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Iridium (Kommunikationssystem) Begriff
Iridium ist ein weltumspannendes Satellitenkommunikationssystem, das aus insgesamt 66 aktiven und sechs Reservesatelliten besteht (pro Umlaufbahn ein Reservesatellit, sechs Umlaufbahnen), also insgesamt 72 Satelliten. Ursprünglich waren 77 Satelliten geplant; das System ist nach dem chemischen Element Iridium benannt, das die Ordnungszahl 77 besitzt. Bis Februar 2002 wurden insgesamt 93 Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Im März 2005 waren jedoch nur noch 71 intakt und unter Kontrolle.
Das Iridium-Netz hat die Vorwahlen +8816 und +8817.
Entwicklung
OrdnungszahlDie Idee für Iridium wurde 1985 bei Motorola geboren. Es sollte die weltweite Sprach- und Datenübermittlung über Satellitentelefone und PDAs ermöglichen. Bis 1988 stand das Konzept dafür fest. 1991 wurde das Unternehmen Iridium Inc. gegründet, das das System entwickelte und im September 1998 in Betrieb nahm. Für den Aufbau des Systems mussten 5 Milliarden USD aufgewendet werden.
Die Gesprächskosten waren mit ca. 8 $/min sehr hoch, die Endgeräte teuer, groß und schwer. Dies führte dazu, dass statt der geplanten 2 Mio. Nutzer nur etwa 55.000 Kunden gewonnen werden konnten.
Von einer geplanten Abschaltung im März 2000 wären auch Expeditionen betroffen gewesen. Sie hatten sich im Vorfeld auf die Erreichbarkeit verlassen und verfügten über keine weiteren Kommunikationssysteme. Dazu zählten eine norwegische Nordpolexpedition (Rune Gjeldnes und Torry Larsen), Prinz Frederik von Dänemark auf einer Hundeschlittenexpedition in Grönland und der französische Abenteurer Jo Le Guen, der allein in seinem 9 m langen Ruderboot den Pazifik überquerte. Sie erhielten einen Anruf vom Unternehmen, der ihnen das Betriebsende ankündigte. Schließlich wurde die Abschaltung auf Druck der Öffentlichkeit zum Teil verschoben.
Am 23. August 2000 musste Iridium Inc. Konkurs anmelden. Die Satelliten sollten in die Erdatmosphäre gelenkt werden, um sie gezielt verglühen zu lassen.
Zum 1. Januar 2001 wurde das Iridium-System von der neu gegründeten Iridium Satellite LLC übernommen. Die Satelliten werden von Boeing betrieben und gewartet. Der kommerzielle Betrieb konnte am 30. März 2001 wieder aufgenommen werden. Größter Einzelkunde mit 20% Umsatzanteil ist das Militär, allen voran das US-amerikanische Verteidigungsministerium. Weitere Nutzer sind Reedereien, Fluglinien, Wissenschaftler oder Unternehmen aus dem Bereich der Bodenschatzförderung.
Im Jahr 2005 waren die Gerätepreise deutlich gesunken und eine Minute Telefonat in das Festnetz oder Mobilnetz kostet je nach bestelltem Minutenvolumen noch zwischen 0,90 $/min und 1,50 $/min. Iridium verfügte im September 2005 über 137.500 Kunden.
Technisches
TelefonatDer wesentliche Vorteil eines satellitengestützten Kommunikationssystems ist, dass grosse Flächen ohne terrestrische Stationen abgedeckt werden können. Die Endgeräte (Terminals) kommunizieren direkt mit den Satelliten. Der Satellitenverbund ist über mehrere Gateways mit den bestehenden erdgebundenen Telefonnetzen verbunden. Iridium-Telefone können weltweit benutzt werden.
Im Falle von Iridium sind die einzelnen Satelliten zusätzlich untereinander durch sog. Crosslinks verbunden. Eine aktive Verbindung wird solange von Satellit zu Satellit vermittelt, bis sich einer dieser Satelliten in der Reichweite eines Gateways auf der Erdoberfläche befindet. Über dieses Gateway findet dann das Gespräch seinen Weg in die herkömmlichen Telefonnetze.
Die Sendeleistung von Mobiltelefonen ist aus gesundheitlichen Gründen begrenzt. Um einen Verbindungsaufbau zu ermöglichen, müssen sich die Satelliten daher in einer niedrigen Erdumlaufbahn befinden. Die Iridium-Satelliten umkreisen die Erde in einer Höhe von etwa 780 km in sechs polaren Umlaufbahnen mit je elf funktionstüchtigen und einem Reservesatelliten je Bahn. Die Versorgungsdichte ist daher an den Polen besonders hoch. Iridium ist bis heute (2005) das einzige Satellitentelefonnetz, welches eine Versorgung an den beiden Polkappen garantiert.
Wenn ein Satellit nicht mehr funktionstüchtig ist, wird er auf eine Umlaufbahn von rund 500 km Höhe gebracht, von der er schließlich in die Erdatmosphäre gelenkt wird und verglüht.
Beobachtung
Erdatmosphäre
Die Satelliten sind von der Erde aus zu bestimmten Zeiten für mehrere Sekunden mit dem bloßen Auge als so genannte Iridium-Flares zu beobachten. Dabei handelt es sich um Reflexionen des Sonnenlichtes an den Antennenflächen, die zu den hellsten Leuchterscheinungen führen, die künstliche Himmelskörper verursachen. Sie werden bis zu rund 600 mal heller als Sirius, der hellste Stern am Himmel, und sind damit vergleichbar mit einer Leuchtkugel. Die genauen Beobachtungszeiten für Iridiums-Flares werden für jeden Ort auf der Erde im Internet bereitgestellt.
Siehe auch
- Inmarsat
- Globalstar
- Thuraya
- Ellipso
Weblinks
- [http://www.iridium.com/ Iridium] Offizielle Betreiberseite (englisch)
- [http://messaging.iridium.com/ Iridium Messaging] Kurzmitteilung an Iridiumteilnehmer senden
- http://www.satellite.eu.org/satintro.html
- http://www.heavens-above.com - Vorherberechnung von Iridium-Flares
Kategorie:Kommunikationssatellit
Kategorie:Telekommunikationsunternehmen
SatellitenkommunikationSatellitenkommunikation ist die bidirektionale Telekommunikation über Mobilfunk von Sender zum Empfänger und zurück über einen Satellit.
Zwar kommuniziert jeder Satellit zwangsweise mit der Kontrolle am Boden, auch Dienste wie das Verbreiten von Fernsehen und Hörfunk oder der militärischer und spionagetechnische Nutzen ist eine Kommunikation; Satellitenkommunikation aber ist die Individualkommunikation über Nachrichtensatelliten.
Technik
Über ein Satellitentelefon wird eine Verbindung zu einem meist geostationären Nachrichtensatellit aufgebaut.
Die Vorteile der Satellitenkommunikation sind ein sehr weitreichendes Netz, ohne Bodenstationen betreiben zu müssen. Andererseits sind die Verbindungspreise höher als bei terrestrischen Mobilfunksystemen oder dem Festnetz. Auch müssen die Antennen zum Satelliten ausgerichtet werden, was die Bewegungsfreiheit einschränkt.
Ein entsprechendes Satellitentelefon ist in einem Gehäuse in der Größe zwischen einem etwas größeren normalen Mobiltelefon oder eines Laptops untergebracht.
Es ermöglicht nicht nur Telefonieren, sondern alle anderen Arten der Datenübetragung wie Fax, E-Mail oder Internet.
Anbieter
Es gibt derzeit vier kommerzielle Anbieter von Telekommunikation über den Orbit.
- Das Iridiumnetz hat 66 Satelliten und ist das weltweit verbreitetste.
- Da Thuraya nur zwei Satelliten betreibt, ist nur ein regional beschränkter Empfang in dem Bereich Europa, Nord- und Zentralafrika, Zentralasien und Nahen Osten möglich.
- Globalstar arbeitet mit 48 Satelliten in einer Höhe von 1230 km, dabei sind Teile Afrikas, Asiens, Ozeaniens und die Weltmeere unversorgt.
- Inmarsat hat neun Satelliten auf einer stationären Umlaufbahn, die Geräte benötigen fast immer eine Parabolantenne.
Andere Möglichkeiten
Es gibt aber auch einen Amateurfunksatelliten, der die Möglichkeit für Amateurfunkdienste zur Kommunikation bietet.
