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Interbrew

Interbrew

Die belgische InBev - Gruppe ist gemessen an Umsatz (2004: 8.5 Mrd. Euro) und Brauausstoß (162.1 Mio. hl) seit dem Zusammenschluss mit Companhia de Bebidas das Américas (= AmBev, zuvor weltweit die Nummer 5) die größte Brauereigruppe der Welt (14% Marktanteil, noch vor den Unternehmen Anheuser-Busch und Heineken).

Daten und Fakten

Sie beschäftigt 77.000 Angestellte in 21 Ländern in Europa, Amerika und Asien. Der Hauptsitz des Konzerns ist in Löwen (Nähe Brüssel, Belgien) Neben den bekannten deutschen Marken wie Beck's, Diebels, Hasseröder, Franziskaner und Löwenbräu gehören ihr über 200 weitere Getränkehersteller.

Historie

In der Brauereiwirtschaft sind die Markenzyklen sehr lang und die Kunden extrem treu. Eine neue Marke einzuführen ist fast unmöglich und immer mit immensen Kosten verbunden. Fast die einzige Möglichkeit in einem neuen Markt Fuß zu fassen ist die Übernahme oder Kooperation mit einer bestehenden Brauerei und die Nutzung ihrer etablierten Marken. Die InBev hat sich folgendermaßen expandiert:
- 1366 Den Hoorn (Belgien)
- 1717 Den Hoorn wird von Sebastien Artois übernommen, der den Namen in "Artois" ändert
- 1952 Artois übernimmt Leffe (Belgien)
- 1968 Artois übernimmt Dommelsch (Niederlande)
- 1970 Artois übernimmt Motte Cordonier (Frankreich)
- 1984 Piedboeuf übernimmt Lamot (Belgien)
- 1987 Artois und Piedboeuf (Belgien) schließen sich zusammen, Interbrew entsteht
- 1989 Übernahme von Hoegaarden (Belgien)
- 1990 Übernahme von Belle-Vue (Belgien)
- 2000 Börsennotierung
- 2002 Diebels, Beck's
- 2003 Spaten-Löwenbräu-Gruppe (incl. Franziskaner, Unionsbräu und anderen)
- 2004 Zhejiang Shiliang Brewery Company Ltd (China)
- 2004 Zusammenschluss mit AmBev zur InBev, der neuen Nummer 1 auf dem Weltmarkt

Die Übernahmen von deutschen Marken und deren Töchter ab 2002


- Deutsche Marken
  - Beck & Co., Bremen
    - Beck's
    - Beck's Gold
    - Haake-Beck
    - Hemelinger Spezial
  - Diebels, Issum
    - Diebels
    - Diebels Pils
    - Dimix
  - Gilde-Gruppe
    - Gilde Brauerei AG, Hannover
    - Hasseröder Brauerei GmbH, Wernigerode
    - Hofbrauhaus Wolters AG, Braunschweig
    - Malzfabrik Langkopf GmbH, Peine
  - Spaten-Löwenbräu-Gruppe, München
    - Spaten
    - Franziskaner
    - Löwenbräu
    - Unionsbräu
    - Dinkelacker, Stuttgart
    - Mauritius, Zwickau

Internationale Vereinnahmungen


- Große Internationale Marken
  - Stella Artois (Belgien)
  - Hoegaarden (Belgien)
  - Leffe (Belgien)
  - Staropramen (Tschechien)

Unter Lizenz produzierte Getränke


- unter Lizenz
  - Budweiser (in Europa "Busch Anheuser"), Eigentum von Anheuser Bush
  - Bud Light, Eigentum von Anheuser Bush
  - Castlemaine
  - Murphy's, Eigentum von Heineken

Namen und Marken der Partner


- Marken der Partner:
  - Femsa Cerveza S.A. de C.V.: Bohemia, Carta Blanca, Dos Equis Ambar, Dos Equis Lager, Indio, Noche Buena, Sol, Superior, Tecate, Tecate Light
  - Cerveceria Bucanero S.A.: Bucanero, Cristal, Mayabe
  - Guangzhou Zhujiang Brewery Company Limited: Supra, Zhujiang Beer
  - Pivovarna Union: Crni Baron, Fructal, Premium, UNI, Union, Union Pils, Union Radler
  - Damm S.A.: Bock Damm, Damm Bier, Damm Lemon, Estrella Damm, RK Damm, Voll Damm, Xibeca Damm Classic

Eigene Marken

Alexander Keith’s, Arcener, Astika, Atlas, Au Bureau, Bagbier, Baisha, Barbican, Bars & Co, Bavaria, Beck's, Belgian Beer Café, Belle-Vue, Beowulf, Bergenbier, Bergenbräu, Bivaly, Black Label, Blue Star, Boddingtons, Boomerang, Borostyan, Borsodi, Bozicno Pivo, Branik, Breda Royal, Brewmaster, Brussels Café, Burgasko, Cafri, Campbell’s, Caraiman, Cass, Cave à Bières, Chernigivske, Classe Royale, Club, Crystal, C.T.S. Scotch, De Neve, Diebels, Diebels Pils, Diekirch, Dimix, Dommelsch, Double Deer, D-Pils, Dutch Gold, Dyle, Elfde Gebod, English Ale, Flowers, GB Lager, Gilde, Gilde Ratskeller, Ginder Ale, Gold Label, Gouden Hoorn, Haake-Beck, Hasseröder, Heldenbrau, Hertog Jan, Hetman, Hopfen König Horse Ale, Hougaerdse Das, Huaxin, Jack-Op, Jaeger, Janneke, Jelen Pivo, Jinling, Jinlongquan, Jockey Club, Julius, Jupiler, K, KK, Kaiser Pils, Kamenitza, Klinskoe, Kloster, Kokanee, Kootenay, Krüger, Labatt, Labatt Wildcat, La Becasse, Lindener Spezial, Loburg, Loyalhanna Pennsylvania Lager Lucky, Lutèce, Lüttje Lagen, Mackeson, Mestan, Mingzhou, Monastyrske, Mousel, Nashe, Nik, Niksicko, Ningbo, Nordic, Noroc, OB, Oland’s, Old Mick’s, Oranjeboom, Ostravar, Ozujsko Pivo, Palten, Permskoe Gubernskoe, Piedboeuf, Pikur, Pils Light, Pilsor, Piterskoe, Piyotr Veliky, Pleven, Premier, Putuoshan, Rallye, Rifey, Rock Bock, Rock Green Light, Rogan, Rolling Rock, Royal Dutch Post Horn, Safir, Santai, Schooner, Sernia, Sibirskaya Korona, Slavena, Sterling, St. Pauli Girl, Supra Pils, Taller, Tennent's, Three Horses, Tolstiak, Tomislav Pivo, Tradytsiyne, Trophy, Vega, Velvet, Verboden Vrucht, Veselyi Monakh, Vézelise, Vieux Temps, Viking, Vitamalz, Volzhanin, Vratislav, Whitbread, White Label, Wiel’s Pils, Wilkenburger, Winchester, Wolters, Xuebao, Yali, Yantar, Yizhou, Zhujiang, Zizhulin, Zolotoi kovsh Kategorie:Brauerei Kategorie:Unternehmensgruppe

Hektoliter

Der (bisweilen auch: das) Liter ist eine gesetzliche Einheit für das Volumen und wird durch das Einheitenzeichen "l" oder "L" symbolisiert. Das "L" als Einheitenzeichen für den Liter wurde eingeführt, um Verwechslungen mit der Ziffer 1 zu vermeiden und ist eher im englischen und französischen Sprachraum gebräuchlich.- Der Regelung der Geschlechter (Artikel der Einheitennamen) hat sich auch das DIN angenommen und in DIN 1301, Teil 1, festgelegt, dass der Name der Einheit Liter sächlich ist; aktuelle Ausgabe DIN 1301-1 vom Oktober 2002, dort Abschnitt 8.1 Die SI-Einheit des Volumens ist das Kubikmeter (m³), aber Liter darf ebenso mit dem SI verwendet werden. Ein Liter entspricht einem Kubikdezimeter (dm³) bzw. einem Tausendstel Kubikmeter (1 l = 0,001 m³). Ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 cm = 1 dm hat demnach ein Volumen von einem Liter. Ein Kilogramm Wasser nimmt bei 3,98 °C und 1013,25 hPa das Volumen von einem Liter ein. Für das cgs-System wurde 1901 auf der 3. CGPM der Liter anhand dieser Eigenschaft definiert, allerdings irrtümlich bei 4 °C, was zu einer Erhöhung um ca. 0,028 % führte. 1964 wurde auf der 12. CGPM als Ergänzung zum SI die ursprüngliche Definition von 1793 wieder in Kraft gesetzt. Dezimale Teile und Vielfache des Liter sind mit ihren teilweise veralteten Bezeichnungen unter anderem:
- Mikroliter (µl = mm³ = »λ«),
- Milliliter (ml = cm³ = »ccm« = »CC«),
- Zentiliter (cl),
- Deziliter (dl),
- Dekaliter (dal) und
- Hektoliter (hl). Kiloliter (kl = m³) oder Megaliter (Ml = dam³) sind ungebräuchlich, stattdessen wird in diesen Größenordnungen mit Kubikmetern gerechnet.
- 1 Hektoliter = 100 Liter
- 1 Deziliter = 100 ml
- 1 Zentiliter = 10 ml

Weblinks


- [http://jumk.de/calc/raum.shtml Umrechnung der Volumen-Einheiten]
- [http://www.engnetglobal.com/tips/convert.asp?catid=2 Volumen-Umrechnung] Kategorie:Maßeinheit ja:リットル ko:리터 simple:Litre th:ลิตร

Brauerei

Als Brauerei bezeichnet man eine Einrichtung, in der zusammengesetzte Flüssigkeiten, meist mit Hilfe der Gärung, hergestellt werden; im engeren Sinne bezeichnet Brauerei den Ort bzw. das Gebäude (Brauhaus), an dem Bier oder andere Gärgetränke wie Kriek, Framboise, Lambic oder Gueuze gebraut werden. Es gibt verschiedene Typen von Brauereien, die unterschiedliche Sorten Bier nach verschiedenen Verfahren mit unterschiedlichem Automatisierungsgrad herstellen.

