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| Interjektion |
InterjektionEine Interjektion (dt.: Empfindungswort) ist ein lenkender Ausdruck wie ach, aha oder au, der an die Mündlichkeit gebunden ist und meist aus der Hörerposition eingesetzt wird, um den Sprecher zu steuern. Interjektionen werden standardmäßig kleingeschrieben; nur weil sie eigentlich immer am Anfang des Satzes stehen, den sie selber bilden, findet man sie fast nur großgeschrieben vor.
Die Umgangssprache (vor allem die von Kleinkindern) macht davon reichlicheren Gebrauch als die Hochsprache. Sprachhistoriker vermuten gelegentlich, dass die allerersten Wörter der Menschen (die Urworte) Interjektionen waren. Etymologisch lässt sich das Wort auf interiectio (lateinisch für Einwurf) zurückverfolgen (inter „dazwischen, zwischen hinein“ u. iacere „werfen“).
Tonverläufe
Interjektionen haben einen spezifischen Tonverlauf, der zu Funktionsunterschieden führt; damit entsprechen sie Tonsprachen wie dem Chinesischen, in denen Töne Bedeutungsunterschiede hervorrufen. Ein schwebend gesprochenes mh unterscheidet sich sehr von einem Fallenden. Das Erste drückt aus, dass der Hörer mit dem Gesagten noch nicht fertig ist, das Zweite kündigt schon an, dass er nicht einverstanden ist. Dialekte haben eigene Interjektionen (z. B. das schwäbische ei).
Grammatikalische Eigentümlichkeit
Interjektionen als quasi selbständige Sätze erlauben es zuweilen, grammatische „Lücken“ einer Sprache zu füllen. Zum Beispiel verlangt ein deutscher Satz unausgesprochen Subjekt und Prädikat (sonst wird er als defekt empfunden), was zu inhaltlichen Widersinnigkeiten führen kann.
Beispiel: „Der Wind weht.“ Es gibt aber keinen Wind, der, wenn er gerade nicht weht, in seiner Höhle liegt und schläft. Das will der Beispielsatz auch nicht suggerieren, es geht ihm um einen darzustellenden Prozess des Wehens. Umgeht man den Wind und sagt: „Es weht“, so wirft man die neue Frage auf, wer denn dieses es sei. Da ist eine Interjektion wie zum Beispiel hui viel gewandter und kann durch Betonung und Längung sogar die Stärke und die Dauer des Wehens anzeigen. (Aus dem Fliegenden Robert im Struwwelpeter: „Hui, wie pfeift der Wind und keucht, / dass der Baum sich nieder beugt.“)
Beispiele von Interjektionen
- bestimmte Tierlaute: wauwau
- ja, nein
- hallo
- adieu
Siehe auch die Links auf diese Seite.
Literatur
- Die grundlegende Arbeit zu den Interjektionen ist das gleichnamige Buch von Konrad Ehlich (1986), M. Niemeyer, Tbg., ISBN 3484301112
- Die erste systematische Darstellung in einer Grammatik geben Gisela Zifonun, Ludger Hoffmann, Bruno Strecker in der Grammatik der deutschen Sprache (1997), 3Bde, Gruyter, ISBN 3110147521
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Siehe auch: Interjektion (von Gegenständen)
Kategorie:Wort
Kategorie:Rhetorischer Begriff
ja:感動詞
AchDas Wort Ach bezeichnet
- einen Begriff aus der ägyptischen Mythologie, siehe Ach (Ägyptische Mythologie)
- einen Seufzer oder Ausruf, der schmerzliche oder gemischte Gefühle andeutet (auch als Hauptwort, zum Beispiel in all mein Weh und Ach), siehe Interjektion
- einen Nebenflusses der Donau (auch Friedberger Ach), siehe Ach (Donau)
- einen Namensbestandteil eines Nebenflusses der Schussen, siehe Wolfegger Ach
- die Katastralgemeinde Ach (Gemeinde Hochburg-Ach) in Oberösterreich
Ach ist darüber hinaus der Name oder ein Namensbestandteil einiger anderer kleinerer Flüsse und Bäche.
- Ach, ein Fluss in Oberösterreich
- Ach, Fluss zur Ammer und durch den Staffelsee
- Ach, ein Bach im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg)
- den Psychologen Narziss Ach (1871-1946)
Siehe auch:
- -ach (Ortsnamenendung)
- Aach
- Ache
Kategorie:Familienname
AUDie Abkürzung AU steht für
- Afrikanische Union.
- Abgasuntersuchung.
- Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
- Astronomical Unit, dt. Astronomische Einheit.
- Apple Audio Unit, ein den VST-Plugins verwandtes Echtzeit-Audio-Plugin-Format.
- Werkstoffbezeichnung nach DIN ISO 1629 1992-3 für Polyester-Urethan-Kautschuk oder Vulkollan.
Siehe auch:
- Au
- -au
Kategorie:Abkürzung
als:Au
ja:AU
ko:AU
UmgangsspracheUmgangssprache (Alltagssprache oder auch Gebrauchssprache) ist die im (all)täglichen Leben verwendete Sprache mit dem breitesten Kommunikationspotenzial. Sie folgt nicht immer den Regeln der normativ (oder präskriptiv) für allgemeinverbindlich erklärten formellen Schriftsprache bzw. normierten Standardsprache, die vor allem in Fachsprachen Verwendung findet oder in der hochstilisierten Form einer Hoch- und Bildungssprache.
