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| Innozenz VIII. |
Innozenz VIII.Innozenz VIII. ( - 1432 in Genua; † 25. Juli 1492 in Rom), eigentlich Giovanni Battista Cibo, war Papst von 1484 bis 1492.
Er war 1467 Bischof von Savona und 1472 Bischof von Molfetta sowie 1473 Kardinal geworden.
Der Mann, der als Innozenz VIII. in die Kirchengeschichte einging, sicherte sich seine Wahl durch die Bestechung der Kardinäle in der Nacht vor der Entscheidung.
Seine Wahl am 29. August 1484 war weitgehend von Simonie bestimmt. Die päpstliche Politik bestimmte weiterhin Giuliano della Rovere, ein Neffe seines Vorgängers Sixtus IV. Rovere wurde später selbst Papst und nannte sich Julius II.
Bekannt wurde er durch eine wenig ruhmreiche Haltung, und zwar durch die Förderung von Inquisition und Hexenverfolgung in der Bulle Summis desiderantes aus dem Jahr 1484, was eine starke Zunahme von Hexenprozessen vor allem in Deutschland bewirkte. Damit erreichte dieses dunkle Kapitel der Kirchengeschichte seinen Höhepunkt, noch verstärkt durch den 1487 von Heinrich Institoris und Jakob Sprenger veröffentlichten Hexenhammer.
Innozenz war ein schwacher und unselbständiger Papst, was nicht nur auf seine angeschlagene Gesundheit zurückgeführt wurde. Aufgrund anhaltender finanzieller Probleme war er teilweise sogar gezwungen, Mitra und Tiara sowie Teile des päpstlichen Kronschatzes zu verpfänden.
Innozenz unterhielt auch gute Beziehungen zur Hohen Pforte, die jedoch hauptsächlich auf eine Verbesserung der Finanzlage hinzielten. In Gegenleistung für jährliche Tributzahlungen und Geschenke (darunter auch die heilige Lanze) wurde für Sultan Bayezid II. dessen Bruder Cem gefangen gehalten.
Die Tatsache, dass sein Sterbedatum von Girolamo Savonarola korrekt vorhergesagt wurde, führte dazu, dass dieser charismatische Bußprediger, der die Missstände des Kirchenstaates heftig geißelte, einen noch größeren Zulauf erhielt.
Politisch war Innozenz' Amtszeit auch durch den Streit mit König Ferrante von Neapel geprägt, der ihm den Lehenszins verweigert hatte, militärisch aber übermächtig war, zudem der französische König Karl VIII. nicht zu Hilfe kam. So musste er im August 1486 mit Ferrante Frieden schließen, den dieser aber wieder brach. Erst durch die Doppelhochzeit seines Sohnes mit einer Medici und seiner Enkelin mit einem Onkel Ferrantes konnte der neuerlich ausgebrochene Krieg 1492 schließlich beigelegt werden.
Laut dem Diarium urbis Romae des antipäpstlichen Chronisten Stefano Infessura soll Innozenz kurz vor seinem Tod, nachdem er in ein Koma gefallen war, von seinem jüdischen Leibarzt das Blut von drei zehnjährigen Knaben erhalten haben, um deren Jugend zu erlangen. Die Kinder sollen aufgrund des Aderlasses gestorben sein. Der Wahrheitsgehalt dieser Überlieferung ist nicht gesichert.
Er hinterließ viele Kinder (Octo Nocens pueros genuit, totidemque puellas; Hunc merito poterit dicere Roma patrem - "Acht boshafte Buben geboren, genausoviele Mädchen, so könnte er zu Recht Vater Roms genannt werden"), gegenüber welchen sein Nepotismus verschwenderisch wie schamlos war.
Weblinks
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Kategorie:Papst
Kategorie:Italiener
Kategorie:Geboren 1432
Kategorie:Gestorben 1492
ja:インノケンティウス8世 (ローマ教皇)
ko:교황 인노첸시오 8세
1432
Politik und Weltgeschehen
- Zweite Belagerung von Konstantinopel durch die Osmanen
- Die Universitäten von Poitiers und Caen werden gegründet
- 15. Januar: Alfons V., König von Portugal († 1481)
- 29. März: Mehmed II., Sultan des Osmanischen Reiches († 1481)
- Um 1432: Diogo de Azambuja, portugiesischer Seefahrer und Entdecker († 1518)
- 5. April: Carmagnola, italienischer Feldherr ( - um 1390)
ko:1432년
25. JuliDer 25. Juli ist der 206. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 207. in Schaltjahren) - somit bleiben 159 Tage bis zum Jahresende..
Ereignisse
- 1261 - Byzantinische Truppen erobern Konstantinopel zurück, das 1204 durch christliche europäische Kreuzfahrer erobert worden war. Sie beseitigen das Lateinische Kaiserreich und stellen das Byzantinische Reich wieder her.
- 1593 - Der französische König Heinrich IV. konvertiert vor Paris zum Katholizismus und kann dadurch die französischen Religionskriege beenden
- 1625 - Albrecht Wallenstein, Herzog von Friedland wurde vom Kaiser zum Feldmarschall und Generalisismus ernannt und mit der Aufstellung einer Armee beauftragt.
- 1814 - Die für beide Seiten sehr verlustreiche Schlacht bei Lundy's Lane zwischen Briten und Amerikanern bleibt ohne klaren Sieger, zwingt die Amerikaner im Krieg von 1812 jedoch endgültig zum Rückzug aus Kanada.
- 1850 - Schlacht bei Idstedt (nahe Schleswig).
- 1872 - Beginn der Berliner Blumenstraßenkrawalle.
- 1876 - Schlacht am Little Bighorn River.
- 1909 - Der Franzose Louis Blériot überfliegt den Ärmelkanal als erster Mensch mit einer Maschine, die schwerer als Luft ist.
- 1920 - Pál Teleki wird ungarischer Ministerpräsident.
- 1934 - Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß wird ermordet.
- 1943 - Benito Mussolini wird nach seinem Rücktritt beim Verlassen des Palasts verhaftet.
- 1955 - Abkommen zwischen Deutschland und Paraguay über Handels- und Zahlungsverkehr
- 1957 - Ausrufung der Republik Tunesien.
- 1994 - Zwischen Israel und Jordanien wird die Washingtoner Erklärung unterzeichnet.
- 1996 - Burundi. Militätputsch durch Major Pierre Buyuya
- 1997 - In Indien tritt mit Kocheril Raman Narayanan erstmals ein Kastenloser das Amt des Staatspräsidenten an.
- 2000 - In Mazedonien tritt ein neues Schulgesetz in Kraft.
- 2002 - Abdul Kalam wird Staatspräsident in Indien.
Wissenschaft, Technik
- 1956 - Die französische Reederei Compagnie Générale Transatlantique gibt das dis dato längste Passagierschiff der Welt in Auftrag, die S/S France.
- 1978 - Geburt des ersten Retortenbabys im Oldham and District General Hospital bei London.
Kultur
- 1798 - Uraufführung der Oper L'Hôtellerie portugaise von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris.
- 1826 - Uraufführung der komischen Oper Rolands Knappen von Heinrich Dorn in Berlin.
- 1949 - Thomas Mann wird mit dem Goethe-Preis ausgezeichnet.
- 1976 - Uraufführung der Oper Einstein On The Beach von Philip Glass am Avignon Festival.
Religion
- 1405 - Einweihung des Ulmer Münsters.
Katastrophen
- 1935 - Bei Flutkatastrophe des Jangtsekiang in der Republik China starben 200.000 Menschen.
- 1948 - Absturz zweier Luftbrückenflugzeuge über Berlin.
- 1956 - Das italienische Kreuzfahrtschiff Andrea Doria sinkt vor der US- Küste. 50 Passagiere kommen ums Leben.
- 1966 - Bei einem Busunfall in der Nähe von Limburg a.d. Lahn kommen 28 Kinder und 8 Erwachsene ums Leben.
