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Innviertel
Das Innviertel (amtlich Innkreis), ist das nordwestliche der vier Viertel Oberösterreichs. Es ist eine fruchtbare, dichtbesiedelte Hügellandschaft des Alpenvorlands und liegt zwischen Salzach, Inn, Donau und Hausruck.
Das Innviertel umfasst drei Bezirke:
- Braunau am Inn
- Ried im Innkreis
- Schärding
Die Fläche beträgt etwa 2250 km2.
Im Innviertel leben etwa 200.000 Einwohner.
Geschichte
Das Innviertel, ehemals Teil des Rentamtes Burghausen mit den Gerichten Wildshut (der Gerichtssprengel wurde zwischenzeitig mit dem Bezirksgericht Mattighofen zusammengelegt), Braunau, Mauerkirchen, Friedburg, Schärding und Ried, gehörte bis 1779 zu Bayern. Im Frieden von Teschen, der den Bayerischen Erbfolgekrieg (1777-1779) beendete, kam es jedoch zu Oberösterreich. Auslöser dieses Krieges war der Tod des kinderlosen bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph (1745 -1777). Mit seinem Tod starb die bayerische Linie der Wittelsbacher aus. Eine Reihe von mitteleuropäischen Mächten erhoben Anspruch auf Teile des Erbes, darunter Österreich auf das Herzogtum Niederbayern. Bayern wird erst seit einem Dekret von König Ludwig I. im Jahre 1825 mit "y" geschrieben, vorher war Baiern bzw. baierisch üblich.
Kategorie:Region in Oberösterreich
Weblinks
- http://www.innviertel.at
Oberösterreich
Oberösterreich (alter Name: Erzherzogtum Österreich ob der Enns) ist eines der neun Österreichischen Länder. Es grenzt an Deutschland, Tschechien und an die österreichischen Bundesländer Niederösterreich, Steiermark und Salzburg.
Mit einer Fläche von 11.980 km² und 1,3 Millionen Einwohnern ist Oberösterreich das viertgrößte Bundesland Österreichs (Vergleich: Wien und Niederösterreich haben mehr Einwohner; Steiermark, Tirol und Niederösterreich eine größere Fläche).
Im Mühlviertel wohnen einige 100 Sinti, die dort schon seit dem Mittelalter anzutreffen sind. Die wenigsten bekennen sich zu ihrer Volksgruppe.
Geschichte
Das Geburtsjahr von Oberoesterreich
König Otokar II, der sein Stammland Böhmen zu einer Höhe emporhob wie kein Herrscher vor ihm, wollte auch in Österreich und Steiermark seine Dynastie gründen und in den Alpenländern seine Macht ebenso gipfeln lassen als in Böhmen. Auch unserem Lande ob der Enns wendete er seine volle Aufmerksamkeit zu und trennte den früher zur Steiermark gehörigen Landstrich von dieser ab, gestaltete das ganze Gebiet zum „Fürstenthum ob der Enns“ aus. Der verlässliche Geschichtsforscher Julius Strnadt bezeichnet mit historischer Wahrscheinlichkeit das Jahr 1260 als Geburtsjahr des Landes ob der Enns. Im Jahre 1264 erscheint der Name Austria superior „Oberösterreich“ oder supra anasum – „Ob der Enns“ urkundlich und Konrad von Sumerau erscheint als „Landrichter der Provinz Oberösterreich“
Seit 1490 erlangte es als Teilfürstentum 'Österreich ob der Enns' eine gewisse Selbstständigkeit. Seit dieser Zeit hielten die oberösterreichischen Stände eigene Landtage in Linz. Neben Herren, Rittern und Prälaten spielten dabei auch die landesfürstlichen Städte eine wichtige Rolle. Seit 1530 öffnete sich das Land der Reformation; 30 Jahre späte waren die Oberösterreicher mehrheitlich evangelisch. Bei der habsburgischen Länderteilung von 1564 fiel Oberösterreich zusammen mit Niederösterreich und den böhmischen Ländern an Kaiser Maximilian II. Nach 1600 setzte unter Kaiser Rudolf II. und seinem Nachfolger Matthias die Gegenreformation ein. Deshalb gingen die oberösterreichen Stände 1619 ein Bündnis mit den böhmischen Ländern ein. Die Aufständischen wurden durch die Truppen des bayerischen Kurfürsten Maximilian im Auftrag Kaiser Ferdinands II. 1620 besiegt. Für einige Jahre kam Oberösterreich unter bayerische Besatzung. Der evangelische Adel musste konvertieren oder das Land verlassen.
1779 kam das Innviertel von Bayern zu Oberösterreich. Während der Napoleonischen Kriege war Oberösterreich mehrfach besetzt. Das Salzburger Land wurde von 1814 bis 1854 von der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz aus verwaltet. 1918 wurde der offizielle Landesname Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 erfolgte die Umbenennung zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs als österreichisches Bundesland.
Verwaltung
Oberösterreich wird traditionell in vier Viertel eingeteilt, das Hausruckviertel, das Innviertel, das Mühlviertel und das Traunviertel. Heutzutage ist es üblich, den Bereich zwischen den Städten Linz, Eferding, Wels, Steyr und Enns als Zentralraum zu bezeichnen.
Außerdem erfolgt eine Trennung des Traunviertel in Salzkammergut und die Region Pyhrn-Eisenwurzen.
Nach der heutigen Verwaltungseinteilung gliedert sich das Bundesland in 3 Statutarstädte und 15 politische Bezirke.