Geschichte

Gueuze)]] Als älteste Brauerei der Welt gilt die seit 1040 tätige Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising-Weihenstephan. Die älteste Klosterbrauerei der Welt befindet sich im Kloster Weltenburg bei Kelheim; sie ist seit 1050 in Betrieb. Einen entsprechenden Studiengang bieten die TU München in Weihenstephan, sowie die Technische Universität Berlin, die auch eine Versuchs- und Lehranstalt für Brauereiwesen (VLB) betreibt an. Dort sind Abschlüsse als Diplom Braumeister bzw. Dipl. Brauingenieur möglich Die größte Brauerei auf dem Kontinent lag Ende des 19. Jahrhunderts in Schwechat bei Wien, einige andere große Brauereien befanden sich in Wien und München. Die weltweit größten Brauereien befanden sich damals jedoch in England. In dem Gebiet der deutschen Brausteuergemeinschaft (hierzu gehörten nicht mit: Bayern, Württemberg, Baden, Elsaß-Lothringen und Luxemburg) waren 1879 insgesamt 12.742 Brauereien vorhanden, von denen 10.117 gewerbliche und 1.750 nicht gewerbliche, zusammen also 11.867 in Betrieb waren, während 875 ruhten. Während im Jahr 1872 in 14.157 Brauereien 16.102.179 Hektoliter Bier erzeugt wurden, so wurden im Jahre 1878/79 in nur 11.867 Brauereien 20.371.925 Hektoliter Bier gebraut. Für das gesamte Deutsche Reich wurde das erzeugte Bierquantum in diesem Jahr auf rund 38.464.000 Hektoliter angegeben. Österreich-Ungarn produzierte 1879 in 2.297 Brauereien 1.1180.681 Hektoliter Bier, gegen 1878 um 142.763 Hektoliter weniger. Was die übrigen Länder anlangt, so produzierten in Hektolitern Großbritannien und Irland: 45.000.000, Belgien: 7.866.000, Frankreich: 7.500.000, Russland: 2.214.000, Holland: 1.528.000 Hektoliter. In den Vereinigten Staaten, wo man sich Ende des 19. Jahrhunderts nur auf die Erzeugung von Porter und Ale beschränkte, verbreitet sich langsam die Brauerei von bayrischen und österreichischen Biersorten; es waren dort 1875 schon 2.783 Brauereien tätig. Auch in Brasilien und in Japan existierten schon im letzten Jahrhundert einzelne Brauereien; das Brauereiwesen gelangte über das deutsche Kolonialengagement auch in das Kaiserreich China, noch heute aktiv ist die Brauerei in Tsingtao. Nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung wurden nahezu alle Ost-Brauereien von westdeutschen oder ausländischen Investoren übernommen, so beispielsweise die Köstritzer Schwarzbierbrauerei von der Bitburger Brauerei, die Brauerei Potsdam von der Berliner Kindl-Brauerei, die Brauerei Jena von der Warsteiner Brauerei, die Schloßbrauerei Gotha von der Oettinger Bier-brauhaus, die Feldschlößchen Brauerei Chemnitz von der Mönchshof-Brau Kulmbach, die Hasseröder Bierbrauerei Wernigerode von der Gilde Brauerei Hannover usw. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Anzahl der Brauereien in Deutschland weitgehend konstant geblieben; 1995 gab es 1.282 Brauereien. Während die Anzahl der kleinen Brauereien mit bis zu 5.000 Hektoliter Jahreserzeugung, zu denen auch die Gaststättenbrauereien zählen, kontinuierlich stieg (von 643 Brauereien 1995 auf 782 Brauereien im Jahr 2002), sank die Anzahl der Brauereien mit einer Jahreserzeugung von 5 000 Hektoliter bis 500.000 Hektoliter deutlich von 585 im Jahr 1995 auf 445 im Jahr 2002. Die Zahl der Großbrauereien mit mehr als 500 000 Hektoliter blieb weitgehend konstant (54 im Jahr 1995, 52 im Jahr 2002). Im Jahr 2002 stellten nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Deutschland 1.279 Brauereien Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot vom 23. April 1516 her (der 23. April ist der Tag des Deutschen Bieres). Die Hälfte der Brauereien (640) befand sich in Bayern(höchste Brauerreidichte dabei in Oberfranken), mehr als 100 Brauereien gab es noch in Baden-Württemberg (177 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (119).

Bierbrauen

Der in der Brauerei ablaufende Prozess der Bierherstellung wird unter dem Stichwort Bier dargestellt. Darin findet sich auch einiges zu den hergestellten Biersorten und weitere Links.

Siehe auch


- Bierbrauen und Brauereiwesen
- Brauereilehranstalt
- Bierverkostung
- Brennereitechnologie, Hefetechnologie
- Liste der Brauereien
- Sternen

Literatur


- Hans Pfeifer: Das Bier von hier (Unternehmen). In: Capital 3/92, S. 91 ff.
- Ralf Rüffle: Brauereiführer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. 144 Seiten. Stuttgart: Media Kontor 2004. ISBN 3936685029

Weblinks


- [http://www.bierportal.de www.bierportal.de]
- [http://www.brauereifuehrer.com Brauereiführer für Brauereien in Österreich]
- [http://www.brauwesen.tu-berlin.de Brauereiwesen an der TU Berlin]
- [http://www.kefk.net/Webtravel/be/2001/Brüssel/Abbildungen/Cantillon/index.asp Bilder aus einem Brauereimuseum] !

Heineken

Die niederländische Brauerei Heineken und Co wurde am 16. Dezember 1863 von Gerhard Adriaan Heineken gegründet. Sie ist die zweitgrößte Brauerei Europas und ist seit 2004 die drittgrößte Brauerei der Welt hinter der belgischen InBev und Anheuser-Busch in den USA. Im Jahre 1863 kaufte Gerard Adriaan Heineken im Alter von 22 Jahren die "De Hooiberg" Brauerei - damals die größte der Gegend - in Amsterdam. Dort wird seit ca. 1592 Bier hergestellt. Bis 1886 wurde dort obergäriges, danach nach deutschem Vorbild untergäriges Bier hergestellt. Durch eine aggressive Preispolitik gelang es Heineken sich bis 1912 gegen seine härtesten Konkurrenten Oranjeboom, van Vollenhoven und die deutschen Brauereien auf dem heimischen Markt durchzusetzen. 1931 wurde die erste ausländische Niederlassung in Soerabaja, Indonesien, eröffnet. Die Produktion belief sich auf 200.000 hl per annum (die Durchschnittsproduktion der Konkurrenz lag bei ca. 3000 hl per annum). 1936 hat Heineken mit der Softdrinkfirma "Fraser and Neave" die heutige Asian Pacific Breweries gegründet. Auf diesen frühen Investitionen basiert die weite Verbreitung von Heineken im asiatischen Raum. Ab den späten 1930er Jahren expandierte die Firma auch in den USA und legte verstärkt Wert auf die Werbung. In den 1950er Jahren hatte die Firma dann Absatzprobleme auf dem heimischen Markt und wurde durch die ausländischen Märkte aufrechterhalten. Bis Ende der 60er Jahre konnte die heimische Marktstellung konsolidiert werden, nur um dann von ausländischen Brauereien, deren Märkte gesättigt waren, bedrängt zu werden. Dies geschah vor allem durch die Übernahme der niederländischen Konkurrenz durch ausländische Brauereien. In den 1970er Jahren ging Heineken mehr und mehr dazu über, Lizenzen an ausländische Brauereien zu vergeben und so seine Marktstellung im Ausland zu verbreitern. Der Marke half dabei die Nachfrage von US-Touristen nach Heineken-Bier, in der Karibik Fuß zu fassen. Gegen Ende der 1980er Jahre endet das Absatzwachstum in den USA vor dem Hintergrund einer Verzehnfachung von Importbiermarken von 30 auf 300 in den USA in einem Zeitraum von den 1940er bis zu den 1980er Jahren. In den 1990er Jahren war Heineken dann - nachdem die "einfachen" Märkte erobert waren - gezwungen, sich so schwierigen Märkten wie Deutschland mit seinem zersplitterten regional geprägten Biermarkt zu widmen. Bis zum Jahr 2000 hatte es die Marke dann zur Nummer Zwei auf dem Weltmarkt mit einer Produktion von 98 Mio. hl per annum gebracht. Mit einem Exportanteil von 19 Mio. hl in 170 Ländern ist Heineken die weltweit verbreitetste Biermarke.

Weblinks


- [http://www.heineken.com Offizielle Heineken-Seite]
- [http://www.heinekeninternational.com Seite mit Investoreninformationen inkl. Jahresbericht 2003]
- [http://www.heinekenexperience.nl Seite des firmeneigenen Museums] Kategorie:Brauerei Kategorie:Unternehmen (Niederlande) ja:ハイネケン

Löwen (Belgien)

Löwen (niederländisch Leuven, französisch Louvain) ist eine belgische Stadt in der Region Flandern. Sie liegt am Fluss Dijle, ist Hauptort der Provinz Flämisch-Brabant und hat 89 910 Einwohner (Stand: 1. Jan. 2005). Die Altstadt von Löwen besitzt mit dem Alten Markt (Oude Markt) und dem gotischen Rathaus (Stadhuis) einige der schönsten Beispiele flämischer Architektur.

Geschichte

Die Flagge von Löwen besteht aus drei horizontalen Streifen: rot-weiß-rot. Nach einer Legende gehört das zum Gedenken an die Schlacht von 891 gegen die Wikinger. Es war Arnulf von Kärnten, der die angreifende Armee führte und die Wikinger schlug. Während der Schlacht soll soviel Blut geflossen sein, dass beide Ufer der Dijle rot vom Blut waren (die zwei roten Streifen) dazwischen stömte die Dijle hell hindurch (der weiße Streifen). Im 12. Jahrhundert entwickelte sich Löwen aus einer Burg der Grafen von Löwen. 1425 wurde die Universität gegründet, die zwischen 1797 und 1834 geschlossen war und Löwen zu einem Mittelpunkt des Geisteslebens in Belgien machte. Sehenswert sind die Kirche Sint Pieters, die Universität und das Rathaus, allesamt Bauten der Gotik. Im 1. Weltkrieg gelangte die Stadt durch den so genannten "Fall Löwen" zu trauriger Berühmtheit: 248 Zivilisten wurden von deutschen Soldaten getötet und die Universitätsbibliothek niedergebrannt. Carl Zuckmayers Erzählung Engele von Löwen spielt im Löwen zur Zeit des 1. Weltkriegs. Carl Zuckmayer

Universität

Löwen ist Sitz der ältesten Universität Belgiens und der Benelux-Staaten, der Katholischen Universität Löwen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1425 gehört die K.U. Löwen zu den bedeutendsten europäischen Universitäten und brachte durch die Jahrhunderte zahllose namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten wie Adriaan van Utrecht (Papst Hadrian VI.), Erasmus, Vesalius, Mercator, Georges Lemaître und Lacan hervor. Im Jahre 1968 wurde Löwen eines der Zentren des belgischen Sprachenstreits, in dem die niederländischsprachigen Provinzen politische und kulturelle Autonomie innerhalb Belgiens forderten. Obwohl die Universität zu dieser Zeit offiziell zweisprachig (französisch/niederländisch) war, wurde der de facto Zustand von den niederländischsprachigen Studenten zunehmend als unzumutbar empfunden. Nach zum Teil heftigen Auseinandersetzungen zwischen Studenten und den Behörden kam es schließlich zu einer Aufteilung der K.U. Leuven in eine niederländischsprachige und eine französischsprachige Universität. Löwen blieb daraufhin Sitz der niederländischsprachigen K.U.L., während der französischsprachige Teil an den neugegründeten Ort Neu-Löwen (französ.: Louvain-la-Neuve, niederl.: Nieuw-Leuven) im wallonischen Landesteil verlegt wurde. Das Stadtbild wird stark vom studentischen Leben geprägt (2004: 28000 Studenten, davon 3000 Ausländer). Im Stadtinnerern findet man viele Bars und Kneipen, die eine große Auswahl an Bieren der örtlichen Brauereien bieten. Einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist die Brauerei InBev, die zu den weltweit größten Brauereien zählt.

