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| Innozenz III. (Papst) |
Innozenz III. (Papst)Innozenz III. ( - 22. Februar 1161 auf Kastell Gavignano bei Segni; † 16. Juli 1216 in Perugia) gilt als der bedeutendste Papst des Mittelalters. Der Name Innozenz bedeutet: der Unschuldige (latein.).
Überblick
latein
Geboren wurde er als Lotario de Segni, als Spross einer bedeutenden römischen Adelsfamilie, der mehrere Päpste entstammen. Er studierte in Rom, Paris und Bologna und galt als einer der besten Kirchenrechtler seiner Zeit. 1187 wurde er zum Subdiakon und 1190 zum Kardinaldiakon von Santi Sergio e Bacco ernannt.
Zum Papst gewählt wurde er 1198 nach dem Tod von Coelestin III.
Nach dem Tod Kaiser Heinrichs VI. war Friedrich II. als dessen Sohn zum deutschen König gewählt, jedoch nicht im Reich anerkannt worden. Stattdessen kam es zur Doppelwahl Philipps von Schwaben und Ottos IV. von Braunschweig. Friedrich selbst erhielt unter der Vormundschaft von Innozenz III. 1197 die Krone von Sizilien.
Innozenz schlug aus den deutschen Streitigkeiten zwischen Welfen und Staufern Vorteil und sicherte sich Ländereien des Kirchenstaats und bestand darauf, dass der Papst bei der Kaiserwahl das letzte Wort habe (Dekret Venerabilem 1202).
Innozenz rief 1198 den 4. Kreuzzug aus, der allerdings scheiterte. (siehe Kreuzzüge). Durch die Plünderung von Zara 1202 und von Konstantinopel 1204 nahm der Kreuzzug zudem einen katastrophalen Verlauf und trug beträchtlich zum endgültigen Schisma zwischen katholischer und orthodoxer Kirche bei.
Innozenz galt als unerbittlicher Verfolger der Häresie. Er sorgte für die Vernichtung der Katharer und anderer Abweichler in allen päpstlich kontrollierten Staaten. Unter der Führung von Simon IV. von Montfort erfolgte der Albigenserkreuzzug 1209, wobei die Kirche auf Innozenz’ Geheiß die Organisation übernahm. Besondere Beachtung fanden die Massaker an den Katharern von Béziers und Minerve.
Die Häretiker sollten der päpstlichen Linie folgen oder exkommuniziert werden. Dies war auch das Vorspiel der 1233 eingerichteten Inquisition. Allerdings machte Innozenz sich um die Integration bestimmter häresieverdächtiger Gruppen verdient. (Waldenser, Humiliaten, ebenso der Franziskaner und Dominikaner).
Im Jahre 1199 erließ Innozenz III. ein Verbot der Lektüre der Bibel bei nicht kirchlichen Zusammenkünften, was direkt gegen Gruppen wie die Waldenser und Katharer gerichtet war. Schließlich wurde auf den Synoden von Toulouse und Tarragona Laien der Besitz von Bibelübersetzungen verboten.
Im November 1215 eröffnete er das 4. Laterankonzil, wo er zum erneuten Kreuzzug in das Heilige Land aufrief, sowie 70 teilweise bis heute in der katholischen Kirche geltende Edikte verabschieden ließ.
Leben und Werk
Lotàrio von Segni wurde um die Jahreswende 1160/61 auf dem Kastell Segni in Gavignano (etwa 60 km südöstlich von Rom) als Sohn des Transmond de comitibus Signiae (Bagliani weist deutlich auf die nichtadlige Abstammung Transmonds hin) und der römischen Aristokratin Claricia Scotti geboren. An die schulische Ausbildung im St.-Andreas-Kloster in Rom schlossen sich Studien an der Pariser Universität bei dem berühmten Theologen Pierre von Corbeil und ein Studium der Juristerei und Kanonistik in Bologna 1178–1187 an. Auf die persönliche Weihe durch Papst Gregor VIII. zum Subdiakon im November 1187 folgt 1189 der Aufstieg zum Kardinaldiakon in Rom.
Während dieser Zeit entstehen drei Schriften, »De quadripartita specie nuptiarum«, »De missarum mysticis« und »De misera conditionis humanae«, deren letzte in dieser Aufzählung, »Über den elenden Zustand des Menschen«, verfasst 1194-1195, bereits die theoretische Grundlagen des späteren Pontifikats (»was Recht ist, was gebührt, was nützt«) und von Segnis Selbsteinschätzung in sich trägt. In diesem Werk hatte er sich über die Unvollkommenheit des menschlichen Daseins ausgelassen (»Aus Erde geformt, in Schuld empfangen, zur Strafe geboren, tut der Mensch Böses, das nicht gestattet ist, Schändliches, das sich nicht geziemt, Eitles, das nicht nützt, und wird schließlich zur Nahrung des Feuers, zur Speise der Würmer, zu einem Haufen Fäulnis […]«) und zugleich die Kleriker den Laien vorangestellt. Insbesondere die Stellung des Papsttums als dem Menschen übergeordnet (»der Papst jedoch ist geringer als Gott, aber größer als der Mensch«), zeugt von mehr als Selbstbewusstsein. Sah er sich selbst doch auch als »Vicarius Christi«, als Statthalter Jesu auf Erden, nicht mehr nur als Stellvertreter Petri.
»Owê, der bâbest ist ze junc. Hilf, hêrre, dîner cristenheit.«
Walther von der Vogelweide mokierte sich hier 1201 über die Jugendlichkeit des neuen Papstes. Thomas Frenz zufolge war Innozenz mit einem Wahlalter von 37 Jahren aber sogar etwas älter als einige seiner Vorgänger im Amt. Allzu ernst sollte diese Klage Walthers nicht genommen werden, verweist Nolte doch auf »die Parteilichkeit des Sängers«, der sich seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Lobpreisungen und politisch angehauchten Protestliedern finanzieren musste.
Nach seiner Wahl zum Papst im zweiten Wahlgang (im ersten blieb ihm die nötige Zweidrittelmehrheit versagt) am 8. Januar 1198 und seiner Krönung am 22. Februar, widmete Lotario, nun Innozenz III., seine Zeit vor allen Dingen der juristischen Fixierung des Pontifikats und zum zweiten der endgültigen Etablierung des Papsttums als weltliche Macht. Dieses Ziel versuchte Innozenz vor allem durch die Ausweitung des territorialen Besitzes des Kirchenstaates zu erreichen. Unter seiner Regie weitete sich der kirchliche Besitz durch »Rekuperationen« in Mittelitalien auf die doppelte Größe aus. Zu den wichtigsten Gebieten, die er als Patrimonium Petri beanspruchte, zählten die Toskana, die Mark Ancona und das Herzogtum Spoleto. Im Inneren sicherte er die Herrschaft durch geschickte Familienpolitik bzw. Nepotismus ab. Innozenz’ Vorgehen profitierte dabei in besonderem Maße von dem sich im Deutschen Reich seit 1198 entwickelnden Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV.. Dieser Konflikt bestimmte weite Teile Innozenz’ Handelns bis zu seinem Tode.
