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Irische See

Irische See

Die Irische See trennt die Inseln Irland und Großbritannien. Mit dem Atlantik ist sie im Süden durch den St George's Channel (zwischen Irland und Wales) und im Norden durch den Nordkanal (zwischen Irland and Schottland) verbunden. Die Isle of Man liegt in der Mitte der Irischen See. Die Irische See ist das am schwersten radioaktiv belastete Meer der Welt (siehe Sellafield).

Fährverbindungen


- Swansea, Fishguard \leftrightarrow Cork
- Pembroke, Fishguard \leftrightarrow Rosslare
- Roscoff \leftrightarrow Rosslare, Cork
- Holyhead \leftrightarrow Dún Laoghaire, Dublin
- Stranraer \leftrightarrow Belfast, Larne
- Cairnryan \leftrightarrow Larne
- Liverpool \leftrightarrow Dublin, Isle of Man \leftrightarrow Belfast Kategorie:Meer ja:アイリッシュ海 ko:아일랜드 해

Irland (Insel)

Irland ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteuropäischen Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik bei . Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84 421 km². Man bezeichnet Irland auch als die "Grüne Insel". Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Hibernia. Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, welches Teil des Vereinigten Königreichs bildet. Irland wurde im Mittelalter in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung: Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Vorzeit wichtige Regionen sind aber seit langer Zeit politisch bedeutungslos, jedoch fühlen sich viele Iren "ihrer" Provinz zutiefst zugehörig. Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:
- Ulster stimmt bis auf die Grafschaften (engl. county, ir. condae) Donegal, Cavan und Monaghan mit Nordirland (Sechs Grafschaften: Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry und Tyrone), überein.
- Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.
- Munster setzt sich aus Cork, Kerry, Limerick, Clare, Tipperary und Waterford zusammen.
- In Leinster liegt die Hauptstadt der Republik Irland Dublin, die gleichzeitig auch eine eigene Grafschaft bildet. Weiterhin sind in Leinster die Grafschaften Wexford, Carlow, Kilkenny, Wicklow, Kildare, Offaly, Laois, Meath, Westmeath, Longford und Louth vertreten.

siehe auch

Portal Irland

Weblinks


- http://www.irish-net.de/
- http://www.irishtourist.com
- [http://home.versanet.de/~jleine/index.htm Sehr umfangreiche Linksammlung über Irland]
- http://www.irland-inside.de/
- http://irland-fahrt.de/
- http://www.irland-photos.com/
- http://www.europaserviceba.de/ Generelle Informationen zu Arbeiten in Irland
- [http://www.irland-reise.org/ Webseite über Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers] Kategorie:Insel (Irland) ja:アイルランド島 ko:아일랜드 섬 simple:Ireland th:ไอร์แลนด์

Großbritannien (Insel)

Die Insel Großbritannien liegt im Nordatlantik, an der nordwestlichen Küste des europäischen Kontinents. Mit einer Fläche von 229.850 km² ist die Hauptinsel die achtgrößte Insel der Welt sowie die größte Insel Europas und der Britischen Inseln, zu denen auch noch Irland, Faröer und die Insel Man gehören. England und Wales bildeten im Altertum die römische Provinz Britannia. Ein alter Name für die Insel Großbritannien ist "Albion" oder die heute gebräuchlichere Form "Albany". Dies bedeutet wohl "weiß" und bezieht sich auf die weißen Kreideklippen von Dover, die man normalerweise als erstes sieht, wenn man mit dem Schiff über den Ärmelkanal nach Großbritannien fährt. Ein historische Name im Gälischen für Schottland ist Alba. Politisch besteht Großbritannien seit 1704 aus den Staaten England, Wales und Schottland. Die Hebriden, die Orkney und die Shetlandinseln sind ebenfalls Teil Großbritanniens. Die Länder Großbritanniens bilden zusammen mit der Provinz Nordirland und den vielen Überseegebieten das Vereinigte Königreich. Großbritannien ist also nur Teil des Vereinigten Königreichs und nicht mit diesem gleichzusetzen. Die direkt der britischen Krone unterstehenden Kanalinseln und die Insel Man sind kein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland; Man und auch ganz Irland gehören jedoch zu den Britischen Inseln, die Kanalinseln dagegen nicht.

Warum „Groß“-Britannien?

Historisch gab es zwei Britannien: Die Insel Britannien und das Land Britannien im Norden Frankreichs, heute Bretagne genannt. Im Englischen werden sie als "Great Britain" und "Brittany" (soviel wie Britannchen, d.h. kleines Britannien) bezeichnet; im französischen wird ähnlich "Grande Bretagne" und "Bretagne" unterschieden. Allerdings wird heute im Englischen häufiger einfach "Britain" für Großbritannien gesagt

Englands Dominanz Großbritanniens

Seit England & Wales und Schottland im Jahre 1707 vereint waren, hat England immer die zentrale Rolle in allen nachfolgenden Staaten gespielt. Das wird auch deutlich, wenn die Krönung des britischen Monarchen dem englischen Ritual folgen, oder weil das britische Parlament der Struktur des englischen Parlaments folgt, und auch das ursprüngliche englische Parlamentsgebäude nutzt. Diese Dominanz ist aufgrund der viel höheren Bevölkerungszahl Englands leicht einsichtig.

Entstehen und Veränderungen der Bezeichnung Großbritannien

Der Begriff Großbritannien fand erstmals weite Verbreitung während der Regierung des Königs Jakob VI. von Schottland, der auch als Jakob I. England regierte; er bezeichnete die aus zwei Staaten, mit eigenen Parlamenten, unter einem Monarchen regierte Insel. Im Jahre 1707 wurden England und Schottland vereint, und die Bezeichnung Vereinigtes Königreich von Großbritannien ist für die Zeit von 1707 bis 1800 gebräuchlich. Im Jahre 1801 fand eine erneute Umgestaltung statt: Das vom englischen Königshaus regierte Irland wurde mit dem Vereinigten Königreich von Großbritannien zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland vereint. Als im Jahre 1922 26 der 32 irischen Counties die unabhängige Republik Irland bildeten, entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Die Regierungsorgane im Vereinigten Königreich werden heute als britisch bezeichnet: "Der britische Premierminister" oder "das Britische Königshaus". Die häufig verwendete Bezeichnung englisch an gleicher Stelle ist falsch, da England als Staat seit 1707 nicht mehr existiert, außerdem auch nur einen Teil des Vereinigten Königreichs repräsentiert.

Gebiete Großbritanniens

Seit dem 16. Jahrhundert wuchs der Einfluss Großbritanniens bzw. des Vereinten Königreiches in der Welt ("British Empire"). Folgende Territorien oder Regionen stehen in engem Zusammenhang mit Großbritannien:
- England
- Schottland
- Wales
- Irland
- Nordirland
- Insel Man
- Cornwall Siehe auch: Vereinigtes Königreich, Greater Britain, Geschichte Großbritanniens Kategorie:Insel (Großbritannien) Kategorie:Geographie (Großbritannien) ja:グレートブリテン島 ko:그레이트브리튼 섬 simple:Great Britain

Atlantik

Der bis 9.219 m tiefe Atlantische Ozean bzw. Atlantik (umgangssprachlich in Deutschland Großer Teich genannt) bedeckt mit 106,57 Mio. km² Fläche etwa ein Fünftel der gesamten Erdoberfläche und ist damit der zweitgrößte Ozean der Erde.

Geografie

Der Atlantik, der sich bis auf seinen äußersten Nordostteil und seinen Südostteil auf der Westhalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Europa im Nordosten, Afrika im Südosten, der Antarktis im Süden, Südamerika im Südwesten und Nordamerika im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.

Daten

Ohne Nebenmeere, wie zum Beispiel Karibik, Mittelmeer und Nordsee beträgt die Fläche des 106,57 Mio. km² großen Atlantiks "nur" noch 83,4 Mio. km². Seine Wassermassen umfassen diesbezüglich ein Volumen von 354,7 Mio. km³ (bzw. 323,6 Mio. km³). Während seine mittlere Tiefe dementsprechend 3.926 m (bzw. 3.332 m) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 9.219 m unter NN (s.u.).

Namensherkunft

Der Name des Atlantiks entstammt der griechischen Mythologie und bedeutet Meer des Atlas.

