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Iron Maiden

Iron Maiden

Seit ihrem gleichnamigen Debütalbum im Jahre 1980 sind Iron Maiden (engl.: eiserne Jungfrau) eine der beständigsten und erfolgreichsten (Heavy) Metal-Bands aller Zeiten.

Geschichte

1975-1979: Die Vorgeschichte

Iron Maiden wurde Ende 1975 von dem Londoner Musiker Steve Harris zunächst ohne einen Bandnamen gegründet, nachdem er aus seiner ersten Band namens Gypsy's Kiss wegen musikalischer Gründe ausgetreten war. Später fiel Harris dann der Name Iron Maiden (deutsch: "Eiserne Jungfrau", mittelalterliches Folterinstrument) ein, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass er altertümliche Sachen, Filme usw. mag. Zur Urbesetzung der Band gehörten neben dem Bassisten Harris der Sänger Paul Day, die Gitarristen Dave Sullivan und Terry Rance sowie Ron Matthews am Schlagzeug. Der erste Liveauftritt fand am 15. Dezember 1976 in einem Pub namens The Cart & Horses statt. Zu diesem Zeitpunkt hatten Dave Murray und Bob Sawyer bereits die beiden ursprünglichen Gitarristen ersetzt und mit Dennis Wilcock hatte ein neuer Mann das Mikrofon übernommen. Sawyer verließ die Band schnell wieder und Iron Maiden machte als vierköpfige Formation weiter. 1978 wurde Dennis Wilcock von Paul Di'Anno abgelöst und Doug Sampson nahm anstelle von Matthews den Platz am Schlagzeug ein. In dieser Besetzung spielte Iron Maiden am 31. Dezember 1978 ein Demo ein, das später als The Soundhouse Tapes in kleiner Auflage auf Schallplatte gepresst wurde und bis heute das meist kopierte, aber im Original auch meist gesuchte Iron Maiden-Sammlerstück ist. 1979 wurde Rod Smallwood Manager der Band, die sich durch zahllose Konzerte in London und Umgebung bereits einen hervorragenden Namen gemacht und eine ansehnliche und treue Fangemeinde gewonnen hatte. Aufgrund dieses Erfolges erhielt Iron Maiden im November 1979 bei EMI den ersten Plattenvertrag.

1980-1982: Erste Erfolge und Durchbruch

Auch im Jahr 1980 gab es personelle Veränderungen in der Band: Mit Tony Parsons trat Iron Maiden wieder ein zweiter Gitarrist bei, der schon bald darauf von Dennis Stratton abgelöst wurde. Doug Sampson muss seinen Platz auf dem Drummerstuhl für Clive Burr räumen. Als Begründung für sein Ausscheiden aus der Band erklärte er, dass das harte Tourleben seine Gesundheit gefährde. In der Besetzung Di'Anno, Murray, Stratton, Harris, Burr nahm die Band dann schließlich ihr selbstbetiteltes Debutalbum Iron Maiden auf, das in der Szene begeistert gefeiert wurde. Mit der Single Running Free traten Iron Maiden bei BBCs Top of the Pops auf und spielten dort als erste Band seit langem live und nicht Playback. Iron Maiden wurde mit einem Schlag auch außerhalb der Umgebung Londons bekannt. Es folgte eine ausgedehnte UK-Tournee im Vorprogramm von Judas Priest, eine Europatournee mit den US-Hardrockern KISS und ein Auftritt im Vorprogramm von UFO (Band) beim legendären Reading-Festival. Martin Birch, Produzent der Hardrock-Legende Deep Purple, produzierte 1981 das zweite Iron Maiden-Album Killers. Vor dessen Aufnahme wurde Gitarrist Dennis Stratton, aufgrund differierender musikalischer Ziele von Harris und Stratton, durch Adrian Smith ersetzt. Auch Killers kam bei den Fans bestens an. Die Killer World Tour führte die Band in 15 Länder, wobei sie 120 Konzerte spielte. Ausgedehnte Tourneen wurden zu einem Markenzeichen von Iron Maiden. Die Allianz mit Martin Birch hielt bis in die 1990er Jahre. Ende 1981 hielt Paul Di'Anno dem Druck, der nun auf der Band lastete, nicht mehr Stand. Er begann zu trinken, wurde unzuverlässig und musste schließlich die Band verlassen. Sein Nachfolger war Bruce Dickinson, der zuvor bei der Band Samson gesungen hatte. Dickinson erwies sich in der Folge als Volltreffer für die Band. Mit ihm nahm man Anfang 1982 das Album The Number Of The Beast auf. Der Erfolg dieses Albums bedeutete den weltweiten Durchbruch für Iron Maiden. The Number Of The Beast verkaufte sich weit über eine Million Mal und gilt heute in weiten Kreisen als perfekte Definition des Heavy Metal. Sechs der acht enthaltenen Stücke gelten bis heute als Klassiker des gesamten Genres.

1983-1988: Die goldene Ära

Ende 1982 wurde Clive Burr durch Nicko McBrain ersetzt, einen damals bereits renommierten Drummer, der zuletzt bei der französischen Band Trust Schlagzeug gespielt hatte. Interessanterweise besetzten Trust den nun ihrerseits vakanten Posten mit Clive Burr. In der Besetzung Dickinson, Murray, Smith, Harris, McBrain nahmen Iron Maiden in der Folgezeit insgesamt vier Studioalben auf. Mit Piece Of Mind (1983) und Powerslave (1984) eroberten Iron Maiden endgültig den Heavy-Metal-Thron. Brillante Alben in stabiler Qualität festigten den Ruf der fünf Musiker als eine Festung des Metal. Nach der ausgedehnten World Slavery Tour in den Jahren 1984 und 1985 wurde das Album Live After Death veröffentlicht (1985), eine Live-Doppel-LP, die bis heute als eine der besten Live-Platten aller Zeiten gilt. Das folgende Album Somewhere In Time rief 1986 durch den Einsatz von Gitarrensynthesizern gespaltene Reaktionen hervor. Iron Maiden hatten ihren typischen Klang zum ersten Mal leicht verändert. Im Jahr 1988 folgte mit dem Konzeptalbum Seventh Son Of A Seventh Son eine LP, die bei ihrem Erscheinen ähnlich umstritten war wie ihr Vorgänger, heute aber als gute Veröffentlichung der Band gilt. Mit Can I play with Madness enthält sie außerdem ein Stück, das es auch in Deutschland in die Top 10 schaffte. Bei der nachfolgenden Tournee wurde die limitierte CD Maiden England und das dazupassende Video mitgeschnitten. Auf dieser Tournee waren Iron Maiden Headliner der legendären Monsters of Rock-Festivals, bei denen auch KISS aufspielte, für die Iron Maiden wenige Jahre zuvor noch Begleitband war.

1989-1993: Erste Turbulenzen

Gitarrist Adrian Smith verließ die Band 1989, um sich seinem Soloprojekt A.S.A.P. zu widmen (später folgte noch eine Band namens Psycho Motel), während Sänger Dickinson seine erste Soloplatte (Tattoed Millionaire) aufnimmt, Iron Maiden aber zunächst treu bleibt. Dickinson brachte von seinem Soloausflug den Gitarristen Janick Gers mit, der fortan Smith bei Iron Maiden ersetzte. 1990 erschien das Album No Prayer for the Dying. Bei den Songs dieses Albums ist der typische Iron Maiden-Stil erkennbar, allerdings sprechen manche Fans von überraschend schwachem Songwriting und einer lustlosen Umsetzung. Der von Bruce Dickinson für den Film Nightmare on Elmstreet 5 geschriebene Song Bring Your Daughter... To The Slaughter war die erste und bis heute einzige Nummer-Eins-Single der Band in den britischen Charts. 1992 erschien Fear of the Dark, welches mit dem Titelstück und Afraid To Shoot Strangers weitere Maiden-Klassiker enthält. Als Dickinson am Ende der '92er-Tournee seinen Ausstieg aus der Band ankündigte, reagierten die Fans mit Entsetzen. Es erschienen noch 3 Live CDs mit Dickinson am Mikrofon (A real live one, A real dead one und Live at Donington) und das Abschiedskonzert auf Video (Raising Hell).

1994-1999: Krise

Nach einem Jahr Schaffenspause fanden Iron Maiden einen neuen Sänger: Blaze Bayley von Wolfsbane ersetzte Dickinson. Mit ihm nahmen sie ihr zehntes Album The X-Factor auf, das für gespaltene Reaktionen sorgte. Zum Einen löste die ungewohnt dumpfe Produktion, für die Steve Harris selbst verantwortlich war, und die dem Album einen äußerst dunklen Klang verlieh, Verwirrung aus, zum Anderen kam Bayleys Stimme, die sich erheblich von der Dickinsons unterscheidet, bei den meisten Fans nicht gut an. Ähnliches wiederholte sich beim 1998er-Album Virtual XI, das ebenfalls beim Großteil der Fangemeinde auf wenig Gegenliebe stieß. Die angesetzten Tourneen waren Flops, Iron Maiden spielten zum Teil in halb leeren Hallen, die zudem erheblich kleiner waren als in der Vergangenheit. Als musikalischer Höhepunkt der Zeit wird oftmals das Lied Virus bezeichnet, welches nur als EP und auf der Best-Of- Veröffentlichung Best Of The Beast erschien.