Durch sein europaweites Engagement für die Stärkung der Kirche hatte es Innozenz bis 1212 zum Oberlehensherrn von Aragon, Portugal, Sizilien, Bulgarien und sogar England gebracht. Auf dem theologischen Gebiet befürwortete Innozenz die Kreuzzüge, verfolgte eine Politik der Förderung neu gegründeter Orden, wie die der Dominikaner und des Franz von Assisi und ging zugleich mit harter Hand gegen Ketzerbewegungen vor. Er starb am 16. Juli 1216 im Alter von 55 Jahren in der Nähe von Perugia und wurde in der dortigen Kathedrale beigesetzt. 1891 wurde sein Leichnam nach Rom überführt und von Papst Leo XIII. in San Giovanni in Laterano beigesetzt.
Siehe auch:
- Waldenser
Weblinks
-
- http://www.weltchronik.de/bio/cethegus/i/innozenziii.html
- http://www.uni-trier.de/uni/fb3/geschichte/cluse/pred4.htm
- [http://www.eckhart.de/index.htm?papste.htm#Inno3 Innozenz III.] Meister Eckhart und seine Zeit
Kategorie:Papst
Kategorie:Kirchenrechtler
Kategorie:Italiener
Kategorie:Geboren 1161
Kategorie:Gestorben 1216
ja:インノケンティウス3世 (ローマ教皇)
ko:교황 인노첸시오 3세
22. Februar
Der 22. Februar ist der 53. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 312 Tage (in Schaltjahren 313 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1142 - Das Kloster Roßleben (Thüringen) erhält Bestätigungsurkunde durch Papst Innozenz II. (siehe auch Klosterschule Roßleben)
- 1371 - Großbritannien. Robert Stuart wird König von Schottland.
- 1819 - USA. Spanien verkauft Florida an die USA.
- 1894 - Honduras. Policarpo Bonilla wird Staatspräsident.
- 1901 - Ausschluss des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi aus der russisch-orthodoxen Kirche wegen "blasphemischer Äußerungen". Es kommt zu Menschenaufläufen und Demonstrationen für Tolstoi in Moskau und St. Petersburg.
- 1943 - Die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst von der Widerstandsgruppe Weiße Rose werden von Roland Freisler zum Tode verurteilt und im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet.
- 1952 - Nicaragua wird Mitglied in der UNESCO.
- 1967 - Jamaika. Premierminister Alexander Bustamante tritt zurück.
- 1972 - Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 1993 - Tschechien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1995 - Burundi. Antoine Nduwayo wird neuer Staatspräsident.
- 1995 - Die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) wird rechtskräftig verboten.
- 1996 - Papst Johannes Paul II. gibt das Dekret Universi Dominici Gregis über die Papstwahl heraus.
- 1996 - Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac gibt die Abschaffung der Wehrpflicht bekannt.
- 1999 - Brüssel, Belgien. Über 10.000 Bauern demonstrieren gegen die geplante Agrarreform der EU.
- 2002 - Angola. UNITA-Führer Jonas Savimbi wird erschossen.
- 2003 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach Richter entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschüttert die Rheinregion und richtet geringen Schaden im Elsass an.
- 2005 - George W. Bush besucht Deutschland.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1607 - Uraufführung der Oper "L’Orfeo" (Orpheus) von Claudio Monteverdi im Palazzo ducale in Mantua.
- 1722 - Uraufführung der Oper "Griselda" von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London.
- 1734 - Uraufführung der Oper "The tragedy of Chrononhotonthologos" von Henry Carey in London.
- 1825 - Uraufführung der Oper "Der Holzdieb" von Heinrich Marschner an der Hofoper in Dresden.
- 1929 - Uraufführung der Operette "Rosen aus Florida" von Leo Fall in Wien.
- 1936 - Uraufführung der Oper "Judith" von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm.
- 1948 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Die Nachtschwalbe" von Boris Blacher in Leipzig.
- 1998 - Der brasilianische Regisseur Walter Salles gewinnt den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.
Religion
- 1940 - Tenzin Gyatso wird im Alter von 4½ Jahren als der XIV. Dalai Lama inthronisiert.
Katastrophen
- 1890 - Der Walnut-Grove-Staudamm in Arizona, USA, bricht. Durch die Flutwelle kommen zwischen 50 und 150 Menschen um.
- 1960 - Schlagwetterexplosion auf dem Karl-Marx-Schacht I in Zwickau - 123 Tote.
- 2005 - Erdbeben der Stärke 6,4 mit Epizentrum in Sarand (Iran) - 420 Tote.
- 2005 - Nach anhaltenden Schneefällen sind bei mehreren Lawinen im pakistanischen und indischen Teils Kaschmirs sowie Afghanistan mehr als 1000 Menschen getötet worden.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Troy Roberts in der Sporthalle Wandsbek, Hamburg, Deutschland, durch KO
Geboren
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Deutschland
- 1161 - Innozenz III., Papst 1198-1216
- 1403 - Karl VII. (Frankreich), König von Frankreich
- 1440 - Ladislaus Postumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und als Ladislaus V. König von Ungarn
- 1455 - Johannes Reuchlin, deutscher Philosoph und Humanist
- 1567 - Erich Hedemann, deutscher Jurist
- 1645 - Johann Christoph Bach d. Ä., Onkel von Johann Sebastian Bach
- 1723 - Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie
- 1732 - George Washington, erster US-amerikanischer Präsident
- 1749 - Johann Nikolaus Forkel, deutscher Musiker und Musikhistoriker
- 1760 - Sophie von Sachsen-Hildburghausen, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1761 - Erik Tulindberg, Komponist
- 1785 - Jean Peltier, französischer Physiker
- 1788 - Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
- 1793 - Friedrich Harkort, deutscher Unternehmer und Politiker
- 1796 - Adolphe Quetelet, belgischer Mathematiker, Statistiker und Astronom
- 1810 - Frédéric Chopin, polnischer Komponist und Pianist
- 1817 - Carl Wilhelm Borchardt, deutscher Mathematiker
- 1817 - Ottilie Wildermuth, deutsche Schriftstellerin
- 1817 - Niels Wilhelm Gade, dänischer Komponist und Dirigent
- 1821 - Ludmilla Assing, deutsch-italienische Schriftstellerin
- 1822 - Adolf Kussmaul, deutscher Arzt und medizinischer Forscher
- 1840 - August Bebel, Führer der Arbeiterbewegung, sozialdemokratischer Politiker
- 1843 - Alexander Schnütgen, deutscher Theologe, Priester, Kunstsammler
- 1857 - Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker
- 1857 - Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
- 1861 - Hans Schöttler, deutscher protestantischer Geistlicher
- 1861 - Marie von Miller, deutsche Malerin und die Ehefrau von Oskar von Miller
- 1864 - Jules Renard, französischer Schriftsteller
- 1865 - Otto Modersohn, deutscher Maler
- 1876 - Ita Wegman, Mitbegründerin der Anthroposophischen Medizin
- 1879 - Johannes Nicolaus Brønsted, dänischer Chemiker und Künstler
- 1882 - Eric Gill, britischer Bildhauer, Grafiker und Schriftentwerfer
- 1886 - Hugo Ball, Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung
- 1887 - Savielly Tartakower, Schachspieler
- 1889 - Olave Baden-Powell, Mitbegründerin der Pfadfinderinnenbewegung
- 1893 - Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer
- 1900 - Luis Buñuel, spanischer Filmregisseur
- 1900 - Sean O'Faolain, irischer Schriftsteller
- 1902 - Fritz Straßmann, deutscher Chemiker
- 1903 - Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker
- 1903 - Morley Callaghan, kanadischer Schriftsteller
- 1904 - Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005)
- 1907 - Heinrich Schneider, deutscher Politiker im Saarland
- 1909 - Daniel Biasone, US-amerikanischer Unternehmer
- 1919 - Jiři Pauer, tschechischer Komponist
