Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Interpret

Interpret

Ein Interpret ist das Subjekt einer Interpretation. Gemäß der vielfältigen Bedeutung des Interpretationsbegriffs wird auch der Begriff des Interpreten unterschiedlich gefüllt. In der Kunst, etwa der Musik (Interpretation (Musik), bedarf die Darbietung des Werkes eines Autors (Komponist) generell eines ausführenden Interpreten. Dieser macht sich das Werk zu eigen, erschafft durch seine Interpretation das Werk gleichsam nochmals und wird gewissermaßen zu einem Neuautor. Auch Schauspieler, Sprecher oder Tänzer etc. gelten als unmittelbare Interpreten eines Bühnenwerkes oder Textes. Als Interpret gilt des weiteren der Verfasser von Deutungen z.B. eines Kunstwerkes oder eines religiösen Textes. Ferner können Übersetzer als Interpreten verstanden werden. Auch in der EDV ist der Begriff der Interpretation zu Hause, hier gibt es Computerprogramme, die als Interpreter andere Programmcodes ausführen. Kategorie:Musikberuf

Interpretation

Interpretation (lat. interpretatio = Auslegung, Übersetzung, Erklärung) ist der Vorgang, in dem ein literarisches, musikalisches oder bildnerisches Kunstwerk ausgelegt oder gedeutet wird. Das setzt voraus, dass der interpretierte Gegenstand der Auslegung bedarf. Nach anderen Auffassungen ist jedes Verstehen schon Interpretieren. Auch das Ergebnis dieses Vorgangs bezeichnet man als Interpretation. Im Zusammenhang mit der Auslegung und Deutung von theologischen, literarischen und juristischen Texten spricht man auch von Exegese (griech. exégesis = Auslegung, Erläuterung). Weiterführende Artikel sind im Folgenden: Interpretation im allgemeinen oder alltäglichen Sinne: Verstehen | Deutung | Bedeutung Interpretation von Literatur, siehe
- Hermeneutik, die Methodenlehre der Interpretation
- Textinterpretation | Biblische Hermeneutik Interpretation von Bildender Kunst, siehe
- Ikonographie | Ikonologie
- Bildwissenschaft | Kunsttheorie Interpretation von Filmen und anderen Medien, siehe Medienwissenschaft Interpretation von Geodaten, siehe
- Geoinformationssystem | Sekundärdaten
- Bildverarbeitung | Verschneidung Interpretation von Kommandos durch Computer in der Informatik, siehe
- Interpreter | Compiler | Parser Interpretation von Sinneseindrücken, siehe
- optische Täuschung | Raumlage
- Schwindelgefühl | Raumangst Interpretation von Träumen in der Psychoanalyse, siehe Traumdeutung Auslegung religiöser Texte in der Theologie, siehe
- Biblische Exegese | Biblische Hermeneutik Auslegung von Gesetzen in der Rechtswissenschaft, siehe
- Auslegung (Recht) | Gesetzeskommentar Darbietung einer musikalischen Komposition, siehe Interpretation (Musik) Darstellung einer Handlung oder eines Gefühlsausdrucks beim Tanzen, siehe Interpretation (Tanz)

Siehe auch

Interpret, Interpolation, Kommunikation, Semiotik, Deutung

Musik

Die Musik (griechisch μουσική (τέχνη) - musiké (téchne) - Kunst der Musen, in der lateinischen (ars) musica bereits in der eingeengten Bedeutung Tonkunst, Tonwerk, musikalische Darbietung, bereits im Althochdeutschen als Lehnwort; ähnliche Entlehnung in unzähligen weiteren Sprachen) bezeichnet
- die Tonkunst: die künstlerische Erzeugung akustischer Ereignisse;
- Werke der Tonkunst;
- umgangssprachlich die Wiedergabe musikalischer Werke ("Wollen wir Musik hören?"). Für eine strukturierte Linkliste siehe: Portal:Musik.

Genauere Begriffsbestimmung und das Material der Musik

Musik ist gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die Raum gestaltet). Musik kann nur als Ablauf in der Zeit erlebt werden. Aus diesem Grund setzt Musik beinahe begriffsnotwendig eine rhythmische Ordnung ihres Rohmaterials (Geräusche, Töne, Klänge) voraus. Außer durch Rhythmus kann musikalisches Material durch Melodie (die Abfolge verschiedener Tonhöhen) und Harmonie (die Gleichzeitigkeit bestimmter Tonhöhen) organisiert sein. In Einzelfällen wird auch ein räumlicher Effekt, der dadurch entsteht, dass jedes Instrument an einer Stelle erklingt und somit (begrenzt) ortbar ist, gezielt eingesetzt, etwa in mehrchöriger Musik mit entsprechender räumlicher Aufstellung der einzelnen Gruppen. Eine genaue Bestimmung, was Musik ist und was nicht, ist nicht möglich. Gestaltung durch den Menschen ist keine notwendige Voraussetzung, sofern man nicht die Laute der Vögel ausschließen möchte. Gedankenloses Vor-sich-hin-pfeifen, die Fahrgeräusche einer Lokomotive und das Stimmen eines Instruments sind andere Grenzfälle, an denen jeder Versuch einer scharfen Abgrenzung von Musik und Nicht-Musik scheitern muss. Schließlich haben avantgardistische Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ganz bewusst die Grenzen dessen, was Musik ist, gesprengt, indem sie darauf verzichteten, Rhythmus, Harmonie, geschweige denn Melodie zu gestalten: Beispielsweise wurden mit dem Tonbandgerät aufgezeichnete Allerweltsgeräusche in den Konzertsaal geholt, die Beschränkung auf tonale (Dur- und Moll-)Systeme aufgegeben (Atonalität; Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno), musikalische Werke unter Zufallsbedingungen hergestellt (Aleatorik) oder Stille als Musikstück deklariert (John Cage).

Musikwissenschaft

Die Musikwissenschaft und ihre Disziplinen behandeln mit wissenschaftlicher Methodik die Entwicklung und Entstehung von Musik (Musikgeschichte), ihre Komponisten, deren Werke und Interpreten sowie die Musikinstrumente (Instrumentenkunde). Weitere Forschungsrichtungen der Musikwissenschaft sind die Musiktheorie, als Werkzeug der Analyse und als Kompositionskunde, mit der Königsdisziplin Harmonielehre, sowie die Musiksoziologie und Musikpsychologie. Die Musikwissenschaften werden grob in drei Gruppen eingeteilt: # systematische Musikwissenschaften:
Musiksoziologie, Musikästhetik, musikalische Akustik, Musikpädagogik, Musikpsychologie, musikalische Volkskunde (Musikethnologie), Physiologie des Instrumentalspiels # angewandte Musikwissenschaften:
Musikkritik, Musiklehre, Instrumentenbau # historische Musikwissenschaften:
Instrumentenkunde, Notationskunde, Satzkunde, Ikonographie, Quellenkunde, Stilkunde, Biographie, musikalische Aufführungspraxis

Gattungen, Formen, Genres und Stile

Mit der Systematisierung von Musik nach intersubjektiven Kriterien beschäftigen sich die Disziplinen Gattungskunde und Formenlehre sowie die Stilkunde (siehe Stilrichtungen der Musik). Die Musikwissenschaften haben mehrere Ordnungsdimensionen entwickelt, die mit unterschiedlichem Erfolg auf Musik angewendet werden. Nach Art der Beteiligung:
- Vokalmusik (siehe auch a cappella)
- Instrumentalmusik Nach wertmäßiger Einordnung:
- E-Musik (so genannte Ernste Musik),
- U-Musik (Unterhaltungsmusik, Populäre Musik). (wobei gerade diese Unterteilung, so wie auch die ihr zu Grunde liegenden Werte, verschiedentlich hinterfragt und auch abgelehnt wurden und werden) Nach Herkunft:
- Musik aus der europäischen Abstammungslinie (alte, klassische, romantische, zeitgenössische Musik)
- Außereuropäische Musik, heute auch Weltmusik genannt, die von der Musikethnologie untersucht wird Nach Verwendungszweck, bzw. Anlass der Entstehung:
- Funktionale Musik, von liturgischer Musik über Militärmusik, Filmmusik bis zur Muzak
- Autonome Musik, die um ihrer selbst willen komponiert und aufgeführt wird
- Programmmusik, der ein außermusikalisches Programm zugrundeliegt
- Virtuosenmusik, die nur der Zurschaustellung der Fähigkeiten eines Virtuosen dient
- Gelegenheitskomposition, im Gegensatz zu gültigen Werken eines Komponisten
- Sakrale Musik und Liturgische Musik, z.B. Choral, Kirchenlied, Messe, Oratorium
- Profane Musik oder Weltliche Musik Nach Tonsystemen:
- Kirchentonarten
- Neuntonmusik (speziell... siehe Osvaldo Antonio Ovejero [http://www.mica.at/person/person_detail.asp?clr=5&iID=69010 externer Link] )
- Zehntonmusik (fernöstlich)
- Zwölftonmusik (üblich)
- Vierteltöne Nach Menge der Beteiligten:
- Solo
- Duett/Duo
- Terzett/Trio
- Quartett
- Quintett
- Sextett
- Septett
- Oktett
- Nonett
- Dezett
- Orchester
- Chormusik
- Ensemble Als Spezialfall des 19. und 20. Jahrhunderts nach Tonalitätsvorstellung:
- Tonale Musik
- Atonale Musik

