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Innozenz XI.

Innozenz XI.

Benedetto Odescalchi (
- 19. Mai 1611 in Como; † 12. August 1689 in Rom) war unter dem Namen Innozenz XI. Papst von 1676 bis 1689. 1689 1689]]

Leben

Benedetto Odescalchi stammte aus einer reichen Kaufmannsfamilie und wurde von den Jesuiten in Como erzogen. Im Jahr 1637 begann er ein Studium der Rechte und der Theologie in Rom; später wechselte er den Studienort nach Neapel. Papst Urban VIII. ernannte ihn zum apostolischen Pronotar. Im Jahr 1645 ernannte Papst Innozenz X. ihn zum Kardinaldiakon. Drei Jahre später, im Jahr 1648, schickte der Papst ihn als Legaten nach Ferrara. 1650 wurde Benedetto Odescalchi dann zum Bischof von Novara ernannt. Seine asketische Lebensweise und besonders seine Mildtätigkeit und Fürsorge brachten ihm sehr schnell den Beinamen Vater der Armen. Am 21. September 1676 wurde er zum neuen Papst gewählt; bei dem Konklave im Jahr 1670 war seine Wahl noch am Widerstand Frankreichs gescheitert. Als erstes verordnete er dem Kirchenstaat rigorose Sparmaßnahmen, die sehr bald die Finanzen der, durch die Ausgaben seiner Vorgänger belasteten, hoch verschuldeten Kurie wieder in Ordnung brachten. An der Förderung der Kunst war Innozenz XI. uninteressiert; die bildenden Künste empfand der sittenstrenge und asketische Papst sogar als höchst anstößig. Er verabscheute jede Art von Nepotismus und Simonie, deshalb bekämpfte er diese oft zu findende willkürliche Vergabe von kirchlichen Ämtern offen wo er nur konnte. Zum Kardinalstaatssekretär machte er Alderano Kardinal Cibo, der die Simonie jedoch nicht wie Innozenz XI. prinzipiell ablehnte. Ebenso war Innozenz XI. ein Streiter für die Reinerhaltung des katholischen Glaubens. Die Hauptprobleme, mit denen er sich in seinem Pontifikat befassen musste, waren die Abwehr der Türken in Europa sowie das Verhältnis des Kirchenstaates zu Frankreich. Er versuchte während seines ganzen Pontifikats, die christlichen Fürsten Europas für eine Heilige Liga im Kampf gegen die Türken zu gewinnen. Am 31. März 1683 gelang es ihm endlich, den polnischen König Jan Sobieski und den Kaiser Leopold I. zu einem Defensivbündnis zu überreden. Innozenz XI. unterstützte das Bündnis und den Kampf gegen die Türken mit 1,5 Millionen Gulden. So gelang dann auch endlich am 12. September 1683 die Befreiung Wiens von der Belagerung durch die Türken. Das Türkische Heer wurde vernichtend geschlagen und weit nach Ungarn zurückgedrängt. Sein Einsatz bei der Abwehr der Türken brachte ihm später durch Historiker den Beinamen Verteidiger des christlichen Abendlandes ein. Zur Feier dieses Siegs führte er den Festtag Mariä Namen für die gesamte Weltkirche ein. Der Streit mit Frankreich hatte sich an der Frage des Regalienrechtes entfacht. Der König von Frankreich beanspruchte das Recht, in der Zeit der Sedisvakanz einer jeden französischen Diözese die Pfründe und die bischöflichen Einkünfte zu verwalten. In drei päpstlichen Breven forderte Innozenz XI. den französischen König Ludwig XIV. (Frankreich) auf, dieses Edikt zurückzunehmen. Aber Ludwig XIV. widersetzte sich seinen Forderungen. Im Februar 1683 berief Ludwig XIV. sogar eine Generalversammlung des französischen Klerus ein, die sein Regalienrecht billigte. Innozenz XI. verweigerte daraufhin allen von Ludwig XIV. ernannten Bischofskandidaten die Anerkennung. Ludwig XIV. annullierte im Oktober 1685 das Edikt von Nantes. Die Aufhebung des Edikts bewirkte, dass jegliche calvinistische Religionsausübung in ganz Frankreich illegal wurde. Das nun folgende grausame Vorgehen Ludwigs XIV. gegen die Hugenotten stieß Innozenz XI. noch mehr von Ludwig XIV. ab. Bei der Neubesetzung des Erzbistums Köln bestätigte Innozenz XI. daher Joseph Clemens von Bayern und nicht Ludwigs XIV. Wunschskandidat Wilhelm Egon von Fürstenberg. Der Streit zwischen Innozenz XI. und Ludwig XIV. erreicht 1689 seinen Höhepunkt. Innozenz XI. berief den päpstlichen Botschafter aus Paris ab. Ludwig XIV. drohte mit der Invasion des Kirchenstaats und Innozenz XI. drohte mit der Exkommunikation des französischen Königs. Die Spannungen bestanden weiter bis zu seinem Tod. Innozenz XI. gilt heute unter vielen Historikern als eine beispielhafte Gestalt des Papsttums, der sich stets durch sein asketisches Auftreten, seinen sittlichen Lebenswandel, seine Gewissenhaftigkeit und seine Festigkeit im Glauben als einer der bedeutendsten und würdigsten Päpste seiner Zeit auszeichnete. Es gibt Belege, daß Innozenz bereits vor seinem Pontifikat mit großen Summen seines Vermögens Wilhelm von Oranien unterstützte und ihm somit die Übernahme der Herrschaft in England (und damit die dortige Festigung des protestantischen Glaubens) ermöglichte. Am 7. Oktober 1956 wurde Innozenz XI. seliggesprochen.

Siehe auch


- Liste der Seligen und Heiligen
- Liste der Päpste

Weblinks


- [http://www.heiligenlexikon.de/BiographienI/Innozenz_XI.html Ökumenisches Heiligenlexikon]
-
- Innozenz XI. Innozenz XI. Innozenz XI. Innozenz XI. Innozenz XI. Innozenz XI. ja:インノケンティウス11世 (ローマ教皇) ko:교황 인노첸시오 11세

19. Mai

Der 19. Mai ist der 139. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 140. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 226 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1536 - Die zweite Ehefrau des britischen Königs Heinrich VIII. Anne Boleyn (Mutter von Elisabeth I.) wird hingerichtet.
- 1780 - Dark Day in New England
- 1804 - Napoléon ernennt als Kaiser 18 Reichsmarschälle und führt den 1793 abgeschafften Titel wieder ein.
- 1935 - Deutschland. Zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg wird das erste Teilstück der Reichsautobahn eröffnet.
- 1948 - Deutscher Schriftstellerkongress zur 1848-Jahrfeier in der Paulskirche zu Frankfurt.
- 1950 - Costa Rica wird Mitglied in der UNESCO.
- 1969 - Helmut Kohl (CDU) wird Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
- 1974 - In Frankreich wird Valery Giscard d'Estaing (50,8%) vor François Mitterrand (49,1%) zum Staatspräsidenten gewählt.
- 1983 - In Frankreich werden 41 Fässer mit dioxinverseuchtem Schlamm aus der Katastrophe im italienischen Seveso gefunden
- 1983 - Ein Untersuchungsausschuss zur Flick-Spendenaffäre wird auf Antrag der SPD eingesetzt.
- 2000 - Putsch auf den Fidschi-Inseln. Staatspräsident Ratu Sir Kamisese Mara erklärt den Ausnahmezustand.