Meeresboden

Innerhalb des Atlantiks bzw. auf dessen Meeresboden befindet sich ein hoher und sehr langgestreckter Mittelozeanischer Rücken, viele niedrigere Schwellen, Tiefseebecken, Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs. Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört der Mittelatlantische Rücken, der sich ungefähr in der Mitte des Atlantiks von Nord nach Süd durch den Ozean zieht. Er stellt eine divergierende Plattengrenze dar. Der Ozeanboden wird immer älter, je weiter er vom Mittelozeanischen Rücken entfernt ist. Durch die ständig aus dem Mittelozeanischen Rücken hervorquellende Lava verbreitert sich der Atlantik und schiebt die Kontinente auseinander. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Puerto-Rico-Graben mit seiner 9.219 m unter NN liegenden Milwaukeetief, welche die tiefste Stelle des Atlantiks darstellt. Man kann den Atlantik in Nord-, Zentral- und Südatlantik einteilen. Hierbei weisen die Böden des Zentralatlantiks das größte Alter auf - hier öffnete sich der Ozean zuerst.

Nebenmeere

Inseln

Einige der größten Inseln der Erde liegen im Atlantischen Ozean, so beispielsweise Grönland, Island, Großbritannien, Irland und Neufundland. Inselgruppen im Atlantik sind die Kanaren, die Azoren, die Bahamas, die Antillen, die Kapverden und die Falklandinseln. Kleinere, isolierte Inseln sind Madeira, Ascension, St. Helena und Tristan da Cunha.

Literatur


- Holger Afflerbach (2001): Das entfesselte Meer. Die Geschichte des Atlantik, ISBN 3492239897

Siehe auch


- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser Kategorie:Ozean als:Atlantik ja:大西洋 ko:대서양 simple:Atlantic Ocean th:มหาสมุทรแอตแลนติก zh-min-nan:Tāi-se-iûⁿ

Wales

Wales (walisisch: Cymru, lat.-kelt.: Cambria) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Wales liegt auf der britischen Insel westlich von England und grenzt an die Irische See, den St. Georgskanal und den Bristolkanal. Wales hat eine Fläche von 20.779 km² und 2.9 Millionen Einwohner, von denen etwa 575.000 Cymraeg (Walisisch) sprechen. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff.

Geschichte

siehe auch Liste der walisischen Herrscher Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, das westlichste lag bei Carmarthen (Maridunum). Bei Caerleon (Isca Silurum) wurde ein Legionslager errichet, das dazu gehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Nordteil aktiv. Eine alte Legende besagt, dass Magnus Maximus, einer der letzten römischen Kaiser, die Tochter eines walisischen Stammeshäuptlings heiratete. Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des hügeligen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert. So bleibt Wales eine keltische Region. Der Landesname stammt vom germanischen Wort welsch, was so viel wie Fremder bedeutet. Es bezeichnet ein Volk, das eine nicht-germanische, also fremdartige Sprache spricht. (Aus dem gleichen Grund wird in der Deutschweiz die Romandie, der französischsprachige Teil der Schweiz, auch "Welschland" genannt.) germanischen Wales wurde schon vor England und Schottland christianisiert. Der Nationalheilige Sankt David unternahm im 6. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Rom und diente nach seiner Rückkehr als Bischof. Zu einer Zeit also, als die Christianisierung in England gerade erst begonnen hatte. Die druidischen Bräuche, die sich bis heute erhalten haben sollen, waren meist eine Erfindung von "Historikern" des 19. Jahrhunderts. Als die Normannen im Jahre 1066 England eroberten, machten sie um Wales vorerst einen weiten Bogen. Nur mit den Grenzgebieten und südlichen Ländern Wales' (Mark Wales im Osten, Walisische Mark, gegenüber dem zunächst nicht unterworfenen Rest-Fürstentum Wales im Westen) belehnte Wilhelm der Eroberer seine Gefolgsleute. Doch 1282 besiegten die unter Führung von Edward I. die Armee des letzten unabhängigen walisischen Fürsten Llywelyn. Die Waliser gaben sich jedoch nicht geschlagen und revoltierten mehrmals. Der ernsthafteste Versuch war jener von Owain Glyndwr, dessen Rebellengruppe im Jahre 1401 bei Pumlumon eine englische Armee besiegte. Er versuchte die Unterstützung der Franzosen zu gewinnen, doch 1409 wurden seine Truppen vernichtend geschlagen. Der englische Thronfolger trägt seit dieser Zeit den Titel Prince of Wales (Fürst von Wales, nicht "Prinz von Wales"). Der Act of Union (Vereinigungsvertrag) aus dem Jahre 1536 unterteilte Wales in dreizehn Grafschaften. Das englische Recht galt nun auch in Wales. Dies bedeutete, dass das Englische als Amtssprache eingeführt wurde. Dies hielt die meisten Einheimischen von öffentlichen Ämtern fern. Wales wurde in der Neuzeit stark industrialisiert, auf der Grundlage umfangreicher Kohlevorkommen, die Mine von Penrhyn war Ende des 19. Jahrhunderts das größte von Menschenhand erzeugte Loch im Erdboden. Wales wurde eine Hochburg der Gewerkschaften, des Syndikalismus und Sozialismus. Von 1901 bis 1903 wurde die Mine von Penrhyn bestreikt, wobei gelegentliche Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Wiederholt wurde in dieser Zeit auch das Militär eingesetzt, um Streiks niederzuschlagen. Bei einem Eisenbahnstreik 1911 wurden zwei Arbeiter durch das Militär erschossen. Das erste Mitglied der Labour Party im Parlament, Keir Hardie wurde für den walisischen Wahlkreis von Merthyr im Jahr 1900 gewählt. Religiöser Nonkonformismus prägte die walisische Gesellschaft in dieser Zeit. Nationalismus wurde eine größere Erscheinung im 20. Jahrhundert. Die Partei Plaid Cymru, die 1966 ihren ersten Parlamentssitz erringen konnte, setzte sich für mehr Autonomie und die Wiederbelebung der walisischen Sprache ein. Größtenteils als Ergebnis dessen wurde Dezentralisierung zu einem Hauptanliegen der Labour Party, und 1998 wurde schließlich die Nationalversammlung von Wales gebildet, die die Vollmacht über die öffentlichen Ausgaben innerhalb von Wales erhielt. Hauptartikel: Geschichte von Wales Siehe auch: Geschichte Britanniens, Geschichte des Vereinigten Königreiches

Wahlspruch

Der Wahlspruch von Wales lautet Y Ddraig Goch ddyry cychwyn (Deutsch: Der rote Drache steigt auf aus der Asche) Der rote Drache, der seit 1807 in wechselnden Formen in der walisischen Flagge auftaucht, war schon vorher seit Jahrhunderten ein Nationalsymbol für Wales, vielleicht das weltweit älteste noch benutzte. (siehe Flagge von Wales) Die Asche, aus der der Drache aufsteigen soll, bedeutet hier wahrscheinlich die Robustheit und Ausdauer des walisischen Volkes, aus jedwedem Unheil wieder „aufzusteigen“. Das Motiv des sich immer wieder aufrichtenden roten Drachens taucht ebenfalls in einer Prophezeiung des römisch-britischen Jungen Ambrosius Aurelianus (später mit Merlin gleichgesetzt) auf und symbolisiert in der Version der Historia Britonum die Durchhaltekraft der keltischen Briten im Allgemeinen gegenüber den Angelsachsen. (siehe hier der genaue Wortlaut).

Geografie

hier Mit 20.779 km² ist Wales der kleinste Teil der Insel Großbritannien. Wales liegt westlich von England. Im Norden grenzt Wales an die Irische See, im Westen an den St. Georgskanal und im Süden an den Bristolkanal. Die Küste wird durch Steilküsten und weitauslaufende Strände geprägt und ist über 1200 Kilometer lang. Das Landesinnere zeichnet sich durch das Kambrische Gebirge aus, das sich fast durch ganz Wales zieht.

Landschaften

Wales ist durch grüne Wiesen, hügelige Landschaften, Moore und Gebirge geprägt. Große Bereiche von Wales sind Landschaftsschutzgebiete. Die höchsten Berge in Wales sind Snowdon, gelegen im Gebiet von Snowdonia, (1085 m), Aran Fawddwy (905 m) und Cader Idris (902 m). Zudem liegen in Wales drei Nationalparks:
- Snowdonia National Park
- Brecon Beacons National Park
- Pembrokeshire National Park

Bodenschätze

Wales hat reiche Vorkommen an Kohle, Eisen, Kupfer, Kalk, Schiefer, Blei, Zinn, Zink und Silber. Die küstennahen Vorkommen an Kohle, Eisen und Kalk haben die Region im 18. und 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Lieferanten der Industriellen Revolution werden lassen.

