Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Iowa (Volk)

Iowa (Volk)

Die Iowa (Bah-Kho-Je) sind ein Indianervolk Nordamerikas, das ursprünglich im gleichnamigen US-Bundesstaat Iowa ansässig war. Sie waren sowohl Jäger als auch Maisbauern. Während des 17. Jahrhunderts zogen von den Europäern vertriebene Sauk und Fox, Kickapoo und Anishinabe in die Gebiete der Iowa. 1836 mussten sie in ein Reservat an der heutigen Grenze Kansas-Nebraska umsiedeln, später dann in das Indianerterritorium in Oklahoma. 1848 wurden sie von einer Seuche heimgesucht. In beiden Gegenden leben heute nur noch wenige hundert Iowa. Die Iowa sprachen eine Sioux-Sprache. Die letzten Menschen, die die Sprache fließend sprechen konnten, starben Ende 1996. Siehe auch: Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Weblinks


- [http://www.iowanation.org/ Die Iowa-Nation von Oklahoma] Kategorie:Nordamerikanische Ethnie

Indianer Nordamerikas

Zu den Indianern Nordamerikas zählt man üblicherweise sämtliche Indianer nördlich von Mexiko. Ausgenommen sind die Ureinwohner Hawaiis, die Inuit, Unangan und Yupik in Alaska und der nordkanadischen Arktis, die sich genetisch und kulturell stark von den nordamerikanischen Indianern unterscheiden. Ebenfalls nicht zu den Indianern gezählt werden Mischvölker wie die Métis. Eine Eigenart der nordamerikanischen Indianer ist, dass sich Völker derselben Sprachgruppe weder kulturell ähnlich, noch räumlich nah sein müssen. Die nordamerikanischen Indianer-Völker unterscheiden sich kulturell erheblich. So gibt es zum einen demokratisch organisierte Stämme mit Ältestenrat, Stammesrat und Ratsfeuer wie beispielsweise die Irokesen, zum anderen monarchisch organisierte Stämme wie Wampanoag oder Powhatan. Das Oberhaupt eines Stammes wird in den verschiedenen europäischen Sprachen, die mit den Indianern in Berührung kamen, unterschiedlich tituliert: Chief (englisch), Sachem (französisch) oder Kazike (spanisch: cacique). Im Deutschen übersetzt man diese Titel als „Häuptling“.

Geschichte

Besiedlung Nordamerikas

Hauptartikel: Besiedlung Amerikas Die Erforschung der Besiedlung Nordamerikas ergibt ein recht einheitliches Bild; im Gegensatz zu Mittel- und Südamerika. Die Besiedlung erfolgte nach heutigem Wissensstand in drei, möglicherweise vier Einwanderungswellen: Die erste Welle traf um etwa 12.000–11.000 v. Chr. von Asien her über eine Landbrücke bei der Beringstraße oder in Booten entlang der Küste ein. Die ältesten allgemein anerkannten archäologischen Spuren sind die der Clovis-Kultur, die etwa das genannte Alter hat. Sie finden sich im Südwesten der USA. Mit der zweiten Welle trafen die Vorfahren der Na-Dene-Indianer ein und mit der dritten jene der Inuit. Möglicherweise wanderten die Vorfahren der Algonkin in einer separaten Welle zwischen den Clovis und den Na-Dene nach Amerika. Einige Funde wie der des Kennewick-Mannes lassen vermuten, dass möglicherweise weitere Gruppen von Europa oder Ozeanien aus den Weg nach Amerika gefunden haben. Gesichert ist, dass die Wikinger um 1000 n. Chr. in Neufundland (Kanada) eine Siedlung errichteten. Im 12. Jahrhundert dürfte der walisische Prinz Madoc mit einer Gruppe nach Nordamerika gesegelt sein und sich im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Kentucky, Georgia und Tennessee niedergelassen haben. Möglicherweise hat diese Gruppe den Indianerstamm der Mandan gegründet. Die ersten Siedler trafen auf Großwild wie Mammute, Mastodonten, Moschusochsen, Riesenfaultiere, Elche, Karibus und Bären. Sie jagten diese Tiere mit Harpunen, Wurfspießen und Speerschleudern. Weiter sammelten sie Beeren, Nüsse und Wildreis. Entlang der Küsten fingen sie Fische. Zwischen 13.000 und 9.000 v. Chr. wich das Eis zurück und hinterließ große Seen und Flüsse, die sich zur Fischerei anboten. Vermutlich etwa um 8.000 v. Chr. starben etliche der Großwildtiere aus, ob aufgrund übermäßigen Jagens oder aufgrund der Klimaveränderung, ist nicht geklärt. Gleichzeitig ermöglichte das wärmere Klima Ackerbau, so dass in den folgenden Jahrtausenden etliche Indianervölker vom nomadischen Jäger- und Sammlertum zum sesshaften Ackerbau übergingen. Besonders im Südosten der heutigen USA entwickelten indianische Völker Hochkulturen.

Kolonialgeschichte

Nach der Reise von Christoph Kolumbus im Jahre 1492 nach Amerika wanderten immer mehr Europäer nach Amerika aus. Allein zwischen 1620 und 1770, also bis knapp vor der amerikanischen Unabhängigkeit, stieg die weiße Bevölkerung in den USA von 2.000 auf über 2,2 Millionen an. Dies führte zu Landstreitigkeiten zwischen Weißen und Indianern.

Pelzhandel

Der Pelzhandel zwischen Euro-Amerikanern und Indianern nimmt eine wichtige Rolle in der amerikanischen Kolonialgeschichte ein. Die europäischen Einwanderer hatten großen Bedarf an Pelzen für den heimischen Markt. Besonders Biberpelze waren für Kopfbedeckungen sehr begehrt. Die weißen Händler tauschten die Pelze bei den Indianern ein oder kauften sie weißen Fallenstellern ab. Oft stiessen die Fallensteller in bisher für die Einwanderer unbekanntes Gebieten vor und trugen so erheblich zur Erkundung Amerikas bei. Die Weißen waren an Handels-Koalitionen mit indianischen Stämmen nicht nur aus ökonomischen sondern auch aus politischen Gründen interessiert, brauchten sie doch diese Allianzen im Kampf um die koloniale Vormachtsstellung in Amerika. Für die Indianer brachte der Pelzhandel erhebliche Änderungen der Machtverteilung mit sich. Wer sich eine gute Position im Pelzhandel sichern, und damit europäische Güter wie zum Beispiel Feuerwaffen einhandeln konnte, war klar im Vorteil. Der Pelzhandel brach im 19. Jahrhundert zusammen. Gründe waren die Ausrottung der Pelztiere an vielen Orten Nordamerikas und die Änderung der Hutmode in Europa.

Neue Waffen

Pelzhandel Die europäischen Einwanderer brachten nach 1492 verschiedene Kulturgüter mit sich, die das Leben der Indianer nachhaltig veränderten. Die Anwendung von Metallspitzen auf Speeren und Pfeilen führte zu ersten Kräfteverschiebungen unter den indianischen Nationen. Früher hatten sie Steinspitzen aus Granit oder anderen harten Steinen gebaut. Regelrechte Völkerwanderungen wurden jedoch durch die ungleichmäßige Einführung von Feuerwaffen entlang der nordamerikanischen Ostküste und von der Hudson Bay aus ausgelöst. Stämme, die zuerst Feuerwaffen erhielten, konnten benachbarte Stämme oft völlig aus ihren angestammten Gebieten vertreiben, was zu regelrechten Domino-Effekten führte. Später berühmt gewordene Stämme wie die Lakota oder die Cheyenne waren ursprünglich sesshafte Bewohner des östlichen Waldlandes, bevor mit Feuerwaffen ausgestattete Nachbarn sie verdrängten. Solange Vorderlader verwendet wurden, hatten Feuerwaffen vor allem einen psychologischen Vorteil und eine größere Reichweite als Pfeil und Bogen, waren jedoch Pfeil und Bogen in puncto Feuergeschwindigkeit stark unterlegen. Noch 1866 erlangten größtenteils mit Pfeil und Bogen bewaffnete Lakota und Cheyenne entscheidende Siege gegen US-Truppen. Bereits im Folgejahr, als die US-Armee mit Repetiergewehren ausgestattet war, änderte sich dies schlagartig. Dem rücksichtslosen Einsatz von industriellen Tötungsmitteln gegen Männer, Frauen und Kinder wie Gebirgshaubitzen, Hotchkiss-Schnellfeuerkanonen, die 100 Schuss pro Minute abfeuerten, sowie Gatling-Kanonen, einer frühen Form des Maschinengewehrs, hatten die Indianer nichts entgegenzusetzen.

Pferde

Die frühen spanischen Einwanderer führten Pferde mit sich, die sich rasch in Nordamerika verbreiteten und von vielen Indianervölkern in ihre Kultur integriert wurden. Besonders für die nomadischen Völker der Plains wurden die Pferde zu einem zentralen Gut. Sie konnten die Travois und damit auch die Tipis der Prärieindianer erheblich vergrößern, waren mobiler und konnten sich in Gegenden ausbreiten, die früher unbewohnbar waren. So wurde ein großer Teil der Plains, das karge Grasland, erst nach Einführung des Pferdes besiedelt. Diese machten auch die vorher sehr mühsame Jagd auf die dort lebenden Bisons wesentlich einfacher. Ehemals kleine und schwache Stämme wie die Comanche, Lakota oder Cheyenne wurden zu erheblichen Machtfaktoren in den Plains.

Ausrottung durch Infektionskrankheiten

Die Indianer Amerikas wurden von den Europäern, die nach Amerika auswanderten, in oft blutigen und grausamen Auseinandersetzungen von ihrem Land verdrängt. Daneben spielten viele bisher in Amerika nicht bekannte Infektionskrankheiten eine Rolle beim Rückgang der indigenen Bevölkerung. Teils wurden sie unbewusst oder doch unbeabsichtigt aus Europa eingeschleppt. Es gehört aber zu den schrecklichsten Kapiteln der Eroberung Amerikas durch die Europäer, dass diese teilweise Infektionen auch gezielt unter der Urbevölkerung verbreiteten, um zu töten. Dabei dürfte es sich vermutlich um den ersten Einsatz von biologischen Waffen handeln.