Man kann nicht sagen, dass die Umgangssprache dort, wo sie von den präskriptiven Regeln der hochsprachlichen Norm abweicht, falsch ist. Genau genommen stellt sie als Alltagssprache sogar deren eigentliche Grundlage dar; als solche folgt sie zunächst einmal ihren eigenen Regeln. Probleme ergeben sich allein daraus, dass sprachliche Fest-Legungen, wie sie in Gremien von Sprachwissenschaftlern vereinbart, für allgemein verbindlich erklärt und für beispielsweise den staatlich organisierten Unterricht in Schulen vorgeschrieben sowie dann auch in Nachschlagewerken wie z.B. dem Duden gehalten werden, die sprachlichen Regeln im Alltag nicht in ausreichendem Maße berücksichtigen können, zumal diese nicht immer sinnvoll sind und noch dazu dauernder Veränderung unterliegen. Von daher können Eindruck und Meinung aufkommen, Abweichungen der Umgangssprache von der hochsprachlichen Norm seien falsch oder zeugten von Sprachverfall.
Umgangssprache ist nicht mit Mundart (Dialekt) bzw. Regiolekt gleichzusetzen.
Mit Umgangssprache können zwei verschiedene Begriffe bezeichnet werden:
# die Ausgleichsvarietät zwischen Dialekt und Standardsprache, ohne dass diese extreme Dialektismen aufweist.
# die Sprachschicht, die für informellere, private Situationen benutzt wird, als es die auf formelle Sprachsitutationen beschränkte Hochsprache erlaubt.
Allgemeines
Die Abweichungen von der Hochsprache sind gering, so dass die Umgangssprache allgemein verständlich ist.
Umgangssprache redet, wer wie Martin Luther „dem Volk aufs Maul schaut“.
Eine Sprache wird in der Regel nicht von den Sprechern selbst als Umgangssprache bezeichnet.
Umgangssprache unterscheidet sich in dieser Hinsicht von der gehobenen Sprache, von öffentlicher Rede, Drama, Gedicht, aber auch dem Lexikonartikel sowie der Zwischenschicht von populärer gehobener Umgangssprache (Essay, Zeitungsartikel, Rundfunk- oder Fernsehsprache (Fernsehdeutsch)).
Genauso unterscheidet sich die Umgangssprache des Laien von der Fachsprache mit Spezialausdrücken (Termini der Medizinersprache, Technikersprache).
Hier ist nicht die grammatikalische Konstruktion der Sprache, sondern ein ungenaues Benutzen der Fachausdrücke Kennzeichen des Umgangssprachlichen.
(Siehe auch: Jargon). Insofern ist der Begriff Umgangssprache nicht wohldefiniert, sondern hängt vom Zusammenhang ab, in dem er gebraucht wird.
Es handelt sich bei Diskrepanzen zwischen Fachsprache und Umgangssprache aber nicht durchwegs um Ungenauigkeiten oder Kontextabhängigkeiten. Es gibt unzweideutige, klar definierte Unterschiede zwischen Umgangssprache und Fachsprache, die in unterschiedlichen Werten zwischen bestimmten Berufsgruppenangehörigen und Laien begründet sind. Ein solches Auseinanderklaffen von Werten wird abwertend auch als déformation professionnelle bezeichnet.
Beispiele:
Ein medizinischer Befund gilt für die Fachperson als negativ, wenn das Vorliegen einer bestimmten Diagnose aufgrund dieses Befundes nicht zu vermuten ist, und der Befund wird als positiv beurteilt, wenn er das Vorliegen einer bestimmten Diagnose wahrscheinlicher macht oder beweist. Umgangssprachlich ist dagegen das Ergebnis des Vorliegens einer Erkrankung für die betroffene Person zumeist als negativ zu betrachten, während das Fehlen eines Befundes grundsätzlich positiven Charakter hat. Aus dieser Darlegung verständlich nun die Frage des befreundeten Arztes - War der Befund negativ? und die korrekte Antwort - Nein, nein, es ist alles gut!
Im akademischen Sinne gilt eine steile Lernkurve als positiv, wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer bei den Schülern einen Erfolg im Unterricht erzielt, oder wenn ein Psychologe bei einem Versuchstier einen Erfolg im Experiment verzeichnen kann. Wird Lernen aber als grundsätzlich störende Aufwandsgröße betrachtet, was insbesondere umgangssprachlich der Fall ist, so gilt eine steile Lernkurve als negativ.
Umgangssprache und Sprachentwicklung
Jede Sprache ist in einem ständigen Wandel begriffen. Die Sprachentwicklung findet heute im alltäglichen Leben beschleunigt statt -
- unter anderem wegen höherer Mobilität, Fremdenverkehr, Massenmedien, EDV und U-Musik,
- aber in anderer Hinsicht verlangsamt durch die normierende Wirkung des Fernsehens und der Auflockerung von Dialektgrenzen.
Andererseits ist die formelle Beschreibung einer Sprache nicht rein abstrakt, sondern an die Umgangssprache angelehnt. Sie nimmt Elemente der Umgangssprache auf (siehe Sprachgebrauch) und verändert sich, nachdem die Umgangssprache eine erkennbare Veränderung durchgemacht hat.
Beiträge zur Umgangssprache
Die Umgangssprache ist immer durch die Sprache unterschiedlicher Teile der Gesellschaft beeinflusst. Insbesondere Jugendsprache und andere Szenesprachen nehmen Einfluss auf die Umgangssprache der folgenden Generation.