Statutarstädte
- Linz
- Steyr
- Wels
Bezirke
- Braunau am Inn
- Eferding
- Freistadt
- Gmunden
- Grieskirchen
- Kirchdorf an der Krems
- Linz-Land
- Perg
- Ried im Innkreis
- Rohrbach
- Schärding
- Steyr-Land
- Urfahr-Umgebung
- Vöcklabruck
- Wels-Land
Siehe auch: Gemeinden in Oberösterreich
Wichtige Städte in Oberösterreich
Linz (Landeshauptstadt), Wels, Steyr, Leonding, Vöcklabruck, Gmunden, Hallstatt, Braunau am Inn, Ried im Innkreis, Enns, Bad Ischl, Traun, Schärding, Ansfelden, Marchtrenk;
Siehe auch: Schulen in Oberösterreich
Siehe auch: Landeshymne
Bevölkerung
Geologie
Nördlich des Donautales befindet sich die Böhmische Masse (auch Böhmisches Massiv), die geologisch älteste Landschaft Österreichs. Hier dominieren Granite und Gneise.
Nach Süden hin überwiegt der Kalk, etwa im Dachstein/Hallstätterkalk. Dieser, in der Trias entstandene Kalk, ist reich an Fossilien. Besondere Fundorte für Ammoniten sind die Berge um Gosau, westlich des Dachsteines (östlichster Nordalpengletscher) gelegen.
Topografie
Gebirge
Dachsteinmassiv, Höllengebirge, Sengsengebirge, Totes Gebirge
Seen
Praktisch alle der großen oberösterreichischen Seen liegen im Salzkammergut, so etwa Almsee, Attersee, die Gosauseen, Hallstätter See, Irrsee, Langbathsee, Mondsee, Offensee, Traunsee und Wolfgangsee
Flüsse
Alm, Donau, Enns, Inn, Krems, Große Mühl, Kleine Mühl, Naarn, Steyr, Traun, Aist, Antiesen
Weblinks
- [http://www.ooe.gv.at/ Oberösterreichische Landesregierung]
- [http://www.meinereise.at/rioliste.cfm?bundesland=3 Gemeinden in Oberösterreich] Detailinformationen zu allen Gemeinden in Oberösterreich
Siehe auch
- Portal:Oberösterreich
Kategorie:Österreich
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Kategorie:Bundesland in Österreich
als:Oberösterreich
Inn
Der Inn (lat. Oenus, rätoroman. En), ist ein rechter Nebenfluss der Donau und 517 Kilometer lang. Er entspringt beim Malojapass im Schweizer Engadin in 2484m Höhe aus dem Lunghinsee, fließt durch das Oberinntal, durch das Bundesland Tirol (Österreich) und die Landeshauptstadt Innsbruck ins Unterinntal. Im weiteren Lauf fließt er durch Oberbayern und bildet dann die Grenze zwischen dem Innviertel in Oberösterreich sowie Bayern.
Bayern
Der Inn mündet in Deutschland bei Passau in die Donau. An der Einmündung in die Donau ist der Inn ca 40 m breiter als diese und führt im Jahresmittel auch ca. 10% mehr Wasser. Trotzdem heißt der Strom ab Passau Donau, da beim Zusammenfluss der beiden Flüsse die Donau 648 km zurückgelegt hat, der Inn aber nur 517 km.
Der Inn bietet im Oberlauf vielfältige Möglichkeiten für den Wassersport, vor allem für Wildwasserpaddeln und Rafting, auf den Oberengadiner Seen (Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzersee) auch für Windsurfen.
Im Oberlauf des Inn von Schweizer Gebiet bis Landeck in Tirol befinden sich mehrere Wasserkraftwerke. Staustufen im Unterlauf ab Kufstein dienen sowohl der Energiegewinnung als auch dem Hochwasserschutz.
Um die Geschichte des Inn und der Innschifffahrt zu dokumentieren, wurde in Rosenheim das Inn-Museum eingerichtet.
Städte am Inn
- Schweiz: St. Moritz
- Österreich: Landeck, Imst, Innsbruck, Hall in Tirol, Schwaz, Rattenberg, Wörgl, Kufstein
- Deutschland: Rosenheim, Wasserburg am Inn, Mühldorf am Inn, Neuötting am Inn, Simbach am Inn
- Grenze Österreich/Deutschland: Braunau am Inn (Österreich),Obernberg am Inn (Österreich), Schärding (Österreich), Passau (Deutschland)
Nebenflüsse
- Rechte Nebenflüsse: Salzach, Alz, Murn, Sims, Rohrdorfer Ache, Kelchsauer Ache, Weißache, Kaiserbach, Wildschönauer Ache, Alpbach, Ziller, Sill, Melach, Ötztaler Ache, Pitzbach, Faggenbach, Mattig
- Linke Nebenflüsse: Mangfall, Brandenberger Ache, Sanna, Isen, Rott
Elektrizitätswerk
Kategorie:Fluss in Deutschland
Kategorie:Fluss in Bayern
Kategorie:Fluss in Österreich
Kategorie:Fluss in Tirol
Kategorie:Fluss in Oberösterreich
Kategorie:Fluss in der Schweiz
Kategorie:Nebenfluss der Donau
HausruckHausruck ist eine Hügelkette im Alpenvorland Österreichs. Sie hat eine Länge von etwa 30 km. Der höchste Punkt ist der 801 Meter hohe Göblberg. Das Südwestende des Mittelgebirges bildet der Kobernaußerwald.
