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Internationale Handelskammer

Internationale Handelskammer

Die Internationale Handelskammer (engl. International Chamber of Commerce, franz. Chambre de Commerce international; kurz ICC) ist eine Organisation, mit Sekretariat in der französischen Hauptstadt Paris, die den weltweiten Handel und Globalisierung unterstützt. Sie verteitigt die wirtschaftlichen Interessen, Wohlstand und Wachstum der der Weltwirtschaft. Als international agierende Organisation hat sie durch nationalen Gremien direkten Zugang zu den Regierungen. Das Deutsche Komitee der Internationalen Handelskammer hat ihren Sitz in Berlin, das österreichische in Wien und das schweizer in Zürich. Das ICC unterhhält einen Bürositz bei der Welthandelsorganisation in Genf und ein Schiedsgericht in Paris.

Geschichte

Der ehemalige französische Wirtschaftsminister und erste Präsident Etienne Clémentel setzte sich 1919 erheblich für die Gründung der Internationalen Handelskammer ein, mit dem Ziel die Märkte für Handel und Investitionen zu öffnen. Anfänglich bestand die Organisation aus Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten. Als Hauptsitz wählten die Mitglieder Paris und installierten dort 1923 ein Gericht (International Court of Arbitration) mit Zuständigkeit für Schiedsverfahren. Ein Interessengebiet lag in der der Überwachung von Reparationszahlungen und Kriegsschulden. Die Internationale Handelsklauseln INCOTERMS verabschiedeten die Mitglieder 1936. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde der alle Tätigkeiten in das neutrale Schweden verlegt. Anfang der frühen 1980ern gründete das ICC drei Büros zur Verbrechensbekämfung mit Sitz in London. Das International Maritime Bureau überwacht Piraterie und andere relevanten Fragen über Kriminalität auf dem Merr. Für Geldwäsche ist das Counterfeiting Intelligence Bureau zuständig, das Financial Investigation Bureau für andere Betrugsfälle im Finanzsektor. Inzwischen hat die internationale Handelskammer weit über 100 Mitglieder.

Weblinks


- [http://www.iccwbo.org/ Homepage der Internationalen Handelskammer]
- [http://www.icc-deutschland.de/ ICC Deutschland] Kategorie:Internationale Wirtschaftsorganisation

Paris

Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).

Geografie

Geografische Lage

UNESCO UNESCO] Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.

Stadtgliederung

Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département. Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind: Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.

Klima

Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.

Geschichte

April]] Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren. Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend. 52 v. Chr. Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre. 1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt. 1436] Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war. Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen. Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen. 1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel. 2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Ausschreitungen

Politik

Städtepartnerschaften

Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris

Theater

Sehenswürdigkeiten in Paris Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris. Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.

Museen

Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig. Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt. In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt. Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt. Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.

Bauwerke


- Straßen und Plätze Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht. Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen. Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ. Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke Niki de Saint Phalle]] Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris. Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près. Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil. Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet. Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht. Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten. Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen Elysée-Palast] Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien. Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre. Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio. Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.

Parks

Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen. Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Parc André Citroën Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen. Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.

Verkehr


- Nahverkehr Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern. An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden. Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung. Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr 1966 Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais. Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.

Medien

Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris. Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.

Bildung

Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt. Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten. Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.

Persönlichkeiten

Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde. Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris

Galerie

Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde = Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris] Kategorie:Ort in Île-de-France Kategorie:Französisches Département Kategorie:Hauptstadt in Europa als:Paris (Stadt) ja:パリ ko:파리 시 nb:Paris simple:Paris

Globalisierung

Unter Globalisierung versteht man den Prozess der zunehmenden weltweiten Vernetzung der Menschen und Gesellschaften und der Verbilligung ihres Marktzugangs auf Grund technischen Fortschritts in den Bereichen Information, Kommunikation, Transport, Verkehr und Kapital sowie der zunehmenden Liberalisierung des Welthandels. thumb thumb

Allgemeine Begrifflichkeit

Der aus der Ökonomie und Soziologie stammende Begriff Globalisierung, der 1961 erstmals in einem englischsprachigen Lexikon auftaucht, dringt nach 1990 in die öffentlichen Debatten und bezeichnet einen mehrdimensionalen Prozess der Zunahme der transnationalen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen. Diesen Prozess treiben die Menschen voran, seit sie in der Lage sind, überregionalen Handel zu betreiben. Eine andere, wenig gebräuchliche Bezeichnung ist Mondialisierung (nach dem im Französischen bevorzugten Begriff Mondialisation). Einige bezeichnen den beschriebenen Prozess nicht als Globalisierung, sondern als Entnationalisierung oder Denationalisierung, um auszudrücken, dass der Nationalstaat im Zuge der Globalisierung immer mehr an Macht und Bedeutung verliert.