Indianerpolitik

Die Indianerpolitik der USA und Kanadas war gezeichnet vom Wunsch der weißen Siedler nach Land und der folglichen Unterwerfung der Indianer. Im Jahre 1763, noch vor der Gründung der USA, entstand durch den Proclamation Act erstmals ein separates Indianer-Territorium, das die Indianer im Wesentlichen von den europäischen Auswanderern trennte. Das Gesetz trennte das Land entlang der Wasserscheide der Appalachen: Der westliche Teil wurde den Indianern zugeschrieben, der östliche den Weißen. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten die europäischen Einwanderer sämtliche Indianer unterworfen. Hierbei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle und wurden unterschiedliche Mittel eingesetzt: Indianerkriege, Umsiedlung, übermäßig viele weiße Siedler, eingeschleppte Krankheiten, gebrochene Verträge und gezielte Ausrottung der Bisons als Lebensgrundlage vieler Indianer. Das Massaker von Wounded Knee im Jahre 1890 markiert den endgültigen Sieg über die Indianer; seitdem lebten sie in Reservationen und waren von den Lebensmittelrationen der Weißen abhängig. Mit dem Reservationsland blieben den Indianern diejenigen Gebiete, welche die Weißen zuletzt für sich beanspruchten, meist unwirtliche Flächen. Auch nach der Unterwerfung der Indianer versuchten die Weißen, das so genannte „Indianerproblem“ zu beseitigen, auch weil die Lebensmittelrationen Geld kosteten. Verschiedene Versuche wie der General Allotment Act, der Indian Reorganization Act und die Termination scheiterten aber nacheinander. Erst mit dem Indian Self Determination Act von 1968 erhielten die Indianer einen Teil ihrer Rechte wieder zurück. Ihr Leben ist jedoch nach wie vor geprägt von Rassendiskriminierung und Armut. Kanada verabschiedete 1867 mit dem Indian Act ein Gesetz, das die kanadischen Indianer künftig als Mündel der Regierung behandeln ließ. Als solche können sie nicht über sich selbst entscheiden, sind jedoch von jeglichen Steuern befreit. Bis in die 1970er Jahre wurden indianische Kinder - in Kanada wie in den USA - früh aus ihren Familien gerissen und in meist kirchliche Internate gesteckt. Dort durften sie nicht ihre Stammessprache sprechen und mussten das Christentum annehmen. Später kamen seelische und körperliche Misshandlungen an die Öffentlichkeit. Junge indianische Frauen wurden teilweise unter Zwang sterilisiert. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelangten die Indianer zu einigen Rechten. So erhielten sie 1960 in Kanada das Wahlrecht auf Bundesebene. 1982 unterschrieb Kanada einen Verfassungsartikel, womit es die traditionellen Rechte der Indianer wie auch die in staatlichen Verträgen festgelegten Rechte anerkannte. Mehrere indianische Gruppierungen errangen anschließend dank diesem Artikel vor Gericht Siege. Siehe auch: Geschichte der USA, Geschichte Kanadas

Indianischer Widerstand

1944 gründeten Indianer verschiedenster Indianervölker den National Congress of American Indians (NCAI), der als erste und einzige panindianische Widerstandsorganisation gilt. Bereits früher waren diverse andere indianische Organisationen entstanden, die allerdings nicht bei allen Stämmen Unterstützung fanden. Der NCAI wurde zum Zwecke des besseren Schutzes der indianischen Rechte gegründet. Er verstand es als seine Aufgabe, in der amerikanischen Bevölkerung Öffentlichkeitsarbeit zum besseren Verständnis der indianischen Kultur und Situation zu leisten und sich für die Bewahrung der traditionellen kulturellen Werte einzusetzen. Der NCAI setzte sich für das Ende der Termination und für das Erstarken der Stammesregierungen ein. Bereits Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der NCAI Mitglieder aus beinahe allen Stämmen in seinen Reihen. Mit den Jahren stieg die Unzufriedenheit insbesondere unter den jüngeren Mitgliedern. Viele Indianer waren enttäuscht über das langsame Vorgehen des Kongresses. So spalteten sich 1961 der „Nationale indianische Jugendrat“ (National Indian Youth Council – NIYC), der sich für den indianischen Nationalismus stark machte, und 1968 die „Amerikanische Indianerbewegung“ (American Indian Movement – AIM) ab. Letztere in den Städten entstandene Bewegung sorgte Ende der 1960er und anfangs der 1970er Jahre mit ihren zum Teil recht militanten Aktionen für Schlagzeilen. 1969 besetzten AIM-Mitglieder zusammen mit Indianern verschiedener Stämme die verlassene vor San Francisco liegende ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz, um dort ein Zentrum für indianische Kultur sowie ein Museum einzurichten. Nach 19 Monaten brachen die Indianer ihre Besetzung ab. 1971 nahmen AIM-Mitglieder einen Teil des in den heiligen Bergen der Lakota, den Black Hills, liegenden Mount Rushmore National Memorial in Besitz, um gegen die zahlreichen gebrochenen Verträge zu protestieren. Ein Jahr später zogen sie mit Mitgliedern anderer Indianerorganisationen, wie dem NIYC, im Trail of Broken Treaties nach Washington D.C. und besetzten dort für sechs Tage das Verwaltungsgebäude des Bureau of Indian Affairs (BIA). 1973 fand die wohl bedeutendste Aktion statt: AIM-Mitglieder besetzten zusammen mit Sympathisanten die in der Pine-Ridge-Reservation (South Dakota) gelegene Ortschaft Wounded Knee. Diese war und ist für die dort lebenden Lakota von geschichtsträchtiger Bedeutung. Rund 200 bewaffnete Indianer protestierten so gegen die korrupte Stammesregierung unter Richard Wilson. Die Besetzung dauerte 70 Tage. Der NCAI seinerseits betrieb seinen friedlichen Protest durch Reden, Pamphlete, aber auch durch Unterstützung lokaler Projekte und durch das Erarbeiten von Studienprogrammen weiter. Er gewann kontinuierlich an Einfluss. Vereinte er 1970 rund 2.000 Mitglieder, so waren es 1978 bereits 3.000, die 154 Stämme vertraten. Nach der Besetzung von Wounded Knee verlagerte sich der Protest der Indigenen. Viele wendeten sich von militanten Maßnahmen ab und widmeten sich stattdessen juristischen Möglichkeiten. 1974 gründeten über 5.000 Vertreter von 98 indianischen Ethnien den „Internationalen Indianischen Vertragsrat“ (International Indian Treaty Council – IITC), die heute wohl bedeutendste Widerstandsorganisation der Indianer. Ihr Ziel ist es, die Traditionen der Indianer zu bewahren und deren Selbstbestimmungsrecht zu erlangen. Noch im selben Jahr reisten Vertreter des IITC in die Schweiz, um die Gründung einer Menschenrechtsorganisation im Gastgeberland der UNO anzuregen. So entstand die Organisation Incomindios Schweiz, die indigenen Vertretern unter anderem ermöglicht, jährlich während einer Woche in Genf an der UNO ihre Probleme zu schildern und ihre Forderungen zu stellen.

Heutige Situation

Die Indianerpolitik der USA wechselte je nach Regierung. Als Ergebnis leben die Indianer heute meist desillusioniert in Armut. Wesentlich stärker als die weißen Amerikaner leiden sie unter Alkoholismus, Herzproblemen, Diabetes und anderen physischen und psychischen Krankheiten. In den USA sind Indianer eine Randgruppe mit wenig bis keiner Anerkennung. Bei der Volkszählung 2000 gaben 2,47 Millionen Menschen an, Indianer oder Indigene Alaskas zu sein – dies sind 26 % mehr als 1990. Weitere 1,6 Millionen gaben an, teilweise indianischer Abstammung zu sein. Die US-Indianer besitzen rund 23 Millionen Hektar Land, zumeist in Reservationen. Diese Zahl ist aufgrund von Landstreitigkeiten umstritten. 85 % der Indianer leben außerhalb von Reservationen, meist in Städten. Die Stadt mit den meisten indianischen Einwohnern ist New York City, hier leben 87.000 Indianer. Gemäss der Census-Schätzung von 2003 lebt ein Drittel aller US-Indianer in den drei Bundesstaaten Kalifornien, Arizona und Oklahoma. Die bevölkerungsreichsten Stämme der USA sind (Census 2000; es sind nur Indianer gezählt, die sich ausschliesslich zu einem einzigen Stamm zugehörig erklärten): Im Jahre 2000 waren acht von zehn Amerikanern mit indianischen Vorfahren Halbblute. Etliche kleinere Stämme kämpfen um ihre Anerkennung als solche. Um als Indianer-Stamm anerkannt zu werden, müssen sie ihre indianische Herkunft über viele Generationen nachweisen. Dies ist oft schwierig bis unmöglich. Im Bundesstaat Virginia beispielsweise wurden anfangs des 20. Jahrhunderts alle Nicht-Weiße als Farbige deklariert, auch die Indianer. In South Carolina erhielten am 17. Februar 2005 die Pee Dee und die Waccamaw die staatliche Anerkennung. In den USA leben 20 % der Indianer unter der Armutsgrenze. Die US-Indianer besitzen 2,3 Prozent der Gesamtfläche der USA. Viele Indianer leben in urbanen Gebieten außerhalb der Reservationen. In Kanada werden die Indianervölker als First Nations bezeichnet. Nicht zu den First Nations zählen die Inuit, Inuvialuit und die Métis. Die First Nations machen rund 3 % der kanadischen Bevölkerung aus. Da der Anteil von Indianern, die einen Hochschulabschluss haben, wesentlich niedriger ist als bei anderen Gruppen der Bevölkerung, richteten sie im Jahre 2000 die First Nations University of Canada in Regina, Saskatchewan ein.

Das Leben in Reservationen und Reservaten

Saskatchewan Das Leben in US-Reservationen ist von Armut geprägt. Die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch, das Gesundheitswesen schlecht und der Alkoholismus weit verbreitet. In jüngster Vergangenheit verbesserte sich die Situation in jenen Reservationen erheblich, die mit eigenen Kasinos Millionenbeträge einspielten. Andere Stämme lehnen Kasinos mit dem Argument ab, diese würden ihre Kultur zerstören. In Kanada wohnten 1996 400.000 Indianer in Reservaten. Bei ihnen lag die Arbeitslosigkeit bei 28,7 %; bei der kanadischen Gesamtbevölkerung lag sie dagegen bei 10,1 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag in den Reservaten um mehr als sechs Jahre niedriger als in Gesamtkanada. Ähnlich sah es bei den Tuberkuloseerkrankungen aus: In den Reservaten kamen im Jahre 2000 34 Tuberkulose-Fälle auf 100.000 Personen, in Kanada lediglich 5. Auch Selbstmorde und Krankheiten im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum waren häufiger.