- 1969 - Erdbeben unbekannter Stärke in der Volksrepublik China, rund 3.000 Tote
- 2000 - Bei dem Absturz einer Concorde der Air France kamen bei Paris alle 109 Insassen sowie vier Menschen am Boden ums Leben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1109 - Alfons I. (Portugal), portugiesischer König
- 1657 - Philipp Heinrich Erlebach, barocker Komponist
- 1675 - James Thornhill, britischer Maler
- 1750 - Henry Knox, US-amerikanischer General
- 1780 - Christian Theodor Weinlig, deutscher Musiklehrer und Komponist
- 1794 - Amalie Sieveking, Mitbegründerin der organisierten Diakonie in Deutschland
- 1798 - Albert Knapp, deutscher Dichter
- 1800 - Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor
- 1839 - Francis Garnier, französischer Forschungsreisender
- 1844 - Thomas Eakins, US-amerikanischer Maler
- 1847 - Paul Langerhans, deutscher Pathologe (Langerhanssche Inseln)
- 1848 - Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Politiker, Außen- und Premierminister
- 1848 - Ottokar Kernstock, österreichischer Dichter
- 1867 - Max Dauthendey, deutscher Maler und Dichter
- 1869 - Carl Miele, Konstrukteur und Industrieller
- 1876 - Alfredo Casella, italienischer Dirigent, Pianist und Komponist
- 1893 - Wilhelm Cleven, Kölner Weihbischof
- 1894 - Gavrilo Princip, bosnisch-serbischer Nationalist
- 1894 - Walter Brennan, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1895 - Anna Klöcker, deutsche Politikerin und MdL
- 1902 - Hans Helfritz, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Schriftsteller
- 1905 - Elias Canetti, deutschsprachiger Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1906 - Johnny Hodges, US-amerikanischer Musiker
- 1907 - Karl Höller, deutscher Komponist
- 1917 - Fritz Honegger, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1918 - Joseph Rovan, deutsch-französischer Historiker
- 1920 - Rosalind Franklin, Biochemikerin und Spezialistin für Röntgenstrukturanalyse
- 1921 - Adolph Herseth, US-amerikanischer Trompeter
- 1921 - Paul Watzlawick , österreichischer Psychotherapeut und Autor
- 1924 - Estelle Getty, amerikanische Schauspielerin ("Sophia" in Golden Girls)
- 1925 - Helmut Schlüter, deutscher Politiker und MdB
- 1927 - Arminio Rothstein, akademischer Künstler vieler Disziplinen
- 1934 - Don Ellis, US-amerikanischer Jazztrompeter und Bandleader
- 1935 - Adnan Kashoggi, saudi-arabischer Unternehmer
- 1936 - Glenn Murcutt, australischer Architekt
- 1936 - David Sime, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1937 - Anders Cleve, finnischer Schriftsteller
- 1941 - Manuel Charlton, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Bruce Woodley, australischer Musiker
- 1943 - Erika Steinbach, deutsche Politikerin und MdB
- 1943 - Jim McCarty, britischer Musiker
- 1944 - Tom Dawes, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Rita Marley, jamaikanisch-kubanische Reggaemusikerin, Witwe von Bob Marley
- 1947 - Adolfo Rodríguez Saá, argentinischer Politiker und Präsident
- 1948 - Steve Goodman, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1950 - Mark Clarke, britischer Musiker
- 1951 - Verdine White, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Gary Shaugnessy, britischer Musiker
- 1954 - Jürgen Trittin, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1955 - Iman Abdulmajid, Tochter des Somalischen Botschafters in Saudi Arabien
- 1957 - Steve Podborski, kanadischer Skirennläufer
- 1958 - Karlheinz Förster, deutscher Fußballspieler
- 1967 - Annette Pehnt, deutsche Schriftstellerin
- 1967 - Matt LeBlanc, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Alexander Falk, Unternehmer
- 1978 - Louise Joy Brown, britisches Retortenbaby
- 1979 - Ariane Hingst, deutsche Physiotherapeutin und Fußballspielerin
- 1979 - Stefanie Hertel, deutsche Sängerin des volkstümlichen Schlagers
- 1986 - Michael Lebersorg, österreichischer Fußballspieler
Gestorben
- 1011 - Ichijo, 66. Kaiser von Japan (986 - 1011)
- 1034 - Konstanze von Provence, Königin von Frankreich
- 1195 - Herrad von Landsberg, deutsche Äbtissin und Schriftstellerin
- 1471 - Thomas von Kempen, deutscher Augustinermönch und Mystiker
- 1492 - Innozenz VIII. (Papst), Papst von 1484 bis 1492
- 1564 - Ferdinand I. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und König von Böhmen und Ungarn
- 1790 - Johann Bernhard Basedow, deutscher Pädagoge und Schriftsteller
- 1794 - André Chénier, französischer Schriftsteller
- 1794 - Friedrich Freiherr von der Trenck, preußischer Offizier und Abenteurer
- 1802 - Friedrich Karl Joseph von Erthal, Erzbischof von Mainz
- 1826 - Kondrati Fjodorowitsch Rylejew, russischer Dichter
- 1826 - Michail Pawlowitsch Bestuschew-Rjumin, russischer Revolutionär und Anführer des Dekabristenaufstandes
- 1834 - Samuel Taylor Coleridge, englischer Dichter der Romantik, Kritiker und Philosoph
- 1843 - Karl Friedrich von Rumohr, deutscher Kunsthistoriker, Schriftsteller und Gastrosoph
- 1846 - Ludwig Bonaparte, einer der drei Brüder Kaiser Napoleons I
- 1853 - Johann Joachim Wachsmann, deutscher Chordirigent und Komponist
- 1861 - Jonas Furrer, Schweizer Politiker, Bundesrat und erster Bundespräsident
- 1875 - Joseph-Maurice Exelmans, französischer Admiral
- 1881 - Karl Christian Bruhns, deutscher Astronom
- 1885 - Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph
- 1887 - John Taylor, 3. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 1893 - Paul d'Abrest, böhmischer Schriftsteller
- 1899 - Niklaus Riggenbach, schweizer Eisenbahnpionier (Erfinder der Zahnradbahn)
- 1903 - Prosper Mathieu Henry, französischer Optiker und Astronom
- 1934 - Engelbert Dollfuß, Bundeskanzler und später Diktator Österreichs
- 1936 - Heinrich Rickert, deutscher Philosoph und Universitätsprofessor
- 1937 - Gerda Taro, deutscher Fotograf
- 1944 - Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph
- 1945 - Kurt Gerstein, Mitglied des Hygieneinstituts der Waffen-SS
- 1949 - Benedikt Kreutz, zweiter Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV)
- 1950 - Elisabeth Langgässer, deutsche Schriftstellerin
- 1953 - Johann Ohde, Bauingenieur
- 1955 - Isaak Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist
- 1955 - Wilhelm Hammann, Widerstandskämpfer
- 1955 - Ilmari Hannikainen, finnischer Komponist
- 1962 - Helene Weber, deutsche Politikerin und MdB
- 1966 - Franz Xaver Meitinger, deutscher Politiker
- 1967 - Joseph Cardijn, Begründer der internationalen Christlichen Arbeiterjugend
- 1968 - Friedrich Burmeister, Politiker der DDR
- 1969 - Otto Dix, deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit und Expressionismus
- 1969 - Witold Gombrowicz, polnischer Schriftsteller
- 1980 - Juliane Plambeck, deutsche RAF-Terroristin
- 1980 - Wilhelm Reitz, deutscher Politiker und MdB
- 1980 - Wladimir Wyssozki, russischer Schauspieler, Dichter und Sänger
- 1981 - Conrad Fink, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Gabriele Tergit, deutsche Journalistin und Schriftstellerin
- 1982 - Hal Foster, US-Comic-Autor und -Zeichner
- 1983 - Alberto Ginastera, argentinischer Komponist
- 1984 - Big Mama Thornton, US-amerikanische Sängerin
- 1986 - Vincente Minnelli, US-amerikanischer Regisseur
- 1992 - Kurt Lütgen, deutscher Schriftsteller
- 1993 - Hedwig Jochmus, deutsche Politikerin und MdB
- 1997 - Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler
- 2000 - Rudi Faßnacht, Fußballtrainer
- 2001 - Josef Klaus, österreichischer Bundeskanzler
- 2001 - Lorenz Niegel, deutscher Politiker und MdB
- 2001 - Phoolan Devi, indische Bandenkönigin und Politikerin
- 2002 - Johannes Joachim Degenhardt, Kardinal und Erzbischof von Paderborn
- 2002 - Tilemann Grimm, deutscher Sinologe
- 2003 - John Schlesinger, britischer Regisseur
- 2003 - Ludwig Bölkow, deutscher Ingenieur und Unternehmer
- 2004 - Otto Wanner, ehemaliger Präsident Deutschen Eishockey-Bundes
- 2005 - Albert Mangelsdorff, deutscher Jazzmusiker
- 2005 - Ford Rainey, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Henry F. Sherwood, deutsch-amerikanischer IT-Pionier
Feier- und Gedenktage
- Fest des Hl. Apostels Jakobus
Siehe auch
- 24. Juli - 26. Juli
- 25. Juni - 25. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0725
ja:7月25日
ko:7월 25일
simple:July 25
th:25 กรกฎาคม
Rom
Rom (italienisch: Roma) ist eine Stadt mit 2.823.201 Einwohner an den Ufern des Flusses Tiber. In der näheren Agglomeration wohnen 3.615.972 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2005).
