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Internationale Politik

Internationale Politik

Internationale Politik ist der politischen Bereich, indem die Staaten, über Normen und Institutionen, Beziehungen untereinander unterhalten. Dieser Bereich wird auch Internationale Beziehungen genannt. Als politikwissenschaftliche Teildisziplin beschäftigt sich die Internationale Politik mit Fragen der internationalen Beziehungen und Organisationen, der Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik.

Literatur


- Woyke, Wichard: Handwörterbuch Internationale Politik, Stuttgart (2005), ISBN 3825207021
- Knapp, M./Krell, G.: Einführung in die internationale Politik, Oldenbourg (2003), ISBN 3486259687
- Schirm, Stefan: Internationale Politische Ökonomie, Baden-Baden (2004), ISBN 3832907351
- Hartmann, Jürgen: Internationale Beziehungen, Stuttgart (2001), ISBN 3825222225 Kategorie:Politologie

Internationale Beziehungen

Das Fach Internationale Beziehungen (IB) bildet eine Teildisziplin der Politikwissenschaft, die sich vor allem mit dem Verhältnis von Staaten ("inter-national" - zwischen Nationen) zueinander befasst.

Gegenstand der IB

Darüber hinaus befinden sich in zunehmendem Maße internationale Zusammenarbeit und Verhalten jenseits der Nationalstaaten im Fokus des Forschungsinteresses; Nichtregierungsorganisationen (NGOs), internationale Organisationen und Staaten befinden sich demnach in einem Raum internationaler Kommunikation oder jedenfalls Interaktion. Die Inhalte der Disziplin lassen sich auf zwei verschiedene Arten untergliedern: Einmal nach den Interpretationsansätzen, die verwandt werden (Theorien), und zum anderen nach den behandelten Politikfeldern (Policies). In der Geschichte der IB gab es drei sog. "Große Debatten", langandauernde Forschungsdiskussionen, die das Fach geprägt haben: in den 1940/50er Jahren die erste zwischen Idealismus und Realismus, in den 1960er Jahren zwischen Szientismus und Traditionalismus und in den 1980er Jahren zwischen Postmodernismus und Positivismus. Die IB sind bisher sehr stark von der US-amerikanischen Politikwissenschaft behavioralistischer Ausrichtung geprägt. Das Politikverständnis der IB ist mit Czempiel (2004) als die "autoritative Zuteilung von Werten in den Bereichen Sicherheit, Wohlfahrt und Herrschaft" zu bezeichnen.

Geschichte der IB

Der Anfang dieser Teildisziplin der Politikwissenschaften läßt sich auf die Pariser Friedenskonferenz von 1919 datieren. Damals war den Politikern wichtig, eine Katastrophe wie den Ersten Weltkrieg in zukunft zu vermeiden. Dazu sollte eine Wissenschaft eingerichtet werden, die Bedingungen dauerhaften Friedens aufzeigen sollte.

Theorien der Internationalen Beziehungen

Zur Zeit sind der Neorealismus, Liberalismus, Institutionalismus und - mit Abstrichen - Sozialkonstruktivismus die bedeutendsten Theorien, in den Vereinigten Staaten dominiert bislang eindeutig der Neorealismus (Keohane/ Waltz). Kennzeichnend für die IB sind ausladende Theoriediskussionen auch und vor allem metatheoretischer Art.
- Englische Schule
- Dependenztheorien
- Feministische IB-Theorie
- Interdependenztheorie
- Konstruktivismus (Metatheorie)
- Liberalismus
- Neo-Gramscianismus
- Pluralismus
- Politischer Realismus und Neorealismus
- Postmodernistische IB-Theorie
- Regimetheorie/ Institutionalismus

Inhalte der Internationalen Beziehungen

Kernbereich der IB ist die Beschäftigung mit Konflikten. Dabei stehen die Aspekte Konfliktparteien, Konfliktgegenstand, Konfliktumwelt, Positionsdifferene und Konfliktaustrag zu Analyse an (Schimmelpfennig 1995:29). Die verschiedenen Theorien der IB bieten jeweils unterschiedliche Analysekonzepte und Konfliktlösungsstrategien an. Im deutschsprachigen Raum ist besonders das Konzept der sog. Tübinger Schule (Rittberger, Hasenclever u.a.) bedeutsam, deren Konfliktanalyse einerseits auf einem prozessualen Politikbegriff beruht (Schwerpunkt: friedlicher Konfliktaustrag) und andererseits stark in der Friedensforschung verwurzelt ist.
- Themen der internationalen Politik
  - Außenpolitik
  - Diplomatie
  - Entwicklungspolitik
  - Friedensforschung
  - Globale Umweltpolitik
  - Globalisierung
  - Internationale Handelspolitik
  - Internationale Nuklearpolitik
  - Nahostkonflikt
  - Nord-Süd-Konflikt
  - Ost-West-Konflikt
  - Völkerrecht

Internationale Organisationen und Regime


- UNO
- OSZE
- Europäische Union
- Militärbündnisse
- NATO
- ehem. Warschauer Pakt
- nichtstaatliche Organisationen (NGOs)
  - Amnesty International
  - ATTAC
  - Greenpeace
  - Freedom House

Studienliteratur


- Bueno des Mesquita, Bruce: Principles of International Politics - People's Power, Preferences and Perceptions', Washington 2000
- Hartmann, Jürgen:
Einführung in die Internationalen Beziehungen, Opladen 2001
- Hellmann, Gunther/ Wolf, Klaus Dieter/ Zürn, Michael (Hg.):
Die neuen Internationalen Beziehungen. Forschungsstand und Perspektiven in Deutschland, Baden-Baden 2003. ISBN 3-8329-0320-8
- Krell, Gert:
Weltbilder und Weltordnung, Baden-Baden 2004, 3. Aufl. ISBN 383290347X
- Menzel, Ulrich:
Zwischen Idealismus und Realismus, Frankfurt a.M. 2004
- Schieder, Siegfried/ Spindler, Manuela:
Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen (2003) ISBN 3825223159, Standardeinführung mit Überblicksdarstellungen der Denkschulen
- Schimmelpfennig, Frank:
Debatten zwischen Staaten. Eine Argumentationstheorie internationaler Systemkonflikte, 1995
- Viotti, Paul R./ Kauppi, ?: International Relations Theory, Boston 2002, 3. Aufl.
- Woyke, Wichard:
Handwörterbuch Internationale Politik, Stuttgart (2005), ISBN 3825207021
- Knapp, M./Krell, G.:
Einführung in die internationale Politik, Oldenbourg (2003), ISBN 3486259687
- Schirm, Stefan:
Internationale Politische Ökonomie, Baden-Baden (2004), ISBN 3832907351

Zeitschriften


-
International Organization
-
Zeitschrift für Internationale Beziehungen Kategorie:Politologie Kategorie:Diplomatie ja:国際関係論

Stuttgart

Stuttgart ist eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist die Hauptstadt und mit gut 590.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs, sowie mit den gleich großen Städten Essen und Dortmund je nach genauem Zähldatum und Quelle schwankend auf den Plätzen 6 bis 8 der größten deutschen Städte. Sie ist mit Sitz von Landtag und Landesregierung sowie zahlreicher Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 204 km nordwestlich und München etwa 220 km südöstlich von Stuttgart. In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf Schwäbisch lautet ihr Name Schduargerd, auf Bayrisch Stuggart. Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (3.996.338 Einwohner, 31. März 2004) und der Region Stuttgart (2.658.595 Einwohner, 31. März 2004) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).

Geographie

Geografische Lage

Bistum Rottenburg-Stuttgart]] Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich im sog. "Stuttgarter Kessel", einer Talerweiterung des (inzwischen meist verdeckt fließenden) in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.