Verwaltungsgliederung

Die derzeitige Verwaltungsstruktur wurde am 1. April 1996 eingeführt und teilt Wales in 22 so genannte Unitary Authorities, das heißt sie sind für alle lokalen Verwaltungsaufgaben zuständig. Es gibt keine Verwaltungsstufe über oder unter ihnen ("einstufige Verwaltung"). In Deutschland könnte man diese Verwaltungseinheiten mit den kreisfreien Städten vergleichen. Die 22 Unitary Authorities haben somit zwar alle den gleichen Verwaltungsstatus, führen jedoch aufgrund ihrer Geschichte beziehungsweise ihrer Größe unterschiedliche Bezeichnungen, so gibt es 3 Cities ("Städte"), 10 County Boroughs ("Grafschaftsbezirke") und 9 Counties ("Grafschaften"). Heute (2004) ist die Zahl der Unitary Authorities auf eine Zahl von 40 angewachsen. Die Verwaltungsgebiete sind: Counties #Merthyr Tydfil (County Borough) #Caerphilly (County Borough) #Blaenau Gwent (County Borough) #Torfaen (County Borough) #Monmouthshire (County) #Newport (City) #Cardiff (City) #Vale of Glamorgan (County Borough) #Bridgend (County Borough) #Rhondda Cynon Taff (County Borough) #Neath Port Talbot (County Borough) #Swansea (City) #Carmarthenshire (County) #Ceredigion (County) #Powys (County) #Wrexham (County Borough) #Flintshire (County) #Denbighshire (County) #Conwy (County Borough) #Gwynedd (County) #Anglesey (County) #Pembrokeshire (County) Siehe auch:
- Liste walisischer Grafschaften
- Politisches System Großbritanniens und Nordirlands
- Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch
- Liste der Städte in Wales

Bevölkerung

Wales hatte bei der Volkszählung von 2001 insgesamt 2.903.085 Einwohner, davon waren 1.499.303 weiblich und 1.403.782 männlich. Gut drei viertel von ihnen waren geborene Waliser, gut 20% in England geboren und jeweils weniger als ein Prozent der Bevölkerung stammten aus Schottland, Nordirland oder der Republik Irland. Die bei weitem überwiegende Zahl (>95%) stufte sich selbst ethnisch als "Britisch, weiß" ein, 15% schrieben Walisisch auf das Formular, obwohl diese Antwortmöglichkeit eigentlich gar nicht vorgesehen war. Alle Antworten, die auf asiatischen Ursprung schließen lassen (Chinesen, Pakistanis, Inder, oft British/Indian), bildeten zusammen 1,3% der Bewohner, alle anderen ethnischen Gruppen kamen auf weniger als 1%. Republik Irland

Religion

Wales ist überwiegend christlich. 71,9% bezeichneten sich als Christen, Wales hat kleine Anteile an Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Zeugen Jehovas, allerdings jeweils deutlich weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Eine große Unklarheit geht von den restlichen Prozent aus, wovon noch keiner befragt wurde. Unter den Christen sind traditionell die Nonkonformisten, also die Anhänger von Freikirchen wie Baptisten und Methodisten sehr stark. Die anglikanische Kirche ist daher seit 1920 nicht mehr Staatskirche. Staatskirche

Sprache

Die Walisische Sprache ist für viele Waliser eine wichtige Form der Abgrenzung gegenüber der englischen Verwaltung; vor allem im Norden des Landes wird die walisische Sprache noch gesprochen. 21% der Bevölkerung gaben an, Walisisch fließend zu beherrschen, 4,93% waren eigenen Angaben zufolge sogar monolingual walisisch. Weitere 7% attestierten sich selbst eine teilweise Kenntnis dieser Sprache, während sie für 71,6% der walisischen Bevölkerung unverständlich ist.

Antikultur

Wales ist von den Teilstaaten Großbritanniens am engsten mit England verbunden. Allerdings besitzt das Land eine eigene Kultur, die oftmals um eine Abgrenzung gegenüber England bemüht ist.
Die Walisische Sprache wird teilweise, vor allem im Norden des Landes, noch gesprochen.
Das Land entwickelte eine eigene walisische Literatur aus der Dichter wie Dylan Thomas und Mihangel Morgan hervorgingen.
siehe Walisische Triaden Seit den 1980ern wurde Wales eines der kreativen Zentren britischer Popmusik. Bands wie die Manic Street Preachers, Catatonia, die Super Furry Animals oder die Stereophonics konnten international Erfolge erzielen. Die international erfolgreichen Sänger Tom Jones, Shirley Bassey und Bonnie Tyler sind ebenfalls gebürtige Waliser.

Bekannte Waliser

Sport


- Ian Woosnam (Profigolfer)
- Ian Rush (Fußballspieler)
- Ryan Giggs (Fußballspieler)
- Matthew Stevens (Snookerspieler)
- Mark Hughes (Fußballspieler)
- Mark Williams (Snookerspieler)

Schauspieler


- Richard Burton
- Sir Anthony Hopkins
- Catherine Zeta-Jones
- Christian Bale
- Ioan Gruffudd
- Timothy Dalton
- Vinnie Jones
- Rhys Ifans
- Desmond Llewelyn

Dichter, Literaten


- Dafydd ap Gwilym (
- um 1320-1380)
- Dylan Thomas

Musiker


- Shirley Bassey
- Bullet For My Valentine
- Catatonia
- Funeral For A Friend
- Jemma Griffiths
- Dafydd Iwan
- Tom Jones
- Manic Street Preachers
- Bryn Terfel
- Bonnie Tyler
- Sir Harry Secombe
- Shakin Stevens
- Stereophonics

Politik


- David Lloyd George
- Michael Heseltine
- Sir Geoffrey Howe
- Neil Kinnock
- Sir Benjamin Hall (genannt Big Ben)

Entdecker


- Sir George Everest
- Sir Henry Morton Stanley
- Alfred Russel Wallace

Wirtschaft


- Charles Stewart Rolls (Rolls Royce)
- Robert Owen (Ökonom)

Weitere


- Bertrand Russell (Philosoph) Siehe auch: Waliser in der Wikipedia

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/16/seite/0357/meyers_b16_s0357.html#Wales Wales], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 16, S. 357.
- Green, Miranda: Celtic Wales : a pocket guide / Miranda Green and Ray Howell. - Cardiff : University of Wales Press, 2000. - X, 134 S., ISBN 0-7083-1532-1
- Schulze-Thulin, Britta:
Wales, München : Reise Know-How Verlag Rump 2004, 432 Seiten, ISBN 3-8317-1237-9.

Weblinks


- [http://www.wales.gov.uk The National Assembly for Wales]
- [http://www.cymru.gov.uk Cynulliad Cenedlaethol Cymru (Walisisch)]
- [http://www.ccw.gov.uk Country Side Council for Wales] als:Wales ja:ウェールズ ko:웨일스 simple:Wales th:เวลส์ zh-min-nan:Cymru


Nordkanal (Meerenge)

Der Nordkanal (engl. North Channel) ist ein Ausläufer der Irischen See und trennt Schottland von Nordirland. An seiner engsten Stelle - zwischen dem Mull of Kintyre und Fair Head bei Ballycastle - ist er nur etwa 27 km breit, zwischen der nordirischen Küste östlich von Bangor und Stranraer etwa 40 km. Die kleine nordirische Insel Rathlin liegt im Nordkanal. Kategorie:Meerenge Kategorie:Nordirland Kategorie:Schottland ja:ノース海峡 (イギリス) ko:노스 해협

Isle of Man

Die Isle of Man (auf deutsch: Insel Man, auf Manx: Ellan Vannin) ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie, sondern als autonomer Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt.

Geographie

Die Isle of Man ist eine der britischen Inseln und liegt etwa gleich weit von England, Irland, Schottland und Wales entfernt in der Irischen See. Durch ihre Lage hat sie ein feuchtes, gemäßigtes Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern. Die 572 km² große Insel ist zumeist hügelig. Die höchste Erhebung ist der 621 Meter hohe Snaefell. Im äußersten Norden ist die Insel sehr flach, dieser Teil ist durch Ablagerung von Sedimenten entstanden. Bei einer Ausdehnung von 52 km und 22 km besitzt die Insel eine Küstenlänge von 160 km. Der längste Fluss Sulby misst 17 km. Der Südwestspitze vorgelagert ist die 2.6 km² große Insel Calf of Man.

Geschichte

Die ersten Besiedler waren Jäger und Sammler, die im 6. Jahrtausend v. Chr. durch die reichen Fisch- und Wasservorräte angezogen wurden. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert wurde die Isle of Man zu einem Aussenposten der Wikinger und war bis zum 13. Jahrhundert Teil des norwegischen Königreiches (Jarltums) der Hebriden. Danach wurde es an Schottland abgetreten und kam im Jahre 1765 unter die britische Krone. siehe auch: Liste der Herrscher der Isle of Man Die Bewohner bezeichnen sich und ihre Insel nach der ausgestorbenen (inzwischen wiederbelebten) keltischen Sprache als "Manx".