1999-heute: Reunion

Am 10. Februar 1999 ging es wie ein Urschrei durch die Metal-Szene: Bruce Dickinson und Adrian Smith sind wieder bei Iron Maiden! Blaze Bayley musste gehen, Janick Gers blieb: Die Band spielt seitdem mit drei Gitarristen. Die Reunion-Tour geriet zum Triumphzug, das heiß erwartete Comeback-Album "Brave New World" (2000) erreichte zwar nicht ganz die Klasse von "Seventh Son..." oder "The Number of the Beast", erfüllte aber weitestgehend die Erwartungen. Beim "Rock in Rio"-Festival 2001 spielten Maiden als Headliner vor ca. 250.000 Leuten und veröffentlichen die Aufnahme dieses legendären Gigs als Livealbum und DVD. Iron Maiden veröffentlichten am 8. September 2003 ihr dreizehntes Studioalbum "Dance of Death". Zwischenzeitlich gab es zwei "Best of" Veröffentlichungen: 1. Eddie's Archive - eine Sammlung von drei Doppel-CDs mit bis jetzt unveröffentlichtem Material (Aufnahmen vom Reading Festival, Donington, dem Hammersmith Odeon und andere BBC-Aufnahmen) und einer B-Side Sammlung. Den in einer Metalldose herausgebrachten CDs lag noch ein Siegelring, ein Schnapsglas und ein Bandstammbaum auf Pergament bei. 2. Edward the Great - eher für Iron Maiden Neulinge als für Fans, daher mit vielen Klassikern der Band versehen. Außerdem wurde nach "Rock in Rio" (Livemitschnitt des Konzertes in Rio) "Visions of the Beast" (Alle Promo-Videos)veröffentlicht. Anlässlich der Dance of Death Tour erschien auch eine Single ("No more Lies EP"), mit verschiedenen Versionen von Songs des neuen Albums (einmal singt auch der Drummer Nicko McBrain), einem Live Video und einem Maiden-Schweißband. Ende 2004 erschien die DVD "The Early Days - Part I", in der die Bandgeschichte von 1976 bis 1983 zusammengefasst wurde. Es sind eine 90min lange Dokumentation und Teile von 3 Live-Konzerten der Jahre 1980/1982/1983 enthalten. Die Reihe soll fortgesetzt werden und auf der nächsten DVD werden wahrscheinlich das legendäre "Live after death" Konzert sowie Mitschnitte der "Somewhere in Time"-Tour zu finden sein. 2005 spielten Maiden bei großen Festivals wie Full Force in Leipzig und Rock am Ring/Rock im Park. Außerdem spielten sie am 12. Juli 2005 vor über 55.000 Fans im Ullevi Stadium in Göteborg. Dieses Konzert wurde vom Schwedischen Fernsehen live übertragen und ist damit die erste live Übertragung seit dem Live-Aid 1985. Ganz Göteborg wurde während dieses Wochenendes zur "Maidenville". Auf der Tour wurde insgesamt vor über 450.000 Fans gespielt, das sind durchschnittlich 22.500 pro Konzert. Am Montag, dem 29. August 2005 erschien die Live CD "Death on the Road". Sie enthält einen Livemitschnitt des während der Dance Of Death World Tour im November 2003 gespielten Konzerts in Dortmund. Eine Live DVD dieses Konzerts wird noch nachfolgen. Für den März 2006 ist von Maiden ein neues Studioalbum angekündigt, dem dann auch eine Tournee folgen soll.

Textbezug

Ein herausragendes Merkmal der Band ist, dass regelmäßig Songs veröffentlicht werden, die auf konkrete historische, literarische und/oder cineastische Vorlagen zurückgreifen.

Historische Begebenheiten


- The Ides of March (1981 auf Killers) : Todestag Julius Caesars
- Ghengis Khan (1981 auf Killers) : die historische Figur Dschingis Khan
- Invaders (1982 auf The Number of the Beast) : die Invasionen der Wikinger in England
- Run to the Hills (1982 auf The Number of the Beast) : Völkermord an den Indiandern Nordamerikas
- The Trooper (1983 auf Piece of Mind): Über den militärisch sinnlosen Angriff der britischen Leichten Brigade am 24. Oktober 1854 während des Krimkrieges
- Aces High (1984 auf Powerslave) : Bezieht sich auf die Luftschlacht um England während des Zweiten Weltkriegs
- Alexander the Great (1986 auf Somewhere in Time) : Bezug auf den Mazedonischen König Alexander III.
- Tailgunner (1990 auf No Prayer for the Dying): Schilderung des britischen Luftangriff auf Dresden 1945 aus der Sicht eines britischen Bomber-Heckschützen.
- Mother Russia (1990 auf No Prayer for the Dying) : Über den Zerfall der Sowjetunion und die vermeintliche Freiheit des russischen Volkes hernach
- The Clansman (1998 auf Virtual XI) : Aus der Sicht von William Wallace geschrieben, offensichtlich durch den Film Braveheart
- Como Estais Amigos (1998 auf Virtual XI) : Dieses Lied wurde zu Ehren der britischen Soldaten geschrieben, welche 1982 während des Falklandkrieges gefallen sind.
- Montsegur (2003 auf Dance of Death) : Beschreibt die Belagerung der Festung Montségur im Jahre 1244
- Paschendale (2003 auf Dance of Death) : Das Schicksal eines Soldaten während der totalen Vernichtung der Stadt Paschendale in Belgien während des ersten Weltkrieges

Literarische Vorlagen


- Phantom Of The Opera (1980 auf Iron Maiden) : der Roman Das Phantom der Oper von Gaston Leroux
- Murders In The Rue Morgue (1981 auf Killers) : die Kurzgeschichte Der Doppelmord in der Rue Morgue von Edgar Allan Poe
- The Flight Of Icarus (1983 auf Piece Of Mind) : der Flug des Ikarus in der Sage Ovids
- To Tame A Land (1983 auf Piece Of Mind) : der Roman Der Wüstenplanet von Frank Herbert
- The Rime Of The Ancient Mariner (1984 auf Powerslave) : nach dem gleichnamigen Gedicht von Samuel Taylor Coleridge
- The Loneliness Of The Long-Distance Runner (1986 auf Somewhere In Time) : der gleichnamige Roman von Alan Sillitoe (Die Einsamkeit des Langstreckenläufers)
- Seventh Son Of A Seventh Son (1988) : mehrere Songs auf dem Album enthalten Motive aus dem Alvin-Romanzyklus von Orson Scott Card; der erste Band trägt den Titel Der Siebente Sohn
- The Sign Of The Cross (1995 auf The X Factor) : der Roman Der Name der Rose von Umberto Eco
- Lord Of The Flies (1995 auf The X Factor) : der Roman Herr der Fliegen von William Golding
- Brave New World (2000 auf Brave New World) : der Roman Schöne Neue Welt von Aldous Huxley
- Out Of The Silent Planet (2000 auf Brave New World) : der Roman Jenseits des Schweigenden Sterns von C.S. Lewis

Cineastische Vorlagen


- The Prisoner (1982 auf The Number Of The Beast) : Die britische TV-Serie The Prisoner auf BBC
- Quest For Fire (1983 auf Piece Of Mind) : Der französische Fantasy-Film Am Anfang war das Feuer
- Where Eagles Dare (1983 auf Piece Of Mind) : Der gleichnamige Film dt. Agenten sterben einsam mit Clint Eastwood und Richard Burton.
- Somewhere In Time (1986) : Das Cover das Albums wurde durch den Film Blade Runner inspiriert. Das Titelstück Caught Somewhere In Time wurde durch den Film Time after Time (dt. Flucht in die Zukunft) inspiriert
- Bring Your Daughter... To The Slaughter (1990 auf No Prayer For The Dying) : War das Titellied des Films Nightmare 5: Das Trauma
- Run Silent, Run Deep (1990 auf No Prayer For The Dying) : Der gleichnamige U-Boot-Film (dt. U 23 - Tödliche Tiefen) mit Burt Lancaster und Clark Gable
- The Fugitive (1992 auf Fear Of The Dark) : Der gleichnamige Film (dt. Auf der Flucht) mit Harrison Ford
- Man On The Edge (1995 auf The X Factor) : Der Film Falling Down mit Michael Douglas
- The Edge Of Darkness (1995 auf The X Factor) : Der Film Apocalypse Now mit Marlon Brando. Der Name des Liedes stammt von dem Buch Herz der Finsternis (1899) von Joseph Conrad. Dieses Buch diente als Vorlage für Apocalypse Now
- The Clansman (1998 auf Virtual XI) : Der Film Braveheart mit Mel Gibson

Diskografie (Alben)


- 1980 Iron Maiden
- 1981 Killers
- 1982 The Number Of The Beast (Album)
- 1983 Piece Of Mind
- 1984 Powerslave
- 1985 Live After Death (Live)
- 1986 Somewhere In Time
- 1988 Seventh Son Of A Seventh Son
- 1989 Maiden England (Live; Limitierte Auflage)
- 1990 No Prayer For The Dying
- 1992 Fear Of The Dark
- 1993 A Real Live One (Live)
- 1993 A Real Dead One (Live)
- 1993 Live At Donington (Live)
- 1995 The X Factor
- 1996 Best Of The Beast (Best Of-Sampler)
- 1998 Virtual XI
- 1999 Ed Hunter (Top 20-Sampler plus ED HUNTER PC Spiel)
- 2000 Brave New World
- 2002 Rock In Rio (Live)
- 2002 Edward The Great (Best Of-Sampler)
- 2002 Eddie's Archive (6 CD-Archiv-Box mit Liveaufnahmen)
- 2003 Dance Of Death
- 2005 Death On The Road (Live)

Weblinks


- [http://www.ironmaiden.com/ Offizielle Bandhomepage]
- [http://www.ironmaiden.de.ms/ Deutsche Iron Maiden Fansite]
- [http://www.ironmaiden-planet.de/ Weitere deutsche Iron Maiden Fansite]
- [http://www.bandnews.org/band/I/Iron+Maiden Iron Maiden News] - live aus dem Netz
- [http://www.powermetal.de/histories/anzeigen.php?id=32 Bandhistory] sowie [http://www.powermetal.de/search/index.php?interpret_id=13 Reviews & Konzertberichte] zur Band bei Powermetal.de
- [http://210833.homepagemodules.de/ Deutsches Iron Maiden Forum] Kategorie:Metal-Band Kategorie:britische Band Kategorie:1980er Band Kategorie:1990er Band Kategorie:2000er Band ja:アイアン・メイデン