Geschichte der Satellitentelefone
Schon ab Ende der 1970er Jahre wurden Satelliten zur Kommunikation über weite Strecken eingesetzt. Die Sende- und Empfangsanlagen dieser Systeme waren jedoch stationär. Die International Maritime Satellite Organisation (Inmarsat) stellte ab 1982 ein System für mobile Endgeräte bereit, das vorwiegend in der Seeschifffahrt eingesetzt wurde. Ab 1989 gab es erste Geräte für den mobilen Landeinsatz.
In den späten 80er Jahren nutzte Kanada, als erstes Land die Möglichkeit, über Satellitentelefone große, wenig besiedelte Flächen mit Telekommunikation zu versorgen, ohne eine aufwändige, erdgebunde Infrastruktur bereitstellen zu müssen. Gleichzeitig wurde in den USA ein vergleichbares System gestartet. Die dabei verwendeten Satelliten befanden sich auf geostationären Positionen (GEO).
Ab 1985 entwickelte Motorola das Kommunikationssystem Iridium, deren Satelliten die Erde von Pol zu Pol umlaufen.
Durch die Verlagerung der geostationären Position der Satelliten auf niedere Umlaufbahnen (MEO, LEO - siehe auch Bahnbeschreibung), konnte die Entfernung zwischen Satellit und Endgerät deutlich verringert und damit die notwendige Sendeleistung im Endgerät reduziert werden. Erst diese Gerätegeneration konnte sich in Gewicht und Größe mit den mittlerweile etablierten Mobiltelefonen messen.
Weblinks
Kategorie:Telekommunikation
Satellit (Raumfahrt)
Ein Satellit ist in der Raumfahrt ein künstlicher Flugkörper, der ein anderes Objekt, wie Planeten oder Monde, auf einer elliptischen oder kreisförmigen Umlaufbahn zur Erfüllung wissenschaftlicher, kommerzieller oder militärischer Zwecke umrundet.
Unterscheidung
Umlaufbahn
Nach Art der Umlaufbahn unterscheidet man bei Erdsatelliten zwischen
- Low-Earth-Orbit-Satelliten,
- Medium-Earth-Orbit-Satelliten,
- Highly-Elliptical-Orbit-Satelliten,
- geostationären Satelliten und
- sonnensynchronen Satelliten.
Aufgaben
Satelliten können unterschiedlichste Aufgaben wahrnehmen:
- Erdbeobachtungssatelliten können Bilder für unterschiedliche Zwecke liefern, so die Wetter- und Spionagesatelliten. Diese Bilder können mit verschiedenen Techniken erstellt werden, zum Beispiel von Röntgensatelliten.
- Nachrichtensatelliten erfüllen kommerzielle Aufgaben, während Amateurfunksatelliten privaten Zwecken dienen, siehe auch Satellitenkommunikation.
- Astrometriesatelliten beobachten das Weltall, hauptsächlich für wissenschaftliche Zwecke.
- Raumstationen können aufgrund ihrer orbitalen Laufbahn ebenfalls zu den Satelliten gezählt werden.
Betrieb
- Bahnbeschreibung
- Bahnänderungsmanöver
- Antriebssysteme
- Bahnstörungen eines Satelliten
- Bahnregelung
- Lageregelung
- Thermalkontrolle
- Funkdienst
- Energieversorgung.
Abgrenzung
Man bezeichnet Flugkörper nur dann als Satelliten, wenn sie die Erde im Weltraum umkreisen. Alle Flugkörper, die den Erdorbit mit Fluchtgeschwindigkeit verlassen, werden Raumsonden genannt, unabhängig davon, ob sie in den Orbit eines anderen Planeten eintreten oder nicht.
Beobachtung von der Erde
Zahlreiche größere Erdsatelliten können mit bloßem Auge als langsam über das nächtliche Himmelsgewölbe wandernde Lichtpunkte beobachtet werden. Mit speziellen Instrumenten ist es auch möglich, den Vorüberzug von Satelliten vor der Sonne zu beobachten. Manche Satelliten, wie die ISS, können eine scheinbare Helligkeit von −1m erreichen. Die Satelliten des Iridium-Systems erreichen unter bestimmten Umständen kurzzeitig eine scheinbare Helligkeit von bis zu −9m.
Im Unterschied zu einem Flugzeug hat ein Satellit keine blinkenden, farbigen Lichter.
Beispiele
Einige künstliche Satelliten:
:Sputnik – Telstar – Hubble-Weltraumteleskop – Landsat – Astra – Eutelsat – Intelsat (Early Bird) – Envisat – Astérix - TUBSAT - BIRD
Siehe auch
- Raumfahrt
- Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Erdbeobachtungssatellit
- Erdsatellit
- Geostationärer Satellit
- Liste der Erdsatelliten nach Ländern geordnet
- Nachrichtensatellit
- Satellitenfernsehen
- Satellitennavigation
Weblinks
- [http://www.heavens-above.com/ Heavens Above:] Berechnung der Sichtbarkeit von Satelliten (englisch)
- [http://science.nasa.gov/Realtime/JTrack/3D/JTrack3D.html J-Track 3D:] Echtzeitdarstellung von Satellitenpositionen, Java ist erforderlich (englisch)
- [http://128.250.125.178/wwp.html Satellitenbilder der Erde,] Flash ist erforderlich (englisch)
- [http://www.mygeo.info/satellitenbilder1.html Satellitenbilder:] Kultur- und Naturlandschaften
- [http://www.erdsicht.de/ Thematische Sammlung von Satellitenbildern weltweit]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249294.html Satelliten an der Leine:] Beitrag bei wissenschaft.de über die Idee, Satelliten mithilfe eines Seils in den Erdorbit zu bringen
Kategorie:Künstlicher Satellit
ja:人工衛星
ko:인공 위성
Chemisches ElementStoffe, die ausschließlich aus Atomen mit gleicher Anzahl an Protonen im Kern (Kernladungszahl) bestehen, bezeichnet man als chemische Elemente. Sie treten im Universum mit einer bestimmten Elementhäufigkeit auf. Im Gegensatz zu den Elementen stehen die Verbindungen und die Stoffgemische.
Früher war die Definition dieses Begriffs intuitiver, aber unpräziser:
Robert Boyle definierte ein chemisches Element als einen Reinstoff, der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann.
Diese Definition hat den Nachteil, dass man nie sicher sein kann, ob man die chemischen Methoden völlig ausgeschöpft hat. Hätte man es z. B. im Labor nicht geschafft, Wasser zu zerlegen, so hätte man es als Element einordnen müssen.
Der heutige Element-Begriff, der für die Stoffe eine Einteilung nach ihren Bestandteilen, den Atomen, vornimmt, ist abstrakter, dafür aber präzise.
Seine praktische Bedeutung liegt darin, dass er Atome mit gleichem chemischen Verhalten (dem Verhalten bei chemischen Reaktionen) zusammenfasst. Das physikalische Verhalten von Atomen ein und desselben Elements kann dabei durchaus unterschiedlich sein, z. B. können die Atome eines Elements sich in der Masse unterscheiden (Isotope) und bei nuklearen Reaktionen unterschiedlich verhalten.
Nach der Kernladungszahl (auch Ordnungszahl) ihrer Atome ordnet man die Elemente im Periodensystem der Elemente (PSE) an. Dieses System wurde vom russischen Gelehrten Dmitri Iwanowitsch Mendelejew zeitgleich mit dem deutschen Lothar Meyer 1869 begründet.
Kernladungszahl und Masse
Die Erklärungen dafür, dass die Massezahl nicht genau dem Vielfachen der Masse des Wasserstoffatoms entspricht, sind:
- Protonen und Neutronen, die den Hauptanteil der Masse bilden, sind fast, jedoch nicht genau, gleich schwer.
- Natürliche Elemente bestehen aus einer Mischung von Atomen mit unterschiedlicher Neutronenzahl. Eine Atomart überwiegt meist bei weitem, diese bestimmt dann die Massenzahl (Ausnahme Chlor Cl mit der 35,5-fachen Masse)
- Das natürliche Mischverhältnis ist bei einem Element meist gleich (Ausnahme ist Blei, das unterschiedliche durchschnittliche Atommassen zeigt, wenn man es aus verschiedenen Lagerstätten gewinnt)
- Bei sehr genauen Messungen zeigt sich die Bindungsenergie als Massendefekt, so dass die Kernmasse stets minimal kleiner ist als die Summe der Massen der Protonen und Neutronen.