Der Hausruck ist ein dicht bewaldetes Mittelgebirge, welches sich vornehmlich aus Schlier und Schottern zusammensetzt. Es gibt dort Vorkommen an Braunkohle desen Abbau jedoch im Jahr 1995 eingestellt wurde. Daneben gibt es auch kleinere Erdöl- und Erdgasvorkommen bei Puchkirchen.
Kategorie:Oberösterreich
Kategorie:Gebirge
Bezirk Braunau am Inn
Der politische Bezirk Braunau am Inn ist der westlichste Bezirk Oberösterreichs. Er grenzt im Osten an die Bezirke Ried im Innkreis und Vöcklabruck, im Süden an den Bezirk Salzburg-Umgebung, im Westen und Norden an die bayerischen Landkreise Traunstein, Altötting und Rottal-Inn
Geschichte
Während des bayerischen Volksaufstandes 1705 und 1706 tagte in Braunau der Landesdefensionskongress („Braunauer Parlament“). Neben dem in Weng geborenen Anführer Johann Georg Meindl berichtet Christian Probst von weiteren Anführern aus dem Gericht Braunau: der alte Hofbauer von Wuerlach, der rotbartete Schwaiger, der Schienkhueber zu Mitterndorf, der Neuhauser zu Hochburg, der Meindlsberger im Amt Eggelsberg, der Wirt von Ibm und ein Freiherr von Taufkirchen, der dort Beamter war.
Verwaltung
Der Bezirk Braunau am Inn gliedert sich in 46 Gemeinden, darunter 3 Städte.
(alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001)
Literatur
Florian Schwanninger, Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938-1945. Edition Geschichte der Heimat. Buchverlag Franz Steinmaßl, Grünbach 2005.
Braunau am Inn
Bezirk Ried im Innkreis
Der politische Bezirk Ried im Innkreis ist ein Bezirk im Innviertel in Oberösterreich. Er grenzt im Westen an den Bezirk Braunau am Inn, im Osten an die Bezirke Schärding und Grieskirchen, im Süden an den Bezirk Vöcklabruck, im Norden an den Freistaat Bayern.
Verwaltung
Der Bezirk Ried im Innkreis gliedert sich in 36 Gemeinden, darunter mit Ried im Innkreis 1 Stadt.
(alle Einwohnerzahlen Stand: 15. Mai 2001)
Weblinks
- Bezirk Ried im Innkreis http://doris.ooe.gv.at/geographie/geoinfo/bez/gif/bez412k.gif
Ried im Innkreis
Bezirk Schärding
Der politische Bezirk Schärding ist ein Bezirk im Innviertel in Oberösterreich. Er grenzt im Süden an den Bezirk Ried im Innkreis, im Osten an die Bezirke Grieskirchen und Rohrbach, im Norden und Westen an den Freistaat Bayern.
Verwaltung
Der Bezirk Schärding gliedert sich in 30 Gemeinden, darunter mit Schärding 1 Stadt.
(alle Einwohnerzahlen Stand: Volkszählung 2001)
Schärding
Rentamt BurghausenDas Rentamt Burghausen war einer der vier Verwaltungsbezirke Bayerns und wurde in Burghausen an der Salzach verwaltet. Die anderen drei Rentämter waren München, Straubing und Landshut. 1802 löste der bayerische Minister Montgelas im Zuge einer großen Verwaltungsreform das Rentamt Burghausen auf.
Nach der Wiedervereinigung Ober- und Niederbayerns 1504/05 und der 1507 durchgeführten Verwaltungs-Neuorganisation gehörten bis zur Abtrennung des Innviertels 1779 zum Rentamt Burghausen folgende Gerichte: Stadtgericht Burghausen, Julbach, Kling, Kraiburg, Mörmoosen, Neuötting, Trostberg; im Innviertel Braunau, Friedburg, Mauerkirchen, Ried, Schärding und Wildshut.
Die Salzach wurde erst mit dem Frieden von Teschen 1779 Grenze zwischen Bayern und Österreich. Das Innviertel gehörte bis dahin zum Rentamt Burghausen und damit zu Bayern. Mit dem Verlust des wirtschaftlich bedeutsamen Hinterlandes verlor Burghausen auch an Bedeutung.
Das Verein "Herzogstadt Burghausen" feiert seit 1969 das "Rentamtsfest" ("Burgfest") in Erinnerung an die Zeiten, in denen das Land diesseits und jenseits von Salzach und Inn zum Rentamt Burghausen gehörte.
Weblinks
[http://www.hrb.at/bzt/doc/zgt/b14/literatur/probst_295_306.htm Der Landesdefensionkongreß zu Braunau („Braunauer Parlament“)]
Kategorie:Mittelalter
Kategorie:Bayerische Geschichte
Kategorie:Altötting
BraunauBraunau ist der Name mehrerer Ortschaften:
#eine Stadt in Oberösterreich: Braunau am Inn
#den gleichnamigen Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich
#eine Gemeinde im Schweizer Kanton Thurgau: Braunau TG
#Braunau in Böhmen ist der frühere Name der Stadt Broumov, die beim Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs eine Rolle gespielt hat.
