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Internationale Buddhistische Flagge

Internationale Buddhistische Flagge

Die Internationale Buddhistische Flagge ist eine moderne Kreation und seit 1950, anlässlich der Gründung der World Fellowship of Buddists (WFB) in Colombo, Sri Lanka, als Symbol des internationalen Buddhismus anerkannt. Sie wurde am Vesakh Tag des Jahres 1885 (28. April 1885) erstmals in Colombo verwendet. Entworfen wurde sie von buddhistischen Aktivisten des "Colombo Committee"und sollte als ein Symbol für die Wiederbelebung des Buddhismus in Ceylon (Sri Lanka) dienen, zumal in diesem Jahr auch die Durchsetzung des Vesakh-Tages als Feiertag gelungen war. Auf Anraten des US-amerikanischen Theosophen Colonel Henry Steel Olcott bekam die Flagge die für Nationalflaggen übliche Dimension und Form. Seine Intention war es auch, dass die Flagge als ein Symbol der Einigung des weltweit in sehr unterschiedlichen Formen repräsentierten Buddhismus dienen sollte. Heute ist die Flagge weltweit unter Buddhisten anerkannt, wobei es spezifische Formen gibt, wie die die burmesische, die statt der orangen Farbe Rosa als fünfte Farbe verwendet (im ursprünglichen Entwurf eigentlich scharlachrot). Als Inspiration dienten die sechs Farben, in denen die Aura des Buddha erstrahlte, nachdem dieser die Erleuchtung (siehe auch Bodhi) erlangt hatte. Die ersten fünf vertikalen Farben symbolisieren verschiedene buddhistische Werte.
- Blau symbolisiert das universelle Mitgefühl
- Gelb symbolisiert den Mittleren Weg
- Rot symbolisiert den Segen der Praxis (Vollendung, Weisheit, Tugend, Glück und Erhabenheit)
- Weiß symbolisiert die Reinheit des Dharma (der Lehre) und vollkommende Befreiung jenseits von Zeit- und Raumgebundenheit.
- Orange symbolisiert die Weisheit der Buddhalehre
- Die sechste vertikale Linie symbolisiert mit der Einheit aller Farben die eine, transzendente Wahrheit bzw. den "einen Geschmack - den Geschmack der Befreiung", der die Lehre des Buddha kennzeichnet. Im Lauf der Zeit entwickelte die Flagge sich zu einem Symbol für die Einheit der Buddhisten und fand als solches weltweite Verbreitung. Zu sehen ist sie insbesondere während buddhistischer Feste, wie z. B. dem Vesakh-Fest, dem höchsten buddhistischen Fest, im Gedenken an Geburt, Erleuchtung und Tod (Parinibbana) Buddhas. Eine besondere Stellung hat die Flagge in Tibet, wo sie über vielen Klöstern und Häusern von Buddhisten zu sehen ist. In der tibetische Version wird der orange Balken allerdings durch einen rotbraunen ersetzt, da die Farben sich hier an jenen der Mönchsroben der verschiedenen Orden orientieren (siehe auch Tibetischer Buddhismus). Kategorie:Buddhismus Kategorie:Flagge

28. April

Der 28. April ist der 118. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 119. in Schaltjahren) somit verbleiben noch 247 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 711 - Tāriq ibn Ziyād setzt bei Gibraltar nach Spanien über.
- 1330 - Das Kloster Ettal wird gegründet.
- 1770 - Auf seiner ersten Südseereise erreicht James Cook Australiens Ostküste und landet an der Botany Bay.
- 1789 - Meuterei auf der Bounty.
- 1849 - Die "Kaiserdeputation" bietet im Auftrag der Frankfurter Nationalversammlung dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone an. Der lehnt jedoch ab. Damit ist das Ziel der Märzrevolution, ein geeintes Deutschland und eine gesamtdeutsche Verfassung, politisch gescheitert
- 1915 - Beginn des Internationalen Frauenfriedenskongresses in Den Haag (Niederlande).
- 1920 - Einmarsch Russlands in Baku, Aserbaidschan.
- 1936 - König Faruq wird Herrscher über Ägypten.
- 1945 - Kriegsendphasenverbrechen: In der Penzberger Mordnacht ermorden NS-Schergen kurz vor Kriegsende 16 Zivilisten.
- 1945 - Benito Mussolini und seine Geliebte Clara Petacci, tags zuvor beim Fluchtversuch von Partisanen der italienischen Resistenza aufgegriffen, werden erschossen.
- 1950 – In Bangkok heiraten Sirikit und Bhumibol Adulyadej, der wenige Tage später als Rama IX. zum König von Thailand gekrönt wird.
- 1952 - Die Besetzung Japans durch US-Truppen endet.
- 1954 - In Colombo (Sri Lanka) treffen die Ministerpräsidenten von Indien, Pakistan, Birma, Ceylon und Indonesien zu einer Konferenz zusammen, auf der u.a. die aktuelle Situation in Indochina beraten wird.
- 1969 - Charles de Gaulle tritt nach einem gescheiterten Referendum vom Amt des französischen Staatspräsidenten zurück.
- 1974 - Die letzte Einheit der US-amerikanischen Armee verlässt Saigon.
- 1977 - Der Prozess gegen die RAF wird beendet. Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden wegen Mord verurteilt.
- 1994 - Mit Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts wird der gelegentliche Konsum von Haschisch straffrei.
- 1998 - Japan und die USA unterzeichnen ein neues Sicherheitsabkommen.
- 2001 - Auf Barbados werden erste Anti-Drogen- und Anti-Geldwäschegesetze verabschiedet.
- 2001 - Der erste Weltraumtourist Dennis Tito startet zur Internationalen Raumstation.
- 2004 - Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien

Wirtschaft


- 1999 - Juiz de Fora, Brasilien. Daimler-Chrysler eröffnet sein erstes Automobilwerk in Lateinamerika.
- 2000 - In Gelsenkirchen wird die letzte Zeche (Ewald Hugo) geschlossen und ihre 3000 Bergleute werden entlassen.
- 2005 - Der 34.6 km lange Lötschberg-Basistunnel als Teil der Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) wird durchbrochen.

Wissenschaft und Technik


- 1958 - Die der Trinkwasserversorgung dienende Wahnbachtalsperre wird vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff in Betrieb genommen. Fritz Steinhoff

Kultur


- 1865 - Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris.
- 1920 - Uraufführung der heiteren Oper Schirin und Gertraude von Paul Graener in Dresden.
- 1926 - Uraufführung der Oper Kováč Wieland (Wieland der Schmied) von Ján Levoslav Bella in Bratislava.
- 1990 - Nach 6.237 Vorstellungen wird die Aufführungsserie des Musicals "A Chorus Line" am Broadway beendet.

Religion


- 1330 - Das Kloster Ettal im Graswangtal wird am Tag des Heiligen Vitalis von Kaiser Ludwig dem Bayern als Teil eines Gelöbnisses gegründet. Zum Gründungsgelübde gehört auch der Ausbau des Verkehrsweges nach Süden und die Erschließung der Gegend.
- 1885 - In britisch Ceylon (Sri Lanka) wird der Vesakh Tag zum erstenmal als Feiertag begangen. Gilt als Beginn er Renaissance des Buddhismus in Sri Lanka. Erstmals wurde auch die Internationale Buddhistische Flagge gehisst, die in der Folge zu einem der Symbole des Weltbuddhismus werden sollte.

Katastrophen


- 1903 - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Türkei fordert ca. 2.200 Tote

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1923 - Das Wembley-Stadion in London wird mit dem Cupfinale zwischen West Ham United und den Bolton Wanderers eröffnet.
- 2005 - Der Deutsche Fußball-Bund verabschiedet nach dem Wettskandal 2005 ein Wettverbot für Spieler, Fußballfunktionäre und Fußballschiedsrichter.