Das Leben in urbanen Gebieten

Insbesondere durch die Terminationspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die indianische Bevölkerung in den Städten sprunghaft zu. In den zwanzig Jahren nach 1950 sollen etwa 100.000 Indianer in die Städte gezogen sein. 1970 lebten bereits 44,6 % aller registrierten Indianer in Städten, um 1990 waren es mit 54 % über die Hälfte. Die am stärksten bevorzugten Städte waren zum einen die großen wie Los Angeles mit 30.000 Indianern, San Francisco mit 20.000 und Chicago mit 8.000, zum anderen kleinere Städte in der Nähe der Reservationen wie zum Beispiel Tulsa, Oklahoma City, Phoenix, Tucson, Albuquerque, Seattle, Minneapolis und Buffalo. Die staatlich geförderte Umsiedlung in Städte hatte offiziell den Zweck, die Arbeitslosenquote in den Reservationen zu verringern. Dieses Ziel wurde nicht mal annähernd erreicht. Abgenommen hat dafür die Arbeitslosenquote der indianischen Bevölkerung in den Städten. Zwischen 1950 und 1970 sank sie von 15,1 % auf 9,4 %. Die Abnahme der Arbeitslosenquote ging einher mit einer Verbesserung der Ausbildung. Gegenüber den Reservationen lag das Lohnniveau in den Städten höher. Dieser Unterschied vergrößerte sich weiter im Laufe der Jahre. Im Jahre 1949 lag das mittlere Einkommen der Reservationsindianer bei rund 80 % desjenigen der städtischen Indianer. Zwanzig Jahre später verdienten die Reservationsindianer nur noch 57 % der in Städten lebenden. Damit lag das Einkommen der städtischen Indianer ungefähr auf dem Niveau desjenigen der schwarzen Männer. Ebenfalls niedriger als in den Reservationen ist die Sterblichkeitsrate, dies vor allem dank einer besseren gesundheitlichen Versorgung. Stärker jedoch ist der Alkoholkonsum, obwohl dieser in den Reservationen bereits ein großes Problem darstellt. Markant ist auch die geringere Kinderzahl pro Frau in den Städten. Hatte um 1980 eine Frau in den Reservationen durchschnittlich 5,3 Kinder, waren es zur selben Zeit in der Stadt nur 3,7 Kinder. Nicht alle Indianer kommen mit der weißen Welt gleich gut zurecht. Zu Beginn der Terminationspolitik kehrten rund drei Viertel aller Umsiedler in die Reservationen zurück, später nur noch etwa die Hälfte. Für eine Rückkehr sprechen vor allem persönliche und ökonomische Gründe. Obwohl städtische Indianer wohl ebenso mittellos sind, wie die in Ghettos lebenden Schwarzen, gibt es keine eigentlichen Indianerghettos. Vielmehr leben die Indianer über die ganze Stadt verteilt wie in Seattle oder sind in einem Gebiet im Herzen der Stadt angesiedelt, wie dies in Minneapolis der Fall ist. Dort ist das Indianerviertel zwar als Red Ghetto bekannt, ist allerdings nicht mit den schwarzen Ghettos vergleichbar, die meist am Stadtrand liegen. Egal wie die Verteilung der Indianer in den Städten aussieht, den allermeisten städtischen Indianern ist das Wohnen in ärmeren Stadtvierteln gemein. So leben 19 % aller städtischen Indianer in überfüllten Wohnungen, während dieser Anteil bei der gesamten US-Bevölkerung nur bei 7 % liegt. Der starke Alkoholkonsum verwickelt viele Indianer in große Probleme. Insbesondere führt er zu zahlreichen Verhaftungen wegen Delikten unter Alkoholkonsum. Tatsächlich zählen Bars in den Städten zu den beliebtesten Treffpunkten.

Traditionelle Kultur

Ghetto Als Christoph Columbus Amerika bereiste, lebten alleine im Gebiet der heutigen USA etwa 500 indianische Ethnien mit rund 175 verschiedenen Sprachen. Einige davon lebten als sehr kleine Jäger- und Sammler-Gruppen, andere als hoch entwickelte landwirtschaftliche Nationen, die sich aber nicht mit der Größe von europäischen Staaten vergleichen lassen. Zu Zeiten ihres Zenits übertraf ihre Größe selten 60.000 Personen. Die meisten autonomen Gruppen umfassten nur einige hundert. Im 16. Jahrhundert war die Tendenz zu größeren politischen Einheiten erkennbar. Trotzdem kam es immer wieder zu Trennungen aufgrund von Rivalitäten, Meinungsverschiedenheiten, Vorurteilen und Hass. Die jeweilige autoritäre Führungskraft war abhängig vom ihm entgegengebrachten Respekt. Die Mitglieder eines Stammes konnten nicht gezwungen werden zu bleiben. Bei Unstimmigkeiten verließen sie ihre Gruppe, um sich entweder einer anderen Gruppe anzuschließen oder um eine eigene Gruppe zu bilden. Dieses System stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem Volk. Die meisten nordamerikanischen Indianerstämme hatten ihre klar voneinander abgegrenzten Geschlechterrollen. Die Landwirtschaft und das Sammeln von Beeren und Wurzeln war meist Aufgabe der Frau, während das Jagen und der Krieg zur Rolle des Mannes zählte. Einige Stämme waren matrilinear organisiert, andere patrilinear. Bei vielen Stämmen bekannt und akzeptiert waren die Zwei-Seelen-Menschen, meist homosexuelle Personen, welche in die Rolle des anderen Geschlechtes schlüpften, deren Kleidung trugen und deren Aufgaben erledigten. Zwei-Seelen-Menschen wurden oft überdurchschnittliche geistige Kräfte nachgesagt, waren hoch geachtet und nicht selten als Schamane tätig. Einige kulturelle Elemente waren im ganzen Kontinent verbreitet: So glaubten viele Indianer an Tiergeister, an das visionäre Fasten und an den Mythos, dass Amerika auf dem Rücken einer Wasserschildkröte errichtet worden war. Bedeutender als die Gemeinsamkeiten sind die kulturellen Unterschiede. Nordamerika wird im Allgemeinen in die zehn Kulturareale Arktis, Subarktis, Nordwestküste, Plateau, Kalifornien, Großes Becken, Südwesten, Prärien und Plains, Nordöstliches Waldland und Südöstliches Waldland eingeteilt.

Zeitgenössische Kultur

Religion

Die heute bei den nordamerikanischen Indianern am weitesten verbreitete Religion ist die Native American Church. Diese besteht aus christlichen Elementen vermischt mit traditionellen Praktiken verschiedener Stämme. Der wichtigste Ritus ist die Peyote-Zeremonie. Die Ausgestaltung der Native American Church ist je nach Region leicht unterschiedlich, je nach dem, welche christliche Glaubensrichtung während der Kolonialisierung vorherrschend war, und welche eigenen Stammesbräuche üblich waren. Die Native American Church ist heute ein wichtiger Gegenpol zu den negativen Auswirkungen wie Alkoholismus und Kriminalität, welche die Kolonisierung mit sich gebracht haben. Peyote

Musik und Kunst

Die Musik der nordamerikanischen Indianer ist üblicherweise monophon. Heute wird sowohl die tradtionelle Musik gepflegt, bestehend aus Trommeln und Flöten, wie auch moderne Musikrichtungen wie Country und Pop, meist vermischt mit traditionellen Elementen. Einige indianische Interpreten schafften den Sprung in die amerikanische Öffentlichkeit, so zum Beispiel Robbie Robertson, Rita Coolidge, Wayne Newton und die Band Redbone. Die am weitesten verbreiteten musikalischen Anlässe unter den nordamerikanischen Indianern sind die Powwows. Dabei sitzen Trommelgruppen um eine große Trommel und schlagen zusammen während sie traditionelle Lieder singen. Zu dieser Musik tanzen Tänzer in farbenfrohen Kleidern. Die Kunst der Indianer besteht aus Töpfern, Malen, Schmuckherstellen, Weben, Schnitzen und Korbflechten.

Schauspieler und Sänger indianischer Abstammung


- Burt Reynolds
- Johnny Depp
- Demi Moore
- Cher (Künstlerin)
- Graham Greene (Schauspieler)
- Noah Hathaway

Sprachgruppen

Die nordamerikanischen Ureinwohner sprechen eine Vielzahl von indigenen Sprachen, zu deren wissenschaftlicher Einteilung und Abgrenzung bislang keine Einigkeit besteht. Eine Sonderrolle spielen die Métis, Nachfahren vorwiegend französischer Einwanderer und indigener Frauen, die in Kanada als indigenes Volk anerkannt sind. Sie sprechen zum Teil Französisch, zum Teil Michif, eine dem Cree verwandte Sprache.

Weiterführende Informationen

Siehe auch


- Indigene Völker Mittelamerikas und der Karibik
- Indigene Völker Südamerikas

Literatur

Indigene Literatur


- Jeannette Armstrong: SLASH. Roman über die Red-Power-Bewegung. Unrast Verlag. ISBN 3-928300-56-3

Indigene über indigene Literatur


- Audrey Huntley: Widerstand Schreiben! Entkolonialisierungsprozesse im Schreiben indigener kanadischer Frauen. Unrast Verlag. ISBN 3-928300-51-2

Bücher


- Bolt, Christine: American Indian Policy and American Reform. Allen & Unwin, London: 1987.
- Farb, Peter: Die Indianer: Entwicklung und Vernichtung eines Volkes. Nymphenburger Verlagshandlung, München: 1988
- Feest, Christian F. (Hrsg.):Kulturen der nordamerikanischen Indianer. Köln : Könemann, 2000, 480 S., ISBN 3-8290-0500-8
- Hofmann, Martin L.: Indian War. Der Fall des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier. Atlantik Verlag, Bremen. ISBN 3-926529-28-8
- Josephy, Alvin M.: Five Hundred Nations, Die illustrierte Geschichte der Indianer Nordamerikas, 469 S., ISBN 3-8940-5356-9
- Mann, Charles C.: 1491: New Revelations of the Americans Before Columbus, 480 S., Alfred A. Knopf, ISBN 1-4000-4006-X
- Sturtevant, William C.: Handbook of North American Indians. Smithsonian Institution (Hg.). Washington.

