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Internationale Filmfestspiele Berlin 2004

Internationale Filmfestspiele Berlin 2004

Die 54. Internationalen Filmfestspiele Berlin fanden vom 5. Februar bis zum 15. Februar 2004 statt.

Sektion Wettbewerb

Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bär und die Silbernen Bären traten folgende Filme an:
- Cold Mountain - Regie: Anthony Minghella - Eröffnungsfilm des Festivals außer Konkurrenz
- The Missing - Regie: Ron Howard
- Monster - Regie: Patty Jenkins
- The Final Cut - Regie: Omar Naïm
- Before Sunset - Regie: Richard Linklater
- Maria voll der Gnade - Regie: Joshua Marston
- Forbrydelser - Regie: Annette K. Olsen
- Beautiful Country - Regie: Petter Moland
- Morgengrauen - Regie: Björn Runge
- Confidences trop intimes - Regie: Patrice Leconte
- Triple Agent - Regie: Eric Rohmer
- Feux Rouges - Regie: Cédric Kahn
- Die Nacht singt ihre Lieder - Regie: Romuald Karmaker
- Gegen die Wand - Regie: Fatih Akin
- Just a Kiss - Regie: Ken Loach
- Country of my Skull - Regie: John Boorman
- Samaria - Regie: Kim Ki-duk
- 20:30:40 - Regie: Sylvia Chang
- La Vida que te Espara - Regie: Manuel Guitérrez Aragón
- Erste Liebe - Regie: Matteo Garrone
- Trilogie: Die Erde weint - Regie: Theo Angelopoulos
- Svjedoci - Regie: Vinko Bresan
- 25 Grad im Winter - Regie: Stéphane Vuillet
- El abrazo partido - Regie: Daniel Burman

Internationale Jury

Die Jury wurde 2004 von der US-amerikanischen Schauspielerin Frances McDormand als Präsident geführt. Weitere Jurymitglieder waren: Maji-da Abdi (Regisseurin aus Äthiopien), Valeria Bruni-Tedeschi (Schauspielerin aus Italien), Samira Makhmalbaf (Regisseurin aus dem Iran), Peter Rommel (deutscher Filmproduzent), Gabriele Salvatore (Regisseur aus Italien), Don Talbot (US-amerikanischer Filmproduzent und Verleiher)

Preisträger

Goldener Bär: Gegen die Wand von Fatih Akin Silberner Bären in folgenden Kategorien:
- Beste Regie: Kim Ki-duk
- Beste Schauspielerin: Catalina Sandino Moreno in Maria voll der Gnade und Charlize Theron in Monster
- Bester Schauspieler: Daniel Hendler in El abrazo partido
- Beste Filmmusik: Banda Osiris für den Film Erste Liebe
- Für eine herausragende künstlerische Leistung an das Team von Morgengrauen unter der Regie von Björn Runge Weitere Preise:
- Der Blaue Engel: Der AGICOA-Preis Der Blaue Engel für den besten europäischen Film, dotiert mit 25.000,- Euro für den Regisseur des Films Morgengrauen, Björn Runge.
- Alfred-Bauer-Preis: Der Alfred-Bauer-Preis geht an den Regisseur des besten Debutfilms Maria voll der Gnade, Joshua Marston.

Sektion Panorama

Folgende herausragende Filme wurden im Programm der Sektion Panorama 2004 gezeigt:
- Was nützt die Liebe in Gedanken - Regie: Achim von Borries - mit Daniel Brühl und August Diehl in den Hauptrollen
- Ich liebe meine Arbeit (Mobbing) - Regie: Francesca Comencini - ausgzeichnet mit dem Preis der ökumenischen Jury
- Die abgewandte Seite des Mondes - Regie: Robert Lepage
- Wild Side - Regie: Sébastien Lifshitz - ausgezeichnet mit dem Teddy-Award
- Die Spielwütigen - Regie: Andreas Veiel - ausgezeichnet mit dem Panorama-Publikumspreis
- Die andere Straßenseite - Regie: Marcos Bernstein mit Fernanda Montenegro in der Hauptrolle - ausgezeichnet mit dem Preis des Internationalen Verbandes der Filmkunsttheater

Goldener Ehrenbär

Den Goldenen Ehrenbär für sein Lebenswerk erhielt der argentinische Regisseur Pino Solanas.