Daneben kennt man noch Sprachen, die auf spezielle Gruppen beschränkt sind und somit eine geringere Bedeutung innerhalb der Gesellschaft haben: Soldatensprache, Sportlersprache, Gefängnissprache, Bergmannssprache, Jägersprache, Fachsprachen.
Regionalsprachen, Umgangssprachen, Dialekte und Mundarten
Durch die gegenwärtig Mobilität und die Massenmedien schwindet die Zahl der Mundarten und Dialekte kontinuierlich. Zugleich schwindet der Regionalcharakter umgangssprachlicher Elemente. Gleichzeitig wächst der Wirkungsbereich der Umgangssprache.
Siehe auch
- Abkürzungen
- Anglizismus
- Hochdeutsch
- Kreolsprachen / Kreolisch
- Mundart
- Pidgin
- Regionalsprache
- Sauglattismus
- Slang
- Standardsprache
- Volksmund
Literatur
- Küpper, Heinz: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache. Stuttgart: Klett 1982. 8 Bde. -- ISBN 3-12-570010-8.
- Küpper, Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, 1987, 959 S. ISBN 312570300X
- Lameli, Alfred: Standard und Substandard. Stuttgart 2004, 272 S. ISBN 3515085580
Netzlinks
- [http://www.urbandictionary.com/ Urban Dictionary] - umfangreiche Sammlung von Begriffen und Redewendungen [englisch]
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ja:俗語
simple:Slang
UrwortDie Frage nach den allerersten Wörtern (Urworten) wird in der Sprachgeschichte durchaus gestellt, und z.T. auch für einige Sprachgruppen, etwa die indogermanischen Sprachen, versuchsweise beantwortet.
Oft wird ein Urwort im Bereich des Wassers angenommen.
In "Urworte orphisch" hat Goethe sechs solche Worte bedichtet.
Urworte werden auch im Zusammenhang mit der Erörterung einer möglichen Ursprache gesucht.
Kategorie:Wort
EtymologieDie Etymologie (griechisch ετυμολογία, etymología, von altgriechisch έτυμος, étymos - wahrhaftig, wirklich, echt + λόγος, lógos - das Wort, die Lehre, die Kunde) ist ein Wissenschaftszweig, der die Herkunft der Wörter ergründen will, das heißt, wie sich ihre Bedeutung und Form entwickelt haben. Ursprünglich war man dabei auf der Suche nach der "wahren Bedeutung" der Wörter.
Woran forscht Etymologie?
In jedem Wort sind Lautgestalt, Bedeutung und Gebrauch untrennbar ineinander verflochten. Jeder dieser Bestandteile ist zeitlich und örtlich Änderungen ausgesetzt (von Generation zu Generation, von Ort zu Ort, von Person zu Person, in verschiedenen Lebensabschnitten). Daher muss sich die Suche nach dem "Etymon" eines Wortes auch mit dem Wandel befassen, dem es von Beginn an örtlich und zeitlich unterworfen war. Insofern sucht Etymologie nicht normativ "vorschreibend" ein verbindliches Soll („jetzt und immer einzig richtig“), sondern trägt deskriptiv "beschreibend" Spuren zusammen („dort und damals so gesprochen und so gemeint“).
Geschichte der Etymologie
Altertum
Die Etymologie (griechisch ετυμολογία (etymología), von altgriechisch έτυμος (étymos)) - Strömungen, die der "Richtigkeit" der "Namen" nachgingen. Allerdings bezeichneten sie diese Tätigkeit nicht mit dem Begriff Etymologie. So fragte sich bereits Heraklit von Ephesos (um 500 v.Chr.) inwiefern der Name eines Dinges die Wahrheit einer Sache wiedergebe. Also, inwiefern der Name in Wirklichkeit einem Gegenstand entspricht. Später beschäftigte sich Platon in seinem Dialog Kratylos eingehend mit der Richtigkeit der Namen.
Mittelalter
Den Höhepunkt dieser „wahrheitssuchenden Etymologie“ finden wir bei Isidor von Sevilla anfangs des 7. Jh. n.Chr., also im Frühmittelalter. In seinem Hauptwerk Etymologiae libri viginti gibt er zahlreiche Beispiele von Etymologien, die jedoch keinesfalls historisch begründbar sind. Isidor von Sevilla gab viele (historisch gesehen unzutreffende) Etymologien, um Dinge verständlich zu erklären. Zum Beispiel: „persona est Exegese, Physiologus, (der Tiernamen aus der Wortgestalt zu erklären sucht), oder die Legenda aurea, die vor der Vita eines Heiligen zunächst seinem Namen breite Aufmerksamkeit widmet.
Gegenwart
Heutzutage ist Etymologie innerhalb der historisch vergleichenden Sprachwissenschaft die Disziplin, welche Entstehung und geschichtliche Veränderung einzelner Wörter aufspürt und in etymologischen Wörterbüchern festhält. Historische Linguistik sucht nach wiederkehrenden Erscheinungen des Sprachwandels und leitet aus ihnen Lautgesetze ab, die es ihrerseits erleichtern, Veränderungen eines Wortes im Verlaufe der Geschichte zu beobachten.
Zusätzlich zur rein linguistischen Beschäftigung mit Etymologie bringt die sprachgeschichtliche Forschung außerdem Nutzen für das genauere Verständnis historischer Texte. Ein weiteres Anwendungsgebiet besteht in der Übertragung der Ergebnisse auf die Archäologie. Hier können sprachgeschichtliche Verhältnisse Anhaltspunkte für verschiedene archäologische Fragestellungen liefern, so etwa im Fall der Rekonstruktion von frühzeitlichen Wanderungsbewegungen.