Wikipedia:Formatvorlage Band

Allgemeines

Beim Anlegen neuer Artikel für Musikgruppen sollte man sich, soweit sinnvoll anwendbar, an das hier verfasste Muster halten, damit eine gewisse Einheitlichkeit entsteht. Den grauen Kasten nebenan kann man per Copy & Paste rausschnippseln und als Vorlage verwenden. Hier wurde anschaulich eingearbeitet, wie eine Biografie mit den unten folgenden Anmerkungen aussehen sollte. Weiter unten kann man sich das Beispiel als möglichen Artikel ansehen. Bei Artikeln zu Solomusikern oder einzelnen Gruppenmitgliedern bitte die Formatvorlage Biografie beachten, bei der Diskografie, Literatur, Weblinks aber nach dieser Vorlage arbeiten. Bitte auch die Ratschläge ganz am Ende beachten! Zunächst aber die Anmerkungen:

Bearbeitungsschritte


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- Beitrag schreiben.
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- Für Chartplatzierungen kann die Wikipedia:Chartbox benutzt werden. Und so schaut es dann aus: ---- Die Mustergruppe ist eine Musterland-Gruppe aus Musterstadt. Musterstadt Die Gruppe wird den Stilrichtungen der Musik zugerechnet, wobei sie das Kunststück fertig brachten, Eier mit Tomaten zu kombinieren. Der Name bezieht sich übrigens auf den mustergültigen Haarschnitt des Sängers. "Gegründet wurde die Mustergruppe von Tom Mustermann (Instrument/Gesang), Lotte Musterfrau (Instrument/Gesang), Felix Mustersohn (Instrument/Gesang) und Lola Mustertochter (Instrument/Gesang). Inspieriert durch die damalige Zeit/von ihrem großen Idol Led Zeppelin, spielten sie anfangs als Coverband, bevor sie von Kalle Kunz oder Stefan Raab entdeckt wurden." ... "Eine hohe Fluktuation herrschte unter den Gruppenmitgliedern" oder "Alte Mitglieder gingen, neue kamen." ... "Der Durchbruch kam mit Album Total, das sich zig Millionen mal verkaufte." ... "Bei einem Unfall mit dem Tourbus starb Felix Mustersohn, was das Ende der Gruppe bedeutete" ... "2000 startete Mustergruppe ein Comeback mit dem neuen Instrumentalisten/Sänger Frodo Beutlin" ...
- Album Total (1999; Plattenfirma), Bemerkungen
- NocheinAlbum (2017; Plattenfirma), Noch mehr Bemerkungen
- 1989: ECHO und drei Grammys für Album Mei, san mir guad
- 1991: Goldene Kamera für Mir san Besser (Bestes Video) Rockmusik, Stilrichtungen der Musik, Portal:Musik und weitere
- Erna Mustermannforscherin: Standardwerk über unsere Gruppe. Verlag, Erscheinungsort Jahr
- http://www.mustergruppe.de – Offizielle Webpräsenz Kategorie:Rockband
Kategorie:Isländische Band
Kategorie:2010er Band



Band

Debütalbum

Das Debütalbum ist das erste Album eines Musikers oder einer Musikgruppe. Das erste Album erscheint oft ohne Titel, also einfach unter dem Namen des Künstlers oder der Band. Beispielsweise hieß Elvis Presleys Debüt schlicht Elvis Presley oder das erste Album der Foo Fighters auch nur Foo Fighters. Einige Debütalbum machten ihren Schöpfer über Nacht bekannt, wie zum Beispiel Tubular Bells von Mike Oldfield. Andere liegen zunächst unbeachtet in den Regalen, werden dann später aber doch noch bekannt, beispielsweise Pieces Of You von Jewel oder Trouble von Rapper Akon, das in den USA bereits 2003 erschien, in Deutschland aber erst 2005 bekannt wurde. Das Debütalbum kann aber auch ein künstlerisch misslungenes oder nicht mehr zeitgemäßes Werk von schlechter Qualität darstellen, sodass der möglicherweise später erfolgreiche Musiker mit seinem Debütalbum nicht mehr in Verbindung gebracht wird. Als erfolgreichstes Debütalbum einer Künstlerin gilt das, 1985 unter ihren Namen veröffentlichte, erste Album von Whitney Houston. Es wurden über 13 Millionen Einheiten davon verkauft. Siehe auch: Debüt Kategorie:Tonträger

Eiserne Jungfrau

] Die eiserne Jungfrau ist ein Gerät, das angeblich zur Folterung und Hinrichtung von Menschen benutzt wurde. Es handelt sich um einen hölzernen oder metallenen Hohlkörper, meist in Frauengestalt, der nach gängiger Vorstellung mit nach innen stehenden Nägeln oder Dornen beschlagen war. Der Delinquent wäre demnach im Inneren eingeschlossen worden, worauf sich bei Schließung die Spitzen in den Körper gebohrt hätten. Entgegen dieser landläufigen Meinung sind eiserne Jungfrauen jedoch durchweg Fälschungen aus dem mittleren 19. Jahrhundert, die entweder komplette Neubauten sind oder durch Einschlagen von Nägeln in (ursprüngliche dornenlose) frühneuzeitliche Schandmäntel entstanden. Daher wurden bei der im Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber ausgestellten Eisernen Jungfrau die - vormals enthaltenen, aber offenbar erst nachträglich ergänzten - Nägel wieder entfernt. Die Fiktion der eisernen Jungfrau basiert auf einer angeblichen Nürnberger Chroniknachricht von 1533, die vom Altdorfer Professor Johann Philipp Siebenkees 1793 kolportiert wurde, und die im Kontext der damaligen Vorstellungen von mittelalterlichen Vehmgerichten steht. Die berühmteste Eiserne Jungfrau, die bis 1945 in Nürnberg gezeigt wurde, inspirierte den Dracula-Autor Bram Stoker zu seiner Gruselgeschichte Die Squaw. Dort wird die Eiserne Jungfrau noch in der landläufigen Vorstellung verwendet: Ein Besucher des Kuriositätenkabinetts in der Nürnberger Burg zwängt sich aus Übermut in die Eiserne Jungfrau und kommt dann in ihr auf spektakuläre Weise qualvoll um, nachdem eine von ihm zuvor gepeinigte Katze den Schließmechanismus des Gerätes betätigt hat. Als erste eiserne Jungfrau wird Apega bezeichnet, die sich der spartanische Tyrann Nabis (207 – 192 v. Chr.) angeblich bauen ließ. Hierbei handelte es sich - im Gegensatz zu den frühneuzeitlichen Eisernen Jungfrauen - um eine "echte" Konstruktion mit eingefügten Nägeln.

Nachwirkung


- Die Eiserne Jungfrau gilt vielfach immer noch als Inbegriff mittelalterlicher Justiz, auch wenn dies unzutreffend ist.
- Bram Stokers Roman "The Squaw" (s. oben)
- In einem italienischen Sandalenfilm wird ein Abgesandter des byzantinischen Kaisers Justinus mit einer Eisernen Jungfrau hingerichtet.
- Im Film Sleepy Hollow stirbt die Mutter des Protagonisten durch die Eiserne Jungfrau
- Die Heavy-Metal-Band Iron Maiden hat sich nach der "Eisernen Jungfrau" benannt.

Literatur


- Schild, Wolfgang: Die eiserne Jungfrau. Dichtung und Wahrheit (Schriftenreihe des Mittelalterlichen Kriminalmuseums Rothenburg o.d.Tauber Nr.3) Rothenburg o.d.Tauber o.J. [2000]

Weblinks


- http://www.dingo.saar.de/squaw.html Stoker auf deutsch
- http://www.gutenberg.net/dirs/1/0/1/5/10150/10150-h/10150-h.htm Stoker auf englisch E Kategorie: Folter Kategorie:Urban legend ja:鉄の処女



Metal

Metal ist eine variantenreiche Musikrichtung und Subkultur. Ihre Ursprünge liegen im Hard Rock Anfang der 1970er, mit vielen Elementen des Blues, des Jazz und der Klassik. Eine gitarren- und schlagzeugzentrierte Klangfarbe, wie auch virtuose Spielweise sind häufige Merkmale. virtuose Die zahlreichen Substile – beispielsweise Death Metal, Power Metal, Progressive Metal – unterscheiden sich zum Teil erheblich. Die Bandbreite reicht von extrem einfach gehaltenen, meist rhythmisch sehr treibenden Songstrukturen bis zu filigran ausgefeilten, multiinstrumentalen Kompositionen, die sich ansonsten nur in der klassischen Musik wiederfinden, von krächzendem Gebrüll und tiefem Grunzen bis zu opernartigen Gesangskünsten, von extrem langsamen bis rasant schnellen Rhythmen. Ähnlich vielfältig geht es bei den Texten zu, die von reiner Fantasy über Hassorgien, Religion, sexuell anzüglichen Partytexten, Melancholie bis zur politischen Gesellschaftskritik reichen. Seit seinen Anfängen in den 1970ern ist Metal primär eine Jugendsubkultur, jedoch bleiben die Hörer oft auch Jahre nach der Pubertät ihrer Musik verbunden, so dass sich in der Szene Menschen aus praktisch allen Altersbereichen finden lassen. Die Szenegänger bezeichnen sich selbst oft als Metaller, Metler, Metalheads, Metal-Jünger oder Heavies. Auch wenn es unter Metal-Fans ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl gibt, mögen sich vor allem die fanatischeren Anhänger der verschiedenen Stilrichtungen nicht immer gegenseitig. Passend zu den verschiedenen Substilen gibt es die verschiedensten Outfits und zum Teil auch Lebenseinstellungen, genauso gibt es aber auch zahlreiche Metal-Fans, die ganz „normal“ gekleidet sind und deren Haarschnitt nicht von dem der breiten Masse abweicht. Das weit verbreitete Klischee des Metal-Fans mit langen Haaren, Lederklamotten und Jeans-Kutte mit Bandlogos trifft heute verallgemeinernd nicht mehr zu. Viele Fans kleiden sich gar nicht mehr dem Klischee entsprechend oder man erkennt deren Zugehörigkeit nur noch durch das Tragen von Bandshirts. Auch wenn viele Stilrichtungen des Metal aus dem Underground stammen und teilweise auch noch dort beheimatet sind, gab und gibt es genügend Bands, die einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen und den Musikstil Metal daher auch einem sehr großen Publikum zugänglich gemacht haben.