#Braunau, Waldeck, Ortsteil von Bad Wildungen
RiedDefinitionen
Der Ausdruck Ried bezeichnet
- ein torfiges Moorgebiet im süddeutschen Raum (z. B. Pfrunger Ried)
- regional ein Synonym für Röhricht oder Schilf (z. B. Reet)
- in der Pflanzensoziologie einen Vegetationsbestand mit Dominanz von Sauergräsern oder Binsengewächsen
- eine Nutzfläche in einem Weinberg
Ortsnamen mit der Bezeichnung "Ried"
Orte in Deutschland
- Gemeinde Ried (bei Mering) im Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern
- Ortsteil der Gemeinde Obermaiselstein im Landkreis Oberallgäu in Bayern
- Stadtteil der Stadt Augsburg in Bayern
- Ortsteil der Gemeinde Frauenneuharting im Landkreis Ebersberg in Bayern
- Ortsteil der Gemeinde Kochel am See im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Bayern
- Ortsteil der Gemeinde Ebersburg im Landkreis Fulda in Hessen
Orte in Österreich
- die Stadt Ried im Innkreis in Oberösterreich
- die Gemeinde Ried im Oberinntal in Tirol
- die Gemeinde Ried im Zillertal in Tirol
- die Gemeinde Ried im Traunkreis in Oberösterreich
- die Katastralgemeinde Ried (Gemeinde Nußdorf) ob der Traisen in Niederösterreich
- die Katastralgemeinde Ried (Sindelburg) der Gemeinde Wallsee-Sindelburg in Niederösterreich
- die Katastralgemeinde Ried am Riederberg der Gemeinde Sieghartskirchen in Niederösterreich
Orte in der Schweiz
- die Gemeinde Ried bei Kerzers im Kanton Freiburg (1902-1911: Ried; vor 1902: Oberried (See))
- die Gemeinde Ried-Brig im Kanton Wallis
- die Ortschaft Ried-Mörel der Gemeinde Riederalp im Kanton Wallis
- früherer deutscher Name der Ortschaft Essert FR im Kanton Freiburg
- die Ortschaft Ried-Muotathal in der Gemeinde Muotathal im Kanton Schwyz
Orte in den Niederlanden
- die Ortschaft Ried in der Gemeinde Franekeradeel in Friesland
Landschaften namens "Ried"
- Biberacher Ried
- Hessisches Ried
- Donauried
- Wurzacher Ried
Bayern
Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee.
Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").
Geschichte
Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern
Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.
Politik
Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns.
Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:
In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten.
Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU).
Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt.
Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:
- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945
Staatsaufbau
Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden.
Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen.
Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt.
Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006.
Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde.
Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern
Wahlrecht
Gesetzgebungsverfahren in Bayern]
Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat.
Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann.
Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden).
Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt.
Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.
Staatswappen, Flagge und Hymne
Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen
Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten:
Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben.
Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität.
Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau.
Zur Hymne siehe: Bayernhymne
Verwaltungsgliederung
Regierungsbezirke
Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern:
Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)
Landkreise
Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte:
kreisfreie Städte
Kreisfreie Städte
Städte und Gemeinden
Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)
Größte Städte
Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt
Regionen
Geografie
Große Kreisstadt
Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen).
Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen).
Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau.
Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden.
Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern
Wirtschaft
Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent.
Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden.
An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.
Kultur
Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken.
Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.
Museen
Theater, Schauspiel und Oper
Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:
Musik
Operetten]
Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck
Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck
Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele.
Münchner Opernfestspiele
Küche
Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel
Religion, Stämme und Sprache
Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 %
Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden.
Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche.
Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet.
Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen
Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten.
siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster
Literatur
- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7
Siehe auch: Portal:Bayern
Weblinks
- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern
ja:バイエルン州
ko:바이에른 주
simple:Bavaria
Frieden von TeschenDer am 13. Mai 1779 zwischen Österreich und Preußen geschlossene Frieden von Teschen beendete den Bayerischen Erbfolgekrieg.
Österreich erhielt das Innviertel, also den Gebietsstreifen von Passau bis zur Nordgrenze des Erzstifts Salzburg, erkannte aber die Ansprüche Preußens auf die Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth an. Sachsen erhielt eine unbekannte Abfindungssumme. Die Kurwürden Bayerns und der Pfalz wurden mit dem Frieden zusammengelegt.
Der Frieden kam auf Initiative Russlands zu stande und wurde von Frankreich sowie Russland garantiert und anerkannte damit Russland erstmal als wichtigen Spieler unter den europäischen Größmächten.
Kategorie:Österreichische Geschichte
Teschen, Frieden von
Bayerischer ErbfolgekriegDer Bayerische Erbfolgekrieg wurde durch den Anspruch Österreichs auf Niederbayern und die Oberpfalz ausgelöst, nachdem die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahre 1777 ausgestorben war und das Kurfürstentum Bayern an die pfälzische Linie fallen sollte.
Ursachen des Bayerischen Erbfolgekrieges
Die Lage im Reich
Aufgrund des noch im 18. Jahrhundert feudalen und territorial stark zersplitterten Charakters des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation kam es häufig zu Erbfolgestreitigkeiten, da es bei der gewaltigen Anzahl an de facto selbständigen Teilstaaten oftmals dazu kam, dass innerhalb des Reiches ein Fürstengeschlecht ausstarb. Der Bayerische Erbfolgekrieg stellte eine von zahlreichen Auseinandersetzungen dieser Art dar, wobei er vor allem Ausdruck des immer stärker werdenden preußisch-österreichischen Gegensatzes war.