Söhne und Töchter der Stadt


- Arnulf von Löwen, belgischer Zisterziensermönch, Abt, und Dichter
- Koenraad Elst, bekannter Autor über u.a. indische Politik und Geschichte
- Jan Hoet, Kunsthistoriker und Ausstellungskurator
- Johan Nijs, belgischer Komponist und Dirigent im Bereich der Blasmusik
- Peter Piot, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und geschäftsführender Direktor der Organisation UNAIDS
- Vincent Rijmen, Kryptografieexperte und einer der Entwickler der Blockchiffre Advanced Encryption Standard (AES)
- Jean Servais Stas, belgischer Chemiker

Städtepartnerschaft


- 25px Rennes (Frankreich) seit 1980
- 25px 's-Hertogenbosch (Niederlande)
- 25px Krakau (Polen)
- 25px Lüdenscheid (Deutschland) seit 1987

Weblinks


- [http://www.leuven.be leuven.be] Offizielle Seite der Stadt
- [http://www.inenuitleuven.be/ inenuitleuven.be] Kulturelle und touristische Informationen über die Stadt Löwen/Leuven
- [http://www.kuleuven.be kuleuven.be] Katholische Universität Löwen Kategorie:Ort der Provinz Flämisch-Brabant

Brüssel

Brüssel (frz. Bruxelles [] oder [], niederl. Brussel []) ist die Hauptstadt von Belgien. Als Sitz wichtiger Institutionen, wie Europäische Kommission oder Rat der Europäischen Union (Ministerrat) wird die Stadt inoffiziell häufig als Hauptstadt der Europäischen Union bezeichnet.

Stadtgliederung und Zahlen

Europäischen Union Brüssel umfasst eine Fläche von 32 km². Mit 142.853 Einwohnern (Stand:01.01.2005) stellt sie mit 16 % die größte Bevölkerungszahl aller Gemeinden der Hauptstadtregion Brüssel, in der insgesamt 1.007.000 Menschen wohnen. Die Stadt Brüssel gliedert sich in sechs Bezirke:
- Brüssel-Haren
- Brüssel-Laeken / Laken
- Brüssel-Neder-Over-Heembeek
- Brüssel-Pentagone / de Vijfhoek
- Brüssel-Quartier Louise / de Louizawijk
- Brüssel-Espace Nord / de Noordwijk
- Brüssel-Nord-Est / de Noord-Oostwijk Brüssel-Nord-Est Die Hauptstadtregion Brüssel, Region de Bruxelles Capitale/ Brussels Hoofdstedelijk Gewest, ist ein Zusammenschluss von Brüssel-Stadt und 18 umliegenden Kommunen, die zwar dicht zu einer Stadt verwachsen sind, jedoch bis heute ihre Selbstständigkeit völlig bewahrt haben. Die Region, also Brüssel, ist die Hauptstadt eines zweisprachigen Landes (im Norden niederländisch / im Süden französisch), um Eupen und St. Vith gibt es auch ein kleines deutschsprachiges Gebiet. Aufgrund der Umstände und Brüssels Hauptstadtfunktion ist die Stadt offiziell zweisprachig (niederländisch/französisch). Mit etwa 80 % überwiegt aber die französische Sprache in Brüssel.

Verkehr

KFZ: Brüssel ist das Zentrum des gut ausgebauten, nachts zum Teil beleuchteten belgischen Autobahnnetzes. Die Autobahnen laufen strahlenförmig nach Brüssel bis zur Ringautobahn zu. Bahn: In Brüssel gibt es mehrere große Bahnhöfe (Brüssel-Nord, Brüssel-Central und Brüssel-Süd), die miteinander durch eine Nord-Süd-Tunnelstrecke verbunden sind. Zugreisende aus dem Ausland kommen meist in Brüssel-Süd (frz. Bruxelles Midi) an, wo Verbindungen aus Paris, Amsterdam, Köln (mit dem Thalys oder aus Köln auch mit dem ICE) und London (Eurostar) bestehen. Ebenso hat man direkten RER-Anschluss zu einem der vielen kleineren Brüsseler Bahnhöfe. Die Station Brüssel Luxemburg, abseits der Haupttunnelstrecke Nord-Süd, ist eigentlich ein Bahnhof zur Anbindung der EU-Institutionen, der jetzt nach der Renovierung immer mehr von der allgemeinen Bevölkerung angenommen wird. EU U-Bahn: Sie besteht aus den drei Linien 1a, 1b, und 2. Die ersten beiden verbinden Vororte mit der Stadt, Linie 2 fährt in einem erst 2007 vollständig geschlossenen Kreis um das Zentrum herum. Hinzu kommen 16 Straßenbahnlinien und über 50 Buslinien (bis etwa 00.30 Uhr). Nachts: Ein Nachtverkehr existiert in Brüssel - abgesehen von einer Nachtbuslinie - nicht. Taxis haben ein relativ hohes Preisniveau. Flugverkehr: Bei der Nachbargemeinde Zaventem befindet sich ein internationaler Flughafen mit Zuganbindung zum Zentrum. Ebenfalls in Reichweite (60 min entfernt) ist der Flughafen Charleroi, der vor allem von Billigfliegern frequentiert wird.

Wirtschaft

Brüssel ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Belgien. Volkswagen betreibt hier ein Werk, in dem u.A. das Modell VW Golf gefertigt wird. Die Europäischen Institutionen sowie der Sitz des Nato-Hauptquartiers sind der Grund, dass sich viele internationale Großunternehmen sowie Interessensverbände und Lobbyistenbüros in Brüssel niedergelassen haben. Auch Länderbüros, Kulturinstitute und Botschaften aus aller Welt bringen eine große Kaufkraft nach Brüssel. Natürlich ist auch die weltweite Presse ständig mit einem Großaufgebot vertreten. Dieses stößt nicht immer nur auf Gegenliebe der Brüsseler.

Geschichte

Die Anfänge

VW Golf Der Name Brüssel kommt von einer Wortzusammensetzung des keltischen Wortes bruoc, Sumpf, und des lateinisch-keltischen Wortes sella, Tempel oder Kapelle. Der Stadtname bedeutet also Kapelle im Sumpf. Der Legende nach wird Brüssel im 6. Jahrhundert durch den heiligen Goorik gegründet. Im Dokument nachweisbar ist die Siedlung jedoch erst 966, in einer Urkunde Otto des Großen, die Bruocsella erwähnt. 977 bis 979 errichtet Karl von Niederlothringen eine Burg und eine Kapelle auf einer Insel im Flüsschen Senne und damit die Grundlage für die weitere Stadtentwicklung. Im 11. Jahrhundert wird erste Stadtmauer angelegt. Die Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts spiegelt sich in den Boulevards des kleinen Rings wider.

Das mittelalterliche Brüssel und die Habsburger

14. Jahrhundert 1430 erbt Philipp der Gute, Herzog von Burgund, das Herzogtum Brabant. Er macht Brüssel zur Hauptstadt seines Burgunderreiches. In dieser Zeit entstehen das Rathaus und die ersten Zunfthäuser am Großen Markt. Die Stadt blüht in dieser Zeit wirtschaftlich auf. Bildhauer, Teppichwirker und Goldschmiede finden ihr Auskommen. Künstler wie Pieter Brueghel der Ältere und Rogier van der Weyden lassen sich der Stadt nieder. Die Enkelin Philipps des Guten, Maria von Burgund, heiratet 1477 Maximilian von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Dadurch kommt Brabant unter die Herrschaft des Habsburgerreiches. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Margarete von Österreich, welche die Hauptstadt nach Mecheln verlegt, wird Brüssel nach 1531 erneut Hauptstadt von Burgund. Nach dem Tode Karls V., unter seinem Sohn Philipp II. wird der größere Teil des heutigen Belgien, mit Brüssel, Bestandteil der spanischen Niederlande. Unter Philipp II. kommt es zu Erhebungen gegen die spanische Herrschaft, unter anderem zu den Aufständen der Grafen Hoorn und Egmont. Mit der Hinrichtung der beiden Adligen auf dem Großen Marktplatz werden diese Aufstände 1568 blutig niedergeschlagen. In Folge dieses gescheiterten Aufstandes kommt es 1578-1579 zur Gründung der Union von Utrecht, der Keimzelle der späteren unabhängigen nördlichen Niederlande. Unter dem Statthalter Spaniens, des Herzogs von Alba, wurden die Anhänger des Protestantismus gnadenlos verfolgt. Diese Repression hat den Exodus der wirtschaftlichen und geistigen Elite, vorwiegend nach Amsterdam, und den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt Brüssel zur Folge. Amsterdam

Brüssel nach dem Dreißigjährigen Krieg

Im Westfälischen Frieden von 1648 werden die nördlichen Niederlande unabhängig, während die südlichen Niederlande und damit Brüssel unter spanischer Herrschaft bleiben. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kämpft Frankreich unter Ludwig XIV um die Vormachtstellung in Europa. Die Truppen Ludwigs XIV. erobern Westflandern und den Hennegau. Brüssels Großer Markt wird 1695 drei Tage lang mit Kanonen bombardiert und fast völlig zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 muss Frankreich die belgischen Gebiete wieder abtreten. In Folge des spanischen Erbfolgekrieges, 1701 - 1714, erhalten die österreichischen Habsburger die Herrschaft über die südlichen Niederlande und damit über Brüssel.

Kampf um die Unabhängigkeit

1714 1789 wird im Brabanter Aufstand die Unabhängigkeit gegen die Habsburger unter Joseph II. errungen. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, weil 1794 die Truppen der revolutionären französischen Republik das Land erobern. Die französische Herrschaft endet 1815 mit der Niederlage Napoleons auf dem Schlachtfeld von Waterloo, das sich unmittelbar südlich der heutigen Hauptstadtregion Brüssel befindet. Im Wiener Kongress 1814 - 1815 werden die südlichen Niederlande mit den nördlichen Niederlanden unter Wilhelm I. von Oranien vereinigt. Doch in Folge der divergenten politischen und kulturellen historischen Entwicklung sind Konflikte zwischen den beiden Landesteilen im Keim angelegt. Der zum Teil französischsprachige und hauptsächlich katholische Süden fühlt sich gegenüber dem protestantischen, holländischen Norden in der politischen Mitsprache, im Unterrichtswesen und in wirtschaftlicher Hinsicht benachteiligt. Der Aufstand im Süden wird zunächst militärisch unterdrückt. Die ausländischen Großmächte England, Österreich und Russland haben jedoch ein Interesse daran, den Konflikt friedlich beizulegen, um einer möglichen Einflussnahme und damit einem Wiedererstarken Frankreichs entgegenzuwirken. Durch ihre Intervention kommt es 1831 zur Konferenz von London. Das Königreich Belgien wird als Staat anerkannt, Brüssel wird Hauptstadt dieses neuen Staates, Leopold I. von Sachsen-Coburg wird der erste König einer neuen konstitutionellen Monarchie.

