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| Interrogativpronomen |
InterrogativpronomenDas Fragewort oder Interrogativpronomen (auch: fragendes Fürwort) ist ein Wort in einer Frage, das nach einem bestimmten Typ von Information fragt. Im Gegensatz zu anderen Pronomenarten, die es in einigen Sprachen nicht gibt, haben alle Sprachen Fragewörter. Deutsche Fragewörter sind wer, was, wo, wann, warum, wieso, etc. (Pronomen) sowie welcher, was für ein (Adjektive).
Alle Fragesätze haben mindestens ein Fragewort, außer Entscheidungsfragen (Ja/nein-Frage).
In indirekten Fragesätzen (=Fragen in indirekter Rede) werden Entscheidungsfragen im Deutschen durch das Wort ob eingeleitet, das gleichzeitig als Fragewort und als Konjunktion gilt.
Das Fragewort ist im strengen Sinn kein Pronomen, da es nicht - wie die anderen Pronomina - einen bestimmten Referenten ersetzt, sondern eine bestimmte Kategorie ersetzt, aber daraus irgendeinen beliebigen Referenten erlaubt. So fragt wer nicht nach Max Meier oder dem Bundespräsidenten, sondern nach irgendeinem aus der Kategorie "Mensch"; wann fragt nach irgendeiner Zeit.
Kategorie:Wort
Kategorie:Grammatik
ja:疑問詞
Wort
Wort bezeichnet eine grammatische Einheit.
Der Plural von "Wort" lautet Wörter, wenn es um das Auftreten mehrerer einzelner davon geht (Das Verzeichnis enthält 100.000 Wörter.). Worte hingegen bezeichnet eine Aneinanderreihung in einem Sinnzusammenhang, zum Beispiel einer Rede (Dankesworte, Der Worte sind genug gewechselt...).
Wort bezeichnet als Kollektivum auch eine bedeutsame, kurze Aussage (Ein Wort der Weisheit, Machtwort), insbesondere wenn sie eine feste Form bilden, in die Einschübe nicht möglich sind (etwa in Sprichwort). Diese bestehen ihrerseits aus mehreren grammatikalischen Wörtern. Der Plural Worte ist hierbei obligat (Wörter der Weisheit ist ein Oxymoron).
Des Weiteren bezeichnet Wort als Singularetantum – von dem hierbei kein Plural gebildet werden kann – eine Lehre (z.B. das Wort Gottes) oder ein Versprechen (z.B. sein Wort brechen).
Entstehung
Wörter gehören zu den ältesten abstrahierenden symbolischen Formen der Menschheit. Ob nicht z.B. Bilder älter sind, ist eine empirisch schwer beantwortbare Frage (vgl. Urgesellschaft). Vorauf gingen ihnen jedenfalls erfahrungsbewährte Wiederholungen konkreter Handlungen. Ob sich bestimmte Urwörter (Ur-Sätze?) annehmen lassen, ist strittig, obwohl die Vergleichende Sprachwissenschaft hieran arbeitet. Erste etablierte Worte, wahrscheinlich sehr konkret durch Gestik und Mimik darstellenden Charakters begleitet, erlaubten dann weitere und stärker abstrahierende Wörter – zum Beispiel konnten sich aus „eine Handvoll“, „in Hörweite“ bzw. „zuerst“, „tags“ bzw. „Mamma“, „Vortänzer“, noch stärker abstrahierend, dann kategoriale Wörter bezüglich „Raum“ bzw. „Zeit“ bzw. benennbaren „Subjekten“ entwickeln. Schlüsse, die sich auf den Spracherwerb in der Ontogenese des einzelnen Kleinkindes stützen und daraus auf das erste Sprechen in der Phylogenese der Menschheit folgern, sind keineswegs zwingend, obwohl hilfreich.
Charakterisierung
Muttersprachler haben ein intuitives Verständnis davon, was in ihrer Sprache ein Wort ausmacht, die Sprachwissenschaft aber tut sich damit schwer, allgemein gültige Kriterien zur Abgrenzung von Wörtern zu finden. Je nach Blickwinkel sind verschiedene Kriterien möglich, die je nach theoretischem Hintergrund und Erkenntinisinteresse miteinander kombiniert oder ergänzt werden:
- morphologisches Kriterium: Ein Wort ist eine möglichst kleine sprachliche Einheit, die eine Bedeutung trägt und frei vorkommen kann. In dieser Definition entspricht Wort etwa einem freien Morphem, das aber durch Prä - oder Suffixe ergänzt sein kann (Bsp: Herr, herrlich, verherrlichen). Ein so definiertes Wort kann durch Flexionsendungen erweitert werden, wodurch man die Wortformen dieses Wortes erhält (zum Beispiel Frau, Frauen; laut, lauter, mache, machst, macht etc.). In der Sprachwissenschaft spricht man in diesem Fall statt von Wort von Lexem.