- 1921 - Giulietta Masina, italienische Schauspielerin
- 1921 - Jean-Bédel Bokassa, Präsident und später Kaiser der Zentralafrikanischen Republik
- 1922 - André Asriel, österreichisch-deutscher Komponist
- 1923 - Billy Mo, Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 1926 - Kenneth Williams, britischer Komiker
- 1927 - Florencio Campomanes, philippinischer Schachspieler und -funktionär
- 1932 - Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1933 - Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger
- 1936 - Ernie K-Doe, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Karin Dor, deutsche Schauspielerin
- 1936 - Martin Mußgnug, deutscher NPD-Politiker
- 1938 - Bobby Hendricks, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Rafael Hipólito Mejía Domínguez, Präsident der Dominikanischen Republik
- 1941 - Jürgen Nöldner, deutscher Fußballspieler (DFV)
- 1943 - Bill Barclay, britischer Musiker
- 1943 - Horst Köhler, deutscher Bundespräsident
- 1943 - Louise Lopez, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Jonathan Demme, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1945 - William Oliver Swofford, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Dieter Scholz, deutscher Politiker
- 1949 - Amin Maalouf, libanesisch-französischer Schriftsteller
- 1949 - Joachim Witt, deutscher Musiker
- 1949 - Manfred Deix, österreichischer Karikaturist und Cartoonist
- 1949 - Niki Lauda, österreichischer Pilot, Unternehmer und dreimaliger Formel 1-Weltmeister
- 1949 - Ray Dorey, britischer Musiker
- 1950 - Awn Shawkat Al-Khasawneh, jordanischer Diplomat und Jurist
- 1950 - Julius Erving, US-amerikanischer Basketballspieler der NBA
- 1950 - Miou-Miou, französische Filmschauspielerin
- 1952 - Thomas Wessinghage, deutscher Leichtathlet
- 1956 - Eva Bulling-Schröter, deutsche Politikerin und MdB
- 1959 - Kyle MacLachlan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - William Tanui, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Alf Poier, österreichischer Künstler und Stand-up Comedian
- 1968 - Bradley Nowell, Mitbegründer und Sänger/Gitarrist der US-amerikanischen Punk-Band Sublime
- 1968 - Jeri Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Wolfram Waibel junior, österreichischer Sportschütze
- 1972 - Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 1975 - Drew Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin
- 1975 - Thomas Meggle, deutscher Fußballspieler
- 1977 - Hakan Yakin, Schweizer Fußballspieler mit türkischer Herkunft
- 1981 - Jeanette Biedermann, deutsche Schauspielerin und Pop-Sängerin
- 1982 - Jenna Haze, US-amerikanische Pornodarstellerin
Gestorben
Jenna Haze
Jenna Haze
Jenna Haze († 1943)]]
Jenna Haze
- 606 - Sabinianus, Papst 604-606
- 1371 - David II. (Schottland), Sohn von Robert I. und dessen zweiter Gemahlin Elisabeth de Burgh
- 1512 - Amérigo Vespucci, italienischer Kaufmann und Seefahrer (Namensgeber Amerikas)
- 1550 - Francesco III. Gonzaga, ältester Sohn des Herzogs Federico II
- 1627 - Olivier van Noort, niederländischer Seefahrer
- 1629 - Hans Friedrich von Drachsdorf, Hofmarschall und Hauptmann
- 1671 - Adam Olearius, deutscher Schriftsteller und Diplomat
- 1721 - Johann Christoph Bach d.J., ältester Bruder des Johann Sebastian Bach
- 1780 - Francesco III. d'Este, Herzog von Reggio, Modena
- 1784 - Sophie Volland, Geliebte des französischen Philosophen Denis Diderot
- 1794 - Caspar Friedrich Wolff, deutscher Physiologe und Begründer der modernen Embryologie
- 1797 - Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen, Baron Münchhausen
- 1804 - Joseph Benda, böhmisch-deutscher Musiker
- 1806 - James Barry, britischer Maler
- 1822 - Ali Pascha Tepelena, Großgrundbesitzer und osmanischer Pascha
- 1827 - Charles Wilson Pealé, US-amerikanischer Porträt- und Landschaftsmaler
- 1837 - Juri Fjodorowitsch Lisjanski, russischer Marineoffizier und Entdecker
- 1875 - Charles Lyell, britischer Geologe
- 1875 - Jean-Baptiste Camille Corot, französischer Landschaftsmaler
- 1890 - Carl Bloch, dänischer Maler
- 1900 - Ernst Christian Carl Kruse, war Arzt und Politiker
- 1903 - Hugo Wolf, österreichischer Komponist
- 1912 - Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph
- 1913 - Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler
- 1913 - Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär, Staatsmann und Präsident
- 1919 - Christian Dietrich, von 1897 1919 Leiter des schwäbischen Altpietismus
- 1919 - Perito Moreno, argentinischer Geograph, Anthropologe und Entdecker
- 1939 - Antonio Machado, spanischer Lyriker
- 1943 - Christoph Probst, Mitglied der Weißen Rose
- 1943 - Hans Scholl, deutscher Widerstandskämpfer in der Zeit des Dritten Reiches
- 1943 - Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin im Dritten Reich
- 1953 - Albertine Assor, deutsche baptistische Diakonisse
- 1959 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1967 - Fritz Erler, deutscher Politiker
- 1969 - Johannes Dieckmann, Präsident der DDR-Volkskammer
- 1971 - Rudolf Mauersberger, deutscher Komponist und Kreuzkantor
- 1975 - Adolf Hennecke, deutscher Bergmann
- 1976 - Michael Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph
- 1978 - Harold Glen Borland, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1980 - Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller
- 1981 - Guy Butler, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1983 - Adrian Boult, englischer Dirigent
- 1983 - Romain Maes, belgischer Radrennfahrer
- 1985 - Efrem Zimbalist, US-amerikanischer Geigenvirtuose russischer Herkunft, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 1987 - Andy Warhol, Künstler der Pop-Art
- 1987 - Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin
- 1989 - Otar Taktakischwili, georgischer Komponist
- 1989 - Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller
- 1991 - Ladislav Fialka, tschechischer Mime und Clown
- 1992 - Tadeusz Lomnicki, polnischer Schauspieler
- 1994 - Hans Hürlimann, Schweizer Politiker
- 1994 - Lore Lorentz, deutsche Kaberettistin
- 2000 - Dieter Borkowski, deutscher Schriftsteller, Journalist und Historiker
- 2000 - Hubert Aratym, österreichischer Maler
- 2001 - Evelyn Holt, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Chuck Jones, US-amerikanischer Comiczeichner und Filmregisseur
- 2002 - Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Rebellenführer
- 2003 - Daniel Taradash, US-amerikanischer Autor
- 2003 - Kurt Gscheidle, deutscher Politiker
- 2004 - Rolf Gillhausen, deutscher Journalist
- 2005 - Simone Simon, französische Schauspielerin
- 2005 - Zdzislaw Beksinski, polnischer Maler und Grafiker
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Kathedra Petri (katholisch)
- Washingtons Geburtstag (USA) (wird allerdings seit der Reform immer am 3. Montag im Februar als President's Day gefeiert)
- Nordfriesischer Feiertag (Petritag)
- Thinking Day
Siehe auch
- 21. Februar - 23. Februar
- 22. Januar - 22. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0222
ja:2月22日
ko:2월 22일
simple:February 22
th:22 กุมภาพันธ์
16. JuliDer 16. Juli ist der 197. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 198. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 168 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 622 - Ende der Flucht des Propheten Mohammed aus Mekka, Ankunft in Medina; dieses Datum markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung.