Die Wittelsbacher
Das Kurfürstentum (bis 1623 Herzogtum) Bayern war einer der äußerst zahlreichen Teilstaaten des Heiligen Römischen Reiches. Nach dem Prozess gegen Heinrich den Löwen fiel Bayern im Jahre 1180 an das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher. Diese bauten das Herzogtum in der Folgezeit zu einem der größten deutschen Territorialstaaten aus. Im Jahre 1329 entstand die pfälzische Linie der Wittelsbacher, die über die Kurpfalz und die Oberpfalz herrschte und sich wiederum in mehrere Nebenlinien zerteilte. Nachdem Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz im Aufstand der protestantischen böhmischen Stände gegen die Habsburger zum König von Böhmen gekrönt wurde, besiegte ihn die Katholische Liga in der Schlacht am Weißen Berg. Die pfälzischen Wittelsbacher mussten die Oberpfalz an Bayern abtreten. Als am 30. Dezember 1777 der bayerische Kurfürst Maximilian III. Joseph starb, erlosch die bayerische Linie der Wittelsbacher. Aufgrund der Erbfolge sollte das Kurfürstentum Bayern nun an Kurfürst Karl Theodor aus der Linie Pfalz-Sulzbach fallen, doch Österreich intervenierte.
Die Position der Habsburger
Nach den Erfahrungen in den Schlesischen Kriegen gegen Preußen fürchteten die österreichischen Habsburger die Entstehung einer weiteren Großmacht auf deutschem Boden. Zudem hatte der Verlust Schlesiens an Preußen die Habsburger geschwächt, so dass das Aussterben der bayerischen Wittelsbacher einen willkommenen Anlass für den habsburgischen Kaiser Joseph II. bot, seine Ländereien zu erweitern und dabei seine Machtposition im Reich zu stärken. Deshalb erhob er kurz nach dem Tode Maximilians III. Ansprüche auf Niederbayern und die Oberpfalz. Joseph II. konnte Kurfürst Karl Theodor dazu bewegen, im Tausch gegen erhebliche Finanzspritzen und Vorderösterreich (Freiburg bis Konstanz) auf diese Teile Bayerns zu verzichten. Nachdem dieser Tausch in der Wiener Konvention vom 3. Januar 1778 von beiden besiegelt wurde, rückten österreichische Truppen in die Oberpfalz und Niederbayern ein.
Verlauf des Krieges
Das Vorgehen Österreichs stieß auf die Ablehnung durch die meisten deutschen Territorialherrscher, allen voran König Friedrich II. von Preußen. Der preußische König mobilisierte seine Truppen und ließ sie im Juli 1778 in Böhmen einmarschieren, womit der Bayerische Erbfolgekrieg begann. Auf beiden Seiten kam es schnell zu großen logistischen Problemen, so dass nennenswerte militärische Auseinandersetzungen vermieden wurden. Aufgrund der schlechten Versorgungslage mussten sich die Soldaten hauptsächlich von Kartoffeln ernähren, weshalb dieser Konflikt spöttisch als "Kartoffelkrieg" bezeichnet wurde. Nach kurzer Zeit versuchten Frankreich und Russland zwischen den beiden Kriegsparteien zu vermitteln. Am 13. Mai 1779 wurde der Krieg, in dem es praktisch zu keinem größeren Gefecht kam, durch den Frieden von Teschen beendet.
Folgen des Krieges
Der Gebietstausch zwischen Joseph II. und Karl Theodor wurde für nichtig erklärt. Die Habsburger erhielten lediglich das Innviertel, welches auch heute noch zu Österreich gehört. Karl Theodor konnte sein Erbe antreten und herrschte nun über die Pfalz und Bayern. Die Kurwürde der beiden Territorien wurde zu einer Kur zusammengefasst. Außerdem akzeptierte Österreich die bevorstehende Vereinigung der Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth mit Preußen.
Der Bayerische Erbfolgekrieg hatte deutlich gezeigt, das der anachronistische feudale Aufbau des zersplitterten Reiches auch am Ende des 18. Jahrhunderts zu einer strikten Hausmachtpolitik der mächtigsten Teilstaaten führte. Erst durch die französische Besetzung Deutschlands und die Beschlüsse des Wiener Kongresses sollten die Grundlagen für die Entstehung eines konsolidierten deutschen Staatsgebildes geschaffen werden.
Nachspiel
Zu einem zweiten Krieg um den Besitz Bayerns kam es 1785. Diesmal ging es nicht nur um Teile, sondern um das gesamte Kurfürstentum, das Karl Theodor mit Österreich gegen die Österreichischen Niederlande tauschen wollte, welche sich mit dessen benachbarten, aber von Bayern entfernten pfälzischen Stammlanden gut hätte zusammenschließen lassen. Wien hatte ihm zudem die Königskrone von Burgund versprochen. Erneut erhob Preußen Einspruch, mobilisierte Karl Theodors potentielle Erben zum Protest gegen den Tausch und gründete mit anderen deutschen Mittelstaaten den Fürstenbund gegen Österreich. Ein Waffengang wurde so abgewendet, Wien konnte sich innerhalb des Reiches gegen Berlin fortan nicht mehr durchsetzen.
Der preußisch-österreichische Gegensatz blieb trotz der recht schnellen Beilegung des Konfliktes und der Ergebnisse des Friedens von Teschen weiter bestehen und sollte erst knapp hundert Jahre später endgültig zugunsten von Preußen beseitigt werden.