Metal zwischen Subkultur und Kunstform

Metal präsentiert sich in erster Linie als musikalische Kunstform, welche aber eigentlich der Selbstausdruck der dahinter stehenden Subkulturen, ihres Gedankengutes und ihrer Ideale ist. Vor allem im traditionellen Bereich sagt man manchmal, dass die musikalischen Merkmale der verschiedenen Stile sich aus dem Gedankengut der verschiedenen Szenen ergeben. So zeichnet sich beispielsweise der Gothic Metal musikalisch durch tiefe und langsame, im Allgemeinen melancholisch wirkende Melodien aus, die als musikalischer Ausdruck des von den Anhängern dieser Metalrichtung geteilten Lebensgefühls empfunden werden. Die Splattertexte, Blastbeats und Growls des Death Metal entsprechen den Motiven Zerstörung und Gewalt, durch die eine pessimistische Weltsicht künstlerisch verarbeitet wird (was allerdings, abgesehen von geistig Verwirrten, zu keiner erhöhten Gewaltbereitschaft führt und auch nicht zwangsweise in jedem Lied und bei jeder Band vorkommt); Dissonante Riffrepetitionen unterstreichen die dunklen-aggressiven Gefühle, die beim Black Metal im Mittelpunkt stehen.

Musik und Kunst

Instrumentierung

Metal wird nur selten von Einzelkünstlern, sondern primär von Bands vorgetragen. Die Standardbesetzung bilden hier Schlagzeug (oft mit Double Bass), Bassgitarre, Rhythmusgitarre (auf welche teilweise verzichtet wird), Leadgitarre und Gesang, welcher manchmal auch von einem der Instrumentalisten übernommen wird. In einigen Subgenres werden außerdem beispielsweise Keyboards eingesetzt, allerdings sehr selten als Lead-Instrument. Die Gitarren spielen im Metal eine Schlüsselrolle. Hohe Verstärkung, Distortion, ein Equalizer, der die Höhen sowie die tieferen Bässe betont, und auch einige andere elektronische Effekte gelten als obligatorisch, und schaffen eine insgesamt druckvolle Klangfarbe. Gitarrensoli sind in den meisten Substilen des Metal ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Oft verwendete Techniken sind hier Sweep Picking und Tapping, und im Allgemeinen Virtuosität in Form hoher Spielgeschwindigkeit als eine wichtige Kategorie. Der Gesang reicht in den einzelnen Metalstilen von klarem Gesang über Geschrei (Shouting) und Sprechgesang bis hin zu verzerrtem Gekrächze und gutturalem Gesang im Black- oder Death-Metal. Vor allem bei letzteren Stilen ist es oft schwer, die Texte zu verstehen.  Der cleane, d.h. saubere, Gesang ist nicht selten sehr hoch, bis teilweise sogar zum Falsett.

Musiktheoretische Merkmale

Musikalisch zeigt der Metal sowohl Einflüsse aus der klassischen als auch der Unterhaltungsmusik, wobei deren Anteile in den einzelnen Subgenres variiert. Der Großteil aller Metalsongs ist in einer Moll-Tonart geschrieben; Im Vergleich zu anderen Musikrichtungen im Unterhaltungsbereich greifen die Musiker aber auch sehr oft auf die Kirchentonleitern zurück, beispielsweise verwenden Metallica sehr häufig den phrygischen Modus. Während man sich von dem größten Teil der modernen und jüngeren klassischen Musik dadurch abgrenzt, wirken diese Tonleitern auf die Hörer anfangs eher ungewohnt und fremd. Eine weitere häufig verwendete Tonleiter ist die Pentatonik (neben der Bluesskala, eine Pentatonik mit verminderter Quinte). Diese Tonleiter stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, findet aber heute überall in der Unterhaltungsmusik Verwendung. Die Pentatonik ist ein sehr simples System, Gitarristen wie Zakk Wylde und Angus Young setzen diese aber in vielfältiger Weise ein. Metal steht hauptsächlich im 4/4-Takt, andere Taktarten sind aber keinesfalls ausgeschlossen. So wechselt der Takt in Metallicas "One" (siehe Noten und Bild:Audiobutton.png Hörbeispiel) mehrere Male. Der Titel beginnt mit einer gezupften Akustikgitarre im 4/4-Takt und geht über den 2/4-Takt und den 3/4-Takt in Powerchords im 6/4-Takt über, um dann wieder in den 3/4-Takt zu wechseln. Wechselnde Taktarten in Metallicas Titel One Metalballaden stehen nicht selten im 6/8-Takt, nicht zuletzt weil dieser Takt sich gut für Akkordzerlegung (Arpeggi) eignet (siehe "Nothing Else Matters" von Metallica). Häufig (vor allem im atonalen Death-Metal- und im Progressive-Metal-Bereich) macht man von vielen komplexen Tempo- und Taktartwechseln Gebrauch, um mehr Abwechslung in die Musik zu bringen. Das führt dazu, dass die Songs manchmal (gewollt) uneingängig wirken.

Visualisierungen

Visualisierung] Typisch für viele Genres des Metal ist die große Rolle, welche die optische Präsentation musikalischen Materials spielt. Die Cover und Booklets sind relativ oft mit komplexen Zeichnungen zur Untermalung der Thematik bzw. der Atmosphäre auf optischer Ebene gestaltet. Eine derartige graphische Gestaltung der CDs findet in vielen Musikrichtung nicht statt. So sind beispielsweise im Pop-Bereich mehrheitlich Fotoaufnahmen der Künstler auf den CD-Covern. Vielschichtige Bühnenshows und aufwändige Websites sollen ebenfalls zu einem zusammenhängenden und ansprechendem Gesamtbild beitragen. Insbesondere im Bereich von Death- und Black-Metal finden sich teils bis zur Unleserlichkeit verzierte Schriftzüge von Bandnamen, durch welchen man sich den Eindruck einer gewissen Exklusivität vermittelt, da hierdurch meist nur „Eingeweihte“ die Namen erkennen können.

Geschichte

Ende der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre

Die Ursprünge des Metal liegen im Hard Rock, so gilt auch die Hard-Rock-Band Led Zeppelin als einer der Vorväter des Metal. Als eigentlicher Begründer des Metal gilt die Band Black Sabbath. Ursprünglich unter dem Namen »Earth« gegründet, hatte diese Band ihre Wurzeln im Jazz und Bluesrock. 1969 begannen sie eine härtere, riffbetontere Art von Musik zu machen als das ihrem Genre üblich war. Ihr auf Okkultismus basierendes Image beeinflusste den noch nicht erfundenen Musikstil maßgeblich. Während die Hippies an die „Macht der Liebe“ glaubten, fokussierte sich die Metal-Subkultur, als Trotzreaktion auf den Niedergang der Hippiekultur und ihrer Ideale in ihren Texten auf die Schattenseiten menschlichen Lebens. Vor allem junge britische Bands wie Iron Maiden, Saxon oder Samson prägten eine Generation von Musikbands, die sich von den zu dieser Zeit dominierenden Punkbands abheben wollten. Dazu bedienten sie sich eines Stils, der zum einen die Frische und Geschwindigkeit des Punk beinhaltete, zum anderen aber auch die Härte, Dynamik und Filigranität des Hard Rock von Bands wie Deep Purple in den 1970ern aufgriff. Einzelne Hard-Rock-Bands wie Judas Priest aus Birmingham passten sich dem neuen Stil an und entwickelten sich zu Metal-Bands (in der Musikpresse als New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) bezeichnet), daher kommt auch das Verwechselungspotential der Stile.