Beziehung zu anderen Kunstformen

Architektur

In der griechischen und römischen Antike waren Musik und Architektur viel enger miteinander verknüpft als dies heute der Fall ist. Architekten, Musiker und Philosophen haben in den Jahrhunderten nicht nur immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten gesucht und auch geschaffen, sondern sich auch wechselseitig neue Impulse gegeben. Der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling sagte im Jahre 1859: Architektur ist erstarrte Musik. In ähnlicher Weise ist bei Arthur Schopenhauer zu lesen: Architektur ist gefrorene Musik. Mehr zur Beziehung von Musik und Architektur siehe Architektur#Musik.

Literatur

Die Verbindung von Musik und Text/ Literatur ist in vielen Musikstilen elementarer Bestandteil bzw. konstituiert bestimmte musikalische Gattungen (Oper/ Kunstlied/ Popsong) überhaupt erst. Von Interesse dabei ist der Gesamtausdruck, der im Zusammenspiel von Musik und Text entsteht. Es kann aber auch vorrangig um eine inhaltliche Mitteilung gehen, wie sie mit dem Liedtext scheinbar beabsichtigt ist. Liebes- und Protestlied sind solche Formen der direkten Aussage. Allerdings wird durch die musikalische "Verpackung" der Inhalt mit einer Wertung versehen, die Sender und Empfänger in der Kommunikation entweder verstehen oder missverstehen können. Eine indirektere Verbindung von Musik und Literatur stellen Schauspilemusiken dar, die in ihrer Wirkung bereits eine gewisse Nähe zur Filmmusik aufweisen.

Anwendung

Während Musik oft als reine und zweckfreie Kunst angesehen wird, ist ihre gezielte Nutzung weit verbreitet: Zum Beispiel zum Wecken bestimmter Emotionen (z. B. Werbung, Filmmusik), zur Verdeutlichung von Inhalten, die über ein anderes Medium (z. B. Text, Stimme, Video/Animation) übermittelt werden, zu therapeutischen Zwecken (Musiktherapie), u. v. m. Auch die Kombination mit anderen Kunstformen ist in der Musik besonders häufig, z.B. mit Lyrik (Lied, Oper, Popsong usw.) oder Tanz (Ballett). Aufgrund dieser kommunikativen Funktion bezeichnet man Musik auch als eine universelle Sprache. Musik kann entweder spontan entstehen (Improvisation), oder nach schriftlich fixierten Aufzeichnungen ausgeübt werden (Komposition, Notenschrift).

Geschichte

Die Entwicklung der Musik kann in Epochen unterteilt werden, die sich in der konventionellen Musikgeschichte an die Formen der Bildenden Kunst und Architektur anlehnen (z.B. Musik der Antike, Renaissancemusik, Barockmusik, Klassische Musik usw.); neuere Forschungen bemühen sich jedoch, eine Historiographie zu entwickeln, die weniger von den äußeren Rahmenbedingungen als vielmehr der musikalischen Strukturen selbst ausgeht. In der Chronologie der musikalischen Entwicklung können folgende eurozentristische Abschnitte unterschieden werden:
- Mittelalter - Musik vor dem 13. Jahrhundert, Musik des 13. Jahrhunderts
- Musik der Neuzeit - Musik des 14. Jahrhunderts, Musik des 16. Jahrhunderts, Musik des 17. Jahrhunderts, Musik des 18. Jahrhunderts, Musik des 19. Jahrhunderts
- Musik der Moderne und Postmoderne - Musik des 20. Jahrhunderts

Musiksoziologie

Musik ist nicht nur Selbstzweck und Kulturgut, sondern auch eine umsatzstarke Branche der Kulturindustrie. Die heutige Musikindustrie prägt musikalische Entwicklungen (Casting-Bands, Schaffen von Opernstars), absorbiert und kommerzialisiert unabhängig entstandene Formen (Jazz, Punk) und übt in Form von massiver Lobbyarbeit Einfluss auf politische Entscheidungen aus (Copyright).
Weitere Themenbereiche der Musiksoziologie sind Identitätsbildung durch geteilte Musikpräferenzen (siehe auch Jugendmusikkultur) und die Eingebundenheit der Musikausübung und des Musikonsums in gesellschaftliche Strukturen wie Geschlecht, soziale Klasse und Lebensstil.

Musik und Mensch

Kulturhistorisch und bei der Entstehung der Säugetier-Art Mensch (Evolution) spielen Musik und ihre Wahrnehmung durch Ohr, Gehirn und die individuelle Rezeption im Sinne einer sofortigen, unvermeidbaren Bewertung eine enorme Rolle. Musikgeschmack, Musikvorlieben, musikalische Bildung haben alle hörenden Menschen - sie sind sich nur nicht einig in der Bewertung. Diese ist immer subjektiv und gleichzeitig ist sie kulturell geprägt (musikalische Sozialisation). Ob Musik zur Kommunikation vor der Sprachentwicklung oder beide in einer wechselseitigen Beeinflussung stattfanden, wird sich nicht mehr klären lassen. Aber Musik als Kommunikationsmitttel ist weltweit verbreitet. Die Psychologie sagt, dass Musik Emotionen transportiert aber auch Emotionen verändert. Das ist unabhängig von der Frage des Unterschieds von Vokalmusik und der Nutzung von Instrumenten zur Musikerzeugung oder -verstärkung.

Musiktechnologie

Neben den Unternehmen der Medienindustrie übt auch die Musiktechnologie zunehmenden Einfluss auf Hörgewohnheiten und das Musikangebot aus. Für die Rezeption von aufgezeichneter Musik sind Abspielgeräte (Tonbandgerät, Schallplattenspieler, CD-Spieler, MP3-Player usw.) notwendig, die sich zunehmend an den Möglichkeiten der Computertechnologie orientieren. Mit der Einführung der Audio-CD begann die Digitalisierung der Musik; durch das Aufzeichnungsformat MP3 wurde die psychoakustische Kompression von Musik eingeführt, bei der solche Anteile aus Musikdaten entfernt werden können, die für die Klangqualität als weniger wichtig erachtet werden. Da damit die Gefahr von unberechtigten Kopien (Raubkopien) heraufbeschworen wurde, werden heute Audiodateien zusehends mit Hilfe von DRM Digital Rights Management versehen, das nur eine feste Anzahl autorisierter Kopien erlauben soll. Mit der Einführung neuer Technologien wie z. B. der DVD-Audio oder der SACD (Super Audio CD) ist die bis dato vorherrschende Wiedergabe-Technologie im Ein-Kanal- (Mono) bzw. Zwei-Kanal-Verfahren (Stereo) um mehrkanalige (im allgemeinen Fünf-Kanal-, "Surround" genannte) Wiedergabemöglichkeiten erweitert worden. Der Einfluss der Technologie auf die Musik geht aber weit über die Verfahren zur Speicherung und Wiedergabe von Musikstücken hinaus. Wie seit jeher Instrumentenbauer die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit auf der Suche nach dem vollendeten Klang auszuschöpfen suchten, so hat auch das 20. Jahrhundert die Elektronik zur Schaffung neuer Musikinstrumente mit eigenständigem Klangcharakter genutzt. Beispiele hierfür sind u.a. die Elektrogitarre, die Hammondorgel oder der Synthesizer. Des weiteren wird in modernen Produktionsstudios immer mehr auf Computer zur Erstellung von Musik gesetzt. Wichtig sind hier Systeme wie MIDI oder Software Synthesizer, mit denen ganze Orchester imitiert werden können. Neben der Speicherung und Produktion von Musik wird auch das Nachschlagen durch moderne Technologie vereinfacht. In den fünfziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen Bücher wie Barlow und Morgensterns "A Dictionary of Musical Themes" und Parsons' "A Directory of Tunes and Musical Themes", die es dem Leser ermöglichen, Melodien z. B. anhand des Parsons-Codes zu identifizieren. Inzwischen gibt es aber viel bessere Methoden dafür, z. B. Musipedia, eine Online-Suchmaschine für Melodien.

