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Integrität

Integrität

Integrität ist eine ethische Forderung des philosophischen Humanismus, nämlich die Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis, nicht in jedem kleinen Detail aber im Ganzen.

Menschliches Verhalten

Persönliche Integrität ist die kontinuierliche Übereinstimmung des persönlichen, an einer humanistischen Ethik ausgerichteten Wertesystems mit dem eigenen Handeln. Gesellschaftlich deuten folgende Eigenschaften auf eine integre Persönlichkeit hin: Aufrichtigkeit, Humanismus, Gerechtigkeitsstreben, Vertrauenswürdigkeit, Zivilcourage. Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität ist als Treue zu sich selbst umschrieben worden. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen (ver-)leiten zu lassen.

Daten (Informatik)

Der Begriff beschreibt in der Informatik die referenzielle Eigenschaft (Integrity Independence) einer relationalen Datenbank (siehe Integritätsbedingung). Auf dem Gebiet der Datensicherheit wird unter Integrität die Bewahrung von Daten vor Beeinträchtigungen und Manipulation verstanden.

Völkerrecht

Das Recht auf territoriale Integrität ist das Recht einer eigenständigen Nation auf die Kontrolle über ihr Staatsgebiet. Siehe auch: Souveränität

wissenschaftliche Integrität Bsp.

Der Nobelpreisträger (Physik / 1965) Richard P. Feynman (1918 – 1988) hat zum Begriff „Integrität“ formuliert: "Ich möchte etwas hinzufügen, das für die Wissenschaft nicht wesentlich ist, aber an das ich irgendwie glaube, nämlich dass Sie auch dem Laien nichts vormachen sollten, wenn Sie als Wissenschaftler sprechen. Ich will Ihnen nicht klar machen, was Sie tun sollen, wenn Sie Ihre Frau betrügen, Ihrer Freundin etwas vormachen oder dergleichen, denn dabei handeln Sie ja nicht als Wissenschaftler, sondern als ganz gewöhnlicher Mensch. Diese Probleme überlassen wir Ihnen und Ihrem Rabbi. Das wovon ich spreche, ist eine spezielle, besondere Art von Integrität, die nicht lügt, sondern sich jede nur erdenkliche Mühe gibt, aufzuzeigen, worin Sie möglicherweise irren, eine Integrität, die Sie haben sollten, wenn Sie als Wissenschaftler handeln. Und darin besteht die Verantwortung, die wir als Wissenschaftler nicht nur gegenüber anderen Wissenschaftlern, sondern, wie ich glaube, auch gegenüber den Laien tragen."

Literatur


- Monika Roth: "Compliance, Integrität und Regulierung : ein wirtschaftsethischer Ansatz in 10 Thesen". Schulthess, Zürich 2005. 132 S. ISBN 3-7255-4977-X
- Arnd Pollmann: "Integrität : Aufnahme einer sozialphilosophischen Personalie". Transcript-Verl., Bielefeld 2005. Zugl.: Frankfurt (Main), Univ., Diss., 2004 ISBN 3-89942-325-9
- R. P. Feynman: Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!, PIPER, 1987. ISBN 3-492-03018-1 ! Kategorie:Bürgerrechte ! Kategorie:Wirtschaftsethik Kategorie:Sozialphilosophie Kategorie:Tugend

Humanismus

Humanismus ist eine Philosophie und eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des individuellen Menschen orientiert. Toleranz zwischen Menschen, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten darin als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Erste Anzeichen eines Humanismus in der christlich-abendländischen Geschichte entwickeln sich bereits im 11. Jahrhundert. Die Frage von Anselm von Canterbury (1033-1109), weshalb Gott Mensch geworden ist (cur deus homo), lässt den Menschen in seiner Beziehung zu Gott in einem anderen Licht erscheinen und die Bemühung entstehen, bereits vor dem angestrebten jenseitigen Heil in der irdischen Welt Ähnlichkeit mit Gott zu erlangen. Auf dieser ersten Hinwendung zu einem tugendhaften Diesseits und Mensch-Sein gründet sich der christliche Humanismus, der - wegen seiner Anknüpfung an antike Schriften u.a. des Aristoteles und des Sokrates auch als christlicher Sokratismus (Erkenne Dich selbst, Christ) bezeichnet - von einem neuen Sündenbegriff, von der Moral der Intention ausgeht und zur Innenschau führt. Der moderne Humanismus beginnt in der Aufklärung und sieht sich als einen Weg, unter anderem Fragen der Ethik unabhängig von Religionen zu betrachten. Insbesondere werden übernatürliche Erklärungen abgelehnt; man spricht vom 'säkularen Humanismus', siehe auch: secular Humanism (engl.). In etablierten Religionen finden sich auch humanistische Richtungen. Hier werden Glaubensvorstellungen und Traditionen übernommen und durch Elemente des Humanismus ergänzt. Weiter gibt es Bewegungen, die im Menschen ein Bedürfnis nach Zeremonien und Ritualen festzustellen glauben, und eine Organisation aufbauen, die letztere vermitteln, siehe auch: Freidenker, Freimaurerei.

