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Interpretation (Musik)

Interpretation (Musik)

Unter Interpretation versteht man in der Musik die Ausführung einer Komposition und die Art und Weise, wie sie erfolgt. Beim Singen oder Spielen eines Musikstückes steht ein Musiker immer zwischen der Absicht des Komponisten und den eigenen musikalischen Ideen. Die Kunst einer gelungenen Interpretation besteht im angemessenen Verhältnis dieser beiden Faktoren; angemessen deshalb, weil zum Beispiel eine Sinfonie von Gustav Mahler weniger Raum für eigene Musikalität bietet, als eine Improvisation über einen Jazz-Standard. Kategorie:Musikglossar

Komposition (Musik)

Komposition (lat. Zusammensetzung) ist musikalische Schöpfung, deren Ergebnis meist in fixierter Form vorliegt: als Notenbild, Textanweisung, graphische Notation, Leseapparatur, Tonband, Computerprogramm oder Computerdaten. Ihr Gegenstück ist die Improvisation. Die meisten Kompositionen sind dazu gedacht, von Interpreten zum Klingen gebracht zu werden; es gibt jedoch auch Ausnahmen von dieser Regel. Eine Reihe von Komponisten und Interpreten waren und sind der Ansicht, die ideale Form der Wahrnehmung eines Werkes könne nur durch das reine Lesen einer Komposition bzw. Partitur stattfinden. Andere Arten von Kompositionen, etwa einige kuriose Werke des 20. Jahrhunderts, werden vom Hörer selbst "aufgeführt", indem der Hörer den verbalen Anweisungen des Komponisten folgt. Weitere Varianten umfassen die frühe Phase experimenteller Computermusik, bei der die Werke vornehmlich aus Programmen bestanden, die von Computern selbst ausgeführt, und die auf ein abspielbares Tonband gespeichert wurden. Im Gegensatz zur Komposition steht die Improvisation, bei der das musikalische Werk oder Teile davon erst im Moment des Erklingens von den ausführenden Musikern selbst erfunden und hinterher normalerweise auch nicht fixiert wird. Mit dem handwerklichen Teil des Komponierens beschäftigt sich die Kompositionslehre, die verschiedene Teilgebiete wie Formenlehre, Harmonielehre, Satztechnik und Instrumentenkunde umfasst. Kategorie:Musiktheorie ja:作曲

Sinfonie

Die Sinfonie oder Symphonie (griech.: Zusammenklang) bezeichnet seit Beginn des 17. Jahrhunderts (unter dem damaligen italienischen Begriff Sinfonia) ein Werk für Orchester (auch mit Gesang) ohne bestimmte Form. Die Sinfonia fand sowohl in der Kirchenmusik als auch in der Oper oder im Ballett als Einleitungsstück (Ouvertüre) Verwendung. Ab 1740 kristallisierte sich die dreiteilige Form (schnell - langsam - schnell) der Sinfonia heraus, sie löste sich aus ihrem Zusammenhang zur Neapolitanischen Oper und wurde eigenständiges Musikstück. Zu den bedeutenden Komponisten der vorklassischen Sinfonie gehören der Italiener Giovanni Battista Sammartini, Johann Stamitz (Mannheimer Schule) und Georg Christoph Wagenseil (Wiener Schule). Im Laufe des 18. Jahrhunderts erweiterte sich mit der Ausbreitung nach Nordeuropa die italienische dreisätzige Form der Sinfonia um das Menuett, einem zusätzlichen, vor dem Finalsatz eingeschobenen Satz - so vor allem in den Sinfonien der Mannheimer und der Wiener Schule. Die klassische Sinfonie ab Mitte des 18. Jahrhunderts wird vor allem mit den Komponisten Joseph Haydn (104 Sinfonien), Wolfgang Amadeus Mozart (über 50 Sinfonien) und Ludwig van Beethoven (neun Sinfonien) in Verbindung gebracht. Gewichtigster Satz ist der erste, der so genannte Kopfsatz, der meist in Sonatenhauptsatzform mit evtl. langsamer Einleitung gehalten ist und zwei gegensätzliche Themen (Hauptthema und Seitenthema) vorstellt und verarbeitet. Der zweite Satz ist ein langsamer Satz, oftmals in Liedform, der dritte ein Menuett oder später ein Scherzo, und der vierte Satz - das Finale - meist entweder ein Rondo oder ein Sonatenhauptsatz. Beethoven führt diese Form bis an ihre Grenzen und vergrößert außerdem das Orchester bis hin zum Einsatz eines Chores in seiner 9. Sinfonie, deren Finalsatz die bekannte Ode an die Freude von Friedrich Schiller zur Grundlage hat. Auch die Tonartenfolge ist in der klassischen Sinfonie meist noch streng gehandhabt. Für jede Sinfonie kann eine Grundtonart angegeben werden, in der das Werk beginnt und (meistens) auch endet. Die Ecksätze (Kopfsatz und Finale) sind in dieser Grundtonart komponiert, sowie meist auch der 3. Satz. Der langsame Satz hingegen steht im allgemeinen in einer verwandten Tonart, der Dominante, Subdominante oder einer Paralleltonart. Die romantische Sinfonie kann in zwei Bereiche eingeteilt werden. Auf der einen Seite wird die klassische Sinfonie in romantischer Tonsprache weitergeführt - hier sind vor allem Franz Schubert (acht Sinfonien), Felix Mendelssohn Bartholdy (fünf Sinfonien, dazu zwölf Streichersinfonien), Robert Schumann (vier Sinfonien), Johannes Brahms (vier Sinfonien), Anton Bruckner (acht Sinfonien, dazu zwei Frühwerke und eine unvollendete), Gustav Mahler (neun Sinfonien, dazu eine unvollendete) und Pjotr Iljitsch Tschaikowski (sechs Sinfonien) zu nennen, auf der anderen Seite wird versucht, die Form der Sinfonie durch Einbindung eines außermusikalischen Programms (Programm) aufzubrechen, was zur so genannten Sinfonischen Dichtung führte - so vor allem bei Hector Berlioz, Franz Liszt und Richard Strauss. Die Gattung der Sinfonie löst sich im Lauf der romantischen Epochen zunehmend von der tradierten, viersätzigen Sinfonie der Klassik. Die Reihenfolge der Sätze wird oft vertauscht, die Anzahl der Sätze variiert. Auch die Einheit der Tonarten wird nicht mehr als bindend angesehen: so beginnt Gustav Mahlers 5. Sinfonie etwa in cis-Moll, endet aber in D-Dur. Als neues Ordnungsprinzip des sinfonischen Zyklus' wird oft die motivische Verschränkung gewählt: Motive und Themen werden übergreifend in mehreren Sätzen eines Werks verarbeitet. Die Erweiterung des Aufführungsapparats führt auch zur Entwicklung der Sonderform der Sinfoniekantate, die die Sinfonie mit dem menschlichen Gesang verbindet. Im 20. Jahrhundert gab es trotz einiger Sinfonie-Kompositionen von Sergej Prokofjew oder Dmitri Schostakowitsch - auch aufgrund der stilistischen Zersplitterungen der „Moderne“ - keinen einheitlichen Sinfonie-Begriff mehr.

