Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Irische Sprache

Irische Sprache

Die irische Sprache (irisch Gaeilge oder Gaoluinn, auch Gaeilge na hÉireann, „irisches Gälisch“, nach der bis 1948 geltenden Orthographie meist Gaedhilge) ist eine der drei goidelischen oder gälischen Sprachen. Zu diesen zählen auch das Schottisch-Gälische und das Manx (die Sprache der Insel Man). Sie zählt zum inselkeltischen Zweig der keltischen Sprachen. Laut irischsprachiger Fassung des 8. Verfassungsartikels ist sie „die Hauptamtssprache“ (an phríomhtheanga oifigiúil) der Republik Irland, „da [sie] die nationale Sprache ist“. Seit dem 13. Juni 2005 ist Irisch auch Amtssprache der Europäischen Union.[http://ue.eu.int/cms3_applications/Applications/newsRoom/LoadDocument.asp?directory=fr/gena/&filename=85195.pdf] Bisweilen wird sie im Deutschen als Gälisch und im Englischen als Gaelic bezeichnet, aber diese Benennungen werden von manchen Iren als abwertend empfunden. Zudem wird insbesondere in England und Schottland unter „Gaelic“ meist das Schottisch-Gälische verstanden (gängige Unterscheidung im gesprochenen Englisch: /ge:lik/ für das Irische, /ga:lik/ für das Schottisch-Gälische). Andererseits bezeichnen viele Iren die in Irland gesprochenen englischen Dialekte (Hiberno-Englisch) als Irish, auch das Schottisch-Gälische wurde früher mit dieser Bezeichnung belegt. Es ist also nur aus dem Zusammenhang eindeutig zu entnehmen, welche Sprache mit „Gälisch“ oder mit „Irisch“ gemeint ist. Der Language Code ist ga bzw. gai oder iri (nach ISO 639); sga bezeichnet Altirisch (bis ca. 900) und mga Mittelirisch (900–1200).

Textproben

Beide Textausschnitte basieren auf Feldaufnahmen aus den 30er oder 40er Jahren aus West Cork. Die Transkriptionen wurden von Brian Ó Cuív vorgenommen und 1947 veröffentlicht (in The Irish of West Muskerry. A Phonetic Study, Dublin).

Vaterunser

Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea)
- Ar n-Athair atá ar neamh go naomhuighthear t'ainm, go dtagaidh do ríoghdhacht, go ndéintear do thoil ar an dtalamh mar a déintear ar neamh. Aussprache
- /ɑ:r nahir´ ətɑ: er n´av gə ne:'vi:hər tan´im´, gə dɑgig´ də ri:xt, gə n´e:n´tər də hol´ er´ ə daləv mɑr ə d´e:n´tər er n´av./ Deutsche Interlinearübersetzung
- Unser Vater der-ist auf Himmel dass sei-geheiligt dein-Name, dass werde-kommen dein Reich, dass werde-gemacht dein Wille auf der Erde wie welches werde-gemacht auf Himmel. Heutiges Standardirisch
- Ár nAthair atá ar neamh go naomhaítear d'ainm, go dtaga do ríocht, go ndéantar do thoil ar an talamh mar a dhéantar ar neamh.

Sprichwort

Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea und heutiger Standard)
- Is maith í comhairle an droch-chomhairligh. Aussprache
- /is mɑh i: ko:rl´i: ən dro'xo:rlig´./ Deutsche Übersetzung
- Ist gut sie Rat des schlecht-Beraters. = Gut ist der Rat eines schlechten Beraters. (comhairle, „Rat“, ist weiblich)

Geschichte

Die Anfänge der irischen Sprache liegen zu großen Teilen im Dunkeln. Zwar ist das Irische unbestritten eine keltische Sprache, doch sind der Weg und die Zeit, auf dem bzw. zu der es nach Irland kam, heftig umstritten. Es ist lediglich sicher, dass zur Zeit der Ogam-Inschriften (also ab spätestens dem 4. Jahrhundert) in Irland Irisch gesprochen wurde. Diese früheste Sprachstufe wird als archaisches Irisch bezeichnet. Die Sprachprozesse, die sich prägend auf das Altirische auswirkten, d. h. Apokope, Synkope und Palatalisierung, entwickelten sich in dieser Zeit. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Irische die zuvor in Irland gesprochene Sprache (von der keinerlei direkte Spuren erhalten sind, die im Irischen aber als Substrat nachzuweisen ist) nach und nach abgelöst hat und dann bis zur Annahme des Christentums im 4. und 5. Jahrhundert die alleinige Sprache auf der Insel war. Kontakte zum romanisierten Britannien sind nachweisbar. Aus dieser Periode stammen etliche lateinische Lehnwörter im Irischen, in denen die meist die regionale Aussprache des Lateinischen in Britannien nachgewiesen werden kann. Weitere Wörter sind zur Zeit des Altirischen (600900) mit den rückkehrenden perigrini nach Irland gekommen. Das waren irische und schottische Mönche, die auf dem Kontinent meist missionierten und klösterliche Gelehrsamkeit betrieben. Das sehr flexionsreiche Altirische weist in seiner schriftlichen Form einen hohen Grad an Standardisierung und Dialektlosigkeit auf. Seit den Einfällen der Wikinger ab Ende des 8. Jahrhunderts muss sich das Irische die Insel mit anderen Sprachen teilen, vorerst jedoch nur in geringem Umfang. Die Skandinavier assimilierten sich nach den anfänglichen Raubzügen und Brandschatzungen zwar in einem Maße, das noch immer umstritten ist, sie ließen sich vor allem in den Küstenstädten als Händler nieder, hinterließen jedoch sehr wenige direkte Spuren in der irischen Sprache. Die Anzahl der skandinavischen Lehnwörter liegt bei etwa 60. Die sozialen und politischen Unruhen dieser Zeit werden jedoch als hauptverantwortlich für den Übergang vom weitgehend standardisierten Altirischen zum grammatisch wesentlich diversifizierteren Mittelirischen (9001200) angesehen. Dies schlug sich unter anderem in der Vereinfachung der Flexionsformen (v. a. bei den Verben), dem Verlust des Neutrums, der Neutralisierung unbetonter Kurzvokale und der sehr uneinheitlichen Rechtschreibung nieder. Entscheidender und nachhaltiger war der Einfall der Normannen ab 1169. Nicht zufällig spricht man ab etwa 1200 vom Frühneuirischen oder Klassischen Irisch (bis ca. 1600). Trotz der Unruhen zu Anfang des Zeitraums und der fortgesetzten Anwesenheit der Normannen im Lande ist diese Periode von sprachlicher Stabilität und literarischem Reichtum gekennzeichnet. Zwar teilten die normannischen Adligen die Insel unter sich und einigen wenigen einheimischen Herrschern auf, doch gelang es ihnen lange Zeit nicht, die Insel vollständig zu erobern oder kulturell zu assimilieren. Vor allem die Randgebiete im Westen und Norden waren zwar meist tributpflichtig, aber politisch und kulturell weitgehend unabhängig. Das Englische als Sprache hatte sich nur um Dublin ("The Pale") und Wexford durchgesetzt. Auch die Statutes of Kilkenny (1366), die englischstämmigen Siedlern den Gebrauch des Irischen verboten, blieben weitgehend wirkungslos. Allein der Umstand, dass sie eingeführt werden mussten, ist für die damalige Sprachsituation bezeichnend. Viele der ursprünglich normannischen oder englischen Familien übernahmen die kulturellen Gepflogenheiten des Landes teilweise oder vollständig. Die planmäßigen Ansiedlungen englischer und schottischer Farmer in Teilen Irlands im 16. und 17. Jahrhundert änderten die Situation erst einmal nicht wesentlich. Die Unterschichten sprachen meist Irisch, die Oberschichten Englisch oder Irisch. In dieser Zeit begann jedoch wahrscheinlich der prozentuale Anteil der Irischsprecher an der Gesamtbevölkerung langsam zu schrumpfen. Die Vertreibung der Reste des irisch-gälischen Adels 1607 (Flight of the Earls) enthob die Sprache dann jedoch völlig ihrer Verwurzelung in den Oberschichten. Sprachgeschichtlich ist hier der Beginn des Neuirischen oder modernen Irischen anzusetzen. Der entscheidendste Faktor für den Rückgang der Sprache war jedoch die fortschreitende Industrialisierung ab dem späten 18. Jahrhundert. Hunger war auf dem Lande verbreitet und gelegentlich katastrophal. Wer etwas erreichen oder in manchen Fällen auch nur überleben wollte, musste in die Städte abwandern – und Englisch sprechen. Das Irische wurde zumindest im öffentlichen Bewusstsein zur Sprache der Armen, der Bauern, Fischer, Landstreicher. Nach und nach schlug diese Entwicklung auf die ländlichen Gebiete zurück. Die Sprache wurde nun zunehmend vom Englischen verdrängt. Wiederbelebungsmaßnahmen ab dem späten 19. Jahrhundert und vor allem ab der Unabhängigkeit Irlands 1922 sowie die Förderung des sozialen Status des Irischen konnten die Entwicklung nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Allerdings ist festzuhalten, dass im Gegensatz zu den schnell sinkenden Zahlen der Muttersprachler die Zahl der Iren mit Irisch als aktiver oder passiver Zweitsprache stark angestiegen ist. Vor allem in den Städten finden sich größere Zahlen von Englischsprechern, die das Irische gut beherrschen und zum Teil auch gebrauchen. Zu den auf die Sprachsituation wirkenden Negativfaktoren des 20. und 21. Jahrhunderts zählen vor allem die zunehmende Mobilität der Menschen, die Rolle der Massenmedien und zum Teil fehlende enge soziale Netzwerke (fast alle Irischsprecher leben in engem Kontakt mit Englischsprechern). Heute wird nur noch in kleinen Teilen Irlands täglich Irisch gesprochen. Diese meist über die Nordwest-, West- und Südküste der Insel verstreuten Fleckchen werden zusammenfassend Gaeltacht (auch einzeln so; Pl. Gaeltachtaí) genannt. 1835 wurde die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa vier Mio. geschätzt. Der erste landesweite Zensus wurde allerdings erst 1841 durchgeführt, noch ohne Frage zu Irischkenntnissen (diese ab 1851). Bis 1891 hatte sich die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa 680.000 reduziert, aber nur 3 % der Kinder im Alter von drei bis vier Jahren sprachen Irisch. Der irische Zensus von 2002 ergab 1,54 Millionen Menschen (43 % der Bevölkerung), die behaupten, Irisch zu können. Davon sind höchstens 70.000 Muttersprachler, von denen nicht alle täglich und in allen Alltagssituationen Irisch sprechen. Häufig wird in Gegenwart Fremder oder auch gegenüber Kindern sofort ins Englische gewechselt. Kinder sollen auch in den Gaeltachtaí nach dem Willen der Eltern oft erst einmal Englisch lernen: „Irisch lernen können sie ja dann immer noch“ ist eine häufig gehörte Wendung. Der so entstehende zahlenmäßige Gegensatz zwischen Muttersprachlern und Personen, die eine Sprache als Erstsprache sprechen, ist für viele kleine Sprachen typisch. Praktisch alle Sprecher sind heute bilingual mit Englisch aufgewachsen.