Bevölkerung

Die Größten Städte


- Douglas (25.422 Einwohner)
- Onchan (8.600 Einwohner)
- Ramsey (6.900 Einwohner)
- Peel (3.800 Einwohner)
- Port Erin (3.200 Einwohner)
- Castletown (3.000 Einwohner)
- Port St. Mary (1.900 Einwohner)

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend anglikanisch. Aber viele Bewohner bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, sind Methodisten, Baptisten oder Presbyterianer.

Sprache

Auf Man wird heute Englisch gesprochen. Die ursprüngliche Sprache der Insel ist das Manx, eine keltische Sprache, deren letzter Muttersprachler 1974 gestorben ist. Es gibt aber erfolgreiche Versuche der Wiederbelebung: 1991 sprachen ca. 0,8% der Bevölkerung wieder Manx; es gibt sogar wieder 8 "Muttersprachler", der älteste von ihnen ist vierzehn Jahre (Stand: 2005).

Sonstiges

Die durchschnittliche Lebenserwartung auf der Isle of Man beträgt 77,8 Jahre. Die Kindersterblichkeit 0,63%.

Politik

Die Isle of Man ist weder Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Als solches ist sie auch kein Mitglied der Europäischen Union. Dennoch gilt ein Teil des EU-Rechts auf der Insel (vgl. [http://dejure.org/gesetze/EG/299.html Art. 299 Abs. 6 c) EG-Vertrag]). So nimmt die Isle of Man an der Zollunion teil. Das Vereinigte Königreich ist jedoch für Außenpolitik und Verteidigung zuständig, Staatsoberhaupt (Lord of Mann) ist Königin Elizabeth II.. Das 979 gegründete Parlament, das Tynwald, ist das älteste durchgängig bestehende Parlament der Welt. Der Nationalfeiertag, der Tynwald Day, wird am 5. Juli gefeiert. Wahlberechtigt ist jeder Einwohner ab dem 18. Lebensjahr.

Wirtschaft

Die Bewohner betreiben traditionell Schafzucht, die Fischerei hat bald nur noch lokale Bedeutung. Tourismus und Offshore Banking werden immer wichtiger. Zwischen Großbritannien und der Isle of Man liegt seit 1999 das längste Drehstromseekabel der Welt zur Verbesserung der Stromversorgung der Insel. Die Insel hat ihre eigene Währung (Isle of Man Pound, 1:1 an das englische Pfund Sterling gekoppelt) und ihre eigenen Briefmarken.

Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten


- Peel Castle, dessen Sandsteinmauern die St. German's Cathedral aus dem 13. Jahrhundert und den Round Tower umgeben
- Castle Rushen, auf dem die Könige und Lords von Man im Mittelalter residierten
- Die Dampfbahn, die von Douglas nach Port Erin fährt
- Die nostalgische elektrische Eisenbahn und eine Pferdestrassenbahn.
- Manx Cat ist eine durch ihre Schwanzlosigkeit berühmte Katzenrasse dieser Insel.
- Vogelschutzgebiet Calf of Man
- Manx Ice wird von den Bewohnern für das allerbeste Eis der Welt gehalten.
- Bereits seit 1907 findet auf der Insel auch ein berühmt-berüchtigtes Motorradrennen statt, die TT (Tourist Trophy), nach der zahlreiche Fahrzeugmodelle benannt sind. Ihre berühmtesten Helden sind Mike Hailwood "Mike the Bike" mit 14 TT-Siegen und Joey Dunlop "King of the Road" (26 TT-Siege).

Weblinks


- [http://www.gov.im/ Regierung der Insel Man] (englisch) Man ! Kategorie:Monarchie ja:マン島 ko:맨 섬 zh-min-nan:Mannin

Swansea

Swansea (walisisch: Abertawe) ist eine Stadt und Verwaltungssitz in Südwales. Der Name leitet sich von "Sweyn's Ey", also Sweyns Eiland, ab und lässt sich vermutlich auf die Zeit der Wikingerraubzüge entlang der walisischen Südküste zurückführen. Swansea ist nach Cardiff die zweitgrößte Stadt in Wales. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Schwerindustrie. Im Vorort Port Talbot befindet sich das größte Stahlwerk Europas. Dennoch war die Stadt keinem vergleichbaren Immigrationszuwachs wie Cardiff ausgesetzt. Entsprechend höher ist daher auch heute noch der Anteil der walisischsprachigen Bevölkerung. So sprechen nach der Zählung von 2001 13,4 % der Bevölkerung die keltische Sprache, während es in der Hauptstadt Cardiff nur ca. 11 % sind. Die Einwohnerzahl beträgt nach Schätzungen von 2003 224.600. Swansea liegt in einer landschaftlich ausgesprochen reizvollen Gegend. Lange Sandstrände bei Langland, Caswell und Limeslide sind beliebte Ausflugsziele für Badegäste. Die ruhigen Wasser der Swansea-Bucht werden von Wassersportlern geschätzt. Wanderpfade entlang der Küste bieten mit ihren zahlreichen Aussichtspunkten die Möglichkeit, die Gegend zu Fuß zu erkunden. Neben dem Tourismus ist Swansea ein wichtiges Handelszentrum und Niederlassungsort für mehrere Hochtechnologieunternehmen. Darüber hinaus ist die Stadt von der [http://www.swansea.ac.uk University of Wales, Swansea] mit ihren rund 11.000 Studenten geprägt. Berühmte Persönlichkeiten aus Swansea sind u.a. der Schriftsteller Dylan Thomas und die Schauspielerin Catherine Zeta-Jones.

Söhne und Töchter der Stadt


- Spencer Davis, britischer Rockmusiker
- Clive W. J. Granger, britischer Wirtschaftswissenschaftler
- William Grove, Jurist und Naturwissenschaftler
- Michael Heseltine, konservativer britischer Politiker, Umweltminister, Verteidigungsminister
- Dylan Thomas, Wales|walisischer Dichter
- Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury
- Catherine Zeta-Jones, britische Schauspielerin

Weblinks


- [http://www.swansea.gov.uk/ Offizielle Website der Stadt] Kategorie:Unitary Authority (Wales) Kategorie:Ort in Wales Kategorie:Ort mit Seehafen nb:Swansea

Fishguard

Fishguard (walisisch:Abergwaun) ist eine Küstenstadt im Norden der Grafschaft Pembrokeshire in Wales. Die Partnerstadt von Fishguard ist seit 1995 der französische Küstenort Loctudy in der Bretagne.

Verkehr

Der Hafen von Fishguard liegt eigentlich im Nachbarort Goodwick, welcher zusammen mit Fisguard eine Art Doppelstadt bildet. Regelmäßig fahren Fähren von Fishguard Richtung Rosslare in Irland. In Fishguard endet auch die Fernstraße A40, welche ihren Anfang in London hat.

Geschichte

Die letzte Invasion in Großbritannien fand in Fishguard statt. Am 22. Februar 1797 landeten vier französische Kriegsschiffe in Fishguard mit 1400 Soldaten. Die Invasion verlief schnell und beinhaltend einige kleine Schäden, da es einige Plünderungen gab, in welchen aber hauptsächlich Alkohol mitgenommen wurde. Dies wurde zum Verhängnis für die Franzosen, die betrunken nicht mehr kampfbereit waren. Die Rückgabe des Landes fand bereits am 25. Februar statt. Jemima Nicholas, eine Frau aus Fishguard soll die Franzosen mit anderen Frauen durch die Hilfe von Mistgabeln in die Flucht geschlagen haben. Die ganze Geschichte wird auf einem alten Wandteppich in einer Halle in der Nähe des Stadtzentrums erklärt. In der Stadt fanden 1936 und 1986 das National Eisteddfod statt, ein berühmtes walisisches Fest bei dem Künstler und Sänger ein Wettkampf machen. Kategorie:Ort in Wales

Pembroke (Pembrokeshire)

Pembroke [] (wal. Penfro) ist eine flämische Stadtgründung des Mittelalters im traditionell englischsprachigen Teil von Wales. Die Gegend um Pembroke trägt den Namen Little England beyond Wales. Little England beyond Wales ist eine Halbinsel, die den äußersten Südwesten von Wales darstellt. Pembroke ist die Hauptstadt der walischen Grafschaft Pembrokeshire. In Pembroke wurde auch König Heinrich VII. von England geboren. Kategorie:Ort in Wales

Belfast

Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und die zweitgrößte Stadt Irlands nach Dublin. Belfast hat 277.000 Einwohner (2003) und liegt an der Mündung des Flusses Lagan in die Bucht von Belfast (engl. Belfast Lough). Es ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Bischofs, Universitätsstadt und besitzt einen Seehafen. Belfast ist Sitz von Regierung und Parlament von Nordirland (beide seit 2002 suspendiert). Die Randviertel Belfasts waren v. a. in den 1970er Jahren Schauplatz des Nordirlandkonfliktes.