Kinderfilmfest

Auf dem Kinderfilmfest wurden folgende Filme ausgezeichnet:
- Gläserner Bär - verliehen durch die Kinderjury, besetzt mit elf Kindern im Alter von 11 bis 14 Jahren aus Berlin: Magnifico - Regie: Maryo J. de los Reyes
- Lobende Erwähnung: Die Blindgänger - Regie: Bernd Sahling (mit Dominique Horwitz) #2004 Kategorie:2004

Berlinale

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) sind ein jährlich in Berlin durchgeführtes Filmfestival der A-Kategorie; sie gelten – neben den Festivals in Cannes und Venedig – als eines der drei wichtigsten Filmfestivals sowie das größte Publikumsfestival weltweit. Die Berlinale gehört zu den größten und angesehensten Ereignissen der Medienbranche und wird jährlich von rund 20.000 Fachbesuchern, darunter 4.500 Journalisten aus rund 76 Ländern, besucht. Zu den 54. Internationalen Filmfestspielen Berlin (5. bis 15. Februar 2004) gab es insgesamt 3.117 Anmeldungen von Filmen. Seit 2002 sind die Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH [http://www.kbberlin.de]; die öffentlichen Zuwendungen stammen also aus dem Bundes- und nicht mehr aus dem Landeshaushalt.

Geschichte

Die Berlinale findet seit 1951 in Berlin statt, zunächst im Sommer, seit 1978 im Februar. Die Filmfestspiele gehen auf eine Initiative von Oscar Martay zurück. Er war Film Officer der amerikanischen Militärregierung und förderte und beaufsichtigte die Filmindustrie in Berlin. Dazu gehörten auch mehrere Darlehen, die Martay bei der amerikanische Militärregierung besorgte, um die Filmfestspiele in den ersten Jahren finanzieren zu können. Unter dem Motto: "Schaufenster der freien Welt" eröffnete die erste Berlinale am 6. Juni 1951 mit Alfred Hitchcocks Rebecca im Titania-Palast. Zum ersten Festspielleiter wurde der Filmhistoriker Alfred Bauer berufen, der nach dem Krieg die Britische Militärregierung beraten hatte. Seit der ersten Berlinale wird der nach einer Vorlage der Bildhauerin Renée Sintenis gestaltete Goldene Berliner Bär verliehen; die Entscheidung über die Preisvergabe wurde in den ersten Jahren jedoch durch eine Publikumsabstimmung, nicht durch eine Jury, gefällt. 1955 änderte sich dies, nachdem die FIAPF (International Federation of Film Producers Associations) die Berlinale offiziell mit den Festivals in Cannes und Venedig gleich gestellt hatten. Die Berlinale wurde zu einem A-Festival und berief 1956, entsprechend den FIAPF-Richtlinien, erstmals eine internationale Jury ein, die den "Goldenen" und die "Silbernen Bären" vergab. Die frühe Berlinale ist vor allem ein Publikums- und Glamour-Festival mit zahlreichen Filmstars wie Gary Cooper, Sophia Loren, Jean Marais, Richard Widmark, Jean Gabin, Michèle Morgan, Henry Fonda, Errol Flynn, Giulietta Masina, David Niven, Cary Grant, Jean-Paul Belmondo und Rita Hayworth. Änderungen ergeben sich aufgrund der gesellschaftlichen und politischen Polarisierung ab Ende der 1960er Jahre; der Vietnam-Film O.K. von Michael Verhoeven führt 1970 zu einem Eklat, die Jury tritt zurück und das Wettbewerbsprogramm wird abgebrochen. 1971 wird darauf das Internationale Forum des jungen Films neben dem traditionellen Wettbewerb eingerichtet. Es soll junge und progressive Filme vorstellen. In Folge von Willy Brandts Ostpolitik und der damit verbundenen Öffnung der Ostblockstaaten wurde 1974 erstmals auch ein sowjetischer Film, 1975 auch eine Produktion aus der DDR gezeigt. 1976 wurde der bisherige Festivalleiter Alfred Bauer durch den Filmpublizisten Wolf Donner abgelöst; Donner führte zahlreiche Änderungen und Modernisierungen des Festivals ein, so beispielsweise die Verlegung vom Sommer in den Winter. Einer der Gründe für diese Änderung ist der Termin der damaligen Filmmesse (des heutigen European Film Market), der im Winter weniger Überschneidungen mit anderen Filmmärkten hatte. Daneben wurden weitere Sektionen wie die Deutsche Reihe und das Kinder Film Fest etabliert und die ehemalige Informationsschau in das Panorama in seiner heutigen Form umgewandelt. Seit Donners Zeit gilt die Berlinale vor allem als Arbeitsfestival und weniger als Plattform für Stars und "Sternchen". Wolf Donner wurde 1979 durch Moritz de Hadeln abgelöst, der die Berlinale bis 2001 leitete. Im Jahr 2000 wurde die bereits seit längerem geplante Verlegung der Spielstätten der Berlinale an den Potsdamer Platz umgesetzt. Die Berliner Filmfestspiele werden seit dem 1. Mai 2001 von Dieter Kosslick geleitet. Auch unter Kosslick gab es einige Veränderungen. So wurde die neue Reihe Perspektive Deutsches Kino eingeführt und 2003 entstand zur Nachwuchsförderung der Berlinale Talent Campus.