In der Antike war sie das Zentrum des Römischen Reiches und seit 1871 ist sie die Hauptstadt Italiens. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten.
Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist Rom der Sitz folgender UN-Organisationen: FAO, IFAD, WFP.
Geografie
Geografische Lage
WFP
Rom liegt im Zentrum des Landes, am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres durchschnittlich 37 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge.
Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die geografischen Koordinaten sind 41,53 Grad nördlicher Breite und 12,29 Grad östlicher Länge. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna.
Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz L'Aquila in der Region Abruzzen, sowie im Süden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.
Stadtgliederung
Rom gliedert sich in 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die Munizipien sind Stadtbezirke, welche zur leichteren Regierbarkeit der Stadt Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurden. Ursprünglich waren es 20 municipi, aber das Municipio XIV ist Mitte der 1990er Jahre ausgemeindet worden und heute als Stadt Fiumicino bekannt. Die Stadtbezirke sind :
- Area Nord-Est: Municipi I, III, V und XVII
- Area Nord-Ovest: Municipi II, IV, XVI, XVIII, XIX und XX
- Area Sud-Ovest: Municipi XII, XIII und XV
- Area Sud-Est: Municipi VI, VII, VIII, IX, X und XI
Klima
Fiumicino
Das Klima Roms ist von seiner mediterranen Lage geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,4 Grad Celsius und die jährliche Niederschlagsmenge 758 Millimeter im Mittel.
Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 21 bis 23,8 Grad Celsius und die trockensten Juni und Juli mit 19 bis 21 Millimeter Niederschlag im Mittel.
Die größten Niederschläge sind im Herbst und Winter mit durchschnittlich 74 bis 104 Millimeter zu verzeichnen. Der kälteste Monat ist der Januar mit 7,9 Grad Celsius im Mittel.
Geschichte
Gründung
Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus.
Königszeit und Republik
Römischen Kalenders
Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)).
Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus - angeblich im Jahr 509 v. Chr. - wurde Rom eine Republik - wenngleich dies wohl erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von Ständekämpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun, die umliegenden Gebiete anzugliedern.
Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. Zum Schutz vor weiteren Übergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die Punischen Kriege (264-146 v. Chr.) bei.
Nachdem die Brüder Tiberius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, die versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet wurden, kam es zu einer Phase der Instabilität, welche in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund begann Caesar mit dem Bau des Forum Iulium.
Kaiserzeit
Forum Iulium
Im 1. Jahrhundert vor Christus war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein gut ausgebautes Straßennetz, funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles) welche als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, welcher besonders unter Caesars Erbe Kaiser Augustus forciert worden war, durch einen großen Brand unter Nero im Jahr 64 vorübergehend zurückgeworfen.
Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69-96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören die berühmtesten Baudenkmäler, wie das Kolosseum und die Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Zu dieser Zeit erreichte Rom den Höhepunkt seiner Zivilisation. Große Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer größere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen.
Spätantike und Niedergang
Maxentiusbasilika
Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl, verlor aber bald an politischer Bedeutung. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten, 455 von den Vandalen und 472 von den Burgundern geplündert wurde.
Nach dem formellen Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 wurden bekannte städtische Einrichtungen wie die Diokletiansthermen und das Kolosseum zunächst weiter unterhalten und trotz sinkender Einwohnerzahlen bestand das antike Leben fort. Prokopios hielt fest, dass die Bauwerke der Stadt während der Herrschaft der Ostgoten instand gehalten worden seien. Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die eigentliche zivilisatorische Katastrophe war der Gotenkrieg mit der endgültigen Zerstörung fast aller römischen Wasserleitungen durch Witichis 537, der Auslöschung der das antike Erbe bewahrenden Senatorenschicht und einem mehrjährigen Aussetzen des städtischen Lebens durch oströmisch-gotische Belagerungskämpfe.
Das letzte spätantike Bauwerk in der Stadt ist die 608 errichtete Phokas-Säule. Die Stadt entging nur knapp einer vollständigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das Stadtgebiet zeitweise kaum über die Tiberufer hinaus erstreckte.
siehe Untergang des Römischen Reiches
Hochmittelalter und Neuzeit
Untergang des Römischen Reiches
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma ("Plünderung Roms") unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom plünderten und verwüsteten.
In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt.
Hauptstadt Italiens
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land, und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt.
Rom heute
XVII. Olympischen Sommerspiele
Die großen Bauten des 20. Jahrhunderts wurden fast alle in den Außenvierteln wie dem E.U.R. errichtet, so etwa der Palazzo del Lavoro. In der Innenstadt dagegen sind Baumaßnahmen aus denkmalpflegerischen Gründen nur selten erlaubt. Derzeit finden große Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt.
Im modernen Stadtbild ist die Vergangenheit noch an vielen Stellen anzutreffen. So ist etwa das Theater des Pompeius am Campo de' Fiori aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., in dessen Vorhof zu Cäsars Zeit die Kurie untergebracht war und er wohl auch getötet wurde, noch zu großen Teilen erhalten. Allerdings ist im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Halbrund für die Zuschauer eine Wohnbebauung geworden. Heute befinden sich darin Keller und eine Tiefgarage, Restaurants und Bars, Privatwohnungen und Hotelpensionen. Alle Zimmer haben aufgrund der ursprünglichen halbrunden Theaterstruktur einen trapezförmigen Grundriß.
Die Erneuerung der Stadt stellt die Römer im Alltag oft vor große Probleme. Schon der Bau einer riesigen Tiefgarage zum Jahr 2000 in einen Tuffhügel am Petersplatz war umstritten, weil die Zerstörung archäologischer Reste befürchtet wurde. Aus demselben Grund wurde die immer noch dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut.
Größere Probleme als die historische Innenstadt machen die oft unschönen Vorstädte mit ihrer hohen Kriminalitätsrate. Dort waren nach dem 2. Weltkrieg oft nachträglich gegen eine Gebühr genehmigte Gebäude fast unkontrolliert in die römische Campagna gebaut worden. Während in der Innenstadt die Kirchen aufgrund ihrer Überzahl oft kaum noch zu erhalten sind, fehlten sie in der Umgebung häufig völlig. Bis heute sind in der einstigen Stadt der "Thermen für alle" öffentliche Bäder kaum vorhanden.
Die Einwohner die es sich leisten können, besitzen eine Wohnung in einem der oft begrünten und sorgsam gepflegten Innenhöfe oder gar eine kleine Villa im Stadtbereich. Insgesamt hat sich seit der Wahl des grünen Bürgermeisters Rutelli Anfang der 1990er Jahre und unter der Regierung von Silvio Berlusconi die Situation nur wenig gebessert.
Unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. erlebte die Stadt zweimal einen nie zuvor dagewesenen Menschenandrang. Im Jahr 2000 kamen zum Gottesdienst am Weltjugendtag zwei Millionen Menschen vor die Tore der Stadt. An den Begräbnisfeierlichkeiten am 8. April 2005 auf dem Petersplatz nahmen 200 Staats- und Regierungschefs sowie drei bis vier Millionen Menschen aus aller Welt teil, von denen aber nur 300.000 Platz fanden, die übrigen verfolgten die Zeremonien auf Videogroßbildschirmen.
- Siehe auch: Zeittafel Rom
Religionen
Zeittafel Rom
In der Antike war die Römische Mythologie mit ihren Kulten die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt. Dennoch waren in diesem Kulturzentrum auch alle anderen Religionen vertreten. Bereits sehr früh entstand eine christliche Gemeinde in der Stadt, welche trotz der Christenverfolgungen rasch anwuchs.