- orthographisches Kriterium: Ein Wort ist eine Buchstabengruppe zwischen zwei Trennzeichen, meistens Leerzeichen. Diese Definition schließt Sprachen ohne Schrifttradition aus, und ist stark vom Wandel der Orthographie abhängig.
- phonetisch/phonologisches Kriterium: Wörter sind Lautfolgen, die durch Grenzsignale wie zum Beispiel Pausen voneinander abgehoben sind. Im Deutschen hat jedes Wort genau eine Hauptakzentstelle. In einigen Sprachen, wie beispielsweise im Französischen, werden die Wörter beim Sprechen stark aneinander gebunden und miteinander verschmolzen. Das führt dazu, dass eine vom Schriftbild ausgehende Definition stark von einer lautorientierten Definition abweichen kann.
- semantisches Kriterium: Wörter zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Bedeutung tragen. Die Bedeutung von Wörtern wird aber von ihrem Äußerungskontext mitbestimmt und ist deshalb nicht ohne weiters fassbar. Einigen Wörtern lässt sich keine lexikalische Bedeutung zuordnen, allenfalls eine grammatische (Funktionswörter).
- syntaktisches Kriterium: Wörter sind Einheiten, die sich innerhalb eines Satzes verschieben, durch andere austauschen und durch das Einfügen weiterer Wörter voneinander trennen lassen. Problematisch an dieser Definition ist, dass man mit diesem Kriterium Wortformen wie Frau und Frauen nicht als zusammengehörig bestimmen kann. Weitere Probleme werfen zum Beispiel die trennbaren Verben im Deutschen auf, die sich zwar voneinander trennen lassen, aber trotzdem als Ganzes ersetzbar sind.
Symbolische Bedeutung
Laut der neutestamentalichen Schöpfungsgeschichte am Anfang des Johannesevangeliums begann die Welt durch das Wort (griech. logos, lat. verbum, hebr. dvr):
:en archē ēn ho Logos kai ho Logos ēn pros ton Theon kai Theos ēn ho Logos
:in principio erat Verbum et Verbum erat apud Deum et Deus erat Verbum
:Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort
Dieser Wortmythos, die Schöpfung durch Benennung, findet sich schon in uralten Religionen, Mythen und Aberglauben.
Zaubersprüche haben als wesentliche Ingredienz mächtige Zauberworte.
Flüche, d.h. Verfluchungen sollen angeblich dem Verfluchten anhaften und physische Wirkung zeigen.
Zu beachten ist hier, dass die Bedeutung des griechischen Wortes lógos im Originaltext über die des deutschen Wortes „Wort“ hinaus geht. logos bezeichnet u.a. auch Sprache, Rede, Beweis, Lehrsatz, Lehre und Vernunft. Die Übersetzung von logos mit Wort reduziert die Bedeutung.
Aus logos stammt auch das deutsche Wort Logik.
Klassifikation
Grammatisch
In der Grammatik werden Wörter nach Wortarten (zum Beispiel Substantiv, Adjektiv, Verb...) unterschieden und hinsichtlich Satzstellung, Flexion, Tonalität (in Tonsprachen wie Mandarin-Chinesisch) et cetera untersucht.
Nach Wortarten
Es gibt verschiedene Ansätze, Wörter nach Wortarten zu gliedern. Es werden syntaktische, morphologische und funktionale Kriterien verwendet. Im Wesentlichen geht die heutige Klassifikation schon auf die Antike (Dionysos Thrax) zurück, hat aber auch deren Probleme mitgeschleppt.
Plural
Für „Wort“ gibt es zwei Pluralformen.
- Wörter bezieht sich auf die Form bzw. die grammatische Einheit „Wort“.
- Worte bezieht sich auf den Inhalt, zum Beispiel für im Sinnzusammenhang stehende Wörter eines bekannten Ausspruchs (siehe Schlagwort (Sprachwissenschaft), Sprichwort).
Die Unterscheidung wird inzwischen oft ignoriert, so dass auch im Plural Homonymie auftritt.
Aufbau
Wörter bestehen aus Morphemen, das sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten im Sprachsystem, in flektierenden Sprachen aus Stamm- + Flexionsmorphem (Haus+es). In einer isolierenden Sprache wie im klassischen Chinesisch oder Vietnamesischen hingegen gibt es keine Flexion.
Geschriebene Wörter
Geschriebene Wörter werden mit Buchstaben, Schriftzeichen oder Symbolen dargestellt und in vielen Sprachen durch Leerzeichen vor dem Wort oder Satzzeichen voneinander abgetrennt. Im klassischen Chinesischen entspricht jedem Zeichen ein Wort, ein Morphem und eine Silbe.
Die Schrift und die Schreibrichtung ist abhängig von der Sprache (Deutsch: links>rechts; Arabisch und Hebräisch: rechts>links).
Gesprochene Wörter
Gesprochene Wörter bestehen aus Silben, die wiederum aus einem oder mehreren Phonemen (Lauten) bestehen. In manchen Sprachen kommen bedeutungsunterscheidende Töne hinzu (Mandarin-Chinesisch, Hausa, Vietnamesisch), sie werden Tonsprachen genannt (vgl. auch die Intonation deutscher Interjektionen wie hm). In Akzentsprachen wie Deutsch hat jedes Wort eine Hauptakzenstelle. In der gesprochenen Sprache liegt potenziell vor und hinter dem Wort eine kurze Pause.