Raumplanung

Die Stadt liegt im Zentrum des Verdichtungsraums Stuttgart. Zu diesem gehören neben dem Stadtkreis Stuttgart nahezu alle Gemeinden der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis innerhalb der Region Stuttgart und darüber hinaus im Norden die Gemeinden um Heilbronn und im Süden die Gemeinden im Raum Reutlingen und Tübingen. Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist. Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Stuttgart überschritt etwa um das Jahr 1870 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. Ende 2004 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 590.992 Menschen. Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt je nach genauem Zähldatum und Quelle in Deutschland an der sechsten bis achten Stelle.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)

Stadtgliederung

Remseck am Neckar Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in 5 innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen "Bezirksbeirat" und einen "Bezirksvorsteher" (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig). Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
- Siehe auch Liste der Stadtteile von Stuttgart.

Klima

Durch die Kessellage und der dichten Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und schwüles Klima. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich. Im Sommer kommt es immer wieder zur so genannten Inversions-Wetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch im Kessel.

Geschichte

Weinbau Weinbau Weinbau Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudolf war ein Sohn Kaisers Otto I. des Großen. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal. Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen. Die Siedlung nahe des Gestüts befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie übrigens auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal. Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg. Die US-amerikanische Besatzungsmacht erklärte Stuttgart 1946 zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden, das 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Henriette Arendt wurde 1903 in Stuttgart als erste Polizistin Deutschlands eingestellt. Am 22. Oktober 1845 fährt die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim- ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt Stuttgart in der amerikanischen Besatzungszone, die noch 1946 zum Land Württemberg-Baden wird. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern am 25. April 1952 wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg. 1. Oktober 1978. Die S-Bahn in Stuttgart beginnt auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)

Religionen

1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen innerhalb der Prälatur ("Sprengel") Stuttgart. Seit dem 18. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche, die heutige Domkirche St. Eberhard, erbaut 1808-1811 (heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart). In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. Die Gemeindeglieder gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Filder und Stuttgart-Nord der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3%. Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 % und zum protestantischen Glauben noch ca. 30 %. Der Rest gehört anderen Religionen an oder ist konfessionslos.
(Siehe auch Kirchen in Stuttgart).

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (°) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
- Siehe auch: Einwohnerzahlen der Stuttgarter Stadtbezirke
° Volkszählungsergebnis

Literaturhinweise


- H. Schäfer, Befunde aus der "Archäologischen Wüste": Die Stiftskirche und das Alte Schloss in Stuttgart. Denkmalpflege in Baden-Württemberg 31, 2002, 249-258.
- J. Wahl, Die Gebeine von Johannes Brenz et al. aus der Stiftskirche in Stuttgart. Osteologisch-forensische Untersuchungen an historisch bedeutsamen Skelettresten. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 30, 2001, 202-210.

Politik

In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein "Stadtoberamt" und ein "Amtsoberamt" (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor.
Nach Einführung des Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung Schultheiß, in Städten Stadtschultheiß trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der "Württembergischen Gemeindeordnung" von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohner eingeführt.
- Siehe auch Wahlergebnisse in Stuttgart seit 1999

Gemeinderat

Wahl am 13. Juni 2004)
- CDU 32,9% (-5,3) - 21 Sitze (-4)
- SPD 22,8% (-0,6) - 14 Sitze (-1)
- GRÜNE 18,7% (+5,7) - 11 Sitze (+3)
- FW 9,7% (+3,3) - 6 Sitze (+2)
- FDP/DVP 6,5% (+0,3) - 4 Sitze (=)
- REP 3,9 % (-1,0) - 2 Sitze (-1)
- PDS 1,8% (+0,1) - 1 Sitz (=)
- SÖS 1,7% (+1,7) - 1 Sitz (+1)
- Andere 2,0% (-4,2) - 0 Sitze (=)

Stadtoberhäupter seit 1800

(bis 1811: Stadtoberamtmann; 1811-1819: Stadtdirektor; ab 1820: Oberbürgermeister)
- 1799 - 1804: Christian Heinrich Günzler (
- 1758; † 1842)
- 1805 - 1811: Gottfried Eberhard Hoffmann
- 1811 - 1813: Eberhard von Wächter
- 1813 - 1819: Karl Friedrich von Dizinger
- 1820 - 1833: Dr. jur. August Willibald Feuerlein (
- 1781; † 1850)
- 1833 - 1861: Georg Gottlob Gutbrod (
- 1791; † 1861)
- 1862 - 1872: Heinrich (von) Sick (
- 1822; † 1881)
- 1872 - 1892: Prof. Dr. Friedrich Hack (
- 1843; † 1911)
- 1893 - 1899: Emil (von) Rümelin (
- 1846; † 1899)
- 1899 - 1911: Heinrich von Gauß (
- 1858; † 1921)
- 1911 - 1933: Dr. Karl Lautenschlager (
- 1868; † 1952)
- 1933 - 1945: Dr. Karl Strölin (
- 1890; † 1952)
- 1945 - 1974: Dr. Arnulf Klett (
- 1905; † 1974)
- 1974 - 1996: Dr. Manfred Rommel (
- 1928), CDU
- 1997 - : Dr. Wolfgang Schuster (
- 1949), CDU

Wappen

CDU CDU Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt in Gold ein steigendes schwarzes Pferd. Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11. April 1938 im amtlichen Gebrauch. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb. Die Stadtflagge wurde am 10. Juli 1950 vom württemberg-badischen Ministerrat verliehen. Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Das Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein "redendes" Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.

Städtepartnerschaften

Stuttgart unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- St. Helens, Vereinigtes Königreich, seit 1948
- Cardiff, Vereinigtes Königreich, seit 1955
- St. Louis, USA, seit 1960
- Straßburg, Frankreich, seit 1962
- Mumbai (früher Bombay), Indien, seit 1968
- Menzel-Bourguiba, Tunesien, seit 1971
- Kairo, Ägypten, seit 1979
- Łódź, Polen, seit 1988
- Brünn, Tschechien, seit 1989
- Samara, Russland, seit 1992

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Staatstheater Stuttgart - größtes Drei-Sparten-Theater der Welt, dazu gehören das - Opernhaus ("Oper des Jahres" 1998, 1999, 2000 und 2003) mit Sitz des Stuttgarter Balletts - Schauspielhaus - Kammertheater - Theater im Depot
- Altes Schauspielhaus und Komödie im Marquardt
- FITS Figurentheater Stuttgart
- Forum Theater
- Friedrichsbau Varieté
- Makal City Theater GmbH (Pantomime)
- Die Rampe
- Renitenz-Theater (Stuttgarts bekanntes und literarisches Kabarett)
- Theater am Faden (Marionettenbühne)
- Theater der Altstadt im Westen e.V.
- Theater am Olgaeck
- Theater im Zentrum
- Theater in der Badewanne
- Theater La-Plapper-Papp (Stabpuppentheater)
- Theater Tredeschin (Puppentheater)
- Theater tri-bühne
- Theaterhaus Stuttgart
- TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Tanz/Theater/int. Solo-Tanz-Theater Festival/Neue Musik u.a.)
- Wilhelma-Theater in Bad Cannstatt
- Wortkino
- Volkstheater ('s Boulevärle, Stuttgarter Volkstheater im Rebstöckle, Stuttgarter Theäterle, unter anderem )
- Zwei Musical-Theater im SI-Centrum :Palladium Theater: Mamma Mia! (Laufende Produktion 2005/06) :Apollo Theater: Elisabeth (Laufende Produktion 2005/06)

Museen

Siehe auch: Liste der Museen in Stuttgart
- Alte und Neue Staatsgalerie
- Bibelmuseum der Deutschen Bibelgesellschaft
- Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim
- Haus der Geschichte Baden-Württemberg
- Heimatmuseum der Bessarabiendeutschen
- Hegelhaus (Geburtshaus von Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
- Kunstmuseum Stuttgart
- Lapidarium
- Linden-Museum Staatliches Museum für Völkerkunde
- Musikinstrumentensammlung im Fruchtkasten am Schillerplatz
- Museum am Löwentor
- Museum am Rosenstein
- Mercedes-Benz Museum
- Mercedes-Benz Welt (ab 2006)
- Porsche-Museum
- Straßenbahnmuseum Zuffenhausen
- Stuttgarter Feuerwehrmuseum in Stuttgart-Münster
- Theodor-Heuss-Haus
- Weinbaumuseum Uhlbach
- Württembergisches Landesmuseum (Altes Schloss)