Kapital- und Warenverkehr

Der weltweite statistisch nachweisbare Warenhandel stieg zwischen 1950 und 1998 um das 17-fache, während die statistisch dokumentierte Produktion von Gütern sich nur um das sechsfache vergrößerte. Die Zahl der direkten Auslandsinvestitionen war zwischen 1970 und 1998 von 21 auf 227 Milliarden US-Dollar gestiegen
- Einfluss der Industriestaaten Industrieländer brauchen eine globale Weltwirtschaft, um ihre spezialisierten hochqualitativen Waren auf größeren, weniger gesättigten Märkten absetzen zu können. So beträgt z. B. der Exportanteil des deutschen Maschinenbaus 70 Prozent. Im Gegenzug wollen die Länder, in die diese Waren exportiert werden, ihre Waren in den Industrieländern absetzen können (notwendiges Handelsgleichgewicht, siehe Magisches Viereck). Dabei ist die staatliche Handlungsfähigkeit dadurch eingeschränkt, dass es bei zu hohen Steuern zu Firmenabwanderung kommt und andererseits die Staatsverschuldung begrenzt bleiben muss. Dies bedeutet letztlich einerseits einen Impuls, aber auch einen begrenzten Handlungsspielraum der Politik für unliebsame, aber vielleicht notwendige Veränderungen (Sozialabbau, z. B. Rentenkürzungen).
- Einfluss der Schwellenländer Es zeigen sich Chancen auf Anschluss an die Weltwirtschaft und verhältnismäßigen Wohlstand durch relativ niedrige Löhne bei relativ niedrigen Lebenskosten. Andererseits drastischer Niedergang von nicht wettbewerbsfähigen Unternehmen in diesen Ländern, z. B. China aber auch Indien. Diese Länder haben ein hohes Rohstoffvorkommen.
- Einfluss der Entwicklungsländer Durch politische Instabilität und schlechte Infrastruktur ist selbst bei niedrigsten Löhnen eine Produktionsverlagerung in diese Länder nicht immer wirtschaftlich lohnend. Somit entsteht eine Abgrenzung von der Globalisierung, und weitere Rückständigkeit. Zudem wird durch Einfuhrzölle der Industriestaaten und Förderung der dortigen Bauern ein Export von landwirtschaftlichen Produkten weitestgehend unterbunden, was zu weiterer Verarmung führt.
- Rolle von produzierenden Unternehmen Zum Teil sind diese zur Arbeitsplatzverlagerung gezwungen, um die Existenz der Firma zu sichern. Andere Firmen handeln nur aus Profitdenken ohne etwas wie unternehmerische Ehre. Führungen von Aktiengesellschaften sind zum reinen Profitdenken verpflichtet. Durch lokale Entscheidungen von Firmen ändern sich in der Summe globale Parameter (durch die profitable Arbeitsstättenverlagerung vieler Firmen steigen in Deutschland die Arbeitslosenversicherungsabgaben, und die Verbrauchermärkte schrumpfen. Einige Firmen und Branchen sind machtlos der Globalisierung ausgeliefert, z. B. Speditionsbetriebe.
- Einfluss von Banken und Finanzwesen Diese gelten dank moderner EDV als die Hauptbeschleuniger der Globalisierung, denn es lassen sich Milliardenbeträge innerhalb von Sekunden über den Globus verschieben. Andererseits stehen sie selbst unter einem globalen Wettbewerbsdruck, der sie zu Geldanlagen mit den höchsten Profitchancen ohne Rücksicht auf soziale Folgen zwingt. Die eigentliche Macht haben somit die, die das Geld haben, ihnen steht es frei ihre Finanzmittel auch sozial- und umweltverträglich bei etwas geringeren Zinsen z. B. bei der Gemeinschaftsbank anzulegen.
- Macht und Verantwortung von Verbrauchern Diese können entscheiden zwischen dem Kauf von Fair trade-Produkten oder einer Geiz ist geil-Mentalität. Die Bevorzugung von im eigenen Land produzierten Produkten kann sinnvoll sein, um mit eigenem Verhalten die heimische Volkswirtschaft zu stärken.
- Auswirkungen auf die Umwelt Durch Produktionsverlagerung in Länder mit den niedrigsten Umweltstandards. Überproduktion von Waren ohne existenzielle Bedeutung von teilweise minderer Qualität aus Billiglohnländern verschwendet die Ressourcen der Erde.
- regionale Ausbildungen der Globalisierung Die EU-Osterweiterung lässt eine Arbeitsplatzverlagerung in Länder mit den niedrigsten Produktionskosten befürchten. Andererseits fließt von Deutschland aus Kapital in Länder mit niedrigeren Steuern (u. v. a. Schweiz, Österreich). In anderen Regionen laufen ebenfalls Entwicklungen zu Freihandelsräumen: so in Nordamerika die NAFTA-Zone, in Südamerika der Mercosur und in Asien der ASEAN-Raum.

Transport und Verkehr

Die Zahl der Personen-Kilometer im internationalen Flugverkehr hat sich seit 1950 mehr als verhundertfacht. Auch die Menge der Luftfracht hat sich seit 1950 mehr als verhundertfacht. Der Umfang der zu See transportierten Güter steigt seit 1920 stark. Mit der Ausweitung des Zug-, Automobil- und Luftverkehrs weiten sich der grenzüberschreitende Personenverkehr und der Tourismus aus.

Kommunikationsprozesse

Die Zahl der Telefonanschlüsse am weltweiten Telefonnetz hat sich seit 1960 verzehnfacht. Neben dem Telefon entwickeln sich mit dem Mobiltelefon, der VoIP-Telefonie, dem Videoconferencing, dem Fax und dem Internet neue Kommunikationstechnologien. Internetbasierende Telefonie ermöglicht eine global vernetzte Zusammenarbeit durch eine praktisch kostenlose permanente Kommunikationsverbindung in hoher Qualität. Vor allem über das Internet haben sich die grenzüberschreitenden Kommunikationsprozesse vervielfacht und die Zahl der Internetanschlüsse steigt weiter exponentiell, allerdings über den Globus sehr ungleich verteilt und in totalitär regierten Ländern streng überwacht. Videoconferencing]]

Kultur

Befürworter einer Globalisierung der Kultur sehen darin eine Entwicklung zur weltweiten Verfügbarkeit von Elementen aller Kulturen (beispielsweise Restaurants deutscher Tradition in Afrika, afrikanische Musik in Deutschland, das in England erfundene Chicken Tikka in Indien, die Inbesitznahme der englischen Sprache durch ehemalige Kolonien etc.). Die Verdrängung der einheimischen Kulturen spiele sich, sagen sie, häufig nur auf einer oberflächlichen Ebene ab. Einflüsse würden lokal modifiziert und in die eigenen kulturellen Wertvorstellungen eingebunden. Außerdem verbessere sich die Situation von vielen Menschen, bzw. Menschengruppen durch den Kontakt mit der westlichen Kultur (zum Beispiel Gleichberechtigung der Frau). Es bilde sich eine „universale“ Kultur heraus, es entstünden aber auch hybride Formen aus verschiedenen Traditionen und der Moderne (Postmoderne) – und danach der Postpostmoderne usw. Unter Globalisierung der Kultur verstehen vor allem die Kritiker einer aus ihrer Sicht bestehenden „westlichen“ Dominanz die Ausbreitung „westlicher“ Wertvorstellungen und Lebensstile. Eine massive Verbreitung westlicher Werte finde vor allem über das Fernsehen und das Kino statt, aber auch Musik und Mode (wie zum Beispiel die Krawatte) würden weltweit vom Westen beeinflusst. Der Massentourismus in die exotischen Urlaubsländer allerdings führe – so die Kritiker – dort immer häufiger zum deutlichen Rückgang der kulturellen Traditionen, weil im Zuge einer wachsenden Abhängigkeit fast nur noch für die Touristen gelebt und gearbeitet werde. Globalisierung führt aber nicht nur zu einer Verbreitung der „westlichen“ Kultur, sondern auch der globale Einfluss „östlicher“ Kulturen wird deutlicher. „Westliche“ Unternehmer und Politiker führen öfter die für sie im „östlichen“ Ausland besseren Umgebungsbedingungen an und stellen damit das, was für „westlich“ gehalten wird, teilweise in Frage. Das Verhalten eines Teils der „asiatischen“ Arbeitnehmer beispielsweise wird im „Westen“ nicht selten als positives Beispiel für die Wirkung „asiatischer Werte“ gesehen, die als „Dynamik“ verstanden wird, von denen man lernen könne. So stößt nicht nur die Ausbreitung westlicher Wertvorstellungen und Lebensstile auf Kritik, sondern andererseits sehen sich auch konservativere Vertreter einer Kultur, die sie als „christlich-abendländische“ Kultur charakterisieren, von Globalisierungseffekten bedrängt. Die Auswirkungen dieser Ängste zeigen sich dann beispielsweise in der Diskussion um Quotenregelungen beim Rundfunk für deutsche und nicht-deutsche Musik oder hier zu Lande in der Debatte um "Leitkultur" oder der "Kopftuchdebatte". Die Globalisierung macht die Arena nicht nur freier für den Kampf der Kulturen selbst, sondern wir erleben – weil Toleranz in unterschiedlichen Kulturen einen unterschiedlichen Stellenwert hat – auch einen harten Kampf um die Spielregeln des Kulturkampfes.