Bedeutung des Namens Belfast

Der Name Belfast leitet sich vom irischen Béal Feirste (; "Mündung des Farset") her. Dieser Fluss ist heute nicht mehr sichtbar und verläuft unterhalb der Bridge Street.

Sehenswürdigkeiten

Fluss Fluss Fluss Am zentralen Donegall-Square befinden sich das Rathaus (engl. City Hall, 1903, im Rahmen von Führungen zu besichtigen) und die Linen Hall Library, eine öffentliche Bibliothek, gegründet 1788. Hier findet der Interessierte alles zum bewaffneten Kampf der IRA und zum Friedensprozess. Aufgrund vieler Bombenanschläge der vergangenen Jahre ist fast die gesamte Innenstadt autofrei, was die Belfaster und ihre Gäste heute zu schätzen wissen. In der Innenstadt befindet sich das Theater (engl. Grand Opera House), erbaut 1894 durch Frank Matcham. Gegenüber liegt die bekannteste Pub, der Crown Liquor Saloon, welcher auch der älteste Pub Nordirlands ist. An der Donegall Street, einen kurzen Fußmarsch von der City Hall entfernt liegt die Kathedrale St. Anne der anglikanischen Church of Ireland. Das Schloss auf dem Cave Hill (engl. Belfast Castle) geht auf eine Normannenburg des 12. Jahrhunderts zurück. Die Queen's University mit Gebäuden aus der Tudor-Zeit hat einen besonders schönen Botanischen Garten. Das Ulster-Museum (1890) bietet spektakuläre Funde des 1588 gesunkenen Schiffs "Girona", das zur spanischen Armada gehörte. Auf den Spuren der vergangenen Unruhen kann sich der Besucher zur Peace Line begeben: In West Belfast (westlich der Schnellstraße "West Link") trennt diese Mauer die Gebiete der Falls Road (Wohngebiet katholischer Nordiren) von der Shankill Road (Protestanten). Etwa 5 km östlich der Innenstadt, in East Belfast, befindet sich das Gelände von Stormont Castle mit Sitz der (derzeit suspendierten) Regierung von Nordirland. Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Flussufer neu gestaltet: Hotels und das Konferenzzentrum Waterfront Hall sind dort entstanden. Auf der östlichen Seite des Lagan befindet sich das Odyssey Center mit großem Saal für Eishockey und Konzerte, einem IMAX-Kino und einem großen interaktiven Museum, W5 genannt.

Geschichte

1177 entstand eine normannische Burg. Die Ansiedlung schottischer Presbyterianer wurde durch die Krone gefördert. 1603 wird Belfast gegründet. Im 17. Jahrhundert bauen aus Frankreich geflohene Hugenotten die Leinen-Industrie auf. Im 18. Jh. Erweiterung des Hafens. 1912 läuft im Hafen die Titanic zu ihrer ersten Fahrt aus. Im April und Mai 1941 starke Schäden in Hafen und Stadt durch Bombardements der deutschen Luftwaffe. 1969 beginnen die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, beendet 1998 durch das so genannte Karfreitagsabkommen.

Wirtschaft

Seit Ende des 17.Jahrhunderts wuchs Belfast vor allem durch die Leinenindustrie zum einem bedeutenden industriellen Standort heran. Erst mit der Erweiterung des Hafens Ende des 18. Jahrhunderts gewann auch der Schiffbau an größerer Bedeutung. Die Stadt verfügt über das größte Trockendock der Welt der Werft Harland and Wolff. Die Titanic wurde hier gebaut. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Harland & Wolff Werft, befinden sich in East Belfast die ausgedehnten Werkshallen des 1909 gegründeten Flugzeugherstellers Short, der sich zunächst für die Herstellung des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Flugbootes S.25 Sunderland einen Namen machte. Ab den sechziger Jahren spezialisierte man sich auf den Bau von zivilen und militärischen Transportmaschinen und schrieb mit der Herstellung der "Short Belfast", dem drittgrößten von Propellerturbinen angetriebenen Transportflugzeug der Welt, Luftfahrtgeschichte. 1989 wurde das Werk für 30 Millionen Pfund Sterling an die Firma Bombardier verkauft. Im Jahre 1979 errichtete die De Lorean Motor Company (DMC), das Unternehmen des amerikanischen Sportwagenbauers John De Lorean, eine Fabrik im Belfaster Vorort Dunmurry. Hier wurde bis 1983 der legendäre De Lorean DMC-12 produziert, welcher durch die Film-Trilogie Zurück in die Zukunft Kultstatus erlangte.

Sport

Belfast hat einen der bekanntesten Eishockey-Club des Vereinigten Königreichs, die Belfast Giants, der in der 8.700 Besucher fassenden Odyssey Arena beheimatet ist. Des Weiteren erfreuen sich die traditionellen irischen Sportarten Gaelic Football und Hurling besonders im katholisch-irischen Bevölkerungsteil hoher Beliebtheit. Die Spiele der Auswahl der Grafschaft Antrim in der jeweiligen Sportart werden im Roger Casement-Park ausgetragen, ein 21.000 Zuschauer fassendes Stadion im Belfaster Stadtteil Andersonstown. In der Irish Premier League, der höchsten Fußball-Spielklasse in Nordirland, sind derzeit drei Belfaster Mannschaften vertreten. Neben dem 1879 gegründeten Cliftonville FC, des ältesten Fußballvereins in Irland, sind dies auch die als "Big Two" bekannten Glentoran FC und Linfield FC. Der fast 60 Jahre ununterbrochen in der Irish Premier League vertretene Nord-Belfaster Klub Crusaders FC musste am Ende der Saison 2004/05 als zweiter Absteiger den Gang in die Irish First Division antreten. Internationale Begegnungen der Auswahl des nord-irischen Fußballverbands IFA (Irish Football Association) finden in aller Regel im rund 20.000 Besucher fassenden Windsor Park in South Belfast statt, der gleichzeitig auch dem Linfield FC als Heimkulisse dient. Die Spiele des Ulster Rugby Clubs, welcher als Unterverband in der Irish Rugby Football Union (IRFU) die Provinz Ulster repräsentiert, finden im Belfaster Ravenhill Stadion statt, welches welcher ein Fassungsvermögen von 12.500 Zuschauern besitzt. Der bisher größte Erfolg gelang Ulster Rugby im Januar 1999 mit dem Gewinn des Rugby-Europacups.

Verkehr

Die Stadt verfügt über zwei Flughäfen, den 3 km östlich gelegenen - kleineren - Belfast City Airport (IATA-Kürzel BHD) und den ca. 25 km westlich am Lough Neagh gelegenen Belfast International Airport (Kürzel BFS). Von Deutschland aus ist Belfast mit dem Flugzeug über den Flughafen Berlin-Schönefeld erreichbar, allerdings bestehen auch Umsteigeverbindungen über Amsterdam oder über London. Eisenbahnverbindungen bestehen von Derry (Londonderry) und von Larne (Fährhafen mit Großbritannien) aus. Von der Republik Irland aus ist Belfast mit einer schnellen InterCity-Verbindung von Dublin aus zu erreichen (alle zwei Stunden, Fahrtzeit etwa zwei Stunden). Der Belfaster Stadtverkehr wird von Citybus bedient, neuerdings unter der Bezeichnung Metro. Im überregionalen Busverkehr erreicht man vom Europa Bus Centre Busbahnhof an der Great Victoria Street aus (hier auch Eisenbahnanschluß) mit Ulsterbus fast alle Ziele in Nordirland. Alle größeren Orte Nordirlands, u.a. Coleraine, Derry, Omagh, Enniskillen, Armagh, Portadown und Newry, werden mit dem Goldline Express Service im Taktverkehr bedient. Über die Schnellbusverbindung nach Dublin (etwa alle zwei Stunden, Fahrtzeit drei Stunden) ist Belfast auch an das von Bus Eireann betriebene Fernbusnetz in der Republik Irland angeschlossen. Fährverbindungen bestehen vom Belfaster Fährhafen (Belfast Ferry Port) aus nach Liverpool (Norse Merchant) und Stranraer (Stena Line) sowie mit der Schnellfähre Seacat auch nach Troon in Schottland. Im Sommer bedient die Isle of Man Steam Packet Company darüber hinaus noch die Route nach Douglas auf der Insel Man.

