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International Statistical Classification of Diseases and Related Health ProblemsDie International Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD) ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen. Die aktuelle Ausgabe der ICD wird als ICD-10 bezeichnet. Ziel der ICD ist die weltweite Erforschung von Morbidität und Mortalität mit einer international einheitlichen Systematik zu ermöglichen. Die ICD-10 liegt in 3 Bänden vor:
- Band I: Systematisches Verzeichnis
- Band II: Regelwerk
- Band III: Alphabetisches Verzeichnis
Die deutsche Übersetzung der ICD wird vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gepflegt und herausgegeben.
Geschichte der ICD
1893 wurde die Bertillon-Klassifikation bzw. das Internationale Todesursachenverzeichnis eingeführt. 1948 dehnte die WHO diese Systematik in der 6. Revision auf Krankheiten und Verletzungen aus. Bis zur ICD-9 (1976) erfolgten etwa alle zehn Jahre Revisionen, da aufgrund der Fortschritte in der Medizin Änderungen und Ergänzungen erzwungen wurden. Die Arbeit an der letzten, zehnten Revision begann 1983 und wurde 1992 abgeschlossen. Eine ICD-11 ist derzeit nicht vorgesehen, stattdessen soll eine auf den neuesten Stand gebrachte Version des ICD-10 jährlich von der WHO herausgebracht werden. Dementsprechend ist die aktuelle Version die ICD-10, Version 2005.
In Deutschland stellt ein modifiziertes Diagnosesystem die Abrechnungsgrundlage von Gesundheitsleistungen im ambulanten wie im stationären Sektor dar. Diese wurde 2005 unter dem Namen "ICD-10-GM 2005" veröffentlicht. (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsproleme. 10. Revision German Modification 2005.)
ICD-Schlüssel
Als Notation wird jeder ICD-Klasse ein bis zu fünfstelliger Schlüssel zugeordnet. Buchstaben und Ziffern schränken dabei die vorliegende Erkrankung diagnostisch immer genauer ein:
- F0: organisch psychische Störungen
- F1: psychische Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
- F2: schizophrene, schizotype und wahnhafte Störungen
- F3: affektive Störungen
- F4: neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
- F5: Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
- F6: Persönlichkeits- und Verhaltsstörungen
- F60: spezifische Persönlichkeitsstörungen
- F60.0: paranoide Persönlichkeitsstörung
- F60.1: schizoide Persönlichkeitsstörung
- F60.2: dissoziale Persönlichkeitsstörung
- F60.3: emotional instabile Persönlichkeitsstörung
- F60.30: impulsiver Typ
- F60.31: Borderline Typ
- F60.4: histrionische Persönlichkeitsstörung
- F60.5: anankastische Persönlichkeitsstörung
- F60.6: ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
- F60.7: abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung
- F60.8: andere spezifische Persönlichkeitsstörungen
- F61: kombinierte Persönlichkeitsstörungen
- F62: andauernde Persönlichkeitsänderungen
- F63: abnormale Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle
- F64: Störungen der Geschlechtsidentität
- F65: Störungen der Sexualpräferenz
- F66: psychische Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung
- F68: andere Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
- F7: Intelligenzminderung
- F8: Entwicklungsstörungen
- F9: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
Weitere Beispiele:
A: Es liegt eine infektiöse oder parasitäre Erkrankung vor.
A5: Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Infektion, die vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen wird.
A57: Bei dieser vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektion handelt es sich um das Ulcus molle.
F: Es liegt eine psychische oder Verhaltensstörung vor.
F3: Bei dieser Störung handelt es sich um eine affektive Störung.
F31: Bei dieser affektiven Störung handelt es sich um eine bipolare affektive Störung.
F31.3: Diese bipolare affektive Störung äußert sich gegenwärtig als leichte oder mittelgradige depressive Episode.
L: Es liegt eine Erkrankung der Haut oder der Unterhaut vor.
L7: Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Krankheit der Hautanhangsgebilde.
L70: Bei dieser Krankheit der Hautanhangsgebilde handelt es sich um Akne.
L70.0: Bei dieser Akne handelt es sich um Acne vulgaris.
Nach den §§ 295 und 301 Sozialgesetzbuch V sind in der Bundesrepublik Deutschland Ärzte und Krankenhäuser zur Diagnoseverschlüsselung nach ICD verpflichtet. Aus dem ICD und dem OPS Code wird eine DRG errechnet, so dass eine fall- und diagnosebezogene Abrechnung möglich wird. Die ICD sind zusammen mit der OPS-Verschlüsselung für Krankenhäuser Grundlage des DRG-Systems, das seit 2003 als Berechnungsgrundlage für Leistungsvergütung in Deutschland eingeführt wird. Ziel dieses neuen System ist es, trotz zunehmender Belastung des Gesundheitswesens durch die demographische Entwicklung eine Steuerungsmöglichkeit der Kostenentwicklung zu erhalten.
Gliederung der ICD-10:
Kritik an der ICD
In Deutschland sollte bereits 1996 die vertragsärztliche Abrechnung ausschließlich auf Basis der Verschlüsselung nach ICD-10 erfolgen. Nach massivem Widerstand aus der Ärzteschaft wurde die ICD-10 zunächst als freiwillige Option eingeführt, die Verwendung einer überarbeiteten Version ist seit 2000 Pflicht.
Hauptkritikpunkte an der ICD waren:
- Es wurde befürchtet, dass durch datentechnische Auswertungsverfahren die ärztliche Schweigepflicht ausgehöhlt werden könnte („gläserner Patient“)
- Durch die Möglichkeit einer maschinellen Auswertung der Abrechnungsdaten solle die ärztliche Tätigkeit in unzulässigem Maß transparent und kontrollierbar gemacht werden („gläserner Arzt“)
- Die Gliederung entspricht nicht medizinischen oder praktischen Gesichtspunkten, sondern folgt lediglich statistischen Erfordernissen. So werden etwa unter K alle Krankheiten des Verdauungssystems zusammengefasst (von den Zähnen bis zum Darmausgang), die in der ärztlichen Praxis ganz verschiedene Fachgruppen betreffen. Andererseits fehlen dort wichtige Krankheiten wie Karzinome, die unter C eingeordnet sind.
- Die offizielle Formulierung der Diagnosetexte entspricht nicht dem ärztlichen Sprachgebrauch, sondern stellt mehr ein „Behördendeutsch“ dar.
- Viele ICD-Codes stehen nicht für eine einzelne, sondern für eine Reihe von Diagnosen, die der Arzt in seiner praktischen Arbeit noch feiner untergliedern muss.
- Die Verwendung mancher Diagnosen, speziell unter Z, könnte eine unzulässige Offenlegung der persönlichen Situation und Umgebung des Patienten sein, z.B. Angaben über Einflüsse aus dem familiären oder beruflichen Umfeld
- Wie allen Klassifikationsverfahren liegt der ICD ein Weltbild zugrunde, das sich im Einzelnen kritisieren lässt. So war beispielsweise bis zur ICD-9 Homosexualität (Klasse 302.0) als eigene Krankheit vertreten.
- Nicht jede Symptomatik entspricht einem Krankheitsbild nach ICD; das erschwert dem Arzt klare Angaben, wenn zunächst kein Krankheitsbild hundertprozentig passt.