- 1050 - Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Nürnberg in der sog. Sigena-Urkunde
- 1054 - Morgenländisches Schisma - Trennung von Ost- und Westkirche (Vorlegung der Exkommunikationsbulle für Patriarch Michael I. in der Hagia Sophia in Konstantinopel).
- 1212 - Bei Las Navas de Tolosa (Andalusien, Spanien) besiegen die Truppen der verbündeten Königreiche von Kastilien, Aragon und León unter Alfons VIII. die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir; eine der entscheidenden Schlachten im Verlauf der "Reconquista".
- 1519 - Beendigung der Leipziger Disputation
- 1782 - Mozarts Oper "Die Entführung aus dem Serail" wird im Wiener Burgtheater uraufgeführt.
- 1918 - Die russische Zarenfamilie mit vier Bediensteten wird in Jekaterinburg von den Bolschewiki ermordet.
- 1918 - Haiti erklärt Deutschland den Krieg.
- 1935 - In Oklahoma City wird die erste Parkuhr der Welt aufgestellt.
- 1942 - Auf Anordnung der Vichy-Regierung unter Pierre Laval treibt die französische Polizei 13.000 bis 20.000 Juden in einem Stadion zusammen.
- 1945 - Trinity-Test: Der Welt erste Atombombe wird in New Mexico (USA) gezündet.
- 1965 - Eröffnung des Mont-Blanc-Tunnels (Frankreich/Italien).
- 1969 - Start von Apollo 11 zur ersten Landung auf dem Mond.
- 1976 - Suriname wird Mitglied in der UNESCO.
- 1978 - Weltwirtschaftsgipfel in Deutschland.
- 1979 - Saddam Hussein wird irakischer Präsident.
- 1981 - Bulgarien. Grischa Filipov wird Regierungschef.
- 1990 - Helmut Kohl besucht Michail Gorbatschow in Russland und verhandelt mit ihm über die deutsche Wiedervereinigung.
- 1994 - In Ruanda endet der Bürgerkrieg.
- 2001 - Die beiden Staatspräsidenten Wladimir Putin, Russland, und Jiang Zemin, Volksrepublik China, unterzeichnen in Moskau einen neuen Freundschafts- und Kooperationsvertrag.
- 2005 - Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus im türkischen Kuşadası sterben 4 Menschen, 14 werden verletzt.
Katastrophen
- 1865 - Eisenbahnunglück in Magdeburg-Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte.
- 1934 - In Kummersdorf sterben bei der Explosion eines mit Wasserstoffperoxid betriebenem Raketentriebwerk Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker.
- 1935 - Erdbeben der Stärke 6,5 auf Taiwan ca. 2.700 Tote
- 1940 - Im Nebel kollidiert der britische Zerstörer "Imogen" im Pentland Firth mit einem anderen Schiff und sinkt. 18 Tote
- 1955 - In San Bernardo, Chile ereignet sich ein schweres Zugunglück.
- 1956 - Rio Cuarto, Argentinien. Eine Douglas DC-3 der argentinischen Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas machte ein Bruchlandung. Alle 18 an Bord befindlichen Personen starben.
- 1961 - Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines.
- 1990 - Erdbeben der Stärke 7,8 auf Luzon, Philippinen, 1.621 Tote.
- 2001 - Volksrepublik China. Wassereinbruch in einer Mine in der Provinz Guangxi. Über 200 Tote.
Sport
- 2005 - das deutsche Team Gerolsteiner gewinnt durch Georg Totschnig ihre erste Etappe in der Geschichte der Tour de France.
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik-Weltrekorde.
Geboren
- 1486 - Andrea del Sarto, italienischer Maler
- 1550 - Matthia Ferrabosco, italienischer Komponist
- 1660 - Jakob Prandtauer, österreichischer Architekt
- 1715 - Charles de Rohan, Prince de Soubise, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1723 - Joshua Reynolds, britischer Maler
- 1746 - Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe
- 1746 - Peter Villaume, deutscher Theologe und Pädagoge
- 1773 - Josef Jungmann, Tschechischer Philologe und Dichter
- 1784 - Jacopo Ferretti, italienischer Librettist
- 1798 - Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender
- 1805 - Johann Christoph Blumhardt, deutscher Pfarrer und evangelischer Theologe
- 1805 - Julius Fröbel, deutscher Politiker
- 1811 - Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist
- 1816 - Antoine François Marmontel, französischer Komponist
- 1821 - Mary Baker Eddy, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1822 - Luigi Arditi, italienischer Komponist und Violinist
- 1824 - Ludwig Friedländer, deutscher Altphilologe
- 1828 - Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur
- 1832 - Camille du Locle, französischer Librettist
- 1834 - Franz Adolf Eduard Lüderitz, deutscher Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika
- 1846 - Friedrich Paulsen, Pädagoge und Kant-Forscher
- 1850 - Carl Roman Abt, schweizer Ingenieur und Erfinder
- 1858 - Eugène Ysaye, belgischer Violinist und Komponist
- 1860 - Otto Jespersen, dänischer Sprachwissenschaftler
- 1872 - Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher
- 1873 - Sándor Ferenczi, ungarischer Psychoanalytiker
- 1883 - Franz Nabl, österreichischer Schriftsteller
- 1887 - Karl Uhle, deutscher Fußballspieler
- 1888 - Frits Zernike, niederländischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1890 - Theodor Hetzer, deutscher Kunsthistoriker
- 1896 - Gottlob Berger, deutscher General, SA- und SS-Mitglied
- 1896 - Otmar Freiherr von Verschuer, deutscher Mediziner und Humangenetiker
- 1896 - Trygve Lie, norwegischer Politiker, erster Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1900 - Robert Stamm, deutscher Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1901 - Leon Shamroy, US-amerikanischer Kameramann und Regisseur
- 1902 - Alexander Romanowitsch Luria, russischer Psychologe
- 1902 - Georg Schwarz, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Fritz Bauer, deutscher Richter und Staatsanwalt
- 1904 - Goffredo Petrassi, italienischer Komponist
- 1907 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1911 - Ginger Rogers, US-amerikanische Tänzerin und Schauspielerin
- 1911 - Peter van Eyck, deutscher Schauspieler
- 1919 - Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek
- 1921 - Alexander Hegarth, deutscher Schauspieler
- 1924 - Stanislaw Rózewicz, polnischer Regisseur
- 1926 - Alfred Pfaff, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Heinrich Kwiatkowski, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Irwin Rose, US-amerikanischer Biochemiker
- 1927 - Serge Baudo, französischer Dirigent
- 1928 - Jim Rathmann, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1933 - Heinz Dürr, deutscher Unternehmer und Manager
- 1934 - Jean-François Leuba, Schweizer Jurist und Politiker
- 1938 - Frank Hoffmann, Schauspieler
- 1939 - William Bell, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Anthony Jackson, britischer Musiker
- 1941 - Dag Solstad, norwegischer Autor
- 1941 - Desmond Dekker, jamaikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - John Arthy, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Margaret Smith Court, australische Tennisspielerin
- 1943 - Reinaldo Arenas, kubanischer Schriftsteller
- 1944 - Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1947 - Assata Shakur, US-amerikanische Menschenrechtlerin