Zum Wortschatz
Ein großer Teil des deutschen Wortschatzes besteht aus Wörtern, die anderen Sprachen entstammen, so genannten Fremd- und Lehnwörtern.
Mit den 207 häufigsten Wörtern im Wortschatz eines deutschen Muttersprachlers lassen sich bereits 50% eines fast beliebigen Textes darstellen. Davon sind einsilbige Wörter die häufigsten. Je länger ein Wort, desto geringer seine Häufigkeit (wie in nahezu allen Sprachen, das zugrundeliegende Prinzip nennt sich Huffman-Kodierung).
Zitate
- „Die meisten Menschen leiden an dieser geistigen Schwäche, zu glauben, weil ein Wort da sei, muß es auch das Wort für etwas sein; weil ein Wort da sei, muß dem Worte etwas Wirkliches entsprechen.“
- Fritz Mauthner (1849-1923)
Siehe auch
- Wortstamm
- Komposition
- Begriff/Bezeichnung
- Synonym, Homonym, Polysem, Antonym, Hapax legomenon
- Worthülse
- Abkürzung
- Wort des Jahres
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Semasiologie, Onomasiologie
- Bedeutungswandel, Etymologie
- Ausdruck
- Logos
- Galgenmännchen
- Wortspiel
Weblinks
- http://www.udoklinger.de/Grammatik/inhalt.htm
Kategorie:Linguistische Morphologie
Kategorie:Syntax
!
ja:言葉
simple:Word
zh-cn:词汇
PronomenDas Pronomen (auch Fürwort, Mehrzahl Pronomina oder Pronomen) ist ein Wort, das ein anderes Wort (meist ein Nomen) ersetzt. So die Definition in der Tradition der (scholastischen) Sprachphilosophie. Syntaktisch läßt sich substantivischer und adjektivischer Gebrauch von Pronomina unterscheiden. Bei adjektivischem Gebrauch oder bei Reflexivpronomina liegt keine Ersetzung vor:
- Hans verändert Hans - Hans verändert sich.
Im ersten Fall wird man davon ausgehen, dass zwei Personen, die Hans heißen, gemeint sind (vgl. hierzu auch Benveniste 1974 und Sternefeld (1993:946 ff.) zu "sloppy identity"). Die Bedeutung des sog. Pronomens steht nicht fest im Lexikon, sondern ändert sich je nach in der Sprechsituation Anwesenden (ich - du) oder Vorgängerausdruck (er, sie, es). Im ersten Fall handelt es sich um den Fall der Deixis (Zeigwörter), im zweiten um den der Anapher. Das deutsche Pronomen er kann sich entweder auf den Referenten eines Nomens beziehen, das vorher im Text aufgetaucht ist (Ein Mann kam um die Ecke. Er hatte eine Pistole.), oder aber in betonter Form auf eine Person, die die Gesprächspartner sehen oder kennen (Was macht er denn jetzt wieder für einen Unsinn?) - dann handelt es sich um einen deiktischen Gebrauch, der bei es nicht möglich ist.
Pronomina im Deutschen
Pronomina zählen im Deutschen und in anderen indogermanischen Sprachen sieben verschiedene Typen:
- Personalpronomina (persönliche Fürwörter): ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
- Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter): mein, dein, sein, unser, euer, ihr, ihm
- Reflexivpronomina (rückbezügliche Fürwörter): mich, dich, sich, uns, euch
- Demonstrativpronomina (hinweisende Fürwörter): der, dieser, jener, derjenige, derselbe
- Relativpronomina (bezügliche Fürwörter): der, welcher, was
- Interrogativpronomina (fragende Fürwörter): wer, was, welcher, wo, wie, warum, weshalb
- Indefinitpronomina (unbestimmte Fürwörter): jemand, alle, einer, keiner, mancher
- Reziprokpronomina (wechselseitige Fürwörter): einander
Historisch wurden manchmal auch Zahlwörter ("Zahlpronomina") und die Artikel als Pronomina betrachtet, auch dies ist irreführend. Erstere sind Adjektive, Artikel wirken völlig anders, nämlich operativ und wissensbezogen. Alternative Darstellungen in:
- Zifonun, Gisela/Hoffmann, Ludger/Strecker, Bruno: "Grammatik der deutschen Sprache." Berlin/New York 1997
- Benveniste, Émile 1974 Probleme der Alllgemeinen Sprachwissenschaft. (=LTW 1428 - Linguistik). München: List.
- Sternefeld, Wolfgang 1993 ,,Anaphoric Reference.“ Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. 9.1 Syntax: ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. hrsg. v. Joachim Jacobs et al. 940-966. Berlin/New York: de Gruyter.