Wirtschaft


- 1993 - Heide Simonis wird Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein und damit die erste Ministerpräsidentin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Wissenschaft, Technik


- 1909 - Der Simplontunnel wird in Brig eingeweiht
- 1910 - Der Halleysche Komet passiert die Erde.
- 2004 - Das Landgericht München bestätigt, als erstes Gericht auf der Welt, die Rechtswirksamkeit der GNU General Public License

Kultur


- 1792 - Uraufführung der Komödie Les Deux Sous-lieutenants ou Le Concert interrompu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1842 - Uraufführung der Oper Linda di Chamounix von Gaetano Donizetti am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1967 - Uraufführung der Oper Bomarzo von Alberto Ginastera am Lisner Auditorium in Washington (D.C.)

Religion

Katastrophen


- 1314 - Die ganze schwedische Stadt Visby brennt ab.
- 1993 - Kolumbien. Auf dem Weg nach Medellin prallt eine Boeing 727 der SAM Colombia 40 km südöstlich des Flughafens bei schlechtem Wetter gegen einen Berg. Alle 133 Menschen an Bord sterben.
- 1997 - Bangladesch. Schwerer Wirbelsturm. Über 500 Tote, tausende Verletzte und etwa 2,5 Mio. Obdachlose.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2001 - Der FC Bayern München gewinnt im dramatischsten Finale der Fußball-Bundesliga Geschichte die Deutsche Meisterschaft.

Geboren


- 1593 - Jacob Jordaens, flämischer Maler
- 1611 - Innozenz XI., Papst ab 1676
- 1683 - Burkhard Christoph Graf von Münnich, russischer Generalfeldmarschall und Politiker
- 1762 - Johann Gottlieb Fichte, deutscher Philosoph
- 1767 - Sir George Prevost, britischer General und Gouverneur von Kanada
- 1771 - Rahel Varnhagen, deutsche Schriftstellerin
- 1782 - Michail Woronzow, russischer Offizier und Politiker
- 1795 - Johns Hopkins, amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop
- 1849 - Adrien Lachenal, Schweizer Politiker und Bundespräsident
- 1860 - Vittorio Orlando, italienischer Politiker
- 1861 - Nelly Melba, australische Sopran-Sängerin
- 1862 - João do Canto e Castro, portugiesischer Admiral und Staatspräsident
- 1879 - Nancy W. Astor, britische Politikerin
- 1881 - Kemal Atatürk, Staatsgründer und erster Präsident der Republik Türkei
- 1885 - Paul Bildt, deutscher Schauspieler
- 1890 - Ho Chi Minh, kommunistischer Revolutionär und Präsident von Nordvietnam
- 1896 - Jorge Alessandri, chilenischer Politiker
- 1897 - Frank Capra, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1898 - Julius Evola, italienischer Kulturphilosoph
- 1906 - Gerd Bucerius, deutscher Verleger und Politiker
- 1907 - Heinrich Eckstein, deutscher Politiker und MdB
- 1908 - Rolf Dahlgrün, deutscher Politiker, MdB und Bundesfinanzminister
- 1910 - Nathuram Godse, Mörder von Mahatma Gandhi
- 1914 - Max Ferdinand Perutz, britischer Chemiker und Nobelpreisträger 1962
- 1918 - Abraham Pais, niederländischer Physiker
- 1921 - Daniel Gélin, französischer Schauspieler
- 1923 - André Kaminski, Schweizer Schriftsteller
- 1923 - Reinhard Raffalt, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1925 - Malcolm X, US-amerikanischer Bürgerrechtler
- 1926 - Peter Zadek, deutscher Regisseur
- 1927 - Serge Lang, US-amerikanischer Mathematiker
- 1927 - Varkey Vithayathil, Großerzbischof von Ernakulam-Angamaly und ein Kardinal
- 1928 - (vermutlich) - Pol Pot, kambodschanischer Staatsführer
- 1930 - Loraine Hansberry, US-amerikanische Dramatikerin
- 1932 - Alma Cogan, englische Schlagersängerin
- 1935 - Fritz Rudolf Fries, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1939 - Livio Berrutti, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1939 - Tomasz Sikorski, polnischer Komponist
- 1940 - Frank Lorenzo, US-amerikanischer Manager
- 1940 - Jan Janssen, niederländischer Radrennfahrer
- 1940 - Mickey Newbury, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Doris Nefedov, deutsche Sängerin
- 1942 - Hans-Jürgen Ewers, Präsident der TU Berlin
- 1945 - Pete Townshend, britischer Musiker
- 1946 - Michele Placido, italienischer Regisseur und Schauspieler
- 1947 - Barbara Schöne, deutsche Schauspielerin
- 1947 - Džemaludin Alić, bosnischer Schriftsteller
- 1947 - David Helfgott, australischer Pianist
- 1947 - Jerry Hyman, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Mike Wedgewood, britischer Musiker
- 1950 - Romoe Challenger, britischer Musiker
- 1950 - Kirsten Boie, deutsche Schriftstellerin
- 1951 - Joey Ramone, US-amerikanischer Sänger
- 1952 - Barbara Joyce Lomas, US-amerikanische Sängerin
- 1952 - Bert van Marwijk, niederländischer Fußballtrainer
- 1952 - Grace Jones, jamaicanische Schauspielerin und Sängerin
- 1955 - Steve George, US-amerikanischer Musiker
- 1955 - Werner Kuhn, deutscher Politiker
- 1956 - Martyn Ware, britischer Musiker
- 1958 - István Bubik, ungarischer Schauspieler
- 1959 - James Gosling, einer der Schöpfer der Programmiersprache Java
- 1962 - Ulrich Borowka, ehemaliger Fußballspieler
- 1963 - Yazz, britische Popmusikerin
- 1968 - Theo de Raadt, Programmierer aus der OpenSource-Szene
- 1969 - Thomas Vinterberg, dänischer Filmregisseur
- 1971 - Alois Vogl, deutscher Skiläufer
- 1972 - Rohan Marley, jamaikanischer Schlagzeuger
- 1975 - Adnan Masić, bosnisch-deutscher Fußballspieler
- 1976 - Kevin Garnett, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1981 - Sina Schielke, deutsche Leichtathletin