Geboren


- 1442 - Eduard IV., englischer König
- 1612 - Odoardo I. Farnese, Herzog von Parma († 1646)
- 1753 - Franz Karl Achard, deutscher Chemiker, Erfinder der Zuckerfabrikation aus Zuckerrüben Zuckerrübe
- 1758 - James Monroe, 5. US-Präsident 1817-1825
- 1773 - Robert Woodhouse, britischer Professor der Mathematik
- 1796 - Johann Nepomuk Zwerger, deutscher Bildhauer
- 1819 - Ferdinand Henry, preußischer Militärbeamter
- 1834 - Antoine Louis John Ruchonnet, schweizerischer Politiker
- 1838 - Tobias Asser, niederländischer Politiker, Friedensnobelpreisträger 1911
- 1868 - Hermann Lietz, deutscher Reformpädagoge und Gründer der deutschen Landerziehungsheime für Jungen
- 1874 - Karl Kraus, österreichischer Schriftsteller
- 1886 - Erich Salomon, deutscher Fotograf
- 1889 - António de Oliveira Salazar, portugiesischer Diktator
- 1891 - Friedrich Weißler, Jurist
- 1896 - Charlie Rivel, spanischer Clown
- 1898 - Ernst Lemmer, deutscher CDU-Politiker, MdB
- 1900 - Bruno Apitz, deutscher Schriftsteller, Häftling des KZ Buchenwald
- 1900 - Jan Hendrik Oort, dänischer Astronom
- 1901 - Ernst Roth, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1902 - Ferdinand Eckhardt, deutscher Kunsthistoriker
- 1902 - Alexandre Kojève, Philosoph
- 1904 - Willi Kollo, deutscher Komponist
- 1906 - Kurt Gödel, österreichisch-US-amerikanischer Mathematiker
- 1906 - Paul Sacher, schweizerischer Dirigent und Mäzen
- 1906 - Richard Rado, deutscher Mathematiker
- 1908 - Ethel Catherwood, kanadische Leichtathletin
- 1908 - Oskar Schindler, deutscher Fabrikant, Gerechter unter den Völkern
- 1910 - Nicolas Rossolimo, französisch-US-amerikanischer Schachspieler
- 1912 - Werner Haftmann, deutscher Kunsthistoriker
- 1913 - Reg Butler, britischer Bildhauer
- 1916 - Ferruccio Lamborghini, italienischer Autobauer und Vater der Automarke Lamborghini
- 1918 - Anja Lundholm, deutsche Widerstandskämpferin
- 1918 - Karl-Eduard von Schnitzler, Moderator der DDR-Fernsehsendung »Der schwarze Kanal«
- 1923 - Horst Eberhard Richter, deutscher Psychoanalytiker
- 1924 - Kenneth Kaunda, erster Präsident Sambias
- 1925 - Otto Simanek, tschechischer Schauspieler
- 1926 - Harper Lee, US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzerpreisträgerin
- 1928 - Eugene Shoemaker, US-amerikanischer Astronom
- 1928 - Leah Rabin, israelische Politikerin
- 1928 - Yves Klein, französischer Maler
- 1930 - James Baker, US-amerikanischer Politiker, Finanzminister, Außenminister
- 1934 - Max Amling, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1935 - Akin Euba, nigerianischer Komponist
- 1935 - Zoltan Dunai, ungarischer Maler
- 1937 - Saddam Hussein, Präsident des Irak 1979-2003
- 1939 - Burkhard Driest, deutscher Schauspieler
- 1941 - K. Barry Sharpless, US-amerikanischer Chemiker
- 1941 - Lucien Aimar, französischer Radrennfahrer
- 1941 - Peter Anders, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Günter Verheugen, ehmaliger, deutscher EU-Kommissar für die EU-Erweiterung
- 1947 - Ernst Pfister, deutscher FDP-Politiker
- 1948 - Terry Pratchett, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 1949 - Peter Reber, schweizerischer Liedermacher und Sänger
- 1950 - Jay Leno, US-amerikanischer Komiker
- 1954 - John Pankow, US-amerikanischer Schauspieler
- 1953 - Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller
- 1955 - Edwin Jobson, britischer Musiker
- 1958 - Doris de Agostini, schweizeriche Skirennläuferin
- 1959 - Susanne Hüttmann-Stoll, Richterin am Bundessozialgericht
- 1960 - Andy LeGear, britischer Musiker
- 1960 - Enid Williams, britischer Musiker
- 1960 - Ian Rankin, schottischer Schriftsteller und Krimi-Autor
- 1966 - John Daly, US-amerikanischer Golfspieler
- 1970 - Inge Posmyk, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1974 - Penélope Cruz Sánchez, spanische Schauspielerin
- 1975 - Barby Kelly, irisch-deutsche Musikerin
- 1975 - Michael Walchhofer, österreichischer Skirennläufer
- 1979 - Darmen Sadwakasow, kasachischer Schachmeister
- 1981 - Jessica Marie Alba, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben

Jessica Marie Alba
- 1109 - Hugo von Cluny, Abt der Benediktinerabtei Cluny
- 1400 - Baldus de Ubaldis, italienischer Rechtsgelehrter
- 1530 - Niklaus Manuel, schweizer Maler, Dramatiker und Reformator
- 1634 - Hermann Vultejus, deutscher Jurist
- 1641 - Hans Georg von Arnim-Boitzenburg, Feldherr, Diplomat und Politiker im Dreißigjährigen Krieg
- 1683 - Daniel Casper von Lohenstein, deutscher Schriftsteller
- 1710 - Thomas Betterton, englischer Schauspieler der Restaurations-Zeit
- 1714 - Vincenzo Gonzaga, Italienischer Herzog
- 1716 - Louis-Marie Grignion de Montfort, französischer Volksmissionar und Ordensstifter
- 1721 - Mary Read, englische Piratin und Freibeuterin
- 1772 - Johann Friedrich Struensee, deutscher Arzt und Minister am dänischen Hof
- 1800 - Jewstignei Ipatowitsch Fomin, russischer Komponist
- 1841 - Peter Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien
- 1853 - Ludwig Tieck, deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik
- 1858 - Johannes Peter Müller, deutscher Physiologe und vergleichender Anatom
- 1865 - Samuel Cunard, kanadischer Geschäftsmann und Reeder
- 1872 - Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker
- 1879 - Thilo Irmisch, deutscher Botaniker
- 1896 - Heinrich von Treitschke, deutscher Historiker, politischer Publizist und MdR
- 1900 - Izrael Poznanski, Philanthrop und Geschäftsmann (Fabrikant)
- 1902 - Lazarus Immanuel Fuchs, deutscher Mathematiker
- 1903 - Josiah Willard Gibbs, US-amerikanischer Physiker
- 1918 - Gavrilo Princip, bosnisch-serbischer Nationalist, Attentäter von Sarajevo
- 1926 - Adolf Ott, deutscher Priester und Offizial
- 1936 - Fuad I., König von Ägypten
- 1944 - Paul Poiret, französischer Modeschöpfer
- 1945 - Benito Mussolini, faschistischer Diktator Italiens 1922-1945
- 1945 - Harry Liedtke, deutscher Schauspieler
- 1945 - Hermann Föttinger, deutscher Elektroingenieur und Erfinder
- 1949 - Chairil Anwar, indonesischer Dichter
- 1957 - Martin Wagner, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1960 - Carlos Ibáñez del Campo, chilenischer Militär und Politiker
- 1973 - Carlos Menditéguy, Formel-1-Rennfahrer, Polo-Spieler
- 1973 - Jacques Maritain, französischer Philosoph
- 1975 - Tom Donaghue, US-amerikanischer Disc-Jockey
- 1976 - Eugen Roth, deutscher Lyriker und populärer Dichter
- 1976 - Jürgen Bartsch, Serienmörder, der vier Kinder ermordete
- 1977 - Josef Herberger, deutscher Fußballnationaltrainer
- 1978 - Hermann Budzislawski, deutscher Journalist
- 1981 - Steve Currie, britischer Musiker
- 1987 - Emil Staiger, Professor der Germanistik an der Universität Zürich
- 1989 - Géza von Cziffra, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 1992 - Andrej Melitonowitsch Balantschiwadse, georgischer Komponist
- 1992 - Francis Bacon, irischer Maler
- 1993 - Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1999 - Sir Alf Ramsey, englischer Fußballspieler und Nationaltrainer 1963-1974
- 2000 - Jerzy Einhorn, schwedischer Krebsmediziner und Politiker
- 2001 - Evelyn Künneke, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 2002 - Ruth Handler, US-amerikanische Präsidentin der Firma Mattel, Erfinderin der Barbie-Puppe
- 2005 - Percy Heath, US-amerikanischer Jazzbassist