Zeitschriften


- American Indian Quarterly, University of Nebraska Press

Weblinks


- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.aimovement.org American Indian Movement]
- [http://www.incomindios.ch Menschenrechtsorganisation Incomindios Schweiz]
- [http://www.treatycouncil.org International Indian Treaty Council]
- [http://www.aktionsgruppe.de Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte]
- http://www.indianer-web.de/
- http://www.indianer.de
- http://www.nativeculturelinks.com/indians.html (engl.)
- http://www.welt-der-indianer.de/
- [http://www.gfisher.org/ch_4__overkill.htm Prof. Gordon McCrea Fisher über die Indianer] (engl.)
- [http://www.newadvent.org/cathen/07747a.htm Artikel über die Indianer in der katholischen Enzyklopädie] (engl.)
- [http://www.tolatsga.org/dela.html Bericht über einen konkreten Plan, Indianer gezielt durch Textilien, die mit Pocken verseucht waren, auszurotten] (engl.) ---- Kategorie:Nordamerikanische Ethnie Kategorie:Indigene Völker ja:アメリカ州の先住民族 simple:Aboriginal American

Mais

Mais (Zea mays L.) ist ein Getreide aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), das ursprünglich aus Mexiko stammt. Phylogenetische Studien deuten darauf hin, dass sich der heutige Mais (Zea mays ssp. mays) von Zea mays ssp. parviglumis ableitet. Nach der Domestizierung trug jedoch auch der Genfluss von anderen Teosinte Typen zur heutigen Form bei. Zu erwähnen ist hierbei insbesondere der Beitrag von Zea mays ssp. mexicana zum mexikanischen Hochlandmais. Im Gegensatz zu den einheimischen Gräsern ist Mais keine C3-Pflanze sondern eine C4-Pflanze. Es gibt ca. 50.000 verschieden Maissorten. Mais enthält weniger für den Menschen nutzbares Eiweiß als die meisten anderen Getreide.

Geschichte

Mais wurde in Zentralmexiko domestiziert. Er stammt von der Teosinte aus dem Gebiet des Rio Balsas ab. Dem domestizierten Mais aus dem Tal von Tehuacan wurde lange ein Alter von etwa 9000 Jahren zugeschrieben, nach neuen C14-Daten stammt er jedoch nur von etwa 4700 v. Chr. Zwei Maiskolben aus Guila Naquitz, die weniger als 5 cm lang sind, wurden auf 3300 v. Chr. datiert. Insgesamt stammen die ersten voll-neolithischen Siedlungen in Mexiko aus der Zeit um 3500 v. Chr. (unkalibriert). Aus Trincheras am Rio Casas Grandes im nördlichen Chiahuahua und Las Playas im nördlichen Sonora stammt domestizierter Mais, der auf etwa 1000 v. Chr. datiert ist. Aus Trincheras ist auch Amarant bekannt. Die ersten Ackerbausiedlungen im Südwesten liegen in auf den Niederrassen von Flüssen, eventuell wurde Mais hier ausgesät, nachdem die Frühjahrsüberschwemmungen zurückgegangen waren. Seit 1100 v. Chr. sind aus dem Gebiet von Tucson Arizona kleinere Bewässerungsanlagen bekannt. Bereits 1525 wurden in Spanien die ersten Felder mit Mais bebaut, nachdem Christoph Kolumbus die Pflanze in der Karibik entdeckt und mit nach Europa brachte. Von dorther brachte er auch das Wort "Mays". Dieses leitet sich von "mahiz" ab, dem Wort für Mais in Taino, der Sprache der Arawak.

Genetisch modifizierte Sorten

Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts werden mittels Gentechnik schädlingsresistente und herbizid-tolerante Maissorten, entwickelt und angebaut, so etwa der Bt-Mais. Bt steht dabei für Bacillus thuringiensis. Dies ist ein Bakterium, welches ein für den Maiszünsler giftiges Protein synthetisiert. Damit sollen dessen Larven abgetötet werden.
Der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) bohrt sich in das Innere des Stängels oder des Kolbens und vernichtet dadurch große Teile der Ernte. Bt-Mais ist gegenüber dem Befall von Maiszünsler und auch Westlicher Maiswurzelbohrer resistent. Insbesondere in Nordamerika werden diese gentechnisch veränderten Sorten angebaut. Genveränderte Sorten werden inzwischen auf 11% der weltweiten Anbaufläche (140 Millionen Hektor) angebaut, vor allem in Nordamerika, wobei der Anteil wächst (Stand: 2003, Quelle: AFAA).

Risiken

Gefahr und Nutzen des Anbaus von genetisch modifiziertem Mais sind wie allgemein bei genveränderten Nutzpflanzen umstritten. Der Schädling kann auch mit unbedenklichen Methoden (z.B. Aussetzen von Schlupfwespen) abgewehrt werden. Bt-Mais der Firma Monsanto hat in Freilandversuchen nur 80% der Schädlingsraupen abgetötet. Eine solche Sterblichkeitsrate ist jedoch ideal um resistente Schädlinge zu züchten. Das eingebrachte Bt-Gen ist bereits in nahen Verwandten des Mais, der Teosinte (Zea spec.) in Mexiko, nachgewiesen. Eine generelle Verbreitung des Gens beschleunigt die Entwicklung von resistenten Schädlingen und stellt damit den langfristigen Nutzen von Bt-Mais in Frage. Herbizid-tolerante Maissorten erhöhen das Risiko der Entwicklung herbizid-resistenter Unkräuter durch Kreuzbestäubung. Diese Art der Genübertragung sogar zu entfernt verwandten Pflanzen wurde für Ölrapspflanzen experimentell bereits nachgewiesen.

Kennzeichnungspflicht

In der EU muss genetisch modifizierter Mais in Lebensmitteln kenntlich gemacht werden, beispielsweise mit dem Hinweis genetisch veränderter Mais oder aus genetisch verändertem Mais. Chemisch modifizierte Lebensmittelzusatzstoffe (Zusatzstoffe der zweiten Generation) aus genverändertem Mais, wie etwa modifizierte Maisstärke, müssen nicht gesondert gekennzeichnet werden. Nicht ausgezeichnet werden bisher tierische Produkte, die durch Verfütterung von genverändertem Mais gewonnen werden. Dieser kann seit August 2005 zu diesem Zwecke in der EU importiert werden. Die gesetzliche Kennzeichnungspflicht schützt jedoch nicht vor Fehlangaben der Saatgut-Hersteller: Syngenta, eines der weltgrößsten Biotechnologie-Unternehmen, hat nach eigenen Angaben zwischen 2001 und 2004 vesehentlich eine Maissorte (Bt-10) vertrieben, deren Anbau nicht geprüft und genehmigt war. Im Jahr 2000 wurde die genveränderte Bt-Maissorte StarLink vesehentlich für den menschlichen Verzehr angebaut, obwohl der Anbau wegen möglicher allergischer Reaktionen nur für Futtermittel zugelassen war.

Wirtschaftliche Bedeutung

Heute wird Mais weltweit angebaut, und ist in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel. In Europa und Nordamerika ist er ein wichtiges Viehfutter, da die Silierung der Maispflanzen die Vorratshaltung für den Viehwirtschaftsbetrieb möglich macht. Im Jahr 2004 wurden laut Statistik der FAO weltweit 705 Millionen Tonnen Mais produziert. Damit liegt Mais deutlich vor Weizen (624 Mio. t) und Reis (608 Mio. t). In der Nutzung gibt es sehr große Unterschiede zwischen den Entwicklungsländern und den Industrieländern. In den Entwicklungsländern wird der Mais überwiegend für die menschliche Ernährung eingesetzt (Tortillas, Maisbrei) - die Industrieländer verwenden den Mais hauptsächlich in Form von siliertem Mais für die Tierfütterung.
In Deutschland wurden 2004 etwa 1,7 Mio. Hektar mit Mais (Körnermais und Silomais) angebaut. Siebzig Prozent des in Deutschland angebautes Mais wird für Futterzwecke (Silomais) verwendet. Der Rest wird in der Lebensmittelindustrie verarbeitet - zu
- Körnermais (die Maiskörner werden im Gegensatz zum Silagemais vom Kolben getrennt, Konserven)
- Maisstärke (Maizena)
- Glukosesirup
- Maiskeimöl
- Cornflakes
- Popcorn
- Polenta
- Erdnussflips
- Maispapier (auch Zigarettenpapier) Neben dem in Europa vielfach angebauten gelbfarbenen Mais gibt es auch rote und blaue Sorten, die interessante Farbeffekte in Nahrungsmitteln geben können. Auf der Basis von Maiskolbengranulat werden Ölbinder und Ölbindemitteln hergestellt. Mais ist ein Sommergetreide – die Aussaat erfolgt von Mitte April bis Anfang Mai. Die Pflanzdichte sollte dabei etwa 10 Pflanzen/m² betragen. Die Ernte findet meist erst im November bzw. die des Silomais Anfang Oktober statt. Der Hektarertrag von Körnermais liegt bei der Ernte zwischen 80 und 100 dt/ha.

Kornformen

Die Form des Korns wird durch das Nährstoffgewebe bestimmt: (engl. Begriffe) #Hartmais (flint = Kiesel, Feuerstein, flach, rund) #Zahnmais (dent). Die meisten Sorten im europäischen Anbau sind Zahnmais-Sorten. #Puffmais (popcorn) #Zuckermais (sweet corn) #Stärkemais (flour corn) #Wachsmais (waxy corn) #Spelzmais (pod corn)

Trivia

Es gibt zwei Arten von Maismehl: In Ländern, in denen eher selten Mais gegessen wird, wird der Mais einfach zermahlen. Dort wo Mais ein tägliches Grundnahrungsmittel ist, werden die Körner viele Stunden mit etwas gebranntem Kalk gekocht, enthülst, wieder getrocknet und erst dann zermahlen; nur so sind einige lebenswichtige Eiweißstoffe des Mais für die menschliche Verdauung erreichbar, zudem verbessern sich Geschmack und Backeigenschaften. Das so gewonnene Mehl wird in den Südstaaten der USA hominy und in Mexiko masa harina genannt. In Westafrika, wo Mais erst in den letzten Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel populär wurde, traten wegen der Unkenntnis dieser Methode häufig Mangelerscheinungen auf. Ergänzend werden in den meisten Ländern mit hohem Maiskonsum auch viele Hülsenfrüchte gegessen, die ebenfalls die Eiweißarmut des Mais ausgleichen helfen; (Siehe auch: Essentielle Aminosäuren). In Österreich, vor allem in Ostösterreich wird für Mais meist das aus dem ungarischen stammende Wort Kukuruz verwendet. Weitere Trivialnamen sind: "Türkischer Weizen" (oft auch kurz "[der] Türken") oder "Welschkorn". "Maiskolben" ist wegen seiner Form ein lokaler Spitzname für den Augsburger Hotelturm. Spezielle harte Maissorten werden geschnitzt in den USA als einfache Tabakspfeifen ("Missouri-Meerschaum") benutzt und sind auch in Europa im Tabakfachhandel erhältlich. Hybride Maissorten sind sehr stark verbreitet. Sie tragen dank Heterosis-Effekt besonders reich, ihre Körner sind aber unfruchtbar. Dem Landwirt bleibt aus seiner Ernte kein Saatgut mehr, er muss es für jede Aussaat neu kaufen - eine sehr gute Einnahmequelle für die Saatgutindustrie.