Siehe auch: Geschichte Bayerns, Liste der bayerischen Herrscher, Liste von Kriegen, Liste von Schlachten
Kategorie:Krieg
Erbfolgekrieg
Kategorie:1770er
Kategorie:Deutsche Militärgeschichte
1777
- 19. Juni: Uraufführung der Oper Polly von Samuel Arnold im Little Theatre in London
- 3. August: Uraufführung der Oper Il mondo della luna (Die Welt auf dem Monde) von Joseph Haydn in Esterház
- 22. August: Uraufführung der Oper April Day von Samuel Arnold im Little Theatre in London
- 8. September: Uraufführung der Oper Medonte, Rè di Epiro von Giuseppe Sarti am Teatro della Pergola in Florenz
- 29. November: Gründung von San José (Kalifornien)
- Ende des Kriegs zwischen Großbritannien und den USA
- Nationaltheater Mannheim startet Spielbetrieb
- 2. Januar: Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer († 1857)
- 22. Januar: Joseph Hume, britischer Politiker († 1855)
- 9. Februar: Louise Brachmann, deutsche Schriftstellerin († 1822)
- 12. Februar: Friedrich de la Motte Fouqué, deutscher Dichter der Romantik († 1843)
- 19. März: José María Bustamante, mexikanischer Komponist († 1861)
- 12. April: Henry Clay, US-amerikanischer Außenminister († 1852)
- 18. April: Ludwig Berger, deutscher Komponist, Piano und Klavierpädagoge († 1839)
- 21. April: Johann Günther Friedrich Cannabich, deutscher Geograf, Pfarrer und Pädagoge († 1859)
- 30. April: Carl Friedrich Gauß, deutscher Mathematiker († 1855)
- 1. Mai: Vincenz Eduard Milde, Erzbischof von Wien († 1853)
- 4. Mai: Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker († 1857)
- 18. Mai: Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 29. Mai: Friedrich August Ludwig von der Marwitz, preußischer General und Politiker († 1837)
- 24. Juni: John Ross, britischer Konteradmiral und Polarforscher († 1856)
- 23. Juli: Philipp Otto Runge, deutscher Maler der Romantik († 1810)
- 14. August: Hans Christian Ørsted, dänischer Physiker und Chemiker († 1851)
- 19. August: Karl Wilhelm Salice-Contessa, deutscher Novellist und Lustspieldichter († 1825)
- 31. August: Ernst August Friedrich Klingemann, Deutscher Schriftsteller der Romantik († 1831)
- 31. August: Jean Pierre Joseph d'Arcet, war ein französischer Chemiker († 1844)
- 10. Oktober: Heinrich von Kleist, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1811)
- 8. November: Désirée Clary, Königin von Schweden († 1860)
- 28. November: August Kestner, deutscher Diplomat und Kunstsammler († 1853)
- 23. Dezember: Alexander I. (Russland), Zar von Russland († 1825)
- 26. Dezember: Ludwig II. (Hessen-Darmstadt), Großherzog von Hessen-Darmstadt
- 24. Februar: Joseph I. (Portugal), war König von Portugal ( - 1714)
- 1. März: Georg Christoph Wagenseil, österreichischer Komponist ( - 1715)
- 7. März: Sebastian Sailer, deutscher Prämonstratenser, Prediger und Schriftsteller ( - 1714)
- 22. März: Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist ( - 1745)
- 29. März: Johann Heinrich Pott, deutscher Chemiker und Apotheker ( - 1692)
- 2. Mai: Joachim Gottlob Am Ende, deutscher Theologe und Lehrer ( - 1704)
- 8. Juni: Cornelia Schlosser, Schwester von Johann Wolfgang von Goethe ( - 1750)
- 10. Juni: Johann Gerhard Hasenkamp, deutscher Pädagoge (Gymnasiallehrer) ( - 1736)
- 22. Juni: Johann Joseph Christian, deutscher Bildhauer und Holzschnitzer ( - 1706)
- 14. August: Otto Magnus von Schwerin, preußischer General der friderizianischen Epoche ( - 1701)
- 19. August: Johann Christian Erxleben, deutscher Gelehrter ( - 1744)
- 23. August: Charles Joseph Natoire, Französischer Maler des Rokoko ( - 1700)
- 1. September: Johann Ernst Bach, deutscher Komponist ( - 1722)
- 10. September: Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, Heerführer im Siebenjährigen Krieg ( - 1724)
- 22. September: John Bartram, US-amerikanischer Botaniker ( - 1699)
- 25. September: Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker ( - 1728)
- 12. Dezember: Albrecht von Haller, Schweizer Mediziner ( - 1708)
- 21. Dezember: Anton Cajetan Adlgasser, deutscher Komponist ( - 1729)
- 30. Dezember: Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern von 1745 bis 1777 ( - 1727)
ko:1777년
1745
Krieg und Politik
- 22. April: Durch den Frieden von Füssen scheidet Bayern aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg aus
- 11. Mai: In der Schlacht bei Fontenoy erkämpfen die Franzosen unter Moritz von Sachsen einen verlustreichen Sieg gegen Österreicher, Briten und Niederländer
- 4. Juni: Schlacht bei Hohenfriedeberg zwischen Preußen und Österreichern in Schlesien
- 21. September: Jakobitische Rebellen unter der Führung von Charles Edward Stuart schlagen in der Schlacht bei Prestonpans britische Regierungstruppen unter General Sir John Cope vernichtend und gewinnen damit zeitweilig die Herrschaft über ganz Schottland
- 30. September: Schlacht bei Soor
- 4. Oktober: Franz I. Stephan aus der Dynastie Habsburg-Lothringen wird in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt
Kultur
- Das Theaterstück „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni wird uraufgeführt