Internationaler Rechtsverkehr

Grundlage aller Globalisierung ist ein Miteinander der Völker in geregelten, rechtlichen Bahnen, eben dem internationalen Rechtsverkehr. Neben einer Vielzahl von völkerrechtlichen Verträgen ist die im Jahre 1961 beschlossene Haager Konvention Nummer 12 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Beglaubigung bzw. Legalisation die wichtigste Rechtsnorm. Die darin vorgesehene Entbürokratisierung und Vereinfachung des Rechtsverkehrs zwischen den Staaten hat eine Globalisierung, wie sie sich heute darstellt, erst ermöglicht. Sie ermöglicht wegen des hohen Mitgliederstandes einen beinahe weltumspannenden Rechtsverkehr, ohne dass die diplomatischen Dienste in Anspruch genommen werden müssen (siehe auch Apostille und Legalisation).

Internationale Politik

Globalisierungsprozesse sind vielfältig und komplex, sie beschreiben eine Vielzahl ineinander fließender wirtschaftlicher, politischer, ökonomischer, gesellschaftlicher und technischer Prozesse. Sie stellen neue Ansprüche an die Zusammenarbeit zwischen Staaten und an die Entwicklung von supranationalen Organisationen (siehe auch Weltkonzern, Weltwirtschaft). Als erstes Parlament der Welt hat der Deutsche Bundestag 1999 eine Kommission eingerichtet, die sich systematisch mit den Fragen der Globalisierung beschäftigte, die Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten, (BT-Drs. 14/2350), Vorsitzender der Enquete-Kommission war der Abgeordnete Ernst Ulrich von Weizsäcker (SPD), Stellvertreter der Abgeordnete Thomas Rachel (CDU). Der Abschlussbericht der Kommission wurde 2002 dem Parlament vorgelegt (BT-Drs. 14/9200 [http://www.bundestag.de/gremien/welt/glob_end/]).

Internationale Organisationen

WTO

Entscheidenden Anteil an der Ausweitung der Globalisierung hat die Welthandelsorganisation (WTO), deren Ziel die Liberalisierung des internationalen Handels ist.

IWF

Der Internationaler Währungsfond (IWF) spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Weltfinanzen und beim Management der internationalen Schuldenkrise. Ziele:
- Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik.
- Ausweitung des Welthandels.
- Stabilisierung von internationalen Finanzmärkten.
- Kann kurzfristige Kredite vergeben, zum Ausgleich von Zahlungsdefiziten
- Überwachung der Geldpolitik.
- Den laufenden internationalen Zahlungsverkehr von staatlichen Beschränkungen des freien Devisenverkehrs freizuhalten.
- Technische Hilfe

OECD

Die OECD hat das Ziel, die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Sie ist hauptsächlich in den Bereichen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, Energie (Internationale Energieagentur), Bildung und Forschung sowie in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. Die OECD ist eine Organisation der westlichen Industrieländer. Die 1960 gegründete Organisation versucht, die Wirtschaftspolitik der 29 Mitgliedstaaten zu koordinieren und deren Entwicklungshilfe zu fördern. Sie umfasst alle westeuropäischen Länder - einschliesslich der Schweiz, der Türkei und Tschechien - sowie die USA, Kanada, Mexiko, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland.

Gegenläufige Tendenzen

Einschränkung durch Regionalisierung

Nicht nur von Ländern, sondern auch von Produktanbietern wird versucht, die Globalisierung im Warenverkehr einzuschränken. Im Warenverkehr sind immer noch regionale Grenzen zu überschreiten. Neben bereits vorhandenen Grenzen können auch neue Grenzen errichtet werden. Ein konkretes Beispiel mit großer wirtschaftlicher Bedeutung ist der Regionalcode bei DVDs und die Kriminalisierung von Abspielgeräte-Herstellern, Software-Entwicklern und Besitzern legal erworbener DVDs, die mit technischen Mitteln versuchen, diese konstruierte Handelsbeschränkung zu umgehen. Die Angebotsseite versucht in diesem Beispiel, durch Regionalisierung von Produkten beim globalen Verkauf die freie Wahl der Nachfrageseite beim globalen Einkauf zu begrenzen. Im globalen Marketing ist regionale Segmentierung also ein wichtiger Faktor. Dass eine solche Segmentierung nicht nur eine hingenommene Umgebungsbedingung, sondern ein gepflegtes Marketinginstrument sein kann, zeigt sich beispielsweise auch in den Unterschieden bei der Implementierung von Internationalisierung (I18N) und Lokalisierung (L10N) einerseits in kommerziellen und andererseits in freien Betriebssystemen für Computer.

Diskussion

Die Auswirkungen der beschriebenen Prozesse der Globalisierung werden sehr kontrovers diskutiert:

Vorteile

Als positive Auswirkungen der Globalisierung werden u. a. genannt:
- Globalisierung fördere das Wachstum, erhöhe den Wohlstand und schaffe mehr Warenvielfalt. Globalisierung sei keineswegs eine Auseinandersetzung um einen weltweit fest vorgegeben Wohlstand in dem der eine gewinnt, was der andere verliert.
- Durch weltweit wachsende Arbeitsmärkte steigen die Exporte, andere Güter werden billiger importiert als selbst produziert und schaffen in ihren Herkunftsländern mehr Einkommen und steigende Nachfrage. So ermöglicht die internationale Arbeitsteilung bei funktionsfähigen Märkten hohe zusätzliche Wohlstandsgewinne, indem sie Produktionsfaktoren weltweit effizienter einsetzt. Nicht funktionsfähige Märkte verursachen hingegen Wohlstandsverluste. Denn sie verhindern notwendige Anpassungen an sich verändernde Rahmenbedingungen.
- Mit der wettbewerblichen Intensivierung der weltweiten Handelsbeziehungen und überregionaler Arbeitsteilung gehe unter Ausnutzung der komparativen Kostenvorteile eine Steigerung der weltweiten Produktivität und des Wohlstands der beteiligten Produzenten einher.
- Die Globalisierung beschleunige die technische Entwicklung. So setzten sich bessere und günstigere Produkte schneller gegenüber schwachen lokal produzierten Produkten durch, was für den Käufer von Vorteil ist. Somit könne der Käufer seinen Lebenskomfort besser oder mit einem geringen materiellen Aufwand decken.
- Die Armut in der Welt und der Hunger seien in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen, dies wird allerdings prozentual an der Weltbevölkerung gerechnet.
- Der Kulturaustausch bewirke, dass die Menschen voneinander lernen. Die Zahl der Kriege sei signifikant zurückgegangen.