Bibliotheken


- Württembergische Landesbibliothek

Archive


- Baden-Württembergisches Landesarchiv

Musik


- Staatsorchester Stuttgart (Orchester des Württembergischen Staatstheaters); gegründet im 18. Jahrhundert; Generalmusikdirektoren waren unter anderem Max von Schillings und Vaclav Neumann.
- Stuttgarter Philharmoniker; gegründet 1924.
- Radio Sinfonieorchester Stuttgart des SWR; gegründet 1946, Chefdirigent Sir Roger Norrington.
- Stuttgarter Kammerorchester e.V.; gegründet 1947 von Karl Münchinger.
- SWR Big Band Stuttgart; gegründet 1951 als "Südfunk-Tanzorchester".
- Junges Kammerorchester Stuttgart; Leitung: Alexander Scherf, gegründet 1960 als "Jugendkammerorchester Stuttgart".
- Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
- Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart
- SWR Vokalensemble Stuttgart; gegründet 1946 als "Südfunk-Chor Stuttgart".
- "Gächinger Kantorei"; gegründet 1954 von Helmuth Rilling, benannt nach dem Gründungsort Gächingen auf der Schwäbischen Alb
- Kammerchor Stuttgart; gegründet 1968.
- Untertürkheimer Kantorei; gegründet 1892 als "Evangelischer Kirchenchor Untertürkheim"
- Bachchor Stuttgart; gegründet 1949.
- Kammerchor "Cantus Stuttgart"; gegründet 1989 als "Cantus Cannstatt".
- Christophorus-Symphonie-Orchester Stuttgart; gegründet 1969.
- Neuer Chor Stuttgart; gegründet 1985.
- DaimlerChrysler Orchester; gegründet 1979

Bauwerke

Brücken


- Neckartalviadukt Untertürkheim
- Nesenbachviadukt
- Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster

Industriebauwerke


- Kraftwerk Stuttgart-Münster
- Kraftwerk Stuttgart-Gaisburg
- Züblin-Haus

Kirchen


- Stiftskirche Stuttgart, altes Wahrzeichen der Stadt Sonstige Kirchen (siehe auch Kirchen in Stuttgart):
- Evangelische Leonhardskirche
- Evangelische Hospitalkirche
- Evangelische Thomaskirche (Stuttgart-Kaltental)
- Evangelische Stadtkirche St. Germanus von 1478 (Untertürkheim)
- Domkirche St. Eberhard (Pro-Kathedrale des Römisch-katholische Bistums Rottenburg Stuttgart)
- Katholische St. Barbara-Kirche Hofen
- Veitskapelle Mühlhausen
- Grabkapelle auf dem Württemberg (Stadtteil Rotenberg)
- Martinskirche, Urkirche St. Martinus 12. Jahrhundert (älteste Kirche Stuttgarts)

Schlösser


- Altes Schloss
- Neues Schloss
- Schloss Hohenheim
- Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum)
- Schloss Solitude mit Akademie Schloss Solitude
- Villa Berg
- Wilhelma (heute Tierpark)

Tunnel

Wegen der hügeligen Topografie ist Stuttgart auch eine Stadt der Tunnel. Darunter befinden sich Straßentunnel, Eisenbahntunnel, S-Bahntunnel und Stadtbahntunnel. Straßentunnel
- Der Wagenburgtunnel von 1930 diente ursprünglich als Luftschutzkeller. Die 824 m lange Südröhre wurde 1957 ausgebaut und war bei ihrer Eröffnung der längste Straßentunnel Deutschlands.
- Der Heslacher Tunnel mit 2.300 m Länge wurde von 1980 bis 1991 gebaut, es folgen auf der B 14 dann der Viereichenhautunnel (290 m) und der Gäubahntunnel (450 m) bis zum Schattenring
- Der Schwabtunnel von 1894/96 mit 124 m Länge war lange mit 10,5 m breitester Tunnel Europas und ist der erste innerstädtische Tunnel Europas.
- Johannesgrabentunnel (260 m) an der Bundesautobahn 831 in Stuttgart-Vaihingen
- Österfeld- und Hengstäckertunnel auf der Nord-Süd-Straße
- Berger-, Leuze- und Schwanenplatz Tunnel (500 m) bei den Mineralbädern in Stuttgart-Berg
- Pragsatteltunnel (ist gerade im Bau) Eisenbahntunnel
- Pragtunnel (viergleisig) an der Strecke nach Feuerbach.
- Kriegsbergtunnel (zweigleisig) an der Strecke nach Böblingen (Gäubahn).
- Hasenbergtunnel (zweigleisig an der Gäubahn.
- Rosensteintunnel (viergleisig) an der Strecke nach Bad Cannstatt. S-Bahntunnel Der Tunnel der S-Bahn-Stammstrecke zwischen der Rampe Hauptbahnhof und dem Portal beim Haltepunkt Österfeld gilt mit einer Länge von 8,2 km als längster S-Bahntunnel Deutschlands. Dieser Tunnel weist zwischen den Haltepunkten Schwabstraße und Universität zudem noch eine Steigung von 35 Promille und zwischen Universität und Österfeld gar von 38 Promille auf. Stadtbahntunnel Beginnend Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Stuttgarter Straßenbahn zur Stadtbahn ausgebaut, wobei zahlreiche innerstädtischen Strecken in den Untergrund verlegt wurden. Die Tunnel wurden dabei gleich mit einem für die Stadtbahnfahrzeuge erforderlichen erweiterten Lichtraumprofil ausgestattet, so daß die Umspurung von Meter- auf Normalspur möglich war.

Türme


- Bismarckturm in Stuttgart-Nord
- Killesbergturm
- Aussichtsturm Burgholzhof in Bad Cannstatt
- Tagblatt-Turm, Deutschlands erstes Sichtbetonhochhaus
- Stuttgarter Fernsehturm, neues Wahrzeichen der Stadt
- Stuttgarter Fernmeldeturm
- Stuttgarter Funkturm
- Technoturm, am Pragsattel
- Vaihinger Stativ, Vodafone-Mobilfunkturm in Stuttgart-Vaihingen
- Kriegsbergturm, in Stuttgart-Nord
- Bahnhofsturm am Hauptbahnhof Stuttgart
- Wasserturm Stuttgart-Degerloch

Weitere Gebäude


- Weißenhofsiedlung am Killesberg
- Stuttgarter Hauptbahnhof
- Gottlieb-Daimler-Stadion (ehemals "Neckarstadion")
- Hanns-Martin-Schleyer-Halle
- Jugendstil-Krematorium im Pragfriedhof
- Kultur- und Kongress-Zentrum Liederhalle
- Markthalle
- Planetarium Stuttgart
- SI-Centrum
- Villa Reitzenstein
- Villa Berg
- Villa Gemmingen-Hornberg
- Altes Steinhaus

Parkanlagen und Seen


- Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten in Bad Cannstatt
- Höhenpark Killesberg Gartenschaugelände von 1939 und 1993
- Schloss Hohenheim :- Alter Botanischer Garten :- Neuer Botanischer Garten :- Exotischer Garten
- Stuttgarter Eichenhain im Stadtteil Sillenbuch, seit 1957 Naturschutzgebiet
- Stuttgarter Schlossgarten - Obere Anlagen - Untere Anlagen
- Rosensteinpark von 1824
- NeckarPark mit dem Cannstatter Wasen
- Hoppenlau-Friedhof von 1626 (Stuttgart-Mitte)
- Waldfriedhof von 1913
- Pragfriedhof von 1873 mit Jugendstil-Krematorium
- Uff-Kirchhof von 1506 in Bad Cannstatt
- Max-Eyth-See am Neckar in Stuttgart-Hofen
- Wildparkseen (Bärensee, Neuer See, Pfaffensee) im Rot- und Schwarzwildpark in Stuttgart-West
- Egelsee am Wartberg in Stuttgart-Nord
- Rohrer See in Stutttgart-Rohr