Gestorben


- 804 - Alkuin, Gelehrter und Berater Karls des Großen
- 1296 - Coelestin V., zurückgetretener Papst (Juli-Dezember 1294) und einziger Eremit auf dem Papstthron, Heiliger
- 1303 - Yvonius, bretonischer Theologe, Rechtsgelehrter und Anwalt
- 1389 - Dmitri Donskoi, von 1359-1389 Großfürst von Moskau
- 1526 - Go-Kashiwabara, 104. Kaiser von Japan
- 1536 - Anne Boleyn, Gemahlin von Heinrich VIII.
- 1637 - Isaac Beeckman, holländischer Universalgelehrter
- 1675 - António Luís de Meneses, portugiesischer Feldherr
- 1691 - Jacob Leisler, deutschstämmiger amerikanischer Kolonialist
- 1706 - Simon Rettenpacher, lateinischsprachiger Dramatiker, Lyriker und Chronist
- 1762 - Christoph II. von Dohna-Schlodien, preußischer General
- 1789 - Giuseppe Bonito, italienischer Maler
- 1795 - James Boswell, schottischer Schriftsteller und Rechtsanwalt
- 1815 - Oran M. Roberts, 18. Gouverneur von Texas
- 1821 - Henri Franquetot, französischer Höfling und General
- 1825 - Claude-Henri Comte de Saint-Simon, Aristokrat, Offizier und Journalist
- 1837 - Antonio Rolla, italienischer Violinvirtuose
- 1864 - John Clare, englischer Naturdichter
- 1864 - Nathaniel Hawthorne, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1885 - William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones
- 1895 - José Martí, kubanischer Nationaldichter und Symbol für den Unabhängigkeitskampf
- 1896 - Erzherzog Karl Ludwig, Adliger, Bruder des Kaisers Franz Joseph I.
- 1898 - William Ewart Gladstone, britischer Politiker
- 1907 - Benjamin Baker, englischer Bauingenieur
- 1912 - Boleslaw Prus, polnischer Schriftsteller
- 1914 - Thomas Koschat, österreichischer Komponist und Chorleiter
- 1918 - Ferdinand Hodler, Schweizer Maler
- 1928 - Max Scheler, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1933 - Rudolf Tarnow, plattdeutscher Schriftsteller
- 1935 - Thomas E. Lawrence, britischer Geheimagent und Archäologe
- 1938 - Adolf Schlatter, evangelischer Schweizer Theologe
- 1939 - Karl Radek, russischer Politiker und Journalist
- 1947 - John Heijning, niederländischer Fußballspieler
- 1954 - Charles Ives, US-amerikanischer Komponist klassischer Musik
- 1956 - Otto Pannenbecker, deutscher Politiker und MdB
- 1958 - Ronald Colman, britischer Schauspieler
- 1958 - Wilhelm Mellies, deutscher Politiker und MdB
- 1959 - Friedrich Funder, Herausgeber der Wiener Tageszeitung Reichspost
- 1961 - Richard Kuöhl, deutscher Bildhauer
- 1962 - Gabriele Münter, Malerin des Expressionismus
- 1965 - Maria Dabrowska, polnische Schriftstellerin
- 1969 - Coleman Hawkins, US-amerikanischer Musiker
- 1969 - Eberhard von Mackensen, deutscher General
- 1971 - Tor Johnson, schwedischer Catcher und Schauspieler
- 1976 - Jeanette Wolff, deutsche Politikerin
- 1981 - Erich Fiedler, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1982 - Reinhard Karl, deutscher Alpinist, Fotograf und Schriftsteller
- 1984 - Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1985 - Hilding Rosenberg, schwedischer Komponist und Dirigent
- 1994 - Jacqueline Kennedy Onassis, Ehefrau von John F. Kennedy und Aristoteles Onassis
- 1994 - Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer
- 1996 - Georgi Filippowitsch Baidukow, sowjetischer Pilot und Autor
- 1997 - Troy Ruttman, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1998 - Ernst Leverkus, deutscher Motorradjournalist
- 2001 - Eliza Hansen, deutsche Klavierpädagogin, Pianistin und Cembalistin
- 2001 - Hans Mayer, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- 2002 - John Grey Gorton, australischer Premierminister
- 2003 - Erik Zimen, deutscher Verhaltensforscher
- 2004 - Carl Raddatz, deutscher Film- und Theaterschauspieler
- 2004 - Egon von Neindorff, deutscher Reitsportler
- 2004 - Elvin Ray Jones, US-amerikanischer Musiker
- 2005 - Henry Corden, kanadischer Schauspieler und Sprecherin Zeichentrickfilmen
- 2005 - Paul Schneider-Esleben, deutscher Architekt
- 2005 - Batya Gur, israelische Schriftstellerin

Feier- und Gedenktage


- katholischer Gedenktag der hl. Pudentiana und des hl. Pudens

Siehe auch


- 18. Mai - 20. Mai
- 19. April - 19. Juni
- Mai - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0519 ja:5月19日 ko:5월 19일 simple:May 19 th:19 พฤษภาคม

1611

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Der Habsburger Matthias kommt nach Prag und nötigt gemeinsam mit den Ständen seinen Bruder Rudolf II., zu seinen Gunsten auf die böhmische Königskrone zu verzichten
- Johannes Fabricius, Galileo Galilei und Christoph Scheiner entdecken unabhängig voneinander die Sonnenflecken
- Auf Jamaika werden erstmals mehr schwarzafrikanische als europäische Einwohner gezählt

Geboren


- 28. Januar: Johannes Hevelius, polnischer Astronom († 1687)
- 8. März: Johann Duve, deutscher Kaufmann und Bankier († 1679)
- 19. Mai: Innozenz XI., Papst († 1689)
- 8. September: Johann Friedrich Gronovius, deutscher klassischer Philologe und Textkritiker († 1671)
- 17. September: Johannes Olearius, evangelischer Theologe, Dozent in Wittenberg und Superintendent in Querfurt († 1684)
- 26. Oktober: Antonio Coello, spanischer Schriftsteller († 1652)
- 11. November: Christian Lehmann, Chronist Pfarrer († 1688)
- 18. November: Andreas Tscherning, deutscher Schriftsteller († 1659)
- Hendrik Martensz Sorgh, niederländischer Maler († 1670)

Gestorben


- 7. Februar: Ruprecht von Eggenberg, österreichischer Feldherr (
-  1546)
- 23. Juni: Christian II., Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie) (
-  1583)
- 30. Oktober: Karl IX. (Schweden), König von Schweden (
-  1550)
- Ekathotsarot (auch Eka Thotsarot), König von Ayutthaya in Thailand (
-  nach 1556) ko:1611년