Irisch in der Öffentlichkeit

Das Irische ist auch heute in ganz Irland anzutreffen. Orts- und Straßenschilder beispielsweise sind auf der gesamten Insel nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Irisch beschrieben. In West Connemara gibt es einige Gegenden, in denen Orientierungshilfen dieser Art nur auf Irisch ausgezeichnet sind. Das gleiche gilt für Gedenktafeln und offizielle Dokumente. Andere Schilder, z. B. an Restaurants, sind dagegen fast nur auf Englisch ausgezeichnet. „Auf der Straße“ ist jedoch das gesprochene Irisch außerhalb der Gaeltacht selten zu hören. Bisweilen hört man vor allem ältere Leute in Städten wie Galway oder Dublin Irisch sprechen. An den Universitäten ist es an einigen Fakultäten, vor allem denen für das Irische bzw. für keltische Sprachen und Kultur, üblich, sich des Irischen zu bedienen. An der NUIG (National University of Ireland, Galway) wird beispielsweise an den entsprechenden Fachbereichen auch unter Studenten relativ wenig Englisch gesprochen, ebenso wie an den privaten Gaeltacht Schools, an denen nicht in der Gaeltacht aufgewachsene Jugendliche ihre Irischkentnisse verbessern können. An allen staatlichen Schulen des Landes ist Irisch Pflichtfach, während der restliche Unterricht meist auf Englisch stattfindet. Es gibt jedoch nicht wenige Schulen, an denen ausgewählte andere Fächer ebenfalls durch das Irische vermittelt werden. Vor allem auf Druck von Eltern hin wurden in den 70er Jahren die obligatorischen Schulabgangsprüfungen für das Irische abgeschafft. Schüler müssen daher seit Jahrzehnten zwar Irisch lernen, ihre Kenntnisse aber selten ernsthaft nachweisen. Viele Jugendliche empfinden das Erlernen der irischen Sprache in der Schule, das überwiegend aus Gründen der Tradition und der Identitätsbewahrung stattfindet, als „lästig“ und antiquiert, da Irisch im Gegensatz z. B. zu Englisch, Deutsch oder Französisch im internationalen Geschäftsverkehr kaum oder nicht genutzt werden kann. Schwer einzuschätzen ist die tatsächliche Verwendung des Irischen in der gebildeten urbanen Mittelschicht. Zwar sind gute bis sehr gute Irischkenntnisse in dieser Bevölkerungsgruppe verhältnismäßig weit verbreitet, doch scheinen diese sich weitgehend auf den passiven und/oder familiären Gebrauch zu beschränken. In Unternehmen und Ämtern sowie in informellen Gesprächen „auf der Straße“ wird die Sprache jedenfalls kaum verwendet. Anders ist dies bei Gesprächen unter universitätsnahen Personen, Personen, die an Bildungs- und Forschungseinrichtungen tätig sind, sowie Künstlern wie z. B. Schriftstellern. Diese nutzen häufig die (relativ seltene) Gelegenheit, sich mit anderen des Irischen mächtigen Kollegen oder Freunden auf Irisch auszutauschen. In der Öffentlichkeit spielt diese Art von Konversation jedoch aus nahe liegenden Gründen eine geringe Rolle, das öffentliche Leben (Fernsehen, Zeitungen) findet meist selbstverständlich auf Englisch statt. Es gibt jedoch verschiedene Clubs und in Dublin ein Café, in dem nur Irisch gesprochen wird. Außerdem gibt es mehrere irischsprachige Radiosender (Raidió na Gaeltachta (staatlich), Raidió na Life (privat, Dublin)), einen irischsprachigen Fernsehsender (Teilifís na Gaeilge) sowie einige irischsprachige Zeitschriften. Auch im englischsprachigen Radio, Fernsehen und in Zeitungen tauchen immer wieder irische Ausdrücke auf. Einige staatliche und öffentliche Institutionen haben ausschließlich irischsprachige Bezeichnungen oder solche, die neben der englischen Form häufig verwendet werden:
- Landesname  Éire (neben Ireland, häufig poetisch oder liebevoll gemeint)
- Parlament  An tOireachtas („die Versammlung“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Oberhaus  Seanad Éireann („Senat Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Unterhaus  Dáil Éireann („Zusammenkunft Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Premierminister  An Taoiseach („Der Erste“, „Der Anführer“) – im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Vize des Premierministers  An Tánaiste („Der Zweite“) – im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Parlamentsmitglied  Teachta Dála („Mitglied der Zusammenkunft“) – fast nur irisch gebraucht (Titel T.D. dem Namen nachgestellt)
- alle Ministerien  Roinn + jeweiliger Zuständigkeitsbereich im Genitiv („Abteilung der/des…“) – meist englisch gebraucht
- Post  An Post („Die Post“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Busgesellschaft  Bus Éireann („Bus Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Eisenbahngesellschaft  Iarnród Éireann („Eisenbahn Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Radio- und Fernsehstation  Radio Telefís Éireann (RTÉ, „Radio Fernsehen Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Telekom  früher Telecom Éireann („Telekom Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht, mittlerweile privatisiert, nun „Eircom“ genannt
- Entwicklungsförderungsgesellschaft für die Gaeltacht  Údarás na Gaeltachta („Behörde der Gaeltacht“) – nur irisch gebraucht
- usw. Außerdem müssen alle Gesetzestexte in einer irischsprachigen Fassung veröffentlicht werden, deren Wortlaut in Zweifelsfällen verbindlich ist. In der Praxis wird dies jedoch nicht immer so gehandhabt. Meist wird nur der englische Text für Entscheidungen hinzugezogen, zudem wird die irischsprachige Fassung bisweilen erst später veröffentlicht. Im Vergleich zur Sprecherzahl gibt es eine recht rege irischsprachige Literatur. Es gibt verschiedene Literaturfestivals und Literaturpreise. In den meisten Buchläden sind irischsprachige Bücher zu finden, oft jedoch in kleinen, recht abgelegenen Ecken. Letztlich wird vor allem in von Touristen frequentierten Läden eine Unmenge an Stickern, Aufnähern, Tassen und ähnlichen Souvenirs angeboten, auf denen oft auch Schriftzüge in irischer Sprache zu lesen sind. Dabei reicht die Palette etwa von Erin go bráth („Irland für immer“) bis Póg mo thóin („Leck (küss) mich am Arsch“). Diese oberflächliche Art der Identitätsbezeigung wird ebenso wie das zusammenhanglose Benennen und Beschriften von Läden, Konsumartikeln usw. auf Irisch als Token Irish bezeichnet.
- Radio-Streaming im Internet: [http://www.rte.ie/rnag/] > Eist/Listen live