Ab der Herrschaftszeit Konstantins des Großen nahm das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und überlebte auch dessen Untergang. Nachdem die Stadt mehrfach von heidnischen Völkern geplündert und zerstört wurde, setzte sich Rom als Zentrum des Kirchenstaates durch. Infolgedessen wurden in Rom unzählige Kirchen errichtet, die die wichtigsten Heiligtümer beherbergen.
Nachdem Rom 1797 von Napoleon Bonaparte erobert worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress 1815 wieder unter päpstliche Hoheit gestellt. Da das italienische Nationalbewusstsein unter der französischen Besatzung gewachsen war, kam es zum Krieg zwischen dem inzwischen vereinigten Italien und dem Papstsitz Rom.
Der Papst zog sich darauf hin in den Vatikan zurück, der 1929 in den Lateranverträgen als eigenständiger Staat akzeptiert wurde. Seitdem ist Rom, besonders der Vatikan, wieder das geistliche Zentrum des Christentums.
Einwohnerentwicklung
Roms Geschichte begann etwa 800 v. Chr. mit einem Bündnis verschiedener kleiner Dörfer mit wenigen hundert bis tausend Einwohnern. Von da an wuchs Rom in den nächsten Jahrhunderten kontinuierlich zu einer Megastadt, die über eine Million Einwohner zählte. Erst mit dem Einsetzen des Mittelalters nahm die Bevölkerung wieder ab und sank rasch bis zum Jahr 530 auf 100.000.
Im frühen Mittelalter war Rom mit 20.000 Einwohnern nur mehr eine Kleinstadt. Erst mit dem Aufstieg des Kirchenstaates blühte Rom erneut auf und konnte als Wallfahrtszentrum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Einwohnerzahl wieder auf 230.000 steigern. Erst im 20. Jahrhundert wuchs Rom erneut zur Millionenstadt heran, indem es in rund 100 Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verzehnfachte.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1858 handelt es sich um Schätzungen, von 1861 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
Überblick
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Rom wurde der Überlieferung zufolge im Jahre 753 v. Chr. auf einem der sieben Hügel gegründet. Jedoch lassen Funde darauf schließen, dass bereits 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben müssen. Das Bild der Hügel Kapitol und Palatin, sowie des Tales zwischen den beiden, ist besonders durch antike Bauwerke bestimmt.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Kapitol lange als Sitz der Regierung des Imperium Romanum diente, während der Palatin vor allem als Residenzhügel der Kaiser verwendet wurde. Im Tal zwischen den beiden Hügeln befindet sich das Forum Romanum, welches das Zentrum des städtischen Lebens im antiken Rom darstellte.
Als Innenstadt Roms gilt der Bereich innerhalb der Aurelianischen Mauer, welche im 3. Jahrhundert um das Gebiet der 7 Hügel, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius, Aventin und Palatin, errichtet wurde. Das historische Zentrum breitet sich fast ausschließlich am linken Ufer des Tibers aus.
Hier befinden sich die meisten und größten Baudenkmäler aus der Antike. Die christlichen Gebäude hingegen sind auf beiden Seiten des Tiber verstreut. Die Vatikanstadt, mit dem weithin sichtbaren Petersdom, befindet sich jedoch auf der rechten Seite des Tibers. Das historische Zentrum von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.
Die äußere Stadt und der Peripherie Roms befindet sich im Bereich außerhalb der aurelianischen Mauer. Die Konzentration antiker Bauwerke ist hier deutlich geringer, wenn man auch immer wieder solche antrifft. Man findet jedoch zahlreiche Kirchen, welche auch in diesem Bereich errichtet wurden, so zum Beispiel die Basilika St. Paul vor den Mauern.
Theater
St. Paul vor den Mauern
Rom spielt eine führende Rolle im italienischen Kulturleben. Im Opernhaus der Stadt, das zu den größten in Italien zählt, werden Opernaufführungen geboten, die im Sommer auch in den Caracalla-Thermen stattfinden. Außerdem gibt es in Rom etwa 20 Theater und sechs Konzertsäle, die außerhalb der Sommermonate mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten.
Im April 2002 wurde im nördlichen Teil der Stadt ein Konzertpark eröffnet; das rund 50.000 Quadratmeter große Areal umfasst unter anderem drei Konzerthallen mit 700, 1.200 und 2.700 Plätzen, die nach Plänen des Genoveser Architekten Renzo Piano erbaut wurden.
Museen
Das älteste Museum Roms sind die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die neben den wesentlich größeren Vatikanischen Museen zu den bedeutendsten Kunstkollektionen Roms gehören.
In der Villa Giulia, dem Landhaus Papst Julius II. welches Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, ist eine herausragende Sammlung etruskischer und antiker Römischer Kunst untergebracht. Die Kunstsammlung der Familie Borghese wird in ihrem Palast aus dem frühem 17. Jahrhundert ausgestellt. Sie trägt den Namen Galerie Borghese und besteht vor allem aus Gemälden und Plastiken.
Im von Michelangelo entworfenen Museo Nazionale Romano delle Terme sind griechische und römische Plastiken ausgestellt. Ebenfalls bedeutend sind die Gemäldegalerie im Palazzo Farnese, die Renaissance-Bronzensammlung im Palazzo Venezia und die Gemäldesammlung im Palazzo Barberini.
Bauwerke
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Rom beherbergt als eine der großen Kulturstädte Europas zahlreiche Denkmäler von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen Frühgeschichte eher spärlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches.
Sie reichen vom fast vollständig erhaltenen Pantheon (gegründet im Jahre 27 v. Chr., wiederaufgebaut zwischen 118 und 128 n. Chr.), dem einzigen erhaltenen Kuppelbau der Antike, bis zum eindrucksvollen Kolosseum (fertiggestellt 80 n. Chr.), dem größten Amphitheater der Antike, das Austragungsstätte von Gladiatorenkämpfen und anderen Schauspielen war. Seit dem Jahre 1999 dient das Kolosseum auch als Monument gegen die Todesstrafe: Immer wenn ein Staat dieser Welt die Todesstrafe abschafft, wird das Kolosseum 48 Stunden lang hell erleuchtet – was aber nur selten geschieht.
In der Stadt findet man neben den antiken Stadtmauern Triumphbögen, einzigartige Kirchen und Paläste sowie große öffentliche Plätze; besonders bedeutend sind das Forum Romanum und die Kaiserforen, ebenso wie die Caracalla-Thermen (erbaut um 217 n. Chr.), die heute als Szenerie für die Opernaufführungen im Sommer genutzt werden, die Katakomben - weit verzweigte unterirdische Anlagen, in denen Christen ihre Gottesdienste feierten und bestattet wurden - und die Engelsburg, die als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde.
Im 4. Jahrhundert wurde die Kirche San Paolo fuori le mura gebaut und nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1823 wiedererrichtet. Die Basilica San Giovanni in Laterano wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im Wesentlichen wiederaufgebaut. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kirche San Pietro in Vincoli ist im 15. Jahrhundert restauriert worden und beherbergt die berühmte Moses-Statue von Michelangelo Buonarroti.
Weitere bedeutende Bauwerke sind die Piazza Navona mit drei Brunnen (darunter die Fontana dei Quattro Fiumi, ein Hauptwerk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini), die Piazza del Campidoglio (Kapitolsplatz mit einer Bronzestatue des Kaisers Marcus Aurelius, die im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt wurde), die Fontana di Trevi (ein Barock-Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, in den Touristen traditionell Münzen hineinwerfen und sich etwas wünschen) und die Piazza di Spagna mit der berühmten, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spanischen Treppe, die zu der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche Santa Trinità dei Monti hinaufführt.
Weitere Sehenswürdigkeiten des christlichen Roms sind über die gesamte Stadt verstreut. Das christliche Zentrum bildet hierbei der nicht zugängliche Staat der Vatikanstadt mit dem Petersdom. Weitere große Kirchen wie die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern befinden sich innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Kirchen sind besonders prunkvoll ausgestattet und enthalten Kunstwerke von unschätzbarem Wert.