12. August

Der 12. August ist der 224. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 225. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 141 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1323 - Im Vertrag von Nöteborg wird erstmals der Grenzverlauf zwischen Schweden und Nowgorod festgelegt.
- 1687 - Das kaiserlich-österreichische Heer gewinnt die Schlacht bei Mohács gegen die Osmanen, was den Habsburgern den Zutritt nach Ungarn ermöglicht.
- 1759 - In der Schlacht bei Kunersdorf des Siebenjährigen Krieges unterliegen die Preußen unter Friedrich II., dem Großen, den vereinten russisch-österreichische Truppen.
- 1812 - Die erste Zahnradbahn nimmt in Großbritannien ihren Betrieb auf.
- 1860 - Die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn von Wien nach Salzburg wird feierlich eröffnet.
- 1883 - Das letzte Quagga stirbt in einem Amsterdamer Zoo.
- 1898 - Die USA annektieren Hawaii.
- 1912 - Nach dem Sturz der Qing-Dynastie und des letzten Kaisers, Pu Yi, in China gründet der Revolutionär Sun Yatsen die Kuomintang.
- 1913 - Erstbesteigung von Mount Robson, höchster Berg der Canadian Rockies, durch Konrad Kain
- 1923 - Gustav Stresemann wird im Deutschen Reich mit der Kabinettsbildung beauftragt, nachdem die Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Cuno zurückgetreten ist.
- 1940 - Luftschlacht um England: Mit einem Großangriff auf Radarstationen bei Portland und Dover beginnt die Phase der Angriffe auf küstennahe Ziele.
- 1944 - Vier Kompanien der Waffen-SS ermorden fast alle Bewohner des italienischen Dorfs Sant'Anna di Stazzema. Unter den 560 Opfern sind überwiegend Frauen und 116 Kinder.
- 1953 - Die Sowjetunion zieht mit der Zündung einer Wasserstoffbombe im Rüstungswettlauf mit den USA gleich.
- 1961 - Der Ministerrat der DDR beschließt den Einsatz der „bewaffneten Organe“ zur Besetzung der Grenze zu West-Berlin und zur Errichtung von Grenzsperren.
- 1970Entspannungspolitik der Ära Brandt: Mit dem Moskauer Vertrag wird der erste der Ostverträge unterzeichnet.
- 2004 - Schweden gibt bekannt, die Bevölkerungszahl von genau neun Millionen Einwohnern erreicht zu haben.
- 2004 - Tod des deutsch-jüdischen Schriftstellers Carlo Ross

Wirtschaft


- 1851 - Isaac Merrit Singer erhält ein Patent auf die erste einsatzfähige Nähmaschine.
- 1981 - Der erste Personal Computer von IBM, der IBM-PC, kommt auf den Markt.

Wissenschaft und Technik


- 1960 - Mit dem Ballonsatelliten Echo 1 wird ein erster passiver Kommunikationssatellit in eine Erdumlaufbahn gebracht.
- 1962 - Mit dem Start von "Wostock 4" - an Bord der sowjetische Kosmonaut Pawel Popowitsch - befinden sich erstmals zwei bemannte Raumfahrzeuge in einer Erdumlaufbahn.

Kultur


- 1845 - Die Oper "Alzira" von Giuseppe Verdi wird im Teatro San Carlo in Neapel uraufgeführt.
- 1922 - "Das Salzburger große Welttheater" von Hugo von Hofmannsthal, als Nachdichtung von Calderóns "Das große Welttheater", wird unter der Regie von Max Reinhardt in der Salzburger Kollegienkirche uraufgeführt.

Religion


- 1950 - Papst Pius XII. veröffentlicht Humani Generis, ein Apostolisches Rundschreiben, das modernistische Lehren in der Kirche verurteilt.