Dialekte

Als Mutter- bzw. Erstsprache existiert das Irische nur in Form von Dialekten, nicht als Standardsprache. Es werden die Dialekte von Munster, Connacht und Ulster unterschieden. Diese können in zahlreiche, geographisch meist voneinander getrennte, Unterdialekte gegliedert werden. Eine solche Unterteilung könnte so aussehen: Munster:
- An Rinn / Ring (Co. Waterford)
- Baile Bhuirne / Ballyvourney (Co. Cork) einzige existente Gaeltacht, die nicht am Meer liegt!
- Oileán Cléire / Clear Island (Co. Cork)
- Uíbh Rathaigh / Iveragh (Co. Kerry)
- Corca Dhuibhne / Dingle (Co. Kerry) Connacht:
- Oileáin Árainn / Aran Islands (Co. Galway)
- Cois Fharraige / West Galway (Co. Galway)
- Iar-Chonamara (Ceantar na nOileán) / West Connemara (Co. Galway)
- Dúiche Sheoigheach / Joyce Country (Co. Galway)
- Túir Mhic Éadaigh / Tourmakeedy (Co. Mayo)
- Iorras / Erris (Co. Mayo)
- Oileán Acla / Achill Island (Co. Mayo) Ulster:
- Tír Chonaill Dheas / South Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Mheán / Mid Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Thuaidh / Nord Donegal (Co. Donegal) Diese Einzeldialekte zerfallen dann weiter in noch kleinere Einheiten, vor allem in Donegal, wo die hier angegebenen irischsprachigen Bezeichnungen nicht unbedingt üblich sind, meist wird gleich der eigentliche Ort (z. B. Téilinn) oder die entsprechende Halbinsel oder Insel (z. B. Toraigh) genannt. Die meisten dieser Gaeltachtaí verfügen in absoluten Zahlen über nur wenige hundert Irischsprecher, auch relativ gesehen liegt ihr Anteil in vielen Orten unter 50 %. Abgesehen von den oben angegebenen Gebieten gibt es seit den 1950er Jahren noch zwei winzig kleine Pockets in der Grafschaft Meath nordwestlich von Dublin (Rath Cairne und Baile Ghib), die vor allem Versuchszwecken dienten: Können sich Gaeltachtaí in der Nähe einer Stadt wie Dublin halten? Dazu wurden dort Irischsprecher aus Connemara angesiedelt und finanziell unterstützt, doch es kam weder zur Ausprägung eines eigenen Dialekts noch haben diese beiden winzigen Pockets gute Überlebenschancen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es weitere Gebiete mit größerer Anzahl von Irischsprechern, u. a. in den Gleannta na hAontroma/Glens of Antrim (Co. Antrim), Béal Feirste Thiar/West Belfast, Ard Mhacha Dheas/South Armagh, und Doire/Derry City (in Nordirland) sowie in der Grafschaft Clare. Neben den Sprechern in der Gaeltacht beherrschen jedoch fast alle Iren zumindest etwas Irisch, da es Pflichtfach an den Schulen ist. Vor allem in den Städten Dublin, Cork und Galway gibt es größere Sprecherzahlen, meist Menschen aus den gebildeteren Schichten. Diese sprechen jedoch meist das auf staatliche Initiative hin erarbeitete und unterrichtete Standardirisch (An Caighdeán Oifigiúil, offiziell gültig seit 1948) oder den jeweils in einer Gaeltacht erlernten Dialekt. Nur das Belfaster Irisch konnte einen eigenen Dialekt entwickeln, der sich mit der Zeit wiederum auf das Donegal-Irische ausgewirkt hat. Die einzelnen Dialekte unterscheiden sich sprachlich in vielerlei Hinsicht:
- Wortakzent
  - in Munster und mit starken Einschränkungen in South Connemara gibt es nicht nur die übliche Anfangsbetonung
    - sog. „schwere“ Silben (mit Langvokal oder -ach(t)-) werden i. A. bis zur 3. Silbe betont (salach („schmutzig“) /sƏ'lax/; bradán („Lachs“) /brƏ'da:n/; amadán („Trottel“) /ƏmƏ'da:n/)
- Lexik
  - „ansehen“, „gucken“: Munster féach, Connemara breathnú, Donegal amharc
  - „wann?“: Munster cathain?, Connemara cén t-am?, Donegal cá huair?
- Syntax
  - „Ich bin Übersetzer“:
    - Standard Is aistritheoir mé (Bin Übersetzer ich)
    - Munster (meist) Aistritheoir is ea mé (Übersetzer ist es ich)
    - Connemara (häufig) Tá mé i m'aistritheoir (Bin ich in meinem Übersetzer)
    - Donegal (häufig) Aistritheoir atá ionam (Übersetzer ist in-mir)
- Morphologie
  - allgemeine Tendenz: je weiter nach Süden, desto häufiger werden statt analytischer Verbformen synthetische gebraucht: „ich werde trinken“ – ólfaidh mé vs. ólfad; „sie aßen“ – d'ith siad vs. d'itheadar
  - in Munster sind noch Reste des Dativs gebräuchlich (v. a. in Kerry regulär die Dativ-Plural-Endung -(a)ibh – anderswo ist der Dativ nur in wenigen festen Redewendungen geblieben
- Phonologie und Phonetik
  - unterschiedliche Aussprache einzelner Lautgruppen: z. B.
    - Donegal, Mayo und Teile Connemaras Zusammenfall der Endungen -(e)amh und -(e)abh mit -(e)adh und -(e)agh als /-u/
    - Süd-Connemara und Munster: -(e)amh und -(e)abh > /-Əv/; -(e)adh und -(e)agh > /-Ə/, teils /-Əg/
  - Grad der Palatalisierung von Konsonanten:
    - Donegal Realisierung oft durch Affrikaten (palatalisiertes /d´/ als Affrikate dsch)
    - Kerry z. T. nur durch andere Artikulationsstelle (alveolar – im Gegensatz zum dentalen nicht-palatalisierten /d/)
  - Gebrauch von Gleitlauten
    - sehr stark in Munster ausgeprägt; vor allem wohl durch schwierige akustische Unterscheidbarkeit palatalisierter und nicht-palatalisierter Konsonanten bedingt
  - die aus dem Altirischen ererbten „gespannten“ Konsonanten /L/ und /N/ sowie deren palatalisierte Entsprechungen /L´/ und /N´/ werden im Süden meist durch Diphthongisierung des vorangehenden Vokals oder den Gebrauch des velaren Nasals (/ŋ/) ersetzt – ceann („Kopf“):
    - Donegal /k´aN/ (kurzer Vokal, gespanntes N)
    - Connemara /k´a:N/ (langer Vokal, gespanntes N)
    - West Cork (Munster) /k´aun/ (Diphthong, ungespanntes n)
    - der Genitiv (cinn) entsprechend /k´iN´/, /k´i:N´/ bzw. /k´i:ŋ´/

Schrift

Das Irische wird heute mit lateinischen Buchstaben geschrieben (Cló Rómhánach). Früher wurde jedoch ein eigener, aus lateinischen Majuskeln abgeleiteter Schrifttyp verwendet (Cló Gaelach). Bis der ersten Mitte des 20. Jahrhunderts wurden irischsprachige Bücher und andere Schriftstücke häufig in diesem älteren Schriftsatz gedruckt. Heute wird dieser nur noch für dekorative Zwecke gebraucht wird. Weiteres unter Irische Schrift. Noch wesentlich älter ist die so genannte Ogam-Schrift. Dies wurde etwa vom 3. bis 6. Jahrhundert n. Chr. eingesetzt, eine sichere absolute Datierung ist jedoch nicht möglich. Ogam ist ein an die verwendeten Schreibutensilien angepasster „Code“ des lateinischen Alphabets, in dem die Buchstaben durch Gruppen von 1–5 Kerben (Konsonanten) oder Punkten (Vokale) bezeichnet wurden. Die Ogam-Schrift ist nur auf Steinkanten erhalten, wahrscheinlich wurde jedoch auch auf Holz geschrieben.