Wirkungen

Der Musik werden die unterschiedlichsten emotionale und psychologische Wirkungen zugeschrieben; das Spektrum reicht von der einer heilenden Wirkung (z. B. Musik von Bach und Mozart, New Age-Musik) bis hin zu "destruktiven" Wirkungen (z. B. bei Death Metal, Gothic, Musik von Schönberg), die durchaus beabsichtigt sein können. Bis heute konnten die Musikwissenschaft und ihre Hilfsdisziplinen nicht abschließend klären, in welchem Grad diese Wirkungen mit den kulturellen Rahmenbedingungen zusammenhängen; so wurde durch die Verbreitung der Rockmusik noch vor wenigen Jahrzehnten der Untergang des Abendlandes befürchtet; andererseits weist die Medienwirkungsforschung zumindest in speziell dispositionierten Fällen Wirkungen wie Selbsttötungen nach. Allerdings sind auch diese Forschungsergebnisse umstritten. Auch Pflanzen und Tiere sollen auf Musik reagieren; bestimmter Musik wird eine positive Wirkung auf das Wachstum von Zimmerpflanzen nachgesagt; selbst in der Tierhaltung wird gelegentlich Musik eingesetzt. Vollkommen im Bereich der Spekulation liegt die Unterstellung der universellen Verständlichkeit von Musik; so kommunizieren Erdenbewohner in Steven Spielbergs Spielfilm Unheimliche Begegnung der dritten Art mit außerirdischen Besuchern über Tonfolgen und Klänge. Selbst die heutigen Raumsonden der NASA und ESA enthalten Aufzeichnungen von Musik, die der Verständigung mit außerirdischen Lebensformen behilflich sein sollen (siehe Sounds of Earth).

Literatur


- MGG - Musik in Geschichte und Gegenwart: allgemeine Enzyklopädie der Musik hrsg. von Friedrich Blume. Bärenreiter Metzler. MGG Personenteil in 17 Bänden (1999 ff.), MGG Sachteil in 10 Bänden. [http://www.mgg-online.com]
- Leonard Bernstein: Musik - die offene Frage. Vorlesungen an der Harvard-Universität. München: Goldmann, 1976. ISBN 3-442-33052-1
- Hans Renner: Grundlagen der Musik - Musiklehre. Stuttgart: Reclam, 1953. ISBN 3-15-007774-5
- dtv-Atlas Musik. Bd. 1 u. 2. ISBN 3423030224
- Harenberg Komponistenlexikon. Dortmund 2001. ISBN 3-611-00978-4 "Das grosse Lexikon der Musik", herausgegeben von Marc Honegger und Günther Massenkeil, Freiburg im Breisgau 1978 und 1987

Siehe auch


- Portal:Musik
- Musikliteratur
- Universalien der Musikwahrnehmung

Weblinks


- [http://www.miz.org/ Deutsches Musikinformationszentrum, Bonn]
- [http://dma-opac.ddb.de/ Online-Katalog (OPAC)] des Deutschen Musikarchivs Berlin
- [http://www.gnoosic.com/ Gnoosic - Das webbasierte Empfehlungssystem für Musik]
- [http://www.music-map.de/ Music-Map - Die Welt der Musik nach Geschmack sortiert]
- [http://de.musipedia.org/ Musipedia - kollaborative Musikenzyklopädie, eine Art Wikipedia für Musik]
- [http://www.hirnforschung.de/Musik.php4 Newsletter zu Gehirn und Musik von hirnforschung.de]
- [http://www.gratisipodvideo.de.vu/ Seite des beliebtesten Musikplayers, des Ipods] !Musik Kategorie:Musiktheorie fiu-vro:Muusiga ja:音楽 ko:음악 ms:Muzik simple:Music th:ดนตรี

Interpretation (Musik)

Unter Interpretation versteht man in der Musik die Ausführung einer Komposition und die Art und Weise, wie sie erfolgt. Beim Singen oder Spielen eines Musikstückes steht ein Musiker immer zwischen der Absicht des Komponisten und den eigenen musikalischen Ideen. Die Kunst einer gelungenen Interpretation besteht im angemessenen Verhältnis dieser beiden Faktoren; angemessen deshalb, weil zum Beispiel eine Sinfonie von Gustav Mahler weniger Raum für eigene Musikalität bietet, als eine Improvisation über einen Jazz-Standard. Kategorie:Musikglossar

Autor

Ein Autor (v. lat.: auctor = Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser) ist der Verfasser oder geistige Urheber eines Werkes. Dabei handelt es sich meist um Werke der Literatur im weitesten Sinn (Schriftsteller, Sachbuch-, Drehbuch-, Fernseh-, Opern- oder Bühnenautor). Seltener wird, mit einem deutlichen juristischen Beiklang, als Autor der Urheber eines Werkes der Musik, Kunst, Fotografie, Filmkunst verstanden (vgl. auch Softwareautoren, Gesetzesautoren).

Geschichte

Das Verständnis von Autorschaft ist geschichtlichen Veränderungen unterworfen. Im Mittelalter verweisen die Begriffe Autor und Autorität mit großer Selbstverständlichkeit aufeinander. Der Rechtssprache entstammend, bezeichnet auctor den 'Urheber', 'Verfasser' oder 'Sachwalter' eines Werkes. Dabei schließt die Wortbedeutung, anders als in der Neuzeit, grundsätzlich den Aspekt der Autorität (auctoritas) ein: Verfasser sind gemeint, die hohes Ansehen erworben und breite Anerkennung gefunden haben. Besonders die medialen Umbrüche von der Mündlichkeit zur Schrift und von der Handschrift zum Buchdruck förderten die Ablösung der Person des Autors und ihrer Autorität von ihrem (reproduzierbaren und vor Verfälschung zu schützenden) Werk, zunächst jedoch eher in Gattungen der theologischen und wissenschaftlichen Literatur. Erst seit der Genieästhetik des Sturm und Drang bildete sich ein Konzept des autonomen, schöpferischen, über sein Werk herrschenden belletristischen Autors heraus. Das 19. und 20. Jahrhundert bilden die Hochphase dieses emphatischen, idealisierten Autorbegriffs. Seit den 60er Jahren wurde Kritik an der Verabsolutierung der Autorpersönlichkeit laut (Roland Barthes, Michel Foucault). In Teilen der Literaturtheorie (Erzähltheorie) wird zwischen Autor und Erzähler unterschieden: Der Autor ist der Schreibende des Textes und der Erzähler der Erzählende der Geschichte und ist dabei eine vom Autor geschaffene Instanz. Der Begriff Autor wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Verfasser eingedeutscht.

Juristische Aspekte

Autorschaft umfasst in der Gegenwart ein Recht am geistigen Eigentum. Zum Schutz des Werkes dient das Urheberrecht.

Vergütung und Tantiemen

Im Januar 2005 einigen sich Belletristikverlage und der Verband deutscher Schriftsteller darauf, daß 10 Prozent vom Nettopreis jedes verkauften Hardcover-Exemplars künftig als Honorar an den Autor eines Buches fließen sollen. Für Taschenbücher gelten gesonderte Regelungen, bei bis zu 20000 verkauften Exemplaren erhalten die Autoren fünf Prozent. Der Erlös aus der Verwertung buchferner Nebenrechte geht zu 60 Prozent, der aus anderen Nebenrechten zur Hälfte an den Autor.