Katastrophen


- 1985 - Eine Boeing 747 der Japan Airlines zerschellt am Berg Ogura (Japan). Von den 524 Menschen an Bord überlebten nur vier.
- 2000 - Das russische Atom-U-Boot Kursk sinkt nach mehreren Explosionen in der Barentssee. Die 118 Mann Besatzung kommen dabei um.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1419 - Heinrich Grymhardt, Priester und Offizial in Köln
- 1503 - Christian III., König von Dänemark und Norwegen
- 1517 - Peter Ernst Mansfeld, Statthalter in den Niederlanden und von Brüssel
- 1566 - Isabella Clara Eugenia, Statthalterin der spanischen Niederlande
- 1644 - Heinrich Biber, böhmischer Geiger und Komponist
- 1657 - Eberhard Werner Happel, deutscher Romanautor
- 1666 - Odoardo II. Farnese, Sohn und Erbe des Herzogs Ranuccio II. Farnese von Parma und Piacenza
- 1720 - Conrad Ekhof, deutscher Schauspieler
- 1756 - François de Beauharnais, französischer Adeliger
- 1762 - Christoph Wilhelm Hufeland, deutscher Arzt
- 1762 - Georg IV., König von Großbritannien
- 1767 - August Ferdinand Ludwig Dörffurt, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg
- 1774 - Robert Southey, englischer Dichter, Geschichtsschreiber und Kritiker
- 1801 - Carl August von Steinheil, deutscher Physiker
- 1809 - William Huntington Russell, US-amerikanischer Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones
- 1831 - Helena Petrovna Blavatsky, russische Schriftstellerin
- 1832 - Peter Soemer, deutscher Theologe und Dichter
- 1841 - Franz Schwechten, deutscher Architekt
- 1843 - Colmar Freiherr von der Goltz, deutscher Offizier und Militärschriftsteller
- 1847 - Raimund Grübl, österreichischer Jurist und Politiker
- 1860 - Klara Hitler, Mutter Adolf Hitlers
- 1866 - Jacinto Benavente, spanischer Dramatiker
- 1867 - Edith Hamilton, deutsch-amerikanische Schriftstellerin
- 1870 - Karl Denke, deutscher Serienmörder
- 1876 - Mary Roberts Rinehart, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1880 - Radclyffe Hall, britische Schriftstellerin
- 1881 - Aleksander Aberg, estnischer Ringer
- 1881 - Alexander Michailowitsch Gerassimow, russischer Maler
- 1881 - Cecil B. DeMille, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1882 - George Wesley Bellows, US-amerikanischer Maler und Grafiker
- 1887 - Erwin Schrödinger, österreichischer Physiker (Physiknobelpreis 1933)
- 1893 - Willy Marschler, deutscher nationalsozialistischer Politiker
- 1894 - Albert Leo Schlageter, deutscher Nationalsozialist
- 1895 - Franz Radziwill, deutscher Maler
- 1897 - Otto von Struve, russisch-amerikanischer Astronom
- 1898 - Oskar Homolka, österreichischer Schauspieler
- 1899 - Peter Altmeier, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
- 1899 - Thea Rasche, deutsche Pilotin und Journalistin
- 1901 - Anton Lamprecht, deutscher Maler
- 1902 - Franz Etzel, deutscher Politiker und Bundesfinanzminister
- 1902 - Kirellos VI., Patriarch von Alexandria
- 1902 - Mohammed Hatta, indonesischer Politiker und Regierungschef
- 1905 - Hans Urs von Balthasar, schweizerischer Theologe und Kardinal
- 1905 - Karl Paryla, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1907 - Joe Besser, aUS-merikanischer Komiker (The Three Stooges)
- 1908 - Nina Wladimirowna Makarowa, russische Komponistin
- 1910 - Bruno Max Leuschner, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED
- 1910 - Heinrich Sutermeister, deutscher Komponist
- 1911 - Mario Moreno Reyes, mexikanischer Schauspieler, Sänger, Komiker und Produzent.
- 1911 - Samuel Fuller, US-amerikanischer Regisseur
- 1919 - Vikram Sarabhai, indischer Physiker und Begründer des indischen Raumfahrtprogramms
- 1920 - Hans Marquardt, deutscher Verleger
- 1920 - Percy Mayfield, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1920 - Wilhelm Altvater, deutscher Politiker und MdB
- 1924 - Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General und Staatspräsident von Pakistan
- 1925 - Norris McWhirter, britischer Verleger
- 1925 - Werner Nachmann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1926 - Joe Jones, US-amerikanischer Sänger
- 1926 - John Derek, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1927 - Porter Wagoner, US-amerikanischer Sänger
- 1929 - Buck Owens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1930 - George Soros, US-amerikanischer Investmentbanker und Währungsspekulant
- 1930 - Peter Weck, österreichischer Regisseur, Theaterintendant und Schauspieler
- 1931 - Claus Wilcke, deutscher Schauspieler
- 1931 - William Goldman, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1932 - Oskar Saier, 13. Erzbischof der Diözese Freiburg
- 1932 - Sirikit, Königin von Thailand seit 1950
- 1935 - Harry Kupfer, deutscher Opernregisseur
- 1935 - John Cazale, US-amerikanischer Schauspieler
- 1935 - Karl Mickel, deutscher Lyriker, Dramatiker und Essayist
- 1936 - Margot Eskens, deutsche Schlagersängerin
- 1939 - George Hamilton, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 1939 - Pam Kilborn, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 1940 - Aleksandar Josifov, bulgarischer Komponist
- 1940 - Rod Bernard, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Edwin Roberts, trinidader Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1942 - Wolfgang Huber, Bischof der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg
- 1943 - Christoph Grimm, deutscher Politiker
- 1943 - Herta Däubler-Gmelin, deutsche Politikerin und Bundesministerin
- 1944 - Peter Hofmann, deutscher Sänger
- 1945 - Jean Nouvel, französischer Architekt
- 1945 - Ute Mora, deutsche Schauspielerin
- 1947 - Albie Donnelly, britischer Musiker und Sänger
- 1947 - Ozzie Yue, britischer Musiker und Sänger
- 1947 - Stefano Benni, italienischer Schriftsteller, Journalist und Satiriker
- 1947 - Waltraud Lehn, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Ron Mael, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1949 - Fernando Collor de Mello, brasilianischer Präsident 1990-1992
- 1949 - Mark Knopfler, schottischer Musiker (Dire Straits)
- 1950 - Iris Berben, deutsche Schauspielerin
- 1951 - Klaus Toppmöller, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1952 - Hans-Ulrich Treichel, deutscher Schriftsteller
- 1953 - Franz Posch, österreichischer Volksmusiker
- 1954 - Max Straubinger, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1954 - Pat Metheny, US-amerikanischer Musiker
- 1955 - Heintje, niederländischer Sänger und Schauspieler
- 1958 - Jürgen Dehmel, deutscher Musiker (Nena)
- 1960 - Laurent Fignon, französischer Radrennfahrer
- 1961 - Andrea Maria Dusl, österreichische Filmregisseurin
- 1961 - Dieter Landuris, deutscher Tänzer und Schauspieler
- 1961 - Roy Hay, britischer Musiker (Culture Club)
- 1961 - Tatjana Samolenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1965 - Peter Krause, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 1966 - Daniel Simmes, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Tanita Tikaram, britische Sängerin und Songschreiberin
- 1971 - Pete Sampras, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1972 - Rebecca Gayheart, US-amerikanische Schauspielerin
- 1973 - Joseba Beloki, spanischer Radrennfahrer
- 1975 - Patrick Joswig, deutscher Schauspieler
- 1977 - Iva Majoli, kroatische Tennisspielerin
- 1979 - Austra Skujytė, litauische Leichathletin
- 1980 - Dominique Swain, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 875 - Ludwig II., römischer Kaiser und König von Italien
- 1222 - Vladislav Heinrich, Herzog von Böhmen und Markgraf von Mähren
- 1484 - Sixtus IV. (Francesco della Rovere), Papst seit 1471(Sixtinische Kapelle)
- 1551 - Paul Speratus, deutscher Theologe, Reformator und Liederdichter
- 1612 - Giovanni Gabrieli, italienischer Komponist
- 1633 - Jacopo Peri, italienischer Komponist
- 1638 - Baltasar von Marradas, spanischer Malteserritter, Feldmarschall, Statthalter in Böhmen;
- 1674 - Philippe de Champaigne, französischer Maler
- 1679 - Marie de Rohan-Montbazon, war berühmt für ihre Liebesaffären und ihre Intrigen
- 1684 - Nicola Amati, italienischer Geigenbauer
- 1689 - Innozenz XI. (Benedetto Odescalchi), Papst seit 1676
- 1722 - Giovanni il Cornaro, Doge von Venedigs
- 1728 - Alexander Franz, fünfter Sohn von Johann V. von Portugal
- 1763 - Peter Gerwin von Franken-Siersdorf, war Generalvikar in Köln
- 1807 - Johann Stephan Pütter, deutscher Staatsrechtslehrer und Publizist
- 1822 - Robert Stewart, 2. Marquess of Londonderry, englischer Politiker
- 1827 - William Blake, britischer Dichter, Mystiker und Maler
- 1848 - George Stephenson, britischer Ingenieur
- 1849 - Albert Gallatin, US-Amerikanischer Politiker und Diplomat
- 1857 - William Conybeare, englischer Geologe und Paläontologe
- 1900 - Wilhelm Steinitz, österreichischer Schachspieler aus Böhmen
- 1901 - Adolf Erik Nordenskiöld, finnland-schwedischer Polarforscher
- 1902 - Mohammed Hatta, indonesischer Politiker, Regierungschef 1948-1950
- 1911 - Josef Israëls, niederländdischer Maler
- 1917 - Wilhelm Morgner, deutscher Maler des Expressionismus
- 1920 - Hermann von Struve, Astronom
- 1922 - Arthur Griffith, Gründer der irischen Partei Sinn Féin
- 1927 - Carl Pulfrich, deutscher Physiker und Optiker
- 1928 - Leoš Janáček, tschechischer Komponist
- 1934 - Hendrik Petrus Berlage, niederländischer Architekt
- 1938 - Ludwig Borchardt, deutscher Ägyptologe
- 1942 - Rudolf Hasse, deutscher Rennfahrer
- 1943 - Kurt Eggers, deutscher Schriftsteller und NS-Kulturpolitiker
- 1945 - Karl Leisner, Märtyrer der katholischen Kirche
- 1949 - Al Shean, US-amerikanisch-deutscher Komiker
- 1953 - Paul Gurk, deutscher Schriftsteller und Maler
- 1955 - James Batcheller Sumner, US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 1955 - Thomas Mann, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- 1958 - André Bauchant, französischer Maler (Naive Kunst) und Gärtner
- 1959 - Max Nonne, deutscher Neurologe
- 1964 - Dmitri Maxutow, russischer Optiker
- 1964 - Ian Fleming, britischer Schriftsteller
- 1973 - Walter Rudolf Hess, schweizerischer Physiologe, Nobelpreisträger
- 1979 - Ernst Boris Chain, britischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 1982 - Henry Fonda, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1982 - Karl Ritter von Frisch, österreichischer Zoologe, Nobelpreisträger
- 1983 - Edmund Kolbe, Maler
- 1983 - Franz Radziwill, deutscher Maler
- 1985 - Kyu Sakamoto, japanischer Sänger
- 1985 - Manfred Winkelhock, deutscher Automobilrennfahrer
- 1986 - Ernst Wendt, deutscher Theaterregisseur
- 1986 - Hans Pesser, österreichischer Fußballspieler und Trainer
- 1988 - Jean-Michel Basquiat, US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner
- 1989 - William B. Shockley, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1990 - Roy Williamson, Musiker und Instrumentenbauer
- 1991 - Hans Weigel, Schriftsteller und Theaterkritiker
- 1991 - Iwan Nikitowitsch Koschedub, sowjetischer Pilot, Marschall der Flieger
- 1992 - John Cage, US-amerikanischer Komponist
- 1993 - Tatiana Troyanos, US-amerikanische Opernsängerin
- 2000 - Loretta Young, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 2004 - Alfons Spiegel, deutscher Journalist, ehemaliger ZDF-Sportchef
- 2004 - Carlo Ross, Schriftsteller jüdischer Herkunft
- 2004 - Godfrey Hounsfield, britischer Elektroingenieur, Nobelpreisträger
- 2005 - Lakshman Kadirgamar, sri-lankanischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Internationaler Tag der Jugend (UNO)