Schreibung und Alphabet

In der irischen Orthographie werden fünf kurze Vokale (a, e, i, o, u) und fünf lange Vokale (á, é, í, ó, ú) geschrieben: Vokal Weiterhin werden 13 Konsonanten (b, c, d, f, g, h, l, m, n, p, r, s, t) verwendet; die restlichen im lateinischen Alphabet vorkommenden Konsonanten (j, k, q, v, w, x, y, z) treten nur in Fremd- und Lehnwörtern auf (z. B. jíp „Jeep“; jab „Job“; x-ghathú „Röntgen(aufnahme)“, von engl. x-ray)). Lehnwörtern Eine besondere Rolle nimmt der Buchstabe h ein, der einzeln nur in Fremd- oder Lehnwörtern (z. B. hata "Hut") vorkommt. Er dient weiterhin als Vorschlag vor Vokalen in bestimmten syntaktischen Umgebungen, z. B. álainn (Adjektiv „schön“) vs. go hálainn (Adverb „schön“). Darüber hinaus wird durch ein nachgestelltes h die sog. Lenition im Schriftbild gekennzeichnet (von lat. lenire = „lindern“, „weich machen“; also etwa „Aufweichung“). Die Lenition gehört zu den für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Im Cló Gaelach wurden diese lenierten (auch: lenisierten) Konsonanten durch einen Punkt über dem betreffenden Konsonanten gekennzeichnet: Konsonant Das irische Alphabet lautet: a, b, c, d, e, f, g, h, i, l, m, n, o, p, r, s, t, u.

Aussprache

Die Aussprache des Irischen stellt, ähnlich wie beim Schottisch-Gälischen, eine Wissenschaft für sich dar. Das erste Problem besteht darin, dass die Standardaussprache zum Teil erheblich von den Dialekten abweicht, Muttersprachler sich jedoch äußerst selten des Standards bedienen. Auch Sprecher in Rundfunk, Fernsehen usw. bedienen sich meist eines dialektal gefärbten Standards oder standardisierter Dialekte. Das zweite Problem besteht darin, dass die Dialekte selbst voneinander sehr stark abweichen und zudem viele Unregelmäßigkeiten aufweisen. Die Standardaussprache ist jedoch mit Hilfe sehr vieler Regeln gut zu erlernen, da es im Vergleich zum Englischen beispielsweise relativ wenige Ausnahmen gibt. Diese Regeln hier im einzelnen zu beschreiben, würde einen Extraartikel einnehmen. Die oberste Regel besteht darin, dass die Aussprache eines Buchstaben oder einer Buchstabengruppe immer von den benachbarten Buchstaben abhängt. Lediglich die mit einem Längenzeichen (síneadh fada oder kurz fada) markierten Langvokale werden stets so ausgesprochen, wie sie geschrieben werden. Grundsätzlich gibt es sämtliche Konsonanten (mit Ausnahme des „h“ in den meisten Dialekten) als Phonempaar, nämlich als palatale und als nicht-palatale Variante. Im Schriftbild sind diese unbedingt zu unterscheidenden Varianten leicht zu erkennen: Auf beiden Seiten palatalisierter Konsonanten(gruppen) stehen ausschließlich oder , bei nicht-palatalen Konsonanten(gruppen) , oder . Es gibt nur wenige Ausnahmen, deren Aussprache gelernt werden muss. Bei der Palatalisierung selbst wird die Zunge angehoben und deren vordere Teil an den Gaumen gelegt. Zudem werden häufig die Lippen gespreizt. In der Orthographie des Irischen fällt das häufige Vorkommen das Buchstaben „h“ auf. Ein hinter Konsonanten stehendes h dient der Kennzeichnung der Lenition. Dabei handelt es sich um eine der für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Es sind sprachhistorisch bedingte phonologische Erscheinungen, die jedoch mit dem Endungswegfall im Altirischen (vor der Mitte des 7. Jahrhunderts) weitgehend grammatikalisiert wurden. Jeder lenierte Konsonant wird anders als sein unleniertes Pendant gesprochen. Die Mutationssysteme aller inselkeltischen Sprachen bilden jedoch logisch aufgebaute und in sich geschlossene Systeme. In der Wortmitte tendieren lenierten Laute jedoch dazu, mit den umgebenden Vokalen zu Langvokalen oder Diphthongen zu verschmelzen. Dies gilt insbesondere für das Munster-Irische. Konsonantengruppen wie , , , , , und weisen fast immer auf Nasalisierungen hin. Diese zählen ebenfalls zu den Anlautmutationen. In diesen Gruppen wird meist nur der erste Buchstabe gesprochen. Die Aussprache kurzer Vokale lässt sich nur aus der lautlichen Umgebung bestimmen und ist kaum sinnvoll zusammenzufassen.

Grammatik

Das Irische ist eine stark flektierende Sprache, im Laufe seiner Entwicklung wurden jedoch viele synthetische Formen durch analytische Bildungen ersetzt.
- Satzstellung: Verb-Subjekt-Objekt (im Deutschen: Subjekt-Verb-Objekt in Hauptsätzen)
  - Beispiel: Rinne mé an obair. (wörtl. „Machte ich die Arbeit.“ = „Ich machte die Arbeit.“). Dies ist ein Merkmal aller inselkeltischen Sprachen (des Bretonischen mit Einschränkung).
  - Alle semantisch eigenständigen Satzglieder können durch Satzumbau jedoch nach vorne gestellt werden, um den Fokus des Satzes zu ändern.
    - Beispiel: neutral Rinne mé an obair leis an athair inné. wörtl. „Machte ich die Arbeit mit dem Vater gestern.“ = „Ich machte gestern die Arbeit mit dem Vater.“
    - Umstellungsmöglichkeiten:
      - An obair a rinne mé leis an athair inné. („die Arbeit“ im Fokus)
      - Mise a rinne an obair leis an athair inné. („ich“ im Fokus)
      - (Is) leis an athair a rinne mé an obair inné. („mit dem Vater“ im Fokus)
      - Inné a rinne mé an obair leis an athair. („gestern“ im Fokus).
  - Direkte Pronominalobjekte stehen gewöhnlich am Satzende.
    - Beispiel: Chonaic mé an fear ar an tsráid. wörtl.: „Sah ich den Mann auf der Straße.“ = „Ich sah den Mann auf der Straße.“
    - dagegen: Chonaic mé ar an tsráid é. wörtl.: „Sah ich auf der Straße ihn.“ = „Ich sah ihn auf der Straße.“
- Anlautmutationen: Lenition und Nasalisierung (oder Eklipse) waren ursprünglich (vor dem Altirischen) rein phonologische Erscheinungen, die erst mit dem Wegfall der Endungen im archaischen Irisch (vor ca. 600 n. Chr.) grammatisch relevante Bedeutung annahmen. Heute dienen sie der Kennzeichnung von so unterschiedlichen Funktionen wie Besitz (Possessivpronomina), Unterscheidung Präteritum/Imperativ, Markierung von Präpositionalobjekten, Markierung des grammatischen Geschlechts, Markierung von direkten und indirekten Nebensätzen usw.
  - Beispiel: capall /'kapƏl/ „Pferd“ wird zu mo chapall /mƏ 'xapƏl/ „mein Pferd“ (Lenition) oder zu ár gcapall /ar 'gapƏl/ „unser Pferd“ (Eklipse)
- Verbformen: Es gibt fünf Zeitformen: Präsens, Präteritum (einfache Vergangenheit), Imperfekt (wiederholte Vergangenheit), Futur und Konditional.
  - Das Konditional besitzt zwar einen stark modalen Aspekt, wird jedoch innerhalb der Paradigmen der Zeitformen gebildet und daher zu diesen gerechnet. Weiterhin gibt es den Konjunktiv, den Imperativ, Partizipien sowie Verbalnomen (etwa vergleichbar mit den deutschen substantivierten Verben, jedoch in der Grammatik weitaus wichtiger als diese und mit stärker substantivischen Eigenschaften). Es gibt keinen Infinitiv.
- Beispiele für die Verbalflexion (Standardformen). Der unterschiedliche Gebrauch analytischer und synthetischer Verbformen in den Paradigmen ist gut zu erkennen: Verb der Klasse 1 (einsilbiger Stamm) mit palatalem Auslaut: bris, „brechen“ Verb der Klasse 2 (mehrsilbiger Stamm) mit nicht-palatalem Auslaut: ceannaigh, „kaufen“
- Präpositionen: Viele einfache Präpositionen verschmelzen mit Personalpronomen zu sog. konjugierten Präpositionen. Die Bedeutung der konjugierten Präpostion ändert sich dann entsprechend: ar („auf“) zu „auf mir“, „auf dir“, „auf ihm“ oder „darauf“, „auf ihr“ usw.
- Substantive: Es gibt zwei grammatische Geschlechter, feminin und maskulin. Der Artikel lautet für beide an (Plural: na). Es werden jedoch nur feminine Substantive nach dem Artikel leniert.
  - Die Nominalflexion ist seit längerem in der Auflösung begriffen. Während der Genitiv und der Vokativ noch recht lebendig sind, ist der Dativ fast vollständig verschwunden, der Akkusativ unterscheidet sich nur an einer einzigen Stelle vom Nominativ (und auch dies nicht bei allen Sprechern).