Mineralbäder


- Mineralbad/Thermalsolebad Bad Cannstatt
- Mineralbad Leuze (Stuttgart-Ost)
- Mineralbad Berg (Stuttgart-Ost)

Diverses


- Königstraße (Hauptachse der Fußgängerzone)
- Calwer Straße (überdachte Fußgängerzone in Stuttgart-Mitte)
- Hauptstätter Straße
- Breuninger am Marktplatz (Deutschlands zweitgrößtes Kaufhaus)
- Zahnradbahn Stuttgart
- Standseilbahn Stuttgart
- Historische Straßenbahnlinien 19 + 23
- Killesbergbahn Stuttgart
- Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshöhe
- Aussichtsrestaurant im Hochhaus Hannibal

Sport

Fußball: :Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fußball-Vereine. :Der als die "Roten" bekannte VfB Stuttgart (Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V.), der im Gottlieb-Daimler-Stadion seine Heimspiele in der Fußball-Bundesliga austrägt. :Die "Blauen" des SV Stuttgarter Kickers e.V., der im Jahre 1899 gegründet wurde, spielen zur Zeit in der Regionalliga Süd. Ihre Heimspiele finden im GAZI-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt. Eishockey: :Im Eishockey wird Stuttgart von den Stuttgart Wizards in der Oberliga Süd und vom Stuttgarter EC im Nachwuchs- und Amateurbereich vertreten. Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen. Football: :Im Football wird Stuttgart von den Stuttgart Scorpions vertreten. Sie tragen ihre Spiele im GAZI-Stadion auf der Waldau aus.

Regelmäßige Veranstaltungen


- CMT - Messe für Caravan, Motor und Touristik (Januar)
- Sechs-Tage-Rennen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Januar/Februar)
- Lange Nacht der Museen (März)
- Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen (April/Mai)
- Hamburger Fischmarkt auf dem Karlsplatz (Juli)
- Weißenhof-Tennisturnier (Juli)
- Stuttgarter Sommerfest im Schlossgarten und Schlossplatz, zum 15. Mal vom 4. - 7. August 2005
- German Open Championships im Tanzsport, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL), Mitte August
- Umsonst & Draußen 3-Tages-Musik-Polit-Kulturspektakel
- Stuttgarter Weindorf in der Innenstadt (August/September)
- Europäisches Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie Stuttgart in der Liederhalle (September)
- Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen - im dreijährigen Rhythmus verbunden mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (September/Oktober)
- Stuttgarter-Kulturnacht (Oktober)
- German Masters Großes Hallen-Reitturnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Oktober/November)
- Flohmarkt Frühjahr und Herbstflohmarkt in der ganzen Innenstadt
- Weihnachtsmarkt (früher 'Weihnachtsmesse' genannt) in der Innenstadt (Adventszeit)

Wirtschaft und Infrastruktur

Adventszeit Die Stadt und ihre Umgebung ist für ihre High-Tech-Unternehmen bekannt. Unter den bekanntesten Vertretern finden sich DaimlerChrysler, Porsche, Bosch, Hewlett-Packard und IBM, die hier ihr deutsches oder auch weltweites Hauptquartier haben. Neben diesen globalen Konzernen weist die Stuttgarter Wirtschaft um die 1.500 mittelständische Unternehmen auf. Stuttgart ist mit der Börse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Börsenplatz in Deutschland. Die Region Stuttgart kann deutschlandweit die höchste Dichte an wissenschaftlichen, akademischen und forschenden Einrichtungen aufweisen. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Patente angemeldet als hier. Mehr als 11% aller Ausgaben in F&E (Forschung & Entwicklung) in Deutschland werden hier ausgegeben - schätzungsweise 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. Neben den beiden Universitäten (Stuttgart und Hohenheim) bestehen in Stuttgart sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (und zwar für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), das Informationszentrum RAUM und BAU (IRB), für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie für Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG)), zwei Max-Planck-Institute (für Festkörperforschung und für Metallforschung) sowie andere Einrichtungen. Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank (3. Spielbank des Landes Baden-Württemberg nach Baden-Baden und Konstanz), die seit 2003 unter der Regie der "Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH Co.KG" mit Sitz in Baden-Baden betrieben werden.2003] Im Stadtgebiet befinden sich in Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg größere Kraftwerke.

Verkehr

Die Landeshauptstadt ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe Baden-Württembergs:
Südlich der Stadt, auf Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen, befindet sich der Flughafen Stuttgart, der größte Flughafen des Landes Baden-Württemberg. Seit der Eröffnung des neuen Terminals 3 im März 2004 hat der Stuttgarter Airport eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren. 2003 flogen etwa 7,6 Millionen Gäste, 2004 bereits 8,8 Millionen von und nach Stuttgart. Für das Jahr 2005 geht man von mehr als 9,3 Millionen Passagieren aus.
Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof führen Strecken nach Karlsruhe-Straßburg-Paris, nach Mannheim-Köln, nach Ulm-München, nach Zürich-Mailand (Linie des Cisalpino), nach Nürnberg, nach Tübingen und nach Heilbronn. Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehört auch das Containerterminal in Stuttgart-Obertürkheim und der Rangierbahnhof im benachbarten Kornwestheim.
1997 hat der Stuttgarter Gemeinderat den Rahmenplan für das Projekt Stuttgart 21 verabschiedet. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2003 veröffentlicht. Das Kernstück des Projekts ist der Bahnhof 21. Dieser Bahnhof befindet sich komplett unter der Oberfläche und ist zu Baubeginn der Modernste in Europa. Dazu gehört eine Anbindung an den Stuttgarter Flughafen und an das Projekt NBS Wendlingen-Ulm, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm. Ausschlaggebend für den Beschluss waren wirtschaftliche Interessen, bedingt durch kürzere transeuropäische Reisezeiten. Der offizielle Bauplan von 2003 sieht eine Inbetriebnahme ab Mitte 2013 vor.
Die Autobahn A 8 (Paris-Straßburg-)Karlsruhe-München bildet die südliche Stadtgrenze und die A 81 (Zürich)-Singen (Hohentwiel)-Würzburg führt westlich der Stadt vorbei. Sie mündet von Süden kommend im Stadtbezirk Vaihingen am Autobahnkreuz Stuttgart in die A 8 (geradeaus geht es über eine Stadtautobahn Richtung Innenstadt), beide laufen dann gemeinsam mit 3 bis 5 Fahrspuren pro Richtung bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck, an dem die A 81 dann wieder in nördlicher Richtung abzweigt.
Quer durch Stuttgart verlaufen die B10, B14, B27 und die B295. Bis auf die B14 führen alle auf dem Pragsattel zusammen, dem größten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt.
Pragsattel] Ferner hat die Stadt einen Binnenhafen in Stuttgart-Hedelfingen am Neckar. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen 6 S-Bahn-Linien der DB Regio (siehe: S-Bahn Stuttgart) sowie 13 Stadtbahn-Linien (darunter 3 Sonderlinien), 1 Straßenbahnlinie, 1 Zahnradbahnlinie, 1 Standseilbahnlinie und 55 Buslinien der "Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)" und mehrere Buslinien weiterer privater Verkehrsunternehmen. Zusätzlich hat Stuttgart ein flächendeckendes Carsharing-Angebot mit "Stadtmobil", das im Verbund mit DB-Carsharing auch von außerhalb genutzt werden kann. Alle Nahverkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nutzbar. Die 6 S-Bahn-Linien führen zu folgenden Städten in der Region Stuttgart (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden; angegeben ist die jeweilige Endhaltestelle): Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar, Backnang, Schorndorf, Plochingen, Filderstadt, Herrenberg und Weil der Stadt. Eine Verlängerung der Linie S 1 nach Kirchheim unter Teck ist geplant.
Die Stadtbahnlinien der SSB verkehren nur im Stadtgebiet Stuttgart und den angrenzenden Städten und Gemeinden (im Uhrzeigersinn) Remseck am Neckar, Fellbach, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und Gerlingen.