Rein- und Mischelemente
Der Kern des Wasserstoffs besteht fast immer aus nur einem Proton. Wasserstoff mit einem Proton und einem Neutron im Kern (Deuterium) tritt in natürlichem Wasserstoff mit einem Anteil von 0,015 % auf.
Der Heliumkern besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Es existieren aber auch Helium-Atome, die zwei Protonen, aber nur ein Neutron, enthalten. Diese treten in natürlichem Helium jedoch nur mit einem Anteil von 0,000137 % auf.
Chlor (17 Protonen) besteht aus einer Mischung aus Atomen mit 18 Neutronen (75,8 %) und 20 Neutronen (24,2 %).
Chemische Elemente, die nur aus einer Atomart bestehen, heißen Reinelemente, wenn sie dagegen aus zwei oder mehr Atomarten bestehen, heißen sie Mischelemente.
Atome des gleichen Elements mit unterschiedlicher Neutronenzahl nennt man Isotope.
Chemische Verbindungen
Chemische Elemente können, bis auf wenige Ausnahmen, chemische Verbindungen eingehen.
Dabei sind mehrere der elementaren Atome zu Molekülen zusammengeschlossen.
Natürliche oder künstliche Stoffe sind entweder Elemente oder Verbindungen.
Gewöhnliches Wasser H2O ist eine Verbindung aus den Elementen Wasserstoff H (2 Atome pro Molekül) und Sauerstoff (1 Atom pro Molekül). Metalle wie Eisen Fe oder Kupfer Cu sind dagegen stets Elemente.
Elemente können auch eine Verbindung mit sich selbst eingehen. Bei vielen Gasen wie Chlor Cl oder Fluor F verbinden sich zwei Atome desselben Elements zu einem Molekül, also Cl2 bzw. F2.
Die Entstehung von Elementen
Bereits beim Urknall entstanden die leichten Elemente Wasserstoff (ca. 75%) und Helium (ca. 25%), zusammen mit geringen Mengen Lithium und Beryllium.
Schwerere Elemente entstehen im Universum durch Kernreaktionen in den Sternen (meist durch Kernfusion). Am Anfang steht der Wasserstoff mit einem Atomgewicht von ca. 1,0 (ein Proton). In Hauptreihen-Sternen, wie auch unserer Sonne, verschmilzt unter hoher Temperatur (mehrere Millionen C°) und hohem Druck Wasserstoff zu Helium. (Atomgewicht ca. 4,0) Dabei verschmelzen 4 Wasserstoffatomkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem Heliumatomkern. Dieser ist ein wenig leichter als die vier Protonen zusammen, die Massendifferenz wird als Energie in Form von (Gamma-)Strahlung frei.
Die Fusion geht auf diese Art (Atome mit geringerer Protonenzahl und Atomgewicht verschmelzen zu höheren unter Abgabe von Energie) in den meisten Sternen bis zum Kohlenstoff, in massereichen bis zum Eisen weiter. Die Energieausbeute wird dabei immer geringer. Eisen ist der am dichtesten gepackte Atomkern, bei Fusionsreaktionen darüber hinaus wird Energie verbraucht anstatt freigesetzt. Sterne sind auf Energiegewinnung aus Kernfusion angewiesen, um ihren Gravitationskollaps aufzuhalten, daher können derartige Reaktionen nicht in nennenswertem Umfang stattfinden.
Elemente schwerer als Eisen entstehen in Sternen am Ende ihrer Lebensdauer. Dabei fangen Atomkerne Neutronen ein und werden so in Elemente höherer Ordnungszahl umgewandelt. Dies geschieht im sogenannten s-Prozess (bei massearmen Sternen) oder im r-Prozess (bei massereichen Sternen während einer Supernova).
Ein Stern verliert am Ende seiner Lebensdauer große Mengen Material (kontinuierlich durch Sonnenwind oder explosiv in einer Supernova), dadurch gelangen die entstandenen Elemente zurück in das interstellare Medium. Jüngere Sternensysteme enthalten daher bereits von Anfang an auch geringe Mengen schwererer Elemente, die z.B. Planeten wie in unserem Sonnensystem bilden können.
Liste chemischer Elemente
A Actinium - Aluminium - Americium - Antimon - Argon - Arsen - Astat
B Barium - Berkelium - Beryllium - Bismut - Blei - Bohrium - Bor - Brom
C Cadmium - Cäsium - Calcium - Californium - Cer - Chlor - Chrom - Curium
D Darmstadtium - Dubnium - Dysprosium
E Einsteinium - Eisen - Erbium - Europium
F Fermium - Fluor - Francium
G Gadolinium - Gallium - Germanium - Gold
H Hafnium - Hassium - Helium - Holmium
I Indium - Iod - Iridium
J Jod siehe Iod
K Kalium - Kobalt - Kohlenstoff - Krypton - Kupfer
L Lanthan - Lawrencium - Lithium - Lutetium
M Magnesium - Mangan - Meitnerium - Mendelevium - Molybdän
N Natrium - Neodym - Neon - Neptunium - Nickel - Niob - Nobelium
O Osmium
P Palladium - Phosphor - Platin - Plutonium - Polonium - Praseodym - Promethium - Protactinium
Q Quecksilber
R Radium - Radon - Rhenium - Rhodium - Roentgenium - Rubidium - Ruthenium - Rutherfordium
S Samarium - Sauerstoff - Scandium - Schwefel - Seaborgium - Selen - Silber - Silizium - Stickstoff - Strontium
T Tantal - Technetium - Tellur - Terbium - Thallium - Thorium - Thulium - Titan
U Unnilpentium ( - ) - Unnilquadium ( - ) - Ununoctium - Ununhexium - Ununquadium - Ununbium - Ununtrium - Ununpentium - Ununseptium - Ununnilium ( - ) - Uran
V Vanadium
W Wasserstoff - Wolfram
X Xenon
Y Ytterbium - Yttrium
Z Zink - Zinn - Zirkonium
- veralteter Name
weitere Darstellungsformen
- Sortierung nach Symbol
- Liste der chemischen Elemente nach der Ordnungszahl
- Periodensystem
- Periodensystem mit Elektronenkonfiguration
Literatur
- Lucien F. Trueb: Die chemischen Elemente. Ein Streifzug durch das Periodensystem. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1356-8
Weblinks
- [http://www.chemieseite.de/ www.chemieseite.de] enthält ausführliche Beschreibungen der Hauptelemente.
- [http://chemlab.pc.maricopa.edu/periodic/lyrics.html] Lied der chemischen Elemente
Kategorie:Chemie
Siehe auch
- Elektronegativitäten der Elemente,
- Elementnamensgebungskontroverse,
- Systematische Elementnamen,
- Verdampfungswärme der chemischen Elemente
- Nebulium
- Kalzium ist ein Computerprogramm für das Betriebssystem Linux, das sehr viele Informationen zum Periodensystem und den Elementen bietet.
- Phlogiston
- Nukleosynthese
ja:元素
ko:화학 원소
ms:Unsur kimia
simple:Element
th:ธาตุเคมี
Ordnungszahl
Die Ordnungszahl, auch Atomnummer oder Kernladungszahl, gibt die Anzahl der Protonen in einem Atomkern an. Ihr Formelzeichen ist Z. Atome mit gleicher Ordnungszahl gehören zum selben Element und haben somit das gleiche Verhalten bei chemischen Reaktionen.
Sie wird links unten neben dem Elementsymbol angegeben, Beispiele:
:1H (Wasserstoff) oder 8O (Sauerstoff)
Da aber das Elementsymbol eindeutig die Ordnungszahl bestimmt, wird die Ordnungszahl selten – meist nur in tabellarischen Übersichten – in dieser Form angegeben.
Siehe auch: Massenzahl, Isotop, Periodensystem
Kategorie:Atomphysik
Kategorie:Kernphysik
als:Ordnungszahl
ja:原子番号
ko:원자 번호
th:เลขอะตอม
Motorola
Motorola ist ein international operierender Hersteller elektronischer Systeme und Bauelemente mit Schwerpunkten in den Bereichen Mobile Kommunikation, Halbleiter, Netzwerke und Embedded Systems mit Sitz in Schaumburg, Illinois in den USA. Hauptsitz der deutschen Niederlassung ist Taunusstein.
Im Jahr 2004 wurden nach Unternehmensangaben weltweit 31,3 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. In Deutschland ist das Unternehmen durch die Motorola GmbH präsent. Zu ihr zählen die Bereiche Halbleiter, Funk, TK-Lösungen, Mobiltelefone, Computersysteme, Breitbandkommunikation, Telematik sowie Kfz- und Industrie-Elektronik. Die Gesellschaft erzielte 2004 (2002 noch 3500) mit ca. 2.500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,3 (2,6) Milliarden Euro.