- 1947 - Thomas Boggs, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Angelica Schwall-Düren, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Pinchas Zukerman, israelischer Geigenvirtuose
- 1949 - Ray Major, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Esther Friesner, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1952 - Stewart Copeland, britischer Musiker
- 1953 - Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 1955 - Wolfgang Reisinger, österreichischer Schlagzeuger
- 1956 - Lutz Eigendorf, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Tony Kushner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1957 - Alexandra Marinina, russische Krimi-Schriftstellerin
- 1958 - Michael Flatley, US-amerikanischer Tänzer und Choreograph
- 1959 - Gerd Wessig, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1962 - Natalja Lisowskaja, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1962 - Thomas Arslan, Regisseur
- 1962 - Uwe Hohn, deutscher Leichtathlet
- 1964 - Miguel Induráin Larraya, spanischer Radrennprofi, Gewinner der Tour de France
- 1964 - Nino Burdschanadse, georgische Parlamentspräsidentin
- 1965 - Claude Lemieux, kanadischer Eishockeyspieler
- 1965 - Udo O. Reinwald, deutscher Politiker
- 1966 - Karl Kahn, deutscher Politiker
- 1968 - Larry Sanger, US-amerikanischer Philosoph
- 1968 - Olga de Souza, brasilianischen Sängerin
- 1969 - Sahra Wagenknecht, deutsche Politikerin, Autorin
- 1971 - Michael Jelden, deutscher Geiger und Sprachwissenschaftler
- 1973 - Katherina Reiche, deutsche Politikerin und MdB
- 1973 - Stefano Garzelli, italienischer Radrennfahrer
- 1975 - Grietje Bettin, deutsche Politikerin und MdB
- 1978 - Evi Allemann, Schweizer Nationalrätin
- 1980 - Swetlana Jewgenjewna Feofanowa, russische Leichtathletin
- 1986 - Florence Joy, deutsche Nachwuchssängerin (Star Search 2)
Gestorben
- 1216 - Innozenz III. (Papst), gilt als der bedeutendste Papst des Mittelalters
- 1324 - Go-Uda, 91. Kaiser von Japan
- 1546 - Anna Askew, englische protestantische Märtyrerin
- 1557 - Anna von Kleve, Frau des Königs Heinrich VIII. von England
- 1664 - Andreas Gryphius, deutscher Barockdichter
- 1720 - Johann Gottfried von Bequerer, Priester und Offizial des Erzbistums Köln
- 1729 - Johann David Heinichen, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1732 - Woodes Rogers, englischer Freibeuter, Gouverneur der Bahamas und Vorlage für 'Robinson Crusoe'
- 1851 - Enne Heeren Dirksen, deutscher Professor der Mathematik
- 1857 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter
- 1861 - Ludwig Wilhelm Anton Pernice, deutscher Rechtsgelehrter
- 1868 - Oskar Becker, deutscher Attentäter
- 1895 - August Reichensperger, deutscher Jurist und Politiker sowie Förderer des Kölner Doms
- 1896 - Selmar Bagge, deutscher Komponist
- 1902 - Heinrich Hofmann, deutscher Komponist
- 1910 - Albert Anker, Schweizer Maler
- 1915 - Ellen Gould White, Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten
- 1916 - Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe
- 1918 - Nikolaus II., Zar von Russland
- 1930 - Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, chilenischer Politiker
- 1935 - Annie Smith Peck, US-amerikanische Bergsteigerin
- 1935 - Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms.
- 1940 - Alexander Koenig, deutscher Zoologe
- 1943 - Helga Deen, Jüdin, Holocaust-Opfer
- 1950 - Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und 'Kriegsheld'
- 1950 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1960 - Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg
- 1962 - Lene Voigt, sächsische Schriftstellerin
- 1962 - Theodor Litt, Pädagoge, Philosoph
- 1967 - John Coltrane, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1969 - Max Gablonsky, deutscher Fußballspieler und Leichtathlet
- 1979 - Alfred George Deller, britischer Sänger und Dirigent
- 1979 - Georg Paucker, deutscher Kurzschrifttheoretiker und -praktiker
- 1979 - James Francis McIntyre, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal
- 1980 - Friedrich Behrens, Wirtschaftswissenschaftler der DDR
- 1981 - Harry Chapin, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1982 - Charles Robert Swarts, südafrikanischer Politiker
- 1982 - Patrick Dewaere, französischer Schauspieler
- 1985 - Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- 1989 - Herbert von Karajan, österreichischer Dirigent
- 1991 - Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler
- 1994 - Julian Schwinger, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1995 - Stephen Spender, britischer Schriftsteller
- 1996 - Adolf von Thadden, deutscher Politiker
- 1999 - Erich Deisler, deutscher Tischtennisspieler
- 1999 - John F. Kennedy Jr., US Jurist und Verleger
- 2000 - Paul Young (Mike and the Mechanics), britischer Sänger und Musiker
- 2001 - Beate Uhse, deutsche Pilotin und Günderin des gleichnamigen Sex-Shops
- 2001 - Maurice de Bévère, belgischer Comic-Zeichner
- 2001 - Morris, belgischer Comic-Zeichner und Autor (Lucky Luke)
- 2003 - Carol Shields, kanadische Schriftstellerin
- 2003 - Celia Cruz, kubanisch-amerikanische Sängerin
- 2004 - Alois Niederalt, deutscher Politiker
- 2004 - Billy Mo, deutscher Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 2004 - Hubertus Falkner von Sonnenburg, deutscher Kunsthistoriker und Restaurator
- 2005 - Pietro Consagra, italienischer Künstler
- 2005 - Dieter Wellershoff, deutscher Offizier
- 2005 - Camillo Felgen, luxemburger Sänger, Texter sowie Radio- und Fernsehmoderator
Feier- und Gedenktage
Siehe auch
:15. Juli - 17. Juli
:16. Juni - 16. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
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Perugia
Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien in Italien und hat etwa 158.000 Einwohner.
Perugia wurde ursprünglich von den Etruskern auf einem markanten Hügel (493 m) über der Ebene gegründet, sein antiker Name ist Perusia. Sie gehörte zu den zwölf mächtigsten etruskischen Städten und zum Zwölfstädtebund. Neben den eher uninteressanten Neubaugebieten in der Ebene, bietet die auf dem Berg liegende Altstadt viele enge Gassen mit Flair und zahlreiche interessante Kulturdenkmäler, darunter den Arco Etrusco, ein Bogenbauwerk aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die mittelalterliche Fontana Maggiore, die den Peruginern als der schönste Brunnen der Welt gilt und den Palazzo dei Priori mit seiner außergewöhnlichen Außentreppe, in dessen Räumen die Nationalgalerie Umbriens untergebracht ist. Weiterhin sind der Tempio di San Michele Arcangelo zu nennen, eine Rundkirche aus dem 5.-6. Jahrhundert, und der unterirdische Stadtteil unter der Rocca Paolina, der nach der Unterwerfung Perugias durch den Papst Paul III. 1540 unter der Rocca verschüttet wurde. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler Pietro Vannucci, genannt Perugino, im Collegio del Cambio sind Fresken von ihm zu sehen. Im Zentrum der Altstadt liegt der Corso Vannucci mit seinen Geschäften und Cafés.