Humanismus als Epochenbegriff

Freimaurerei Im Speziellen wird als Humanismus das fortschrittliche, sich vom Mittelalter abwendende geistige Klima des 14. bis 16. Jahrhunderts bezeichnet. Im Allgemeinen unterscheidet man heute zwischen der Renaissance als dem umfassenden kulturellen und sozialen Wandel zwischen Mittelalter und Neuzeit, und dem Humanismus als der Bildungsbewegung, die ihm zugrundeliegt. Den Humanismus als Bildungsbewegung in seiner Vielschichtigkeit hatte vor Jacob Burckhardt noch Georg Voigt erkannt. Der Begriff des Humanismus erscheint erst sehr spät. Abgeleitet wird er von dem lateinischen humanitas, welches schon bei Cicero vorkommt. In der deutschen Aufklärung sprechen Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller von Humanität. Sie meinen damit Menschlichkeit an sich. Im Unterschied hierzu gibt es bereits im 15. Jahrhundert ein Selbstverständnis gebildeter Kreise, die sich als humanistae begreifen und so bezeichnen, also als Humanisten. Der eigentliche Begriff Humanismus erscheint erst 1808 in der Schrift von Friedrich Immanuel Niethammer Der Streit des Philanthropinismus und Humanismus in der Theorie unserer Zeit. Diese Strömung, die man auch den deutschen Neuhumanismus zu nennen pflegt, dient bei Niethammer zur Charakterisierung einer älteren Pädagogik, der einer aus der Aufklärung erwachsenen an den praktischen und den gesellschaftlichen Bedürfnissen und auf unmittelbare Brauchbarkeit orientierten Pädagogik gegenübergestellt wird.

Frühhumanisten


- Dante Alighieri (
- 1265 in Florenz - † 1321 in Ravenna)
- Francesco Petrarca, (
- 1304 in Arezzo - † 1374 in Arquà)
- Giovanni Boccaccio, (
- 1313 in Florenz oder Certaldo - † 1375 in Certaldo bei Florenz)
- Coluccio Salutati, (
- 1331 in Stignano bei Buggiano - † 1406 in Florenz)
- Johannes von Tepl (auch Johannes von Saaz oder Johannes von Schüttwa), (
- 1342 oder 1350 in Westböhmen - † 1414 in Prag)
- Nikolaus von Kues, (
- 1401 in Kues an der Mosel - † 1464 in Todi/Umbrien)
- Enea Silvio de' Piccolomini (Papst Pius II.), (
- 1405 in Corsignano bei Siena - † 1464 in Ancona)

Berühmte Humanisten


- Rudolf Agricola, (
- 1443 oder 1444 in Baflo bei Groningen - † 1485 in Heidelberg)
- Martin Prenninger, (
- um 1450 in Erding - † 1501 in Tübingen)
- Johannes Reuchlin, (
- 1455 in Pforzheim - † 1522 in Stuttgart)
- Sebastian Brant, (
- 1457 oder 1458 in Straßburg, † 1521 ebenda)
- Conrad Celtis, (
- 1459 in Wipfeld bei Schweinfurt - † 1508 in Wien)
- Ulrich Zasius, (
- 1461 in Konstanz - † 1535 in Freiburg im Breisgau)
- Konrad Peutinger, (
- 1465 in Augsburg - † 1547 in Augsburg)
- Erasmus von Rotterdam, (
- 1469 in Rotterdam - † 1536 in Basel)
- Willibald Pirckheimer, (
- 1470 in Eichstätt - † 1530 in Nürnberg)
- Albrecht Dürer, (
- 1471 in Nürnberg - † 1528 ebenda)
- Thomas Morus, (
- 1478 in London - † 1535 ebenda)
- Ulrich von Hutten, (
- 1488 auf Burg Steckelberg/Deutschland - † 1523 auf der Ufenau/Schweiz)
- Philipp Melanchthon, (
- 1497 in Bretten - † 1560 in Wittenberg)
- Albert Einstein, (
- 1879 in Ulm - † 1955 in Princeton, USA)
- Albert Schweitzer, (
- 1875 in Kaysersberg/Oberelsass - † 1965 in Lambaréné/Gabun)
- Erich Fromm, (
- 1900 in Frankfurt am Main - † 1980 in Locarno)

Interpretation und Bezugsnahme

Es gibt keine einheitliche Interpretation des Begriffs. Vielmehr widersprechen sich die einzelnen Interpretationen des Humanismus mehr oder weniger. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen liberaldemokratischem, marxistisch-leninistischem, evangelisch-biblizistischem Humanismus und vielen anderen Auslegungen. Auch gibt es einen Humanismusbegriff schon seit der Antike, so zum Beispiel bei Cicero. Man spricht für die Renaissance-Zeit von einem Renaissance-Humanismus sowie einem Humanismusbegriff in der Aufklärung so zum Beispiel Goethe, Schiller, Herder, mit dem man Humanität meint, und dem im Historismus. Der Humanismusbegriff von Wilhelm von Humboldt unterscheidet sich grundlegend von dem der Aufklärung in der Stellung, welche die Geschichte in seinem Wissenschaftskonzept einnimmt. War es in der Aufklärung die Philosophie, die als die grundlegende Wissenschaft angesehen wurde, ist es bedingt auch durch politische Faktoren und im Zuge der preußischen Reformen von 1810 mit der Gründung der Berliner Universität die Geschichte. Auf diesem Boden kommt 1859 Georg Voigt zur Entwicklung eines Epochenbegriffs des Humanismus. Der Renaissance-Humanismus hat auch eine Unterart, den sogenannten Bibelhumanismus. Auf den Humanismus als Wurzel der sozialistischen Idee berief sich in Deutschland auch die sozialistische SED, insbesondere auch in dem gemeinsam mit der SPD veröffentlichten Papier Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit. Absicht hinter diesen Bemühungen war neben der internen politischen Agitation für die sozialistische Idee über allgemein akzeptierte Werte und die Suggestion einer historischen Zwangsläufigkeit in der Entwicklung des deutschen Sozialismus auch die Erreichung einer höheren Akzeptanz bei der westdeutschen Linken. Nach Ansicht des rechts-konservativen Politologen Konrad Löw ist ihr dies auch nachhaltig gelungen.