Medien

Stuttgart ist eine bedeutende Medienstadt. So befindet sich hier unter anderem der Sitz der Intendanz und des "Funkhauses Stuttgart" des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks (weitere Funkhäuser in Baden-Baden und Mainz). Weitere audiovisuelle Medien (zum Beispiel "Die Neue 107,7", Hit-Radio Antenne 1) sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet Daneben erscheinen hier die "Stuttgarter Zeitung", eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands, und die "Stuttgarter Nachrichten" sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen (zum Beispiel "Cannstatter Zeitung"). Das größte Jugendmagazin für Baden-Württemberg, YAEZ erscheint ebenfalls in Stuttgart. Darüberhinaus ist die Stadt einer der bundesweit führenden Standorte für Fachverlage (siehe hierzu den Hauptartikel: Medien in Stuttgart).

Bildung und Forschung

Medien in Stuttgart
- Die Hohe Karlsschule wurde 1770 von Herzog Karl Eugen (Württemberg) gegründet und befand sich anfangs im herzoglichen Schloss Solitude. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und wurde 1794 aufgelöst.
- Universität Stuttgart - gegründet 1876 als Polytechn

Baden-Baden

Baden-Baden ist eine Stadt im Westen Baden-Württembergs. Sie ist die kleinste der insgesamt 9 kreisfreien Städte des Landes und bildet ein Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen. Zum Mittelbereich Baden-Baden gehören neben der Stadt Baden-Baden die Gemeinden Hügelsheim und Sinzheim im Landkreis Rastatt. Darüber hinaus bestehen Verflechtungen mit dem Nord-Elsass. Die Stadt ist ein bekannter Kurort und heute vor allem als Bäderstadt, Mineralheilbad, Urlaubsort und internationale Festspielstadt bekannt. Bis 1931 hieß die Stadt nur Baden, man nannte sie meist Baden in Baden und so entstand der heutige Doppelname. Seit 1997 ist Baden-Baden Olympische Stadt. Mit diesem Titel wurde Baden-Baden durch das IOC geehrt.

Geografie

IOC Baden-Baden liegt am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes im Tal der Oos, einem kleinen Fluss, der ca. 13 km weiter bei Rastatt in die Murg mündet. Die östlichen Stadtteile schmiegen sich teilweise in die Hänge des Schwarzwaldes. Die südwestlichen Stadtteile liegen in der Oberrheinischen Tiefebene.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Baden-Baden. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Rastatt:
Rastatt, Kuppenheim, Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach, Forbach (Baden), Bühl (Baden), Bühlertal, Sinzheim, Hügelsheim und Iffezheim.

Stadtgliederung

Iffezheim Das Stadtgebiet Baden-Badens gliedert sich in folgende Stadtteile: Balg, Ebersteinburg, Haueneberstein, Innenstadt, Lichtental (einschließlich Oberbeuern und Geroldsau), Neuweier, Oos, Sandweier, Steinbach, Varnhalt und Weststadt mit dem Ooswinkel. Außerdem gibt es zahlreiche weitere Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, die teilweise sehr verstreut sind. Hierunter sind zu nennen: Gaisbach, Gallenbach, Hungerberg, Malschbach, Mührich, Schmalbach, Schneckenbach, Seelach, Umweg und Unterer Plättig. Die Stadtteile Ebersteinburg, Haueneberstein und Sandweier haben jeweils eine eigene Ortsverwaltung mit einem Ortsvorsteher. Die Stadtteile Steinbach, Neuweier und Varnhalt haben eine gemeinsame Ortsverwaltung ("Rebland") ebenfalls mit einem Ortsvorsteher. Innerhalb des geschlossenen Stadtgebiets von Baden-Baden liegen 3 meist unbewohnte Exklaven der Nachbargemeinde Sinzheim, darunter das Klostergut Fremersberg.

Geschichte

Sinzheim Sinzheim Erste Spuren finden sich aus der Zeit 10.000 v. Chr., doch vor allem mit den Römern, die die heißen Quellen der Siedlung schätzten, kam Baden-Baden zu seiner Bedeutung. 712 kam mit der Schenkung des Gebietes durch den Merowingerkönig Dagobert III. an das Kloster Weißenburg die erste urkundliche Erwähnung. Graf Hermann II. aus dem Geschlecht der Zähringer erwirbt das Gebiet um Baden-Baden Anfang des 12. Jahrhunderts durch Heirat und nennt sich Markgraf von Baden. Das Stadtrecht wurde Baden-Baden um 1250 verliehen. Im Laufe der Geschichte wurde die Stadt nach Teilung der Markgrafschaft Baden Residenzstadt der katholischen Linie des Herrscherhauses, die nach Aussterben 1771 mit der protestantischen Linie Baden-Durlach (Residenz damals bereits Karlsruhe) wieder vereinigt wurde. Die Stadt blieb aber Sitz eines Amtes für das gesamte Umland. Im Rahmen des pfälzischen Erbfolgekrieges wird Baden-Baden am 24. August 1689 von französischen Truppen niedergebrannt. Ende des 18. Jahrhunderts wird Baden-Baden als mondäner Kurort entdeckt. Viele herrschaftliche Gäste machen den Kurort zur "Sommerhauptstadt Europas". Es entstehen Luxushotels, die Spielbank (1810-1811) und das Kurhaus (1821-1824). Internationale Pferderennen finden seit 1858 in Iffezheim statt. Das Frühjahrsmeeting (Ende Mai/Anfang Juni) und die Große Woche (Ende August/Anfang September) machen Baden-Baden zum internationalen Turfsport-Zentrum. Veranstalter der Turniere ist der 1872 gegründete Internationale Club Baden-Baden. 1863 wurde der Kreis Baden errichtet, dem die Amtsbezirke Achern, Baden-Baden, Bühl, Rastatt und Gernsbach angehörten. 1924 wurde das Amt Baden aufgelöst, doch wurde Baden-Baden 1939 zum Stadtkreis erklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden-Baden Sitz des Südwestfunks, der auch Sendeanlagen für UKW und Mittelwelle auf dem Stadtgebiet betreibt und dessen Nachfolger Südwestrundfunk noch heute einen Großteil seiner Programme in der Stadt produziert. Seit 1992 wird in Baden-Baden der Deutsche Medienpreis verliehen.

Christliche Konfessionen

Baden-Baden gehörte anfangs zum Bistum Speyer bzw. Erzbistum Mainz. Bald nach dem Reichstag zu Worms ließ Markgraf Philipp II. evangelische Prediger in die Stadt und bereits ab 1538 soll die ganze Stadt protestantisch gewesen sein. Offiziell wurde die Reformation aber erst 1556 eingeführt. Doch mussten nach seinem Tod seine Kinder auf Druck ihres Vormunds Herzog Albrecht V. wieder katholisch werden und der evangelische Gottesdienst wurde ab 1571 verboten. 1610 wurde dann wieder ein evangelischer Hofprediger ernannt, doch holte Markgraf Wilhelm die Jesuiten in die Stadt, welche die Rekatholisierung vollzogen. Wer evangelisch bleiben wollte, musste die Stadt verlassen, so dass es ab 1650 keine Protestanten mehr in Baden-Baden gab. Unter Markgraf Karl Friedrich war ab 1771 nur der katholische Gottesdienst erlaubt. Die Gläubigen gehörten zunächst noch zum Bistum Speyer, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, und 1821/27 wurde die Gemeinde Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Baden-Baden wurde Sitz eines Dekanats. Dekanat Im Stadtgebiet Baden-Badens gibt es heute folgende Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden: Stiftskirche, St. Bernhard (Weststadt), St. Josef (Südstadt), St. Bonifatius Lichtental, St. Dionysius Oos, St. Eucharius Balg, Hl. Geist Geroldsau, St. Antonius Ebersteinburg, St. Bartholomäus Haueneberstein, St. Jakobus Steinbach, St. Katharina Sandweier, St. Michael Neuweier, Herz-Jesu Varnhalt sowie die Autobahnkirche St. Christophorus an der Raststätte Baden-Baden. Mit dem Kloster Lichtenthal besteht eine Zisterzienserinnenabtei in der Stadt Neben den römisch-katholischen Gemeinden gibt es auch eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche (Stourdza-Kapelle) und eine Russisch-Orthodoxe Kirche. Die wenigen Protestanten in Baden-Baden zu Anfang des 19. Jahrhunderts konnten 1832 ihre erste Gemeinde gründen. Diese gehört wie auch alle anderen heutigen Kirchengemeinden zur Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenkreis Südbaden). 1855 konnte sich die Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die heutige Stadtkirche. 1960/64 wurde die Kirchengemeinde in die Lukasgemeinde und Markusgemeinde aufgeteilt. Weitere protestantische Gemeinden im Stadtgebiet sind die Luthergemeinde Lichtental (Pfarrei 1936 errichtet), die Paulusgemeinde in der Weststadt (Pfarrei 1946 errichtet), die Friedensgemeinde Baden-Oos (Pfarrei 1949 errichtet) und die Matthäusgemeinde Steinbach-Sinzheim. In Sandweier gibt es ferner einen Kirchsaal für evangelische Gottesdienste. Alle evangelischen Kirchengemeinden Baden-Badens gehören heute zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Baden-Baden auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Lutherische Gemeinde (1912 gegründet), die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden gehört und eine Gemeinde der Siebenten Tags-Adventisten. Ferner gibt es eine Alt-Katholische Gemeinde, welche die Spitalkirche benutzt. Die Anglikanisch-Episkopalische Kirche ist in der Stadt ebenfalls mit einer Gemeinde vertreten und betreut überwiegend US-amerikanische Gläubige. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Baden-Baden vertreten.