Weblinks

Siehe auch: Liste der Sinfonien Kategorie:Gattungen und Formen (Musik) ! ja:交響曲 ko:교향곡

Improvisation

Improvisation (v. ital.: improvviso unerwartet, aus lat.: im (kehrt den sinn des angeschlossenen wortes um); proviso vorhersehen) bedeutet, etwas ohne Vorbereitung, aus dem Stegreif oder ad hoc dar- oder herzustellen. Improvisation im allgemeinen Sprachgebrauch meint den spontanen praktischen Gebrauch von Kreativität zur Lösung von auftretenden Problemen. Typisch ist etwa die Zweckentfremdung von Werkzeugen oder Materialien. Improvisation als Strategie herrscht in der Do it yourself-Bewegung, oder beim Hacker vor. Eine Ikone dieser Sorte Improvisation war die Fernsehfigur MacGyver, die in fast jeder Folge der Fernsehserie erstaunliche Konstruktionen mit seinem Schweizerarmeetaschenmesser und herumliegenden Gegenständen schuf.

Improvisation in der Musik

Siehe Hauptartikel: Improvisation (Musik).

Improvisation im Tanz

Unter dem Einfluss der Improvisation in der Musik, z.B. durch John Cage, ist Anfang der 1970er Jahre die Tanzform Contact Improvisation entstanden. In der Contact Improvisation wird ohne feste Formen und ohne vorhersehbare Bewegungen getanzt. Die körperlichen Reflexe spielen daher eine besondere Rolle.

Improvisation im Theater

Es existieren einige spielerische Formen der Improvisation im Theater oder im Schauspiel. Zwei Beispiele finden sich beim Theatersport oder dem 'Marathon'. Hierbei beginnen zwei Schauspieler, eine Handlung oder eine Tätigkeit darzustellen, die ihnen gerade im Moment einfällt, wie zum Beispiel schwimmen oder fechten. Nun haben die zuschauenden Schauspieler die Möglichkeit zu klatschen, um das Geschehen zu unterbrechen. Derjenige, der geklatscht hat, wechselt in die Szene und ein anderer verlässt sie. Der neue Schauspieler improvisiert nun eine andere Handlung, auf die sein Partner einsteigen muss. Der Marathon ist eine sehr gute Übung, um sich verschiedenen Rollen auszusetzen und eignet sich gewissermaßen als schauspielerische Aufwärmübung. Siehe auch: Improvisationstheater, Stehgreifkomödie und commedia dell'arte Kategorie:Improvisation ja:即興

Kategorie:Musikglossar

Glossar

1010.

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Događaji


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Rođenja


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Smrti


- Category:Godine ko:1010년

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