Söhne und Töchter der Stadt


- Gerry Adams, nordirischer Politiker
- Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker
- Jocelyn Bell Burnell, britische Radioastronomin
- John Stewart Bell, irischer Physiker
- George Best, nordirischer Fußballspieler
- Kenneth Branagh, britischer Schauspieler und Regisseur
- Shane Brolly, irischer Schauspieler
- William John Conway, Erzbischof von Armagh und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Mairead Corrigan, Friedensnobelpreisträgerin 1976, Aktivistin der Nordirischen Friedensbewegung
- James Galway, klassischer Flötist
- Chaim Herzog, Präsident Israels
- Alex Higgins, Snookerspieler
- Clive Staples Lewis, britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- Louis MacNeice, nordirischer Dichter
- Mary McAleese, irische Politikerin
- Arlene McCarthy, Abgeordnete im Europäischen Parlament
- Alister McGrath, Professor für historische Theologie in Oxford
- James Moody (Komponist), irischer Komponist
- Brian Moore, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Gary Moore, Bluesmusiker
- Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller und einer der prägenden Intellektuellen der republikanischen Bewegung
- Astral Weeks, irischer Rocksänger und Songschreiber
- Van Morrison, irischer Rocksänger und Songschreiber
- William Mulholland, irischer Ingenieur
- Patricia Quinn, nordirische Schauspielerin und Sängerin
- Osborne Reynolds, britischer Physiker
- Bobby Sands, nordirischer Widerstandskämpfer, Hungerstreikender und Abgeordneter im britischen Unterhaus
- Elizabeth Shaw, irische Künstlerin
- William Thomson, 1. Baron Kelvin, britischer Physiker
- John Watson (Rennfahrer), Autorennfahrer
- Betty Williams, Friedensnobelpreisträgerin und Friedensaktivistin

Weblinks


- [http://www.belfastcity.gov.uk/ Stadtverwaltung]
- [http://www.gotobelfast.com/ Fremdenverkehrsamt]
- [http://www.belfastcastle.co.uk/ Belfast Castle]
- [http://www.nics.gov.uk/castle/castle.htm Stormont Castle] Kategorie:Unitary Authority (Nordirland) Kategorie:Ort in Nordirland Kategorie:Ort mit Seehafen ja:ベルファスト ko:밸파스트 simple:Belfast

Larne

Larne (irisch Latharna) ist eine Stadt in Nordirland. Sie hat etwa 18.000 Einwohner und liegt im County Antrim, 23 Meilen nördlich von Belfast, 23 mi. von Ballymena. Larne ist Hafenstadt und hat einen modernen Fährhafen. Es gibt Schiffsverbindungen nach England und Schottland (Cairnryan). Sehenswert sind das Olderfleet Castle, das Chaine Memorial und der Carnfunnock Country Park. Larne ist von Belfast aus über die M2 bis Newtownabbey und dann die Bundesstraße A8 erreichbar. Larne ist Endpunkt einer Bahnverbindung ab Belfast.

Weblinks


- [http://www.larne.com Bezirk Larne]
- [http://www.larne.gov.uk Stadtverwaltung Larne]
- [http://www.portoflarne.co.uk Die Hafenverwaltung] Kategorie:Unitary Authority (Nordirland) Kategorie:Ort in Nordirland Kategorie:Ort mit Seehafen

Larne

Larne (irisch Latharna) ist eine Stadt in Nordirland. Sie hat etwa 18.000 Einwohner und liegt im County Antrim, 23 Meilen nördlich von Belfast, 23 mi. von Ballymena. Larne ist Hafenstadt und hat einen modernen Fährhafen. Es gibt Schiffsverbindungen nach England und Schottland (Cairnryan). Sehenswert sind das Olderfleet Castle, das Chaine Memorial und der Carnfunnock Country Park. Larne ist von Belfast aus über die M2 bis Newtownabbey und dann die Bundesstraße A8 erreichbar. Larne ist Endpunkt einer Bahnverbindung ab Belfast.

Weblinks


- [http://www.larne.com Bezirk Larne]
- [http://www.larne.gov.uk Stadtverwaltung Larne]
- [http://www.portoflarne.co.uk Die Hafenverwaltung] Kategorie:Unitary Authority (Nordirland) Kategorie:Ort in Nordirland Kategorie:Ort mit Seehafen

Liverpool

Liverpool [] ist eine Stadt und Metropolitan Borough im Nordwesten von England, Vereinigtes Königreich, an der Mündung des Flusses Mersey. 2002 betrug die Bevölkerungszahl der Stadt 441.447, jene des Ballungsgebietes 1.362.026. Liverpool ist der zweitgrößte Exporthafen Großbritanniens. Der historische Teil der Hafenstadt einschließlich der Touristenattraktion Albert Dock wurde 2004 durch die UNESCO zum Welterbe erklärt. Die Stadt grenzt an Bootle und Huyton. Auf der anderen Seite der Mersey liegen Wallasey und Birkenhead. Bekannt ist die Stadt durch die traditionellen Fußballvereine Liverpool F.C. und Everton F.C. sowie durch seine pulsierende Musikszene, aus der in den 1960er Jahren unter anderem die Beatles hervorgingen. 2008 wird Liverpool die Europäische Kulturhauptstadt sein. Die Einwohner Liverpools werden offiziell "Liverpudlians" genannt, doch der Übername "Scousers" ist besser bekannt. Sie sprechen einen besonderen Dialekt, der Scouse genannt wird.

Geschichte

Um 1190 war der Ort als "Liuerpul" bekannt, was so viel wie "schlammiger Pfuhl" oder "schlammige Bucht" bedeutet. Die Ursprünge von Liverpool gehen auf das Jahr 1207 zurück, als die Siedlung zum Marktflecken und Hafen erklärt wurde. Ursprünglich diente die Stadt als Stützpunkt für Truppen, die in Irland eingesetzt wurden. Das Schloss Liverpool wurde um 1230 gebaut, 1726 jedoch wieder abgerissen. Vier Jahrhunderte lang war Liverpool relativ unbedeutend. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts betrug die Einwohnerzahl nur etwa 500 und die Gegend hatte bis etwa 1650 eine weit geringere Bedeutung als Chester weiter südlich. 1571 baten die Einwohner Königin Elisabeth I. um Steuersenkungen und bezeichneten ihre Stadt in der Bittschrift als "Liverpool, die arme, heruntergekommene Stadt Ihrer Majestät". Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wuchs die Stadt kaum und es ereignete sich nicht allzu viel. Ausnahme war 1644 eine achtzehntägige Belagerung durch die Truppen von Ruprecht von der Pfalz, Herzog von Cumberland während des Englischen Bürgerkriegs. Englischen Bürgerkriegs 1698 erteilte das Unterhaus den Stadtbewohnern das Recht, eine neue Kirche zu bauen. Von diesem Zeitpunkt an begann der Aufstieg Liverpools zu einer der wichtigsten Städte des Landes. Durch den zunehmenden Handel mit den Westindischen Inseln begann die Stadt zu wachsen. Große Profite aus dem Sklavenhandel trugen zum Wachstum und zum Wohlstand bei. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde 40 Prozent des Welthandels über den Hafen von Liverpool abgewickelt. Von hier fuhren viele tausende Emigranten mit dem Schiff in die Vereinigten Staaten von Amerika, um dort ein neues Leben zu beginnen. Große Mengen Stahl und Textilien, in Städten wie Manchester, Sheffield oder Leeds produziert, wurden von Liverpool in alle Welt, besonders aber in den Commonwealth verschifft. 1880 erhielt Liverpool das Stadtrecht. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hielt das Wachstum an und die Stadt wurde ein Anziehungspunkt für Einwanderer aus ganz Europa, vor allem Italien. 1930 zählte die Stadt 850.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde Liverpool von deutschen Bomberverbänden aus dem besetzten Frankreich und Belgien angegriffen. Dadurch wurde die Stadt erheblich zerstört. Eine zerbombte Kirche wurde als Mahnmal nicht wieder aufgebaut. 2500 Einwohner wurden getötet und 11.000 verletzt. Belgien Nach dem Krieg folgte ein großes Wiederaufbauprogramm mit zahlreichen neuen Wohnquartieren und dem 1972 eröffneten Seaforth Dock, dem bedeutendsten Hafenprojekt Großbritanniens. Doch bereits seit den 1950ern nahm die Bedeutung Liverpools als Hafen- und Industriestandort kontinuierlich ab. Bis 1985 sank die Einwohnerzahl auf 460.000. Historisch gehörte Liverpool zur traditionellen Grafschaft Lancashire, wurde dann aber 1888 zu einer "county borough", was ungefähr einer kreisfreien Stadt entspricht. 1974 wurde Liverpool eine Metropolitan Borough innerhalb von Merseyside, einer neu geschaffenen Metropolitan County. Nationale Bedeutung erlangte zwischen 1984 und 1987 die Auseinandersetzung zwischen der Tory-Regierung und dem Stadtrat von Liverpool, der unter die Kontrolle von trotzkistisch eingestellten Teilen der Labour Party geraten war. In der Folge kam es zu mehreren großen Demonstrationen und Streiks. Der Konflikt wurde mit der Abschaffung des Stadtparlaments durch Margaret Thatcher beendet. Nach dem industriellen Niedergang der Stadt in den 1970ern und 1980ern erholt sich die Wirtschaft Liverpools allmählich. Besonders in den Bereichen Dienstleistungen und Tourismus entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Arbeitsplätze. Die Stadt setzt vor allem auf die Kultur und die Popularität der von hier stammenden Beatles; 2008 wird sie Europäische Kulturhauptstadt sein.