Etymologie in Wissenschaft und Gesellschaft
Im Rahmen der Sprachwissenschaft ist die Beschäftigung mit Etymologie in allererster Linie Selbstzweck, das heißt, es ist für sich genommen interessant genug, mehr über die konkreten geschichtlichen Veränderungen einer Sprache herauszufinden, um so ein erweitertes Verständnis einer Einzelsprache sowie der Umstände des Sprachwandels im Allgemeinen zu erhalten. Praktische Anwendungen wie oben erwähnt stehen zumeist im Hintergrund. In der alltäglichen, nicht-wissenschaftlichen Beschäftigung mit Etymologie hat sich hingegen der normative Charakter der frühen Etymologie mehr oder weniger ausgeprägt erhalten. So wird etwa anhand der Geschichte eines Wortes demonstriert, dass eine bestimmte, moderne Verwendungsweise falsch ist, da sie nicht der historischen entspricht, bzw. sich nicht an der in der Wortgeschichte offenbar werdenden eigentlichen Wortbedeutung orientiert. Vertreter einer abgeschwächten Variante dieses Arguments lehnen die moderne Wortbedeutung nicht grundsätzlich ab, erhoffen sich jedoch aus der Beschäftigung mit der Entwicklungsgeschichte eines Wortes neue Aspekte für ein Verständnis seiner Bedeutung. Hier wird davon ausgegangen, dass diese weiteren Aspekte im Laufe der Zeit gleichsam verschüttet worden sind und durch sprachgeschichtliche Untersuchungen wieder zum Vorschein kommen.
Unabhängig von der Frage, ob die jeweils angeführte wortgeschichtliche Herleitung inhaltlich korrekt ist oder nicht, geraten Vertreter beider Auffassungen dann in Widerspruch zu modernen sprachwissenschaftlichen Grundannahmen, wenn sie argumentieren, dass ein bestimmtes gedankliches Konzept abhängig ist von dem Wort, mit dem es ausgedrückt wird. Dem würde die Sprachwissenschaft tendenziell entgegensetzen, dass eine konkrete Wortform ihre Bedeutung ausschließlich per Konvention erhält. Für sich genommen hat ein Wort somit keine ihm eingeschriebene „eigentliche“ Bedeutung, die man in irgendeiner Form herausfinden könnte und an der sich konsequenterweise alle orientieren müssen. Unter dieser Annahme können die von den „normativen“ Etymologen vorgebrachten Interpretationen der Wortbedeutung nicht mehr Gültigkeit für sich beanspruchen als jede alternativ vorgeschlagene Neuinterpretation auch.
Etymologische Erklärungen werden darüber hinaus auch häufig zur Untermauerung nationalistischer Ideologien herangezogen. Es wird dabei beispielsweise die vermeintliche Überlegenheit der eigenen Kultur anhand ihrer Wirkung auf das Lexikon einer anderen Sprache „bewiesen“, oder es werden erwünschte verwandtschaftliche Beziehungen zweier Kulturen aus einer vermuteten Sprachverwandtschaft rekonstruiert.
Beispiele
Ein erstaunliches Beispiel aus der etymologischen Forschung ist die Herkunft des Wortes „Ampel“: Die Ampel ist indirekt aus dem griechischen Wort aμφορεύς „zweihenkliger Krug“ entstanden: Dieses fand als ampulla Eingang ins Lateinische und wurde von dort ins Althochdeutsche entlehnt (siehe Lehnwort). Aus ampulla wurde durch Lautänderungen im Laufe der Zeit „Ampel“. Die Ampel war also ein Gefäß wie die Amphore. Sie war im Mittelalter mit Öl gefüllt und diente als ewiges Licht in Kirchen. Später wurden hängende Deckenbeleuchtungen in Wohnungen als Ampel bezeichnet. Heute ist die Ampel als Leuchtsignal im Straßenverkehr bekannt. Noch in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts war eine Verkehrsampel ein über einer Kreuzung hängendes Gebilde mit vier uhrähnlichen Seiten, auf denen ein weißer Zeiger in konstant langsamer Bewegung rote (Halt!) und grüne (Fahren!) Felder überstrich; diese waren von innen beleuchtet. Hier wird der Bedeutungskern „hängende Beleuchtung“ noch deutlich! Das Wort hat eine Bedeutungsverschiebung und Bedeutungsverengung erfahren.
Der Begriff der „Ampel“ wird aber auch synonym für andere hängende Gefäße verwendet, etwa zum Aufhängen von Pflanzen (Blumenampel).
Volksetymologie
"Volksetymologie ist abgekürzte, weil sprungweis vorgehende Wortgeschichte" (Jost Trier). Sie ist geleitet von dem Bedürfnis, die Zusammenhänge der Wörter zu erklären und geht dabei zuweilen den unwissenschaftlichen Weg, fremde Wörter dem Volksmund aussprachegerecht zu servieren. Beispiel: arcuballista ‚Bogenschleuder’ wurde im Altfranzösischen zu arbaleste, aus dem das Deutsche die Armbrust entlehnte, wobei der Bestandteil „Brust“ von mhd. berost ‚Aufrüstung’ herrührt. Es handelt sich also tatsachengemäß um eine Armwaffe.