Siehe auch
- Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders
- DSM/ICD
Weblinks
- [http://www.dimdi.de/de/klassi/index.htm DIMDI] (mit Links auf weitere Klassifikationen im Gesundheitswesen)
- http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/ls-icdhtml.htm (aktueller Stand)
- [http://www.gbe-bund.de Gesundheitsberichterstattung der BRD]
- [http://www.health.magwien.gv.at/kataloge/vg_cola.asp?callbackURL= ICD-10 Verzeichnis]
- [http://www.who.int/whosis/icd10/ WHO Link]
- http://www.dimdi.de/de/klassi/diagnosen/icd10/index.htm
- [http://www.med-kolleg.de/icd/index.htm http://www.med-kolleg.de/icd/index.htm] Nachschlagen der ICD-Nummer zu einer Diagnose
- [http://www.icd-code.de http://www.icd-code.de] ICD-10 Verzeichnis mit komfortabler Suchfunktion
- [http://www.lumrix.de/icd.php ICD-10 einfache und schnelle Suchmaschine]
Kategorie:Klassifikationen
Kategorie:Medizinstatistik
ja:疾病及び関連保健問題の国際統計分類
Weltgesundheitsorganisation
Die Weltgesundheitsorganisation (engl.: World Health Organization, WHO) ist eine UN-Spezialorganisation, die ihren Hauptsitz in Genf (Schweiz) hat. Sie wurde am 7. April 1948 gegründet und zählt 192 Mitgliedstaaten. Sie ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen.
Struktur
Entstehung
Am 22. Juli 1946 wurde die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation in New York verabschiedet und von 61 Staaten unterzeichnet. Sie trat am 7. April 1948 nach der Ratifikation des 26. Unterzeichnerstaates in Kraft.
Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft in der WHO steht allen Staaten offen. Mit Ausnahme des Fürstentum Liechtenstein sind alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auch Mitglieder der WHO.
Organe
Die Geschäfte der WHO werden durch deren Hauptorgane, die Weltgesundheitsversammlung, den Exekutivrat sowie das Sekretariat wahrgenommen.
- Die Weltgesundheitsversammlung (engl.: World Health Assembly, WHA) ist das höchste Entscheidorgan. Alle WHO-Mitglieder treten jedes Jahr im Mai in Genf zusammen, um die finanziellen und organisatorischen Geschäfte vorzunehmen und die künftigen Programme festzulegen.
- Der Exekutivrat setzt sich aus 32 Gesundheitsexperten der Mitgliedstaaten zusammen. Sie werden für drei Jahre gewählt. In der Zeit zwischen den jährlichen Sessionen der WHA ist der Exekutivrat für die Führung zuständig.
- Das Sekretariat der WHO mit dem Hauptbüro in Genf und sechs Regionalbüros setzt die Aktivitäten der WHO um. Es wird vom Generaldirektor Lee Jong-wook geleitet, der für die Amtsperiode bis 2003-2008 gewählt worden ist.
Die 6 Regionalbüros
Die 6 Regionalbüros haben ihren Sitz in folgenden Städten:
- Brazzaville (Region Afrika)
- Washington (Region Amerika)
- New Delhi (Region Südostasien)
- Kopenhagen (Region Europa)
- Alexandria (Region Östliches Mittelmeer)
- Manila (Region Westlicher Pazifik)
Die WHO ist bestrebt, ihre Präsenz in den Mitgliedstaaten selbst zu verstärken. Etwa 200 Kooperationszentren und Forschungseinrichtungen unterstützen durch ihre Tätigkeiten die laufenden Programme der WHO.
Finanzierung
Vom Zweijahresbudget der WHO für die Jahre 2006-2007 von 3313 Millionen US-Dollars sollen 915 Millionen US-Dollar durch ordentliche Beiträge der Mitgliedstaaten und 2398 Millionen durch freiwillige Beiträge finanziert werden [http://www.who.int/gb/e/e_pb2006.html] . Die Beiträge der Mitgliedstaaten werden nach einem Schlüssel bemessen, wobei sich die Höhe des Beitrags nach der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Landes richtet. WHO-Projekte werden teilweise als Public Private Partnership finanziert:
- Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI)
- : wird zu 75% (750 Mio.US$) von der Bill and Melinda Gates Foundation finanziert, diese hat auch, im Unterschied zu den UN-Organisationen, einen ständigen Aufsichtsratsitz.
- Die Globale Allianz für verbesserte Ernährung (GAIN)
- Der Globale Fonds zu Bekämpfung von AIDS, Malaria und Tuberkulose (Global Fund)
Aufgaben
Auftrag
Die Verfassung der WHO statuiert, dass ihr Zweck darin liegt, allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen. Zur Verwirklichung dieses Zweckes dient die WHO-Strategie „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“, die 1998 von der WHA verabschiedet wurde und die auf der 1978 verabschiedeten „Alma Ata Deklaration“ beruht. Es soll ein Grad an Gesundheit erreicht werden, der es allen Menschen ermöglicht, ein sozial und wirtschaftlich produktives Leben zu führen. Gesundheit wird als ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Entwicklung wahrgenommen. Die Gesundheit wird von der WHO selbst definiert als ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlergehens und zeichnet sich nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung aus.
Ausgewählte Tätigkeitsbereiche
- Weltweite Koordination von nationalen und internationalen Aktivitäten beim Kampf gegen übertragbare Krankheiten wie AIDS, Malaria, SARS und Grippe
- Lancierung globaler Impfprogramme und Programme gegen gesundheitliche Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht
- Regelmässige Erhebung und Analyse weltweiter Gesundheits- und Krankheitsdaten.
- Unterstützung beim Aufbau von möglichst wirksamen und kostengünstigen Gesundheitssystemen in Drittweltstaaten
- Entwicklung und Etablierung international akzeptierter Richtlinien, Standards, Leitlinien und Methoden in gesundheitsrelevanten Bereichen (z.B. Klassifizierung von Krankheiten und Todesursachen, der sog. ICD)
- Zusätzlich werden der WHO durch internationale Verträge, beispielsweise durch die Betäubungsmittelübereinkommen, weitere Aufgaben übertragen.
Erfolge
Die grössten Erfolge hat die WHO bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Dank weltweiter Impfprogramme kann jährlich der Tod oder die Behinderung von mehreren Millionen Kindern verhindert werden. 1979 konnte die WHO die Ausrottung der Pocken erklären. Weitere gefährliche übertragbare Krankheiten, wie die Kinderlähmung, die Flussblindheit und die Lepra, sollen in den nächsten Jahren eliminiert werden.
Aktionstage
Im Laufe der Zeit haben sich viele Welttage mit Gesundheitsbezug etabliert.
- 15. März - Weltverbrauchertag
- 21. März - Welttag der Hauswirtschaft
- 22. März - Weltwassertag
- 24. März - Welt-Tuberkulosetag
- 7. April - Welt-Gesundheitstag
- 31. Mai - Weltnichtrauchertag
- 14. Juni - Weltblutspendetag
- 10. September - Welt-Suizid-Präventionstag
- 21. September - Welt-Alzheimertag
- 26. September - Weltherztag
- 20. Oktober - Welt-Osteoporose-Tag
- 22. Oktober - Welttag des Stotterns
- 28. Oktober - Welt-Polio-Tag
- 14. November - Weltdiabetestag
- 1. Dezember - Welt-Aids-Tag
Nachdem jahrelang die Pocken bekämpft worden waren, erklärte die Weltgesundheitsversammlung der WHO im Mai 1980, auf Empfehlung einer Expertenkommission vom Dezember 1979, die Krankheit für ausgerottet. Die Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria und Schistosomiase nähert sich einem Erfolg und die Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) in den nächsten Jahren wird angestrebt.