Ab Mitte der 1980er Jahre

Etwa ab Mitte der 1980er teilte sich der Heavy Metal in einzelne Substile auf, die alle unter dem Begriff Metal zusammengefasst wurden. Heavy Metal bezeichnet seither nur noch einen bestimmten Substil des Metal. So entwickelten sich in den USA der Thrash Metal und der Speed Metal mit Bands wie Slayer, Metallica, Exodus oder Anthrax und daraus wenig später der Death Metal mit Bands wie Possessed, Death, Morbid Angel und Autopsy. Beiden Stilen war gemein, dass sie ihren Urstil jeweils an Geschwindigkeit und Aggressivität übertrafen. Metallica setzten mit Kill'em All den Grundstein für den Thrash Metal. Ihre darauffolgenden Alben Ride the Lightning und Master of Puppets setzten neue Maßstäbe in der Metalszene, was anspruchsvolles Songwriting angeht. Zeitgleich schufen Slayer mit Reign in Blood einen Klassiker des aggressiven Thrash Metal. Durch ihr unbedarftes Kokettieren mit Okkultismus und teilweise auch Nazisymbolen erhöhten sie auch die Messlatte für Provokationen deutlich – was ihrem Ruf im Allgemeinen jedoch eher schadete. Metallicas selbstbetiteltes Album, das sogenannte The Black Album startete den Trend bei vielen Bands, ihr Songwriting zu vereinfachen. Gerade ihre Ballade Nothing Else Matters hat auch in der Popwelt eine enorme Popularität erlangt. Metallica gelten mit ihrem ausgesprochen großen Erfolg ausserhalb der Szene oft als der Inbegriff des Metal selbst und verhalfen dieser Musikrichtung zum kommerziellen Durchbruch im Mainstream. Parallel zum aggressiven Thrash Metal und Speed Metal etablierte sich in den 1980ern von den USA aus der so genannte Hairspray Metal (auch abwertend Poser Metal oder Cock Rock genannt). Er übernahm musikalische Elemente des Metal und verknüpfte sie mit dem Auftreten und Image des Glam Rock. Die Musikrichtung dominierte die Mainstreamcharts bis zum Aufkommen des Grunge Anfang der 1990er. Die bekanntesten Vertreter dieser Richtung sind Poison, Mötley Crüe, die frühen Bon Jovi sowie Guns'n'Roses, wobei letztere oft zum verwandten Sleaze Rock gerechnet werden. In Europa entwickelte sich in den 1980er Jahren vor allem in Deutschland eine relativ umfangreiche Szene, wobei sich Hamburg und das Ruhrgebiet als kulturelle Zentren etablieren konnten. Kreator, Destruction und Sodom sind beispielsweise die bekanntesten Vertreter des deutschen Thrash Metal, welcher sich gegenüber dem meist glatter produzierten Metal aus Amerika durch seine größere Rauheit auszeichnete. Auf der anderen Seite begründeten Helloween, Blind Guardian und Gamma Ray den europäischen Power Metal. Ebenfalls erwähnenswert sind Venom aus Sussex (England), die weniger durch musikalische Finesse als viel mehr durch ihre für damalige Maßstäbe hohe Aggressivität in ihren Songs und ein satanistisches Image zu Legenden der Szene wurden. Auch wenn Venom selber eher zum Thrash Metal zu rechnen sind, wirkten sie als Zündfunke für die Entstehung des Black Metal, der seinen Namen vom gleichnamigen Venom-Album entlieh. Als zu Anfang der 1990er die Ära des Poser Metal im Zuge der Grunge-Welle schnell endete, hatten auch die anderen Metalstile den Zenit ihres Erfolges überschritten. Angesichts des Rückzuges des Metal in den Underground titelte die Rock Hard sogar: „Ist der Metal tot?“. Der Mainstream wurde von nun an von Pop, Techno, R'n'B und Hip Hop dominiert. Im Untergrund setzte jedoch gleichzeitig eine Stilexplosion ein, wobei sich die skandinavische Metalszene als dominierend erwies. Ausgehend von der schwedischen Band Bathory, deren Kopf Quorthon sich wiederum von Venom inspirieren ließ, bildete sich in Norwegen in den 1980ern eine lebendige Black-Metal-Szene um Mayhem, Darkthrone, Immortal und Burzum, die gerne mit dem Image des absoluten Bösen kokettierten. Anfang und Mitte der 1990er erlangte diese Stilrichtung vor allem aufgrund brisanter Ereignisse wie Kirchenbrandstiftungen, dem Selbstmord von Mayhem-Sänger Dead und dem Mord von Varg Vikernes (Burzum) an Euronymous (Mayhem) in der Öffentlichkeit verstärkte Aufmerksamkeit. Während Varg Vikernes als Person wegen seiner rassistischen Gesinnung heute abgelehnt wird, genießt Burzums Musik unter vielen Fans bis heute Kultstatus. Im Mainstream erlangte von den norwegischen Black-Metal-Bands nur Dimmu Borgir eine gewisse Bekanntheit – wie auch die englischen Cradle of Filth werden sie vom Underground deswegen jedoch als "untrue" oder „Möchtegern-Black-Metaller“ gescholten. Anfang der 1990er nahm in Schweden die New Wave of Swedish Death Metal ihren Anfang. Während Dismember oder Entombed eine betont rauhe Variante des Death Metal popularisierten, verwendeten Hypocrisy vermehrt melodischere Passagen. In Göteborg entstand ausgelöst von At the Gates die sogenannte Göteborger Schule, der Melodic Death Metal, der die Brutalität des Death Metal mit den melodischen Elementen der NWoBHM verband. Bands wie In Flames und Dark Tranquillity verhalfen diesem Stil zum europaweiten Durchbruch. Die Gothicszene Deutschlands hatte in den 1990ern eine große Relevanz für diese gesamte Subkultur entwickelt. Einige Bands wie beispielsweise Crematory übernahmen Merkmale des Electro in den Metal und führten so den Gothic Metal neu in die Szene ein. Wichtig war ab den 1990er Jahren für die deutsche Metalszene auch das Plattenlabel Nuclear Blast, das trotz aller „Ausverkaufs“-Vorwürfe einerseits viele bereits erfolgreiche Bands der europäischen Szene unter Vertrag nahm, andererseits aber auch ein glückliches Händchen bei der „Entdeckung“ erfolgversprechender neuer Bands wie Children of Bodom bewiesen. In Lateinamerika zeigten sich Sepultura oder Krisiun aus Brasilien als Vertreter des Thrash- bzw. Death Metals. In Osteuropa entstand noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs eine Metalszene mit den Schwerpunkten Thrash Metal (Kruiz, Shah), Death-/Thrash Metal (Vader) und Black-, jetzt aber Death Metal (Behemoth). Während der Metal in Europa – Deutschland stellt mit dem Wacken Open Air das wichtigste Festival der Szene – lebendig blieb, sah sich die nordamerikanische Szene mit einer Stagnation konfrontiert, auch wenn Bands wie Manowar, Megadeth oder Slayer eine unverändert große weltweite Popularität genossen. Pantera, eine ehemalige Hairspray-Metal-Band, setzten jedoch mit ihren Alben prägende Akzente, indem sie Thrash Metal mit Hardcoreeinflüssen anreicherten. Dies sollte neben verschiedenen als Crossover betitelten Bands wie den sehr erfolgreichen Faith No More der Grundstein für den Nu Metal sein. Jene Musikrichtung, ausgehend von den USA, gestaltete sich zu einem prägenden Trend der ausgehenden 1990er. Hauptsächlich losgetreten von Bands wie Korn, Deftones und Limp Bizkit und später durch Slipknot weitergeführt, konnte man sich gegenüber der dominierenden Black Music sogar in den Charts behaupten. In der – von nun als „klassisch“ oder „traditionell“ wahrgenommen – bisherigen Metalszene beäugte man den Erfolg dieser Musik allerdings tendenziell skeptisch: zu stark der Einfluss von Hardcore und Hip Hop, zu deutlich das kommerzielle Potential, zu gering die Ursprünge in der alten Metalszene. Ab 2002 ließen die Verkaufszahlen der meisten Nu-Metal-Bands dann stark nach, während in einem Prozess, der an den Cock-Rock/Grunge-Umschwung zehn Jahre zuvor erinnerte, ausgehend von der Hardcoreszene der Metalcore an Bedeutung gewann. Diese New Wave of American Heavy Metal, angeführt von Bands wie zum Beispiel Killswitch Engage oder Chimaira, vermengte Einflüsse des Hardcore mit klassischem Metal, besonders dem aggressiven Thrash Metal der Marke Slayer oder dem schwedischen Melodic Death Metal.

Stilarten

Die Unterscheidung verschiedener Substile stellt heute einen wichtigen Aspekt des Szenelebens dar. Während einerseits viele Fans sich ein ausgearbeitetes Konzept dieser Kategorien zurechtlegen, betrachten andere den Drang, alles in Subgenres zu unterscheiden, als absurd und einschränkend. Während es Anfang der 1980er ein starkes Gemeinschaftsgefühl unter den Metal-Fans gab und ein Metaller oftmals Bands verschiedenster Stilrichtungen hörte, waren die Verzweigungen ein Jahrzehnt später so ausgeprägt, dass sich die Hörer für einen bestimmten Stil zu entscheiden und nur Bands aus diesem Bereich gut zu finden hatten. Ab Mitte der 1990er sanken derartige Barrieren wieder etwas. Die Strömungen definieren sich nicht nur musikalisch, sondern hinter ihnen stehen häufig auch eigene Subszenen im Metal. In einigen Fällen wird die Ideologie sogar als einziges Kriterium zur Unterscheidung verwendet, so zum Beispiel beim White Metal, der sich ausschliesslich über den christlichen Hintergrund seiner Texte definiert und in musikalischer Hinsicht praktisch das ganze Spektrum von Hard Rock bis Thrash-, Death- und sogar Black Metal abdeckt. Auf der anderen Seite gibt es Richtungen, die keinen Szenehintergrund haben und somit nur über die Musik differenziert werden. Dem ursprünglichen Heavy Metal - vor allem dem der NWOBHM - ist heute der Power Metal am nächsten. Vor allem ältere Metal-Anhänger zählen noch den Hard Rock selbst zum Heavy Metal. Massenkompabilität erreichte aus diesem Bereich besonders der Poser Metal. Der Speed Metal und der Thrash Metal gehen von diesem Bereich fließend über in den Extreme Metal. Wichtig sind dort der Death Metal und der Black Metal. Es existieren zahlreiche weitere Substile - z.B. Doom Metal, Progressive Metal, Stoner Metal, Melodic Metal - und die Übergänge sind meistens fließend. Beispiele für Übergänge zu anderen Musikarten sind der Gothic Metal, der Industrial Metal, der Grindcore und der Metalcore. Ein Streitthema unter vielen Metal-Fans ist, ob ein Genre kulturell oder musikalisch zum Metal zählt oder ob ein bestimmter Stil überhaupt real existiert, denn viele Metaller vertreten auch die Ansicht, die meisten Stilbezeichnungen wären nichts mehr als nur verkaufsfördernde Schlagwörter der Musikindustrie.

Kultur

Zwar betrachten nicht wenige Hörer den Metal in erster Linie nur als Musikrichtung, aber viele Fans bauen eine sehr starke Identifikation mit ihrer Musik auf und nehmen teil an einer Subkultur. Da das Einstiegsalter für diese Kultur primär in der Pubertät liegt, ist die Szene um diese Musik eine Jugendsubkultur.