Auch inhaltliche Umdeutungen sind möglich. „Intakt“ bedeutet eigentlich ‚unberührt’ (lat. puella intacta). Heutzutage gilt jedoch auch eine Maschine, die einwandfrei funktioniert als intakt im Sinne von 'im richtigen Takt arbeitend'.
Ein weiteres markantes Beispiel für Volksetymologie ist das Wort „Hängematte“, das keineswegs von „hängender Matte“ abgeleitet ist, sondern von dem Indianerwort „hamaka“ (vgl. daher engl. hammock).
Weitere Beispiele: „Maulwurf“, „Vielfraß“, „Tollpatsch“
Bei „Tollpatsch“ wurde wegen der volksetymologischen Umdeutung, es stamme von „toll“ und „patschen“, während der Rechtschreibreform von 1996 sogar die Rechtschreibung geändert. Dabei stammt es vom ungarischen Wort „talpas“ (Spitzname für den ungarischen Fußsoldaten).
Verwandte Gebiete
Die Semasiologie ist innerhalb der Semiotik die Lehre von den Wortbedeutungen. Die Namenforschung (Onomastik) geht speziell auf die Geschichte, Bedeutung und Verbreitung von Namen ein, und die Toponomastik beschäftigt sich speziell mit Ortsnamen.
Siehe auch
- Fremdwort, Volksetymologie, Griechisch, Latein, Liste griechischer Präfixe, Liste griechischer Suffixe, Liste lateinischer Präfixe, Liste lateinischer Suffixe, Etymologische Liste der Ländernamen, Etymologische Liste der Währungsnamen, Georg Büchmann
Literatur
- Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritischen Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Leipzig 1774-86; 2. Aufl. 1793-1802 ([http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/adelung/grammati/ Digitale Rekonstruktion der Ausgabe von 1808])
- Der Duden. Band 7. Herkunftswörterbuch - Etymologie der deutschen Sprache. Bibl. Institut, Mannheim, ISBN 3411209070
- Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch
- Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 1. Auflage: Trübner, Straßburg 1883 (24. Auflage bearbeitet von Elmar Seebold: de Gruyter, Berlin 2002)
- Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen
- Georg Stucke: Kleines etymologisches Wörterbuch
- Ernst Wasserzieher: Woher?
Weblinks
- Online-Etymologie http://www.etymonline.com/ (engl.)
- [http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb Das Wörterbuch-Netz] - unter anderem mit dem deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
- http://www.wortherkunft.de/ (ungenau)
- http://www.linse.uni-essen.de/kuntermund_loewenmaul/etymologie_html/etymologie.htm
- [http://nextz.de/glossen/woerter.html Schröder: Wörter unter der Lupe]
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Kategorie:Historische Linguistik
ja:語源
zh-min-nan:Gí-goân-ha̍k
TonspracheAls eine Tonsprache oder tonale Sprache bezeichnet man Sprachen, in denen mit einer Änderung im Ton auch eine Änderung der Bedeutung des Wortes einhergeht. Tonsprachen sind die Mehrheit aller heute weltweit gesprochenen Sprachen, umfassen allerdings nicht die Mehrheit aller Sprecher. Zu den tonalen Sprachen gehören u.a. die folgenden Sprachen:
- Sino-tibetische Sprachen: dazu gehören die chinesischen Sprachen wie Mandarin oder Kantonesisch
- Austro-Asiatische Sprachen: dazu gehört z. B. Vietnamesisch
- Indoeuropäische Sprachen: dazu gehört z. B. Punjabi, vermutlich auch Altgriechisch in seiner Originalaussprache, in Europa vor allem Limburgisch, mit Einschränkungen auch Schwedisch und Norwegisch
- Afroasiatische Sprachen: vgl.: Hausa in Westafrika
- Nilosaharanische Sprachen: vgl.: Kanuri in Westafrika
- Niger-Kongo-Sprachen: dazu gehören Sprachen südlich der Sahara
- Khoisan-Sprachen
Sprachen, die Töne benutzen, um grammatische Strukturen oder Betonung hervorzuheben (z. B. Stimmhebung am Ende eines Fragesatzes im Deutschen), sind keine tonalen Sprachen. In tonalen Sprachen gehört der Ton fest zum Wort und es gibt Wörter ganz unterschiedlicher Bedeutung, die sich klanglich nur durch den Ton unterscheiden. Die Möglichkeit, den Ton für grammatische Zwecke einzusetzen, entfällt dann in weitem Umfang, aber nicht stets gänzlich.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei bzw. drei Arten von Tonsprachen:
- Registertonsprachen, bei denen verschiedene Tonhöhen benutzt werden, welche jedoch über den Vokal hin gleich bleiben - etwa so, als würde man "saubere" Töne singen, d.h. ohne sie zu verschleifen.
- Konturtonsprachen, bei denen der Tonhöhenverlauf der einzelnen Silbe entscheidet. Der Klangeindruck ähnelt dem eines ständigen Glissando.
- Tonakzentsprachen (uneigentliche Tonsprache), bei denen Wörter durch verschiedene Betonung unterschieden werden und die Betonung nicht durch einen Druckakzent, sondern durch eine andere Tonhöhe realisiert wird.