Pronomina in anderen Sprachen
Im Gegensatz zum Deutschen und anderen europäischen Sprachen wird in einigen Sprachen zwischen inklusivem und exklusivem wir unterschieden, jenachdem, ob der Angesprochene (das „Du“) eingeschlossen ist oder nicht. Das duale wir schließt dritte Personen aus.
Kategorie:Syntax
Kategorie:Grammatik
Kategorie:Wort
ja:代名詞
Sprache
Sprache hat zwei eng mit einander verwandte Verwendungen, die Sprache (ohne Plural) oder eine Sprache/Sprachen.
Die Sprache bezeichnet die wichtigste Kommunikationsform des Menschen. Sie wird akustisch durch Schallwellen (Lautketten) oder visuell-räumlich durch Gebärden (vgl. Gebärdensprache) oder Schrift (vgl. Schriftsprache) realisiert. Die Wissenschaft von Sprache als System heißt Allgemeine Sprachwissenschaft.
Exemplarisch sei die Definition von Edward Sapir (1921) zitiert:
:"Sprache ist eine ausschließlich dem Menschen eigene, nicht im Instinkt wurzelnde Methode zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen und Wünschen mittels eines Systems von frei geschaffenen Symbolen." (zitiert nach John Lyons, 4. Auflage, 1992, S. 13)
Ferdinand de Saussure hat - einer Tradition folgend - Sprache als Zeichensystem konzipiert und das Sprachzeichen als Verbindung von Lautbild und Vorstellung, also als etwas Mentales gefasst. Karl Bühler sieht Sprache als "geformtes Gerät", als Medium des Verständigungshandelns mit den Grundfunktionen der Darstellung (Bezug auf die Wirklichkeit), des Ausdrucks (Befindlichkeit des Sprechers) und des Appells (Beeinflussung des Hörers). Damit wird die Auffassung von Sprache als Zeichensystem fraglich, denn nur symbolische Ausdrücke lassen sich als Zeichen im eigentlichen Sinn ("etwas steht für etwas") auffassen. Wofür steht der Artikel der, die Abtönungspartikel halt, das Zeigwort da, die Interjektion hm? Für die Pragmatik ist Sprache ein zweckorientiertes Handlungssystem, das mental verankert ist. Für manche Linguisten ist Sprache ein menschentypisches biologisches Organ (Noam Chomsky), für andere das Medium der Gedankenbildung schlechthin (W.v. Humboldt).
Eine Sprache ist jedes einzelne Kommunikationssystem, das der Verständigung dient, also menschliche Einzelsprachen (beispielsweise Deutsch), Fachsprachen (beispielsweise Mathematik und Rechtssprache), Computersprachen (beispielsweise Prolog) etc. (siehe nachstehende Unterkapitel). Die Wissenschaften einzelner Sprachen sind beispielsweise die Philologien (Anglistik, Germanistik). Die Linguistik dagegen beschäftigt sich mit einzelnen Sprachen lediglich als "Beleg" für Theorien über die Sprache im Allgemeinen, die universellen Eigenschaften menschlicher Sprache und die Haupttypen der Sprachen der Welt (Sprachtypologie).
Entwicklung von Sprache
Das Verstehen und das Bilden bedeutungsvoller Lautketten in Echtzeit stellt große Anforderungen an die Planung wie an die auditive beziehungsweise visuelle Verarbeitung im Gehirn. Bei Legasthenikern oder Polterern kann diese Planung gestört sein.
Linguistik
Die Linguistik untersucht die menschliche Sprache. Die vergleichende Sprachwissenschaft und die Sprachtypologie befassen sich mit der genetischen Verwandtschaft von Sprachen, die in Sprachfamilien geordnet werden können. Die meisten Sprachwissenschaftler behandeln Einzelsprachen oder Sprachfamilien.
So befasst sich beispielsweise die Indogermanistik mit der indogermanischen Sprachfamilie.
Annahmen über eine (Ursprache) der Menschheit sind vorwiegend spekulativ, hiermit befasst sich die Paläolinguistik.
Die Struktur und Verwendung von Sprachen wird in Grammatiken, der Wortschatz und Wortgebrauch in Wörterbüchern beschrieben. Die Etymologie ist eine Forschungsrichtung, die sich mit dem Ursprung und der Geschichte der Worte und Namen befasst.
Formale Sprachen sind mit Mitteln von Logik und Mengenlehre beschreibbar (aufzählbare Menge der Basisausdrücke, Regeln der Komposition, wohlgeformte Ausdrücke). Die Beschreibungsprinzipien der formalen Logik werden auch auf die natürliche Sprache angewendet; Pionierarbeit hat dazu der amerikanische Logiker Richard Montague geleistet. Eine vollständige Rekonstruktion ist allerdings nicht möglich. Denn auch die Logik ist aus der natürlichen Sprache abgeleitet. Letztlich müssen wir alles in der natürlichen Sprache austragen (Wittgenstein).
Zu den Disziplinen, die sich besonders intensiv mit Sprache auseinandersetzen, gehören auch die Rhetorik, die Literaturwissenschaft, die Sprachphilosophie und die Ethnologie.