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Peter Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien (katholisch, anglikanisch)
  - Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort, Priester, Ordensgründer (katholisch)
- Internationaler Tag gegen Lärm

Siehe auch


- 27. April - 29. April
- 28. März - 28. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0428 ja:4月28日 ko:4월 28일 simple:April 28 th:28 เมษายน

1885

Ereignisse


- 23. April: Der belgische König Leopold II. erklärt sich zum Eigentümer des Kongo: ein völkerrechtlich einzigartiger Vorgang, dass eine Einzelperson sich zum Eigentümer eines Landes ernennt
- 15. Oktober: Die Marshallinseln erhalten den Status eines Deutschen Schutzgebietes
- 7. November: In Craigellachie (Kanada) wird der Bau der ersten kanadischen Pazifik-Eisenbahnlinie mit der feierlichen Eröffnung abgeschlossen
- 10. November: erste Fahrt eines Motorrads, gebaut von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach
- 12. Weltausstellung in Antwerpen, Belgien
- Hiram Maxim erfindet das Maschinengewehr
- Ernst Mach macht Schallwellen sichtbar
- Johann Jakob Balmer veröffentlicht seine empirische Formel zu den möglichen Frequenzen des Wasserstoffspektrums (in: Annalen der Physik und Chemie N. F. 25 (1885), 80–87), siehe (Balmer-Serie)
- Philipp III. Krementz wird Erzbischof von Köln
- Pastor Friedrich von Bodelschwingh gründet die erste Bausparkasse in Deutschland
- serbisch-bulgarischer Krieg
- Albert Boehringer gründet Boehringer Ingelheim

Kultur


- 14. März: Uraufführung der Oper István király (König Stephan) von Ferenc Erkel in Budapest
- 28. März: Uraufführung der Operette Don Cesar von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 5. April: Uraufführung der Oper Noé von Georges Bizet in Karlsruhe
- 28. April: Erstmals wird die Internationale Buddhistische Flagge anlässlich des Vesakh Tages in Colombo, Ceylon, gehisst
- April: Vincent van Gogh malt Die Kartoffelesser
- 30. November: Uraufführung der Oper Le Cid von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- Gründung der Leipziger Baumwollspinnerei
- Das Home Insurance Building, der erste „Wolkenkratzer“ der Welt, wird in Chicago gebaut

Geboren


- 2. Januar: Eddy de Neve, niederländischer Fußballspieler († 1943)
- 15. Januar: Lorenz Böhler, österreichischer Chirurg († 1973)
- 16. Januar: Wladyslaw Raczkiewicz, Polnischer Beamter und Politiker († 1947)
- 21. Januar: Umberto Nobile, italienischer Luftschiffpionier († 1978)
- 22. Januar: Eugène Christophe, französischer Radrennfahrer († 1970)
- 24. Januar: Christian Ingerslev Baastrup, dänischer Radiologe
- 27. Januar: Eduard Künneke, deutscher Operettenkomponist († 1953)
- 27. Januar: Jerome David Kern, US-amerikanischer Komponist († 1945)
- 30. Januar: Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal († 1970)
- 6. Februar: Jo Eshuijs, niederländischer Fußballspieler († 1979)
- 7. Februar: Harry Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 7. Februar: Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1953)
- 7. Februar: Michael Gamper, Priester und Publizist († 1956)
- 7. Februar: Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 9. Februar: Alban Berg, österreichischer Komponist († 1935)
- 12. Februar: Julius Streicher, NS-Politiker und Herausgeber des Stürmer († 1946)
- 17. Februar: Emmy Hennings, deutsche Schriftstellerin, Kabarettistin und Lebenskünstlerin
- 17. Februar: Ernst Altstaedt, deutscher Internist († 1953)
- 17. Februar: Romano Guardini, Philosoph und katholischer Theologe († 1968)
- 21. Februar: Sacha Guitry, französischer Schauspieler, Filmregisseur und Dramatiker († 1957)
- 24. Februar: Chester W. Nimitz, Oberbefehlshaber der alliierten Marine im Pazifikkrieg († 1966)
- 24. Februar: Stanislaw Ignacy Witkiewicz, polnischer Maler und Schriftsteller († 1939)
- 25. Februar: Alice von Battenberg, († 1969)
- 26. Februar: Aleksandras Stulginskis, Präsident Litauens († 1969)
- 1. März: Jürgen Fehling, deutscher Theaterregisseur und Schauspieler († 1968)
- 1. März: Lionel Atwill, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1946)
- 10. März: Pierre Boulanger, französischer Ingenieur und Citroën-Vorstand († 1950)
- 17. März: Ralph Rose, US-amerikanischer Leichtathlet († 1913)
- 22. März: Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein, deutscher Politiker
- 25. März: Siegfried Handloser, Chefs des Wehrmachts-Sanitätswesens
- 27. März: Heinrich Mohn, deutscher Verleger († 1955)
- 1. April: Wallace Beery, US-amerikanischer Schauspieler († 1949)
- 6. April: Carlos Salzédo, Harfenist und Komponist († 1961)
- 8. April: Alexander Rüstow, deutscher Philosoph, Sozialwissenschaftler und Volkswirt († 1963)
- 12. April: Fritz Schuler, deutscher Politiker († 1955)
- 12. April: Hermann Hoth, Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht († 1971)
- 12. April: Robert Delaunay, französischer Maler († 1941)
- 13. April: Georg Lukács, jüdisch-ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker († 1971)
- 14. April: Adolf Uzarski, deutscher Schriftsteller, Maler und Graphiker († 1970)
- 17. April: Tania Blixen, dänische Schriftstellerin († 1962)
- 17. April: Toine van Renterghem, niederländischer Fußballspieler († 1967)
- 25. April: Aloys Feldmann, deutscher Politiker († 1965)
- 26. April: Carl Einstein, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller († 1940)
- 29. April: Egon Erwin Kisch, Journalist und Reporter († 1948)
- 29. April: Wallingford Riegger, US-amerikanischer Komponist († 1961)
- 6. Mai: Rudolph Valentino, italienischer Schauspieler († 1926)
- 10. Mai: Fritz von Unruh, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1970)
- 14. Mai: Otto Klemperer, deutscher Dirigent und Komponist († 1973)
- 22. Mai: Julio Fonseca, costaricanischer Komponist († 1950)
- 22. Mai: Hans Lukaschek, deutscher Politiker († 1960)
- 28. Mai: Hellmuth Felmy, deutscher General im Zweiten Weltkrieg († 1965)
- 31. Mai: Alois Hudal, Bischof und Fluchthelfer diverser Naziverbrecher († 1963)
- 31. Mai: Alter Kacyzne, jiddischer Schriftsteller und Fotograf († 1941)
- 2. Juni: Hans-Gerhard Creutzfeldt, deutscher Neurologe († 1964)
- 3. Juni: Jakow Michailowitsch Swerdlow, sowjetischer Politiker († 1919)
- 4. Juni: Colin Ross, österreichischer Journalist und Reiseschriftsteller († 1945)
- 17. Juni: Oscar Funcke, deutscher Politiker und Fabrikant († 1965)
- 17. Juni: Richard Ermisch, deutscher Architekt und Oberbaurat in Berlin († 1960)
- 19. Juni: Stevan Hristić, jugoslawischer Komponist († 1958)
- 22. Juni: Milan Vidmar, slowenischer Schachmeister († 1962)
- 26. Juni: Billy Jenkins, Kunstschütze, Lassowerfer und Greifvogeldresseur († 1954)
- 30. Juni: Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder († 1958)
- 4. Juli: Louis B. Mayer, US-Amerikanischer Filmproduzent († 1957)
- 6. Juli: Ernst Busch (GFM), deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 8. Juli: Ernst Bloch, deutscher Philosoph († 1977)
- 8. Juli: Paul Leni, Bühnenbildner und Regisseur († 1929)
- 9. Juli: Caius Welcker, niederländischer Fußballspieler († 1939)
- 13. Juli: Adolf Behne, Architekt, Kunstpolitiker und Wissenschaftler († 1948)
- 24. Juli: Hermann Clausen, dänisch-deutscher Politiker († 1962)
- 24. Juli: Paul von Hase, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 9. August: Philip van Dijk, niederländischer Fußballspieler († 1937)
- 21. August: Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 27. August: Georg Wilhelm Pabst, österreichischer Regisseur († 1967)
- 29. August: Hans Jahn, deutscher Politiker († 1960)
- 31. August: Herbert Westren Turnbull, englischer Mathematiker († 1961)
- 4. September: Antonio Bacci, katholischer Geistlicher († 1971)
- 5. September: Useir Gadschibekow, aserbaischanischer Komponist († 1948)
- 9. September: Paul Henckels, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. September: Dora Pejačević, kroatische Komponistin († 1923)
- 11. September: David Herbert Lawrence, britischer Schriftsteller († 1930)
- 13. September: Robert Robinson, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1975)
- 13. September: Wilhelm Blaschke, österreichischer Mathematiker und Autor († 1962)
- 15. September: Grete Beier, eine deutsche Mörderin († 1908)
- 15. September: Ina Seidel, deutsche Schriftstellerin († 1974)
- 16. September: Karen Horney, deutsch-US-amerikanische Psychologin († 1952)
- 17. September: Josef Escher, Schweizer Politiker († 1954)
- 21. September: Elisabeth Müller, schweizerische Jugendschriftstellerin († 1977)
- 21. September: Gilbert Rahm, († 1954)
- 22. September: Albert Walter, deutscher Politiker († 1980)
- 22. September: Erich von Stroheim, österreichisch/US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler. († 1957)
- 25. September: Hanna Ralph, deutsche Schauspielerin († 1978)
- 1. Oktober: Max Henny, niederländischer Fußballspieler
- 7. Oktober: Niels Bohr, dänischer Physiker, Nobelpreisträger († 1962)
- 10. Oktober: Walter Anderson, deutscher Folklorist († 1962)
- 11. Oktober: Alfréd Haar, ungarischer Mathematiker († 1933)
- 11. Oktober: François Mauriac, französischer Schriftsteller († 1970)
- 15. Oktober: James Francis Hurley, australischer Fotograf und Kameramann († 1962)
- 15. Oktober: Jóhannes Sveinsson Kjarval, isländische Maler († 1972)
- 15. Oktober: Ulrich Leman, deutscher Maler († 1988)
- 28. Oktober: Per Albin Hansson, schwedischer Politiker und Premierminister († 1946)
- 28. Oktober: Gustav Sack, deutscher Schriftsteller Lyriker und Dramatiker († 1916)
- 30. Oktober: Ezra Pound, US-amerikanischer Dichter († 1972)
- 31. Oktober: Karl Radek, russischer Politiker und Journalist († 1905)
- 1. November: Anton Flettner, deutscher Ingenieur und Wissenschaftler († 1961)
- 1. November: Pierre Dupong, luxemburgischer Politiker († 1953)
- 2. November: Harlow Shapley, US-amerikanischer Astronom († 1972)
- 5. November: Martin Wagner, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1957)
- 6. November: Zhu De, chinesischer Politiker († 1976)
- 7. November: Frank Knight, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler († 1972)
- 8. November: Emil Fahrenkamp, Architekt, Professor Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie († 1966)
- 8. November: Jorgo Busianis, griechischer Maler († 1959)
- 9. November: Hermann Weyl, deutscher Mathematiker († 1955)
- 9. November: Welimir Chlebnikow, russischer Dichter († 1922)
- 11. November: George S. Patton, Viersterne-General der US-Army († 1945)
- 14. November: Sonia Delaunay-Terk, französische Malerin († 1979)
- 18. November: Josef Kentenich, Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung. († 1968)
- 18. November: Phog Allen, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1974)
- 21. November: Walter Le Coutre, Professor, Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker († 1965)
- 24. November: Christian Wirth, deutscher Beamter der Kriminalpolizei († 1944)
- 26. November: Heinrich Brüning, deutscher Politiker und Reichskanzler († 1970)
- 30. November: Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg († 1960)
- 2. Dezember: George Richards Minot, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger († 1950)
- 6. Dezember: Albrecht Schaeffer, deutscher Schriftsteller († 1950)
- 8. Dezember: August Babberger, deutscher Maler (Expressionismus) († 1936)
- 15. Dezember: Hans Wehberg, deutscher Völkerrechtslehrer
- 17. Dezember: Theodor Steltzer, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein († 1967)
- 20. Dezember: Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler († 1949)
- 21. Dezember: Hermann Heimerich, Politiker († 1963)
- 25. Dezember: Albert Betz, deutscher Physiker und Pionier der Windkrafttechnik († 1968)