In Perugia befinden sich zwei Universitäten, darunter die Università per Stranieri, an der ausländische Studenten aus aller Welt zum Studium der italienischen Sprache und Landeskultur zusammenkommen. Die Vorlesungsräume sind im Palazzo Gallenga untergebracht, dem einzigen Barockgebäude der Stadt.
Perugia ist Partnerstadt von Tübingen und Potsdam.
In ganz Italien - und darüber hinaus - kennt man die Baci di Perugia (Küsse von Perugia), Pralinen mit einer Füllung aus Nougat und ganzen Haselnüssen; das Herstellerunternehmen Perugina hat seinen Sitz in Perugia, gehört aber seit Jahren zum Nestlé-Konzern.
Söhne und Töchter der Stadt
- Baldus de Ubaldis, italienischer Rechtsgelehrter
- Braccio da Montone, italienischer Condottiere
- Pinturicchio, italienischer Maler der Frührenaissance
- Cesare Ripa, italienischer Schriftsteller
Weblinks
- [http://perugiaonline.com/ Perugia OnLine (ita-eng-deu-fra-spa)]
- [http://www.umbriatravel.com/perugiade.asp Perugia und Umbrien]
- [http://www.unistrapg.it Università per Stranieri / Ausländeruniversität (ital./engl./frz.)]
- [http://portal.comune.perugia.it/ Offizielle Homepage der Stadt Perugia (ital.)]
- [http://www.urlaub-umbrien.de/Ausflugsziele/Perugia/index.html Reiseführer Perugia und Umbrien]
Kategorie:Ort in Umbrien
Kategorie:Hauptstadt in Italien
ja:ペルージャ
Mittelalter]]
Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte
zwischen der Antike und der Neuzeit, die christliche, antike und
keltische, germanische und slawische Entwicklungen zusammenführt.
Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform ist der Feudalismus.
Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache, die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.
Zeitliche Festlegung
Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis 1500 n. Chr. ein. Wesentlich genauer sind jedoch folgende Merkmale:
Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderung (375-568) bzw. vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Spätantike.
Die Datierungen sind nicht immer einheitlich, es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund, kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion ab 632 als Beginn sehen. Ebenso gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450) oder auch die Reformation (1517).
Fokussiert man einzelne Länder, kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So endete die Antike am Rhein oder in Britannien sicher früher als etwa in Syrien. Und so war zum Beispiel um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England mit gutem Grund noch vom Mittelalter spricht.
Mittelalter bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet.
Die Einteilung in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter
Man kann das Mittelalter grob in 3 Phasen gliedern:
- Frühmittelalter (Mitte 6. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert)
- Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250)
- Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500)
Frühmittelalter
In das Frühmittelalter fällt unter anderem auch die Zeit der Völkerwanderung, wobei die Forschung aber mittlerweile dazu tendiert, diese aus dem Mittelalter herauszunehmen, sie als Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter zu sehen und der Spätantike zuzurechnen.
Weitere einschneidende Entwicklungen sind die weitgehende Christianisierung Europas, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, der Einfall der Wikinger, der Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die Kämpfe zwischen Kaisertum und Papsttum. Außerdem wirkt der Aufstieg des Islam und sein schnelles Ausgreifen bis nach Europa prägend.
Wirtschaftlich stellt das Frühmittelalter eine Zeit der Naturalwirtschaft dar, wobei besonders das System der Grundherrschaft herauszustellen ist.
Wesentliche Kulturträger sind das Byzantinische Reich, die Klöster, insbesondere die des Benediktinerordens, sowie die Gelehrten des arabisch-muslimischen Kulturkreises.
Siehe auch Hauptartikel: Frühmittelalter.
Hochmittelalter
Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Es ist auch die Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit, welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Innerhalb der Scholastik wird Aristoteles zur wichtigsten nicht-christlichen Autorität. Der Einfluss der Kirche zeigt sich vor allem an den Kreuzzügen gegen den Islam, denen auch Juden zum Opfer fallen. Im Zuge der Kreuzzüge entwickelt sich ein Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten profitieren. Die Geldwirtschaft gewinnt gegenüber der Naturalwirtschaft immer stärker an Bedeutung. Die wichtigsten Orden des Hochmittelalters sind neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner. Im Hochmittelalter entsteht das Zunftwesen, das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge in den Städten stark prägt.
Siehe auch Hauptartikel: Hochmittelalter.
Spätmittelalter
Hochmittelalter]]
Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Handelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen Pest" (Schwarzer Tod) in der Zeit von 1349 bis 1351 macht die europäische Geschichte einige krisenhafte Entwicklungen, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang (Wüstung, Pest) führen, aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftstruktur, die allmählich zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts).
Siehe auch Hauptartikel: Spätmittelalter.
Ende des Mittelalters
Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im Allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle rund um die Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert anzusiedeln.
Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht nur eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, weil mit dem Untergang des Byzantinischen Reiches das letzte lebendige Überbleibsel der Antike unterging. Des Weiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Wege erkundeten. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt – zumindest war es das erste Mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde.
Auf musikalischem Gebiet ist das Ende des Mittelalters am besten mit der Umstellung von Quint-Oktavklängen zu terzhaltigen Harmonien zu bestimmen. Die englischen Komponisten waren hier sehr früh (Anonymus 4 spricht bei dieser Entwicklung auf dem Kontinent sogar direkt von englischem Einfluss); vor allem Dunstable ist hier zu nennen. Ab ca. 1430 lässt sich dieser Wandel in Italien dingfest machen, wobei terzhaltige Klänge nicht sofort die reinen Intervalle als Ruhepole der Komposition ablösten und vor allem am Schluss einer Komposition das ganze 15. Jahrhundert hindurch noch der Klang ohne Terz bevorzugt wurde.
Der Begriff Mittelalter
Der Begriff Mittelalter, erstmals im 14. Jahrhundert von italienischen Humanisten benutzt, hatte schon von Beginn an eine negative Bedeutung, weil sie das Mittelalter als „dunkle“ Epoche zwischen der Antike und ihrer Zeit ansahen, in der antike Traditionen wiedergeboren wurden. Aber erst im 17. Jahrhundert wurde diese Einteilung endgültig vorgenommen. Demnach begann das Mittelalter mit dem Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476 und endete mit der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 durch die Osmanen.
Im Englischen spricht man für den Zeitraum nach Ende der römischen Besatzung bis etwa zur Zeit König Alfreds von Wessex, also für die Zeit der Einwanderung der Angeln, Sachsen und Jüten, aufgrund der mangelhaften schriftlichen Quellen von „The Dark Ages“.