Kritik

Siehe Hauptartikel: Globalisierungskritik Wenn heutzutage die „Globalisierung“ kritisiert wird, kommt das von den unterschiedlichsten Gruppierungen aller politischer Spektren; hier den so genannten „Globalisierungsgegnern“: Die (dem linken Spektrum zugeordnete) Globalisierungskritik beispielsweise vom Weltsozialforum (WSF), von Peoples Global Action (PGA), ATTAC und BUKO richtet sich gegen die „neoliberale Globalisierung“ sowie dem Kapitalismus an sich. Gemeint ist vor allem die deregulierte Öffnung der Märkte weltweit im Sinne des Neoliberalismus: Alle Waren und alle Dienstleistungen, einschließlich der Bildungseinrichtungen, des Öffentlichen Verkehrswesens und der Güter der Grundversorgung (zum Beispiel Trinkwasser), sollen der Kritik zufolge nicht unbeschränkt privatisiert und überall verkauft und gekauft werden können. Kritisiert wird, dass diese Form der Globalisierung zu einer Zunahme der weltweiten sozialen Ungleichheit führe. Kritiker bemängeln die mangelnde Transparenz und demokratische Legitimation von Gremien wie der WTO, des IWF oder der Weltbank. Es wird also gar nicht die Globalisierung an sich kritisiert, die ja an sich linken Vorstellungen sehr entgegenkommt, sondern die derzeitig stattfindende Ausprägung wird angeprangert, die vor allem an einer Globalisierung des Marktes und der Geschäftsbeziehungen, sehr viel weniger aber an der Globalisierung von Menschenrechten, Arbeitnehmerrechten, ökologischen Standards oder Demokratie interessiert scheint, und auf die der Bürger, im Gegensatz zu Lobbygruppen der Wirtschaft, kaum noch Einfluss hat. Auch werden in Anlehnung an das Stolper-Samuelson-Theorem Lohnsenkungen in reicheren Ländern befürchtet. Dem wird wiederum entgegengehalten, dass in der Realität die Löhne kapitalreicher Länder in den letzten Jahrzehnten (absolut gesehen) stark angestiegen sein sollen. Globalisierungskritiker verweisen hierbei aber auf relative Zahlen, die tatsächlich sinkende Realeinkommen bei den meisten Menschen der Industrienationen belegen sollen. Hier solle der technische Fortschritt mit konsekutiver Steigerung der Produktivität eine Rolle spielen. Von Kritikern wird auch eingewendet, dass Dienstleistungen sich nicht global handeln ließen und Lohndumping somit kaum zu befürchten sei. Globalisierungsgegner wenden darauf ein, dass dies branchenspezifisch durchaus vorkomme, zum Beispiel in auf Kommunikation, Elektronik und Mikroprozessoren basierenden Branchen wie den Call-Centern und Software-Schmieden, aber auch (wenn nicht global, so doch regional) im Baugewerbe und bei landwirtschaftlicher Saisonarbeit oder in Au Pair-Arbeitsverhältnissen; zudem nehme die (teils illegalisierte) Arbeitsmigration von so genannten Gast- und SaisonarbeiterInnen auch objektiv in vielen Industrienationen zu. Als Konsequenz fordern einige Gewerkschaften und Globalisierungskritiker daher trotz der Gefahr von Nettowohlfahrtsverlusten u. a. gesetzliche Regelungen der Mindestlöhne und einen verbindlichen Grundsatz vom „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“. Ein weiterer Kritikpunkt ist die zunehmende Umweltzerstörung, da die Abgase, beispielsweise von Flugzeugen, Autos und Fabriken, immer mehr zunehmen. Auch verbreiten sich durch den zunehmenden Tourismus Tropenkrankheiten in gemäßigten Breiten, weil man sich zum Beispiel im Flugzeug anstecken kann oder im Flugzeug Krankheitserreger schnell um den Globus transportiert werden können. Die Globalisierungskritik von rechtsextremen Gruppierungen hingegen wie etwa der NPD wendet sich gegen die zunehmende Vereinheitlichung der Kulturen und gegen die abnehmende Bedeutung der Nationalstaaten (und somit von Nationalismus). Rechtsextreme wenden sich dabei insbesondere gegen die im Zuge der Globalisierung erfolgende Zuwanderung, die die von ihnen behauptete rassische Reinheit der Völker gefährde. Häufig vermischt sich diese Ablehnung der Globalisierung auch mit anti-amerikanistischen Haltungen. Globalisierungsbefürworter wenden ein, dass trotz aller Kritik transnationaler Handel (siehe dort) doch für einen (absoluten) Wohlstandsgewinn sorge. Dies lasse sich am komparativen Kostenvorteil illustrieren. Globalisierungskritiker behaupten jedoch, diese These stünde nicht im Widerspruch zur Anklage der Anti-Globalisierungsbewegung, dass es zu einer Zunahme der weltweiten sozialen Ungleichheit im Sinne einer Umverteilung „von unten nach oben“ komme (siehe eingangs). Aus Erwägungen der Systemtheorie stammt der Begriff der Globalen Beschleunigungskrise, der von dem Physiker Peter Kafka geprägt wurde. Danach führt ein sehr schneller und global vereinheitlichter Strukturwandel zwangsläufig in eine instabile Gesamtlage der menschlichen Zivilisation und der menschenfreundlichen Biosphäre.

Siehe auch


- Deglobalisierung
- Globales Dorf
- Globales Lernen
- Globalgeschichte
- Hyperkulturalität
- Unternehmensstandort
- Neoliberalismus
- Welthandelsorganisation
- Globalismus
- Glokalisierung
- Globalität

Literatur


- Ulrich Beck: Was ist Globalisierung? ISBN 3-51840-944-1
- Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf Grenzen der Globalisierung - Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft., Münster 2002, 5. Auflage, ISBN 3-92958-675-4
- Jagdish Bhagwati: In Defense of Globalization. Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0195170253
- Thomas L. Friedman: Globalisierung verstehen. Zwischen Marktplatz und Weltmarkt. ISBN 3612267957
- Hans-Olaf Henkel: Die Ethik des Erfolgs. Spielregeln für die globalisierte Gesellschaft ISBN 3430142865
- Henning Klodt: Wege zu einer globalen Wettbewerbsordnung ISBN 3896652451
- Lester Thurow: Die Zukunft der Weltwirtschaft ISBN 3593374013
- Paul R. Krugman: Der Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg ISBN 3593361477 Globalisierungskritik
- Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf Globalisierung der Unsicherheit ISBN 3-89691-513-4
- Torsten Bewernitz: global X - Kritik, Stand und Perspektiven der Antiglobalisierungsbewegung Unrast Verlag, ISBN 3-89771-418-3
- Bernard Cassen, Susan George, Horst-Eberhard Richter, Jean Ziegler: Eine andere Welt ist möglich. ISBN 387975845X
- Naomi Klein: No Logo! Riemann Verlag, 2002, ISBN 3570500284
- Hans-Peter Martin, Harald Schumann: Die Globalisierungsfalle. Angriff auf Wohlstand und Demokratie. Rowohlt, 1996, ISBN 3-499-60450-7
- Tobias ten Brink: VordenkerInnen der globalisierungskritischen Bewegung - Pierre Bourdieu, Susan George, Antonio Negri. Neuer ISP-Verlag Köln 2004. ISBN 3-89900-020-X
- Stefan Thiesen:
RABENWELT – eine postmoderne Novelle zur globalisierten Welt- und Sinnkrise ISBN 3934195040
- Joseph E. Stiglitz:
Die Schatten der Globalisierung ISBN 3-88680-753-3