Siehe auch


- Humanistische Bewegung
- Transhumanismus
- Humanisten

Literatur


- Augustijn, Cornelis: Humanismus (Reihe: Die Kirche in ihrer Geschichte 2, Lieferung Heft 2), Göttingen 2003.
- Bracher, Karl Dietrich: Verfall und Fortschritt im Denken der frühen römischen Kaiserzeit: Studien zum Zeitgefühl und Geschichtsbewußtsein des Jahrhunderts nach Augustus, Wien-Köln-Graz 1987.
- Buck, August: Humanismus: seine europäische Entwicklung in Dokumenten und Darstellungen, Freiburg-München 1987.
- Buck, August: Der italienische Humanismus, in: Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte, hrsg. von Notker Hammerstein, Bd. 1: 15. bis 17. Jahrhundert. Von der Renaissance bis zum Ende der Glaubenskämpfe, München 1996, S. 1-56.
- Kristeller, Paul Oskar: Humanismus und Renaissance, hrsg. von Eckhard Keßler, München 1980.
- Kuhr, Rudolf: Wachstum an Menschlichkeit - Humanismus als Grundlage, (ISBN-3-933037-06-9)
- Ladwig, Perdita: Das Renaissancebild deutscher Historiker 1898-1933, Frankfurt/Main; New York 2004.
- Spitz, Lewis W.: Humanismus/Humanismusforschung, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 15, Berlin -New York 1986, S. 639-661.
- Todte, Mario: Georg Voigt (1827-1891): Pionier der historischen Humanismusforschung, Leipzig 2004. ISBN 3-937209-22-0

Antiquarisch


- Garin, Eugenio: Der italienische Humanismus [Nach dem Manuskript ins Deutsche übertragen von Giuseppe Zamboni], Bern 1947.
- Ferguson, Wallace K.: Renaissance Studies, Ontario 1963.
- Kristeller, Paul Oskar: Der italienische Humanismus und seine Bedeutung,Basel-Stuttgart 1969.
- Kristeller, Paul Oskar: The Classics and Renaissance Thought: [Lectures], Cambridge/Mass. 1955.
- Baron, Hans: The Crisis of the Early Renaissance. Civic Humanism and Republican Liberty in Age of Classicism and Tyranny, revised one-volume edition, Princeton 1966.
- Ferguson, Wallace K., The Renaissance in the Historical Thought, Five Centuries of Interpretation, Boston 1948.
- Ullman, B.L.: The Humanism of Coluccio Salutati, Padua 1953.
- Ullman, B.L.: Studies in the Italian Renaissance, Rom 1955.
- Newald, Richard: Humanitas, Humanismus, Humanität, Essen 1947.
- Rüegg, Walter: Cicero und der Humanismus: Formale Untersuchungen über Petrarca und Erasmus, Zürich 1946.
- Schneider, Josef. P.: Untersuchungen über das Verhältnis von humanitas zu Recht und Gerechtigkeit bei Cicero, Diss. Freiburg i.B. 1963.
- Burckhardt, Jacob: Die Cultur der Renaissance in Italien, Leipzig 1860. (Zahlreiche durch andere überarbeitete Auflagen auch in Übersetzungen).
- Martin, Alfred von: Salutati und das humanistische Lebensideal, Leipzig 1916.
- Niethammer, Friedrich Immanuel: Der Streit des Philanthropinismus und des Humanismus in der Theorie des Erziehungs-Unterrichts unsrer Zeit, Jena 1808.
- Voigt, Georg: Die Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus, 2 Bde. 3. Aufl., Berlin 1893 (Erstauflage in einem Band, Berlin 1859).

Weblinks


- [http://www.humanistische-aktion.de Die Humanistische Aktion - für verantwortliche Menschlichkeit]
- [http://www.gottwein.de/Eth/Human00.php Der Humanismus - Überblick über seine vielfältigen historischen, philosophischen und politischen Richtungen]
- [http://www.humanismus-heute.de/ Stiftung Humanismus heute e.V. zur Förderung der Pflege und Weitergabe des kulturellen Erbes der Antike]
- [http://www.humanistische-union.de/ Humanistische Union e.V.]
- [http://www.humanismus.de/ Humanistischer Verband Deutschlands HVD]
- [http://www.humanist-net.org/ das humanistische n.e.t.z. - offene Wählerliste]
- [http://www.kellmann-stiftung.de/ Kellmann-Stiftung Humanismus und Aufklärung]
- [http://www.plattform.org/ Humanistische Plattform (Österreich)] Kategorie:Weltanschauung ! ja:人文主義者

Zivilcourage

Der Begriff Zivilcourage setzt sich aus den beiden Wörtern zivil (lateinisch civilis, 1. bürgerlich – nicht militärisch, 2. anständig, annehmbar) und courage (französisch, Beherztheit, Schneid, Mut) zusammen. Er kann als bürgerlicher, anständiger Mut übersetzt werden, mit dem ursprünglich ausschließlich das entsprechende Auftreten gegenüber nicht-zivilen Autoritäten (Militär, Polizei) gemeint war. Diese Auslegung erfuhr seit dem 2. Weltkrieg eine Veränderung - heute wird unter Zivilcourage das Auftreten gegen oder für die herrschende Meinung verstanden, mit dem der Einzelne, ohne Rücksicht auf sich selbst, seine persönlichen Werte oder die Werte der Allgemeinheit vertritt.