Einzelsprache
Im speziellen Sinn bezeichnet Sprache eine bestimmte Einzelsprache wie Deutsch oder Japanisch. Die gesprochenen Sprachen der Menschheit werden in Sprachfamilien eingeteilt; anhand der Language Codes (nach ISO 639-1 beziehungsweise 639-2) können Sprachen international eindeutig identifiziert werden. Von den heute etwa 6500 auf der Welt gesprochenen Sprachen sind mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht, da sie kaum noch oder gar nicht mehr an Kinder weitergegeben werden. Von einigen Sprachen gibt es nur noch eine kleine Gruppe oft alter Muttersprachler. Dies wird höchstwahrscheinlich dazu führen, dass in den nächsten 100 Jahren Tausende von Sprachen verschwinden werden. Die Gesellschaft für bedrohte Sprachen unterstützt die Beschäftigung mit und die Dokumentation solcher Sprachen, die zum Erbe der Menschheit zählen und sich zum Teil durch ganz besondere Eigenschaften auszeichnen, die nur an ihnen zu studieren sind.
Eine Sprache ist etwas Lebendiges, das entsteht, sich dauernd verändert und wieder vergeht -
jedoch nicht im biologischen, sondern im übertragenen Sinne; Lebendigkeit steht hier für eine Vielfalt von Funktionen. Nicht mehr gebrauchte, auch tote Sprachen genannt, hinterlassen oftmals Spuren in Nachfolgesprachen; beispielsweise Latein in den romanischen Sprachen (Italienisch, Französisch etc.), aber auch in der englischen und deutschen Sprache sowie den anderen germanischen Sprachen.
Nichtmenschliche Sprachen
Sprachen bei Tieren, beispielsweise die Bienensprache, aber auch die Lautsprachen bei Vögeln, Delfinen oder Primaten unterscheiden sich grundsätzlich von denen des Menschen. Während in den Signalsystemen der Tiere jeder Laut eine feste Bedeutung hat, ist die Sprache des Menschen doppelt (beziehungsweise dreifach) gegliedert. Das heißt, Menschen können aus bedeutungsunterscheidenden, selbst nichts bedeutenden Lauten (erste Gliederungsebene) bedeutungstragende Einheiten (Morpheme, Wortformen) bilden (zweite Gliederungsebene). Aus Wortformen können Wortgruppen (Phrasen) und Sätze aufgebaut werden (dritte Ebene). Wenn ein Tier zwanzig Laute bilden kann, so kann es zwanzig Dinge ausdrücken. In der Sprache des Menschen gibt es durch die Ebenen unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten mit begrenzten Mitteln, so schon Wilhelm von Humboldt. Der Mensch kann verstehen, was er zuvor nie gehört hat.
Formale Sprachen
Auch in der Informatik wird von Sprachen gesprochen. Diese Sprachen, Formale Sprachen genannt, sind mathematische Modelle von Sprachen, die besonders in der theoretischen Informatik, insbesondere bei Berechenbarkeitstheorie und dem Compilerbau Anwendung finden.
Bestrebungen eine eindeutige und methodisch korrekte Sprache aufzubauen, haben zum Projekt der Orthosprache geführt.
Sprache als Medium
Viele Medientheorien – vor allem die technischen – fassen Sprache nicht als Medium, sondern als Kommunikationsinstrument auf, d.h. als neutrale Ermöglichungsbedingung für die eigentlichen Medien. Sprache dient solchen Auffassungen nach lediglich der Repräsentation oder auch Übermittlung mentaler Entitäten (Konzepte, Begriffe), wobei letztere als unabhängig von der Sprache gedacht werden. Man spricht deshalb von Repräsentationsmitteln. Die radikalste Form dieser „Sprachvergessenheit der Medientheorie“, wie Ludwig Jäger (2000) formuliert, findet sich im so genannten Diskurs über „postsymbolic communication“, der davon ausgeht, dass die menschliche Kognition und Kommunikation zukünftig nicht mehr auf Sprachzeichen angewiesen seien, weil diese aufgrund der technischen Entwicklungen im Bereich der Forschungen zur Künstlichen Intelligenz obsolet werden. Jäger (2000) zufolge bleiben Debatten über die Wirkungsmacht von „neuen Medien“, wie etwa Computer und Internet, jedoch leer, wenn Sprache nicht als entscheidendes Rahmenmedium erkannt wird. Er plädiert deshalb dafür, den nicht-technischen (anthropologischen) Medienbegriff stärker in den Diskurs über technische Medien einzubeziehen und so die schlichte Dichotomie zwischen „neuen Medien“ und „Sprache“ aufzuweichen.