Sektionen

Wettbewerb

Der Wettbewerb ist die zentrale Sektion der Filmfestspiele; im Wettbewerbsprogramm werden die Hauptpreise – der Goldene Berliner Bär und die Silbernen Bären – verliehen. Im Wettbewerb werden, entsprechend den FIAPF-Richtlinien, ausschließlich Filme gezeigt, die innerhalb der letzten 12 Monate vor Festivalbeginn produziert und noch nicht außerhalb ihrer Ursprungsländer aufgeführt wurden. Eine internationale Jury unter Führung eines Jury-Präsidenten wählt die Preisträger zum Ende des Festivals aus. Siehe: Bisherige Jury-Präsidenten des Festivals Aktuelle Spielstätten des Wettbewerbs sind der Berlinale Palast am Potsdamer Platz sowie die Kinos CinemaxX, Urania, International und Zoo-Palast.

Internationales Forum des jungen Films

Das Internationale Forum des jungen Films (kurz: Forum) findet seit 1971 statt; der inhaltliche Schwerpunkt liegt traditionell im Bereich des politisch engagierten Kinos. Das Forum geht zurück auf eine Initiative der von Ulrich und Erika Gregor gegründeten Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.. Das Forum entdeckte Regisseure wie Raoul Ruiz, Derek Jarman und Peter Greenaway. Das Forum bietet auch Filmen mit ungewöhnlichen Formaten eine Plattform wie für die überlangen Produktionen Taiga von Ulrike Ottinger (8 Stunden 21 Minuten) oder Satantango von Bela Tarr (7 Stunden 16 Minuten). Einen weiteren Schwerpunkte des Forums bildet außereuropäische Film (1970er/80er Jahre: US-Independents, Lateinamerika, internationaler Avantgardefilm; 1980er/90er Jahre: unabhängiges Kino der asiatischen Filmländer wie Taiwan, Japan, Hongkong, Korea, Indien, Singapur, Thailand, Philippinen, Burma und Indonesien). Leiter ist seit 2001 der Berliner Filmjournalist Christoph Terhechte. Das Internationale Forum, immer noch das wichtigste Nebenprogramm der Berliner Filmfestspiele, ist für die Neugierigen unter den Cineasten schon seit Jahren zu deren Hauptprogramm geworden." (Peter W. Jansen) Spielstätten des Forums sind die Kinos Delphi, Babylon, Arsenal (mittlerweile am Potsdamer Platz), CineStar und CinemaxX.