Das moderne Brüssel

Durch die neue Rolle als Hauptstadt eines unabhängigen Staates und durch den industriellen Aufschwung Belgiens im 19. Jahrhundert erlebt Brüssel einen gewaltigen Aufschwung. Die Bevölkerung wächst dramatisch, auch in Folge einer lebhaften Zuwanderung aus Wallonien und Frankreich. Ehemals ländliche Gemeinden um den alten Brüsseler Stadtkern herum verschmelzen zu einem urbanen Konglomerat; riesige neue Stadtgebiete wachsen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert scheinbar aus dem Nichts. In dieser Zeit entstehen große Gebäude wie der Justizpalast (1863 - 1866), die Börse (1873), der Königspalast auf dem Mont des Arts (Fertigstellung 1903), der Triumphbogen (Fertigstellung 1905), und die berühmten Jugendstilbauten der Stadt, beispielsweise Victor Hortas Bauten. Victor Horta Obwohl Belgien in beiden Weltkriegen als Vormarschgebiet Opfer der deutschen Offensivstrategie war, blieb Brüssel von Kriegszerstörungen weitgehend verschont. Deshalb prägen die Architektur und die Straßenzüge der Gründerzeit immer noch das allgemeine Stadtbild. Ein Zankapfel, der Belgien seit seiner Gründung zu spalten drohte, macht sich auch in jüngster Vergangenheit in Brüssel noch bemerkbar: Der sprachliche und kulturelle Konflikt zwischen der wallonischen, französisch sprechenden Bevölkerung im Süden und der flämischen Bevölkerung im Norden. Das kleinstädtische Brüssel des frühen 19. Jahrhunderts ist flämisch geprägt, im heutigen urbanen Brüssel dominiert das französische Element. Diese Verschiebung der Gewichte in der Hauptstadt verschärft eine Zeit lang den Konflikt, auch begünstigt durch das nationalsozialistische Deutschland und rechtsextreme Gruppen in Belgien, die darin in den 1930er Jahren politischen Profit suchen. 1932 - 1938 wird Brüssel zweisprachig. Straßennamen, Namen von Stadtteilen und Stationen des öffentlichen Nahverkehrs sind seitdem konsequent zweisprachig beschildert, sofern die Namen nicht in beiden Landessprachen übereinstimmen. 1988 verabschiedet das belgische Parlament ein Gesetz, das Belgien zum Bundesstaat macht, mit den autonomen Regionen Flandern und Wallonien und der Region Brüssel mit besonderem Status. In den letzten Jahren, mit der zunehmenden Internationalisierung Brüssels, verliert dieser Konflikt mehr und mehr seine Schärfe. Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt Nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert sich Brüssel auch international als Zentrum: 1958 wird es zum Sitz der EWG, der Vorläuferin der heutigen Europäischen Union. 1958 findet auch die Weltausstellung in Brüssel statt, die uns eines seiner berühmtesten Bauten, das Atomium, hinterlässt. 1967 wird der Sitz der NATO von Paris nach Brüssel verlegt.

Sehenswürdigkeiten / Kultur

1967 1967 Hauptsehenswürdigkeiten sind der Grand Place/Großer Platz mit dem gotischen Rathaus im alten Zentrum, die Kathedrale Saint Michel/Sint-Michiels und das Atomium in Laeken/Laken, das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958. Die 9 Kugeln der 165-milliardenfachen Vergrößerung eines Eisenmoleküls sind zusammen 102 Meter hoch und 2400 Tonnen schwer. Der Architekt A. Waterkeyn widmete das Atomium dem wissenschaftlichen Fortschritt. Auch das "Männeken Pis", eine 60 Zentimeter hohe Bronzefigur in der Altstadt ist bei den Touristen sehr beliebt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Triumphbogen im Park Cinquantenaire, die Art-Deco-Basilika Sacre-Coeur, die Börse, das Brüsseler Königsschloss mit dem Park, der Kunstberg, der Justizpalast, das Königsschloss (Palais Royal), das Schloss mit den Gewächshäusern in Laeken, sowie die Gebäude der Europäischen Union im Europaviertel Leopold. Zum großen Kulturangebot Brüssels gehören viele Theater (darunter das international vielbeachtete Opernhaus Théâtre de la Monnaie/Muntschouwburg) und Museen aller Art – vom königlichen Kunstmuseum bis zum Comicmuseum. Zudem gibt es in den einzelnen Brüsseler Vierteln weitere Sehenswürdigkeiten und eigene kulturelle Angebote. Das Stadtbild im Zentrum wird von flämischen Bürgerhäusern geprägt. Besonders auffällig ist der Jugendstil, der durch den Brüsseler Architekten Victor Horta ins Leben gerufen wurde. In der Blütezeit des Jugendstils schossen in Brüssel neue Vorstädte aus dem Boden. Die Architektur der Viertel Schaerbeek/Schaarbeek, Etterbeek, Ixelles/Elsene und Saint-Gilles/Sint-Gillis ist daher besonders sehenswert. Ein absolutes Highlight des Jugendstil ist das in der Avenue de Tervueren 281 gelegene Palais Stoclet von dem Wiener Architekten Josef Hoffmann (leider nicht von innen zu besichtigen). Die modernen Gebäude im Quartier Leopold/Leopoldswijk oder Espace Nord runden das Bild ab. In der Stadt gibt es seit jeher eine große Künstlerszene. Der berühmte belgische Surrealist René Magritte beispielsweise hat in Brüssel gelernt. Die Stadt gilt auch als eine Hauptstadt des Comics: In Deutschland am bekanntesten sind Lucky Luke, Tim und Struppi, Cubitus, Gaston und Marsupilami. Graue Häuserwände werden mit riesigen Bildern belgischer Comichelden bemalt, Metrostationen werden von Künstlern gestaltet. Im Centre Nationale de la Bande Dessinnée verbinden sich zwei künstlerische Leitmotive Brüssels, denn dieses nationale Comicmuseum ist im ehemaligen, 1906 errichteten und von Victor Horta entworfenene Jugendstil-Kaufhaus Waucquez untergebracht. Kulinarische Spezialitäten Brüssels sind besonders Waffeln (Gaufres), Schokolade (vor allem dunkle), Pralinen und Muscheln (Moules). Die Pommes frites wurden von einem Belgier erfunden und werden wie auch die Waffeln überall in Brüssel auf der Straße verkauft. Zudem genießt das belgische Bier einen guten Ruf – Hoegaarden, Leffe,Duvel, Jupiler, Stella Artois und Kriek (Kirschbier) sind Beispiele dafür.

Söhne und Töchter der Stadt


- Lucas Achtschellinck, belgischer Landschaftsmaler
- Chantal Akerman, belgische Filmregisseurin und Professorin für Film an der European Graduate School in Saas-Fee, Schweiz
- Albert I. (Belgien), König der Belgier
- Albert II. (Belgien), regierender König der Belgier
- Maria Viktoria Pauline von Aremberg, Markgräfin von Baden-Baden
- Leopold Philipp von Arenberg, kaiserlicher Feldmarschall
- Ludwig-Engelbert von Arenberg,
- Jacques d'Arthois, Flämischer Landschaftsmaler
- Konstantin Aspre, ein österreichischer General
- Bernard van Orley, Maler
- Victor Boin, belgischer Sportjournalist, Sportler und Sportfunktionär
- Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker
- Thierry Boutsen, Autorennfahrer
- Jan Brueghel der Ältere, flämischer Maler
- Georg Franz August, Graf von Buquoy, Sohn von Leopold Albert de Longueval
- Maria von Burgund, Herzogin von Burgund
- René Carcan, belgischer Künstler
- Philippe de Champaigne, französischer Maler
- Clemens August I. von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- Johann Ludwig Graf Cobenzl, österreichischer Staatsmann
- Julio Cortázar, Argentinischer Schriftsteller
- Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin
- Peyo, belgischer Comiczeichner
- Ivo Van Damme, belgischer Leichtathlet
- François Duquesnoy, flämischer Bildhauer
- Marc Dutroux, belgischer Serienmörder
- Maria von Eicken, Ehefrau des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden
- Henri La Fontaine, belgischer Jurist und Politiker
- Lucien Emile Francqui, belgischer Afrikaforscher und Staatsmann
- André Franquin, belgischer Comiczeichner
- Olivier Gendebien, Rennfahrer
- Paul Gilson, belgischer Komponist und Professor
- Raymond Goethals, belgischer Fußballtrainer
- Jean Jérôme Hamer, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Johan Baptista van Helmont, Universalwissenschafter, Arzt, Naturforscher und Chemiker
- Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft
- Gustav René Hocke, Journalist, freier Schriftsteller und Kulturhistoriker
- Wilhelm Hyacinth, Prinz von Prinz von Oranien
- Jacky Ickx, belgischer Formel 1- und Sportwagen-Rennfahrer
- E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics.
- Joséphine Charlotte (Luxemburg), Mutter des Luxemburger Großherzogs Henri (Luxemburg) | Henri
- Karl Eugen (Württemberg), Herzog von Württemberg
- Karl Theodor (Pfalz), Kurfürst von der Kurpfalz|Pfalz und von Bayern
- Karl VII. (HRR), Kaiser des Heiliges Römisches Reich deutscher Nation|Heiligen Römischen Reiches
- Ferdinand Käs, österreichischer Berufssoldat und antifaschisticher Widerstandskämpfer
- Leopold II. (Belgien), König von Belgien (1865-1909)
- Leopold III. (Belgien), König der Belgien|Belgier
- Claude Lévi-Strauss, Ethnologe und Anthropologe
- Ursula von der Leyen, deutsche Politikerin
- Eugène de Ligne, belgischer Politiker
- Margarete von Österreich, österreichische Prinzessin, Regentin der Niederlande
- Philips van Marnix, niederländischer Schriftsteller
- Jean-Philippe-Eugène de Merode-Westerloo, kaiserlicher Feldmarschall
- Jos Moerenhout, belgischer Komponist und Dirigent
- Brian Molko, britisch-amerikanischer Musiker
- Jacques Neirynck, französischer Elektrotechniker, Verbraucherschützer und Autor
- Charles de Noyelle, Ordensgeneral
- Paul Otlet, Pionier der Informationsmanagements und Begründer der moderen Dokumentationswissenschaft
- Philipp von Belgien, belgischer Thronfolger, Herzog von Brabant
- Jacques Piccard, Schweizer Tiefseeforscher und Ozeanographie|Ozeanograph
- Pierre Alechinsky, belgischer Maler
- Plastic Bertrand, belgischer New Wave-Musiker
- Joseph Antoine Ferdinand Plateau, Physiker
- Jean Toots Thielemans, Jazz-Mundharmonikaspieler, -gitarrist, und -pfeifer
- Jean-Philippe Toussaint, Schriftsteller
- Philippe Vandevelde, belgischer Comiczeichner
- Agnès Varda, belgische Filmregisseurin
- Pierre-François Verhulst, belgischer Mathematiker
- Andreas Vesalius, belgischer Anatom und gilt als Begründer der neuzeitlichen Anatomie sowie des morphologischen Denkens in der Medizin
- Heinrich von Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederlande|Niederländer von der spanischen Herrschaft
- Jean-Remy von Matt, deutscher Werber
- Wilhelm III. (Niederlande), niederländischer König
- Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz, österreichischer Feldmarschall
- Marguerite Yourcenar, Schriftstellerin
- Yslaire, Ist ein belgischer Comiczeichner