Jäger (2000/2002) formuliert eine erkenntnistheoretische Medienauffassung, deren Kernaussage lautet, dass Mentalität erst durch die Medialität ermöglicht wird. Das heißt die menschliche Mentalität wird in ihrem heutigen Umfang erst durch Zeichenhandlungsprozesse, die sowohl ein Welt- als auch Ich-Bewusstsein konstituieren, ermöglicht. Die Sprache nimmt hierbei eine konstitutive Rolle ein. Wird also Sprache als Medium begriffen, ist schon die menschliche Mentalität medial geprägt. Es ist daher stets von der Sprache her zu beurteilen, wie sich neue Medien auf den Menschen auswirken können (vgl. Jäger 2000/2002).
Diese Konzeption kann durch die Überlegungen Sibylle Krämers (2000) unterstrichen werden. Krämer meint, dass eine Botschaft, die in einem Medium vermittelt wird, die Spur seiner formalen Konstitution bewahrt – in diesem Fall besitzt die Mentalität des Menschen die Spur seiner semiologischen Performanzen. D.h.: Wird eine Äußerung getätigt, findet keine Reinvermittlung mentaler Konzepte statt, da diese durch die jeweilige Einzelsprache geprägt sind. Weiter stellt Krämer (1998) Medien als Apparate zur künstlichen Erzeugung neuer Welten dar (d.h.: neue Formen der Erfahrung, Vorstellungen), die es ohne das entsprechende Medium nicht geben würde. Die Sprache ermöglicht dem homo sapiens sapiens so gesehen nichts Minderes als die komplexere Erfahrbarmachung der tatsächlichen Welt in der uns heute geläufigen Weise.
Sprache im weiteren Sinne
Manche Leute bezeichnen die Musik als universelle Sprache, da sie von Menschen unterschiedlichster Herkunft verstanden wird. Hierbei dient die Sprache vor allem als Kommunikationsmittel für Gefühle. So werden die meisten Filme mit Musik untermalt, weil dadurch unterschwellig die Gefühlslage der Situation bzw. der Figuren kommuniziert wird. In indischen Filmen geht das sogar soweit, dass die Handlung stehen bleibt und die Gefühle in Liedern ausgedrückt werden, was man bei uns nur aus dem Musical-Genre kennt.
Hier stößt auf eine weitere Ebene der Sprache: Filme, Theaterstücke, Operetten usw. bedienen sich ebenfalls einer bestimmten Sprache. Die hier eingesetzten sprachlichen Mittel findet man im übertragenen Sinne auch in den Laut- und Schriftsprachen wieder.
Siehe auch
Abstandsprache, Amtssprache, analytische Philosophie, Ausbausprache, Babysprache, Dachsprache, Dialekt, Dichtersprache, Etymologie, Europäisches Jahr der Sprachen, Fachsprache, falsche Freunde, Geheimsprache, Gruppensprache, Halsbandsittich in vielen Sprachen, Hochsprache, inklusive Sprache, Jargon, Konstruierte Sprache, Lautsprache, Liste von Sprachen, Liturgiesprache, Mathematik, Medien, Medientheorie, Muttersprache, Neusprech, Orthosprache, Plansprache, Programmiersprache, Seemannssprache, Semiotik, Signalsprachen, Soziolekt, Spiegelneuronen, Standardsprache, Terminologie, Umgangssprache, Universal-Grammatik, Verkehrssprache, Weltsprache, Zeichen, Zungenbrecher, Sprachreisen, Sprachbildung
Literatur
- Ludwig Börne, "Bemerkungen über Sprache und Stil.", 1826, Sämtliche Schriften, Bd. II, Düsseldorf 1964.
- Karl Bühler (1934), Sprachtheorie, Stuttgart: G. Fischer
- Geoffrey Sampson: "Schools of Linguistics." Hutchinson, London (1980), ISBN 0804710848
- David Crystal: "Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache." Campus Verlag, Frankfurt/Main (1995), ISBN 3880599548
- Wilhelm von Humboldt: "Grundzüge des allgemeinen Sprachtypus", 2004, Berlin: Philo, ISBN 3-8257-0068-2
- John Lyons: "Die Sprache." C.H. Beck, München (1992; 4. Auflage) ISBN 3406094007
- Steven Pinker: "Words and Rules: The Ingredients of Language." (1999) (dt. Worte und Regeln: Die Natur der Sprache.), ISBN 3827402972)
- Ludger Hoffmann (Hg.)(2000/2) Sprachwissenschaft. Ein Reader. Berlin, New York: de Gruyter.