Gestorben


- 5. Januar: Adolf Carl Daniel Fürst von Auersperg, Ministerpräsident von Österreich-Ungarn (
- 1821)
- 25. Januar: Alois Emanuel Biedermann, reformierter Theologe aus der Schweiz (
- 1819)
- 26. Januar: Charles George Gordon, britischer General (
- 1833)
- 29. Januar: Franz Rieger, Orgelbaumeister (
- 1812)
- 1. Februar: Sidney Thomas, britischer Metallurg (
- 1850)
- 7. Februar: August Reinsdorf, Freiheitskämpfer (
- 1849)
- 14. Februar: Jules Valles, französischer Publizist, Revolutionär und Journalist (
- 1833)
- 12. März: Ysaac Brons, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung (
- 1802)
- 28. März: Ludvig Norman, schwedischer Dirigent und Komponist (
- 1831)
- 31. März: Franz Abt, deutscher Komponist und Kapellmeister (
- 1819)
- 17. April: Emmy von Rhoden, deutsche Schriftstellerin (
- 1829)
- 20. April: Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher (
- 1834)
- 30. April: Jens Peter Jacobsen, dänischer Schriftsteller (
- 1847)
- 5. Mai: Lauro Rossi, italienischer Komponist (
- 1812)
- 12. Mai: Ferdinand Hiller, deutscher Komponist (
- 1811)
- 19. Mai: William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones (
- 1809)
- 22. Mai: Victor Hugo, französischer Schriftsteller (
- 1802)
- 27. Mai: Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg, Erzbischof von Prag (
- 1809)
- 30. Mai: Jakob Fürchtegott Dielmann, Maler (
- 1809)
- 30. Mai: Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker (
- 1802)
- 5. Juni: Julius Benedict, britischer Komponist und Kapellmeister (
- 1804)
- 22. Juni: Muhammad Ahmad, islamisch-politischer Führer (
- 1844)
- 7. Juli: Christoph Theodor Äby, Anthropologe (
- 1835)
- 14. Juli: Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph (
- 1828)
- 15. Juli: Rosalía de Castro, galicische Lyrikerin (
- 1837)
- 23. Juli: Ulysses Simpson Grant, Unions-General und 18. Präsident der USA (
- 1822)
- 25. Juli: Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph (
- 1837)
- 28. Juli: Henri Milne-Edwards, französischer Naturforscher (
- 1800)
- 28. Juli: Moses Montefiore, britischer Unternehmer und jüdischer Philanthrop (
- 1784)
- 21. August: Helen Hunt Jackson, US-amerikanische Autorin (
- 1831)
- 6. September: Edme Charles Philippe Lepère, französischer Staatsmann (
- 1823)
- 6. September: Narcís Monturiol spanischer Ingenieur und Erfinder (
- 1819)
- 13. September: Friedrich Kiel, deutscher Komponist der Spätromantik (
- 1821)
- 23. September: Carl Spitzweg, Maler des Biedermeier (
- 1808)
- 5. Oktober: Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender (
- 1827)
- 29. Oktober: George B. McClellan, Oberkomandierender der Unionsstreitkräfte im Amerikanischen Bürgerkrieg (
- 1826)
- 31. Oktober: Topete y Carballo, spanischer Admiral und Politiker (
- 1821)
- 3. November: Adele Muzzarelli, italienische Soubrette, Sängerin und Tänzerin (
- 1816)
- 13. November: Anselmo José Braamcamp, portugiesischer Politiker (
- 1819)
- 16. November: Louis Riel, kanadischer Métis-Führer (
- 1844)
- 25. November: Alfons XII. (Spanien), spanischer König (
- 1857)
- 25. November: Nicolás Avellaneda, Präsident von Argentinien (
- 1837)
- 26. November: Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker (
- 1813)
- 6. Dezember: Robert Gerwig, deutscher Bauingenieur (
- 1820)
- 9. Dezember: Hermann Heinrich Becker, deutscher Politiker (
- 1820)
- 14. Dezember: Ernst Falkbeer, österreichischer Schachmeister (
- 1819)
- 15. Dezember: Ferdinand II. (Portugal), König von Portugal (
- 1816)
- 21. Dezember: Eduard Hölzel, österreichischer Buchhändler und Verleger (
- 1817)
- 22. Dezember: Louis René Tulasne, Französischer Botaniker und Mykologe (
- 1815)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz, (1885) ko:1885년 simple:1885 th:พ.ศ. 2428