Eingemeindungen

Folgende Städte und Gemeinden wurden in die Stadt bzw. ab 1939 in den Stadtkreis Baden-Baden eingegliedert:
- 1909: Lichtental und Beuren
- 1928: Oos und Oosscheuren
- 1939: Balg
- 1. Januar 1972: Ebersteinburg, Landkreis Rastatt
- 1. Juli 1972: Neuweier, Steinbach (Stadt) und Varnhalt, alle Landkreis Bühl
- 1. Januar 1973: Haueneberstein, Landkreis Rastatt
- 1. Januar 1975: Sandweier, Landkreis Rastatt

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Sitzverteilung im Gemeinderat: #CDU 19 Sitze #SPD 7 Sitze #GRÜNE 7 Sitze #FW 7 Sitze #FDP 5 Sitze #ZiB 1 Sitz

Oberbürgermeister

An der Spitze der Stadt Baden-Baden standen seit dem 15. Jahrhundert der Schultheiß, der Bürgermeister, das Gericht und der Rat mit je 12 Mitgliedern. Sie bildeten das Stadtregiment. Der Schultheiß stand dem Gericht vor, der Bürgermeister dem Rat. Er hing aber von den Weisungen des Schultheißen und des Rates ab. 1507 erhielt die Stadt eine Stadtordnung. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es einen Magistrat, dem 2 Bürgermeister und 12 Ratsmitglieder angehörten. Nach Einführung der badischen Städteordnung 1874 trug der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Heute wird der Oberbürgermeister von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister". Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1815
- 1815-1829: Georg Schneider
- 1830-1835: Anton Jörger
- 1835-1840: Schlund
- 1840-1858: Josef Jörger
- 1858-1859: Ignaz Leile
- 1860-1874: August Gaus
- 1875-1907: Albert Gönner
- 1907-1929: Reinhard Fieser
- 1929-1934: Hermann Elfner
- 1934-1945: Hans Schwedhelm
(während der Abwesenheit infolge des Militärdienstes führte Bürgermeister Kurt Bürkle die Amtsgeschäfte)
- 1945-1946: General König von den Forces Francaises en Allemagne (FFA)
- 1946-1969: Dr. h.c. Ernst Schlapper
- 1969-1990: Dr. jur. Walter Carlein
- 1990-1998: Ulrich Wendt
- 1998-heute: Dr. Sigrun Lang

Wappen

Das Wappen der Stadt Baden-Baden ist in drei breite Felder in den Farben rot und gelb auf die Flagge gesetzt. Die Umrandung und die Mauerkrone ist auf der Flagge in dunkelbraun gehalten. Bei der Flagge handelt es sich um die Dienstflagge der Stadt, die für öffentliche Gebäude einschließlich Schulen bestimmt ist. Baden-Baden ist Stadtkreis und hat in seinem Siegel immer das Wappen der Landesfürsten geführt. Der erste Abdruck liegt aus dem Jahre 1421 vor. Das Wappen der früheren Landesherren, der Herzöge von Zähringen, ist ein roter, schräg rechts auf einem goldenen Schild liegender Balken. Zur Unterscheidung zum Landeswappen wurde das Stadtwappen mit einer dreizackigen Mauer versehen. Im 18. Jahrhundert zeigten die Siegel jedoch statt der, ab dem 19. Jahrhundert verwendeten, dreitürmigen Mauer eine Laubkrone.

Städtepartnerschaften

Baden-Baden unterhält folgende Städten Städtepartnerschaften:
- Menton (Côte d'Azur) in Frankreich, seit 1961
- Moncalieri (Piemont) in Italien, seit 1990
- Freital (Sachsen), Verwaltungspartnerschaft seit 1990
- Karlovy Vary (Karlsbad) in der Tschechischen Republik, seit 1998
- Jalta (Halbinsel Krim) in der Ukraine, seit 2000 Ukraine

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ukraine Ukraine

Theater und Veranstaltungsorte

Das Theater Baden-Baden ist eine Sprechbühne mit festem Ensemble. Darüber hinaus arbeitet die "Kleine Bühne" im Kulissenhaus. Das Festspielhaus Baden-Baden, durch völligen Umbau des alten Bahnhofs entstanden, ist das zweitgrößte Konzerthaus Europas und zieht mit Opern, Musicals und Konzerten viele Touristen an.

Museen


- Stadtmuseum Baden-Baden
- Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
- Sammlung Frieder Burda, (erbaut von Richard Meier)

Schulen

In Baden-Baden gibt es folgende weiterführenden Schulen:
- Die Hauptschule Lichtental
- Die Theodor Heuss Schule
- Das Richard-Wagner-Gymnasium
- Das Markgraf-Ludwig-Gymnasium
- Das Gymnasium Hohenbaden
- Das private Gymnasium Kloster vom heiligen Grab
- Die Realschule Baden-Baden

Musik

Im Juni 2002 hat das Jugendorchester Baden-Baden sein 45-jähriges Bestehen feiern können. Aus ganz kleinen Anfängen, ohne jede finanzielle Möglichkeit, entwickelte sich das Orchester, seit Karl Nagel 1963 die Gesamtleitung übernahm, zu einer beachtlichen Stellung, die mit zahlreichen effektvollen Konzerten immer wieder bewiesen wird. 2001 musizierte man mit dem Weltstar der Violine, Hillary Hahn. Musik-Freunde, die das Konzert gehört haben, waren von der intensiven Art der Begleitung des Brahms-Violinkonzertes begeistert. Die Philharmonie Baden-Baden ist ein überregional bekanntes Symphonie-Orchester, das durch zahlreiche Tourneen und CD-Einspielungen bekannt ist. Baden-Baden ist auch Sitz des "SWR Sinfonieorchester". In Baden-Baden finden seit 1997 jährlich die "Herbert von Karajan Pfingstfestspiele" statt, seit 2003 wird der Herbert-von-Karajan-Musikpreis verliehen.