Geschichte
Motorola wurde 1928 von den Brüdern Paul V. Galvin und Joseph E. Galvin als Galvin Manufacturing Corporation (GMC) gegründet und 1947 in Motorola umbenannt.
Galvin MFG. Corp. baute 1930 das erste kommerziell erfolgreiche Autoradio der Welt. Das Modell 5T71 kostete 110 - 130 US-Dollar, damals eine horrende Summe, dennoch ein Verkaufsschlager. Sie nannten diesen, damals noch sehr schweren und voluminösen Kasten, „Motorola“. Es war eine Wortschöpfung aus Motor (motorcar, motion) und ola (Schall, Welle, la ola). Der Erfolg war so groß, dass er bald in den USA zum Synonym für den Hersteller und für ein Autoradio überhaupt wurde.
Erfolgreich wurde die Firma durch Geräte der Unterhaltungselektronik und Funkgeräte für den Einsatz bei Polizei und Militär. Bei der Entwicklung von mobilen Telefonen nahm Motorola eine führende Stellung ein.
Viele Missionen der frühen US-amerikanischen Raumfahrt hatten Funkeinrichtungen an Bord, die von Motorola entwickelt wurden.
Breite Verwendung fanden und finden die Mikroprozessoren der Serie Motorola 68000, der PowerPC-Serie und die Digitalen Signalprozessoren (DSP) der Motorola 56000-Reihe.
Der Semiconductor Products Sector (SPS), der Halbleiterbereich von Motorola, wurde mit zwei Börsengängen ausgegliedert: Aus dem Teilbereich Semiconductor Components Group (SCG), der hauptsächlich diskrete Bauelemente und Standardprodukte herstellte, entstand im April 2000 die ON Semiconductor Corp mit Sitz in Phoenix, Arizona. Der Rest der SPS, der die komplexeren Produkte wie Prozessoren produzierte, bildete Mitte Juli 2004 die Freescale Semiconductor Inc mit Sitz in Austin, Texas.
In der frühen Entwicklungsphase von Prozessoren war Motorola, damals noch deutlich vor Intel, die wesentliche Kraft für Neuentwicklungen von CPUs. Durch die Dynamik dieser beiden Firmen entstanden weitere Hersteller von CPUs, die aber meist nur über eine schmale, wenn zum Teil auch durchaus erfolgreiche, Produktpalette verfügten. Verbreitete Beispiele aus dem „Motorola-Lager“ sind MOS Technologies und Rockwell International, die u.a. den MOS Technologies 6502 (Apple II) oder 6510 (Commodore C64) produzierten. Erst die Verwendung von Intel-Prozessoren in den von IBM Anfang der 1980er Jahre erfolgreich auf dem Markt gebrachten PCs drängte Motorola von der Führungsposition ab.
Architektonisch hoben sich Motorola-CPUs und deren Verwandte deutlich von denen aus dem Intel-Lager ab. Auffällig ist zum Beispiel der lineare Adressbereich, der ohne eine Segment-Offset-Adressierung auskommt und somit leichter in Assemblercode zu programmieren ist und häufig auch an die Anzahl der Bauteile zur Busanbindung weniger Aufwand stellt. Während Intel lange Zeit einen multiplexten Adress-/Datenbus verwendete, bei dem nacheinander Adressbus und Datenbus auf den gleichen Leitungen der CPU angelegt wurden, trennte Motorola den externen Adress- und Datenbus vollständig.
Bis heute durchgängig ist die unterschiedliche Art, in der Daten, die länger als 8-bit (1 Byte) sind, gespeichert und übertragen werden. Motorola-Prozessoren sind Big Endian. Siehe hierzu: Byte-Reihenfolge.
Motorola-CPUs
- Motorola 6800 8 Bit-Prozessor, der sich wenig verbreitete. Nachfolge-CPUs waren der Motorola 6802 und der sehr erfolgreiche Motorola 6809, der erstmals indizierte Adressierung bot.
- Motorola 68000 CPU mit 32-Bit-Datenregistern, 24-Bit-Adress- und 16-Bit-Datenbus. Wurde unter anderem in den ersten Apple Macintosh, in den Atari ST und in den ersten Commodore Amiga verwendet. Diese CPU trennte als eine der ersten zwischen Supervisor- und User-Mode, das in Unix-Systemen erste große Verbreitung fand.
- Motorola 68000er-Familie Derivate aus dem 68000-Core wurden immer leistungsfähiger und behaupteten sich lange im Wettkampf mit den x86-Prozessoren von Intel und AMD.
- Motorola 88000
- Der PowerPC-Pozessor löste die sehr erfolgreiche 68000-Familie in Apples Macintosh-Computern ab. Wesentliches Merkmal gegenüber aktuellen Intel-CPUs ist die traditionell geringe Leistungsaufnahme, weshalb der Power-PC auch in Embedded-Anwendungen immer häufiger eingesetzt wird, in denen die geringe Erwärmung der CPU meist von großer Bedeutung ist.
Kaum bekannt sind die Grafikprozessoren von Motorola aus den 1980er-Jahren. Aber sie waren weit verbreitet. Der Motorola 6845 war Herzstück der Standard-IBM-Grafikkarten MDA und CGA und außerdem der weitverbreiteten Grafikkarte HGC von Hercules. Auch im Schneider/Amstrad-Homecomputer CPC tat er seinen Dienst.
Hier führte Motorola in Europa lange eher ein "Schattendarsein", unter anderem, weil Konkurrenten wie Nokia in Sachen Multimedia-Funktionen Motorola weit voraus waren. Erst in den letzten Jahren hat Motorola in diesem Bereich etwas aufgeholt, zum Beispiel mit dem Modell E398. Im zweiten Quartal 2005 hat es Motorola geschafft, seinen Marktanteil um über 2% auf 17,9% zu steigern, nicht zuletzt durch durch die Windows Mobile Smartphones (MPx200 und MPx220).
In Amerika ist Motorola Marktführer in dieser Sparte und kann sich dort zum Beispiel auch gegen Nokia behaupten. Motorola produzierte mit dem StarTAC das erste Klapp-Handy, und mit dem MicroTAC 8900 das erste Dual-Band Gerät. Motorola stellte auch als erstes Unternehmen serienreife UMTS-Mobiltelefone her. Auf der Motorola Plattform basieren auch die ersten UMTS Handys von Siemens. Motorola ist unter anderem mit dem V980, dem E1000 und der A-Serie (A920, A925, A1000) am Europäischen UMTS-Markt vertreten und setzt hier derzeit neue Maßstäbe. Das A780 war das erste auf Linux basierende Mobiltelefon das in Europa erhältlich war. Aber nicht nur in der Neuzeit ist Motorola Vorreiter. Motorola brachte 1983 das erste kommerzielle Mobiltelefon, das dynatac 8000x, auf den Markt.
Mobilfunkbasisstationen
Auch kaum bekannt ist, dass Motorola einer der größten Lieferanten von Mobilfunkbasisstationen ist. Hier kommt Motorola das gigantische Know-How aus dem Bereich der Signalprozessoren zu gute. Neben der Fabrikation von AMPS und CDMA-Systemen für den amerikanischen Markt stellt Motorola auch GSM- und UMTS-Basisstationen her. Die derzeit aktuelle Serie ist die Produktfamilie "Horizon II" (GSM850/900/1800/1900) und "Aspira" (WCDMA, CDMA2000). Frühere Serien waren "Incell" und "Mcell" aber auch zahlreiche Basisstationen für analoge Systeme wie "NMT" oder "TACS". Für die Produktion dieser "europäischen" Funksysteme hat Motorola eine eigene Niederlassung in England gegründet. Zu den Kunden zählen in Europa T-Mobile, Vodafone, Orange, Mobilkom Austria, uvm. Motorola ist auch Lieferant für digitale Funksysteme nach dem TETRA-Standard. Diese werden, besonders in Europa und Asien bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Polizei, Feuerwehr usw.) eingesetzt.
Mit dem neuen Handy Motorola RAZRV3 versucht Motorola neue Maßstäbe in der mobilen Kommunikation zu setzen.