Generaldirektoren der WHO
Siehe auch
- Portal:Vereinte Nationen
- Gesundheit, Gesundheitsförderung
- Bamako-Initiative
- Leonid Roschal, russischer Experte der Weltgesundheitsorganisation
Weblinks
- [http://www.who.int www.who.int]
- [http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_810_1 Verfassung der WHO] (dt. Übersetzung)
Kategorie:UN-Sonderorganisation
Kategorie:Gesundheitswesen
ja:世界保健機構
ko:세계 보건 기구
th:องค์การอนามัยโลก
KrankheitEine Krankheit ist eine Störung der körperlichen, kognitiven und/oder seelischen Funktionen, die die Leistungsfähigkeit oder das Wohlbefinden eines Lebewesens subjektiv oder intersubjektiv deutlich wahrnehmbar negativ beeinflusst oder eine solche Beeinflussung erwarten lässt.
Sozialversicherungsrechtlich ist unter Krankheit ein regelwidriger, vom Leitbild des gesunden Menschen abweichender Körper- oder Geisteszustand zu verstehen, der ärztlicher Behandlung bedarf. Auf die Tatbestandsvoraussetzungen einer Arbeitsunfähigkeit kann nicht zurückgegriffen werden; ist jedoch Arbeitsunfähigkeit gegeben, liegt ohne Weiteres auch Krankheit vor.
Abwesenheit von Krankheit ist eine notwendige, aber laut WHO nicht hinreichende Voraussetzung für Gesundheit.
Synonyma und Ableitungen
Erkrankung, Morbus, Nosos
Systematik
Systematische Einteilungen der Krankheiten waren in der Vergangenheit ständigem Wandel unterworfen (vgl. Liste historischer Krankheitsbezeichnungen). Die moderne Einteilung der Krankheiten kann grob organbezogen nach den Hauptdiagnosegruppen (MDC, Major Diagnostic Categories) erfolgen.
Eine genauere Einteilung erlaubt die Internationale Klassifikation der Krankheiten ICD-10, bzw. für den onkologischen Bereich entsprechend der ICD-O.
Ursache von Krankheiten
Die Krankheitsursachen sind mannigfaltig. Bei vielen Krankheiten kann man keine einzelne Ursache dingfest machen, sondern nur Risikofaktoren herausarbeiten (siehe z.B. Herzinfarkt oder ungelöster, länger andauernder, schwächender Konflikt, vgl. Prof. Dr. med. Alexander Mitscherlich: "Krankheit als Konflikt" Suhrkamp 1966 und andere Autoren).
Krankheitsbegünstigend bzw. -verursachend ist oft auch ein Konflikt, aus dem sich der Patient, ohne es zu wissen, in einen Krankheitsgewinn flüchtet, von dem er bis zur Genesung profitiert, während der Konflikt an Wichtigkeit verliert und vom Patienten aus neuen Blickwinkeln mit Lösung gesehen werden kann. Liegt ein objektiv feststellbares, ärztlich behandelbares Symptom vor, muss die Krankheit auf herkömmliche, anerkannte Weise behandelt werden. Ein Ansprechen des Konflikts mit dem Patienten empfiehlt sich nicht, weil er davon noch kränker werden kann, nur um den Zusammenhang zwischen Konflikt und Symptom verdrängen zu können.
Typen von Krankheiten
Krankheiten können grob nach Typen eingeteilt werden:
- Erbkrankheiten (durch Vererbung verursacht)
- Infektionskrankheiten (durch Infektionen verursacht)
- Kinderkrankheiten
- Unfälle und Verletzungen (durch Außeneinwirkung verursacht)
- degenerative Erkrankungen (durch Entartung von Organen oder Gliedern, meist über Generationen, verursacht)
- Autoimmunkrankheiten (das Immunsystem bekämpft gesunde Zellen)
- Tumorkrankheiten (Zellen entarten und wachsen unkontrolliert)
- Iatrogene Erkrankungen (durch Behandlung verursacht)
- Zivilisationskrankheiten (falsche Ernährung, Bewegungsmangel u.a.)
- Mangelkrankheiten
- Wohlstandskrankheiten
Mit der gesellschaftlichen Bedingtheit von Erkrankung und Krankheitsverläufen sowie der staatlichen Steuerung des Gesundheitswesens beschäftigt sich die Medizinsoziologie.
Die gesellschaftliche Diskussion um die Abgrenzung von Krankheit zur Gesundheit wird in der Fachwelt mit Begriffen wie Healthism, Disease Mongering und Medikalisierung geführt.
Mit einer seelisch-körperlichen Betrachtungs- und Heilweise, unter Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Ursachen sowie der Persönlichkeit und des Lebensschicksals des Patienten befasst sich die Psychosomatische Medizin.
Krankheitsverlauf
Der Krankheit selbst geht das Krankheitsvorfeld voraus, das durch die Anamnese ermittelt wird. Krankheit führt - behandelt oder unbehandelt - zu Heilung, Remission, einem Rezidiv (oder mehreren Rezidiven), Leiden oder Tod.
Häufig verwendete Begriffe, die den zeitlichen Verlauf beschreiben:
- akut = plötzlicher Beginn (z. B. grippaler Infekt)
- subakut = allmählicher Beginn (z. B. Hepatitis B)
- chronisch = längerer Verlauf (z. B. Multiple Sklerose)
- chronisch rezidivierend = immer wieder auftretend (z. B. "chronische" Bronchitis)
- foudroyant (oder: fulminant) = "blitzartig" einsetzend und verlaufend (z. B. Apoplexie)
Siehe auch
- Liste der Krankheiten, Krankheitserreger, Gesundheit, Prävalenz, Krankheitsgewinn, Krankheit als Metapher
Weblinks
- [http://www.sgipt.org/medppp/krank/iwk1.htm Zum Begriff 'krank' in der Medizin mit Blick auf Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie]
- http://www.hilfsorganisationen.de/MENUE/Krankheiten/ - Unterkategorie des Portals
- [http://www.akweb.de/fantomas/fant_s/fant007/07.htm Identitätspolitik in der Peripherie. Über Kranke und "Riskante" in der Normalisierungsgesellschaft, aus Fantômas 7/2005]
http://www.onmeda.de/krankheiten/index.html - Krankheiten auf onmeda.de
als:Krankheit
ja:病気
ms:Penyakit
simple:Disease
zh-min-nan:Pīⁿ
MortalitätDie Mortalität oder hohe Sterberate, auch Sterblichkeitsrate genannt, (von lat. mortalitas das Sterben, Sterblichkeit oder Todesrate) ist ein Begriff aus der Demographie. Man versteht unter der so genannten rohen Sterberate den Anteil der Individuen einer definierten Population, die in einem bestimmten Zeitraum (meist 1 Jahr) bezogen auf 1.000 Individuen der Population sterben:
:
mit
: = Anzahl der Gestorbenen im Zeitraum
und
: = Anzahl der Individuen der Population im Zeitraum
Ableitungen der Mortalität lassen sich beispielsweise auf eine bestimmte Teilpopulation (wie etwa junge Autofahrer) oder eine bestimmte Krankheit beziehen. Von der Mortalität ist im letzten Fall die Letalität zu unterscheiden, bei der die Verstorbenen nicht auf die Gesamtpopulation, sondern auf die Gesamtzahl der an der Krankheit Erkrankten bezogen ist (zudem meist ohne Berücksichtigung eines Zeitrahmens).