- Jäger, Ludwig (2000), „Die Sprachvergessenheit der Medientheorie. Ein Plädoyer für das Medium der Sprache.“ In: Kallmeyer, Werner (Hg.): Sprache und neue Medien. Berlin, New York: De Gruyter, 9-30
- Jäger, Ludwig (2002): Medialität und Mentalität. Die Sprache als Medium des Geistes. In: Krämer, Sybille, König, Ekkehard (Hgg.): Gibt es eine Sprache hinter dem Sprechen? Frankfurt am Main: Suhrkamp, 45-76
- Krämer, Sybille (²2000): „Das Medium als Spur und als Apparat.“ In: dies. (Hg.): Medien, Computer, Realität. Wirklichkeitsvorstellungen und neue Medien. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 9-26
Weblinks
- [http://www.rosettaproject.org/ Rosetta-Projekt: Informationen zu Sprachen der Welt] (englisch)
- [http://www.ethnologue.com/ Ethnologue: Informationen zu Sprachen der Welt] (englisch)
- [http://www.vistawide.com/ Sprachen und Kulturen der Welt] (englisch)
- [http://portal.unesco.org/ UNESCO-Projekt:] "Intangible Heritage - [http://portal.unesco.org/culture/admin/ev.php?URL_ID=8270&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201 Endangered Languages]"
- [http://www.tooyoo.l.u-tokyo.ac.jp/Redbook/index.html UNESCO Red Book of Endangered Languages]
- [http://www.georgetown.edu/faculty/ballc/animals/animals.html Tierlaute in verschiedenen Sprachen] (englisch)
- [http://www.netz-tipp.de/sprachen.html Statistik: Verbreitung der Sprachen im Internet]
- [http://home.edo.uni-dortmund.de/~hoffmann/Gruende/10Gruende.html 10 Gründe, Sprachwissenschaft zu studieren]
- [http://www.heim2.tu-clausthal.de/~kermit/wte/sprache.html Sprache als Gefängnis:] Vortrag im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik an der TU Clausthal
- [http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/771860 Es werde Wort - und zwar schnell!] Ein Bericht über die "rasante Entwicklung von Sprache"
- [http://www.bair-sprache-chiemgau.de/texte/pressetexte.htm#1 Etwa 90% aller Sprachen werden bis 2050 wahrscheinlich verschwunden sein] ([http://www.guardian.co.uk/uk_news/story/0,3604,721955,00.html Original auf Englisch])
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ja:言語
ko:언어
ms:Bahasa
simple:Language
th:Hol
zh-cn:语言
zh-tw:語言
AdjektivDas Adjektiv (lat.), deutsch: Eigenschafts- oder Beiwort, ist in der Sprachwissenschaft die Wortart, welche die Beschaffenheit oder eine Beziehung eines Dinges oder einer Sache beschreibt. Es wird kleingeschrieben. Adjektive sind deklinierbar und gehören zur Gruppe der Nomen.
Das Adjektiv kann syntaktisch in zwei Verwendungen vorkommen:
- als Attribut (Beifügung zu einem Substantiv): Sie hatte blaue Augen.
- prädikativ (in Verbindung mit sein, werden, bleiben und wenigen ähnlichen Verben): Er war neugierig. Er blieb immer freundlich.
Die meisten Adjektive der deutschen Sprache können gesteigert werden. Dieser Vorgang heißt Komparation:
- Positiv: schön
- Komparativ: schöner
- Superlativ: am schönsten; der, die, das Schönste
Fremdwörter, die auf einen Vokal enden, wie z. B. rosa, können weder dekliniert noch gesteigert werden. Andere Farbbezeichnungen wie blau, beige, orange, Wörter wie voll, leer, tot usw. und Ableitungen von geographischen Bezeichnungen (z. B. die Berliner Luft; vgl. auch die zwanziger Jahre) können zwar dekliniert, jedoch nicht gesteigert werden. Letztere werden außerdem mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben, sofern es Ableitungen sind, die auf -er enden.
Abstufungen der Eigenschaften können auch mit Hilfswörtern erreicht werden: mehr orange, am meisten orange, stärker orange, am stärksten orange, schwächer orange, am schwächsten orange. Außer einer Verstärkung der Eigenschaften lässt sich mit Hilfswörtern auch eine Beschreibung der Abschwächung erreichen.
In Dialekten werden auch sonst nicht komparierbare Wörter (Absolutadjektive) gesteigert oder Adverben als Adjektive gebraucht.: rosa, rosaner, zu, die zue Tür.
Das Wort adjektiv gilt kleingeschrieben auch als Eigenschaftswort und bedeutet
- beigefügt oder auch
- zum Beifügen geeignet.
Zum Beispiel sind adjektive Farben solche, die nur zusammen mit einer Vorbeize färben.
Eine Adjektivierung ist die Verwendung eines Substantivs oder eines Adverbs als Eigenschaftswort. Der obenstehende Absatz behandelt den (speziellen) Fall einer solchen.
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Siehe auch: Ergativ, Verb, Substantiv, fehlbezogenes Adjektiv
Kategorie:Grammatik
Kategorie:Wort
ja:形容詞
simple:Adjective
th:คำคุณศัพท์
Indirekte RedeDirekte und indirekte Rede sind zwei grammatische Stilmittel in vielen Sprachen, etwas Gesagtes innerhalb von etwas Gesagtem wiederzugeben, also etwas zu zitieren (ein drittes Stilmittel ist die Erlebte Rede).
Mit der direkten Rede zitiert ein Erzähler etwas, was jemand gesagt hat, wörtlich, also genauso, wie jener es gesagt hat.
Mit der indirekten Rede gibt ein Erzähler die Äußerung eines anderen distanziert, vom Standpunkt des Erzählenden aus, wieder.