Gedankengut

Die Entstehung und Popularisierung des Metal fällt zeitlich zusammen mit dem Ende der Hippie-Kultur Ende der 1970er. Man kann daher sagen, dass Metal - auch als Reaktion auf die letztliche gesellschaftliche Irrelevanz der Hippie-Ideale, wie gegenseitige Liebe oder Frieden – als eine Gegenkultur zur Verarbeitung einer konfliktreichen sozialen Wirklichkeit entstanden ist. Wie in jeder Jugendsubkultur existiert ein typisches, wenngleich nicht charakterisierbares Gedankengut. Obgleich der simple Gefallen an der Musik in der Regel ausschlaggebend ist, stellt diese „Ideologie“ – deutlich beispielsweise in Texten, Auftreten oder Image der Bands – für Jugendliche einen zusätzlichen Reiz dar, sich mit der Subkultur tiefergehend zu beschäftigen. Infolge des langen Bestehens entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Substile im Metal. Einige Szenegänger vertreten sogar die Ansicht, dass der Metal eher eine Ansammlung verwandter, aber separater Szenen sei. Trotz vieler musikalischer oder ideologischer Unterschiede lassen sich in diesen Subszenen jedoch ähnliche Denkmuster finden, welche aber auf unterschiedliche Weisen ausgedrückt und weiterentwickelt werden. Um als Metaller zu gelten, wird in der Szene allgemein der Anspruch gestellt, Wissen über Musik, Bands und Szeneleben aufzuweisen, und insbesondere, dass die Einstellung zur Musik ernsthaft ist. Dies wird gerade von Anhängern der als traditionell erachteten Metal-Stile auch spezifisch mit Styling und Kleidung verbunden. Ein die ganze Subkultur durchziehendes Merkmal, welches den Metal von anderen musikorientierten Subkulturen wie dem Gothic, Hip Hop oder Punk unterscheidet, ist die Fixierung auf die Musik als Zentrum des Daseins als Metaller. Wie in vielen anderen Jugendsubkulturen, so stellt das Leben innerhalb der Szene eine Antipode zum Alltagsleben dar. In den Augen der Fans zeichnet sich die Musik vor allem durch ihre Intensität und Authentizität aus. Erstere Eigenschaft lässt sich vor allem mit ihrer Lautstärke, ihrem straffen Rhythmus, der oft hohen Geschwindigkeit, ihrem Spiel von Dissonanz und Konsonanz sowie ihrer im Vergleich zur Popmusik meist größeren Komplexität begründen. Der Hang zum Authentischen zieht sich durch die gesamte Subkultur. Dies drückt sich unter anderem in dem Anspruch an die Musiker aus, dass sie ihre Musik selber schreiben und sich nicht durch kurzlebige Trends beeinflussen lassen. Fällt eine Band unter Verdacht, „kommerziell“ zu sein (wofür häufig bereits geringer kommerzieller Erfolg ausreicht), so betrachten oft nicht wenige Metal-Fans dies als „Verrat“ am Metal. Jedoch verdrängt die Szene unter ihrem Idealismus teilweise, dass auch in ihr kulturindustrielle Mechanismen wie im Mainstream greifen. Obwohl viele Hörer von sich sagen, dass ihnen die Texte egal seien, legen viele Bands ein hohes Augenmerk auf die Aussagen ihrer Lyrics. Im Allgemeinen behandeln die Texte extreme Themen, Gefühlszustände und Erlebnisse, welche im Alltag so nicht erfahren bzw. ausgelebt werden können. Auch spiegeln sie daher den Wunsch nach dem „Ehrlichen“ und „Authentischen“ wider. Auffallend ist die häufige Fokussierung auf den breiten Themenkreis Konflikt, der sich quer durch fast alle Stile durchzieht. Neben Sozialkritik werden auch Gefühle wie Selbstzweifel, Wut, Hass oder Misanthropie zum Ausdruck gebracht, mit tendenziell plakativen Darstellungsarten, welche die Rezeption intensivieren sollen (wie beispielsweise Splattertexte). Während man in der Subkultur selbst sehr extreme Ausdrucksweisen oft nur als Metaphern auffasst, schreckt ihre konkrete Bedeutung Außenstehende oftmals ab, was zu vielen Vorurteilen seitens der Allgemeinheit geführt hat. Reine Spaßtexte werden in der Szene grundsätzlich als nicht ernstzunehmende Ausnahme wahrgenommen. Dies ist vermutlich auf die Assoziation mit der Musik des Mainstream anzusehen, dessen teilweise plakative Fröhlichkeit in der Szene als gekünstelt, oberflächlich und belanglos missachtet wird. Aus dem selben Grund findet sich auch das Thema Liebe nur selten in den Texten des Metal. Positive Gefühle – z. B. Aufbruchsstimmung oder meditative Versenkung – werden in Metallyrics meist als Kampf gegen einen Konflikt, in jedem Fall jedoch als tief und ehrlich, bis hin zur Pathetik, stilisiert. Eskapistische Züge enthalten die Texte in einigen Stilarten, welche die Grundthemen des Metal in einen fiktionalen Kontext setzen, beispielsweise vor allem im Power Metal Fantasy oder das Leben der Wikinger im Viking Metal. Dennoch betrachten Fans auch hier die transportierten Stimmungen als in ihrer Essenz authentisch und finden eine Projektionsfläche. Der Reiz des Metal steckt hierbei in der intensiveren Selbsterfahrung, welche durch den gewollten Bruch sozialer Normen und Beschränkungen zustande kommt. Der Alltag des Individuums wird dabei beiseite geschoben. So zielen auch die metaltypischen Tanzstile (Headbanging, Pogo) auf eine bewusste und intensive Erfahrung des Körpers ab. Die Distanzierung vom „Normalen“ geht teilweise so weit, dass der Metal, zumindest von den Idealisten der Szene, oft zum Spiegelbild der verdrängten unterschwelligen Probleme einer oberflächlich sauberen Gesellschaft stilisiert wird. Während man dies als Kritik an der gesellschaftlichen Wirklichkeit auffasst, schärft man dadurch das eigene Szenebewusstsein. Im Zuge der Ablehnung des „Verfälschten“ wird „ungebeugte“ Individualität und das nicht blinde Übernehmen fremder Meinungen in der Szene grundsätzlich als wichtiger Wert hochgehalten. Man betrachtet dies als Abgrenzung zu einer von Trends „verwässerten“ Populärkultur und versucht, eigene Freiheit zu erfahren. Andererseits ist ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ein relativ wichtiges Element bei Zusammentreffen, besonders auf Konzerten. Dieses „Wir-Gefühl“ lässt sich als Gegenbild zu einem tendenziell vereinsamenden Alltag auffassen. Als Basis ist dafür eine Form der Toleranz innerhalb der Szene vorhanden. Man wird in erster Linie als „gleichgesinnter“ Metal-Fan betrachtet, sonstige Unterschiede spielen meist zuerst keine Rolle. Allerdings wird nach Außen hin oft gerade seitens der Metalszene mit Herablassung und geradezu aggressiver Ablehnung auf andere Subkulturen oder Musikstile herabgesehen. Die Tatsache, dass die Subkultur seit Jahrzehnten besteht, lässt sich zu einem Teil wohl auf Traditionsbewusstsein zurückführen. Auch dies kann als Kompensation zur normalen Gesellschaft verstanden werden, wenn Metaller auf diese Weise verlässlicheren Halt in einer Umwelt mit im steten Wandel sich befindenden Normen suchen. Beispielsweise spricht man bei bestimmten Alben auch nach Jahrzehnten von „Klassikern“, welche in keiner Sammlung fehlen dürften, was bei den Anhängern anderer Musikrichtungen kaum in diesem Maße der Fall ist. Der oben erwähnte Toleranzgedanke endet für viele allerdings bei starken Umbrüchen, wie zum Beispiel dem Entstehen eines neuen Substils, so dass einige die Traditionalität als zum Konservatismus ausgeartet sehen. In Bezug auf die Musik existiert ein Leistungsgedanke. Im Weltbild des Metallers verdienen es Bands bei künstlerischer Leistung oder ausgiebigen Touren mit Erfolg belohnt zu werden. Im Unterschied zum Hip Hop gelten dabei als Zielsetzung mehr die eigenen Maßstäbe, weniger das Schaffen anderer, weswegen auch kein so großer Konkurrenzgedanke existiert.

Auftreten

In der Szene lassen sich bestimmte Präferenzen in Bezug auf Kleidung und Styling beobachten, die jedoch je nach Subgenre und mit der Zeit stark variieren können. Während das Auftreten seitens der Szene teilweise als Indikator für den Grad der Authentizität ausgelegt wird, lehnen andere dies als oberflächlich und unindividuell ab. Lange Haare sind nach wie vor insbesondere im traditionellen Bereich der Metalszene weit verbreitet, im moderneren Death Metal und im Metalcore lassen sich des öfteren auch Dreadlocks finden. Als typische Kleidungsstücke lassen sich Longsleeves oder T-Shirts ausmachen, auf welchen Bandschriftzug, Album-Cover oder Symbolik einer Band zu sehen sind, wodurch man seine subkulturelle Zugehörigkeit zu erkennen gibt. Im Bereich Schmuck ist Silberschmuck in Form von Ketten und Ringen bei Metallern jeder Gesinnung sehr beliebt, wie auch Nietenschmuck aller Art, ob Gürtel, Armband oder Halsband. Vor allem im Power Metal trifft man auf enge, schwarze Lederkleidung. Dieser Stil wurde in den 1980ern in der Szene durch Judas-Priest-Sänger Rob Halford populär, der ihn wiederum der Schwulenszene von San Francisco entnommen hatte. Die sogenannte Kutte ist eine Jeansweste oder Lederjacke, auf der Metal-Fans diverse Aufnäher anbringen, um ihre musikalischen Präferenzen und andere Einstellungen deutlich zu machen. Dieses Kleidungsstück ist allerdings nur noch im traditionellen Bereich aufzufinden. In den Genres Thrash-, Death- und Black Metal findet sich das Accessoire eines um die Hüfte gehängten Patronengurtes, meist mit entschärfter Munition. Im Gegensatz zu beispielsweise Hip-Hop-spezifischen Ausdrücken hat die Szene nur in begrenztem Umfang einen eigenen Slang entwickelt. Neben einigen Fachausdrücken wie Trueness oder Poser wird das Standardvokabular um mehrere Stilnamen, Bandnamen und unter Umständen einige musikalische Ausdrücke erweitert. Relativ weit verbreitet sind martialische Ausdrücke aus dem Bereich der Gewalt, die auf die Musik angewendet werden. So spricht man in härteren Spielarten des Metal oft von Geknüppel, Gemetzel oder Terror.