Retrospektive

Die filmhistorische Retrospektive wird seit 1977 von der Stiftung Deutsche Kinemathek (heute: Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek) organisiert und durchgeführt; im Rahmen der Retrospektive wird jährlich eine Hommage veranstaltet. Leiter der Retrospektive ist Hans Helmut Prinzler.

Verzeichnis der Retrospektiven


- 2006: "Traumfrauen"
- 2005: "Production Design und Film"
- 2004: "New Hollywood 1967 - 1976. Trouble in Wonderland"
- 2003: "Friedrich Wilhelm Murnau"
- 2002: "European 60s. Revolte, Phantasie & Utopie"
- 2001: "Fritz Lang"
- 2000: "Künstliche Menschen"
- 1999: "Otto Preminger"
- 1998: "Robert und Curt Siodmak"
- 1997: "G. W. Pabst"
- 1996: "William Wyler"
- 1995: "Happy Birthday, Cinema! Buster Keaton 100, Slapstick & Co"
- 1994: "Erich von Stroheim"
- 1993: "CinemaScope"
- 1992: "Babelsberg - Ein Filmstudio"
- 1991: "Kalter Krieg"
- 1990: "Das Jahr 1945" und "40 Jahre Berlinale"
- 1989: "Erich Pommer" und "Europa 1939"
- 1988: "Color - Die Geschichte des Farbfilms"
- 1987: "Rouben Mamoulian"
- 1986: "Henny Porten"
- 1985: "Special Effects"
- 1984: "Lubitsch 1914-1933"
- 1983: "Exil - Sechs Schauspieler aus Deutschland"
- 1982: "Aufruhr der Gefühle: Curtis Bernhardt" und "Kinderfilme aus der DDR"
- 1981: "Der Produzent: Die Filme von Michael Balcon"
- 1980: "Billy Wilder" und "3D-Filme"
- 1979: "Rudolph Valentino" und "Wir tanzen um die Welt. Revuefilme 1933-1945"
- 1978: "Marlene Dietrich, Teil 2" und "Zensur - Verbotene deutsche Filme 1933-1945"
- 1977: "Marlene Dietrich, Teil 1" und "Liebe, Tod und Technik. Kino des Phantastischen 1933-1945"

Verzeichnis der Hommagen


- 2003: Anouk Aimée
- 2002: Claudia Cardinale
- 2001: Kirk Douglas
- 2000: Jeanne Moreau und Robert de Niro
- 1999: Shirley MacLaine
- 1998: Catherine Deneuve
- 1997: Kim Novak
- 1996: Jack Lemmon und Elia Kazan
- 1995: Alain Delon
- 1994: Sophia Loren
- 1993: Gregory Peck
- 1992: Hal Roach
- 1991: Jane Russell/Robert Mitchum
- 1987: Renaud-Barrault au cinéma
- 1986: Fred Zinnemann
- 1984: Melina Mercouri/Jules Dassin
- 1982: James Stewart
- 1981: Peter Pewas
- 1977: Wilfried Basse

Panorama

Das Panorama ist der Teil des offiziellen Programms der Berlinale; es wird seit 1986 veranstaltet; Vorläufer aus der Anfgangszeit der Berlinale war die Informationsschau. Leiter war zunächst Manfred Salzgeber, der 1992 von Wieland Speck abgelöst wurde. Schwerpunkte des Panoramas sind das Arthouse-Kino und der Autorenfilm; dabei werden alle Filme als Weltpremiere oder europäische Premiere außerhalb des Ursprungslandes gezeigt; das Hauptprogramm bietet jährlich etwa 18 Spielfilme, die von zahlreichen weiteren Produktionen flankiert werden. Subsektionen sind die Reihen Dokumente, Panorama Special und Panorama-Kurzfilme. Inhaltlich widmet sich das Panorama weniger politischen, als vielmehr gesellschaftlichen Themen; so zeigt das Panorama traditionell beispielsweise viele schwul-lesbische Filme. Spielstätten des Panoramas sind der Zoo-Palast, das CinemaxX, das International sowie das CineStar.