- 1. Januar: Anthony Wayne, US-amerikanischer General († 1796)
- 4. Januar: Johann Jakob Griesbach, Professor für das Neue Testament in Jena († 1812)
- 6. Januar: Jacques Étienne Montgolfier, französischer Miterfinder des Heißluftballons († 1799)
- 17. Januar: Nicolas Roze, französischer Komponist († 1819)
- 6. Februar: Schack Hermann Ewald, deutscher Hofbeamter und Publizist († 1822)
- 18. Februar: Alessandro Volta, italienischer Physiker († 1827)
- 19. März: Johann Peter Frank, deutscher Mediziner († 1821)
- 21. März: Marianne von der Leyen, von 1775 bis 1793 Regentin in Blieskastel († 1804)
- 1. April: Johann Joseph La Roche, österreichischer Schauspieler († 1806)
- 14. April: Denis Iwanowitsch Fonwisin, Russischer Satiriker und Komödiendichter († 1792)
- 20. April: Philippe Pinel, französischer Psychater
- 7. Mai: Carl Stamitz, deutscher Violinist und Komponist († 1801)
- 10. Mai: Wilhelm Florentin von Salm-Salm, Erzbischof von Prag († 1810)
- 5. Juli: Carl Arnold Kortum, deutscher Arzt und Schriftsteller († 1824)
- 17. Juli: Timothy Pickering, US-amerikanischer Außenminister († 1829)
- 30. August: Johann Hieronymus Schröter, Jurist und hoher Beamter in Lilienthal bei Bremen († 1816)
- 3. September: Karl Viktor von Bonstetten, Schweizer Schriftsteller († 1832)
- 16. Oktober: Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist († 1777)
- 8. November: Ernst Christian Trapp, Inhaber eines Lehrstuhls für Pädagogik († 1813)
- 3. Dezember: Franz Anton Ernst, böhmischer Komponist († 1805)
- 12. Dezember: John Jay, Politiker der USA († 1829)
- George Atwood, britischer Erfinder und Physiker († 1807)
- 3. Januar: Jan de Bodt, sächsischer General und Architekt ( - 1670)
- 20. Januar: Karl VII., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ( - 1697)
- 18. Februar: Nicola Fago, italienischer Komponist ( - 1677)
- 18. März: Robert Walpole, britischer Politiker und Regierungschef ( - 1676)
- 9. Mai: Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist ( - 1663)
- 22. Mai: François-Marie de Broglie, Französischer Feldherr, Marschall von Frankreich ( - 1671)
- 14. September: Martino Altomonte, italienischer Maler ( - 1657)
- 19. Oktober: Jonathan Swift, anglo-irischer Schriftsteller ( - 1667)
- 16. November: Johann Lucas von Hildebrandt, italienischer Barockbaumeister ( - 1668)
- 23. Dezember: Jan Dismas Zelenka, Barockkomponist ( - 1679)
- 28. Dezember: Robert Roy MacGregor, schottischer Volksheld (Kurzform: Rob Roy) ( - 1671)
ko:1745년
simple:1745
1777
- 19. Juni: Uraufführung der Oper Polly von Samuel Arnold im Little Theatre in London
- 3. August: Uraufführung der Oper Il mondo della luna (Die Welt auf dem Monde) von Joseph Haydn in Esterház
- 22. August: Uraufführung der Oper April Day von Samuel Arnold im Little Theatre in London
- 8. September: Uraufführung der Oper Medonte, Rè di Epiro von Giuseppe Sarti am Teatro della Pergola in Florenz
- 29. November: Gründung von San José (Kalifornien)
- Ende des Kriegs zwischen Großbritannien und den USA
- Nationaltheater Mannheim startet Spielbetrieb
- 2. Januar: Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer († 1857)
- 22. Januar: Joseph Hume, britischer Politiker († 1855)
- 9. Februar: Louise Brachmann, deutsche Schriftstellerin († 1822)
- 12. Februar: Friedrich de la Motte Fouqué, deutscher Dichter der Romantik († 1843)
- 19. März: José María Bustamante, mexikanischer Komponist († 1861)
- 12. April: Henry Clay, US-amerikanischer Außenminister († 1852)
- 18. April: Ludwig Berger, deutscher Komponist, Piano und Klavierpädagoge († 1839)
- 21. April: Johann Günther Friedrich Cannabich, deutscher Geograf, Pfarrer und Pädagoge († 1859)
- 30. April: Carl Friedrich Gauß, deutscher Mathematiker († 1855)
- 1. Mai: Vincenz Eduard Milde, Erzbischof von Wien († 1853)
- 4. Mai: Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker († 1857)
- 18. Mai: Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 29. Mai: Friedrich August Ludwig von der Marwitz, preußischer General und Politiker († 1837)
- 24. Juni: John Ross, britischer Konteradmiral und Polarforscher († 1856)
- 23. Juli: Philipp Otto Runge, deutscher Maler der Romantik († 1810)
- 14. August: Hans Christian Ørsted, dänischer Physiker und Chemiker († 1851)
- 19. August: Karl Wilhelm Salice-Contessa, deutscher Novellist und Lustspieldichter († 1825)
- 31. August: Ernst August Friedrich Klingemann, Deutscher Schriftsteller der Romantik († 1831)
- 31. August: Jean Pierre Joseph d'Arcet, war ein französischer Chemiker († 1844)
- 10. Oktober: Heinrich von Kleist, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1811)
- 8. November: Désirée Clary, Königin von Schweden († 1860)
- 28. November: August Kestner, deutscher Diplomat und Kunstsammler († 1853)
- 23. Dezember: Alexander I. (Russland), Zar von Russland († 1825)
- 26. Dezember: Ludwig II. (Hessen-Darmstadt), Großherzog von Hessen-Darmstadt
- 24. Februar: Joseph I. (Portugal), war König von Portugal ( - 1714)
- 1. März: Georg Christoph Wagenseil, österreichischer Komponist ( - 1715)