Verhältnis zu anderen Subkulturen

Aufgrund sich teilweise überschneidender Hörgewohnheiten treten Metalfans beispielsweise auf Festivals und Konzerten häufig in Kontakt zu Gothics, Hardcorelern, Punks, Rockern oder anderen Vertretern des alternativen Spektrums der Musik. Zu musikorientierten Subkulturen außerhalb des alternativen Spektrums existieren grundsätzlich keine besonders gefärbten Kontakte. In der Szene ist häufig eine Abneigung gegenüber mainstreamiger und nicht handgemachter Musik verbreitet. So halten Hip Hopper in der Metalszene häufig als Feindbild her, ihre musikalischen Vorlieben werden als niveaulos oder oberflächlich abgestempelt. Die teilweise vorgenommene Stereotypisierung der Hip Hopper zu aggressiven, wenig intelligenten Proleten wird von Webseiten wie [http://www.StopHipHop.de StopHipHop.de] auf satirische Art und Weise bis ins Extrem geführt, von vielen Metalanhängern aber als intolerant abgelehnt. Andererseits kommt es besonders im Nu Metal immer wieder auch zu Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen, so auch aus dem Rap und Hip Hop.

Verhältnis zur Öffentlichkeit

Während einige Bands aus dem Metal-Bereich und – abhängig von Trends und dem jeweiligen Zeitgeist – auch ganze Sparten in der Öffentlichkeit Gehör finden und ihre Musik von einem breiten Publikum konsumiert wird, wird der Metal auch mit vielen Vorurteilen verbunden. Ein in sehr weite Bereiche der Populärkultur eingegangener Teil der Kultur ist die so genannte Pommesgabel – auch Frittenstecher genannt. Dieser Handgruß wurde durch Konzerte von Ronnie James Dio populär, seitdem hat sich das Zeichen nicht nur zu einem festen Gruß in weiten Teilen der Metalszene entwickelt, sondern es wurde auch im Punk und teilweise „normalem“ Rock bekannt. Einige Metalbands können sich über Jahre hinweg eines hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades erfreuen. Beispiele hierfür sind Iron Maiden, Metallica, Megadeth, Slayer oder Manowar. Allgemein hat die Bedeutung des Metal im kommerziellen Mainstream aber im Laufe der Zeit geschwankt. Während in den 1960ern und 1970ern die NWOBHM kommerzielle Erfolge hatte, war in den 1980ern vor allem der so genannte Poser Metal ein extrem dominanter Bestandteil der Musikcharts. Obwohl dieser von Teilen der Szene als „Kommerz“ abgelehnt wurde, prägte er seinerzeit dennoch das Bild des Metals als einen auf sexuellen Exzentrismus fokussierten, oberflächlichen Musikstil. Nachdem dieser seine Massenpopularität verloren hatte, spielte der Metal nur noch ein sehr geringe Rolle im Mainstream. Kommerziell erfolgreich wurde Metal auf breiterer Basis erst wieder Mitte der 1990er durch die Vertreter des Nu Metal. Ungefähr seit 2002 gibt es wachsendes allgemeines Interesse am Metal, was sich auch im regelmäßigen Einsatz derartiger Musikvideos auf MTV, Viva und ähnlichen Sendern zeigt. In Norwegen ist der Black Metal mit seiner Kultur und seinen Akteuren sogar ein fester Begriff und findet breites Interesse in den Medien. Die meisten Menschen dort kennen Bands wie Darkthrone oder Emperor zumindest vom Namen her, das Osloer Inferno Festival wurde im Fernsehen übertragen. Kritische Blicke von Außenstehenden werden durch vielerlei Faktoren ausgelöst. Ein gewisses Unwissen zeigt sich beispielsweise darin, dass manche Menschen einen Metaller nicht von einem Punk oder Goth unterscheiden können. Die oftmals langen Haare wurden als feminin und bei Männern als obskur aufgefasst, da in der westlichen Tradition Männer grundsätzlich Kurzhaarfrisuren trugen. Die Toleranz ist allerdings seit den 1960ern generell größer geworden. Ähnlich wie gewaltthematisierende Filme, Comics oder Computerspiele wird auch Metal manchmal als jugendgefährdend eingestuft. Es wird dabei davon ausgegangen, dass der Metal mit seiner Tendenz zur Thematisierung von konfliktreichen Aspekten des Lebens negative Auswirkungen auf die Psyche von Jugendlichen haben kann. Dies geht teilweise soweit, dass Metal für Selbstmorde oder Amokläufe von Jugendlichen verantwortlich gemacht wird. Mehrfach standen so schon Bands wie Marilyn Manson oder Slipknot am Pranger. Letztere beispielsweise infolge des Amoklaufes im Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahre 2002 – die Texte hätten dem Täter als Inspirationsquelle gedient. Besonders in den 1960ern tendierte man dazu, Metal beziehungsweise das gesamte Spektrum der Rockmusik als verdummenden, primitiven Krach zu bezeichnen, welcher sich schädigend auf die Moral der Hörer auswirken würde. Während diese Einstellung aus dem Alltag weitestgehend verschwunden ist, lebt sie als übertriebenes Klischee weiterhin fort, beispielsweise in den Zeichentrickfiguren Beavis and Butt-Head. Ein populärer Mythos sind die sogenannten Rückwärtsbotschaften. Angeblich wurden in Metaltiteln rückwärts aufgenommene Tonbotschaften versteckt, die den Hörer unterbewusst beeinflussen würden. Die Existenz solcher versteckter Botschaften konnte jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden, die Praktizierbarkeit dieser Methode der mentalen Beeinflussung wurde sogar durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Allerdings machen sich einige Bands diesen Mythos zu eigen und platzieren absichtlich rückwärts gesprochene Nachrichten auf ihren Alben. Weiterhin existent ist die Vorstellung, in der Metalszene bestehe ein Hang zum Satanismus oder ähnlichem. Diese oder andere Formen des Okkultismus spielen in den meisten Sparten keine ernsthafte Rolle, sie dienen allenfalls zur bewussten Provokation, wenngleich viele Metalfans tendenziell eher kirchenkritisch eingestellt sind bzw. Religion ablehnen. Lediglich im Black Metal ist eine ernsthafte Beschäftigung mit dem philosophischen sowie religiösen Satanismus auffindbar, aber auch dort nicht omnipräsent. Ähnlich wird der Szene teilweise ein Hang zum Rechtsradikalismus nachgesagt. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf den Umgang mit rechtsextremer Symbolik, welchen einige Bands (z.B. Slayer) zwecks sehr unbedachter Provokation betrieben. In einer Variante des Black Metal ist dieses Gedankengut jedoch etwas ernsthafter verbreitet, diese Szene wird als NSBM (NS-Black-Metal) bezeichnet. Das politische Bild unterscheidet sich aber generell nicht von dem der übrigen Gesellschaft und die große Mehrheit der Szene lehnt Rechtsradikalismus ab. Der richtige Umgang mit politisch extremen Bands ist aber ein häufiges Streit-, teilweise auch Tabuthema. In den meisten Metalmedien werden Bands, die zweifelhafte politische Äußerungen tätigten, ignoriert, um den Bands keine Plattform zu bieten.

Szenemedien

Die Bandbreite an Printmedien ist im Metal im Vergleich zu anderen Szenen relativ umfangreich. Neben den beiden größten Publikationen, der eher auf traditionellen Metal ausgerichteten Rock Hard und dem stilistisch etwas breiteren Metal Hammer gibt es noch zahlreiche kleinere Zeitschriften, wie Metal Heart, Heavy, das Eternity Magazine, oder auch das auf extremere Spielarten spezialisierte Zeitschrift Legacy. Außerdem widmen sich einige Fans dem Vertrieb eigener Fanzines. Als weiteres wichtiges Kommunikationsmedium hat sich das Internet etablieren können. Auch hier gibt es zahlreiche Online-Magazine und Internet-Communitys.

Konzerte

Die wichtigste Möglichkeit zur Zusammenkunft stellen für die Szene Konzerte und Festivals dar. Auf Metalkonzerten lassen sich verschiedene Tanzstile beobachten: Kommunikationsmedium
- Headbangen
- Luftgitarre
- Stagediving
- Crowd surfing
- Pogo (ursprünglich aus dem Punk)
- Slamdance (ursprünglich aus dem Hardcore)
- Moshpit (ursprünglich aus dem Hardcore)
- Circle Pit (ursprünglich aus dem Hardcore)
- Wall of Death (ursprünglich aus dem Hardcore)
- Violent Dancing (ursprünglich aus dem Hardcore) Die für die Metalszene bedeutendsten Festivals:
- Wacken Open Air
- Rock Hard Festival
- Bang Your Head
- With Full Force
- Summer Breeze
- Ozzfest
- ProgPower USA
- Metalbash

Bekannte Plattenlabel

Eine Liste einiger Plattenlabel, die in der Szene eine gewisse Bedeutung besitzen.