Kinder Film Fest

Das seit 1978 veranstaltete Kinder Film Fest (auch: Kinderfilmfest; kurz: KFF) zeigt internationale Spiel- und Kurzfilme für ein junges Publikum aus Ländern wie der Volksrepublik China, Kasachstan, Iran, Philippinen oder Japan; da diese Produktionen aus Kostengründen häufig nicht synchronisiert oder untertitelt sind, werden häufig Übersetzungen eingesprochen. Das Kinderfilmfest wird jährlich von rund 30.000 Zuschauern besucht. Seit 1996 wird das Fachgespräch als Expertenrunde durchgeführt, in unregelmässigen Abständen werden seit 1982 auch Retrospektiven veranstaltet. Seit Oktober 2002 wird das KFF geleitete von Thomas Hailer. Hauptspielstätte des Kinderfilmfestes ist der Zoo Palast, weitere Vorstellungen werden in den Kinos CinemaxX am Potsdamer Platz und im Filmtheater am Friedrichshain gezeigt.

Berlinale Special

Berlinale Special ist eine 2004 neu eingeführte Reihe im offiziellen Programm, in der sowohl aktuelle Werke großer Filmemacher als auch Wiederaufführungen von Werken der Filmgeschichte und Produktionen zu Festivalschwerpunkten oder brisanten Themen gezeigt werden sollen. Aufführungsort ist die ehemalige Veranstaltungsstätte der Berlinale, der Zoo-Palast.

European Film Market

Der European Film Market (EFM) ist die Nachfolgeveranstaltung der Filmmesse. Er wurde von 1980 bis 1987 von Aina Bellis geleitet; seit 1988 ist Beki Probst für diese an die Berlinale angegliederte Veranstaltung für die Filmwirtschaft zuständig. Veranstaltungsort des EFM waren bis 2000 die Räume in der Budapester Straße, seitdem findet der Filmmarkt im Atrium des debis-Gebäudes am Potsdamer Platz statt, der eine Fläche von rund 2.500 m² bietet. Im Rahmen des EFM werden rund 600 Vorführungen von etwa 400 angemeldeten Filme durchgeführt; dafür werden die Kinos CinemaxX und CineStar genutzt.

Perspektive Deutsches Kino

Die unter Dieter Kosslick eingeführte Sektion Perspektive Deutsches Kino widmet sich der aktuellen deutschen Filmproduktion und ergänzt die geschlossene Reihe German Cinema; gezeigt wird rund ein Dutzend Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme, die aus etwa 250 Bewerbungen ausgewählt werden. Leiter ist Alfred Holighaus.

Weitere Veranstaltungen


- Berlinale Talent Campus (ab 2003; Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt)
- Deutsche Reihe (German Cinema) - nur für akkreditierte Besucher; Leitung: Heinz Badewitz
- Kurzfilme - werden im Rahmen der Programme des Wettbewerbs, des Panoramas und des Kinderfilms gezeigt.
- Berlinale Sommernächte auf der Internationalen Sommerbühne auf Schloss Wolfsburg (Niedersachsen) (seit 2004)

Preise, Ehrungen und Auszeichnungen


- Goldener Bär
- Silberne Bären
- Berlinale Kamera
- Goldener Ehrenbär
- AGICOA-Preis Der Blaue Engel
- Alfred-Bauer-Preis
- Teddy Award - schwul-lesbischer Filmpreis im Rahmen des Panoramas
- LVT-Manfred-Salzgeber-Preis (seit 1999)
- Panorama-Publikumspreis (seit 1999)
- Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes (Kinderfilmfest)
- Dialogue en perspective (Perspektive Deutsches Kino)

Zusammenfassungen

Überblick zu einzelnen Festivaljahren:
- 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999
- 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005

Weblinks


- [http://www.berlinale.de Internationale Filmfestspiele Berlin mit umfangreichem Archiv aller Filme und Preisträger seit 1951]
- [http://www.fdk-berlin.de/forum/ Internationales Forum des Jungen Films]
- [http://www.kinderfilmfest.net/ Kinderfilmfest der Berlinale]
- [http://www.berlinale-talentcampus.de/ Berlinale Talent Campus]
- [http://www.film-zeit.de/home.php?action=archiv&static=festival_berlinale_presse Presseschau auf film-zeit.de] Berlin Kategorie:Filmpreis ! ja:ベルリン国際映画祭

Berlin

Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.