Verwertungsgesellschaft

Verwertungsgesellschaft für die Autoren verschiedener Sparten (Journalisten, Schriftsteller, Drehbuchautoren) ist die VG Wort. Sie verwertet - ähnlich der GEMA bei Musikstücken - die durch Aufführung, Sendung, Kopie und Publizierung entstandenen Tantiemen für die Autoren und schüttet die entstandenen Beträge einmal jährlich an die Autoren aus.

Zählung von Autoren

Vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen kommt es immer häufiger vor, dass ein Werk mehrere Autoren und Koautoren aufweist. Um die Anzahl von Publikationen einer Person vergleichbar zu zählen, gibt es in der Bibliometrie verschiedene Zählweisen:
- Normale Zählweise (Eine Publikation zählt für jeden Autor unabhängig von der Anzahl der Autoren)
- Fraktionelle Zählweise (Anteilmäßige Aufteilung der Autorenschaft, beispielsweise jeweils ein Drittel bei drei Autoren)
- Logarithmische Zählweise (Der Anteil nimmt nach der genannten Reihenfolge der Autoren ab)
- Andere Gewichtung (zum Beispiel nur die ersten beiden Autoren)

Literatur


- Helmut Kreuzer: Der Autor, LiLi 42 (1981).
- Michel Foucault: Was ist ein Autor?, (zuerst frz. 1969) In: Ders: Schriften zur Literatur. Ffm. 1988, S. 7-31.
- Heinrich Bosse: Autorschaft ist Werkherrschaft - Über die Entstehung des Urheberrechts aus dem Geist der Goethezeit, Paderborn 1981.
- Fotis Jannidis u.a. (Hrsg.): Texte zur Theorie der Autorschaft, Stuttgart: Reclam 2000. (Enthält Texte von u.a. Freud, Sartre, Booth, Barthes, Focault, Eco)

Siehe auch


- Belletristik
- Leser
- Textualität
- Liste der Listen mit Schriftstellern

Weblinks


- [http://www.edkomp.uni-muenchen.de/CD1/C/Autor-C-RL.html Roger Lüdeke: Autor (aus: Kompendium der Editionswissenschaften)]
- [http://iasl.uni-muenchen.de/discuss/lisforen/autor-inhalt.html Jannidis/Lauer/Martinez/Winko: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern: Historische Modelle und systematische Perspektiven] ! Kategorie:Kunst (Beruf) Kategorie:Urheberrecht ja:作家 simple:Author

Komponist

Ein Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft. Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich. Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht. Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert). In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte. Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird. Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.

Komponisten

Kategorien


- :Kategorie:Komponist - :Kategorie:Komponisten nach Nationalität
  - :Kategorie:Komponist (Blasmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Filmmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Klassische Musik)
    - :Kategorie:Komponist (Oper) - :Kategorie:Komponist (Operette) - :Kategorie:Komponist (Musical)
    - :Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)
    - :Kategorie:Komponist (Barock) - :Kategorie:Komponist (Renaissance) - :Kategorie:Komponist (Moderne)

Listen


- Liste der Komponisten
- Liste von Komponistinnen
- Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
- Liste klassischer Komponisten in der DDR
- Liste sorbischer Komponisten klassischer Musik
- Liste österreichischer Komponisten klassischer Musik
- Liste von Schweizer Komponisten
- Chronik der Komponisten
- Liste deutscher Pop- und Rockkomponisten
- Liste der Filmmusik-Komponisten
- Liste von Operetten-Komponisten
- Liste von Blasmusik-Komponisten

Weblinks


- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/K/B8311106aufgaben_t.html Bundesanstalt für Arbeit: Komponist/in]
- [http://www.dkv.allmusic.de/ Deutscher Komponistenverband] Kategorie:Musikberuf ja:作曲家 ko:작곡가

Schauspieler

Schauspieler agieren in Bühnen-Aufführungen und Filmen; sie sind unter bestimmten Voraussetzungen darstellende Künstler. Schauspieler können in ihrem Beruf kein entfremdetes Produkt herstellen; sie können in ihrer ureigenen Arbeit nichts als sich selbst anbieten, ihren Körper, ihre Stimme, ihr erlerntes Können, ihre angeeigneten Fähigkeiten, ihre Persönlichkeit.

Definition

Die Kunst des Theater-Schauspielers besteht darin, eine in vielen Proben erarbeitete Bühnen-Figur, die nicht mit seiner eigenen Person identisch ist, über die Dauer einer (womöglich mehrstündigen) Aufführung glaubhaft darzustellen, für den Zuschauer echt ("wahr") erscheinen zu lassen. Der Zuschauer muss dem Schauspieler abnehmen (können), was er zeigt. Vom Film- und Fernseh-Schauspieler wird gefordert, seine Darstellungskunst in (meist) kurzen Sequenzen abzurufen und Bewegungsabläufe wie Emotionen punktgenau zu setzen. Schauspiel-Kunst wird abhängig vom Zeitgeist beurteilt und unterliegt ständigem Wandel. In Stummfilmzeiten gab es große Schauspielkunst, die mit dem Aufkommen des Tonfilms obsolet wurde. Theatralische Darstellung aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, filmisch dokumentiert, erscheint heute lächerlich. Artifizielle schauspielerische Leistungen der Peking-Oper oder fernöstliches Tanztheater bleiben dem Mitteleuropäer letztlich unverständlich, weil die Bedeutungsvorräte für Mimik und Gestik fehlen.

Ausbildung

Wie in anderen künstlerischen Sparten gibt es auch im Bereich Schauspiel (verschiedene) Wege zur Professionalität: über eine Ausbildung an Berufsfachschulen, Berufskollegs, Fachakademien, Ergänzungsschulen und sonstigen Schauspielschulen oder über ein Studium an einer Kunsthochschule. Studienrichtungen: "klassisches" Theaterschauspiel, Musical, Fernsehen/neue Medien oder Pantomime. Es gibt obligatorische Zwischenprüfungen und eine Abschlussprüfung. Ziel ist es, ein Abschlusszeugnis mit der Bescheinigung der Bühnenreife zu bekommen. Die Studiengänge, die Prüfungs-Modalitäten und Abschlussbezeichnungen sind (schon aufgrund des föderalen Bildungswesens in Deutschland) höchst vielfältig. Es gibt auch die Möglichkeit des berufsbegleitenden Privatunterrichts. Deshalb mehr dazu [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/S/B8326100ausbildung_a.html hier]. "Schauspieler" ist (wie "Journalist" zum Beispiel auch) keine gesetzlich geschütze Berufsbezeichnung. Jeder, der einmal in einem Theaterstück, Kino- oder Fernsehfilm mitgespielt hat, kann sich "Schauspieler" nennen. Gerade die Explosion im Bereich der elektronisch-visuellen Medien verlangt nach immer neuen Gesichtern für Gerichts-Sendungen, Soaps und ähnliche Formate. Da Soaps aufs junge Publikum zielen, kommen darin kaum noch Figuren vor, die älter als 30 sind; es werden eher massenweise Rollen im Spielalter zwischen 14 und 20 in die Drehbücher geschrieben. Jugendliche in diesem Alter haben überwiegend allenfalls schauspielerische Erfahrungen im Schultheater gesammelt. Deshalb boomt die Casting-Industrie, die in aufwändigen Aktionen "Typen" sucht, die passen, junge Talente, die dann speziell von den Produktionsfirmen so gecoacht werden, dass sie das Geforderte abliefern können. Beim Theater und in Film und Fernsehen gibt es neben den Schauspielern noch Statisten/Komparsen und Kleindarsteller. Statisten/Komparsen sind "Bildfüller" ohne Text; Kleindarsteller sind in der Lage, ein kleines szenisches Spiel evtl. mit ein wenig Text zu übernehmen.