Literatur und Lehrbücher


- Thomas F. Caldas, Clemens Schleicher: Wörterbuch Irisch-Deutsch, Helmut Buske Verlag 1999, ISBN 3-87548-124-0
- Lars Kabel: Kauderwelsch, Irisch-Gälisch Wort für Wort, Reise Know-How Verlag 2002, ISBN 3-89416-281-3 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Mícheál Ó Siadhail: Lehrbuch der irischen Sprache, Helmut Buske Verlag 2004, ISBN 3-87548-348-0 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Martin Rockel: Grundzüge einer Geschichte der irischen Sprache, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-70011-530-X

Siehe auch


- Irische Familien
- Irischsprachige Literatur
- Irische Schrift
- Anlautmutationen

Weblinks


- [http://www.irelandman.de/go-irischkurs.htm Cúrsa Gaeilge: deutschsprachige Irisch-Kurs-Ausarbeitung]
- [http://www.braesicke.de/gram.htm Gramadach na Gaeilge = die irische Grammatik]
- [http://www.irishgaelictranslator.com Forum und Links zur irischen Sprache]
- [http://www.contemporarypoetry.com/brain/lang Ein englischsprachiger Kurs]
- [http://www.sprache-und-kultur.com/Irish/ Informationen zum Erlernen des Irischen] Kategorie:Einzelsprache ja:アイルランド語 simple:Irish

1948

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Enrico Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident
- 1. Januar: Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff
- 1. Januar: Das GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) tritt in Kraft
- 1. Januar: Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien
- 1. Januar: Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft
- 1. Januar: Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik
- 4. Januar: Myanmar (Birma, Burma) erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 31. Januar: Hunderttausende von Menschen finden sich zur Verbrennung des Leichnams von Mahatma Gandhi und der anschließenden Versenkung der Asche im Ganges ein
- 4. Februar: Sri Lanka wird unabhängig
- 27. Januar: Italien wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: Die Bank deutscher Länder wird Zentralbank für die Bizone
- 17. März: Der Brüsseler Pakt wird unterzeichnet
- 20. März: Der regierende Alliierte Kontrollrat kommt das letzte Mal zusammen. Sowjet-Marschall Sokolowski verlässt den Kontrollrat
- 31. März/1. April: Die Färöer erhalten eine weitgehende Autonomie innerhalb des Dänischen Königreichs
- 3. April: US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnet den Marshall-Plan. 5,3 Milliarden Dollar werden für Europa freigegeben
- 7. April: Die Weltgesundheitsorganisation WHO wird gegründet
- 16. April: Gründung der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC)
- 7. April: Syrien wird Mitglied in der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 19. April: Birma, seit 1989 Myanmar, wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. April: Berliner Studenten fordern eine Freie Universität Berlin
- 28. April: El Salvador wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Mai: Gründung des Staates Israel. Erster Ministerpräsident ist Ben Gurion. Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien erklären Israel den Krieg (siehe: Palästinakrieg)
- 19. Mai: Deutscher Schriftstellerkongress zur 1848-Jahrfeier in der Paulskirche zu Frankfurt
- 31. Mai: Die Israelische Armee Zahal wird gebildet
- 2. Juni: Einige Ärzte der NS-Zeit wurden nach dem Urteil des Nürnberger Ärzteprozesses hingerichtet
- 20. Juni: Währungsreform in den drei deutschen Westzonen. Gegen Vorlage von Kenn- und Lebensmittelkarten werden 40 Deutsche Mark pro Person ausgezahlt
- 23. Juni: Einführung einer eigenen Währung in der SBZ
- 23. Juni: Kommunistische Tumulte vor dem Berliner Stadthaus im Sowjetischen Sektor Berlins
- 24. Juni: Einführung der Westmark mit Aufdruck "B" in den drei Westsektoren von Berlin
- 24. Juni: Beginn der Berliner Blockade
- 26. Juni: Die erste Maschine der Berliner Luftbrücke, eine DC-4, landet in Berlin (Pilot: Jack O. Bennett)
- 28. Juni: Die britische Luftbrücke startet unter dem Namen „Plainfair“
- seit Mitte Juli: Bau des neuen Flughafen Tegel in nur 85 Tagen
- 28. Juni: Jugoslawien bricht die Partnerschaft mit Moskau
- 8. Juli-10. Juli: Auf der Rittersturz-Konferenz in Koblenz wird der Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland beschlossen
- 13. August: Österreich wird Mitglied in der UNESCO
- 23. August: In Amsterdam wird der Ökumenische Rat der Kirchen gegründet
- 30. August: Costa Rica erlangt die endgültige Unabhängigkeit
- 1. September: Der Parlamentarische Rat wählt Konrad Adenauer zum Vorsitzenden
- 6. September: Die Islamische Republik Iran wird Mitglied in der UNESCO
- 9. September: Die Berliner Bevölkerung demonstriert zu Hundertausenden vor dem Reichstag in Berlin für die Freiheit
- 14. September: Ungarn wird Mitglied in der UNESCO
- 15. September: Argentinien wird Mitglied in der UNESCO
- 18. September: Luftbrückenrekord: 897 Flüge nach Berlin
- 2. Oktober: Die UdSSR beginnt in Sibirien mit dem Bau von Atomwaffen
- 13. Oktober: Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387 %. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung in der DDR
- 19. Oktober: Der Wirtschaftsrat der Bizone nimmt gegen die Stimmen der KPD das Gesetz Notopfer für Berlin an
- 21. Oktober: Irak wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Oktober: Walter Ulbricht erklärt die Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen für endgültig
- 4. Dezember: Gründung der Freien Universität Berlin in West-Berlin, Antwort auf die kommunistische Einflussnahme auf die Wissenschaft in der SBZ
- 10. Dezember: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- 11. Dezember: Gründung der FDP in Heppenheim. 1. Vorsitzender: Theodor Heuss
- 31. Dezember: Die 100.000 Flugzeuglandung in Berlin seit Errichtung der Luftbrücke

Wissenschaft und Technik


- Die ersten Schallplatten aus Polyvinylchlorid kommen auf den Markt
- Beginn der Ausgrabungsarbeiten bei Eridu durch irakische Archäologen

Kultur


- 22. Februar: Uraufführung des musikalischen Dramas Die Nachtschwalbe von Boris Blacher in Leipzig
- 15. August: Uraufführung der Oper Le vin herbé von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen
- 28. Oktober: Uraufführung der Oper Drei Haare des Väterchens Allwissend von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag
- 18. Dezember: Uraufführung der Oper Circe von Werner Egk in Berlin
- Gründung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

Katastrophen


- 28. Juni: Erdbeben der Stärke 7,3 in Fukui, Japan, 5.390 Tote
- 25. Juli: Absturz zweier Luftbrückenflugzeuge über Berlin
- 1. August: Atlantik, Afrika. Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückte über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord
- 5. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,3 in Aschgabat, Turkmenistan

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 30. Januar bis 8. Februar: V. Olympische Winterspiele in St. Moritz
- 13. Februar: der Kölner BC und Köln-Sülz 07 fusionieren zum 1. FC Köln
- 29. Juli bis 14. August: XV. Olympische Sommerspiele in London
- 8. August: 1. Deutsche Fußballmeisterschaft nach dem Krieg. Meister: 1. FC Nürnberg