Krankheiten


- Auflaufkrankheiten
- Wurzel- und Stängelfäule
- Kolbenfäule
- Maisbeulenbrand
- Turcicum-Blattflecken

Siehe auch


- Maissirup
- Nshima

Weblinks

Infos zum Thema Mais:
- [http://www.lateinamerika-studien.at/content/geschichtepolitik/mais/mais-1.html Mais in der Hand der Europäer]
- [http://www.maiskomitee.de/ Maiskommitee]
- [http://www.sagen.at/doku/hda/mais.html Sagen um den Mais]
- [http://www.biosicherheit.de/mais/121.doku.html Wie der Mais nach Europa kam]
- [http://www.museums.org.za/bio/plants/poaceae/zea_mays.htm Mais (engl.)]
- [http://hometown.aol.de/haenelgunar/Mais Maissorten]
- [http://www.dekalb.de/mais/mais_maisanbau.html Maisanbau]
- [http://www.maiskomitee.de/ Deutsches Maiskomitee e.V.] Neuerdings sind Labyrinthe in Maisfeldern (Maislabyrinthe) sehr beliebt geworden:
- [http://www.agrar.de/aktuell/mais.htm Übersicht der Maislabyrinthe in Deutschland (2005)]
- [http://www.maislabyrinth.at/ Österreich] Mais Mais Mais Kategorie:Fruchtgemüse Kategorie:Öl und Fett ja:トウモロコシ ms:Bijirin simple:Corn

17. Jahrhundert

Das 17. Jahrhundert begann am 1. Januar 1601 und endete am 31. Dezember 1700. Es ist die Epoche der Neuzeit (Frühe Neuzeit).

Persönlichkeiten


- Francis Bacon, englischer Philosoph
- Oliver Cromwell, englischer Politiker
- René Descartes, Philosoph und Mathematiker
- Galileo Galilei, Wissenschaftler
- Thomas Hobbes, Philosoph
- Jan Amos Komenský, Theologe und Pädagoge
- Gottfried Leibniz, Philosoph und Mathematiker
- John Locke, englischer Philosoph
- Claudio Monteverdi, Komponist
- Isaac Newton, Physiker und Mathematiker
- Blaise Pascal, Theologe, Mathematiker und Philosoph
- Franz von Sales, Bischof und Heiliger
- Heinrich Schütz, Komponist
- William Shakespeare, Dramatiker
- Baruch Spinoza, Philosoph
- Rembrandt van Rijn, Maler

Anderes


- Barock, von 1550 - 1750
- Dreißigjähriger Krieg von 1618 - 1648
- Pfälzischer Erbfolgekrieg, 1688 - 1697: Leitet die Machtverlagerung von Frankreich zu Großbritannien ein.

Erfindungen und Entdeckungen


- Isaac Newton entwickelt den Differentialkalkül und legt die Grundlagen der klassischen Mechanik.
- Erste Messung der Lichtgeschwindigkeit, 1676.
- Flaschenkorken ermöglichen die Lagerung von Wein in Flaschen. 01-17 ! ja:17世紀 ko:17세기

Fox (Volk)

Die Fox sind ein Algonkin sprechender Stamm nordamerikanischer Indianer, der sich selbst Meshkwakihug oder Mesquakie (Volk der roten Erde) nennt. Als sie 1667 zum ersten Mal auf Europäer stießen, lebten sie im Waldgebiet des heutigen nordöstlichen Wisconsin. Ihre ortsfesten Dörfer nahe der Felder, in denen Frauen Mais, Bohnen und Kürbis anbauten, wurden nur im Sommer bewohnt; die meisten Fox verließen die Dörfer nach der Ernte, um an gemeinsamen Bisonjagden im Winter in der Prärie teilzunehmen. Ein Friedenshäuptling und ein Rat der Ältesten führte die Stammesgeschäfte; wichtige Probleme wurden vom ganzen Stamm diskutiert, bis man eine Lösung gefunden hatte. Krieger wurden von Männern mit besonderem Geschick und Ruf geführt. Familien fasste man in Klans zusammen, das waren vorwiegend Gemeinschaften zeremonieller Natur, deren Mitglieder ihre Herkunft auf einen mystischen Gründer in der männlichen Linie zurückführten. Eine wichtige religiöse Organisation waren die Midewiwin oder die Grand Medicine Society, eine geheime Gesellschaft, deren Mitglieder Krankheiten heilen konnten und übernatürliche Kräfte besaßen, um den Stamm vor Unheil zu bewahren. Viele Zeremonien konzentrierten sich um den Brauch des heiligen Medizinbündels, das eine Sammlung magischer Dinge darstellte. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts vereinigten die Fox sich mit den Sauk (Sac), um Krieg gegen die Franzosen und später gegen die Engländer zu führen. Sie zogen sich unbesiegt nach Illinois und dann nach Iowa zurück, wo sie im Tama County Land kauften, das sie noch heute bewohnen. Die Fox haben ihre traditionelle Gemeinschaft erhalten: Clans und zeremonielle Organisationen bestehen fort und die Sprache der Fox wird noch in den Familien zuhause gesprochen. Sie führen ihr Stammesland über eine gewählte Geschäftsleitung, welche die Finanzen verwaltet und die Beziehungen mit der Regierung pflegt. Siehe auch: Liste nordamerikanischer Indianerstämme Kategorie:Nordamerikanische Ethnie

Kickapoo

Die Kickapoo sind Algonkin sprechende, mit den Sauk und Fox verwandte Indianer, die auf der Portage zwischen den Flüssen Fox und Wisconsin lebten, vermutlich im heutigen Columbia County, Wisconsin, als Europäer erstmalig von ihnen im späten siebzehnten Jahrhundert berichteten.

Geschichte

Die Kickapoo waren als gefürchtete Krieger bekannt, deren Kriegszüge bis in weit entfernte Gebiete wie Georgia und Alabama im Südosten, Texas und Mexiko im Südwesten und New York und Pennsylvania im Osten führten. Früh im 18. Jahrhundert siedelten Teile des Stammes in der Nähe des Milwaukee Rivers und nach der Vernichtung der Illinois Indianer ca. 1765 zogen sie südwärts nach Peoria. Eine Gruppe ging sogar bis zum Sangamon River und wurde unter dem Namen Prärie Band bekannt; eine andere erreichte östlich den Wabash und wurde Vermilion Band genannt. 1809 und 1819 übergaben die Kickapoo unter dem Druck der vordringenden weißen Siedler ihr Land in Illinois an die Vereinigten Staaten, zogen nach Missouri und dann nach Kansas. Um 1852 ging eine große Gruppe nach Texas und weiter nach Mexiko, wo sie sich 1863 einer anderen Abteilung anschlossen. Einige kehrten 1873 und in späteren Jahren ins Indianerterritorium zurück. Den Übriggebliebenen wurde im östlichen Staat Chihuahua in Nordmexiko eine Reservation eingerichtet; andere Kickapoo leben in Oklahoma und Kansas.

Kultur

Die Kickapoo wohnten in festen Dörfern und wanderten zwischen Sommer- und Winterquartieren; sie bauten Mais, Bohnen und Kürbisse an und jagten Büffel auf den Ebenen. Ihre Gesellschaft war in verschiedene exogamische Clans gegliedert, die von der väterlichen Linie abstammten. Um Angriffen vorzubeugen, verteilten sich die Kickapoo im 19. Jahrhundert auf kleine Dörfer, wodurch die zentrale Stammesautorität an Einfluss verlor und die verschiedenen Gruppen autonom wurden. Von Beginn des europäischen Kontakts an widerstanden die Kickapoo der Anpassung in ökonomischen, politischen und religiösen Dingen und blieben so weit wie möglich bei ihrer traditionellen Lebensart. Gemäß Schätzungen lebten 1650 etwa 2.000 Kickapoo, 1825 waren es 2.200. Heute leben etwa 550 Kickapoo in den USA und 300 in Mexiko. In den USA sprachen 1990 539 ihre Stammessprache, davon 6 ausschließlich. Edgar Allan Poe hat sie in einer Kurzgeschichte verewigt.

Literatur


- Bruce G. Trigger: Handbook of North American Indians, Vol.15 Northeast, Smithsonian Institution, Washington 1978

Siehe auch


- Liste nordamerikanischer Indianerstämme Kategorie: Nordamerikanische Ethnie

Anishinabe

Die Anishinabe (Das erste Volk; auch Ojibwa oder Chippewa) sind ein Indianervolk Nordamerikas. Sprachlich gehören sie zur Algonkinsprachgruppe. Ihre Sprache ist in mehrere Dialekte untergliedert und mit der der Ottawa-Indianer nahe verwandt. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet erstreckt sich über Kanada und die nördlichen USA. Zwei der größten Stämme der Anishinabe sind die Saulteaux and Mississauga. Heute leben etwa 200.000 Anishinabe in Nordamerika, von denen noch etwa 30.000 die Anishinabe-Sprache sprechen.