Bauwerke

Das Kurhaus mit dem berühmten Casino Baden-Baden ist architektonischer und gesellschaftlicher Mittelpunkt sowie Wahrzeichen der Stadt. Die Altstadt Baden-Badens hat zahlreiche Geschäfte und Cafés. Im Bäderviertel gibt es die moderne Caracalla-Therme, das historische Friedrichsbad sowie Römische Badruinen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Trinkhalle Baden-Baden, die Wasserkunstanlage Paradies, das Kloster Lichtenthal, das Schloss Hohenbaden, das Neue Schloss und das Brahmshaus. Eine weitere Attraktion ist die berühmte Lichtentaler Allee mit Rosengarten in der Gönneranlage, die Gartenstadt Ooswinkel und das Baden-Badener Rebland mit seinem Traditions - Weingut Gut Nägelsförst - seit 1268. Ooswinkel An Kirchen sind zu erwähnen: Stiftskirche, Evangelische Stadtkirche, Spitalkirche, St. Bernhard, St. Johannis sowie die Russische Kirche und die Stourdza-Kapelle. Im Stadtgebiet gibt es auch einige bemerkenswerte Sendetürme und zwar:
- Mittelwellensendemast des SWRs bei 48°45'58" nördliche Breite und 8°15'56" östliche Länge
- Aussichts- und Sendeturm Merkur bei 48°45'52" nördliche Breite und 8°16'50" östliche Länge
- Richtfunkturm Baden-Baden Fremersberg (freistehender Stahlbetonturm der Deutschen Telekom AG) bei 48°45'10" nördliche Breite und 8°12'8" östliche Länge Mit der Bergbahn kann man auf den Merkur fahren. Baden-Baden ist einer der Hauptorte (früher sogar Startpunkt) an der Panoramastraße B 500 B 500 Der 30 Meter hohe Friedrichsturm wurde durch die Stadt Baden-Baden und dem Schwarzwaldverein am höchsten Punkt der Gemarkung Baden-Baden (1002,5 m ü NN) auf der Badener Höhe erbaut, angrenzend an die Gemarkungen Herrenwies und Murgschifferschaft. Grundsteinlegung: Am 9. Juni 1890 durch Großherzog Friedrich von Baden. Einweihung: Am 5. Oktober 1891.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Mai: Brahms-Tage (alle 2 Jahre)Frühjahrsmeeting
- Mai: Pfingstfestspiele im berühmten Festspielhaus.
- Juni: Mittelalterliche Winzertage im Stadtteil Steinbach, "Sommer-Gala" und
- Juli: Internationale Rosenneuheitenprüfungen, Oldtimer Meeting
- August: Stadtfest sowie "Große Woche"
- September: Golf-Woche
- Oktober: Sales & Racing
- Dezember: Christkindelsmarkt

Kulinarische Spezialitäten


- Südlich von Baden-Baden liegt die Weinbau-Region Ortenau.
- Rehrücken Baden-Baden

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Baden-Baden liegt an der Bundesautobahn A 5 (Karlsruhe Basel) und ist über die Anschlussstellen Baden-Baden und Bühl zu erreichen. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraße B 500 (Schwarzwaldhochstraße). Die Bundesstraße B 3 führt im Westen der Stadt vorbei. Westlich von Baden-Baden an der französischen Grenze in der Nähe des Ortes Rheinmünster-Söllingen liegt der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden(FKB) (Baden-Airport), von dem aus Linienflüge unter anderem nach Berlin, London, Rom und Barcelona angeboten werden. Der Bahnhof Baden-Baden ist ICE-Haltepunkt an der Strecke Mannheim-Basel (Rheintalbahn). Die Stadtbahnlinien S 4 und S32 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft bieten direkte Verbindungen nach Rastatt, Ettlingen, Karlsruhe, Heilbronn und Bühl. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewährleistet der Karlsruher Verkehrsverbund darüber hinaus mit mehreren Buslinien. Die ehemalige städtische Straßenbahn wurde am 24. Januar 1910 eröffnet und am 28. Februar 1951 stillgelegt. Sie besaß meterspurige Strecken von rund 15 km Länge und wurde durch einen Obusbetrieb ersetzt, der seit 26. Juni 1949 in Betrieb war. Auf den Merkur führt seit 16. August 1913 eine Standseilbahn, die Merkurbergbahn. Im Osten der Stadt, an der Straße nach Forbach (Baden), liegt das Naherholungsgebiet Rote Lache.

Ansässige Unternehmen

Kurbetrieb mit der Caracalla-Therme.

Medien

Baden-Baden ist Sitz eines der Funkhäuser des Südwestrundfunks. Hier werden zahlreiche Fernseh- und Rundfunkprogramme produziert und ausgestrahlt. Die ARTE Deutschland TV GmbH hat ihren Sitz in der Stadt. Zwei Tageszeitungen erscheinen in Baden-Baden: Das Badische Tagblatt (BT) und die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN). In Baden-Baden wird jährlich der Deutsche Medienpreis verliehen.

Gerichte

Baden-Baden ist Sitz eines Landgerichts und eines Amtsgerichts, die zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören.

Behörden

In Baden-Baden gibt es ein Finanzamt, mehrere Notariate und ein Zollamt.

Bildung

Baden-Baden hat zahlreiche Bildungseinrichtungen. Allen voran ist die Europäische Medien- und Event-Akademie zu nennen. Die öffentlichen Schulen der Stadt sind 4 Gymnasien: Gymnasium Hohenbaden, Klosterschule vom heiligen Grab (Gymnasium), Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) und Markgraf-Ludwig-Gymnasium (MLG), eine Realschule (Realschule Baden-Baden), eine Förderschule (Theodor-Heuss-Schule) eine Gewerbeschule und eine Kaufmännische Schule (Robert-Schuman-Schule). Ferner gibt es die Vincenti-Grundschule und jeweils eine Grundschule in den Stadtteilen Balg, Ebersteinburg, Lichtental, Neuweier und Varnhalt. An Grund- und Hauptschulen bestehen die Theodor-Heuss-Schule - Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule und entsprechende Einrichtungen in den Stadtteilen Steinbach, Haueneberstein, Oos, Sandweier und Lichtental. Die Privatschule in Baden-Baden heißt Pädagogium Baden-Baden(Realschule, Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium; mit Internat), die Stulz-von-Ortenberg-Schule für Erziehungshilfe und die beiden Beruflichen Schulen BBS Baden-Badener Sprachschule GmbH und Wirtschaftsinstitut Baden-Baden in der Merkur Akademie International.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Baden-Baden hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Söhne und Töchter der Stadt

Die nachfolgende Übersicht enthält bedeutende, in Baden-Baden geborene, Persönlichkeiten alphabetisch aufgelistet. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Baden-Baden hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Viele sind nach ihrer Geburt oder später aus der Kurstadt weggezogen und sind andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- Bernhard II. (Baden), zweiter Sohn von Markgraf Jakobs I. und dessen Gemahlin Katharina von Lothringen
- Ferdinand Maximilian (Baden), Markgraf von Baden-Baden
- Christoph I. (Baden), Markgraf von Baden
- Maximilian von Baden, preußischer General und der letzte Reichskanzler des deutschen Kaiserreiches
- Philibert (Baden), Markgraf von Baden
- Wilhelm Christoph (Baden), Markgraf von Baden und Domherr zu Köln
- Walter Bargatzky, deutscher Jurist, Staatssekretär und Präsident des deutschen Roten Kreuzes
- Wilhelm Brückner, Chefadjutant von Adolf Hitler
- Carl Damm, katholischer Priester, Politiker und Teilnehmer an der Revolution 1848/1849
- Peter Götz, deutscher Politiker und MdB
- Leopold Gutterer, deutscher NS-Politiker
- Elmar Hörig, deutscher Radiomoderator
- Rudolf Höß, deutscher Nationalsozialist und Kommandant des Vernichtungslagers Auschwitz
- Johannes Hüppi, deutscher Maler
- Emil Keßler, deutscher Unternehmer, Gründer der Maschinenfabrik Esslingen und Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe AG
- Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
- Ludwig II. (Monaco), Fürst von Monaco
- Ludwig von Baden, Großherzoglicher Prinz und Markgraf von Baden und Herzog von Zähringen
- Tony Marshall, deutscher Schlagersänger
- Philipp II. (Baden), Markgraf von Baden
- Stefan Anton Reck, deutscher Dirigent
- Edouard Risler, französischer Pianist
- Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller
- Pjotr Arkadjewitsch Stolypin, russischer Politiker
- Wilhelm I. (Baden), Markgraf von Baden

