenes des Nachzügler (gekennzeichnet durch die geringsten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und kleinste Marktrisiken sowie der Gefahr der Preiskämpfe) unterscheiden. Siehe auch: Produktpolitik Kategorie:Marketing

Weblinks


- [http://www.ipi.ethz.ch Portal zur Produktinnovation]

Innovationskultur

Die Innovationskultur zeichnet sich dadurch aus, dass anstelle des Kapitals der Mensch wieder in den Mittelpunkt rückt. Um kreatives Potenzial zu fördern, ist es sinnvoll, den Mitarbeitern nicht ein starres Konzept von Zeit und Raum anzulegen. In sozialen Organisationen galt bisher: Die Leistung einer Organisation steigt mit Anzahl sowie dem Ausbildungsstand des Personal und potenziert sich mit der Güte der Ausstattung, die zur Verfügung steht. Heute weiß man, dass diese Annahmen nur bedingt ihre Richtigkeit haben. Es muss darüber nachgedacht werden, welche Leistung soll erbracht werden und welche Räume und welches Personal ist dafür nötig. Innovationsmanager sind motiviert die Qualität in einer Organisation den Marktverhältnissen anpassen. Selbstzufriedenes Personal könnte dieses Verhalten jedoch als stur und die dahinterstehenden Personen als Sonderlinge und Störer auffassen. Doch kreative Köpfe, welche in rascher Folge neue Ideen aufgreifen und durchsetzen, weisen einen Weg aus der Misere zwischen steigenden Qualitätsanforderungen und schwindenden Finanzmitteln. Weiterführende Links:
- [http://www.freeinnovationgroup.com/wiki/index.php/Spezial:de Non Profit Gruppe zum Meinungsaustausch über Innovationen] Kategorie: Soziologie

Innovationsökonomie

Die Innovationsökonomie ist eine Teildisziplin der Volkswirtschaftslehre, die versucht, das Phänomen der Innovation in der Wirtschaft zu fassen. Fragestellungen sind hierbei: In welchem Umfeld entsteht Innovation? Warum in einem anderen nicht? Wie breitet sie sich aus? Verschärft sie Entwicklungsunterschiede zwischen Ländern oder Regionen, oder gleicht sie sie aus? Ebnet oder verschärft sie Einkommensunterschiede?

Innovationshindernis

Als Innovationshindernis bezeichnet man gewohnheitsmäßige oder insgeheim anerkannte, aber nicht explizit festgelegte Konventionen innerhalb einer Gemeinschaft, die eine Verbesserung von Organisationsstrukturen oder Produkten verhindern. In Organisationen gibt es neben den offiziellen Vorgaben und Organisationsstrukturen immer noch ungeschriebene Regeln. Diese Regeln wirken quasi neben den formalen Anweisungen und der offiziellen Unternehmenskultur. In dem Maß, in dem eine Organisation durch Neugestaltung der Leistungsprozesse und durch Neuformulierung der Strategie innovativer werden will, muss es sich um diese ungeschriebenen Regeln kümmern, damit die innovativen Veränderungen umgesetzt werden können. Kurzfristige und abteilungsegoistische Orientierungen sowie kurzfristig individuelle arbeitsplatzsichernde oder karrierebestimmte Haltungen verhindern oft Innovationen. Auch sind Organisationen komplexe Gebilde mit gewachsenen Machtstrukturen, in denen sich die Menschen wohlfühlen die hier drin arbeiten, Veränderungen bedeuten eine gewisse Instabilität und lösen Ängste aus. Diese Faktoren können Seilschaften des Verhinderns bilden. Sollen Innovationen umgesetzt werden, so ist es erforderlich das Unternehmen zu verstehen, wie es wirklich funktioniert. Es ist durchaus möglich die ungeschriebenen Regeln zu berücksichtigen, die machtausübenden, motivierenden und handlungsauslösenden Kräfte positiv zu beeinflussen. Kategorie:Management

Innovationsmanagement

Innovationsmanagement [] ist die systematische Planung, Umsetzung und Kontrolle von Ideen in Organisationen. Im Unterschied zu Kreativität, die sich mit der Entwicklung von Ideen beschäftigt, ist Innovationsmanagement auf die Verwertung von Ideen ausgerichtet. Innovationsmanagement beschäftigt sich nicht ausschließlich mit der Umsetzung von neuen Ideen. Auch eine Kombination von bereits Bekanntem oder eine Idee, die einer Zielgruppe noch unbekannt ist, kann als Innovation gelten. Das Management von Innovationen ist Teil der Unternehmensstrategie und kann sich auf Produkte, Service,