Geschichte

Zusammen mit den Ottawa und den Potawatomi gehörten sie einst zum mächtigen Rat der drei Feuer, der nahe der Ostküste der USA und dem Sankt-Lorenz-Strom lebte und sogar der Irokesenliga widerstand. Die Völker des "Rates" wanderten später vom Atlantik in das Gebiet der Großen Seen ein. Der Legende nach folgten sie einem geheiligten Objekt, der sogenannten "Miigis" Muschel, die dem Ozean entsprungen war und von der Geisterwelt den Auftrag erhalten hatte, ihr erwähltes Volk in sein neues Land zu führen. Nach ihrer Ankunft zeigte sich die Muschel den Anishinabe zum letzten Mal und ist seitdem nicht wieder gesichtet worden. Der Ort dieses letzten Erscheinens wird meist mit Mooningwanekaning (Madeline Island) im Anishinaabe Gichigami (Oberer See) angegeben. Historiker nehmen im allgemeinen an, dass die Anishinabe im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert aus ihrem ursprünglichen Lebensraum in die Gegend westlich des Huronsees migrierten. Dort spalteten sich die Potawatomi, die sich auf der unteren Halbinsel des Bundesstaats Michigan ansiedelten, und die Ottawa, die sich am Lake Nipissing im nördlichen Teil der Provinz Ontario niederließen, von den Anishinabe im engeren Sinne ab. Die beiden letzteren werden heute als eigenständige Stämme angesehen. Die Anishinabe zogen weiter westwärts und vertrieben gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Dakota aus dem heutigen Bundesstaat Minnesota. Ab 1840 hatten sie sich in der Gegend nördlich des Oberen Sees und des Huronsees sowie in Teilen von Minnesota, North Dakota, Wisconsin, Manitoba, und Saskatchewan niedergelassen. 1850 bis 1923 schlossen die Briten eine Reihe von Landnutzungs-Verträgen mit Anishinabe-Stämmen in Kanada. Der Großteil der Anishinabe in den USA lebt heute auf sieben Reservationen in Minnesota, fünf Reservationen in Wisconsin und einer Reservation in North Dakota sowie in mehreren Großstädten, besonders Minneapolis und St. Paul. Bis heute haben die Anishinabe einen Großteil ihres Reservationslandes verloren. Besonders vom Landverlust betroffen sind die Leech-Lake-Anishinabe in Minnesota, die heute weniger als sieben Prozent ihres vertraglich festgeschriebenen Landes besitzen. Das ehemalige Anishinabe-Land wird von den Weißen vor allem zur Stromproduktion (Damm) und zur Holzwirtschaft verwendet. Die Herkunft des Wortes “Ojibwe” ist noch nicht eindeutig geklärt. Edmund Danziger (1978) behauptet, es sei ein von einem benachbarten Stamm gegebener Name und bedeute soviel wie “die, die Piktogramme machen”, wohingegen Frances Densmore (1979) die eher anerkannte Interpretation vertritt, es handele sich um eine Alternative zu “Anishinaabeg” und komme von einem Verb, das soviel wie “rösten, bis es sich kräuselt” bedeute (ein Verweis auf eine besondere Art und Weise, auf der die Nähte von Mokassins hergestellt werden). Fehlerhaftes Aufschreiben durch Missionare und Händler führte später zum Entstehen des Wortes “Chippewa,” das bis heute als offizielle Bezeichnung von der amerikanischen Regierung verwendet wird. Die Anishinabe sahen (und sehen) sich nicht als Mitglieder eines großen Stammes an und hatten keine Tendenz, eine Stammeseinheit zu beschwören. Ihr wichtigster Bezugspunkt war die Familie. Aufgrund der langen, schweren Winter in Kanada und den nördlichen USA und der Notwendigkeit, weite Landstriche auf der Suche nach Nahrung zu durchqueren, waren einzelne, abgeschiedene Haushalte, die nur mit den nächsten Nachbarn Kontakt hielten und in denen mehrere Generationen unter einem Dach lebten, die Norm. Im Sommer bildeten solche Haushalte manchmal kleine Dörfer, die aus 10 bis 12 Familien bestanden, und mehrere Dörfer taten sich oft zur besseren Ausnutzung von Naturschätzen zu Gruppen von 300-400 Personen zusammen. Was diese Gruppen zusammenhielt, waren zum einen die verschiedenen Fähigkeiten, die die einzelnen Gruppenmitglieder in die Gemeinschaft einbrachten, zum anderen die gemeinsame Sprache.

Bekannte Persönlichkeiten des Stammes


- David Wayne "Famous Dave" Anderson (Besitzer einer landesweiten
- Restaurantkette)
- Dennis Banks (Politischer Aktivist)
- Adam Beach (Schauspieler)
- Jason Behr (Schauspieler)
- Clyde Bellecourt (Aktivist)
- George Copway (Missionar und Schriftsteller)
- Louise Erdrich (Schriftstellerin)
- Gordon Henry Jr. (Schriftsteller)
- Drew Hayden Taylor (Dramatiker)
- Basil Johnston (Historiker)
- Peter Jones (Missionar und Schriftsteller)
- Winona LaDuke (Aktivistin und Schriftstellerin)
- Jim Northrup (Zeitungskolumnist)
- Keith Secola (Rock und Blues Sänger)
- Drew Hayden Taylor (Dramatiker, Humorist, Kolumnist)
- David Treuer (Schriftsteller)
- Shania Twain (Sängerin, nicht durch Abstammung sondern ihren Stiefvater)
- Gerald Vizenor (Schriftsteller)
- William Whipple Warren (Historiker)

Siehe auch

Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Literatur


- Danziger, E.J., Jr. (1978). The Chippewa of Lake Superior. Norman: University of Oklahoma Press.
- Densmore, F. (1979). Chippewa customs. St. Paul: Minnesota Historical Society Press. (Ursprünglich 1929 veröffentlicht)
- Grim, J.A. (1983). The shaman: Patterns of religious healing among the Ojibway Indians. Norman: University of Oklahoma Press.
- Gross, L.W. (2002). The comic vision of Anishinaabe culture and religion. American Indian Quarterly, 26, 436-459.
- Johnston, B. (1976). Ojibway heritage. Toronto: McClelland and Stewart.
- Johnston, B. (1994). Und Manitu erschuf die Welt - Mythen und Visionen der Ojibwa. Diederichs.
- Nichols, J.D., & Nyholm, E. (1995). A concise dictionary of Minnesota Ojibwe. Minneapolis: University of Minnesota Press.
- Vizenor, G. (1972). The everlasting sky: New voices from the people named the Chippewa. New York: Crowell-Collier Press.
- Vizenor, G. (1981). Summer in the spring: Ojibwe lyric poems and tribal stories. Minneapolis: The Nodin Press.
- Vizenor, G. (1984). The people named the Chippewa: Narrative histories. Minneapolis: University of Minnesota Press.
- Wub-e-ke-niew. (1995). We have the right to exist: A translation of aboriginal indigenous thought. The first book ever published from an Ahnishinahbæótjibway perspective. New York: Black Thistle Press.

Weblinks


- http://www.tolatsga.org/ojib.html
- [http://www.redlakenation.org/ Red Lake Nation]
- [http://www.fdlrez.com/ Fond du Lac Reservation]
- [http://www.whiteearth.com/default.htm White Earth Reservation] Kategorie:Nordamerikanische Ethnie ja:オジブワ

Indianerreservation

Mit Reservation (engl. Reservation) werden Gebiete in den USA bezeichnet, die für indianische Stämme oder Gruppen reserviert sind. In Kanada werden die Reservationen Reservate (engl. Reserve) genannt. Vor der Kolonisierung Nordamerikas bevölkerten die verschiedenen indianischen Ethnien den ganzen Kontinent. Durch die einströmenden europäischen Siedler kamen sie immer stärker unter Druck und verloren einen Großteil ihres Landes. Heute besitzen sie nur noch kleine Gebiete, die Reservationen. Die meisten und größten Reservationen befinden sich im Westen der heutigen USA. Die ersten Reservationen entstanden 1786, die meisten allerdings erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Autoren beschreiben die Reservationen zu ihren Anfangszeiten als Gefangenenlager, welche die Indianer nur mit Erlaubnis verlassen durften. Das eingeschränkte Reservationsleben machte den Indianern ihre traditionelle Selbstversorgungswirtschaft unmöglich. Sie waren abhängig von Lebensmittelrationen, die von den Regierungsvertretern als Druckmittel verwendet wurden. Zeigten sich einzelne Indianer widerständig, wurden ihnen die Lebensmittelration vorenthalten, so dass den Indianern nichts anderes übrig blieb, als sich zu fügen. Es existierten verschiedene Bilder von Reservationen. Neben den Gefangenenlagern sprach man in den Anfangszeiten von Reservationen als Schule zur Zivilisierung und Erziehung. Sobald Indianer genügend zivilisiert wären, dürften sie die Reservationen verlassen. Andere sahen die Reservationen als Schlüssel zum Überleben der indianischen Kultur. Die meisten Reservationen waren durch Verträge entstanden. Die Indianer hatten gewissermaßen Land für sich selbst reserviert; die Regierung hatte keine Kompetenz, Land für die Indianer zu reservieren, da dieses anerkannterweise den Indianern gehörte. Einige Reservationen waren durch Landtausch in der Umsiedlungszeit entstanden. Nachdem die Regierung 1871 dazu überging, mit den Indianern keine Verträge mehr abzuschließen, war den Indianern jegliches Mitspracherecht entzogen worden. Nun bestimmte die US-Regierung die Neuschaffung, Verkleinerung oder Vergrößerung von Reservationen. So entstandene Reservationen werden Erlass-Reservationen genannt. Dabei handelt es sich um von der Regierung bereitgestelltes Land. Die Regierung kann die Reservierung für die Indianer jederzeit rückgängig machen. Landkauf vergrößerte die Reservationen, selten wurden durch Kauf ganze Reservationen errichtet. Ebenso verhält es sich mit Schenkungen, die im Wesentlichen durch kirchliche Institutionen zustande kamen. Die meisten Reservationen sind sehr klein. Einzig im Westen zieren einige größere Reservationen die Landkarte. Aufgrund der weißen Besiedelung Nordamerikas und der damit verbundenen Verdrängungs- und Umsiedlungspolitik liegen rund 93% des heutigen Indianerlandes in Bundesstaaten der westlichen USA. Nur gerade 3% befinden sich östlich des Mississippi.

Zeitgenössisches Leben in Reservationen

Bodenschätze

Oft liegen die Reservationen in semiariden bis ariden Gegenden, die für die weißen Siedler wenig begehrlich waren. Später kamen dann gerade in diesen Gebieten große Vorkommnisse an Bodenschätzen zum Vorschein. So liegen beispielsweise rund 55% sämtlicher Uranvorkommen der USA im Boden der Indianer. Des Weiteren ist ihr Land reich an Öl (ca. 5% sämtlicher US-Vorkommnisse) und Kohle (ca. ein Drittel sämtlicher US-Vorkommnisse). Die Indianer haben wenig Möglichkeiten, sich gegen den Abbau der Bodenschätze zu wehren. Das Recht des Abbaus wird vom Bureau of Indian Affairs (BIA) gewährt. Auch die Einnahmen daraus sind für die Indianer marginal. Die gesundheitlichen Folgen gerade des Uranabbaus sind für die Indianer verheerend.