Während die direkte Rede im Grunde einen vorher gesagten Satz ohne Veränderung "einbettet" und dafür um diesen Satz eine Art "Mauer" aus Sprechpause oder Anführungszeichen bilden muss, verbindet die indirekte Rede die Äußerung als Nebensatz mit dem ganzen Satzgefüge, muss dafür aber im zitierten Satz einiges ändern. Die indirekte Rede im Deutschen ist für Lernende von Deutsch als Fremdsprache und selbst für deutsche Muttersprachler ein schwieriger Punkt der Grammatik.
Vergleich direkte und indirekte Rede im Deutschen
Im Deutschen unterscheiden sich direkte und indirekte Rede wie folgt in vielen Punkten:
Weitere Beispiele zur Modusänderung in der indirekten Rede im Deutschen
- Er sagte, er sei aus Berlin gekommen.(Zum Zeitpunkt der originalen Rede war er schon da.)
- Er sagte, er würde aus Berlin kommen. Er sagte, er werde aus Berlin kommen. (Zum Zeitpunkt der originalen Rede lag die Ankunft in der Zukunft.)
- Ich sagte damals, ich sei aus Berlin gekommen.
- Du sagtest doch, du kämst mit.
- Du sagtest doch, dass du mitkommen würdest. Du sagtest doch, dass du mitkämst.
- Du sagtest, du seist mitgenommen worden.
Bei der direkten Rede wird die Aussage dagegen ohne Modusänderung wiedergegeben.
- Sie sagt: "Ich komme morgen aus Berlin."
Oft wird in der Umgangssprache bei der indirekten Rede anstelle des Konjunktivs heute auch der Indikativ verwendet, z.B.
- Er sagte, er stamme aus Berlin. (mit Konjunktiv)
- Er sagte, er stammt aus Berlin. (mit Indikativ).
Indirekte Rede in anderen Sprachen
Da das Deutsche den Konjunktiv vor allem zur Kennzeichnung der indirekten Rede verwendet, unterliegen viele Deutschsprachige dem Trugschluss, dass dieser Modus auch in anderen Sprachen die gleiche Funktion hat. Das ist aber nicht so. In anderen europäischen Sprachen wie Englisch oder Französisch wird nicht der Modus, sondern das Tempus des Zitatsatzes verändert. Dagegen gilt auch hier die Regel der Anpassung der Pronomen.
Im Litauischen wird indirekte Rede mit infiniten Verbformen (z.B. Partizipien) ausgedrückt (s. Modus relativus).
In vielen anderen Sprachen ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Rede kaum stilistisch fassbar und weniger streng. So steht es dem Sprecher im Japanischen frei, Pronomen oder Modus zu ändern oder auch nicht.
Kategorie:Grammatik
Kategorie:Rhetorik
Referent (Linguistik)Als Referenten bezeichnet man in der Linguistik ein Wort, ein Satzglied oder ein außersprachliches Objekt, auf das andere Wörter (oft Pronomen) im Satz oder Text zeigen.
Auf außersprachliche Referenten wird oft zusätzlich mit einer (extraverbalen) Geste gezeigt:
Siehst du ihn da? (Sprecher weist mit Hand auf Referenten)
Innersprachliche Referenten können mit dem verweisenden Wort je nachdem, was im Text zuerst kommt, zwei Arten von Beziehungen eingehen:
- anaphorische Beziehung: Referent kommt vor verweisendem Wort.
Der Mann kam herein. Er trug einen alten Hut. (Mann vor er)
- kataphorische Beziehung: Das verweisende Wort steht vor dem Referenten.
Als sie sich über ihre Ausweglosigkeit klar wurde, brachte sich Sybille um. (sie vor Sybille)
Referenten identifiziert man in der formalen Darstellung von Texten in Linguistik und Computerlinguistik gern durch Indices, gerade wenn sich einem Satz viele Pronomen auf verschiedene Referenten beziehen:
Peter(1) schuldete Mario(2) noch einen Haufen Geld(3). Nachdem er(2) ihm(1) mit ernsten Konsquenzen gedroht hatte, gab er(1) es(3) ihm(2) am 25. schließlich zurück.
Kategorie:Linguistik
Kategorie:GrammatikKategorie:Sprache
ja:Category:文法
Inoue YosuiYosui Inoue was one of Japan's most popular folk-rockers of the early 1970's. Starting out singing in school contests his big break came on the late night radio show Shash Eleven when he performed his song "Kandore Mandore" under the stage name he was using at the time. "Kandore Mandore" became the most requested song on the show and was picked up for release by CBS/Sony records. He started performing under his real name and released his first album Rupture in 1972. Rupture spent 2 years on the charts and was number one a total of six different times. Following that success Yosui Inoue formed his own management agency and record label which is still active as of 2005. He released a retrospective of his career and influences in 2001.
Sources
- [http://www.artistdirect.com/nad/music/artist/card/0,,616753,00.html Yosui Inoue]
External links
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Inoue, Yosui
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