Sehenswürdigkeiten des modernen Roms befinden sich eher in den äußeren Bezirken der Stadt, wie zum Beispiel Bauwerke für die Olympischen Sommerspiele 1960, entworfen von Pier Luigi Nervi, einem der führenden italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, aber auch Ehrenmäler und Hochhäuser. Über die ganze Stadt verteilt sind zahlreiche weitere Baudenkmäler, Plätze, Brunnen und Obelisken, welche von großen Künstlern geschaffen und prunkvoll verziert wurden.
- Siehe auch: Aquädukte in Rom, Brunnen in Rom, Kirchen in Rom, Obelisken in Rom und Plätze in Rom.
Sport
Plätze in Rom
In der Stadt gibt es mit dem 1927 gegründeten AS Rom und dem im Jahre 1900 gegründeten Lazio Rom zwei national und international bedeutende Fußballvereine. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im 85.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion aus.
Der AS Rom wurde dreimal Italienischer Fußball-Meister, siebenmal Italienischer Fußball-Pokalsieger und gewann einmal (1961) den UEFA-Pokal. Lazio Rom wurde zweimal Meister, viermal Pokalsieger und gewann einmal (1999) den Europapokal der Pokalsieger.
Rom war Austragungsort der Olympische Sommerspiele 1960 und der ersten Paralympics überhaupt. Das Olympiastadion liegt im Norden der Stadt.
Kulinarische Spezialitäten
Paralympics
Rom bietet eine reiche Auswahl an absoluten Qualitätsrestaurants. Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter Küche der berühmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen Küche mit ihrer Vielfältigkeit, von der jüdischer Küche zur Zubereitung von Schalentieren, von Spezialitäten aus Latium zu ausgezeichneten Fischgerichten, außerdem befinden sich in der Stadt auch zahlreiche Restaurants, die Spezialitäten aus allen fünf Erdteilen bieten.
Typische Gerichte der römischen Küche sind die "coda alla vaccinara", Schwänze junger Rinder in Wein, Tomaten und Pfefferschoten gekocht, oder die "pajata", Kalbsmagen mit Tomatensoße, der "abbacchio alla scottadito" oder die "trippa alla romana", die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre Spezialitäten sind.
Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen Spezialitäten befinden sich überwiegend in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Unter den beliebten Lokalen steht den Pizzerien sicherlich ein Ehrenplatz zu. Sie sind über die ganze Stadt verteilt, aber Trastevere bietet wahrscheinlich das größte Angebot an Pizzerien mit Holzofen. Empfehlenswert sind hier die berühmten flachen römischen Pizzen mit dem knusprigen Rand. Schmackhaft sind auch die Supplì al Telefono, frittierte Reisklößchen gefüllt mit Mozzarella, die Kartoffelkroketten, die frittierten Klippfischfilets, die Kürbisblüten und die Bruschette, getoastete Brotscheiben mit Tomaten, Öl und Knoblauch.
Wirtschaft und Infrastruktur
Supplì al Telefono
Rom ist seit dem 2. Weltkrieg der wichtigste Wirtschaftsstandort in Italien. Seine Wirtschaft basiert auf der staatlichen Verwaltung, sowie dem Fremdenverkehr. Daneben dominieren andere Dienstleistungsbranchen, wie ganz besonders der Einzelhandel.
Als Industriestandort produziert Rom vor allem die traditionellen Industrieerzeugnisse Textilien und Souvenirs für Touristen, sowie die neueren Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, pharmazeutische Produkte, Maschinen, Papier- und Metallwaren. Daneben ist Rom wegen des Klimas und der Monumente auch für die Filmindustrie ein wichtiger Standort.
Die Hauptverwaltungen zahlreicher internationaler Unternehmen und Organisationen haben ihren Sitz in Rom. Hierzu zählen unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), der Welternährungsrat (WFC) und das Welternährungsprogramm (WFP).
Verkehr
WFP
Rom selbst hat zwei internationale Flughäfen, Fiumicino (Leonardo da Vinci) und Ciampino (G.B. Pastine). Der an der Küste gelegene internationale Flughafen Leonardo da Vinci ist einer der geschäftigsten Flughäfen der Welt.
Als zentraler Knotenpunkt des italienischen Eisenbahnsystems verfügt Rom über die Bahnhöfe Roma Tiburtina, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Roma San Pietro, sowie den Hauptbahnhof Roma Termini. Mit der Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Neapel in diesem Jahr und dem baldigen Ausbau des Bahnhofes Tiburtina werden Züge, die Rom nur als Durchgangsstation durchfahren, nicht mehr den Hauptbahnhof Termini anfahren.
Rom verfügt über ein gut ausgebautes, aber nur chaotisch funktionierendes ÖPNV-System, bestehend aus Bussen, Tram und U-Bahn. Während die ganze Stadt durch ein System aus Express- und Stadtbussen recht gut erschlossen ist, ist das U-Bahnsystem, mit den Linien A und B, nur mäßig ausgebaut und in den Stoßzeiten vollkommen überlastet, da eine Beschädigung vieler historischer Gebäude und Anlagen durch den Bau der Tunnel befürchtet wurde und wird. Der erste Streckenabschnitt der Metro wurde am 9. Februar 1955 zwischen Termini und Laurentina eingeweiht. Heute fährt sie auf zwei Linien mit einer Länge von 41 Kilometern. Eine Erweiterung der Linie B und eine neue Linie C sind in Bau.
Nachdem zwischen dem 8. Januar 1937 und dem 2. Juli 1972 schon einmal Trolleybusse in Rom fuhren, wurde das System nach einer Unterbrechung von 33 Jahren am 23. März 2005 in der Stadt wieder eingeführt. Die Straßenbahn von Rom nahm am 2. August 1877 den Betrieb auf. Sie verkehrt auf einem 84 Kilometer langen Streckennetz.
Medien
- Tageszeitungen: La Repubblica, Il Messaggero, Il Tempo, Corriere dello Sport, Gazzetta dello Sport (beides Sportzeitungen).
- Fernseh-/Radiosender: RAI TV, Radio Vatikan
Bildung
Rom hat drei staatliche Universitäten: Die Universitá degli Studi di Roma La Sapienza ist eine der ältesten Universitäten Europas (Gründung: 1303) und mit 147.000 Studenten die größte Universität Europas. Die beiden anderen Universitäten sind die Tor Vergata und Roma Tre. Daneben bestehen mehrere katholische Universitäten als Einrichtungen des Heiligen Stuhls bzw. einzelner geistlicher Orden.
Außerdem ist Rom der Sitz der Akademie der Schönen Künste, der Nationalen Akademie für Tanz, der Nationalen Akademie für dramatische Kunst, des Musikkonservatoriums und des Zentralinstituts für die Restaurierung von Kunstwerken.
Söhne und Töchter der Stadt
Siehe: Liste der Söhne und Töchter von Rom
Literatur
- Jansen, D. / Poeschel, S.: Rom. München, 1990.
- Gregorovius, F.: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom V. bis XVI. Jahrhundert. München, 1988.
- Neumeister, C.: Das antike Rom. - Ein literarischer Stadtführer. München, 1991.
- Coarelli, F.: Rom. - Ein archäologischer Führer. Freiburg, 1989.
- Titus Livius: Ab urbe condit. Rom, ab 27 v.Chr.