Professioneller Mobilfunk
Als Hersteller der GP & GM Serie professioneller Funkgeräte versorgt Motorola einen Großteil der Anwender von Betriebsfunk und Bündelfunk in Deutschland. Varianten dieser Geräte besitzen eine Zulassung nach der TR-BOS und sind damit bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten im Einsatz. Ein weiteres BOS-Funkgerät stammt aus der MX Serie. Zudem hat Motorola die BOS-Sparte von Bosch Telecom übernommen und damit ein Beinahe-Monopol bei der Neubeschaffung von Fahrzeugfunkgeräten für die BOS.
Siehe auch
- andere Prozessorhersteller: AMD, Intel, VIA, Transmeta
Weblinks
- [http://www.motorola.de Motorola Deutschland]
- [http://www.motorola.com Motorola weltweit]
- [http://www.batlabs.com Umfassende Informationen über Motorola Funkgeräte]
- [http://www.batnet.com/mfwright/HT220.html Motorola HT-220 Page]
Kategorie:CPU-Hersteller
Kategorie:Hardwarehersteller
Kategorie:Unternehmen (USA)
Kategorie:Unternehmen (Hessen)
ja:モトローラ
ko:모토롤라
PDA (Computer)
Ein Personal Digital Assistant (PDA) (englisch für persönlicher digitaler Assistent) ist ein kleiner tragbarer Computer, der meist mit einem schnell startenden Betriebssystem ausgestattet ist und neben vielen anderen Programmen hauptsächlich für die persönliche Kalender-, Adress- und Aufgabenverwaltung benutzt wird.
Geschichte
Die ersten, noch relativ großen PDAs wurden im August 1993 unter der Bezeichnung Newton MessagePad von der US-amerikanischen Firma Apple hergestellt. Allerdings dürfte das Amstrad Penpad 600 knapp vorher im Jahr 1993 auf den Markt gekommen sein. Noch früher (wenn auch nur 1-2 Monate) war AT&T mit dem EO440 bzw. 880.
Im März 1996 kam die Firma US Robotics (zwischenzeitlich 3Com, dann Palm Inc., später palmOne, jetzt wieder palm) mit kleinen und sehr erfolgreichen Geräten unter den Namen Pilot (später Palm) heraus.
Ebenfalls in den 90er Jahren wurden von der britischen Firma Psion eine Reihe von leistungsfähigen PDAs mit Tastatur entwickelt. Das erste Modell Organizer I entstand bereits 1984. Mit dem Organizer II und dem Microcomputer Serie 3 gelang dann der Durchbruch.
Die Psion-Modelle erfreuen sich jedoch auch nach dem Ausstieg Psions im Jahr 1999 aus dem Endkundenmarkt wegen des ausgereiften, logischen Betriebssystems und der einfachen Bedienung aufgrund der guten Tastatur in Kombination mit dem drucksensitiven Bildschirm weiterhin ungebrochener Beliebtheit. Die Industriemodelle netBook und netpad sowie Workabout werden von Psion Teklogix weiterhin angeboten. Das Psion Teklogix Netbook Pro war der erste Psion PDA mit Windows CE Betriebssystem.
Verwendungszweck
1984
1984]
Die wichtigsten Anwendungen auf einem PDA sind unter dem Begriff PIM-Software zusammengefasst und werden zumeist standardmässig mit dem PDA ausgeliefert. Hierunter fallen beispielsweise Adressbuch, Terminplaner, Kalender, Notizblock, Aufgabenplaner, E-Mail und Projektmanagement. In den meisten aktuellen Geräten sind weitere Anwendungen wie beispielsweise Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Taschenrechner und Spiele integriert. Die meisten der heutigen PDAs ermöglichen auch die Wiedergabe von Musik(MP3) und Videos sowie die Aufnahme von gesprochenen Notizen und Geräuschen. Software für unterschiedlichste und auch sehr spezielle Situationen ist beispielsweise aus dem Internet nachladbar und per Kabel (USB oder seriell) oder kabellos per Infrarot- beziehungsweise Bluetoothschnittstelle in den PDA überspielbar. Über diese Schnittstellen kann man einen PDA auch mit einem geeigneten Mobiltelefon verbinden und über dieses auf das Internet zugreifen.
Internet
Mit steigender Leistungsfähigkeit der Geräte kommen auch völlig neue Verwendungszwecke hinzu. So lassen sich PDAs auch zur mobilen Datenerfassung nutzen oder können in bestimmten Szenarien übliche mobile Standardcomputer ersetzen. Durch die Kombination von Bluetooth und WLAN (WiFi) mit einem Voice over IP (VoIP) Client besteht die Möglichkeit, einen PDA auch als IP-Telefon zu verwenden. Ebenfalls werden seit einiger Zeit PDAs als Navigationssysteme eingesetzt. Mit Hilfe von externen GPS-Empfängern, die über die serielle Schnittstelle oder via Bluetooth angeschlossen werden, kann der PDA seine Position exakt bestimmen und mit entsprechender Software auch zur Routenplanung eingesetzt werden. Der Benutzer spart die Kosten für den immer noch recht teuren festeingebauten Navigationsrechner im Fahrzeug. Zusätzlich ist das Navigationssystem nicht mehr fest an ein KFZ gebunden und kann neben der Verwendung mit anderen Fahrzeugen (zB Fahrrad) oder beim Wandern benutzt werden. Mittlerweile existieren bereits PDAs mit integriertem GPS-Empfänger.
Ein großer Vorteil aktueller PDAs ist, dass man sie problemlos mit dem PC abgleichen kann. Diesen Abgleich nennt man Synchronisation und wird mit Programmen wie HotSync beziehungsweise ActiveSync durchgeführt. Dabei können beispielsweise E-Mails und Adressen (beispielsweise aus Outlook, Notes etc) und Termine zwischen dem PDA und dem Computer ausgetauscht und auch alle anderen Datenbanken auf dem PC gesichert werden. Auf diese Weise bringen sich beide Geräte gegenseitig auf den neuesten Stand. Außerdem kann man vorher festgelegte Webseiten aus dem Internet beim Synchronisieren auf den PDA übertragen und dann unabhängig vom Netzwerkanschluss lesen (sog. Webclipping, beispielsweise mit Plucker, AvantGo oder MobiPocket).
Anschluss- & Erweiterungsmöglichkeiten
Dank einer Vielzahl an Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten sind PDAs zu universellen Wegbegleitern in den unterschiedlichsten Situationen geworden:
Neben dem klassischen Bereich der Termin- und Adressverwaltung ist das Verfassen von Texten, die Verwendung als E-Book-Reader, Nachschlagewerk, MP3-Player oder Navigationssystem ebenso möglich wie das Surfen im Internet oder die Aufnahme und Darstellung von Digitalfotos und nicht zuletzt das Spielen von immer aufwändigeren Computerspielen.
Die Vorteile durch das Zusammenführen mehrerer Geräte sind im Allgemeinen:
- weniger Gewicht,
- kompaktere Geräte,
- eine einzige Stromversorgung,
- geringere Redundanz beim Datenabgleich.
So ist es beispielsweise mit einem SmartPhone (Mobiltelefon und PDA in einem) nicht mehr notwendig, zwischen drei Datenspeichern (PDA, Mobiltelefon und PC) einen Abgleich beispielsweise bei einer Telefonnummern-Änderung durchzuführen, sondern nur noch zwischen zwei Geräten.
Die Nachteile sind wie bei allen Multifunktionsgeräten:
- höhere Anfälligkeit für Störungen, und
- fällt ein Gerät aus (beispielsweise Akku leer), so sind zumeist alle Geräte davon betroffen.
Außerdem besteht wie bei allen mobilen Geräten ein Dilemma: für den Transport soll es klein und leicht sein, zum Arbeiten hätte man aber gern einen großen Bildschirm und eine bequeme Tastatur.
Erweiterungsmöglichkeiten beziehungsweise Hybridgeräte:
- Speicherkarten (Compact Flash (CF), SD Memory Card, Multimedia Card (MMC), Memory Stick) vor allem zur Datensicherung und zur bedarfsweisen Kapazitätserweiterung beziehungsweise zum schnelleren Datentransfer zwischen PC und PDA zum Beispiel für Multimedia-Daten.