Das Hochchinesische (Mandarin) gehört zu den Konturtonsprachen. Es unterscheidet vier oder fünf Töne (der Fünfte wird häufig nicht als Ton für sich selbst gezählt, was aber eine relativ willkürliche Festlegung ist):
Mandarin
# erster Ton – gleichmäßig hohes Niveau
# zweiter Ton – vom mittleren Niveau aufsteigender Ton
# dritter Ton – sinkt vom knapp mittleren Ton nach unten und steigt dann etwas stärker wieder hinauf
# vierter Ton – scharf abfallender Ton
# fünfter oder neutraler Ton – gleichmäßig tief.
Somit hat eine Silbe (ein Wort) mehrere Bedeutungen, abhängig vom Ton. In diesem Beispiel wird der Ton der Silbe ma als Ziffer hinten angefügt:
# ma1ma5 (妈妈) bedeutet Mutter
# ma2 (麻) bedeutet Hanf
# ma3 (马) bedeutet Pferd
# ma4 (骂) bedeutet schimpfen
# ma5 (吗) ist eine Fragepartikel, der in vielen Fragen ans Ende gestellt wird.
Der scherzhafte Satz Māma mà mǎ de má ma? (妈妈骂马的麻吗?), der zwar grammatisch nicht ganz korrekt, jedoch verständlich ist, fragt, ob Mutter über den Pferdehanf schimpft. Die Bedeutung der vielen ma in diesem Satz geht rein aus dem Ton hervor.
Töne können untereinander auch interagieren (sogenanntes Tonsandhi). Beispiel: in Mandarin spricht man keine zwei Silben mit drittem Ton hintereinander aus. Stoßen zwei Silben mit drittem Ton aufeinander, so wird die erste Silbe im zweiten Ton ausgesprochen. Andere Sprachen haben zum Teil sehr viel komplexere Interaktionsregeln.
Tonformen
Der chinesische Sprachwissenschaftler Yuanren Chao hat ein praktisches System zur Notierung der Töne entwickelt. Er unterteilt die Tonhöhe in fünf Ebenen, wobei 5 der höchste und 1 der niedrigste Ton ist. Die Tonänderung kann durch eine Verkettung der Zahlen dargestellt werden. Für Mandarin schreibt man daher
- erster Ton /55/ hoher Ton
- zweiter Ton /35/ steigender Ton
- dritter Ton /213/ niedriger fallender und steigender Ton
- vierter Ton /51/ hoher, vollständig abfallender Ton
- neutraler Ton /11/ gleichmäßig niedriger Ton
Ein gleichmäßig mittlerer Ton würde als /33/ notiert usw. Diese Abfolge von Zahlen wird als Tonform bezeichnet.
Kategorie:Sprache
ja:声調
ko:성조
ms:Bahasa berasaskan nada
simple:Tone language
MHMH ist die Abkürzung für:
- Mülheim an der Ruhr
- das vor allem unter Unix verbreitete MH Message Handling System [http://en.wikipedia.org/wiki/MH_Message_Handling_System]
- die Erbkrankheit Maligne Hyperthermie
- die Trash-Metal-Band Machine Head
- MH steht aber auch für die Abkürzung der ungarischen Streitkräfte. -> Magyar Honvédség
SubjektDas Wort Subjekt bezeichnet
- in der Umgangssprache eine Person (oft abwertend verwendet);
- in der Philosophie eine der beiden Seiten eines Subjekt-Objekt-Verhältnisses, siehe Subjekt (Philosophie);
- in Psychologie, Soziologie und verwandten Wissenschaften ein mehr oder weniger bewusst handelndes Individuum;
- in der Rechtswissenschaft Personen, die Träger von Rechten und Pflichten sein können: siehe Rechtssubjekt;
- hier wiederum speziell für das Völkerrecht: siehe Völkerrechtssubjekt;
- in der Sprachwissenschaft eine Wortgruppe oder ein Wort, siehe Subjekt (Grammatik);
- in der Volkswirtschaftslehre eine handelnde wirtschaftliche Einheit, siehe Wirtschaftssubjekt;
- in der Russischen Föderation die Verwaltungseinheit zwischen der Rajonsebene und der Ebene der Föderationskreise (z.B. Oblast, autonome Republik u.ä.), siehe Verwaltungsgliederung Russlands
PrädikatDer Begriff Prädikat (v. lat.: praedicare = bekannt machen, bezeichnet:
#eine Qualitätsbezeichnung, den Ausdruck einer Beurteilung oder einen Titel (wie in "Prädikatswein", Note eines Examens); siehe Prädikat (Qualität)
#in der Logik das, was dem Subjekt in einer Aussage zugeschrieben wird, siehe Prädikat (Logik)
#in der Grammatik die Satzaussage, die das Subjekt näher bestimmt, siehe Prädikat (Grammatik)
#eine Rangbezeichnung, siehe Adelsprädikat
#die standardisierte Bewertung eines Films durch eine Zensurbehörde oder Filmbewertungsstelle, siehe Filmprädikat
Kategorie:Begriffsklärung
HuiDer Begriff Hui kann folgende Bedeutungen haben:
- eine der 56 Nationalitäten der Volksrepublik China, siehe Hui-Chinesen
- einen der Dialekte des chinesischen, siehe Hui-Dialekt
- umgangssprachlich eine Interjektion im Deutschen: Lautmalerisches Wort für das Heulen des Windes; auch ein Ausruf der Freude und/oder der Bewunderung und/oder des Erstaunens
- umgangssprachlich auch: in einem Hui für: sehr schnell
TierlautJede menschliche Sprache hat andere Umschreibungen für die Rufe und andere Lautäußerungen vieler Tiere, die an den Laut angelehnt sind und diesen nachahmen. siehe: Interjektion.
In der deutschen Sprache sind dies unter anderem:
Anwenden kann man dieses Wissen in dem Kinderlied: Old McDonald hat 'ne Farm oder in dem deutschen Volkslied Ein Vogel wollte Hochzeit machen.