Werte

In westlich orientierten Gesellschaften zeigt derjenige Zivilcourage, der die Wertorientierungen der jeweiligen Gesellschaften, wie z. B. die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte", offen und ohne Rücksicht auf eigene Nachteile vertritt. Dies erfordert Mut, da derjenige, der Zivilcourage zeigt, die Repressionen der Herrschenden, der herrschenden Meinung oder des Mobs herausfordert. Zu vorangegangenem Text folgende Anmerkung: Wurde hier auch die Umsetzung von kriminellem Gedankengut berücksichtigt?

Gegenmodell zur Parteiräson

Die politische Zivilcourage ist vor allem auch akutelles Gegenmodell des Machterhalts durch die Parteidisziplin, wie John F. Kennedy in seinem Profiles in Courage (1956) am Beispiel des politischen Verhaltens von acht Senatoren exemplarisch zeigte.http://en.wikipedia.org/wiki/Profiles_in_Courage

Whistleblowing - Zivilcourage am Arbeitsplatz

Whistleblower sind Personen, die am Arbeitsplatz aus gemeinnützigen Motiven, trotz für sie möglicher Risiken, "Alarm schlagen", d.h. bedenkliche oder gefährliche Vorgänge in ihrem Betrieb melden. Nach Dieter Deiseroth (s. Literatur) müssen vier Kriterien erfüllt sein, um von Whistleblowing sprechen zu können. Erstens muss eine brisante Enthüllung vorliegen. Dabei kann es sich um gravierendes Fehlverhalten von Kollegen (z.B. Korruption), schwerwiegende Missstände (z.B. Steuerhinterziehung) oder erhebliche Gefahren für Leben oder Gesundheit von Menschen (z.B. illegale Giftmüllentsorgung) handeln. Zweitens ist der Whistleblower nicht bereit, über solche Dinge zu schweigen und "schlägt Alarm"; dies erfolgt meist zunächst als internes Whistleblowing im persönlichen oder beruflichen Wirkungskreis oder, wenn dies keinen Erfolg hat, auch unter Einbeziehung der Öffentlichkeit (externes Whistleblowing). Drittens liegt Whistleblowing nur dann vor, wenn es aus maßgeblich uneigennützigen Gründen geschieht, z.B. um öffentliche Interessen zu schützen. Dem Whistleblower geht es somit nicht um Vorteile für sich, im Gegenteil, er begibt sich - und dies ist das vierte Kriterium - durch sein Handeln in erhebliche Gefahr; meist geht er Risiken für die berufliche Karriere oder seine persönliche Existenz ein. Es handelt sich beim Whistleblowing also um eine Abwägung zwischen den Interessen der Allgemeinheit und eigenen Wertvorstellungen, die durch firmeninterne Missstände verschiedenster Art verletzt werden.

Zivilcourage kann man lernen

Zivilcourage ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. In speziell dafür angebotenen Kursen erlernt der Teilnehmer den bewussten Umgang mit entsprechenden Situationen, die Möglichkeiten und Grenzen, die man persönlich hat, die Vermeidung von Selbst- und Fremdgefährdungen und wie man danach mit der Situation umgeht (Strafanzeige, Zeugenschutz).

Regeln für Zivilcourage der Polizei

Die Polizei hat unter [http://www.polizei.propk.de/aktionen/zivilcourage/index.xhtml] sechs praktische Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt, die jeder anwenden kann. # Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. # Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. # Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein. # Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110. # Ich kümmere mich um Opfer. # Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Zitate


- Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig. Sophie Scholl
- Nichts erfordert mehr Mut und Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein! Kurt Tucholsky

Literatur


- Stefan Frohloff: Gesicht zeigen! Handbuch für Zivilcourage, Campus Verlag, Frankfurt/Main 2001 ISBN 3593368072
- Dieter Lünse, Jörg Rohwedder, Volker Baisch: Zivilcourage, 3. überarb. Auflage, Agenda Verlag, Münster 2001, ISBN 3929440725
- Dieter Deiseroth: Zivilcourage am Arbeitsplatz - Rechtliche Rahmenbedingungen. In: Hermann Reichold, Albert Löhr, Gerhard Blickle (Hrsg.): Wirtschaftsbürger oder Marktopfer? München 2001.
- Gerd Meyer: Lebendige Demokratie. Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungsergebnisse und Praxisperspektiven. Baden-Baden 2004.
- Gerd Meyer, Ulrich Dovermann, Siegfried Frech, Günther Gugel (Hrsg.): Zivilcourage lernen. Analysen - Modelle - Arbeitshilfen. Bundeszentrale für politische Bildung/ Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg 2004. ISBN 3893315373
- Wolfgang Heuer: Couragiertes Handeln. Lüneburg 2002.