Ceylon

Die Insel Sri Lanka liegt bei 7° 00' Nord und 81° 00' Ost im Indischen Ozean südlich von Indien. Sie bildet den gleichnamigen Inselstaat, der früher unter dem Namen Ceylon bekannt war.
- Nationalfeiertag: 4. Februar

Geographie

Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, südöstlich des indischen Bundesstaates Tamil Nadu, zwischen 6° und 10° nördlicher Breite und zwischen 79° und 82° östlicher Länge. Vom indischen Subkontinent ist es durch die Palkstraße und den Golf von Mannar getrennt. Die Korallenfelsinseln der Adamsbrücke stellen eine Verbindung zwischen dem Nordwesten Sri Lankas und Tamil Nadu in Indien dar. Höchste Erhebung des zentralen Berglands ist der Pidurutalaga mit 2524m über NN. Das Klima Sri Lankas ist tropisch mit unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen auf Grund der Wirkungen der Monsune. Während der Südwesten des Landes (siehe Klimadiagramm Colombo) immerfeucht ist mit zwei deutlichen Niederschlagsmaxima im Mai und Oktober, bringt der Südwestmonsun an der Nordost- und Ostküste nur geringe Niederschläge, da sich dieser Bereich im Lee des zentralen Gebirges befindet. Dort fallen die meisten Niederschläge im Zusammenhang mit dem Nordostmonsun im November und Dezember (siehe Klimadiagramm Trincomalee). Die mittlere Jahrestemperatur beträgt bei Kandy 22,2° C, bei Colombo 27,8° C, bei Trincomalee 33° C. In Nuwara Eliya - also in fast 1.900m Höhe - können die Temperaturen dagegen bis unter den Gefrierpunkt sinken. Entsprechend den Niederschlagsverhältnissen verändert sich die Vegetation von West nach Ost: Im Bereich der höchsten Niederschläge herrscht tropischer Regen- und Bergwald vor, während im Norden und Osten xerophytische Buschvegetation anzutreffen ist. Die Pflanzenwelt besticht durch üppige Fülle und Artenreichtum. Neben ausschließlich auf Sri Lanka beheimateten Pflanzen finden sich auch vorderindische, südostasiatische und malaiische Arten. Wichtige Kulturpflanzen sind Reis, Zuckerrohr, Indigo, Tabak, Kaffee und Chinarinde sowie Teesträucher. Sri Lanka ist reich an Bodenschätzen. So kommt neben Eisenerz auch Zinnerz, Mangan, Molybdän, Nickel, Kobalt, Arsen, Wolfram, Tellur und etwas Gold vor. An Edelsteinen werden Rubine, Saphire, Topase und Spinelle gewonnen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Sri Lankas ist ethnisch heterogen. 70% sind Singhalesen, 8% Muslime (Moors), 18% Tamilen,davon 12 % einheimische Tamilen und 6 % Indische Tamilen. Die Indien- oder Kandy-Tamilen wurden von den Briten während der Kolonialzeit vor allem als Arbeitskräfte auf den Tee-Plantagen beschäftigt, während die Ceylon-Tamilen von den Kolonialherren vor allem in der Verwaltung eingesetzt und dabei gegenüber den Singhalesen bevorzugt wurden. Nach der Unabhängigkeit des Landes führte dies zu starken Antipathien zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen, die in den Versuch der tamilischen Bevölkerung des Nordens und Ostens mündeten, zunächst sich für politische Autonomie für die tamilischen Gebiete einzusetzen und nach diesem scheitern mit Waffengewalt einen eigenen Staat zu gründen.

Wirtschaft

Die wichtigsten Exportwaren Sri Lankas sind Textilien und Bekleidung, Tee, Edelsteine, Kokosnussprodukte. Nach dem Waffenstillstand gewinnt auch der Tourismus zunehmend wieder an Bedeutung.

Staat und Verwaltung


- 9 Provinzen.
- Parlament mit 225 Mitgliedern. Wahl alle sechs Jahre. sowie neuer Präsident Ahmed SEMMO

Religion

Die Bevölkerungsmehrheit der Singhalesen bekennt sich überwiegend zum Buddhismus (70%) in seiner Form des Theravada. Die meisten Tamilen gehören dem dem Hinduismus (15%) an. Außerdem gibt es singhalesische und tamilische Christen (8 %). Weiterhin leben, vor allem im Osten und den Großstädten der Insel, die Moors (8%), Nachfahren arabischer Kaufleute, die dem Islam angehören.

Geschichte

In vedischer Zeit (ca. 1500 – 400 v. Chr.) hieß die Insel Lankâ; zur Zeit des indischen Maurya-Reiches unter Ashoka (ca. 3. Jahrhundert v. Chr.) Tâmraparnî; beim griechischen Geographen Ptolemäus (2.Jhd. n.Chr.) heißt sie Taprobane; zur Gupta-Zeit (um 400 n. Chr.) und zur Zeit des indischen Großkaisers Harshavardhana (7. Jahrhundert n. Chr.) wurde sie Singhala genannt; im Spätmittelalter (13./14. Jahrhundert) Silan und Sarandib. Die Portugiesen, Holländer und Briten nannten die Insel Ceylon, die nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1972 in Sri Lanka umbenannt wurde. Ptolemäus
- um 500 v. Chr.: Nordindische Siedler (zu den Indoeuropäer gehörend), die späteren Singhalesen, kommen nach Sri Lanka (damals Tâmraparnî). Sie treffen auf eine Urbevölkerung, die heutigen Weddas, die vermutlich mit den australischen Aborigines verwandt sind. Diese gehen nach und nach in den Singhalesen auf. Heute gibt es nur noch wenige 100 von ihnen.
- um 240 v. Chr.: Der Buddhismus gelangt durch Vermittlung des indischen Maurya-Kaisers Ashoka nach Sri Lanka.
- um 300 v. Chr.: Erstes buddhistisches Königreich.
- um 175 v. Chr.: Erste Tamileneinfälle vom indischen Festland aus. Aber auch jahrhundertelange friedliche Koexistenz einer großen Zahl von Tamilen (der Sprachfamilie Dravidisch zugehörig), besonders Kaufleute, Söldner und Handwerker, mit den Singhalesen; Mischheiraten und Assimilation in beträchtlichem Ausmaß.
- 4. Jahrhundert: Buddhistische Mönche aus Indien bringen den Buddhismus in seiner ursprünglichen Form (Theravada) nach Sri Lanka.
- spätestens 7. Jahrhundert: Bestehen eigener tamilischer Siedlungen im Norden der Insel.
- bis 11. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Anuradhapura.
- seit dem 13. Jahrhundert: Tamilische Königreiche mit der Hauptstadt Jaffna.
- bis 14. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Polonnaruwa und Sigiriya.
- bis 19. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Nuwara (englisch: Kandy).
- 1518: Eroberung durch Portugal.
- 1656: Colombo wird niederländisch.
- 1658: Eroberung durch die Niederlande.
- 1796: Beginn der Herrschaft der Briten.
- 1803: Ceylon wird britische Kronkolonie.
- 1815: Einnahme des Königreichs Kandy. Der letzte singhalesische König, Wikrama Rajasingha, wird verhaftet und nach Indien verbracht.
- 1818: Ceylon wird vollkommen britisch, nachdem diverse Aufstände niedergeschlagen sind.
- ab 1840: Die Briten bringen südindische Plantagenarbeiter (Tamilen) auf die Insel. Danach Spannungen mit den Singhalesen wegen des nationalen und religiösen Gegensatzes.
- 1860: Beginn des Anbaus von Teeplantagen.
- 1947 (Juni): Ceylon wird britisches Dominion.
- 1948 (4.2.): Ceylon wird innerhalb des Britischen Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen.
- 1956: Mit singhalesisch-nationalistischen Parolen gewinnt die SLFP (Sri Lanka Freedom Party) die Parlamentswahlen. Von da an pro-singhalesische Politik (Bevorzugung der singhalesischen Sprache, des Buddhismus, Quotenregelung auf Basis der ethnischen Zugehörigkeit für die Universitätszulassung etc.), die zu Spannungen zwischen Singhalesen und Tamilen führt.
- ab 1970: Zusammenschluss tamilischer Parteien zur Tamil United Liberation Front (TULF). Diese fordert einen eigenen Tamilenstaat (Tamil Eelam) im Norden und Osten der Insel.
- 1972 (22.5): Ceylon wird Republik und gibt sich den Namen Sri Lanka.
- ab 1983: Eskalation der Spannungen zwischen Singhalesen und Tamilen. Die radikalen Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) fordern einen unabhängigen Tamilienstaat im Norden und Osten der Insel.
- 1986: Die LTTE erobern die Jaffna-Halbinsel (Hochburg der Tamilen) und weite Teile der Nordzentral- und der Ostprovinzen (hauptsächliche Siedlungsgebiete der Tamilen).
- 1987 (Juni): Indien entsendet mit UNO-Mandat und unter Zustimmung der Regierung Sri Lankas Friedenstruppen nach Sri Lanka. Die LTTE weisen alle Friedensbemühungen von sich, so dass die Kämpfe sich ausweiten.
- 19891990: Die indischen Friedenstruppen ziehen ab, ohne dass der Konflikt gelöst wird. Die Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen eskalieren erneut.
- 1995 (Dezember): Die Regierungstruppen Sri Lankas erobern die Jaffna-Halbinsel zurück.
- 1999 (November): Die LTTE lancieren eine Großoffensive im zentralen Norden des Landes.
- 2002 (Februar): Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen der srilankischen Regierung und den tamilischen Rebellen.
- 2004 (7. Februar): Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga löst das Parlament auf und ordnet Neuwahlen für den 2. April an, aus denen sie als Siegerin hervorgeht.
- 2004 (26. Dezember): Eine gigantische Naturkatastrophe in Form eines Tsunamis (Seebeben) trifft Sri Lanka. Große Teile der Ost- und Südküste sowie der Westküste südlich von Colombo werden zerstört. Zehntausende Menschen sterben.
- 2005 (12. August): Außenminister Kadirgamar wird ermordet. Ein politischer Hintergrund ist anzunehmen, die Täterschaft ist jedoch nicht geklärt. Die LTTE dementiert.
- 2005 (17. November): Mahinda Rajapaksa von der Sri Lanka Freedom Party (SLFP) wird mit 50,33% der Stimmen zum Präsidenten gewählt.