Geschichte

Der Vorgang des Schauspielens erscheint geschichtlich mit dem Wechsel von gemeinschaftlichem Verkörpern in kultischen Riten einfacher Stammesgesellschaften zum individuellen Darstellen durch einen ausgewählten Verkörperungs-Spezialisten. Der ursprüngliche Schauspieler übernimmt die Aufgabe der Vermittlung zwischen individuell-menschlicher Erfahrung und außerindividueller Welt in Stellvertretung für ein Publikum. Schauspiel ist ein Messen ("Ahmen") der Welt mit dem Maß des menschlichen Körpers (siehe den Begriff der Mimesis in der Tragödientheorie der Poetik des Aristoteles), ein durchgeführtes Spiel, dessen Regeln sich im Zuschauen enthüllen. Als solches findet es innerhalb des Deutungshorizontes der jeweiligen Kultur statt: von der Vergegenwärtigung des Mythos in der Antike bis zum Umgang mit der Erfahrung der Zersplitterung von Identität in der Postmoderne. Das Berufsschauspielertum bildete sich ab dem 15. Jahrhundert in Europa aus dem Fahrenden Volk heraus. In England am Elisabethanischen Theater, in Frankreich durch die Comédie-Française und Molière, und in Italien durch die Commedia dell'arte. In Deutschland hingegen bildeten sich erst ab dem 17. Jahrhundert Schauspieltruppen, die dem Vorbild englischer Wandergruppen folgten. Sie reisten übers Land und waren als fahrendes Volk sozial geächtet. Erst durch die Bindung einzelner Gruppen an das höfische Theaterwesen im 18. Jahrhundert wurde ihr soziales Prestige gehoben.

Literatur


- Egon Aderhold, Sprecherziehung des Schauspielers. Grundlagen und Methoden, Henschel 5. Auflage 1998
- Bertolt Brecht, Kleines Organon für das Theater : Mit e. "Nachtr. zum Kleinen Organon", - Frankfurt am Main: Suhrkamp 1960
- Gerhard Ebert, Der Schauspieler.Geschichte eines Berufes. Ein Abriss, Henschel 1991
- Ulrich Liebe, Von Adorf bis Ziemann.Die Bibliographie der Schauspieler-Biographien 1900-2000 Deutschland, Österreich , Schweiz, Kultur & Kritik 2004
- Renate Möhrmann (Hg.), Die Schauspielerin. Zur Kulturgeschichte der weiblichen Bühnenkunst, Insel Verlag 2000
- Valère Novarina, Brief an die Schauspieler und "Für Louis de Funès", Alexander Verlag 1998
- Yoshi Oida mit Lorna Marshall, Der unsichtbare Schauspieler, Nachwort von Peter Brook, Alexander Verlag, 3. Auflage 2005
- Burkhard Schmiester, Revolution im Theater. Die Sozialistischen Schauspieler-Kollektive in der Spätzeit der Weimarer Republik (1928-1933), Rita G. Fischer 1981
- Barabara Schwerin von Krosigk, Der nackte Schauspieler. die Entwicklung der Theatertheorie Jerzy Grotowskis, Berlin: publica verlag 1986
- Konstantin Stanislawski, Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle, Henschel, 6. Auflage 2002
- Lee Strasberg, Schauspielen und das Training des Schauspielers, Alexander Verlag, 6. Auflage 2005
- Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker, München: dtv, 2. Auflage 1999
- Veronica Wunderlich, KörperPhilosophen. Eugenio Barba und das Odin Teatret: Theateranthropologie und die Dramaturgie des Schauspielers, Edition Praesens 2000

Siehe auch


- Liste der Theaterschauspieler
- Liste der Filmschauspieler, Liste der Filmschauspielerinnen, Liste bekannter Darsteller des deutschen Films
- Starsystem
- Staatsschauspieler
- The Actors Studio
- Biomechanik
- Iffland-Ring & Gertrud-Eysoldt-Ring
- Knallcharge

Weblinks


- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/S/kurz_B8326100.html Berufsbild der Bundesagentur für Arbeit]
- [http://www.mimecentrum.de/info.htm mime centrum berlin] ! Kategorie:Filmberuf Kategorie:Kunst (Beruf) ja:俳優 ko:배우 ms:Pelakon

Sprecher

Der Ausdruck Sprecher oder Sprecherin meint eine Person, die spricht. Dabei ist zu unterscheiden in # den Sprecher im Allgemeinen - also die sprechende Person; # den Sprecher im Sinne der Sprechakttheorie, der durch seine sprachlichen Äußerungen sozial/kommunikativ handelt; # den Sprecher einer bestimmten Sprache, eines Dialektes, Soziolektes oder ähnliches; # den Sprecher als Wahlfunktion eines Gremiums, einer Vereinigung, einer Partei, einer Bürgerinitiative oder ähnliches; # den Sprecher als Berufungs- oder Ernennungsfunktion einer Regierung, eines Ministeriums, einer Staatsanwaltschaft usw.; # den Sprecher als Person, deren Stimme mit einem Mikrofon aufgezeichnet und in bearbeiteter oder unbearbeiteter Form oder auch live, z. B. im Radio und Fernsehen oder an öffentlichen Orten wie z. B. in der U-Bahn verbreitet wird. Des Weiteren gibt es in den USA auch eine Bier-Brauerei mit dem Namen "Sprecher".

Siehe auch


- Wahl, Politik, Regierung
- Recht, Funktion, Nachrichtensprecher

Weblinks


- [http://www.funkwerbung.de/sprecher_search.php3 Übersicht professioneller Sprecher] Kategorie:Personen nach Tätigkeit Kategorie:Sprache

Tänzer

Tanz und tanzen (vom Romanischen danza, ursprünglich altdeutscher Begriff laikan, „tanzen“) sind Sammelbegriffe für jede Art rhythmischer Körperbewegung, meist begleitet durch Musik. In der Musik bezeichnet das Wort Tanz Musikstücke, die explizit so komponiert sind, dass nach ihnen getanzt werden kann, sowie reine Vortragsstücke, die auf Tänzen aufgebaut sind wie z. B. die barocke Suite.

Motivation - Warum tanzen Menschen?

barocke Suite Tanzen ist oftmals ritualisiert und von hoher religiöser und/oder kultureller Bedeutung. Man tanzt, um Götter zu verehren, Naturmächte mittels Regen- und Fruchtbarkeitstänzen milde zu stimmen oder um Initiationsriten zu bestätigen; dabei soll auch die Zusammengehörigkeit einer Gruppe signalisiert werden. Moderne Beispiele für diese Tanzformen sind der Orientalische Tanz, der vermutlich auf Fruchtbarkeitstänze zurückgeht, das gesellige Tanzen zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, wie es seit der Antike verbreitet ist oder Tanzbälle, die Initiationsrituale widerspiegeln (Abschlussball einer Tanzschule) oder als ritualisierte gesellschaftliche Begegnungsform dienen (Wiener Opernball). Als eher gegenteilige Motivation des Tanzens werden der Fortpflanzungstrieb und der Kampf um Rangfolgen angesehen, da hier nicht die Zusammengehörigkeit einer Gruppe, sondern die Stellung verschiedener Individuen zueinander innerhalb derselben im Vordergrund stehen. Beispiele für Tanzformen, die auf diese Beweggründe zurückgehen, sind der samstagabendliche Besuch einer Disco um potentielle (Sexual)Partner kennenzulernen und durch den eigenen Tanzstil zu beeindrucken, der sportliche Turniertanz als Wettkampf im Allgemeinen wie auch speziellere Konkurrenzformen wie z.B. das B-Boying. Intellektuelle und künstlerische Motivationsgründe liegen Tanzformen wie dem Ballett oder dem Ausdruckstanz zugrunde. Hier ist das Ziel nicht Spaß oder Wettkampf, sondern die Darstellung einer Handlung oder eines Gefühlsausdrucks, nicht nur mit Mimik und Gestik, sondern mit dem gesamten Körper. Nicht zu vernachlässigen sind biologische Motivationsgründe, denn durch das Tanzen - wie i.A. durch alle Formen des Sports - wird nicht nur der Körper des Tanzenden trainiert und die Motorik gefördert, durch das Zusammenwirken von Bewegung und der emotionsauslösenden Wirkung von Musik werden auch Endorphine ("Glückshormone") ausgeschüttet: Tanzen macht Spaß.

Erscheinungsformen des Tanzens

Es gibt sehr viele verschiedene Erscheinungsformen des Tanzens, im folgenden soll erläutert werden, wie diese klassifiziert werden können und die wichtigsten Formen sollen kurz dargestellt werden:

Systematik - Wie lassen sich Tänze ordnen?