Geografie

Geografische Lage

Portal:Berlin Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik. Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee. Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist. Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist. Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick. Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin

Stadtgliederung

Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Berlins Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt. Preußen Preußen Preußen] 1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben. Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt. 1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg. 1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt. Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete. Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten. Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961. Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin. 1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.

Bevölkerung

Parlament Parlament In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer. Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer. 811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden. Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005. Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

2005] Hauptartikel: Politik in Berlin Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.

Das Land Berlin

Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition. Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt. 1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins

Die Verwaltung

Hoheitszeichen Berlins Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät. Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden. Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin

Theater

Sehenswürdigkeiten in Berlin] Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt. Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.

Museen

Berliner Sängerbund ] Hauptartikel: Museen in Berlin Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus. Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.

Bauwerke

Checkpoint Charlie] Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften. 1990 In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor. Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm. Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten. Tiergarten In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten. Bundespräsident] Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern. 1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt. In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.

Parkanlagen

Alexander von Humboldt ]] Alexander von Humboldt] Alexander von Humboldt] Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht. Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus. Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte. Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt. Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.

Freizeit und Erholung

englischen Garten] Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet. In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet. Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst. Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.

Sport

Müggelturm] In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten. Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Wirtschaft

Leichtathletik-Weltmeisterschaften] Hauptartikel: Wirtschaft Berlins Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001). In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001). Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.

Medien

Bruttowertschöpfung Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung. In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier. Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty. In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.

Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

Springer-Verlag Springer-Verlag] Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG. Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof. Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt. Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien. Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe

Autobahnen

Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring). Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird. Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.

Flughäfen

Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand. Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.

Energieversorgung

Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn

5. Februar

Der 5. Februar ist der 36. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1933 - Beginn des Baus der Golden Gate Bridge in San Francisco.
- 1956 - Inbetriebnahme des Stuttgarter Fernsehturms.
- 1985 - Nach 16 Jahren wird der Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar wiedereröffnet.
- 1990 - Die Europäische Gemeinschaft lehnt den Beitritt der Türkei ab.
- 1994 - Burundi. Cyprien Ntaryamiras wird Staatspräsident.
- 1995 - Kirgisistan. Erste demokratische Parlamentswahlen.
- 1995 - Bei einem Bombenanschlag von Franz Fuchs sterben vier Roma in Oberwart im Burgenland
- 1996 - Andorra wird Mitglied in der WTO (World Tourism Organisation).
- 1996 - Neue Gesetze zur Dezentralisierung in Senegal.
- 1998 - Deutschland. Bundespräsident Roman Herzog auf Staatsbesuch in der Ukraine.
- 2003 - Armenien tritt der WTO bei.
- 2004 - Lettland. Ministerpräsident Einars Repse tritt zurück.

Katastrophen


- 1852 - Der Bilberry-Staudamm in England bricht und verursacht die "Holmfirth Flood" mit mindestens 80 Toten.
- 1991 - Griechenland. Eine Lockheed C-130 der Griechischen Luftwaffe zerschellte an einem Berg. Alle 63 Insassen starben dabei.
- 1997 - Iran. Zwei Erdbeben im Nordosten kosten etwa 100 Menschen das Leben, Mehrere Dörfer werden vernichtet.
- 2004 - Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in Papua, Indonesien. 37 Tote