Sonstiges


- 16. Dezember: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Berlin-Tegel wird gesprengt, da er den Flugverkehr auf dem im Bau befindlichen Flughafen Berlin-Tegel gefährden würde

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Pawel Sergejewitsch Gratschow, russischer Offizier
- 2. Januar: Kerry Minnear, englischer Musiker
- 3. Januar: Manfred Kokot, deutscher Leichtathlet
- 5. Januar: Giuseppe Impastato, italienischer Politiker und Anti-Mafia-Kämpfer († 1978)
- 5. Januar: František Václav Lobkowicz, tschechischer Weihbischof
- 7. Januar: Bernd Scheelen, deutscher Politiker
- 7. Januar: Kenny Loggins, US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
- 9. Januar: Peter Strüber, deutscher Politiker
- 9. Januar: William Cowsill, US-amerikanischer Musiker
- 10. Januar: Bernard Thévenet, ehemaliger französischer Radrennfahrer
- 10. Januar: Donald Fagen, Sänger und Keyboarder
- 11. Januar: Wajima Hiroshi, japanischer Sumo-ringer und 54. Yokozuna
- 11. Januar: Madeline Manning, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 11. Januar: Helga Anders, österreichische Schauspielerin und Synchronspecherin († 1986)
- 14. Januar: Waleri Borissowitsch Charlamow, russischer Eishockeyspieler († 1981)
- 15. Januar: Ronald Wayne Van Zant, US-amerikanischer Musiker († 1977)
- 16. Januar: Gregor Gysi, deutscher Politiker
- 16. Januar: John Carpenter, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Filmmusikkomponist
- 17. Januar: Mick Taylor, britischer Gitarrist
- 17. Januar: Davíð Oddsson, isländischer Ministerpräsident
- 20. Januar: Mel Pritchard, britischer Musiker († 2004)
- 20. Januar: Melvyn Prichard, britischer Schlagzeuger
- 22. Januar: Marianne Birthler, deutsche Politikerin
- 28. Januar: Heinz Flohe, deutscher Fußballspieler
- 28. Januar: Michail Barischnikow, US-amerikanischer Ballett-Tänzer, Choreograph und Schauspieler
- 29. Januar: Guido Knopp, deutscher Historiker, Publizist und Moderator
- 1. Februar: Rick James, US-amerikanischer Funk-Musiker († 2004)
- 2. Februar: Roger Williamson, britischer Formel-1-Rennfahrer († 1973)
- 2. Februar: Al McKay, US-amerikanischer Musiker
- 3. Februar: Carlos Filipe Ximenes Belo, Friedensnobelpreisträger und römisch-katholischer Bischof
- 4. Februar: Martin Hohmann, deutscher Politiker
- 4. Februar: Alice Cooper, US-amerikanischer Rockmusiker
- 5. Februar: Christopher Guest, anglo-amerikanischer Schauspieler, Autor, Regisseur, Komponist und Musiker
- 5. Februar: Sven-Göran Eriksson, schwedischer Fußballtrainer
- 5. Februar: Barbara Hershey, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Februar: Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche
- 6. Februar: Felix Mitterer, österreichischer Schauspieler und Dramatiker
- 7. Februar: Josef Ackermann (Bankier), Sprecher des Vorstands der deutsche Bank AG
- 11. Februar: Hannelore Conradsen, deutsche Film- und Fernsehregisseurin
- 11. Februar: Gerhard Wucherer, deutscher Leichtathlet
- 11. Februar: Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks
- 12. Februar: Clemens Bollen, deutscher Politiker
- 12. Februar: Bernd Franke (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Bernd Pischetsrieder, deutscher Manager
- 15. Februar: Laurenz Meyer, deutscher Politiker
- 15. Februar: Holger Ellerbrock, deutscher Politiker
- 16. Februar: Eckhard Uhlenberg, deutscher Politiker und MdB
- 18. Februar: Georg Brunnhuber, deutscher Politiker
- 19. Februar: Hartmut Schulze-Gerlach, deutscher Sänger und Moderator
- 19. Februar: Tony Iommi, Gitarrist
- 19. Februar: Pim Fortuyn, niederländischer Politiker und Publizist († 2002)
- 21. Februar: Elmar Müller (Fußballtrainer), deutscher Fußballtrainer
- 25. Februar: Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart
- 27. Februar: Helmut Nerlinger, ehem. deutscher Fußballspieler
- 27. Februar: Reinhard Tramontana, österreichischer Journalist († 2005)
- 28. Februar: Mercedes Ruehl, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Steven Chu, US-amerikanischer Physiker
- 29. Februar: Rainder Steenblock, deutscher Politiker
- 29. Februar: Patricia A. McKillip, US-amerikanische Autorin
- 29. Februar: Karen Lafferty, US-amerikanische Sängerin und Musiklehrerin
- 2. März: Achim Vandreike, Bürgermeister und Dezernent für Sport und Wohnungswesen in Frankfurt am Main
- 2. März: Rory Gallagher, irischer Gitarrist († 1995)
- 2. März: Andrei Linde, russischer Kosmologe
- 3. März: Frank W. Abagnale, Hochstapler und Scheckbetrüger, Sachverständiger
- 4. März: Thomas Kossendey, deutscher Politiker und MdB
- 4. März: Chris Squire, englischer Musiker
- 5. März: Eddy Grant, Popmusiker, Sänger, Songwriter und Gitarrist
- 5. März: Leslie Marmon Silko, US-amerikanische Schriftstellerin
- 9. März: Chris Thompson, Sänger
- 10. März: Waldemar Hartmann, Journalist und Moderator
- 11. März: Franz Lambert, deutscher Komponist und Organist
- 11. März: Dominique Sanda, Schauspielerin
- 12. März: Ole Thestrup, dänischer Schauspieler
- 12. März: James Taylor, Folk/Pop-Künstler
- 13. März: Lillian Board, britische Leichtathletin und Olympionikin († 1970)
- 14. März: Bernd Stange, deutscher Fußballtrainer
- 14. März: Hans Georg Faust, deutscher Politiker
- 14. März: Jochen Schimmang, deutscher Schriftsteller
- 15. März: Gerhard Seyfried, deutscher Schriftsteller und Karikaturist
- 15. März: David Albahari, serbischer Schriftsteller
- 16. März: Margaret Weis, US-amerikanische Autorin von Fantasy-Literatur
- 17. März: William Gibson, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 20. März: Bobby Orr, kanadischer Eishockeyspieler
- 20. März: John de Lancie, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. März: Scott E. Fahlman, Professor für Computerwissenschaften und „Erfinder“ der Emoticon
- 22. März: Bernard Dietz, deutscher Fußballspieler
- 22. März: Andrew Lloyd Webber, englischer Komponist
- 24. März: Volker Finke, deutscher Fußballtrainer und Fußballspieler
- 24. März: Günter Bentele, Professor für Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations
- 25. März: Walter Keim, Hochschullehrer
- 25. März: Rob Goorhuis, niederländischer Komponist
- 25. März: Bonnie Bedelia, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. März: Edgar Selge, deutscher Schauspieler
- 29. März: Joachim Stünker, deutscher Politiker und MdB
- 29. März: Johnny Dowd, US-amerikanischer Alternative-Country-Musiker
- 31. März: Thijs Van Leer, niederländischer Musiker und Sänger
- 31. März: Al Gore, US-amerikanischer Politiker, 45. Vizepräsident der USA
- 1. April: Jimmy Cliff, Reggaekünstler
- 1. April: Philippe Garrel, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur
- 1. April: Urs Allemann, Schweizer Schriftsteller
- 2. April: Michael Gerhardt, Richter am Bundesverfassungsgericht seit Juli 2003
- 3. April: Hans Georg Schwarzenbeck, deutscher Fußballspieler
- 3. April: Oliver Grimm, deutscher Schauspieler
- 3. April: Carlos Salinas de Gortari, mexikanischer Politiker und Präsident
- 3. April: Jaap de Hoop Scheffer, niederländischer Politiker
- 3. April: Miguel Herz-Kestranek, Schauspieler und Buchautor
- 3. April: René Bardet, Schweizer Pressesprecher des Schweizer Fernsehens (SF DRS) († 2005)
- 4. April: Jacques Voigtländer, deutscher Politiker
- 4. April: Dan Simmons, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. April: Karin Gündisch, Schriftstellerin
- 6. April: Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin
- 6. April: Jo Leinen, deutscher Europaabgeordneter
- 6. April: Bengt-Arne Wickström, ist Finanzwissenschaftler
- 7. April: Rudolf Hartung, deutscher Politiker
- 8. April: Dagmar Schmidt, deutsche Politikerin († 2005)
- 8. April: Danuta Hübner, polnische Politikerin und EU-Kommissarin
- 9. April: Bernhard-Marie Koltès, französischer Dramatiker und Theaterregisseur
- 9. April: Jaya Bachchan, indische Schauspielerin
- 10. April: Bernd Clüver, deutscher Schlagersänger
- 11. April: Anke Maggauer-Kirsche, deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin
- 11. April: Marcello Lippi, italienischer Fußballtrainer
- 12. April: Joschka Fischer, deutscher Politiker
- 13. April: Sonja Viola Senghaus, deutsche Schriftstellerin
- 13. April: Drago Jančar, slowenischer Schriftsteller
- 15. April: Michael Kamen, US-amerikanischer Komponist († 2003)
- 18. April: Ina Lenke, deutsche Politikerin
- 18. April: Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München
- 18. April: Catherine Malfitano, US-amerikanische Sopranistin
- 21. April: Claire Denis, französische Regisseurin
- 26. April: Herbert Landau, ab 1. Oktober 2005 Richter des Bundesverfassungsgerichts
- 26. April: Klaus Minkel, deutscher Politiker und MdB
- 26. April: Josef Bierbichler, deutscher Schauspieler
- 27. April: Josef Hickersberger, Fußballspieler, Fußballtrainer
- 28. April: Terry Pratchett, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 4. Mai: Rolf Verres, Arzt
- 6. Mai: Caspar Einem, Politiker, Nationalratsabgeordneter
- 7. Mai: Ingrid Pieper-von Heiden, deutsche Politikerin
- 7. Mai: Holger Astrup, deutscher Politiker
- 8. Mai: Norbert Nigbur, deutscher Fußballspieler
- 8. Mai: Peggy March, US-amerikanische Schlagersängerin und Texterin
- 9. Mai: Astrid Höfs, deutsche Politikerin
- 12. Mai: Steve Winwood, Musiker
- 15. Mai: Irmingard Schewe-Gerigk, deutsche Politikerin und MdB
- 15. Mai: Peter Hussing, deutscher Schwergewichtsboxer
- 16. Mai: Rainer Stephan, deutscher Autor, Journalist und Regisseur
- 17. Mai: Winfried Kretschmann, deutscher Politiker und MdL
- 17. Mai: Horst Köppel, ehemaliger Fußballspieler und Trainer
- 17. Mai: Bill Bruford, Schlagzeuger
- 17. Mai: Thérèse Meyer, Schweizer Politikerin
- 18. Mai: Tom Udall, US-amerikanischer Politiker
- 19. Mai: Grace Jones, Sängerin, Fotomodell und Schauspielerin
- 20. Mai: Jon Amiel, britisch-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent
- 21. Mai: Günter Zöller, deutscher Eiskunstläufer
- 24. Mai: Richard Dembo, französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent († 2004)
- 25. Mai: Brian Eno, britischer Musiker
- 25. Mai: Klaus Meine, Sänger und Komponist der Hard-Rock Formation Scorpions
- 26. Mai: Leon Kieres, Präsident des Institutes für Nationales Gedenken (IPN)
- 26. Mai: Stevie Nicks, US-amerikanische Sängerin
- 27. Mai: Christina Emmrich, deutsche Politikerin
- 29. Mai: Peter Paziorek, deutscher Politiker und MdB
- 29. Mai: Günter Sebert, Fußball-Bundesliga-Spieler und jetziger Trainer
- 30. Mai: Dieter Kosslick, deutscher Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin
- 31. Mai: Martin Hannett, Musikproduzent († 1991)
- 31. Mai: Jürgen Stark, Ökonom, Vize-Präsident der Deutschen Bundesbank
- 31. Mai: Paulinho da Costa, Perkussionist
- 31. Mai: John Bonham, Schlagzeuger († 1980)
- 1. Juni: Rolf Hempelmann, deutscher Politiker und MdB
- 3. Juni: Wolfgang Neskovic, deutscher Politiker und Richter am Bundesgerichtshof
- 4. Juni: Jürgen Sparwasser, deutscher Fußballer
- 4. Juni: Jim Wallis, US-amerikanischer Prediger, christlicher Geistlicher und Buchautor
- 5. Juni: Sergio Abreu, Gitarrist
- 6. Juni: Jürgen Marcus, deutscher Schlagersänger
- 6. Juni: Rocco Buttiglione, italienischer Politiker
- 7. Juni: Diethelm Sack, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG
- 8. Juni: Jürgen von der Lippe, Dt. Fernsehmoderator und Komiker
- 8. Juni: Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn
- 9. Juni: Gudrun Schyman, schwedische Politikerin und Feministin
- 11. Juni: Sumayya Farhat Nasir, palästinensische Friedensvermittlerin im Westjordanland
- 12. Juni: Jossi Beilin, pazifistischer israelischer Staatsmann
- 12. Juni: Lyn Collins, US-amerikanische Soulsängerin († 2005)
- 15. Juni: Doris Papperitz, deutsche Sportjournalistin
- 16. Juni: Hans-Werner Kammer, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juni: Alpo Suhonen, finnischer Eishockeytrainer und Theaterdirektor
- 17. Juni: Hrafn Gunnlaugsson, isländischer Filmemacher
- 17. Juni: Joaquín Almunia, spanischer Politiker und EU-Kommissar
- 19. Juni: Nick Drake, britischer Gitarrist und Liedermacher († 1974)
- 19. Juni: Erik Schinegger, erfolgreiche(r) österreichische(r) Skirennläufer(in)
- 20. Juni: Ludwig Scotty, amtierende Präsident der Republik Nauru
- 20. Juni: Anne-Marie Barat, französische Organistin († 1990)
- 20. Juni: Johannes Friedrich, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern
- 21. Juni: Ian McEwan, britischer Schriftsteller
- 21. Juni: Wolfgang Seel, deutscher Fußballspieler
- 21. Juni: Andrzej Sapkowski, polnischer Schriftsteller
- 21. Juni: Don Airey, Rockmusiker
- 22. Juni: Todd Rundgren, US-amerikanischer Musiker, Texter und Produzent
- 23. Juni: Margret Mönig-Raane, Vorstandsmitglied von Ver.di
- 24. Juni: Annemarie Lütkes, deutsche Politikerin
- 24. Juni: Georg Boomgaarden, deutscher Diplomat und Botschafter
- 24. Juni: Gerulf Pannach, deutscher Liedermacher und Texter vieler DDR-Rockbands († 1998)
- 24. Juni: Patrick Moraz, Schweizer Musiker
- 26. Juni: Sergej Wladimirowitsch Bodrow, russischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent
- 28. Juni: Ellen Wellmann, deutsche Leichtathletin
- 28. Juni: Ellen Kießling, deutsche Leichtathletin
- 28. Juni: Kathy Bates, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Juni: Ian Paice, Schlagzeuger der Gruppe Deep Purple