Weblinks


- [http://www.bruessel-gui.de Die deutsche Website rund um Brüssel]
- [http://www.bruxelles.be Offizielle Website der Stadt]
- [http://www.ilotsacre.be/site/de/stadtplan_brussel.htm Interaktiver Stadtplan von Brüssel]
- [http://www.europa-digital.de/laender/bel/bruessel/ Das kleine abc von Brüssel] Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort der Hauptstadtregion Brüssel ! Kategorie:Belgien Kategorie:Sprachinsel ja:ブリュッセル ko:브뤼셀 ms:Brussels simple:Brussels

Belgien

Belgien (ndl.: België, franz.: Belgique), offiziell Königreich Belgien (ndl.: Koninkrijk België, franz.: Royaume de Belgique) ist eine föderal organisierte parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Es grenzt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden) an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg, Frankreich und an die Nordsee. Mit den Niederlanden und Luxemburg zusammen bildet Belgien die Beneluxstaaten.

Geographie


- Geographisches Zentrum: Nil-Saint-Vincent
- Höchste Erhebung: Signal de Botrange (694 m) - (im Hohen Venn)
- Höchst gelegene Ortschaft: Mürringen (658 m) Belgien ist ein relativ flaches Land, nur im Südosten gibt es die Ardennen. Die Küstenlinie erstreckt sich auf 72,3 km. 25 Prozent der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 85 Prozent aller Belgier leben in Städten. Laut den Berechnungen des Königlichen Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat Belgien eine Fläche von 33.990 km².

Flüsse


- Gileppe
- Göhl (frz. Geule; ndl. Geul)
- Inde
- Leie (frz. Lys)
- Maas (frz. Meuse; ndl. Maas)
- Ourthe
- Sambre (ndl. Samber)
- Schelde (frz. Escaut)
- Semois
- Weser (frz. Vesdre, ndl. Vesder)
- Ijzer (frz. Yser)

Bevölkerung

Ijzer Im Vielvölkerstaat Belgien leben französische Wallonen, niederländische Flamen und westdeutsche Mittelfranken (Ripuarische Rheinfranken) zusammen. Die weitere Wohnbevölkerung besteht aus zugewanderten Menschen aus vielen Teilen Europas (insbesondere aus Polen und Italien) und Marokko. Etwa drei Viertel der Belgier sind Katholiken. Siehe auch: Liste der Städte in Belgien

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Belgiens Als Provinz Belgica schon im römischen Reich unter diesem Namen bekannt, erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften. Es war im Mittelalter Teil des fränkischen Reiches und wurde bei dessen Teilung ebenfalls geteilt; es zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften. Die einzelnen Territorien wurden später vom Haus Burgund regiert, das 1477 von den Habsburgern beerbt wurde. Zunächst regierte der spanische Zweig der Habsburger, danach der Österreichische. 1815, auf dem Wiener Kongress, wurde Belgien den Niederlanden zugesprochen. 1830 kam es zu einem Aufstand, und Belgien wurde unabhängig. Es wurde eine konstitutionelle Monarchie eingerichtet und Leopold von Sachsen-Coburg zum ersten König ernannt. Leopold II., Sohn des ersten Königs, erwarb den Kongo in Afrika, zunächst als Privatbesitz, später als Kolonie, was der königlichen Familie und dem Land Reichtum brachte. Der Kongo wurde auch bekannt durch die dort ausgeübten Verbrechen der belgischen Besatzer. 1960 wurde die Kolonie Kongo in die Unabhängigkeit entlassen. Im Ersten Weltkrieg wurde das neutrale Land in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich einbezogen und von den Deutschen zügig eingenommen. In den Stellungskriegen in Belgien wurden einige Städte in Flandern zerstört. Als Ausgleich dafür annektierte Belgien nach dem Krieg die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebiete der Region um Eupen und Malmedy, die desweiteren eingeforderten Gebiete bis zum Rhein hin wurden dem Staat allerdings nicht übertragen; die vertraglich vereinbarte Volksabstimmung in Eupen-Malmedy wurde vom belgischen Staat nicht durchgeführt. Bis 1922 war es verboten, niederländisch zu sprechen. Im zweiten Weltkrieg verhielt sich das Land anfangs neutral, wurde aber wieder als Durchgangsland nach Frankreich benutzt und besetzt und gelangte so in den Einflussbereich der Hitler-Diktatur des Deutschen Reiches. Bis zur Befreiung durch die Westalliierten hatte es - wie halb Europa - unter der Willkürherrschaft der Nazis und die jüdische Bevölkerung unter ihrer Verfolgung zu leiden; Städte und Landschaften blieben aber weitgehend von Kriegszerstörungen verschont. Lediglich im Osten des Landes, im Gebiet der deutschen Wohnbevölkerung, vor allem um die Stadt Sankt Vith, kam es zu schweren Zerstörungen infolge der Ardennenoffensive im Winter 1944-1945. Die bereits seit 1944 geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg wurde im Haager Vertrag am 3. Februar 1958 vereinbart und ist am 1. November 1960 in Kraft getreten (Benelux-Staaten). Belgien gehörte mit zu den Gründerstaaten der EWG und spielt seither eine wichtige Rolle im europäischen Einigungsprozess. Das Land wurde Sitz internationaler Organisationen, wie der NATO und der Europäischen Union. Siehe auch: Liste der belgischen Ministerpräsidenten, Belgisch-Kongo

Politik

Belgien ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie. Der Föderalstaat wird aus dem König und 15 vom Parlament betrauten Mitgliedern gebildet (Exekutive), sowie dem Bundesparlament (Legislative). Das Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer mit 150 Mitgliedern und dem Senat mit 71 Mitgliedern. Während die Kammer Entscheidungsgewalt in Haushaltsangelegenheiten und der Vertrauensfrage hat, hat der Senat neben einer Beratungsfunktion Entscheidungsgewalt bei Interessenskonflikten zwischen den regionalen Parlamenten. Die föderalen Institutionen sind verantwortlich für Justizwesen, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Landesverteidigung und soziale Sicherheit. Parteien: (die meisten Parteien sind entweder flämisch/niederländisch oder französisch/wallonisch/deutsch)
- Ecolo, wallonische Grüne (zurzeit 4 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Groen!, ehemals Agalev, flämische Grüne
- VLD, Vlaamse Liberalen en Democraten, flämische Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- MR, Mouvement Réformateur, oder Partei für Freiheit und Fortschritt, wallonische Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vivant, Bundesweite Liberale
- CD&V, Christen-demokratisch & Vlaams, flämische Christdemokraten (zurzeit 21 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- CDH, Demokratisches und Humanistisches Zentrum, wallonische Christdemokraten (zurzeit 7 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- SP.a, Sociaal Progressief Alternatief, flämische Sozialisten (zurzeit 23 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- PS, Sozialistische Partei, wallonische Sozialisten (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vlaams Belang, ehemals Vlaams Blok, flämische Nationalisten (zurzeit 18 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- FN, Le Front National, wallonische Nationalisten (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- N-VA, Nachfolgeparteie der Volksunie, Bündnis mit CD&V (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- SPIRIT, Nachfolgeparteie der Volksunie, Bündnis mit SP.a Belgien ist von starker innerer Zerrissenheit vor allem zwischen der flämischen und wallonischen Volksgruppe geprägt. Tendenziell nehmen die Spannungen eher zu und radikale Parteien, die eine Auflösung des Gesamtstaats befürworten, wie etwa das Vlaams Belang, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt

Politische Gliederung

Hauptartikel: Politische Gliederung Belgiens Belgien ist seit 1993 ein Bundesstaat, bestehend aus den Regionen Flandern und Wallonien sowie der Hauptstadtregion Brüssel. Darüber hinaus bestehen die drei (Sprach-)Gemeinschaften (Flämische Gemeinschaft, Französische Gemeinschaft Belgiens und Deutschsprachige Gemeinschaft). Regionen und Gemeinschaften haben unterschiedliche Zuständigkeiten und sind territorial nicht deckungsgleich. Im Einzeln gilt folgendes:
- Die Flämische Gemeinschaft umfasst die Region Flandern sowie die niederländischsprachigen Institutionen in der Hauptstadtregion Brüssel.
- Die Deutschsprachige Gemeinschaft umfasst den östlichsten Teil der Region Wallonien.
- Die Französischsprachige Gemeinschaft umfasst die Region Wallonien im Übrigen sowie die französischsprachigen Institutionen in der Hauptstadtregion Brüssel. Die Regionen Flandern und Wallonien sind ihrerseits jeweils in fünf Provinzen unterteilt. Flandern:
- Antwerpen (Hauptstadt Antwerpen)
- Limburg (Hasselt)
- Ostflandern (Gent)
- Flämisch Brabant (Leuven)
- Westflandern (Brügge) Wallonien:
- Henegouwen (Bergen)
- Lüttich (Lüttich)
- Luxemburg (Provinz) (Arlen)
- Namur (Namur)
- Wallonisch Brabant (Wavre) Die unterste Ebene der Selbstverwaltung bilden die 589 Gemeinden.

Infrastruktur

Belgien ist ein wichtiges Transitland zwischen Mitteleuropa und Westeuropa. Der wichtigste Hafen ist Antwerpen an der Schelde, einer der größten und wichtigsten Seehäfen der Welt. Der wichtigste Flughafen des Landes ist Zaventem. Belgien besitzt ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz, welches wie auch alle anderen Straßen in Belgien komplett mit Straßenlaternen ausgestattet und nachts beleuchtet ist. Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt NMBS/SNCB und betreibt eines der am dichtesten ausgebauten Bahnnetze weltweit. Belgien besitzt einige Atomkraftwerke. 1999 wurde ein Atomausstieg vom Parlament beschlossen.