Siehe auch:


- Zivilgesellschaft, Stammtischparole, Gewaltfreiheit, Politische Bildung, Konflikteskalation, Mediation, Aktion Zivilcourage, Unterlassene Hilfeleistung

Weblinks


- [http://www.friedenspaedagogik.de/themen/gewaltfr/gf_in.htm Zivilcourage lernen. Analysen, Modelle und– Arbeitshilfen als pdf-Datei]
- [http://www.lyriksite.de/courage.htm Nicht Weggucken, sondern Hinschauen und Zivilcourage zeigen!]
- [http://www.friedenspaedagogik.de/themen/gewaltfr/gf_in.htm Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. - Zivilcourage]
- [http://www.jaskolski.de/ziv_was.htm Helmut Jaskolski: Zivilcourage - was ist das?]
- [http://www.dieterspeck.de/html/zivilcourage.html Dieter Speck: Zivilcourage] Kategorie:Ethische Haltung Kategorie:Frieden Kategorie:Konfliktlösung

Relationale Datenbank

Eine relationale Datenbank ist eine Datenbank, die auf dem relationalen Datenbankmodell basiert, das von Edgar F. Codd 1970 erstmals vorgeschlagen wurde; darin ist Relation ein im streng mathematischen Sinn wohldefinierter Begriff (terminus technicus), der im Wesentlichen ein mathematisches Modell für eine Tabelle beschreibt (siehe dazu Relation (Datenbank)). Die Daten werden dabei in Form von zweidimensionalen Tabellen verwaltet, die über Schlüssel (Primärschlüssel, Fremdschlüssel) miteinander verknüpft werden können. Die meisten in der Praxis eingesetzten Datenbanksysteme sind für relationale Datenbanken konzipiert (relationale Datenbankmanagementsysteme, kurz RDBMS). Im allgemeinen Sprachgebrauch ist deshalb oft eine relationale Datenbank bzw. ein relationales Datenbanksystem gemeint, wenn von Datenbanken die Rede ist. Für relationale Datenbanken gibt es mit SQL eine verbreitete und größtenteils standardisierte Abfragesprache. Zur Modellierung von relationalen Datenbanken wird meist das Entity-Relationship-Modell oder Varianten davon verwendet. Es dient zum Entwurf eines konzeptuellen Schemas, welches unter Verwendung eines DBMS implementiert werden kann. Dieser Schritt wird als logischer Entwurf oder auch Datenmodellabbildung bezeichnet und hat als Ergebnis ein Datenbankschema im Implementierungssdatenmodell des DBMS. Früher wurden in der betrieblichen Datenverarbeitung hierarchische Datenbanksysteme und Netzwerk-Datenbanksysteme verwendet. Sie kommen in Spezialfällen auch heute noch zum Einsatz. Zum Teil werden die relationalen Datenbanken durch objektorientierte Datenbanken abgelöst. Relationale Datenbanken sind aber derzeit immer noch die am meisten verbreitete Datenbankform und es ist nicht klar, ob sich die objektorientierten Datenbanken durchsetzen werden. Die großen Datenbankhersteller fügen ihren relationalen Datenbanken objektorientierte Eigenschaften hinzu und haben so die objektrelationalen Datenbanken entwickelt.

Theorie der relationalen Datenbanken

Die Grundlagen der Theorie der relationalen Datenbank wurden von Edgar F. Codd in den 1960ern und 1970ern gelegt und in seiner Arbeit A Relational Model of Data for Large Shared Data Banks beschrieben. Theoretisch basieren alle Operationen auf der relationalen Algebra. Die erste kommerziell erfolgreiche relationale Datenbank wurde jedoch erst Ende der 1970er von der Firma Oracle auf den Markt gebracht. 1986 hat Codd in der Computer World einen zweiteilligen Artikel mit 12 strengen Anforderungen veröffentlicht, welche ein RDBMS aus seiner Sicht erfüllen muss. Dabei sind die Regeln so streng, dass kein zur Zeit verfügbares Datenbanksystem alle erfüllt. Besondere Probleme bereiten die Regeln 6, 9, 10, 11 und 12. Da es aktuell (Februar 2004) noch keine eindeutigen, allgemeinverständlichen Übersetzungen gibt, sind hier die Originalüberschriften auf Englisch aufgeführt: #The Information Rule #Guaranteed Access Rule #Systematic Treatment of Null Values #Dynamic On-line Catalog Based on the Relational Model #Comprehensive Data Sublanguage Rule #View Update Rule #High-level Insert, Update and Delete #Physical Data Independence #Logical Data Independence #Integrity Independence #Distribution Independence #Nonsubversion Rule Zusätzlich hat Codd noch die Regel 0 definiert, wonach jeder Zugriff nur durch relationale Fähigkeiten stattfinden darf. Die Grundregeln für eine relationale Datenbank (nach Codd) lassen sich wie folgt beschreiben:
- Jede Relation ist eine zweidimensionale Tabelle und entspricht einem Relationstyp
- Jede Zeile dieser Relation (Tabelle) wird Tupel genannt und beschreibt ein konkretes Tupel des Relationstyps, den die Relation (Tabelle) darstellt
- Jede Spalte der Relation (Tabelle) entspricht einem Attribut des Relationstyps. Die konkreten Tupel werden somit durch die entsprechenden Attributwerte beschrieben.
- Der Grad einer Relation bezeichnet die Anzahl der Attribute
- Die Kardinalität einer Relation entspricht der Anzahl der Tupel
- Existiert für ein Attribut eine begrenzte Anzahl von Attributwerten, so wird die Zusammenfassung aller Attributwerte für dieses Attribut Domäne (Wertebereich) genannt
- Es ist nicht relevant, in welcher Reihenfolge Zeilen bzw. Spalten der Tabelle angeordnet sind
- Die Existenz zweier identischer Zeilen ist ungültig
- Attribute sind atomar Ende 1990 hat Codd in seinem Buch The Relational Model for Database Management - Version 2 die bisherigen 12 Regeln auf 333 Regeln differenziert, die allgemeine Akzeptanz gefunden haben.