Noch heute bezeichnen wir eine Denkweise als „mittelalterlich“, wenn wir sie als starr und veraltet kritisieren wollen. Auch die umgangssprachliche Wendung „Rückkehr ins Mittelalter“ ist negativ besetzt. In der Romantik wurde das Mittelalter allerdings auch wieder positiver gesehen, teilweise auch systematisch verklärt. In der modernen Forschung werden die originären Leistungen des Mittelalters und die wenigstens teilweise vorhandene Kontinuität der antiken Kultur betont. Der bekannte und angesehene französische Mediävist Jacques Le Goff betonte erst jüngst die Geburt Europas im Mittelalter.
Sonstiges
In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ca. 1200 bis ca. 1600 als Mittelalter bezeichnet. Diese Epoche zeichnete sich durch eine starke Dominanz des Buddhismus und des Feudalismus aus.
Siehe auch
- Portal:Mittelalter
Literatur
Wichtige Quellen sind im großen Umfang gesammelt in der Monumenta Germaniae Historica. Siehe auch die dt.-latein. Ausgaben der Freiherr-vom-Stein Gedächtnisausgabe (FSGA). Wichtige Quellen stellen u.a. neben der Geschichtsschreibung auch Constitutionen und andere Aktenquellen sowie Regesten dar.
Eine hervorragende Bibliographie findet sich [http://www.histsem.uni-bonn.de/proseminar/lsma15.htm hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Bonn)] sowie [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/tutorium/literatur/literatur.htm hier (Uni. Tübingen; umfangreiche Liste mit Quellen- und Literaturangaben)]. Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters oder den Bibliographien der unten aufgeführten Werke verwiesen.
Nachschlagewerke
- The New Cambridge Medieval History, Cambridge 1995 ff. Noch im Entstehen begriffen, mit hervorragender Bibliographie.
- Lexikon des Mittelalters, 9 Bde., Ausgabe des dtv-Verlags, München 2002 (in Hardcover München-Zürich 1980-1998). Grundlegendes Werk
Sekundärliteratur
- Hartmut Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, mehrere Neuauflagen, München 2001. Wohl die beste strukturelle Einführung ins Mittelalter, mit guten bibliographischen Angaben.
- Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter, Frankfurt/M., Berlin 1988 ISBN 3-548-34004-0
- Arno Borst: Barbaren, Ketzer und Artisten: Welten des Mittelalters, München 1988 ISBN 3-492-03152-8
- Fischer Weltgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit (4 Bände) ISBN 3596507324
- Horst Fuhrmann: Einladung ins Mittelalter, Verlag C. H. Beck, München 1987 ISBN 3-406-32052-X
- Horst Fuhrmann: Überall ist Mittelalter : von der Gegenwart einer vergangenen Zeit, Verlag C. H. Beck, München 1996 ISBN 3-406-40518-5
- Friedrich Heer: Mittelalter. Von 1100 bis 1350, Zürich 1964
Weblinks
- [http://www.erlangerhistorikerseite.de/ma_resso.html Virtuelle Bibliothek – Geschichte / Mittelalterliche Geschichte (Internet-Ressourcen der Erlanger Historikerseite)]
- [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/indexstart.htm Historisches Seminar der Universität Tübingen, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte (zahlreiche Links und Materialsammlungen)]
- [http://netzwerk.wisis.de/text/42.htm Mittelalter - SUSAS Netzwerk für Wissensweitergabe - Ausführliche Texte und zahlreiche Erklärungen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Ereignisgeschichte]
- [http://www.genealogie-mittelalter.de/ Genealogie Mittelalter] Mittelalterliche Genealogie im Deutschen Reich bis zum Ende der Staufer
- DER SPIEGEL: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,381627,00.html Wie die Erde zur Scheibe wurde] - das Bild vom rückständigen Mittelalter als moderner Mythos
!Mittelalter
Kategorie:Zeitalter
ja:中世
simple:Middle Ages
Latein
Als Latein bzw. Lateinisch (lat. lingua Latina: „lateinische Sprache“) bezeichnet man die Sprache, die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde, der Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum.
Innerhalb der indogermanischen Sprachen gehört Latein zur Gruppe der italischen Sprachen. Es bildete die Grundlage für alle heutigen romanischen Sprachen.
Entwicklung
romanischen Sprachen
Ursprünglich in Rom und dem umliegenden Gebiet (Latium) gesprochen, wurde Latein später an humanistischen Gymnasien unterrichtet. Neben Griechisch war Latein die Amtssprache des römischen Reiches. Wegen der kulturellen Überlegenheit des Ostens verlor es dabei zeitweise in Nordafrika und selbst in Rom seine Vorrangstellung. So war die Liturgiesprache der römischen Christen bis um 300 das Griechische. In dieser Zeit drangen viele griechische Lehnwörter ins Lateinische ein.
Während der Spätantike begannen sich verschiedene Volkssprachen, aus denen im Mittelalter die romanischen Sprachen entstehen sollten, phonetisch und grammatikalisch von der lateinischen Hochsprache wegzuentwickeln. Doch noch im 6. Jahrhundert entstanden hochsprachliche lateinische Werke. Im Oströmischen Reich war Latein bis ins frühe 7. Jahrhundert neben Griechisch eine der beiden Amtssprachen.
Im Westen übernahmen die Germanen mit den Grundelementen der spätrömischen Verwaltung auch die lateinische Sprache, die in der Administration bis in die frühe Neuzeit vorherrschend blieb. Seit der Völkerwanderung und der Christianisierung der (zunächst zumeist arianischen) Germanenvölker wurde Latein im Westen des früheren Römischen Reiches und in den römisch-katholischen Folgestaaten die Sprache des Klerus (Kirchenlatein), der Rechtswissenschaft (Glossatoren) und der sich bildenden Hochschulen (studia generalia). Es bildete somit die Schriftsprache, vor allem für das kirchliche und weltliche Urkundenwesen (Diplomatik) im frühen Europa.
In völkerrechtlichen Verträgen (z. B. im Westfälischen Frieden von 1648) dominierte Latein bis in das 17. Jahrhundert hinein. Es bildet noch bis ins 20. Jahrhundert den Affixvorrat für die Fachterminologie in den Wissenschaften und verliert durch die fortschreitende Absorption in die englische und andere Sprachen lediglich an direkter, nicht jedoch an indirekter Bedeutung. Es wird noch an vielen Schulen unterrichtet.
Antike
Antike Schreibweise
Die lateinische Sprache wurde ursprünglich als scriptio continua, d. h. als zusammenhängender Fluss von Zeichen ohne Zwischenräume geschrieben. Auch Satzzeichen und Kleinbuchstaben wurden in der Antike nicht verwendet. Auf Wachstafeln war nämlich wenig Platz zum Schreiben, und Papyrus war teuer. Die antiken lateinischen Texte sind für uns heute daher schwer zu lesen.
Vergleiche folgendes Beispiel:
Alte Schreibweise:
AVREAPRIMASATAESTAETASQVAEVINDICENVLLO
SPONTESVASINELEGEFIDEMRECTVMQVECOLEBAT
POENAMETVSQVEABERANTNECVERBAMINANTIAFIXO
AERELEGEBANTVRNECSVPPLEXTVRBATIMEBAT
IVDICISORASVISEDERANTSINEVINDICETVTI
NONDVMCAESASVISPEREGRINVMVTVISERETORBEM
MONTIBVSINLIQVIDASPINVSDESCENDERATVNDAS
NVLLAQVEMORTALESPRAETERSVALITORANORANT
NONDVMPRAECIPITESCINGEBANTOPPIDAFOSSAE
NONTVBADIRECTINONAERISCORNVAFLEXI
NONGALEAENONENSISERANTSINEMILITISVSV
MOLLIASECVRAEPERAGEBANTOTIAGENTES
Heutige Schreibweise:
Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
poena metusque aberant nec verba minantia fixo
aere legebantur, nec supplex turba timebat
iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,
montibus in liquidas pinus descenderat undas,
nullaque mortales praeter sua litora norant.
nondum praecipites cingebant oppida fossae,
non tuba directi, non aeris cornua flexi,
non galeae, non ensis erant: sine militis usu
mollia securae peragebant otia gentes.