Neben der Klassifizierung nach Anzahl der Tanzenden in Einzel-, Paar- und Gruppentanz kann auch der Anlass oder Rahmen des Tanzens zur Unterscheidung von Volkstanz, Gesellschaftstanz und Tanzsport verwendet werden. Die folgende Tabelle stellt das zweidimensionale Kategorienschema beispielhaft dar, sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Zur genaueren Untergliederung kann die Kategorie Gruppentanz zusätzlich nach Anordnung der Tanzenden in Kreis-, Ketten-, Reihen- und Formationstanz untergliedert werden, während der Bereich Gesellschaftstanz in zahlreiche Unterbereiche wie Mode- und Partytänze, historische Gesellschaftstänze oder die Tänze des Welttanzprogramms zerfällt. Einige Tänze lassen sich mehreren Kategorien zuordnen, während andere Sonderformen darstellen, die sich nicht vollständig in dieses System einfügen lassen, z.B. Ballett und Ausdruckstanz als rein künstlerische Formen, meditatives Tanzen als Selbsterfahrung, Striptease als erotische Selbstdarstellung oder Bandaloop als Fusion aus Tanz und der Sportart Klettern. Gelegentlich werden Tänze aufgrund spezieller Merkmale nicht als Teil des Systems empfunden obwohl sie gut einordenbar sind, so z.B. der Stepptanz, der durch den perkussiven Einsatz der Fußtechnik das Tanzen mit dem Spielen eines Rhythmusinstrumentes verbindet. Trotz des Namens nicht zu den Tänzen zu rechnen ist das als Seiltanz bezeichnete Balancieren auf einem gespannten Seil, da dieses i.A. nicht im Rhythmus begleitender Musik erfolgt; Seiltanz wird stattdessen als Disziplin der Akrobatik gewertet.

Historischer Tanz

Historische Tänze sind oft nur noch dem Namen nach oder von Gemälden, Zeichnungen, aus Buchillustrationen oder dekorativen Reliefs bekannt. Während des Mittelalters wurden Tänze vorwiegend durch praktische Weitergabe von Tänzer zu Tänzer überliefert, eine Tanznotation war noch unbekannt. Im ausgehenden Mittelalter und der Frührenaissance wurden Tänze dann zunehmend von Tanzmeistern, wie etwa Fabritio Caroso, oder Guglielmo Ebreo in selbst entwickelten Notationen festgehalten. Es handelte sich aber noch nicht um eine einheitliche Tanznotation und häufig auch nicht um feststehende Schritte, so dass man sich heute für eine Rekonstruktion der Tänze zunächst die jeweilige Tanznotation erschließen muss. Durch den französischen Domherren Jehan Tabourot (Pseudonym: Thoinot Arbeau) wurde 1587 in seinem Buch "Orchésographie" eine Weiterentwicklung der Tanzbeschreibung vorgenommen, indem er neben die Noten den jeweiligen Tanzschritt setzte. Eine allgemeingültigere Notation wurde erst zur Zeit Ludwigs des XIV. an der Academie Royale du Danse entwickelt. Gundzüge der dort festgelegten Schritte finden sich heute noch im Repertoire des klassischen Balletts.

Moderner Gesellschafts- und Turniertanz

Der moderne Gesellschaftstanz wird hauptsächlich über die verschiedenen Arten von Tanzschulen und Tanzsportvereinen verbreitet.

Welttanzprogramm

In europäischen Tanzschulen werden vorwiegend die Standardtänze, Lateinamerikanischen Tänze sowie Discofox und Foxtrott gelehrt, die zusammen das Welttanzprogramm bilden.

Standardtänze und Lateinamerikanische Tänze

Die fünf Standardtänze und die fünf Lateinamerikanischen Tänze sind die klassischen Turniertänze des Tanzsports. Zusammengenommen werden sie als die "zehn Tänze" (analog zu Zehnkampf) bezeichnet.
- Standardtänze: Langsamer Walzer (auch "Englischer Walzer" genannt), Wiener Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep.
- Lateinamerikanische Tänze: Samba, Cha Cha Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. Außerdem gehört zum Turniersport das Formationstanzen. Dies wird in den Standard- und in den Lateinamerikanischentänzen ausgetragen. Hierbei werden die 5 Tänze jeder Art abwechselnd getanzt. Dabei bilden 6, 7 oder 8 Paare ein Team, die eine Choreographie tanzen und dabei verschiedene Bilder stellen. Die Musik geht über 6min, wobei ein Wertungsteil von 4,5min und einen Einzug und Auszug, der allerdings nicht gewertet wird.

Salsa und Tango Argentino

Neben diesen Gesellschaftstänzen gibt es seit Beginn der 1980er Jahre eine stetig wachsende Szene sowohl um den Tango Argentino als auch um die Salsa. Nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa, Nordamerika und vor allem auch Japan sind in allen größeren Städten Szenetreffs und auf diese Tänze spezialisierte Tanzschulen zu finden. Diese Tanzformen haben sich relativ unabhängig von den etablierten Tanzschulen oder Tanzsportvereinen entwickelt. Entgegen verbreiteter Meinung werden beide Tänze daher nicht zu den Mode- und Partytänzen gerechnet.

Mode- und Partytänze

Modetänze sind Paartänze, die wie eine Modeerscheinung in kurzer Zeit sehr große Beliebtheit entwickeln und ebenso schnell wieder in Vergessenheit geraten. Meist sind sie wie z.B. Lambada mit einem festen Musikstück verknüpft. Partytänze sind Gruppentänze, bei denen die Tänzer auf ein meist dem Partytanz eindeutig zugeordnetes Musikstück eine feste Choreografie tanzen. Beide Formen werden in Tanzschulen aller Art unterrichtet und haben auch in die Salsaszene ihren Eingang gefunden.

Weitere Tanzformen

Paartänze:
- Charleston, Swing, Lindy Hop, Jitterbug, Boogie-Woogie, Rock ’n’ Roll (Tanz)
- Discofox, Sevillanas, Merengue, Bachata, Shimmy
- Rollstuhltanz Einzeln oder in Gruppen:
- Cancan
- Breakdance, Hip Hop, Capoeira
- Eiskunstlauf, Flamenco
- Modern Dance, Jazz Dance, Zeitgenössischer Tanz, Contemporary Dance (Contact Improvisation), Experimentaltanz
- Gogotanz, Stepptanz, Improvisationstanz, Polonaise, Pogo, Round Dance, Spitzentanz, Setdance, Square Dance, Technotanz, Headbangen
- Volkstanz, Internationale Folkloretänze, Orientalischer Tanz, Chinesischer Tanz, Balinesischer Tanz, Afrikanischer Tanz
- Meditatives Tanzen, sakraler Tanz, Kirchentanz
- Sitztanz
- ekstatisches expressives Tanzen

Zitat

„Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft.“ Fred Astaire Als spöttischen Ausdruck für die Dekadenz dieser diplomatischen "Praxis" prägte C. J. Fürst von Ligne im Hinblick auf den Wiener Kongress die Redewendung „Der Kongress tanzt viel, aber er geht nicht weiter“ („Le congrès danse beaucoup, mais il ne marche pas“).