Besser als die allgemeine oder rohe Mortalität eignet sich die mittlere Lebenserwartung für den Vergleich unterschiedlicher Regionen, da diese die möglicherweise unterschiedliche altersstrukturelle Zusammensetzung von Bevölkerung ausgleicht. Bezogen auf die Altersstruktur stark unterschiedliche Bevölkerungen (siehe Alterspyramide) weisen auch sehr unterschiedliche Mortalitätsraten auf.
Verteilungsfunktionen
Alterspyramide
Ein erster Ansatz, die Altersverteilung mit nur einem Parameter, der Mortalität, zu beschreiben, ist die Exponentialverteilung. Ist F(x) die Summen-Verteilungsfunktion in Abhängigkeit vom Alter x, d.h. der Anteil bereits Verstorbener, dann ist 1-F(x)=S(x) die Zahl der noch Lebenden, die Altersverteilung:
: mit m: Mortalität
Der Erwartungswert der Exponentialverteilung ist der Kehrwert der Mortalität, der Lebenserwartungswert 1/m.
Für die Beispiele oben beträgt er für
Deutschland 1/0,01044 = 96 Jahre, für Mexiko 211 Jahre, für China 144 Jahre und für Russland 65 Jahre. Die hohen Werte für Mexiko und China resultieren aus dem Bevölkerungswachstum. Die Exponentialverteilung kennt keine Alterung, weshalb sie unrealistisch hohe Lebensalter zulässt.
Ein verbesserter Ansatz modelliert die Verteilung mit einer altersabhängigen Mortalitätsrate m(x):
:
Eingesetzt in die Verteilungsfunktion S(x) ergibt sich die Weibull-Verteilung mit den beiden Parametern m0 und b:
:
Das Diagramm zeigt eine Altersverteilungen für die Exponentialverteilung und zwei für die Weibull-Verteilung. Die Parameter sind in der Tabelle zusammen gestellt.
Die Gesamtzahl (Flächenintegral) beträgt bei allen drei Kurven 100 (z. B. 100 Mio. Menschen).
- Kurve 1 ist eine Exponentialverteilung mit einem Lebenserwartungswert unabhängig von der Zeit. Für die Jahre 1, 20, 50 und 80 beträgt er konstant 60 Jahre. Der Anteil der Einjährigen Personen beträgt 1,9 (z.B. 1,9 Mio), der der 90-Jährigen 0,5.
- Kurve 2 besitzt einen Lebenserwartungswert von 1/m0=100 mit der Konstanten b=1,4. Daraus folgt eine Altersabhängigkeit von 1/m(x), die von 100 Jahren bei einem Lebensalter von einem Jahr auf 17 Jahre bei einem Alter von Achtzig fällt. Die Verteilung ist pyramidenförmig.
- Kurve 3 simuliert eine konstante Verteilung mit einem Abfall bei Sechzig Jahren durch einen sehr hohen Lebenserwartungswert von 10^13 bei einem Lebensalter von einem Jahr, der aufgrund des großen Werts von b=6,8 mit zunehmenden Alter sehr schnell abfällt.
Um die Kurven mit einer Alterspyramide zu vergleichen, sind sie um 90° nach links zu drehen (das Lebensalter wird zur Ordinate): Alterspyramide
Führt man weitere Parameter ein, lassen sich die beobachteten Werte genauer wiedergeben. Andererseits wird die Interpretation der Bedeutung der Parameter schwieriger.
Einflussgrößen
Einflussgrößen für die Mortalität sind vor allem:
- Ökologische Determinanten (insbesondere Vorsorge vor Naturkatastrophen, Umwelt)
- Sozioökonomische, politische und kulturelle Determinanten (etwa Verringerung der körperlichen Arbeit, Verbesserungen des Arbeitsschutzes, bessere Ernährung, Lebensstil, Krieg) und
- Medizinische Determinanten (zum Beispiel Schutzimpfungen, gesundheitliche Aufklärung, Hygienevorschriften etc.).
Das zugehörige Adjektiv mortal (sterblich) findet vor allem Verwendung in religiösen Zusammenhängen zur Unterscheidung vom Unsterblichen oder Ewigen oder im Zusammenhang mit der Medizin.
Siehe auch
- Relative Risikoreduktion, Anzahl der notwendigen Behandlungen, Absolute Risikoreduktion, Erhöhung der Lebenserwartung
Weblinks
- http://www.mortalitaet.nicoleueberschaer.de/ Mortalitätsatlas von Berlin
- [http://www.disastercenter.com/cdc/111riska.html Mortalität und Todesursachen in den USA 1996] (englisch)
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/rs.html Länderstatistiken] (englisch)
- [http://www.cnr.uidaho.edu/wlf448/survivorship1.htm Mortalitätskurven] (englisch)
Kategorie:Demografie
1893
Politik
- Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland. Neuseeland ist der erste neuzeitliche Staat, der Frauen dieses Bürgerrecht uneingeschränkt zugesteht. Gründung des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF) in Berlin (Selbstauflösung 1933)
- Gründung der Independant Labour Party
- 12. November: Teilung Afghanistans durch den damaligen Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung „Sir Henry M. Durand“ für 100 Jahre von 1893 bis 1993, das auch Durand-Linie genannt wird
- Erste Eingemeindung der damaligen Vororte der Stadt Zürich
Wissenschaft und Technik
- Anders Jonas Ångström misst die Gesamtintensität der Sonnenstrahlung (mit einem Kompensationspyrheliometer)
- Bohemia (Asteroid) wird entdeckt
- Erfindung des Reißverschlusses
- Charles C. Cretors erfindet die erste Popcornmaschine der Welt, so daß eine Popcorn-Produktion im grossen Maßstab nun möglich ist
- Fertigstellung des „Blauen Wunders“ (Brücke über die Elbe in Dresden)
Kultur
- 27. Januar: Uraufführung der Oper Debora von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 11. April: Uraufführung der Oper Magic Ring von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 27. April: Uraufführung der Oper Aljeko von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow im Bolschoi-Theater in Moskau
- 15. Juni: Uraufführung der Operette Poor Jonathan von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London
- 23. Dezember: Uraufführung der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck am Hoftheater in Weimar
- Das Theaterstück „Anatol“ von Arthur Schnitzler wird uraufgeführt
- Erstmaliges stattfinden der Biennale di Venezia
Sport
- 16. Mai: Berliner Schlittschuh-Club e. V., Präsidentschaft von Hugo Ehrentraut
- 9. September: Gründung des VfB Stuttgart
- 15. November: Gründung des Fußballvereins FC Basel
- 1. Januar: Artur Wypochowicz, Antifaschist und Kommunalpolitiker († 1972)
- 5. Januar: Gerhard Lütkens, deutscher Politiker († 1955)
- 5. Januar: Paramahansa Yogananda, indischer Yogi und Guru († 1952)
- 5. Januar: Richard Schneider, katholischer Geistlicher und im KZ Dachau inhaftiert († 1987)
- 12. Januar: Alfred Rosenberg, Ideologe und Politiker des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Hermann Göring, führender Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus († 1946)
- 12. Januar: Michail Iossifowitsch Gurewitsch, († 1976)
- 13. Januar: Sergej Wassiljewitsch Jewsejew, russischer Komponist († 1956)
- 13. Januar: Clark Ashton Smith, US-amerikanischer Dichter, Bildhauer, Maler und Autor († 1961)