- Navigationshilfen (GPS) beispielsweise GPS Springboard Modul für den Handspring Visor oder Garmin iQue360
- SmartPhones (Mobiltelephon und PDA zusammengefasst in einem Gerät) beispielsweise Handspring Treo, VisorPhone, Sony Ericsson P910i oder Nokia Communicator
- MP3-Spieler-Foto-PDA (Mobiltelephon, PDA und Kamera) Sony CLIÉ PEG-NX73V
- MP3-Foto-Smartphone (Mobiltelefon, MP3 Player, PDA und Kamera) beispielsweise Sony Ericsson P900
Anschlüsse
- Infrarot - zum „Beamen“ (kabelloses, optisches Übertragen von Daten mittels unsichtbarem Infrarotlicht) von digitalen Visitenkarten, Notizen oder Aufgaben an ein anderes Gerät, das sich in unmittelbarer Nähe befindet)
- Bluetooth - zur drahtlosen Übertragung (Funk) zwischen zwei Bluetooth-Geräten
- Wireless LAN (W-LAN) - zur drahtlosen Kommunikation (Funk) zwischen mehreren W-LAN-fähigen Geräten.
Einer der ersten (1991 vorgestellt) PDAs war der HP95LX von der Firma Hewlett Packard. Die Nachfolger HP100LX und HP200LX waren sehr beliebte Geräte, die zum Teil heute (Anfang 2005) noch eingesetzt werden. Alle drei basierten auf dem Betriebssystem DOS in Verbindung mit zusätzlicher Software, von der Lotus 1-2-3 sicher das leistungsfähigste Programm war. Lotus 1-2-3 war damals die bekannteste Tabellenkalkulation unter DOS (so wie es heute Microsoft Excel unter Windows ist). Eine Desktop-Tabellenkalkulation in einem handflächengroßen Gerät war damals eine technologische Meisterleistung und ermöglichte erstmals den Einsatz von umfangreichen 'Arbeitsblättern' unterwegs.
Mittlerweile gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Betriebssystemen, die in PDAs eingesetzt werden.
Der Newton verwendet das Newton OS als Betriebssystem, das erste vollständig in C++ geschriebene Betriebssystem, das auf geringen Speicher- und Prozessorverbrauch getrimmt wurde.
Mit PEN/GEOS erschien 1992 ein PC/GEOS für PDA's, Handhelds und Smartphones wie den ZOOMER PDA, den HP OmniGO100/120 HandheldPC (Nachfolger der DOS HPxxx-LX Reihe) und der frühen Nokia Communicator Smartphone Reihe, die den Aufstieg von Nokia zur Weltmarktführung begründete.
Grundlage für die oftmals unter dem Stichwort Palm angebotenen Geräte ist das von der mittlerweile eigenständigen Firma PalmSource entwickelte PalmOS.
Das Psion EPOC-Betriebssystem bildet die Basis für Symbian OS, welches in Smartphones wie Siemens SX1, Nokia 9210/9290/9300/9500, 7710, 3650/3660/7650/6260/6600/6630/6670/7610/N70/N90/N91, N-Gage, N-Gage QD, Sony Ericsson P800/P900/P910, Sendo X, Panasonic X700 sowie Motorola A925/A1000 zum Einsatz kommt.
Ein weiteres Betriebssystem für PDA ist Linux. Inzwischen gibt es verschiedene Distributionen, eine speziell an PDA angepasste Variante ist OPIE, das im Moment für Sharp Zaurus, Siemens Simpad und HP iPAQ in mehreren Sprachen kostenlos zur Verfügung steht, sowie Maemo, dass von Nokia für das Nokia 770 entwickelt wurde.
Weitere PDA-Typen werden unter der Bezeichnung Pocket PC vertrieben und laufen unter einer speziellen Windows-Version, dem Windows CE bzw. Windows Mobile.
Inzwischen verfügen alle state-of-the-art PDAs auch über eingebaute oder optionale Java-Unterstützung (auf CDC, CLDC oder MIDP-Basis), was im Fall von Mobile Digital Assistants, also Handy-PDAs, eine der populärsten Anwendungen von Embedded Java ist.
PDA-Betriebssysteme
- Newton OS, verwendet von Apple
- PEN/GEOS, unter anderem in älteren Modellen des Nokia Communicators eingesetzt
- PalmOS, vorwiegend von Palm eingesetzt
- Palm Tungsten Reihe
- Sony Clié
- Microsoft Pocket PC/Windows Mobile, in verschiedenen Marken eingesetzt, u.a. Dell oder HP
- CASIO Cassiopeia
- Dell Axim
- Fujitsu Siemens FSC Loox
- HP Jornada
- HP/Compaq iPAQ
- Toshiba e400/e800 Toshiba
- Linux
- HP/Compaq iPAQ
- SHARP Zaurus
- Simputer
- Nokia 770 Internet Tablet
- EPOC, vorwiegend für Psions eingesetzt
- Psion
- Psion Revo
- Ericsson MC218
- Oregon Scientific Osaris
- Geofox Pro
- Casio Pocketviewer
- Xircom Rex
Weblinks
- [http://tuxmobil.org/pda_linux.html tuxmobil: PDAs unter Linux]
- [http://www.psionwelt.de/ Psionwelt: PDAs unter EPOC]
- [http://www.pdaforum.de/handhelds/ pdaforum: Reviews zu beinahe allen Palm OS PDAs]
- [http://www.nexave.de Nexave: Große deutsche Palm-Community-Website]
- [http://www.palmpaper.de PalmPaper.de: News, Community, Magazin und mehr zum Thema PDA und anderem]
- [http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Unterwegs/Offline Wikipedia-Version für den PDA]
- http://www.pocketnavigation.de
ja:携帯情報端末
ko:PDA
1988
Jahreswidmung:
- Der Wendehals (lat. Jynx torquilla) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
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- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 7. März: Der SAS erschießt drei Mitglieder der IRA in Gibraltar
- 16. März: Irakischer Giftgasangriff auf die nordirakische Kurdenstadt Halabdscha
- 18. März: Eine totale Sonnenfinsternis im Westpazifik
- 22. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Simbabwe
- 15. Mai: Die UdSSR beginnt mit dem Rückzug aus Afghanistan
- 25. Juni: Eine gemeinsame Erklärung über die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft (EG) und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) wird unterzeichnet
- 23. Juli: Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde
- 5. August: Waffenstillstand zwischen Angola, Kuba und Südafrika
- 16. August: Gladbecker Geiseldrama
- 20. August: Ende des Ersten Golfkriegs zwischen dem Iran und dem Irak
- September: Der letzte Porsche 924 S läuft vom Band
- 18. September: Blutige Zerschlagung der Demokratiebewegung in Myanmar
- 19. September: Israel startet mit der Shavit-Rakete den Satelliten Ofeq 1
- 5. Oktober: Algerien Volksaufstand für Reformen
- 5. Oktober: Demokratische Verfassung in Brasilien
- 21. Oktober: Erster Start einer MMR06-M-Rakete auf der Halbinsel Zingst
- 8. November: George H. W. Bush wird zum 41. Präsidenten der USA gewählt
- 14. November: Portugal und Spanien werden Mitglieder der WEU
- 15. November: Proklamation des Staates „Palästina“
- 16. November - Benazir Bhutto übernimmt die Regierungsgewalt in Pakistan. Sie ist die erste gewählte Frau an der Spitze eines islamischen Staates.