Weblinks


- http://www.tanzsport.de/ Deutscher Tanzsportverband
- Die [http://www.tanzstiftung.ch/ Daria Nyzankiwska Tanz Stiftung] bezweckt die Förderung und Unterstützung von Tanz und Ballett, insbesondere durch Vergabe von Stipendien an minderbemittelte junge Tanztalente. Die Tanzstiftung hat ihren Sitz in der Schweiz.
- http://www.volkstanz.de Deutsche Gesellschaft für Volkstanz
- http://www.chnutz.de Zeitgenössische Abbildungen des Mittelalterlichen Tanzes
- http://www.Tanzfiguren.de DANCE - die Tanzfigurendatenbank ! Kategorie:Kunst (Beruf) ja:ダンス ms:Tarian simple:Dance

Text

Text (lat. textus: Gewebe, Text) bezeichnet im engeren Sinne einen zusammenhängenden Bereich geschriebener Sprache, im weiteren Sinne auch die nicht geschriebene, aber schreibbare Sprachinformation (beispielsweise eines Liedes, Films oder einer improvisierten Theateraufführung). Text kann einfach oder komplex strukturiert sein. Unstrukturierter Text ist oft schwerer zu verstehen als strukturierter. Mit dem Textzusammenhalt über Satzgrenzen hinaus befassen sich Kohäsion (formaler Zusammenhalt) und Kohärenz (auf Wissen beruhender inhaltlicher Zusammenhalt). Text benötigt zu seiner Darstellung eine Schrift, deren Zeichen Phoneme, Silben oder Wörter bzw. Begriffe kodieren. Im westlichen Kulturkreis werden üblicherweise auf dem lateinischen Alphabet basierende Alphabete zur Darstellung von Text verwendet, in Osteuropa oft das kyrillische Alphabet, im vorderen Orient das arabische. Ostasiatische Sprachen verwenden komplexe Schriftzeichen, um Text darzustellen. Der in Sprache rücktransformierte Text muss keinen Sinn ergeben. Es gibt durchaus Texte, welche aus zusammenhanglosen Worten oder gar Lauten, zum Teil bis zu bloßen Geräuschen reduzierten Klangmalereien bestehen, welche im Ganzen dennoch, wenn auch vielschichtig interpretierbar, einen Sinn ergeben (siehe z.B. Dadaismus). Durch die Einführung der geschriebenen Sprache wurde eine Möglichkeit geschaffen, Texte, wie zum Beispiel Geschichtsschreibung, Erzählungen und Sagen für die Nachwelt zu archivieren. Ein großer Teil unseres Wissens über vergangene Epochen stammt von schriftlichen Aufzeichnungen, die archiviert wurden oder zufällig erhalten blieben. Die ägyptische Hochkultur entwickelte schon knapp 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung eine Schrift, die so genannten Hieroglyphen, die zunächst als Bilderschrift entstand und sich zu einer Silbenschrift entwickelte. Alle weit verbreiteten heutigen Alphabetschriften, mit Ausnahme der koreanischen, stammen vermutlich von der gleichen phönizischen Schriftform ab, oder sind zumindest durch Schriften phönizischer Abstammung inspiriert geschaffen worden. Die einzige größere noch bestehende Schrifttradition nichtphönizischer Herkunft ist die chinesische. Heute wird Text oft elektronisch kodiert und gespeichert. Text kann in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Dabei bleibt der Inhalt im wesentlichen erhalten. Sprachklang und verschiedene kulturelle Eigenschaften werden bei der Übersetzung geändert. Schriftlicher Text ist oft urheberrechtlich geschützt. Vom Urheberrecht wird die Form, nicht der Inhalt des Textes geschützt.

Definition aus sprachwissenschaftlicher Sicht

Ein Text ist eine in sich geschlossene, thematische und sprachliche Einheit, die durch verschiedene Eigenschaften der Textualität charakterisiert wird. Dadurch wird eine Texttiefenstruktur erkennbar, die auf eine kommunikative Situation, eine thematische Entfaltung und eine Kommunikationsabsicht schließen lässt. Die sprachwissenschaftliche Untersuchung von Texten ist die Textlinguistik. Siehe auch: Literatur, Orthographie, Grammatik, Textmodus, Gebrauchstext, Textsorte

Weblinks


- http://www.lichtensteiger.de/methoden.html - "Texte haben keinen einheitlichen Sinn, keine geschlossene Struktur, keinen fixierbaren Kontext, Texte sind immer schon Zitate." Das "Anrennen gegen die Grenzen der Sprache" - Methoden des Schreibens und Strategien des Lesens. Eine Diskussion mit Roland Barthes, André Breton, Gilles Deleuze und Raymond Federman, Paris, 18. Februar 1965 / von Ralph Lichtensteiger
- http://www.lichtensteiger.de/schreiben.html - Schreiben/Writing Kategorie:Literarischer Begriff ja:テキスト

Deutung

Deutung bezeichnet den Prozess des Erkennens einer Bedeutung. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen tatsächlichen oder vermeintlichen Erkenntnisprozess handelt. Beispiele: Deutung einer sprachlichen, lautativen, mimischen oder gestischen Botschaft (vergl. Kommunikation), von Schrift oder anderen Symbolen und Faktoren (z.B. bei der Wettervorhersage). Der Begriff Deutung wird auch in folgenden Zusammenhängen benutzt: # Deutung eines Gegenstandes, um die Zukunft oder den Charakter einer Person vorherzusagen: Wahrsagerei, Orakel, Tarot, Physiognomik (Deutung des Gesicht), Chiromantie (Deutung der Hand), Metoposkopie (Deutung der Stirn), Hieroskopie # Erklärung des Sinnzusammenhangs eines Ereignisses im religiösen oder philosophischen Sinne - siehe Sinn (Metaphysik) # In der Psychotherapie und hier v.a. in der Psychoanalyse die Bewusstmachung von Widerstand, Übertragung und unbewusster Phantasien zum richtigen Zeitpunkt. # Verstehende Erläuterung eines Kunstwerkes oder Textes - siehe Interpretation # Wahrnehmungsmuster in der Wissenssoziologie - siehe Deutungsmuster

Siehe auch

Bedeutung, Meinung, Symbolik, Prognose

Kunstwerk

Kunstwerk ist in der Umgangssprache ein bewundernder Ausdruck für die meisterhafte Ausführung einer Profession, Handlung oder Produktion. Die Bezeichnung Kunstwerk qualifiziert als besonders einzigartig, besonders ästhetisch gelungen. Dabei bezieht sich die Qualifikation vor allem auf visuelle Wahrnehmung (Vergleich Umgangssprache: Gedicht). Der umgangssprachliche Gebrauch von Kunstwerk bezeichnet sichtbar schöne Eindrücke aus nahezu allen Bereichen. In der Unterscheidung von Kunstwerk und Nicht-Kunstwerk drückt sich dabei der Kunstbegriff aus. Das moderne und postmoderne Kunstwerk ist Produkt eines Künstlers oder einer Gruppe von Künstlern der freien Kunst. Das Kunstwerk kann ein Bild in den verschiedensten Techniken, ein Ölbild, eine Fotografie, eine Collage oder auch eine Skulptur, ein Video, ein Pissoir, ein Flaschentrockner, Eichen in Kassel oder auch ein Happening sein. Der Kunstmarkt des angehenden 21. Jahrhunderts hat nahezu für alle Formen des Kunstwerks eine Absatzmöglichkeit; das Format und die Publikationsform sind frei wählbar. Das Kunstwerk wird in seiner Qualität durch die Kunstkritiker und Kunsthistoriker öffentlich bewertet und von den Besuchern/Betrachtern in seiner Bedeutung geadelt oder ignoriert. Das Kunstwerk wird in der Regel in Museen oder Galerien gezeigt, kann aber auch in Privatbesitz sein und somit unzugänglich für die Öffentlichkeit. Während Museen der Künste Sammlungen von Kunstwerken anlegen, um diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sind Galerien Verkaufsräume der Kunst, in denen es um den Abverkauf der gezeigten Werke an öffentliche oder private Sammler geht. Der Künstler, der sein Werk verkauft, hat kaum Einfluss mehr auf den Verbleib des Werkes; ebenso profitiert er nicht von den weiteren Verkauferlösen. Die Entwicklung des Kunstwerks in der Zeit wird durch die Kunstgeschichte beschrieben, die von Kunsthistorikern interpretiert wird.

Formen und Genres


- in der Literatur:
  - literarisches Werk
  - Gedicht
  - Erzählung: Fabel, Kurzgeschichte, Kunstmärchen, Novelle, Roman
  - Essay
- auf der Bühne:
  - Schauspiel: Komödie, Tragödie
  - Singspiel: Oper, Operette, Musical
  - Ballett
- im Hörfunk:
  - Hörspiel
  - Feature
- auf Leinwand und Bildschirm:
  - Spielfilm
  - Fernsehfilm
- in der Musik:
  - Lied
  - Sonate, Streichquartett, Sinfonie ...
- in der Bildenden Kunst:
  - Plastik, Skulptur, Gemälde, Graphik, Objektkunst ...
- Allgemein:
  - Zyklisches Kunstwerk
- ... Kategorie:Kunst Kategorie:Urheberrecht

Übersetzer

Ein Übersetzer nimmt die Übersetzung von Texten von einer Ausgangssprache (AS-Text) in eine andere Sprache, die Zielsprache (ZS-Text), vor.