Weblinks


- [http://www.mondialisierung.org GERM – Studien- und Forschungsgruppe Mondialisierungen] Mehrsprachige Seite mit zahlreichen wissenschaftlichen Texten zum Thema Globalisierung.
- [http://www.handbuchderglobalisierung.de Handbuch der Globalisierung]
- [http://www.globalisierung-online.de Einführung bei Globalisierung online]
- [http://www.bpb.de/publikationen/U1INL3,0,0,IZPB_Globalisierung.html Grundlegende Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung]
- ! Kategorie:Politisches Schlagwort ja:グローバリゼーション


Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft ist die Gesamtheit der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die die Grenze der Volkswirtschaft sprengt. Sie stellt eine weltweite Integration verschiedener Teilmärkte (Rohstoff- und Gütermarkt, Finanzmarkt, Arbeitsmarkt und Informationsmarkt). Die Weltwirtschaft hat sich im 19. Jahrhundert bedingt durch die Industrialisierung gebildet und war stark abhängig von der Entwicklung der internationalen Arbeitsteilung, des Verkehrs, und der Kommunikation. Die Bestandteile der Weltwirtschaft haben sich im 19. und 20. Jahrhundert qualitativ und quantitativ verändert. Der Begriff 'bipolare Weltwirtschaft' hebt dabei, angewandt auf das 19. Jahrhundert, die Bedeutung der Pole Europa und Nordamerika und für das das 20. Jahrhundert die der Pole der westlichen Industrienationen einerseits und des RGW andererseits hervor. 'Tripolare Weltwirtschaft' meint dies unter der Einbeziehung eines dritten Pols Ostasien, bzw. seit den 1990er Jahren die Kernzonen Nordamerika - Europa - Ostasien. Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft sind unter anderem Handelsverträge, Zoll- und Währungsabkommen, Europäische Zahlungsunion, GATT und OEEC. Der Welthandel wird von den Industrienationen dominiert, insbesondere der Europäischen Union mit einem Anteil von mehr als einem Drittel. Der gesamte afrikanische Kontinent (ohne Nahost) erreicht hingegen einen Anteil von gerade 2 bis 3 Prozent. Eine zunehmende Rolle im weltwirtschaftlichen Austausch vor allem bei den Billigwaren nehmen die so genannten Emerging market - allen voran die Volksrepublik China ein. Der Faire Handel begreift sich als alternatives Konzept eines weltweiten Handels auf partnerschaftlicher und sozialethischer Basis mit Produzenten, die im Welthandel durch die vorherrschende Weltwirtschaftsordnung benachteiligt werden . Wesentliches Prinzip des Fairen Handels ist die Nachhaltigkeit. Siehe auch: Bretton-Woods-System, Gruppe der Acht, Kredite, Volkswirtschaftslehre, Dollar, Euro, Währung, MAI, Fairer Handel, Globalisierung, Die Grenzen des Wachstums

Literatur


- Wolfram Fischer: Expansion - Integration - Globalisierung. Studien zur Geschichte der Weltwirtschaft, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35788-5
- Hans Pohl: Aufbruch der Weltwirtschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05105-8 Kategorie:Außenwirtschaft

Wien

Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich ein Land der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner, im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen. Die Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater. Wien ist Sitz verschiedener internationaler Organisationen, wie der OPEC, der OSZE oder der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, sowie dritte UNO-Stadt. Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag der Republik Österreich von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Geografie

Gliederung

Wien ist in 23 Bezirke unterteilt (siehe Wiener Gemeindebezirke) Durch Wien fließt die Donau und der Fluss Wien. Die Stadt liegt 60 km vor der Grenze zur Slowakei und der slowakischen Hauptstadt Bratislava. (Wien und Bratislava sind die einander nächstliegenden Hauptstädte der Welt, wenn man vom Sonderfall Vatikan in Rom absieht.) Von der gesamten Fläche Wiens ist ungefähr Hälfte Grünland, davon gehört im Westen ein großer Teil zum Wienerwald, während im Nordosten die unbebauten Flächen zum Marchfeld zählen und landwirtschaftlich genutzt werden. An den nordwestlichen Hängen befindet sich auch die Weinbauregion Wien.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Wiens Erste Besiedelungen lassen sich bereits 2000 v. Chr. nachweisen. Die Kelten nannten die Stadt Vedunia, die Römer sprachen von Vindobona. Unter den Babenbergern erlebte Wien einen ersten Aufschwung, doch Weltgeltung verschaffte der Stadt erst die Herrschaft der Habsburger, die Wien als Hauptsitz auserwählten.

Tourismus

Dank zahlreicher Prunkbauten aus der Kaiserzeit, vielfältiger Kulturangebote, und nicht zuletzt auch dank des Rufes als Musikhauptstadt, den Wien aufgrund des Schaffens zahlreicher berühmter klassischer Musiker, wie Beethoven oder Mozart, erhielt, ist die Stadt weltweit bekannt und ein beliebtes Touristenziel. Fiaker kutschieren Gäste durch die zum Weltkulturerbe zählende Innenstadt, in dessen Zentrum sich der Stephansdom befindet. In direkter Umgebung finden sich hier auch die Staatsoper, die Kärntnerstraße, welche die am stärksten frequentierte Fußgängerzone Österreichs ist, sowie berühmte Konditoreien und Hotels und die prunkvolle Ringstraße, welche die Innenstadt umgibt. Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit seinen Weihnachtsmärkten aufwarten kann. Aber die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen, wie etwa das Schloss Schönbrunn, der Prater oder die Opernhäuser und Museen. Bei U-Bahn-Bauarbeiten stieß man in der Innenstadt bereits mehrmals auf Relikte früherer Besiedelung, darunter die aus dem 13. Jahrhundert stammende Virgilkapelle unter dem Stephansplatz, welche nun ebenso wie die anderen Funde als Sehenswürdigkeiten in den U-Bahn-Stationen betrachtet werden können. Den größten Anteil an den Nächtigungen machen deutsche Touristen mit 1,8 Mio. aus, gefolgt von den Italienern (618.000), US-Amerikanern (586.000), Briten (373.000), Japanern (321.000), Spaniern (315.000), Schweizern (inkl. Liechtenstein, 282.000), Franzosen (inkl. Monaco, 241.000) und den Niederländern (153.000). Der Anteil osteuropäischer und amerikanischer Touristen ist stark gestiegen. 2004 konnte Wien 7,8 Mio. Übernachtungen verbuchen, wovon nur rund 1,26 Mio. auf Österreicher zurückzuführen sind.