- Südafrika erklärt sich im Rahmen eines UNO-Friedensvertrages dazu bereit, die Besatzung Namibias aufzugeben
Kultur
- 16. April: Uraufführung der Oper Beatrice Cenci von Berthold Goldschmidt in London
- 27. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kamerun. In Kraft seit dem 14. Februar 1989
- 28. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Indonesien. In Kraft seit dem 2. April 1990
- 29. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Somalia. In Kraft seit dem 15. März 1990
- 10. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und der Zentralafrikanischen Republik. In Kraft seit dem 2. Januar 1991
Katastrophen
- 8. Februar: Mülheim an der Ruhr, Deutschland, eine Turboprop-Maschine vom Typ Swearingen Metro der NFD (Nürnberger Flugdienst) wurde beim Landeanflug auf Düsseldorf vom Blitz getroffen und stürzte ab. Alle 21 Insassen starben
- 8. März: Zwei Hubschrauber der United States Army stoßen in Fort Campbell, Kentucky zusammen. 17 Personen werden getötet
- 1. Juni: Bei einem Grubenunglück im Stadtteil Stolzenbach, Borken (Hessen), finden 51 Bergleute den Tod, nur 6 Überlebende können Tage später gerettet werden
- 3. Juli: Persischer Golf, Straße von Hormuz ein Airbus A300 der Fluggesellschaft Iran Air wird versehentlich durch das US-amerikanische Kriegsschiff USS Vincennes (CG-49) abgeschossen. 290 Tote
- 20. August: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 sterben in Nepal und Indien ca. 1.450 Menschen
- 28. August: Beim Flugtags-Unglück, dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori während einer Flugschau auf der Ramstein Airbase sterben 70 Menschen, 345 werden verletzt
- 7. Dezember: In Armenien gibt es durch ein Erdbeben der Stärke 6,9 (nach Richterskala) ca. 25.000 Todesopfer, 15.000 Verletzte und 400.000 Obdachlose
- 8. Dezember: Über der Remscheider Innenstadt stürzt ein US-Bodenangriffsflugzeug vom Typ A-10 Thunderbolt II ab. 6 Menschen werden getötet und ca. 50 teilweise schwer verletzt
- 21. Dezember: Aufgrund einer Bombenexplosion an Bord des Fluges Pan Am 103 stürzte die Boeing 747 über Lockerbie/Schottland ab. Alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie verloren ihr Leben. Erst am 16. August 2003 übernahm Libyen die Verantwortung für diesen Terroranschlag und zahlte 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 22. Januar: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 21. März: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tubbs im Tokyo Dome, Tokyo, Japan, durch technischen KO
- 18. Mai: Bayer Leverkusen gewann den UEFA-Cup gegen Espanyol Barcelona nachdem das 0:3 in Barcelona ausgeglichen und das Elfmeterschießen mit 3:2 gewonnen wurde
- 27. Juni: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Michael Spinks in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch KO
- 10. Dezember: Jan Boklöv gewinnt in Lake Placid als erster Skispringer im V-Stil und läutet so eine Revolution im Skispringen ein
- 16. bis 18. Dezember: Deutschland (mit Boris Becker, Charlie Steeb) gewinnt das Davis Cup-Finale gegen Schweden
- XV. Olympische Winterspiele in Calgary
- XXIV. Olympische Sommerspiele in Seoul/Südkorea
- Steffi Graf gewinnt im Tennis alle vier Grand Slam-Turniere des Jahres und auch das Olympia-Turnier. Diese Leistung wird daraufhin Golden Slam genannt
- Sepp Gschwendtner führt den ersten dokumentierten Streckenflug eines Gleitschirmpiloten in Deutschland durch. Die erreichten 14 km gelten damals als Sensation
- 5. Januar: Emiliano Molina, argentinischer Fußballer († 2005)
- 21. Januar: Vanessa Hessler, deutsches Fotomodell
- 4. Februar: Carly Patterson, US-amerikanische Turnerin
- 5. Februar: Natalie Geisenberger, deutsche Rennrodlerin
- 8. Februar: Arik Braun, deutscher Schachspieler
- 18. Februar: Rihanna, US-amerikanische R&B-Sängerin
- 22. Februar: Sebastian Tyrala, deutscher Fußballer
- 23. Februar: Inga Stöckel, deutsche Feldhockeyspielerin
- 10. April: Haley Joel Osment, US-amerikanischer Schauspieler
- 16. April: Peter Liebers, deutscher Eiskunstläufer
- 5. Mai: Skye Sweetnam, kanadische Rocksängerin
- 22. Juni: Valentine, deutsche Musikerin
- 14. Juli: James Vaughan, englischer Fußballer
- 29. Juli: Levent Tuncat, türlischstämmiger Taekwondo-Sportler
- 5. August: Federica Pellegrini, italienische Schwimmerin
- 8. August: Beatrice, Prinzessin von York
- 8. August: Jeffrey Weise, US-amerikanischer Amokläufer († 2005)
- 24. August: Rupert Grint, britischer Schauspieler
- 26. August: Prinzessin Maria-Laura von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 27. August: Alexa Vega, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. September: Nuri Şahin, türkischer Fußballer
- 27. September: David Baramidze, deutscher Schachgroßmeister
- 14. Oktober: Robert Höller, deutscher Schauspieler
- 17. Oktober: Mansoor Bedal Ali, kenianischer-bahrainischer Leichtathlet
- 30. November: Julie Zangenberg, dänische Schauspielerin
- 1. Januar: Rolf Presthus, norwegischer konservativer Politiker und Jurist ( - 1936)
- 3. Januar: Gaston Eyskens, belgischer Staatsmann und mehrfach Premierminister ( - 1905)
- 4. Januar: Friedrich Joloff, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1908)
- 4. Januar: Lilly Laskine, Harfenistin ( - 1893)
- 5. Januar: Pete Maravich, US-amerikanischer Basketballspieler ( - 1947)
- 7. Januar: Trevor Howard, englischer Theater- und Filmschauspieler ( - 1916)
- 10. Januar: Hilde Bussmann, deutsche Tischtennisspielerin ( - 1914)
- 11. Januar: Isidor Isaac Rabi, US-amerikanischer Physiker ( - 1898)
- 12. Januar: Piero Taruffi, Auto- und Motorradrennfahrer ( - 1906)
- 14. Januar: Pi Scheffer, niederländischer Komponist und Dirigent ( - 1909)
- 14. Januar: Georgi Maximilianowitsch Malenkow, sowjetischer Politiker ( - 1902)
- 15. Januar: Seán MacBride, irischer Politiker und Friedensnobelpreisträger ( - 1904)
- 19. Januar: Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski, russischer Dirigent ( - 1903)
- 26. Januar: Stephan Koren, österreichischer Politiker ( - 1919)
- 28. Januar: Klaus Fuchs, deutsch-britischer Kernphysiker, sowjetischer „Atomspion“ ( - 1911)
- 29. Januar: Seth Neddermeyer, US-amerikanischer Physiker ( - 1907)
- 1. Februar: Johannes Bours, römisch-katholischer Theologe und Schriftsteller ( - 1913)
- 1. Februar: Heather O'Rourke, US-amerikanische Filmschauspielerin ( - 1975)
- 2. Februar: Solomon, englischer Pianist ( - 1902)
- 3. Februar: Radamés Gnattali, brasilianischer Musiker und Komponist ( - 1906)
- 4. Februar: Willi Kollo, deutscher Komponist ( - 1904)
- 5. Februar: Stefan Dittrich, deutscher Politiker ( - 1912)
- 10. Februar: Lothar Malskat, Maler und Kunstfälscher ( - 1913)
- 12. Februar: Adolf Bieringer, deutscher Politiker und MdB ( - 1928)
- 14. Februar: Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist ( - 1904)
- 15. Februar: Richard Feynman, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1918)
- 15. Februar: Neil R. Jones, Science-Fiction-Autor ( - 1909)
- 17. Februar: Alain Savary, französischer BildungsPolitiker und Résistant ( - 1918)
- 19. Februar: René Char, französischer Dichter ( - 1907)
- 19. Februar: André Frédéric Cournand, französisch-amerikanischer Mediziner ( - 1895)
- 24. Februar: Memphis Slim, US-amerikanischer Bluessänger und -pianist ( - 1915)
- 24. Februar: Bljuma Wulfowna Seigarnik, russische Psychologin ( - 1900)
- 25. Februar: Helmut Echternach, Pastor, protestantischer Theologe (Dogmatiker) und Bischof ( - 1907)
- 1. März: Joe Besser, US-amerikanischer Komiker ( - 1907)
- 3. März: Sewall Wright, US-amerikanischer Biologe, Genetiker ( - 1889)
- 9. März: Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker, 1966–1969 Bundeskanzler der BRD ( - 1904)
- 13. März: John Holmes, US-amerikanischer Pornodarsteller ( - 1944)
- 14. März: Reinhold Ebertin, deutscher Astrologe, Kosmobiologe und Esoteriker ( - 1901)
- 14. März: Rudolf Gramlich, deutscher Fußballspieler ( - 1908)
- 14. März: Bruno Balz, deutscher Text- und Schlagerdichter ( - 1902)