- 17. Januar: Ernst Egli, österreichischer Architekt und Stadtplaner († 1974)
- 19. Januar: Johannes Dieckmann, deutscher Journalist und Politiker († 1969)
- 22. Januar: Conrad Veidt, deutscher Schauspieler († 1943)
- 23. Januar: Fritz Baade, deutscher Politiker und MdR († 1974)
- 26. Januar: Bessie Coleman, US-amerikanische Pilotin († 1926)
- 29. Januar: Marţian Negrea, rumänischer Komponist († 1973)
- 31. Januar: Freya Madeline Stark, englische Forschungsreisende und Reiseschriftstellerin
- 2. Februar: Omar Bradley, US-amerikanischer Fünf-Sterne-General († 1981)
- 3. Februar: Gaston Maurice Julia, französischer Mathematiker († 1978)
- 5. Februar: Roman Ingarden, polnischer Philosoph († 1970)
- 16. Februar: Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, Marschall der Roten Armee in der Sowjetunion († 1937)
- 22. Februar: Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer († 1980)
- 28. Februar: Wsewolod Illarionowitsch Pudowkin, Filmemacher und Filmtheoretiker der Sowjetunion († 1953)
- 1. März: Edlef Köppen, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur († 1939)
- 1. März: Mercedes de Acosta, Schriftstellerin, Modedesignerin († 1968)
- 5. März: Guus de Serière, niederländischer Fußballspieler († 1980)
- 6. März: Molla Mallory, norwegische Tennisspielerin († 1959)
- 7. März: Siegfried Rädel, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer († 1943)
- 9. März: Roland Jacobi, ungarischer Tischtennisspieler († 1951)
- 11. März: Leopold Szondi, ungarischer Mediziner und Psychologe († 1986)
- 12. März: Erwin Planck, deutscher Politiker († 1945)
- 16. März: Friedrich von Basse Beteiligter am Hitlerattentat vom 20. Juli, Oberbürgermeister in Weißenfels und der Lutherstadt Wittenberg, Dozent an den Universitäten Leipzig und Halle
- 18. März: Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer († 1987)
- 19. März: José María Velasco Ibarra, Staatspräsident Ecuadors († 1979)
- 21. März: Bo Carter, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1964)
- 21. März: Hans Zulliger, Schweizer Volksschullehrer († 1965)
- 24. März: Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker († 1960)
- 27. März: Karl Mannheim, deutscher Philosoph und Soziologe († 1947)
- 31. März: Clemens Krauss, Dirigent († 1954)
- 31. März: Samuel Münchow, dänisch-deutscher Politiker († 1976)
- 3. April: Leslie Howard, britischer Schauspieler († 1943)
- 6. April: Robert Noorduyn, niederländischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur († 1959)
- 8. April: Mary Pickford, Schauspielerin der Stumm- und frühen Tonfilmzeit († 1979)
- 10. April: Heinrich Georg Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 10. April: Heinrich Ritzel, deutscher Politiker († 1971)
- 11. April: Dean Gooderham Acheson, US-Außenminister von 1949 bis 1953 († 1971)
- 13. April: Willi Hammelrath, Gründer der Arbeiterhochschule Burg Vondern († 1966)
- 17. April: Marguerite Broquedis, französische Tennisspielerin († 1993)
- 20. April: Harold Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler († 1971)
- 20. April: Joan Miró, spanischer Maler († 1983)
- 21. April: Walter Bartram, deutscher Politiker († 1971)
- 21. April: Walter Christaller, deutscher Geograf († 1969)
- 23. April: Adolf Cillien, deutscher Politiker und MdB († 1960)
- 23. April: Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA († 1969)
- 23. April: Frank Borzage, US-amerikanischer Filmregisseur († 1962)
- 23. April: Willi Busch, deutscher Schauspieler († 1951)
- 29. April: Harold Clayton Urey, US-amerikanischer Chemiker († 1981)
- 29. April: Johann Reichhart, letzter Scharfrichter Deutschlands († 1972)
- 30. April: Joachim von Ribbentrop, Politiker in der Zeit des NS-Regimes und Außenminister († 1946)
- 30. April: Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop, deutscher Außenminister († 1946)
- 3. Mai: Konstantin Gamsachurdia, georgischer Schriftsteller († 1975)
- 5. Mai: Joseph Maria Lutz, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 6. Mai: Wilhelm Kohlhoff, deutscher Maler und Graphiker († 1971)
- 6. Mai: Hinrich Wilhelm Kopf, erster Ministerpräsident von Niedersachsen († 1961)
- 11. Mai: Martha Graham, US-amerikanische Tänzerin, Choreografin und Pädagogin († 1991)
- 18. Mai: Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker († 1964)
- 27. Mai: Hermann Dörnemann, der älteste Mann der Welt seiner Zeit
- 28. Mai: Mina Witkojc, niedersorbische Dichterin und Publizistin († 1975)
- 31. Mai: Jos van Son, niederländischer Fußballspieler († 1956)
- 6. Juni: Otto Pankok, deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer († 1966)
- 11. Juni: Karl Weissenberg, Physiker und einer der ersten Rheologen
- 13. Juni: Dorothy L. Sayers, englische Krimi-Schriftstellerin und Übersetzerin († 1957)
- 13. Juni: Reinhold Tiling, deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier († 1933)
- 17. Juni: Hermann Matern, SED-Funktionär der DDR († 1971)
- 20. Juni: Wilhelm Zaisser, Minister für Staatssicherheit in der DDR († 1958)
- 21. Juni: Alois Hába, tschechischer Komponist († 1973)
- 23. Juni: Ernst Theodor Eichelbaum, deutscher Politiker und MdB († 1991)
- 25. Juni: Otto Lasch, deutscher Offizier der Wehrmacht († 1971)
- 28. Juni: Florence Henri, US-amerikanische Malerin und Fotografin († 1982)
- 28. Juni: Hugo Scharnberg, deutscher Politiker († 1979)
- 30. Juni: Horst Wolfram Geißler, deutscher Schriftsteller († 1983)
- 30. Juni: Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR († 1973)
- 3. Juli: Mississippi John Hurt, US-amerikanischer Blues-Sänger und Gitarrist († 1966)
- 3. Juli: Sándor Bortnyik, ungarischer Maler († 1976)
- 8. Juli: Fritz Perls, deutsch-jüdischer Psychiater und Psychotherapeut († 1970)
- 10. Juli: Paul Ortwin Rave, deutscher Kunsthistoriker († 1962)
- 17. Juli: Boris Rajewsky, deutscher Biophysiker und Strahlenforscher († 1974)
- 17. Juli: Wilhelm Dieckmann, Widerstandskämpfer im Dritten Reich
- 19. Juli: Wladimir Majakowski, russischer Dichter, († 1930)
- 20. Juli: Alexandros I., König von Griechenland († 1920)
- 21. Juli: Eugen Schüfftan, deutscher Kameramann und Erfinder († 1977)
- 21. Juli: Hans Fallada, deutscher sozialkritischer Schriftsteller († 1947)
- 23. Juli: Heinrich Imig, deutscher Politiker († 1956)
- 25. Juli: Wilhelm Cleven, Weihbischof in Köln († 1983)
- 26. Juli: George Grosz, deutscher Maler und Grafiker († 1959)
- 28. Juli: Meinrad Inglin, Schweizer Schriftsteller († 1971)