Bevölkerung

Die meisten Menschen, mehr als zwei Millionen, bevölkerten Wien zu Zeiten der k.u.k.-Herrschaft kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die lange Zeit als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates war es auch, die Wien zu dem machte, was es auch heute noch ist: Ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Nachfahren der vielen Menschen, die damals aus allen möglichen Regionen des k.u.k. Herrschaftsgebietes in ihre Hauptstadt gezogen waren, leben heute als Wiener wie sie im Buche stehen in der Stadt, und nur noch ihre Nachnamen lassen auf ihre ursprüngliche Herkunft schließen (zum Beispiel Nowak, Dolezal ...). Sie gehören längst zu den so genannten Ur-Wienern, die im ursprünglichen Wiener Dialekt den Wiener Schmäh prägen. Neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt hat sich auch ein gehobener Wiener Dialekt entwickelt, der die teils sehr alten Wiener Dialektausdrücke (z. B. Tröpferlbad für Dusche, Wuchtldrucker für Lügner..) immer mehr zurückdrängt. Wien hat heute (2005) 1,63 Millionen Einwohner, wovon ca. 20 % noch über keine Österreichische Staatsbürgerschaft verfügen. Die größten Zuwanderergruppen stellen Menschen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei dar. Weitere Herkunftsregionen sind die Länder Osteuropas. Von ca. 1920 bis in die 80er Jahre schrumpfte die Bevölkerung Wiens auf 1,5 Millionen Einwohner,seit 1993 steigt die Bevölkerungszahl jedoch stetig an. Seit 2000 wächst diese um etwa 20.000 pro Jahr an und wird laut der neuesten Presseinformation der Statistik Austria vom Oktober 2005 im Jahre 2050 wieder die 2-Millionen-Grenze durchbrechen. Dieses für Österreich einzigartige Wachstum ist vor allem auf den stetigen Zuzug aus dem In- und Ausland und die seit einigen Jahren steigenden Geburtenzahlen zurückzuführen.

Religionen

Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien; Erzbischof ist Christoph Kardinal Schönborn. Der evangelisch-lutherische Bischof von Österreich, der seinen Sitz in Wien hat, ist Herwig Sturm. Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ist Ariel Muzicant, Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg. Außerdem hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, hier seinen Sitz. Anas Schakfeh Die Religionszugehörigkeit der Wiener Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:

Kulinarische Spezialitäten

siehe Wiener Küche

Söhne und Töchter der Stadt

siehe Liste der Wiener Persönlichkeiten, Liste der Ehrenbürger von Wien

Kultur

Theater & Oper

Liste der Ehrenbürger von Wien Kunst und Kultur können in Wien im Bereich von Theater, Oper oder auch Bildender Kunst auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Neben dem Burgtheater, das zusammen mit seiner Zweitbühne, dem Akademietheater, als eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt gilt, bieten auch noch das Volkstheater sowie das Theater in der Josefstadt Kunstgenuss. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Bühnen, die den Großen in puncto Qualität zuweilen um nichts nachstehen und sich oft moderneren, experimentellen Stücken oder dem Kabarett und der Kleinkunst verschrieben haben. Auch Opernfreunde kommen in Wien auf ihre Kosten: Die Staatsoper und die Volksoper bieten für jeden Geschmack etwas, wobei sich letztere besonders der typisch wienerischen Operette, aber auch dem klassischen Musical verpflichtet fühlt. Konzerte mit klassischer Musik finden unter anderem im bekannten Großen Saal des Wiener Musikvereins und im Wiener Konzerthaus statt. Das Theater an der Wien glänzte in den letzten Jahren mit Musical-Uraufführungen. Mit Abstand am erfolgreichsten war Elisabeth, das danach in der ganzen Welt in mehreren Sprachen aufgeführt wurde. Ab 2006 wird es wieder ausschließlich als Opernhaus dienen. Mit dem Haus der Musik hat Wien seit 2000 auch ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene. Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder. siehe auch:
- Carltheater, Etablissement Ronacher, Kulisse Wien, Leopoldstädter Theater, Raimund Theater, Simpl, Theater am Kärntnertor, Theater an der Wien, Wiener Metropol, Wiener Theaterreform, Kategorie,Kabelwerk_Wien-Meidling

Museen

Kabelwerk_Wien-Meidling In der Hofburg sind das Sisi-Museum, die Kaiserappartements und die Hofsilber- und Tafelkammer zu besichtigen, gleich gegenüber der Hofburg befinden sich das Kunsthistorische Museum, das über eine Vielzahl von Gemälden alter Meister verfügt, und das Naturhistorische Museum. Daran schließt das Museumsquartier an, ein in den 1990er Jahren in den ehemaligen k. u. k. Hofstallungen errichteter Museumskomplex. Dieser beherbergt das Museum moderner Kunst -- Stiftung Ludwig, das Leopold-Museum, das hauptsächlich Werke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus zeigt, mehrere Hallen mit wechselnden Ausstellungen sowie das Tanzquartier Wien. Das Palais Liechtenstein zeigt eine der weltweit größten privaten Kunstsammlungen. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Museen, vom Heeresgeschichtlichen Museum über das Technische Museum bis hin zum Wiener Uhrenmuseum und zum Bestattungsmuseum. Nicht zu vergessen sind die Wiener Bezirksmuseen, die einen Einblick in die Geschichte des jeweiligen Bezirks geben.

Architektur

Bestattungsmuseum Bestattungsmuseum Bestattungsmuseum In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne. Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen: Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner oder das Looshaus von Adolf Loos zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche. Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist. Ebenfalls von Hundertwasser gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau im Norden Wiens. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba. In den neu errichteten Stadtteilen nördlich der Donau rund um die Donau City und am Wienerberg findet sich schließlich auch moderne Architektur. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit 1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren vollzieht die Stadt eine Kombination aus moderner Architektur mit alten Gebäuden und Wohnbau, wie unter anderem die Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf Wien zog. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.

Sonstige Kultur

Zwischen Michaeler- und Josefsplatz liegt die Spanische Hofreitschule. Hier sind die Reitkünste der Hohen Schule zu sehen. Im Bereich des österreichischen Volkstanzes ist der Wiener Kathreintanz die bedeutendste Veranstaltung.