Siehe auch
- Onomatopoesie
- Stimmvermögen von Papageien
- Sonata representativa von Heinrich Biber
Weiterführende Links
- http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/vogelstimmen/vogelkonzert.xml
- http://www.georgetown.edu/faculty/ballc/animals/german.html
- http://www.didgeridoo-lexikon.de/Tierlaute.html
- http://www.iik.de/uebungen/uebungsseite/tierisches/tierlaute.htm
- http://www.menschenskinder-online.de/kleink/lieder/kili/hochz.html
Kategorie:Sprache
Kategorie:Verhaltensbiologie
Ja
Ja ist die positive Antwort auf eine Frage, die man entweder positiv oder negativ beantworten kann. Dies nennt man eine Entscheidungsfrage. Die Antwort kann dabei richtig (eine wahre Aussage) oder falsch sein.
Antworten
Positive Fragen
- Ja ist das Gegenteil von Nein.
- "Gehst du heute ins Schwimmbad?" - Antwort: "Ja!" (ich gehe heute noch ins Schwimmbad).
- "Ist 12 zum Quadrat 144?" - Antwort: "'Ja, zwölf hoch zwei ist 144." => Hinweis auf eine korrekte Antwort ("richtig")
- Es kann aber auch relativiert sein und teilweise die Negation mit beinhalten: "Ja, aber ..."
Negative Fragen
- Bei negativen Fragen ist "Doch!" das Gegenteil von Nein.
- "Kommst du heute nicht ins Schwimmbad?" - Antwort: Doch (ich komme mit ins Schwimmbad).
Bestätigende Antwort
- Ja wird in der Umgangssprache oft auch als bestätigende Antwort gebraucht.
- "Hast du das Brot gekauft" - "Ja" (ich habe das Brot gekauft).
In einigen Fällen wird eine doppelte Verneinung angewendet, um eine Frage zu bestätigen:
- Null ist doch nicht größer als Eins? - Nein, Null ist (tatsächlich) nicht größer als Eins.
Das ist äquivalent zu:
- Ja, das stimmt. Null ist nicht größer als Eins.
Weitere Anwendungen
- Bei manchen Sprechakten wird "Ja!" auch als Einwurf genutzt, um die entsprechende Aussage als korrekt zu kennzeichnen oder um einer Handlung zuzustimmen.
- "Lass uns ins Schwimmbad gehen." - Einwurf: "Ja! sofort, tolle Idee"
- "Komm her und hilf mir!" - "Ja, hätte ich sowieso getan!"
- Auf Fragen mit einem "entweder ... oder", kann man nicht mit "Ja!" antworten.
- "Kommst du mit, oder bleibst du hier?" - "Ersteres" oder "ich komm mit".
- "Ja,ja ..." (mit betonter Gleichgültigkeit gesprochen) kann in der Umgangssprache auch bedeuten: eigentlich Nein.
- In gehobener Sprache wird es auch als Stilmittel eingesetzt.
- "Viele erachten es als wichtig, ja, als unabdingbar, die ökologische Problematik nie aus den Augen zu verlieren."
Synonyme
Synonym für "Ja!" in der Umgangssprache ist oft das englische Lehnwort Okay.
Oft wird auch das Wort "Hm!" verwendet, um eine Bestätigung auszudrücken.
Um den Begriff "Ja" auszudrücken, gibt es weitere Möglichkeiten:
Beispiele:
- Jawohl! (Jawoll!) (beim Militär)
- Das ist wahr!
- Stimmt!
- Genau!
- Das ist richtig!
- So machen wir das!
- Na klar!
- Jepp!
- TRUE (auch true) (in der Informatik (Gegenteil von FALSE (nein)))
- !FALSE (auch !false) (in der Informatik (Das Ausrufezeichen negiert das false))
- 1 (in der Informatik (Gegenteil von 0 (nein)))
Körpersprache
In vielen Ländern wird ein Nicken als Ausdruck für "Ja!" verwendet, in einzelnen Ländern gibt es Ausnahmen, wie in Indien, wo man mit dem Kopf nach rechts und links wippt.
In Griechenland deutet man ein "Nein" an, indem man die Stirn etwas zurück kippt, und wer diese Gebärde nicht kennt, kann sie als Nicken, also als ein "Ja" missverstehen.
Dialekt
In Dialekten gibt es unterschiedliche Begriffe für Ja. Beispiel: „Jau!“,„Jupp!“, „Jo!“, „Nu!“
Logik
Ja kann als Wahrheitswert verwendet werden und kennzeichnet die Richtigkeit eines Ausdrucks bzw. das Zutreffen (TRUE, Gegenteil FALSE; T|F bzw. W|F).
Dem Wahrheitswert "Ja" kann ein entsprechender Spannungswert zugewiesen werden. Er kann durch einen Zahlenwert symbolisiert werden (z.B. "1")
Politische Parole
In stark umkämpften Volksabstimmungen über die Befürwortung oder Ablehnung eines politischen Vorhabens, verwenden die Befürworter des Vorhabens als politische Parole manchmal ein einfaches, alleinstehendes "Ja". Durch eine breite mediale und gesellschaftliche Diskussion ist der Kontext dieses "Ja" schon allgemein bekannt und kann so durch seine Kürze und absolute Prägnanz wirken. "Ja"-Parolen werden auch oft als Reaktion auf stark propagierte "Nein"-Parolen ausgegeben.