Arbeitssituation

Uranabbau und deren Folgen sind nur ein Problem von vielen, mit denen sich die Reservationsindianer herumschlagen müssen. Generell ist die Armut sehr hoch. Seit 1980 hat sich die Arbeitslosenquote zwischen 40 und 80%, je nach Reservation, eingependelt. Gemäß einer Statistik vom BIA lag die Arbeitslosenquote 1985 in den Reservationen bei 39%. Einige Reservationen schlagen jedoch mit deutlich höheren Quoten, zum Teil über 80% zu Buche. Dabei ist die öffentliche Hand bei weitem der größte Arbeitgeber. Alleine BIA, IHS (Indian Health Service) sowie weitere Indianerbehörden beschäftigten 1980 beinahe 60% der Erwerbstätigen in Reservationen. Demgegenüber stehen nur gerade fünf Prozent im Dienstleistungssektor, 16% im sekundären Sektor und zehn Prozent im primären Sektor tätige Indianer. Etwa ein Drittel aller Reservationsindianer hat einen Job außerhalb der Reservationsgrenzen.

Industrie

Industriebetriebe sind in Reservationen kaum anzutreffen. Dies ist Ausdruck des Kollektivbewusstseins, das den Alltag der Indianer noch immer bestimmt. Das Interesse, sich durch hohe Einkommen mit Geldreserven und materiellen Gütern einzudecken, wie dies in der europäischen Lebensvorstellung der Fall ist, ist sehr gering. Regelmäßige, kontinuierliche Arbeit wird im Allgemeinen von den Indianern nicht verstanden. Vielmehr leisten sie sporadische Arbeitseinsätze, die ihre Grundbedürfnisse wieder für eine Weile befriedigen. Sie kennen keine finanzielle Vorsorge wie die Weißen. Ihr soziokulturelles Bewusstsein steht vor der Profitmaximierung. Darüber hinaus fehlt ihnen ein hartes Konkurrenzdenken. All diese Faktoren hemmen den Aufbau einer Industrie in den Reservationen. Weitere negative Voraussetzungen sprechen gegen den Industriestandort Indianerreservation. So schränken die isolierte Lage, die einkommensschwachen und somit kaufkraftarmen Bewohner, der Mangel an Infrastruktur wie Reparatur- und Servicebetrieben, Bankfilialen, Kommunikationsmitteln und Energieträgern, Eisenbahnanschlüssen, öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Qualität und Dichte des Strassennetzes die Industrie stark ein. Dazu kommt ein Klima der politischen Instabilität und undurchsichtige Kompetenzstreitigkeiten. Mit wem müssen Investoren verhandeln? Welche Kompetenzen hat der Verhandlungspartner? Ein wichtiges Hemmnis stellt auch der Kapitalmangel dar. Von Seiten der Indianer können kaum Industrieunternehmen finanziert werden. Zudem werden die Reservationen und deren Bewohner meist als nicht kreditwürdig eingestuft. Daneben gibt es auch wirtschaftsfördernde Faktoren wie das große Reservoir an Arbeitskräften. Die hohe Arbeitslosigkeit bedeutet für die Unternehmer billige Arbeitskräfte. Die Umweltschutzauflagen in den Reservationen sind sehr gering, deren Kontrolle praktisch inexistent. Gezielte Steuervergünstigungen und staatliche Wirtschaftsförderungen sollen Investoren anlocken. Im Vergleich zum ausländischen Industriestandort mit Billiglöhnen entfallen in Reservationen der Zoll und das Währungsrisiko.

Schulwesen

Problematisch ist neben der Arbeitssituation auch das Schulwesen. Lange Zeit boten sich indianischen Kindern oft nur Internatsschulen an. Diese hatten meist nicht die Bildung, sondern vielmehr die Identitätsberaubung zum Ziel. Die Schulen wurden vom Staat oft als willkommenes Instrument zur Umsetzung ihrer Assimilierungspolitik eingesetzt. Fächer wie Geschichte, Staatsbürgerkunde, Geografie und Englisch dienten dabei als geeignete Mittel, die Wertvorstellungen der dominanten weißen Mehrheitsgesellschaft weiterzugeben und die Indianer von ihrer kulturellen Unterlegenheit zu überzeugen. Der Besuch von Internatsschulen führte bei indianischen Kindern, die schon sehr früh aus ihrem vertrauten sozio-kulturellen Milieu herausgerissen wurden und meist jahrelang ihre Familie nicht sehen konnten, oft zu negativen psychischen und sozialen Folgeerscheinungen. Nach 1928 gab es immer weniger solcher außerhalb der Reservationen gelegenen Internatsschulen, stattdessen errichtete das BIA Schulen in den Reservationen selbst. Die Schulbildung der Indianer blieb jedoch ziemlich schlecht. Einer Erhebung von 1980 zufolge gingen 16% aller Indianer weniger als acht Jahre zur Schule. Der landesweite Durchschnitt lag diesbezüglich bei zehn Prozent, also um einiges tiefer. Berücksichtigt man nur die in Reservationen lebenden Indianer, so ergibt dies ein Prozentsatz von 26 Punkten. Verglichen mit dem nationalen Durchschnitt liegt dieser sehr hoch, verglichen mit der Erhebung von 1970, als der Prozentsatz noch bei 50 Punkten (!) für Reservationsindianer lag, erscheint er jedoch recht gering.

Besitzrechte

Rund 80% des Reservationslandes sind, trotz der Parzellierungspolitik um 1900, im Besitz der Stammesregierung. Der jeweilige Stamm vergibt seinen Mitgliedern Nutzungsrechte. Diese Handhabung repräsentiert das traditionelle Kollektivsystem der Indianer. Je nach Reservation gibt es jedoch recht hohen Individualbesitz, so zum Beispiel in der Pine-Ridge-Reservation der Lakota oder der Crow-Reservation, wo der Individualbesitz zwischen 60 und 85% liegt. In der Osage-Reservation liegt er sogar beinahe bei hundert Prozent. Das meiste Land wird treuhändlerisch vom BIA verwaltet. Aufgrund des Sonderstatus der Indianer zahlen individuelle Landbesitzer keine Grundsteuern. Da die Parzellen zu klein für Selbstversorgung sind und ohnehin oft wenig Interesse an der Landwirtschaft besteht, bedeutet die Verpachtung die einzige Ertragsmöglichkeit. 1984 waren 13,6% des Reservationslandes verpachtet. Heute ist ein großer Teil des Reservationslandes in weißen Händen. In der Crow-Reservation beispielsweise ist ein Viertel des Landes in weißem Besitz sowie 65% an weiße Agrarunternehmen verpachtet.

Regierungssystem

Die Reservationen genießen meist einen quasi-unabhängigen Status. Offiziell sind sie zu einem großen Teil unabhängig. Jedoch machen die finanziellen Zuwendungen, ohne die die Indianer nicht leben können, etwa 70% sämtlicher tribaler Einnahmen aus. Die meisten Ethnien haben eine Verfassung, die auf der US-amerikanischen basiert. Die Rechtsprechung der Stammesregierung ist jedoch stark eingeschränkt. Je nach Status, nach der Art der in der Vergangenheit abgeschlossenen Verträge mit der US-Regierung, sind die Kompetenzen etwas kleiner oder etwas größer. Noch immer stehen viele Reservationen unter der Verwaltung oder unter der Aufsicht des BIA. Dieses handelt oft gegen die Interessen der Indianer, anstatt diese zu wahren. Seit 1965 ist die Leitung des BIA in indianischer Hand. Geändert hat dies nicht viel. Traditionell gesinnte Indianer interessieren sich kaum für eine Stelle beim BIA. So sind die zentralen Positionen beim BIA häufig durch progressive Halbblute besetzt, die wenig Verständnis für das indianische Kollektiv zeigen. In der Tat ist der Konflikt zwischen so genannten progressiven und traditionellen Indianern groß.

Siehe auch

Liste der Indianerreservationen, Indianerpolitik der USA, Indianer Nordamerikas

Literatur


- Frantz, Klaus: Die Indianerreservationen in den USA - Aspekte der Territorialen Entwicklung und des sozio-ökonomischen Wandels. Erdkundliches Wissen, Heft 109. Stuttgart: 1993

Weblinks


- [http://www.cr.nps.gov/nagpra/DOCUMENTS/ResMapIndex.htm Offizieller US-Index der Reservationen] Kategorie:Indianerpolitik (USA) Kategorie:Rassismus Kategorie:Wilder Westen ja:インディアン居留地

Nebraska

Nebraska ist ein US-Bundesstaat des mittleren Westens der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name Nebraska stammt von einem indianischen Wort mit der Bedeutung flaches Wasser. Der Name rührt vom Platte River, der durch den Staat fließt. Obwohl früher befürchtet wurde, Nebraska könne Teil der großen amerikanischen Wüste werden, ist Nebraska jetzt einer der größten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Bewohner von Nebraska haben mit moderner Landwirtschaft die Prärieebenen in ein Land voller Ranches und Farmen verwandelt. Die Geschichte Nebraskas ist daher mit der Landwirtschaft zu tiefst verbunden.

Geschichte

Der Kansas-Nebraska Act trat am 30. Mai 1854 in Kraft, mit der Folge, dass das Land zum Territorium der USA, und zwar zu den Bundesstaaten Nebraska und Kansas wurde. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts schwappte die erste Welle von Siedlern durch den Homestead Act nach Nebraska, um das von der US-Regierung zur Verfügung gestellte Land in Besitz zu nehmen. Nebraska wurde 1867 der 37. Bundesstaat, kurz nach dem Sezessionskrieg.

Politik

Nebraska ist der einzige Bundesstaat der USA mit einem Einkammersystem in der Gesetzgebung. Die Mitglieder dieses Parlaments nennen sich "Senatoren". Laut dem Electoral College ist Nebraska neben Maine der einzige Staat, in dem nicht "winner takes all" gilt. Liste der Gouverneure von Nebraska

Geografie

Liste der Gouverneure von Nebraska Nebraskas Anrainerstaaten sind South Dakota im Norden; Iowa und Missouri im Osten, hinter dem Missouri River; Kansas im Süden; Colorado im Südwesten, und Wyoming im Westen. Die größte Stadt Nebraskas ist Omaha; die Hauptstadt Nebraskas ist Lincoln. Der Staat teilt sich in 93 Counties. Nebraska liegt inmitten der Great Plains an den westlichsten Ausläufern des Weizengürtels ("Grain Belt"). Der östliche Teil des Staates kann zum mittleren Westen gezählt werden, wobei der westliche Teil zum Westen der USA gezählt wird. Einer der Slogans Nebraskas ist das Motto: "Where the West begins" also "Wo der Westen anfängt". Liste der Städte in Nebraska, Liste der Countys in Nebraska

Wirtschaft

Nebraska ist Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere Rindfleisch und Mais.