- 7. März: Sebastian Sailer, deutscher Prämonstratenser, Prediger und Schriftsteller ( - 1714)
- 22. März: Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist ( - 1745)
- 29. März: Johann Heinrich Pott, deutscher Chemiker und Apotheker ( - 1692)
- 2. Mai: Joachim Gottlob Am Ende, deutscher Theologe und Lehrer ( - 1704)
- 8. Juni: Cornelia Schlosser, Schwester von Johann Wolfgang von Goethe ( - 1750)
- 10. Juni: Johann Gerhard Hasenkamp, deutscher Pädagoge (Gymnasiallehrer) ( - 1736)
- 22. Juni: Johann Joseph Christian, deutscher Bildhauer und Holzschnitzer ( - 1706)
- 14. August: Otto Magnus von Schwerin, preußischer General der friderizianischen Epoche ( - 1701)
- 19. August: Johann Christian Erxleben, deutscher Gelehrter ( - 1744)
- 23. August: Charles Joseph Natoire, Französischer Maler des Rokoko ( - 1700)
- 1. September: Johann Ernst Bach, deutscher Komponist ( - 1722)
- 10. September: Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, Heerführer im Siebenjährigen Krieg ( - 1724)
- 22. September: John Bartram, US-amerikanischer Botaniker ( - 1699)
- 25. September: Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker ( - 1728)
- 12. Dezember: Albrecht von Haller, Schweizer Mediziner ( - 1708)
- 21. Dezember: Anton Cajetan Adlgasser, deutscher Komponist ( - 1729)
- 30. Dezember: Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern von 1745 bis 1777 ( - 1727)
ko:1777년
Österreich
Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.
Geografie
Hauptartikel: Geografie Österreichs
Landschaft
Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten.
Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den Ostalpen (52.600 km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des Pannonischen Tieflands (9.500 km², 12,3 %)
- Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der Böhmischen Masse (8.500 km², 10,1 %)
- Anteil am Wiener Becken (3.700 km², 4,4 %)
Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.
Gebirge
km²
km²]
km²
km²]]
Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:
Ebenen
Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur
Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird.
tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m
Seen
Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt.
Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstättersee, der Ossiachersee und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind der Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich.
siehe auch: Liste der Seen in Österreich
Flüsse
Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete über Rhein oder Elbe zur Nordsee.
Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen nach Osten):
- Lech und Inn (entwässern Tirol) mit Salzach (entwässert Salzburg).
- die Ager, Traun, Enns, Ybbs, Erlauf, Traisen, Wien, und Fischa entwässern die südlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich sowie Wiens.
- die Große und Kleine Mühl, Rodl und Aist, der Kamp, Göllersbach und Rußbach, sowie die March an der Ostgrenze entwässern die nördlich der Donau gelegenen Gebiete von Oberösterreich und Niederösterreich
Klima
Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (In Wien sind die Niederschläge nur noch halb so hoch wie in Salzburg) und erreicht in den östlichen und südöstlichen Landesteilen das pannonische Kontinentalklima, das teilweise im südlichen Seengebiet mediterran beeinflusst wird. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist etwa um 10 bis 20 Prozent länger als beispielsweise in Norddeutschland.
Die niederschlagsreichsten Gegenden sind das gesamte Alpenvorland sowie das Tiroler Unterland, das Außerfern und der Bregenzer Wald. Dort fallen bis zu 3.000 mm Regen pro Jahr (Durchschnitt 900 mm). In diesen Regionen kann es auch sehr oft zu Überschwemmungen kommen.
Bundesländer
Bregenzer Wald
Die österreichischen Bundesländer: B Burgenland, K Kärnten, NÖ Niederösterreich, OÖ Oberösterreich, S Salzburg, St Steiermark, T Tirol, V Vorarlberg, W Wien
Die neun österreichischen Bundesländer sind in Bezirke aufgeteilt, diese wiederum in Gemeinden.
Städte
Siehe auch: Städte in Österreich
Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.652 (Stand 1. Januar 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. In Österreich besitzen rund 200 Gemeinden das Stadtrecht. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.
Große Städte
Die größten Städte Österreichs (nach Einwohnerzahl) sind:
Landflucht]
Landflucht
Landflucht
Landflucht mit Bodensee (vom Pfänder gesehen)]]
Stand: 2001
Ballungsräume in Österreich
Die nachstehenden Gemeinden, die in einem größeren bebauten Siedlungsgebiet liegen, sind nach ihrer Einwohnerzahl sortiert.
Stand: 2001
Entfernungen (Luftlinie)
- Wien - Bregenz 505 km
- Wien - Innsbruck 390 km
- Wien - Salzburg 253 km
- Wien - Linz 155 km
- Wien - Graz 148 km
- Wien - Bratislava (SK) 55 km
- Salzburg - München (D) 116 km
- Wien - Berlin (D) 530 km
- Wien - Budapest (H) 255 km
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