Kultur


- 1695 - Uraufführung der Oper Muzio Scevola von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom.
- 1941 - Uraufführung der Oper Fürstin Tarakanowa von Boris Blacher in Wuppertal.
- 2004 - In Berlin eröffnet der Film Cold Mountain von Anthony Minghella die Internationalen Filmfestspiele.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 976 - Sanjō, 67. Kaiser von Japan
- 1505 - Aegidius Tschudi, erster Schweizer Historiker und Glarner Politiker
- 1600 - Dr. Johan Picardt, deutsch-niederländischer Arzt, Pastor und Schriftsteller
- 1608 - Caspar Schott, deutscher Wissenschaftler
- 1626 - Marie de Rabutin-Chantal, marquise de Sévigné, französische Autorin, durch ihre hinterlassenen Briefe bekannt
- 1650 - Anne-Jules de Noailles, französischer General
- 1714 - Johann Gottlieb Gleditsch, deutscher Arzt und Botaniker
- 1725 - James Otis, US-amerikanischer Jurist
- 1748 - Christian Gottlieb Neefe, deutscher Organist, Komponist
- 1788 - Robert Peel, britischer Politiker und Regierungschef
- 1795 - Wilhelm Ritter von Haidinger, österreichischer Geologe und Mineraloge
- 1796 - Johannes von Geissel, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1804 - Johan Ludvig Runeberg, finnischer Schriftsteller, der auf Schwedisch schrieb
- 1808 - Carl Spitzweg, deutscher Maler
- 1810 - Ole Bornemann Bull, norwegischer Geiger, Komponist
- 1840 - Hiram Maxim, US-amerikanisch-britischer Erfinder
- 1840 - John Boyd Dunlop, irisch-schottischer Erfinder
- 1843 - Edvard Grieg, norwegischer Komponist
- 1848 - Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence
- 1856 - Otto Brahm, deutscher Theaterleiter
- 1861 - August von Parseval, deutscher Ingenieur
- 1866 - Rosetter Gleason Cole, US-amerikanischer Komponist
- 1868 - Henri Hinrichsen, deutscher Verleger und Stifter in Leipzig
- 1878 - André Citroën, französischer Automobilkonstrukteur und -bauer
- 1880 - Gabriel Voisin, französischer Flugzeug- und Automobilkonstrukteur
- 1887 - Albert Paris Gütersloh, österreichischer Schriftsteller
- 1891 - Monta Bell, US-amerikanischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor
- 1897 - Martin Blank, deutscher Politiker und MdB
- 1897 - Anton Graf von Arco auf Valley, deutscher Adeliger, Jurist und Attentäter
- 1898 - Will Shade, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1900 - Adlai Stevenson, US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei
- 1900 - Karl Blessing, deutscher Bundesbank-Präsident
- 1902 - Paul Nevermann, Jurist und Politiker
- 1904 - Walter Gross, deutscher Kabarettist
- 1905 - August Haußleiter, deutscher Politiker und Journalist
- 1906 - John Carradine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1906 - Sara Lewina, russische Komponistin
- 1907 - Hans Bender (Psychologie), Psychologe und Professor
- 1907 - Pierre Pflimlin, französischer Politiker
- 1909 - Grazyna Bacewitz, polnische Komponistin und Geigerin
- 1911 - Jussi Björling, schwedischer Sänger
- 1914 - Alan Lloyd Hodgkin, britischen Biophysiker und Nobelpreisträger
- 1914 - Silvius Magnago, Südtiroler Jurist und Politiker
- 1914 - William S. Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1915 - Margaret Millar, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1915 - Robert Hofstadter, US-amerikanischer Physiker
- 1918 - Kara Karajew, aserbaidschanischer Komponist
- 1919 - Andreas Papandreou, griechischer Politiker
- 1919 - Red Buttons, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1920 - Hans Lipinsky-Gottersdorf, deutscher Schriftsteller
- 1922 - Rudolf Lorenzen, deutscher Schriftsteller
- 1924 - Alexander Matwejewitsch Matrossow, russischer Soldat
- 1924 - Hilde Sochor, Wiener Schauspielerin
- 1929 - Fred Sinowatz, österreichischer Politiker und Bundeskanzler
- 1930 - Alfred Söllner, deutscher Rechtswissenschaftler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1933 - Claude King, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - Aley Harvey, britischer Sänger und Songschreiber
- 1935 - Sandra Paretti, deutsche Schriftstellerin
- 1936 - Norma Thrower, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 1938 - John Guare, US-amerikanischer Bühnenautor
- 1939 - Robert Antretter, Deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Hans Ruedi Giger, Schweizer Grafiker und bildender Künstler
- 1941 - Barret Strong, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1941 - Gareth Wyn Williams, britischer Politiker
- 1941 - Henson Cargill, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Kaspar Villiger, Schweizer Politiker
- 1941 - Williams of Mostyn, britischer Lord und Politiker
- 1942 - Cory Wells, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Chuck Winfield, US-amerikanischer Musiker
- 1943 - Ernst Hinsken, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Michael Kenneth Mann, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1943 - Nolan Bushnell, US-amerikanischer Computerpionier
- 1944 - Al Kooper, Rockmusiker, Gittarist, Keyboarder, Sänger, Songschreiber und Produzent
- 1944 - James Robert Cobb, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Thekla Carola Wied, deutsche Schauspielerin
- 1945 - Charlotte Rampling, britische Schauspielerin
- 1948 - Barbara Hershey, US-amerikanische Schauspielerin
- 1948 - Sven-Göran Eriksson, schwedischer Fußballtrainer
- 1949 - Kurt Beck, deutscher Politiker
- 1949 - Nigel Ollon, britischer Musiker
- 1950 - Franz Schausberger, österreichischer Politiker
- 1953 - Gerhard Oppitz, deutscher Pianist
- 1957 - Silke Hinrichsen, deutsche Politikerin
- 1962 - Jennifer Jason Leigh, US-amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Bernhard van Treeck, deutscher Buchautor
- 1964 - Duff McKagan, bekannt wurde er 1985 als Bassist der Rockband Guns N' Roses
- 1965 - Gheorghe Hagi, rumänischer Fußballspieler
- 1966 - Rok Petrović, slowenischer Skirennläufer
- 1970 - Astrid Kumbernuss, deutsche Kugelstoßerin
- 1972 - Kronprinzessin Mary, in Australien als Mary Donaldson australische Rechtsanwältin
- 1985 - Cristiano Ronaldo, portugiesischer Fußballspieler