- Kolb, Frank: Rom - Geschichte der Stadt in der Antike. München 1995
- Clemens Bombeck: "Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen in der Ewigen Stadt", Verlag Schnell & Steiner Regensburg 2004 , ISBN 3795416914
Filme
- Roman Holiday (Ein Herz und eine Krone), Regie: William Wyler, 1953
- La dolce vita (dto.), Regie: Federico Fellini, 1960
- Roma (Fellinis Roma), Regie: Federico Fellini, 1972
- Caro diario (Liebes Tagebuch), Regie: Nanni Moretti, 1991
- Gente di Roma, Regie: Ettore Scola, 2003
Partnerstädte
- New York City (USA)
Siehe auch
- Portal und Themenliste Rom
- Römisches Reich
Weblinks
- [http://www.comune.roma.it Offizieller Webauftritt] (italienisch)
- [http://www.die-roemer-online.de/rom/rom.html die-roemer-online Das antike Rom]
- [http://rubens.anu.edu.au/htdocs/bycountry/italy/rome/popolo/ Popolo-Projekt der Australien National University] - 4,3 Gigabyte Bilder zum Thema Rom (englisch)
- [http://www.kirke.hu-berlin.de/ressourc/roma.html Kirke] Rom im WorldWideWeb
- [http://www.gottwein.de/roge/rom_hist.php Römische Geschichte in annalistischer Darstellung]
- [http://www.urlaub-rom.de/ 3 Tage in Rom] - Empfehlungen für Stadtrundgänge
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Europe/Italy/Lazio/Roma/Rome/home.html Thayer's Gazetteer of Rome] (english/italienisch)
- [http://rom.antikefan.de Das antike Rom - Geschichte und Bauwerke]
- [http://rome.arounder.com/fullscreen.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - mit Breitband (englisch)
- [http://rome.arounder.com/java.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - ohne Breitband (englisch)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/ Rome Virtual Travel] (englisch/italienisch/französisch)
- [http://www.romaculta.it/it/souvenirs.html Historische Fotos von Rom] (italienisch)
- [http://www.discover-rome.de/index_de.html Discover Rome]
- [http://www.euxus.de/rom.html Ein deutscher Reisebericht mit vielen Fotos von 2004]
- [http://formaurbis.stanford.edu/ Stanford Digital Forma Urbis Romae Project - Stadtplan Roms Anfang des 3. Jhdts] (englisch)
- [http://www.italien-inseln.de/italia/latium-lazio/roma/hauptstadt.html Provinz Rom]
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Kategorie:Ort im Latium
Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie: Hauptstadt in Italien
als:Rom
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Papst
Papst (v. griech.: pappas, Vater; v. lat.: papa, Papa, Vater) ist der religiöse Titel für das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche (auch: Heiliger Vater oder Santo Padre).
Römisch-Katholischen Kirche
Unter der Bezeichnung Heiliger Stuhl agiert der Papst sowohl allein, als auch zusammen mit der Kurie international als nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt und vertritt zugleich den Vatikanstaat (als staatliches Völkerrechtssubjekt), dessen Staatsoberhaupt er ist.
Der aktuelle Papst ist Benedikt XVI., der am 19. April 2005 in dieses Amt gewählt wurde.
Seit 1871 residiert der Papst im Apostolischen Palast neben dem Petersdom. Kathedralkirche des Papstes ist die Lateranbasilika. Der Papst-Thron wird auch Kathedra Petri genannt.
Geschichte
Kathedra Petri)]] Der Papst ist nach katholischer Auffassung und der einiger anderer christlicher Kirchen Nachfolger des Apostels Petrus, der von diesen Kirchen als erster Bischof von Rom angesehen wird und vermutlich um das Jahr 67 in Rom den Märtyrertod erlitten hat. Einige Kritiker und einige Historiker bezweifeln jedoch, dass er je dort war.
Begründet wird dieser Anspruch mit einer Stelle aus dem Matthäus-Evangelium der Bibel (Kapitel 16, Vers 18-19), die wie folgt lautet (Einheitsübersetzung):
Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und dir will ich geben die Schlüssel über das Himmelreich. Was du auf Erden bindest, soll im Himmel gebunden sein. Und was du auf Erden lösest, soll im Himmel gelöst sein.
Umstritten ist, ob der 1. Clemensbrief aus dem Jahre 98 bereits eine Vorrangstellung der Gemeinde von Rom dokumentiert oder als brüderliche Ermahnung unter Gleichberechtigten anzusehen ist. In diesem Brief an die Gemeinde von Korinth fordert der damalige Bischof von Rom, Clemens, von den Korinthern die Rücknahme von abgesetzten Presbytern. Er nimmt Bezug auf das Martyrium der Apostel Petrus und Paulus in Rom.
In der römisch-katholischen Kirche stammt die erste bekannte Verbindung des Titels "Papst" mit dem Bischof von Rom aus der Zeit des Marcellinus (†304), der in der Grabinschrift des Diakons Severus so bezeichnet wird. Bischof Siricius von Rom (385–399) bezeichnet sich als Erster amtlich als papa, als ausschließliche Amtsbezeichnung für den Bischof von Rom wird der Begriff von Gregor I. (590-604) gesetzlich festgeschrieben.
Vorher (ab dem 3. Jahrhundert) war es eine Ehrbezeichnung für Bischöfe, Patriarchen und Äbte vor allem im Orient – da die koptische Kirche bereits seit dem Konzil von Chalcedon 451 (vor Gregor) nicht mehr zur gleichen Kirche wie die lateinische gehört, führt ihr Oberhaupt ebenfalls den Titel Papst.
Seit Leo I. (Bischof von Rom 440 bis 461) führt der römische Papst die Bezeichnung „Pontifex Maximus“, den bis zu Kaiser Gratian der römische Kaiser als oberster römischer Priester trug (mögliche Etymologien unter anderem: Oberster Brückenbauer oder Pfadbahner).
Im Mittelalter ergab sich des Öfteren die Situation, dass es mehrere Päpste gleichzeitig gab, da zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten Papstes ein Gegenpapst eingesetzt wurde. Dazu kam es, weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete, der Kaiser oder römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Solche Eingriffe sind inzwischen unter Androhung der Exkommunikation verboten. Außerdem kam es im 14. Jahrhundert zur Verlegung der Residenz nach Avignon und zum großen Schisma (siehe Avignonesisches Papsttum und Abendländisches Schisma).
Im 15. Jahrhundert gewann der Konziliarismus an Auftrieb, der aber bald zurückgedrängt wurde.
Titel
Die Titel des Papstes lauten:
- Bischof von Rom
- Stellvertreter Jesu Christi auf Erden (Vicarius Christi)
- Nachfolger des Apostelfürsten (gemeint ist Petrus; beide Titel haben kirchenrechtlich keine Konsequenzen und spiegeln nur religiöse Aspekte wider)
- Oberster Priester der Weltkirche (Ehrentitel, der seine Stellung in der Liturgie regelt, gerade wenn Patriarchen konzelebrieren.)
- Oberster Brückenbauer (Pontifex maximus) (Geht zurück auf den Titel Pontifex Maximus im römischen Reich)
- Patriarch des Abendlandes
- Primas von Italien (ein Ehrenvorrecht, Primatentitel sind in der Rechtstellung aufgehoben)
- Metropolit und Erzbischof der Kirchenprovinz Rom (wie alle Erzbischöfe übt er eine Art Supervision über die Bischöfe der umliegenden Diözesen aus)
- Souverän des Staates der Vatikanstadt (der weltliche Titel des Papstes)
- Diener der Diener Gottes (ein Titel, den sich Papst Gregor der Große gegeben hat. Lateinisch: servus servorum dei)
Insignien
Vatikanstadt nicht mehr getragen]]
Die päpstlichen Insignien bestehen aus
- dem Papstthron
- der Papstkrone (Tiara). Papst Paul VI. war bislang der letzte Papst, der mit der Tiara gekrönt wurde. 1964 legte er die Tiara ab. Seine Nachfolger verzichteten fortan auf eine Krönungszerememonie, führten die Tiara aber weiterhin in ihrem persönlichen Wappen. Papst Benedikt XVI. ersetzte die Tiara in seinem persönlichen Wappen durch eine einfache Bischofsmitra mit drei goldenen, in der Mitte verbundenen Ringen.
- dem päpstlichen Hirtenstab (Ferula)
- dem Fischerring (anulus piscatoris)
- dem Pallium
- sowie einigen liturgischen Gewändern
Kleidung
Reisebekleidung und Alltagskleidung: Jeder Papst trägt sein eigenes Wappen auf den Gürtel gestickt. Der sog. Mantello ist ein roter Mantel für kaltes Wetter. Wie jeder Bischof trägt auch der Papst ein Pileolus. Im Laufe der Zeit hat sich die Bekleidung des Papstes zum Teil grundlegend verändert.
Bis auf die Papstkrone sind die päpstlichen Insignien spezielle Varianten der bischöflichen Insignien.