Größte Städte

(Einwohner 1. Juli 2004)
- Omaha - 409.416
- Lincoln - 236.146
- Bellevue - 47.347
- Grand Island - 44.287
- Kearney - 28.640
- Fremont - 25.272
- Norfolk - 24.072
- North Platte - 23.944
- Hastings - 23.404
- Columbus - 20.881

Kultur

Colleges und Universitäten

Sportvereine


- Nebraska Cornhuskers, American Football
- Omaha Royals, Baseball (unterklassig)

Sonstiges

Die USS Nebraska ist ein Schiff der US-Bundesmarine. Nebraska ist der Titel eines Albums von Bruce Springsteen aus dem Jahre 1982.

Literatur


- Merrill Gilfillan: Chokecherry Places, Essays from the High Plains. Johnson Press, Boulder, Colorado, trade paperback, ISBN 1-55566-227-7

Weblinks


- http://www.nebraska.gov - Website der Regierung von Nebraska Kategorie:US-Bundesstaat ja:ネブラスカ州 ko:네브래스카 주 ms:Nebraska simple:Nebraska

Indianerterritorium

Vor der Gründung von Oklahoma hieß das Gebiet im Westen der USA Indianer-Territorium. Das Gebiet erstreckte sich zwischen 33° 35' und 37° nördlicher Breite sowie 94°20' und 98° westlicher Länge. Es umfaßte damit etwa 81.320 km². Als Andrew Jackson in den 1830ern damit begann, ernsthaft alle Indianer aus den Staaten östlich des Mississippi zu vertreiben, wurde ihnen im heutigen Oklahoma eine neue Heimat zugewiesen. Das Land war deutlich unfruchtbarer als ihre bisherigen Wohnorte, auf den langen Märschen kamen viele um (z.B. Pfad der Tränen der Cherokee). Entgegen den Zusagen, dass das Land auf ewig den Indianern gehören sollte, wurde der Westteil 1890 als Territorium Oklahoma organisiert und für weiße Siedler geöffnet. 1907 wurde mit der Aufnahme Oklahomas in die Union als Staat auch der Rest des Indianer-Territoriums abgeschafft. Kategorie:Geschichte der USA Kategorie:Indianerpolitik (USA)

1848

Ereignisse


- 24. Januar: Erster Goldfund in Kalifornien, Auslöser des kalifornischen Goldrauschs

Politik


- 20. Januar: Dänemark. König Friedrich VII. verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie
- 24. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Zum zweiten Mal wird die Republik ausgerufen
- März: Märzrevolutionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten (siehe auch Forty-Eighters)
- 18. März: Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März: Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin
- 19. März: Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote
- 21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März: Aufbewahrung der Särge gefallener Berliner auf den Stufen des Domes
- 30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche
- 5. April: Brand des Schlosses Waldenburg
- 12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 18. Mai: Eröffnung des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche
- 4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine
- 14. Juni: Sturm auf das Berliner Zeughaus
- 14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt
- 12. September: Die Schweiz konstituiert sich als parlamentarischer Bundesstaat
- 18. September: Angriff der Republikaner auf das in der Frankfurter Paulskirche tagende National-Parlament
- 6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern
- 16. Oktober: Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter
- 14. November: Gewaltsame Auflösung der preußischen Nationalversammlung
- 16. November: Erste Bundesratswahlen in der Schweiz und Jonas Furrer wird erster Bundespräsident
- 2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich
- 28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
- Die zweite französische Republik wird gegründet
- Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846–1848) verliert Mexiko rund ein Drittel seines Staatgebiets (Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, Wyoming und Kansas) an die USA

Wirtschaft


- Der Münchener Bierkrieg. Bürger wehren sich gegen überhöhte Bierpreise : Um die Jahrhundertwende entstanden regional immer wieder Zwistigkeiten um Bierpreise, Verbreitung von Bier und Ausschankgenehmigungen. Deshalb bezeichnet man solche „Ereignisse“ als „Bierkriege“, bei denen es darum ging, Preise zu definieren oder den Ausschank auswärtiger Biere zuzulassen.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 18. März: In Venedig wird die Oper „Allan Cameron“ von Giovanni Pacini im Teatro La Fenice uraufgeführt
- 16. Juni: Uraufführung der Oper L’Apparition von François Benoist in Paris
- 11. November: Uraufführung der komischen Oper Le Val d’Andorre von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel

Sport


- 2. April: Gründung des Deutschen Turnerbundes auf dem 1. Deutschen Turnertag in Hanau
- 1. Juli: Gründung des VfL Bochum 1848 e. V.

Geboren


- 16. Januar: Otto Techow, Architekt († 1919)
- 19. Januar: Matthew Webb, erster Mensch, der den Ärmelkanal durchschwamm († 1883)
- 27. Januar: Heihachiro Togo, japanischer Admiral († 1934)
- 5. Februar: Belle Starr, Räuberbraut († 1889)
- 5. Februar: Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence († 1907)
- 16. Februar: Hugo de Vries, niederländischer Biologe († 1935)
- 22. Februar: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer († 1897)
- 25. Februar: Wilhelm II., König von Württemberg († 1921)
- 8. März: Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker († 1930)
- 19. März: Wyatt Earp, Revolvermann im Wilden Westen († 1929)
- 4. April: Hermann Fürst von Hatzfeldt, preußischer Politiker und Beamter († 1933)
- 8. April: Josef Schantl, Musiker, Hornist († 1902)
- 9. April: Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1930)
- 13. April: Oskar Lenz, deutsch-österreichischer Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe († 1925)
- 20. April: Kurd Laßwitz, deutscher Science-Fiction-Autor († 1910)
- 21. April: Carl Stumpf, Philosoph und Psychologe († 1936)
- 27. April: Johann Desch, deutscher Kleiderfabrikant († 1920)
- 27. April: Otto I. (Bayern), König von Bayern († 1916)
- 3. Mai: Otto Bütschli, deutscher Zoologe († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph († 1915)
- 14. Mai: Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main († 1916)
- 15. Mai: Carl Wernicke, deutscher Psychiater († 1905)
- 17. Mai: Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin († 1931)
- 22. Mai: Fritz von Uhde, deutscher Maler († 1911)
- 23. Mai: Ernst von Ihne, deutscher Architekt und Baumeister († 1917)
- 23. Mai: Otto Lilienthal, deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs († 1896)
- 25. Mai: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General († 1916)
- 7. Juni: Paul Gauguin, französischer Maler († 1903)
- 8. Juni: Johann Focke, Syndicus des Bremer Senats und Museumsgründer († 1922)
- 26. Juni: Henri Lioret, französischer Uhrmacher und Erfinder († 1905)
- 3. Juli: Lothar von Trotha, deutscher General der Infanterie († 1920)
- 15. Juli: Vilfredo Pareto, italienischer Soziologe († 1923)
- 25. Juli: Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Premierminister († 1930)
- 27. Juli: Loránd Eötvös, ungarischer Kultus- und Unterrichtsminister († 1919)
- 19. August: Gustave Caillebotte, französischer Maler und Kunstsammler († 1894)
- 21. August: Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom († 1905)
- 21. August: Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist († 1911)
- 30. August: Gustav Haarmann, deutscher Politiker († 1911)
- 1. September: Auguste Forel, Psychiater und Entomologe († 1931)
- 4. September: Heinrich Bruns, deutscher Mathematiker und Astronom († 1919)
- 7. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin († 1912)
- 14. September: Adolf Albin, Schachmeister und Theoretiker aus Rumänien († 1920)
- 5. Oktober: Alexander Kisch, Rabbiner († 1917)
- 5. Oktober: Guido von List, okkulter Autor und Begründer der Ariosophie († 1919)
- 25. Oktober: Karl Emil Franzos, österreichischer Novellist, Publizist, Romancier und Herausgeber († 1904)
- 30. Oktober: Sinowi Petrowitsch Roschestwenski, russischer Admiral († 1909)
- 1. November: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler († 1884)
- 8. November: Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph († 1925)
- 11. November: Hans Delbrück, deutscher Historiker und Politiker († 1929)
- 12. November: Eduard Müller, von Nidau BE, schweizerischer Politiker († 1919)
- 27. November: Henry Augustus Rowland, Physiker († 1901)
- 6. Dezember: Johann Palisa, österreichischer Astronom († 1925)
- 9. Dezember: Gabriel von Seidl, deutscher Architekt und Vertreter des Historismus († 1913)
- 22. Dezember: Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe († 1931)

Gestorben


- 7. Januar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller (
- 1776)
- 9. Januar: Caroline Herschel, deutsche Astronomin (
- 1750)
- 12. Januar: Karl Friedrich von dem Knesebeck, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1768)
- 20. Januar: Christian VIII. (Dänemark), König von Dänemark (
- 1786)
- 21. Januar: John Vincent, britischer General (
- 1764)
- 29. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist (
- 1776)
- 23. Februar: John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA (
- 1767)
- 23. Februar: Wilhelmine Reichard, erste Ballonfahrerin Deutschlands (
- 1788)
- 3. März: Heinrich Olivier, deutscher Maler (
- 1783)
- 29. März: Carl Amandus Kühn, deutscher Geologe und Verfechter des Neptunismus (
- 1783)
- 29. März: Johann Jakob Astor, reichster Mann seiner Zeit in Amerika (
- 1763)
- 8. April: Gaetano Donizetti, italienischer Komponist (
- 1797)
- 11. April: Louis Adam, französischer Komponist und Klaviervirtuose (
- 1758)
- 3. Mai: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1770)
- 10. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. (
- 1783)
- 21. Mai: Feliks Janiewicz, polinischer Komponist und Violinist (
- 1762)
- 24. Mai: Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin (
- 1797)
- 27. Juni: Heinrich Zschokke, deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Pädagoge und Politiker (
- 1771)
- 4. Juli: François-René de Chateaubriand, französischer Schriftsteller und Diplomat (
- 1768)
- 6. Juli: Karl Godulla, deutscher Großindustrieller (
- 1781)
- 2. August: Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller (
- 1792)
- 5. August: Niccolo Vaccai, italienischer Komponist (
- 1790)
- 7. August: Jöns Jakob Berzelius, schwedischer Chemiker (
- 1779)
- 12. August: George Stephenson, britischer Ingenieur (
- 1781)
- 22. September: James Dunlop, Astronom (
- 1793)
- 4. Oktober: Peter Friedrich Engstfeld, Organist und Kirchenlieddichter (
- 1793)
- 9. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution (
- 1807)
- 10. November: Ibrahim Pascha, ägyptischer General (
- 1789)
- 14. November: Ludwig Schwanthaler, d