Weblinks


- [http://www.srilanka-botschaft.de/ Offizielle Netzpräsenz der Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka in Deutschland]
- [http://www.suedasien.net/laender/sri_lanka/sri_lanka.htm umfassende Informationen von Südasien-Informationsnetz e.V.]
- [http://www.bmaa.gv.at/view.php3?f_id=2327&LNG=de&version=&dv_staat=160 Reiseinformation des österreichischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=158 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes Kategorie:Insel Kategorie:Staat ! ja:スリランカ ko:스리랑카 ms:Sri Lanka th:ประเทศศรีลังกา zh-min-nan:Sri Lanka

Theosophie

Theosophie bezeichnet jede Bestrebung oder Lehre, die das Weltgeschehen und seinen Sinn mittels eines religiösen Glaubens zu erfassen versucht. Das Wort Theosophie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Wissen über Gott“ oder „Weisheit über Göttliches“. "Theos" bedeutet Gott und "Sophia" ist die Weisheit. Theosophie ist eine religiöse Weltanschauung, die mittels Philosophie, Theologie und ähnlichen Lehren versucht, eine höhere Wahrheit zu erlangen, um zu einer höchsten Ethik und einer Vollendung des Seins zu gelangen. Theosophische Lehren gibt es seit der Antike und sie sind teilweise mit Askese, Mystik, Astrologie, Esoterik und Okkultismus verbunden. Theosophische Einflüsse findet man z.B. in der Gnosis, im Neuplatonismus, in der Kabbala, bei den Rosenkreuzern, den Katharern, bei Paracelsus, bei Hildegard von Bingen und besonders in der russischen Religionsphilosophie (Solowjew, Berdjajew, S.N. Bulgakow) Theosophie erhebt den Anspruch, dass ihre Lehren auf den geistigen, mentalen und physischen Grundprinzipien und Wirkungsweisen der Natur beruhen. Gemäß der Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, Helena Petrovna Blavatsky, resultieren sie aus den Erkenntnissen und Erfahrungen der großen Weisen des Menschengeschlechts, die der Menschheit in ihrer Evolution bereits weit vorausgingen und das geistige Erbe der Menschheit überliefern. Sie berücksichtigen und umfassen die drei großen Denkrichtungen des Menschen: Wissenschaft, Philosophie und Religion. Die Theosophie als zusammenhängendes System wurde in den Schriften von Helena Petrovna Blavatsky entfaltet und später von Prof. Dr. Gottfried von Purucker weiter erläutert und vertieft. Zusammen mit Henry Steel Olcott, William Quan Judge und anderen gründete H. P. Blavatsky 1875 die Theosophische Gesellschaft in New York, USA. Anschließend traten Blavatsky und Olcott zum Buddhismus über und ließen sich in Adyar bei Madras in Indien nieder.

Grundlagen der theosophischen Philosophie

Die fundamentalen Grundsätze der Theosophie

In "Die Geheimlehre" stellt H. P. Blavatsky drei fundamentale Sätze auf, auf denen die Theosophie beruht (Bd. I, S. 42-46, 1. Auflage 1999, Hannover). Sie postuliert: # Ein allgegenwärtiges, ewiges, grenzenloses und unveränderliches PRINZIP, über das gar keine Spekulation möglich ist, da es die Kraft menschlicher Vorstellung übersteigt und durch irgendwelche menschliche Ausdrucksweise oder Vergleiche nur erniedrigt werden könnte. # Die Ewigkeit des Weltalls in toto als einer grenzenlosen Sphäre, die periodisch der Spielplatz ist von zahllosen unaufhörlich erscheinenden und verschwindenden Universen‘, den sogenannten ,manifestierenden Sternen‘ und ,den Funken der Ewigkeit‘. # Die fundamentale Identität aller Seelen mit der universellen Oberseele, welch letztere selbst ein Aspekt der unbekannten Wurzel ist; und die Verpflichtung für jede Seele - einen Funken der vorgenannten -, den Zyklus von Inkarnation, oder ,Notwendigkeit‘, in Übereinstimmung mit zyklischem und karmischem Gesetz während seiner ganzen Dauer zu durchwandern. Kosmologie und Anthropologie basieren auf fundamentalen Prinzipien der sowohl physischen als auch metaphysischen Natur. In dem anfang- und endlosen Universum ist alles Existierende, jede Wesenheit, in seiner fundamentalen Essenz mit dem kosmischen Bewusstsein verwandt und wird von ihm in allen seinen Teilen belebt und beseelt. Damit sind alle Lebewesen als eine unauflösbare Universale Bruderschaft miteinander verbunden.