Kirchenrecht
Wahl
Zum Papst kann nach dem Kirchenrecht jeder getaufte männliche Katholik gewählt werden; es gibt keine näheren Bestimmungen außer der, daß er unverheiratet sein muss. Allerdings war der letzte nicht als Kardinal gewählte Papst Urban VI. im 14. Jahrhundert (1378). Der Papst wird im Konklave, einer Versammlung aller Kardinäle, die zum Zeitpunkt des Todes des Vorgängers jünger als 80 Jahre sind, auf Lebenszeit gewählt. Das Konklave wird jeweils in der Sixtinischen Kapelle (la cappella sistina) abgehalten. 1996 wurde mit der Konstitution Universi Dominici Gregis die früher geforderte Zweidrittelmehrheit plus eine Stimme ab dem 33. erfolglosen Wahlgang durch eine absolute Mehrheit ersetzt. Ist der Gewählte kein Bischof, oder ist er gar nur Laie, wird er noch im Konklave zum Bischof von Rom geweiht, so dass er dann Papst werden kann.
Nach (römisch-katholischem) kirchlichem Recht ist der Papst, wie alle Bischöfe, immer ein Mann. Ob es die in verschiedenen Überlieferungen erwähnte Päpstin Johanna tatsächlich gegeben hat, ist historisch nicht gesichert.
siehe auch: Sedisvakanz, Konklave
Namensgebung
Nach der erfolgten Wahl wird der neue Papst gefragt, welchen Namen er annimmt. Die Namenswahl unterliegt der freien Entscheidung des Papstes. Aus der Wahl des Namens versuchen Beobachter politische Ziele des neuen Papstes abzuleiten, indem die charakteristischen Eigenschaften von vorherigen Päpsten sowie Heiligen dieses Namens untersucht werden. So war der Name Pius vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts der mit Abstand am häufigsten gewählte Name. Seit dem Tod von Pius XII. (1958) wurde er jedoch nicht mehr gewählt, da diesem Papst oft Untätigkeit gegenüber dem Holocaust vorgeworfen wird. Zudem verkörperten viele Päpste dieses Namens die besonders konservativen Kräfte der Kirche, wie Pius IX. mit dem Syllabus Errorum und Pius X. mit dem Antimodernisteneid. Ein Papst, der sich heute Pius nennen würde, gälte daher von Anfang an als sehr konservativ. (Lucian Pulvermacher, das Oberhaupt der ultrakonservativen True Catholic Church, hat sich den Namen Pius XIII. gegeben.)
Päpste können Namen annehmen, die die latinisierte Form ihres bürgerlichen Namens darstellen (Hadrian VI. = Adrian Florisz, Marcellus II. = Marcello Cervini), was jedoch seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr vorgekommen ist. Viele Päpste nehmen die Namen bedeutender Vorgänger an (Leo, Gregor) oder auch jene von Heiligen (z. B. Paul VI. nach dem Apostel Paulus). Andere gehen nach der Bedeutung der Namen (Pius = fromm; Innozenz = unschuldig). Einige Päpste wählen ihren Namen aus persönlichen Gründen (Johannes XXIII. zu Ehren seines Vaters).
Ursprünglich behielten die Päpste nach der Wahl ihren bürgerlichen Vornamen. Der erste Papst, der seinen Namen änderte, war Johannes II. im Jahr 533. Er hieß eigentlich Mercurius und wollte als Papst nicht den Namen eines heidnischen Gottes tragen. Jedoch blieb die Annahme eines neuen Namens bis zum Ende des 1. Jahrtausends eine Ausnahme.
Der erste Papstname, der wiederholt verwendet wurde, war Sixtus (257). Seitdem werden die Namen, die mehrfach vergeben werden, wie Herrschernamen mit römischen Ziffern versehen. Die Päpste der Antike und des Frühmittelalters trugen jedoch häufig Namen, die kein zweites Mal in Gebrauch kamen. Einige der antiken Namen (Clemens, Pius) wurden ab dem Hochmittelalter und damit dem Aufkommen der Namenswahl wieder aufgegriffen.
Johannes Paul I. wählte in Erinnerung an seine beiden Vorgänger den ersten Doppelnamen der Papstgeschichte. Zugleich ist dies der erste neue Papstname seit Lando (913-914). Nachdem er nach 33 Tagen im Amt starb, wählte sein Nachfolger Karol Wojtyła ebenfalls diesen Papstnamen und wurde Johannes Paul II. genannt. Der Name des derzeitigen Papstes Benedikt XVI. nimmt Bezug auf Benedikt XV. (1914-1922), der vergeblich versuchte, den Ersten Weltkrieg zu verhindern bzw. zu beenden, sowie auf den Mönchsvater und Patron Europas, Benedikt von Nursia.
Rücktritte
Päpste werden grundsätzlich auf Lebenszeit gewählt, das Kirchenrecht sieht aber auch ausdrücklich die Möglichkeit eines Rücktritts vor:
:Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird. (Can. 332 — § 2. CIC)
Es gibt mehrere Beispiele von Rücktritten in der Geschichte der römischen Päpste: Der bekannteste dürfte der Rücktritt Coelestins V. im Jahr 1294 sein. Papst Gregor XII. wurde im Zuge des Konzils von Konstanz zum Rücktritt gezwungen. Benedikt IX. war ganze drei Mal Papst, trat dreimal zurück (1044, 1045, 1048) zu Gunsten seiner Verwandten. Die fromme Legende, es wäre bis jetzt nur ein Papst zurückgetreten (Coelestin V.), ist historisch nicht haltbar und widerlegt. Der am 2. April 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. lehnte noch in seinen letzten Lebenswochen einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen ab.
Er begründete dies damit, dass er „sein Kreuz tragen“ und Christus im Leiden nachfolgen wolle. Auch Jesus sei nicht vom Kreuze gestiegen. Insbesondere in westlichen Gesellschaften wurde er dafür kritisiert; einige nehmen an, dies sei auf eine Tabuisierung des öffentlichen Leidens und Sterbens in westlichen Gesellschaften zurückzuführen.
Stellung und Kritik
Der universale Primatsanspruch des Bischofs von Rom entwickelte sich im Lauf des ersten Jahrtausends und gipfelte im Dictatus Papae von 1075. Der Papst gilt in der römisch-katholischen Kirche als oberster Herr der Gesamtkirche und Stellvertreter Christi auf Erden – ein Anspruch, der, abgesehen von den Unierten Kirchen, von allen übrigen Kirchen nicht anerkannt wird.
Das erste Vatikanische Konzil (1869 – 1870) erhob die Glaubensüberzeugung, der Papst sei, wenn er ex cathedra spricht, in Glaubensfragen unfehlbar, zum Dogma. Auch dieser Anspruch wird von den übrigen Kirchen abgelehnt; als Folge entstand zudem die Alt-Katholische Kirche. Ausdrücklich angewendet wurde das Unfehlbarkeitsdogma seit 1870 ein einziges Mal, 1950 bei der Formulierung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Enzykliken und Lehrschreiben des Papstes sind für die römisch-katholische Kirche zwar bindend, aber nicht ohne weiteres als unfehlbare Lehrentscheidungen anzusehen. Die theologische Diskussion hierüber ist nicht abgeschlossen.
In der Alten Kirche gab es fünf maßgebliche Patriarchen (in der Reihenfolge des durch ökumenische Konzile definierten Ehrenvortritts):
# den Bischof von Rom
# den Bischof von Konstantinopel (seit Chalcedon im gleichen Rang wie Rom, aber im Vortritt nach Rom, da Rom älter ist)
# den Bischof von Alexandria
# den Bischof von Antiochia
# den Bischof von Jerusalem
Damals schon galt unter einigen Christen der römische Bischofssitz als „primus inter pares“, da Rom die Hauptstadt des Römischen Reiches war und die Kirche von Rom insbesondere durch die Gräber der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus als verehrungswürdig angesehen wurde. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea († 339) notiert das Martyrium von Petrus und Paulus in Rom, als sei es eine in der ganzen Kirche bekannte Tatsache. Irenäus von Lyon († um 202) gibt die römische Ortstradition wieder, wonach das römische Bischofsamt sich in direkter Nachfolge vom Apostel Petrus herleite, der der erste Vorsteher (episkopos) der römischen Christengemeinde gewesen sei. Aber auch das Patriarchat von Antiochia beruft sich darauf, dass Petrus (bevor er nach Rom gegangen sei) dort der erste Bischof war (seit dem Jahr 38). Ebenso führen sich die übrigen Patriarchate (und einige weitere östliche Bischofssitze) auf einen Apostel zurück. Ob Petrus überhaupt jemals in Rom gewesen ist, ist unter Historikern umstritten.