Wirtschaft


- Verteilung der erwerbstätigen Bevölkerung nach Sektoren (2000):
  - Agrarwirtschaft: 2,0 %
  - Industrie: 23,4 %
  - Dienstleistungssektor: 74,6 % Der Tourismus spielt in Belgien eine große Rolle. Neben den beliebten Ferienbadeorten an der belgischen Nordseeküste (Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende u. a.), sind auch die Ardennen eine viel besuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Auch Städtetouren nach (Brüssel, Brügge, Hasselt, Gent, Antwerpen u. a.) sind empfehlenswert.

Kultur

Belgische Persönlichkeiten


- Die Hl. Gudula von Brüssel und Eibingen ist Patronin der Stadt Brüssel und belgische Nationalheilige.
- Bekannte Maler sind Peter Paul Rubens, Pieter Bruegel der Ältere, James Ensor und der Surrealist René Magritte.
- Weltweit bekannte Schriftsteller sind Charles DeCoster, Émile Verhaeren, Maurice Maeterlinck und Georges Simenon.
- Weitere Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sind der Sänger und Chansonnier Jacques Brel, der Jazz-Musiker Toots Thielemans, der Actionfilm-Held Jean-Claude Van Damme und die Schauspielerin Jasmin Schwiers.
- Bekannte Sportler sind die Tennisspielerinnen Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne, die Fußballer Jean-Marie Pfaff und Marc Wilmots. Siehe auch: Liste bekannter Belgier

Gastronomie

Eine typische belgische Küche gibt es nicht, da sie sehr stark der französischen Küche ähnelt. Es wurde aber eine weltbekannte Erfindungen in Belgien gemacht, die häufig falsch eingeordnet wird: Pommes Frites. Viele Belgier haben Zuhause eine Friteuse stehen und essen meistens mindestens einmal in der Woche Fritten. Die sogenannten Brüssel'sche Waffeln oder auch Belgischen Waffeln sind auch sehr typisch für Belgien. Desweiteren ist Belgien für seine Pralinen bekannt, welche zur Weltspitze gehören. Eine weitere Besonderheit ist das belgische Bier, welches im Gegensatz zu deutschem gewöhnlich wesentlich mehr Alkohol enthält und sehr unterschiedlichen Geschmack haben kann. Dieses Bier ist vorallem auch im Ausland beliebt.

Sport

Der beliebteste Sport in Belgien ist Fußball. Die 1. belgische Liga ist eine der ältesten der Welt. In den 70 und 80 Jahren des letzten Jahrhunderts gehörte das belgische Nationalteam (auch: Rote Teufel) zur Internationalen Spitze. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kann Belgien, auf Grund eines schlechten Qualifizierungsplatzes nicht. Belgien hat auch einige Berühmtheiten im Fahrradfahren hervorgebracht. So gehörten und gehören Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Johan Museeuw zu den besten Fahrradfahrern in Europa und der Welt.

Comics

Worauf die Belgier warscheinlich am meisten stolz sind, sind die Comics. Comics sind generell sehr populär in Belgien, es stammen aber auch viele berühmte Comiczeicher und Autoren aus Belgien. Die berühmtesten sind Jean Graton (Michel Vaillant), Morris (Lucky Luke), Hergé (Tim und Struppi), Peyo (Die Schlümpfe und weiteres) und Franquin (Spirou und Fantasio, Gaston und Marsupilami. In Belgien ist es auch möglich, Comic als Studienrichtung an Kunsthochschulen wie der Königlichen Akademie für bildende Kunst und der Saint-Luc-Hochschule in Brüssel zu studieren.

Sonstiges


- Sankt Nikolaus (6. Dezember) ist in manchen Regionen weitaus wichtiger als Weihnachten. In vielen Familien gibt es zu Sankt Nikolaus die Geschenke und zu Weihnachten wird nur zum Gottesdienst gegangen.
- Sommerzeit: vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober, GMT + zwei Stunden.

Bildung

Belgien hat 11 Universitäten: Katholieke Universität Leuven, Universität Gent, Universität Antwerpen, Universität Hasselt, Freie Universität Brussel (niederländisch), Katholieke Universität Brussel (niederländisch), Université Libre de Bruxelles, Facultés Universitaires Saint Louis à Bruxelles, Université de Liège, École Polytechnique de Mons, Facultés Universitaires Notre-Dame de la Paix Namur, Université Catholique de Louvain. Neben den Universitäten existieren in den drei Gemeinschaften zahlreiche Hochschulen (Hautes Ecoles/Hogeschool) und mehrere Kunsthochschulen (Ecoles Supérieures des Arts). Das Bildungssystem ist in Belgien auf Grund der Autorität der einzelnen Gemeinschaften unterschiedlich, das Hochschulwesen wurde aber im Zuge des Bologna-Prozesses weitgehend auf zwischengemeinschaftlicher und europäischer Ebene vereinheitlicht.

Schule in Flandern

Ab 3 oder 4 Jahren besuchen Kinder normalerweise eine Art Kindergarten mit Vorschule. Ab 6 Jahren gehen die Kinder 6 Jahre auf die Basis Schule. Belgische Schulen sind entweder staatlich oder katholisch, wobei aber die katholischen Schulen auch vom Staat gefördert werden. Es zeigt sich die Tendenz, dass katholische Schulen in der Regel ein höheres Niveau haben als Staatliche. Das trifft aber nicht in jedem Fall zu. Die erste Fremdsprache ist Französisch, welche ab dem fünften Lehrjahr unterrichtet wird. ab dem siebenten Lehrjahr wird der Unterricht dann auf eine der sekundären Schulen genommen. Die Sekundärschulen werden wie folgt unterteilt:
- ASO (Allgemeiner Sekundärer Unterricht (Onderwijs))
- KSO (Kunst bildender Sekundärer Unterricht)
- TSO (Technischer Sekundärer Unterricht)
- BSO (Beruflicher Sekundärer Unterricht) Englischunterricht hat man ab dem zweiten Lehrjahr des sekundären Unterrichts auf einer ASO. Gewöhnlich kann ein Schüler zwischen den folgenden Richtungen wählen: Mathematik, Griechisch, Latein. In den späteren Jahren kommen noch weitere Richtungen wie Ekonomie und moderne Sprachen und Wissenschaften hinzu. Jeder Belgische Schüler der fünften und sechsten Klasse auf einer ASO hat auch mindestens eine Stunde Deutsch pro Woche. Manchmal auch 3. Auf KSO Schulen, die selten oder garnicht bestehen, wenn, dann meistens nur in sehr grossen Städten, hat der Schüler die Auswahl zwischen z.B. Comiczeichnen, Computergrafik etc. Der Schüler nimmt aber dennoch auch an Englisch und Französisch Unterricht sowie Mathematik. Schulpflicht besteht bis 18 Jahre. Sobald man 18 ist kann man die Schule verlassen oder warten, bis man das Diploma (vergleichbar mit dem Abitur) bekommt.

Umwelt

Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten.

Weitere Themen


- Belgische Streitkräfte
- Portal:Benelux
- Belgisches Französisch
- Portal:Belgien

Literatur


- Frank Berge, Alexander Grasse: Belgien - Zerfall oder föderales Zukunftsmodell?. Der flämisch-wallonische Konflikt und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Leske und Budrich, Opladen 2003 (Regionalisierung in Europa, Band 3), ISBN 3-8100-3486-X

Weblinks


- [http://www.belgium.be Föderale Portalseite Belgiens]
- [http://www.monarchie.be Website des Königshauses]
- [http://europa.eu.int/scadplus/citizens/de/be/10797.htm Politisches System Belgiens]
- [http://www.senate.be/doc/const_de.html Die Verfassung Belgiens]
- [http://www.knightsofrizal.de/na-be-noten.html Die Nationalhymne zum Anhören und Noten]
-
Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU Kategorie:Monarchie als:Belgien fiu-vro:Belgiä ja:ベルギー ko:벨기에 ms:Belgium simple:Belgium th:ประเทศเบลเยียม zh-min-nan:Belgien

Beck's

Die Brauerei Beck & Co wurde am 27. Juni 1873 vom Baumeister Lüder Rutenberg (
- 8. Februar 1816; † 14. Juni 1890, er erbaute u. a. die Bremer Kunsthalle) zusammen mit dem Braumeister Heinrich Beck (1832-1881) und dem Kaufmann Franz Gustav Thomas May als Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G. in Bremen gegründet. Am 1. Oktober 1875 schied Thomas May aus der Brauerei aus, die von nun an Kaiserbrauerei Beck & Co. hieß. 1875 1968 führte Beck & Co. den Sechserträger („Beck'ser“) für die bis 1967 alleinig bekannten 0,33 Liter-Flaschen Bier in Deutschland ein. Am 1. Oktober 1981 fusionierte Beck & Co mit der Haake-Beck Brauerei AG. Im Februar 2002 wurde die Brauerei für einen Preis von 1,8 Milliarden Euro (= 3,5 Milliarden DM, der Kaufpreis war vorher in Deutschen Mark festgesetzt worden) durch den belgischen Brauerei-Konzern InBev übernommen. Die Brauerei Beck & Co produziert die Marken Beck's und das ab Juni 2002 produzierte, im Februar 2003 deutschlandweit eingeführte und bis Mitte 2005 nur in kleinen 0,33 Liter Flaschen erhältliche Beck's Gold sowie die nur regional in Norddeutschland bekannten Regionalmarken Haake-Beck und Hemelinger Spezial. Unter dem Namen Haake-Beck Kräusen wird eine lokale, hefetrübe Spezialität gebraut, die vorrangig in Bremen und Umgebung erhältlich ist. Seit Mai 2005 wird zudem Beck′s Green Lemon, ein Biermischgetränk mit Limonade, vertrieben. Speziell auf dem US-Markt vertreibt Beck's neben dem klassischen Beck's Pilsener auch die Sorten Beck's Premier light (reduzierte Kalorien), Beck's Dark ("#1 imported German dark beer"), Beck's Oktoberfest (in Sonderauflagen 1x jährlich) & Beck's non alcoholic. Beck's Gold & Green Lemon sind dafür nicht erhältlich. Beck′s wird in viel Länder der Welt exportiert, insgesamt etwa 120. Bis 1949 wurde Beck′s nur ins Ausland exportiert, danach begann erst der Absatz auf dem deutschen Markt. Das ist auch der Grund für die führende Stellung in Deutschland in diesem Branchensegment als Bierexporteur. Statistisch gesehen werden laut Unternehmensangaben pro Sekunde in der Welt 50 Flaschen Beck′s getrunken (die Angabe bezieht sich auf die große Flasche, die in Deutschland erhältlich ist, also die 0,5-Liter-Flasche), das sind 3.000 Flaschen pro Minute und entspricht einem Jahresausstoß von rund 7,9 Millionen Hektolitern (hl). Die lange Haltbarkeit des Bieres wird nicht – wie manchmal behauptet wird – durch die Zugabe von Chinin, sondern "ausschließlich durch sorgfältigen Umgang mit den Rohstoffen und Zwischenprodukten in allen Produktionsstufen" erreicht. Das Unternehmen beschäftigt heute ungefähr 1.500 Mitarbeiter. Beck's hat einen Jahresausstoß in Deutschland von 2,266 Millionen Hektolitern (2004)