Gleichzeitig kommt die Parole der Tendenz von Massenmedien entgegen, Themen inhaltlich und optisch stark zu vereinfachen.
Ein markantes Beispiel für so eine Volksabstimmung ist das Referendum über die EU Verfassung in Frankreich im Frühjahr 2005. Nach dem monatelangen Austausch von Pro- und Kontra-Argumenten ging es in den Tagen unmittelbar vor der wichtigen Wahl hauptsächlich nur noch darum, mittels eines Oui oder Non seiner persönlichen Überzeugung Ausdruck zu verleihen und damit noch eventuell unentschlossene Wähler zu beeinflussen.
Andere Sprachen
"Ja" ist ein Basiswort in fast allen Sprachen, aufgrund seiner Wichtigkeit ist es kurz und unterscheidet sich meist deutlich von Nein. Abgesehen von echten Verwandschaften innerhalb von Sprachfamilien sind Ähnlichkeiten über Sprachgrenzen eher mit der Kürze zu begründen, und deshalb eher zufällig:
- Deutsch, Holländisch, Norwegisch und Schwedisch: Ja
- Englisch: Yes
- Französisch: Oui
- Griechisch: Nä (ναι)
- Italienisch: Sì
- Japanisch: Hai (はい)
- Chinesisch: "Shì" (是) / "Shìde" (是的)
- Polnisch und Ukrainisch: Tak
- Portugiesisch: Sim
- Sanskrit: Ha
- Spanisch: Sí
- Tschechisch: Ano
- Russisch und Rumänisch: Da (Да)
Das Lateinische und Altgriechische sind Beispiele für Sprachen, in der es das Ja im eigentlichen Sinne gar nicht gibt. Die Floskel "ita est" ersetzt im Lateinischen die Zustimmung.
Siehe auch
- Jein (Mischform von Ja und Nein)
- Vielleicht
Kategorie:Logik
Kategorie:Sprache
Hallo Hallo ist im Deutschen ein mündlicher oder schriftlicher Gruß. Es wird auch als Anruf (als eine Interjektion), mit der jemand auf sich aufmerksam machen möchte, genutzt: „Hallo, ist da jemand?“ Eine weitere Interjektion – „Aber hallo!“ – hat in etwa die Bedeutung „das war nicht so ohne“ beziehungsweise „da war vielleicht was los“.
Davon abgeleitet ist die substantivierte, im Gegensatz zu den anderen Formen auf der zweiten Silbe betonte Form „ein Hallo“, mit der ein (fröhliches) lärmendes Durcheinander bezeichnet wird („Er wurde mit großem Hallo empfangen.“).
In schriftlicher Form, vor allem bei der Verwendung statt einer Anrede, wird die Verwendung von Hallo von vielen als unbeholfen und kindlich empfunden.
Sprachgeschichtlich werden verschiedene Möglichkeiten der Herkunft diskutiert. Die erste Möglichkeit sieht ein Zugrundeliegen von althochdeutsch „halōn“, mittelhochdeutsch „halen“ für „rufen, holen“. Die zweite Möglichkeit wäre eine Verwandtschaft mit „holla“, dem verkürzten Ruf „Hol über!“ an den Fährmann.
Eine ganz andere Interpretation kommt aus dem Französischen. Zu Zeiten, in denen Fäkalien nicht in einem Kanalsystem entsorgt wurden, sondern die Eimer durch Fenster auf die Straße entleert wurden, warnten die Bewohner die Passanten auf der Straße mit "À l'eau", was soviel heißt wie "Vorsicht, es kommt ein Wasserschwall". Aus diesem "à l'eau" entstand das "Hallo".
Siehe auch
- Ahoi
- Grüß Gott
- Tschüs
Weblinks
Kategorie:Grußhandlung
Interjektion (von Gegenständen)Interjektionen (von Gegenständen) werden in der Literatur - meist für Kinder - verwendet, um Gegenständen ein Geräusch zu geben.
Beispiele:
- Die Autohupe macht tut!
- Die Feuerwehr macht tatütata!
- Die Uhr macht ticktack!
Von Interjektionen unterscheiden sich onomatopoetische Ausdrücke wie dt. kikeriki, russ. kukareku, die natürliche Laute zu imitieren suchen. Einige lösen eine Assoziation zum entsprechenden Gegenstand aus. siehe Onomatopoesie
Kategorie:Sprache
Kategorie:WortDiese Kategorie befasst sich mit dem Wort als Grundeinheit in der Sprachwissenschaft und seinen Bedeutungen. Einträge zu bestimmten Wörtern (Wörterbucheinträge) bitte ins Wiktionary.
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Kategorie:Sprache
Kategorie:Rhetorischer BegriffKategorie:Rhetorik
Kategorie:Literarischer Begriff
List of Chiefs of the Turkish General StaffThe Chief of the Turkish General Staff is a military person of rank general, who presides the general staff of the armed forces -army, navy, air force - of Turkey.
According to the Turkish constitution, during peacetime, he reports to the Prime Minister and serves as the Commander of the Turkish Armed Forces. In times of war, he assumes the "Commander in Chief" authority on behalf of the President. The General Command of Gendarmerie and the Coast Guard Command, as a part of the intemal security forces, are affiliated with the Ministry of Interior Affairs at peacetime, whereas at war time, they fall under Army Command and Navy Command, respectively.
See also
- List of Chiefs Turkish General Staff
- Turkish Armed Forces
- Turkish General Staff
Chief general staff of Turkey
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