Siehe auch


- 11. August - 13. August
- 12. Juli - 12. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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Rom

Rom (italienisch: Roma) ist eine Stadt mit 2.823.201 Einwohner an den Ufern des Flusses Tiber. In der näheren Agglomeration wohnen 3.615.972 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2005). In der Antike war sie das Zentrum des Römischen Reiches und seit 1871 ist sie die Hauptstadt Italiens. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten. Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist Rom der Sitz folgender UN-Organisationen: FAO, IFAD, WFP.

Geografie

Geografische Lage

WFP Rom liegt im Zentrum des Landes, am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres durchschnittlich 37 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge. Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die geografischen Koordinaten sind 41,53 Grad nördlicher Breite und 12,29 Grad östlicher Länge. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna. Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz L'Aquila in der Region Abruzzen, sowie im Süden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.

Stadtgliederung

Rom gliedert sich in 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die Munizipien sind Stadtbezirke, welche zur leichteren Regierbarkeit der Stadt Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurden. Ursprünglich waren es 20 municipi, aber das Municipio XIV ist Mitte der 1990er Jahre ausgemeindet worden und heute als Stadt Fiumicino bekannt. Die Stadtbezirke sind :
- Area Nord-Est: Municipi I, III, V und XVII
- Area Nord-Ovest: Municipi II, IV, XVI, XVIII, XIX und XX
- Area Sud-Ovest: Municipi XII, XIII und XV
- Area Sud-Est: Municipi VI, VII, VIII, IX, X und XI

Klima

Fiumicino Das Klima Roms ist von seiner mediterranen Lage geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,4 Grad Celsius und die jährliche Niederschlagsmenge 758 Millimeter im Mittel. Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 21 bis 23,8 Grad Celsius und die trockensten Juni und Juli mit 19 bis 21 Millimeter Niederschlag im Mittel. Die größten Niederschläge sind im Herbst und Winter mit durchschnittlich 74 bis 104 Millimeter zu verzeichnen. Der kälteste Monat ist der Januar mit 7,9 Grad Celsius im Mittel.