Sehenswürdigkeiten

Europäische Kulturhauptstadt
- Merseyside Maritime Museum - Museum über Schifffahrt und Sklaverei
- Albert Docks - Historische Hafenanlage, restauriert, u.a. mit einem Museum zur Geschichte der Beatles (The Beatles Story)
- Yellow Submarine - Das U-Boot aus dem gleichnamigen, legendären Beatles-Song
- The Anglican Cathedral - Große anglikanische Kirche. Erbaut 1904 unter König Eduard VII., Turmbesichtigung möglich.
- The Roman Catholic Metropolitan Cathedral - Römisch-Katholische Kathedrale, kreisförmig erbaut
- Tate Liverpool - Ableger der Tate Gallery mit wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst
- St. John's Beacon
- Speke Hall - Fachwerkhauskomplex im Süden Liverpools mit Gartenanlage. In der heutigen Form aus dem Jahre 1490-1612
- Anfield Road - Stadion des Liverpool F.C.

Verkehr

Es gibt drei Tunnels unter der Mersey hindurch nach Birkenhead, einen Bahntunnel und zwei Straßentunnels. Über den Fluss fährt die Mersey-Fähre, berühmt geworden durch den Song Ferry Cross the Mersey von Gerry and the Pacemakers; er wird jedes Mal gespielt, kurz bevor die Fähre im Hafen anlegt. Im Jahr 2001 wurde der Flughafen Speke in Liverpool John Lennon Airport umbenannt, in Erinnerung an John Lennon, der exakt 20 Jahre zuvor ermordet worden war. Das Logo des Flughafens besteht aus einer von Lennon selbst gezeichneten Skizze und den Worten "Above us only sky" (über uns nur der Himmel), die aus dem berühmten Song "Imagine" stammen. 2002 benutzten 716.000 Passagiere den Hafen. Von hier aus verkehren Fährschiffe zur Isle of Man und nach Irland. Liverpool besitzt ein S-Bahn-ähnliches Schienenverkehrsnetz namens Merseyrail; die Abschnitte im Stadtzentrum sind zum größten Teil unterirdisch. Die Liverpool Overhead Railway, die erste elektrische Eisenbahn der Welt, wurde 1956 geschlossen. Ebenfalls in den 1950ern verschwand das einst ausgedehnte Straßenbahnnetz; bis 2008 soll ein neues Straßenbahnsystem namens Merseytram entstehen.

Söhne und Töchter der Stadt


- Richard Ansdell, englischer Maler, der sich auf Tiermotive spezialisiert hat
- Clive Barker, britischer Schriftsteller und Regisseur
- Stephen Baxter, britischer Autor
- Ian Broudie, englischer Popmusiker und Musikproduzent
- Kim Cattrall, kanadisch-US-amerikanische Schauspielerin
- Arthur Hugh Clough, englischer Schriftsteller
- John Horton Conway, englischer Mathematiker
- Tony Cragg, englischer Künstler
- Terence Davies, britischer Filmregisseur
- Albie Donnelly, Saxofonist und Sänger der 1976 gegründeten Gruppe Supercharge
- Aynsley Dunbar, britischer Schlagzeuger
- Brian Epstein, Manager der Beatles
- Sonia Evans, englische Sängerin
- Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Elektroingenieur
- Robbie Fowler, englischer Fußballspieler
- Billy Fury, englischer Rockmusiker
- Steven Gerrard, Kapitän des Liverpool F.C.
- William Ewart Gladstone, britischer Politiker
- George Harrison, britischer Musiker (The Beatles)
- Ian Hart, ein britischer Schauspieler
- William Patrick Hitler, Neffe Adolf Hitlers und der Sohn von Alois Hitler Junior
- Jason Isaacs, britischer Schauspieler
- Brian Jacques, britischer Schriftsteller
- William Stanley Jevons, bedeutender englischer Ökonom
- Holly Johnson, Sänger
- John Mercer Johnson, Gründervater der Kanadischen Konföderation
- J. V. Jones, englische Fantasy-Schriftstellerin
- John Lennon, britischer Musiker (The Beatles)
- Julian Lennon, englischer Musiker und Komponist
- Gertrud Luckner, christliche Widerstandskämpferin, Pazifistin
- Paul McCartney, britischer Sänger, Musiker und Komponist (The Beatles)
- Simon Rattle, berühmter Dirigent
- Wayne Rooney, englischer Fußballspieler
- Herbert Louis Samuel, britischer Politiker und Diplomat
- Anthony Shaffer, Drehbuchautor
- Peter Shaffer, britischer Dramatiker des 20. Jh.
- John Shackley, englischer Schauspieler
- Ringo Starr, britischer Musiker (The Beatles)
- Richard L. M. Synge, englischer Chemiker

Weblinks


- [http://www.liverpool.gov.uk Stadtverwaltung Liverpool]
- [http://www.beatlesstory.com Das Beatles-Museum der Stadt]
- [http://www.liverpool08.com Kulturhauptstadt 2008]
- [http://whc.unesco.org/pg.cfm?cid=31&id_site=1150 Weltkulturerbe]
- [http://www.liv.ac.uk University of Liverpool] Kategorie:Ort in England Kategorie:Ort mit Seehafen ja:リヴァプール

Isle of Man

Die Isle of Man (auf deutsch: Insel Man, auf Manx: Ellan Vannin) ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie, sondern als autonomer Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt.

Geographie

Die Isle of Man ist eine der britischen Inseln und liegt etwa gleich weit von England, Irland, Schottland und Wales entfernt in der Irischen See. Durch ihre Lage hat sie ein feuchtes, gemäßigtes Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern. Die 572 km² große Insel ist zumeist hügelig. Die höchste Erhebung ist der 621 Meter hohe Snaefell. Im äußersten Norden ist die Insel sehr flach, dieser Teil ist durch Ablagerung von Sedimenten entstanden. Bei einer Ausdehnung von 52 km und 22 km besitzt die Insel eine Küstenlänge von 160 km. Der längste Fluss Sulby misst 17 km. Der Südwestspitze vorgelagert ist die 2.6 km² große Insel Calf of Man.

Geschichte

Die ersten Besiedler waren Jäger und Sammler, die im 6. Jahrtausend v. Chr. durch die reichen Fisch- und Wasservorräte angezogen wurden. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert wurde die Isle of Man zu einem Aussenposten der Wikinger und war bis zum 13. Jahrhundert Teil des norwegischen Königreiches (Jarltums) der Hebriden. Danach wurde es an Schottland abgetreten und kam im Jahre 1765 unter die britische Krone. siehe auch: Liste der Herrscher der Isle of Man Die Bewohner bezeichnen sich und ihre Insel nach der ausgestorbenen (inzwischen wiederbelebten) keltischen Sprache als "Manx".

Bevölkerung

Die Größten Städte


- Douglas (25.422 Einwohner)
- Onchan (8.600 Einwohner)
- Ramsey (6.900 Einwohner)
- Peel (3.800 Einwohner)
- Port Erin (3.200 Einwohner)
- Castletown (3.000 Einwohner)
- Port St. Mary (1.900 Einwohner)

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend anglikanisch. Aber viele Bewohner bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, sind Methodisten, Baptisten oder Presbyterianer.

Sprache

Auf Man wird heute Englisch gesprochen. Die ursprüngliche Sprache der Insel ist das Manx, eine keltische Sprache, deren letzter Muttersprachler 1974 gestorben ist. Es gibt aber erfolgreiche Versuche der Wiederbelebung: 1991 sprachen ca. 0,8% der Bevölkerung wieder Manx; es gibt sogar wieder 8 "Muttersprachler", der älteste von ihnen ist vierzehn Jahre (Stand: 2005).