Auszug aus Ovids Metamorphosen: Die Schöpfung (Das goldene Zeitalter)
Details zu den verwendeten Buchstaben finden sich in dem Artikel Lateinisches Alphabet. Siehe zu diesem Thema auch: Paläografie (dort Lateinische Paläografie), Capitalis, Versalschrift und Majuskel.
Antike Aussprache
Auf die antike Aussprache der lateinischen Sprache wird im Artikel Lateinische Aussprache eingegangen.
Literatur
Mit Antiker Literatur des Lateinischen beschäftigt sich u. a. der Artikel Lateinische Literatur.
Gegenwart
Auch heute ist Latein noch an vielen Gymnasien aller Fachrichtungen zu finden. Etwa ein Drittel aller Gymnasiasten im deutschen Sprachraum lernt Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An humanistischen Gymnasien wird dem Lateinischen, neben dem Griechischen, noch eine herausgehobene Bedeutung zugemessen, was früher auf eine aktive Beherrschung des Lateinischen zielte.
Tatsächlich werden auch heute noch für zahlreiche Studiengänge das Latinum oder Lateinkenntnisse gefordert, insbesondere in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Fächern. Das Latinum ist als Studienvoraussetzung für die Fächer Medizin und Jura weitestgehend abgeschafft, häufig aber nicht in Fächern wie Anglistik, Philosophie oder sogar Musikwissenschaften.
Unabhängig von den Studienanforderungen wird von Befürwortern des Lateins betont, dass das Erlernen der lateinischen Sprache weiterhin Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern sei, das Erlernen anderer romanischer Sprachen wesentlich erleichtere und erhebliche Transfer-Effekte für die Denkschulung aufträten. Das Übersetzen lateinischer Texte fördere auf Grund der erheblichen Komplexität vieler lateinischer Sätze auch das logische Denken. Von den Gegnern ist hingegen zu hören, dass die Auseinandersetzung mit jeder Art von Grammatik, egal welcher Sprache, das strukturierte Denken fördere, und dass das Erlernen moderner romanischer Sprachen, welche im Gegensatz zu Latein noch gebraucht werden, mindestens ebenso gut dazu geeignet sei, die zahlreichen lateinischen Lehnwörter im Deutschen korrekt zu verwenden und andere romanische Sprachen zu erlernen. In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im klassischen Latein vorhanden und müssen dann neu gelernt werden: guerra „Krieg“, testa „Kopf“, cavallo „Pferd“, mangiare/manger „essen“, andare - „gehen“ , boc(c)a/bouche „Mund“, blanco/blanc „weiß“, die Himmelsrichtungen etc. Viele dieser Wörter erklären sich nämlich aus dem umgangssprachlichen oder dem späten Latein oder stammen aus der Soldatensprache, also aus Varietäten, die nicht in der Schule gelehrt werden.
Aus deutschen und US-amerikanischen Untersuchungen geht hervor, dass zwischen absolviertem Lateinunterricht und der Beherrschung der englischen Sprache in Schrift und vor allem Wort eine signifikante Korrelation besteht. Ein kausaler Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen worden – möglicherweise macht eine hohe sprachliche Begabung eines Kindes die Wahl des als schwierig geltenden Latein wahrscheinlicher.
Da auch im modernen Lateinunterricht die Sprachproduktion eindeutig der Rezeption (Leseverstehen) untergeordnet ist, glauben viele, Latein falle Menschen mit ausgeprägter Begabung für Mathematik und formelle Denkvorgänge generell leichter als andere Fremdsprachen, wohingegen Menschen mit ausgeprägter Begabung für intuitives Erlernen von Sprachen andere Fremdsprachen leichter fänden. Dieser Zusammenhang lässt sich allerdings nicht häufig verifizieren: Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerleistungen in Latein überwiegend Hand in Hand mit denen in der Muttersprache und anderen Fremdsprachen gehen.
Modernes Latein
Auch heute werden deutsch-lateinische Lexika aufgrund neulateinischen Wortgutes herausgegeben, z. B. das „lexicon auxiliare“ oder das vom Vatikan herausgegebene „lexicon recentis latinitatis“, welches erst im Jahre 2004 eine Neubearbeitung erfuhr.
Der finnische Rundfunksender YLE (Yleisradio) verbreitet Wochennachrichten in neulateinischer Sprache. Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig die Nuntii Latini in schriftlicher und gesprochener Version. Seit April 2004 veröffentlicht auch die deutschsprachige Redaktion bei Radio Vatikan Nachrichten auf Lateinisch. Dabei handelt es sich um ursprünglich deutsche Meldungen. Gero P. Weishaupt übersetzt sie für die Redaktion ins Lateinische. Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat.
Der Autor Nikolaus Groß, beruflich seit zehn Jahren Deutsch-Lektor in der südkoreanischen Hauptstadt, hat 2004 eine komplett latinisierte Übertragung von Patrick Süskinds Das Parfum im Brüsseler Verlag der Fundatio Melissa, einem überregionalen Verein zur Pflege des gesprochenen Lateins, veröffentlicht. Dem Buch ist mit dem „Glossarium Fragrantiae“ eine größere Liste aktualisierter Neuschöpfungen beigegeben. Vom selben Wortartisten existiert des weiteren ein Buch über den Baron Mynchusanus (Münchhausen). 2003 erschien bereits der erste Teil der Harry Potter-Bücher von J. K. Rowling auf Latein (Harrius Potter et Philosophi Lapis). Daneben gibt es noch viele weitere Übersetzungen „klassischer“ Werke ins Lateinische, so zum Beispiel Karl Mays Winnetou III, oder Der kleine Prinz (Regulus) von St. Exupéry.
Durch das Internet ist die Verfügbarkeit alter lateinischer Texte sowie das Entstehen neuer lateinischer Texte erheblich begünstigt worden. Inzwischen gibt es sogar lateinische Fassungen von Popsongs. Daneben entstehen auch neue Popsongs in lateinischer Sprache, etwa Cursum Perficio, gesungen von Enya, Liberatio, eines von vielen lateinischen Musikstücken der Gruppe „Krypteria“, oder bei Gruppen der Dark Wave bzw. Gothic (Jugendkultur). Roma Ryan hat neben Cursum Perficio für Enya noch weitere Songs in lateinischer Sprache verfasst. In Internetforen wie Grex Latine Loquentium kommunizieren Teilnehmer aus vielen Ländern ausschließlich in Latein.
In der klassischen beziehungsweise neoklassischen Musik findet Latein ebenfalls Verwendung. So hat etwa der niederländische Komponist Nicholas Lens auf seinem Werk Flamma Flamma ein lateinisches Libretto vertont, für sein Werk Terra Terra h | | |