Persönlichkeiten

Eine Liste von Personen, die für die Subkultur prägend waren oder sind:

Siehe auch


- Liste von Metal-Bands (Kategorie)
- Liste von Metalstilen
- Chinesische Metalszene

Literatur


- Bettina Roccor: Heavy Metal - Kunst. Kommerz. Ketzerei Iron Pages (I.P. Verlag Jeske/Mader GdR), Berlin 1996, ISBN 3-931624-07-2 (Dissertation)
- Reto Wehrli: Verteufelter Heavy Metal Telos Verlag, Münster/Westf. 2001, ISBN 3-933060-04-4

Weblinks


- [http://www.heavymetal.ch/web/heavymetal.nsf/0/be48b4525c96b29ec1256def007f433b?OpenDocument&TableRow=2.0/ Semesterarbeit zur Subkultur des Metal]
- [http://www.crossover-agm.de/thema_haarus.htm Texte über Rockmusik und Vorurteile]
- [http://www.bodybanger.de Headbangen und Bodybangen lernen]
- [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=1111 Verteufelter Heavy Metal] (Umfangreiche Rezensionen zur Neuauflage des Standardwerks)
- [http://www.hilden.de/hgh/hosting/hghforum/viewtopic.php?TopicID=402&page=2#5409 Semesterarbeit über das Verhältnis von Metal und Popkultur] Kategorie:Rock Kategorie:Subkultur ! Kategorie:Jugendkultur Kategorie:Musikgenre als:Heavy Metal ja:ヘヴィメタル

1979

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1979 ist „Internationales Jahr des Kindes“ (Vereinte Nationen)
- Die Rauchschwalbe (lat. Hirundo rustica) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Die USA und die Volksrepublik China nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 1. Januar: Hans Hürlimann wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Österreich und Ungarn heben die Visapflicht im Reiseverkehr auf
- 1. Januar: Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab: Anerkennung der Volksrepublik China durch die USA
- 1. Januar: Eintritt des Kantons Jura in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- 7. Januar: Die vietnamesische Armee nimmt die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein und beendet damit die Herrschaft der Roten Khmer
- 9. Januar: Dominica wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Januar: Der Schah Mohammad Reza Pahlavi verlässt den Iran
- 17. Januar: Zum ersten Mal wird in Deutschland Smogalarm ausgelöst. In mehreren Ruhrgebietsstädten liegt der Schwefeldioxid-Gehalt der Luft länger als drei Stunden über 0,8 mg
- 1. Februar: Der Ayatollah Khomeini kehrt nach 15 Jahren im Exil wieder in den Iran zurück
- 7. Februar: Freundschaftsvertrag zwischen Tuvalu und den USA
- 11. Februar: Iran. Sturz der Regierung
- 17. Februar: China greift Vietnam an
- 20. Februar: Die Cassis-de-Dijon-Entscheidung wird vom Europäischen Gerichtshof verkündet
- 27. Februar: Geburt Ismail Koyun II
- 2. März: Albanien. Die Regierung erklärt den Ausnahmezustand
- 5. März: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos von Jupiter und seinen Monden
- 13. März: Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt in Kraft
- 26. März: Unterzeichnung des Israelisch-Ägyptischen Friedensvertrages (Camp David I)
- 28. März: Erster schwerer Unfall eines Atomkraftwerks auf Three Mile Island bei Harrisburg, USA
- 31. März: Abzug der letzten britischen Truppen von Malta
- 1. April: Ayatollah Khomeini ruft die Islamische Republik Iran aus
- 4. April: Seeverkehrsvertrag zwischen Deutschland und Brasilien
- 11. April: Deutschland schließt Wirtschaftsabkommen mit Ägypten
- 1. Mai: Dänemark entlässt Grönland in die Selbstverwaltung
- 23. Mai: Karl Carstens (CDU) wird zum Bundespräsidenten gewählt
- 28. Mai: Der Beitrittsvertrag mit Griechenland zur europäischen Gemeinschaft (EG) wird unterzeichnet
- Im Juni erste allgemeine Wahlen der 410 Mitglieder zum Europäischen Parlament
- 18. Juni: Unterzeichnung der SALT II Verträge durch Jimmy Carter und Leonid Breschnew in Wien
- 26. Juni: Deutschland und Tuvalu nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Elfenbeinküste
- 3. Juli: Franz Josef Strauß wird Kanzlerkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 1980. Er setzt sich in einer Fraktionsabstimmung gegen Ernst Albrecht mit 135 zu 102 Stimmen durch
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag beschließt, bei Mord und Völkermord die Verjährung endgültig aufzuheben
- 9. Juli: Die amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos von Jupiter und seinen Monden
- 11. Juli: Die Raumstation Skylab verglüht in der Atmosphäre
- 12. Juli: Kiribati wird unabhängig von Großbritannien
- 16. Juli: Der irakische Präsident Ahmad Hasan al-Bakr tritt zurück und Saddam Hussein wird sein Nachfolger
- 19. Juli: Nicaraguanische Revolution
- 3. August: Äquatorialguinea Militärputsch, Verurteilung und Hinrichtung des gestürzten Präsidenten
- 13. August: Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden
- 23. August: Die iranische Armee fängt mit der Bombardierung kurdischer Städte an. Am 23. August wird Sakez, am 1. September Bokan, am 2. September Piranschar, am 3. September Mahabad und am 6. September Sardascht angegriffen
- 1. September: Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Saturn vorbei
- 13. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Sri Lanka
- 14. September: Afghanistan. Amin stürzt Präsident Taraki
- 16. September: Der afghanische Staatschef Nur Muhammad Taraki tritt zurück
- 18. September: St. Lucia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. September: Ungeklärte Atomexplosion südlich Afrikas
- 25. Oktober: Die spanischen Regionen Katalonien und das Baskenland werden eingeschränkt autonom
- 25. Oktober: Der letzte aus Holz gebaute Sendeturm der DDR in Golm wird wegen Baufälligkeit gesprengt
- 4. November: Geiselnahme in der US-amerikanischen Botschaft in Teheran. Gefordert wird die Auslieferung des ehemalige Schahs an den Iran
- 22. November: Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruanda
- 12. Dezember: NATO-Doppelbeschluss zur Nachrüstung von Atomwaffen
- 18. Dezember: Die Vereinten Nationen verabschieden das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
- 24. Dezember: Sowjetische Invasion in Afghanistan. Präsident Amin wird ermordet und Babrak Karmal neuer Präsident
- Lukasischer Lehrstuhl der Universität Cambridge wird mit dem Physiker Stephen Hawking besetzt
- Offizielle Untersuchung der Bleigehalte von Milchzähnen der Bleikinder

Kultur


- 8. März: Uraufführung der Kammeroper „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm an der Staatsoper in Hamburg
- 29. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Costa Rica. In Kraft seit dem 21. Mai 1981
- 29. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Jordanien. In Kraft seit dem 5. Februar 1981
- 2. Oktober: Uraufführung der Oper „Der Aufstand“ von Helmut Eder in Linz
- 24. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und China. In Kraft seit dem 29. August 1980
- 19. November: Eckart Witzigmanns Aubergine erhält - als erstes Restaurant Deutschlands - drei Sterne im Guide Michelin.
- 24. November: Uraufführung des Lustspiels „Leonce und Lena“ von Paul Dessau in Ost-Berlin
- Erstausgabe der Zeitschrift „Art: Das Kunstmagazin“ erscheint
- Beginn des Aufbaus des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim
- Eröffnung des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen

Katastrophen


- 26. März: Nürnberg, Bayern, Deutschland. Beim im Bau befindlichen Rhein-Main-Donau-Kanal brach der Damm eines bereits gefluteten Teilstücks. Der Nürnberger Stadtteil Katzwang wurde überflutetet, es entstand Sachschaden in Höhe von 12 Millionen €, ein zwölfjähriges Mädchen starb
- 25. Mai: Chicago, Illinois, USA. Ein Verkehrsflugzeug vom Typ McDonnell Douglas DC-10 der American Airlines verlor während des Starts vom O'Hare International Airport ein Triebwerk und stürzte 30 Sekunden später ab. Alle 271 Menschen an Bord sowie zwei am Boden starben
- 31. Juli: Nähe Sumburgh (Shetlandinseln), Großbritannien. Eine Hawker Siddeley HS 748 der britischen Dan Air Services schoss über die Landebahn hinaus und stürzte ins Meer. 17 Menschen starben, 30 wurden gerettet
- 7. Oktober: Athen, Griechenland. Eine Douglas DC-8 der Swissair schoss bei starkem Regen und Aquaplaning über die Landebahn hinaus. 14 Menschen starben
- 31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko. Eine McDonnell Douglas DC-10 der Western Air Lines kollidierte auf einer gesperrten Landebahn mit einem LKW, krachte in Flughafengebäude und fing Feuer. 72 Menschen starben, 17 wurden gerettet
- 26. November: Jidda, Saudi-Arabien. Eine Boeing 707 der Pakistan International Airlines, voll besetzt mit Pilgern aus Mekka, stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 156 Menschen starben
- 28. November: Mount Erebus, Antarktis. Eine neuseeländische McDonnell Douglas DC-10 prallt gegen den Mount Erebus. Alle 257 Menschen starben
- Erdbeben in Montenegro, Jugoslawien, über 100 Tote
- Erdbeben zerstört die Stadt Tabas im Iran, 129 Tote
- Hurrikan verwüstet Karibische Staaten, ca. 1.400 Tote
- Erdbeben im Iran. ca. 1.000 Tote
- Erdbeben in Nord-Ost-Iran, ca. 300 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. März: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ossie Ocasio im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 9. Juni: Der Hamburger Sportverein wird deutscher Fußballmeister
- 22. Juni: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Weaver im Madison Square Garden, New York, USA, durch technischen KO
- 28. September: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Earnie Shavers im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO

Geboren


- 4. Januar: Bilica, BrasilianerFußballspieler
- 5. Januar: Giuseppe Gibilisco, italienischer Leichtathlet
- 5. Januar: Havard Klemetsen, norwegischer Nordisch Kombinierer
- 7. Januar: Christian Lindner, deutscher Politiker
- 9. Januar: Sarah Polley, kanadische Schauspielerin
- 9. Januar: Peter Zonta, slowenischer Skispringer
- 12. Januar: David Zabriskie, US-amerikanischer Profi-Radfahrer
- 13. Januar: Mirosław Spiżak, polnischer Fußballspieler
- 15. Januar: Michael Neumayer, deutscher Skispringer
- 16. Januar: Aaliyah, US-amerikanische Rhythm and Blues-Sängerin († 2001)
- 17. Januar: Ricardo Cabanas, Schweizer Fußballprofi
- 18. Januar: Paulo Ferreira, portugiesischer Fußballspieler
- 20. Januar: Will Young, britischer Sänger
- 21. Januar: Sebastian Schindzielorz, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Andrea Brunner, ehem. Vorsitzende der ÖH an der Universität Wien
- 23. Januar: Benjamín Noval, spanischer Radsportler
- 24. Januar: Tatyana Ali, US-amerikanischene Schauspielerin und Sängerin
- 27. Januar: Rosamund Pike, junge Schauspielerin (Bond-Girl)
- 28. Januar: Ali Boulala, professioneller Skateboarder
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