Geschichte

Gründung Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus. Königszeit und Republik Römischen Kalenders Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)). Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus - angeblich im Jahr 509 v. Chr. - wurde Rom eine Republik - wenngleich dies wohl erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von Ständekämpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun, die umliegenden Gebiete anzugliedern. Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. Zum Schutz vor weiteren Übergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die Punischen Kriege (264-146 v. Chr.) bei. Nachdem die Brüder Tiberius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, die versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet wurden, kam es zu einer Phase der Instabilität, welche in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund begann Caesar mit dem Bau des Forum Iulium. Kaiserzeit Forum Iulium Im 1. Jahrhundert vor Christus war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein gut ausgebautes Straßennetz, funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles) welche als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, welcher besonders unter Caesars Erbe Kaiser Augustus forciert worden war, durch einen großen Brand unter Nero im Jahr 64 vorübergehend zurückgeworfen. Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69-96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören die berühmtesten Baudenkmäler, wie das Kolosseum und die Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Zu dieser Zeit erreichte Rom den Höhepunkt seiner Zivilisation. Große Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer größere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen. Spätantike und Niedergang Maxentiusbasilika Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl, verlor aber bald an politischer Bedeutung. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten, 455 von den Vandalen und 472 von den Burgundern geplündert wurde. Nach dem formellen Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 wurden bekannte städtische Einrichtungen wie die Diokletiansthermen und das Kolosseum zunächst weiter unterhalten und trotz sinkender Einwohnerzahlen bestand das antike Leben fort. Prokopios hielt fest, dass die Bauwerke der Stadt während der Herrschaft der Ostgoten instand gehalten worden seien. Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die eigentliche zivilisatorische Katastrophe war der Gotenkrieg mit der endgültigen Zerstörung fast aller römischen Wasserleitungen durch Witichis 537, der Auslöschung der das antike Erbe bewahrenden Senatorenschicht und einem mehrjährigen Aussetzen des städtischen Lebens durch oströmisch-gotische Belagerungskämpfe. Das letzte spätantike Bauwerk in der Stadt ist die 608 errichtete Phokas-Säule. Die Stadt entging nur knapp einer vollständigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das Stadtgebiet zeitweise kaum über die Tiberufer hinaus erstreckte. siehe Untergang des Römischen Reiches Hochmittelalter und Neuzeit Untergang des Römischen Reiches Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde. Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma ("Plünderung Roms") unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom plünderten und verwüsteten. In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt. In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt. Hauptstadt Italiens Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land, und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt. Rom heute XVII. Olympischen Sommerspiele Die großen Bauten des 20. Jahrhunderts wurden fast alle in den Außenvierteln wie dem E.U.R. errichtet, so etwa der Palazzo del Lavoro. In der Innenstadt dagegen sind Baumaßnahmen aus denkmalpflegerischen Gründen nur selten erlaubt. Derzeit finden große Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt. Im modernen Stadtbild ist die Vergangenheit noch an vielen Stellen anzutreffen. So ist etwa das Theater des Pompeius am Campo de' Fiori aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., in dessen Vorhof zu Cäsars Zeit die Kurie untergebracht war und er wohl auch getötet wurde, noch zu großen Teilen erhalten. Allerdings ist im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Halbrund für die Zuschauer eine Wohnbebauung geworden. Heute befinden sich darin Keller und eine Tiefgarage, Restaurants und Bars, Privatwohnungen und Hotelpensionen. Alle Zimmer haben aufgrund der ursprünglichen halbrunden Theaterstruktur einen trapezförmigen Grundriß. Die Erneuerung der Stadt stellt die Römer im Alltag oft vor große Probleme. Schon der Bau einer riesigen Tiefgarage zum Jahr 2000 in einen Tuffhügel am Petersplatz war umstritten, weil die Zerstörung archäologischer Reste befürchtet wurde. Aus demselben Grund wurde die immer noch dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut. Größere Probleme als die historische Innenstadt machen die oft unschönen Vorstädte mit ihrer hohen Kriminalitätsrate. Dort waren nach dem 2. Weltkrieg oft nachträglich gegen eine Gebühr genehmigte Gebäude fast unkontrolliert in die römische Campagna gebaut worden. Während in der Innenstadt die Kirchen aufgrund ihrer Überzahl oft kaum noch zu erhalten sind, fehlten sie in der Umgebung häufig völlig. Bis heute sind in der einstigen Stadt der "Thermen für alle" öffentliche Bäder kaum vorhanden. Die Einwohner die es sich leisten können, besitzen eine Wohnung in einem der oft begrünten und sorgsam gepflegten Innenhöfe oder gar eine kleine Villa im Stadtbereich. Insgesamt hat sich seit der Wahl des grünen Bürgermeisters Rutelli Anfang der 1990er Jahre und unter der Regierung von Silvio Berlusconi die Situation nur wenig gebessert. Unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. erlebte die Stadt zweimal einen nie zuvor dagewesenen Menschenandrang. Im Jahr 2000 kamen zum Gottesdienst am Weltjugendtag zwei Millionen Menschen vor die Tore der Stadt. An den Begräbnisfeierlichkeiten am 8. April 2005 auf dem Petersplatz nahmen 200 Staats- und Regierungschefs sowie drei bis vier Millionen Menschen aus aller Welt teil, von denen aber nur 300.000 Platz fanden, die übrigen verfolgten die Zeremonien auf Videogroßbildschirmen.
- Siehe auch: Zeittafel Rom

Religionen

Zeittafel Rom In der Antike war die Römische Mythologie mit ihren Kulten die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt. Dennoch waren in diesem Kulturzentrum auch alle anderen Religionen vertreten. Bereits sehr früh entstand eine christliche Gemeinde in der Stadt, welche trotz der Christenverfolgungen rasch anwuchs. Ab der Herrschaftszeit Konstantins des Großen nahm das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und überlebte auch dessen Untergang. Nachdem die Stadt mehrfach von heidnischen Völkern geplündert und zerstört wurde, setzte sich Rom als Zentrum des Kirchenstaates durch. Infolgedessen wurden in Rom unzählige Kirchen errichtet, die die wichtigsten Heiligtümer beherbergen. Nachdem Rom 1797 von Napoleon Bonaparte erobert worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress 1815 wieder unter päpstliche Hoheit gestellt. Da das italienische Nationalbewusstsein unter der französischen Besatzung gewachsen war, kam es zum Krieg zwischen dem inzwischen vereinigten Italien und dem Papstsitz Rom. Der Papst zog sich darauf hin in den Vatikan zurück, der 1929 in den Lateranverträgen als eigenständiger Staat akzeptiert wurde. Seitdem ist Rom, besonders der Vatikan, wieder das geistliche Zentrum des Christentums.

Einwohnerentwicklung

Roms Geschichte begann etwa 800 v. Chr. mit einem Bündnis verschiedener kleiner Dörfer mit wenigen hundert bis tausend Einwohnern. Von da an wuchs Rom in den nächsten Jahrhunderten kontinuierlich zu einer Megastadt, die über eine Million Einwohner zählte. Erst mit dem Einsetzen des Mittelalters nahm die Bevölkerung wieder ab und sank rasch bis zum Jahr 530 auf 100.000. Im frühen Mittelalter war Rom mit 20.000 Einwohnern nur mehr eine Kleinstadt. Erst mit dem Aufstieg des Kirchenstaates blühte Rom erneut auf und konnte als Wallfahrtszentrum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Einwohnerzahl wieder auf 230.000 steigern. Erst im 20. Jahrhundert wuchs Rom erneut zur Millionenstadt heran, indem es in rund 100 Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verzehnfachte. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1858 handelt es sich um Schätzungen, von 1861 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. 530

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Überblick

530 530 Rom wurde der Überlieferung zufolge im Jahre 753 v. Chr. auf einem der sieben Hügel gegründet. Jedoch lassen Funde darauf schließen, dass bereits 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben müssen. Das Bild der Hügel Kapitol und Palatin, sowie des Tales zwischen den beiden, ist besonders durch antike Bauwerke bestimmt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Kapitol lange als Sitz der Regierung des Imperium Romanum diente, während der Palatin vor allem als Residenzhügel der Kaiser verwendet wurde. Im Tal zwischen den beiden Hügeln befindet sich das Forum Romanum, welches das Zentrum des städtischen Lebens im antiken Rom darstellte. Als Innenstadt Roms gilt der Bereich innerhalb der Aurelianischen Mauer, welche im 3. Jahrhundert um das Gebiet der 7 Hügel, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius, Aventin und Palatin, errichtet wurde. Das historische Zentrum breitet sich fast ausschließlich am linken Ufer des Tibers aus. Hier befinden sich die meisten und größten Baudenkmäler aus der Antike. Die christlichen Gebäude hingegen sind auf beiden Seiten des Tiber verstreut. Die Vatikanstadt, mit dem weithin sichtbaren Petersdom, befindet sich jedoch auf der rechten Seite des Tibers. Das historische Zentrum von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Die äußere Stadt und der Peripherie Roms befindet sich im Bereich außerhalb der aurelianischen Mauer. Die Konzentration antiker Bauwerke ist hier deutlich geringer, wenn man auch immer wieder solche antrifft. Man findet jedoch zahlreiche Kirchen, welche auch in diesem Bereich errichtet wurden, so zum Beispiel die Basilika St. Paul vor den Mauern.