Spezialisierungen bei Übersetzern

Fachübersetzer spezialisieren sich auf eine oder mehrere Textsorten bestimmter Fachgebiete, z. B. Finanzwesen, Elektrotechnik, Handbücher und Betriebsanleitungen. Literaturübersetzer übertragen Literatur wie Romane, Gedichte oder Comics, aber auch Sachbücher oder Zeitschriftenartikel in die Zielsprache. Literarische Übersetzungen unterliegen in gleicher Weise wie der ursprüngliche Text dem Urheberrecht und sind somit urheberrechtlich geschützt. Ermächtigte Übersetzer werden in Deutschland von den Landgerichten „ermächtigt“ bzw. „bestellt“, schriftliche Übersetzungen von Verträgen oder Urkunden zu erstellen und deren korrekte Übertragung in die Zielsprache zu bescheinigen. Diese „beglaubigten Übersetzungen“ werden beispielsweise bei der Heirat eines Ausländers benötigt. In anderen Staaten z. B. Polen werden diese Übersetzer von vergleichbaren Gerichtsinstanzen vereidigt und erhalten neben einer Vereidigungsurkunde ein persönliches amtliches Dienstsiegel. Dolmetscher arbeiten in der mündlichen Kommunikation. Als vereidigte Dolmetscher arbeiten sie für Behörden wie die Polizei (etwa bei Vernehmungen) oder bei Gerichtsverhandlungen. Im Gegensatz dazu steht das Konferenzdolmetschen, beispielsweise bei internationalen Konferenzen, Podiumsdiskussionen oder Vorträgen für das eine spezielle Ausbildung im Simultan- oder Konsekutivdolmetschen benötigt wird (siehe dazu auch die Information bei den Ausbildungsinstituten unten). Die Berufsbezeichnung Konferenzdolmetscher ist nicht geschützt und wird auch von Anbietern ohne einschlägige Qualifikation geführt. Terminologen erstellen und pflegen Terminologie-Datenbanken, vor allem bei großen Unternehmen und Behörden. Eine Terminologie-Datenbank enthält alle für die Arbeit eines Unternehmens oder einer Behörde notwendigen und spezifischen Fachbegriffe. Software-Lokalisierer passen Software, teilweise auch Online-Hilfen und Handbücher an einen regionalen Markt an. Dabei wird nicht nur der Textanteil der Software übersetzt, sondern es werden auch andere Anpassungen vorgenommen. So können beispielsweise Angaben für das Datum, die Schreibrichtung, das Verständnis für Farben und Symbole von Kulturregion zu Kulturregion variieren. Will der Software-Hersteller einen neuen Markt erschließen, so muss sein Produkt lokalisiert werden.

Ausbildung und berufliche Praxis

Die Ausbildung zum Übersetzer ist nicht gesetzlich geregelt, obwohl es seit einigen Jahren in Deutschland den Studiengang Diplom-Übersetzer, Diplom-Fachübersetzer bzw. Diplom-Dolmetscher gibt, beispielsweise an folgenden Universitäten:
- Humboldt-Universität zu Berlin
- Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Universität Leipzig
- Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit dem Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften in Germersheim An der Universität Düsseldorf existiert der Diplom-Studiengang „Literatur übersetzen“. In Bayern gibt es keine akademische Ausbildung, die zu einem Diplomtitel führt. Die Ausbildung erfolgt vielmehr an Fachakademien mit dem Ausbildungsziel Staatlich geprüfte/r Übersetzer/-in und Dolmetscher/-in. Es existieren fünf derartige Fachakademien:
- Fremdspracheninstitut der Landeshauptstadt München (FIM) [http://www.fim.musin.de/], München
- Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) [http://www.ifa.uni-erlangen.de/], Erlangen
- Institut für Fremdsprachenberufe (IFB) [http://www.ifb-kempten.de/home.htm], Kempten
- Sprachen & Dolmetscher Institut München (SDI) [http://www.sdi-muenchen.de/], München. Das SDI bietet daneben auch Aufbaustudiengänge für Software-Lokalisierung und Fach- sowie Konferenzdolmetschen.
- Würzburger Dolmetscherschule (WDS) [http://www.wuerzburger-dolmetscherschule.de/], Würzburg Trotzdem ist die Berufsbezeichnung „Übersetzer“ bzw. „Dolmetscher“ in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Daher darf sich jeder als Übersetzer/Dolmetscher bezeichnen – auch wenn er/sie vielleicht gar nicht über die erforderlichen fachlichen und sprachlichen Fähigkeiten verfügt. Viele Übersetzer sind nicht fest angestellt, sondern freiberuflich tätig. Sie erhalten ihre Aufträge entweder von eigenen Kunden oder durch Agenturen, die einen Teil des Honorars für die Vermittlung zwischen Kunde und Übersetzer einbehalten.

Schwierigkeit

Die Problematik für alle Übersetzer ist die natürliche Unschärfe der Sprache und der mit ihr verbundenen Kommunikation. Sprache ist kein Code und bildet auch keine exakte Welt ab, da sie historisch und kulturell gewachsen ist. Übersetzer müssen nicht nur die Sprache beherrschen, sondern auch Kultur und Geschichte der Kommunikation kennen und verstehen. Professionelle Übersetzer bieten häufig eine umfassende Textberatung für Ausgangstexte an, so dass später weniger Qualitätsprobleme bei der Verwendung von Fremdwörtern, bei der Bezeichnung „typischer Dinge“ sowie z. B. bei Werbeaussagen in Superlativen entstehen. Bezahlt werden Übersetzer von Texten anhand der Anzahl der Normseiten, Normzeilen, Wörter oder Zeichen, die sie übersetzen. Gegebenenfalls spielen auch spezifische Gegebenheiten eine Rolle, wie Textart, Textmenge, Textformatierung, Textwiederholungen, freiberuflich oder angestellt usw. Dabei wird oft unterschieden zwischen einer Abrechnung in der Ausgangssprache, der Zielsprache und im Zeitrahmen.

Auszeichnung

Für besonders gelungene literarische Übersetzungen werden Preise verliehen, zum Beispiel :Kurd-Laßwitz-Preis :Christoph-Martin-Wieland-Preis :Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW

Siehe auch


- Liste bekannter Übersetzer
- Übersetzungsdienstleister
- [http://www.uebersetzerportal.de Übersetzerportal]
- [http://www.tw-h.de TechWriter's Home Portal]
- [http://www.onurb.ch/mailinglists-de.html Mailinglisten für Übersetzer]

Weblinks


- [http://www.fit-ift.org FIT (International Federation of Translators)]
- [http://www.aiic.net International Association of Conference Interpreters]
- [http://www.literaturuebersetzer.de/ Verband der Literaturübersetzer]
- [http://www.universitas.org Österreichischer Übersetzer- und Dolmetscherverband]
- [http://www.gerichtsdolmetscher.at Österreichischer Gerichtsdolmetscherverband]
- [http://nzz.ch/2004/09/11/fe/page-article9UMRE.html Kampf um Geld und Geltung 50 Jahre Verband der Literaturübersetzer]
- [http://www.entwuerfe.ch/entwuerfe37/text3.html Zwischen Hammer und Amboss: Übersetzen, und erst noch aus dem Arabischen, Essay von Hartmut Fähndrich] Kategorie:Freie Berufe ! Kategorie:Beruf

Kategorie:Musikberuf

Hier bitte Berufe einordnen, die mit Musik zu tun haben. Personen, die einen solchen Beruf nachgehen, gehören in eine der Unterkategorien der :Kategorie:Person (Musik) bzw. in eine Unterkategorie von :Kategorie:Personen nach Beruf. Beruf Kategorie:Beruf

Самоански език

Самоанският език е австронезийски език, говорен от около 430 000 души в Самоа, Американски Самоа.

История

Граматика

Речник

Фрази

Литература

Външни препратки


- [http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=SMY Самоанският език на Ethnologue]
- [http://sm.wikipedia.org Уикипедия на самоански] Категория:Австронезийски езици

cheap tickets Karty grafiki piesni gry zrcznociowe kultura










































:: RELATED NEWS ::
All Rights Reserved 2005 wikimiki.org