- 28. Juli: Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist († 1952)
- 30. Juli: Hyazinth Graf Strachwitz, deutscher General und Panzerkommandeur in der Wehrmacht († 1968)
- 8. August: Ludwig Grote, deutscher Kunsthistoriker († 1974)
- 12. August: Willy Marschler, deutscher nationalsozialistischer Politiker († 1951)
- 16. August: Hans Koch, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1945)
- 17. August: Walter Noddack, deutscher Chemiker († 1960)
- 19. August: Richard Reitzner, deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 22. August: Dorothy Parker, US-amerikanische Schriftstellerin († 1967)
- 22. August: Ernst Waldow, deutscher Schauspieler († 1964)
- 23. August: Georgi Wassiljewitsch Florowski, orthodoxer Theologe († 1979)
- 31. August: Lilly Laskine, französische Harfenistin († 1988)
- 8. September: Erik Reger, deutscher Schriftsteller († 1954)
- 10. September: Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher († 1945)
- 10. September: Johanna Bormann, Angehörige der SS und Wärterin in Konzentrationslagern († 1945)
- 16. September: Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker († 1986)
- 18. September: Arthur Benjamin, australischer Komponist († 1960)
- 20. September: Hans Scharoun, deutscher Architekt († 1972)
- 21. September: Erna Scheffler, deutsche Juristin († 1983)
- 22. September: Hans Leip, deutscher Dichter, Schriftsteller († 1983)
- 22. September: Linus Kather, deutscher Politiker MdB, MdL († 1983)
- 23. September: Cläre Lotto, deutsche Tänzerin und Schauspielerin († 1952)
- 26. September: Milos Crnjanski, ungarische Dichter, Erzähler, Reiseautor und Bühnendichter († 1977)
- 27. September: Birger Forell, Pfarrer, Flüchtlingshelfer († 1958)
- 30. September: Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe († 1950)
- 1. Oktober: Marianne Brandt, deutsche Malerin, Bildhauerin und Designerin († 1983)
- 6. Oktober: Ernst Gäumann, Schweizer Botaniker, Mykologe, Universitätsprofessor († 1963)
- 9. Oktober: Heinrich George, deutscher Schauspieler († 1946)
- 9. Oktober: Mário Raúl de Morais Andrade, brasilianischer Schriftsteller und Lyriker († 1945)
- 12. Oktober: Matthias Joseph Mehs, deutscher Politiker und Heimatschriftsteller († 1976)
- 13. Oktober: Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker († 1978)
- 14. Oktober: Lillian Gish, US-amerikanische Schauspielerin († 1993)
- 15. Oktober: Carol II., von 1930 bis 1940 König von Rumänien († 1953)
- 20. Oktober: Jomo Kenyatta, Ministerpräsident Kenias († 1978)
- 23. Oktober: Ernst Julius Öpik, estnischer Astronom († 1985)
- 24. Oktober: Kurt Huber, deutscher Professor, Volksliedforscher, Mitglied der Weißen Rose († 1943)
- 26. Oktober: Andreas Predöhl, deutscher Ökonom († 1974)
- 28. Oktober: Karl Farkas, österreichischer Schauspieler und Kabarettist († 1971)
- 30. Oktober: Roland Freisler, Richter und Präsident des Volksgerichtshofes († 1945)
- 1. November: A. Paul Weber, deutscher Zeichner († 1980)
- 1. November: Andreas Paul Weber, deutscher Lithograph, Zeichner und Maler († 1980)
- 6. November: Edsel Ford, Sohn von Henry Ford († 1943)
- 8. November: Rama VII., König von Siam († 1941)
- 13. November: Edward Adelbert Doisy, US-amerikanischer Biochemiker († 1986)
- 15. November: Carlo Emilio Gadda, italienischer Schriftsteller († 1973)
- 22. November: Raymond Collishaw, englischer Militärpilot und Befehlshaber († 1976)
- 27. November: Max Burghardt, deutscher Intendant, Vorsitzender des Kulturbundes der DDR († 1977)
- 1. Dezember: Ernst Toller, deutscher Politiker, Revolutionär und Schriftsteller († 1939)
- 9. Dezember: Dom Paul Benoît, luxemburger Komponist († 1979)
- 12. Dezember: Edward G. Robinson, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Dezember: Erwin Piscator, deutscher Regisseur und Theaterleiter († 1966)
- 21. Dezember: Anton Dietzenschmidt, deutscher Dramatiker († 1955)
- 24. Dezember: Wout Buitenweg, niederländischer Fußballspieler († 1976)
- 26. Dezember: Elisabet van Randenborgh, deutsche Schriftstellerin († 1983)
- 26. Dezember: Mao Zedong, chinesischer Politiker († 1976)
- 28. Dezember: Ernst Römer, österreichisch-mexikanischer Dirigent, Musikpädagoge und Komponist
- 7. Januar: Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker ( - 1835)
- 11. Januar: Benjamin Franklin Butler, US-amerikanischer General ( - 1818)
- 13. Januar: Melitta Otto-Alvsleben, deutsche Sängerin ( - 1842)
- 17. Januar: Rutherford B. Hayes, 19. Präsident der USA ( - 1822)
- 22. Januar: Vinzenz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent ( - 1811)
- 18. Februar: Gerson Bleichröder, deutscher Bankier ( - 1822)
- 20. Februar: Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten Staaten von Amerika ( - 1818)
- 22. April: Franziska Berg, deutsche Schauspielerin ( - 1813)
- 1. Mai: Alexander Kaufmann, deutscher Schriftsteller ( - 1817)
- 14. Mai: Ernst Eduard Kummer, deutscher Mathematiker ( - 1810)
- 23. Mai: Anton von Schmerling, österreichischer Politiker und Jurist ( - 1805)
- 5. Juni: Julio Popper, Kartograph von Havanna, Freimaurer ( - 1857)
- 7. Juni: Edwin Booth, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1833)
- 15. Juni: Ferenc Erkel, ungarischer Komponist ( - 1810)
- 26. Juni: Konstantin Karlowitsch Albrecht, russischer Komponist ( - 1836)
- 29. Juni: Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln ( - 1804)
- 6. Juli: Guy de Maupassant, französischer Schriftsteller und Dichter ( - 1850)
- 10. Juli: Henry Nettleship, englischer klassischer Philologe ( - 1839)
- 14. Juli: Karl Braun, deutscher Freihändler ( - 1822)
- 25. Juli: Paul d'Abrest, böhmischer Schriftsteller ( - 1850)
- 6. August: Jean-Jacques Challet-Venel, Schweizer Politiker ( - 1811)
- 7. August: Alfredo Catalani, italienischer Opern-Komponist ( - 1854)
- 11. August: Heinrich Schmieder, Theologe und Ehrenbürger Wittenbergs ( - 1794)
- 16. August: Jean-Martin Charcot, französischer Neurologe ( - 1825)
- 27. August: Peter Mitterhofer, Zimmermann und Erfinder (Schreibmaschine) ( - 1822)
- 5. September: Hermann Hunaeus, Architekt ( - 1812)
- 11. September: Adolphe Yvon, französischer Maler ( - 1817)
- 14. September: Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker ( - 1834)
- 25. September: Marie Louise von François, deutsche Schriftstellerin ( - 1817)
- 8. Oktober: Patrice de Mac-Mahon, Marschall von Frankreich und zweiter Präsident der Dritten Republik ( - 1808)
- 11. Oktober: Ford Madox Brown, britischer Maler ( - 1821)