Wichtige Begriffe relationaler Datenbanken

1990 Eine Tabelle ist eine Zusammenfassung einer Anzahl von Datensätzen mit gleicher Struktur, vergleichbar einem Karteikasten. Im DBMS werden diese Datensätze üblicherweise auch tabellarisch dargestellt. Eine Adresstabelle könnte z.B. speichern: Name, Vorname, Straße, Hausnummer, Ort, Telefonnummer. Alle Informationen, die zusammen einen Datensatz (Entität, Record, Tupel) ausmachen, sind als eine Zeile der Tabelle realisiert. Man kann den Datensatz als Zeile anschauen oder übersichtlicher als Formular auf einer Seite darstellen. Ein Datensatz ist vergleichbar mit einer Karte aus einem Karteikasten. Ein (Daten-) Feld bzw. Attribut ist ein Teil eines Datensatzes, z. B. in einer Adresstabelle das Feld mit dem Nachnamen. In Feldern können sich Daten unterschiedlichster Art - aber eines definierten Datentyps - befinden, z. B. Text, Zahlen, Daten, Bilder, etc. Ein Feld ist vergleichbar einer Zeile auf einer Karte eines Karteikastens. Hierbei werden Schlüsselattribute und Nicht-Schlüsselattribute (sonstige Attribute) unterschieden. Das Schlüsselattribut dient zum Identifizieren und Verknüpfen von Datensätzen, während die restlichen Attribute nur vom Schlüssel abhängige Daten enthalten. (Beispiel: Personalnummer ist Schlüssel; Eintrittsdatum und Geburtsdatum sind Attribute). Eine Abfrage dient der Ansicht einer oder mehrerer verknüpfter Tabellen bzw. Teilen davon. Das Ergebnis ist wiederum eine (temporäre) Tabelle, die nach bestimmten Kriterien gefiltert sein kann. Bei Karteikästen entspräche eine Abfrage der Auswahl einiger Karten nach bestimmten Kriterien, z. B. alle Kunden die mit A beginnen und daneben alle Karten der vom jeweiligen Kunden geliehenen Bücher. Simple Abfragen sind z. B. Befehle zum alphabetischen Ordnen oder die Filterungen nach bestimmten Kriterien. Üblicherweise werden Abfragen in der Abfragesprache SQL erstellt. Abfragen können bei den meisten DBMS auch ohne Wissen über SQL mit den jeweiligen Hilfsprogrammen oder mit Reportgeneratoren erstellt werden. Eine Sicht bzw. View ist eine im DBMS gespeicherte Abfrage, die sich für den Benutzer bezüglich Abfragen verhält wie eine normale Tabelle. Sie werden verwendet, um Abfragen zu strukturieren, indem Anfragen an diese Sichten ermöglicht werden, und ferner, um Anwendungen gegen Änderungen der Struktur einer Datenbank stabil zu machen. Änderungsoperationen auf Sichten sind allerdings problematisch. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Konföderationen von Datenbanken. Die Zusammenfassung und aufbereitete, also druckbare, Ansicht mehrerer Abfragen nennt man Report oder Bericht. Berichte oder Reporte können mittels vom Hersteller mitgelieferter (bzw. in das DBMS integrierter) oder von Fremdherstellern gelieferter Software erzeugt werden. Diese Berichtsgeneratoren sind aber nicht Bestandteil des eigentlichen DBMS.

Schwachpunkte der relationalen Modellierung


- Segmentierung
In der relationalen Darstellung erfolgt die Abspeicherung eines Objektes segmentiert auf viele unterschiedliche Relationen. Die Anwendungsobjekte sind normalerweise komplex, bestehen also selbst wieder aus Objekten oder Listen von Objekten. Da das relationale Modell lediglich Tupelmengen kennt, die aus Werten bestehen, müssen komplexe Anwendungsobjekte bei einer Abfrage durch das DBMS mittels zahlreicher Joins aus den einzelnen Relationen wiederhergestellt werden, was zu unübersichtlichen Abfragen führt.
- künstliche Schlüsselattribute
Zur eindeutigen Identifizierung von Tupeln müssen in manchen Fällen künstliche Schlüssel eingesetzt werden. Dies dient z.B. dazu, die Größe des Schlüssels zu reduzieren, wenn er als Fremdschlüssel eingesetzt werden soll, oder dazu, gehört-zu-Beziehungen zu implementieren. Es werden also Attribute in die Relation aufgenommen, die mit der abstrakten Beschreibung eines Anwendungsobjektes nichts zu tun haben, sondern "nur" Verwaltungsinformationen sind.
- externe Programmierschnittstelle
Da in vielen relationalen Datenbanken nur Datenmanipulationssprachen eingeschränkter Mächtigkeit vorhanden sind, folgt daraus, dass Schnittstellen notwendig werden, um mächtigere Programmiersprachen einbinden zu können. Es gibt jedoch auch relationale Datenbanken mit mächtigen Programmiersprachen wie PL/SQL in Oracle. Die Verbindung von Datenbanksprachen mit externen, schon vorhandenen Programmiersprachen führt zu einer wenig programmiererfreundlichen Handhabung. Es wird so z. B. SQL in C++-Programmen eingebunden. Beide Sprachen verfolgen jedoch ein unterschiedliches Verarbeitungsparadigma: SQL arbeitet mengenorientiert und C++ satzorientiert.
- fehlendes Verhalten
In der relationalen Datenbank kann das anwendungstypische Verhalten eines Objektes nicht beschrieben werden. Diese Beschreibung kann somit erst außerhalb der Datenbank in einer Anwendungssoftware erfolgen. Wenn mehrere Anwendungen den gleichen Datenbestand nutzen, kann das zu einer redundanten Implementierung führen.