Chronik


- 1873 - Gründung der Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G.
- 1874 - Die Kaiserbrauerei verkauft Bier in grünen mundgeblasenen Flaschen an Bremer Gaststätten.
- 1875 - Thomas May scheidet aus dem Unternehmen aus. Umfirmierung in Kaiserbrauerei Beck & Co.
- 1876 - Heinrich Beck entwickelt ein Bier Pilsener Brauart, das ideal für den Transport nach Übersee geeignet ist. Das Bier gewinnt die Goldmedaille auf der Weltausstellung in Philadelphia für "das beste aller kontinentalen Biere", welche neben der 1874 von Kronprinz Friedrich (später Kaiser Friedrich III.) ausgezeichneten Goldmedaille für das beste Bier sich noch heute auf dem Flaschenetikett befindet.
- 1877 - Der Bremer Schlüssel erscheint erstmals als Signet auf dem Etikett. Das Bier wird als Schlüsselbier und Key Beer weltweit bekannt.
- 1884 - wird das ovale Etikett mit einem nach rechts gerichteten Schlüssel als Warenzeichen geschützt.
- 1886 - Export des Kaiserbieres mit der Reichspostdampferlinie nach Fernost.
- 1888 - Die Bierkühlung wird von Natureis auf maschinell hergestelltes Eis umgestellt.
- 1890 - Lüder Rutenberg stirbt. Gründung der Kommanditgesellschaft Kaiserbrauerei Beck & Co.
- 1893 - Als zweite deutsche Brauerei wird ein Bakteriologisches Laboratorium zur Prüfung der Rohstoffe und des Biers eingerichtet.
- 1900 - Während der lokale Absatz 54.333 hl beträgt, steigt der Exportabsatz erstmals über 100.000 hl.
- 1906 - Australien wird mit einer jährlichen Abnahme von über 30.000 Kisten wichtigster internationaler Markt.
- 1909 - Gründung der Kaiserbrauerei Beck & Co Kommanditgesellschaft auf Aktien. Übernahme eines Kommanditanteils an der Nienburger Glashütte Himly, Holscher & Co.
- 1911 - Der Gesamtausstoß (Inland und Export) übersteigt erstmals 200.000 hl.
- 1914 - Das Ausfuhrgeschäft kommt zum erliegen. Das Überleben wird durch die Belieferung der deutschen Truppen gesichert. Der Ausstoß sinkt auf 100.000 hl.
- 1917 - Kauf der Wilhelm Remmer Brauerei, Bremen.
- 1918 - Übernahme der Aktienmehrheit der St. Pauli Brauerei, dem stärksten Konkurrenten auf internationalen Märkten.
- 1921 - Vertrag mit der C. H. Haake AG über die Übertragung des gesamten Inlandsgeschäfts auf die neu gegründete Haake-Beck Brauerei A.G. Die Kaiserbrauerei benennt sich in Exportbrauerei Beck & Co um.
- 1924 - Beck & Co übernimmt die Mehrheit an der Nienburger Glashütte Himly, Holscher & Co.
- 1928 - Einführung von V2A-Nirosta-Fässern für den Biertransport. Das Unternehmen nutzt als zweite Brauerei der Welt diese neuen Behälter.
- 1931 - Beck & Co beginnt mit dem Bau von 2 Brauereien in Batavia und Java. Die ABC-Brauereien (Archipel Brewerie Company) nehmen 1933 und 1934 den Betrieb auf.
- 1934 - Bedingt durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten reagiert der Exportmarkt nervös. Die Auslieferung sinkt auf 70.000 hl.
- 1936 - Die Kommanditgesellschaft Beck & Co übernimmt die Aktiva und Passiva der Kaiserbrauerei Beck & Co K.a.A.
- 1937 - Kauf der Winterhuder Brauerei, Hamburg.
- 1939 - Der Bierexport kommt zum Erliegen. Die Brauereien in Singapore und Batavia werden beschlagnahmt. der Absatz 1939/40 sinkt auf 40.616 hl.
- 1944 - Große Teile der Produktionsanlagen und die gesamte Bierkühlung werden durch Bomben zerstört.
- 1945 - Nach der Zerstörung des Maschinenhauses muss der Braubetrieb endgültig eingestellt werden. Restbestände werden an die amerikanischen Truppen verschenkt. Da keine Lizenz zum Brauen erteilt wird, beschäftigt sich die Belegschaft bis 1948 nur mit Aufräumarbeiten.
- 1948 - Erstmals wird wieder Bier gebraut. Im Dezember gehen die ersten 200 Kisten in den Export nach Bangkok.
- 1949 - Beck's wird erstmals im Inland verkauft.
- 1950 - Haake-Beck Kräusen wird auf den Markt gebracht.
- 1953 - Eröffnung einer Dosen-Abfüll-Anlage. Die Dosen werden hauptsächlich nach Amerika exportiert.
- 1955 - Schaltung der ersten bundesweiten Anzeigen (im Spiegel). Slogan: "Beck's Bier löscht Männerdurst"
- 1958 - Erster Spot im deutschen Fernsehen.
- 1960 - Der Inlandsabsatz übersteigt erstmals 100.000 hl.
- 1964 - Der Inlandsabsatz (248.242 hl) übersteigt erstmals den Absatz im Ausland (189.637 hl).
- 1967 - Der 3er-Dosenpack wird entwickelt.
- 1968 - Entwicklung des Beck'sers, einen 6er-Träger für 0,33 Liter Flaschen.
- 1973 - Erstmals wird mehr als eine Million hl Bier verkauft (Inland: 604.000 hl, Ausland: 597.000 hl).
- 1974 - Beck's wird als Fassbier in Deutschland eingeführt.
- 1975 - Änderung des Slogans in "Beck's Bier löscht Kenner-Durst"
- 1979 - Erwerb der Bremer Erfrischungsgetränke GmbH.
- 1981 - Fusion von Beck & Co mit der Haake-Beck Brauerei A.G.
- 1983 - Der Export steigt erstmals auf mehr als eine Million hl (2.964.000 hl Gesamtabsatz).
- 1984 - Ein Großsegler mit grünen Segeln wird als Werbesymbol eingeführt.
- 1988 - Die Alexander von Humboldt ersetzt den bisher genutzten Großsegler in der Werbung.
- 1989 - Beteiligung an der nordamerikanischen Dribeck Importers. Die USA werden der größte Auslandsmarkt von Beck & Co.
- 1990 - Neuer Slogan: "Beck's - Spitzen-Pilsener von Welt".
- 1991 - Beck & Co übernimmt die Rostocker Brauerei, Rostock.
- 1992 - Kooperation mit der südostchinesischen Golden Key Brewery, die eine neue Brauerei baut um Beck's in Lizenz für den chinesischen Markt zu braueren. "Sail away", zunächst gesungen von Hans Hartz wird der Werbesong von Beck's.
- 1993 - Einführung von Beck's Alkoholfreies Pilsener.
- 1994 - Der Gesamtabsatz von Beck & Co übersteigt die Marke von 5 Millionen hl.
- 1995 - nach Hans Hartz singt jetzt Joe Cocker den Werbesong "Sail away".
- 1997 - Besucherzentrums wird eröffnet.
- 1998 - Dribeck Importers werden in Beck's North America umbenannt. 125-jähriges Firmenjubiläum.
- 2001 - Neuer Slogan: "The Beck's Experience"
- 2002 - Beck & Co wird von der belgischen Brauereigruppe Interbrew gekauft (im Februar; heute in Deutschland firmierend als InBev Deutschland). Verkauf der Nienburger Glas GmbH an Rexam (im Oktober). Verkauf der Rostocker Brauerei an Brau & Brunnen (im November).
- 2003 - Einführung von Beck's Gold deutschlandweit in einer UV-beständigen Klarglasflasche.
- 2005 - Einführung von Beck's Green Lemon. Verkauf der Bremer Erfrischungsgetränke GmbH.

Weblinks


- [http://www.becks.de/ Brauerei Beck GmbH & Co KG: The Beck′s Experience] Kategorie:Brauerei Kategorie:Unternehmen (Bremen)

Diebels

Die Brauerei Diebels wurde 1878 von Josef Diebels in Issum am Niederrhein gegründet. Bis Anfang der 1970er Jahre wurde in der eher lokalen Brauerei fast jedes in Deutschland gängige Bier gebraut. Dann wurde ein Umschwung eingeleitet und nur noch obergäriges Bier nach alter Brauweise, also Altbier gebraut. Es gelang der Aufstieg zur größten deutschen Altbierbrauerei mit über 50% Marktanteil in Deutschland. Im Sommer 2001 wurde die bis dahin private Brauerei von der belgischen InBev-Gruppe aufgekauft, zum 1. April 2002 erfolgte die formelle Übernahme durch die Bremer Brauerei Beck & Co. Am 1. Juli 2003 gab die Brauerei Diebels die Vertriebsaktivitäten an die Interbrew Deutschland Vertriebs GmbH & Co KG ab, in der die Vertriebsaktivitäten fast aller Brauereien der InBev-Gruppe in Deutschland zusammengeführt wurden. Nach fast 30 Jahren vollständiger Spezialisierung auf Altbier wurde das Sortiment der Brauerei Diebels, wie am 8. Oktober 2004 angekündigt, am 13. Februar 2005 schließlich wieder offiziell um ein Bier pilsner Brauart erweitert. Kritiker bemängelten, dies sei Verrat an der eigenen Marke.

Sortiment

Zur Zeit stellt Diebels folgende Biere her:
- Diebels (Altbier)
- Diebels Alkoholfrei
- Diebels Light (Alkoholreduziert)
- Diebels Pils
- Dimix (Mixgetränk aus Cola und Altbier) Nicht mehr hergestellt werden:
- Plato 13 (13% Stammwürze, 6% Alkoholgehalt)

Weblinks


- [http://www.diebels.de/ Website der Brauerei Diebels]
- [http://www.diebels-live.de/ Website der Hauseigenen Gastronomie in Issum / Niederrhein]
- [http://www.diebels-im-hafen.de/ Website der Hauseigenen Gastronomie im Düsseldorfer Hafen] Kategorie:Biermarke Kategorie:Brauerei Kategorie:Unternehmen (Nordrhein-Westfalen)

Hasseröder

Hasseröder, deutsche Biersorte aus Wernigerode im Harz. Gebraut von der Hasseröder Brauerei GmbH, die nach der Wende von der Gilde Brauerei erworben wurde und jetzt mit dieser zum InBev Imperium gehört. Hasseröder ist ein weltweit beworbenes Bier, Marktführer in Ostdeutschland und viertgrößter Produzent von Premium-Pils in Deutschland. Die Brauerei wirbt vor allem im Sport wie z.B. beim Eishockey, Boxen, Skispringen oder der DTM.