Veranstaltungen


- Wiener Festwochen - ein jährliches Festival mit Theater-, Musik- und anderen kulturellen Produktionen an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt.
- Viennale - Das Vienna International Film Festival findet seit 1960 jedes Jahr im Oktober statt.
- Donauinselfest - 1983 zum ersten Mal auf der Donauinsel ausgetragenes Musikfestival. Bei freiem Eintritt besuchen mittlerweile jeden Sommer rund drei Million Menschen die auf mehreren Bühnen veranstalteten Konzerte. Das Donauinselfest ist somit Europas größtes Open-Air-Festival mit freiem Eintritt.
- Wiener Opernball - Einer der „gesellschaftlichen Höhepunkte“ im Wiener Fasching in der Wiener Oper.
- Life Ball - Die größte Aids-Benefiz-Veranstaltung in Europa. Er findet jährlich im Rathaus statt.
- Regenbogenparade - Seit 1996 alljährliche Ende Juni auf der Wiener Ringstraße (seit 1997 gegen die Fahrtrichtung, als Zeichen für andersrum) veranstaltete LesBiSchwule-Parade. Die Parade, sie ist die österreichische Variante des Christopher Street Days, hat sich über die Jahre zum Wirtschaftsfaktor der Stadt entwickelt und wird mittlerweile international beworben. 2001 fand Europride mit mehr als 150.000 TeilnehmerInnen statt.
- Rathausplatz - Auf dem Rathausplatz - zwischen Rathaus und Burgtheater - werden in den Sommermonaten Opern- und Konzertfilme auf einer Großleinwand vorgeführt. Der Eintritt ist kostenlos. Auf diversen Ständen werden kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten. Der Rathausplatz verwandelt sich dann in einen Treffpunkt für Kulturliebhaber, kulinarische Forscher und Nachtschwärmer, die die einzigartige Atmosphäre auf diesem Platz genießen.

Infrastruktur

Stadtplanung

Der Wiener Stadtentwicklungsplan (kurz STEP) wird von MA 18 (Magistratsabteilung 18) erstellt und legt die Richtlinien für die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren fest und trägt somit maßgeblich zur städtischen Infrastruktur bei. Der Stadtentwicklungsplan 2005 befasst sich mit dem Zielgebiet Waterfront, einem Gebiet vom Donaukanal über den Praterstern, Nordbahnhof, Handelskai bis zur Alten Donau.

Verkehrsverbindungen

34 % aller zurückgelegten Wege finden in Wien mittels öffentlichem Verkehrsmittel statt, das ist europäischer Spitzenwert. Weitere 30 % aller zurückgelegten Wege werden zu Fuß bewältigt, und nur 36 % fahren mit dem eigenen Fahrzeug. Zwölf Donaubrücken verbinden das Stadtgebiet, das durch Donau und Donaukanal geteilt wird. Donaukanal

Öffentlicher Nahverkehr

Wien hat ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Dies beinhaltet die zur ÖBB gehörenden Schnellbahn, die Badner Bahn und das Netz der Wiener Linien (U-Bahn, Straßenbahn und Autobuslinien). Darüber hinaus fahren auch noch, vor allem in den Stadtrandzonen, private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 50 km bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ostregion.

City Bike

Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet im Zentrum von Wien das Citybike Mobilität mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann u. a. mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos.

Eisenbahn

Eisenbahn Historisch bedingt (alle Verkehrsverbindungen orientierten sich nach der Haupt- und Residenzstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie) hat Wien mehrere Kopfbahnhöfe:
- Wien Franz-Josefs-Bahnhof als Ausgangspunkt der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Südbahnhof (ehem. Südbahnhof u. Ostbahnhof) - Südbahn und Ostbahn;
- Wien Westbahnhof als Ausgangspunkt der Westbahn und die Durchgangsbahnhöfe
- Wien Hütteldorf an der Westbahn;
- Wien Heiligenstadt an der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Nord (Praterstern) an der Nordbahn - der nahe gelegene Nordbahnhof wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, da durch den Zerfall der Donaumonarchie und den Eisernen Vorhang vor allem der internationale Personenverkehr auf der Nordbahn seine Bedeutung verloren hatte;
- Wien Meidling (Philadelphiabrücke) - Südbahn;
- Wien Mitte (Landstraße). Daneben gibt es noch viele kleinere Bahnhöfe, die vor allem für den Personennahverkehr bedeutsam sind. Zur Bündelung des Fernverkehrs ist ein Tunnel von der Südbahn zur Westbahn (Wildschweintunnel, da unter dem Lainzer Tiergarten verlaufend), im Bau. Etwas westlich des heutigen Südbahnhofs ist der Bahnhof Wien Europa Mitte in Planung, wodurch Wien erstmals einen Hauptbahnhof erhalten wird. Der City Airport Train verbindet die Innenstadt mit dem Flughafen. Zudem gibt es noch zwei Parkeisenbahnen: die Liliputbahn Prater im Wiener Prater und die Donauparkbahn im Donaupark.

Straßenverbindungen

Donauparkbahn Wie die Bahnlinien verlassen auch die alten Fernstraßen (später Bundesstraßen) sternförmig die Stadt. Teilweise sind sie immer noch nach den Fernzielen benannt (Prager Straße (B3), Brünner Straße (B7), Triester Straße (B17)). Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 Westautobahn, A22 Donauuferautobahn, A4 Ostautobahn und A2 Südautobahn verlassen die Stadt radial.
Eine ringförmige Verbindung im Süden zwischen A2, A4 und A22 bildet die A23 Wiener Südosttangente, zu deren Entlastung derzeit die S1 Wiener Südumfahrung gebaut wird. Diese soll östlich der Donau eine Fortsetzung in einem Autobahnring finden; die zur Verbindung notwendige Querung der Lobau und damit des Nationalparks Donau-Auen ist derzeit aus ökologischen Gründen umstritten.
West- und Südautobahn sind durch die außerhalb des Wiener Stadtgebietes verlaufende A21, der Wiener Außenringautobahn miteinander verbunden. Die A5, die zukünftige Nordautobahn, soll eine zusätzliche Verbindung zwischen Drasenhofen an der tschechischen Grenze werden.

Flughafen

Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien-Schwechat. Im Jahr 2004 wurden über 225.000 Flugbewegungen abgewickelt; 14,8 Millionen Passagiere frequentierten den Flughafen. In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Pressburg (Bratislava) aus, wobei seit dem Jahr 2004 der Flughafen Wien-Schwechat mit dem Flughafen Pressburg kooperiert.

Schifffahrt

Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam und den deutschen Industriegebieten als auch mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer verbunden. Der geplante Donau-Oder-Kanal ist unvollendet geblieben.
- Die Personenschifffahrt auf der Donau hat fast nur mehr touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Bratislava und Budapest. Der Wiener Personenhafen liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nußdorf und am Donaukanal beim Schwedenplatz.
- Wesentlich bedeutender ist der Frachthafen in der Freudenau. 2003 wurden im Wiener Hafen 9 Mio. Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1.550 Schiffe abgefertigt.