Gegenüberstellung von Grundbegriffen

Empfehlungen (Best Practices)

Bezeichner für Tabellen, Felder, Views, Trigger sollten folgenden Regeln gehorchen:
- Ein Bezeichner muss mit einem Buchstaben oder einem Unterstrich (_) beginnen und darf keine Leerzeichen enthalten.
- Auf das erste Zeichen können Buchstaben, Ziffern und Unterstriche folgen.
- Reservierte Wörter (z.B. FROM) dürfen nicht als Bezeichner verwendet werden.
- Bezeichner sollten max. 64 Zeichen haben Viele Datenbankmanagementsysteme sind wesentlich freizügiger bei der Vergabe von Bezeichnern. Man sollte diese Freiheiten aber nicht benutzen, denn dies erschwert das Portieren einer Datenbank auf ein anderes Datenbankmanagementsystem. Vor allem bei der Benutzung von reservierten Wörtern kann es zu Fehlern kommen, die sich nur schwer finden lassen.

Siehe auch


- Hierarchisches Datenbankmodell
- Netzwerkdatenbankmodell
- Normalisierung (Datenbank)
- Relationale Algebra
- Datenbankoperator

Literatur


- Edgar F. Codd: [http://www.acm.org/classics/nov95/ A Relational Model of Data for Large Shared Data Banks]. In: Communications of the ACM. 6/13/Juni 1970, ACM Press, New York, S. 377-387, ISSN 0001-0782
- Edgar F. Codd: The Relational Model for Database Management. Version 2. Addison-Wesley, Reading u.a. 1990, ISBN 0-201-14192-2
- Thomas Connolly, Carolyn Begg, Anne Strachan: Datenbanksysteme. Eine praktische Anleitung zu Design, Implementierung und Management. Addison-Wesley, München 2002, ISBN 3-8273-2013-5
- Tobias Eggendorfer: Datenbanksysteme für Wirtschaftsinformatiker. Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2493-1
- Ramez Elmasri, Shamkant B. Navathe: Grundlagen von Datenbanksystemen, Pearson Studium, 15. September 2002, ISBN 3-8273-7021-3
- Alfons Kemper, André Eickler: Datenbanksysteme. Eine Einführung. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-27392-2
- Peter Stahlknecht, Ulrich Hasenkamp: Einführung in die Wirtschaftsinformatik. Springer, Berlin 2002, ISBN 3-540-41986-1

Weblinks


- [http://v.hdm-stuttgart.de/~riekert/lehre/db-kelz/chap6.htm Kriterien für relationale Datenbanksysteme mit ausführlicher Beschreibung der 12 Regeln] Kategorie:Datenbank ja:リレーショナルデータベース

Datensicherheit

Unter Datensicherheit wird die Bewahrung von Daten vor Beeinträchtigungen und Manipulation verstanden. Dabei zielt die Datensicherheit besonders auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit, der Integrität und der Verbindlichkeit der Daten ab (siehe: Schutzziele). Datensicherheit versteht sich als Datensicherung aller Daten. Neben den personenbezogenen Daten müssen auch andere vertrauliche Daten (z.B. Konstruktionen, Forschungsergebnisse, Preise usw.) vor Verfälschung und Verlust geschützt werden. Die Vertraulichkeit personenbezogener Daten wird durch den gesetzlichen Datenschutz gewährleistet. Maßnahmen zur Datensicherheit umfassen unter anderem die physische bzw. räumliche Sicherung von Daten, Zugriffskontrollen, das Aufstellen fehlertoleranter Systeme und Maßnahmen der Datensicherung. Wichtige Voraussetzung ist die Sicherheit der Einzelsysteme, also vor allem Betriebssystemsicherheit und Netzwerksicherheit (siehe auch Computersicherheit). Datensicherheit ist eine Voraussetzung von Datenschutz. Nur wenn geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden, kann man davon ausgehen, dass vertrauliche bzw. personenbezogene Daten nicht in die Hände von Unbefugten gelangen. In der Praxis handelt es sich bei einem effektiven Sicherheitskonzept um eine Kombination von technischen und organisatorischen Maßnahmen, bei denen insbesondere auch die beteiligten Menschen zielgerichtet (z.B. durch Weiterbildung) einbezogen werden. Siehe auch: Informationssicherheit

Weblinks


- [http://www.bsi.bund.de/gshb/deutsch/index.htm IT-Grundschutzhandbuch des BSI]
- [http://www.dud.de/ Zeitschrift Datenschutz und Datensicherheit]
- [http://www.datensicherheit-online.de Onlinemagazin zum Thema Datensicherheit]
- [http://venus.spaceports.com/~lutze/dsds/ Rechtsgrundlagen der Datensicherheit] Kategorie:Datenschutz Kategorie:IT-Sicherheit

Souveränität

Der Begriff Souveränität (von franz.: souveraineté, aus lat.: superanus, darüber befindlich, überlegen) beschreibt in der Rechtswissenschaft den Zustand einer natürlichen oder juristischen Person, der durch Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Vollmacht gekennzeichnet ist und nicht durch Fremdbestimmung. Diese Selbstbestimmtheit ist nicht rechtlich, sondern bestenfalls durch die Rücksichtnahme auf andere praktisch begrenzt.