- 18. Oktober: Charles Gounod, französischer Komponist ( - 1818)
- 27. Oktober: Friedrich Wilhelm Dörpfeld, deutscher Pädagoge ( - 1824)
- 30. Oktober: John Joseph Caldwell Abbott, der erste „einheimische“ kanadische Premierminister ( - 1821)
- 30. Oktober: Karl Bodmer, Schweizer Maler ( - 1809)
- 6. November: Pjotr Iljitsch Tschaikowski, russischer Komponist ( - 1840)
- 1. Dezember: Eduard Franck, deutscher Komponist ( - 1817)
- 4. Dezember: Heinrich Göbel, deutsch-amerikanischer Erfinder ( - 1818)
- 4. Dezember: John Tyndall, irischer Physiker ( - 1820)
- 27. Dezember: Charles Merivale, englischer Historiker und Dekan der Kathedrale von Ely ( - 1808)
- 30. Dezember: Samuel White Baker, englischer Afrikaforscher ( - 1821)
Staatsoberhäupter
Afrika
- Ägypten: Abbas II. Hilmi, Khedive (1892–1914)
- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (1889–1909)
Amerika
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
Asien
- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (1867–1912)
Europa
- Belgien (Sachsen-Coburg-Gotha/Wettiner): Leopold II., König der Belgier (1865–1909)
- Dänemark (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Christian IX., König (1863–1906)
- Deutsches Reich (Hohenzollern): Wilhelm II., Deutscher Kaiser (1888–1918)
- Frankreich Marie François Sadi Carnot, Präsident (1887–1894)
- Griechenland (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Georg I., König der Hellenen (1863–1913)
- Großbritannien und Irland: (Welf: Este) Victoria, Königin (1837–1901)
- Italien: Humbert I., König (1878–1900)
- Liechtenstein: Johann II., Fürst (1858–1929)
- Luxemburg (Haus Nassau): Adolf, Großherzog (1890–1905)
- Montenegro (Haus Petrowitsch Rjegosch): Nikita Petrović, Fürst (1878–1918)
- Niederlande (Haus Nassau)- Wilmelmina, Königin (1890–1948)
- Österreich-Ungarn (Habsburg): Franz Joseph I., Kaiser (1848–1916)
- Portugal (Sachsen-Coburg-Saalfeld/Wettiner): Karl I., König (1889–1908)
- Rumänien (Hohenzollern-Sigmaringen): Karl I., König (1878–1914)
- Russisches Reich (Romanow-Holstein-Gottorp/Oldenburger) Alexander III., (Kaiser/Zar) (1881–1894)
- Schweden (Haus Bernadotte): Oskar II., König (1872–1907)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident, (1894)
- Serbien: Aleksandar I. Karađorđević, König (1889–1903)
- Spanien: Alfons XIII., König (1886–1931)
- Türkisches Reich: Abdulhamid II., Großsultan (1876–1909)
ko:1893년
simple:1893
th:พ.ศ. 2436
1948
Politik
- 1. Januar: Enrico Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident
- 1. Januar: Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff
- 1. Januar: Das GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) tritt in Kraft
- 1. Januar: Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien
- 1. Januar: Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft
- 1. Januar: Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik
- 4. Januar: Myanmar (Birma, Burma) erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 31. Januar: Hunderttausende von Menschen finden sich zur Verbrennung des Leichnams von Mahatma Gandhi und der anschließenden Versenkung der Asche im Ganges ein
- 4. Februar: Sri Lanka wird unabhängig
- 27. Januar: Italien wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: Die Bank deutscher Länder wird Zentralbank für die Bizone
- 17. März: Der Brüsseler Pakt wird unterzeichnet
- 20. März: Der regierende Alliierte Kontrollrat kommt das letzte Mal zusammen. Sowjet-Marschall Sokolowski verlässt den Kontrollrat
- 31. März/1. April: Die Färöer erhalten eine weitgehende Autonomie innerhalb des Dänischen Königreichs
- 3. April: US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnet den Marshall-Plan. 5,3 Milliarden Dollar werden für Europa freigegeben
- 7. April: Die Weltgesundheitsorganisation WHO wird gegründet
- 16. April: Gründung der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC)
- 7. April: Syrien wird Mitglied in der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 19. April: Birma, seit 1989 Myanmar, wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. April: Berliner Studenten fordern eine Freie Universität Berlin
- 28. April: El Salvador wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Mai: Gründung des Staates Israel. Erster Ministerpräsident ist Ben Gurion. Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien erklären Israel den Krieg (siehe: Palästinakrieg)
- 19. Mai: Deutscher Schriftstellerkongress zur 1848-Jahrfeier in der Paulskirche zu Frankfurt
- 31. Mai: Die Israelische Armee Zahal wird gebildet
- 2. Juni: Einige Ärzte der NS-Zeit wurden nach dem Urteil des Nürnberger Ärzteprozesses hingerichtet
- 20. Juni: Währungsreform in den drei deutschen Westzonen. Gegen Vorlage von Kenn- und Lebensmittelkarten werden 40 Deutsche Mark pro Person ausgezahlt
- 23. Juni: Einführung einer eigenen Währung in der SBZ
- 23. Juni: Kommunistische Tumulte vor dem Berliner Stadthaus im Sowjetischen Sektor Berlins
- 24. Juni: Einführung der Westmark mit Aufdruck "B" in den drei Westsektoren von Berlin
- 24. Juni: Beginn der Berliner Blockade
- 26. Juni: Die erste Maschine der Berliner Luftbrücke, eine DC-4, landet in Berlin (Pilot: Jack O. Bennett)
- 28. Juni: Die britische Luftbrücke startet unter dem Namen „Plainfair“
- seit Mitte Juli: Bau des neuen Flughafen Tegel in nur 85 Tagen
- 28. Juni: Jugoslawien bricht die Partnerschaft mit Moskau
- 8. Juli-10. Juli: Auf der Rittersturz-Konferenz in Koblenz wird der Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland beschlossen
- 13. August: Österreich wird Mitglied in der UNESCO
- 23. August: In Amsterdam wird der Ökumenische Rat der Kirchen gegründet
- 30. August: Costa Rica erlangt die endgültige Unabhängigkeit
- 1. September: Der Parlamentarische Rat wählt Konrad Adenauer zum Vorsitzenden
- 6. September: Die Islamische Republik Iran wird Mitglied in der UNESCO
- 9. September: Die Berliner Bevölkerung demonstriert zu Hundertausenden vor dem Reichstag in Berlin für die Freiheit
- 14. September: Ungarn wird Mitglied in der UNESCO
- 15. September: Argentinien wird Mitglied in der UNESCO
- 18. September: Luftbrückenrekord: 897 Flüge nach Berlin
- 2. Oktober: Die UdSSR beginnt in Sibirien mit dem Bau von Atomwaffen
- 13. Oktober: Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387 %. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung in der DDR
- 19. Oktober: Der Wirtschaftsrat der Bizone nimmt gegen die Stimmen der KPD das Gesetz Notopfer für Berlin an