Sorten


- Premium Pilsener (4,9 Prozent)
- Premium Export (5,5 Prozent)

Links zum Thema Hasseröder

[http://www.hasseroeder.de www.hasseroeder.de]

Franziskaner

Die Franziskaner sind ein im 13. Jahrhundert von Franz von Assisi (Franziskus) gegründeter Bettelorden. Die Franziskaner (OFM), lat. ordo fratrum minorum, dt. Orden der Minderen Brüder, bilden – neben den Kapuzinern OFMCap und den Minoriten OFMConv – einen der drei Zweige des ersten Ordens des Heiligen Franz von Assisi.

Anliegen und Merkmale

Die Franziskaner sind ein sogenannter Bettelorden. Sie leben in Armut und verdienen ihren Lebensunterhalt durch Arbeiten von handwerklicher, sozialer, pastoraler und pädagogischer Art. Franz von Assisi schreibt auch in seinem Testament an seine Brüder: "Ich arbeitete mit meinen Händen und will arbeiten; und es ist mein fester Wille, dass alle anderen Brüder eine Handarbeit verrichten, die ehrbar ist. Die es nicht können, sollen es lernen ...". Zur Not sollen Franziskaner auch vom Betteln leben. Sie kümmerten sich stärker um die Seelsorge als andere, kontemplative Orden. Gottes Wort vom Frieden und der Erlösung sollen sie vor allem durch ihr Beispiel, aber auch durch Predigt verkünden. Ihre Kirchen beherbergen kaum Kunstschätze, und das Leben der Franziskanerbrüder ist - jedenfalls im Idealfall - sehr bescheiden. Eng mit der Abkehr von irdischem Reichtum hängt der Selbstanspruch zusammen, ein bewusstes Leben mit der Natur bzw. - in den Augen des Christentums – mit der Schöpfung zu führen. Durch die Betonung dieses Aspektes erlangen die Franziskaner seit Beginn der ökologischen Bewegung in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ein verstärktes Ansehen.

Gründung und frühe Ausbreitung

Der Franziskanerorden wurde 1210 gegründet. Der Heilige Franziskus wollte eigentlich keinen Orden gründen. Als charismatische Persönlichkeit fand er aber begeisterte Anhänger, die ein Leben nach seinem Vorbild wählten. Mit der Zeit stellte sich aber heraus, dass wie bei allen Orden eine zu große Freiheit zu Verweltlichung und Auflösung führte. Deshalb wurden die Brüder nach und nach immer fester organisiert und die Ordensregeln stärker an den „klassischen“ benediktinischen Regeln orientiert. 1217 teilte man den Orden in Provinzen ein. Von dort an trafen sich die Brüder jährlich zu so genannten Kapiteln, um miteinander zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Beim Kapitel 1219 wurde beschlossen, auch heidnische Länder zu besuchen und die Heiden zu missionieren. Mit dieser Mission zog Franziskus selbst in die „Provinz vom Heiligen Land“, die damals den gesamten südöstlichen Mittelmeerraum umspannte. Es war die Zeit der Kreuzzüge, und ein Kreuzfahrerheer war 1217 nach Ägypten aufgebrochen, um die Hafenstadt Damiette zu erobern (siehe (Fünfter) Kreuzzug). Franziskus schiffte sich daher zunächst nach Ägypten ein. Mit einigen Gefährten brach er unbewaffnet aus dem Lager der Kreuzfahrer auf, um zu Fuß nach Israel zu pilgern und dabei den „Ungläubigen“ zu predigen. Arabische Soldaten nahmen ihn gefangen. Als er Sultan al-Kamil vorgeführt wurde, predigte er diesem unerschrocken sein Evangelium von der Armut und dem Frieden. Der beeindruckte Sultan ließ Franziskus unversehrt gehen. Franziskus setzte seine Pilgerreise fort und hielt sich mehrere Monate in Jerusalem auf. Er hatte wenig Erfolg, die „Ungläubigen“ zu bekehren, begegnete aber christlichen Rittern, deren grausames Verhalten und deren Plünderungen ihm den Aufenthalt verleideten. Er predigte vergeblich den gewaltlosen Weg der Liebe. 1220 eilte er aufgrund von Nachrichten über Streit und Schwierigkeiten im Orden zurück und bestimmte Pietro Cattanei als Nachfolger in der Ordensleitung. 1221 starb Pietro Cattanei. Br. Elias wurde Generalvikar. 1223 verfasste Franziskus in Fonte Colombo eine zweite Fassung der Ordensregel. Sie wurde im Juni auf dem Generalkapitel behandelt und am 29. November von Papst Honorius III bestätigt (darum Bullierte Regel). Ein knappes Jahr später zog sich Franziskus auf den Berg La Verna zurück, um das Michaels-Fasten zu halten. Am 14. oder 15. September empfing er der Überlieferung nach die Wundmale Christi (Stigmata). Nach seiner Rückkehr nach Portiuncala unternahm Franziskus auf einem Esel eine Predigtreise durch Umbrien und die Marken. In den kommenden Jahren verschlimmerte sich sein Augenleiden bis fast zur völligen Erblindung; andere Krankheiten schwächten ihn zusätzlich. 1226 starb Franziskus; er wurde schon zwei Jahre später von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.

Armutsstreit

Nach dem Tod von Franziskus wurde in seiner Heimatstadt über seinem Grab ein Kloster mit Basilika errichtet. Einige der Anhänger störte die Pracht des Baus, da dies sich nicht mit den Armutsidealen des Ordens vereinbaren ließ. Zur Beendigung des daraufhin entbrennenden Streites verfügte Papst Gregor IX., dass eine gewählte Ordensverwaltung Gelder besitzen dürfe und der Bau von Klöstern den Absichten des Ordensgründers nicht widerspräche. Dies führte zur Spaltung des Franziskanerordens. Im Jahr 1517 wurde diese von Papst Leo X. anerkannt. Er teilte den Orden in die Konventualen (Minoriten), denen ein gemeinschaftlicher Besitz erlaubt wurde, und die Observanten (Franziskaner), die eine möglichst enge Befolgung der Regel des Franziskus anstrebten. Sie bilden bis heute die größere Gruppe; von ihnen spalteten sich wenig später die Kapuziner ab, um sich als unabhängiger Orden zu organisieren.

Observanzbewegung, 14./15. Jahrhundert

Die heutigen Franziskaner gingen aus der Observanzbewegung innerhalb des ursprünglichen Minderbrüderordens hervor. Erste Gruppen entstanden etwa um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Italien, bald aber auch in Spanien und Frankreich. Kennzeichnend für diese Bewegung, die zu dieser Zeit auch in anderen Orden auftrat, war die Rückkehr zu einer strengeren Beachtung (lat. Observanz) der ursprünglichen Ordensregel. Dazu gehörten eine strenge Befolgung des Armutsideals, eine Abwendung von den Städten und die Niederlassung in Einsiedeleien. Diese Gruppen, zu denen im 15. Jahrhundert beispielsweise Bernhardin von Siena, Johannes von Capestrano, Albert von Sarteano und Jakobus von der Mark gehörten, erhielten regen Zulauf und wurden, auch bedingt durch die Schwächung des ursprünglichen Stammordens, den sog. Konventualen, durch verschiedene äußere Einflüsse (Hundertjähriger Krieg, die Pest in den Städten, das Abendländische Schisma), schnell zu einer Mehrheit im Minderbrüderorden.

Unterteilungen der Orden

Die Orden und Kongregationen, die sich auf den hl. Franziskus berufen, teilen sich in drei Gruppen auf: Der Erste Orden, der auf die von Franziskus gegründeten Minderbrüder-Orden zurückgeht, umfasst die Franziskaner (OFM), die Kapuziner (OFMCap) und die Minoriten (Konventualen, OFMConv). Der Zweite Orden besteht aus den verschiedenen Zweigen der Klarissen, deren Regel auf die hl. Klara von Assisi, eine enge Vertraute des hl. Franziskus, zurückgeht. Zum 1221 begründeten Dritten Orden gehören Laiengruppen, die sich in Deutschland als Franziskanische Gemeinschaft (FG) organisiert haben. Aus dem Dritten Orden haben sich eine Vielzahl neuer Gemeinschaften entwickelt, besonders im 19. Jh., die als Franziskusbrüder und Franziskanerinnen den Regulierten Dritten Orden bilden. Heute betrachten sich alle diese Gemeinschaften als Äste der Franziskanischen Familie; im deutschsprachigen Raum haben sie sich in der INFAG, der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft, organisiert. Auch im außerkatholischen Raum gibt es franziskanische Gemeinschaften, so z. B. die Ökumenische Franziskanische Bruderschaft (OFB) im brandenburgischen Zehdenick, anglikanische Franziskaner und evangelische Tertiaren.

Kirchenbauten


- Sophienkirche (Dresden)
- Franziskanerkirche (Salzburg)
- St. Katharinen (Lübeck)
- Kloster Pupping

Weblinks


- http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?Orden/Franziskaner.htm
- http://www.franziskaner.de/
- http://www.franziskaner-werd.ch/
- http://www.franziskaner.at/
- http://www.franziskushof.de/
- http://minoriten.orden.de/
- http://www.kapuziner.org/
- http://www.infag-zentrum.de/
- http://www.ofm.org/
- Franziskanisches Begegnungszentrum Bautzen, Link: http://www.klarabaum-bautzen.de.vu Siehe auch: Ordensgemeinschaft, Kloster, Liste von Franziskanern Kategorie:Katholizismus ! ja:フランシスコ会

Beck & Co.

Die Brauerei Beck & Co wurde am 27. Juni 1873 vom Baumeister Lüder Rutenberg (
- 8. Februar 1816; † 14. Juni 1890, er erbaute u. a. die Bremer Kunsthalle) zusammen mit dem Braumeister Heinrich Beck (1832-1881) und dem Kaufmann Franz Gustav Thomas May als Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G. in Bremen gegründet. Am 1. Oktober 1875 schied Thomas May aus der Brauerei aus, die von nun an Kaiserbrauerei Beck & Co. hieß. 1875 1968 führte Beck & Co. den Sechserträger („Beck'ser“) für die bis 1967 alleinig bekannten 0,33 Liter-Flaschen Bier in Deutschland ein. Am 1. Oktober 1981 fusionierte Beck & Co mit der Haake-Beck Brauerei AG. Im Februar 2002 wurde die Brauerei für einen Preis von 1,8 Milliarden Euro (= 3,5 Milliarden DM, der Kaufpreis war vorher in Deutschen Mark festgesetzt worden) durch den belgischen Brauerei-Konzern InBev übernommen. Die Brauerei Beck & Co produziert die Marken Beck's und das ab Juni 2002 produzierte, im Februar 2003 deutschlandweit eingeführte und bis Mitte 2005 nur in kleinen 0,33 Liter Flaschen erhältliche Beck's Gold sowie die nur regional in Norddeutschland bekannten