Souveränität im Völkerrecht

Im Völkerrecht wird der Begriff der Souveränität als die grundsätzliche Unabhängigkeit eines Staates von anderen Staaten (Souveränität nach außen) und seine Selbstbestimmtheit in Fragen der eigenen staatlichen Gestaltung (Souveränität nach innen) bezeichnet. Der aus der klassischen Völkerrechtslehre stammende Souveränitätsbegriff erfährt in der modernen Völkerrechtswissenschaft eine zunehmende Beschränkung, begründet vor allem mit der zunehmenden rechtlichen wie tatsächlichen Interdependenz von Staaten, internationalen Organisationen, transnationalen Unternehmen und regierungsunabhängigen Organisationen. Das Gegenstück zur staatlichen Souveränität ist die frühneuzeitliche Rechtsfigur der Suzeränität. Siehe auch: Autonomie

Souveränität im Staatsrecht

Der Begriff Souveränität wird im innerstaatlichen Recht und in der politischen Theorie verwendet, um die oberste Kompetenz zur Machtausübung im Inneren eines Staates zu bezeichnen. So bezeichnete man den Herrscher eines absolutistischen Staates oft als den Souverän, und in demokratischen Gesellschaften ist von der Volkssouveränität die Rede, die darin besteht, dass alle staatliche Machtanwendung durch das Volk legitimiert ist und das Volk selbst Staatsform und Regierung bestimmen kann. Die Souveränität ist daneben eines der drei klassischen Definitionsmerkmale des Staates (Staatsvolk, Staatsgebiet und Souveränität, vgl. Jean Bodin und seine Souveränitätsthese). Da auf einem bestimmten Gebiet und über ein bestimmtes Volk immer nur ein Gemeinwesen souverän sein kann, dient der Begriff der Souveränität auch zur Unterscheidung von Bundesstaaten und Staatenbünden: Bei Staatenbünden liegt die staatliche Souveränität immer noch bei den einzelnen Staaten. Bei der Gründung eines Bundesstaates hingegen geben die nachmaligen Gliedstaaten (Deutschland: Bundesländer, Schweiz: Kantone, USA: states, usw.) ihre Souveränität an den Bund ab. Dies äussert sich insbesondere dadurch, dass im Bundesstaat der Bund die sogenannte Kompetenzkompetenz besitzt, d.h. er kann über die Zuweisung von Kompetenzen an den Bund oder an die Gliedstaaten entscheiden. In Staatenbünden hingegen entscheiden die einzelnen Staaten, ob sie dem Bund eine Kompetenz überlassen wollen.

Souveränität als menschliche Eigenschaft

Ein Zustand von Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit, im Gegensatz zur Fremdbestimmtheit Siehe auch: Integrität Kategorie:Politischer Begriff Kategorie:Völkerrecht Kategorie:Wort des Jahres ja:主権

Kategorie:Menschenrechte

Hier bitte Artikel einfügen, die sich mit der Menschenrechtsthematik und Menschenrechtsverletzungen befassen. Kategorie:Mensch Kategorie:Staats- und Verfassungsrecht Kategorie:Frieden ja:Category:人権

Kategorie:Bürgerrechte

In diese Kategorie gehören alle Themen und Initiativen, die im besonderem Maße mit der Erhaltung und Erweiterung der bürgerlichen Freiheitsrechte gegen staatliche Eingriffe zu tun haben (siehe z.B. dt. verfassungsmäßige Grundrechte, siehe US-Verfassung und Amendments). Personen sowie NGOs und Gruppierungen bitte in die entsprchende Unterkategorie eintragen. Kategorie:Menschenrechte

Kategorie:Wirtschaftsethik

Artikel zur Ethik in der Arbeitswelt. Kategorie:Bereichsethik Kategorie:Wirtschaft

Kategorie:Sozialphilosophie

Kategorie:Philosophische Disziplin

Kategorie:Tugend

Kategorie:Persönlicher Charakter

Allan Simonsen

Allan Simonsen (født 15. december 1952) er en tidligere dansk fodboldspiller. Han startede sin karriere i Vejle Boldklub, hvor han spillede 282 kampe på førsteholdet og scorede 104 mål. Han debuterede på landsholdet i 1972 og spillede siden 55 kampe og scorede 20 mål. Ét af målene blev siden meget berømt - det var et straffespark på Wembley Stadion i 1983, hvor Danmark vandt 1-0 og siden kvalificerede sig til EM-slutrunden. Netop her brækkede Allan Simonsen sit ben i åbningskampen mod Frankrig, men han kom igen og fortsatte sin fornemme landsholdkarriere til 1986. I 1973 skiftede Allan til professionel fodbold og spillede i 6 år i den tyske Bundesliga for Borussia Mönchengladbach. Det var også i denne periode, at han i 1977 blev kåret som Europas bedste fodboldspiller. Samtidig blev han tysk mester tre gange i træk (1975-1978) og vandt også UEFA Cuppen i 1975 for første gang i klubbens historie. I denne periode spillede han sammen med en anden dansker, Henning Jensen. Siden kom han i 1979 til FC Barcelona, hvor den lille spiller også blev meget populær og afholdt. Han blev spansk mester to gange med holdet i 1981 og 1982 og var med til at vinde UEFA Cuppen samme år. Allan sluttede sin karriere, hvor den startede, nemlig i Vejle Boldklub i 1983 - hvorefter han indledte en ny karriere som fodboldtræner. Her stod han bl.a. i spidsen for det færøske landshold i 8 år, og i perioden fra 2001 var han landstræner for Luxembourg.

Ekstern kilde/henvisning


- [http://dbu.dk/lbase/playerInfo.aspx?playerid=3497&teamtypeid=330 DBU's landsholdsdatabase] Simonsen, Allan ja:アラン・シモンセン

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