Gestorben


- 1515 - Aldus Manutius, venezianischer Buchdrucker und Verleger
- 1524 - Hans Holbein, deutscher Maler
- 1596 - Georg I. (Hessen-Darmstadt), Regent der Obergrafschaft Katzenelnbogen und Darmstadt
- 1597 - Paul Miki, japanischer katholischer Missionar und Märtyrer
- 1635 - Joos de Momper, belgischer Maler
- 1661 - Shunzhi, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1679 - Joost van den Vondel, niederländischer Dichter und Stückeschreiber
- 1705 - Philipp Jacob Spener, deutscher evangelischer Theologe
- 1740 - Antonio Lotti, italienischer Komponist
- 1766 - Leopold Josef Daun, österreichischer Feldmarschall und Feldherr im Siebenjährigen Krieg
- 1807 - Pascal Paoli, korsischer Revolutionär und Widerstandskämpfer
- 1818 - Karl XIII., König von Schweden und König von Norwegen
- 1820 - Tadeusz Brzozowski, Ordensgeneral der Societas Jesu
- 1822 - Joseph Marius von Babo, deutscher Schriftsteller
- 1861 - Pierre Bosquet, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1862 - Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker
- 1867 - Estébanez Calderón, spanischer Schriftsteller
- 1874 - Moritz Haupt, klassischer Philologe und Germanist
- 1881 - Thomas Carlyle, schottischer Essayist und Historiker
- 1892 - Emilie Flygare-Carlén, schwedische Schriftstellerin
- 1903 - Henry L. Dawes, US-amerikanischer Politiker
- 1922 - Christian De Wet, Südafrikanischer Politiker und General der Buren
- 1926 - André Gédalge, französischer Komponist
- 1926 - Gustav Eberlein, deutscher Bildhauer, Maler und Schriftsteller
- 1927 -