Sonstiges

Die durchschnittliche Lebenserwartung auf der Isle of Man beträgt 77,8 Jahre. Die Kindersterblichkeit 0,63%.

Politik

Die Isle of Man ist weder Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Als solches ist sie auch kein Mitglied der Europäischen Union. Dennoch gilt ein Teil des EU-Rechts auf der Insel (vgl. [http://dejure.org/gesetze/EG/299.html Art. 299 Abs. 6 c) EG-Vertrag]). So nimmt die Isle of Man an der Zollunion teil. Das Vereinigte Königreich ist jedoch für Außenpolitik und Verteidigung zuständig, Staatsoberhaupt (Lord of Mann) ist Königin Elizabeth II.. Das 979 gegründete Parlament, das Tynwald, ist das älteste durchgängig bestehende Parlament der Welt. Der Nationalfeiertag, der Tynwald Day, wird am 5. Juli gefeiert. Wahlberechtigt ist jeder Einwohner ab dem 18. Lebensjahr.

Wirtschaft

Die Bewohner betreiben traditionell Schafzucht, die Fischerei hat bald nur noch lokale Bedeutung. Tourismus und Offshore Banking werden immer wichtiger. Zwischen Großbritannien und der Isle of Man liegt seit 1999 das längste Drehstromseekabel der Welt zur Verbesserung der Stromversorgung der Insel. Die Insel hat ihre eigene Währung (Isle of Man Pound, 1:1 an das englische Pfund Sterling gekoppelt) und ihre eigenen Briefmarken.

Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten


- Peel Castle, dessen Sandsteinmauern die St. German's Cathedral aus dem 13. Jahrhundert und den Round Tower umgeben
- Castle Rushen, auf dem die Könige und Lords von Man im Mittelalter residierten
- Die Dampfbahn, die von Douglas nach Port Erin fährt
- Die nostalgische elektrische Eisenbahn und eine Pferdestrassenbahn.
- Manx Cat ist eine durch ihre Schwanzlosigkeit berühmte Katzenrasse dieser Insel.
- Vogelschutzgebiet Calf of Man
- Manx Ice wird von den Bewohnern für das allerbeste Eis der Welt gehalten.
- Bereits seit 1907 findet auf der Insel auch ein berühmt-berüchtigtes Motorradrennen statt, die TT (Tourist Trophy), nach der zahlreiche Fahrzeugmodelle benannt sind. Ihre berühmtesten Helden sind Mike Hailwood "Mike the Bike" mit 14 TT-Siegen und Joey Dunlop "King of the Road" (26 TT-Siege).

Weblinks


- [http://www.gov.im/ Regierung der Insel Man] (englisch) Man ! Kategorie:Monarchie ja:マン島 ko:맨 섬 zh-min-nan:Mannin

Belfast

Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und die zweitgrößte Stadt Irlands nach Dublin. Belfast hat 277.000 Einwohner (2003) und liegt an der Mündung des Flusses Lagan in die Bucht von Belfast (engl. Belfast Lough). Es ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Bischofs, Universitätsstadt und besitzt einen Seehafen. Belfast ist Sitz von Regierung und Parlament von Nordirland (beide seit 2002 suspendiert). Die Randviertel Belfasts waren v. a. in den 1970er Jahren Schauplatz des Nordirlandkonfliktes.

Bedeutung des Namens Belfast

Der Name Belfast leitet sich vom irischen Béal Feirste (; "Mündung des Farset") her. Dieser Fluss ist heute nicht mehr sichtbar und verläuft unterhalb der Bridge Street.

Sehenswürdigkeiten

Fluss Fluss Fluss Am zentralen Donegall-Square befinden sich das Rathaus (engl. City Hall, 1903, im Rahmen von Führungen zu besichtigen) und die Linen Hall Library, eine öffentliche Bibliothek, gegründet 1788. Hier findet der Interessierte alles zum bewaffneten Kampf der IRA und zum Friedensprozess. Aufgrund vieler Bombenanschläge der vergangenen Jahre ist fast die gesamte Innenstadt autofrei, was die Belfaster und ihre Gäste heute zu schätzen wissen. In der Innenstadt befindet sich das Theater (engl. Grand Opera House), erbaut 1894 durch Frank Matcham. Gegenüber liegt die bekannteste Pub, der Crown Liquor Saloon, welcher auch der älteste Pub Nordirlands ist. An der Donegall Street, einen kurzen Fußmarsch von der City Hall entfernt liegt die Kathedrale St. Anne der anglikanischen Church of Ireland. Das Schloss auf dem Cave Hill (engl. Belfast Castle) geht auf eine Normannenburg des 12. Jahrhunderts zurück. Die Queen's University mit Gebäuden aus der Tudor-Zeit hat einen besonders schönen Botanischen Garten. Das Ulster-Museum (1890) bietet spektakuläre Funde des 1588 gesunkenen Schiffs "Girona", das zur spanischen Armada gehörte. Auf den Spuren der vergangenen Unruhen kann sich der Besucher zur Peace Line begeben: In West Belfast (westlich der Schnellstraße "West Link") trennt diese Mauer die Gebiete der Falls Road (Wohngebiet katholischer Nordiren) von der Shankill Road (Protestanten). Etwa 5 km östlich der Innenstadt, in East Belfast, befindet sich das Gelände von Stormont Castle mit Sitz der (derzeit suspendierten) Regierung von Nordirland. Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Flussufer neu gestaltet: Hotels und das Konferenzzentrum Waterfront Hall sind dort entstanden. Auf der östlichen Seite des Lagan befindet sich das Odyssey Center mit großem Saal für Eishockey und Konzerte, einem IMAX-Kino und einem großen interaktiven Museum, W5 genannt.

Geschichte

1177 entstand eine normannische Burg. Die Ansiedlung schottischer Presbyterianer wurde durch die Krone gefördert. 1603 wird Belfast gegründet. Im 17. Jahrhundert bauen aus Frankreich geflohene Hugenotten die Leinen-Industrie auf. Im 18. Jh. Erweiterung des Hafens. 1912 läuft im Hafen die Titanic zu ihrer ersten Fahrt aus. Im April und Mai 1941 starke Schäden in Hafen und Stadt durch Bombardements der deutschen Luftwaffe. 1969 beginnen die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, beendet 1998 durch das so genannte Karfreitagsabkommen.

Wirtschaft

Seit Ende des 17.Jahrhunderts wuchs Belfast vor allem durch die Leinenindustrie zum einem bedeutenden industriellen Standort heran. Erst mit der Erweiterung des Hafens Ende des 18. Jahrhunderts gewann auch der Schiffbau an größerer Bedeutung. Die Stadt verfügt über das größte Trockendock der Welt der Werft Harland and Wolff. Die Titanic wurde hier gebaut. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Harland & Wolff Werft, befinden sich in East Belfast die ausgedehnten Werkshallen des 1909 gegründeten Flugzeugherstellers Short, der sich zunächst für die Herstellung des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Flugbootes S.25 Sunderland einen Namen machte. Ab den sechziger Jahren spezialisierte man sich auf den Bau von zivilen und militärischen Transportmaschinen und schrieb mit der Herstellung der "Short Belfast", dem drittgrößten von Propellerturbinen angetriebenen Transportflugzeug der Welt, Luftfahrtgeschichte. 1989 wurde das Werk für 30 Millionen Pfund Sterling an die Firma Bombardier verkauft. Im Jahre 1979 errichtete die De Lorean Motor Company (DMC), das Unternehmen des amerikanischen Sportwagenbauers John De Lorean, eine Fabrik im Belfaster Vorort Dunmurry. Hier wurde bis 1983 der legendäre De Lorean DMC-12 produziert, welcher durch die Film-Trilogie Zurück in die Zukunft Kultstatus erlangte.

Sport

Belfast hat einen der bekanntesten Eishockey-Club des Vereinigten Königreichs, die Belfast Giants, der in der 8.700 Besucher fassenden Odyssey Arena beheimatet ist. Des Weiteren erfreuen sich die traditionellen irischen Sportarten Gaelic Football und Hurling besonders im katholisch-irischen Bevölkerungsteil hoher Beliebtheit. Die Spiele der Auswahl der Grafschaft Antrim in der jeweiligen Sportart werden im Roger Casement-Park ausgetragen, ein 21.000 Zuschauer fassendes Stadion im Belfaster Stadtteil Andersonstown. In der Irish Premier League, der höchsten Fußball-Spielklasse in