Der Mensch ist eine zusammengesetzte Wesenheit

Das physische Vehikel: Der physische Körper, durch den sich die menschliche Seele in der physischen Welt bewegt, diese wahrnimmt und an ihr teilnimmt. Aber der wirkliche Mensch ist nicht der physische Körper. Der Astralkörper: ist der Modelkörper für den physischen Körper und liefert so sein Muster, nachdem der physische Körper aufgebaut wird. Phänomene wie „Phantomschmerz“ lassen sich durch den Astralkörper erklären. Prana - Lebenskraft: Ist im gesamten Universum unter der Sanskrit-Bezeichnung Jiva vorhanden. Wenn es im Menschen wirkt, als die Lebenskraft, wird es Prana genannt. Jede Wesenheit kommt mit einem bestimmten Vorrat an Lebenskraft zur Welt. Dieser wird im Laufe des Lebens benutzt und geht dann in das große Reservoir zurück. Denn - wie schon die Physik sagt: Energie ist unvergänglich. Sie ändert zwar ihren Zustand, aber sie kann nicht aufgebraucht werden. Kama - Wünsche: Das Sanskritwort „Kama“ bedeutet Wunsch. Es ist zusammen mit dem Willen die vorwärtstreibende Kraft in der menschlichen Konstitution. Von Natur aus ist Kama zunächst farblos, weder gut noch schlecht, außer in dem Maße, wie es durch den menschlichen Willen im täglichen Leben benutzt wird. Für Kama wird im Kontext mit Wille oft das Symbol von Pferd und Reiter verwendet, in dem Sinne, dass der Reiter, als Symbol für den Willen, das Pferd, die wildgewordenen Wünsche, regulieren muss und die Richtung vorgibt. Manas - Denken: Das Denken ist die Stufe, die für Menschen als Denker die wichtigste ist, da er im Manas seine Hauptevolution hat. Was bliebe von einem Menschen ohne seine mentale Tätigkeit noch übrig? Manas ist der Sitz der menschlichen Seele und in sich dual, entweder mehr von niederen Wünschen oder höheren Wünschen beeinflusst. Buddhi - Unterscheidungskraft: Die Unterscheidungskraft ist im Menschen noch unvollkommen entwickelt. Sie schlägt sich als Intuition in der menschlichen Seele nieder und inspiriert den Menschen zu mehr altruistischen Taten. Über Buddhi ist die menschliche Seele mit der inneren Göttlichkeit, den inneren geistigen Kern verbunden. Atman: In Verbindung mit Buddhi die innere Göttlichkeit des Menschen.

Reinkarnation

Die Lehre der Wiedergeburt der menschlichen Seele in menschlichen Körprern. Die zyklische Wiedergeburt der Seele, um sich evolutionsmäßig weiter zu entwickeln und dabei vergangenes Karma (in vergangenen Leben gelegte Ursachen) abzuarbeiten. Durch das Gesetz von Karma wird jede Wesenheit, jedes Individuum, immer wieder dorthin zurückkehren, wo ihre in einem früheren Leben gelegten karmischen Saaten zur Entfaltung gelangen können. Sie wird unweigerlich mit ihren eigenen karmischen Impulsen wieder konfrontiert. Karma in Verbindung mit der Reinkarnation ist somit die Lehre von der unbedingten Gerechtigkeit und Harmonie. Karma auch die Zwillingslehre zur Reinkarnation genannt, weil eine die andere bedingt. Durch das Legen karmischer Ursachen muss der Mensch wieder inkarnieren, um diese wieder auszugleichen.

Karma

Die Lehre von "Ursache und Wirkung" und die Zwillingslehre der "Reinkarnation". Jede Handlung ruft eine ihr entsprechende Wirkung hervor. Diese kommt auf ihren Ausgangspunkt, die verursachende Person zurück. In der Regel wird dies als "negativ" oder "positiv" erfahren, ist aber letztlich nur die in der ursprünglichen Handlung liegende Charakteristik, die vom Menschen entsprechend empfunden wird. Da alles in der Natur miteinander verbunden und gegenseitig ineinandergreift, werden auch andere Personen und Wesen von den Taten eines Einzelnen beeinflusst. Dies ruft demenstprechende Rückwirkungen hervor. Wenn Disteln gesät werden, können nicht Rosen geerntet werden. Somit liegt im Gesetz von Karma eine tiefgehende Ethik. Karma ist kein Fatalismus, da der Mensch immer einen freien Willen besitzt.

Universale Bruderschaft

Theosophie versteht unter Universaler Bruderschaft mehr als eine rein politische oder soziale Verbindung, sondern betrachtet Universale Bruderschaft als eine Tatsache in der Natur, die auf dem Aufbau und der Struktur der Natur basiert. Universale Bruderschaft ist eine spirituelle oder geistige Einheit, die darauf beruht, dass alle Wesenheiten in der Essenz ihre Lebenswurzel im kosmischen Bewusstsein haben. Somit sind alle Wesen durch innere Bande miteinander verwandt, und daraus resultiert, dass die Kooperation und das „Miteinander“ in der Natur eine wesentlich stärkere und natürlichere Komponente in der Evolution ist, als das sogenannte „Überleben des Stärkeren“. In der Universalen Bruderschaft liegt auch das Fundament für menschliche Ethik. Die Anerkennung der „Universalen Bruderschaft“ ist die einzige Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft.

Evolution

Evolution im Sinne der Theosophie bedeutet ,,Auswickeln, das ,,Entfalten, ,,Ausrollen verborgener Kräfte und Fähigkeiten, die der betreffenden Wesenheit angeboren sind und ihr innewohnen - ihre eigenen essenziellen und charakteristischen Merkmale, oder allgemein ausgedrückt, die Kräfte und Fähigkeiten ihres eigenen Charakters. Der Mensch (wie tatsächlich alle sich evolvierenden Wesen) enthält alles in sich, was der Kosmos enthält, da er ein untrennbarer Teil von ihm und sein Kind ist. Man kann den Menschen nicht vom Universum trennen. Alles, was das Universum enthält, ist auch in ihm enthalten, latent oder aktiv; und Evolution ist das Hervorbringen dessen, was im Innern ist.

Historisches zur Theosophie

Theosophie, als universelles Bemühen um das Verständnis des Göttlichen, des zugrundeliegenden Planes der Evolution, ist in allen alten Kulturen zu finden. Nach dem Verständnis der Theosophen wurde sie in einer ununterbrochene Kette in Indien gefunden; aber auch im altem Griechenland, wie die Schriften von Plato (427-347 v. Chr.), Plotin und andere Neuplatoniker zeigten, bis hin zu Jakob Böhme (1575-1624). Einige relevante Zitate: :
gefangen sind wir im Körper, wie eine Auster in ihrer Schale., Sokrates bei Plato, "Phaedrus" :Für den Philosophen ist der Körper ein beunruhigendes Element und hindert die Seele am Erwerb der Erkenntnis..., :Was ist Reinigung, wenn nicht... die Freigabe der Seele von den Ketten des Körpers?, Sokrates, bei Plato: "Phaidon" Die heutige Theosophie, die sich auch als die „Weisheit der Zeitalter“ versteht, beginnt am 17. November 1875 in New York, USA mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft durch Helena Petrowna Blavatsky, Henry S. Olcott, Willam Q. Judge und anderen. Von ihrem Selbstanspruch her ist sie Teil einer universalen, geistigen, intellektuellen und ethischen Bewegung, die zu allen Zeitaltern tätig war. Grundlage dieser Bewegung ist die „Universale Bruderschaft“. 1884 kam es zur ersten Gründung einer Theosophischen Gesellschaft in Deutschland. Die Ziele der ursprünglichen theosophischen Gesellschaft lauten: :1. Bruderschaft unter den Menschen, ohne Unterscheidung von Rasse, Farbe, Religion oder sozialer Stellung; :2. Studium der alten Weltreligionen mit dem Ziel, sie zu vergleichen und aus ihnen universale Ethik herauszulesen; :3. Studium und Entwicklung der latenten göttlichen Kräfte im Menschen. Schon zu Frau Blavatskys Zeiten spaltete sich die Theosophische Gesellschaft aus Gründen, die in Büchern wie beispielsweise Sylvia Cranstons Biographie: Leben und Werk der Helena Blavatsky, ISBN 3-927837-53-9 zu finden sind und hier zu viel Platz einnehmen würden. Es entstanden die indische und westliche Gesellschaften, die historisch von verschiedenen Persönlichkeiten geprägt wurden. Heute unterscheidet man allgemein Adyar-, Franz Hartmann-, und Point Loma-Richtungen, wobei es kleinere Seitenzweige individueller Ausprägung gibt. 1894 wurden mehrere Logen in Deutschland neu gegründet. Das deutsche Zentrum der Theosophen befand sich in Leipzig. Aus der Theosophischen Gesellschaft hervorgegangen, gründete Rudolf Steiner die Anthroposphie, eine Weltanschauung mit naturphilosophischer Goethe-Rezeption, deutschem Idealismus sowie Ernst Haeckels religiösem Biologismus.