Berühmte Einwohner


- Franz Alt, Journalist/Publizist
- Joachim-Ernst Berendt, Jazz-Publizist, Festivalgründer
- Werner Bergengruen, Schriftsteller
- Pierre Boulez, Komponist und Dirigent
- Johannes Brahms, Komponist
- Fjodor Dostojewski, Schriftsteller
- Egon Eiermann, Architekt
- Otto Flake, Schriftsteller
- Georg Groddeck, Psychosomatiker, Schriftsteller
- Otto Jägersberg, Schriftsteller
- Jean-Pierre Ponnelle, Opernregisseur, Bühnenbildner
- Wassili Andrejewitsch Schukowski, Dichter und Übersetzer
- Clara Schumann, Pianistin
- Iwan Sergejewitsch Turgenjew, Schriftsteller
- Pauline Viardot-Garcia, Sängerin, Komponistin

Literatur

Baden-Baden im Roman

"Merkwürdig ist, daß noch kein Schriftsteller die große Zeit Badens (1845-1869) für einen Roman verwendet hat" schrieb Otto Flake im Vorwort zu seinem Roman "Hortense oder die Rückkehr nach Baden-Baden", der 1933 veröffentlicht wurde. Tatsächlich ist es ihm gelungen, in diesem Roman das Flair der Blütezeit des Kurorts im 19. Jahrhundert meisterlich wiederzugeben.

Reiseliterautr


- Wiesehöfer, Gereon & Söhner, Manfred: Baden-Baden zum Kennenlernen. Ein Reise- und Stadtführer, 3. Auflage, 2004, 86 S., Aquensis Verlag, ISBN 3-937978-01-1
- Hölzle, Peter: Glücks- und Gesundbrunnen, Das Welt- und Halbweltbad Baden-Baden, in: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg, hg. v. W. Niess, S. Lorenz. Filderstadt: Markstein, 304 S., 326 grossform. farb. F., 2004, ISBN 3-935129-16-5
- Falk, Christiane & Hortenbach, Kristina: Gut Essen und Trinken in Baden-Baden, 120 S., 2003, Baden-Baden: Rendezvous-Verlag, ISBN 3-936881-03-0
- Schallmayer, Egon: Aquae - das römische Baden-Baden. Stuttgart: Theiss, 113 S., 78 Abb., 1989, ISBN 3-8062-0555-8

Weblinks


- [http://www.baden-baden.com/ Ausführliche Informationen über Baden-Baden]
- [http://www.bad-bad.de/ Umfangreicher Stadtführer mit über 10000 Seiten]
- [http://www.pbase.com/markushuck/blooming_badenbaden Bebildeter Rundgang durch Baden-Baden]
- [http://www.russen-in-baden-baden.de/ Russen in Baden-Baden] Siehe auch: Baden-Baden (Schiff)
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Baden-Baden ja:バーデン・バーデン

Kategorie:Politologie

Kategorie:Politik Kategorie:Sozialwissenschaft

Polsko-czechosłowackie konflikty graniczne

Od 1918 roku w stosunkach między oboma państwami dochodziło do konfliktów wokół kilku spornych terenów: Śląska Cieszyńskiego, Orawy, Spiszu zaś po II wojnie światowej także Ziemi Kłodzkiej i raciborskiej.

Śląsk Cieszyński

Ziemi Kłodzkiej] Największy konflikty graniczny dotyczył ziem Śląska Cieszyńskiego i rozgrywał się w kilku etapach, głównie między rokiem 1918 a 1938. 5 listopada 1918 w wyniku uzgodnień lokalnych rad: polskiej Rady Narodowej Księstwa Cieszyńskiego i czeskiej (Český Národní Výbor pro Slezsko) mieszany narodowościowo teren Śląska Cieszyńskiego został podzielony według kryterium etnicznego z zastrzeżeniem, że tę umowę muszą zaakceptować rządy centralne. Ustaleń tych nie uznały władze czeskie w Pradze i zażądały wycofania oddziałów polskich, aby uniemożliwić przeprowadzenie w polskiej strefie wyborów do sejmu. Wobec odmowy 26 stycznia 1919 wojska czeskie korzystając z zangażowania Polski w walki na wschodzie, zajęły ziemie Śląska aż za Wisłę. 3 lutego 1919 władze czeskie zgodziły się w Paryżu pod naciskiem przedstawicieli Ententy na ogłoszenie plebiscytu. Jednak latem 1920 podczas ofensywy Tuchaczewskiego na Warszawę, minister spraw zagranicznych Edward Benesz wymusił podział Śląska Cieszyńskiego wzdłuż linii rzeki Olzy oraz spornych terenów Spisza i Orawy. W tej sytuacji planowany plebiscyt został odwołany w lipcu 1920 przez obradującą w Paryżu Radę Ambasadorów. Polski rząd uznał aneksję Zaolzia przez Czechosłowację ze względu na pogarszającą się sytuację na froncie wojny polsko-bolszewickiej pod warunkiem przepuszczania przez Czechosłowację transportów z bronią Wojska Polskiego. 44 procent terenu przypadło Polsce, większość ziem wraz ze 150-tysięczną mniejszością polską Czechosłowacji. Powstało tym samym zamieszkane w większości przez Polaków tzw. Zaolzie - część powiatów frydeckiego, frysztackiego i cieszyńskiego wraz z połową Cieszyna (Tešin). Nieprzychylna mniejszości polskiej polityka władz czeskich doprowadzała do konfliktów narodowościowych i emigracji części polskich działaczy. Jedną z głównych przyczyn sporu była strategiczna dla Czechosłowacji linia kolejowa z Bogumina do Koszyc, wówczas jedyne połączenie czeskiej sieci kolejowej ze Słowacją, które wobec węgierskich roszczeń do terytorium tej ostatniej mogło stanowić o być albo nie być państwa czechosłowackiego. Ze względu na słabo rozwiniętą motoryzację linia ta stanowiła jedyny sposób na szybkie przerzucanie wojsk w wypadku wybuchu wojny. Kolejny etap konfliktu rozegrał się w 1938, kiedy korzystając z nacisków, jakie Adolf Hitler wywierał na Czechosłowację, władze polskie rozpoczęły realizację przygotowywanych od 1934 planów rozwiązania siłowego (Komitet Siedmiu przy Sztabie Generalnym). 21 września rząd zażądał oddania zamieszkałej przez Polaków części Zaolzia (ultimatum 30 września). Żądaniom towarzyszyła koncentracja na granicy tzw. Samodzielnej Grupy Operacyjnej Śląsk (dow. gen. Władysław Bortnowski), dywersje przygraniczne (ataki na posterunki i urzędy) i kampania propagandowa - w Katowicach powstały Legion Zaolziański oraz Komitet Walki o Śląsk Zaolziański. Rząd czechosłowacki ugiął się przed ultimatum 1 października, oddziały polskie wkroczyły na Zaolzie następnego dnia, zajmując jednocześnie leżącą na Słowacji, a będącą kiedyś częścią Śląska, Ziemię Czadecką z miejscowoscią Czadca. W tym czasie Niemcy zajmowały Kraj Sudecki (naprz. Sudety, Śląsk Opawski, tzw. Kraik Hulczyński i inne ziemie przyznane im w Monachium). Sprawa Zaolzia powróciła także po II wojnie światowej, w czasie której było ono wcielone - jako dawne posiadłości habsburskie - do tzw. Wielkich Niemiec (jako część rejencji katowickiej w prowincji górnośląskiej). W 1945 mimo polskich starań (patrz niżej Ziemia Kłodzka) tereny te pozostały przy Czechosłowacji.

Orawa

Przed I wojną światową cała Orawa należała do Węgier, górną Orawę jednak zamieszkiwała ludność polska. Początkowo Rada Ambasadorów planowała przeprowadzenie tu plebiscytu. Podział etniczny na Orawie odzwierciedlał także podział religijny, Górna Orawa z ośrodkiem w