- 15. März: Peter Lühr, deutscher Schauspieler ( - 1908)
- 20. März: Gil Evans, kanadischer Jazzmusiker ( - 1912)
- 21. März: Hans Fronius, österreichischer Maler und Illustrator ( - 1903)
- 22. März: Albert Benz (Komponist), Schweizer Komponist und Dirigent ( - 1927)
- 24. März: Heinrich Aigner, CSU-Bundestagsabgeordneter ( - 1924)
- 30. März: Edgar Faure, französischer Politiker ( - 1908)
- 31. März: William McMahon, australischer Politiker und Premierminister ( - 1908)
- 1. April: Oliver Hassencamp, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor ( - 1921)
- 3. April: Dieter Mauritz, deutscher Tischtennisspieler ( - 1918)
- 3. April: Martin Wagenschein, Pädagoge, Didaktiker, Physiker, Mathematiker ( - 1896)
- 4. April: Herbert Heinicke, Schachspieler ( - 1905)
- 7. April: Cesar Bresgen, österreichischer Komponist ( - 1913)
- 9. April: Brook Benton, US-amerikanischer Soul-Sänger und Songschreiber ( - 1931)
- 12. April: Alan Stewart Paton, südafrikanischer Schriftsteller und Apartheid-Gegner ( - 1903)
- 15. April: Kenneth Williams, britischer Schauspieler und Komiker ( - 1926)
- 17. April: Patrick Mphephu, erster Präsident des Homelands Venda ( - 1924)
- 18. April: Pierre Desproges, französischer Humorist, Autor und Fernseh-Kabarettist ( - 1939)
- 21. April: I. A. L. Diamond, US-amerikanischer Drehbuchautor ( - 1920)
- 22. April: Ulrich Leman, deutscher Maler ( - 1885)
- 25. April: Clifford Simak, Journalist und Autor ( - 1904)
- 26. April: Valerie Solanas, US-amerikanische Feministin ( - 1936)
- 2. Mai: Berthold Koch, deutscher Schachspieler ( - 1899)
- 4. Mai: Stanley William Hayter, britischer Maler und Grafiker ( - 1901)
- 7. Mai: Conny Freundorfer, deutscher Tischtennisspieler ( - 1936)
- 9. Mai: Georg Moser, katholischer Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart ( - 1923)
- 9. Mai: Robert A. Heinlein, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller ( - 1907)
- 13. Mai: Chet Baker, US-amerikanischer Jazzmusiker, Sänger und Komponist ( - 1929)
- 13. Mai: Willem Drees, niederländischer Politiker ( - 1886)
- 25. Mai: Karl A. Wittfogel, deutscher Soziologe, Philosoph und Sinologe ( - 1896)
- 27. Mai: Vladimír Menšík, tschechischer Film- und Theater- und Fernsehschauspieler ( - 1929)
- 27. Mai: Ernst Ruska, deutscher Elektrotechniker und Erfinder des Elektronenmikroskops ( - 1906)
- 29. Mai: Siaka Stevens, ehemaliger Präsident von Sierra Leone ( - 1905)
- 1. Juni: Herbert Feigl, österreichsich-amerikanischer Philosoph ( - 1902)
- 9. Juni: Willy Bartsch, deutscher Politiker ( - 1905)
- 9. Juni: Willy Seiler, deutscher Rundfunk- und Fernsehmoderator ( - 1930)
- 12. Juni: Marcel Poot, belgischer Komponist und Professor ( - 1901)
- 13. Juni: Heinrich Lützeler, Professor der Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft ( - 1902)
- 18. Juni: Archie Cochrane, britischer Epidemiologe und Begründer der Evidenzbasierten Medizin ( - 1909)
- 23. Juni: Martin Gregor-Dellin, deutscher Schriftsteller ( - 1926)
- 25. Juni: Hillel Slovak, US-amerikanischer Musiker ( - 1962)
- 25. Juni: Mildred Elizabeth Sisk Gillars, US-amerikanische Radiomoderatorin ( - 1900)
- 26. Juni: Hans Urs von Balthasar, Schweizer katholischer Theologe und Kardinal ( - 1905)
- 1. Juli: Anton Leader, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent ( - 1913)
- 1. Juli: Hermann Volk, von 1962 bis 1983 Bischof von Mainz ( - 1903)
- 2. Juli: Johann Baptist Gradl, deutscher Politiker ( - 1904)
- 2. Juli: Eddie „Cleanhead“ Vinson, US-amerikanischer Jazzmusiker ( - 1917)
- 3. Juli: Fritz Wiessner, Bergsteiger ( - 1900)
- 7. Juli: Paula Mollenhauer, deutsche Leichtathletin ( - 1908)
- 8. Juli: Raymond Barbuti, American Football-Spieler, Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1905)
- 12. Juli: Michael Jary, deutscher Komponist ( - 1906)
- 12. Juli: Joshua Logan, US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur ( - 1908)
- 18. Juli: Christa Päffgen, deutsches Model und Sängerin ( - 1938)
- 21. Juli: Walter Hollitscher, österreicher Philosoph, Marxist und Psychoanalytiker ( - 1911)
- 27. Juli: Brigitte Horney, deutsche Schauspielerin ( - 1911)
- 1. August: Louis-Jean Guyot, Erzbischof von Toulouse und Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1905)
- 2. August: Raymond Carver, US-amerikanischer Autor von Kurzgeschichten und Gedichten ( - 1938)
- 6. August: Henri Frenay, Résistancemitglied ( - 1905)
- 7. August: David L. Hoggan, nationalsozialistischer Geschichtsrevisionist ( - 1923)
- 9. August: Paul Ruegger, Schweizer Anwalt ( - 1897)
- 9. August: Giacinto Scelsi, italienischer Komponist ( - 1905)
- 10. August: Arnulfo Arias, Präsident Panamas ( - 1901)
- 11. August: Jean-Pierre Ponnelle, französischer Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner ( - 1932)
- 11. August: Alfred Kelbassa, deutscher Fußballspieler ( - 1925)
- 11. August: Pauline Lafont, französische Filmschauspielerin ( - 1963)
- 12. August: Jean-Michel Basquiat, US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner ( - 1960)
- 14. August: Hans-Werner von Massow, deutscher Schachfunktionär ( - 1912)
- 14. August: Enzo Ferrari, italienischer Rennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari ( - 1898)
- 14. August: Roy Buchanan, US-amerikanischer Bluesrock-Gitarrist ( - 1939)
- 14. August: Robert Calvert, britischer Allroundkünstler, Dichter, Schauspieler und Musiker ( - 1945)
- 17. August: Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General und Staatspräsident von Pakistan ( - 1924)
- 17. August: Bruno Mathsson, Architekt und Designer ( - 1907)
- 18. August: Ernst Simon (Philosoph), deutsch-jüdischer Pädagoge und Religionsphilosoph ( - 1899)
- 18. August: Frederick Ashton, Ballett-Tänzer und Choreograph ( - 1904)
- 21. August: Ray Eames, Designerin und Namensgeberin für Klubsessel „Eames Lounge Chair“ ( - 1912)
- 24. August: Kurt Zips, österreichischer Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1922)
- 1. September: Luis Walter Alvarez, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1911)
- 4. September: Oda Schaefer, deutsche Schriftstellerin ( - 1900)
- 5. September: Ann-Charlott Settgast, deutsche Schriftstellerin ( - 1921)
- 5. September: Gert Fröbe, deutscher Schauspieler ( - 1913)
- 6. September: Axel von Ambesser, Filmregisseur ( - 1910)
- 7. September: Werner Felfe, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR ( - 1928)
- 13. September: Gerd Hornberger, deutscher Leichtathlet ( - 1910)
- 17. September: Hilde Güden, österreichische Koloratursopranistin und Kammersängerin ( - 1917)
- 21. September: Henry Koster, deutscher Filmregisseur ( - 1905)
- 21. September: Walter Vogt, Schriftsteller ( - 1927)
- 23. September: Wilhelm Jost, Physikochemiker ( - 1903)
- 26. September: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler ( - 1929)
- 3. Oktober: Franz Josef Strauß, deutscher Politiker ( - 1915)
- 4. Oktober: Geoffrey Household, Autor ( - 1900)
- 7. Oktober: Otto Arnholz, Politiker ( - 1894)
- 7. Oktober: Heinrich Maria Janssen, deutscher Bischof ( - 1907)
- 8. Oktober: Ernst Hermann Meyer, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Musiksoziologe ( - 1905)
- 9. Oktober: Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors ( - 1902)
- 10. Oktober: Reinhart Wolf, deutscher Fotograf ( - 1930)
- 11. Oktober: Max Imdahl, deutscher Kunsthistoriker ( - 1925)
- 16. Oktober: Christian Matras, färöischer Linguist und Dichter ( - 1900)
- 19. Oktober: Son House, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1902)
- 20. Oktober: Sheila Scott, eine englische Pilotin ( - 1922)
- 27. Oktober: Curt Herzstark, Erfinder und Büromaschinenmechaniker ( - 1902)
- 27. Oktober: Charles Hawtrey, britischer Schauspieler ( - 1914)
- 28. Oktober: Pietro Annigoni, italienischer Maler ( - 1910)
- 29. Oktober: Thomas Benjamin Cooray, Erzbischof von Colombo und Kardinal ( - 1901)
- 30. Oktober: Heinz Heckhausen, deutscher Psychologe ( - | | |