Theater

St. Paul vor den Mauern Rom spielt eine führende Rolle im italienischen Kulturleben. Im Opernhaus der Stadt, das zu den größten in Italien zählt, werden Opernaufführungen geboten, die im Sommer auch in den Caracalla-Thermen stattfinden. Außerdem gibt es in Rom etwa 20 Theater und sechs Konzertsäle, die außerhalb der Sommermonate mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten. Im April 2002 wurde im nördlichen Teil der Stadt ein Konzertpark eröffnet; das rund 50.000 Quadratmeter große Areal umfasst unter anderem drei Konzerthallen mit 700, 1.200 und 2.700 Plätzen, die nach Plänen des Genoveser Architekten Renzo Piano erbaut wurden.

Museen

Das älteste Museum Roms sind die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die neben den wesentlich größeren Vatikanischen Museen zu den bedeutendsten Kunstkollektionen Roms gehören. In der Villa Giulia, dem Landhaus Papst Julius II. welches Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, ist eine herausragende Sammlung etruskischer und antiker Römischer Kunst untergebracht. Die Kunstsammlung der Familie Borghese wird in ihrem Palast aus dem frühem 17. Jahrhundert ausgestellt. Sie trägt den Namen Galerie Borghese und besteht vor allem aus Gemälden und Plastiken. Im von Michelangelo entworfenen Museo Nazionale Romano delle Terme sind griechische und römische Plastiken ausgestellt. Ebenfalls bedeutend sind die Gemäldegalerie im Palazzo Farnese, die Renaissance-Bronzensammlung im Palazzo Venezia und die Gemäldesammlung im Palazzo Barberini.

Bauwerke

Palazzo Barberini Palazzo Barberini Palazzo Barberini Rom beherbergt als eine der großen Kulturstädte Europas zahlreiche Denkmäler von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen Frühgeschichte eher spärlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches. Sie reichen vom fast vollständig erhaltenen Pantheon (gegründet im Jahre 27 v. Chr., wiederaufgebaut zwischen 118 und 128 n. Chr.), dem einzigen erhaltenen Kuppelbau der Antike, bis zum eindrucksvollen Kolosseum (fertiggestellt 80 n. Chr.), dem größten Amphitheater der Antike, das Austragungsstätte von Gladiatorenkämpfen und anderen Schauspielen war. Seit dem Jahre 1999 dient das Kolosseum auch als Monument gegen die Todesstrafe: Immer wenn ein Staat dieser Welt die Todesstrafe abschafft, wird das Kolosseum 48 Stunden lang hell erleuchtet – was aber nur selten geschieht. In der Stadt findet man neben den antiken Stadtmauern Triumphbögen, einzigartige Kirchen und Paläste sowie große öffentliche Plätze; besonders bedeutend sind das Forum Romanum und die Kaiserforen, ebenso wie die Caracalla-Thermen (erbaut um 217 n. Chr.), die heute als Szenerie für die Opernaufführungen im Sommer genutzt werden, die Katakomben - weit verzweigte unterirdische Anlagen, in denen Christen ihre Gottesdienste feierten und bestattet wurden - und die Engelsburg, die als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde. Im 4. Jahrhundert wurde die Kirche San Paolo fuori le mura gebaut und nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1823 wiedererrichtet. Die Basilica San Giovanni in Laterano wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im Wesentlichen wiederaufgebaut. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kirche San Pietro in Vincoli ist im 15. Jahrhundert restauriert worden und beherbergt die berühmte Moses-Statue von Michelangelo Buonarroti. Weitere bedeutende Bauwerke sind die Piazza Navona mit drei Brunnen (darunter die Fontana dei Quattro Fiumi, ein Hauptwerk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini), die Piazza del Campidoglio (Kapitolsplatz mit einer Bronzestatue des Kaisers Marcus Aurelius, die im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt wurde), die Fontana di Trevi (ein Barock-Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, in den Touristen traditionell Münzen hineinwerfen und sich etwas wünschen) und die Piazza di Spagna mit der berühmten, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spanischen Treppe, die zu der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche Santa Trinità dei Monti hinaufführt. Weitere Sehenswürdigkeiten des christlichen Roms sind über die gesamte Stadt verstreut. Das christliche Zentrum bildet hierbei der nicht zugängliche Staat der Vatikanstadt mit dem Petersdom. Weitere große Kirchen wie die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern befinden sich innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Kirchen sind besonders prunkvoll ausgestattet und enthalten Kunstwerke von unschätzbarem Wert. Sehenswürdigkeiten des modernen Roms befinden sich eher in den äußeren Bezirken der Stadt, wie zum Beispiel Bauwerke für die Olympischen Sommerspiele 1960, entworfen von Pier Luigi Nervi, einem der führenden italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, aber auch Ehrenmäler und Hochhäuser. Über die ganze Stadt verteilt sind zahlreiche weitere Baudenkmäler, Plätze, Brunnen und Obelisken, welche von großen Künstlern geschaffen und prunkvoll verziert wurden.
- Siehe auch: Aquädukte in Rom, Brunnen in Rom, Kirchen in Rom, Obelisken in Rom und Plätze in Rom.

Sport

Plätze in Rom In der Stadt gibt es mit dem 1927 gegründeten AS Rom und dem im Jahre 1900 gegründeten Lazio Rom zwei national und international bedeutende Fußballvereine. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im 85.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion aus. Der AS Rom wurde dreimal Italienischer Fußball-Meister, siebenmal Italienischer Fußball-Pokalsieger und gewann einmal (1961) den UEFA-Pokal. Lazio Rom wurde zweimal Meister, viermal Pokalsieger und gewann einmal (1999) den Europapokal der Pokalsieger. Rom war Austragungsort der Olympische Sommerspiele 1960 und der ersten Paralympics überhaupt. Das Olympiastadion liegt im Norden der Stadt.

Kulinarische Spezialitäten

Paralympics Rom bietet eine reiche Auswahl an absoluten Qualitätsrestaurants. Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter Küche der berühmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen Küche mit ihrer Vielfältigkeit, von der jüdischer Küche zur Zubereitung von Schalentieren, von Spezialitäten aus Latium zu ausgezeichneten Fischgerichten, außerdem befinden sich in der Stadt auch zahlreiche Restaurants, die Spezialitäten aus allen fünf Erdteilen bieten. Typische Gerichte der römischen Küche sind die "coda alla vaccinara", Schwänze junger Rinder in Wein, Tomaten und Pfefferschoten gekocht, oder die "pajata", Kalbsmagen mit Tomatensoße, der "abbacchio alla scottadito" oder die "trippa alla romana", die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre Spezialitäten sind. Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen Spezialitäten befinden sich überwiegend in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Unter den beliebten Lokalen steht den Pizzerien sicherlich ein Ehrenplatz zu.