2. Halbjahr


- 2. Juli: Jürgen Klimke, deutscher Politiker und MdB
- 3. Juli: Peter Ruzicka, Komponist, Intendant
- 4. Juli: Andreas von Schoeler, deutscher Politiker
- 6. Juli: Nathalie Baye, französische Schauspielerin
- 9. Juli: Robert Gratzer, österreichischer Schriftsteller, Journalist, Dramaturg und Verleger († 2004)
- 10. Juli: Michael Müller (Politiker), deutscher Politiker
- 10. Juli: Heinz Fromm, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
- 12. Juli: Richard Dewes, deutscher Politiker
- 12. Juli: Elias Khoury, libanesischer Schriftsteller
- 12. Juli: Günter Freiherr von Gravenreuth, Rechtsanwalt und Verleger
- 12. Juli: Ben Burtt, US-amerikanischer Sounddesigner und Tontechniker
- 13. Juli: Catherine Breillat, französische Filmregiseurin
- 16. Juli: Angelica Schwall-Düren, deutscher Politiker und MdB
- 16. Juli: Pinchas Zukerman, israelischer Geiger und Dirigent
- 16. Juli: Lars Lagerbäck, Trainer der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft
- 17. Juli: Luc Bondy, Schweizer Theaterregisseur
- 19. Juli: Jürgen Kerth, Blues-Gitarrist
- 19. Juli: Jobst Hirscht, deutscher Leichtathlet
- 21. Juli: Yusuf Islam, britischer Sänger und Songwriter
- 22. Juli: Otto Waalkes, deutscher Komiker, Cartoonist und Schauspieler
- 22. Juli: Ana de Palacio, spanische Außenministerin
- 22. Juli: Susan E. Hinton, US-amerikanische Schriftstellerin
- 23. Juli: Thomas Schäuble, Baden-Württembergischer Politiker
- 23. Juli: Ludger Stratmann, deutscher Kabarettist
- 23. Juli: Wilhelm Dietzel, deutscher Politiker
- 25. Juli: Peggy Fleming, US-amerikanische Eiskunstläuferin und Olympiasiegerin 1968
- 27. Juli: Brunhilde Irber, deutsche Politikerin und MdB
- 28. Juli: Herbert Henck, deutscher Pianist
- 30. Juli: Jean Reno, französischer Schauspieler
- 30. Juli: Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes
- 1. August: Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 2. August: Inga Rumpf, deutsche Sängerin und Komponistin
- 2. August: Andy Fairweather-Low, walisischer Sänger und Gitarrist
- 3. August: Jean-Pierre Raffarin, französischer Politiker, Premierminister
- 3. August: Mirko Kovats, österreichischer Investor
- 5. August: Ray Clemence, englischer Fußballspieler
- 6. August: Nikolai Awilow, sowjetischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 7. August: Wolfgang Haas, liechtensteinischer Erzbischof
- 7. August: Hans-Jürg Fehr, Schweizer Politiker
- 8. August: Swetlana Jewgenjewna Sawizkaja, russische Kosmonautin
- 11. August: Jan Palach, sich selbst verbrennender Philosophie-Student in der Tschechoslowakei († 1969)
- 12. August: Sam Neely, US-amerikanische Country-Sänger
- 13. August: Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 16. August: Gisela Hilbrecht, deutsche Politikerin
- 16. August: Annemarie Huber-Hotz, Schweizer Bundeskanzlerin
- 18. August: Eleonore Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 18. August: Carsten Bohn, deutscher Musiker
- 18. August: Heiner Pudelko, deutscher Rocksänger († 1995)
- 19. August: Robert Hughes, australischer Schauspieler
- 20. August: John Noble, australischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 20. August: Robert Plant, britischer Rockmusiker
- 20. August: Bernhard Russi, Schirennläufer, Olympiasieger
- 20. August: Barbara Allen Rainey, US-amerikanische Pilotin und erste Pilotin der US-Streitkräfte († 1982)
- 23. August: Jurij Jechanurow, ukrainischer Politiker
- 24. August: Jean Michel Jarre, französischer Vertreter der Elektronischen Musik
- 24. August: Nana Dschordschadse, georgische Filmregisseurin
- 24. August: Nana Djordjadze, georgische Filmregisseurin
- 25. August: Helga Zepp-LaRouche, deutsche Journalistin und Politikerin
- 26. August: Gertrud Gabl, österreichische Skirennläuferin († 1976)
- 30. August:

Orthographie

Die Orthographie, -grafie oder Rechtschreibung ( v.
griech. ὀρϑός „richtig“ und γραφή „Schrift“; seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Übersetzung des griech.-lat. Terminus orthographía) ist die in bestimmten Regeln festgelegte, allgemein geltende Schreibung der Wörter einer Sprache in der verwendeten Schrift. Die Rechtschreibung setzte sich während vieler Jahrhunderte erst allmählich durch, in manchen Sprachen früher als in anderen. Heute werden so gut wie alle Schriftsprachen (außer manchen nur selten geschriebenen Dialekten) nach mehr oder weniger festen Rechtschreibregeln geschrieben. Regelwidrige Schreibung wird als Rechtschreibfehler bezeichnet. Bei der Rechtschreibung in Alphabetschriften unterscheidet man zwei grundlegend verschiedene Ansätze:
- die phonetische Rechtschreibung, die eine möglichst einfache Beziehung zwischen Lautfolge und Schriftbild anstrebt („schreibe, wie du sprichst“), wobei im Idealfall ein Graphem nur einem Phonem entspricht (phonematische R.), und
- die etymologische Rechtschreibung, die grammatische und sprachgeschichtliche Ableitungsbeziehungen zwischen verschiedenen Wörtern und insbesondere zwischen den konjugierten, komparierten oder deklinierten Formen eines Wortes sichtbar werden lässt. Überwiegend phonetisch ist die Orthographie zum Beispiel des Bulgarischen, Finnischen, Italienischen, Russischen, Serbischen, Spanischen und Türkischen. Ein Extrembeispiel für etymologische Orthographie stellt das Englische dar. Im Englischen kann eine Buchstabenfolge (z. B. ough) vier oder mehr verschiedene Aussprachen haben; umgekehrt kann eine bestimmte Lautfolge viele verschiedene Schreibungen haben, je nachdem, in welchem Wort sie vorkommt. Auch das Französische schreibt sich entschieden etymologisch. Würde, rein hypothetisch, Frankreich seine Orthographie auf eine rein phonetische Grundlage stellen, wäre von einem Tag auf den anderen die Familienähnlichkeit des Französischen mit den übrigen romanischen Sprachen nicht mehr zu erkennen. Im Französischen kann ein Phonem neun verschiedene Schreibungen haben (z. B. die Homonyme au, aux, haut, hauts, os, aulx, oh, eau, eaux). Im Deutschen herrscht eine Mischform zwischen phonetischer und etymologischer Orthographie vor. Zwar gibt es eine Tendenz zu lautgerechter Schreibung, es gibt aber viele Ausnahmen. Mehrere Rechtschreibreformen haben diese allmählich verringert. Andererseits werden bei jüngeren Entlehnungen insbesondere aus dem Englischen Schreibungen häufig nicht an das deutsche Lautbild angepasst. Es hat sich gezeigt, dass in Sprachen mit phonetischer Orthographie Legasthenie seltener auftritt und das Erlernen der Orthographie erleichtert wird.

Bedeutende Personen der deutschen Orthographiegeschichte


- 15./16. Jh.: Niklas von Wyle, Heinrich Steinhöwel
- 17. Jh.: Justus Georg Schottel, Philipp von Zesen
- 18. Jh.: Johann Christoph Gottsched, Johann Christoph Adelung
- 19. Jh.: Johann Christian August Heyse, Konrad Duden, Jacob Grimm, Rudolf von Raumer
- 20. Jh.: Gerhard Augst, Burkhard Schaeder, Peter Gallmann, Max Mangold, Dieter Nerius, Kerstin Güthert, Horst Sitta, Klaus Heller, Christoph Stillemunkes, Eugen Wüster, Hermann Zabel
- 21. Jh.: Theodor Ickler

Siehe auch


- Buchdruck, Binnen-I, Binnenmajuskel
- Buchstabe ß (sz bzw. ss), Deutsche Sprache, Durchkopplung
- Geschichte der deutschen Rechtschreibung, Graphemik, Interpunktion
- Neue deutsche Rechtschreibung, Alte deutsche Rechtschreibung, Satzzeichen, Plenk
- Zum Streit über die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 siehe Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996: Kritik und Apologetik.

Weblinks


- [http://www.canoo.net Canoo.net] Onlinewörterbuch und Deutsche Grammatik, Flexion und Wortbildung
- [http://www.deutsche-rechtschreibung.de] Onlinewörterbuch alte-neue deutsche Rechtschreibung, Regelwerk, Wörterliste Kategorie:Schreiben Kategorie:Buch Kategorie:Zeitung als:Orthographie simple:Orthography zh-min-nan:Chiàⁿ-jī-hoat

Goidelische Sprachen

Die goidelischen Sprachen, auch als gälische oder, etwas ungenau, q-keltische Sprachen bezeichnet, stellen einen Zweig der keltischen Sprachen dar. Zu ihnen gehören folgende Sprachen:
- Irisch
- Schottisch-Gälisch
- Manx Verwirrenderweise werden alle drei Sprachen nach ihren jeweiligen Eigenbezeichnungen (ir. Gaeilge, schott. Gàidhlig, Manx Gaelg) ebenfalls „Gälisch“ genannt. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten für diese besser die Namen der Einzelsprachen benutzt werden: Irisch, Schottisch-Gälisch, Manx. Beim im Süden Schottlands gesprochenen Scots ist es dagegen nicht endgültig geklärt, ob es sich um einen englischen Dialekt oder eine selbständige, aus dem Mittelenglischen entstandene