- 21. Oktober: Irak wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Oktober: Walter Ulbricht erklärt die Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen für endgültig
- 4. Dezember: Gründung der Freien Universität Berlin in West-Berlin, Antwort auf die kommunistische Einflussnahme auf die Wissenschaft in der SBZ
- 10. Dezember: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- 11. Dezember: Gründung der FDP in Heppenheim. 1. Vorsitzender: Theodor Heuss
- 31. Dezember: Die 100.000 Flugzeuglandung in Berlin seit Errichtung der Luftbrücke
Wissenschaft und Technik
- Die ersten Schallplatten aus Polyvinylchlorid kommen auf den Markt
- Beginn der Ausgrabungsarbeiten bei Eridu durch irakische Archäologen
Kultur
- 22. Februar: Uraufführung des musikalischen Dramas Die Nachtschwalbe von Boris Blacher in Leipzig
- 15. August: Uraufführung der Oper Le vin herbé von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen
- 28. Oktober: Uraufführung der Oper Drei Haare des Väterchens Allwissend von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag
- 18. Dezember: Uraufführung der Oper Circe von Werner Egk in Berlin
- Gründung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Katastrophen
- 28. Juni: Erdbeben der Stärke 7,3 in Fukui, Japan, 5.390 Tote
- 25. Juli: Absturz zweier Luftbrückenflugzeuge über Berlin
- 1. August: Atlantik, Afrika. Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückte über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord
- 5. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,3 in Aschgabat, Turkmenistan
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 30. Januar bis 8. Februar: V. Olympische Winterspiele in St. Moritz
- 13. Februar: der Kölner BC und Köln-Sülz 07 fusionieren zum 1. FC Köln
- 29. Juli bis 14. August: XV. Olympische Sommerspiele in London
- 8. August: 1. Deutsche Fußballmeisterschaft nach dem Krieg. Meister: 1. FC Nürnberg
Sonstiges
- 16. Dezember: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Berlin-Tegel wird gesprengt, da er den Flugverkehr auf dem im Bau befindlichen Flughafen Berlin-Tegel gefährden würde
1. Halbjahr
- 1. Januar: Pawel Sergejewitsch Gratschow, russischer Offizier
- 2. Januar: Kerry Minnear, englischer Musiker
- 3. Januar: Manfred Kokot, deutscher Leichtathlet
- 5. Januar: Giuseppe Impastato, italienischer Politiker und Anti-Mafia-Kämpfer († 1978)
- 5. Januar: František Václav Lobkowicz, tschechischer Weihbischof
- 7. Januar: Bernd Scheelen, deutscher Politiker
- 7. Januar: Kenny Loggins, US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
- 9. Januar: Peter Strüber, deutscher Politiker
- 9. Januar: William Cowsill, US-amerikanischer Musiker
- 10. Januar: Bernard Thévenet, ehemaliger französischer Radrennfahrer
- 10. Januar: Donald Fagen, Sänger und Keyboarder
- 11. Januar: Wajima Hiroshi, japanischer Sumo-ringer und 54. Yokozuna
- 11. Januar: Madeline Manning, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 11. Januar: Helga Anders, österreichische Schauspielerin und Synchronspecherin († 1986)
- 14. Januar: Waleri Borissowitsch Charlamow, russischer Eishockeyspieler († 1981)
- 15. Januar: Ronald Wayne Van Zant, US-amerikanischer Musiker († 1977)
- 16. Januar: Gregor Gysi, deutscher Politiker
- 16. Januar: John Carpenter, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Filmmusikkomponist
- 17. Januar: Mick Taylor, britischer Gitarrist
- 17. Januar: Davíð Oddsson, isländischer Ministerpräsident
- 20. Januar: Mel Pritchard, britischer Musiker († 2004)
- 20. Januar: Melvyn Prichard, britischer Schlagzeuger
- 22. Januar: Marianne Birthler, deutsche Politikerin
- 28. Januar: Heinz Flohe, deutscher Fußballspieler
- 28. Januar: Michail Barischnikow, US-amerikanischer Ballett-Tänzer, Choreograph und Schauspieler
- 29. Januar: Guido Knopp, deutscher Historiker, Publizist und Moderator
- 1. Februar: Rick James, US-amerikanischer Funk-Musiker († 2004)
- 2. Februar: Roger Williamson, britischer Formel-1-Rennfahrer († 1973)
- 2. Februar: Al McKay, US-amerikanischer Musiker
- 3. Februar: Carlos Filipe Ximenes Belo, Friedensnobelpreisträger und römisch-katholischer Bischof
- 4. Februar: Martin Hohmann, deutscher Politiker
- 4. Februar: Alice Cooper, US-amerikanischer Rockmusiker
- 5. Februar: Christopher Guest, anglo-amerikanischer Schauspieler, Autor, Regisseur, Komponist und Musiker
- 5. Februar: Sven-Göran Eriksson, schwedischer Fußballtrainer
- 5. Februar: Barbara Hershey, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Februar: Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche
- 6. Februar: Felix Mitterer, österreichischer Schauspieler und Dramatiker
- 7. Februar: Josef Ackermann (Bankier), Sprecher des Vorstands der deutsche Bank AG
- 11. Februar: Hannelore Conradsen, deutsche Film- und Fernsehregisseurin
- 11. Februar: Gerhard Wucherer, deutscher Leichtathlet
- 11. Februar: Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks
- 12. Februar: Clemens Bollen, deutscher Politiker
- 12. Februar: Bernd Franke (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Bernd Pischetsrieder, deutscher Manager
- 15. Februar: Laurenz Meyer, deutscher Politiker
- 15. Februar: Holger Ellerbrock, deutscher Politiker
- 16. Februar: Eckhard Uhlenberg, deutscher Politiker und MdB
- 18. Februar: Georg Brunnhuber, deutscher Politiker
- 19. Februar: Hartmut Schulze-Gerlach, deutscher Sänger und Moderator
- 19. Februar: Tony Iommi, Gitarrist
- 19. Februar: Pim Fortuyn, niederländischer Politiker und Publizist († 2002)
- 21. Februar: Elmar Müller (Fußballtrainer), deutscher Fußballtrainer
- 25. Februar: Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart
- 27. Februar: Helmut Nerlinger, ehem. deutscher Fußballspieler
- 27. Februar: Reinhard Tramontana, österreichischer Journalist († 2005)
- 28. Februar: Mercedes Ruehl, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Steven Chu, US-amerikanischer Physiker
- 29. Februar: Rainder Steenblock, deutscher Politiker
- 29. Februar: Patricia A. McKillip, US-amerikanische Autorin
- 29. Februar: Karen Lafferty, US-amerikanische Sängerin und Musiklehrerin
- 2. März: Achim Vandreike, Bürgermeister und Dezernent für Sport und Wohnungswesen in Frankfurt am Main
- 2. März: Rory Gallagher, irischer Gitarrist († 1995)
- 2. März: Andrei Linde, russischer Kosmologe
- 3. März: Frank W. Abagnale, Hochstapler und Scheckbetrüger, Sachverständiger
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