Die römische Petrustradition ist historisch nicht ausgeschlossen, war aber in den ersten Jahrhunderten kein wichtiges Thema. Für die Anwendung von Matthäus 16,18 auf die Bischöfe von Rom als Petrusnachfolger findet sich das früheste schriftliche Zeugnis bei Papst Damasus I. im 4. Jahrhundert. Dort wird auch die römische Kirche erstmals exklusiv als "sedes apostolica" (apostolischer Stuhl) bezeichnet - eine Sonderstellung, die von den übrigen Patriarchaten nicht anerkannt wird. Durch die Teilung des Römischen Reiches wurden aber die monarchischen Tendenzen des einzigen westlichen (lateinischen) Patriarchensitzes weiter begünstigt.
Scharfe Kritiker sehen im Papsttum die Fortsetzung des Machtanspruchs des alten Roms. Die Konstantinische Wende rief einen völlig anderen Menschenschlag als den bisherigen an die Spitze der noch jungen Kirche. Während in den ersten Jahrhunderten Christen noch grausam verfolgt wurden und zum Christsein außerordentlich viel Mut gehörte, war nun das Christentum Teil der kaiserlichen Machtpolitik geworden und bot begehrenswerte (weil gut bezahlte und einflussreiche) Ämter. Die römische Kirche hatte im Westen die traditionelle Vorherrschaft Roms übernommen. Versuche, sie auf die übrigen Patriarchate auszudehnen, scheiterten jedoch. In der Folge setzte sich das Papsttum in Westeuropa mehr und mehr auch als weltlicher Herrscher durch.
Eine Stellvertreterschaft Gottes, die aus der Bibel nicht stichhaltig abzuleiten sei, habe ihr Vorbild dagegen im römischen Kaisertum. So war der Papst im Hochmittelalter in geistlichen und weltlichen Fragen Gebieter über Könige und Völker, was sich jedoch ab dem 14. Jahrhundert immer weniger durchsetzen ließ. Auch auf religiösem Gebiet kam es im Spätmittelalter zu einer immer stärkeren Diversifikation, wobei die Kirche allerdings hart gegen Andersdenkende in ihrem Machtbereich vorging.
Literatur
- Ludwig Ring-Eifel: Weltmacht Vatikan. Päpste machen Politik., Pattloch Verlag München 2004, ISBN 3629016790
- Horst Fuhrmann: Die Päpste, Beck, 2004, ISBN 3406510973
- Horst Herrmann: Die Heiligen Väter. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3746681103
- Georg Schwaiger: Papsttum und Päpste im 20. Jahrhundert. Von Leo XIII. zu Johannes Paul II.,C.H. Beck Verlag 1999, ISBN 3406448925
- Georg Denzler: Das Papsttum, C.H. Beck Verlag 1997, ISBN 3406418651
- Ludwig Freiherr von Pastor: Die Geschichte der Päpste, Freiburg im Breisgau 1928, 15 Bde.
Weblinks
- [http://www.katholisch.de/9000.htm Katholische Kirche im Internet: Der Papst]
- [http://www.ikvu.de/papst/ IKvu-SPECIAL: Papstamt und Petrusdienst]
- [http://www.requiem-projekt.de Datenbank zu den Grabmälern und Karrieren der Päpste in Renaissance und Barock]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesellschaft/Religion_und_Spiritualit%c3%a4t/Christentum/Glaubensrichtungen/Katholische/Personen/P%c3%a4pste/ Open Directory Project: Päpste]
- [http://papst.jesus.ch/ Papst Special auf jesus.ch]
- [http://www.theologie-systematisch.de/ekklesiologie/12staende.htm Aktuelle Literatur zum Papstamt]
- [http://www.vaticanhistory.de/vh/html/body_deutsche_papste.html "Die acht deutschen Päpste"]
- [http://stephanscom.at/papst/benediktxvi/0/articles/2005/04/21/a8246/ Artikel über die deutschen Päpste]
Siehe auch
- Liste der Päpste
- Papstbesuche in Deutschland
- Papstaudienz
- Liste der historischen Gegenpäpste
- Konzil
- Sedisvakanz
- Konklave (d.h. Papstwahl)
- Primat
- Religiöse Titel
- Päpstin Johanna
- Pornokratie (Mätressenherrschaft)
Kategorie:Christentum
-
Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher
Kategorie:Römisch-Katholische Kirche
Kategorie:Kirchenwesen
Kategorie:Herrschertitel
Kategorie:Kirchliches Amt
als:Papst
ja:ローマ教皇
ko:교황
ms:Paus (Katholik)
nb:Pave
simple:Pope
th:พระสันตะปาปา
1484
Politik und Weltgeschehen
- 5. Dezember: Papst Innozenz VIII. erlässt die Hexenbulle (Summis desiderantes affectibus)
- 1. Januar: Ulrich Zwingli, Schweizer Reformator († 1531)
- 17. Januar: Georg Spalatin, Fürsprecher Martin Luthers († 1545)
- 21. Februar: Joachim I., Kurfürst von Brandenburg († 1535)
- 4. März: Georg der Fromme, Regent von Ansbach († 1543)
- 23. April: Julius Caesar Scaliger, richtiger Name vermutlich Giulio Bordoni, Humanist († 1558)
- 10. Mai: Wolfgang, Markgraf von Baden († 1522)
- 25. Juni: Bartholomäus V. Welser, Augsburger Patrizier und Großkaufmann († 1561)
- 29. November: Joachim von Watt, Schweizer Humanist und Reformator († 1551)
- 13. Dezember: Paul Speratus, deutscher Theologe, Reformator und Liederdichter († 1551)
- 4. März: Kasimir von Polen, polnischer und litauischer Nationalheiliger ( - 1458)
- 14. Juli: Federico I. Gonzaga, Sohn des Markgrafen Luigi III. Gonzaga von Mantua und seit 1478 dessen Nachfolger ( - 1441)
- 12. August: Sixtus IV., Papst vom 9. August 1471 bis zum 12. August 1484 ( - 1414)
- 12. November: Andrea Zamometic, kroatischer Erzbischof, von Sixtus IV. exkommuniziert ( - 1420)
- Luigi Pulci, italienischer Dichter
ko:1484년
1492
Politik und Weltgeschehen
- 2. Januar: Mit der Kapitulation Boabdils, des letzten Sultans von Granada, endet die 700-jährige Herrschaft der Mauren auf der iberischen Halbinsel (Abschluss der Reconquista)
- 2. August: Einen Tag bevor Christoph Kolumbus zu seiner ersten Reise nach Amerika in See sticht, läuft – einem königlichen Dekret gemäß – das Ultimatum für die Vertreibung aller Juden Spaniens ab. Zwischen 120.000 bis 150.000 Menschen haben Haus und Hof zu verlassen. Gold und sonstige Schmuckgegenstände sowie Geld sind der katholischen Regierung zu überlassen
- 10. August: Unterstützt durch Gelder Ferdinands von Aragonien erwirbt Rodrigo de Borja, ein Spanier aus der Familie Borgia, mittels Bestechung den Weg zum Stuhl des Pontifex maximus, des Statthalters Christi, des Papstes der römischen Kirche, und nimmt den Namen Alexander VI. an
- 12. August: Die Asseburg bei Wolfenbüttel wird erobert und abgebrannt
- 12. Oktober: Christoph Kolumbus erreicht Amerika (die Bahamas) und entdeckt diesen Kontinent für Europa
- Martin Behaim fertigt den ersten Globus, seinen „Erdapfel“, an
- Antonio de Nebrija veröffentlicht die erste spanische Grammatik (Gramática española)
- In Schwaben wird die Kehrwoche eingeführt
- Die Stiegl-Brauerei wurde gegründet
- 1. Januar: Silvestro Ganassi, italienischer Gamben- und Blockflötenspieler und Komponist
- 22. Januar: Beatrix von Baden, Markgräfin von Baden († 1535)
- 4. Februar: Francesco II. Sforza, der jüngere Sohn des Herzogs Ludovico Sforza von Mailand († 1535)
- 21. März: Johann II. von Simmern, Pfalzgraf († 1557) ebenda
- 26. März: Adam Ries, deutscher Rechenmeister († 1559)
- 11. April: | | |