Wasserversorgung

Hauptartikel: Wiener Wasserversorgung Wien wird seit 1873 durch die erste und seit 1910 zusätzlich durch die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die Hauptkläranlage in Simmering geleitet. Wasser aus einem Grundwasserwerk in der Lobau wird bei besonders hohem Wasserverbrauch in bestimmten Bezirken dem Hochquellwasser beigemengt.

Energieversorgung

Für die Stromleitungen Wiens ist die Wien-Energie zuständig, ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt. Wien Energie ist der wichtigste Stromlieferant Wiens.

Bildung

In Wien befinden sich 283 Volksschulen (davon sind 217 öffentliche Schulen), 120 Hauptschulen (davon 96 öffentliche), 46 Sonderschulen (40 öffentliche) und 95 Allgemeinbildende höhere Schulen (67 öffentliche). Weiters befinden sich in Wien eine Vielzahl von
- Berufsschulen (28 davon 25 öffentliche) zum Beispiel: :
- [http://www.bs-evt.at BS Elektrotechnik] :
- [http://gastgewerbe.at BS Gastgewerbe] :
- [http://www.wiener-berufsschulen.at/hpgen/projects/BK/index.php BS für Bürokaufleute]
- Technische und Gewerbliche mittlere und höhere Schulen (22 davon 11 öffentliche) zum Beispiel: :
- [http://www.htl-tex.ac.at HBLVA Textilindustrie] :
- [http://www.graphische.at Höhere Graphische BLVA] :
- [http://www.hblva17.magnet.at HBLVA Chemische Industrie] :
- [http://www.tgm.ac.at Technologisches Gewerbemuseum (TGM)]
- Wirtschaftsberufliche mittlere und höhere Schulen (21 davon 8 öffentliche) zum Beispiel: :
- [http://www.hbla9.at/michelbeuern.htm HBLA für Mode und wirtschaftliche Berufe] :
- [http://www.die-herbststrasse.at HBLA für Mode] :
- [http://www.tourismusschule.at HBLA Tourismusschule]
- Kaufmännische mittlere und höhere Schulen (16 davon 6 öffentliche) zum Beispiel: :
- [http://www.ibc.ac.at BHAK BHAS Hetzendorf] :
- [http://www.bhakwien22.at BHAK BHAS Polgarstrasse] näheres siehe [http://www.bmbwk.gv.at/schulen/index.xml Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur]

Universitäten


- Akademie der bildenden Künste Wien
- Medizinische Universität Wien
- Technische Universität Wien
- Universität Wien
- Universität für angewandte Kunst
- Universität für Bodenkultur Wien
- Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
- Veterinärmedizinische Universität Wien
- Wirtschaftsuniversität Wien

Fachhochschulen


- Fachhochschule Technikum Wien, Wien
- Fachhochschul-Campus Wien, Wien
- Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien, Wien
- Fachhochschule der Wirtschaft Wien, Wien
- Sales Manager Akademie Wien, Wien

Wirtschaft

In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten Arbeitsplätzen ist zugleich auch der kleinste, nämlich der 1. Bezirk. Wien genießt international den guten Ruf der hohen Lebensqualität, niedriger Kriminalitätsraten und als „Sprungbrett in den Osten“, da die Stadt und seine Unternehmen schon lange gute Beziehungen zu den MOEL pflegen und daher über reichlich Erfahrung verfügen. Dies wird darin sichtbar, dass viele internationale Konzerne ihre Osteuropa-Zentrale in Wien ansiedeln. Beispiele dafür wären u.a. Heineken oder die HypoVereinsbank.

Freizeit

Nachtleben

HypoVereinsbank In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird (weil so mancher nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll). In den folgenden Jahren dehnte sich die Lokalszene an beiden Ufern des Donaukanals aus. Nahe der Haltestelle Schottenring, ebenfalls am Donaukanalufer, befindet sich schon seit 1994 das Flex - einer der größten Clubs in Wien. Dort finden fast täglich Abendveranstaltungen und Auftritte von lokal sowie international renommierten DJs, oder auch von (alternativen) Bands statt. Sehr bekannt und beliebt ist dort auch der wöchentlich stattfindende Dub Club. Mit großen Acts - vor allem aus der Ragga/Reggae/Dancehall-Szene - kann auch das WUK nahe dem Währinger Gürtel aufwarten, wo unter anderem der House-Club H.A.P.P.Y stattfindet. Vor allem in den Sommermonaten ist das MQ - Museumsquartier ein beliebter Treffpunkt, wo mehrere Lokale Gastgärten unter freiem Himmel betreiben. Mit der Schließung des alten allgemeinen Krankenhauses (Altes AKH) wurde ein großes Areal frei, in dem sich einige Uni-Institute, Geschäfte und Lokale ansiedelten und auch für eine Belebung der umliegenden Bezirke sorgten. In den 1990er Jahren schließlich wurde die Sanierung des Gürtels in Angriff genommen, sodass sich etliche In-Lokale auf der ehemaligen Bordellmeile ansiedelten. Einen weiteren Schwerpunkt des Nachtlebens bildet im Sommer die Copa Cagrana auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke mit zahlreichen Open-Air-Lokalen. Ebenfalls eine seit einigen Jahren neu belebte Gegend ist das Freihausviertel im vierten Bezirk, das nicht nur abends, sondern, wegen seiner Nähe zum Naschmarkt, auch untertags gut frequentiert ist. Zusätzlich entstanden seit dem Ende der 90er Jahre zahlreiche Großraum-Diskotheken am Stadtrand, unter anderem in Donaustadt. Online-Veranstaltungsprogramme bieten die Websites der Stadtzeitung „Der Falter“ (siehe Weblinks).

Essen und Trinken

Essen

An belebten Straßenecken kann man im Winter an kleinen Ständen Maroni, Kartoffelpuffer oder auch geröstete Mandeln kaufen. Auch Würstel freuen sich großer Beliebtheit und können fast überall erworben werden. Das in Deutschland als Wiener bekannte Würstchen wird in Wien allerdings Frankfurter genannt. Beliebter sind an Wiens Wüstelstanden allerdings andere Würste wie die Burenwurst oder Käsekrainer. Das österreichische Pendant zum Hot Dog ist der Bosner, welcher mit einer Bratwurst gefüllt ist. Bekannt ist Wien auch für seine Schnitzel. Hierbei handelt es sich um ein paniertes Kalbsschnitzel, dass sehr flach geklopft wird (die Poren schließen sich beim Braten schneller). Für ungefähr 14 € kann man es fast in jedem Lokal mit wienerischer Küche bekommen, allerdings sollte man darauf achten, dass es sich nicht um ein Schweinsschnitzel Wiener-Art handelt. Empfehlenswert ist das Restaurant Figlmüller (Bäckerstraße 6), dass für seine großen Schnitzel bekannt ist. Allerdings ist es immer sehr gut besucht und wer