Ariosophie und Theosophie

Guido von List griff in seiner Ariosophie Inhalte der Theosophie wie die Wurzelrassentheorie, die als rassistisch und fragwürdig interpretiert werden können, auf und verband sie mit der völkischen Runenlehre. Guido von Lists Theorien, obschon teilweise von der Theosophie beeinflusst, unterscheiden sich in vielen Punkten deutlich von denjenigen der Theosophie. Die Guido-von-List-Gesellschaft wurde von der Theosophische Gesellschaft Wien jedoch unterstützt [http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/HansSchuhmacherAriosophie]. Guido von List's Lehren sind aber in vielen wesentlichen Grundsätzen verschieden von den theosophischen Lehren und sind eine Missdeutung oder ein Missbrauch der Theosophie.

Literatur


- Blavatsky, Helena: Der Schlüssel zur Theosophie (The Key to Theosophy), ISBN 3927837512, [http://www.theosociety.org/pasadena/key/key-hp.htm]
- Cranston, Sylvia: H.P.B.: Leben und Werk der Helena Blavatsky, Begründerin der Modernen Theosophie, ISBN 3-927837-53-9, Adyar Verlag
- Barborka, Geoffrey A.: Der Göttliche Plan. Ein Kommentar zu Die Geheimlehre von H. P. Blavatsky, ISBN 3-00016407-3

Weblinks


- [http://www.theosophie.de Die Theosophische Gesellschaft Pasadena]
- [http://www.geheimlehre.de Über die Gründerin der Theosophischen Gesellschaft und ihr Hauptwerk "Die Geheimlehre"]
- [http://www.helena-blavatsky.de Helena Blavatksy Begründerin der Theosophie]
- [http://www.blavatskaja.de/homepage.htm Blavatskaja]
- [http://www.theosophische-informationsstelle.de/ Theosophische Informationsstelle]
- [http://www.blavatsky-theosophie.de/ Die Theosophische Gesellschaft]
- [http://www.websiteportal.de/blavatsky/blavatsky.htm Websiteportal Blavatsky]

Englischsprachige Links


- [http://www.blavatskyarchives.com Blavatsky Archives]
- [http://www.blavatsky.net/ Blavatsky Net]
- [http://www.ts-adyar.org Theosophische Gesellschaft Adyar]
- [http://www.theosociety.org/pasadena Theosophische Gesellschaft Pasadena]
- [http://www.ult.org Vereinigte Loge von Theosophen]

Kontroverse


- [http://lexikon.idgr.de/t/t_h/theosophie/theosophie.php "Lexikon Rechtsextremismus" IDGR über Theosophie und "Wurzelrassen"]
- [http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/HansSchuhmacherAriosophie Arbeitskreis für Heiden in Deutschland e.V. zu Theosophie und Ariosophie]
- [http://www.blavatsky.net/gen/refute/refute.htm Refutation of charges against Madame Blavatsky]
- [http://www.blavatskyarchives.com/hpbcontro.htm Controversies Surrounding Madame Blavatsky's Work & the Teachings of Theosophy]
- [http://www.theosophischer-verlag.de/online/pdf/HPB_SPR.pdf H.P. Blavatsky und die SPR (pdf)], ([http://www.theosociety.org/pasadena/hpb-spr/hpbspr-h.htm Englisch]) Eine Untersuchung des Hodgson Berichts aus dem Jahre 1885, von Dr. Vernon Harrison
- [http://www.defendingsteiner.com/misconceptions/r-race.php Root Races In Theosophy and in Anthroposophy von Defending Steiner] - "Wurzelrassen" in Theosophie und Anthroposophie
- [http://www.anthroposophy.com/aktuelles/blavras.html War H.P. Blavatsky Rassistin? Eine Frage, durch sie selbst beantwortet] mittels Auszug aus »Der Schlüssel zur Theosophie« ([http://www.theosociety.org/pasadena/key/key-3.htm Englisch]) Kategorie:Neue religiöse Bewegung Kategorie:Philosophie des 19. Jahrhunderts Kategorie:Philosophie des 20. Jahrhunderts Kategorie:Philosophie der Gegenwart Kategorie:Theosophie Kategorie:Esoterik ja:神智学

Buddha

Buddha (Sanskrit, m., बुद्ध, buddha, wörtl. „Erwachter“, auch „Erleuchteter“) bezeichnet im Buddhismus jemanden, der Bodhi (wörtl. „Erwachen“, auch „Erleuchtung“) erfahren hat. Im Besonderen bezeichnete der historische Buddha, Siddhartha Gautama, sowohl sich selbst als Buddha als auch diejenigen, welche in vorhistorischer Zeit genau wie er aus eigener Kraft, ohne die Anleitung eines anderen Buddha, die Erwachung erlangt hatten. Ein Buddha ist ein Wesen, welches aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller „seiner“ Potentiale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Sunyata) und unendliches, gleichwohl distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen. Er hat bereits zu Lebzeiten Nirvana verwirklicht und ist damit nach buddhistischer Überzeugung nicht mehr an den Kreislauf der Reinkarnation gebunden. Von „seinem“ Geist kann man eigentlich gar nicht sprechen, denn diese Erlangung ist von transzendenter Natur, mit dem Verstand des unerwachten, weltverhafteten Menschen nicht zu erfassen, ist „tief und unergründlich wie der Ozean“. Aufgrund des höchst überweltlichen Charakters dieser Erfahrung entzieht sich diese einer weltlich-wissenschaftlichen Prüfung. Die Qualität der Buddha-Erfahrung ist für Menschen, die diese Erfahrung nicht selbst gemacht haben, nicht nachzuvollziehen. Der Glaube daran, dass einzelne Menschen eine solche Erfahrung tatsächlich erlebt haben, ist für sie quasi-religiöser Natur, solange sie selber weltbefangen verbleiben. Eine Buddha-Erfahrung tritt sehr selten auf. Nach der buddhistischen Tradition ist ein Zeitalter, in dem ein Buddha auftritt, ein „glückliches Zeitalter“, denn es gibt sehr viele Zeitalter, in denen kein Buddha auftritt und deshalb auch keine Lehre der endgültigen Befreiung befolgt werden kann: ein „dunkles Zeitalter“. Der Buddha des nächsten Zeitalters soll Maitreya sein, während Kashyapa, Kanakamuni und Dipamkara drei Buddhas der Vergangenheit waren. Insbesondere der tantrische Buddhismus (Vajrayana) kennt eine Fülle von Buddhas, die auch transzendente Buddhas, Adibuddhas oder Tathagatas genannt werden.

Das Wort »Buddha«

»Das Wort ›Buddha‹ ist im Sanskrit und in den von ihm abgeleiteten mittelindischen Sprachen die Stammform des Participiums praeteriti passivi. von der Verbalwurzel ›budh‹, d[as] h[eißt] ›erwachen‹; es bedeutet also ›der Erwachte‹ und besagt damit, dass jemand, dem dieser Name zuteil wird, aus der Nacht des Irrtums zum Lichte der Erkenntnis erwacht ist. Der Nominativ des Wortes ›Buddha‹ lautet im Sanskrit ›Buddhas‹, in der mittelindischen Päli-Sprache ›Buddho‹, und einige Forscher verwenden deshalb diese Formen; da jedoch in der abendländischen Wissenschaft indische Wörter nach dem Vorbild der einheimischen Lexikographen und Grammatiker nicht in der Nominativ-, sondern in der Stammform gebraucht werden, hat sich fast allgemein die Form Buddha eingebürgert« (Helmut von Glasenapp: »Die fünf Weltreligionen: Brahmanismus, Buddhismus, Chinesischer Universismus, Christentum, Islam«; ISBN 3453058151).

Drei Arten von Buddhas

Es werden drei Arten von Buddhas unterschieden:

sammásambuddha

Der „Vollkommene Vollständig-Erwachte“ bezeichnet einen Menschen, der die zur Befreiung und Vollendung führende Lehre, nachdem sie der Welt verloren gegangen ist, aus sich selber heraus wieder entdeckt, selber verwirklicht und der Welt lehrt und auf Grund seiner umfangreichen Fähigkeiten und Verdienste zahlreiche Menschen zur Befreiung führen kann. :»Da erkennt ein Mensch in den zuvor ungehörten Dingen selber die Wahrheit und erlangt darin die Allerkenntnis und in den Kräften die Meisterschaft. Diesen Menschen bezeichnet man als 'Vollkommen Erwachten'.« (Pug. 28)